Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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EXKLUSIV: Das Corona Transition Online-Interview mit Prof. Christian Drosten

Prof. Christian Drosten erhielt unsere Fragen per E-Mail. Wir haben ihm und der Pressestelle der Charité die Spielregeln erklärt: Für die Beantwortung werden fünf Tage eingeräumt. Auf diese Weise sollte Prof. Drosten die Möglichkeit erhalten, seine Antworten in Ruhe schriftlich verfassen und per Mail übermitteln zu können — in der gebotenen wissenschaftlichen Tiefe und der aus seiner Sicht nötigen Länge. Anschliessend, so machten wir von Beginn an deutlich, würden wir das Interview mit den eingegangenen Antworten im Originalwortlaut und unverändert publizieren.

Corona Transition: Herr Prof. Drosten, die Zahlen des RKI zeigen einen deutlichen Anstieg der Infektionen mit SARS-CoV-2, bei seit Mai praktisch auf sehr niedrigem Niveau liegenden Todesfallzahlen. Wir erklären Sie sich diesen Unterschied?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Der Berliner Senat hat zwischen 23 und 6 Uhr eine Sperrstunde verhängt. Warum soll diese Maßnahme aus virologischer Sicht etwas bringen?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Bei den kommenden Impfstoffen handelt es sich um Vakzine, die nicht nach den üblichen klinischen Standards getestet werden können, weil die Zeit fehlt. Johnson & Johnson musste ebenso wie AstraZeneca die Phase 3 abbrechen, weil es zu teils erheblichen Nebenwirkungen kam. Welchen Sinn sehen Sie in der Impfung der Bevölkerung mit Vakzinen, deren Sicherheit laut RKI erst nach der Zulassung überprüft werden kann?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: mRNA-Impfstoffe wurden bislang nie zugelassen und auch nicht angewendet. Ausgerechnet jetzt sollen sie Milliarden Menschen verabreicht werden, wenn es nach Willen der WHO geht. Glauben Sie, dass die Pharmaindustrie, die bei Schäden von der EU entschädigt würde, in erster Linie Umsätze auf Kosten der Sicherheit generieren will?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Sie haben sich bereits mit SARS intensiv beschäftigt, aus unserer Sicht war die Epidemie damals weitaus gefährlicher als Covid-19. Auch bei MERS lag die Sterblichkeit deutlich höher, trotzdem gab es keine Lockdowns. Warum muss das heute so sein?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Die Charité hat bereits im März 2020 auf das von Bayer angebotene Hydroxychloroquin aufmerksam gemacht. Es gibt Ärzte, die eine Wirksamkeit erkennen wollen, Studien wiederum sagen aus, dass HCQ nicht wirkt. Was genau muss ein Wirkstoff gegen SARS-CoV-2 auf molekularbiologischer Ebene eigentlich können müssen?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Und wie genau kann der Erreger daran gehindert werden, sich im Körper weiter zu replizieren?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Kommen wir zu Ihrer Promotionsschrift, die auch wir bis Juli 2020 nirgendwo fanden, weil sie weder in der Deutschen Nationalbibliothek, noch in der Universitätsbibliothek Frankfurt katalogisiert oder vorhanden war. Laut Promotionsordnung der Universität Frankfurt müssen die Schriften generell abgegeben werden, weil ansonsten der Doktortitel nicht erteilt werden kann. Warum haben Sie Ihre Promotionsschrift erst 17 Jahre nach Ihrer mündlichen Prüfung eingereicht?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Und wann genau haben sie Ihre Dissertationsschrift nach der mündlichen Prüfung abgegeben?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: In Ihrer Promotion zeigten Sie auf, dass die Post-PCR Effekte bei Anwendung der damaligen Gelelektrophorese zu falsch positiven Ergebnissen führen können und auch Kontaminationen einen grossen Schwachpunkt darstellten. Daher lieferten Sie ein Anwendungsmodell für den Einsatz einer 1991 von Kary Mullis beschriebenen und von Roche und Applied Biosciences patentierten PCR-Methode bei HIV und HBV. Was genau konnten Sie herausfinden?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Sie schrieben in Ihrer Promotionsschrift, dass das Verfahren noch vor Abschluss Ihrer Promotion zum Einsatz kam. Warum könnte man das, was Sie damals im Zusammenhang mit HIV und HBV herausfanden, als Durchbruch bezeichnen?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: In der Diskussion um die eingesetzte PCR-Technologie wird viel der Fokus auf falsch positive Ergebnisse gelegt. Weitaus dramatischer wären jedoch falsch negative Ergebnisse, weil Infizierte dadurch als virusfrei gelten, während sie den Erreger in sich tragen. Welchen Anteil machen falsch negative Ergebnisse an den Testungen von heute aus?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Politiker wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verfügen über keinerlei wissenschaftlichen Background, um die Feinheiten analytischer PCR-Verfahren oder der Virologie im Detail verstehen zu können. Trotzdem fordern sie nahezu jede Woche neue Vorgehensweisen gegen Covid-19: Mehr Tests, Fieberzentren, Alkoholverbote, Beherbergungsverbote, Impfzentren in Massenhallen, Kontaktverbote, weniger Partys, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Halten Sie diese Maßnahmen noch für angebracht?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Und wie lange werden wir so leben müssen?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Zum Schluss eine persönliche Frage: Anders als die meisten Ihrer Kolleginnen und Kollegen avancierten zum medialen Star und Rechtfertiger der politisch verhängten Maßnahmen. Was treibt Sie an?

Prof. Christian Drosten:

Corona Transition: Herr Prof. Drosten, vielen Dank für das Gespräch.

Anmerkung der Redaktion: Eine Antwort erhielten wir von der Pressestelle der Charité. Darin heisst es:

«Leider steht Herr Prof. Drosten aktuell nicht zur Verfügung. Das wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Wir bitten um Verständnis, dass er in der momentanen Situation den großen Mengen von Anfragen nur sehr eingeschränkt nachkommen kann».

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