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Jim Curry: Goldprognose – Gold & US-Aktien stehen vor einem Rückgang
Seit meinem letzten Artikel von Mitte Juli hat Gold eine sehr schöne Rally hingelegt und die Marke von 4.500 erreicht, was einem Anstieg von rund 500 Punkten gegenüber dem Tiefstand von Ende Juni entspricht. Kurzfristig scheint sich der Goldpreis auf einen starken Rückgang vorzubereiten, während bei den US-Aktien eine stärkere prozentuale Korrektur zu erwarten ist.
Der 34-Tage-Zyklus bei Gold
Auf sehr kurze Sicht ist der von uns beobachtete 34-Tage-Zyklus bei Gold der dominierende Zyklus, der in der folgenden Grafik dargestellt ist:
Europas AIPAC heißt ELNET: Das kaum bekannte Netzwerk hinter Europas Israel-Politik
Während in Europa intensiv über ausländische Einflussnahme, Lobbyismus und politische Transparenz diskutiert wird, operiert seit Jahren ein pro-israelisches Netzwerk mit bemerkenswertem Zugang zu politischen Entscheidungsträgern: ELNET – das European Leadership Network.
Die Organisation verfolgt kein Geheimnis daraus, was sie erreichen will: die politischen, wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen zwischen Europa und Israel stärken. Kritiker sehen darin jedoch weit mehr als gewöhnliche Völkerverständigung. ELNET bringt Politiker mit israelischen Regierungsvertretern, Sicherheitskreisen und Unternehmen zusammen, organisiert Reisen und schafft Netzwerke dort, wo politische Entscheidungen vorbereitet werden.
Die Parallele zur mächtigen US-Israel-Lobby AIPAC liegt nahe. Tatsächlich wurde ELNET wiederholt als eine Art europäisches Gegenstück zu AIPAC beschrieben. ELNET-Gründer Raanan Eliaz hatte zuvor selbst für AIPAC gearbeitet.
Doch während AIPAC in den USA nahezu jedem politisch Interessierten ein Begriff ist, dürfte die überwiegende Mehrheit der Europäer ELNET noch nie gehört haben. Dabei reicht sein Einfluss bis tief in die Parlamente Europas.
Wusstest du, dass Europa seine eigene AIPAC hat?
Sie heißt ELNET.
Es wurden Millionen von Euro ausgegeben. Politiker wurden nach Israel geflogen. Absprachen hinter verschlossenen Türen. Eine gesamte Einflussmaschinerie, die darauf ausgelegt ist, Europa an Israel zu… pic.twitter.com/RuVwyFlOm7
— Don (@Donuncutschweiz) August 18, 2026
Mindestens 51 Bundestagsabgeordnete auf ELNET-Reisen
Besonders aufschlussreich sind Recherchen von abgeordnetenwatch. Demnach finanzierte ELNET seit 2021 Israel-Reisen für mindestens 51 Mitglieder des Deutschen Bundestages.
Das ist keine kleine Delegation am Rand des politischen Betriebs. Es handelt sich um Abgeordnete verschiedener Regierungs- und Oppositionsparteien – Menschen also, die über deutsche Außen-, Sicherheits- und Rüstungspolitik entscheiden. Besonders brisant war eine Reise im Jahr 2022. Zehn Bundestagsabgeordnete von SPD, CDU und FDP reisten mit ELNET nach Israel. Sieben von ihnen gehörten dem Verteidigungsausschuss an.
Auf dem Programm standen dabei auch israelische Rüstungssysteme. Später beschäftigte sich der Bundestag mit milliardenschweren israelischen Rüstungsbeschaffungen.
Damit stellt sich eine grundlegende Frage: Wie unabhängig ist politische Entscheidungsfindung, wenn eine Interessenorganisation Reisen für genau jene Politiker organisiert und finanziert, die anschließend über Geschäfte und politische Beziehungen mit dem betreffenden Staat entscheiden?
Das beweist keine unzulässige Einflussnahme. Aber es begründet ein erhebliches öffentliches Interesse an vollständiger Transparenz.
Millionen für politische Netzwerke in Europa
Auch finanziell handelt es sich keineswegs um eine unbedeutende Organisation. Im Europäischen Parlament wurde unter Berufung auf Recherchen thematisiert, dass ELNET seit 2022 mehr als elf Millionen Dollar von amerikanischen Geldgebern erhalten haben soll. Dieses Geld ermöglicht den Aufbau eines professionellen Einflussnetzwerks: Delegationsreisen, Konferenzen, Veranstaltungen und Kontakte zwischen europäischen Entscheidungsträgern und israelischen Politikern, Diplomaten, Sicherheitsexperten und Wirtschaftsvertretern.
Das Entscheidende ist dabei weniger ein einzelnes Treffen als die Struktur dahinter. Politischer Einfluss entsteht selten dadurch, dass jemand einem Abgeordneten einen Zettel mit einer Anweisung überreicht.
Er entsteht durch Zugang.
Wer organisiert die Reisen? Wer bestimmt die Gesprächspartner? Welche Experten werden präsentiert? Welche Unternehmen besucht man? Welche Sicherheitslage wird den Teilnehmern vermittelt? Und welche Kontakte entstehen daraus für die kommenden Jahre? Genau darin liegt die Macht politischer Netzwerke.
Zugang bis nach Brüssel
ELNET beschränkt sich nicht auf Deutschland.
Die Organisation arbeitet auf europäischer Ebene und unterhält Kontakte zu Institutionen und Entscheidungsträgern der Europäischen Union. Die EU-Kommission hat Kontakte und Treffen mit ELNET beziehungsweise von ELNET organisierten Delegationen bestätigt.
Damit reicht das Netzwerk genau dorthin, wo zentrale Entscheidungen über Europas Verhältnis zu Israel getroffen werden. Und diese Entscheidungen sind erheblich: Sanktionen oder keine Sanktionen, Rüstungskooperation, Forschungsprogramme, Handelsbeziehungen, Sicherheitszusammenarbeit und diplomatische Unterstützung.
ELNET beschreibt seine Arbeit als Stärkung der Beziehungen zwischen Europa und Israel. Das ist legitim.
Aber gerade deshalb sollte die Öffentlichkeit wissen, wer diese Beziehungen beeinflusst, wer dafür bezahlt und welchen Zugang diese Organisation zu politischen Entscheidungsträgern erhält.
Was wäre, wenn ein anderes Land dasselbe täte?
Hier zeigt sich eine bemerkenswerte politische Doppelmoral.
Man stelle sich vor, eine von russischen Geldgebern finanzierte Organisation würde Dutzende Bundestagsabgeordnete nach Moskau fliegen, Mitglieder des Verteidigungsausschusses mit russischen Militär- und Rüstungsvertretern zusammenbringen und anschließend Veranstaltungen mit europäischen Spitzenpolitikern organisieren.
Oder China würde auf vergleichbare Weise ein Netzwerk aufbauen, das Abgeordnete nach Peking bringt und systematisch Beziehungen zwischen chinesischen Unternehmen, Sicherheitskreisen und europäischen Entscheidungsträgern vermittelt.
Die Schlagzeilen über „ausländische Einflussnahme“ wären vorhersehbar. Bei ELNET wird dasselbe Grundprinzip meist wesentlich nüchterner als transatlantische beziehungsweise europäisch-israelische Netzwerkarbeit behandelt.
Das bedeutet nicht, dass ELNET illegale Aktivitäten betreibt. Für eine solche Behauptung gibt es keinen Beleg. Aber ausländische Einflussnahme muss nicht illegal sein, um politisch relevant zu sein. Lobbyismus funktioniert gerade dadurch, dass innerhalb legaler Strukturen Beziehungen, Zugänge und politische Nähe geschaffen werden.
Europas Israel-Politik und die unsichtbare Infrastruktur dahinter
Gerade angesichts der außergewöhnlich engen Beziehungen zwischen Israel und europäischen Regierungen verdient diese Infrastruktur größere Aufmerksamkeit.
