Horst D. Deckert

Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 26.11.2022

Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell

Aserbaidschan – kauft Gas in Russland und verkauft es teurer nach Europa. SRF.ch

● Vertreter des Obersten Hauptquartiers der NATO Europa besuchen im Rahmen der NATO-Tage eine Militäreinheit in Baku. AZTR.az

Brasilien – In Brasilien haben der abgewählte Präsident Bolsonaro und seine Partei Beschwerde gegen das Wahlergebnis eingelegt. Die Partei reichte beim Obersten Gericht einen entsprechenden Antrag ein. Sie verlangt, dass etlichen Stimmen für ungültig erklärt werden, die an elektronischen Wahlgeräten abgegeben wurden. Dabei verweist sie auf einen Softwarefehler. SRF.ch

China – Chinas Null-Covid-Politik. Arbeiter protestieren vor grösster iPhone-Fabrik in Zhengzhou. Videos auf Weibo zeigen hunderte Arbeiter, die an der Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn demonstrieren. Foxconn (富士康) ist ein Markenname des taiwanesischen Herstellers Hon Hai Precision Industry Co (鴻海科技集團). Es ist der weltweit grösste Hersteller von Computerkomponenten und produziert den Mac mini und das iPhone für Apple Inc. Das Unternehmen stellt auch Teile für Dell, Sony, Nokia und viele andere Marken her. Auf Chinesisch ist Foxconn unter dem Handelsnamen Fu Shi Kang (符石炕) bekannt. Das Unternehmen hat hauptsächlich Fabriken in China, aber auch in Indien, Tschechien, der Slowakei, Polen, Mexiko und Brasilien.SRF.ch

● Peking macht Schotten dicht. SP.ru

Deutschland – Nach mehr als zwei Jahren dürfen seit dem späten Abend wieder Autos durch die Berliner Friedrichstrasse fahren. Damit folgen der Senat und das Bezirksamt Mitte einem Gerichtsbeschluss, mit dem die Sperrung für rechtswidrig erklärt wurde. Die Grüne Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (54) will aber an ihren Plänen festhalten, die Friedrichsstrasse dauerhaft zu einer Fussgängerzone zu machen.

● Trotz der Energiekrise ist der Berliner Kurfürstendamm in der Advents- und Weihnachtszeit wieder festlich beleuchtet. Seit heute Abend strahlen zehntausende Lichter in den Bäumen an der Strecke – und an Skulpturen nahe der Gedächtniskirche. Es sind moderne LED-Lämpchen, die vergleichsweise wenig Strom verbrauchen. RBB.de

● Der umstrittene Botschafter der Ukraine in Deutschland Andrei Mel’nik (Андрей Ярославович Мельник, (47) hat viel diplomatisches Porzellan in Berlin zerschlagen. Seine Demission stellte sich jedoch bald als Beförderung heraus: Der Verehrer des Partisanenführers Stepan Bandera (1909–1959) wurde nun in Kiew zum stellvertretenden Aussenminister ernannt und macht damit einen Karrieresprung. RT.ru

● Es war eine dramatische Nacht im sonst eher beschaulichen Manching: Am 22.11. um 1.17 Uhr wurden in einem Verteilerzentrum der Telekom die Glasfaserkabel durchtrennt. Der Polizeialarm funktionierte nicht mehr. Um 1.26 Uhr wurde im nahegelegen Kelten-Römer-Museum eine Fluchttür ausgehebelt, zwei Panzerglas-Vitrinen wurden aufgebrochen – und nur sieben Minuten später verschwand ein zwei Jahrtausende alter Goldschatz. Bemerkt wurde der Verlust erst am Morgen um 9.45 Uhr. Insgesamt wurden 483 Goldmünzen gestohlen, dazu aus der zweiten Vitrine drei weitere, deutlich grössere Münzen. Alle Münzen stammen aus der Zeit um 100 vor Christus und wiegen zusammen rund vier Kilogramm. Der reine Materialwert der Goldmünzen liegt aktuell bei etwa 250.000 Euro, der Handelswert bei 1,6 Millionen Euro – doch tatsächlich geht es um viel mehr. Der 1999 gefundene Goldschatz ist das Herzstück des Museums. In jedem Fall stammen die Münzen aus der Blütezeit der einstigen Keltenstadt vor dem heutigen Manching. Die Täter können die Goldmünzen kaum verkaufen und werden sie wohl einschmelzen – ein Albtraum für den Museumsdirektor. BR.de

Frankreich – Die Regierung will das System der Arbeitslosenversicherung ändern. Am Dienstag hat sie die Details präsentiert: Ist die Arbeitslosigkeit hoch, werden Arbeitslosengelder weiterhin gleich lange ausgezahlt wie heute. Das heisst im Normalfall höchstens zwei Jahre, für über 55-jährige Arbeitslose drei Jahre lang. Läuft hingegen die Wirtschaft gut, dann wird die Bezugsdauer um ein Viertel gekürzt.

