Blog-Seite
Die Geldgrube KI: Risiken und Chancen

Das Aufkommen der künstlichen Intelligenz (KI) hat – wie nichts seit dem Dotcom-Boom – eine technologische Euphorie ausgelöst und zu Erzählungen über das enorme Potenzial dieser Technologie geführt, die möglicherweise das wichtigste Wettbewerbsmerkmal für jene Volkswirtschaften darstellt, die auf diesem Gebiet einen deutlichen Vorsprung haben. Derzeit sprechen wir im Wesentlichen von den Vereinigten Staaten und […]
Der Beitrag Die Geldgrube KI: Risiken und Chancen erschien zuerst unter tkp.at.
Neue Videos am Montag
Mehr Durchblick in Minuten – Wissen, das euch weiterbringt!
Unsere Videos bieten euch präzise Erklärungen und kompakte Einordnungen zu aktuellen Entwicklungen. Von politischen Ereignissen über wirtschaftliche Trends bis hin zu gesellschaftlichen Fragen – wir bereiten alles verständlich und fundiert für euch auf. Perfekt für alle, die effizient informiert bleiben und Zusammenhänge besser verstehen wollen. Gleich ansehen und immer gut informiert sein!
Putins Geduld geht zu Ende: Nun bekommen Kiew und die Balten ihre Quittung
Larry Johnson & Wilkerson: Wer bestimmt den nächsten Schritt? USA, China & der Golf
Der größte Energieschock der Geschichte steht bevor, und niemand ist darauf vorbereitet (Redacted)
Nahost-Experte: Es wird uns am Nötigsten mangeln
DIE NEU-AUFTEILUNG DER WELT: Weltpolitik ohne Europa! | #KrallErklärt
Dr. Tögel vs. RTL: CIA-Taktiken beim TV aufgedeckt – meine aktuelle Propaganda Analyse
Dr. Wodarg warnt: Gesundheit wird zum Instrument der Kontrolle
Prädiktive Karten und die neue Weltordnung (The Reese Report – Deutsch)
Tacheles # 206
Banken-Professor Hans Geiger: Mit dieser EU macht man keine Verträge!
UFO-Enthüllungen: Politikwissenschaftler sieht Deutschland unzureichend vorbereitet
Energieoffensive statt Energiewende! Sofortmaßnahmen u. mittel- und langfristiges Vorgehen
Gold auf 10.000 $?! Diese Prognose schockiert
Schuldenfalle der Entwicklungsländer?

Immer wieder hört man von Politik und Medien, China würde afrikanische Länder in die Schuldenfalle locken, um sie abhängig zu machen. Tatsächlich aber werden chinesische Staatskredite ohne Auflagen, nur mit Transparenzforderungen vergeben, während westliche Kredite die gesamte gesellschaftliche Ordnung bestimmen. Das Beispiel Elfenbeinküste ist sehr aufschlussreich. Sie nennen es einen „starken Performer“, weil der Kakao […]
Der Beitrag Schuldenfalle der Entwicklungsländer? erschien zuerst unter tkp.at.
Schuldenfalle der Entwicklungsländer?

Immer wieder hört man von Politik und Medien, China würde afrikanische Länder in die Schuldenfalle locken, um sie abhängig zu machen. Tatsächlich aber werden chinesische Staatskredite ohne Auflagen, nur mit Transparenzforderungen vergeben, während westliche Kredite die gesamte gesellschaftliche Ordnung bestimmen. Das Beispiel Elfenbeinküste ist sehr aufschlussreich. Sie nennen es einen „starken Performer“, weil der Kakao […]
Der Beitrag Schuldenfalle der Entwicklungsländer? erschien zuerst unter tkp.at.
250.000.000 Gründe, warum Trump von einem Deal mit dem Iran abrückt
Larry C. Johnson
Falls Sie noch Zweifel an der Macht des zionistischen Einflusses auf Donald Trump hegten, sollten die Ereignisse der letzten 36 Stunden diese beseitigen.
Am 23. Mai postete Trump auf Truth Social: „Eine Vereinbarung wurde weitgehend ausgehandelt, vorbehaltlich der Finalisierung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika …“ Er gab bekannt, daß die Straße von Hormus wieder geöffnet werden solle, während die anderen Details des Deals — einschließlich dessen, was der Iran erhalten würde — vage blieben. Am Sonntag legte er nach und postete: „Ich mache keine schlechten Deals!“ und sagte Kritikern: „Hört nicht auf die Verlierer, die etwas kritisieren, von dem sie nichts verstehen.“
Der Gegendruck in den sozialen Medien war heftig, kam schnell und aus einem ungewöhnlich breiten Spektrum — von links, rechts und der Mitte —, was die Reaktion vom Samstag zu einem der bemerkenswertesten Momente der Kritik aus den eigenen Reihen seiner Koalition machte.
Der republikanische und konservative Gegenwind — der schädlichste
Der bedeutsamste Widerstand kam von Trumps eigenem rechten Flügel, wo Kritiker argumentierten, die Kriegsziele würden aufgegeben:
Senator Ted Cruz schrieb auf X:
Wenn das Ergebnis all dessen ein iranisches Regime sein soll — immer noch von Islamisten geführt, die „Tod Amerika“ rufen —, das nun Milliarden von Dollar erhält, Uran anreichern und Atomwaffen entwickeln kann und die effektive Kontrolle über die Straße von Hormus besitzt, dann wäre dieses Ergebnis ein katastrophaler Fehler.
