Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Die von Bill Gates finanzierte CEPI stellt Moderna 50 Millionen Dollar für einen mRNA-Ebola-Impfstoff zur Verfügung

Von Jon Fleetwood

Nachdem die WHO – die ebenfalls von Gates finanziert wird – Ebola zu einem „gesundheitlichen Notfall von internationaler Tragweite“ erklärt und zur Entwicklung eines Impfstoffs aufgerufen hat, kommen Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten auf.

Die von Bill Gates finanzierte „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) wird „die Entwicklung von drei in der Erprobung befindlichen Impfstoffen gegen das Bundibugyo-Ebolavirus, das eine sich rasch ausbreitende Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und im benachbarten Uganda ausgelöst hat, dringend vorantreiben“, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung der Organisation.

Dieser Schritt erfolgt, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ebenfalls von Bill Gates finanziert wird, erst vor wenigen Wochen erklärte, dass Ebola derzeit einen „gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite (PHEIC)“ darstelle und dass es notwendig sei, „klinische Studien durchzuführen, um die Entwicklung und den Einsatz von potenziellen Therapeutika und Impfstoffen voranzutreiben, unterstützt durch Partner“.

Die CEPI ist nun der Ansicht, dass ein „dringender Bedarf an der Entwicklung von Instrumenten besteht, die dazu beitragen, den Ausbruch einzudämmen, und die laufenden Maßnahmen der betroffenen Länder im Bereich der öffentlichen Gesundheit ergänzen“.

Diese Vorgehensweise wirft offensichtliche Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten auf, da von Bill Gates finanzierte transnationale Gesundheitsorganisationen gleichzeitig die Reaktion auf den Ausbruch gestalten, den internationalen Notstand ausrufen und die Entwicklung und den Einsatz genau jener Impfstoffplattformen beschleunigen, die ihre verbundenen Netzwerke unterstützen und finanzieren.

Zu den drei Impfstoffkandidaten gehören die von der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI), Moderna und der Universität Oxford entwickelten Impfstoffe.

Die CEPI hat 50 Millionen US-Dollar für Moderna (mRNA-Plattform), 8,6 Millionen US-Dollar für die Universität Oxford (Adenovirus-Vektor-Plattform) und 3,2 Millionen US-Dollar für die IAVI (rVSV-Impfstoffplattform) bereitgestellt.

Die Pressemitteilung bestätigt, dass Modernas Ebola-Formulierung wie der COVID-19-Impfstoff auf mRNA basieren wird:

„CEPI hat bis zu 50 Millionen US-Dollar für präklinische Tests und klinische Phase-1-Studien zugesagt. CEPI wird die gleichzeitige Herstellung von Dosen unterstützen, damit groß angelegte Phase-2/3-Studien sofort beginnen können, sofern die Phase-1-Daten eine Fortsetzung rechtfertigen. Dieser Impfstoffkandidat nutzt dieselbe schnelle, flexible und skalierbare mRNA-Technologie, die während COVID-19 validiert wurde, und baut auf Modernas bestehender Forschung und Entwicklung zu verwandten Ebola-Viren auf. Die Zusammenarbeit nutzt die bestehende strategische Partnerschaft von CEPI mit Moderna.“

Dasselbe von Gates finanzierte globale Gesundheitsnetzwerk, das die internationale Ebola-Kommunikation, Notstandserklärungen und die Reaktion der Regierungen auf den Ausbruch prägt, finanziert und beschleunigt auch die Impfstoffe, die als Lösung für die Krise präsentiert werden.

Diese Konstellation wirft offensichtliche Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten auf, da die Organisationen, die die öffentliche Angst, die Politik und die Notfallinfrastruktur beeinflussen, finanziell und operativ mit genau den pharmazeutischen Plattformen verbunden sind, die als Reaktion darauf vorangetrieben werden.

Vergessen Sie Kameras: Neue KI identifiziert Menschen allein über WLAN-Signale

Der Bericht von Futurism über WLAN-Router, die Menschen allein anhand ihrer Körperbewegungen und der Verzerrung von Funkwellen identifizieren können, wirkt wie ein weiterer Blick in eine dystopische Zukunft. Doch tatsächlich beschreibt er etwas viel Größeres: den schrittweisen Aufbau einer unsichtbaren Überwachungsinfrastruktur, die längst nicht mehr auf Kameras, Smartphones oder Gesichtserkennung angewiesen ist. Die neue Forschung des Karlsruher Instituts für Technologie zeigt, dass gewöhnliche Router mit Hilfe künstlicher Intelligenz Menschen mit einer Genauigkeit von bis zu 99,5 Prozent erkennen können – selbst dann, wenn sie kein Gerät bei sich tragen und sich nie mit dem WLAN verbunden haben.

Damit verschiebt sich die Grenze dessen, was bisher als Überwachung galt.

Jahrzehntelang bestand digitale Kontrolle vor allem aus Kameras, Tracking-Cookies, Standortdaten und Smartphones. Menschen wussten zumindest theoretisch, dass sie beobachtet werden könnten. Nun entsteht eine Technologie, die vollkommen im Hintergrund arbeitet. Die Funkwellen eines gewöhnlichen Routers werden zu einer Art unsichtbarem Radar, das Körperformen, Bewegungsmuster und individuelle Signaturen analysiert. Der Raum selbst wird zum Sensor. (ScienceDaily)

Besonders alarmierend ist dabei, dass die Technik keine Spezialhardware benötigt. Die Forscher verwendeten handelsübliche WLAN-Router, wie sie millionenfach in Wohnungen, Büros, Hotels, Cafés und öffentlichen Einrichtungen stehen. Die Daten, die für diese Analyse genutzt werden, werden unverschlüsselt übertragen und können von Geräten in der Nähe abgefangen werden. Das bedeutet: Die Infrastruktur existiert bereits. Sie muss nicht erst aufgebaut werden. (Tom’s Hardware)

Die eigentliche Brisanz liegt jedoch in der Kombination mit anderen Entwicklungen.

Während Regierungen weltweit digitale Identitäten, Altersverifikationen und biometrische Systeme vorantreiben, entsteht parallel eine technische Umgebung, die Menschen zunehmend auch ohne aktive Zustimmung erfassen kann. Erst vor wenigen Tagen sorgten Berichte für Aufsehen, wonach Betriebssysteme künftig selbst das Alter ihrer Nutzer prüfen und diese Information an Webseiten weitergeben könnten. Nun zeigt sich, dass sogar gewöhnliche Router beginnen könnten, Personen anhand ihrer physischen Präsenz zu erkennen. Die Richtung ist eindeutig: Immer mehr Technologien werden darauf ausgelegt, Identität, Verhalten und Bewegungen automatisch zu erfassen.

Die Forschung macht zudem deutlich, dass WLAN-Sensorik längst kein Nischenprojekt mehr ist. Der neue Standard IEEE 802.11bf soll „WiFi Sensing“ offiziell etablieren. Dahinter steckt die Idee, Funknetze nicht mehr nur für Kommunikation zu nutzen, sondern auch zur Überwachung und Analyse ihrer Umgebung. Anwesenheitserkennung, Bewegungsanalyse, Aktivitätserkennung und Raumüberwachung werden damit zu regulären Funktionen zukünftiger Netzwerke.

Offiziell werden solche Systeme mit Komfort, Sicherheit und Effizienz begründet. Sie sollen Smart Homes intelligenter machen, ältere Menschen überwachen, Gebäude automatisieren oder Menschenmengen analysieren.

Doch dieselbe Infrastruktur kann auch für völlig andere Zwecke genutzt werden.

Wenn ein Router erkennen kann, wer sich in einem Raum befindet, wann eine Person nach Hause kommt, wie viele Menschen sich in einer Wohnung aufhalten oder ob jemand bestimmte Räume betritt, entsteht eine Form der Überwachung, die deutlich tiefer reicht als klassische Kameras. Denn Funkwellen benötigen kein sichtbares Objektiv. Sie arbeiten durch Wände, im Dunkeln und ohne jede offensichtliche Präsenz.

Die Forscher selbst warnen deshalb ausdrücklich vor den Folgen. Sie sprechen von erheblichen Risiken für Privatsphäre und Grundrechte und fordern Schutzmaßnahmen, bevor WLAN-Sensorik flächendeckend eingeführt wird. Doch die Geschichte digitaler Technologien zeigt ein bekanntes Muster: Sobald eine technische Möglichkeit existiert, wächst früher oder später der Druck, sie auch einzusetzen.

Genau deshalb sehen viele Kritiker in dieser Entwicklung weit mehr als ein technisches Forschungsprojekt.

Sie sehen den Beginn einer Welt, in der jede Wohnung, jedes Büro, jedes Hotel und jedes öffentliche Gebäude potenziell zu einem unsichtbaren Erfassungssystem wird.

2050: Mikrochips für bestimmte Bevölkerungsgruppen – Regierungsdokumente enthüllen brisante Pläne

Was lange als Stoff für dystopische Science-Fiction-Romane galt, wird inzwischen in offiziellen Regierungskreisen diskutiert. Dokumente aus dem britischen Justizministerium, über die das Gefangenenmagazin Inside Time berichtet, zeigen, dass hochrangige Beamte und Technologievertreter Szenarien erörtert haben, bei denen Strafentlassene künftig mit unter der Haut implantierten Mikrochips überwacht werden könnten.

Noch handelt es sich offiziell um Zukunftsvisionen für das Jahr 2050. Doch allein die Tatsache, dass solche Konzepte inzwischen Gegenstand staatlicher Planungen sind, markiert eine bemerkenswerte Verschiebung der politischen und gesellschaftlichen Debatte.

Von der Fußfessel zum Implantat

Elektronische Fußfesseln gelten heute bereits als etablierte Überwachungsinstrumente. Doch die in den Dokumenten beschriebenen Ideen gehen deutlich weiter.

Demnach wurde die Möglichkeit sogenannter „subkutaner Überwachungssysteme“ diskutiert – also implantierter Chips, die sich direkt im Körper befinden und Verhaltens- sowie Standortdaten erfassen könnten. Begleitet werden diese Überlegungen von weiteren technologischen Konzepten wie KI-gestützten Risikobewertungen, automatisierten Gefängnissen und umfassender digitaler Verhaltensüberwachung.

Kritiker sehen darin eine Entwicklung, die eine neue Grenze überschreiten würde: Nicht mehr nur die Überwachung von Menschen, sondern die technische Integration staatlicher Kontrollsysteme in den menschlichen Körper selbst.

Was heute für Straftäter diskutiert wird, könnte morgen ausgeweitet werden

Befürworter argumentieren regelmäßig, solche Technologien würden lediglich auf besonders gefährliche Straftäter beschränkt bleiben.

Doch die Geschichte staatlicher Überwachung zeigt häufig einen anderen Verlauf.

Maßnahmen, die zunächst als Ausnahme für eine kleine Gruppe eingeführt werden, werden später oftmals ausgeweitet. Terrorgesetze wurden zu allgemeinen Sicherheitsgesetzen. Digitale Überwachungssysteme, die ursprünglich für Schwerkriminelle gedacht waren, fanden später Anwendung auf immer breitere Bevölkerungsgruppen.

Genau deshalb sorgen die Dokumente für Unruhe.

Denn erstmals taucht die Vorstellung eines körperinternen Überwachungssystems nicht mehr ausschließlich in futuristischen Debatten auf, sondern in Papieren eines westlichen Justizministeriums.

Eine neue Stufe der digitalen Kontrolle

Bürgerrechtsorganisationen warnen seit Jahren vor der Verschmelzung von künstlicher Intelligenz, biometrischer Identifikation und permanenter Datenerfassung.

Ein implantierter Chip würde diese Entwicklung auf eine neue Ebene heben.

Die Diskussion kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Unternehmen wie Palantir immer stärker in staatliche Sicherheits-, Gesundheits- und Verwaltungsstrukturen eingebunden werden. Der US-Datenkonzern gilt als Vorreiter bei der Verknüpfung riesiger Datenmengen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz zur Verhaltensanalyse und Risikobewertung. Befürworter sehen darin eine technologische Revolution für Behörden und Sicherheitsorgane. Kritiker warnen hingegen, dass dieselben Systeme die Grundlage für eine bislang beispiellose Form der Überwachung schaffen könnten. Die Kombination aus KI, biometrischer Identifikation, Echtzeit-Datenauswertung und künftig möglicherweise sogar implantierbaren Technologien wirft die Frage auf, wohin die Entwicklung langfristig führen soll.

Die Frage wäre nicht mehr, ob der Staat Menschen überwacht, sondern ob der menschliche Körper selbst zu einer Plattform für digitale Kontrolle wird.

Wer entscheidet, welche Daten erfasst werden? Wer hat Zugriff auf diese Daten? Wie lassen sich Missbrauch, Hackerangriffe oder politische Zweckentfremdung verhindern?

Und vor allem: Wo endet eine solche Entwicklung?

Was gestern noch Verschwörungstheorie war

Besonders brisant ist die politische Symbolik der Debatte.

Über Jahre hinweg wurden Warnungen vor implantierbaren Überwachungstechnologien oft als unrealistisch oder verschwörungstheoretisch abgetan. Nun stammen die Diskussionen nicht von Internetforen oder Science-Fiction-Autoren, sondern aus Regierungsworkshops eines westlichen Staates.

Zwar hat das britische Justizministerium bislang keine Einführung beschlossen. Doch die Dokumente zeigen, dass die Idee längst den Weg aus den Denkfabriken und Zukunftslaboren in die politische Planung gefunden hat.

Die eigentliche Nachricht

Die eigentliche Schlagzeile lautet daher nicht, dass Großbritannien morgen Mikrochips implantieren wird.

Die eigentliche Nachricht lautet, dass im Jahr 2026 in Regierungsrunden eines demokratischen Landes offen darüber diskutiert wird, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen bis 2050 mit implantierter Technologie überwacht werden könnten.

Was heute als Zukunftsmodell für Strafentlassene präsentiert wird, wirft eine grundlegende Frage auf:

Wenn der Staat eines Tages die technische Möglichkeit besitzt, Menschen dauerhaft über Implantate zu überwachen – wird er dann dauerhaft darauf verzichten?

Kenia sagt Nein zu Microsoft: Warum ein afrikanisches Land auf eine Milliarde Dollar verzichtet

In einer Welt, in der Regierungen um die Investitionen von Technologiekonzernen konkurrieren, wirkt die Nachricht fast surreal: Kenia hat ein geplantes Rechenzentrumsprojekt von Microsoft im Wert von rund einer Milliarde Dollar vorerst gestoppt.

Der Grund war nicht Politik, Bürokratie oder fehlendes Interesse.

Es fehlte schlicht der Strom.

Was zunächst wie ein lokales Infrastrukturproblem erscheint, offenbart bei genauerem Hinsehen eine viel größere Geschichte über die Schattenseiten des globalen KI-Booms.

Der digitale Goldrausch stößt an physische Grenzen

Seit dem Aufstieg von künstlicher Intelligenz liefern sich Microsoft, Google, Amazon und andere Technologieriesen einen Wettlauf um immer größere Rechenzentren.

Diese Anlagen bilden das Rückgrat moderner KI-Systeme. Ohne sie gäbe es keine Chatbots, keine KI-Bildgeneratoren und keine gigantischen Sprachmodelle.

Doch die schöne digitale Zukunft hat einen gewaltigen Haken:

Sie verschlingt enorme Mengen an Energie.

Der Strombedarf moderner KI-Rechenzentren steigt weltweit explosionsartig an. Manche Anlagen verbrauchen inzwischen so viel Energie wie ganze Städte.

Genau daran scheiterte nun das Microsoft-Projekt in Kenia.

Eine Milliarde Dollar – und trotzdem kein grünes Licht

Für viele Entwicklungsländer wäre eine Investition dieser Größenordnung ein politischer Triumph.

Arbeitsplätze, Infrastruktur und internationale Aufmerksamkeit wären die unmittelbaren Folgen.

Doch die kenianischen Behörden standen vor einem Dilemma.

Soll ein erheblicher Teil der verfügbaren Stromkapazitäten einem ausländischen Technologiekonzern zur Verfügung gestellt werden, während gleichzeitig Millionen Bürger und Unternehmen mit Energieproblemen kämpfen?

Die Antwort fiel offenbar negativ aus.

Damit sendet Kenia eine bemerkenswerte Botschaft an die globale Technologiebranche:

Nicht jede Investition ist automatisch ein Gewinn.

Die verborgenen Kosten der KI-Revolution

Die Debatte berührt ein Thema, über das erstaunlich selten gesprochen wird.

Während die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz diskutiert, wird kaum thematisiert, welche Ressourcen dafür tatsächlich benötigt werden.

Jeder neue KI-Dienst benötigt Rechenleistung. Rechenleistung benötigt Rechenzentren. Rechenzentren benötigen Strom. Und dieser Strom muss irgendwo erzeugt werden.

Die Folge ist ein wachsender Wettbewerb um Energie, Wasser und Infrastruktur.

Während Tech-Konzerne von der nächsten digitalen Revolution sprechen, müssen viele Länder entscheiden, ob ihre begrenzten Ressourcen künftig den Bedürfnissen multinationaler Konzerne oder der eigenen Bevölkerung dienen sollen.

Afrika beginnt eigene Prioritäten zu setzen

Besonders interessant ist die politische Signalwirkung.

Lange Zeit galt Afrika als Markt, in dem internationale Konzerne weitgehend die Bedingungen bestimmten.

Doch das Kräfteverhältnis verändert sich.

Immer mehr Staaten stellen die Frage, welchen konkreten Nutzen milliardenschwere Projekte tatsächlich für die eigene Bevölkerung bringen. Wenn ein Rechenzentrum enorme Strommengen benötigt, aber vergleichsweise wenige Arbeitsplätze schafft, fällt die Kosten-Nutzen-Rechnung plötzlich deutlich weniger eindeutig aus.

Kenia scheint genau diese Rechnung vorgenommen zu haben.

Die KI-Wirtschaft braucht mehr als nur Geld

Der Fall zeigt noch etwas anderes:

Die größte Herausforderung für die KI-Industrie könnte künftig nicht Kapital oder Technologie sein.

Es könnte Energie sein. Doch selbst Milliarden schaffen keinen Strom, wenn das Netz an seine Grenzen stößt.

Die digitale Zukunft wird deshalb nicht nur von Softwareingenieuren entschieden, sondern zunehmend von Kraftwerken, Stromnetzen und Energiepolitik.

Ein Warnsignal für die Tech-Giganten

Für Microsoft ist die Entscheidung ein Rückschlag. Für die gesamte Branche ist sie ein Warnsignal.

