Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Die Erbärmlichkeit schulischer COVID-Impf-Indoktrinations-Versuche

Seit nunmehr 71 Jahren ist das von Adorno et al. verfasste Buch “The Authoritarian Personality” in englischer Sprache verfügbar, seit 1973 unter dem Titel “Studien zum autoritären Charakter” auch in deutscher Sprache. In all den Jahren, die dieses Buch verfügbar ist, die Ergebnisse der Studien zum autoritären Charakter vorliegen, ist es denen, die faschistoide Anwandlungen […]
Grüne Jugend: Ist neu gewählte Bundessprecherin beinharte Rassistin?

Grüne Jugend: Ist neu gewählte Bundessprecherin beinharte Rassistin?

Ein weiterer Skandal erschüttert die als linksextremistisch bekannte Jugendorganisation der deutschen Grünen. Nach den bekannt gewordenen Vorwürfen der sexuellen Belästigung Minderjähriger durch einen Brandenburger Jungpolitiker der Grünen macht nun die neu gewählte Bundessprecherin der Grünen Jugend mit rassistischen und diffamierenden Tweets auf sich aufmerksam.

Von Max Bergmann

Erst am Samstag wurden Sarah-Lee Heinrich und Timon Dzienus zur neuen Spitze der Grünen Jugend in Deutschland gewählt, und schon wurden die ersten Skandale bekannt. Insbesondere Dzienus machte schon in der Vergangenheit keinen Hehl daraus, was er von Demokratie hält: Nichts. Andere Meinungen, abweichende politische Standpunkte als der Eigene, das muss in seinem Weltbild alles bekämpft werden. Über Christian Lindner, Chef der FDP, sagte Dzienus vor einiger Zeit: „Christian Lindner ist ein rechter Kotzbrocken, der zurücktreten soll!“. Heinrich aber holten am Sonntag Tweets aus der Vergangenheit ein, die es in sich haben.

Sexistische Tweets, Diffamierungen und Rassismus

Die Moralkeule schwingen insbesondere Linke und Grüne regelmäßig, vor allem wenn es um vermeintlichen Sexismus, Rassismus und Faschismus geht. Die selbsternannten „Antifaschisten“ sind aber selbst ganz groß in dem, was sie anderen vorwerfen. Screenshots belegen, Sarah-Lee Heinrich habe andere Twitter-Nutzer regelmäßig beleidigt, herabgewürdigt, sexistisch angefeindet und sogar vor nationalsozialistischem Gedankengut machte sie nicht Halt.

Massive Gewaltandrohung an andere Twitter-Nutzer

Weil ihr der Inhalt eines an sie gerichteten Tweets offenbar nicht zu gefallen schien bedrohte die neue Bundesvorsitzende der Grünen Jugend ihren Gesprächspartner auf Twitter mit den Worten „Du der das geschrieben hat. Ich werde dich finden, und anspucken, dann aufhängen mit einem Messer anstupsen und bluten lassen“. Der Tweet stammt aus dem Jahr 2014, die zu Grunde liegende Straftat ist damit vermutlich verjährt. Dennoch bleibt festzuhalten: Die Grünen fordern eine Absenkung des Wahlalters, mit derartigen Aussagen scheint eine Eignung für Wahlentscheidungen ganz offenbar nicht gegeben zu sein. In einem anderen Tweet äußert sich die neu gewählte Bundessprecherin schockiert darüber, dass ihr ein männlicher Nutzer Blumen überreichen wollte. „Nicht alle Mädchen mögen Blumen du sexistisches Schwein dich will dich verbrennen alle Männer sind scheiße!!“ schreibt sie dort in Großbuchstaben. Höchst interessant ist an dieser Stelle, dass Linksextremisten immer wieder Feuer-Metaphern benutzen und Andersdenkende verbrennen wollen.

Rassismus gegen Weiße: „Eklig weiße Mehrheitsgesellschaft“

In einer öffentlichen Diskussionsrunde, zu der mehrere Videoaufnahmen existieren, erklärte Heinrich vor einiger Zeit Deutschland zu einer „eklig weißen Mehrheitsgesellschaft“. Diese sei der Klimaschutz Bewegung „Fridays for future“ nur deswegen positiv gesonnen, weil dort hauptsächlich weiße Jugendliche demonstrieren würden. 2019 entschuldigte sie sich für die Verwendung des Wortes „eklig“ und korrigierte sich: „Ungerecht hätte es auch getan!“.

„Heil Hickler“ und Hakenkreuze – Bundessprecherin verwendet NS-Sprache

Weitere Screenshots belegen außerdem, die neue Bundessprecherin der Grünen Jugend verwendete in der Vergangenheit mehrfach die Sprache der Nationalsozialisten – und das als selbsternannte Antifaschistin. In einem Tweet vom 09. Februar 2015 wurde ihr durch einen anderen Nutzer ein Hakenkreuz geschickt, sie antwortete darauf mit „Heil!“. In einem anderen Tweet, ebenfalls aus dem Jahr 2015, verwendete sie mehrfach vulgär-sexuelle Worte, nur um danach „heil hickler“ (sic!) zu antworten. „Juden und asiaten“ seien außerdem „keine weissen Menschen“, und „bei Slawen“ wisse sie das „ehrlich gesagt nicht“. Anti-Rassismus auf die Fahne schreiben, doch selbst Rassismus leben, das ist die grüne Doppelmoral, die wir bereits seit Jahren kennen.

Solidaritätsbekundung der FFF-Ikone Luisa Neubauer

Fast alle relevanten Tweets löschte Sarah-Lee Heinrich offenbar kurz vor ihrer Wahl zur Bundessprecherin der Grünen Jugend, das legen Analysen ihres Twitter-Profils nahe. Dieses Verhalten zeigt, ihr war die Bedeutung ihrer Äußerungen durchaus bewusst. Der Versuch der Vertuschung schlug aber fehl, das Internet vergisst nicht. Luisa Neubauer, die Front-Frau der linksextremen Klimabewegung Fridays-for-Future, zeigte sich am Sonntag solidarisch mit Heinrich. Auf Twitter bekundete sie „Riesen Soli mit @xsarahleee“ und postete ein rotes Herz daneben.

„Angriffswelle“ – Bundessprecherin vermutet rechte Hetzkampagne

Die frisch gewählte Bundessprecherin der Grünen Jugend verteidigte sich unterdessen auf Twitter. In Ihrem Profil schrieb sie unter anderem, sie könne sich teilweise nicht mal mehr daran erinnern, derartiges geschrieben zu haben. Sie betone aber, sie sei „Teil einer antifaschistischen Jugendorganisation“ und die Tweets spiegelten in keiner Weise ihre Positionen wider. Gleichzeitig entschuldigte sie sich, diese Tweets geschrieben zu haben. Heinrich teilte außerdem auf Twitter mit, der Shitstorm gegen sie sei durch „Rechte“ hochgezogen worden um sie „direkt mal ordentlich einzuschüchtern“. „Haben wohl Bammel vor einer schwarzen, linken Frau“.

Guten Morgen!
Seit meiner Wahl gestern versuchen verschiedenen Wegen Rechte irgendwelche Shitstorms gegen mich zu hochzuziehen. Das Ziel ist klar: mich direkt mal ordentlich einzuschüchtern.
Haben wohl Bammel vor einer schwarzen, linken Frau ?

— sarah-lee (@xsarahleee) October 10, 2021

Hódmezővásárhelykutasipuszta und andere merkwürdige Orte

Von Detlev Schöner

 

Wer kennt nicht Hódmezővásárhelykutasipuszta? Den neben Budapest bekanntesten ungarischen Ortsnamen? So heißt der Bahnhof, in dem das kecke Stationstöchterlein Piroschka dem deutschen „Herr Stúdent“ erlaubt, „fier bittaschenn mochen dos Signol”.

Das waren für viele Deutsche die ersten Eindrücke von Ungarn. Sie stammten aus dem Film „Ich denke oft an Piroschka“ aus dem Jahre 1955.

Wo sich die Biber tummeln

Aber selbst dieser unaussprechliche Ortsname hat eine Bedeutung und heißt soviel wie: „das Nest in der Kutasi-Ebene, wo sich die Biber am Brunnen auf dem Marktplatz tummeln” – logisch! Im Ungarischen wird eben jedes Wort an einen Begriff angehängt, so wie die altersschwachen Eisenbahnwaggons in jenem Film.