● Die europäische Raumfahrtbehörde ESA in Paris stellt die neuen Astronauten des Jahrgangs 2022 vor. Zudem wurde das Budget und der inhaltliche Fahrplan für die kommenden drei Jahre festgelegt. Unter anderem fordert die ESA mehr als 18 Milliarden Euro von ihren 22 Mitgliedsstaaten. Die Suche nach den neuen Astronauten hatte die ESA 2021 begonnen. Dafür waren mehr als 22’500 Bewerbungen eingegangen. Es war die erste Rekrutierung seit 2008. Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA bildet den Schweizer Arzt Marco Sieber für Missionen im Weltall aus. – Claude Nicollier (78) war bisher der erste und einzige Schweizer, der den Weltraum besuchte. Durch einen Autounfall an Ostern 1969 schien seine Karriere als Milizpilot bei der Fliegerstaffel 5 der Schweizer Luftwaffe ein Ende gefunden zu haben. Als Nicollier im Fernsehen die erste Mondlandung vom 21. Juli 1969 sah, setzte er alles daran, wieder fliegen zu können. Ein Jahr später sass er wieder im Cockpit, studierte in Lausanne Physik und schloss 1970 mit einem Lizentiat ab. Danach folgte noch ein Nachdiplomstudium der Astrophysik in Genf, welches er 1975 abschloss. Danach liess er sich zum Linienpiloten ausbilden. Nach Abschluss dieser Ausbildung flog er ab 1974 eine DC‑9 der Swissair. Ab 1976 arbeitete er als Wissenschaftler bei der ESA in Noordwijk (NL), wo er sich als Raumfahrer bewarb und im Dezember 1977 für die erste ESA-Astronautengruppe ausgewählt wurde. Der Asteroid (14826) Nicollier ist nach ihm benannt. SRF.ch Die 1988 in Klagenfurt geborene österreichische Medizinerin Carmen Possnig wird Ersatzastronautin der Europäischen Raumfahrtagentur. ESA will sich von NASA und Roskosmos emanzipieren. ORF.at

Grossbritannien – GB rationiert Eierverkauf.

● Britischen Firmen können die Strafmassnahmen des Landes gegen Moskau mithilfe eines Schlupflochs einfach umgehen. Die Öllieferungen russischen Ursprungs im Wert von rund 200 Millionen Pfund (250 Millionen US-Dollar) werden nach Umladungen von Schiff zu Schiff in die britischen Häfen angeliefert. Dies sei demnach eine weit verbreitete Vorgehensweise, bei der grosse Tanker, die aufgrund ihrer Grösse nicht anlegen können, ihre Ladung auf kleinere Schiffe umladen. Nach den Erkenntnissen der Sunday Times gibt diese Praxis den Reedereien die Möglichkeit, ihre Ladung zu registrieren, ohne die tatsächliche Herkunft der Sendung anzugeben. Stattdessen wird das Verladeland als Herkunftsort der Lieferung genannt. RT.ru

● Ein Musical über Italiens viermaligen Premier Silvio Berlusconi kommt im März in London auf die Bühne. Produziert wird die Show von der Theaterproduzentin Francesca Moody. Die Karten für das Musical sind seit heute im Vorverkauf. ORF.at

Indien – In Brasilien scheinen viele Menschen gerade eine neue Alternative zu Twitter auszuprobieren: eine Art Twitter-Kopie aus Indien mit dem Namen Koo (कू) und einem gelben Vogel als Logo statt eines blauen. Koo führte eine portugiesische Version ein und wurde nach eigenen Angaben innerhalb von 48 Stunden mehr als eine Million Mal in Brasilien heruntergeladen. ORF.at