Mike Pompeo, Trumps eigener ehemaliger Außenminister, war vernichtend:
Die IRGC dafür bezahlen, ein WMD-Programm aufzubauen und die Welt zu terrorisieren. Das ist nicht im Entferntesten „America First“. Es ist einfach: Öffnet die verdammte Meerenge. Verwehrt dem Iran den Zugang zu Geld. Schaltet genug iranische Kapazitäten aus, damit sie uns niemals wieder bedrohen können.
Marjorie Taylor Greene, einst eine treue Trump-Verbündete, postete:
Trump, der „Friedenspräsident“, hätte diesen Krieg niemals an der Seite Israels beginnen sollen, das offensichtlich keinen Frieden will.
Senator Lindsey Graham gebührt der Chutzpa-Preis. Graham postete in den sozialen Medien:
Wenn ein Deal geschlossen wird, um den iranischen Konflikt zu beenden, weil man glaubt, daß die Straße von Hormus nicht vor dem iranischen Terrorismus geschützt werden kann und der Iran weiterhin die Fähigkeit besitzt, die wichtigste Ölinfrastruktur am Golf zu zerstören, dann wird der Iran als dominierende Kraft wahrgenommen werden, die eine diplomatische Lösung erfordert.
Er fuhr fort:
Diese Kombination — der Iran wird als dauerhaft in der Lage angesehen, die Meerenge zu terrorisieren, und als fähig, der Ölinfrastruktur am Golf massiven Schaden zuzufügen — stellt eine erhebliche Verschiebung des regionalen Kräfteverhältnisses dar und wird dies mit der Zeit noch verstärken.
Außerdem postete er:
Ich persönlich bin skeptisch gegenüber der Ansicht, daß dem Iran die Fähigkeit, die Meerenge zu terrorisieren, nicht verweigert werden kann und die Region sich nicht gegen die iranische Militärkapazität schützen kann.
Graham stand nicht allein. Senator Roger Wicker aus Mississippi, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats, warnte, daß „der gemunkelte 60-tägige Waffenstillstand — in dem Glauben, der Iran werde jemals in gutem Glauben verhandeln — eine Katastrophe wäre“, und fügte hinzu, daß alles durch die Operation Epic Fury Erreichte „zunichte gemacht“ würde. Wicker hatte am Freitag Trumps Beratern vorgeworfen, ihn in Richtung eines Deals zu drängen, „der das Papier nicht wert wäre, auf dem er steht“, anstatt dem Präsidenten zu ermöglichen, „die begonnene Arbeit zu vollenden“.
Die Times of Israel zitierte leitende israelische Beamte und titelte: „’Alptraum für Israel‘: Führende republikanische Senatoren kritisieren mutmaßliche Bedingungen des sich abzeichnenden Iran-Deals.“ Der offizielle X-Account der Senatoren-Republikaner teilte Grahams Post erneut, ebenso Senator Tom Cotton, der dem Geheimdienstausschuß des Senats vorsitzt — ein Signal, daß Grahams Skepsis einen bedeutenden Block der republikanischen Senatsmeinung repräsentierte und nicht bloß eine einzelne Außenseiterstimme.
Die tiefste Ironie von Grahams Haltung — in den sozialen Medien weithin kommentiert — liegt darin, daß er jahrelang militärische Aktionen gegen den Iran forderte, den Start der Operation Epic Fury bejubelte und nun mit der Möglichkeit konfrontiert ist, daß der von ihm befürwortete Krieg ein strategisches Ergebnis hervorgebracht hat, das Irans regionale Dominanz gestärkt statt geschwächt hat.
Der Aufstand in der Fox-News-Kommentarspalte
In einem der bemerkenswerteren Momente in den sozialen Medien stieß selbst Trumps Post bei Fox News‘ eigenem Publikum auf Widerstand. Als Fox News Trumps Truth-Social-Post über den Deal teilte, reagierten die eigenen Follower mit tiefer Skepsis. Ein Kommentator schrieb: „’Niemand hat es gesehen, niemand weiß, was drin steht, es ist noch nicht vollständig ausgehandelt‘ — aber vertraut ihm, es ist besser als Obamas Deal. Unglaubliches Verkaufsgespräch!“ Ein anderer schrieb: „Er muß auf die Kritiker hören, bevor er etwas Dummes unterschreibt.“ Ein dritter schrieb: „Kritiker fragen nicht, was der Deal enthält, sondern warum es überhaupt einen Deal gibt.“
Die Reaktion der Linken
Die Demokraten verstärkten die Widersprüche größtenteils — sie stellten fest, daß Trump öffentlich erklärt hatte, Irans Militär sei „dezimiert“ und sein Atomprogramm „ausgelöscht“ worden, während er nun offenbar zustimmte, iranische Vermögenswerte einzufrieren und die weitere Anreicherung zu erlauben, und fragten, wofür genau dieser Krieg geführt worden sei.