Ich erinnere mich noch gut daran, als wir das erste Mal in Ungarn auf der Autobahn die ganzen unaussprechlichen Ortsnamen auf den Ausfahrtsschildern zu entziffern versuchten: „Das lernen wir nie!” Wobei wir immerhin recht schnell erkannten, dass „Kijárat“ kein Ort ist, zu dem es verblüffend viele Ausfahrten gibt, sondern einfach „Ausfahrt“ heißt.

Alles Balaton

Aber so kompliziert ist es gar nicht. In der Nähe des Balaton gibt es beispielsweise viele Orte, die mit Balaton beginnen. So hat Balatonboglár irgend etwas mit einem Moor am Balaton zu tun. Und Balatonföldvár etwas mit einer Erdburg, die einmal dort gestanden haben muss.

Dann kamen wir nach Balatonmária­fürdő. Klingt auch erstmal komisch, kann man aber auch ganz einfach in seine Einzelteile zerlegen. Wenn man erstmal weiß, dass fürdő ein Bad ist, ergibt sich: „Marienbad am Balaton“! Ist doch easy, oder?

Ein anderer Name, Balatonszentgyörgy, erklärt sich fast schon von selbst: „Szent György” heißt nichts anderes als Sankt Georg. Gerade solche frommen Ortsbezeichnungen findet man im katholischen Ungarn zuhauf… Also Sankt Georg am Balaton.

Der Komiker aus Zalakomár

So entpuppen sich die Ortsnamen bei näherem Betrachten als ziemlich simpel, wenn man von so manchen Kuriositäten absieht. So heißt etwa eine Kleinstadt nahe der österreichischen Grenze Szombathely. „Hely” bedeutet „Ort“, und „Szombat“ heißt eigentlich „Samstag“ … Schon ein merkwürdiger Name, oder?

In vielen Ortsnamen finden sich – wie bei uns auch – häufig die Namen von Flüssen. So auch in dem Ort, in dem wir uns als Rentner niedergelassen haben, nachdem ich vierzig Jahre lang in Deutschland als Kabarettist unterwegs war. Der Ort heißt Zalakomár. Die Zala ist ein Fluss und „Komár” heißt passenderweise „Komiker“ – komisch, oder? Zumal wir das erst mitbekamen, als wir schon hier wohnten.

Der Autor ist gelernter Diplom-­Physiker, machte dann aber die Musik und die Liebe zur Sprache zu seinem Beruf und wurde Kabarettist. In den vergangenen 40 Jahren stand er mehr als 6.000 Mal auf der Bühne und war in zahlreichen Fernsehsendungen zu Gast. Nebenbei schrieb er sechs Bücher. Seit 2020 lebt er mit seiner Frau in der Nähe des Balaton.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei BUDAPESTER ZEITUNG, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


Tereza Hyt’hová: „Die V4 ist die Zukunft der Zusammenarbeit, wir müssen berücksichtigen, dass die EU verschwinden kann“

Interview mit Tereza Hyťhová, tschechische Abgeordnete der Partei Trikolóra: „Die V4 ist die Zukunft der Zusammenarbeit auf allen Ebenen, denn wir müssen die Tatsache berücksichtigen, dass die EU eines Tages verschwinden könnte.“

Tereza Hyťhová ist seit 2017 Mitglied des tschechischen Parlaments, zunächst bei der SPD und seit Juli 2020 als Mitglied der Trikolóra, der neuen patriotischen und euroskeptischen Partei von Václav Klaus Jr., dem Sohn des ehemaligen Präsidenten Václav Klaus. Bei den tschechischen Parlamentswahlen am 8. und 9. Oktober kandidiert sie unter den Farben der Koalition Trikolóra, Svobodní, Soukromníci. Sie hat uns ein exklusives Interview in der Region Aussig (Ústí nad Labem) gegeben, wo sie die Liste anführt und landesweit das beste Ergebnis für diese junge Partei erzielen könnte.

Skpesis gegenüber dem Covid-Narrativ, Austritt aus der EU, Verteidigung der nationalen Währung, Stärkung der Visegrád-Gruppe, wirtschaftlicher Libertarismus, Ablehnung der Einwanderung: ein Überblick über die wichtigsten Punkte des Programms der Trikolóra, der aufstrebenden Rechtspartei in der Tschechischen Republik, die laut Umfragen wenige Tage vor den Wahlen landesweit unter der 5%-Hürde liegt.

Tereza Hyťhová vor einem Büro der Partei Trikolóra in der Region Aussig (Ústí nad Labem) · Foto: Facebook / Tereza Hyťhová

Visegrád Post: Tereza Hyťhová, was ist das Programm Ihrer Partei Trikolóra?

Tereza Hyťhová: In unserer Koalition Trikolóra, Svobodní, Soukromníci wollen wir die Souveränität der Tschechischen Republik verteidigen und sind gegen die Einführung des Euro. Wir wollen auch die Familienwerte verteidigen und sind gegen die Gendervielzahl. Insbesondere gibt es keinen Bedarf an 50 Geschlechtsidentitäten. Wir treten für einen schlanken Staat und wohlhabende Bürger ein, d.h. wir wollen, dass die Menschen ein Gehalt mit möglichst wenig Steuerabzügen haben.

Unser Plan ist es, die Steuern zu senken und eine Pauschalsteuer von 15% vorzuschlagen.

Dies wird mehr Geld in die Kassen spülen, so wie in Irland, das eine Pauschalsteuer von 12,5% erhebt. Dieses Land hat die höchste BIP-Wachstumsrate in Europa.

Wir wenden uns auch entschieden gegen den Covid-Totalitarismus, der hier nun seit anderthalb Jahren dauert.

Wir wollen unsere Kinder vor dieser Gräueltat schützen, d.h. wir werden nicht zulassen, dass unsere Kinder in den Schulen massenhaft getestet werden oder gezwungen werden, Masken zu tragen. Generell wollen wir diesen absurden Maßnahmen ein Ende setzen, nicht nur in den Schulen, sondern in ganz Tschechien.

Zu den Kernpunkten unseres Programms kann ich auch sagen, dass wir für die Abschaffung der elektronischen Registrierung von Verkäufen [Online-Übermittlung von Verkaufsdaten an einen Webdienst der Steuerbehörden, AdR.] oder der integrativen Schule [Integration von Kindern mit verschiedenen Behinderungen in normale Klassen, AdR.] Wir lehnen den Europäischen Grünen Deal definitiv ab, weil es zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht ist, den Staatshaushalt mit absurden Maßnahmen zu belasten, die aus Brüssel kommen und nur den Geldbeutel der Bürger treffen.

Es ist nicht ratsam, Benzin zu besteuern, um die Bürger vom Autofahren abzuhalten

und nur dem Präsidenten dieses Privileg zuzugestehen. Dies sind die grundlegenden Prioritäten unseres Programms.

Visegrád Post: Welche Erwartungen haben Sie an diese Parlamentswahlen? In manchern Umfragen liegen Sie unter der 5%-Hürde und in einer wird Ihnen 7% vorausgesagt.

Tereza Hyťhová: Als Spitzenkandidatin für die Region Aussig (Ústí nad Labem) glaube ich an ein zweistelliges Ergebnis, aber natürlich werden wir die 5%-Hürde überschreiten. In den letzten Monaten haben die meisten Umfragen ein Ergebnis von 5 % vorausgesagt, was uns den Einzug ins Parlament ermöglichen würde. Ich denke, wir werden viel besser abschneiden, denn unser Programm, das die Rückkehr zum normalen Leben und zur Freiheit für alle Bürger fordert, spricht viel mehr Menschen an als 5 %. Natürlich zählt jede Stimme, aber ich denke, wie unsere Vorsitzende Zuzana Majerová Zahradníková, dass wir ein zweistelliges Ergebnis erzielen werden.

Visegrád Post: Was ist Ihre Meinung über Andrej Babiš und seine Partei ANO?