Wenn deutsche und europäische Politiker Israel besuchen, israelische Sicherheitsvertreter treffen, Rüstungsunternehmen kennenlernen und anschließend in ihren Parlamenten über Israel betreffende Entscheidungen abstimmen, muss transparent sein, wer diese Kontakte vermittelt und finanziert hat.
Die entscheidende Geschichte über ELNET besteht deshalb vielleicht nicht in einem spektakulären Geheimtreffen. Sie besteht darin, dass eine professionell organisierte und mit Millionen ausgestattete Interessenorganisation über Jahre ein Netzwerk zwischen Israel und europäischen Machtzentren aufgebaut hat – und außerhalb politischer Fachkreise dennoch vergleichsweise unbekannt geblieben ist.
In den Vereinigten Staaten weiß praktisch jeder politisch Interessierte, was AIPAC ist. Europa hat sein eigenes pro-israelisches Einflussnetzwerk.
Es heißt ELNET.
Und angesichts seines Zugangs zu Parlamentariern und Entscheidungsträgern wäre es höchste Zeit, dass Europas Öffentlichkeit genauer hinsieht.
Baum aus dem Schweizer Morteratsch Gletscher erzählt von über 10.000 Jahren Klimageschichte

Ein Lärchenstamm, der vor über 10.000 Jahren zu wachsen begann, dann von einem Gletscher überfahren und 2025 wieder freigegeben wurde – er ist eines der bedeutendsten Klimazeugnisse der Alpen. Und er zeigt, das das offizielle Klimanarrativ schlicht falsch ist. Es klingt nach einem Lottogewinn, und genau so beschreiben es die Beteiligten auch: Im Juni 2025 […]
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Ukraine: Der Korruptionsskandal um Zelensky eskaliert weiter

Die nationale Antikorruptionsbehörde NABU und die Spezialstaatsanwaltschaft SAPO haben mit der Operation „Forrest Gump“ eine weitere Ebene der Korruption im engsten Umfeld von Präsident Wolodymyr Zelensky aufgedeckt. Durchsuchungen treffen nun auch die Präsidentenkanzlei selbst. Was die EU allerdings nicht daran hindert weiter unser Steuergeld ins Land zu pumpen. Im Zentrum der neuen Ermittlungen steht eine […]
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Doppelte gesundheitliche Gefährdung durch Windräder und Rechenzentren

In der Region Korneuburg droht eine massive Überlagerung gesundheitlicher Belastungen. Die geplanten Windkraftanlagen und das Rechenzentrum liegen so nahe beieinander, dass sich ihre Wirkungsradien deutlich überschneiden. Die Karten unten zeigen die Überlappungszonen einmal mit 10 km und einmal mit 5 km Radius – wobei der 5-km-Bereich den Bereich markiert, in dem die Effekte besonders wahrscheinlich […]
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Moderna mRNA-Grippeimpfstoff: Vernichtendes Ergebnis bei Re-Analyse

Eine unabhängige Re-Analyse der FDA-eigenen klinischen Daten kommt zu einem vernichtenden Ergebnis: Das Nutzen-Schaden-Verhältnis dieses Produkts gehört zu den schlechtesten, die je bei einem zugelassenen Impfstoff dokumentiert wurden. Die US-Zulassung von Modernas mRNA-Grippeimpfstoff mFLUSIVA (mRNA-1010) am 5. August 2026 markiert einen massiven Schritt in der Ausweitung der gentechnischen mRNA-Technologie auf routinemäßige, wiederholte Impfungen. Die entscheidende […]
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Warum Trumps Blockade den Iran nicht in eine Insel verwandeln kann
Pepe Escobar
Die USA mögen den Iran auf den Meeren blockieren. Aber sie können die Geografie des Iran nicht blockieren.
Bislang hat der Iran die Uhr laufen lassen.
Jetzt beschleunigt der Iran das Management der Uhr.
Selbst strategische Geduld hat ihre Grenzen. Teheran hielt 5,5 Monate lang einen Nussknacker an der Straße von Hormus. Das Imperium der Piraterie wich nicht zurück. Im Gegenteil: Die Reaktion, zusätzlich zu Trumps Blockade, konzentrierte sich auf rücksichtslose, endgültige Marktmanipulationen, um die Ölpreise relativ niedrig zu halten – wobei alles eingesetzt wurde, von der Leerung der Strategischen Erdölreserven (SPR) bis hin zum Einsatz von KI-Werkzeugen durch DARPA zur Manipulation der Märkte.
Schreckliche Kosten werden bald vollständig bezahlt werden müssen – durch eine globale Depression; eine weitere Ablehnung westlicher „Werte“ – und Betrugssysteme – im gesamten Globalen Süden; und eine unvermeidliche Spaltung zwischen zwei Weltsystemen.
Der Iran kann den Weg einer langsamen Erdrosselung der Straße von Hormus nicht fortsetzen – denn er läuft Gefahr, dass sich die erzielten Gewinne mit der Zeit wieder umkehren. Der Iran wird zusammen mit allen anderen in einer globalen Großen Depression zwangsläufig geschwächt werden. Das ist definitiv keine langfristige Lösung für einen stolzen, souveränen, widerstandsfähigen Zivilisationsstaat mit jahrtausendealter Entschlossenheit, wenn es um würdevolle Selbstversorgung geht.
Die Führung in Teheran hat vollkommen verstanden, dass der neue – eigentlich wieder alte – Takt des Imperiums darin besteht, Persien finanziell und wirtschaftlich zu ersticken, wie es beispielsweise mit Syrien getan wurde.
Es kommt noch schlimmer. Viel schlimmer: die derzeitige Normalisierung des Einsatzes taktischer Atomwaffen in „Diskussionen“ an den Tischen des Imperiums. Wenn Völkermord normalisiert wurde – durch den gesamten, kollektiven, fragmentierten Westen –, warum dann nicht auch Atombombardierungen (aber nur durch das Imperium)?
Teheran ist sich sehr wohl bewusst, dass sich eine lange dunkle Wolke herabsenken könnte. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Geschwindigkeit der Uhr zu erhöhen. Mohsen Rezaee – neuer Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats (SNSC) und persönlicher Vertreter von Führer Mojtaba Khamenei – gibt den Ton an. Es gibt keinen anderen Weg, als aufs Ganze zu gehen, um die hegemoniale alte Ordnung zum Einlenken zu zwingen.
Zwang ausübend, aber nicht entscheidend
Trumps Seeblockade mag im Iran einiges Chaos anrichten; doch für sich allein kann sie einen wesentlichen Teil der Architektur, die den Iran mit Eurasien verbunden hält, nicht verändern.
Die Blockade hat dem iranischen Rohölhandel auf dem Seeweg geschadet. Der Verkehr in der Straße von Hormus ist zusammengebrochen. Je nach Tracking-Quelle sind die iranischen Rohölexporte von etwa 1,8–2,0 Millionen Barrel pro Tag vor der Blockade auf unter 300.000 Barrel pro Tag gefallen.
Das ist erheblicher Zwangsdruck. Dennoch ist der Iran geografisch weit davon entfernt, isoliert zu sein. Eisenbahnverbindungen durch Zentralasien; Handelsverkehr über die Landgrenzen zu Pakistan (mindestens sechs Kanäle); die Kaspische Route nach Russland; der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC): All das bleibt in Betrieb – und im Fall des INSTC wird es sogar ausgebaut, obwohl die Infrastruktur weiterhin unvollständig ist.
Ein Teil des iranischen Rohöls entkommt weiterhin durch Schiff-zu-Schiff-Transfers, insbesondere vor Malaysia. Ladungen, die iranische Gewässer verlassen, werden auf See umgeladen, um ihre Herkunft zu verschleiern, bevor sie weitertransportiert werden, hauptsächlich zu asiatischen Käufern.