Indonesien – Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat am 21.11. den westlichen Teil der Insel Java erschüttert. Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Tschiandschur (Cianjur, 180’000 Ew.), in Kedschamatan, an der Route von Jakarta nach Bandung. In Richtung Westen steigt das Land an zum 20 Kilometer entfernten Vulkan Gunung Gedé ( 3’000 m), am Rand des Nationalparks Gunung Gedé-Pangrango. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden 270 Todesopfer gezählt. Auch Hunderte wurden verletzt. Das Erdbeben zwang auch mehr als 7’000 Menschen, ihre Häuser zu verlassen. Berichten zufolge wurden rund 2’000 Häuser rund um das Epizentrum zerstört. Die Regierung hat 3’000 Notunterkünfte eingerichtet. Nach Angaben der Nationalen Rettungsagentur Basarnas sind die meisten Todesopfer Kinder. Das Erdbeben ereignete sich mitten am Tag und tötete viele Kinder in der Schule. Die schlechte Bauqualität könnte eine Rolle bei der hohen Opferzahl gespielt haben. Ein Grossteil der betroffenen Region ist aufgrund von Erdrutschen immer noch unzugänglich. NPO.nl

Iran – Der Iran hat in seiner Atomanlage Fordo (فردو) mit der Produktion von auf 60 Prozent angereichertem Uran begonnen. „Wir hatten gesagt, dass der Iran auf jede Resolution und jeden politischen Druck ernsthaft reagieren würde“, zitierten amtliche Medien heute den Chef des iranischen Atomprogramms, Mohammad Eslami. „Deshalb hat der Iran am Montag am Standort Fordo mit der Anreicherung von Uran auf 60 Prozent Reinheit begonnen.“ Für Kernwaffen ist eine sehr hohe Anreicherung erforderlich (mindestens 85 %). Die Atomanlage Fordo ist südlich von Teheran etwa 30 km nördlich von Qom (قم) gelegen. Sie befindet sich in einem 60 Meter unter der Erde verlaufenden Tunnelsystem auf einem früheren Militärgelände. Ihre Existenz wurde von der iranischen Regierung Ende 2009 öffentlich eingeräumt. VOIRI.ir

Israel – Anschläge auf Busse in Israel. Der Terror ist zurück in Jerusalem SRF.ch

Italien – Schwere Unwetter haben heute Italien heimgesucht. Wegen Hochwasser in Venedig wurde das Dammsystem MOSE aktiviert, um die Lagunenstadt vor einer Flut zu schützen. Zwischen 10.30 und 10.40 Uhr erreichte die Flut ein Rekordhoch von 204 Zentimetern am Eingang von Malamocco, einer der drei Einfahrten zum Hafen der Stadt im Meer. Damit war die Flut zum ersten Mal höher als zwei Meter. Die Flutwelle wurde vermutlich von den Windstössen, die auch durch den „Rückspüleffekt“ der geschlossenen Barrieren beeinflusst wurden, noch mehr gestärkt, meinten Fachleute. Die Flutschutztore sind an drei Einfahrten zum Hafen der Stadt im Meer errichtet worden. ORF.at

● Die neue italienische Regierung hat ihren ersten Haushalt beschlossen. Das Kabinett von Ministerpräsidentin Meloni will vor allem Familien und Unternehmen unterstützen, die unter den hohen Gas- und Stromkosten leiden. Der Etat hat einen Umfang von 35 Milliarden Euro, vor allem durch neue Schulden finanziert. Das erst vor drei Jahren eingeführte Bürgergeld wird dagegen wieder abgeschafft. Auch die Massnahmen zur Senkung der Spritpreise werden ab Dezember zurückgefahren. RBB.de

● Die Regierung Meloni führt Draghis Finanzpolitik weiter. SRF.ch

Kasachstan – Der Gesandte für Syrien, Alexander Lavrentiev, sagte am 23.11. in Astana (KZ): „Was israelische Luftangriffe betrifft, sind wir entschieden gegen solche Aktionen, obwohl sie immer noch sagen, dass dies ihr gesetzliches Recht ist. Aber wir sehen, dass Menschen sterben und nicht nur Infrastruktur zerstört wird. und all dies geschieht auf dem Territorium eines souveränen Staates. Solche Aktionen sind illegal und entsprechen keinen internationalen Normen und Gesetzen. Wir rufen nicht nur auf, wir fordern, dass Israel diese Luftangriffe einstellen“. VESTI.ru

Katar – Sensation perfekt: Argentinien blamiert sich gegen Saudi-Arabien. Argentinien verliert sein Startspiel an der WM 2022 in Katar gegen Saudi-Arabien sensationell mit 1:2. SRF.ch