Der globale KI-Boom basiert auf der Annahme, dass immer mehr Rechenleistung verfügbar sein wird.

Doch genau diese Annahme wird zunehmend infrage gestellt.

Kenia hat damit möglicherweise als eines der ersten Länder eine Entwicklung sichtbar gemacht, die in den kommenden Jahren weltweit an Bedeutung gewinnen könnte:

Die Zukunft der künstlichen Intelligenz hängt nicht nur von Algorithmen ab.

Sie hängt davon ab, wer den Strom hat, um sie zu betreiben.

Iran feuert Raketen und Drohnen auf Luftwaffenstützpunkte am Persischen Golf, nachdem die USA einen nächtlichen Angriff auf die Insel Qeshm geflogen haben und weitere Updates

Iran feuert Raketen und Drohnen auf Luftwaffenstützpunkte am Persischen Golf, nachdem die USA einen nächtlichen Angriff auf die Insel Qeshm geflogen haben und weitere Updates

Von Tyler Durden

Zusammenfassung:

  • Zwei Stützpunkte in Kuwait werden erneut mit Raketen angegriffen, berichten Fars und Reuters. Die staatlichen iranischen Medien sprechen von einer Vergeltungsmaßnahme für den nächtlichen US-Angriff auf die Insel Qeshm.
  • Auch aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain werden Explosionen und Luftangriffssirenen gemeldet. Es scheint, als würde der Krieg erneut ausbrechen.
  • Trump beharrt darauf, dass Berichte, wonach der Iran und die USA seit Tagen nicht mehr miteinander sprechen, „Fake News“ seien; Rubio erklärt dem Kongress ebenfalls, dass die Gespräche trotz neuer iranischer Dementis weiterlaufen, und behauptet sogar, dass die Atomfrage Teil davon sei.
  • Washington sieht in dem teilweisen Waffenstillstand im Libanon eine ausreichende Gelegenheit, um umfassendere Gespräche voranzutreiben, wobei Trump erklärt, er erwarte „im Laufe der nächsten Woche“ ein umfassenderes Abkommen mit dem Iran.
  • Fars dementiert dies jedoch am Dienstag: „Der Austausch von Botschaften zwischen dem Iran und den USA ist seit mindestens einigen Tagen unterbrochen“, so die Meldung zu dem MOU.

***

Kehrt der Krieg zurück? Weitere Raketenangriffe auf Kuwait, Sirenen und Explosionen in Saudi-Arabien und den VAE

In den Nachtstunden (Ortszeit) meldet Kuwait Raketen- und Drohnenangriffe, wobei Fars berichtet, dass zwei amerikanische Stützpunkte ins Visier genommen wurden. Auch aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain werden Explosionen und Luftangriffssirenen gemeldet. Es scheint, als würde der Krieg erneut ausbrechen.

Laut einem aktuellen Bericht von Reuters:

Die kuwaitische Armee teilt mit, dass die Luftabwehr feindliche Raketen- und Drohnenangriffe abfängt, und fordert die Bevölkerung auf, die Sicherheitsanweisungen der zuständigen Behörden zu befolgen.

Alle zu hörenden Explosionsgeräusche seien das Ergebnis dieser Abwehrmaßnahmen, fügt die Armee hinzu.

Tasnim: „Explosionen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem in Kuwait gemeldet“, nachdem drei Raketen abgefeuert wurden. Und das Neueste von CNN:

Kuwait gibt an, feindliche Raketen- und Drohnenangriffe abzufangen. Zwar hat das Land noch nicht identifiziert, wer seiner Meinung nach hinter dem Angriff steckt, doch die Nachricht kommt kurz nachdem iranische Medien von „explosionsähnlichen Geräuschen“ in der Nähe der iranischen Insel Qeshm berichteten. Unterdessen teilte das US-Militär mit, es habe einen auf einen iranischen Hafen zusteuernden Öltanker durch den Abschuss einer Hellfire-Rakete „außer Gefecht gesetzt“.

Unbestätigtes neues Videomaterial:

Dashcam footage shows the potential interception of an Iranian ballistic missile or the self-detonation of Patriot surface-to-air missile interceptor earlier over Kuwait, during tonight’s attack by Iran. pic.twitter.com/V184MEncnF

— OSINTdefender (@sentdefender) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: Dashcam-Aufnahmen zeigen die mögliche Abfangung einer iranischen ballistischen Rakete oder die Selbstzerstörung einer Patriot-Luftabwehrrakete über Kuwait, während des heutigen Angriffs durch den Iran.

Auch in Bahrain wurden aus unbekannten Gründen Sirenen ausgelöst. Neue Erklärung der IRGC:

IRGC statement:

– The US attacked Qeshm Island
– In response, Iran has carried out “precise and intensive missile strikes” on US bases in Kuwait
– Further US aggression will be met with a “seismic, crushing, and decisive response” pic.twitter.com/GBaDd9Bthy

— Faytuks News (@Faytuks) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: IRGC-Erklärung: Weitere US-Aggressionen werden mit einer „seismischen, vernichtenden und entscheidenden Reaktion“ beantwortet Die USA haben die Insel Qeschm angegriffen Als Reaktion hat der Iran „präzise und intensive Raketenangriffe“ auf US-Stützpunkte in Kuwait durchgeführt

US-Militär beschießt nicht kooperierendes Schiff

In einer neuen Aktion hat CENTCOM bekannt gegeben, dass es ein weiteres Schiff beschossen hat, das sich nicht an die US-Blockade gehalten hat:

  • CENTCOM GIBT AN, EIN NICHT KOOPERIERENDES SCHIFF IM PERSISCHEN GOLF AUSSER BETRIEB GESETZT ZU HABEN
  • CENTCOM: SCHIFF MIT HELLFIRE-RAKETE AUF DEN MASCHINENRAUM AUSSER BETRIEB GESETZT

Trump: Es sei „Fake News“, dass der Iran und die USA seit Tagen nicht mehr miteinander sprechen

Präsident Trump hat in einem neuen Beitrag auf Truth Social erneut betont, dass Washington und Teheran wieder miteinander sprechen. „Die Gespräche zwischen uns laufen kontinuierlich weiter … wohin sie führen, weiß man nie, aber wie ich dem Iran gesagt habe: ‚Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal macht.‘“

Den ganzen Vormittag über beantwortete Außenminister Marco Rubio im Kapitol Fragen. Auch er betonte, dass die Gespräche trotz einer iranischen Zurückweisung am Dienstag weiterlaufen. Er behauptete, das Regime sei „zerstreitet“, weshalb der Austausch von Botschaften äußerst schleppend vorangehe. „Das iranische Volk würde schon morgen einen Deal abschließen, wenn es nach ihm ginge“, sagte Rubio. „Der Oberste Führer und die IRGC sind etwas unempfindlicher gegenüber Druck.“

Er räumte auch allgemein ein, dass der Iran die Straße von Hormus effektiv gesperrt habe, und erklärte, dies rechtfertige wiederum die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Es gab auch diesen interessanten Wortwechsel, als er Trumps Aussage wiederholte, der Krieg sei zu diesem Zeitpunkt eigentlich „vorbei“…

— You keep telling us how we’re winning this war — Senator

— Well, the war IS OVER now — Rubio

— The war IS NOT OVER. We still find ourselves spending billions of dollars a week on war — Senator pic.twitter.com/WuofatTvoQ

— RT (@RT_com) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: — Sie sagen uns ständig, wie wir diesen Krieg gewinnen — Senator

— Nun, der Krieg IST JETZT VORBEI — Rubio

— Der Krieg IST NICHT VORBEI. Wir geben immer noch Milliarden von Dollar pro Woche für den Krieg aus — Senator

Falken wie Ted Cruz wollen wissen, ob noch andere Taktiken zum Regimewechsel im Gange sind…

Marco Rubio:

I’m not aware of any program to arm civilians in Iran to overthrow their government.

I mean, there may be other countries doing it, or other groups doing it, but certainly not the U.S. government. pic.twitter.com/tYVeSbWVqE

— Clash Report (@clashreport) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: Marco Rubio: Ich habe von keinem Programm Kenntnis, das Zivilisten im Iran bewaffnet, um ihre Regierung zu stürzen. Ich meine, es könnten andere Länder das tun oder andere Gruppen, aber sicherlich nicht die US-Regierung.

Ein mögliches neues Atomabkommen mit dem Iran war ebenfalls ein zentrales Thema bei der Anhörung vor dem Kongress am Dienstag:

Marco Rubio:

Iran would be like North Korea, but worse, if they got nuclear weapons.

They would destroy the State of Israel, and you wouldn’t be able to do anything about it because they have a nuclear weapon. pic.twitter.com/5TDGPNBY1W

— Clash Report (@clashreport) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: Marco Rubio: Der Iran wäre wie Nordkorea, nur schlimmer, wenn sie Nuklearwaffen bekämen. Sie würden den Staat Israel zerstören, und du könntest nichts dagegen tun, weil sie eine Nuklearwaffe besitzen.

Das wäre zwar eine große Sache, wenn es wahr wäre, aber es gibt immer noch zu viel Rauch und Lärm:

Außenminister Marco Rubio erklärte am Dienstag, der Iran habe sich bereit erklärt, bisher tabuisierte Aspekte seines Atomprogramms zu erörtern, was Hoffnungen weckt, dass die laufenden Verhandlungen den Weg für die Wiederöffnung der Straße von Hormus und einen umfassenderen diplomatischen Durchbruch ebnen könnten.

Bei einer Anhörung des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten zum Haushaltsantrag des Außenministeriums sagte Rubio: „Wir befinden uns in Gesprächen … Es besteht die Aussicht, die sich uns bietet – es könnte heute geschehen, es könnte morgen geschehen,es könnte nächste Woche geschehen –, dass sie zum ersten Mal, zumindest soweit ich mich erinnern kann, zugestimmt haben, über Aspekte ihres Atomprogramms zu verhandeln.“

Er sagte, die USA hofften, dass solche Verhandlungen zu einem umfassenderen Einvernehmen führen könnten, das die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße beinhalten würde.

„Wir sind zuversichtlich, dass so etwas geschehen könnte, dass die Meerenge wieder geöffnet würde und wir in eine Phase von Verhandlungen über ganz konkrete Themen eintreten würden – klar abgegrenzte Verhandlungen –, in der Hoffnung, ein Ergebnis zu erzielen, das für uns akzeptabel ist und das auch für sie umsetzbar wäre“, sagte er.

Das oben Gesagte wurde mit ein paar zu vielen Vorbehalten geäußert… „was heute passieren könnte, morgen passieren könnte, nächste Woche passieren könnte...“

Rubio im Kreuzfeuer wegen des Iran-Kriegs:

.@SecRubio shuts down @SenBooker: “No one’s ‘begging’ for anything here. The Iranians might be begging — because their economy is losing hundreds of millions of dollars a day.”

“I don’t know where you’re getting this perception that Iran is stronger. Iran has no navy left.… pic.twitter.com/XHVerZeo8D

— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: .@SecRubio weist @SenBooker zurück: „Hier bettelt niemand um irgendetwas. Die Iraner könnten betteln – weil ihre Wirtschaft täglich Hunderte von Millionen Dollar verliert.“ „Ich weiß nicht, woher Sie diese Wahrnehmung haben, dass der Iran stärker ist. Der Iran hat keine Marine mehr. Sie haben einen erheblichen Prozentsatz ihrer Verteidigungsindustrie verloren … und ihre Wirtschaft ist heute bei weitem schlimmer – und ich meine bei weitem schlimmer heute – als vor 6-9 Monaten.“

Iran bestreitet Fortschritte, Gesprächspause weiterhin in Kraft

Die staatlichen Medien haben verspätet auf Trumps Behauptung vom Montag reagiert, wonach die Gespräche zwischen den USA und dem Iran wieder aufgenommen worden seien. Trump erklärte am Dienstag sogar, er rechne damit, dass „im Laufe der nächsten Woche“ eine Vereinbarung über einen verlängerten Waffenstillstand zustande komme – zusammen mit der Wiederöffnung der Straße von Hormus.

„Eine informierte Quelle sagt, dass der Austausch von Nachrichten zwischen dem Iran und den USA seit mindestens einigen Tagen unterbrochen ist, was das sogenannte vorläufige Memorandum of Understanding zwischen Teheran und Washington betrifft“, berichtet Fars. Damit sagt der Iran im Grunde genommen „nicht so schnell“ – da er versucht, „die Karten in der Hand zu behalten“ und sich einen gewissen Einfluss zu sichern. Trump hat keine Bereitschaft signalisiert, die Bombardierung der Islamischen Republik wieder aufzunehmen, doch seine Geduld scheint in den letzten Tagen zu schwinden, da das Weiße Haus nach dem Beginn eines selbst gewählten Krieges vor 95 Tagen in die Enge getrieben ist und nur noch zwischen mehreren „schlechten Optionen“ wählen kann.

Ölpreis steigt aufgrund der negativen Nachrichten aus Teheran und zieht weiter an:

Und weitere Bestätigungen aus den Nachrichtenagenturen:

Eine iranische Quelle berichtet, dass es derzeit keinen Austausch mit den USA gibt, was Behauptungen über laufende Fortschritte widerspricht. Die Quelle berichtet, dass die Gespräche über eine vorläufige Einigung seit mehreren Tagen ins Stocken geraten sind. Sie merkte zudem an, dass die letzte Kommunikation des Iran mit Washington den Libanon betraf und internationale Aufmerksamkeit erregte, obwohl Präsident Trump erklärte, die Verhandlungen schritten zügig voran.

Neuestes von der Libanon-Front:

„Amerikanische Quellen für AI Hadath: Vorschlag für einen 60-Tage-Plan, in dessen Rahmen sich Israel schrittweise aus dem Südlibanon zurückzieht“, berichtet AI Hadath.

  • „Die Verhandlungen sehen den Einsatz der libanesischen Armee und der UNIFIL im Südlibanon nach dem Rückzug Israels vor.“
  • „Der Libanon strebt eine politische Lösung der Frage der Hisbollah-Waffen an, jedoch erst nach dem vollständigen Rückzug Israels.“

Kämpfe im Libanon dauern trotz nomineller Waffenruhe an

Verschiedene regionale und internationale Berichte dokumentieren anhaltende schwere Kämpfe im Libanon, obwohl Präsident Trump am Vortag erklärt hatte, dass die Schießereien eingestellt würden und die Hisbollah und Israel eine begrenzte Waffenruhe aushandelten. Trump hatte über beide Seiten gesagt, dass „sie sich darauf geeinigt haben, alle Schießereien einzustellen“ – nachdem der Iran angekündigt hatte, die Friedensgespräche mit den USA wegen der israelischen Militäraktion im Libanon ausgesetzt zu haben.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigte zwar, dass er sich an die Vereinbarung halten werde, und Berichten zufolge wurden geplante neue Luftangriffe auf Beirut abgesagt, doch er warnte auch, dass die Angriffe auf die Hauptstadt stattfinden würden, „wenn die Hisbollah nicht aufhört, unsere Städte und Zivilisten anzugreifen“ – und dass die Streitkräfte im Süden ihre Operationen fortsetzen würden.

Die BBC hat kürzlich berichtet, dass „der Waffenstillstand zwar weitgehend zu halten scheint, es in der Nacht jedoch erneut zu Gewalttaten gekommen ist.“ In demselben Bericht heißt es weiter:

Die Hisbollah teilte mit, ihre Kämpfer hätten israelische Panzer in den südlibanesischen Orten Haddatha und Bayada mit Raketen und Granaten beschossen. Das israelische Militär gab an, in den frühen Morgenstunden des Dienstags zwei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen zu haben. Es wurden keine Verletzten gemeldet.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von israelischen Angriffen auf mehrere Gebiete im Süden und teilte mit, dass eine „sehr heftige“ Explosion infolge einer groß angelegten Sprengung die Stadt Debbine erschüttert habe.

Am Dienstag kam es zu weiteren Angriffen auf den Südlibanon sowie zu Drohnenangriffen der Hisbollah auf israelische Truppenstellungen, bei denen einige Personen verletzt wurden. Nach den neuesten Meldungen von Al Jazeera:

Israelische Streitkräfte haben mehrere Luftangriffe auf die Stadt Nabatieh geflogen, eine der größten Städte im Südlibanon, wie unsere Kollegen vor Ort berichten. Die Stadt, ein strategischer Knotenpunkt für die Hisbollah, wurde in den letzten Tagen von israelischen Streitkräften eingekesselt, während die Truppen weiter nach Norden vorrücken.

Auch aus dem gesamten Bezirk Nabatieh wurden israelische Angriffe gemeldet, während Israel seine Besetzung der umliegenden Gebiete ausweitet. Drohnen griffen die Städte Kafr Sir und Aabba an, während ein Angriff auf die Straße in Richtung Houmine al-Fawqa gerichtet war. Auch die Außenbezirke von Yahmour al-Shaqif wurden getroffen.

Auch in der südlichen Stadt Tyros gab es zahlreiche Explosionen, wobei am Dienstag israelische Kampfflugzeuge im dortigen Luftraum im Einsatz waren. Außerdem haben Rettungskräfte in einer anderen Stadt sechs Leichen geborgen; die libanesische Zivilschutzbehörde erklärte in einer Stellungnahme: „Seit gestern Abend und bis heute Morgen … führen Einsatzkräfte Such- und Rettungsmaßnahmen in einem Wohngebäude durch, das in der Stadt Marwaniyah im Bezirk Sidon angegriffen wurde.“

#WATCH: Israel conducts strikes over south Lebanon, Hezbollah fires into northern Israel after US @POTUS @realDonaldTrump announces agreement to halt attacks that neither side has publicly accepted https://t.co/vgbtbZ2sm8 pic.twitter.com/jx5O69Knfo

— Arab News (@arabnews) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: #ANSEHEN: Israel führt Luftangriffe über dem Südlibanon durch, die Hisbollah feuert auf Nordisrael, nachdem US-Präsident @POTUS @realDonaldTrump eine Vereinbarung zur Einstellung der Angriffe angekündigt hat, die keine der beiden Seiten öffentlich akzeptiert hat

Die Drohnenangriffe der Hisbollah mit Glasfaserkabeln haben unterdessen nicht aufgehört: „Zwei israelische Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff der Hisbollah im Südlibanon verletzt, wie das Militär mitteilte, das ihre Verletzungen als leicht bezeichnete“, berichtet Al Jazeera am Dienstag. Dies geschah, nachdem „am Wochenende zwei weitere israelische Soldaten ebenfalls bei Drohnenangriffen getötet wurden, wodurch die Zahl der seit der Eskalation der Kämpfe vor drei Monaten getöteten Soldaten auf 26 stieg. Außerdem wurden vier israelische Zivilisten getötet.“

Auswirkungen von Trumps „Überrollung“ Netanjahus im Telefonat am Montag

Präsident Trumps wütende Zurechtweisung Netanjahus dürfte offenbar nur sehr begrenzte Wirkung gezeigt haben. Zur Erinnerung: Laut Axios soll Trump während eines Telefonats am Montag angeblich gehört worden sein, wie er den israelischen Regierungschef beschimpfte und ihn im Grunde „überrollte“ – wütend über den Bruch des Waffenstillstands im Libanon und mit der Forderung, das israelische Militär solle Beirut nicht angreifen.

