Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Massenflucht der Gen Z: Jeder Fünfte will  kaputtgewirtschaftetes Deutschland verlassen

Massenflucht der Gen Z: Jeder Fünfte will kaputtgewirtschaftetes Deutschland verlassen

Massenflucht der Gen Z: Jeder Fünfte will  kaputtgewirtschaftetes Deutschland verlassen

Die junge Generation in Deutschland hat die Nase gestrichen voll. Eine neue Schock-Studie enthüllt: Einer von fünf jungen Deutschen plant aktiv, das Land zu verlassen – ein weiters Fünftel zumindest passiv. Das einstige Wirtschaftswunder-Land ist für seine eigene Jugend zum Albtraum geworden.

Immer mehr junge Deutsche sehen in ihrer eigenen Heimat keine Zukunft mehr. Die aktuelle Studie “Jugend in Deutschland 2026” (Datajockey Verlag) liefert verheerende Zahlen: Satte 21 Prozent der 14- bis 29-Jährigen planen aktiv ihre Auswanderung, um im Ausland ein besseres Leben zu finden. Insgesamt unglaubliche 41 Prozent können sich vorstellen, Deutschland langfristig den Rücken zu kehren. Das sind Zahlen, die man nicht einfach so ignorieren kann.

Diese Entwicklung ist ein vernichtendes Zeugnis für die Politik der letzten Jahre. Die jungen Menschen treibt die nackte Angst um ihre wirtschaftliche Existenz um. Eine stagnierende Wirtschaft, explodierende Mieten, Zukunftsangst wegen KI und eine erdrückende finanzielle Belastung machen es für die Jugend praktisch unmöglich, sich auf eigene Beine zu stellen. Studienleiter Simon Schnetzer bringt es auf den Punkt: Die Ergebnisse zeigen dramatisch, wie sehr die Belastungen der Krisen-Jahre junge Menschen in Form von “Stress, Erschöpfung und tiefgreifender Perspektivlosigkeit” kaputt machen. Fast 30 Prozent der Jugendlichen brauchen mittlerweile psychologische Hilfe.

Herrlich entlarvend (und gleichzeitig tragikomisch) sind die Stimmen, die Staatsmedien wie die Deutsche Welle zu diesem Exodus einfangen. Da ist zum Beispiel “Riff”, Masterstudentin der Kulturwissenschaften an der links-alternativen Humboldt-Universität in Berlin. Sie spielt sofort die Opferkarte: Als Teil einer Minderheit denke angeblich ihr kompletter Freundeskreis ans Auswandern. Der wahre Grund für Riffs Auswanderungs-Fantasien rutscht ihr dann aber doch noch heraus: Sie sorge sich, weil in Deutschland “kulturelle Jobs und Jobs, die sich für Demokratisierung einsetzen, gekürzt werden”. Anders ausgedrückt: Die steuerfinanzierten Posten für linke NGO-Aktivisten fallen Dank zunehmender Kürzungen weg, das Geld der Fleißigen für linke Projekte wird nämlich auch immer knapper. Riffs Panik-Diagnose dazu lautet: “Der Faschismus ist auf dem Vormarsch.” Klar, wer sich das Leben im links-woken Berlin ohne staatliche Fördergelder nicht mehr leisten kann, packt eben die Nazi-Keule aus und wettert gegen den Rechtsruck der jungen Wähler.

Ganz andere, unbequeme Wahrheiten spricht Jura-Student Frederick (29) aus Hamburg aus. Ihn zieht es allen Ernstes nach Tokio. Dort sei es “ein bisschen friedlicher, ein bisschen sauberer”. Es ist ein vernichtendes, wenn auch diplomatisch verpacktes Urteil über den Zustand deutscher Großstädte, die unter Verwahrlosung, maroder Infrastruktur und den Folgen einer gescheiterten Migrationspolitik leiden. Frederick sehnt sich offenbar einfach nach einer Gesellschaft, die sicher ist und funktioniert. Doch wohin wollen die jungen Deutschen am liebsten hinflüchten? Ausgerechnet in die Schweiz und nach Österreich! Dies liegt wohl auch an der sprachlichen und kulturellen Nähe, sowie dem Umstand, dass diese beiden Länder trotz der ebenfalls erfolgten Massenzuwanderung noch nicht ganz so heruntergewirtschaftet wurden wie die Bundesrepublik.

