Horst D. Deckert

Die wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns und Corona-Massnahmen

Im ersten «Pandemie-Jahr» gab es in fast allen Ländern der Welt eine schwere Rezession. Laut IWF schrumpfte das BIP in den meisten europäischen Ländern um mehr als 3%. Die einzige Ausnahme sei Irland, ein Land, das ohnehin eine ungewöhnliche Zählweise für das BIP habe, informiert das Medienportal The Daily Sceptic.

Die Arbeitslosigkeit in der EU habe trotzdem nur um bescheidene 1,2 Prozentpunkte zugenommen und sei bis zum dritten Quartal 2020 von 6,6% auf 7,8% angestiegen. Der Grund dafür, dass sie in den Monaten der Lockdowns nicht stärker gestiegen ist: Die Regierungen hätten noch nie dagewesene Summen für den Corona-Zwangsurlaub und andere Lohnstützungsprogramme ausgegeben.

Mit anderen Worten: Sie bezahlten die Menschen dafür, den ganzen Tag zu Hause zu sitzen. Das britische Coronavirus Job Retention Scheme beispielsweise liess nach Angaben des Medienportals beurlaubten Arbeitnehmern 80% ihres vorherigen Gehalts zukommen, bis zu einer Obergrenze von 2500 £ (etwa 3000 Euro) pro Woche.

Solche Lohnzuschussprogramme hätten zwar den Vorteil gehabt, dass sie einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit verhinderten, aber sie seien auch extrem teuer gewesen, konstatiert The Daily Sceptic.

In vielen Ländern sei der Schuldenstand geradezu gigantisch gestiegen. In nur sieben Quartalen wuchs der in Spanien um 26 Prozentpunkte; Italien folgte mit 21 und Griechenland mit 20 Prozentpunkten. Das Vereinigte Königreich lag mit einem Anstieg von 18,7 Prozentpunkten nicht weit dahinter.

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Andererseits wuchs der Schuldenstand Irlands um weniger als einen Prozentpunkt, während er in Schweden nur um 1,2 Prozentpunkte zunahm. Das gute Abschneiden Schwedens sei natürlich keine Überraschung, so The Daily Sceptic. Denn es sei das einzige grosse europäische Land, das im Frühjahr 2020 nicht die Wirtschaft lahmgelegt hätte und «eingebrochen» sei.

In einer Rangliste von 23 reichen Ländern belege Schweden den dritten Platz in Bezug auf die wirtschaftliche Gesamtleistung während der «Pandemie». Und dies sei nicht auf Kosten der schwedischen Bevölkerung gegangen: Das Land habe zwischen Januar 2020 und Juni 2021 sogar eine negative Übersterblichkeit verzeichnet, resümiert das Medienportal.

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