Wie ich in der Überschrift zu diesem Beitrag angedeutet habe, verschafft Miriam Adelsons 250-Millionen-Dollar-Beitrag zu Trumps Wahlkampf ihr unmittelbaren Zugang zu Trump, den sie bereitwillig nutzt. Die vernichtende Reaktion von Miriam, den Gesetzgebern und der Öffentlichkeit macht es höchst unwahrscheinlich, daß Trump tatsächlich einen Deal mit dem Iran abschließen wird. Ich gehe davon aus, daß das Verhandlungsschauspiel bis zum Eid anhalten wird, das voraussichtlich am Abend des 26. Mai beginnt, wobei der Haupttag des Eid auf den 27. Mai — also drei Tage von jetzt — fällt. Die Feierlichkeiten dauern bis Samstag, den 30. Mai. Obwohl es möglich ist, daß Trump den Krieg gegen den Iran bis Mittwoch neu entfachen könnte, glaube ich, daß er bis zum nächsten Samstag warten wird, um einen neuen Angriff auf den Iran anzuordnen — um zu vermeiden, die Saudis zu verärgern, die schätzungsweise drei Millionen islamische Pilger in Saudi-Arabien für den Haddsch beherbergen.
Czech President Says NATO Must ‘Show Its Teeth’ To Russia
Czech President Petr Pavel has called on NATO to “show its teeth” in response to what he described as Russian “provocations” along the alliance’s eastern…
Selbst die amerikanischen Kriegstreiber geben inzwischen zu, dass der Iran die USA besiegt – und das wird die Welt verändern
Ben Norton
Es gilt mittlerweile als so allgemein anerkannt, dass die USA den Krieg verlieren, dass selbst neokonservative Hardliner dies eingestehen. Sie beklagen, dass Irans Sieg den Niedergang der US-Hegemonie und den Aufstieg der Multipolarität widerspiegelt.
Es ist mittlerweile allgemein anerkannt, dass die Vereinigten Staaten den Krieg gegen den Iran verlieren, den Washington selbst begonnen hat.
Selbst einige neokonservative Falken – die Architekten der Kriege gegen den Irak, Libyen und Syrien waren und jahrelang einen Angriff auf den Iran befürworteten – haben nun widerwillig eingeräumt, dass Teheran diesen Krieg gewinnt und dass Washingtons Niederlage massive geopolitische Auswirkungen haben wird.
„Es wird keine Rückkehr zum Status quo ante geben, keinen endgültigen amerikanischen Triumph, der den angerichteten Schaden ungeschehen machen oder überwinden könnte“, schrieb der prominente Neokonservative Robert Kagan im Magazin „The Atlantic“ . „Mit der Kontrolle über die Straße von Hormus steigt der Iran zum Schlüsselakteur in der Region und zu einem der Schlüsselakteure weltweit auf. Die Rolle Chinas und Russlands als Irans Verbündete wird gestärkt; die Rolle der Vereinigten Staaten hingegen erheblich geschwächt.“
Westliche Medien berichten, dass die USA den Krieg gegen den Iran verlieren.
Nur wenige Wochen nachdem die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar diesen Angriffskrieg begonnen hatten, räumte die britische Zeitung The Independent ein: „ Der Iran ist der klare Gewinner , denn Trumps verzweifeltes Friedensangebot zeigt, dass er aus dem Krieg aussteigen will.“

Kurz darauf begannen auch die US-amerikanischen Konzernmedien, dies einzugestehen.
Mitte April veröffentlichte das Wall Street Journal einen Meinungsbeitrag mit der Feststellung, dass „ der Iran-Krieg zu scheitern scheint “. Verfasst wurde dieser von Gerard Baker, dem konservativen ehemaligen Chefredakteur der Zeitung und früheren Trump-Unterstützer.

Unterdessen haben US-Geheimdienste Informationen an US-Medien weitergegeben, aus denen hervorgeht, dass der Krieg sehr schlecht verläuft.
Die New York Times berichtete im Mai unter Berufung auf US-Geheimdienstquellen, dass der Iran nach wie vor Zugriff auf den Großteil seiner Raketenkapazitäten habe .
Teheran kann noch immer 30 seiner 33 Raketenstellungen an der Straße von Hormus nutzen, dem wichtigsten Engpass für den Öltransit weltweit, durch den vor dem Krieg täglich etwa 20 % des weltweit gehandelten Rohöls transportiert wurden.
Trump verhängte eine US-Seeblockade über die Straße von Hormuz, um die iranischen Ölexporte zu unterbinden.
Allerdings räumten US-Geheimdienstmitarbeiter in einem Artikel der Washington Post ein, dass der Iran in der Lage sei, dieser US-Militärblockade viele Monate lang standzuhalten .

Darüber hinaus teilten US-Geheimdienstmitarbeiter zahlreichen Medien – darunter CNN , NBC News , der New York Times und der Washington Post – mit, dass es dem Iran gelungen sei, den Großteil der US-Militärstützpunkte und anderer Anlagen in Westasien zu zerstören oder zumindest schwer zu beschädigen.
Gleichzeitig berichtete das Magazin Fortune, dass das US-Militär seinen Raketenvorrat schnell aufgebraucht habe .
Fortune zitierte Linda Bilmes, Dozentin an der Harvard Kennedy School, die schätzte, dass der US-Krieg gegen den Iran voraussichtlich mehr als eine Billion Dollar kosten wird.

