Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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RKI und DIVI haben keine Langzeitdaten zur Auslastung der Intensivbetten

(eb) Weder das Robert-Koch-Institut (RKI), noch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) verfügen über Daten zur Intensivbettenauslastung vor dem Jahr 2020. Somit kann das RKI der Bundesregierung nicht darlegen, ob der aktuelle Anstieg der Intensivbettenbelegung durch Covid-19 ausgelöst wird, oder aber im Rahmen der jährlich ansteigenden Erkrankungs- und Todesfallzahlen für den Zeitraum November bis Ende März erfolgt.

Auf Anfrage von Corona Transition antwortete Susanne Glasmacher, Presseleiterin des Instituts:

«Das RKI hat solche Daten nicht, das DIVI-Register, das vom RKI technisch umgesetzt wird, existiert noch nicht so lange.»

Auch das DIVI bestätigt das Fehlen entsprechender Daten, wie Pressechef Dr. Volker Parvu gegenüber Corona-Transition auf Anfrage antwortete:

«Das Register wurde erst in diesem Frühjahr gemeinsam mit dem RKI aufgebaut. Deshalb verfügen wir erst über verlässliche Daten seit dem 20.04.2020. Es gibt keine vergleichbaren Daten aus den Jahren davor.»

Kommentar der Redaktion: Die Aussagen des RKI und DIVI sind politisch brisant. Denn zur argumentativen Grundlage der Bundesregierung für den aktuellen Lockdown zählt die zu beobachtende ansteigende Zahl der Intensivbettenbelegung. Auch wenn diese noch im niedrigen dreistelligen Bereich liegt (wir berichteten), weist die Politik auf die Gefahr der Überlastung hin. Genau das aber lässt sich – aufgrund fehlender Daten – ohne einen statistischen Vergleich zu den Vorjahren nicht ableiten.

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