Doch manche haben den Schuss immer noch nicht gehört. Lehramtsstudent Kaspar (studiert Latein und Musik) hat zwar erkannt, dass es junge Leute nach Österreich und in die Schweiz zieht, hat aber prompt die fälschesten Lösungen parat. Statt zu erkennen, dass die jungen Leistungsträger genau vor der irrsinnigen Abgabenlast in Deutschland ins Ausland fliehen, beklagt sich Kaspar über die angebliche soziale Ungleichheit und fordert – Trommelwirbel – noch mehr Steuern auf das Vermögen von Reichen! Dass es genau dieser sozialistische Umverteilungs-Wahn ist, der die Wirtschaft abwürgt und die hart arbeitende Mitte der Gesellschaft aus dem Land treibt, steht im deutschen links-grünen Lehrplan offensichtlich nicht geschrieben.

Unabhängig davon, welche Gründe nun tatsächlich ausschlaggebend für die Auswanderungswünsche der “Generation Z” sind – sie sind jedenfalls real. Wenn nun ein Fünftel von ihnen aktiv und ein weiteres Fünftel passiv ans Auswandern denkt, offenbart dies jedenfalls ein massives Staatsversagen. Ohne eine wirkliche Zukunftsperspektive im angeblich “besten Deutschland aller Zeiten” wird es schwierig, gerade jene jungen Köpfe im Land halten zu können, die man eigentlich für die Zukunft braucht. Das ist ein potentieller massiver Brain Drain, den sich die Bundesrepublik zudem eigentlich auch gar nicht leisten kann.

Medienecho zur Waffenruhe im Iran-Krieg: Das war ein teuer erkaufter Pyrrhussieg!

Medienecho zur Waffenruhe im Iran-Krieg: Das war ein teuer erkaufter Pyrrhussieg!

Medienecho zur Waffenruhe im Iran-Krieg: Das war ein teuer erkaufter Pyrrhussieg!

Die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Iran-Krieg hat sich schon in den ersten 24 Stunden als fragil erwiesen. Unklar ist, ob die Straße von Hormus nun frei ist oder nicht? Letzten Meldungen zufolge soll die für die globale Energieversorgung strategisch wichtige Meerenge vom Iran wieder blockiert gewesen sein. Greift die NATO doch noch in den Konflikt ein? Kommt es am Wochenende überhaupt zu Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad über einen Zehn-Punkte-Friedensplan, von dem niemand weiß, wie er genau aussieht und ob er Bestand hat? Das Medienecho zum vermeintlichen „Sieg“ der USA über den Iran ist mehr als verhalten. Tenor: Trump habe bestenfalls einen Pyrrhussieg errungen!

Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) warnt denn auch vor verfrühter Euphorie: „Donald Trump belügt sich selbst. Diese Waffenruhe ist kein Sieg für die USA. Die militärischen Fähigkeiten Irans wurden im Krieg zwar langfristig geschwächt. Dennoch geht Teheran gestärkt in die anstehenden Verhandlungen. Trump muss nun auf seinen Forderungen beharren, selbst wenn dadurch die Gespräche scheitern.“

Ähnlich sieht es die „Junge Freiheit“ (JF): „Der Waffenstillstand im Irankrieg ist eine Atempause ohne Lösung. Hoffnungen, der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran bedeute ein Ende des Krieges, sind naiv. Er hat lediglich seine Gestalt gewandelt. Denn Teheran hat die Wirtschaft als neues Schlachtfeld entdeckt.“

Der „Deutschlandfunk“ (DLF) konstatiert: „Die vorläufige Waffenruhe lässt viele Fragen offen (…) Experten warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen.“

Unter der Überschrift „Was Trump aus dem Vietnamkrieg hätte lernen können“ erinnert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) daran, dass schon der frühere US-Außenminister Henry Kissinger habe lernen müssen: „In einem asymmetrischen Krieg verliert der Starke, wenn er nicht gewinnt – und umgekehrt. So wie jetzt womöglich in Iran.“ Die vollkommen maßlose Sprache, die Donald Trump für seine Drohungen gegen Iran gebraucht habe, zeige in Wahrheit nur seine beschränkte Macht.