Trump hat all dies öffentlich dementiert und stattdessen vehement den Sieg für sich beansprucht.
„Sie sind militärisch besiegt . Vielleicht ist ihnen das selbst nicht bewusst“, sagte Trump über den Iran.
Dennoch zeichnen die ständigen Indiskretionen von US-Geheimdienstmitarbeitern an eine Vielzahl von Medien ein ganz anderes Bild. Sie zeigen, dass dieser Krieg sehr schlecht verläuft.
Neokonservative Falken geben zu, dass der Iran den Krieg gewinnt
Tatsächlich verläuft der Krieg so schlecht, dass einige der prominentesten neokonservativen Ideologen in den Vereinigten Staaten öffentlich eingeräumt haben, dass der Iran gewinnt.
Dies war das Fazit eines Artikels, der in der pro-atlantischen Sprachrohrzeitschrift „The Atlantic“ veröffentlicht wurde. Der Artikel trug den Titel „ Schachmatt im Iran “ und den Untertitel „Washington kann die Folgen einer Niederlage in diesem Krieg weder rückgängig machen noch kontrollieren“.

Der Autor dieses Essays war kein Geringerer als Robert Kagan, der vielleicht einflussreichste neokonservative Intellektuelle.
Kagan war einer der ersten Befürworter des US-Einmarsches in den Irak und setzte sich lange für einen ähnlichen Krieg gegen den Iran ein.
Kagan war Mitbegründer des einflussreichen Thinktanks Project for the New American Century (PNAC), der dem Begriff „Kirche des Neokonservatismus“ am nächsten kam.
Der PNAC verfolgte eine hyperaggressive Außenpolitik. Seine neokonservativen Anhänger waren stolz darauf, dass die Vereinigten Staaten ein globales Imperium beherrschten. Sie glaubten, das US-Militär solle überall Krieg führen, um unabhängige Regierungen zu stürzen, die sich Washingtons Hegemonie widersetzten.
Zu den Gründungsmitgliedern des PNAC gehörten mehrere hochrangige Beamte der Regierung von George W. Bush, wie beispielsweise Dick Cheney (Vizepräsident) und Paul Wolfowitz (stellvertretender Verteidigungsminister und ehemaliger Präsident der Weltbank).
Ein weiterer Gründungsunterzeichner der PNAC-Grundsatzerklärung war John Bolton, ein Hardliner, der in der Bush-Administration tätig war und von Donald Trump in dessen erster Amtszeit als nationaler Sicherheitsberater zurückgeholt wurde (und den Putschversuch Washingtons in Venezuela beaufsichtigen sollte ).

Bei den Wahlen 2016 spaltete sich das ursprüngliche Bündnis der neokonservativen Mitglieder des PNAC. Etwa die Hälfte unterstützte Trump, der Rest Hillary Clinton .
Kagan gehörte zu den prominenten Neokonservativen, die sich zu „Never Trump“-Republikanern entwickelten.
Kagan ist außerdem mit einer weiteren einflussreichen Neokonservativen verheiratet, Victoria Nuland, die während der Amtszeit von George W. Bush als US-Botschafterin bei der NATO tätig war und später unter Barack Obama und Joe Biden Spitzenpositionen im Außenministerium innehatte.
Nuland war maßgeblich am Putsch in der Ukraine im Jahr 2014 beteiligt, der einen Stellvertreterkrieg auslöste, der sich über mehr als ein Jahrzehnt hinzieht.
Vor diesem Hintergrund wirkt Kagans Artikel im „Atlantic“ geradezu unglaublich , in dem sie zugibt, dass der Iran die Vereinigten Staaten besiegt. Das ist fast so, als würde der Papst öffentlich eingestehen, er habe sich geirrt und werde zum Islam konvertieren.
Kagan zählt zu den entschiedensten Befürwortern des Krieges in der US-Politik. Deshalb ist die folgende von ihm verfasste Passage besonders bedeutsam (Hervorhebung hinzugefügt):
Die Niederlage in der gegenwärtigen Konfrontation mit dem Iran wird völlig anders sein [verglichen mit den US-Niederlagen in den Kriegen in Vietnam und Afghanistan]. Sie lässt sich weder wiedergutmachen noch ignorieren. Es wird keine Rückkehr zum Status quo ante geben , keinen endgültigen amerikanischen Triumph, der den angerichteten Schaden ungeschehen machen oder überwinden könnte. Die Straße von Hormus wird nicht mehr „offen“ sein wie einst. Mit der Kontrolle über die Straße steigt der Iran zur Schlüsselfigur in der Region und zu einer der Schlüsselfiguren der Welt auf . Die Rolle Chinas und Russlands als Irans Verbündete wird gestärkt ; die Rolle der Vereinigten Staaten hingegen erheblich geschwächt . Weit davon entfernt, amerikanische Stärke zu demonstrieren, wie die Befürworter des Krieges wiederholt behauptet haben, hat der Konflikt ein Amerika offenbart, das unzuverlässig und unfähig ist, begonnene Vorhaben zu vollenden . Dies wird weltweit eine Kettenreaktion auslösen, während sich Freunde und Feinde auf das Scheitern Amerikas einstellen.
Darüber hinaus ist Kagan nicht der einzige prominente Neokonservative, der zu diesem Schluss gekommen ist.
