Horst D. Deckert

UNTERNEHMER-BERATER, SERIENUNTERNEHMER BZW. MEHRFACHGRÜNDER Parteilos und damit völlig unabhängig von irgendwelchen Parteien, Organisationen, Verbänden, etc. Seit 1971 im Dienst von Inhabern, Geschäftsführern, Unternehmern. 1971: Gründung einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Marketing für Kleinbetriebe im Alter von 19 Jahren. Seit 1977 Firmengründer in Europa, USA und Südamerika. Fragen?
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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Putin im O-Ton über Russlands rote Linien

Putin im O-Ton über Russlands rote Linien

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In Moskau fand die jährliche Investoren-Konferenz „Russia is calling“ statt, bei der Putin sich traditionell den Fragen der ausländischen Investoren und Fachleute stellt. Dabei wurde er nach den roten Linien gefragt, von denen die russische Regierung in letzter Zeit immer öfter spricht. Putins Antwort war nicht überraschend, aber man musste genau hinhören. Putin nannte als […]

Der Beitrag Putin im O-Ton über Russlands rote Linien erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Spitäler in Bayern, Thüringen und Sachsen haben seit November 2020 fast 2500 Intensivbetten abgebaut

Seit Wochen schüren Politik und Medien erneut Angst. Die Massnahmen werden verschärft, gleichzeitig wird permanent vor einer Überlastung der Spitäler gewarnt. Ein Blick auf die aktuelle Lage in Deutschland zeigt jedoch: Die Bedrohungsszenarien sind nicht ansatzweise gerechtfertigt – gerade auch vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Monaten massiv Betten abgebaut worden sind.

Ein Blick auf die Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zu den Spitalbetten verdeutlicht: Bundesländer wie Bayern und Thüringen haben ihre Intensivkapazitäten seit November 2020 drastisch verkleinert.

In Thüringen wurden seit dem 1. November 2020 bis heute 429 Intensivbetten abgebaut. Das entspricht rund einem Drittel aller damals verfügbaren Betten. In Bayern waren es im gleichen Zeitraum 1796, also etwa 32,3 Prozent.

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In Bayern wurden fast 1800 Intensivbetten abgebaut. Quelle: DIVI

Nicht ganz so schlimm ist die Situation in Sachsen. Dort verschwanden 245 oder gut 10 Prozent der Intensivbetten. In Sachsen fällt aber auf, dass in der Notfallreserve 642 freie Betten zur Verfügung stehen; sehr viele, verglichen mit Bayern und Thüringen, nämlich derzeit 31,2 Prozent aller Intensivbetten.

Seit dem 1. November 2020 sind in Bayern, Thüringen und Sachsen insgesamt 2470 Intensivbetten abgebaut worden. Das entspricht einem Anteil von rund einem Drittel aller in Deutschland seit dem 1. November 2020 abgebauten 7499 Intensivbetten!

Diese enorme Reduzierung der Zahl der Intensivbetten mitten in der Pandemie zeigt nach meiner Auffassung etwas sehr deutlich: Der Politik ist es offensichtlich wichtiger ist, ständig vor einer Überlastung der Intensivstationen warnen zu können als den Bürgern im Bedarfsfalle die erforderliche intensivmedizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen.

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In früheren «Wellen» lagen deutlich mehr Covid-Patienten in den Spitälern. Quelle: DIVI

Dass die sogenannte «vierte Welle» aktuell die Intensivstationen im Bundesdurchschnitt nicht überlastet, sieht man auch beim Vergleich mit früheren «Wellen». Während der zweiten und dritten «Welle» verzeichneten die Spitäler in Deutschland deutlich mehr Covid-19-Patienten. Zwischen dem 7. Dezember 2020 und dem 10. Januar 2021 lagen an einzelnen Tagen bis zu 5745 Covid-Patienten auf der Intensivstation; während der «dritten Welle» vom 5. April bis 12. Mai 2021 waren es bis zu 5106.

Ähnlich sieht es auch bei der Gesamtzahl der Krankenhauspatienten aus. Während der «zweiten Welle» lagen in den deutschen Spitälern 5 Wochen lang über 11’000 Patienten, während der «dritten Welle» 6 Wochen lang rund 7000 Patienten. Derzeit bewegt sich die Zahl der Covid-Patienten im Rahmen dessen, was im Zuge der «dritten Welle» verzeichnet worden ist.

Von den aktuell insgesamt 19’872 Intensivpatienten sind 4326 Covid-19-Patienten, von denen wiederum müssen 2217 beatmet werden. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der Intensivbetten innerhalb von 14 Monaten um 8539 (minus 21,6 Prozent) extrem verringert hat! Der Personalmangel auf den Intensivstationen ist sicherlich ein Problem, das auch durch die politisch bestimmte Änderung der Pflegeschlüssel deutlich verschärft worden ist.

