Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Baerbock-„Scheiße“: Erste Anzeichen grüner Selbstkritik?

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Annalena Baerbock kriegt normalerweise keinen fehlerfreien Satz über die Lippen. Bei ihr gerät jedes zweite Wort zum Zungenbrecher, ihre Stilblüten und Versprecher sind legendär („Kobold„, „Grundschauen schulen„, „lasst uns gemeinsam Europa verenden„), und inzwischen hat sich der Begriff „gebaerbockt“ als Synonym für „verhaspelt“ verbreitet. Umso erfreulicher, dass Baerbock am Ende ihrer Parteitagsrede fehlerfrei das Wort „Scheiße“ aussprach.

Weil die Mikrofone offenbar noch angeschaltet waren, war für Medien und Zuhörer – selbst trotz bereits aufbrandendem Applaus – klar und deutlich der Kandidatinnen-Ausfall in die Fäkalsprache zu vernehmen. Um was es genau dabei ging, war zunächst unklar, angeblich soll sie sich in Richtung Robert Habeck geärgert haben, dass sie an einer Stelle hatte von vorne beginnen müssen.

Es hatte sich dabei um einen weiteren typischen Baerbock-Brüller gehandelt. Die frischgekürte Kandidatin hatte in der fraglichen Passage gesagt: „…und die liberalen Feinde innen wie außen wissen das gezielt zu nutzen.“ Die Grünen-Chefin korrigierte sich daraufhin selbst und begann den Satz neu: „Die Feinde der liberalen Demokratie innen wie außen…„. Angesichts ihrer sonstigen Logorrhoe dürfte dieser Versprecher den wenigsten aufgefallen sein – doch Baerbock ärgerte sich maßlos. Als würde es bei einer „rhetorischen Granate“ wie ihr auf solche Lappalien noch ankommen.

Logorrhoe in Serie

Die anwesenden Grünen hinderte dieser Schnitzer freilich nicht, Baerbocks pathetische Rede mit frenetischem, minutenlangen Jubel zu quittieren. Diese Partei klatscht sich selbst Zuversicht zu. Inhaltlich hatte Baerbock in der Rede übrigens nichts Neues gesagt; eine dreiviertel Stunde ging es nur um „klimagerechten Wohlstand„, eine „neue Industriepolitik„, Kinderrechte im Grundgesetz und Grundzüge einer Außenpolitik, die Deutschland noch mehr zur internationalen Lachnummer und zum wehrlosen Opferstaat machen wird.

„Scheiße“ war insofern vermutlich auch das, was den meisten Zuhörern mit leidlichen politischen Backgroundkenntnissen, Ahnung von Gesetzmäßigkeiten des freien Marktes und Realitätssinn, nach Baerbocks Auftritt als erstes durch den Kopf gegangen sein mag. Übrigens nicht nur bei dieser Baerbock-Rede. (DM)

 

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