Während des Waffenstillstands im Juni und Juli transportierten etwa zwanzig Tanker auf diese Weise Rohöl im Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar. Natürlich ist das kein Ersatz für das iranische Exportsystem vor dem Krieg – denn der Prozess stützt sich auf eine begrenzte Schattenflotte, die unter enormem Sanktionsdruck operiert.
Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die amerikanische Blockade undicht ist.
Die Blockade mag also Zwang ausüben, aber sie ist nicht entscheidend – ungeachtet der Flut an Propaganda von Trump-Kumpanen und diversen Abzockern.
Was direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran betrifft, so stecken diese in einem wilden Ozean von Widersprüchen fest.
Die IRGC und das Außenministerium haben öffentlich – und ausdrücklich – bestritten, dass derzeit irgendein direkter amerikanischer Kanal aktiv ist. Die IRGC verspottete die amerikanische Behauptung als psychologische Kriegsführung – während Trump öffentlich einen etablierten, direkten Hinterkanal zur IRGC propagierte.
Nun, tatsächlich existiert ein Hinterkanal: Es handelt sich um den Kanal vom Mai 2026 über den Präsidenten Kurdistans, Nechirvan Barzani, zur hochrangigen Führung der IRGC. Er wurde inaktiv. Möglicherweise wurde er sogar informell in einem ungeklärten Status weitergeführt – während Teheran seine Existenz bestreitet.
„Diplomatie“ ist Trump nicht gerade so vertraut wie Big Macs; Drohungen hingegen schon. Man denke an die inzwischen öffentliche Drohung, Oman bei zwei verschiedenen Gelegenheiten ausdrücklich zu bombardieren.
Oman ist alles andere als ein unbedeutender Akteur. Maskat ist gleichzeitig: einer der beständigsten Vermittler des GCC; tief in den diplomatischen Kanal mit dem Iran eingebunden; und Mitverhandler des entstehenden Transitmechanismus für die Straße von Hormus.
Die zweimalige Drohung, Oman zu bombardieren, bedeutet also, dass POTUS direkt gegen eben jenen Kleinstaat vorgeht, der dabei hilft, einen möglichen Ausweg für das Imperium zu schaffen.
Kein Wunder, dass es keine offizielle Stellungnahme der omanischen Regierung zu den Drohungen gab. Keine Stellungnahme des Sultans.
Keine Stellungnahme des Außenministeriums.
Das Schweigen Maskats sollte jedoch nicht falsch interpretiert werden. Schweigen bedeutet keine Zustimmung. Schweigen bedeutet keinen Widerstand. Schweigen könnte Teil einer raffinierten diplomatischen Strategie sein: etwas, das für beide Seiten weiterhin nutzbar bleibt.
Keine Möglichkeit, die Geografie des Iran zu blockieren
Der Hafen von Gwadar am Arabischen Meer – ein zentraler Bestandteil des China-Pakistan Economic Corridor (CPEC) – ist als Landtransit-Tor zum Iran von größter strategischer Bedeutung geworden.
So funktioniert es. Fracht kommt in Gwadar an; wird gebündelt; wird auf dem Landweg etwa 89 km bis zum Grenzübergang Gabd transportiert; und gelangt dann auf der Straße in den Iran. Der Prozess ist wesentlich kürzer als der Transport derselben Fracht über Karachi – wodurch Zeit und Kosten reduziert werden.
Dennoch gibt es keine Beweise dafür, dass Schiffe unter iranischer Flagge regelmäßig Gwadar anlaufen oder dass iranische Seefracht dort be- und entladen wird, was faktisch einer iranischen Schifffahrtsroute gleichkäme.
Dann gibt es noch das Kaspische Meer: die entscheidend wichtige strategische Route, die gegen die US-Marine immun ist.
Wie ich letztes Jahr selbst gesehen habe, während ich einen Dokumentarfilm über den INSTC drehte,
verbinden iranische Häfen am Kaspischen Meer wie Bandar Anzali den Iran hauptsächlich mit Russland, insbesondere mit Astrachan.
Seit Beginn der Blockade haben die iranischen Häfen am Kaspischen Meer ihr Betriebstempo erhöht; Bandar Anzali nähert sich seiner vollen Kapazität und schlägt Getreide, landwirtschaftliche Produkte, Industriegüter, Komponenten und vor allem strategische Handelsgüter zwischen den BRICS-Mitgliedern Iran und Russland um.
Die US-Marine kann auf dem Kaspischen Meer nichts unternehmen, da das Übereinkommen über den Rechtsstatus des Kaspischen Meeres von 2018 außerregionale Seemächte ausschließt.
Entlang des 7.200 km langen INSTC, der Russland, den Iran und Indien verbindet, ist der Güterverkehr zwischen Russland und dem Iran sehr schnell gewachsen – obwohl es Infrastrukturprobleme gibt, wie etwa die fehlende Eisenbahnverbindung Rascht–Astara innerhalb des Iran.
Hinzu kommt die Tatsache, dass die maritime Route des INSTC von Chabahar in Sistan-Belutschistan nach Indien derzeit nicht als bedeutender Entlastungskanal in Kriegszeiten funktioniert.
Der Iran befindet sich tatsächlich im Herzen zweier Konnektivitätsarchitekturen: der Eisenbahnverbindung China–Zentralasien–Iran, die Teil der BRI/Neuen Seidenstraßen ist; und der Iran–Russland-Route über das Kaspische Meer, die Teil des INSTC ist. Dabei handelt es sich tatsächlich um zwei sich kreuzende Korridore: einen in Ost-West-Richtung, den anderen in Nord-Süd-Richtung.
Dann gibt es noch den Transkaspischen Korridor oder Mittleren Korridor – der nicht durch den Iran verläuft: China–Kasachstan–Kaspisches Meer–Aserbaidschan–Georgien–Türkei–Europa. Der Mittlere Korridor umgeht den Iran tatsächlich.
Was sagt uns all das über Trumps Blockade?
Kurz gesagt: Die USA mögen den Iran auf den Meeren blockieren. Aber sie können die Geografie des Iran nicht blockieren.
Schließlich liegt der Iran im Herzen eines eurasienweiten Netzwerks, zu dem Pakistan, die zentralasiatischen „Stans“, Russland, das Kaspische Meer und China gehören.
Was die derzeitige Pattsituation „weder Frieden noch Krieg“ bewirkt, ist eine exponentielle Steigerung des strategischen Werts dieses Netzwerks. Das Netzwerk verhindert, dass maritimer Zwang zu vollständiger physischer Isolation führt. Vergessen Sie die Vorstellung, dass die USA von einer strategischen Abriegelung profitieren könnten.
Wenn überhaupt, könnte ein Übergang des Iran zur Offensive tatsächlich eine andere Art strategischer Abriegelung hervorrufen. Der Iran verfügt weiterhin über eine mehrschichtige Anti-Access-Architektur, darunter Langstrecken-Anti-Schiffs-Raketen, Fähigkeiten zur Seeverminung und U-Boote, die für Operationen in flachen und räumlich begrenzten Gewässern konzipiert sind.
Und dann verschärft die Geografie das Problem. Große amerikanische Seestreitkräfte, die relativ nahe an einer extrem feindseligen Küste operieren, werden mit sehr kurzen Vorwarnzeiten und einem deutlich eingeschränkten Raum zur Verteilung ihrer Kräfte konfrontiert sein.
Die amerikanische Blockade hat tatsächlich den größten einzelnen Kanal verwüstet, über den der Iran harte Währung – oder Petroyuan – verdiente. Aber sie hat den Iran nicht – und kann ihn geografisch auch nicht – auf eine Insel reduzieren, da der Iran weiterhin über Land-, Eisenbahn- und Binnenmeernetze mit dem Osten, Norden und Südosten verbunden bleibt.
Mit jedem einzelnen Tag, an dem diese Architektur unter Druck weiter funktioniert, wächst für den Iran, Russland, China, Pakistan und die zentralasiatischen „Stans“ der Anreiz, sie weiter zu vertiefen.