Tereza Hyťhová: Diese Partei hat mich als Wählerin nie begeistert und deshalb bin ich bei Trikolóra. Generell hat die ANO vor vier Jahren, als ich bereits für das Parlament kandidierte, große Versprechungen gemacht. Nur sehr wenige dieser Versprechungen wurden tatsächlich erfüllt. Die meisten der gegenwärtigen Errungenschaften in Tschechien sind sicherlich nicht das Verdienst der ANO. Die Tatsache, dass Andrej Babiš selbst in verschiedene politisch-finanzielle Skandale verwickelt ist und der Tschechischen Republik einen schlechten Ruf verschafft, ist nachteilig, und niemand möchte einen Ministerpräsidenten haben, gegen den ein Ermittlungsverfahren läuft. Ich bin zufrieden, dass wir in unserer Partei keine Leute haben, die gerichtlich angeklagt sind oder die mit Subventionen intrigieren. Ich hoffe, dass die Menschen die Ergebnisse der vier Jahre, in denen Babiš und die ANO-Partei an der Macht waren, richtig einschätzen werden. Es besteht eine Kluft zwischen den Versprechungen und den tatsächlichen Ergebnissen. Es ist an der Zeit, über echte Veränderungen nachzudenken und nicht über weitere leere Versprechungen für die nächsten vier Jahre.

Visegrád Post: Warum ist es für Sie wichtig, die tschechische Krone zu behalten?

Tereza Hyťhová: Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zuallererst,

sind wir Tschechen und ich möchte, dass wir ein souveränes Land haben, das seine Geldpolitik kontrolliert. Die Einführung des Euro würde einen automatischen Verzicht auf letztere bedeuten.

Außerdem wäre der Beitritt zur Euro-Zone mit unmittelbaren Kosten verbunden, die niemand richtig einschätzen kann. Diese Kosten werden in jedem Fall enorm sein, und die Steuerzahler werden dafür aufkommen müssen. Eine weitere Folge der Einführung des Euro wäre ein Anstieg der Inflation. Bis Ende dieses Jahres dürften es bereits 5 oder 6 % sein. Wir wollen nicht, dass die Tschechische Republik sich Brüssel unterwirft, und deshalb ist es immer besser, eine eigene Währung zu haben. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies nicht von Vorteil. Wenn wir uns das Beispiel unserer slowakischen Nachbarn ansehen, haben die Bürger nicht mehr Geld im Portemonnaie als vor der Einführung des Euro. Die Beibehaltung der tschechischen Krone und die Ablehnung des Euro sind unabdingbar, denn niemand kann die Zukunft der Europäischen Union in einigen Jahren voraussagen.

Visegrád Post: Was halten Sie von der Zusammenarbeit mit der V4?

Tereza Hyťhová: Es ist ganz einfach, auch das ist Teil unseres Programms.

Wir wollen eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit der V4.

Wie ich bereits in der vorangegangenen Antwort dargelegt habe, wollen wir uns nicht Brüssel unterwerfen und lehnen jedes Diktat der Europäischen Union ab. Wir wollen mit Staaten zusammenarbeiten, die uns nahestehen, und das ist bei der V4 und einigen anderen definitiv der Fall.

Die V4 steht für die Zukunft der Zusammenarbeit auf allen Ebenen, denn wir müssen berücksichtigen, dass die EU eines Tages verschwinden könnte

und wir wollen in Mitteleuropa nicht isoliert sein, das wäre absurd. Andererseits hat sich die enge Zusammenarbeit mit der V4 in der Vergangenheit schon mehrfach bewährt.

Visegrád Post: Wenn Sie an der Macht wären, was würden Sie mit den Covid-Maßnahmen tun?

Tereza Hyťhová: Zunächst einmal würde das Pandemiegesetz abgeschafft werden. Dieses totalitäre Gesetz nimmt den Bürgern ihre Rechte und Freiheiten. Es verhindert auch die Handelsfreiheit; wir wollen keine weiteren Handelshemmnisse. Wir wollen nicht, dass die Bürger in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigt werden. Und wenn das der Fall sein soll, dann sollte es so wenig wie möglich sein und schon gar nicht in einem Ausmaß, dass die Regierung das tägliche Leben der Menschen in so negativer Weise verändert. Wir wollen, dass die Menschen atmen können, das heißt, ohne Masken. Wir wollen, dass sie arbeiten können, dass sie Zugang zu Bildung haben, kurzum, dass sie ein freies Leben führen können.

Diese Covid-Gesetze hindern die Menschen daran, ein normales Leben zu führen. Deshalb ist es notwendig, sie sofort abzuschaffen. Wir wollen überhaupt keinen Freiheitsentzug, die Bevölkerung hat ihre Ablehnung sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Unsere Partei hat nie für den Freiheitsentzug, den Ausnahmezustand oder das Pandemiegesetz gestimmt.

Ich hatte die sofortige Wiedereröffnung der Schulen gefordert. Neben dem Zugang zur Bildung, zum Handel, gibt es auch den Zugang zur Kultur, den ich noch erwähnen kann. Dies ist ein Bereich, der von den Covid-Gesetzen stark betroffen ist. Die Theater und Kinos wurden geschlossen. Wir wollen nicht mehr, dass den Menschen die Unterhaltung vorenthalten wird. Wir wollen einfach nur zu einem normalen Leben und der Welt von früher zurückkehren.

Visegrád Post: Bisher ist Tschechien von der Migrationswelle relativ unberührt geblieben. Glauben Sie, dass sich dies ändern könnte?

Tereza Hyťhová: Ich denke, das Beste ist, in diesem Bereich vorauszudenken. Wir wissen, was in Afghanistan und anderen Ländern geschieht, und es ist wahrscheinlich, dass es in naher Zukunft Migrationswellen und Krisen geben wird.

Wir lehnen jede Verteilung von Migranten ab. Die Europäische Union darf den Mitgliedsländern keine Migrantenquoten auferlegen. Wir sind kategorisch gegen diese Zumutung, jeder Staat muss für sich selbst entscheiden können.

Die Tschechische Republik muss sich klar gegen illegale Einwanderung aussprechen, unsere Grenzen müssen verteidigt werden. Schließlich wurden Burgen in der Vergangenheit zum Schutz vor fremden Invasionen gebaut. Jeder war darauf bedacht, sein Lehen zu schützen, um seine Einwohner und Bürger zu schützen. Das ist es, was wir auch wollen. Wir wollen die tschechischen Grenzen und Kontrollen verstärken, damit keine illegalen Einwanderer in unser Land kommen. Auch wenn wir nicht wirklich darüber sprechen, gibt es heute Hunderte von illegalen Einwanderern in unserem Land. Wir müssen uns zuerst um das Wohlergehen unserer Bürger kümmern, dann können wir anderen helfen. Viele Leute fragen mich, ob ich kein Mitgefühl für diese Migranten habe. Ich sage ihnen, dass ich Mitgefühl für Menschen habe, die in Kriegs- oder Terrorsituationen leben, aber ich denke, dass es nicht möglich ist, alle diese Menschen aufzunehmen, zumal sie aus Kulturen, Religionen und Traditionen kommen, die sich sehr von den unseren unterscheiden. Es ist möglich, diesen Menschen zu helfen, aber vorzugsweise dort, wo sie leben, oder in den Nachbarländern, wo sie sicher sind. Wir können auf keinen Fall so andersartige Kulturen nach Europa importieren. Das wäre nichts Gutes. Die Priorität muss weiterhin bei unseren Bürgern liegen.

:beitrag. VISEGRÁD POST:partner;

Organisiertes Verbrechen: COVID-19 und ANTHRAX-01 – Interview mit Heiko Schöning

In seinem neuen Buch „GAME OVER“ weist der Arzt und Reserveoffizier Heiko Schöning die kriminellen Machenschaften rund um COVID-19 nach. Wie in einer Blaupause führten achtzehn Jahre zuvor die Täter von heute ein ähnliches Verbrechen mit tödlichen Anthraxbakterien durch. Kriminalistische Details und Kombinationsgabe führten ihn zu dem Schluss: Es sind immer noch die gleichen Institute und Clans in dieses üble Spiel verwickelt. Selbst Ex-Präsident Trump spielt darin eine Rolle … In seinem Exklusiv-Interview mit Kla.TV gibt Schöning erste tiefere Einblicke in seine brisanten Enthüllungen.
I Don’t Want You to Panic – I want you to Think!

I Don’t Want You to Panic – I want you to Think!

I Don’t Want You to Panic – I want you to Think!

Von Friederike Klebert

Rezension zum Buch Grün und dumm: die Natur läßt sich nicht zum Narren halten von Hans Hofmann-Reinecke.

Wir leben in katastrophalen Zeiten, scheint es. Viren und Kohlendioxid sind zur Dauerbedrohung mutiert. Wahnsinn. Der helle Wahnsinn, der die Menschheit ins Dunkle führt, in den Strom- und Demokratieausfall.