● Fans aus aller Welt können Bier, Wein und Spirituosen in Hotels in ganz Doha mit Lizenzen und exorbitanten Aufpreisen kaufen. (Die 12,36 $ für einen Schluck Budweiser bei Brewski’s sind tatsächlich billiger als die meisten Orte). Aber die vom Gastgeberland und seinen FIFA-Ermöglichern verbreitete Meinung, dass Alkohol nicht schwer zu finden sei und es daher keine Rolle spielen sollte, ob er in Stadien verkauft wird, ist kaum mehr als eine ungeschickte, absichtliche Falschdarstellung. Budweiser, das Berichten zufolge 75 Millionen US-Dollar für seine Sponsorenrechte bezahlte, erfuhr am Tag zuvor erstmals von dem neuen Plan. Am Dienstag bemerkte Tariq Panja von der New York Times, dass Mitarbeiter mit gelben Sicherheitswesten Bierzelte mit Budweiser-Logo wegrollten. Diese WM wäre, zumindest für gelegentliche Stadionbesucher, alkoholfrei. Mögen sie Budweiser Zero bis zum Ende ihrer Tage trinken. Am Schwarzmarkt gibt es „real beer“ in Cola-Dosen ab $ 30.- FOX.us

● Fussballsuperstar Cristiano Ronaldo (37) und Manchester United gehen getrennte Wege. BBC.uk

● Offizielle Hotelhöchstpreise in Katar 2022: 5 Sterne-Hotels: 2’000 Riyal (520 €); 4‑Sterne-Hotels: 550 Riyal (150 €); 3‑Sterne-Hotels: 450 Riyal (120 €); 2‑Sterne-Hotels: 300 Riyal (80 €); 1‑Sterne-Hotels: 200 Riyal (50 €). Geplant sei zudem, dass Kreuzfahrtschiffe im Hafen anlegen und während der WM als Unterkunft verwendet werden. JAZEERA.qa

● Deutschland muss sich Japan in der Gruppe E 1:2 geschlagen geben. Japan beschert Deutschland WM-Fehlstart.

● Die Iberer lassen Costa Rica keine Chance und stellen bei ihrem 1. Auftritt an der WM in Katar einen neuen Rekord auf: 7:0 SRF.ch

Kosovo – Tatsächlich waren es die Serben, die die Kosovo-Regierung in den vergangenen zwei Jahren durch ihre Zustimmung zu Gesprächen mit Pristina legitimiert haben. Das Kosovo ist also nicht allein für die derzeitigen Spannungen verantwortlich, denn es sind die Serben, die eine solche Situation geschaffen haben, und die Albaner haben sie nur ausgenutzt und üben nun weiterhin Druck auf Belgrad aus. VESTI.ru Serbische Autonummern bleiben legal. ORF.at

Krim – Die Stadt Sewastopol ist am 22.11. von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Sie hätten ein Strom- und Heizkraftwerk im Stadtteil Balaklawa angreifen sollen. Stadtchef Michail Raswoschajew teilte mit, die Flugabwehr sei im Einsatz, zwei Drohnen seien abgeschossen worden. Schäden habe es nicht gegeben. Über dem Meer nahe der Hafenstadt habe die Schwarzmeerflotte drei weitere Drohnen abgefangen. Die Ukronazis (Укронацисты) versuchten erneut, das Wärmekraftwerk (ТЭС) Balaklava anzugreifen. Wahrscheinlich wollten sie den Angriff mit ihrem Terrorakt zeitlich abstimmen, den sie vor 7 Jahren begangen haben, als sie am 22. November eine Stromleitung in der Region Cherson in die Luft jagten und es auf der Krim und in Sewastopol zu einem vollständigen Stromausfall kam. VESTI.ru

Moldaus – Orthodoxe lehnen Loslösung von Moskau ab.

● Ereignisse in der Ukraine führen zu Gas- und Stromausfällen. ORF.at

Ostafrika – Auch die 5. Regenzeit dürfte in Somalia, Kenia, Äthiopien ausfallen. In der Trockenheit verenden die Tiere, wovon die Menschen leben. Schon über 700 Kinder sind verhungert. Kriege und Klimawandel sind schuld. SRF.ch

Österreich – Der Masterstudiengang Humanmedizin, den die Wiener Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) seit 2015 anbietet, steht vor dem Aus, wegen Qualitätsmängeln.

