Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Dank Instagram-Schmierlappen „Navid Alpha“ verbrannte ein Mensch in seinem Skoda

Samstag, 13.45 Uhr: Zwei Lamborghini und ein Porsche GT rasten über die Autobahn. Im Lamborghini Aventador S (740 PS, ab 335 000 Euro) saß Navid F. (29) – besser bekannt unter seinem Instagram-Pseudonym Navid Alpha.

Während der Hetzjagd über den Asphalt verlor der Internet-Star die Kontrolle über seinen Boliden! Er geriet ins Schleudern, knallte gegen die Mittelleitplanke und wurde dann zurück über die dreispurige Fahrbahn geworfen. Dabei rammte er einen Opel und einen Skoda. Lamborghini und Skoda fingen sofort Feuer!

Navid F. kletterte noch aus dem Auto, brachte sich vor den Flammen in Sicherheit. Doch die Person am Steuer des Skoda konnte sich nicht mehr retten – und verbrannte! Laut Polizei konnte die Leiche bisher „nicht eindeutig identifiziert werden“.

BILD | 11. Oktober 2020

Es gab eine Zeit in der illegale Autorennen einen Sinn ergaben. Ja, ja, doch doch, es waren die frühen siebziger Jahre, als sich Brock Yates (Foto unten), ein Redakteur des Auto-Magazins Car&Driver, mit seinem Sohn und zwei Mitarbeitern, auf den Weg von New York City nach Los Angels machte. 40 Stunden und 51 Minuten brauchten sie in einem Dodge Sportsman Van für die 4628 Kilometer lange Strecke von Küste zu Küste*.

Aus dieser Reise entwickelt sich das Cannonball-Rennen über das in Hollywood fünf Filme gedreht wurden. Sicher, der Hauptbeweggrund für diese Rennen war die Freude am Fahren, aber eben auch der Protest gegen die seinerzeit eingeführte Höchstgeschwindigkeit von 55 Meilen (88 Kilometer) pro Stunde. Beim Cannonball fuhren Jungs, die es drauf hatten. Wohl deshalb gab es in all den Rennen kein einziges Todesopfer zu beklagen.

Diese gestandene Männer, die wussten, was sie taten, sind mit den üblichen Verdächtigen, die sich in Deutschland in einer Tour illegale Rennen liefern, nicht zu vergleichen. Niemals würden sie sich die Augenbrauen rasieren, Gucci-Täschchen tragen oder gar an Shisha-Pfeifen saugen.
Ein Fotovergleich …

Wahre Männer

Wahrer Lappen

Dass sich Navid F. den Nachnamen „Alpha“ gab, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Er ist noch nicht einmal ein Beta-Mann, er ist überhaupt kein Mann. Seine 1,1 Millionen Folger auf Instagram werden wohl zumindest teilweise gekauft sein, anders ist die relativ geringe „Gefällt mir“-Zahl seiner Beiträge nicht zu erklären. Wie sich F. so teure Autos leisten konnte? Keine Ahnung. Drogenhandel? Menschenhandel? Man weiß es nicht.

Hier sehen wir ein weiteres Angeberfoto, es wurde kurz vor dem Unfall auf einer Tankstelle aufgenommen und zeigt die Karren der Todesraser:

Navid F. sitzt in Untersuchungshaft. Auf seinem Instagram-Konto nennen sie ihn „Mörder“.

*Im Mai 2020 brachen ein paar Jungs in einem Audi S6 wieder einmal den Küste zur Küste-Rekord. Arne Toman und sein Co-Pilot Doug Tabbutt erreichten Los Angeles nach nur 25 Stunden und 39 Minuten.

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