Und damit die Integration Eurasiens zu vertiefen – die entscheidendste geopolitische Entwicklung des 21. Jahrhunderts.
Iran warnt Golfstaaten – VAE kappen Beziehungen, US-Marine gewinnt in Hormus an Boden und weitere Updates
Von Tyler Durden
Die VAE brechen die Beziehungen ab, während der Iran die Golfstaaten davor warnt, Washington zu unterstützen; laut Kpler gewinnt die US-Marine in der Straße von Hormus an Boden
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf weilt derzeit in Bagdad, während US-Außenminister Marco Rubio gleichzeitig mit dem nationalen Sicherheitsberater der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, über die Lage in der Straße von Hormus und Sicherheitsfragen gesprochen hat. Nur dass die beiden Seiten natürlich nicht miteinander sprechen.
Präsident Trump hat deutlich gemacht, dass keine Gespräche stattfinden und auch keine geplant sind, da er eine „neue“ Strategie ins Spiel gebracht hat, um die iranische Wirtschaft langfristig „auszubluten“. CNN berichtete am Dienstag, dass Vertreter des Weißen Hauses kürzlich mitgeteilt hätten, sie würden ihre Strategie ändern – weg von „Iran so schnell wie möglich hart treffen“ hin zu „sie im Laufe der Zeit ausbluten lassen“.
Was Ghalibaf betrifft, so griff er am Dienstag Kriegsminister Pete Hegseth und Finanzminister Scott Bessent scharf an und verspottete diese neue Strategie des Rückzugs, da es den USA bereits nicht gelungen sei, Teheran in die Knie zu zwingen.
„Die Amerikaner glauben, dass sie durch noch stärkeren Druck auf den Iran Zugeständnisse erwirken können, die nie Teil des Abkommens waren“, schrieb Ghalibaf in einem Beitrag auf X. „Bessent und Hegseth sind völlig überfordert“, fügte Ghalibaf hinzu und bezeichnete sie als die „Clown-Truppe.“ Er erklärte:
Hört auf, darauf zu warten, dass die Clown-Truppe ein Kaninchen aus dem Hut zaubert und das Chaos beseitigt, das ihr angerichtet habt.
Nachdem der Iran als Reaktion auf die Krise eine neue „offensive“ militärische Haltung verkündet hat, zeigt er keine Anzeichen dafür, von der Konfrontation mit den USA in der Region abzurücken. Am Mittwoch warnten seine Streitkräfte die Golfstaaten davor, amerikanische Truppen zu beherbergen oder zu unterstützen, da dies gleichbedeutend damit wäre, sich auf der Seite der USA in den Krieg einzuschalten.
„Wir möchten warnen, dass jede Unterstützung oder Erleichterung, die dem angreifenden US-Militär gewährt wird, einer Beteiligung an der US-Militäroperation gleichkommt“, sagte der Stabschef der Streitkräfte, Ali Abdollahi.
„Es erscheint unwahrscheinlich, dass eine so große Anzahl von Militärflugzeugen, insbesondere Tankflugzeuge, auf regionalen Stützpunkten stationiert sein könnte, ohne dass die Gastländer davon wissen“, fuhr der Beamte fort, wie von der Nachrichtenagentur Mehr zitiert.
Es ist nicht bekannt, wie viele Tankflugzeuge oder sonstige große Kampfflugzeuge sich noch im Golf befinden, doch sicherlich konzentriert sich der Großteil der von der US-Luftwaffe betriebenen regionalen Tankflugzeuge derzeit auf den internationalen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv – was in den Medien große Aufmerksamkeit erregt hat.
Und in einer weiteren bedeutenden Eskalation, die jegliche verbleibenden Illusionen einer erhofften Entspannung in der Golfregion effektiv zunichte macht, haben die Vereinigten Arabischen Emirate am Mittwoch angekündigt, alle wirtschaftlichen Beziehungen zu Teheran vollständig und unverzüglich abzubrechen. Dieser Schritt folgt unmittelbar auf das, was laut Angaben von Vertretern der VAE ein Sperrfeuer iranischer ballistischer Raketen war, die direkt auf das Territorium der Emirate gerichtet waren.
Teheran hatte zunächst schnell bestritten, Raketen auf das emiratische Hoheitsgebiet abgefeuert zu haben, doch die Behörden der VAE stellten später klar, dass das Militär zwei aus dem Iran anfliegende Raketen beobachtet habe, die jedoch weder Schaden noch Opfer verursachten – was am Dienstag einen dringenden Raketenalarm für die Bevölkerung ausgelöst hatte.
Nachfolgend finden Sie einige der jüngsten wichtigen Entwicklungen und Berichte im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt:
Der Iran hat laut regimenahe Quellen einen Angriff auf US-Militärziele in Europa in Erwägung gezogen, sollte Donald Trump den Krieg eskalieren lassen, da Teheran seine Optionen abwägt, um den Konflikt zu verschärfen. FT
Auch wenn der Iran im Krieg mit den Vereinigten Staaten Widerstandsfähigkeit demonstriert, befürchten seine Führer, dass die Androhung weiterer wirtschaftlicher Sanktionen durch Donald Trump die Notlage verschärfen, Unruhen erneut entfachen und die Legitimität der Islamischen Republik weiter untergraben könnte. RTRS
Die iranischen Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus häufen sich, ohne dass es eine militärische Reaktion der USA gibt, was die Risiken bei der Durchfahrt dieser strategischen Wasserstraße erhöht und einige arabische Verbündete verärgert, die befürchten, dass die USA keine Strategie zur Deeskalation des Konflikts haben. WSJ
Das Schifffahrtsanalyseunternehmen Kpler hat jedoch angedeutet, dass die US-Marine in der Straße von Hormus an Boden gewinnt und dass der Iran angesichts eines Wortgefechts zwischen Präsident Trump und der iranischen Führung darüber, wer die tatsächliche „Kontrolle“ habe, einen Teil seiner Kontrolle abgibt.
Ein Ausblick auf neue Sanktionen, die noch verkündet werden sollen…
The Trump administration appears to be indicating it favors economic warfare in its approach to the conflict with Iran, touting its naval blockade of the Strait of Hormuz and previewing new sanctions still to be announced. https://t.co/k5g4FBcxF7
— ABC News Politics (@ABCPolitics) August 19, 2026
Übersetzung von „X“: Die Trump-Regierung scheint anzudeuten, dass sie im Konflikt mit dem Iran auf Wirtschaftskrieg setzt: Sie preist ihre Seeblockade der Straße von Hormus an und kündigt neue Sanktionen an, die noch bekannt gegeben werden sollen.
„Derzeit liegen jedoch eindeutige Beweise vor: Die Vereinigten Staaten, die mit ihrer Marine in der Meerenge patrouillieren, gewinnen an Boden – und der Iran verliert einen Großteil seiner Kontrolle über diese wichtige Wasserstraße“, schreibt CNN. „Mehr als 80 % der in den letzten zwei Wochen durch die Straße von Hormus transportierten Flüssigkeiten wurden über die omanische Route befördert – eine von der UNO genehmigte Schifffahrtsroute, die der Iran vehement ablehnt – oder es handelte sich um ‚dunkle‘ Transite, die laut Kpler, einem Unternehmen, das Schiffe mithilfe von Transpondern und Satellitendaten verfolgt, wahrscheinlich ebenfalls die omanische Route nahmen.“
Allerdings besteht für die internationale Schifffahrt bislang noch keine Eile, auf diese Wasserstraße zurückzukehren, angesichts des Angriffsrisikos und all der schwerwiegenden Unwägbarkeiten, die zu Totalverlusten führen sowie die Sicherheit der Besatzung gefährden könnten.
