Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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China ruft für die Ära nach der Coronakrise zur globalen grünen Revolution auf

Anlässlich der der 75. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen hat Chinas Staatschef Xi Jinping einen raschen globalen Wandel gefordert.

«COVID-19 erinnert uns daran, dass die Menschheit eine grüne Revolution in Gang setzen und sich schneller eine umweltfreundliche Lebensweise aneignen sollte», zitiert China Global Television Network (CGTN) Xi.

CGTN zufolge drängte Xi alle Mitgliedsstaaten, «entschlossene Massnahmen» zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu ergreifen.

Im Rahmen dieses Abkommens verpflichteten sich zweihundert Staaten dazu, die Treibhausgasemissionen so weit zu senken, dass der weltweite Temperaturanstieg im Vergleich zum Wert vor dem Industriezeitalter auf 2 Grad Celsius begrenzt wird. Ausserdem sollen Massnahmen ergriffen werden, den Temperaturanstieg auf nur 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

China habe sich das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen noch vor 2030 zu senken und bis 2060 CO2-neutral zu sein.

Ausserdem habe der chinesische Staatspräsident zu einer «umweltfreundlichen Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie» sowie zu Massnahmen für eine nachhaltige Entwicklung in allen Ländern aufgerufen.

Als grösstes Schwellenland und zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt arbeite China seit Jahren an einem Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz.

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Die Zeit drängt: Der Klimawandel lässt das Eis der Pole und Gletscher schmelzen

Nachdem das Land in der Vergangenheit mit schweren Umweltproblemen wie Smog und weit verbreiteter Wasserverschmutzung zu kämpfen gehabt habe, erziele China «bemerkenswerte Fortschritte beim Umweltschutz», so CGTN.

Hinsichtlich seiner nationalen Klimaschutzbeiträge bis zum Jahr 2030 gemäss dem Pariser Abkommen liegt das Land laut CGTN im Zeitplan, vor allem Dank der Senkung des Energieverbrauchs und der verringerten Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

«Die CO2-Emissionen je BIP-Einheit haben sich seit 2005 beinahe halbiert, womit das Ziel einer Senkung von 40 bis 45 Prozent zwischen 2005 und 2020 erreicht wurde» schreibt CGTN. Ziel für 2030 sei die Senkung der CO2-Emissionen pro BIP-Einheit um 60 bis 65 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2005.

Tatsächlich kam eine Umweltstudie der NASA im Jahr 2019 zu dem Schluss, dass China zwischen 2000 und 2017 für mehr als ein Viertel der weltweit angelegten neuen Grünflächen verantwortlich war, womit das Land in diesem Bereich den grössten Beitrag geleistet hatte.

Bewertung der Redaktion: Die Ankündigung aus Peking dient zweifelsohne dem globalen Image Chinas, vor allem im Wettrennen mit den USA. Allerdings unterscheidet sich Xis Forderung deutlich von den westlichen Global Reset Plänen des World Economic Forum. Während letzterer die Sicherung der bestehenden Eliten anvisiert, geht es in der chinesischen Variante um einen ökologischen Neustart. Ohne den freilich würde auch China politisch kaum überlebensfähig sein — Dürren, Extremwetterereignisse und die weitere Erwärmung der Erdatmosphäre bedrohen die Lebensgrundlagen auch im Reich der Mitte.

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