Das Virus, politisch instrumentalisiert für den Freiheitsentzug des Bürgers, ist Vehikel und Katalysator für das eigentliche Thema, die globale Erwärmung, die als Dauerbrenner die Gemüter erhitzt. Wenn eine Kanzlerin, in Anlehnung an den Philosophen Sepp Herberger, verkündet: Nach der Pandemie ist vor der Pandemie, impliziert das: Nach dem Corona-Lockdown ist vor dem Klima-Lockdown als mögliche Maßnahme.

Grüner Umweltschutz nimmt den Schutz der Welt für sich in Anspruch. Und wer sich als gut wähnt, kennt kein Limit nach oben. Das Treibhausgas Kohlendioxid wird zum Übeltäter auserkoren und kommt auf die Agenda. Die Sorge ums Klima wird zur Angst gesteigert. Pack den Menschen an seiner Angst und belade ihn mit Schuld, so steht’s im kleinen Einmaleins für Ideologen. Angst macht kontrollierbar. Schuld macht folgsam.

Schlimmer als der natürliche Klimawandel ist der geistige Klimawandel, der sich vollzieht. Den Verstand in die Wüste geschickt, agitieren Fridays for Future mit solch missionarischem Eifer, dass selbst die Zukunft nicht mehr weiß, ob sie noch eine hat. Das Urteil gegen Shell liefert den Präzedenzfall, die Haftung für den Klimaschutz vom Staat auf die Privatwirtschaft auszuweiten.

Grün und dumm – lesen lohnt sich

Klimaneutral, klimaschonend, klimagerecht, klima-what ever … Was bitte ist dran am Global Warming? Was hat es mit der Klimaerwärmung wirklich auf sich, was sind Ursache und Wirkung, welche Maßnahmen sinnvoll oder unsinnig?

Höchste Zeit, diese Fragen wieder zu stellen.

Um die klimaüberhitzten Gemüter wieder runterzukühlen, die Unwissenden wissend zu machen, sei an dieser Stelle das Buch GRÜN UND DUMM des promovierten Physikers, Autors und Verstandesmenschen Hans Hofmann-Reinecke empfohlen. Ja, das Buch förmlich ans Herz gelegt, da es rein wissenschaftsbasiert und trotzdem sehr anschaulich und verständlich – auch für den unbedarften Leser – erklärt, was es mit Global Warming auf sich hat. Denn, so erklärt es Hofmann-Reinecke selbst dem Leser, ich … möchte Sie in die Lage versetzen, durch logisches Verständnis die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zum Klimaschutz zu hinterfragen, damit Ihre politische Haltung dazu auf intelligenter Erkenntnis wurzeln möge und nicht auf der Zugehörigkeit zu einer weltanschaulichen Gruppe.

Der Titel GRÜN UND DUMM kommt wenig geschmeidig daher, eher Marke Druff. Was als Provokation oder Feststellung – je nach Perspektive – daherkommt, ist vor allem die Kritik am Mangel von Intelligenz, Sachverstand und Logik in den politischen und medialen Debatten und den daraus resultierenden Maßnahmen.

Die Natur lässt sich nicht zum Narren halten, so der Untertitel des Buches, womit die Unbestechlichkeit der Natur gemeint ist, die sich nicht von Politik und anderen Mächten für ihre Ziele vor den Klimakarren spannen lässt: Die avisierte Katastrophe hat keine Lust, für jedes grüne Pillepalle herhalten zu müssen und bleibt einfach aus.

Das grüne Manifest

Zentrales Thema des Buches sind drei Fragen: Erwärmt sich die Erde? Ist es die Schuld des Menschen? Was kann man dagegen tun? Im Mittelpunkt stehen sechs Thesen, auf denen die internationale Klimapolitik basiert, das sogenannte Grüne Manifest. Hofmann-Reinecke geht hin und untersucht diese Behauptungen auf ihre Richtigkeit oder Unrichtigkeit und zieht ein Fazit, aus dem hier nochmal ein Fazit als Appetizer vorgestellt sei.

1. Die globalen Temperaturen steigen.

Stimmt. Bereits seit 130 Jahren, aber nicht überall gleichmäßig auf der Welt und entscheidend bleibt, wie man globale Temperatur definiert.

2. Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre wächst.

Stimmt auch. CO2 ist gleichmäßig über die Erde verteilt und gut messbar. Die Zunahme der Konzentration in den letzten 50 Jahren ist sehr deutlich.

3. Die Zunahme von CO2 ist durch den Menschen verursacht.

Das ist nicht auszuschließen. Die beim Verbrennen fossiler Energieträger erzeugten Tonnen an CO2 sind vergleichbar mit dem Zuwachs in der Atmosphäre.

4. Die Erderwärmung ist durch die Zunahme von CO2 verursacht.

Kann stimmen oder auch nicht. In seiner Tendenz jedoch unwahrscheinlich, weil CO2 bei weitem nicht das wichtigste Treibhausgas ist, sondern der Wasserdampf.

5. Die Erwärmung gefährdet Lebensräume von Mensch und Tier.

Kann auch stimmen oder nicht. Heutzutage jedenfalls ist die Erwärmung für beide kein Problem.

6. Um zu überleben, müssen wir den Ausstoß von CO2 stoppen.

Kann stimmen oder nicht und hängt ab von These Nr. 4, die nicht bewiesen ist. Wenn These 6 allerdings als nationale und nicht globale Forderung verstanden wird, so ist sie eindeutig falsch.

Doch vorab zu allen Thesen erklärt uns Hofmann-Reinecke die komplexen Zusammenhänge vom Klima und seinem Wandel. Das als Voraussetzung. Und das geht nicht ohne die gute alte Physik. Denn Physik ist keine Meinung, sie ist so unbestechlich wie die Natur, weil sie Natur ist. Und so erklärt er dem Leser auf anschauliche Weise, mit gekonnter Reduktion aufs Essenzielle, in flüssiger humorgetränkter Schreibweise, in leichtfüßigem Rhythmus, wo das Auge mit muss, mit zuweilen zauberhaft überzockten aber greifenden Alltagsvergleichen die physikalischen Prinzipien, Wirkweisen und energetischen Gesetzmäßigkeiten von Planet Erde.

Der Boykott der Wahrheit

Macht hat über Vernunft gesiegt, wenn die für eigenen Interesse hilfreichen Konstrukte als Realität verkauft werden. Einigen sich Experten im Umgang mit Hypothesen auf einen Konsens, dann einigen sie sich auf eine Lüge. Die Ästhetik der reinen Logik und seine Erkenntnisse als Ethos der Wissenschaft werden korrumpiert. Und genau das erleben wir heute.

Das Buch bietet als Gegenmittel eine rationale Risikoanalyse zur Erderwärmung, in der Wahrscheinlichkeiten und Tragweiten als Parameter abschätzt werden, verkörpert durch die drei Schwestern Apoka, Fatima und Optima. Der Autor entlarvt im weiteren die politischen Milchmädchen und ihre Rechnungen bei Photovoltaik, Windkraftanlagen, Wasserkraft und E-Mobilität als Botschaften aus Absurdistan.

Diese Aussagen bilden den dritten Teil des Buches, in dem der Autor die politischen Konsequenzen und Wege aus der deutschen Schuld-und-Sühne-Haltung formuliert, analysiert und schließlich subsumiert auf das, was sie sind: Holzwege.

Während ein bezopfter Schwedenteenie aus den Schweizer Bergen in die Welt verkündet: „I want you to panic!“, appelliert Hans Hofmann-Reinecke, inspiriert von Immanuel Kants „Sapere aude – traue dich zu denken!“, mit seinem Buch eindringlich an uns: „I WANT YOU TO THINK!“

Fazit: ausdrücklich lesenswert, auch freitags.

Das Buch GRÜN UND DUMM … gibt es hier

Mehr zum Autor auf seinem Blog Think-Again.org

Friederike Klebert, gelernte Buchhändlerin, drei Jahre Studium der Geschichte und Politik ohne Magister aber mit ZP, Auslandsjahre in Südamerika und Asien, seit 30 Jahren in der Werbung, ehemals Inhaberin einer Werbeagentur, seit fünf Jahren freie Konzepterin und Texterin, daneben Autorin und Ghostwriterin, liebt das Wort und lebt im Rheinland.

