Horst D. Deckert

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Deutsche Bundesärztekammer will jetzt auch Kinder impfen

Klaus Reinhardt, Präsident der deutschen Bundesärztekammer, warnte vor negativen «Kollateralschäden» durch die Corona-Massnahmen für Kinder. Die Abgeordneten hätten anlässlich des Ärztetages eine wissenschaftliche Bewertung aller Kollateraleffekte gefordert, die durch staatlich verordnete Massnahmen entstanden seien. Damit solche Kollateralschäden in Zukunft vermieden werden können, sei die Entwicklung von Handelsstrategien nötig. Besonders in der Vorbereitung auf «zukünftige pandemische Lagen».

In einem Beschluss habe der Ärztetag die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich eine Covid-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Das Recht auf Bildung könne nur mit einer Gen-Impfung gesichert werden, heisst es. Ohne eine rechtzeitige Impfung führe ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die psychische Entwicklung.

Der deutsche Impfstoffhersteller BioNTech und sein US-Partner Pfizer wollen in Kürze die Zulassung ihres Vakzins für Kinder von zwölf bis 15 Jahren in der EU beantragen, sagte eine Sprecherin von BioNTech gegenüber dem Spiegel. Das Vakzin von Biontech/Pfizer ist in der EU und in den USA bisher erst für Menschen ab 16 Jahren befristet zugelassen. Sollte der Antrag in den nächsten Tagen bei der EMA eingereicht werden und die Prü­fung etwa vier bis sechs Wochen dauern, könne die EMA-Zulassung im günstigen Fall schon Anfang bis Mitte Juni erfolgen. Als Hauptgrund für die Dringlichkeit der Vakzine für Kinder wird die vom Robert Koch-Institut behauptete Dominanz der ansteckenden Virusvariante B.1.1.7 genannt.

Noch im Februar fragte die Ärztezeitung: «Corona-Impfung für Kinder erst 2022?»:

Schwere COVID-19 Verläufe sind bei Kindern selten. Dennoch haben einige Hersteller begonnen, ihre Corona-Impfstoffe an Minderjährigen zu testen – auch um Erwachsene zu schützen. Der Einsatz wird wohl noch dauern.

Professor Fred Zepp, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Mainz, wies in dem Artikel darauf hin, dass der Prüfaufwand viel höher sei als bei Erwachsenen. Eine Impfung sei fremdnützig, da die Kinder geimpft würden, um Ältere zu schützen. Daher müsse hinterfragt werden, ob das abgesehen von Kindern mit besonderen Infektionsrisiken ethisch vertretbar sei.

Das RKI argumentiert noch immer auf seiner Webseite:

Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten.

Hingegen wurde im Zeitraum von Juli 2020 bis Mai 2021, also in rund zehn Monaten, eine eindeutig als Experiment definierbare Versuchsstudie mit 2200 Kindern durch BioNTech/Pfizer durchgeführt – mit vollkommen unbekannten und unkalkulierbaren Ergebnissen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein Verstoss gegen den Nürnberger Kodex?

Kommentar der Redaktion:

Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: die Ansteckungsgefahr an Schulen ist ausserordentlich gering und Kinder infizieren sich nicht so häufig mit SARS-CoV-2 wie Erwachsene (wir berichteten hier, hier und hier).

Ebenfalls eindeutig ist, dass die Gen-Vakzine gegen Covid-19 in Rekordzeit entwickelt und noch nie auf Langzeitnebenwirkungen getestet wurden und dass die Folgen für Kinder bisher unbekannt sind. Dr. Paul Alexander, der ehemalige Covid-Berater der U.S. Department of Health and Human Services (HHS), hält den Einsatz von Covid-19-Impfstoffen an Kindern für «absurd und rücksichtslos» (wir berichteten).

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