Die «Stilllegung» von Intensivbetten erfolgte aber auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen, um staatliche Ausgleichszahlungen erhalten zu können. Bundregierung und Landesregierungen haben zudem nichts dafür getan, die Zahl der Intensivpflegekräfte zu erhöhen! Es gibt aktuell 11’190 freie Intensivbetten: 8913 sogenannte High-Care-Betten der Notfallreserve und 2277 reguläre Intensivbetten. Weiter verfügten die deutschen Spitäler derzeit über 2808 Intensivbetten für Kinder, von denen aktuell 747 frei sind; die Notfallreserve beträgt hier 376 Betten.

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Zum Schutz seiner Person erscheint dieser Text unter Pseudonym. Der richtige Name von Sören Nyländer ist der Redaktion namentlich bekannt. Von Beruf ist Nyländer Volkswirt und seit vielen Jahren im deutschen Gesundheitswesen beschäftigt.

Schwere Erkrankungen als Folge der Geninjektionen

Keine der klinischen Trials der Hersteller von Geninjektionen habe dazu beigetragen, die immer vielfältiger werdenden schweren Erkrankungen als Folge der Impfungen zu identifizieren. Darauf macht die Organisation Vaccine Watch aufmerksam. Laut ihrem Bericht hätte seit dem Start dieses Grossversuchs an der Menschheit eine Vielzahl von Ärzten und Wissenschaftlern auf unterschiedlichste Nebenwirkungen hingewiesen. Diese Berichte legten laut Vaccine Watch nahe, dass sie von der Covid-19-Impfung resp. -Gentherapie verursacht worden seien.

Vaccine Watch zufolge wurden im Rahmen der Massenimpfungen folgende Nebenwirkungen festgestellt: anaphylaktische Schocks in unterschiedlichem Ausmass; Thrombozytopenie und Sinusvenen-Thrombosen. Damals sei es darum gegangen, AstraZenecas Impfstoff «Vaxzevria» zu diskreditieren. Diesem Impfstoff vor allem seien diese Nebenwirkungen angelastet worden. Die Politiker jedoch hätten das Interesse an diesen drei Nebenwirkungsklassen verloren und die ohnehin kaum berücksichtigen Betroffenen ihrem Schicksal überlassen.

In die öffentliche Diskussion hätten es Myokarditis und Perikarditis, Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung, geschafft. Beide lägen in einem Ausmass vor, das nicht mehr verheimlicht werden könne. Deshalb habe man sich gezwungen gesehen, beide Leiden der Packungsbeilage als natürlich ganz seltene Nebenwirkung hinzuzufügen.

Damit sei die Liste der Nebenwirkungen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von Covid-19 Impfungen/Gentherapien verursacht werden, aber nicht komplett. In den letzten Wochen häuften sich in der wissenschaftlichen Literatur Arbeiten, die von erheblichen weiteren Nebenwirkungen berichten.

Auf der Basis wissenschaftlicher Arbeiten, die eine Kausalität zwischen Impfung / Gentherapie und schwerer Erkrankung nahelegen, erstellt die Organisation Vaccine Watch nun wöchentlich den Vaccine-Watch-Bericht zu schweren Erkrankungen. Grundlage sind Meldungen an die Datenbank der WHO, die an der University of Uppsala geführt wird.

Aufgenommen werden nur schwere Erkrankungen, für die wissenschaftliche Belege vorhanden sind. Über den der jeweiligen Erkrankung unterlegten Link kann man die Studien erreichen, auf die sich Vaccine Watch jeweils beruft. Mögliche neue Studie zu bislang nicht bekannten Nebenwirkung einer Covid-19-Impfung bzw. -Gentherapie würde Vaccine Watch zu dieser Liste der schweren Erkrankungen hinzufügen.

Aktuell umfasst die Liste die folgenden schweren Erkrankungen:

Guillain-Barré-Syndrom;

Hirnblutung;

Graves Disease;

Multiple Sklerose;

Haemorrhagischer Schlaganfall;

Autoimmune Hepatitis;

Aplastische Anaemie;

«Zuckerbrot und Peitsche tun immer noch zuverlässig ihre Wirkung!»

Die Bewegung kassierte am Sonntag eine deutliche Niederlage. Rund 63 Prozent der Stimmbürger stimmten dem Covid-19-Gesetz am Wochenende zu. Mehr noch als am 13. Juni 2021 (wir berichteten). Dies, obwohl die Gegner während der Abstimmungskampagne omnipräsent waren, währenddem die Befürworter sich sehr zurückhaltend zeigten. Für die Organisationen der Bürgerrechtsbewegung stellen sich nun mehrere Fragen: Wie konnte das passieren? Und wie geht es weiter?

