Horst D. Deckert

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18-jährige Italienerin stirbt nach AstraZeneca-«Impfung»

In Italien werden seit Mitte Mai regelmässig sogenannte Open Days organisiert, an denen sich die Menschen an bestimmten Tagen in spezifisch dafür eingerichteten Zentren «impfen» lassen können, neuerdings ab einem Alter von zwölf Jahren. Ursprünglich wurden die Open Days ins Leben gerufen, um das Präparat von AstraZeneca «loszuwerden», da es wegen seiner Nebenwirkungen, insbesondere Thrombosen, in Verruf geraten ist (wir berichteten).

Es ist anzumerken, dass Thrombosen auch bei den Präparaten von Pfizer/BioNTech und Moderna vorkommen, wenn auch in geringerer Anzahl. Dafür verursachen diese Präparate häufiger andere Nebenwirkungen als das von AstraZeneca (wir berichteten).

Mittlerweile werden in Italien auch Open Days für die Präparate anderer Hersteller organisiert. Der Andrang ist jeweils enorm. Vor allem Jugendliche stürmen die Impfzentren, sodass es sogar zu Tumulten kam, wie zum Beispiel in Bologna, als etwa 8000 Menschen die Injektion wollten (Video). Viele Jugendliche warteten schon in der Nacht, trotz der Ausgangssperre, wie il Resto del Carlino berichtete. Zunächst seien 1200 Dosen zur Verfügung gestanden, am Ende 3000 verabreicht worden.

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Vor dem Messezentrum in Bologna, 2. Juni 2021, Quelle: il Resto del Carlino

Auch die 18-jährige Camilla Canepa nahm am 25. Mai 2021 mit Begeisterung am Open Day teil, der von der Region Ligurien organisiert wurde, wie der Corriere della Sera berichtete. Dort liess sie sich das Präparat von AstraZeneca spritzen. Am 3. Juni ging sie dann mit Kopfschmerzen und Photophobie (Lichtempfindlichkeit) in die Notaufnahme des Krankenhauses Lavagna. Nach einer negativen CT-Untersuchung wurde sie jedoch wieder nach Hause geschickt.

Am 5. Juni ging sie wieder in die Notaufnahme, diesmal im Regionalkrankenhaus San Martino in Genua. Laut dem Corriere della Sera war sie sehr krank und hatte motorische Probleme. Nachdem die Ärzte eine Hirnblutung feststellten, wurde Camilla operiert, um Thromben zu entfernen und den Druck innerhalb des Schädels zu verringern. Doch das reichte nicht. Am 10. Juni verstarb Camilla.

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Camilla Canepa, Quelle: Corriere della Sera

Camilla starb an einer Sinus-cavernosus-Thrombose, einer Form der Sinusvenenthrombose – ein Blutgerinnsel im Kopf. Das ist genau die Nebenwirkung vor der Sucharit Bhakdi, ehemaliger Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, an der kürzlich abgehaltenen Medienkonferenz des Vereins Aletheia warnte (wir berichteten).

Bhakdi erwähnte die Studie eines Kollegen, der vor über zwei Monaten angefangen hatte, seinen Patienten jeweils vor und nach der Impfung Blut zu entnehmen, um die D-Dimere-Werte zu messen. Mit diesem Wert lässt sich feststellen, ob sich Blutgerinnsel bilden. Das Resultat sei «der Wahnsinn», wie Bhakdi bemerkte, denn bei über 30% der Patienten bildeten sich Blutgerinnsel.

Die Staatsanwaltschaft von Genua untersucht den Tod von Camilla

Die Staatsanwaltschaft von Genua hatte bereits eine Untersuchung eingeleitet, doch jetzt habe sich die Situation geändert, berichtete der Corriere della Sera. «Wir werden das Protokoll anwenden, das bereits bei einem anderen Todesfall nach einer Impfung angewandt wurde», erklärte der stellvertretende Staatsanwalt Francesco Pinto und fügte hinzu:

«Die Akte wird wegen Totschlags gegen Unbekannt eröffnet und wir werden die notwendigen Schritte einleiten, beginnend mit der Autopsie und der Sammlung aller Unterlagen, einschliesslich des Impfprozesses. Wir werden den Gerichtsmediziner und den Hämatologen einsetzen, die bereits die anderen Fälle verfolgen.»

Am Tag nach Camillas Tod berichteten die Medien, sie hätte an einer familiären Autoimmunthrombozytopenie gelitten, einem Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut, und eine doppelte Hormontherapie erhalten. Die Ermittler würden nun klären, ob die Erkrankung auf dem Formular angegeben war, das vor der Verabreichung des Präparats am 25. Mai eingereicht wurde.

Gemäss einer am 9. Juni 2021 im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie, ist das Covid-19-Präparat von AstraZeneca mit einem leicht erhöhten Risiko für idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP), auch Autoimmunthrombozytopenie genannt, verbunden. Eben die Krankheit an der Camilla angeblich litt. Das Deutsche Ärzteblatt schreibt, dass bei dieser Krankheit lebensbedrohliche Blutungen extrem selten sind.

Laut dem Corriere della Sera wurde die Charge von AstraZeneca, die Camilla injiziert wurde, inzwischen zurückgezogen. Aus der gleichen Charge kam auch die Dose, die einer 34-jährigen Frau aus Savona injiziert wurde. Gemäss dem Corriere kam die Frau mit starken Kopfschmerzen in die Notaufnahme, wurde operiert, um Thromben im Bauch zu entfernen, und liegt jetzt auf der Intensivstation.

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