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„Begrenzter Atomkrieg“ als Option: Pentagon plant neue Stufen der nuklearen Eskalation
Das Pentagon überprüft seine Nuklearstrategie – und die Richtung ist bemerkenswert. Die US-Regierung will dem Präsidenten mehr „Optionen“ für mögliche nukleare Eskalationsszenarien geben. Im Zentrum stehen regionale Kriege mit Russland oder China und die Möglichkeit eines „begrenzten“ Atomwaffeneinsatzes. Offiziell soll das die Abschreckung stärken. Kritiker warnen jedoch seit Jahren vor dem Gegenteil: Je „brauchbarer“ Atomwaffen militärisch erscheinen, desto gefährlicher könnte die Schwelle zwischen konventionellem und nuklearem Krieg werden.
Das Pentagon hat eine Überprüfung der amerikanischen Nuklearstrategie eingeleitet. Das Ziel formulieren hochrangige Verantwortliche erstaunlich offen: Washington will die nuklearen „Optionen“ des Präsidenten erweitern.
Der Staatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, bestätigte Anfang August beim Deterrence Symposium in Omaha eine Überprüfung der sogenannten „employment guidance“ – also jener Vorgaben, die den Rahmen für den möglichen Einsatz amerikanischer Atomwaffen bilden.
Colby betonte zwar ausdrücklich, dass derzeit noch keine Änderung der Nuklearpolitik beschlossen sei. Gleichzeitig sprach er wiederholt davon, mehr beziehungsweise „rationalere nukleare Optionen“ bereitzustellen. Der Hintergrund ist entscheidend: Washington beschäftigt zunehmend die Vorstellung eines regional begrenzten Atomkriegs mit Russland oder China.
Vom Weltuntergang zur „begrenzten“ nuklearen Option
Die Logik des Pentagon klingt zunächst nachvollziehbar.
Was geschieht, wenn Russland oder China in einem regionalen Krieg eine taktische Atomwaffe geringer Sprengkraft einsetzen? Ein US-Präsident könnte dann vor einer extremen Entscheidung stehen: nicht nuklear reagieren – oder mit wesentlich stärkeren strategischen Atomwaffen antworten und damit eine Eskalation bis hin zum umfassenden Atomkrieg riskieren. Washington möchte deshalb offenbar mehr Zwischenstufen auf dieser Eskalationsleiter.
Colby erklärte, seine größere Sorge sei nicht unbedingt ein massiver Atomangriff auf die USA, sondern ein regionaler konventioneller Krieg, in dem Atomwaffen lokal eingesetzt werden und der anschließend weiter eskaliert.
Noch deutlicher wurde der Chef des US Strategic Command, Admiral Richard Correll.
Das Pentagon wolle die dem Präsidenten zur Verfügung stehenden Optionen erweitern und ihm Entscheidungsspielraum für praktisch jedes denkbare Eskalationsszenario geben. Correll beschrieb dabei ausdrücklich eine Bandbreite von nichtkinetischen und konventionellen Fähigkeiten bis hin zu einem „begrenzten nuklearen Austausch“ und schließlich einer Eskalation am oberen Ende.
Das ist die eigentliche Brisanz.
Der Atomkrieg wird damit nicht ausschließlich als apokalyptischer letzter Schritt gedacht, sondern auch als abgestufte militärische Eskalation, die theoretisch „kontrolliert“ werden soll.
Kleinere Atomwaffen sollen mehr Handlungsspielraum schaffen
Breaking Defense berichtet, dass die Überprüfung vor dem Hintergrund jahrelanger amerikanischer Sorgen über russische und chinesische taktische Nuklearwaffen stattfindet. Solche Waffen besitzen typischerweise geringere Sprengkraft und kürzere Reichweiten als strategische Nuklearwaffen und sollen deshalb für regionale oder militärische Ziele einsetzbar sein.
Doch „klein“ ist bei Atomwaffen ein relativer Begriff.
Die bereits stationierte amerikanische W76-2 wird beispielsweise auf etwa fünf Kilotonnen geschätzt. Das entspricht immer noch ungefähr einem Drittel der Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. (armscontrol.org)
Die USA verfügen also bereits über Nuklearwaffen geringerer Sprengkraft. Hinzu kommen Programme wie die B61-Familie und die geplante nuklear bewaffnete seegestützte Marschflugkörperfähigkeit SLCM-N. Die aktuelle Überprüfung könnte nun zu dem Ergebnis kommen, dass weitere taktische Fähigkeiten erforderlich sind. Breaking Defense betont allerdings ausdrücklich: Eine solche Entscheidung ist bislang nicht gefallen.
Abschreckung – oder eine gefährlichere Illusion?
Das Pentagon argumentiert genau umgekehrt zu seinen Kritikern.
Mehr nukleare Optionen sollen die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs verringern.
Wenn Russland oder China wissen, dass Washington auch einen begrenzten nuklearen Angriff angemessen beantworten kann, sollen sie davon abgeschreckt werden, überhaupt Atomwaffen einzusetzen. Correll argumentiert, eine größere Vielfalt an Plattformen und Fähigkeiten erhöhe die Schwelle für einen gegnerischen taktischen Atomwaffeneinsatz. Für das Pentagon gehe es daher „zuallererst“ um Abschreckung.
Doch genau diese Theorie wird seit Jahren kontrovers diskutiert.
Kritiker aus der Rüstungskontrollgemeinschaft warnen, dass zusätzliche Atomwaffen geringer Sprengkraft die Grenze zwischen konventionellem und nuklearem Krieg verwischen könnten. Die Arms Control Association argumentierte bereits bei früheren amerikanischen Nuklearstrategien, dass solche Waffen zwar als Instrument zur Kontrolle einer Eskalation präsentiert würden, die tatsächliche Eskalation nach dem ersten Atomschlag aber nicht zuverlässig kontrolliert werden könne.
Niemand weiß, ob ein „begrenzter Atomkrieg“ begrenzt bleibt
Washington kann entscheiden, eine kleinere Atomwaffe einzusetzen. Washington kann aber nicht entscheiden, wie Moskau oder Peking darauf reagieren. Eine taktische Atomwaffe bleibt eine Atomwaffe.
Der Gegner müsste innerhalb kürzester Zeit beurteilen, ob es sich tatsächlich um einen isolierten Angriff handelt – oder um den Beginn einer größeren nuklearen Operation. Genau deshalb ist die Vorstellung einer kontrollierten nuklearen Eskalation so riskant.
Die Arms Control Association verweist auf eine bemerkenswerte Aussage des früheren STRATCOM-Kommandeurs General John Hyten. Er berichtete 2018 über amerikanische Übungen zur nuklearen Eskalation und fasste deren Ende drastisch zusammen: Sie endeten schlecht – nämlich mit einem globalen Atomkrieg.
Russland und China als Begründung – und als Beginn einer neuen Rüstungsspirale
Washington begründet seine Überlegungen mit den nuklearen Fähigkeiten Russlands und Chinas. Doch daraus entsteht das klassische Sicherheitsdilemma der Atommächte. Die USA erweitern ihre Fähigkeiten, weil Russland und China aufrüsten.
Moskau und Peking wiederum können zusätzliche amerikanische taktische Nuklearwaffen als Begründung verwenden, ihre eigenen Arsenale weiter auszubauen. Jede Seite erklärt ihre Aufrüstung zur notwendigen Antwort auf die andere.
Das Ergebnis könnte eine neue nukleare Rüstungsspirale sein, bei der es nicht nur um die Zahl der Sprengköpfe geht, sondern zunehmend um deren militärische Verwendbarkeit in regionalen Kriegen.
Je mehr Möglichkeiten ein Präsident für einen „begrenzten“ Atomwaffeneinsatz bekommt, desto glaubwürdiger wird zwar die Drohung – aber möglicherweise auch desto vorstellbarer der tatsächliche Einsatz.
Und sobald die erste Atomwaffe explodiert, endet die Kontrolle einer Seite.
Dann entscheidet der Gegner über die nächste Stufe.