Der andere Mitbegründer des Projekts für ein neues amerikanisches Jahrhundert, Bill Kristol, hat dies widerwillig bestätigt.
Kristol ist Redakteur der neokonservativen Website The Bulwark, wo er beklagte, dass die Vereinigten Staaten durch Trumps gescheiterten Krieg gegen den Iran „gedemütigt“ worden seien.
Der US-Krieg gegen den Iran ist unter Amerikanern äußerst unpopulär.
Wie lässt sich der plötzliche Widerstand dieser berüchtigten neokonservativen Falken erklären, die jahrzehntelang für einen Krieg gegen den Iran gekämpft haben?
Offenbar haben sie die Zeichen der Zeit erkannt. Der Krieg ist katastrophal verlaufen und ist im Inland äußerst unpopulär.
Laut einer im Mai veröffentlichten Umfrage von NPR, PBS News und Marist Poll lehnen 60 % der Amerikaner Trumps Vorgehen im Iran-Krieg ab, während nur 33 % es unterstützen.

Eine YouGov-Umfrage im Mai ergab, dass nur 13 % der Amerikaner glauben, die USA würden den Krieg gegen den Iran gewinnen, während 39 % der Meinung sind, dass dies nicht der Fall ist und auch nicht der Fall sein wird.

Prominente Neokonservative verlassen schlichtweg das sinkende Schiff. Sie erkennen, dass Trump und die Republikanische Partei extrem unbeliebt sind und dass dieser Krieg ihnen heftige Folgen bringt.
„Jeder große Krieg beginnt mit einer Lüge“ – Wie Zentralbanken, Imperien und Propaganda laut Richard Werner die Welt in Kriege treiben
In einem langen Gespräch analysiert der Ökonom und Bankenexperte Richard Werner die geopolitischen Machtstrukturen hinter großen Kriegen – von der Lusitania über den Ersten Weltkrieg bis hin zu den heutigen Konflikten gegen Iran, Russland und China. Seine zentrale These: Große Kriege entstehen nicht spontan, sondern werden durch Propaganda, wirtschaftliche Interessen und geopolitische Strategien vorbereitet. Dabei spielten laut Werner insbesondere Zentralbanken, imperiale Machtzentren und kontrollierte Finanzsysteme eine entscheidende Rolle.
Deutsche Untertitel können in den YouTube-Einstellungen aktiviert werden.
„Der Iran-Krieg wegen Atomwaffen? Ein IQ-Test“
Gleich zu Beginn macht Werner eine provokante Aussage:
Wer glaube, der aktuelle Krieg gegen Iran habe tatsächlich primär mit dem iranischen Atomprogramm zu tun, falle auf Propaganda herein.
Er argumentiert:
Kriege würden historisch fast immer unter falschen Vorwänden verkauft —
während die eigentlichen geopolitischen und wirtschaftlichen Motive verborgen blieben.
Die Lusitania: Der Erste Weltkrieg als False Flag?
Als Beispiel nennt Werner den Untergang der RMS Lusitania im Jahr 1915.
Die offizielle Geschichte lautet:
Ein deutsches U-Boot habe ein ziviles Passagierschiff versenkt und dadurch anti-deutsche Stimmung in den USA erzeugt.
Werner behauptet jedoch:
Die britische Führung habe bewusst darauf hingearbeitet, die USA in den Krieg hineinzuziehen.
Er verweist darauf:
- Die Lusitania sei offiziell als militärisches Hilfsschiff registriert gewesen.
- Deutschland habe öffentlich davor gewarnt, das Schiff zu betreten.
- Deutsche Anzeigen in amerikanischen Zeitungen hätten ausdrücklich erklärt, das Schiff könne angegriffen werden.
Besonders brisant:
Laut Werner sollen manche Zeitungen diese Warnungen absichtlich nicht veröffentlicht haben.
Er behauptet außerdem:
Die Briten hätten damals bereits deutsche Funkcodes mitlesen können und den Kapitän der Lusitania absichtlich auf eine Route gelenkt, die direkt an einem deutschen U-Boot vorbeiführte.
Winston Churchill habe sogar persönlich angeordnet, die Geschwindigkeit des Schiffes zu reduzieren —
obwohl dies das Risiko eines Angriffs erhöhte.
Für Werner ist die Lusitania deshalb ein klassisches Beispiel dafür,
wie ein Ereignis genutzt werde, um öffentliche Kriegsstimmung zu erzeugen.
„Normale Menschen wollen keinen Krieg“
Werner argumentiert mehrfach:
Die Mehrheit der Bevölkerung wolle niemals Krieg.
Gerade deshalb müssten:
- Medienkampagnen,
- Schockereignisse,
- Feindbilder
- und emotionale Narrative
geschaffen werden, um Bevölkerung und Politik in Richtung Krieg zu bewegen.
Er warnt:
Das eigentliche Problem sei,
dass viele Menschen sich schlicht nicht vorstellen könnten,
dass mächtige Kreise absichtlich globale Konflikte provozieren würden.
Der Erste Weltkrieg als Beginn der totalen Kontrolle
Werner beschreibt den Ersten Weltkrieg als Wendepunkt der modernen Geschichte.