● Das Postamt Christkindl in Steyr (Oberösterreich) öffnet am Freitag wieder seine Pforten. Nach der feierlichen Eröffnung um 10.00 Uhr können bis 6. Jänner Festtagsgrüsse mit dem Stempel aus dem „himmlischen Amt“ versehen in alle Welt verschickt werden. ORF.at

Panama – Panamas-Artenschutzkonferenz. Zierfische aus dem Meer sind ein Millionengeschäft. Doch weil sie in freier Wildbahn – vor allem in Korallenriffen – gefangen werden, gibt es auch eine problematische Seite. Man weiss nicht, welche Auswirkungen die Entnahme von Millionen Fischen für die Korallenriffe hat. 80 Prozent der Fische überleben den Transport an die Endverkaufsstellen in aller Welt nicht. Insgesamt kennt man rund 4’000 Korallenfischarten. Von etwa vier Fünfteln weiss man nicht, welcher ihr Schutzstatus ist «Beim Banggai-Kardinalbarsch kommt es vor, dass kein einziges Tier lebend an seinem Verkaufsort ankommt. Seine Population ist inzwischen um 90 Prozent zurückgegangen. Die Fische vermehren sich in Gefangenschaft nicht. Das grosse Geld machen nicht die Fischer vor Ort, sondern die Händler. Es ist im Interesse der Fischer, dass die Tiere geschützt werden. SRF.ch

Polen – Wie gross soll die polnische Armee werden? 300’000 Angehörige soll die Armee haben, Polen hätte damit – Stand heute – die grösste Armee der Europäischen Union. Ein Teil wären Laienverbände, die sogenannte Territorialverteidigung – da melden sich sehr viele Leute, seit der Krieg in der Ukraine begonnen hat. Der grösste Teil aber wären Berufssoldaten. Die Armee macht gerade in vielen Städten Polens Werbung. Das ist auch nötig, denn im Moment hat die Armee erst 115’000 Angehörige. SRF.ch

Rumänien – Das Land verfügt über die grössten Goldvorkommen in Europa. Das kanadische Unternehmen Gabriel versuchte seit 15 Jahren, eine Erlaubnis für die Ausbeutung von Gold und Silber in Rosia Montana in Siebenbürgen zu bekommen. Eine Schweizer Anwältin stellte sich vor die Bevölkerung, die vertrieben werden sollte und gewann den Kampf. Flüsse der Region wären mit Cyanid vergiftet worden. Gabriel wirft der rumänischen Regierung vor, dass die Blockade des Projekts zum Verlust aller schon geleisteten Investitionen in Milliardenhöhe geführt habe. Gabriel will die vollständige Summe erstattet bekommen. Auch am Amazonas zerstören kanadische Goldgräber die Natur. SRF.ch

Russland – Während die Beziehungen Russlands zu vielen Ländern auf Eis liegen, wird dem sozialistischen Karibik-Staat Kuba in Moskau eine besondere Ehre zuteil. Kreml-Chef Wladimir Putin enthüllte im Beisein von Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel ein drei Meter hohes Bronzedenkmal für den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro. VESTI.ru Russland ist ein Land von Teetrinkern. In den Städten entwickelt sich eine Kaffeehauskultur. Der Kaffee kommt vorallem aus Vietnam und Brasilien und unterliegt nicht den Sanktionen. SP.ru

Saudiarabien – National Bank darf bei Credit Suisse mit 4 Mrd. Franken einsteigen.

● Der saudische König Salman hat nach dem überwältigenden WM-Sieg der Fussballmannschaft am 22.11. über Argentinien einen Nationalfeiertag ausgerufen. Der 86-jährige Monarch „ordnet an, dass der 23.11 ein Feiertag für alle Angestellten im öffentlichen und privaten Sektor sowie für alle Studenten ist SRF.ch

Schottland – Rund die Hälfte der Schotten will die Unabhängigkeit und dann in die EU. Erlaubt das Gericht Schottland ein neues Referendum? Erst in 30 Jahren. SRF.ch

Schweiz – Die Armee startet grösste Militärübung seit 1989, zum Test der Bodenverteidigung: Pilum 22; in mehreren Kantonen muss die Bevölkerung mit Verkehrsbehinderungen und Lärm rechnen. Der Krieg kommt näher, man muss gerüstet sein. Das Pilum war ein Wurfspeer und die typische Fernwaffe des Legionärs der römischen Armee.