Impf-Spaltung: Kontaktabbruch als Desinfektionsmittel

Stalin hätte seine helle Freude (Foto:BA)

Deutschland – da kommt mir vieles so vor, als würden die Macher der „Twilight Zone“ jetzt die Gags für „Verstehen Sie Spaß?“ schreiben und die Realität infiltrieren. Man liest eine Meldung und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Passiert das nun wirklich oder werden wir auf die Schippe genommen?

In den futuristischen Polizei-Serien meiner Jugend gab es Roboterhunde, bei Blade Runner flog Harrison Ford mit seinem Streifenwagen durch eine düstere Stadt – in Berlin fährt die Polizei mit dem Lastenfahrrad. Zunächst dachte ich, ein paar Polizisten hätten aus Spaß für ihren Betriebsausflug so ein Vehikel zusammengebastelt, um ihr Bier sicher und gekühlt zum Treffpunkt zu transportieren – aber nein, es ist ernst gemeint. Wenn die Stadt den Streifenbeamten Skateboards spendiert hätte, dann wäre das ebenfalls umweltfreundlich, aber nicht so peinlich. Und die Polizisten hätten wenigstens eine winzige Chance, eine einschlägige Kiez-Clan-Größe zu erwischen – wenn dessen vergoldeter Lamborghini im Stau stecken bleibt. Zack! Netz drüber, und dann kann Harrison Ford mit seinem fliegenden Streifenwagen kommen und den Täter mit einem Greifarm einsammeln.

Satire nicht mehr von Realität unterscheidbar

Es ist aber nicht nur so, dass Satire nicht mehr von der Realität zu unterscheiden ist, sondern man kann auch nichts mehr Satirisches oder Sarkastisches veröffentlichen: Es findet sich immer jemand, der es für bare Münze nimmt und sich furchtbar empört. Würde ich etwa behaupten, der Frauenkreis des AfD-Ortsverbandes Oer-Erkenschwick böte jeden Dienstag um 19.33 Uhr buntes Hakenkreuz-Häkeln an, stünde beim Verfassungsschutz das Telefon nicht mehr still. Satire ist nur noch im Abendprogramm der öffentlich-rechtlichen Medien gestattet, damit der Bürger auch genau weiß, wann das Lachen legal und angemessen ist.

Auch bei dem folgenden Tweet wusste ich – als ich ihn bei einer Freundin las – zunächst nicht, ob hier jemand einen Honigtopf aufgestellt hatte, um den Widerstandsgeist der Leser zu testen:

(Screenshot:Twitter)

Erst einmal schaute ich mir den Account der Dame also selbst an. Sie denkt wirklich so. Nach Jahren der Freundschaft schickt sie eine „Impfverweigererin“ in die Wüste, um ein Zeichen gegen Egoismus zu setzen.

Dafür gibt es als Belohnung meinen persönlichen Stalin-Orden. Wer die Regierungsdoktrin über 34 Jahre Freundschaft stellt, der hat sich ein wenig Lob von Väterchen Josef redlich verdient. Unser „Glückskind“ ist ganz mächtig stolz darauf, diese Leistung vollbracht und damit einen Beitrag zur Volksgesundheit geleistet zu haben. Denn auch beim Telefonieren kann man sich zwar nicht mit Corona anstecken, dafür aber mit bösem Gedankengut. Das ist weitaus schlimmer als jedes Virus! Deshalb muss dagegen Kontaktabbruch als Desinfektionsmittel eingesetzt werden.

Im Schoß der Autorität liegt es sich bequem

Zugegebenermaßen gibt es diese Haltung auch im gegnerischen Lager. Bekenntnis ist gefragt, denn wo kämen wir denn hin, wenn jeder seiner eigenen Einschätzung der Lage trauen würde? Jeder Guru und auch jeder mittelalterliche Priester wusste es: Dabei kommen die Menschen nur auf dumme Gedanken oder folgen gar denen der Konkurrenz. Im Schoß der Autorität liegt es sich zudem bequem, es ist wie ein gegenseitiger Vertrag: Ich gehorche, kann im Falle des Fehlschlags aber auch die Schuld nach oben abgeben.

Die ersten Entfreundungen in den sozialen Medien hatten oft noch etwas Melodramatisches: Menschen, die irgendwo auf der Freundesliste mitschwammen, aber nie eine Reaktion auf Beiträge daließen, tauchten plötzlich auf wie ein verschollenes U-Boot und verkündeten, sie könnten diese Freundschaft wegen der furchtbaren politischen Gesinnung, die man an den Tag lege, nicht mehr aufrecht erhalten. Da patschte eine Tür zu, von deren Existenz man gar nichts mehr wusste und ließ einen verwundert zurück: Warum wurde man dem anderen im negativen Sinne plötzlich so wichtig? Oder war man einfach eine Nummer, welche die Bekenntnisliste ein Stückchen verlängerte?

Wenn so etwas aber im realen Leben unter langjährigen Freunden passiert, ist das allerdings ein Alarmsignal, dass sich das Gleichgewicht zwischen Individualität und Ideologie bedenklich verschoben hat. Auch langjährige Freundschaften können natürlich aus den unterschiedlichsten Gründen zerbrechen oder einfach entschlafen – wenn dies allerdings öffentlich zelebriert wird, gleicht es einem Reinigungsritual. Meister, ich opfere dir meine Freunde! So loyal bin ich! Das hätte, wenn es nicht so traurig wäre, tatsächlich das Zeug zur Realsatire.

Proteste gegen Merkel in Israel: „Ihr Geld wird zu Blutgeld!“

Proteste gegen Merkel in Israel: „Ihr Geld wird zu Blutgeld!“

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Patriotische israelische NGOs haben heute in Jerusalem gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Anglea Merkel protestiert, und ihr vorgeworfen, mit deutschen Steuergeldern Terror und Boykott zu finanzieren. Die NGO Im Tirtzu schrieb einen offenen Brief an Angela Merkel, den PI-NEWS exklusiv veröffentlicht: An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Betreff: Die undiplomatische Einmischung der Bundesregierung in die […]

Slowakei: Thebener Johannisbeerwein ist zurück

In den 1990er Jahren verschwand der Johannisbeerwein (Ribiselwein) aus Devín (Theben) fast vollständig, doch Augustín Mrázik machte sich daran, die Geschichte des Donaudorfes wieder aufleben zu lassen. Dank seiner Bemühungen und der anderer lokaler Erzeuger können Besucher die lokale Spezialität wieder probieren.

 

„Meine Familie und ich leben seit fast 35 Jahren in Devín, und der Johannisbeerwein hat schon immer zu Devín gehört“, sagt Mrázik, der von Beruf IT-Experte ist. „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Johannisbeerwein aus Devín verschwinden würde. Nachdem es mir nicht gelungen war, meine Winzerfreunde ausreichend zu motivieren, um die Tradition zu retten, habe ich selbst mit der Produktion begonnen.

Die Wiederbelebung der Johannisbeerweinproduktion stieß auf positive Resonanz, und inzwischen gibt es in Devín mehrere Erzeuger, und weitere werden hinzukommen.

„Wir nehmen das sehr positiv auf“, erklärte Bürgermeisterin Ľubica Kolková. „Wegen des massiven Rückgangs der Anbauflächen für Wein sind auch die Johannisbeeren keine leichte Aufgabe. Ich weiß, dass die Johannisbeeren immer knapper werden.“

Johannisbeerwein in Devín

Johannisbeer- und andere Obstweine werden in der ganzen Slowakei in kleinen Mengen von Familien für den Eigenbedarf hergestellt, aber in Devín war es Alois Sonntag, der in den frühen 1920er Jahren mit der Massenproduktion begann.

„Es war eigentlich ein mutiger Versuch, der gut ausgegangen ist“, sagt Mrázik, für den die Herstellung dieses Obstweins hauptsächlich ein Hobby ist.

Seit dem zweiten Jahrhundert vor Christus werden in Devín Weinreben angebaut. Johannisbeeren wurden hier erst nach dem Ende des 19. Jahrhunderts in größerem Umfang angepflanzt, nachdem die Reblaus Mitte des 19. Jahrhunderts die Weinberge in ganz Europa zerstört hatte. Bis zur Anpflanzung neuer Reben, als die europäischen Reben auf die resistenten amerikanischen Unterlagen aufgepfropft wurden, wurden Johannisbeeren für die Weinherstellung verwendet.