«Jetzt geht es darum, die Lage nüchtern zu beurteilen», schreibt das Aktionsbündnis Urkantone in seiner Medienmitteilung am Montag nach der Abstimmung. Die Gründe für die Niederlage sieht das Bündnis zum einen in der «intensiven Propaganda» der Medien, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Bundesrats. Aber auch in den verschärften Massnahmen wie dem Zertifikat. «Bei einem kleineren Teil der Bevölkerung hat dies den Widerstand verstärkt, der grössere Teil hat sich aber angepasst und die Ideologie geschluckt», schreibt das Bündnis weiter.

Viele Bürger seien damit dem Glauben verfallen, dass sie mit dem Zertifikat wieder «Freiheit» erlangen würden. «Zuckerbrot und Peitsche tun immer noch zuverlässig ihre Wirkung!» Zur Kenntnis nehmen müsse die Bürgerrechtsbewegung aber auch, dass «Angstpropaganda und Gewalt durch Zwangsmassnahmen die Bedingungen für den Widerstand objektiv verschlechtert haben.»

Trotz der Niederlage nimmt das Aktionsbündnis aber auch Positives mit. «Die Kampagne hat uns enorm gestärkt, auch gestern nach der Abstimmung sind noch mehrere neue Mitgliedsbeitritte eingetroffen. Alle Gruppierungen verzeichneten während der gesamten Abstimmungskampagne einen massiven Zuwachs an Mitgliedern und Unterstützern», heisst es weiter in der Mitteilung.

Ebenso sieht sich das Bündnis darin gestärkt, dass die Regierung die Gegner nun nicht einfach mehr abqualifizieren könne. Die Exponenten der Bürgerrechtsbewegung seien inzwischen bekannt. Nun müsse die Regierung mit ihnen auf «Augenhöhe reden». Die Gruppe der Regierungsgegner sei inzwischen eine «starke Minderheit», welche der Bundesrat ernst nehmen müsse. Entsprechend könne er auch nicht wie in den umliegenden Ländern die Massnahmen beliebig verschärfen.

Das Bündnis ruft nun alle dazu auf, «nüchtern und realistisch zu bleiben». Es gelte, den Kampf gegen die «ungerechte und menschenverachtende Corona-Politik unvermindert fortzusetzen». «Es braucht uns, mehr denn je!», so das Bündnis.

Die «Freunde der Verfassung» betrachten die Abstimmungsniederlage vom Sonntag als Niederlage und Erfolg zugleich. Der Verein macht darauf aufmerksam, dass er es verpasst habe, die älteren Bevölkerungsgruppen abzuholen. «Insbesondere den älteren Wählerinnen und Wählern sitzt die Angst vor Corona in den Knochen und die zahlreichen Fehlinformationen des Bundesrats wurden in Summe nicht durchschaut», schreibt der Vorstand in seinem Newsletter vom Dienstag.

Er verweist darauf, dass ein starker Zusammenhang zwischen dem Stimmverhalten und der Impfquote bestehe. «Wer sich hat impfen lassen, hatte möglicherweise Mühe, gegen den Bundesrat ein ‹Nein› in die Urne zu legen.» Schliesslich habe man sich ja den Empfehlungen dieses Bundesrates angeschlossen. Dies sei vermutlich auch die Erklärung dafür, weshalb das Nein-Lager in den konservativen Kantonen im Vergleich zur Abstimmung vom 13. Juni stimmen verloren hat.

Erfreut zeigen sich die Verfassungsfreunde über die junge Generation. «Die jungen Menschen haben realisiert, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht», heisst es im Newsletter weiter. Schliesslich hätten die 18- bis 34-Jährigen mit 56% Nein gestimmt. «Die moderate Kritik am Corona-Regime in Teilen der Studentenschaft hat hier sicher geholfen.»

Bereits am Montag gab der Vorstand der «Freunde der Verfassung» bekannt, wofür der Verein künftig weiterkämpfe. «Wir wollen unsere verfassungsmässig garantierten Grundrechte wieder zurück. Wir wollen Evidenz für alle Massnahmen. Wir wollen nicht wie ein Kollektiv gesteuert werden, sondern wie erwachsene Menschen unser Leben eigenverantwortlich führen.»

Noch keine offizielle Mitteilung hat das Netzwerk Impfentscheid bisher veröffentlicht. Die Organisation ergriff im Mai 2021 das Referendum gegen die verschärften Änderungen des Covid-19-Gesetzes. Man warte noch ab wegen der Krisensitzung des Bundesrats, sagte Daniel Trappitsch am Dienstag gegenüber Corona-Transition. Angesprochen auf die Abstimmungsniederlage erklärt Trappitsch: «Das Resultat vom Sonntag hinterlässt bei mir einen schalen Nachgeschmack.»