● Stromkonzern Axpo will Solarenergie massiv ausbauen. Die Axpo will Solaranlagen in den Alpen und im Mittelland bauen. Auch Konkurrenzprojekte sind geplant.

● ’Ndrangheta in der Schweiz. «Die Mafia steuert von der Schweiz aus Aktionen in Italien» Der oberste Mafiabekämpfer Italiens ist erstmals nach Bern gereist – man wolle enger kooperieren. Dies sei nötig.

● Erotik, Kontonummern und Steuererklärung auf Occasion-Laptops. Wer seinen Laptop verkaufen will, muss aufpassen: Mit wenig Aufwand lassen sich höchst private Daten wieder herstellen.

● Credit Suisse erwartet 1.5 Milliarden Franken Quartalsverlust und holt sich 4 Mrd. aus Saudiarabien.

● Matthäus Schiner (* um 1465 in Mühlebach bei Ernen; † 1. 12. 1522 in Rom) war Bischof von Sitten, Kardinal, Papabile und Mitverfasser des Wormser Edikts. Er erwarb für die Schweiz grosse Teile des heutigen Tessin, war Berater Kaiser Karls V. und der Architekt des besonderen päpstlich-schweizerischen Bündnisses, aus dem die Schweizergarde hervorging.

● Mögliche Einschränkungen bei einer Strommangellage. Stromsparplan des Bundes: Die Massnahmen werden schrittweise gesteigert wenn nötig. Erster Schritt: Eine maximale Temperatur von 40 Grad für Waschmaschinen in Privathaushalten. Eine Obergrenze von 20 Grad für Häuser mit Elektroheizungen oder Wärmepumpen. Private elektrische Saunas würden verboten. Zweiter Schritt: Weihnachtsbeleuchtungen würden verboten. Warmwasser-Boiler müssten auf höchstens 60 Grad beschränkt werden. Rolltreppen müssten ausgeschaltet werden. Dritter Schritt: Schwimmbäder würden nicht mehr beheizt. Autowaschanlagen würden abgeschaltet. Streaming-Dienste oder DVD-Geräte würden verboten. Ladenöffnungszeiten würden um 1–2 Stunden pro Tag reduziert. Reichen genannte Schritte nicht, kommt es zu einer Kontingentierung von stromintensiven Firmen. Das heisst: Diese Unternehmen hätten nur noch eine gewisse Menge Strom pro Monat zur Verfügung. Erst danach würden in einem vierten Schritt Sportanlagen wie Skiliften, aber auch Kinos oder Konzerten der Stecker gezogen. Die allerletzte Massnahme wären Netzabschaltungen, dabei würden einzelne Teilgebiete des Stromnetzes abwechselnd abgeschaltet. Falls der schlimmste Fall eintritt, dürfen Heizungen mit Strom nur bis 18 Grad aufgedreht werden. Gasheizungen aber auf 20 Grad. Falls Massnahmen in Kraft gesetzt würden, gebe es Stichproben. SRF.ch

Südkorea – Das Parlament will sich mit der tödlichen Massenpanik während Halloween-Feiern in Seoul vor fast vier Wochen befassen. Bei der Katastrophe in dem Vergnügungsviertel Itaewon (이태원) kamen Ende Oktober 158 Menschen ums Leben. ORF.at

Tschechien – Zehntausende ukrainische Kinder sind mit ihren Familien vor dem russischen Angriff ins EU-Land Tschechien geflohen. An den Kindergärten und Schulen liegt ihr Anteil bereits bei knapp drei Prozent. Zudem sind an den Hochschulen mehr als 4’000 ukrainische Bürger zum Studium eingeschrieben. Mit der Anerkennung von Abschlüssen soll sichergestellt werden, dass die Kriegsgeflüchteten nach einer Rückkehr reibungslos arbeiten oder ihre Ausbildung fortsetzen können. RP.cz

Türkei – Nach diplomatischen Bemühungen Ankaras sind insgesamt 88 Mescheten aus der ukrainischen Kriegsregion Cherson in der Türkei angekommen. Beim Empfang in der Provinz Artvin zeigten sie sich erleichtert. Das ist eine türkischsprachige Volksgruppe, die bis zu ihrer Zwangsumsiedlung 1944 in Südgeorgien (Samsche-Dschawaschetien), nahe der türkischen Grenze, wohnhaft war. Heute wird weltweit von bis zu 600.000 Mescheten ausgegangen, die insbesondere in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion leben, aber auch in der Türkei und den Vereinigten Staaten. Ursprünglich umfasste der Name „Meschete“ alle Bewohner der Region Meschetien und Samsche-Dschawaschetien), ganz gleich ob sie nun georgischer, türkischer, russischer oder armenischer Sprache waren.