Später wurden die Johannisbeeren von Devín täglich nach Wien verschifft, aber nach der Auflösung Österreich-Ungarns im Jahr 1918 wurde die Grenze geschlossen und die Johannisbeerbauern verloren ihren Markt. Zwei Jahre lang gab es keine Ernte, bis Sonntag auf die Idee kam, Wein zu produzieren. Er besaß selbst Johannisbeerplantagen, sammelte sie aber hauptsächlich bei den Bauern der Umgebung ein, die danach wieder mit dem Johannisbeeranbau begannen. Sonntag lieferte den Wein an Restaurants und Gaststätten und exportierte ihn.

Historisches Foto, das Alois Sonntag mit seiner Tochter zeigt · Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Augustín Mrázik

„Seitdem ist unser Johannisbeerwein, der hier unter dem umgangssprachlichen Namen ríbezlák bekannt ist, ein weithin bekanntes Phänomen“, sagt Mrázik.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Verstaatlichung war die Familie Sonntag gezwungen, Devín zu verlassen, und die Johannisbeerweinproduktion wurde von einer örtlichen landwirtschaftlichen Genossenschaft übernommen.

Johannisbeerwein nach 1989

Die Genossenschaft in Devín stellte 1996 die Produktion von Johannisbeer- und Traubenwein ein, und nur wenige Einwohner von Devín stellten weiterhin Johannisbeerwein her, allerdings nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf. Mrázik, der 1982 nach Devín zog, befürchtete, dass die Region einen Pfeiler ihres unverwechselbaren Charakters verlieren könnte.

Rote Johannisbeeren · Quelle: Jana Liptáková

Mrázik wollte nicht mit ansehen, wie dieser Teil der Tradition verschwand, und nachdem es ihm nicht gelungen war, seine Winzerfreunde dazu zu bewegen, die lokale Produktion von Johannisbeerwein zu retten, begann er 2007 selbst mit der Herstellung. Er gründete sein eigenes Weingeschäft und begann mit Unterstützung von Otto Změlík, einem der beiden verbliebenen Johannisbeerweinproduzenten in Devín, Johannisbeerwein in größerem Umfang zu produzieren. Später kamen Štefan Vlček und einige Jahre später auch Pavel Kukel hinzu. In diesem Jahr beginnen auch die Winzer Peter Distler und Benedikt Halás mit der Herstellung von Johannisbeerwein.

Herstellung von Johannisbeerwein

„Johannisbeerwein ist etwas Besonderes; wenn er richtig hergestellt wird, bewahrt er den charakteristischen Geschmack von Johannisbeeren und ist unter den Obstweinen in Bezug auf Geschmack, Säure, Farbe und allgemeinen sensorischen Charakter dem Traubenwein am nächsten“, so Mrázik.

Der traditionelle Johannisbeerwein ist süß. Der früher in Devín hergestellte Wein enthielt 80 bis 100 Gramm Zucker pro Liter. Damals wurde hier nur eine Art von Johannisbeerwein hergestellt: aus roten Johannisbeeren mit einem kleinen Anteil schwarzer Johannisbeeren, die ihm Farbe und Körper verliehen.

Heute stellen Mrázik und andere Johannisbeerwinzer eine ganze Reihe von Johannisbeerweinen her: traditionellen halbsüßen Johannisbeerwein aus roten und schwarzen Johannisbeeren, aber auch Barrique-Johannisbeerwein, Wein ausschließlich aus roten, schwarzen oder weißen Johannisbeeren sowie halbtrockenen und trockenen Wein und andere Spezialitäten wie Likörwein.

„Die Herstellung von Johannisbeerwein ist ähnlich wie die von rotem Traubenwein, aber anspruchsvoller, da die Johannisbeeren von Hand gepflückt werden müssen und auch danach ist mehr Handarbeit erforderlich als bei Traubenwein“, so Mrázik.

Handlese von Johannisbeeren · Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Augustín MrázikEin weiterer Unterschied besteht darin, dass Wein aus roten Trauben im Herbst hergestellt wird, während Johannisbeerwein während der heißen Tage im Juli gekeltert wird.

„Wenn man Johannisbeerwein so herstellt, wie es früher der Fall war, verdunstet der Großteil der Geschmacks- und Aromastoffe und man erhält nur einen gewöhnlichen Süßwein von roter Farbe“, so Mrázik.

Aus diesem Grund und wegen der Probleme, auf die Mrázik bei der Befolgung des traditionellen Herstellungsverfahrens stieß, experimentierte er mit Verfahren, die bei der Herstellung von Weißwein verwendet werden – kontrollierte Gärung bei niedrigen Temperaturen. Das hat zur Folge, dass der Alkoholgehalt höher ist, etwa 14 Prozent, was den Wein auch vor Nachgärung schützt, während Aroma und Säure erhalten bleiben.

Dass ihm das gelungen ist, beweist die einzige Goldmedaille für Johannisbeerwein bei der Finger Lakes International Wine Competition in den USA, die er im vergangenen Jahr erhalten hat.

Quelle: Slovak Spectator


System Kurz geht weiter, Präsident beschwichtigt: „Stabile Verhältnisse“

System Kurz geht weiter, Präsident beschwichtigt: „Stabile Verhältnisse“

Morgen um 13 Uhr soll Alexander Schallenberg als neue Bundeskanzler angelobt werden. Jetzt gibt Präsident Alexander Van der Bellen noch einmal eine Stellungnahme ab. Er verhielt sich bisher sehr zurückhaltend. Wie Wochenblick berichtete, stellte er den Skandal rund um die mutmaßliche Wahlmanipulation durch die Türkisen 2017 als eine Angelegenheit der Behörden dar. Die politische Verantwortung rückte Van der Bellen – anders als bei Ibiza – in den Hintergrund.

Die Regierungskrise sei beendet. „Morgen Mittag werde ich den neuen Bundeskanzler und den neuen Außenminister angeloben. Die Arbeit für unser Land kann weitergehen.“ Der Präsident wird morgen Alexander Schallenberg als neuen Bundeskanzler angeloben und Peter Launsky-Tieffenthal als Außenminister angeloben. Er bedanke sich bei Sebastian Kurz, er habe Schaden von unserem Land abgewendet, behauptet Van der Bellen. Laut ihm gebe es jetzt wieder stabile Verhältnisse, das habe ihm auch Vizekanzler Werner Kogler versichert. Man stehe den Bürgern dieses Landes im Wort.

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Zum Sittenbild erklärte Van der Bellen: Die Respektlosigkeit der türkisen Chats wolle er nicht mit Achselzucken hinnehmen, er entschuldige sich als Bundespräsident für das Bild, das die Politik hier abgegeben habe. – Er will die Skandal-Chats also einfach beiseite wischen. Doch in der ÖVP brodelt es bereits, wegzuwischen werden die Chats nicht sein. Zu sehr zeigen sie die machthungrige Denkweise der Türkisen, die Verachtung für die Bürger und die Bösartigkeit gegenüber der eigenen Kollegen in der ÖVP.

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Nach IPCC AR 6: Brechen der Hegemonie der globalen Klimamodelle

Nach IPCC AR 6: Brechen der Hegemonie der globalen Klimamodelle

Dr. Judith Curry

Eine ziemlich erstaunliche Schlussfolgerung ergibt sich aus dem Kleingedruckten des IPCC AR6 WG1-Berichts.

Ich habe das Kleingedruckte des IPCC-Berichts AR6 WG1 gelesen. Die Autoren sind zu beglückwünschen, weil sie ein Dokument verfasst haben, das intellektuell weitaus anspruchsvoller ist als seine jüngsten Vorgänger. Themen wie „tiefe Ungewissheit“ und die „Zweckmäßigkeit von Modellen“ (häufige Themen bei Climate Etc.) werden im AR6 tatsächlich ausführlich erwähnt. Außerdem wird der natürlichen internen Variabilität viel Aufmerksamkeit geschenkt, den Vulkanen eine ziemlich große Aufmerksamkeit (der Sonne nicht so sehr).

Wenn wir uns auf den IPCC AR4 (2007) zurückbesinnen, waren die globalen Klimamodelle vorherrschend, wie das folgende Zitat zeigt:

„Es besteht erhebliches Vertrauen darin, dass Klimamodelle glaubwürdige quantitative Schätzungen des künftigen Klimawandels liefern, insbesondere auf kontinentaler Ebene und darüber hinaus“.

Der IPCC AR4 hat seine wahrscheinliche Bandbreite an Klimasensitivitätswerten fast ausschließlich aus Klimamodellsimulationen ermittelt. Und die Projektionen für das 21. Jahrhundert wurden direkt aus Klimamodellsimulationen ermittelt, die ausschließlich auf Emissionsszenarien basieren.