Weshalb man gegenüber dem ersten Referendum gar noch drei Prozent an Stimmen verloren habe, sei für ihn nach wie vor ein Rätsel. «Das gilt es zu analysieren.» Dem Bundesrat hält er vor, die Bürger bei der Abstimmung massiv manipuliert und in die Irre geführt zu haben. «Die Behörden haben im Zuge der Abstimmungskampagne wiederholt nicht die Wahrheit gesagt.» So habe der Abstimmungszettel, der die Hilfsgeldzahlungen in den Vordergrund stellte, das Zertifikat nicht einmal erwähnt. «Das hat viele Bürger verunsichert», sagt Trappitsch.

Auch er ist begeistert über das Stimmverhalten der jungen Menschen, die das Gesetz mehrheitlich abgelehnt haben. «Leider haben die älteren Bevölkerungsgruppen damit die Zukunft für die jüngere Generation erschwert. Sie regieren gewissermassen über die Jungen.» Viele ältere Menschen unterlägen zudem dem Irrtum und glaubten, dass mit dem Ja vom Sonntag wieder eine gewisse Normalität einkehren würde. «Das ist natürlich nicht der Fall. Das Gegenteil wird passieren», so Trappitsch weiter.

Auf die Frage, wie es nun weitergehe, erklärt er: «Für den Moment können wir nur reagieren.» Zentral sei nun, das weitere Vorgehen der Regierung sehr genau zu beobachten und vorsichtig zu sein. Innerhalb der verschiedenen Organisationen der Bürgerrechtsbewegung gelte es nun die Zusammenarbeit noch stärker zu intensivieren. «Wir müssen jetzt alle wirklich gut zusammenarbeiten», sagt Trappitsch. Und weiter: «Keinen Platz dürfen dabei gewisse Spaltungstendenzen haben, welche der Bewegung als Ganzes zuletzt geschadet haben.»

Gar als einen «moralischen Sieg» (wir berichteten) interpretiert die Jugendbewegung MASS-VOLL! die Abstimmungsniederlage. «Trotz der Desinformationskampagne des Bundesrats und seiner Verbündeten in den staatlich gestützten und/oder kontrollierten Medien haben die Bürgerrechtler einen Achtungserfolg beim Stimmvolk erzielt», schrieben Nicolas A. Rimoldi und Viola Rossi am Sonntag.

Das Abstimmungsergebnis akzeptieren sie nicht. «Wir betrachten vor dem Hintergrund der massiven und in dieser Form in der jüngeren Geschichte der Schweiz beispiellosen Unregelmässigkeiten, das Ergebnis des Urnengangs als nicht legitim und für uns nicht bindend», so Rimoldi und Rossi. Auch sie verwiesen unter anderem auf den Inhalt des Abstimmungszettels, der die Bürger in die Irre geführt habe.

Ebenfalls machten sie auf die «Diffamierung der Bürgerrechtsbewegung» als «Impfgegner» aufmerksam sowie auf die «Behinderung von Plakataktionen und den teilweise willkürlichen Entzug von Genehmigungen für Demos». Sie fordern nun Bundesrat und Parlament auf, den Einsatz des «Covid-Zertifikats» im Inland per sofort zu stoppen. Und weiter: «Unser Ziel bleibt weiterhin die politische Erneuerung der Schweiz und eine Stärkung der unveräusserlichen Bürger- und Freiheitsrechte. Für dieses Ziel setzen wir uns kompromisslos ein.»

Mühlen des Systems erfassen nun die gesamte Bevölkerung

Als Jasminka vor ein paar Jahren selbst unverschuldet in die Mühlen des Systems geraten war, gründete sie den Verein KESV – eine Vereinigung, die seit der Einführung des Kindes- und Erwachsenenschutzgesetzes Betroffenen direkte Hilfe bietet.

Als «Corona» losging, war sie misstrauisch: «Die lügen doch!», war ihre spontane Reaktion. Die verordneten Schutzmassnahmen erinnerten sie stark an viele Einzelschicksale, die sie in den vergangenen Jahren betreut hatte. Nur zu gut kennt sie die Aussage: «Es ist nur zu ihrem Schutz.»

Seit «Corona» seien die willkürlichen «Schutzmassnahmen» auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet worden und treffen nicht mehr nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung, meint Jasminka. So war es ihr eine Selbstverständlichkeit, sich seit der ersten Stunde auch gegen die Corona-Massnahmen zu wehren. Sich für Menschen einzusetzen, die aufgrund staatlicher Massnahmen leiden, treibt sie voran: «Ich kann da nicht wegschauen.»

Immer mehr Menschen, die Opfer der staatlichen Willkür geworden sind, lassen sich diese nicht weiter gefallen. Die Gemeinschaft Gleichgesinnter formt sich immer weiter. «Es ist wichtig, andere Menschen aufzuklären, doch es ist das Miteinander, das uns Kraft gibt.» Aus diesem Grund hat für Jasminka die aktuelle Zeit durchaus ihre positiven Seiten. «Überall entsteht Neues. Das stimmt mich zuversichtlich.» Zu diesem Neuen gehört etwa das Projekt Freilernorte, eine Alternative zum Volksschulsystem. Jasminka ist eine der Gründerinnen.