● Im Nordwesten der Türkei hat ein starkes Erdbeben in der Nacht zahlreiche Schäden verursacht. Betroffen vom Beben ist die Provinz Düzce östlich der Millionenstadt Istanbul. Nach Auswertungen türkischer Behörden erreichte das Beben Magnitude 5.9. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer von der gleichnamigen Provinzhauptstadt entfernt. Zudem wurde die Herdtiefe mit nur sieben Kilometern angegeben. Entsprechend stark waren die Erschütterungen rund ums Epizentrum. Ausläufer erfassten auch Istanbul, Izmir, Ankara sowie Teile von Rumänien, Bulgarien und die Südspitze der Krim. TRT.tr

Turkmenistan – Die deutsche Botschaft in Aschgabat stellt ab sofort Schengenvisa aus für 90 Tage für EU und Schweiz. DW.de

Ukraine Die Ukraine habe bisher bereits 52,5 Millionen m3 russisches Gas nicht weitergeleitet, das eigentlich für die Nachbarrepublik Moldawien bestimmt gewesen war, teilte Gasprom mit. Sollte sich daran nichts ändern, werde der Transit, von dem auch EU-Länder profitieren, ab Montag um die täglich einbehaltene Menge gekürzt. ORF.at

● Am 22. November erhielt die Ukraine die zweite Tranche in Höhe von 2,5 Mrd. € im Rahmen des laufenden achten Sonderprogramms der Makrofinanzhilfe (MFA) der EU. Die geplante Gesamtfinanzierung im Rahmen dieses Programms beträgt 5 Mrd. €.

● Die Ukraine errichtet Befestigungsanlagen und errichtet einen Stahlbetonzaun an der Grenze zu Weissrussland. 3 von 1’000 km sind geschafft. UR.ua

● Die Ukraine ignoriert seit jeher ihre rumänischen, russischen, türkischen, ungarischen, usw. Minderheiten. Wenn Russland seine Minderheit unterstützt, wird es von Europa bestraft. Ist das nicht ein Missverständnis? SP.ru

● Mehr als 4’000 Wärmestuben in Schulen und Verwaltungsgebäuden seien landesweit bereits vorbereitet. Weitere sollen folgen. Alle grundlegenden Dienstleistungen werden dort gratis rund um die Uhr bereitgestellt: Strom, Mobilität, Internet, Wärme, Wasser, Erste Hilfe. SRF.ch

● Der ukrainische Sicherheitsdienst überfiel das Kiewer H,öhlenloster, weil es russische Sabotage vermutete. Das Kiewer Kloster ist ein ukrainischer Kulturschatz. Russlands orthodoxe Kirche verurteilt den „Akt der Einschüchterung“. Zwei weitere Klöster in der Westukraine wurden ebenfalls durchsucht. Das weitläufige Kiewer Höhlenkloster ist ein ukrainischer Kulturschatz und das Hauptquartier des von Russland unterstützten Flügels der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche, die unter das Moskauer Patriarchat fällt. Die Russisch-Orthodoxe Kirche, deren Oberhaupt Patriarch Kirill Moskaus Militäraktionen in der Ukraine stark unterstützt hat, verurteilte die Razzia am Dienstag. Das Konzept der „russischen Welt“ steht im Mittelpunkt der neuen aussenpolitischen Doktrin von Präsident Wladimir Putin, die darauf abzielt, Russlands Sprache, Kultur und Religion zu schützen. VESTI.ru

Ungarn – Orbán sorgt mit „Grossungarn-Schal“ für Aufsehen Auf dem Schal sind die Grenzen des früheren Königreichs Ungarn zu sehen, das unter anderem Gebiete des heutigen Österreichs, der Slowakei, Rumäniens, Kroatiens, Sloweniens, Serbiens und der Ukraine umfasste. Orbán hatte sich beim Spiel Ungarn gegen Griechenland mit dem Schal gezeigt. Ein Foto davon postete er dann auch selbst auf Instagram.

