Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Held des Tages: Juwelier erschießt zwei Räuber

Am Montagnachmittag fielen Schüsse in einem Juwelier- und Antiquitätengeschäft in Celle, einer der mutmaßlichen Räuber wurde erschossen, der zweite starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Bekannt ist, dass die beiden mutmaßlichen Räuber am Montagnachmittag das Geschäft in der Fußgängerzone betraten. Laut Staatsanwaltschaft hatte einer der beiden eine Schusswaffe dabei, einer saß im Rollstuhl. In dem kleinen, düsteren Laden war zu dem Zeitpunkt nur das Inhaber-Ehepaar im Alter von 71 und 72 Jahren. Es fielen mehrere Schüsse. Die Identität der mutmaßlichen Räuber ist unklar, Ausweise hatten sie nicht dabei (ALLES KLAR! Anmerkung, Flesch).

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 71 Jahre alten Gold- und Antiquitätenhändler wegen Verdachts auf Totschlag.

FAZ | 15. September 2020

Interessant an dem Fall ist die Rechtslage: Wenn der Juwelier in Notwehr schoss, also sein Leben und seinen Besitz in Gefahr sah, geht er straffrei aus der Sache raus. Aber wie sieht die Lage aus, wenn er für seinen Revolver keinen gültigen Waffenschein besaß? Diese Frage stellte ich zufälligerweise bereits letzte Woche meinem Anwalt Markus Roscher Meinel. Seine Antwort, die mich erfreute, aber nicht überraschte, da im deutschen Gesetzbuch der gesunde Menschenverstand vorherrscht, den ungesunden bringen in letzter Zeit eher Richter und Staatsanwälte rein: Ein Waffenschein ändert an der Rechtslage nichts.
Selbstverständlich gäbe es einen zusätzliches Verfahren, wegen Verstoß gegen das Waffengesetz, aber das ist verkraftbar, gerade im Tausch gegen das eigene Leben.

Allerdings trifft all das auf den aktuellen Fall nicht zu. Der Juwelier ist Inhaber einer gültigen Waffenbesitzkarte. Stefanie Vogler, Sprecherin der Anklagebehörde, sagt: „Auf den ersten Blick sieht es nach Notwehr aus, das muss nun im Einzelnen geprüft werden.“
Eine Routine-Überprüfung, die bei Todesopfern gemacht werden muss und die nicht leicht werden wird, da es in dem Geschäft erstaunlicherweise keine Überwachungskamera gibt.

Einkaufstipp:
Und Menschen, die keine Waffenbesitzkarte haben, besorgen sich bitte: „JPX6“ – Wohl die beste und wirksamste Pfefferspraypistole Deutschlands.

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