Ehemaliger CIA-Analyst: Daten stützen die Behauptung nicht: Iran und die Behauptung vom „Terror-Sponsor Nummer eins“
Larry C. Johnson
(ANMERKUNG: Ich habe beschlossen, die verschiedenen Artikel, die ich geschrieben habe und in denen ich die Behauptungen widerlege, Iran, Hamas und Hisbollah seien die Hauptquellen des Terrorismus, zusammenzuführen. Ich hoffe, Sie finden dies nützlich und können es mit Freunden teilen, die von der vorherrschenden Meinung hinters Licht geführt wurden.)
Jede Regierung greift auf dieselbe Aussage zurück. Iran, so wird uns gesagt, sei der weltweit führende staatliche Sponsor des Terrorismus – eine Behauptung, die inzwischen im Zentrum der Begründung für einen Krieg steht. Sie trägt das Gewicht einer offiziellen Einstufung: Iran steht seit dem 19. Januar 1984 auf der Liste des US-Außenministeriums der staatlichen Terrorismus-Sponsoren, die am längsten bestehende Einstufung, die derzeit noch gilt, neben Kuba, Nordkorea und Syrien. Die zur Untermauerung angeführten Zahlen werden als feststehende Tatsachen wiederholt – mehr als eine Milliarde Dollar jährlich für die Finanzierung von Terrorismus und irgendwo zwischen 140.000 und 185.000 Kämpfer von Partnerorganisationen der IRGC-Quds-Brigaden, verteilt über Afghanistan, Gaza, Libanon, Pakistan, Syrien und Jemen.
Das Problem ist, dass die eigenen Aufzeichnungen der Regierung diese Schlagzeile nicht stützen. Der Ort, an dem die Behauptung überprüft werden muss, sind die Daten, die das Außenministerium selbst veröffentlicht – der statistische Anhang zu den „Country Reports on Terrorism“ und davor „Patterns of Global Terrorism“, die vom Kongress vorgeschriebene Berichtsreihe, die seit 1990 Jahr für Jahr internationale Terroranschläge erfasst. Wenn man diese Tabellen tatsächlich liest, ergibt sich ein anderes Bild als dasjenige, das im Kabelfernsehen verkauft wird.
Wer die Anschläge verübt
Der Anhang sortiert Anschläge nicht nach Konfession, aber das muss er auch nicht. Die Identität der wichtigsten Tätergruppen erzählt die Geschichte von selbst. Jahr für Jahr sind im Zeitraum 2004–2023 die aktivsten und tödlichsten Gruppen sunnitisch: die Taliban, ISIS, Boko Haram, al-Qaida und ihre Ableger, al-Shabaab und die TTP. In der Größenordnung von neun von zehn Anschlägen in den Berichten gehen auf sunnitische extremistische Akteure zurück, die aus der salafistisch-dschihadistischen Tradition stammen. Keine von ihnen untersteht Teheran. Die meisten betrachten schiitische Muslime – einschließlich Iran – als Ketzer und greifen sie entsprechend an. ISIS führt seit Jahren offen Krieg gegen Iran und dessen Verbündete.
Ein separater französischer Datensatz, der von FONDAPOL über einen längeren Zeitraum von 1979 bis April 2024 zusammengestellt wurde, kommt zum selben Ergebnis. Die fünf tödlichsten islamistischen Gruppen in diesem Zeitraum sind für mehr als 80 Prozent aller Opfer des islamistischen Terrorismus verantwortlich – und alle fünf sind sunnitisch: die Taliban, ISIS, Boko Haram, al-Shabaab und al-Qaida.
Wo sind bei all dem die mit Iran verbundenen Gruppen? An der Spitze der Tabellen fehlen sie weitgehend. Hisbollah und die mit Iran verbündeten Milizen tauchen in der Regel nicht auf, zum Teil deshalb, weil ihre Operationen hauptsächlich gegen militärische Kräfte und nicht gegen Zivilisten gerichtet sind, wodurch sie außerhalb der in den Berichten verwendeten Arbeitsdefinition von Terrorismus liegen. Die Houthis sind die wichtigste mit den Schiiten verbundene Gruppe, die in jüngeren Ausgaben auftaucht, und auch das nur als kleiner Anteil an der Gesamtzahl.
Erst 2023 schaffen es überhaupt drei Gruppen aus dem Umfeld Irans – die Houthis, Hamas und Hisbollah – unter die ersten zehn. Dies geschieht aufgrund ihrer Angriffe auf Israel, und diese Angriffe richteten sich hauptsächlich gegen militärische Ziele. Vor 2023 gehörten weder Hamas noch Hisbollah zu den Gruppen, die weltweit für die meisten Anschläge verantwortlich waren. Das ist eine bemerkenswerte Tatsache für zwei Organisationen, die routinemäßig als einige der produktivsten Terrororganisationen des Planeten bezeichnet werden.
Die israelischen Zahlen
Nehmen wir die Definition von Terrorismus, die Benjamin Netanjahu selbst verwendet – Gewalt gegen Zivilisten zu politischen Zwecken – und wenden sie auf die eigenen Regierungsdaten Israels an, die aus den Aufzeichnungen des israelischen Außenministeriums über Opfer palästinensischer Gewalt im Zeitraum von 2000 bis April 2024 stammen. (Dieser Datensatz stammt aus der Zeit vor dem Angriff vom 7. Oktober 2023 und schließt diesen aus.)
Zwei Dinge fallen auf. Erstens haben palästinensische Angriffe seit 2003 tendenziell abgenommen. Der Höhepunkt liegt im Zeitraum 2000–2005 – der Zweiten Intifada. Über die gesamten 24 Jahre wurden 1.552 Israelis getötet und 5.595 verwundet, wobei sich die Gewalt stark auf diesen Höhepunkt Anfang der 2000er-Jahre konzentriert: Etwa 76 Prozent der Todesfälle und 92 Prozent der Verwundeten entfallen auf die Jahre der Zweiten Intifada. Zweitens ist Hamas nicht die Terrormaschine, zu der sie in der öffentlichen Vorstellung gemacht wird. Nur etwa 15 Prozent der Anschläge über den Zeitraum von 24 Jahren werden Hamas zugeschrieben, entweder allein oder gemeinsam mit einer anderen Gruppierung. Nichts davon macht Hamas zu einer Friedensbewegung – das ist sie nicht –, aber sie ist auch keine Organisation, die unaufhörlich Massaker verübt.
Der Raketenbeschuss ist der deutlichste Fall dafür, dass die Rhetorik die Zahlen überholt. Hamas und Hisbollah haben innerhalb von 25 Jahren Tausende Raketen auf Israel abgefeuert. Die Zahl der Todesopfer speziell durch diese Raketen im Zeitraum 2001–2025 liegt in der Größenordnung von 50 bis 75 Menschen – nicht bei den „Tausenden“, die die Berichterstattung suggeriert. Die Diskrepanz zwischen diesen beiden Zahlen ist der entscheidende Punkt.
Dem gegenüber steht eine Asymmetrie, die keine ehrliche Bilanzierung auslassen kann. Israel tötete zwischen 2000 und dem 6. Oktober 2023 schätzungsweise 11.200–11.500 Palästinenser. Seit dem 7. Oktober ist die Zahl im Gazastreifen nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza auf mehr als 73.000 gestiegen – eine Zahl, die ein israelischer Militärvertreter im Januar 2026 faktisch einräumte, indem er mehr als 71.000 durch direkten israelischen Beschuss Getötete akzeptierte.
Wer die Täter tatsächlich finanziert
Wenn dies der Maßstab ist, weist er auf einen anderen Ort als Teheran. Die sunnitischen Gruppen, die die Opferstatistiken dominieren, haben finanzielle Unterstützung aus den arabischen Golfstaaten erhalten – und, noch unangenehmer, von den Vereinigten Staaten selbst. Die Papierspur führt durch Syrien: US-amerikanisches und verbündetes Geld erreichte Gruppierungen, die aus ISIS hervorgegangen waren, darunter die al-Nusra-Linie, aus der Hay’at Tahrir al-Sham hervorging, auf deren Anführer Washington einst ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt hatte, bevor dieses stillschweigend aufgehoben wurde. Dieselbe Regierung, die Iran als führenden Sponsor des Terrorismus bezeichnet, war zu verschiedenen Zeitpunkten ein Unterstützer genau jener Gruppen, die die meisten Menschen töteten.