Sich selbst betrachtet sie nicht als Ausgegrenzte. Im Gegenteil: «Viel lieber sitze ich mit Gleichgesinnten draussen beim Picknick auf einem Campingstuhl als maskiert in einem Restaurant», sagt sie treffend. «Wir sind alle kreativ und erfinderisch und ziehen daraus den grösseren Gewinn. Das macht uns stark.» Seit Einführung der Zertifikatspflicht werden immer mehr Leute mobilisiert, und die Gemeinschaft wächst, freut sich Jasminka. Der Leitgedanke, dass schlechte Erfahrungen zum Guten führen, begleitet sie seit jeher.

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«Wir haben einen Eid auf die Verfassung geleistet»

Die Polizistenvereinigung Wir für Euch ist keine radikale Gruppierung. Es sind auch keine abtrünnigen oder kurz vor der Pensionierung stehenden Beamten. Es sind schlicht und ergreifend Polizisten, die sich ihre eigenen Gedanken zu den Corona-Massnahmen machen und keine Staatsmarionetten sein wollen. «Wir wollen keine Bürger schikanieren, sondern Sicherheit vermitteln», betont P.*, Polizist und Mitglied der Vereinigung.

Innerhalb der Polizei stossen sie damit nicht nur auf Gegenliebe; sogar von Verrat ist die Rede. «Wir stellen unsere Kollegen nicht an die Wand», stellt P. klar. Es handle sich um einen Interessenkonflikt, der jedoch nichts mit persönlichen Befindlichkeiten zu tun habe. «Wir haben einen Eid auf die Verfassung geleistet.» Aktuell seien jedoch nicht alle Befehle gesetzeskonform.

Polizeiliches Verhalten müsse verhältnismässig und ethisch vertretbar sein. «Es ist unsere Pflicht, Vorgesetzte auf jegliche Art von Fehlverhalten hinzuweisen und Befehle nicht blindlings auszuführen.» Doch kritische Äusserungen zu den Corona-Massnahmen seien tabu: «Als Uniformierter darfst du dich nicht negativ dazu äussern.» Der «Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB» fordert sogar, Polizisten dieser Vereinigung fristlos zu entlassen. Damit wurde für P. eine rote Linie überschritten. «Unser Job ist gleichzeitig unsere Berufung. Wir wollen ihr auch weiterhin nachgehen.»

Dass viele seiner Berufskollegen dem offiziellen Narrativ hinterherlaufen, ohne sich selbst Gedanken darüber zu machen, stimmt P. nachdenklich. Anschaulich erklärt er die Situation anhand eines Autounfalls: «Wenn zwei Autofahrer an einem Unfall beteiligt sind, musst du dir beide Seiten anhören, mögliche Zeugen befragen und die Spuren sichern. Erst dann kannst du dir ein Gesamtbild machen.» Im Moment sei es allerdings so, als würde nur ein Beteiligter befragt und als würden daraus einseitige Schlüsse gezogen.

Aus diesem Grund sei es wichtig, dass Betroffene gegen diese willkürlichen Massnahmen beim zuständigen Polizeikommando Beschwerde erheben. Eine rechtliche Würdigung sei unabdingbar: «Gerichte müssen sich mit solchen Fällen befassen. Nur so können wir etwas bewirken.» Unter anderem stehen folgende Fragen im Raum: Welche Voraussetzung braucht es, um Kontrollen in Restaurants durchzuführen? Wer hat gesetzlich die Befugnis, Ausweise zu kontrollieren? Letzteres dürfe laut Gesetz nur die Polizei, hält P. fest. Derzeit werden Identitätspapiere sogar dem Servicepersonal vorgewiesen. Auch Quarantänen seien fragwürdig, meint P. und ergänzt: «Damit setzen wir jemanden in Hausarrest.»

Aufhören ist für P. trotz widriger Umstände keine Option. Er kämpft weiter und sagt: «Wenn nicht wir – wer dann?» Mit einem NEIN am 28. November wäre die Schweiz auch für Europa ein Vorbild gewesen.

*Name der Redaktion bekannt

Legenden um den Klimawandel

Seit Jahren treibt das Thema Klimawandel und globale Erwärmung die Menschen um. Unter wissenschaftlich fundierten Fakten tummeln sich oft auch Mythen, die sich einprägen, obwohl sie kein Fundament besitzen. Um mit den Mythen aufzuräumen, hat das Medienportal Globalresearch einen Artikel des bereits des verstorbenen Forschungsprofessors Robert M. Carter veröffentlicht.