Einige Hinweise auf die Besorgnis darüber, was die globalen Klimamodelle produzieren, wurden im AR5 gegeben. In Bezug auf die Klimasensitivität enthält der AR5 diese Aussage in einer Fußnote zum SPM:

„Es kann derzeit kein Best Estimate* für die Gleichgewichts-Klimasensitivität gegeben werden, da es an einer Übereinstimmung der Werte in den bewerteten Beweislinien und Studien mangelt.“

[*Den Begriff Best Estimate mit „beste Schätzung“ zu übersetzen wird der eigentlichen Bedeutung m. E. nicht so gerecht. Daher wird dieser Terminus hier beibehalten. A. d. Übers.]

Genauer gesagt waren die auf Beobachtungen basierenden Schätzungen der ECS wesentlich niedriger als die Klimamodellwerte.

Vielleicht noch bedeutsamer ist, dass Abbildung 11.25 im AR5 einen subjektiven rot schraffierten Bereich enthielt, der durch „Experten-Beurteilung“ bestimmt wurde, dass die Klimamodelle zu heiß liefen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Projektionen für die Zeit nach 2035 nicht in ähnlicher Weise angepasst wurden.

IPCC AR6 – globale Erwärmung

Im AR6 des IPCC wird das, was im AR5 begonnen wurde, noch viel weitergeführt.

In Bezug auf die Gleichgewichts-Klimasensitivität bricht der AR6 mit der seit langem bestehenden Spanne von 1,5-4,5 C und verengt die „wahrscheinliche“ Spanne auf 2,5-4,0°C. Im Folgenden wird gezeigt, wie diese Spanne mit früheren Schätzungen und auch mit den CMIP6-Modellen (wie von Mark Zelinka analysiert) verglichen wird:

Die AR6-Analyse von ECS wurde stark von Sherwood et al. (2020) beeinflusst. Ich bin damit einverstanden, dass der obere Wert von 4,5 auf 4,0 °C gesenkt wird. Nicht einverstanden bin ich jedoch mit der Begründung für die Anhebung des unteren Wertes von 1,5 auf 2,5°C. Ohne hier im Detail auf meine Bedenken einzugehen, stelle ich fest, dass Nic Lewis an einer Analyse dieser Frage arbeitet. Die wichtigste Bedeutung der engeren Spanne des AR6 ist jedoch der fehlende Einfluss der CMIP6 ECS-Werte.

Eine beträchtliche Anzahl der CMIP6-Modelle läuft viel zu heiß, was in vielen Veröffentlichungen festgestellt wurde. In seinen Projektionen der globalen mittleren Oberflächentemperaturen des 21. Jahrhunderts liefert der AR6 „eingeschränkte“ Projektionen (einschließlich Klimamodellen mit vernünftigen Werten der Klimasensitivität, die das 20. Jahrhundert simulieren). Abbildung 4.11 aus dem AR6 zeigt das Ausmaß der Beschränkungen. Für SSP5-8.5 beträgt das Ausmaß der Einschränkung im Vergleich zum nicht eingeschränkten CMI6 20 %.

Zum ersten Mal enthält CMIP6 aktuelle Szenarien der vulkanischen Aktivität und der Sonnenvariabilität.  CMIP6 enthält ein Hintergrundniveau der Vulkanaktivität (keine größeren Eruptionen) und eine tatsächliche Projektion der solaren Variabilität des 21. Jahrhunderts von Matthes (2017) (hier bereits besprochen), obwohl nur wenige Modelle der Aufgabe gewachsen sind, die indirekten solaren Effekte glaubwürdig zu behandeln. Der AR6 berücksichtigt nur diese solaren und vulkanischen Basisszenarien; die anderen vulkanischen Szenarien (in Abbildung 1, Box 4.1 des AR6) und das Maunder-Minimum-Szenario von Matthes (2017) sind sicherlich plausibler als SSP5-8.5 und hätten daher in die Projektionen einbezogen werden müssen.

Im AR6 wird in vielen Kapiteln auch die Bedeutung der natürlichen internen Variabilität anerkannt. CMIP6 umfasste Single Model Initial Condition Large Ensembles (SMILEs; Abschnitt 6.1.3). Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen der Variabilität der großräumigen Zirkulation in den Beobachtungen und den meisten Modellen (IPCC AR6 Kapitel 3) – eine zu starke dekadische Variabilität und eine zu schwache mehrdekadische und hundertjährige Variabilität. Einige wenige Modelle scheinen recht gute Arbeit zu leisten, vor allem GFDL.

Hier folgen die Ensemble-Prognosen für SSP2-4.5 einschließlich der Projektionen der einzelnen Modelle, des „eingeschränkten“ gegenüber dem „nicht eingeschränkten“ 90 %-Bereich und der Best Estimate im AR6 (dieses Bild stammt aus einem CarbonBrief-Artikel). Die Best Estimate des AR6 liegt nahe am unteren Ende der gesamten Spanne; diese Verzerrung lässt nicht viel Spielraum für natürliche Schwankungen (insbesondere der mehrdekadischen Art) am unteren Ende der Modellspanne, um wirklich eine realistische Zeitspanne zu veranschaulichen, wann wir die 1,5- und 2°C-Grenzwerte überschreiten könnten.

Um einige der Probleme im Zusammenhang mit der Einschränkung der Projektionen zu minimieren, liegt der Schwerpunkt auf der Bewertung der Auswirkungen bei verschiedenen Niveaus der globalen Erwärmung, z. B. 2 oder 4 Grad Celsius.

Regionale Projektionen

Der IPCC-Bericht AR6 legt einen wesentlichen Schwerpunkt auf den regionalen Klimawandel (Kapitel 10, 12) und hier auf einer Destillation verschiedener Informationsquellen und mehrerer Beweislinien. Dabei wird indirekt eingeräumt, dass globale Klimamodelle für regionale Projektionen nicht viel taugen.

Klimasimulationen [Climate Emulators]

Seit dem Sonderbericht über den 1,5-Grad-Zustand hat der IPCC zunehmend die Verwendung von Klimasimulationen hervorgehoben. Dabei handelt es sich um stark vereinfachte Klimamodelle (siehe diesen CarbonBrief-Artikel für eine Erklärung), die auf die Ergebnisse der auf globalen allgemeinen Zirkulationsmodellen basierenden Erdsystemmodelle abgestimmt sind. Diese Modelle sind für politische Analysen sehr praktisch, da sie es so gut wie jedem ermöglichen, viele verschiedene Szenarien durchzuspielen.

Und es gibt keinen Grund, warum dieser allgemeine Rahmen nicht erweitert werden könnte, um zukünftige Szenarien der Erwärmung/Abkühlung im Zusammenhang mit Vulkanen und Sonneneinstrahlung sowie der internen Variabilität über mehrere Dekaden einzubeziehen. Dieser Rahmen könnte für regionale Klimaprojektionen sehr nützlich sein.

Klima-Emulatoren sind jedoch keine physikalisch basierten Modelle.

Sind globale Klimamodelle die besten Grundlagen?

Auszug aus einem Aufsatz, den ich gerade schreibe:

In den 1990er Jahren verlangte die wahrgenommene politische Dringlichkeit nach einer schnellen Bestätigung des gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandels. GCMs wurden von politischen Entscheidungsträgern, die eine technokratische Grundlage für ihre vorgeschlagenen Maßnahmen suchten, mit dieser Autorität ausgestattet. Shackley et al. Sowohl die wissenschaftlichen als auch die politischen Herausforderungen des Klimawandels sind jedoch viel komplexer, als man sich in den 1990er Jahren vorstellen konnte. Das Endergebnis ist, dass die Klimamodellierung eine breite Palette von Anwendungen ausprobiert hat, die von den Bedürfnissen der politischen Entscheidungsträger angetrieben werden, wobei Modelle verwendet werden, die für den Zweck nicht geeignet sind.

Komplexe Computersimulationen dominieren mittlerweile das Feld der Klimawissenschaften und die damit verbundenen Bereiche, was auf Kosten der Nutzung traditioneller Wissensquellen wie theoretischer Analysen und der Überprüfung von Theorien durch Beobachtungen geht. In einem Artikel mit dem treffenden Titel „The perils of computing too much and thinking too little (Die Gefahren, wenn man zu viel rechnet und zu wenig denkt) äußerte der LINK-Atmosphärenforscher Kerry Emanuel die Befürchtung, dass die Unachtsamkeit gegenüber der Theorie dazu führt, dass Klimaforscher diese enormen Ressourcen ineffektiv nutzen, und dass die Chance auf echte Durchbrüche im Verständnis und in der Vorhersage verringert wird.