Trump soll Netanjahu gesagt haben: „Du bist verdammt noch mal verrückt“, während er einen Waffenstillstand im Libanon forderte: „Ich rette dir den Arsch“, soll er außerdem gesagt haben. Der Iran erklärte am frühen Montag, er habe die Gespräche mit Washington wegen der Eskalation Israels im Libanon ausgesetzt.

Es gab einige Reaktionen aus dem Iran auf den Axios-Bericht, wobei der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi bemerkte: „In dieser Hinsicht ist die Behauptung des US-Präsidenten, er habe Netanjahu davon abgehalten, einen Großangriff auf Beirut zu starten, mehr als nur ein Zeichen für Washingtons Friedensbestrebungen, es ist eine Bestätigung der direkten Rolle Amerikas bei der Steuerung der Aggressionen des zionistischen Regimes.“

How many times have they sold and resold this same story about Biden and now Trump being secretly VERY VERY mad at Netanyahu https://t.co/uGpSULbhhM

— Krystal Ball (@krystalball) June 1, 2026

Übersetzungen von „X“: Wie oft haben sie schon dieselbe Geschichte darüber verbreitet, dass Biden und jetzt auch Trump insgeheim SEHR, SEHR wütend auf Netanjahu seien?

„Was zum Teufel machst du da?!” Trump ging wegen des Bombenanschlags im Libanon hart mit Netanjahu ins Gericht: „Du bist verdammt noch mal verrückt. Ohne mich wärst du im Knast. Ich rette dir den Arsch. Jetzt hasst dich jeder. Wegen dieser Sache hasst jeder Israel.“

Der iranische Beamte legte Teherans Standpunkt weiter dar: „Wenn die Entscheidung, die Hauptstadt eines unabhängigen Staates anzugreifen, durch einen einzigen Anruf geändert werden kann, lautet die zentrale Frage: Warum gingen monatelange Verstöße gegen den Waffenstillstand, Aggressionen gegen den Libanon, die Vertreibung seiner Bevölkerung und Bedrohungen der Souveränität dieses Landes – gestützt durch politische und militärische Unterstützung des Westens – unvermindert weiter?“, bemerkte er.

Mark Levin ist wütend über Indiskretionen aus dem Weißen Haus bezüglich des Telefonats zwischen Trump und Netanjahu…

Mark R. Levin, a close ally of both U.S. President Donald J. Trump and Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu, appears to confirm the veracity of the report earlier by Axios on today’s heated call between Trump and Netanyahu regarding peace negations with Iran as well as… pic.twitter.com/46qmYBJsJZ

— OSINTdefender (@sentdefender) June 2, 2026

Übersetzung von „X“: Mark R. Levin, ein enger Verbündeter sowohl von US-Präsident Donald J. Trump als auch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, scheint die Richtigkeit des zuvor von Axios veröffentlichten Berichts über das heutige hitzige Telefonat zwischen Trump und Netanjahu zu bestätigen, bei dem es um die Friedensverhandlungen mit dem Iran sowie um die israelische Eskalation im Libanon ging.

Trump kehrt zum Optimismus zurück: Einigung „im Laufe der nächsten Woche“

Washington sieht in dem teilweisen Waffenstillstand im Libanon jedoch eine ausreichende Gelegenheit, um umfassendere Gespräche voranzutreiben. Obwohl es noch keine vollständige Bestätigung aus Teheran gibt, hat Trump erklärt, die Gespräche seien wieder aufgenommen:

US-Präsident Trump sagte gegenüber ABC News, er gehe davon aus, dass er in der kommenden Woche eine Einigung mit dem Iran über die Verlängerung des Waffenstillstands und die Wiederöffnung der Straße von Hormus erzielen werde, und erklärte zudem, ein Friedensabkommen mit dem Iran könne besser sein als ein militärischer Sieg. Trump erklärte ferner, es sei für beide Seiten nicht einfach, aber sie bekämen, was sie brauchten, und er müsse noch einige weitere Punkte erreichen.

Derselbe Sender berichtet am Dienstagmorgen:

Israelische und Hisbollah-Truppen setzten ihre Angriffe am Dienstag fort, obwohl Präsident Donald Trump behauptet hatte, die Konfliktparteien hätten nach seiner Intervention zur Verhinderung einer Eskalation am Montag „aufgehört, aufeinander zu schießen“.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von drei israelischen Angriffen in verschiedenen Gebieten im Südlibanon. Eine Person sei getötet worden, berichtete die NNA. ABC News hat die israelischen Streitkräfte um eine Stellungnahme gebeten.

Es scheint also, gelinde gesagt, äußerst Wunschdenken und ehrgeizig, wenn Trump erneut die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens zur Wiederöffnung der Straße von Hormus bis nächste Woche anpreist. Und all das haben wir schon einmal gehört und in den vergangenen 95 Tagen des Krieges schon oft erlebt.

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ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse

ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse

Von The Vigilant Fox

Universitäten. Aufsichtsbehörden. Gesundheitsbehörden. Sie alle sind durch ein geheimes WHO-Netzwerk miteinander verbunden, das hinter den Kulissen agiert.

Uns wurde gesagt, die Beziehung zwischen den USA und der WHO sei beendet. Man hat uns belogen.

Lucinda van Buuren vom World Council for Health ist bei uns zu Gast, um ein riesiges Netzwerk von WHO-Kooperationszentren aufzudecken, die in Universitäten, Aufsichtsbehörden, Gesundheitsämtern und medizinischen Einrichtungen auf der ganzen Welt eingebettet sind, darunter Dutzende in den Vereinigten Staaten.

Das eigentliche Problem ist nicht die WHO selbst.

Es ist das, was übrig bleibt, nachdem Regierungen behaupten, sie hätten sich zurückgezogen…

We were told the US-WHO relationship was over.
We were lied to.

Lucinda van Buuren of @FreeWCH joins us to expose a vast network of WHO Collaborating Centers embedded inside universities, regulators, public health agencies, and medical institutions across the world, including… pic.twitter.com/bznI6r4wQt

— The Vigilant Fox ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse (@VigilantFox) May 29, 2026

Das komplette Video in Deutscher synchron:

Lucindas Weg begann nicht in einem Forschungslabor oder einem politischen Büro. Er begann in einem Krankenhaus.

Sie hatte fast 30 Jahre lang als examinierte Krankenschwester in Australien gearbeitet, unter anderem in einem Ausschuss für Ethik und Werte. Dann kamen die COVID-Vorschriften, und die Fragen, von denen sie glaubte, dass medizinisches Fachpersonal sie stellen sollte, wurden plötzlich unerwünscht.

Beim Durchsehen von Dokumenten sowohl der FDA als auch der australischen TGA fiel ihr eine Diskrepanz zwischen dem, was der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, und dem, was die Dokumente selbst zu bestätigen schienen, auf. In ihren Worten heißt es in einem TGA-Dokument „buchstäblich, dass Daten aus acht Wochen vorliegen, die sich auf eine neue Technologie beziehen, die zuvor noch nicht am Menschen angewendet wurde“.

Für Lucinda warf das sofort eine grundlegende Frage auf.

Wo war die Risikobewertung?

„Ich habe dreimal schriftlich bei meinem Arbeitgeber, dem Krankenhaus, um die Risikobewertung gebeten, und diese Frage wurde nicht einmal zur Kenntnis genommen.“

Die Sorge ging nicht einfach darum, mit einer Richtlinie nicht einverstanden zu sein. Es ging darum, dass eine Krankenschwester, die um Informationen bat, die sie für eine fundierte Entscheidungsfindung für notwendig hielt, angibt, überhaupt keine Antwort erhalten zu haben.

Ihr Vertrag wurde schließlich gekündigt. Sie sagte, ihre Schwester, die als Beauftragte für Patientensicherheit im selben Krankenhaus tätig war, sei ebenfalls entlassen worden, nachdem sie Bedenken wegen gemeldeter Todesfälle im australischen Meldesystem für unerwünschte Ereignisse geäußert hatte.

Das ist für viele Menschen nach wie vor schwer zu verstehen. Den Beschäftigten im Gesundheitswesen wurde gesagt, sie sollten sich an die Wissenschaft halten, doch einige, die nach den zugrunde liegenden Dokumenten, Risikobewertungen und dem Rahmenwerk für die Einwilligung nach Aufklärung fragten, berichten, dass sie stattdessen aus dem System gedrängt wurden.

Doch die Geschichte endete nicht mit ihrer Kündigung. Die unbeantworteten Fragen führten immer weiter.

Was als Bedenken hinsichtlich einer Anordnung begann, entwickelte sich allmählich zu einer Untersuchung der Institutionen, die die Gesundheitspolitik selbst gestalten. Sie berichtete, dass sie auf Australiens 2017 unterzeichnete Länderstrategie zur Zusammenarbeit mit der WHO stieß und dann entdeckte, dass die TGA selbst WHO-Kooperationszentren betrieb.

Es ging nicht mehr um ein Krankenhaus, einen Auftrag oder gar eine Aufsichtsbehörde.

Es wurde zu der Frage, ob die Gesundheitsbehörden unabhängig agierten oder ob ein viel größeres Netzwerk hinter den Kulissen die Politik prägte.

„Hier gibt es ein riesiges Problem mit öffentlich-privaten Partnerschaften, und es sieht wirklich so aus, als würde der private Sektor die ganze Zeit die Fäden ziehen.“

Lucinda’s journey didn’t begin in a research lab or policy office. It began inside a hospital.

She had spent nearly 30 years working as a registered nurse in Australia, including time on an ethics and values committee. Then COVID mandates arrived, and the questions she believed… pic.twitter.com/al4st0SjeI

— The Vigilant Fox ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse (@VigilantFox) May 29, 2026

Je genauer Lucinda sich mit dem Netzwerk der WHO-Kooperationszentren befasste, desto weiter schien dessen Reichweite zu reichen.

Es handelt sich hierbei nicht um obskure Organisationen, die am Rande des öffentlichen Gesundheitswesens agieren. Den von ihr vorgelegten Unterlagen zufolge sind sie weltweit in Universitäten, Gesundheitsbehörden, Aufsichtsbehörden, Forschungseinrichtungen und medizinischen Organisationen verankert.

Auf den ersten Blick klingt der Begriff „Kooperationszentrum“ harmlos. Lucinda argumentierte, dass die wahre Bedeutung dieser Struktur erst deutlich wird, wenn man untersucht, wer die Verantwortung für die geleistete Arbeit trägt.

„Eines ist auch ganz klar: Das WHO-Kooperationszentrum ist nicht die juristische Person. Die juristische Person, die das WHO-Kooperationszentrum kontrolliert und dafür verantwortlich ist, ist die benannte Einrichtung.“

Diese Unterscheidung wirft eine naheliegende Frage auf.

Wenn ein mit der WHO verbundenes Zentrum an der Gestaltung von Leitlinien, Schulungen, Vorschriften, Programmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit oder Datensystemen mitwirkt, wo liegt dann letztendlich die Rechenschaftspflicht? Bei der WHO selbst oder bei der Universität, Behörde oder Einrichtung, die die Arbeit ausführt?

Maria beschrieb dies als „einen echten Ansatz der Haftungsfreistellung“.

Die Frage der Rechenschaftspflicht war nur ein Teil der Geschichte. Ebenso beeindruckend war die Größe des Netzwerks.

Lucinda sagte, die WHO-Kooperationszentren deckten Bereiche ab, die von Pflege, Medizin und Bioethik bis hin zu Epidemiologie, Gesundheitsgesetzgebung, digitaler Gesundheit, Biolaboren, Influenza-Forschung und globaler Gesundheitssicherheit reichten.

„Derzeit gibt es weltweit über 857 aktive WHO-Kooperationszentren.“

Die Auswirkungen wurden besonders deutlich, als der Fokus auf die Vereinigten Staaten gerichtet wurde.

Viele Amerikaner glauben, das Land habe seine Beziehungen zur WHO abgebrochen. Lucinda argumentierte, dass die institutionelle Infrastruktur ein anderes Bild zeige. Sie sagte, es gäbe immer noch rund 70 WHO-Kooperationszentren, die in den Vereinigten Staaten tätig sind, einschließlich Verbindungen zum CDC, NIH und zur FDA.

Sie warf zudem Fragen zu potenziellen Interessenkonflikten, Patenten und der Frage auf, ob die Leiter von WHO-Kooperationszentren einer stärkeren öffentlichen Kontrolle unterliegen sollten.

Wenn Regierungsbehörden, Universitäten, Aufsichtsbehörden und Forschungszentren weiterhin innerhalb von mit der WHO verbundenen Strukturen operieren, dann spiegelt die öffentliche Erklärung eines Landes, sich zu trennen, möglicherweise nicht die ganze Wahrheit wider.

Auf dem Papier kann eine Regierung aussteigen.

Die dahinter stehenden Institutionen, Partnerschaften und Netzwerke werden möglicherweise nie verschwinden.

The deeper Lucinda looked into the WHO Collaborating Center network, the farther its reach seemed to extend.

These are not obscure organizations operating on the margins of public health. According to the material she presented, they are embedded throughout universities, health… pic.twitter.com/0r46QIH0Z8

— The Vigilant Fox ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse (@VigilantFox) May 29, 2026

Das Netzwerk beschränkte sich nicht auf die Vereinigten Staaten.

Lucinda verwies auf Organisationen in Japan, Finnland, Südkorea, Brasilien, Kanada, Großbritannien, Pakistan, dem Sudan, den USA und anderen Ländern. Die Liste umfasste Universitäten, Pflegeorganisationen, Forschungszentren und Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens, die über mehrere Kontinente verteilt waren.

Besonders hervorzuheben war der Bereich der Pflege.

Pflegekräfte bilden eine der größten Berufsgruppen im Gesundheitswesen weltweit. Lucinda sagte, sie machten etwa 60 % des weltweiten Gesundheitspersonals aus, was bedeutet, dass jede auf die Pflege ausgerichtete Strategie das Potenzial hat, eine enorme Anzahl von Fachkräften im Gesundheitswesen zu beeinflussen.

Das ist wichtig, weil Entscheidungen, die auf institutioneller Ebene getroffen werden, letztendlich die Patienten erreichen.

Wenn diese Netzwerke dazu beitragen, die Ausbildung von Pflegekräften, die Verbreitung von Leitlinien im Gesundheitswesen, die Entwicklung beruflicher Standards und die Umsetzung von Prioritäten im Bereich der öffentlichen Gesundheit mitzugestalten, dann reicht ihr Einfluss weit über politische Dokumente hinaus. Er reicht bis in Krankenhäuser, Kliniken, Universitäten, Zulassungsbehörden und letztlich zu den Menschen, die Pflege erhalten.

Lucinda beschrieb ein Netzwerk für Pflege des WHO-Kooperationszentrums, das Organisationen aus den Bereichen Pflege, öffentliche Gesundheit und Geburtshilfe auf lokaler, regionaler und globaler Ebene unter dem übergeordneten Ziel „Gesundheit für alle“ miteinander verbindet.

Maria stellte sofort einen Zusammenhang zwischen diesem Rahmenwerk und den Bedenken her, die viele Kritiker hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung des Gesundheitswesens geäußert haben.

„Oder mit anderen Worten: One Health. Mit anderen Worten: Es gibt keine individuelle Gesundheit. Wir wenden diesen KI-Algorithmus auf Sie an.“

Das von Lucinda hervorgehobene Netzwerk umfasste Organisationen wie die University of Technology Sydney, die International Confederation of Midwives, den International Council of Nurses, mit der Johns Hopkins University verbundene Einrichtungen und zahlreiche andere Partner.

Der Fokus verlagerte sich dann auf die Agenda 2030 und die übergeordneten Ziele, die mit vielen dieser Initiativen verbunden sind.

Lucinda verwies auf Bezüge zu Zielen für nachhaltige Entwicklung, universeller Gesundheitsversorgung, Online-Lernsystemen, Programmen zur Umsetzung in der Pflege und globalen strategischen Rahmenwerken. Maria fügte hinzu, dass Begriffe wie digitale Gesundheit, nachhaltige Städte, KI-Integration und universelle Systeme oberflächlich betrachtet oft unumstritten klingen, aber je nach ihrer letztendlichen Umsetzung eine andere Bedeutung annehmen.

„Wenn von nachhaltigen Städten und Gemeinden die Rede ist, bedeutet das doch, dass weniger Menschen physisch zur Arbeit gehen, oder? Es bedeutet, dass KI Sie ersetzt.“

Eine der auffälligsten Beobachtungen von Lucinda war, als sie sagte, dass viele Beschäftigte im Gesundheitswesen „absolut keine Ahnung“ hätten, wie diese Netzwerke funktionieren oder wie umfangreich sie geworden sind.

Das ist vielleicht das Beunruhigendste daran.

Die Menschen, die die Politik umsetzen, verstehen die übergeordneten Systeme oft nicht vollständig.

The network wasn’t confined to the United States.

Lucinda pointed to organizations in Japan, Finland, South Korea, Brazil, Canada, the UK, Pakistan, Sudan, the US, and elsewhere. The list included universities, nursing organizations, research centers, and public health… pic.twitter.com/kePZXH6SXT

— The Vigilant Fox ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse (@VigilantFox) May 29, 2026

Das Gespräch kam schließlich auf eine Frage zurück, die im Zentrum des wachsenden Misstrauens der Öffentlichkeit steht: Transparenz.

Lucinda sagte, der World Council for Healthhabe Hunderte von WHO-Kooperationszentren kontaktiert und um Einsicht in deren Arbeitspläne gebeten – Dokumente, die Aufschluss über Finanzierungsquellen, Partnerschaften, Vereinbarungen zum geistigen Eigentum und potenzielle Interessenkonflikte geben können.

Sie sagte, nur wenige hätten geantwortet.

Wenn diese Organisationen eine so einflussreiche Rolle bei der Gestaltung von Gesundheitspolitik, Forschung, Bildung und beruflichen Standards spielen, warum ist es dann so schwer zu erkennen, wie sie arbeiten?

