Horst D. Deckert

Gazakrieg – Nicht endender Raubzug

Israelische Armee stellt Plünderung des Gazastreifens online zur Schau – Erinnerungen an Nakba werden wach

Während die offizielle Zahl der palästinensischen Todesopfer im Gazastreifen die 30.000 überschritten hat, gibt es ein Kriegsverbrechen, das bislang weniger mediale Aufmerksamkeit bekommen hat: Plünderung. Israelische Soldatinnen und Soldaten entwenden seit Wochen Privateigentum aus palästinensischen Häusern – laut Genfer Konvention eigentlich verboten. Von Motorrädern und Musikinstrumenten bis hin zu Schmuck und Geschirr, präsentieren israelische Streitkräfte ihre Kriegsbeute auf Facebook, Tik Tok und israelischen Nachrichtensendern. Nach Angaben des Medienbüros des Gazastreifens wurden seit dem Beginn der Bodenoffensive Ende Oktober mindestens 25 Millionen US-Dollar in Bargeld, Gold und Wertgegenständen aus dem Gazastreifen entwendet. Bereits im November musste beispielsweise der palästinensische Musiker Hamada Nasrallah über Tik Tok erfahren, dass ein

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