Carter lehrte an der James Cook University in Queensland, Australien. In seinem Beitrag stellt er 10 Fakten zum Klimawandel 10 kursierende Mythen gegenüber:

Zunächst die 10 Fakten:

1. Das Klima hat sich immer verändert, und das wird es auch weiterhin. Die Annahme, dass die Erde vor der industriellen Revolution ein «stabiles Klima» hatte, ist schlichtweg falsch. Das einzig Vernünftige, was man gegen den Klimawandel tun kann, ist, sich auf ihn vorzubereiten.

2. Genaue Temperaturmessungen von Wetterballons und Satelliten seit den späten 1950er Jahren zeigen keine Erwärmung der Atmosphäre. Im Gegensatz dazu zeigen gemittelte bodengebundene Thermometer eine Erwärmung von etwa 0,40°C im gleichen Zeitraum. Viele Wissenschaftler glauben, dass die Thermometeraufzeichnungen durch den Wärmeinseleffekt in Städten und bei archäologischen Fundstücken verzerrt sind.

3. Seit 1990 wurde mehr als 50 Milliarden Dollar für die Suche nach solchen Anzeichen ausgegeben, doch bislang konnte kein eindeutiges Anzeichen für einen anthropogenen Einfluss im globalen Temperaturmuster festgestellt werden.

4. Ohne den Treibhauseffekt läge die durchschnittliche Oberflächentemperatur auf der Erde bei -18°C und nicht bei den ausgeglichenen +15°C, die die Entwicklung des Lebens begünstigt haben. Kohlendioxid ist ein unbedeutendes Treibhausgas, das für rund 26 Prozent (8°C) des gesamten Treibhauseffekts (33°C) verantwortlich ist. Davon wiederum sind höchstens 25 Prozent (etwa 20°C) auf menschenproduziertes Kohlendioxid zurückzuführen. Das bei weitem wichtigste atmosphärische Treibhausgas hingegen ist der Wasserdampf, der mindestens 70 Prozent des Effekts ausmacht.

5. Sowohl auf der jährlichen als auch auf der geologischen Zeitskala – die bis zu 100.000 Jahre umfasst – sind Änderungen der atmosphärischen Temperatur VOR den Änderungen des CO2. Kohlendioxid kann daher nicht der primäre Antrieb für den Temperaturanstieg sein (obwohl steigendes CO2 eine schwache positive Temperaturrückkopplung verursacht).

6. Der Zwischenstaatliche Ausschuss der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (IPCC; der sogenannte «Weltklimarat») hat als wichtigster Panikmacher für die Welterwärmungslobby fungiert, die zum Kyoto-Protokoll geführt hat. Fatalerweise ist der IPCC ein politisches und kein wissenschaftliches Gremium. Hendrik Tennekes, pensionierter Forschungsdirektor des Königlich-Niederländischen Meteorologischen Instituts, sagt, dass «der IPCC-Überprüfungsprozess voll verhängnisvoller Fehler» sei und dass der «IPCC vorsätzlich den Paradigmenwechsel ignoriert, der vom führenden Meteorologen des zwanzigsten Jahrhunderts, Edward Lorenz, geschaffen wurde».

7. Das Kyoto-Protokoll wird viele Billionen Dollar kosten und den Ländern, die es unterzeichnet haben, erhebliche Kosten aufbürden, aber keine nennenswerte Abkühlung bewirken (weniger als 0,020°C bis 2050, vorausgesetzt, dass alle Verpflichtungen eingehalten werden). Klimawandel, Panikszenarien, Tötung wissenschaftlicher Debatte; die dunkle Geschichte hinter der «globalen Erwärmung».

Die Russische Akademie der Wissenschaften stellt fest, dass «Kyoto» keine wissenschaftliche Grundlage hat; Andre Illarianov, leitender Berater des russischen Präsidenten Putin, nennt den Kyotoismus «eine der aggressivsten, aufdringlichsten und destruktivsten Ideologien seit dem Zusammenbruch des Kommunismus und des Faschismus». Wenn Kyoto ein «erster Schritt» war, dann ging er in die gleiche falsche Richtung wie der spätere «Bali-Fahrplan».

8. Der Klimawandel ist ein nichtlinearer chaotischer Prozess, von dem einige Teile nur schemenhaft oder gar nicht verstanden werden. Kein deterministisches Computermodell wird jemals in der Lage sein, eine genaue Vorhersage des Klimas 100 Jahre in die Zukunft zu machen.

9. Es überrascht daher nicht, dass sich die Experten für Computermodelle darin einig sind, dass kein derzeitiges oder in naher Zukunft zu erwartendes Klimamodell in der Lage ist, genaue Vorhersagen über regionale Klimaänderungen zu machen.

