Horst D. Deckert

Rätselhafte Todesfälle unter Piloten häufen sich: Verdacht fällt auf Gen-Präparate

Mehrere Berichte von gestorbenen Piloten sorgen aktuell für Aufsehen. Zuletzt starben vier Piloten der britischen Luftfahrtgesellschaft British Airways in nur kurzer Zeit. Auch aus Indien werden 17 Todesfälle von Piloten im Mai berichtet. Ausgerechnet im Mai habe man in Indien mit der «Impfung» der Piloten begonnen, schreibt das Online-Nachrichtenmagazin Report24. Doch offiziell heisst es, die Piloten seien an Covid-19 gestorben. Verschiedene indische Fluggesellschaften gaben bekannt, bereits einen Grossteil der Angestellten geimpft zu haben. Auch die Weltgesundheitsbehörde WHO empfiehlt eine priorisierte Impfung für das Flugpersonal.

British Airways hält sich im Hinblick auf die Todesursache bedeckt. Die Todesfälle stünden in keinem Zusammenhang. Um welchen «Zusammenhang» es sich genau handeln soll, wird aus der Meldung hingegen nicht klar und über die Todesursachen sagt man ebenfalls nichts:

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Deutsche Übersetzung:

«Traurigerweise sind vor kurzem vier Mitglieder unserer Pilotengemeinschaft verstorben. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien und Freunden. An den Behauptungen in den sozialen Medien, die vier Todesfälle stünden im Zusammenhang, ist jedoch nichts dran, Julie.»

Die Meldungen geben zu denken. Denn Piloten müssen sich regelmässig umfangreichen medizinischen Untersuchungen unterziehen. Nur wer bei bester Gesundheit ist, darf ein Flugzeug fliegen. Ein Pilot schreibt als Antwort auf die Meldung von British Airways auf Twitter:

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Deutsche Übersetzung:

«Piloten werden jährlich medizinisch untersucht. Diese Untersuchung umfasst Herz, Sehkraft, Gehör, Gehirn und so weiter. Ab einem bestimmten Alter muss der Gesundheitscheck alle 6 Monate durchgeführt werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Piloten zuvor eine Krankheit hatten. Übrigens sind vor kurzem auch viele indische Piloten gestorben!»

Der Verdacht, dass die Piloten wegen einer Gen-Injektion verstorben sein könnten, ist berechtigt. Denn die Gefahr von Thrombosen nimmt beim Fliegen bekanntermassen zu, vor allem bei Langstreckenflügen. Reisende wie auch Piloten müssen viele Stunden auf engem Raum mit abgewinkelten Beinen sitzen. Dadurch kann die zur guten Durchblutung der Venen benötigte Muskelpumpe der Unterschenkel nicht effizient arbeiten. Diese Konstellation kann zu einem verlangsamten Rückfluss des Blutes (Stase) führen. Hinzu kommt eine gewisse Eindickung des Blutes durch Flüssigkeitsmangel bei geringer Luftfeuchtigkeit und mangelnder Aufnahme von Getränken. Diese Faktoren begünstigen eine Thrombose beim Fliegen.

Brisant: Venenthrombosen sind als Nebenwirkung der Gen-Präparate hinlänglich bekannt (wir berichteten). Sie können das Risiko für Thrombosen beim Fliegen zusätzlich erhöhen. Doch die Nachrichtenagentur Reuters und sogenannte «Faktenchecker» arbeiten mit Hochdruck daran, alle Gerüchte über einen Zusammenhang mit der «Impfung» zu zerstreuen.

Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit EASA, empfahl bereits Ende März im Safety Information Bulletin eine Pause von 48 bis 72 Stunden vor flugbezogenen Aufgaben nach einer Gen-Injektion. Falls die Nebenwirkungen länger als 24 Stunden anhalten, soll ein Flugmediziner konsultiert werden.

Laut einer Studie von 2014, die im Journal of Thrombosis and Haemostasis veröffentlicht wurde, haben Piloten ein erhöhtes Risiko für Gerinnungsprobleme. Dabei werden auch mehrere andere Studien genannt, die bereits gezeigt haben, dass das Risiko für Thrombosen nach Fernreisen um das Zweifache ansteigt. Und vor allem dann, wenn Piloten innerhalb eines kurzen Zeitraums mehrere Flüge absolvieren müssen. Die Kenntnis der Inzidenzrate venöser thrombotischer Erkrankungen bei Piloten sei notwendig, um ihnen fundierte Ratschläge zum Einsatz präventiver Massnahmen wie Übungen oder elastische Kompressionsstrümpfe zu geben.

Das Online-Nachrichtenmagazin Colorado Herald berichtet, dass die US-Fluggesellschaft Delta Airlines von allen neuen Mitarbeitern eine Gen-Injektion verlange. American Airlines setze auf Freiwilligkeit, gewähre ihren Angestellten allerdings einen arbeitsfreien Tag und 50 Dollar, wenn sie sich impfen lassen. Das erhöhte Risiko für Thrombosen durch die Impfung werde hingegen weder von Delta noch von American Airlines kommuniziert.

Der Colorado Herald schreibt weiter, dass es zwischen dem 18. und 19. Juni weltweit zu 3533 Flugstornierungen gekommen sei. Dies seien 580% mehr als im Jahresdurchschnitt. Die US-Fluggesellschaft Southwest habe in der Woche vom 7. bis 13. Juni Hunderte von Flügen storniert und dabei eine Reihe von technischen Problemen oder das Wetter verantwortlich gemacht. American Airlines kündigte an, bis Mitte Juli Hunderte von Flügen zu streichen. Die Fluggesellschaft behauptet, Wetterprobleme und Arbeitskräftemangel seien die Gründe dafür.

Piloten sollen von ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit Gebrauch machen und eine Gen-Injektion verweigern, mahnt der Colorado Herald.

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