Er nennt ihn:
den Beginn des modernen totalen Krieges.
Zum ersten Mal seien:
- ganze Gesellschaften,
- Industrien,
- Frauen,
- Medien
- und Wirtschaftssysteme
vollständig militarisiert worden.
Laut Werner entstand in dieser Zeit:
eine neue Form zentralisierter Kontrolle,
die sich unter dem Vorwand des Krieges ausbreiten konnte.
Die Rolle Großbritanniens
Im Zentrum seiner historischen Analyse steht das Britische Empire.
Werner beschreibt Großbritannien als damalige globale Hegemonialmacht,
die ihre Dominanz über:
- Kolonialismus,
- Seemacht,
- Finanzsysteme
- und Handelskontrolle
gesichert habe.
Besonders ausführlich spricht er über:
- die East India Company,
- koloniale Ausbeutung,
- Hungersnöte in Irland und Indien,
- sowie die Kontrolle globaler Handelsrouten.
Er behauptet:
Großbritannien habe Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg zunehmend als existenzielle Bedrohung gesehen.
Die wahre Ursache des Ersten Weltkriegs?
Werner glaubt:
Ein zentraler Auslöser des Ersten Weltkriegs sei das deutsche Infrastrukturprojekt der Berlin–Bagdad–Basra-Bahn gewesen.
Die Idee:
Deutschland wollte Rohstoffe und Energie über Landwege sichern —
ohne von britisch kontrollierten Seewegen abhängig zu sein.
Für das britische Empire sei dies eine strategische Katastrophe gewesen.
Denn:
Eine erfolgreiche kontinentale Verbindung von Europa bis in den Nahen Osten hätte die britische Seemacht massiv geschwächt.
Werner zieht dabei direkte Parallelen zur heutigen Weltlage.
China als „neues Deutschland“
Laut Werner befindet sich die Welt heute erneut in einer ähnlichen geopolitischen Phase.
Die Rolle des damaligen Deutschlands nehme heute China ein.
China versuche:
- alternative Handelsrouten,
- unabhängige Lieferketten,
- eigene Finanzsysteme
- und neue Infrastrukturprojekte
aufzubauen.
Das moderne Gegenstück zur Berlin–Bagdad-Bahn sei laut Werner:
die chinesische Belt-and-Road-Initiative („Neue Seidenstraße“).
Iran als Schlüssel gegen China
Besonders wichtig sei dabei Iran.
Werner argumentiert:
Iran sei nicht primär wegen seines Atomprogramms Ziel westlicher Angriffe —
sondern wegen seiner Rolle als Energie- und Transportkorridor für China.
Er verweist darauf,
dass bei Angriffen auf Iran auch Infrastrukturprojekte der Belt-and-Road-Initiative bombardiert worden seien:
- Brücken,
- Bahnlinien,
- Transportkorridore.
Für Werner ist dies ein Beweis,
dass der eigentliche geopolitische Gegner China sei.
„Venezuela und Iran sind Teil derselben Strategie“
Werner sieht auch Venezuela als Teil derselben globalen Strategie.
Beide Länder:
- verfügen über große Energieressourcen,
- beliefern China,
- und entziehen sich westlicher Kontrolle.
Er behauptet,
dass Regimewechsel-Operationen heute zunehmend offen stattfinden —
ohne die frühere „plausible Abstreitbarkeit“.
Zentralbanken und die Kontrolle der Staaten
Ein großer Teil des Interviews dreht sich um Zentralbanken und Finanzsysteme.
Werner schildert:
- die Asienkrise 1997,
- die Rolle des IWF,
- Währungsangriffe,
- Kapitalsteuerung
- und Kreditmanipulationen.
Er behauptet:
Finanzkrisen würden oft künstlich verschärft,
um Staaten in Abhängigkeit zu treiben.
Als Beispiel nennt er Thailand:
- Der Baht sei durch Zentralbankpolitik destabilisiert worden.
- Danach habe der IWF harte Sparmaßnahmen verlangt.
- In der Folge seien thailändische Vermögenswerte billig an ausländische Investoren verkauft worden.
Werner bezeichnet dieses Modell als:
„moderne wirtschaftliche Kolonialisierung“.
Der IWF als modernes Imperium?
Besonders kritisch äußert sich Werner über:
- den IWF,
- die Weltbank
- und das Dollar-System.
Er argumentiert,
diese Institutionen dienten nicht primär der Entwicklung —
sondern der Kontrolle.
Die Belt-and-Road-Initiative Chinas stelle deshalb erstmals eine ernsthafte Alternative zum westlich dominierten Finanzsystem dar.
Die Gefahr eines neuen Weltkriegs
Am Ende warnt Werner eindringlich vor einer Eskalation Richtung Dritter Weltkrieg.
Er verweist:
- auf die massive Aufrüstung Europas,
- neue Wehrpflicht-Debatten,
- NATO-Strategien,
- Konflikte gegen Russland,
- und die zunehmende Konfrontation mit China.
Besonders alarmierend sei,
dass viele Menschen glaubten,
niemand wolle einen Weltkrieg —
während gleichzeitig konkrete Vorbereitungen liefen.
