Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Transparenz ist die erste Massnahme zur Verhinderung eines Lockdowns

Der Bundesrat soll unverzüglich Standards für den PCR-Test festlegen und dafür sorgen, dass die Modellrechnung für die Belegung der Intensivbetten offengelegt wird. Dies fordern die Freunde der Verfassung in einem heute veröffentlichen Brief an die Schweizer Regierung.

Die Resultate des hochsensiblen PCR-Tests hängen in hohem Masse davon ab, wie stark die Patientenproben vermehrt werden. Je mehr Vermehrungszyklen, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines positiven Testresultats. Erfordert eine Probe jedoch 30 Vermehrungszyklen oder mehr, kann daraus nach Angaben des Robert-Koch-Instituts keine Virenzucht mehr angelegt werden; eine Infektiosität ist also nicht mehr gegeben. (Mehr zur Validität der PCR-Tests: «Wieviele Vermehrungszyklen beim PCR-Test ergeben ein zuverlässiges Resultat?»)

Standards für den PCR-Test sind nötig

Die meisten Labore in der Schweiz vermehren ihre Proben aber mit rund 40 Zyklen, was eine 1024 mal grössere Probenmenge ergibt und die Positivrate markant und über die Ansteckbarkeit erhöht. Obwohl die Anzahl Zyklen entscheidend ist für die Testergebnisse, hat das Bundesamt für Gesundheit bis jetzt keine verbindlichen Wert dafür festgelegt. Die Freunde der Verfassung, Träger des Referendums gegen die Verlängerung des Notrechts, fordern den Bundesrat deshalb auf, die Anzahl Zyklen verbindlich auf 30 festzulegen. Ein nicht geeichter Test könne nicht gerichtsfest sein.

Modellrechnung der Intensivbetten ist fehlerhaft

Die Freunde der Verfassung zweifeln auch die Stichhaltigkeit der Modellrechnung über die Belegung der Intensivbetten an (icumonitoring.ch). Sie verweisen darauf hin, dass in einzelnen Spitälern die Zahl der Covid-19-Patienten höher ist als die Gesamtzahl der Patienten, was von den Betreibern des ICU-Monitorings an der ETH Zürich nicht bestritten wird.

Kritisiert wird auch die Hochrechnung der künftigen Belegung der Intensivbetten. Wie die Freunde der Verfassung schreiben, basiert sie u.a. auf einer Sterbewahrscheinlichkeit der Infizierten (die sog. «case fatality rate») aus einer ungeprüften Studie vom April 2020. Der Wert von 1,4 hätte sich in der Zwischenzeit als viel zu hoch erwiesen und müsste zu einer 70 Prozent höheren Zahl an Covid-19-Todesfällen führen als ausgewiesen. (Mehr dazu: «Die Drohung mit der Intensivbetten-Überbelegung basiert auf Zahlenmanipulationen»)

Falsche Modellrechnungen führten in den ersten Lockdown

Die Verfassungsfreunde fordern vom Bundesrat die Offenlegung der Modellrechnung sowie der Belegung der Intensivbetten, damit sie unabhängig nachgeprüft werden können. Sie verweisen auf die Modellrechnung des Londoner Imperial College, die zu weltweiten Lockdowns führte und die nach ihrer Offenlegung gravierende Fehler zeigte.

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