Die „Welt“ sieht den von Trump erhofften Regimewechsel in Teheran weiter entfernt als vor Kriegsausbruch: „Mitten in der Nacht strömen Menschen auf die Straßen in Teheran. Regierungsanhänger feiern die Waffenruhe als Sieg über die USA.“

Die linksextreme „tageszeitung“ (taz) schreibt: „Den von Donald Trump verkündeten ‚totalen und vollständigen Sieg‘ der USA gibt es nicht. Es ist sogar eher unwahrscheinlich, dass seine großmäuligen Maximaldrohungen gegen Iran das Regime in Teheran zum Einlenken bewegt haben.“

Die in Kassel erscheinende „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ gibt zu bedenken: „Nun müssen die USA unter Vermittlung Pakistans erneut über Teherans ewige Forderung verhandeln, Uran anzureichern. Auch für die bekannte Erkenntnis, dass sich ein Regimewechsel nicht von außen herbeibomben lässt, hätte es keinen weiteren Krieg gebraucht. Teile der Mullah-Tyrannei sind zwar eliminiert, aber schon wieder ersetzt worden.“

Die „Süddeutsche Zeitung“ rückt einen ganz anderen Aspekt in den Vordergrund: „Die Bundesregierung agiert nach wie vor in einem Raum größter Ungewissheit und weitgehender Ohnmacht. Kanzler Friedrich Merz, der die Waffenruhe begrüßte, ließ die Bevölkerung über einen Sprecher aus gutem Grund um eine ‚realistische Erwartungshaltung‘ bitten. Das sollte der Hoffnung vorbeugen, die fragile Entspannung am Golf werde sich rasch in deutlich sinkenden Spritpreisen an deutschen Tankstellen niederschlagen. Die Normalisierung der Preise dürfte Wochen dauern, vorausgesetzt die Straße von Hormus bleibt verlässlich offen.“

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EU-Kommission verweigert Ausnahme für Dünger: CO2-Zoll ist nächster Schlag gegen Bauern

EU-Kommission verweigert Ausnahme für Dünger: CO2-Zoll ist nächster Schlag gegen Bauern

EU-Kommission verweigert Ausnahme für Dünger: CO2-Zoll ist nächster Schlag gegen Bauern

Die EU scheint einen Krieg gegen die eigene Landwirtschaft zu führen: Mit dem “Klimaschutzinstrument” CBAM werden bestimmte Einfuhren durch CO2-Bepreisung zusätzlich verteuert – auch Düngemittel. Die EU-Kommission hat den Vorstoß, für Düngemittel eine Ausnahme zu schaffen, abgelehnt. Das bringt heimische Bauern weiter unter Druck, wie der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt.

Durch den sogenannten CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) werden CO2-Abgaben für importierte Güter wie Stahl, Aluminium, Zement und auch Düngemittel fällig: Bestimmte Einfuhren werden also verteuert. Das wird als Klimaschutzinstrument verkauft. Für das erste Quartal soll der Zertifikatspreis laut EU-Kommission bei 75,36 Euro liegen, wie am Dienstag bekanntgegeben wurde. Der Preis für das zweite Quartal soll am 6. Juli folgen; ab 2027 ist eine wöchentliche Veröffentlichung vorgesehen.