Die Angelegenheit wird noch komplizierter, wenn diese Netzwerke tief in großen Institutionen verankert zu sein scheinen.

Maria verwies auf Beispiele in den gesamten Vereinigten Staaten, darunter die Mayo Clinic, Georgetown, das St. Jude Children’s Research Hospital, die University of Washington und viele andere.

„Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.“

Genau das war der Punkt.

Das Netzwerk beschränkte sich nicht auf eine einzige Behörde oder einen Politikbereich. Es erstreckte sich über Universitäten, Forschungszentren, medizinische Einrichtungen und Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens, denen Millionen von Amerikanern bereits vertrauen.

Diese Realität verkomplizierte eine der größten politischen Fragen, die im Laufe der Folge aufgeworfen wurden. Viele Anhänger von RFK Jr. und der Trump-Regierung hofften, dass Reformen aus Washington kommen würden. Doch wenn diese Verflechtungen in Hunderten von Institutionen bestehen bleiben, erfordert eine sinnvolle Veränderung möglicherweise weit mehr als eine politische Ankündigung oder einen Führungswechsel.

Lucinda kam immer wieder auf die persönliche Verantwortung zurück.

„Wir müssen aufhören, darauf zu warten, dass eine einzelne Person zum Helden wird, und wir müssen selbst zu unseren eigenen Helden werden und unsere eigenen Familien schützen – und zwar auf friedliche Weise, indem wir Fragen stellen wie: Wo bleibt die Finanzierung?“

Das tiefer liegende Problem geht über die Pharmaunternehmen allein hinaus. Öffentliche Institutionen scheinen zunehmend privaten Interessen zu dienen, während sie weiterhin mit öffentlicher Autorität und öffentlichen Mitteln arbeiten.

„Diese öffentlich-private Partnerschaft ist im Moment keine öffentlich-private, sondern eigentlich eine privat-öffentliche, und der private Sektor zieht die Fäden, während die öffentliche Hand die Geldbörse hält.“

Wenn das Vertrauen in bestehende Systeme weiter schwindet, werden viele Menschen beginnen, anderswo nach Antworten zu suchen. Unabhängige Ärzte, informierte Einwilligung, offene Debatten, dezentrale Gesundheitsnetzwerke und parallele Institutionen werden zunehmend nicht nur als Alternativen, sondern als Notwendigkeiten angesehen.

Deshalb haben Maria und Lucinda die Better Way Conference als einen Versuch konzipiert, Lösungen zu entwickeln, anstatt darauf zu warten, dass sich die Institutionen von selbst reformieren.

Lucindas abschließende Botschaft richtete sich an Beschäftigte im Gesundheitswesen, die sich möglicherweise zwischen den Fronten gefangen fühlen.

„Wir können eigentlich keine fundierten Entscheidungen treffen, wenn wir nicht alle Seiten hören; sonst sind sie nicht fundiert.“

Die größere Frage ist nicht nur, ob Institutionen transparent sind.

Es geht darum, ob Ärzte, Pflegekräfte und Patienten fundierte Entscheidungen treffen können, wenn wichtige Informationen sie gar nicht erst erreichen.

The conversation ultimately returned to a question at the center of growing public distrust: transparency.

Lucinda said @FreeWCH had contacted hundreds of WHO Collaborating Centers requesting access to their work plans, documents that can reveal funding sources, partnerships,… pic.twitter.com/4LGMU925Xc

— The Vigilant Fox ENTHÜLLT: Das geheime Netzwerk der WHO, das die Agenda 2030 vorantreibt | Daily Pulse (@VigilantFox) May 29, 2026

Wir möchten uns bei Lucinda van Buuren dafür bedanken, dass sie heute bei uns ist – und vor allem möchten wir uns bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie zuschauen und Ihrer Pflicht nachkommen, sich zu informieren, während so viele andere sich dagegen entscheiden.

Sehen Sie sich das vollständige Interview unten an:

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!

Da unser Telegram-Kanal nur begrenzt sichtbar ist, veröffentlichen wir Inhalte wie Videos und Artikel zusätzlich auf 𝕏, um die Reichweite unserer Berichterstattung zu gewährleisten.

Wer unsere Veröffentlichungen vollständig verfolgen möchte, findet uns daher auch dort.

Im Folgenden eine Auswahl zentraler Beiträge der vergangenen Tage, die wir auf 𝕏 veröffentlicht haben:

ViralNeues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!🇱🇧 ☠🇮🇱Israelische Angriffe im Libanon fordern erneut zivile Opfer: Ein Vater und sein Sohn wurden Berichten zufolge getötet, als sie auf dem Weg nach Hause waren.

Sie trugen keine Waffen. Sie wollten lediglich zurückkehren – zu ihrem Zuhause, ihren Erinnerungen und ihrem… pic.twitter.com/s2qTRCm7Up

— Don (@Donuncutschweiz) June 3, 2026

☝Ich finde es moralisch widerwärtig, dass europäische „Führer” im Wesentlichen gesagt haben, wir sollten bis zum letzten Ukrainer kämpfen.
Prof. John Mearsheimer

„Die Ukraine befindet sich in einem demografischen Todesstrudel, und wir ermutigen sie, ihre Leute in die… pic.twitter.com/TyueqlcyFY

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

‼Unglaublich schrecklich. Jetzt hat es knapp 9 Millionen Klicks auf X und wird weltweit geteilt.

☝Ich will, dass die Welt erfährt, was wir erfahren haben.

Rupert Lowe, der Chef von Restore Britain, konfrontierte das britische Parlament mit schockierenden Aussagen aus einer… pic.twitter.com/tDG1zRxpWK

— Don (@Donuncutschweiz) June 3, 2026

🇪🇺 „Sie verdienen 30.000 Euro im Monat, während über 100 Millionen Europäer von Armut bedroht sind.“

Mit diesen Worten griff der belgische Europaabgeordnete Marc Botenga EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Europaparlament scharf an. Botenga warf der EU-Führung vor,… pic.twitter.com/n59E9PC31b

— Don (@Donuncutschweiz) June 3, 2026

🚨☝Jared Kushner gibt zu, dass sein Freund Nat Rothschild ihm dabei half, seine abgelegene Privatinsel im Mittelmeer zu finden, während er mit ihm auf dessen Boot im Urlaub war.

Kushner zufolge fand ein privates Treffen mit dem albanischen Premierminister auf Rothschilds Boot… pic.twitter.com/dB94iYsY1J

— Don (@Donuncutschweiz) June 3, 2026

☝Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!Marco Rubio: KI kann in naher Zukunft zu Destabilisierungen führen – und das nicht nur in den USA. pic.twitter.com/CsbEFWGqWE

— Don (@Donuncutschweiz) June 3, 2026

🚨🇨🇳 Das erste Hotel der Welt, das durchgängig von Robotern gesteuert wird, wird in China eröffnet.

In dem Hotel werden Roboter in allen sieben Schlüsselprozessen eingesetzt: Check-in, Gepäckabfertigung, Zimmerservice, Essens- und Getränkelieferung, Reinigung, Sicherheit und… pic.twitter.com/wIJ53mKxxe

— Don (@Donuncutschweiz) June 3, 2026

☝🇺🇸🇮🇱Du bist irre! – Trump beschimpft Netanjahu nach Bombardierung libanesischen Krankenhauses pic.twitter.com/7qnsdENlb0

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

☝Ich finde es moralisch widerwärtig, dass europäische „Führer” im Wesentlichen gesagt haben, wir sollten bis zum letzten Ukrainer kämpfen.
Prof. John Mearsheimer

„Die Ukraine befindet sich in einem demografischen Todesstrudel, und wir ermutigen sie, ihre Leute in die… pic.twitter.com/TyueqlcyFY

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🚨KI hilft Geheimdiensten, viel effektiver zu spionieren.

Die gestohlenen Daten waren zuvor zu umfangreich, um sie manuell zu analysieren. Jetzt erledigt die KI das in Minuten. pic.twitter.com/9L9cLRDekV

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🚨☝Norman Finkelstein reagiert auf die Kritik an seinen Äußerungen gegenüber Tucker Carlson und Candace Owens:

„Wie vereinbaren sich ‚massenhafte Abschiebungen jetzt‘ und Mitgefühl für die Menschen in Gaza miteinander? Das kommt mir sehr seltsam vor.“ pic.twitter.com/84hbsggbEV

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🇩🇪☝BlackRock-Kanzler Merz:

Die besten Jahre Deutschlands liegen nicht hinter uns; sehr gute Jahre stehen uns bevor – in Ostdeutschland, in Westdeutschland, in ganz Deutschland und in Europa. pic.twitter.com/waMK6Ad3Zf

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🚨☝Sie haben ein Monster erschaffen – Dänemarks Premierministerin Frederiksen warnt vor KI pic.twitter.com/aNwlvLy1rT

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🇺🇸Trump der “Loser”

Der Iran hat ein Animationsvideo im Stil der „Minions” über Trumps ärztliche Untersuchung veröffentlicht.

☝Minions: „Unser Boss ist krank.
Er braucht einen Arzt. Kein Hirn zu finden!
Jetzt verstehen wir den Grund für seine Entscheidungen. Er ist nicht… pic.twitter.com/zXBzvPGPBO

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🚨Gott, hab Erbarmen! – Deutsche Evangelikale bitten in Knesset um Vergebung pic.twitter.com/mPXAapMleN

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🚨🇷🇺 WESTEN SCHOCKIERT: RUSSLAND PRÄSENTIERT „ALTAI“ – NEUROMORPHEN KI-CHIP DER NÄCHSTEN GENERATION

Russland hat seinen neuen neuromorphen Prozessor „Altai“ vorgestellt – einen Chip, der das menschliche Gehirn nachahmt und die Spielregeln im Bereich Künstliche Intelligenz und… pic.twitter.com/JGPY4oxHjY

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🛑Der erste Punkt ist bereits umgesetzt worden.

🇮🇷🇮🇱🇺🇸Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!Eine nachrichtendienstliche Quelle behauptet, der Iran plane, aus den Verhandlungen auszutreten, das Nichtverbreitungsabkommen zu verlassen und eine von einem Drittland erhaltene Nuklearwaffe zu zünden.

Ehemaliger… pic.twitter.com/fwSGYyDCyH

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

🇮🇱☝Dieser Mann wird in den Epstein-Akten über 900 Mal erwähnt.

Sein Schwiegersohn Kevin Warsh ist Vorsitzender der Federal Reserve.

Ron Lauder, der Präsident des Weltjüdischen Kongresses, sagt, Israel müsse den Mossad und den Shin Bet entfesseln, um einen globalen Krieg gegen… pic.twitter.com/nIiVLTRcex

— Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!💉Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!Explosion von Entzündungsherden‼ Überall Schäden und das vor der “Impfstoff in die Zelle kommt”

Bhakdi macht alle sprachlos. pic.twitter.com/EHlINCpPrM

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!💉Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!Es war eine Lüge, für die man unendlich viel Geld bekommen hat.

Bhakdi macht alle sprachlos. pic.twitter.com/LHemxmt2GU

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

Die größte jemals durchgeführte Ivermectin-Krebsstudie am Menschen hat bei 84 % der Krebspatienten eine komplette Remission, eine Tumorverkleinerung oder ein gestopptes Tumorwachstum festgestellt.

Unsere Studie wurde nun begutachtet und vom International Institute of Anticancer… pic.twitter.com/oG6dq0mPen

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!🇮🇱Trotz Angst vor Ächtung- Israelische Soldaten packen aus pic.twitter.com/LW02Xa6Q0O

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

☝Wolfgang Wodarg über „Viren”. Komplettes Interview hier….https://t.co/nXtBlYbFp3 pic.twitter.com/XioRCTdTpU

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

🇷🇺☝Werkzeuge zur Massenverblödung – Putin über westliche Medien pic.twitter.com/TP1OiLEfDg

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

🇺🇸Viral: CNN hat gerade eine Schätzung der „New York Times“ zitiert, der zufolge Trump mit der Präsidentschaft angeblich 1,4 Milliarden Dollar “verdient” hat.

Ein Panelist merkt an, dass Trump im letzten Jahr mehr Geld verdient habe als in seinem gesamten bisherigen Leben… pic.twitter.com/0bAKkxvsmJ

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

Die deutsche Regierung steht unter schwerem Beschuss, nachdem bekannt wurde, dass die Bankverbindung der pensionierten Mutter des regimekritischen Journalisten Hüseyin Dogru eingefroren wurde https://t.co/ZMENAkt4Xm pic.twitter.com/ediDdLBI9q

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

🇸🇦 Saudi-Arabien setzt eines der weltweit fortschrittlichsten KI-Überwachungssysteme ein, um Millionen von Pilgern in Mekka in Echtzeit zu überwachen

Die von der staatlichen Saudi Data and AI Authority (SDAIA) gemeinsam mit dem Innenministerium entwickelten Plattformen Baseer… pic.twitter.com/oT6FNJH9Go

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

Neues und Interessantes vom 𝕏-Kanal!☠💉Das kriminelle Unternehmen Pfizer schlägt wieder zu.

Nicolas Hulscher, MPH

Pizers 4-Dosen-Zecken-Impfstoff ist völliger Müll … die Studie hat ihr primäres Endpunktziel verfehlt.

Sie behaupten eine Wirksamkeit von 73 %, aber das 95-prozentige Konfidenzintervall fällt… pic.twitter.com/JahmhSUbT9

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

🇮🇱☠Israels Sicherheitsminister fordert- Teile des Libanons dem Erdboden gleichmachen pic.twitter.com/JCntk3MkAA

— Don (@Donuncutschweiz) June 1, 2026

Die CSU steht vor einer Katastrophe

Von Peter Haisenko 

Das Bundesverfassungsgericht hat schon mehrfach festgestellt, dass das Bundeswahlrecht nicht Verfassungskonform ist. Trotz mehrerer Anläufe hat sich das bis heute nicht geändert. Während der letzten fünf Jahre wurde nun an der sogenannten „Grundmandatsklausel“ herumgebastelt. Die kann für die CSU zu einem fundamentalen Problem werden.

Die Rechnung ist einfach: Wenn die CSU bei der nächsten Bundestagswahl weniger als 38 Prozent der bayrischen Wählerstimmen erhält, scheitert sie an der Fünfprozenthürde. Sie dürfte nicht in den Bundestag einziehen. Die Sache hat allerdings mehrere Haken. Bevor ich mich damit beschäftige, zeige ich erstmal auf, was die Folgen wären. Die wären nämlich geradezu amüsant für das beste Deutschland aller Zeiten. Aktuell wird für die CDU eine Wahlprognose von etwa 22 Prozent angegeben. Diese Zahl ist falsch. Tatsächlich sind es nur 16,5 Prozent. 5,5 Prozent kommen von der CSU. Sinkt diese Zahl unter 5 und verliert die CDU weitere Stimmen, werden die „christlichen Parteien“ nur noch mit etwa 15 Prozent im Bundestag vertreten sein, also auf dem Niveau von Grünen und SPD. Aber das ist noch nicht alles.

Tokenisierung: Die „Zwei-Gleise“-Falle

Tokenisierung: Die „Zwei-Gleise“-Falle

Veröffentlicht von: Courtenay Turner über Substack

Mein Co-Autor und ich werden weiterhin unermüdlich auf das Thema Tokenisierung eingehen, denn sie ist das Monster, das frei herumläuft – die unmittelbare und konkrete Gefahr. Sie definiert Eigentum von Grund auf neu. Ihr „souveränes Eigentum“ wird untergraben und in „Nutzungsrechte“ umgewandelt, sodass „Sie nichts mehr besitzen werden“. In Wirklichkeit ist die Tokenisierung aller Vermögenswerte der größte Raubzug in der Geschichte der Welt. ⁃ Patrick Wood, Herausgeber.

Dies ist Teil IV der Serie zur Tokenisierung. Die SEC steht kurz davor, einen zweiten, parallelen Weg für die On-Chain-Verlagerung von US-Aktien zu genehmigen – einen Weg, bei dem es sich gar nicht um Aktien handeln muss. Im Zusammenhang mit der Einführung durch die DTCC betrachtet, handelt es sich hierbei nicht um einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Modellen. Es ist eine Zangenbewegung.

Der Schritt, den der Markt nicht hören wollte

In Teil I, „Die Tokenisierung von allem“, beschrieb ich die Asset-Ebene: programmierbare digitale Instrumente innerhalb eines regulierten, in das Bankwesen integrierten Ökosystems, in dem sich Eigentumsrechte stillschweigend in bedingte Berechtigungen verwandeln. In Teil II, „Der Proof of Persona“, beschrieb ich die Persona-Ebene: Identität, Berechtigung, Aufmerksamkeit und schließlich vom Körper abgeleitete Signale, die in Ledger-native Bescheinigungen umgewandelt werden. In Teil III, „Der Engpass der Tokenisierung“, dokumentierte ich, was die DTCC am 4. Mai 2026 ankündigte – die Einführung der institutionellen Asset-Ebene, geplant für Produktionsgeschäfte im Juli und einen Start im Oktober, mit fünfzig der weltweit größten Finanzunternehmen in der Arbeitsgruppe.

Die DTCC-Schiene war, so argumentierte ich, die institutionelle Hälfte der Architektur: derselbe Rechtsanspruch, verpackt in einer programmierbaren, einfrierbaren, zwangsweise übertragbaren und sanktionsgeprüften Compliance-Hülle. „Gleiche Rechte, gleicher Schutz, gleiche Ansprüche“ auf dem Papier. Programmierbar, reversibel, von Grund auf durch den eigentlichen Code autorisiert.

Ich schloss Teil III mit der Feststellung, dass die Einführung im Juli beginnt, die Architektur noch nicht abgeschlossen ist und die Debatte nicht warten kann.

Zwei Wochen später kam die nächste Hiobsbotschaft.

Am 19. Mai 2026 veröffentlichte Forbes den Artikel von Zennon Kapron: „America Is About To Have Two Stock Markets For The Same Company“. Bloomberg hatte am Tag zuvor berichtet, dass die „Innovationsausnahme“ der SEC für tokenisierte Aktien noch innerhalb der Woche beschlossen werden könnte. Die Behörde bereitet sich im Rahmen von „Project Crypto“ unter Vorsitz von Paul Atkins darauf vor, einen zweiten Weg für die On-Chain-Veröffentlichung von US-Aktien zu genehmigen – und dieser zweite Weg ist nicht dasselbe Produkt wie der erste.

Der institutionelle Kanal bildet über die DTCC das Rückgrat der US-Kapitalmärkte. Der krypto-native Kanal erfasst den Privatkundenmarkt, Offshore-Geschäfte und die 24/7-Preisfindung über Robinhood, Kraken, Bybit, Backed, xStocks, BNB Chain und andere. Zusammen stehen die beiden Kanäle nicht im Wettbewerb. Sie ergänzen sich.