10. Die grösste Unwahrheit über die globale Erwärmung durch den Menschen ist die Behauptung, dass fast alle Wissenschaftler sie voraussetzten, und zwar in einem gefährlichen Masse. In Wirklichkeit ist fast jeder Aspekt der Klimawissenschaft Gegenstand heftiger Debatten. Darüber hinaus haben Tausende von qualifizierten Wissenschaftlern weltweit Erklärungen unterzeichnet, die (a) die Beweise für eine hypothetische, vom Menschen verursachte Erwärmung in Frage stellen und (b) einen rationalen wissenschaftlichen und keinen emotionalen Ansatz zu deren Untersuchung im Rahmen der bekannten natürlichen Klimaveränderungen unterstützen.

Carter stellt in seinem Beitrag die jeweiligen Fakten den verbreiteten Mythen gegenüber. Hier einige Beispiele:

Mythos 1 Die durchschnittliche globale Temperatur (Average Global Temperature: AGT) ist in den letzten Jahren gestiegen.

Faktum 1 Innerhalb der Fehlergrenzen hat sich die AGT seit 1995 nicht erhöht und ist seit 2002 zurückgegangen, trotz eines Anstiegs des atmosphärischen CO2 um 8 Prozent seit 1995.

Mythos 2 Während des späten 20. Jahrhunderts stieg die AGT gefährlich schnell an und erreichte ein noch nie dagewesenes Ausmass.

Faktum 2 Der Anstieg der AGT gegen Ende des 20. Jahrhunderts lag bei 1-2°C pro Jahrhundert, was durchaus innerhalb der natürlichen Raten des Klimawandels der letzten 10.000 Jahre liegt. In der jüngeren geologischen Vergangenheit war die AGT oft um mehrere Grad wärmer als heute.

Mythos 3 Die AGT war in der vorindustriellen Zeit relativ konstant, und ist seit etwa 1900 in die Höhe geschnellt. Sie wird in den nächsten 100 Jahren um mehrere Grad weiter ansteigen (die «Hockeyschläger»-Kurve von Mann, Bradley & Hughes und ihre Computer-Extrapolation).

Faktum 3 Die Kurve von Mann hat sich als statistische Erfindung entpuppt. Es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass sich das Klima in der Vergangenheit nicht verändert hat, dass die Veränderungen der AGT im 20. Jahrhundert ungewöhnlich waren oder dass eine gefährliche menschliche Erwärmung im Gange ist.

Weiterlesen auf Englisch.

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Robert Merlin Carter war ein englischer Forschungsprofessor an der James Cook University (Queensland) und der University of Adelaide (Südaustralien). Er war Paläontologe, Stratigraph, Meeresgeologe und Umweltwissenschaftler mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung.

Transition-TV in der Sendung «10 vor 10» des SRF genannt

In der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) vom 29. November 2021 sprach der Moderator Urs Gredig über das Abstimmungsergebnis vom Vortag. Dabei erwähnte er auch, dass die Gegner des Covid-Gesetzes eine offene Parallelgesellschaft planen würden.

Der Platz vor dem Bundesrat wurde in der Sendung eingeblendet. Dort hatte man einige Massnahmengegner interviewt. Als Gründe für ihre Haltung gaben sie an, dass sie vor allem die Spaltung der Gesellschaft und die Trennung der Menschen in Geimpfte und Ungeimpfte kritisierten. Die SRF-Reporterin sagte, dass Massnahmengegner eine eigene Gesellschaft, eine Art Parallelgesellschaft mit eigenen Schulen, eigenen Medien und einem eigenen Gesundheitssystem, aufbauen wollen.

Dabei wird auch das von Christoph Pfluger vor kurzem lancierte Internetfernsehen, Transition-TV, und das am Sonntag übertragene Abstimmungsstudio erwähnt (ab Minute 6’23). Aufgrund der verordneten Corona-Massnahmen sehe Pfluger keinen anderen Weg als eine neue Parallelgesellschaft zu schaffen.

«Wenn wir uns vorstellen, dass wir vom sozialen und wirtschaftlichen Leben zunehmend und weitgehend ausgeschlossen werden und uns anschauen, wie viele Menschen ihre Jobs verloren haben, sehen wir uns vor einer hochdramatischen Situation», sagte Pfluger. «Das kann man nicht einfach hinnehmen. Da muss man etwas machen.»

Laut Pfluger handle es sich um eine Art Selbsthilfe. Der Sozialwissenschaftler Marko Kovic meinte, dass mehr Medienvielfalt per se erfreulich sei. Kovic warnte jedoch davor, dass alternative Medien sich nicht nach den üblichen journalistischen Standards orientieren. Die Journalisten dieser Medien würden sich – so Kovic – nicht der Wahrheit verpflichtet fühlen. «Stattdessen hat man viel Aktivismus, sehr viele verschwörungstheoretische Inhalte und falsche Informationen.»