Das Fazit
Die Einstufung erfüllt eine politische, keine analytische Funktion. Iran ist nach den eigenen Anschlagsdaten der Regierung nicht die wichtigste treibende Kraft des globalen Terrorismus; die Täter gehören überwiegend einer sunnitisch-dschihadistischen Strömung an, die Iran feindlich gegenübersteht und von anderer Seite finanziert wird. Eine ernsthafte Kampagne gegen die Sponsoren des Terrorismus würde bei den Golfstaaten beginnen, nicht bei Teheran. Stattdessen wird eine Anschuldigung, die sich durch die Daten nicht stützen lässt, als Vorwand für einen unprovozierten Krieg benutzt. Ein Land, das im Glashaus sitzt, sollte zweimal überlegen, bevor es mit Steinen wirft.
Erwartbare Einwände – und die Antworten
„Aber Hamas und Hisbollah kamen 2023 unter die ersten zehn, also sind Irans Stellvertreter doch bedeutende Terroristen.“
Sie gelangten in einem einzigen Jahr dorthin, und zwar nur aufgrund eines Krieges mit Israel, in dem sich ihr Feuer hauptsächlich gegen militärische Ziele richtete – Soldaten, Stützpunkte und die IDF im Feld. Die Definition des US-Außenministeriums beruht auf Gewalt gegen Zivilisten zu politischen Zwecken. Ein Anstieg, der durch Angriffe auf eine Armee während eines aktiven Krieges verursacht wird, ist kein Beweis für anhaltenden, gegen Zivilisten gerichteten Terrorismus; er ist ein Beleg für einen Krieg, in dem geschossen wird. In den zwei Jahrzehnten der Berichterstattung davor schaffte es keine der beiden Gruppen auf die Liste der weltweit aktivsten Täter. Ein einziges Jahr unter den ersten zehn, hervorgerufen durch Kämpfe mit dem Militär eines Staates, hebt zwanzig Jahre außerhalb dieser Liste nicht auf.
„Sie stützen sich auf Daten, die den 7. Oktober 2023 ausschließen – den tödlichsten einzelnen Tag in der gesamten Statistik.“
Der Ausschluss wird offen genannt und nicht verschleiert: Der Datensatz des israelischen Außenministeriums umfasst den Zeitraum vor diesem Angriff, und der 7. Oktober ist das größte Einzelereignis auf der israelischen Seite der Bilanz. Gestehen wir das vollständig zu. Es verändert die Gesamtzahl für einen Tag; es verändert nicht die Struktur der zwanzigjährigen Aufzeichnungen, in denen die palästinensische Gewalt nach 2003 tendenziell abnimmt und Hamas für ungefähr 15 Prozent der Anschläge verantwortlich ist. Ebenso wenig macht ein einzelnes Ereignis mit zahlreichen Todesopfern Iran zum weltweit führenden Sponsor des Terrorismus, wenn die Gruppen, die in allen anderen Jahren die Opferstatistiken dominieren – ISIS, die Taliban, Boko Haram, al-Shabaab –, weiterhin sunnitisch, anti-schiitisch und ohne Verbindung zu Teheran sind. Der 7. Oktober ist ein realer und schrecklicher Datenpunkt. Er ist nicht der Trend, und er beantwortet nicht die Frage nach der Finanzierung.
„Opferzahlen messen keine Unterstützung – bei der Einstufung geht es um die Unterstützung, die ein Staat leistet, nicht darum, wie viele Menschen seine Stellvertreter töten.“
Das ist der berechtigtste Einwand, und es lohnt sich, ihm direkt zu begegnen, statt ihm auszuweichen. Gestehen wir den Unterschied zu: Staatliche Unterstützung wird anhand von Geld, Waffen und Ausbildung gemessen, nicht anhand der Opferzahlen von Stellvertretern. Aber die Behauptung vom „führenden Sponsor“ wird in der Praxis fast nie so eng verwendet. Sie dient dazu, die Bedrohung zu charakterisieren – um zu argumentieren, dass Iran die wichtigste Triebkraft des Terrorismus sei, vor dem sich Amerikaner fürchten sollten.
Gemessen an der tatsächlichen Verteilung terroristischer Gewalt bricht diese Charakterisierung zusammen: Die Bedrohung ist überwiegend sunnitisch-dschihadistisch. Und auch beim Aspekt der Finanzierung wird der Maßstab selektiv angewandt. Die Golfstaaten, die sunnitische Netzwerke finanzierten, sowie US-amerikanisches und verbündetes Geld, das in Syrien Gruppen erreichte, die aus ISIS hervorgegangen waren, führen nie zur Bezeichnung „Terror-Sponsor Nummer eins“. Eine Einstufung, die nur dann konsequent angewandt wird, wenn sie auf Iran zeigt, ist ein politisches Instrument und keine analytische Feststellung.
„Die Aussage, Hisbollahs Ziele seien ‚hauptsächlich militärisch‘, beschönigt tatsächliche Gräueltaten.“
Die Behauptung bezieht sich auf das Muster, das die Berichterstattung erfasst, und ist keine Leugnung der Tatsache, dass Hisbollah jemals Zivilisten getötet hat – das hat sie eindeutig getan, von den Bombenanschlägen der 1980er-Jahre bis hin zu Anschlägen im Ausland.
Der Punkt bleibt jedoch auf der Ebene der Gesamtdaten bestehen: Über den Berichtszeitraum hinweg richten sich die Operationen der Gruppe hauptsächlich gegen militärische Kräfte, und genau deshalb befindet sie sich außerhalb der Tabellen der wichtigsten Täter, die auf gegen Zivilisten gerichteten Anschlägen basieren. Die Anerkennung der Ausnahmen verändert das Gesamtbild nicht.
Meta vor Gericht: Millionen Kinder für Werbung und Profit süchtig gemacht – Zeuge: Sicherheitsfunktionen „so konzipiert, dass sie versagen“
Millionen Kinder und Jugendliche nutzen Instagram und Facebook. Jetzt steht in den USA die Frage vor Gericht, ob Meta genau ihre Verletzlichkeit zum Geschäftsmodell gemacht hat.
29 US-Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, seine Plattformen bewusst mit Mechanismen ausgestattet zu haben, die junge Menschen möglichst lange fesseln. Infinite Scroll, Benachrichtigungen, Likes und algorithmische Feeds erhöhen die Nutzungsdauer – und genau damit verdient Meta Geld: mehr Aufmerksamkeit, mehr Werbung, mehr Umsatz.
Der mögliche Schaden betrifft Millionen: Im Verfahren geht es um zwanghafte Nutzung, Depressionen und Angstzustände, Körperbildprobleme, Mobbing, sexuelle Belästigung sowie Selbstverletzungs- und Suizidinhalte. Dabei stützen sich die Vorwürfe nicht nur auf externe Kritiker. Meta verfügte selbst über interne Untersuchungen zu negativen Erfahrungen Jugendlicher.
Besonders belastend ist deshalb die Aussage des ehemaligen Meta-Ingenieurs und Sicherheitsverantwortlichen Arturo Béjar. Er sagte vor Gericht, Sicherheitsmaßnahmen seien innerhalb des Konzerns immer wieder mit Wachstum und Nutzerbindung kollidiert. Meta habe Probleme gekannt, doch Sicherheit sei keine ausreichende Priorität gewesen. Béjar macht dafür auch die von Mark Zuckerberg geprägte Unternehmenskultur verantwortlich.
Selbst Kinder unter 13 Jahren stehen im Zentrum des Verfahrens. Béjar beschrieb Metas früheren Umgang mit ihnen als eine Art „Don’t ask, don’t tell“-Politik. Gleichzeitig werfen die Staaten Meta vor, Daten von Kindern unter 13 rechtswidrig gesammelt zu haben.