Sein düsteres Fazit
Richard Werner zeichnet das Bild einer Welt,
in der:
- Imperien ihre Dominanz sichern wollen,
- Finanzsysteme geopolitisch eingesetzt werden,
- Medien Kriegsnarrative verstärken,
- und wirtschaftliche Rivalen systematisch bekämpft werden.
Für ihn sind:
- der Krieg gegen Iran,
- die Konfrontation mit Russland,
- und der Druck auf China
keine getrennten Krisen —
sondern Teile eines globalen Machtkampfes um die Kontrolle der Weltordnung.
Warum sich Russland zurückversetzt fühlt in den 2. Weltkrieg, und das falsch ist

Leider kann es zu EU-Sanktionen führen, wenn man die Sichtweise russischer Menschen beschreibt, aber wie soll der Medienkonsument verstehen, warum der Krieg in der Ukraine tobt, wenn er ausschließlich die Sicht von NATO-Politikern und Medien liest. Ein Beispiel, um zu verstehen, was passiert, ist die Tatsache, dass sich Russland zurückversetzt fühlt. Damit, dies zu erklären, […]
Der Beitrag Warum sich Russland zurückversetzt fühlt in den 2. Weltkrieg, und das falsch ist erschien zuerst unter tkp.at.
Emmanuel Todds Analyse der heutigen konfessionellen Kriegsbegeisterung

Eine Spurensuche, warum der Westen in den Krieg zieht — und was das mit Luther, leeren Kirchen und der Zerstörungswut eines germanischen Donnergotts zu tun hat. Wer verstehen will, warum die transatlantische Allianz derzeit mit einer solchen Inbrunst auf Aufrüstung und Konfrontation setzt, kommt an einem Namen nicht vorbei: Emmanuel Todd. Der französische Historiker, Demograph […]
Der Beitrag Emmanuel Todds Analyse der heutigen konfessionellen Kriegsbegeisterung erschien zuerst unter tkp.at.
Nach 90 Milliarden für die Ukraine, weitere 90 Milliarden?

Im Internet kursieren Berichte, dass nach den ersten 90 Milliarden “Kredit” für die Ukraine, weitere 90 Milliarden benötigt werden, um den Zusammenbruch des Landes zu verhindern. Schauen wir uns die Gründe an. Das Römische Reich fiel nicht wegen einer einzigen Invasion. Es fiel, weil die Währung entwertet wurde, bis die Soldaten sich weigerten, dafür zu […]
Der Beitrag Nach 90 Milliarden für die Ukraine, weitere 90 Milliarden? erschien zuerst unter tkp.at.
Russlands militärische Satellitenbewegungen deuten auf eine neue Eskalation des Ukraine-Kriegs hin
Russlands Neupositionierung von Militärsatelliten richtete sich gegen den ukrainischen Satelliten ICEYE-X36 und könnte einen neuen Vorstoß zur Einnahme Kiews ankündigen
Stephen Bryen
Zwischen dem 14. und 20. Mai repositionierte Russland fünf von sechs kürzlich gestarteten militärischen Cosmos-Satelliten (Cosmos 2610, 2611, 2612, 2613, 2614) von einer Bahnneigung von 97,0 Grad auf 97,8 Grad und brachte die Cosmos-Satelliten damit auf dieselbe Umlaufbahn wie ein Satellit namens ICEYE-X36.
ICEYE ist ein finnisch-amerikanisches Luft- und Raumfahrt- sowie Datenunternehmen, das die weltweit größte Konstellation von SAR-Satelliten entwickelt, baut und betreibt.
Die Repositionierung von fünf Cosmos-Satelliten ist ein beispielloser Schritt.
Laut Integrity ISR wurde ICEYE-X36 am 4. März 2024 von Vandenberg mit einer SpaceX Falcon 9 gestartet. Der Satellit ist unter ICEYE US registriert, hat eine Masse von etwa 90 kg und ist Teil einer Konstellation von mehr als 44 Satelliten, die von der Ukraine eingesetzt werden können. Er gilt jedoch eindeutig als der wichtigste Satellit der Ukraine.
Berichten zufolge war ICEYE-X36 ein Wendepunkt für die Ukraine. Es handelt sich um einen SAR-Satelliten (Synthetic Aperture Radar), der das Schlachtfeld praktisch revolutioniert hat. Er ermöglicht die Identifizierung feindlicher Ausrüstung, die Verfolgung von Truppenbewegungen und das Erkennen selbst getarnter Ausrüstung sowie von Kommando- und Kontrollstrukturen bei nahezu allen Wetterbedingungen. ICEYE-X36 besitzt eine Bodenauflösung von 16 cm, sodass sogar Fußspuren aus dem Weltraum sichtbar sind.
ICEYE-X36 gehört der Ukraine, und die Ukraine betreibt ihn mit erheblicher Unterstützung der NATO und von NATO-Unternehmen, die ukrainischen Analysten bei der Auswertung der Bilder helfen. Laut dem jüngsten Bericht hat ICEYE-X36 bereits 4.100 Bilder erzeugt, 238 Luftabwehr- und Signalaufklärungseinheiten lokalisiert, erfolgreich 153 Treibstoffdepots sowie 17 russische Marinestützpunkte ins Visier genommen.