● „Keine Sanktionen können unsere Energieversorgung einschränken, weil Ungarn allein über seinen Energie-Mix entscheidet“, stellte Aussenminister Péter Szijjártó am Montag auf der Atomexpo im russischen Sotschi klar. Die Energiestrategie des Landes lasse sich von vier Grundprinzipien leiten, führte der Minister aus. An erster Stelle stehe der Energiemix, dessen Zusammensetzung in nationaler Befugnis entschieden werde. Deshalb habe die Orbán-Regierung weder das Ölembargo der EU noch die Gaspreisdeckelung mitgetragen. Zweitens müssen Investitionen ermöglicht werden, die unverzichtbar sind, um die Versorgungssicherheit zu garantieren. Das rohstoffarme Ungarn setzt hier mangels Alternativen auf die Ausweitung seiner Nuklearenergie. Bei der Diversifizierung der Energiequellen gebe es derzeit einen Streit um die Interpretation. Ungarn möchte nämlich alle erreichbaren Quellen ausnutzen und keine Quellen ausschliessen. Klimaneutralität müsste eigentlich vom Umweltschutz handeln, wurde aber von politischen Bewegungen vereinnahmt, die sich der Frage nicht pragmatisch, sondern ideologisch nähern. Szijjártó sprach sich wenig überraschend erneut für das AKW Paks 2 aus, weil es keine „zuverlässigere, preiswertere und umweltfreundlichere“ Methode zur Energieerzeugung als die Nutzung der Kernkraft gibt. Allein mit dem AKW Paks 2 könnte Ungarn jährlich 17 Mio. t Kohlendioxidemissionen und 4 Mrd. m3 Erdgas einsparen. Obendrein handle es sich bei dem Projekt in Paks um die historisch grösste Investition auf der grünen Wiese in Ungarn, die bei einem Volumen von über 12 Mrd. Euro rund 10.000 Arbeitsplätze generiere.

● Es war bemerkenswert, dass Viktor Orbán in aller Öffentlichkeit klarstellte, dass nicht etwa eine persönliche Skepsis gegenüber der AfD der Grund für seine bisherige Distanz zu uns gewesen ist, sondern die Befürchtung, anderenfalls die zwischenstaatlichen Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland zu gefährden. Dafür gebührt ihm Respekt. Zumal dies zeigt, dass Herr Orbán die AfD – politisch gesehen – durchaus als potentiellen Verbündeten in Europa betrachtet. Die Beendigung seiner Zusammenarbeit mit der CDU und der EVP erfolgte insofern völlig zu Recht. In der Europäischen Union wird sich seine Partei zukünftig umorientieren und neue Bündnispartner suchen müssen, wenn sie die schrittweise Entmachtung der Nationalstaaten und die langfristige Etablierung eines EU-Bundesstaats verhindern möchte.KR.hu

USA – Cicero heisst die KI, die ein Team des US-Technologieunternehmens Meta entwickelt hat. Sie schlug sich beim bekannten Spiel „Diplomacy“ wacker. Bei 40 anonymen Blitzspielen einer Onlinevariante mit einer Liga von 82 (menschlichen) Mitspielenden war die KI im Schnitt doppelt so erfolgreich wie die Menschen – und es gab auch keine Hinweise, dass diese sie als KI erkannten. Diplomacy ist ein amerikanisches strategisches Brettspiel, das 1954 von Allan B. Calhamer entwickelt und 1959 in den Vereinigten Staaten kommerziell veröffentlicht wurde. Die Hauptunterschiede zu den meisten Brettspielen sind die Verhandlungsphasen – Spieler verbringen einen Grossteil ihrer Zeit damit, Allianzen mit anderen Spielern zu bilden und zu verraten und nützliche Strategien zu entwickeln. ORF.at

● Entlassungen bei HP in Palo Alto im Silicon Valley. Sie werden wegen des starken Rückgangs der Computerverkäufe in drei Jahren bis zu 6’000 Stellen abbauen. Die Notebook-Umsätze gingen im vierten Quartal um 23 % zurück. Bis 2025 will HP jährliche Bruttoeinsparungen von 1,4 Milliarden US-Dollar erzielen. CNN.us

● Schütze eröffnet Feuer in Supermarkt in Virginia – 6 Todesopfer. SRF.ch

Vatikan – Papst Franziskus hat überraschend die gesamte Leitung des Welt-Caritas-Dachverbands Caritas internationalis mit sofortiger Wirkung abberufen. Gleichzeitig ernannte er heute per Dekret den Organisationsberater Pier Francesco Pinelli zum ausserordentlichen Kommissar der Organisation. ORF.at


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