Wer nur noch diese Inhalte konsumiere, der bekomme einen Tunnelblick und laufe Gefahr, sich schnell zu radikalisieren, so Kovic. Darauf erwidert Pfluger, dass er auf eine 41-jährige journalistische Berufslaufbahn zurückblicke und sehr viel Wert auf eine hohe Qualität der Berichtersattung lege. Pfluger meinte, dass sich Transition-TV in der Aufbauphase befinde; es könne also durchaus vorkommen, dass anfangs einige Fehler unterlaufen. Doch achte er darauf, einen seriösen Journalismus zu liefern.

«Die Spitäler sind nicht wegen der Ungeimpften voll»

Früher kämpften linke Parteien für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Heute stehe jedoch oft Identitätspolitik im Vordergrund. Diese Ansicht teilt Die Linke-Politikerin Sarah Wagenknecht. Im NZZ-Standpunkte Gespräch mit Chefredaktor Eric Gujer sprach sie über das Versagen der etablierten linken Parteien.

Diese Parteien hätten zuletzt vermehrt durch Gendersternchen, Migration und Cancel-Culture auf sich aufmerksam gemacht. «Es werden Diskussionen geführt, die völlig an den Lebensnöten der Menschen vorbeigehen», sagt Sahra Wagenknecht. Wer aus einer Arbeiterfamilie komme, habe heute kaum noch Chancen auf einen sozialen Aufstieg.

Stattdessen würden diejenigen moralisch verachtet, die andere Probleme als das Klima hätten. Wagenknecht ist seit Jahrzehnten eine wichtige Stimme in der deutschen Politik mit. Die promovierte Ökonomin, Publizistin sowie Mitglied des Deutschen Bundestags eckt gerade auch in den eigenen Reihen an. Andere linke Politiker werfen ihr vor, sie übernehme wiederholt Argumente von Rechtspopulisten. Anders als viele ihrer Genossinnen und Genossen kritisiert sie auch die Impf-Politik der Bundesregierung scharf.

Es sei unangemessen, die Impfung zu einer moralischen Debatte aufzublasen, sagt Wagenknecht, die selbst nicht geimpft ist. Aus gutem Grund gebe es keine Impfpflicht. Doch wenn man dieses Wahlrecht in Anspruch nehme, werde man nun als «böser Mensch» hingestellt. «Dabei ist es doch so: Wer sich impfen lässt, schützt sich in erster Linie selbst», sagt Wagenknecht. Schliesslich gebe es noch immer keine Impfung, die tatsächlich verhindere, das Virus zu übertragen.

«Die Spitäler sind nicht wegen der Ungeimpften voll», so Wagenknecht. «Die Politik will bloss von ihrem Versagen ablenken.» Die Ursache für die Belastung der Krankenhäuser liege woanders: Seit Jahren herrsche ein Pflegenotstand. «Zuerst wurden Stellen abgebaut, dann die Löhne gedrückt und schliesslich die Intensivbetten massiv reduziert.»

Doch über diese Themen werde kaum gesprochen. Dafür würden nun die Ungeimpften zum Sündenbock gemacht. Das sei eine üble und vergiftete Debatte. «Es ist eine Schande, wenn nun behauptet wird, dass Menschen mit einem Herzinfarkt nicht mehr behandelt werden könnten, weil die Intensivbetten voll mit Covid-Patienten seien.» Probleme gäbe es nur, weil zu wenig Betten vorhanden seien. «Wenn wir kranke Menschen nicht mehr behandeln können, ist das ein Armutszeugnis», sagt die 52-Jährige.

Genauso kritisch sieht Wagenknecht, dass Corona-Tests selbst bezahlt werden müssen, wenn Ungeimpfte in ein Restaurant gehen oder eine Vorlesung der Universität besuchen wollen. «Das kostet viel Geld, gerade für junge Menschen», so Wagenknecht. Im schlimmsten Fall müssten manche Studenten sogar das Studium abbrechen, wenn sie keine Impfung wollten. «Das ist schlicht finanzielle Erpressung.»

Besorgt zeigt sich die Politikerin auch angesichts der derzeitigen gesellschaftlicen Entwicklungen. «Wir erleben eine unglaubliche Spaltung der Gesellschaft», sagt sie. Das liege längst nicht nur an Corona. Die Identitätspolitik der Linken würde ihren Teil dazu beitragen; ebenso die Unfähigkeit vieler Akademiker und Gutverdiener, die Probleme der Arbeiterklasse zu verstehen. Das betreffe oft die neue Generation der Sozialdemokraten, die meist in wohlhabenden Elternhäusern aufgewachsen sei.

«Ihnen geht es nicht um Löhne und Renten, denn für sie ist eine Grundversicherung immer da, wenn sie im Zweifelsfall die Eigentumswohnung der Eltern erben», sagt Wagenknecht.