Schon im Vorfeld sorgte der CO2-Zoll für Sorge unter Landwirten: Die EU ist auf Dünger-Importe angewiesen. Der Iran-Krieg sorgt nun für weitere verheerende Disruptionen. Frankreich, Italien und Kroatien hatten folgerichtig Ende März gefordert, die Abgabe auf importierte Düngemittel auszusetzen. Jedoch: Die Kommission wies das zurück. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen begründete das damit, ein Aussetzen könne die Importabhängigkeit verschärfen.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser hat diese Weigerung nun als „schweren Schlag gegen Europas Bauern“ bezeichnet: „Unglaublich! Brüssel zieht den Landwirten das Geld aus der Tasche und verkauft das als Klimapolitik! Die Bauern sind europaweit unter Druck: Das ist nicht Landwirtschaftspolitik, das ist ein desaströses Belastungsprogramm für unsere Versorgungssicherheit!“, so Hauser.

Nach Ansicht des Freiheitlichen liegt der Kern des Problems im System selbst: „Die EU verteuert Dünger, obwohl Europas Bauern bereits unter Krieg, Energiepreisen und Lieferunterbrechungen leiden. Wer in so einer Lage zusätzliche Zoll- und CO2-Lasten verteidigt, handelt gegen die eigene Bevölkerung!“

Besonders brisant sei laut Hauser, dass Frankreich die Aussetzung ausdrücklich mit höheren Kosten durch Unterbrechungen infolge des Iran-Kriegs begründet habe. „Die globalistischen Eliten in Brüssel verursachen mit ihrer Politik, dass die Bauern doppelt bestraft werden! Durch die Krise und dann noch durch die EU-Abgabe“, ärgerte sich Hauser, der zuvor auch auf die negativen Konsequenzen der EU-Handelsabkommen, insbesondere MERCOSUR, für die heimischen Bauern hingewiesen hatte. Die Landwirtschaft in der EU steht aktuell scharf unter Beschuss. „Das muss sofort aufhören! Die Kommission muss diese Absurdität sofort beenden!“, fordert Hauser: „Die Folgen des CO2-Grenzausgleichs auf die Landwirtschaft müssen nicht nur aufgezeigt, sondern alle negativen Folgen müssen verhindert werden.“

Warum die EU weltpolitisch in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist

Die Älteren unter uns können sich noch daran erinnern, dass die Staaten Westeuropas vor einiger Zeit international noch Gewicht hatten. Deutschland beispielsweise war ein international gefragter und hochanerkannter Vermittler bei internationalen Krisen. Frankreichs und Großbritanniens Stimmen hatte in der Weltpolitik noch Gewicht. Österreich und die Schweiz waren die ersten Kandidaten, wenn es darum ging, Gastgeber […]
Martin Sellner: „Sie wollen uns zum Schweigen bringen – doch sie werden scheitern!“

Martin Sellner: „Sie wollen uns zum Schweigen bringen – doch sie werden scheitern!“

Martin Sellner: „Sie wollen uns zum Schweigen bringen – doch sie werden scheitern!“

DeutschlandKURIER🇩🇪-Reporter Matthäus Westfal spricht mit dem österreichischen Remigrations-Aktivisten und Buchautor Martin Sellner über Meinungsfreiheit und digitale Kontrolle. Sellner berichtet offen von Kontosperrungen, Reisebeschränkungen und dem Versuch, kritische Stimmen komplett aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen.

Seine Botschaft ist klar: Der Kampf um die Meinungsfreiheit hat längst begonnen – und er wird auf der Straße, im Netz und in den Köpfen entschieden!

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41. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (07:30 Uhr)

41. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (07:30 Uhr)

41. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (07:30 Uhr)

Während am Vortag die Freude bei vielen Menschen groß war, dass es zu einem Ende der Bombardierungen kommen sollte, führte Israel kurz darauf im Libanon Massaker an der Zivilbevölkerung durch, und der Waffenstillstand war Geschichte. Was weiter passierte in der Nacht und am 9. April hier im Ticker. Die UN fordert eine Untersuchung der israelischen […]

Der Beitrag 41. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (07:30 Uhr) erschien zuerst unter tkp.at.