Dies ist Teil IV. Dies ist die Zange.

Tokenisierung: Die „Zwei-Gleise“-Falle

Was die Innovationsausnahme tatsächlich bewirkt

Atkins machte keinen Hehl daraus, woran er arbeitete. In seiner Rede vom 31. Juli 2025 am America First Policy Institute – mit dem offiziellen Titel „American Leadership in the Digital Finance Revolution“ – erklärte er dem Publikum, dass „Unternehmen – von bekannten Namen an der Wall Street bis hin zu Einhorn-Tech-Firmen im Silicon Valley – Schlange stehen und um Tokenisierung bitten“ und dass die SEC „gegebenenfalls Erleichterungen gewähren werde, um sicherzustellen, dass die Amerikaner nicht zurückbleiben“. In derselben Rede legte er die Ausgestaltung der Ausnahmeregelung dar: regelmäßige Berichte an die Kommission, Whitelisting- oder Verified-Pool-Funktionalität sowie die Einhaltung eines „Token-Standards, der Compliance-Merkmale wie ERC-3643 beinhaltet“.

ERC-3643 war der einzige Token-Standard, den Atkins in der Rede namentlich erwähnte. Dieses Detail ist wichtig, denn es handelt sich um denselben ERC-3643, den die DTC in ihrem Antragsschreiben an die Abteilung für Handel und Märkte der SEC ausdrücklich als „Compliance-bewusstes“ Protokoll nennt, das die Anforderungen an „Verteilungskontrolle“ und „Transaktionsumkehrbarkeit“ erfüllt. Es ist derselbe Token-Standard, der den Kern der DTCC-Architektur bildet, die ich in Teil III beschrieben habe. DTCC ist selbst Mitglied des Governance-Gremiums der ERC-3643 Association. Beide Schienen – die Wall-Street-Schiene und die Krypto-native Schiene – konvergieren nicht nur abstrakt auf denselben genehmigungsbasierten, reversiblen und OFAC-überprüfbaren Token-Primitiv. Sie konvergieren auf denselben benannten Standard, mit denselben Compliance-bewussten Möglichkeiten und mit derselben Governance-Vereinigung im Hintergrund.

Das ist kein Zufall. Das ist Schnittstellenstandardisierung. Verschiedene Blockchains, verschiedene Protokolle an den Rändern, aber dieselbe Compliance-Grammatik im Zentrum.

Auch der Krypto-native Bereich verfügt über ein eigenes rechtliches Gerüst. Am 28. Januar 2026 veröffentlichten die Abteilungen für Unternehmensfinanzierung, Investmentmanagement sowie Handel und Märkte der SEC gemeinsam eine Stellungnahme ihrer Mitarbeiter, in der tokenisierte Wertpapiere in zwei Kategorien unterteilt wurden: solche, die vom Emittenten oder in dessen Auftrag tokenisiert wurden, und solche, die von Dritten tokenisiert wurden, die nicht mit dem Emittenten verbunden sind. Die Mitarbeiter präzisierten ferner, dass es bei Wrappern von Dritten zwei Unterkategorien gibt – Custodial Wrapper (bei denen der Emittent des Tokens das zugrunde liegende Wertpapier in Verwahrung hält und der Token einen Anspruch gegenüber dem Verwahrer darstellt) und Synthetic Wrapper (bei denen der Token den Kurs des Basiswerts nachbildet, ohne diesen überhaupt zu halten). Für die Kategorie der Drittanbieter schrieb die Behörde, dass die mit dem Krypto-Asset verbundenen Rechte und Vorteile „sich wesentlich von denen des zugrunde liegenden Wertpapiers unterscheiden können oder auch nicht“ und „dem Inhaber des Krypto-Assets Rechte als Inhaber des zugrunde liegenden Wertpapiers einräumen können oder auch nicht“.

Lesen Sie diesen Satz zweimal.

Die SEC bereitet sich darauf vor, einen Markt für Dinge zu segnen, die wie Apple-Aktien aussehen, gegen den Kurs von Apple-Aktien gehandelt werden und keine Apple-Aktien sein müssen. Dinge, die Stimmrechte beinhalten können oder auch nicht. Dinge, die Eigentumsrechte darstellen können oder auch nicht. Dinge, die wertpapierbasierte Swaps, verbundene Wertpapiere oder tokenisierte Wertpapieransprüche sein können – drei unterschiedliche rechtliche Konstrukte, wie sie von den Mitarbeitern der SEC selbst definiert wurden –, je nachdem, für welche Hülle sich der Emittent (oder der Dritte) entschieden hat.

Brett Redfearn, der ehemalige Direktor der SEC-Abteilung für Handel und Märkte, der heute das Tokenisierungsunternehmen Securitize leitet, hat die Konsequenz in dem Forbes-Artikel klar auf den Punkt gebracht. Wenn Dritte Apple oder Amazon tokenisieren können, ohne dass der Emittent mit am Tisch sitzt, gibt es keine theoretische Begrenzung dafür, wie viele „Wrapper“ desselben Unternehmens gleichzeitig existieren können. Mehrere parallele „Wrapper“ bedeuten, dass Investoren unsicher sind, was ihre Anteile zu einem bestimmten Zeitpunkt wert sind, und die Preisbildung hat keine einheitliche Referenz. Das sagt kein Reg-NMS-Purist. Das ist eine Kritik aus dem Inneren der Tokenisierungsbranche.

„Gleiche Rechte“ waren immer nur die Hälfte der Architektur

In Teil III habe ich versucht, mich präzise über den DTCC-Ansatz auszudrücken. Die institutionelle Sicherheit – gleiche Rechtsansprüche, gleiche Schutzmaßnahmen nach Artikel 8, gleiche Dividenden, gleiche Stimmrechte – ist an sich real. Der No-Action-Letter der SEC vom 11. Dezember 2025 war diesbezüglich eindeutig. Der rechtliche Wrapper bewahrt die Ansprüche.

Was ich argumentierte, war, dass der technische Wrapper eine völlig neue Kontrollfläche unterhalb des rechtlichen Wrappers einführte. Beides trifft gleichzeitig zu. Das war der springende Punkt.

Die Innovationsausnahme schließt nun die andere Hälfte des Kreises. Während die DTCC-Schiene besagt, dass die rechtlichen Ansprüche die Tokenisierung vollständig überstehen, besagt die krypto-native Schiene – in den Worten der SEC-Mitarbeiter selbst –, dass die rechtlichen Ansprüche möglicherweise gar nicht oder nur teilweise bestehen bleiben. Zwei Onshore-Marktstrukturen für dasselbe Eigenkapital, mit zwei völlig unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen.

So sieht das in der Praxis aus, sobald beide Schienen in Betrieb sind:

Schiene eins (DTCC): Ihr Wertpapier existiert als Token in einer registrierten Wallet auf einer zugelassenen Blockchain, unter einem Compliance-bewussten Protokoll, vorbehaltlich einer Root-Wallet-Überschreibung und der LedgerScan-Überwachung. Der Rechtsanspruch bleibt erhalten. Die Ausübung dieses Anspruchs hängt vollständig von der Anerkennung Ihrer Wallet, Ihres Protokolls und Ihres Status durch das System ab. Programmierbare Compliance mit vollen Rechtsansprüchen.

Schiene zwei (die Innovationsausnahme): Ihr Eigenkapital existiert als Token auf einer krypto-nativen Plattform, möglicherweise geprägt von einem Dritten, der in keiner Beziehung zum Emittenten steht, möglicherweise ohne jegliche Aktionärsrechte, möglicherweise klassifiziert als security-based swap, synthetisch verknüpftes Wertpapier oder tokenisiertes Wertpapierrecht – drei unterschiedliche Rechtskonstrukte –, je nach Wrapper. Programmierbare Compliance mit optionalen Rechtsansprüchen.

Beide Schienen sind genehmigungspflichtig. Beide Schienen sind reversibel. Beide Schienen werden überwacht. Beide Schienen sind sanktionsüberprüfbar. Beide Schienen basieren auf denselben Compliance-orientierten Protokollstandards.

Der einzige Unterschied besteht darin, wie viel des zugrunde liegenden Eigentumsanspruchs durch den Wrapper hindurchgeht.

Das sind nicht zwei Aktienmärkte für dasselbe Unternehmen. Das sind zwei Käfige für dasselbe Eigenkapital, dimensioniert für zwei verschiedene Zielgruppen.

Zwei Strukturen für denselben Basiswert. Bei „Rail One“ bleibt der Anspruch innerhalb eines programmierbaren Rahmens erhalten. Bei „Rail Two“ wird auf den Anspruch verzichtet und stattdessen ein Preisrisiko geboten.

Warum die Zangenstrategie funktioniert

Die Zwei-Säulen-Architektur macht die Einführung strukturell vollständig, und deshalb sollte sie als eine einzige Designentscheidung und nicht als zwei getrennte Entscheidungen betrachtet werden.

Die institutionelle Säule bündelt den Großteil des regulierten Kapitals – Renten, Altersvorsorgekonten, Investmentfonds, Staatsfonds, Banktreasury-Portfolios –, indem sie „gleiche Rechte, gleichen Schutz“ gewährleistet. Sie ist von Grund auf konservativ ausgelegt, da die Gruppe, die über die DTCC 114 Billionen Dollar hält, nicht auf eine Plattform wechseln wird, die Stimmrechte und Dividendenansprüche einschränkt. Sie benötigen den rechtlichen Rahmen, der intakt bleibt, und die DTCC bietet ihn. Langsam, abgeschottet, reguliert, programmierbar.

Die Krypto-native Schiene erfasst alles, was die institutionelle Schiene auf dem Tisch liegen lässt. Privatanleger, die eine Abwicklung rund um die Uhr wünschen. Offshore-Kapital, das bereits zu xStocks, Backed, Kraken, Bybit, Robinhood EU und der BNB Chain gewechselt ist. Renditejäger, die Fraktionierung, automatisierte Market Maker und reibungslose plattformübergreifende Liquidität suchen. Menschen, denen es egal ist, ob ihr „Apple-Token“ tatsächlich Apple-Aktien repräsentiert, solange er den Kurs nachbildet. Schnell, offen, unbürokratisch, programmierbar.

Mark Greenberg, Krakens globaler Leiter des Privatkundengeschäfts, sagte DL News im September, dass „die Zukunft der Kapitalmärkte nicht nach dem Einheitsprinzip gestaltet sein wird“ und dass „der wahre technologische Durchbruch in genehmigungsfreien, interoperablen Plattformen wie xStocks liegt“. Übersetzen wir das. Krakens Argument lautet, dass ein Apple-Token, der rund um die Uhr ohne Abwicklungsfriktionen gehandelt wird, Volumen von einer Apple-Aktie abziehen wird, die T+1 über die NSCC abgewickelt wird – unabhängig davon, ob der Inhaber des Open-Rail-Tokens das zugrunde liegende Wertpapier tatsächlich besitzt. Die Preisbildung, nicht das rechtliche Eigentum, ist das Wertversprechen.

Das ist genau die Umkehrung, die ich in Teil I genannt habe. Der Besitz wird zu einem vom System anerkannten Anspruch. Der Rechtsanspruch wird vom Handelsplatz abgekoppelt. Das wirtschaftliche Risiko wird von den Rechten des Aktionärs abgekoppelt. Und sobald der krypto-native Kanal die Preisbildung übernimmt – sobald der Apple-Token auf Solana, Canton oder der BNB Chain zum liquidesten Handelsplatz für Apple wird –, werden der DTCC-Kanal und die Transferstelle des Emittenten zu einer Backoffice-Formalität. Der „echte“ Markt ist dort, wo sich der Preis bewegt.

Die ESMA, die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde, hat öffentlich gewarnt, dass tokenisierte Aktien-Wrapper ein „Risiko von Missverständnissen“ für Privatanleger bergen, denen möglicherweise nicht bewusst ist, dass ihre Token keine Aktionärsrechte verleihen. Diese Warnung wurde in Europa ausgesprochen, wo die Wrapper bereits im Einsatz sind. Sie wird noch härter einschlagen, sobald dieselben Wrapper – mit dem Segen der SEC – auch in den Vereinigten Staaten verfügbar sind und sobald der Gradient der Rechtsansprüche zwischen Rail One und Rail Two für jeden, der kein Wertpapieranwalt ist, unsichtbar wird.

Dies ist die operative Form der Abonnementsgesellschaft, die ich in Teil I beschrieben habe. Der Käfig wird nicht durch Zwang errichtet. Er entsteht durch Abhängigkeit, durch Gradienten, durch Bequemlichkeit und durch das stille Verschwinden der Alternative. Die DTCC-Schiene ist die Abhängigkeit. Die krypto-native Schiene ist die Bequemlichkeit. Die Alternative – eine nicht programmierbare, nicht tokenisierte, namentlich verbuchte Aktienbeteiligung – ist das, was stillschweigend aus dem Verkehr gezogen wird.

Der CLARITY Act ist die legislative Hälfte des Zwei-Schienen-Modells

Die administrative Hälfte der Architektur ist das, was ich dokumentiert habe – das DTC-No-Action-Letter vom Dezember 2025, die gemeinsame Erklärung der Mitarbeiter vom 28. Januar 2026, die bevorstehende Innovationsausnahme. Die administrative Hälfte kann schnell voranschreiten, da sie keine Maßnahmen des Kongresses erfordert. Ermessensspielraum der Mitarbeiter, Schreiben der Kommission, prinzipienbasierte Schutzmaßnahmen, dreijährige Pilotprojekte – das gesamte Vokabular von Project Crypto ist darauf ausgelegt, eine dauerhafte Infrastruktur unter dem Deckmantel „Wir klären lediglich bestehendes Recht“ aufzubauen.

Die legislative Hälfte ist der CLARITY Act.

Ich habe CLARITY in Teil I als Teil des legislativen Gerüsts für die Tokenisierung genannt, neben dem GENIUS Act. Ich habe ihm in dieser Reihe noch nicht die strukturelle Behandlung zuteilwerden lassen, die es verdient, denn bis die Innovationsausnahme diese Woche auftauchte, war die Frage, wie die beiden Hälften ineinandergreifen, noch teilweise spekulativ. Das ist nun nicht mehr der Fall. Die beiden Hälften greifen öffentlich ineinandergreifen, vor demselben Kongress, der GENIUS im letzten Jahr verabschiedet hat, und nach demselben Zeitplan wie die Einführung, die ich in Teil III dokumentiert habe.

Der Digital Asset Market Clarity Act – H.R. 3633 im 119. Kongress – wurde 2025 vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Landwirtschaftsausschuss des Senats hat ihn im Januar 2026 geprüft. Am 14. Mai 2026 – fünf Tage vor dem Forbes-Artikel, mit dem dieser Aufsatz begann – brachte der Bankenausschuss des Senats den Gesetzentwurf in einer parteiübergreifenden Abstimmung mit 15 zu 9 Stimmen voran, wobei sich alle dreizehn Republikaner sowie die Demokraten Ruben Gallego und Angela Alsobrooks anschlossen, die beide erklärten, ihre Unterstützung sei an Bedingungen geknüpft und würde sich möglicherweise nicht in Abstimmungen im Plenum niederschlagen. Am selben Tag wurde der Ethik-Änderungsantrag von Senator Chris Van Hollen – Mitverfasser des Schreibens vom 27. April an Atkins bezüglich der Innovationsausnahme –, der hochrangigen Regierungsbeamten bestimmte Geschäftsbeteiligungen im Kryptobereich untersagt hätte, im Ausschuss mit 11 zu 13 Stimmen abgelehnt. Der Gesetzentwurf geht nun an das Plenum des Senats, wo er 60 Stimmen benötigt, um eine Filibuster-Blockade zu überwinden. Die Versionen des Banken- und des Landwirtschaftsausschusses müssen zudem vor einer endgültigen Abstimmung im Plenum miteinander in Einklang gebracht werden. Die praktische Frist ist August 2026, bevor der Wahlkampf zur Halbzeitwahl den Legislaturkalender beendet. Seit Mitte Mai 2026 handelt Polymarket den Markt „Clarity Act 2026 unterzeichnet“ im Bereich von 65–75 %, wobei die Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit der Beratung im Bankenausschuss des Senats sprunghaft anstieg; ein Berater des Weißen Hauses nannte öffentlich den 4. Juli als möglichen Termin für die Unterzeichnung.

Strukturell gesehen ordnet CLARITY jede digitale Anlage in eine von drei regulatorischen Kategorien ein:

  • Digitale Rohstoffe (Bitcoin, Ether, Solana und Token, deren Netzwerke als „ausgereift“ oder ausreichend dezentralisiert gelten) fallen unter die Aufsicht der CFTC für den Spot- und Kassamarkt.
  • Vermögenswerte aus Investitionsverträgen (Token, die wie eine Frühphasen-Finanzierungsrunde verkauft werden, bei der ein zentralisiertes Team Kapital gegen zukünftige Leistungen beschafft) verbleiben unter dem bestehenden Wertpapierrahmen bei der SEC.
  • Stablecoins (an den Dollar gekoppelte Token, die zum Geldtransfer verwendet werden) unterliegen einer gemeinsamen Aufsicht durch SEC und CFTC, aufbauend auf dem Lizenzierungssystem des GENIUS Act.

Vergleicht man diese Taxonomie mit dem Zwei-Kategorien-Rahmen der SEC-Mitarbeiter für tokenisierte Wertpapiere – vom Emittenten tokenisiert vs. von Dritten tokenisiert, wobei Dritte in den Unterformen „custodial“ und „synthetic“ auftreten – wird die architektonische Übereinstimmung offensichtlich.

Emittent-tokenisierte Aktien (der DTCC-Kanal mit vollständiger Wahrung der Ansprüche gemäß Artikel 8) sind eindeutig Wertpapiere. Sie verbleiben bei der SEC. Die von mir in Teil III dokumentierte Verwaltungsarchitektur regelt sie.

Verwahrungs-Wrapper durch Dritte – bei denen eine Plattform wie Backed oder xStocks das zugrunde liegende Wertpapier verwahrt und einen Token prägt, der einen Anspruch gegenüber dem Verwahrer darstellt – befinden sich an der Schnittstelle. Die Stellungnahme der SEC-Mitarbeiter stuft sie weiterhin als Wertpapiere ein, doch die Rechte des Token-Inhabers bestehen gegenüber dem Intermediär, nicht gegenüber dem Emittenten. Nach CLARITY hängt die Klassifizierung davon ab, ob die Wrapping-Plattform als Emittent eines Anlagevertragsvermögenswerts (SEC) oder als Handelsplatz für eine digitale Ware (CFTC) behandelt wird.