Über eine vergleichbare Fähigkeit verfügt Russland nicht, obwohl Russland ebenfalls einen eigenen SAR-Satelliten besitzt – allerdings nur einen einzigen. Der russische Satellit wurde Ende Dezember 2025 gestartet und trägt den Namen Obzur-R („Survey“). Im Gegensatz zu ICEYE-X36 handelt es sich nicht um einen Mikrosatelliten. Entwickelt wurde er von Roscosmos und TsSKB-Progress. Er verfügt über ein Kasatka-R X-Band Synthetic Aperture Radar mit einer angegebenen Auflösung von 1 Meter. Er soll fünf bis acht Jahre betrieben werden, und Russland behauptet, später drei weitere Obzur-Klasse-Satelliten zu produzieren. Obzur-R wiegt zwischen 3,5 und 4 Tonnen.
Russland verfolgt und konfrontiert gelegentlich NATO-Aufklärungsplattformen im Weltraum sowie Flugzeuge und Drohnen. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlichte am 20. Mai Informationen über eine Begegnung zwischen einer britischen Aufklärungsplattform (RC-135W Rivet Joint) und russischen Kampfjets vom Typ Su-35 Flanker-E und Su-27 über dem Schwarzen Meer Mitte April. Die Su-35 näherte sich der Rivet Joint so aggressiv, dass die Turbulenzen oder Näherungssensoren die Notfallverteidigungssysteme des britischen Flugzeugs auslösten und den Autopiloten automatisch deaktivierten. Die Su-27 führte sechs separate Tiefflüge direkt vor der Nase der Rivet Joint durch. Beim engsten Vorbeiflug näherte sich der russische Jet dem unbewaffneten Aufklärungsflugzeug auf bis zu sechs Meter. Die Rivet Joint fängt elektronische Signale ab und analysiert sie, um Echtzeit-Gefechtsfeldinformationen zu liefern.
Die meisten Experten gehen davon aus, dass die russischen Cosmos-Satelliten, die sich nun sehr nahe an ICEYE-X36 befinden, wahrscheinlich für sogenannte Rendezvous- und Proximity-Operationen (RPO) positioniert wurden. Technisch könnte Russland ICEYE-X36 auf verschiedene Weise bedrohen:
- durch Zerstörung,
- durch das Abschatten der Solarpaneele,
- oder durch das Stören des Radars mittels Mikrowellen, Lasern oder anderer Methoden.
Warum Russland gleich fünf Cosmos-Satelliten zur Beschattung von ICEYE-X36 eingesetzt hat, ist allerdings unklar.
Es gibt Geheimdienstberichte, wonach Russland möglicherweise eine große Offensive plant – möglicherweise sogar eine Invasion in Richtung Kiew, die Belarus einbeziehen könnte. Eine solche Offensive würde dem Angriffsweg vom 24. Februar 2022 ähneln, diesmal jedoch mit dem Ziel, Kiew tatsächlich einzunehmen.
Trotz dieser Berichte gibt es derzeit keine harten Beweise dafür, auch wenn die Begegnung mit ICEYE-X36 wie eine Vorbereitung auf etwas Größeres wirkt.
Russland steckt seit geraumer Zeit militärisch fest. Im vergangenen Jahr konzentrierte sich Moskau vor allem darauf, die zivile Infrastruktur der Ukraine zu zerstören – insbesondere Stromerzeugung, Übertragungssysteme und kritische Infrastruktur. Dafür setzte Russland große Mengen an Raketen und Shahed-Drohnen ein. Doch obwohl erhebliche Teile der ukrainischen Energieinfrastruktur zerstört wurden, insbesondere im Osten des Landes, war die Ukraine nicht bereit, tatsächlich mit Russland zu verhandeln oder „Land für Frieden“-Vorschläge zu machen. Es scheint fair zu sagen, dass die russische Kampagne die politische Haltung der Ukraine nicht in Richtung eines Deals bewegt hat – im Gegenteil: Sie hat Kiew vermutlich sogar zu einer noch härteren Linie veranlasst, was Washington teilweise frustriert, da die USA auf einen Deal drängen. Tatsächlich haben Bombardierungskampagnen historisch selten zu politischen Lösungen geführt.
Gleichzeitig wurde die russische Armee durch die massiven taktischen Drohnenfähigkeiten der Ukraine ausgebremst. Hinzu kommt die wachsende Fähigkeit der Ukraine, mit Hilfe von ICEYE-X36 sowie NATO-Unterstützung bei Planung und Operationen, erheblichen Schaden in Westrussland anzurichten – einschließlich in Moskau und St. Petersburg.
Putin steht vor einem erheblichen Dilemma, weil Russlands Strategie scheitert. Ein Blick in die Hand des russischen Präsidenten deutet darauf hin, dass er sich einer nahezu existenziellen Herausforderung für das Überleben seiner Regierung gegenübersieht – etwas, das vor einem Jahr kaum jemand erwartet hätte. Russland verfügt zwar über taktische Optionen, um die Initiative auf dem Schlachtfeld zurückzugewinnen, sowie über beträchtliche Reserven. Doch das Ergebnis dürfte blutig und ungewiss bleiben. Die Blendung oder Neutralisierung von ICEYE-X36 steht nun offenbar zur Debatte, falls Russland eine groß angelegte Militäroperation startet – doch selbst das würde die grundlegende Gleichung dieses Krieges wahrscheinlich nicht verändern.