Besonders brisant ist Béjars Aussage zur Instagram-Funktion „Take a Break“, die Jugendliche eigentlich dazu bewegen soll, ihre Nutzung zu unterbrechen: Der ehemalige Meta-Ingenieur bezeichnete die Schutzfunktion vor Gericht als „designed to fail“ – also als „zum Scheitern konzipiert“. Der entscheidende Punkt: Die Funktion sei nicht standardmäßig aktiviert worden, sondern habe von den Nutzern selbst eingeschaltet werden müssen, obwohl Meta gewusst habe, dass nur wenige Menschen solche Einstellungen freiwillig aktivieren. Béjar verglich das mit einem Airbag, den ein Fahrer vor jeder Fahrt selbst einschalten müsste. Seine Aussage stützt damit den zentralen Vorwurf der Kläger, dass Meta zwar öffentlich Schutzmaßnahmen präsentierte, diese aber so ausgestaltet haben könnte, dass sie das für Werbeeinnahmen entscheidende Nutzer-Engagement möglichst wenig beeinträchtigten. Meta bestreitet die gegen den Konzern erhobenen Vorwürfe.
Damit trifft der Prozess den Konzern an seinem empfindlichsten Punkt: seinem Geschäftsmodell.
Meta verkauft Aufmerksamkeit. Ein Kind, das Instagram nach zehn Minuten schließt, ist wirtschaftlich weniger wertvoll als eines, das eine Stunde weiterscrollt. Schutzmaßnahmen, die Nutzungszeit reduzieren, geraten damit zwangsläufig in Konflikt mit einem System, das von möglichst viel Engagement und Werbekonsum lebt.
Der Vorwurf lautet, dass der Schaden vorhersehbarer Bestandteil eines Systems gewesen sein könnte, dessen wirtschaftlicher Erfolg davon abhängt, Millionen junge Menschen möglichst lange am Bildschirm zu halten.
Die Kläger brachten es zum Prozessauftakt auf zwei Worte:
„Profits won“ – die Gewinne haben gewonnen.
Ob die Jury dieser Darstellung folgt, ist offen. Meta bestreitet die Vorwürfe und verweist auf umfangreiche Jugendschutzmaßnahmen. Doch wenn die Kläger beweisen können, dass Meta die Gefahren kannte und trotzdem Engagement und Wachstum priorisierte, geht es um weit mehr als problematische Social-Media-Nutzung. Dann geht es um die Frage, ob ein milliardenschwerer Konzern die psychische Gesundheit einer ganzen Generation dem Kampf um Aufmerksamkeit, Werbeeinnahmen und Gewinn untergeordnet hat.
Bei geimpften Kindern tritt plötzlich auftretender regressiver Autismus 25-mal häufiger auf als bei ungeimpften Kindern
Von Steve Kirsch
Dies ist das Ergebnis meiner Leserumfrage, an der fast gleich viele vollständig geimpfte wie ungeimpfte Kinder teilnahmen. Niemand kann behaupten, dass die Umfrage verzerrt ist, weil die Befragten zu viel Angst haben, daran teilzunehmen.
Zusammenfassung
Ich habe kürzlich eine Umfrage unter Eltern durchgeführt Haben Sie Kinder oder Enkelkinder im Alter von 20 Jahren oder jünger? Wenn ja, brauche ich Ihre Hilfe.
Hier finden Sie den vollständigen Datensatz der Antworten, der von jedem analysiert werden kann.
Ich habe Einträge ohne E-Mail-Adresse sowie Einträge entfernt, bei denen die Zahlen nicht stimmten (die Summe der Unterkategorien muss der Kategorie entsprechen, und die Anzahl der betroffenen Personen darf nicht größer sein als die Anzahl der Personen in der Kategorie). Ich habe nur Datensätze aus den USA berücksichtigt.
Die Ergebnisse zeigten, dass geimpfte Kinder ein 27-mal höheres Risiko hatten als ungeimpfte, an plötzlich auftretendem regressivem Autismus (SORA) zu erkranken, und teilweise geimpfte Kinder ein 13-mal höheres Risiko. Dies ist dosisabhängig – ein Kennzeichen für Kausalität.

Zudem waren Eltern mit einer Mischung aus geimpften und ungeimpften Kindern im Verhältnis von 10:1 der Meinung, dass ungeimpfte Kinder „deutlich gesünder“ seien.
Vorwürfe der Verzerrung bei der Umfrage
Alle Umfragen sind verzerrt. Meine Leser haben mit größerer Wahrscheinlichkeit als die allgemeine Bevölkerung bereits Erfahrungen mit Impfschäden gemacht.
In der Vergangenheit habe ich ähnliche Umfragen durchgeführt und sie mit Artikeln aus der begutachteten Fachliteratur verglichen. Die Verzerrung in meinen Umfragen war minimal (vielleicht eine um 25 % überhöhte Angabe der Impfschäden).
Es ist leicht zu zeigen, dass meine Umfrage verzerrt ist: Führen Sie sie einfach bei IHRER Zielgruppe durch. ABER DAS WIRD NIEMAND TUN
Der mit Abstand beste Weg, eine Verzerrung zu beurteilen, ist jedoch, dieselbe Umfrage unter den Anhängern eines impfbefürwortenden Journalisten oder Wissenschaftlers durchzuführen.
Es gibt jedoch keinen einzigen impfbefürwortenden Journalisten oder Wissenschaftler, der diese Umfrage jemals durchführen würde.
Daher können wir nie genau wissen, wie verzerrt diese Umfrage tatsächlich war.
Sie werden es einfach nicht zulassen.
Es ist viel einfacher, vage Argumente in den Raum zu werfen, als tatsächlich 5 Minuten zu investieren, um die Umfrage selbst durchzuführen!
Konservative Schätzung des RR-Werts
Im Gegensatz zu meinen geimpften Lesern, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Impfschadens in der Familie höher ist, stellen meine ungeimpften Leser keine verzerrte Stichprobe dar. In den USA liegt die Autismusrate bei etwa 3,2 %. Vergleichen Sie das also mit den 0,293 % in meiner Umfrage. Bei der Umfrage handelt es sich jedoch um SORA, was etwa 40 % der Autismusfälle ausmacht (laut Statistiken einer neutralen Autismus-Behandlungseinrichtung, wie ich in einem früheren Artikel erwähnt habe).
Die Gesamtprävalenz würde also 0,735 betragen und das Verhältnis = 4,43.
Die Geimpften haben also konservativ geschätzt eine 4,43-mal höhere Wahrscheinlichkeit, autistisch zu sein.
Das ist keine geringe Zahl.
Und das stimmt mit einer Umfrage überein, die ich vor langer Zeit durchgeführt habe.
Ratet mal, wie hoch diese Zahl war? Sie lag bei 4,5.
Und das stimmt mit den OR-Werten in der Fachliteratur überein.
Zusammenfassung
Der beste Weg, diese Umfrage um Verzerrungen zu bereinigen, wäre, wenn ein Impfbefürworter die Umfrage an seine Anhänger versenden würde.
Das wird NIEMALS passieren.
Das ist ungefähr so wahrscheinlich, wie dass eine Autismus-Diagnoseklinik eine Frage stellt wie: „Wann wurde das Kind zuletzt vor dem Auftreten der Symptome geimpft?“
Das wollen sie NICHT wissen. Es ist irrelevant, weil jeder weiß, dass Impfstoffe keinen Autismus verursachen, also besteht keine Notwendigkeit, diese Daten zu erheben.
Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn eine Klinik zur Autismusdiagnose diese Frage auf ihrem Aufnahmeformular stellen würde? Das würde die Klinik zur Schließung zwingen. Man darf solche Fragen NICHT stellen.
Das Versäumnis, nach dem „Elefanten im Raum“ zu fragen, ist der Grund, warum Wissenschaftler niemals den Zusammenhang zwischen Impfstoffen und dem Auftreten von Autismus herstellen werden.



Wusstest du, dass Europa seine eigene AIPAC hat?