Synthetische Wrapper von Drittanbietern – Token, die den Kurs der Apple-Aktie nachbilden, ohne tatsächlich Apple-Aktien zu halten – sind der Punkt, an dem die Architektur am undurchsichtigsten wird, und an dem ich die Grenze zwischen dem, was das Gesetz sagt, und dem, was ich prognostiziere, ziehen möchte. Bei der Rohstoffklassifizierung des CLARITY Act geht es vordergründig darum, ob das zugrunde liegende Netzwerk ausreichend dezentralisiert oder „ausgereift“ ist, nicht darum, ob ein bestimmter Wrapper Aktionärsrechte verleiht. Ein synthetischer Aktien-Tracker könnte nach den bestehenden Dodd-Frank-Regeln bereits ein wertpapierbasierter Swap sein, wodurch er unabhängig davon, wie die Drei-Kategorien-Taxonomie des CLARITY-Gesetzes ausgelegt wird, unter der Zuständigkeit der SEC bliebe. Die eindeutigste rechtliche Auslegung lautet also, dass synthetische Wrapper bei der SEC verbleiben.

Was ich interpretiere und ausdrücklich klarstellen möchte: Mein Argument ist nicht, dass der Text des CLARITY-Gesetzes synthetische Wrapper direkt als CFTC-Rohstoffe neu klassifiziert. Mein Argument ist, dass die Kombination aus der weitreichenden Ausweitung der Rohstoffklassifizierung durch CLARITY, der Einordnung von Wrappern Dritter durch die SEC-Mitarbeiter am 28. Januar als Instrumente, deren Rechte dem Emittenten gegenüber „etwas gewähren können oder auch nicht“, und der weniger strengen Behandlung krypto-nativer Plattformen im Rahmen der Innovationsausnahme einen Interpretationsspielraum schafft. Wrapper, die volle Aktionärsrechte gewähren, bleiben eindeutig im Zuständigkeitsbereich der SEC. Wrapper, die keine Rechte gewähren, die eher preisgebundenen Rohstoffen als Eigenkapitalansprüchen ähneln und die an krypto-nativen Handelsplätzen gehandelt werden, die als Infrastruktur für digitale Rohstoffe gestaltet sind, stellen den umstrittensten Bereich auf der Karte der Bundesgerichtsbarkeit dar – und die Anziehungskraft der CFTC-Ausweitung durch CLARITY, kombiniert mit der Haltung von Project Crypto in Richtung einer weniger strengen Aufsicht, wirkt in Richtung des CFTC-Endes dieses Auslegungsspektrums.

Das ist eine Interpretation, kein Gesetzestext. Aber es ist die Interpretation, zu der die Gestaltungsentscheidungen einladen. Der Gradient der Rechtsansprüche, den ich im vorigen Abschnitt beschrieben habe, ist nicht nur ein Gradient der Marktstruktur. Er ist – zumindest in den Grenzfällen – ein Gradient der Regulierungsbehörden.

Das ist kein zufälliges Ergebnis der Ausarbeitung. Das ist die Absicht.

Es ist auch das Konzept, auf das die NASAA – die North American Securities Administrators Association, die die Wertpapieraufsichtsbehörden aller 50 Bundesstaaten, des District of Columbia, der Territorien sowie der kanadischen und mexikanischen Gerichtsbarkeiten vertritt – in einem Stellungnahme-Schreiben vom 13. Januar 2026 an den Vorsitzenden des Senatsausschusses für Bankwesen, Tim Scott, und die ranghöchste Mitgliedin, Elizabeth Warren, offiziell hingewiesen hat. Die NASAA schrieb, sie könne „den CLARITY Act in seiner derzeitigen Form nicht unterstützen“, da „die in Titel I enthaltenen Bestimmungen die bestehenden Befugnisse der Bundesstaaten zur Bekämpfung von Anlegerschäden, die aus Betrugs- und Missbrauchsfällen bei Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten resultieren, schwächen werden“. In dem Schreiben wurden „grundlegende interne Unstimmigkeiten“ in den Definitionen des Gesetzentwurfs aufgezeigt – insbesondere die undurchführbare Trennung zwischen „Netzwerk-Token“ (einem digitalen Rohstoff im Sinne des CLARITY Act) und „Nebenwert“ (einer Unterkategorie von Netzwerk-Token, deren Wert von unternehmerischen oder verwaltungstechnischen Anstrengungen Dritter abhängt, eine Bedingung des Howey-Tests). Die NASAA warnte unmissverständlich: „Betrüger werden jede neue Bedingung und jede neue Einschränkung dieser Konzepte ausnutzen. Angesichts der grassierenden Betrugswelle, der amerikanische Anleger, insbesondere ältere Anleger, ausgesetzt sind, sollte der Kongress keine Maßnahmen verfolgen, die es Betrügern erleichtern, mit ihren Verbrechen davonzukommen, und es den Strafverfolgungsbehörden und Regulierungsbehörden erschweren, zu handeln.“ Dies ist eine etwas andere Sorge als die im Warren/Van-Hollen-Schreiben zur Innovationsausnahme – der Fokus der NASAA liegt auf der staatlichen Betrugsbekämpfungsbefugnis und der Beibehaltung der Definition des Investitionsvertrags gemäß NSMIA, während Warren und Van Hollen den Ausnahmeweg auf Bundesebene ins Visier nahmen –, doch sie läuft auf dieselbe strukturelle Sorge hinaus: dass Marktteilnehmer durch definitorische Architektur und nicht durch substanzielle Änderungen aus dem Schutzbereich der Wertpapiergesetze herausfallen. Die staatlichen Regulierungsbehörden und die Senatsdemokraten weisen aus zwei unterschiedlichen Richtungen auf dasselbe strukturelle Risiko hin. Keine der beiden Seiten reicht allein aus, um diese Struktur aufzuhalten. Zusammen bilden sie das institutionelle Gerüst einer Opposition, die als Koalition noch nicht existiert.

Der GENIUS Act verschaffte Atkins die „Stablecoin-Schiene“. Der CLARITY Act würde ihm die „Commodity-Schiene“ verschaffen und die Neuverteilung der Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC gegen künftige personelle Veränderungen in der Kommission absichern. Die Innovationsausnahme ist der Proof-of-Concept; CLARITY wäre die dauerhafte gesetzliche Absicherung, die verhindert, dass eine künftige demokratische SEC diese wieder rückgängig macht. Deshalb ist der Zeitpunkt entscheidend. Atkins’ Amtszeit als Vorsitzender läuft im Juni 2026 aus. Das Zeitfenster für CLARITY, den Senat zu passieren, schließt effektiv im August 2026. Beide Fristen liegen vor den Zwischenwahlen im November.

Das habe ich in Teil I gemeint, als ich GENIUS und CLARITY als das eiserne Gerüst eines technokratischen Systems bezeichnete. Die Gesetzesentwürfe sind die Schienen. Der No-Action-Letter und die Innovationsausnahme sind die Züge. ERC-3643 ist die Spurweite. Und die Gruppe, die diese Architektur entworfen hat, beeilt sich, alle drei zu verlegen, bevor sich die politische Zusammensetzung ändert, die sie genehmigt hat.

Die legislative Hälfte klärt zudem durch öffentliche Stellungnahmen zu einer SEC-Veröffentlichung, was durch öffentliche Kommentare an einer SEC-Veröffentlichung korrigierbar ist und was nicht. Die Innovationsausnahme kann von einer zukünftigen Kommission geändert oder widerrufen werden. CLARITY hingegen nicht, sobald es unterzeichnet ist. Die beiden Hälften des Entwurfs verfolgen unterschiedliche Ziele mit unterschiedlichen Zeitplänen, und die legislative Hälfte ist diejenige, die sich schwerer rückgängig machen lässt.

Reg NMS ist kein Kollateralschaden. Es ist das Ziel.

Die langsamer einsetzende Folge der Innovationsausnahme, so Kapron, ist eine Neufassung der Regeln, auf denen die moderne Struktur des US-Aktienmarktes aufbaut. Die Schutzmechanismen des National Market System – bestmögliche Ausführung, das Consolidated Tape, der Grundsatz, dass eine Aktie einen kanonischen Markt hat – basierten auf der Prämisse, dass ein regulierter Handelsplatz die Architektur ist, die es zu verteidigen gilt. Atkins war 2005 Mitautor der ursprünglichen Gegenstimme zu Reg NMS und sagte in seiner Rede vom Juli 2025, dass die Berücksichtigung des tokenisierten Handels „uns dazu zwingen könnte, Änderungen an Reg NMS zu prüfen.“

Er sagte es öffentlich. Der Markt entschied sich, es nicht zu hören.

Der Forbes-Artikel behandelt die Abschaffung von Reg NMS als Kostenfaktor für die Marktstruktur – Fragmentierung, Unsicherheit bei der Preisbildung, Abweichungen bei den Abwicklungsmechanismen. Ich lese das anders, und ich denke, die Designentscheidung wird durch den Rahmen, den ich in dieser Serie verwendet habe, deutlicher: Ein einziger kanonischer Markt für jede Aktie ist genau das, was man auflösen muss, um die programmierbare, genehmigungsgebundene und überwachte Handelsplattform dauerhaft zu etablieren.

Wenn eine Aktie einen kanonischen Markt hat, dann ist dieser kanonische Markt das Gravitationszentrum der Preisbildung, des Aktionärsaktivismus, der Rechenschaftspflicht der Transferstellen und der Reg NMS-Überwachung. Die Hülle der gesetzlichen Rechte und die Hülle des Handelsplatzes sind ein und dieselbe Hülle. Der Emittent hat eine Anlaufstelle für Klagen. Der Aktionär hat eine Anlaufstelle für Abstimmungen. Die Aufsichtsbehörde hat eine Anlaufstelle für Kontrollen.

Wenn eine Aktie viele Hüllen hat – einige, die Rechte wahren, andere nicht; einige auf krypto-nativen Blockchains, andere in genehmigten institutionellen Ledgern; einige verwahrt, andere synthetisch, einige Swaps, andere Ansprüche –, dann gibt es keinen kanonischen Markt. Es gibt eine Vielzahl korrelierter Handelsplätze, und die Frage, welcher davon „real“ ist, wird eher zu einer Frage der Liquidität als des Rechts.

Ein Wertpapier, viele Verpackungen, kein einheitlicher Markt. Diese Fragmentierung ist kein Fehler – sie ist eine bewusste Entscheidung.

In diesem Umfeld verändert sich die Rolle der Regulierungsbehörde auf subtile Weise. Die SEC hört auf, den Markt zu überwachen, und beginnt, Protokolle zu zertifizieren. Die DTC ist nicht mehr Verwahrstelle für Aktien, sondern wird zum Verwalter tokenisierter Ansprüche. Die Börsen konkurrieren nicht mehr um die Qualität der Ausführung, sondern um die Abwicklungsgeschwindigkeit und die Authentifizierungsschemata. Und jeder dieser Handelsplätze – ob institutionell oder krypto-nativ – basiert auf compliance-bewussten Token-Standards, bei denen Root-Wallet-Autorität, Reversibilität, Überwachung und OFAC-Prüfung fest im Protokoll verankert sind.

Die politische Frage lautet nicht mehr: „Wo kann man Apple handeln?“, sondern: „In wessen Compliance-Rahmen handelt man?“ Sobald dies zur Frage wird, hat sich die Souveränität über die Kapitalallokation von der regulierten Börse zu den Protokollentwicklern, den Compliance-bewussten Standardsetzern und den Institutionen verlagert, die die Root-Wallets betreiben.

Das habe ich in Teil I gemeint, als ich schrieb, dass sich die Entscheidungsfindung von demokratischen Prozessen hin zu Eliten und Code verlagert. Die Innovationsausnahme ist der Teil der Architektur, in dem der Code beginnt, das Gesetz zu schreiben.

Wo Loop 2 ansetzt

In Teil III habe ich argumentiert, dass die DTCC-Schiene Loop 1 – die Asset-Ebene – vervollständigt und die Schiene für Loop 2, die Persona-Ebene, legt. Das Zugangsgatter für Berechtigungsnachweise ist heute institutionell: Eine Wallet ist registriert, weil ein DTC-Teilnehmer im Rahmen bestehender KYC-/AML-Verpflichtungen für sie bürgt. Der kurze logische Schritt führt von „durch KYC verifiziert“ über „durch Bescheinigungen zu Identität, Wohnsitz, Akkreditierung, Sanktionsstatus und Steuerstatus verifiziert“ hin zu „durch ledger-native, soulbound oder vom Körper abgeleitete Bescheinigungen verifiziert, die das Zulassungsschema des Systems erfüllen“.

Die Innovationsausnahme beschleunigt diese Schienenverlegung, da sie dieselbe Frage der Berechtigungsnachweise unter ausdrücklicher SEC-Genehmigung auf die krypto-native Schiene überträgt. Atkins’ Formulierung vom Juli 2025 – „Whitelisting- oder Verified-Pool-Funktionalität“ – ist die Persona-Ebene im Regulierungsjargon. Die krypto-native Schiene ist nicht, wie ihre Verfechter es darstellen, ein genehmigungsfreies System. Es ist ein genehmigungsbasiertes System, dessen Zugangsschranke der verifizierte Pool, der auf der Whitelist stehende Käufer/Verkäufer und der Compliance-bewusste Token-Standard mit Verteilungskontrolle ist. Das gleiche Vokabular wie bei der DTCC-Schiene. Die gleichen Möglichkeiten. Die gleiche Entwicklung.

Sobald beide Schienen in Betrieb sind, wird die Frage, welche Bescheinigungen eine Wallet erfüllen muss, um an einer der beiden Schienen teilzunehmen, zum entscheidenden Faktor. Es ist dieselbe Frage, die ich in Teil II gestellt habe und die nun auf beiden Seiten in den offiziellen Aktienmarkt eingebettet ist:

„Diese Wallet ist verifiziert, da der Inhaber Nachweise zu Identität, Wohnsitz, Berechtigung, Sanktionsstatus und Steuerangelegenheiten vorgelegt hat.“

„Diese Wallet ist verifiziert, da der Inhaber native, soulbound oder body-derived Nachweise vorgelegt hat, die den Zulassungskriterien des Systems entsprechen.“

Ich behaupte nicht, dass die Integration bereits heute stattfindet. Ich behaupte vielmehr, dass die Infrastruktur nun so aufgebaut ist, dass sie dazu in der Lage ist. Die DTCC-Infrastruktur hat im Mai die eine Hälfte der Asset-Layer-Architektur geschaffen. Die Innovationsausnahme wird in Kürze die andere Hälfte schaffen. Zusammen werden dadurch alle Aktien börsennotierter Unternehmen im Russell 1000 eine programmierbare, genehmigungsbasierte und überwachte Darstellung im Inland erhalten – und die Credential-Layer, die entscheidet, wer berechtigt ist, darauf zuzugreifen, ist die naheliegende nächste Schnittstelle, die standardisiert werden muss.

Ebene 1 kontrolliert den Vermögenswert. Ebene 2 entscheidet, wer berechtigt ist, darauf zuzugreifen. Beide Schienen der Ebene 1 sind nun geplant. Ebene 2 hat einen Anschlusspunkt.

Was dies nicht beweist

Da in diesem Bereich die Versuchung groß ist, zu weit zu gehen, möchte ich – wie bereits in Teil III – die Grenze zwischen Beweisen, Interpretation und Prognosen klar herausstellen.

Was die Beweise zeigen:

  • Die gemeinsame Erklärung der SEC-Mitarbeiter vom 28. Januar 2026 (Corporation Finance, Investment Management sowie Trading and Markets), in der zwei Kategorien tokenisierter Wertpapiere definiert werden, wobei die zweite (Wrapper von Drittanbietern, sowohl in verwahrter als auch in synthetischer Form) ausdrücklich als „kann oder kann nicht“ Aktionärsrechte verleihen, umschrieben wird.
  • Bloombergs Bericht vom 18. Mai 2026 – der bei CoinDesk, Unchained, PYMNTS und anderswo auftauchte –, wonach eine Innovationsausnahme für tokenisierte Aktien im Rahmen von Chair Atkins’ „Project Crypto“ noch innerhalb der Woche beschlossen werden könnte.
  • Atkins’ Rede vom 31. Juli 2025 am America First Policy Institute mit dem Titel „American Leadership in the Digital Finance Revolution“, in der sie die Ausgestaltung der Ausnahme darlegte: regelmäßige Berichte, Whitelisting- oder Verified-Pool-Funktionalität sowie die Einhaltung „eines Token-Standards, der Compliance-Funktionen wie ERC-3643 beinhaltet“ – der einzige in der Rede genannte Token-Standard und derselbe Standard, den die DTC in ihrem Antragsschreiben an die Division of Trading and Markets der SEC nennt.
  • Die Mitgliedschaft der DTCC im Leitungsgremium der ERC-3643 Association, die bestätigt, dass der institutionelle Bereich und der genannte krypto-native Compliance-Standard ein gemeinsames organisatorisches Rückgrat teilen, nicht nur ein technisches.
  • Atkins’ und Kommissarin Peirces Entwurf vom Februar 2026 für einen vorübergehenden Rahmen, der Volumenobergrenzen, Käufer und Verkäufer auf einer Whitelist sowie automatisierte Market Maker umfassen würde, die unter prinzipienbasierten Schutzvorkehrungen operieren.
  • Atkins’ ausdrückliche Erklärung, dass die Berücksichtigung des tokenisierten Handels „uns dazu zwingen könnte, Änderungen an Reg NMS zu prüfen“.
  • Das dokumentierte Wachstum des Offshore-Modells für tokenisierte Aktien: von einer Gesamtmarktkapitalisierung von unter 30 Mio. USD zu Beginn des Jahres 2025 auf rund 1,2 Mrd. USD zum Jahresende, wobei allein xStocks in diesem Zeitraum ein kumuliertes Transaktionsvolumen von über 25 Mrd. USD verzeichnete.
  • Das Schreiben der Senatoren Warren und Van Hollen vom 27. April 2026, in dem eine Antwort darauf gefordert wurde, ob weitere Ausnahmen „es Marktteilnehmern ermöglichen würden, sich mithilfe von Kryptowährungen leicht den Wertpapiergesetzen zu entziehen“, mit einer Frist bis zum 8. Mai, auf die die Kommission mit der Ankündigung der Veröffentlichung in dieser Woche reagierte.
  • Die Tatsache, dass OpenAI und Anthropic bereits öffentlich nicht autorisierte tokenisierte Produkte abgelehnt haben, die mit ihren Bewertungen auf Offshore-Plattformen verknüpft sind – und damit den Präzedenzfall geschaffen haben, dass namhafte Emittenten mit hoher Marktkapitalisierung tatsächlich Widerstand leisten, wenn ihre Aktien ohne Zustimmung verpackt werden.
  • Der CLARITY Act (H.R. 3633) wurde 2025 vom Repräsentantenhaus verabschiedet, vom Landwirtschaftsausschuss des Senats im Januar 2026 geprüft und der Bankenausschuss des Senats wird ihn am 14. Mai 2026 mit 15 zu 9 Stimmen weiterleiten (wobei Van Hollens Ethik-Änderungsantrag am selben Tag mit 11 zu 13 Stimmen abgelehnt wurde), woraufhin eine Abstimmung im gesamten Senat folgt, für die 60 Stimmen erforderlich sind, um eine Filibuster-Blockade zu überwinden, mit einer praktischen Frist bis August 2026.
  • Der Stellungnahmebrief der NASAA vom 13. Januar 2026, in dem sie sich formell gegen den CLARITY Act in seiner aktuellen Form ausspricht, mit der Begründung, dass Titel I „die bestehende Befugnis der Bundesstaaten zur Bekämpfung von Anlegerschäden schwächen wird“ und dass die definitorischen Unstimmigkeiten des Gesetzentwurfs zwischen „Netzwerk-Token“ und „Nebenwert“ es Betrügern ermöglichen werden, „alle neuen Bedingungen und Grenzen dieser Konzepte auszunutzen“.