Die Komplexität der Modelldarstellung ist zu einem zentralen normativen Prinzip bei der Bewertung von Klimamodellen und ihrem politischen Nutzen geworden. GCMs sind jedoch nicht nur ressourcenintensiv und schwer zu interpretieren, sie sind auch von übermäßiger Parametrisierung und unzureichender Berücksichtigung von Unsicherheiten durchdrungen.

Die zahlreichen Probleme mit GCMs und die Befürchtung, dass diese Probleme angesichts des derzeitigen Entwicklungspfads dieser Modelle in naher Zukunft nicht gelöst werden, legen nahe, dass alternative Modellrahmen erforscht werden sollten. Wir brauchen eine Vielzahl von Klimamodellen, die auf unterschiedliche Weise für verschiedene Zwecke entwickelt und genutzt werden. Für viele Fragen der Entscheidungsunterstützung ist der GCM-zentrierte Ansatz möglicherweise nicht der beste Ansatz.  Eine große Herausforderung besteht jedoch darin, dass fast alle Ressourcen für GCMs und IPCC-Produktionsläufe aufgewendet werden und nur wenig Zeit und Mittel für Modellinnovationen übrig bleiben.

Die politisch motivierte Notwendigkeit von Klimaprognosen hat dazu geführt, dass sich Macht und Autorität um die GCMs angesammelt haben (Shackley), basierend auf dem Versprechen, die GCMs für die Festlegung von Emissionsreduktionszielen und für regionale Vorhersagen des Klimawandels zu nutzen.   Allerdings verlässt sich der IPCC bei der Festlegung von Emissionszielen zunehmend auf viel einfachere Modelle.  Die Hoffnung auf nützliche regionale Vorhersagen des Klimawandels mit Hilfe von GCMs wird sich beim derzeitigen Stand der Modellentwicklung wohl kaum erfüllen.

Was die Zweckmäßigkeit globaler/regionaler Klimamodelle für die Entscheidungsfindung bei der Klimaanpassung angeht, so hat ein Team von Wissenschaftlern des Earth Institute und des Red Cross Climate Center der Columbia University eine hervorragende Zusammenfassung vorgelegt:

„Klimamodellprojektionen sind in der Lage, viele Aspekte des Klimasystems zu erfassen, so dass man sich auf sie verlassen kann, um Pläne zur Eindämmung des Klimawandels und breit angelegte Anpassungsstrategien zu entwickeln. Klimamodelle sind nicht in der Lage, künftige Bedingungen mit dem Grad an räumlicher, zeitlicher und probabilistischer Präzision darzustellen, mit dem Projektionen oft geliefert werden, was den Nutzern von Informationen über den Klimawandel einen falschen Eindruck von Vertrauen vermittelt.“ (Nissan et al.)

GCMs spielen eindeutig eine wichtige Rolle, insbesondere in der wissenschaftlichen Forschung. Aufgrund der dringenden Bedürfnisse der politischen Entscheidungsträger wird der Fortschritt der Klimawissenschaft jedoch durch die Konzentration der Ressourcen auf diesen einen Weg der Klimamodellierung gebremst. Die zahlreichen Probleme mit GCMs und die Befürchtung, dass diese Probleme angesichts des derzeitigen Entwicklungspfads in naher Zukunft nicht gelöst werden können, legen nahe, dass alternative Rahmenbedingungen erforscht werden sollten. Dies ist besonders wichtig für die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik.

Kommentar von Judith Curry

Im AR5 lag der Schwerpunkt auf den Erdsystemmodellen und deren ständig wachsender Komplexität durch Hinzufügen von mehr Chemie und etwas Eisschilddynamik.

Im AR6 werden diese komplexen Klimamodelle als das entlarvt, was sie sind: sehr komplizierte und rechenintensive Spielzeuge, deren wichtigste Ergebnisse von schnellen thermodynamischen Rückkopplungsprozessen (Wasserdampf, Konvektionsrate, Wolken) abhängen, die durch Parametrisierungen auf Untergitterebene und die unvermeidliche Modellabstimmung bestimmt werden.

Mit der sehr großen Bandbreite an Klimasensitivitätswerten, die die CMIP6-Modelle liefern, befinden wir uns wohl in einer Phase des negativen Lernens. Und das, obwohl der IPCC AR6 die Spanne der ECS von den langjährigen 1,5-4,5C auf 2,5 bis 4C deutlich reduziert hat (zur Erinnerung: Ich glaube nicht an diese Reduzierung am unteren Ende, mehr dazu in Kürze).

Was bleibt uns also?

1. Globale Klimamodelle (ESM) sind nach wie vor ein wichtiges Instrument, um zu verstehen, wie das Klimasystem funktioniert. Wir sind jedoch an dem Punkt angelangt, an dem die Ergebnisse abnehmen, wenn nicht mehr Gewicht auf die Verbesserung der Simulation von Arten interner Klimaschwankungen gelegt und die Behandlung der indirekten Sonneneffekte vorangetrieben wird.

2. Wir sollten ECS als politikrelevante Messgröße aufgeben und an einem besseren Verständnis und einer besseren Bewertung von TCR und TCRE anhand historischer Daten arbeiten.

3. Im Zusammenhang mit Nr. 1 stelle ich in Frage, ob die CMIP6-ESMs für Attributionsstudien von großem Nutzen sind.

4. ESMs haben ihren Nutzen für politische Anwendungen verloren. Politische Anwendungen sind weitaus nützlicher mit Klimaemulationsmodellen zu erreichen. Die Verwendung von Klimaemulatoren entfernt die politische Entscheidungsfindung jedoch von einer physikalischen Grundlage. Dies ist besonders relevant für den rechtlichen Status der Klimaprojektionen des 21. Jahrhunderts und der ESMs in verschiedenen Klimaprozessen.

Obwohl dies in der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger versteckt ist, ist es ziemlich bedeutsam:

„A.1.3 Die wahrscheinliche Spanne des gesamten vom Menschen verursachten Anstiegs der globalen Oberflächentemperatur von 1850-1900 bis 2010-2019 beträgt 0,8°C bis 1,3°C, mit einer Best Estimate von 1,07°C. Es ist wahrscheinlich, dass gut gemischte Treibhausgase zu einer Erwärmung von 1,0°C bis 2,0°C beigetragen haben, dass andere menschliche Ursachen (hauptsächlich Aerosole) zu einer Abkühlung von 0,0°C bis 0,8°C beigetragen haben, dass natürliche Ursachen die globale Oberflächentemperatur um -0,1°C bis 0,1°C verändert haben und dass die interne Variabilität sie um -0,2°C bis 0,2°C verändert hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass gut gemischte Treibhausgase die Hauptursache für die Erwärmung der Troposphäre seit 1979 waren, und es ist sehr wahrscheinlich, dass der vom Menschen verursachte Abbau der stratosphärischen Ozonschicht die Hauptursache für die Abkühlung der unteren Stratosphäre zwischen 1979 und Mitte der 1990er Jahre war.“

Vergleichen Sie dies mit den Aussagen im AR5 SPM:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass mehr als die Hälfte des beobachteten Anstiegs der globalen durchschnittlichen Oberflächentemperatur von 1951 bis 2010 durch den anthropogenen Anstieg der Treibhausgas-Konzentrationen und andere anthropogene Einflüsse zusammen verursacht wurde. Die Best Estimate des vom Menschen verursachten Beitrags zur Erwärmung entspricht der beobachteten Erwärmung in diesem Zeitraum.“

Insgesamt ist der Bericht der AR6 WG1 viel besser als der AR5, obwohl ich von dem erhöhten Vertrauen in einen engeren Bereich von ECS unbeeindruckt bleibe.

Die Quintessenz ist, dass der AR6 die Vorherrschaft der globalen Klimamodelle gebrochen hat. Die umfangreichen Finanzmittel, mit denen diese Modelle im Hinblick auf politische Ziele unterstützt werden, lassen sich nur noch schwerer rechtfertigen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/10/07/ipcc-ar6-breaking-the-hegemony-of-global-climate-models/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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