Vance warnt Iraner vor den Gesprächen mit Pakistan: Die USA „sitzen am längeren Hebel“ und „wir wollen den Kernbrennstoff“ und weiter updates…

Vance warnt Iraner vor den Gesprächen mit Pakistan: Die USA „sitzen am längeren Hebel“ und „wir wollen den Kernbrennstoff“ und weiter updates…

Von Tyler Durden

Zusammenfassung:

  • Vizepräsident Vance (der mit der Leitung der Gespräche betraut wurde) warnt die Iraner: Trump „hat alle Trümpfe in der Hand“ und darf keine Atomwaffe besitzen. Zuvor hatten das Pentagon und das Weiße Haus einen „vollständigen Sieg“verkündet. Der Iran behauptet, die Oberhand zu haben.
  • USA und Iran vereinbaren erste direkte Gespräche in Islamabad. Die Lage ist angespannt, da der Iran droht, Israel erneut anzugreifen, als Reaktion auf die massiven Luftangriffe der israelischen Streitkräfte im Libanon. Teheran sagt, drei Klauseln seien bereits verletzt worden.
  • Der Iran verlangt unterdessen hohe Gebühren für Schiffe, die während des Waffenstillstands die Straße von Hormus passieren, und erklärt, er habe die endgültige Entscheidungsgewalt darüber, welche Schiffe passieren dürfen. Die Führung in Teheran hat angesichts der positiven internationalen Reaktionen auf den Waffenstillstand einen „Sieg“ für den Iran verkündet.
  • Die ersten beiden Schiffe seit der Verkündung des Waffenstillstands haben die Straße von Hormus passiert, nachdem der Iran angekündigt hatte, von Reedereien die Zahlung von Gebühren in Kryptowährung zu verlangen. Stunden später kündigt Fars eine Unterbrechungder Schiffsdurchfahrt an. Dies geschieht, während die IDF den Libanon bombardiert.
  • Saudi-Arabiens wichtige Ost-West-Ölpipeline, die Rohöl vom Golf zum Roten Meer für den Export transportiert, wurde an einer Pumpstation angegriffen; der Ölpreis steigt aufgrund dieser Nachricht. Auch in anderen Golfstaaten gab es vereinzelte Angriffe. In Kuwait wurden wichtige Energie- und Wasserversorgungsanlagen getroffen.

***

Vance könnte bei den Pakistan-Gesprächen die Führung übernehmen und warnt die iranische Seite

Präsident Trump hatte am Vormittag die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass Vizepräsident JD Vance die Verhandlungen mit den Iranern in Islamabad leiten könnte. Axios berichtet nun, dass er dafür ausgewählt wurde. Vance erklärte heute Nachmittag gegenüber Fox News, dass Präsident Trump „alle Trümpfe in der Hand“ bei den Verhandlungen habe und dass Teheran die Position der USA anerkennen müsse.

Vance umriss Washingtons offensichtliches Kernziel mit den Worten: „Wir wollen, dass der Iran keine Atomwaffe bauen kann. Wir wollen den Kernbrennstoff, was der Präsident sehr deutlich gemacht hat.“

„Und noch einmal: Man muss sich das so vorstellen: Die Vereinigten Staaten haben bestimmte Forderungen und bestimmte Dinge, die wir wollen. Die Iraner haben Dinge, die sie aus den Verhandlungen herausholen können. Je mehr sie bereit sind, uns zu geben, desto mehr werden sie meiner Meinung nach aus diesen Verhandlungen herausholen können. Der Präsident hat über Sanktionserleichterungen gesprochen.“

Er fügte jedoch hinzu, dass wirtschaftliche Anreize an Bedingungen geknüpft bleiben, und sagte: „Der Präsident hat über wirtschaftliche Partnerschaften und ähnliche Dinge gesprochen. Das wird nicht geschehen, solange die Iraner sich nicht fest verpflichten, alles zu unterlassen, was auch nur annähernd der Entwicklung einer Atomwaffe gleichkommt.“

Vance schloss mit einem Hinweis auf den Einfluss der USA und erklärte: „Und ehrlich gesagt hat der Präsident hier alle Trümpfe in der Hand. Wir haben viel Einfluss. Wir haben viele Möglichkeiten, aber im Moment glaube ich, dass wir in einer guten Position sind.“

Vance warnt Iraner vor den Gesprächen mit Pakistan: Die USA „sitzen am längeren Hebel“ und „wir wollen den Kernbrennstoff“ und weiter updates… JUST IN: JD Vance says President Trump has ALL the cards, and Iran better understand it

“We want Iran to not be able to make a nuclear weapon. We want the nuclear fuel, which is something the president has made very clear.”

