Horst D. Deckert

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Kein Sturm auf Versicherung: Staatsanwalt entlarvt nächstes ÖVP-Märchen

Info-DIREKT berichtete seit dem 6. März über die Vorgänge nach einer Großdemonstration in Wien. Die Polizei hatte offenbar auf Befehl von oben eine größere Gruppe von Demonstranten am Heimweg eingekesselt. Diese wollten der Situation durch eine Tiefgarage entkommen. Regierung und Mainstreammedien fantasierten von Gewalt, Sturm und Einbruch. Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Wien bleibt davon nichts übrig.

Die Staatsanwaltschaft Wien beschloss mit Datum vom 26. April die jugendstrafrechtliche Verfolgung eines Beteiligten am angeblichen „Sturm auf ein Versicherungsgebäude“ in Wien einzustellen. Das Dokument liegt der Redaktion von Info-DIREKT vor.

Ein kurzer Überblick über das Geschehen:

Zunächst fand am 6. März die Großdemo statt, am Rande derer es wiederholt zu Übergriffen durch die Polizei kam. Am Rückweg zu ihren Fahrzeugen wurde eine größere Gruppe von Demoteilnehmern eingekesselt. Während man die Teilnehmer drangsalierte, trugen nicht einmal die Befehlshaber die vorgeschriebenen Gesichtsmasken. Ein Beteiligter schilderte Info-DIREKT die Ereignisse in Wien, speziell was rund um den angeblichen „Sturm des Versicherungsgebäudes“ geschah.

Es gab keinen Sturm

Nun, etwa zwei Monate später, lösen sich die Märchen der ÖVP ein weiteres Mal in Luft auf. Denn die Staatsanwaltschaft hielt in ihrem Bescheid fest:

Es handelte sich nicht um einen wild gewordenen Mob, der das Gebäude der Wiener Städtischen bewusst stürmte, um dort Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen zu begehen. Vielmehr handelte es sich um eine verselbständigte Reaktion einer Gruppe, wobei ein paar Personen zu laufen begannen und viele weitere einfach folgten. Es entstand der Eindruck, dass diese lediglich aus der Umkesselung der Polizei fliehen wollten, um einer Amtshandlung durch die Polizei zu entgehen, und den Personen neben ihnen folgten.

Security brach sich Bein durch eigenes Ungeschick

Die behauptete schwere Körperverletzung gegen einen der Sicherheitsmitarbeiter löste sich ebenso in Luft auf. Hierzu die Staatsanwaltschaft:

<Der Mitarbeiter> erlitt eine Beinfraktur, welche operativ behandelt werden musste. Zu Beginn bestand der Vedacht, dass er von einem unbekannten Täter umgestoßen oder getreten wurde. <Der Mitarbeiter> selbst kann kaum angaben über den Verlauf machen, weil es ein sehr dynamisches Geschehen war. Auf den Videoaufzeichnungen ist aber zu erkennen, dass <der Mitarbeiter> eine der Personen, die hineinstürmte, versuchte anzuhalten, dabei einen großen Schritt machte und stolperte.

Im Raum steht noch Umstand, dass der andere Sicherheits-Mitarbeiter einen Faustschlag ins Gesicht erhalten haben soll. Dieser Vorgang ist allerdings nicht auf Video festgehalten worden, es konnten dazu keine Täter ausgeforscht werden. Ebenso steht in der Begründung der Staatsanwaltschaft, dass am Tor des Gebäudes keinerlei Schäden entstanden sind, also keine Sachbeschädigung vorliegt. Das Tor wurde nur aufgedrückt.

Von Nehammer-Kampagne bleibt nichts übrig

Nach einer unglaublich dreisten Medienkampagne, befeuert durch Pressekonferenzen des Innenministers bleibt letztendlich ein weiteres Mal nichts von den Vorwürfen übrig. Speziell die Zeitung Heute hatte sich durch dramatische Berichterstattung hervorgetan, um die nun staatsanwaltlich bestätigt unschuldigen Beteiligten in ein schlechtes Licht zu rücken. Auch OE24 stützte die Panikmache.

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Hier noch ein Info-DIREKT-Interview, das wir bereits wenige Tage nach dem erfundenen Sturm veröffentlicht haben:

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