Was die Beweise nicht belegen:

  • Dass jede US-Aktie auf dem krypto-nativen Track tokenisiert wird.
  • Dass Wrapper von Drittanbietern die Preisfindung für Russell-1000-Titel dominieren werden.
  • Dass die Innovationsausnahme in expliziter Abstimmung mit dem DTCC-Track konzipiert wird. (Die architektonische Konvergenz bei ERC-3643 und Compliance-bewussten Standards ist dokumentiert; die Abstimmung wird aus der Konvergenz abgeleitet.)
  • Dass eine einzelne Plattform – Kraken, Robinhood, Bybit, Backed, xStocks – die von mir beschriebenen architektonischen Erweiterungen verfolgt.

Was ich interpretiere:

  • Dass die DTCC-Plattform und die Plattform für die Innovationsausnahme, zusammen betrachtet, eine einzige architektonische Designentscheidung darstellen: programmierbare, genehmigungsgebundene, Compliance-bewusste Tokenisierung von US-Aktien über institutionelle und privatkundenorientierte Handelsplätze hinweg.
  • Dass die bewusste Fragmentierung der Rechtsansprüche (Anspruchswahrung auf dem DTCC-Track; „kann oder kann nicht“ auf dem krypto-nativen Track) der strukturelle Mechanismus ist, durch den Reg-NMS-Schutzmaßnahmen nicht mehr durchsetzbar werden und die Preisbildung dorthin wandert, wo der größte Komfort geboten wird.
  • Dass „Innovation“ – in diesem Entwurf – einen genehmigten Blockchain-Wrapper bedeutet, der die traditionelle Registrierung als Broker-Dealer umgeht, während die Fähigkeit der Institution erhalten bleibt, auf Protokollebene Whitelists zu erstellen, Transaktionen rückgängig zu machen, zu sperren und zu prüfen.

Das reicht aus, um eine genaue Prüfung zu rechtfertigen. Es bedarf keiner maximalistischen Behauptungen, um Alarm zu schlagen.

Die höfliche Sprache der Einhegung, Reprise

Die Einführung wird nicht als Einhegung verkauft werden. Er wird als Wahlmöglichkeit für Anleger verkauft werden.

Die Wahlmöglichkeit für Anleger zwischen zwei Schienen. Die Wahlmöglichkeit für Anleger zwischen einem rund um die Uhr verfügbaren Token-Wrapper und einer T+1-abgerechneten Aktie. Die Wahlmöglichkeit für Anleger zwischen einem fraktionierten Synthetikwert und einem verwahrten Anspruch. Die Wahlmöglichkeit für Anleger zwischen einem krypto-nativen AMM und einem Nasdaq-Orderbuch. Die Wahlmöglichkeit für Anleger zwischen einem Token, der Aktionärsrechte verleiht, und einem, der dies nicht tut.

Dies ist dasselbe rhetorische Muster, das ich in Teil III benannt habe. Kontrollsysteme, die keinen Komfort bieten, lassen sich leicht ablehnen. Kontrollsysteme, die Menüpunkte anbieten – wähle deine Handelsplattform, wähle deinen Token-Wrapper, wähle deine Abwicklungsgeschwindigkeit, wähle deinen Compliance-Grad – werden freiwillig angenommen, bis ein Ausstieg unpraktisch wird. Dann wird das Menü zum Markt. Dann wird das Menü zum einzigen Ort, an dem eine gewöhnliche Teilnahme an Aktienmärkten, Altersvorsorgekonten, Brokerage-Beziehungen und 401(k)-Plänen möglich ist. Dann wird die Frage, ob man einer programmierbaren, einfrierbaren, reversiblen, durch die Root-Wallet übersteuerbaren Eigentumsform – oder einem Wrapper eines Drittanbieters, der möglicherweise gar kein Eigentumsrecht verleiht – „zustimmt“, akademisch, da die nicht programmierte Alternative stillschweigend ausgemustert wurde.

Die Innovationsausnahme ist die Menüerweiterung. Die DTCC-Einführung ist die Küche. Das Compliance-bewusste Protokoll ist das Rezept. Auf beiden Schienen ist das Essen dasselbe.

Und die langsamste, am besten zu verteidigende Version des Käfigs – die, die ich in Teil I benannt, in Teil II vertieft, in Teil III dokumentiert habe und die nun gleichzeitig über die institutionellen und die krypto-nativen Schienen operationalisiert sehe – ist der Käfig, der durch Abhängigkeit, durch Gradienten und durch den höflichen Rückzug jeder nicht programmierbaren Alternative errichtet wird.

Die Architektur widerlegt das „Ebenbild Gottes“ nicht. Sie umgeht es. Die Persönlichkeit wird zu einer Bescheinigung. Eigentum wird zu einem Zugang. Die Rechtsstellung wird zu einer Erlaubnis.

Die Frage, die sich hinter der technischen Frage verbirgt, Reprise

Hinter der technischen Konstruktion der beiden Schienen verbirgt sich dieselbe politische Frage, die ich in Teil II angesprochen habe, und hinter der politischen Frage verbirgt sich dieselbe metaphysische Frage.

Existieren Personen vor dem System, oder werden sie durch dieses konstituiert? Geht Eigentum dem Ledger voraus, oder verleiht das Ledger Eigentum? Sind Rechte dem Menschen innewohnend, oder sind sie Genehmigungen, die von einem Validierungssystem erteilt werden, das entscheidet, welche Wallets, welche Berechtigungsnachweise und welche Signaturen qualifiziert sind?

Die DTCC-Schiene beantwortet diese Frage auf eine Weise: Der Rechtsanspruch bleibt bestehen, aber seine Ausübung hängt von der Anerkennung durch das System ab. Die Innovationsausnahme beantwortet sie aggressiver: Der Rechtsanspruch bleibt möglicherweise gar nicht bestehen, und der Inhaber des Tokens verfügt möglicherweise über nichts weiter als ein synthetisches, preisgebundenes Instrument ohne Rechte gegenüber dem Emittenten des zugrunde liegenden Eigenkapitals.

Beide Antworten setzen dieselbe metaphysische Prämisse um. Eigentum ist das, was das Hauptbuch sagt. Die Rechtsstellung ist das, was das Protokoll bescheinigen kann. Rechte sind das, was der verifizierte Pool zulässt. Die Prämisse der Unabhängigkeitserklärung – dass Personen vor Systemen real sind, dass Würde intrinsisch ist, dass Rechte nicht vom Staat gewährt werden – wird in keinem der beiden Ansätze widerlegt. Sie wird durch die Architektur lediglich unverständlich gemacht. Das System muss nicht gegen angeborene Rechte argumentieren. Es muss die Frage der angeborenen Rechte an den einzigen Orten, an denen Kapital fließt, unwirksam machen.

Das ist der tiefgreifendere Schachzug, den ich in dieser Serie verfolgt habe. Die Unterscheidung zwischen Schöpfer und Schöpfung, der Anspruch auf das Ebenbild Gottes, die realistische Metaphysik, auf der die Argumentation der Unabhängigkeitserklärung beruht – all dies wird nicht direkt angegriffen. Es wird umgangen, durch eine Architektur, die Personsein als Bescheinigung, Eigentum als Eintrag und Klagebefugnis als Erlaubnis behandelt.

Das Zwei-Schienen-Design ist es, was diese Umgehung vervollständigt. Die institutionelle Schiene bewahrt gesetzliche Rechte innerhalb eines programmierbaren Rahmens. Die krypto-native Schiene verzichtet gänzlich auf gesetzliche Rechte und bietet stattdessen Preisrisiken. Zusammen beantworten sie die Frage, was eine Person ist, indem sie sie nicht stellen – indem sie die Frage für die Bereiche irrelevant machen, in denen das gewöhnliche Finanzleben stattfindet.

Die Architektur ist noch offen. Die Hebelwirkung hat sich verschoben.

Die Hebelpunkte, die ich in Teil III genannt habe, bleiben bestehen. Zu ihnen gesellen sich nun neue, die spezifisch für die Innovationsausnahme gelten.

Die Ausnahme selbst ist administrativer Natur. Wie der DTC-No-Action-Letter vom Dezember 2025 ist die Innovationsausnahme kein Gesetz. Sie liegt im Ermessen der Mitarbeiter und der Kommission, wird unter definierten Zusicherungen gewährt und kann geändert oder widerrufen werden. Öffentliche Stellungnahmen über die öffentlichen Kanäle der Kommission sind der direkteste Hebel, den es gibt. Wie ich in Teil III angemerkt habe, hat die SEC nach Crenshaws Ausscheiden Anfang Januar 2026 nur noch drei amtierende Kommissare – Atkins, Peirce und Uyeda, allesamt Republikaner. Das Bundesgesetz begrenzt die Anzahl der Sitze pro Partei auf drei; die beiden Sitze der Demokraten bleiben unbesetzt. Diese Obergrenze ist ebenfalls ein Hebelpunkt: Ein nicht-republikanischer Kommissar würde, sobald er nominiert und im Amt wäre, mit ziemlicher Sicherheit gegen eine derart aggressive Architektur Einspruch erheben. Atkins’ eigene Amtszeit als Vorsitzende läuft im Juni 2026 aus, und Peirces Amtszeit als Kommissarin ist technisch gesehen bereits im Juni 2025 abgelaufen (sie übt ihr Amt aufgrund einer genehmigten Verlängerung aus). Die Zusammensetzung der Kommission, die diese Einführung abschließen wird, ist nicht unbedingt dieselbe Kommission, die sie begonnen hat. Kommentare, die sich auf die Architektur beziehen (Wrapping durch Dritte ohne Zustimmung des Emittenten, der „kann oder kann nicht“-Gradient, die bewusste Fragmentierung von Wrappern für gesetzliche Rechte, die Auswirkungen von Reg NMS), werden mehr Gewicht haben als allgemeine Anti-Krypto-Stimmungen – und werden bei einer Kommission landen, deren Zusammensetzung sich selbst im Wandel befindet.

Der Widerstand der Emittenten ist wichtiger, nicht weniger wichtig, und es gibt einen Präzedenzfall. Das Design des Drittanbieter-Wrappers ist der Teil der Ausnahmeregelung, der den Emittenten ausdrücklich umgeht. Die CEOs der Russell-1000-Unternehmen, deren Aktien – ohne ihre Zustimmung – auf krypto-nativen Plattformen gewrappt werden sollen, haben ein unmittelbares Recht auf Einspruch. Vorstände haben Treuhandpflichten. Transferagenten haben Verträge. Aktionärsaktivisten können auf der Grundlage von Rule 14a-8 Anträge stellen, um die Zulässigkeit der Tokenisierung auf die jährliche Abstimmung zu setzen. Die politischen Kosten, die entstehen würden, wenn eine Handvoll großer Emittenten sich weigern würde, Drittanbieter-Wrapper als legitime Repräsentationen ihres Eigenkapitals anzuerkennen, wären erheblich. Und das ist keine Hypothese: Sowohl OpenAI als auch Anthropic haben sich bereits öffentlich von nicht autorisierten tokenisierten Produkten distanziert, die auf Offshore-Plattformen mit ihren Bewertungen verknüpft sind. Der Präzedenzfall für den Einspruch von Emittenten ist geschaffen. Er muss auf die börsennotierten Unternehmen des Russell 1000 mit aktiven Vorständen und bevorstehenden Proxy-Saisons ausgeweitet werden.

Die Aufsicht durch den Kongress – und die Abstimmung über CLARITY im Senat – steht auf dem Spiel. Atkins hat öffentlich erklärt, dass die Ausnahmeregelung „uns möglicherweise dazu zwingen könnte, Änderungen an Reg NMS zu prüfen.“ Reg NMS ist das Regelwerk, das die moderne Struktur des US-Aktienmarktes geschaffen hat. Der Kongress ist befugt, Anhörungen zu verlangen, um zu klären, ob die SEC die Befugnis hat, diese Architektur durch eine Ausnahmeregelung der Mitarbeiter statt durch eine gesetzliche Neufassung aufzulösen. Noch dringlicher ist, dass der CLARITY Act am 14. Mai 2026 den Senatsausschuss für Bankwesen mit 15 zu 9 Stimmen passiert hat, aber noch kein Gesetz ist. Er benötigt noch 60 Stimmen im Senatsplenum und eine Abstimmung zwischen den Versionen des Ausschusses für Bankwesen und des Ausschusses für Landwirtschaft. Die beiden Stimmen der Demokraten im Bankenausschuss (Gallego und Alsobrooks) waren an Bedingungen geknüpft. Van Hollens Ethik-Änderungsantrag wurde im Ausschuss mit 11 zu 13 Stimmen abgelehnt, kann aber im Plenum erneut eingebracht werden. In der Stellungnahme der NASAA vom 13. Januar 2026 wurden die strukturellen Bedenken bereits von Seiten der staatlichen Regulierungsbehörden benannt; der Brief von Warren/Van Hollen vom 27. April tat dies von Seiten der Senatsminderheit. Eine koordinierte Druckkampagne der staatlichen Regulierungsbehörden und der Senatsminderheit auf den Zeitplan des Senats – unter Nutzung der Kalenderobergrenze im August 2026 als Druckmittel, der bedingten Stimmen der Demokraten als Arbeitsgrundlage und eines erneut eingebrachten Van-Hollen-Änderungsantrags als Keil – ist die Intervention mit dem größten Hebel, die verfügbar ist, bevor die Struktur gesetzlich besiegelt wird.

Das Landesrecht bleibt in Kraft. Artikel 8 des Uniform Commercial Code – auf den sich das DTC-No-Action-Schreiben ausdrücklich stützt – ist Landesrecht, kein Bundesrecht. Die Landesparlamente in Delaware (wo die meisten Aktiengesellschaften ihren Sitz haben), Texas und Florida (die aktiv Gesetze zu Eigentumsrechten und Anti-CBDC-Rahmenwerken erlassen haben) können klarstellende Gesetze verabschieden, die vorschreiben, dass jede erzwungene Übertragung eines Wertpapierantrags nur per Gerichtsbeschluss erfolgen darf, die verbieten, dass tokenisierte Wrapper von Dritten an Privatanleger vermarktet werden, ohne ausdrücklich offenzulegen, dass der Wrapper keine Aktionärsrechte verleiht, oder die verlangen, dass jede tokenisierte Darstellung der Aktien einer dort ansässigen Gesellschaft die Zustimmung des Vorstands erfordert.

Druck durch Privatkundenbroker und -plattformen. Das Schicksal der krypto-nativen Infrastruktur hängt davon ab, welche Privatkundenplattformen ihren Orderfluss dorthin leiten. Direkter Druck auf Schwab, Robinhood, Fidelity, Vanguard und den Rest der Arbeitsgruppe – mit der Forderung, dass jeder an Privatkunden angebotene Wrapper eines Drittanbieters eine in leicht verständlicher Sprache verfasste Offenlegung enthält, dass der Token möglicherweise keine Aktionärsrechte verleiht – ist der schnellste verfügbare marktbasierte Hebel. Es ist nicht erforderlich, dass eine einzelne Aufsichtsbehörde den ersten Schritt unternimmt.

Der intellektuelle Kampf. Jede Zeile der Ausnahmeregelung wird von Menschen verfasst, die beruflichen und reputationsbezogenen Anreizen unterliegen. Die architektonische Kritik landete in Teil III auf den Schreibtischen der Anwälte, die das DTC-Antragsschreiben verfassten, und der Mitarbeiter, die das No-Action-Letter ausstellten. Dieselbe Kritik, geschärft durch den Zwei-Schienen-Ansatz, muss auf den Schreibtischen der Mitarbeiter landen, die die Innovationsausnahme entwerfen – bevor die Ausnahmeregelung veröffentlicht wird, nicht danach.

Die Frist, die ich in Teil III genannt habe, gilt weiterhin. Die DTCC-Produktionsgeschäfte beginnen im Juli. Die Innovationsausnahme wird nach aktuellem Stand innerhalb weniger Tage veröffentlicht. Beide Schienen stehen kurz davor, vom Entwurf zur live geschalteten Infrastruktur zu werden. Das Zeitfenster für die Gestaltung der Architektur misst sich nun in Wochen, nicht in Monaten.

Worauf ich wiederum nicht wetten würde, ist, dass ein paralleles dezentrales System all dies umgehen wird. Das Zwei-Schienen-Design ist darauf ausgelegt, das Offshore-Modell zu integrieren, xStocks-ähnliche Wrapper unter dem Siegel der SEC an Land zu bringen und das unregulierte parallele System im Laufe der Zeit einzugrenzen, anstatt es zu vergrößern. Der Kampf findet nicht an den Rändern statt. Er findet im Zentrum statt, bevor sich das Zentrum verfestigt.

Fazit: Ein Eigenkapital, zwei Käfige, kein Fluchtweg

Das zentrale Thema in allen vier Teilen dieser Serie war nicht die Blockchain. Es war nicht die Kryptowährung. Es war nicht die Effizienz, die Abwicklungsgeschwindigkeit oder die Modernisierung. Es ging darum, ob die Architektur des Eigentums – und letztendlich der Person – um programmierbare Compliance herum neu aufgebaut wird, wobei die Kontrolloberflächen in Institutionen konzentriert sind, die die Öffentlichkeit weder gewählt hat noch effektiv überwacht.

