Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Prozentrechnen sollte man können

correctiv hat einen Debunk zu unserem Artikel «Geimpfte in Israel haben eine 40 mal höhere Mortalität als Ungeimpfte» veröffentlicht. Er ist relativ lang und kompliziert und stützt sich neben einer alternativen Interpretation der ursprünglichen Daten auf den Nachweis, die Impfung sei zu über 90 Prozent wirksam. Wie Seligmann und Yativ an anderer Stelle aber zeigen (siehe unten), stützt sich dieser Nachweis auf einen Vergleich zwischen zwei Gruppen von Geimpften und Ungeimpften, deren unterschiedliche Zusammensetzung unmöglich Zufall sein kann und für einen Vergleich nichts taugen.

Der Debunk von Correctiv zieht im weiteren eine Aussage von Premierminister Netanjahu heran (der diesen Monat wiedergwählt werden will) und der behauptet, 97 Prozent der im Februar an Covid-19 Gestorbenen seien ungeimpft gewesen, nur 3 Prozent also trotz Impfung gestorben.

Die offensichtliche Falschaussage hätte auch Correctiv auffallen müssen, bestätigen sie doch an anderer Stelle: «Von den 43‘871 Geimpften, die sich trotz der Impfung mit Corona infizierten, starben insgesamt 660 Personen.» Wenn Netanjahu recht hat, müssten in Israel in den letzten beiden Monaten 22‘000 Menschen an Covid-19 gestorben sein. Gemäss Worldometers sind bis heute (14.3.21) aber nur 5‘992 Menschen an Covid-19 gestorben. Prozentrechnen sollte man können.

An anderer Stelle behauptet Alice Echtermann, die Faktencheckerin von correctiv, Seligmann und Yativ hätten für ihre Berechnungen Daten aus der US-Datenbank VAERS herangezogen, die «nicht verifizierte Berichte» enthielten. Dass VAERS unbestätigte Meldungen über Nebenwirkungen enthält, trifft zu. Aber wenigstens wurde die Zählweise in all den Jahrzehnten des Bestehens dieser Datenbank nicht geändert. Die Zahlen sind also vergleichbar und werden auch von den Betreibern, der US-Seuchenschutzbehörde CDC und der Arzneimittelbehörde FDA, genutzt. Aber, und das ist entscheidend: Seligmann und Yativ haben die Daten nicht für ihre Berechnungen verwendet, sondern anhand eines Vergleichs gezeigt, dass die Zunahme der Todesfälle in Israel mit denen in den USA korrespondiert.

Der langjährige Vergleich der VAERS-Daten zeigt übrigens eine mehr als 50-fache Steigerung der Todesfälle nach Impfung seit Beginn des Jahres. Mehr dazu: Corona-Transition: Die Todesfälle nach Impfung sind in den USA seit Jahresbeginn um das Fünfzigfache gestiegen

Die Autoren der ursprünglichen Studie, Hervé Seligmann und Haim Yativ, haben viel mit Entgegnungen zu Debunks zu tun. Am 2. März schrieben sie:

«Unser Artikel kann nicht widerlegt werden, da er auf realen, öffentlich zugänglichen Daten basiert. Aber seit seiner Veröffentlichung versuchen das israelische Gesundheitsministerium und die Pfizer/Moderna-Koalition weiterhin, die Öffentlichkeit mit voreingenommenen “wissenschaftlichen” Artikeln (wie diesem im New England Journal of Medicine) zu täuschen, die sich absichtlich auf die Covid-Krankheit zwei Wochen nach der zweiten Impfung beschränken und die wichtigsten Daten verbergen, nämlich die Zahl der Todesopfer unter den Geimpften infolge von Covid-19 und anderen unerwünschten Wirkungen nach der ersten Dosis.

Die Tatsache, dass Dr. Ran Balicer, der korrespondierende Autor der Publikation im New England Journal of Medicine (NEJM), für das israelische Gesundheitsministerium als Leiter des Klalit-Forschungsinstituts arbeitet und Zuschüsse von Pfizer erhalten hat, könnte dies erklären, ebenso wie sieben andere Co-Autoren der Publikation (siehe hier)

Wir haben die NEJM-Studie widerlegt: «Exposing distortions in the NEJM scientific publication on the efficiency of Pfizer’s vax»

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