Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Vier Berliner Bezirke zum Corona-Risikogebiet erklärt

Nach aktuellem Stand (5.10.2020) der «Hinweise für Einreisende aus dem In- und Ausland» unterliegen Reisende aus den Berliner Bezirken Mitte, Friedrichshain, Neukölln und Tempelhof in einigen Bundesländern strengen Restriktionen. Für alle vier Bezirke hat das RKI die «kritische» 7-Tages-Inzidenz von ca. 50 positiv Getesteten auf 100’000 Einwohner ermittelt.

Schotten dicht für Berliner

So lauten die Vorschriften für Schleswig-Holstein explizit für Berliner aus den «Risikozonen»: Sie müssen «sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach Ihrer Einreise ständig dort in Quarantäne absondern». Weiter müssen sich Betroffene sofort beim örtlichen Gesundheitsamt melden und dort die Reise anzeigen. Selbstverständlich ist ein Test Pflicht. Ferner «dürfen Sie während der Quarantäne keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht zum Hausstand gehören». Möglichkeiten, die Quarantäne zu verkürzen, bestehen durch die Vorlage zweier negativer Testbescheide.

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich weder um Erkrankte noch um positiv Getestete, sondern lediglich um Besucher aus Berlin.

Mecklenburg-Vorpommern hat seit dem 3. Oktober eine noch weitaus striktere Regelung, das Land macht dicht: «Sofern eine Person aus einem Risikogebiet ohne das o. g. ärztliche Zeugnis nach M-V eingereist ist, muss diese Person das Land M-V verlassen», heisst es auf der Webseite der Landesregierung.

Das sind nur zwei Beispiele der Restriktionen, denen viele Berliner zurzeit bundesweit unterliegen. 1’073’753 Menschen leben in den betroffenen Stadtbezirken.



Kommentar der Redaktion:

Die Inzidenzzahlen werden seit Monaten bundesweit kommuniziert, alle wissen, wann es ernst wird: wenn die magische «50» in der Region erreicht ist.

Von der über eine Million Menschen in den betroffenen Bezirken Berlins wurden in den letzten sieben Tagen 753 positiv getestet. Das sind exakt 0,07013 Prozent (Stand 5.10.2020).

Diese Menschen müssen weder erkrankt, noch infektiös sein. Mehrere Stadtteile zum Risikogebiet zu erklären, bedeutet konkret: Über eine Million Menschen werden völlig zu Unrecht wie Aussätzige behandelt, sobald sie die Stadt verlassen wollen.

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