Die Ankündigung der DTCC vom 4. Mai zeigte, dass die institutionelle Hälfte dieses Umbaus vom Konzept in den Zeitplan übergeht. Die nun bevorstehende Innovationsausnahme vollendet den Umbau, indem sie die programmierbare, genehmigungsgebundene und compliance-bewusste Tokenisierung auf die krypto-native Schiene ausweitet – unter dem Siegel der SEC, mit ausdrücklich genehmigten Wrappern von Drittanbietern, mit ausdrücklich optionalen Aktionärsrechten und mit Reg NMS, das ausdrücklich zur Änderung auf dem Tisch liegt.

Das sind nicht zwei konkurrierende Märkte. Das ist eine Architektur mit zwei Bereichen: der institutionelle Bereich für reguliertes Kapital unter „gleiche Rechte, gleicher Schutz“ und der krypto-native Bereich für Privatkunden- und Offshore-Kapital unter „kann Rechte gewähren oder auch nicht“. Beide Bereiche sind genehmigungspflichtig. Beide Bereiche werden überwacht. Beide Bereiche sind reversibel. Beide Bereiche basieren auf denselben compliance-bewussten Token-Standards. Beide Bereiche werden letztlich von Institutionen betrieben, deren Root-Wallet-Autorität die eigentliche Quelle der Eigentumsanerkennung ist.

Der Gradient der Rechtsansprüche zwischen den beiden Schienen ist der Köder. Die Compliance-Architektur, die beiden zugrunde liegt, ist die Falle.

Sobald beide Schienen live sind – und das werden sie innerhalb weniger Monate sein, sofern die Architektur nicht im noch verbleibenden Gestaltungsraum angefochten wird –, hängt die Frage, was eine Aktie eines US-Börsenunternehmens tatsächlich ist, davon ab, auf welcher Schiene man sie gehandelt hat, unter welchem Wrapper man sie gehalten hat, welches Protokoll der Emittent (oder der Dritte) für die Prägung gewählt hat und welcher Root-Key-Inhaber die Befugnis hat, Ihre Position rückgängig zu machen, einzufrieren oder zwangsweise zu übertragen.

Das ist keine Modernisierung des Marktes. Das ist die operative Einführung der Asset-Schicht, die ich in Teil I beschrieben habe, wobei sich die in Teil II beschriebene Persona-Schicht nun sichtbar darauf vorbereitet, sich in beide Schienen der Layer-1-Schicht einzuklinken, die in Teil III dokumentiert wurde und die dieser Aufsatz weiterführt.

Es geht nicht mehr darum, ob die Tokenisierung kommt. Es geht darum, ob das Zwei-Schienen-Design die Architektur ist, die wir akzeptieren – und ob hinter jedem Wrapper und jeder Bescheinigung ein Mensch steht, der real ist, bevor das Ledger ihn erfasst.

Die Einführung beginnt im Juli. Die Ausnahmeregelung tritt in wenigen Tagen in Kraft. Die Debatte kann nicht warten.

Referenzen

Primärquellen

Zennon Kapron, „America Is About To Have Two Stock Markets For The Same Company“, Forbes Digital Assets, 19. Mai 2026.

Bloomberg-Bericht (18. Mai 2026), veröffentlicht über CoinDesk und andere Quellen, wonach die Innovationsausnahme der SEC für tokenisierte Aktien im Rahmen des Project Crypto innerhalb weniger Tage veröffentlicht werden könnte.

SEC-Abteilung für Handel und Märkte, No-Action-Letter an The Depository Trust Company, 11. Dezember 2025 (in dem ERC-3643 als compliance-bewusstes Protokoll genannt wird).

SEC-Abteilungen für Unternehmensfinanzierung, Investmentmanagement sowie Handel und Märkte, gemeinsame Erklärung zu tokenisierten Wertpapieren, 28. Januar 2026.

SEC-Vorsitzender Paul Atkins, „American Leadership in the Digital Finance Revolution“, Rede am America First Policy Institute, 31. Juli 2025 (Project Crypto, ERC-3643 als einziger genannter Standard, Änderungen an Reg NMS).

Senatoren Elizabeth Warren und Chris Van Hollen, Schreiben an Vorsitzenden Atkins, 27. April 2026.

SEC, Erklärung zum Ausscheiden von Kommissarin Caroline Crenshaw, Januar 2026.

DTCC-Pressemitteilung, „DTCC treibt Entwicklung eines neuen Tokenisierungsdienstes voran und bringt über 50 Unternehmen zusammen, um die Einführung digitaler Vermögenswerte voranzutreiben“, 4. Mai 2026.

R. 3633, Digital Asset Market Clarity Act von 2025, 119. Kongress.

Senatsausschuss für Bankwesen, Abschnitt-für-Abschnitt-Zusammenfassung des Digital Asset Market Clarity Act.

NASAA, Stellungnahme zu Bedenken bezüglich des Digital Asset Market Clarity Act, 13. Januar 2026.

CoinDesk, „Krypto-Branche begrüßt Termin für die Beratung des Clarity Act im Senat, während die Bemühungen um eine Marktstrukturreform wieder aufgenommen werden“, 9. Mai 2026.

Senatsbankausschuss, Vorsitzender Scott, Senatsbankausschuss bringt Clarity Act in historischer parteiübergreifender Abstimmung voran, 14. Mai 2026.

CoinDesk, Clarity Act passiert US-Senatsausschuss und steht vor der endgültigen Abstimmung im Kongress, 14. Mai 2026.

Polymarket, „Clarity Act“ 2026 unterzeichnet? (Markt seit dem 11. Januar 2026 live).

Hintergrund und Kontext

Öffentliche Warnungen der ESMA vor dem „Risiko von Missverständnissen“ im Zusammenhang mit tokenisierten Aktien-Wrappern für Privatanleger.

DL News (September 2025) Interview mit Mark Greenberg, Global Head of Consumer bei Kraken, über „genehmigungsfreie, interoperable Plattformen wie xStocks“.

Berichterstattung über die Einführung tokenisierter Aktien durch Robinhood, Backed, Kraken, Bybit, BNB Chain und Bitget Wallet in ganz Europa und im Offshore-Bereich (Juni – Dezember 2025).

Federal Reserve, „Designated Financial Market Utilities“ – DTC vom Financial Stability Oversight Council als systemrelevant eingestuft.

Eine ausführlichere Behandlung dieser Themen findet sich in Kapitel 3 von The Final Betrayal, verfasst gemeinsam mit Patrick Wood.

Mammografie – Das Screening-Paradox — und was Frauen darüber wissen sollten

Wenn die Diagnose zur Krankheit wird

Stellen Sie sich vor, Sie gehen gesund zum Arzt. Sie haben keine Beschwerden, keinen Schmerz, kein tastbares Knötchen. Zwei Wochen später sitzt Ihnen ein Onkologe gegenüber und spricht über Chemotherapie. Was dazwischen liegt, ist ein Röntgenbild — und eine Kette von Entscheidungen, die das Leben einer Frau für immer verändern kann. Manchmal zu Recht. Manchmal nicht.

Die Mammografie gilt als Goldstandard der Brustkrebsfrüherkennung. In der Schweiz werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zum Screening eingeladen. Das Versprechen: früh erkennen, früh behandeln, Leben retten. Doch hinter diesem Versprechen verbirgt sich eine unbequeme statistische Wahrheit, über die in

Paradoxerweise ist Angst die Grundlage für Stabilität: Abschreckung funktioniert

Von Alastair Crooke

Die russische nukleare Abschreckung ist auch im europäischen Interesse. Kommunikationskanäle sind unerlässlich – dies muss gut gesteuert werden.

Professor Sergei Karaganov hat einen Aufsatz mit dem Titel „Wie man einen Weltkrieg gewinnt“ verfasst, in dem er einen begrenzten Atomschlag Russlands gegen einen Gegner befürwortet, um einen Weltkrieg zu verhindern.

Auf den ersten Blick mag dies wie ein Widerspruch in sich erscheinen – ein Atomschlag, der geradezu dazu dient, einen Weltkrieg zu verhindern. Eine Reihe westlicher Kommentatoren hat mit unverhohlener Feindseligkeit reagiert, wobei Professor Karaganov als politischer Außenseiter dargestellt wurde, der extreme Strategien befürwortet, die die Büchse der Pandora für einen größeren Atomkonflikt öffnen könnten.

Ist es ein Bluff oder ein revolutionäres Umdenken in der russischen Verteidigungsstrategie?

Dennoch sollte der Westen Professor Karaganovs These aus zwei Gründen sehr ernst nehmen: Erstens, weil sie Substanz hat und die unserer Zeit zugrunde liegende Psyche sowie die giftigen gesellschaftlichen Widersprüche, die sie hervorgebracht hat, anspricht; und noch direkter, weil sein Aufsatz und die vielen Interviews, die daraus hervorgegangen sind, einen bedeutenden Wandel im russischen politischen und sicherheitspolitischen Denken bewirkt haben.

Wie kann dies dann kein Anlass zu ernsthafter Reflexion sein, insbesondere für Europäer, die davon direkt betroffen sein könnten?

Im Kern geht es um eine sehr offensichtliche These: Russland, das von Deutschland und fast ganz Europa angegriffen worden war, hatte mit großem Aufwand ab Mitte der 1950er Jahre eine Atomwaffe entwickelt, „um seine Souveränität und Sicherheit zu gewährleisten, und erreichte damit nukleare Parität … Ohne es damals zu bemerken, haben wir damit die militärische Überlegenheit Europas/des Westens, die Grundlage seines Kolonialismus und seiner ideologischen Vorherrschaft, zunichte gemacht“.

Die russische Abschreckung hatte ihre Wirkung gezeigt – die Angst vor einem Atomkrieg begann, das Kräfteverhältnis zu verschieben … für eine Weile. Der Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 kippte es jedoch wieder zurück.

Doch dann, ab dem Jahr 2000, als die USA mit revanchistischen Bestrebungen versuchten, ihre Dominanz wiederzubeleben, schwand der Glaube an die Realität der russischen nuklearen Abschreckung zunehmend. Kein westlicher Staat fürchtete Russlands Atomwaffenarsenal wirklich, da westliche Neokonservative lautstark verkündeten, es handele sich um einen Bluff: Russland würde es niemals wagen, diese einzusetzen. Die „Bluff-Erzählung“ von einem übervorsichtigen und schwachen Russland verfestigte sich.

Professor Karaganov räumt offen ein, dass Russland einen Teil der Schuld am Verlust der Abschreckung trägt. Er geht auf deren Ende und die begangenen Fehler ein und reflektiert die Tatsache, dass Russland letztendlich mit einem Rahmenwerk wirtschaftlicher und militärischer Zermürbung konfrontiert wurde, das ihm durch den ukrainischen Stellvertreter des Westens auferlegt wurde.

Dieser Ukraine-Konflikt ist jedoch nur die sichtbare Spitze eines Eisbergs, dessen unter Wasser liegender Teil der Krieg ist – einschließlich der europäischen Besessenheit, Russland zu spalten und zu besiegen; China einzuschränken; und des Versuchs der USA und Israels, den Nahen Osten zu zerstückeln.

Russland „braucht eine neue Politik“, schließt Karaganov.

Erstens, so stellt er als Voraussetzung fest, müsse man erkennen, wie diese postmoderne, nihilistische Ära das „Wesen des Menschen“ untergraben und die menschliche Zivilisation gefährdet hat. Zivilisationen – das heißt – die über das Materielle hinausreichen und eine moralische Architektur bieten, die den Menschen Sinn und Stabilität verleiht.

Zweitens argumentiert Professor Karaganov, dass eine Verhandlungslösung mit dem Westen schlichtweg nicht zur Debatte steht – so verlockend sie auch erscheinen mag –, solange die westliche Hybris und Arroganz ungebrochen sind. Abschreckung erfordert dieses Element echter Angst. Dass Russland tatsächlich in begrenztem Umfang Atomwaffen einsetzen könnte, müsse vermittelt werden, argumentiert er, wenn die Psychologie der trägen Selbstzufriedenheit, dass „Russland würde es niemals wagen …“, durchbrochen werden soll.

Er merkt an:

„Der Einsatz von Atomwaffen ist eine große Sünde. Doch die faktische Weigerung, sie einzusetzen, ist eine unverzeihliche, tödliche und kriminelle Sünde, denn sie ebnet den Weg für die Ausweitung und Eskalation des vom Westen entfesselten Weltkriegs. Wird dieser nicht gestoppt, wird er mit Sicherheit zur Vernichtung der Menschheit führen, einschließlich unseres eigenen Landes. Wladimir Putins Frage: ‚Und was ist der Sinn einer Welt ohne Russland?‘ bleibt aktuell.“

Drittens argumentiert Karaganov, dass dieser Ansatz mit einer sichtbaren Erprobung und Aufrüstung der nuklearen Triade einhergehen sollte, während gleichzeitig eine neue Generation von „Burevestniks, Oreshniks und anderen neuen Hyperschall-Trägersystemen entwickelt werden sollte, um Amerikaner und Europäer von ihren ‚Fantasien, ihren Willen mit Gewalt durchzusetzen‘, abzubringen“. Karaganov plädiert dafür, dass europäische Ziele zunächst mit konventionellen Waffen angegriffen werden sollten und nur wenn dies nicht funktioniert, dann Atomwaffen eingesetzt werden sollten. Dies ist heute besonders relevant angesichts der von Europa unterstützten Drohnenangriffe tief im Inneren Russlands, die offenbar außer Kontrolle geraten sind. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Russland eine Fortsetzung dieses Zustands hinnehmen wird.

Schließlich schlägt Professor Karaganov vor,

„Wir sollten uns die Erfahrungen des Iran bei der Verteidigung gegen Angriffe zunutze machen. Teheran hat die Schwachstellen der Feinde getroffen; diese haben den Schmerz gespürt und sich zurückgezogen … Die Europäer sollten wissen, dass sie sich nicht in Bunkern oder auf irgendwelchen Inseln verstecken können. Unser Verteidigungsministerium hat kürzlich eine Liste europäischer Unternehmen veröffentlicht, die Waffen für das Kiewer Regime herstellen; das ist zwar nur ein kleiner Schritt, aber ein Schritt in die richtige Richtung.“

Der Hintergrund (der in Moskau nicht ignoriert werden kann) ist das unaufhörliche Gerede der Europäer über einen Krieg mit Russland. Die öffentliche Debatte in Europa dreht sich um Krieg, Krieg und nochmals Krieg mit Russland – und zwar spätestens bis 2030. Auch König Charles von England forderte in seiner jüngsten, unglücklichen Rede vor dem US-Kongress Amerika auf, sich Europa anzuschließen und einen Krieg gegen Russland vorzubereiten.

Doch Europa verfügt weder über die militärischen noch über die finanziellen Mittel für einen großen Krieg mit Russland. König Charles, der wahrscheinlich das nahende Ende der Trump-Ära spürte, legte den Grundstein dafür, dass Europa versuchen könnte, eine neue US-Regierung erstens zurück nach Europa zu holen und zweitens (die Geschichte wiederholend) in einen Krieg gegen Russland zu führen.

Bestimmte europäische Finanz- und permanente Sicherheitsstaat-Strömungen werden dieses Projekt niemals aufgeben.

„Nun gibt die westliche Elite vor, uns zu fürchten“, sagt Karaganov, „tut dies aber in Wirklichkeit nicht, da sie sich sicher ist, dass Russland sie niemals mit Atomwaffen bestrafen wird. Wir müssen ihnen [jedoch] eine Urangst einflößen. Vielleicht ziehen sie sich dann zurück, oder ihre Herren im ‚Deep State‘ werden sie vertreiben. Vielleicht erheben sich die Gesellschaften.“

„Die Stärkung der nuklearen Glaubwürdigkeit Russlands ist auch notwendig, um die europäischen Gesellschaften aus ihrem ‚strategischen Parasitismus‘ zu wecken – dem Glauben, dass es keinen Krieg geben wird und dass alles zum Besten ausgehen wird. Wir müssen denen, die ihre vergangenen Kriege und Verbrechen vergessen haben, wieder ein Gefühl der Selbsterhaltung vermitteln.“

Kein Wunder also, dass Professor Karaganovs Kollege Dmitri Trenin, der kürzlich zum Präsidenten des Russian International Affairs Council ernannt wurde, einen neuen Artikel mit dem Titel Strategische Stabilität beruht heute auf Angst verfasst hat:

Die Ära der Rüstungskontrolle, schreibt Trenin, die oft mit strategischer Stabilität gleichgesetzt wurde, „ist in Wirklichkeit längst vorbei – angesichts der wachsenden Unwilligkeit Washingtons, an Verpflichtungen gebunden zu bleiben, die in einem anderen historischen Kontext eingegangen wurden: dem späten Kalten Krieg und dessen Nachwirkungen“ – „Jetzt kommt die wahre nukleare Ordnung“.

„Im Frühjahr 2022″, schreibt Trenin,

„Während das New-START-Abkommen formal noch in Kraft war, erklärte die USA offen ihr Ziel, Russland im Stellvertreterkonflikt in der Ukraine eine strategische Niederlage zuzufügen. Gleichzeitig schlug Washington Konsultationen zur „strategischen Stabilität“ vor. Tatsächlich versuchten die USA, eine Atommacht in einem konventionellen Krieg zu schwächen und gleichzeitig die Rüstungskontrollmechanismen aufrechtzuerhalten, die sie selbst vor den Folgen einer [solchen] Eskalation schützten. Dieser Widerspruch offenbarte die Hohlheit des alten Rahmens.“

Im Einklang mit Karaganows These – „Potenzielle Gegner müssen wissen, dass ein Wettrüsten sinnlos und sogar selbstmörderisch ist: Zu diesem Thema sollte ein Dialog geführt werden, zumindest mit den Amerikanern“ – kommt auch Trenin zu dem Schluss, dass „ein nachhaltiger bilateraler und multilateraler Dialog, Transparenzmaßnahmen und ständige Kommunikationskanäle erforderlich sind“.

Doch der Kern bleibt unverändert gegenüber vor einem halben Jahrhundert. Strategische Stabilität beruht letztlich auf glaubwürdiger nuklearer Abschreckung – einem ausreichenden Arsenal und der demonstrierten Bereitschaft, dieses bei Bedarf einzusetzen. Einschüchterung, so unangenehm das Wort auch sein mag, bleibt die Grundlage des Friedens unter den Atommächten.

Ist eine glaubwürdige russische nukleare Abschreckung dann auch ein europäisches Interesse? Ja, ganz klar. Kommunikationskanäle sind unerlässlich – dies muss gut gesteuert werden.