Horst D. Deckert

Die Massenzuwanderung nach Deutschland wird den Steuerzahler Billionen Euro kosten: Raffelhüschen: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, sind wir dumm wie Stroh!“

Deutschlands Sozialsystem steht vor einer Schuldenexplosion, die weiter steigen wird. Ein Top-Professor zeigt, dass es einfach billiger wäre, die Grenzen ganz zu schließen.

Die Masseneinwanderung könnte Deutschland bis zu 19,2 Billionen Euro kosten und hat das Land bereits 5,8 Billionen Euro gekostet, so der führende deutsche Finanzwissenschaftler Prof. Bernd Raffelhüschen von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Die Studie des oft als „Rentenpapst“ bezeichneten Prof. Raffelhüschen widerlegt die Behauptung von Zuwanderungsbefürwortern und Wirtschaftsführern, die Masseneinwanderung werde die öffentlichen Finanzen und den Arbeitsmarkt in Deutschland retten.

„Die bisherige Zuwanderung kostet uns gesamtwirtschaftlich 5,8 Billionen Euro“, schreibt der Professor in einer neuen Studie.

Im Gegensatz zu einigen anderen Ökonomen, die sagen, dass Deutschland durch unqualifizierte Arbeitskräfte finanziell geschädigt wird und mehr qualifizierte Arbeitskräfte benötigt, sagt Raffelhüschen aber auch, dass der Import von qualifizierten Arbeitskräften das deutsche Steuer- und Rentensystem tatsächlich mehr kosten wird als die komplette Schließung der Grenzen für jegliche Zuwanderung.

Die hohen Schulden, die Raffelhüschen anführt, sind vielleicht gar nicht so abwegig, zumindest im Vergleich zu anderen Ländern. Wie bereits berichtete, haben mehrere hochrangige niederländische Professoren kürzlich eine Studie veröffentlicht, in der sie nachweisen, dass Migranten die Niederlande seit 1995 mindestens 400 Milliarden Euro gekostet haben, obwohl das Land viel weniger Migranten aufgenommen hat als Deutschland. In Norwegen fanden die Forscher heraus, dass nur die Hälfte der Migranten einen Job hat, obwohl der Staat in zehn Jahren 6,6 Milliarden Euro für Integrationsprojekte ausgegeben hat.

Prof. Raffelhüschen zeigt in seiner Studie auf, dass in Deutschland aufgrund der rapiden Alterung der Gesellschaft „eine riesige Lücke klafft zwischen dem, was Unternehmen und Arbeitnehmer in das deutsche Steuer- und Sozialsystem einzahlen“ – dazu gehören Steuern, Kinderbetreuung, Renten- und Krankenversicherung – und dem, was sie in Zukunft an Renten, Gesundheits- und Sozialleistungen beanspruchen können.

Diese „Nachhaltigkeitslücke“ werde auf 19,2 Billionen Euro anwachsen, wenn Deutschland weiterhin jedes Jahr 300.000 Ausländer ins Land lasse, so der Professor. In seiner Studie weist er darauf hin, dass der Integrationsprozess für die meisten Ausländer sehr lange dauert und sie in dieser Zeit nur über ein geringes oder gar kein Einkommen verfügen, sodass sich ihre Beiträge zum Sozialsystem erheblich verzögern. Selbst diejenigen, die erwerbstätig werden, verfügen häufig über ein deutlich geringeres Einkommen, das oft so hoch ist, dass sie noch Anspruch auf Sozialhilfe haben, was zu einer enormen Belastung des umfangreichen deutschen Sozialsystems führt.

Zaun um Deutschland

Raffelhüschen erläuterte auch, was mit Deutschland passieren würde, wenn das Land theoretisch „ab sofort einen Zaun um Deutschland ziehen würde“, also keine Zuwanderer mehr ins Land kämen.

In einem solchen Szenario würde sich die zukünftige Finanzierungslücke von 19,2 Billionen Euro auf 13,4 Billionen Euro verringern, also um 5,8 Billionen Euro.

„Das ist der Preis der Zuwanderung in unser jetziges System“, so der Sozialexperte.

Raffelhüschen schlüsselt auf, wie er zu seinen Ergebnissen kommt: Migranten benötigen im Schnitt sechs Jahre, um sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren und tragen in dieser Zeit wenig oder gar nichts zum Rentensystem bei.

Auch nach dem Eintritt in den Arbeitsmarkt verdienen sie, wenn überhaupt, weniger und tragen daher nur wenig zum Sozialsystem bei.

Allerdings sind diese Ausländer auch gesetzlich krankenversichert und erhalten dort die gleichen Leistungen wie Deutsche, die zum Teil jahrzehntelang in das System eingezahlt haben.

Der Professor nennt ein Beispiel: „Ein Asylbewerber kommt mit 26 Jahren nach Deutschland, wird nach zwei bis drei Jahren abgelehnt, bleibt aber mit einer Duldung hier. Dann nimmt er allmählich seine erste Arbeit auf, qualifiziert sich und beginnt mit 35 Jahren eine Karriere als Steuer- und Beitragszahler. Weil sein Rentenanspruch gering ist, bekommt er als Rentner Grundsicherung – dafür hätten seine Beiträge nie gereicht“.

Er stellt fest: „Das lohnt sich nicht. Das ist alles viel zu teuer.“

Fachkräfte retten das deutsche Rentensystem nicht

Der Professor geht noch weiter und rechnet vor, was passieren würde, wenn Deutschland zusätzlich zu den derzeit 300.000 Zuwanderern pro Jahr 100.000 hoch qualifizierte Ausländer aufnehmen würde, was das deutsche Sozialsystem 14,2 Billionen Euro pro Jahr kosten würde. Das wäre aber immer noch teurer als ein System ohne Zuwanderung, in dem die „Nachhaltigkeitslücke“ nur 13,4 Billionen Euro betragen würde.

Raffelhüschen: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, sind wir dumm wie Bohnenstroh. Obwohl die Altersstruktur der Migranten potenziell eine demografische Verjüngungsdividende aufweist, führt dies in keinem der betrachteten Szenarien zu einem positiven fiskalischen Saldo der Migration.“

Er argumentiert, dass Deutsche länger arbeiten und weniger Rentenansprüche haben sollten, dass nur legal Ansässige Zugang zu den Sozial- und Rentensystemen haben und dass die Beiträge steigen sollten.

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