“And again, the way to think about this is the… pic.twitter.com/EBIEBvT8YD

— Eric Daugherty (@EricLDaugh) April 8, 2026

Unterdessen, unerwartet…

Der iranische Präsident Pezeshkian forderte Europa auf, eine „wirksame“ Rolle bei der Förderung dauerhafter Stabilität und Sicherheit in der Region zu spielen.

Ghalibaf: USA verstoßen bereits gegen Waffenstillstandsabkommen

Der Iran hat gegenüber Trump seine „Zustimmung“ bekundet, dass der vorgeschlagene 10-Punkte-Plan für einen Waffenstillstand durchführbar sei, hat jedoch gleichzeitig über Parlamentspräsident Ghalibaf eine offizielle Erklärung abgegeben, in der beanstandet wird, dass drei zentrale Klauseln bereits verletzt worden seien. Diese betreffen:

  • Israels anhaltende Angriffe auf den Libanon
  • die anhaltende Verletzung des iranischen Luftraums durch die USA und Israel
  • das „Recht“ des Iran auf Urananreicherung

pic.twitter.com/mA8wlzc0zJ

— محمدباقر قالیباف | MB Ghalibaf (@mb_ghalibaf) April 8, 2026

„Der Ball liegt nun bei den USA“… sagt der iranische Außenminister:

The Iran–U.S. Ceasefire terms are clear and explicit: the U.S. must choose—ceasefire or continued war via Israel. It cannot have both.

The world sees the massacres in Lebanon. The ball is in the U.S. court, and the world is watching whether it will act on its commitments. pic.twitter.com/2bzVlHFKgi

— Seyed Abbas Araghchi (@araghchi) April 8, 2026

Übersetzung von „X“: Die Bedingungen des Waffenstillstands zwischen dem Iran und den USA sind klar und eindeutig: Die USA müssen sich entscheiden – Waffenstillstand oder fortgesetzter Krieg über Israel hinweg. Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Die Welt sieht die Massaker im Libanon. Der Ball liegt in dem Feld der USA, und die Welt beobachtet, ob sie ihre Zusagen einlöst.

WH: „Vollständiger Sieg“ im Iran errungen

Leavitt erklärte am Mittwochnachmittag in der Pressekonferenz einen „vollständigen“ Sieg der USA im Iran. Sie wurde wiederholt auf Trumps frühere Drohungen angesprochen, eine ganze „Zivilisation“ zu vernichten. Sie sagte: „Was das iranische Volk betrifft, so hat der Präsident die unmittelbare Bedrohung beseitigt, die das iranische Militär für die Vereinigten Staaten, für unsere Verbündeten in der Region und für unsere Streitkräfte in der Region darstellte, und natürlich hofft der Präsident, wie er schon lange sagt, dass der Iran ein Land des Friedens und des Wohlstands sein wird, und wir gehen in diese nächste Verhandlungsrunde, um hoffentlich eine Einigung mit diesem neuen Regime zu erzielen, die langfristige Stabilität im Nahen Osten schaffen wird.“

Wird den Iran dazu verpflichten, die Meerenge offen zu halten. Mehr von Leavitt: „Der Präsident hat sich gestern Abend sehr klar ausgedrückt … er sagte, dass dieser Waffenstillstand von der freien, sicheren und sofortigen Wiederöffnung der Straße von Hormus abhängig ist.“ Sie fügte hinzu: Das bedeutet „ohne Einschränkungen, einschließlich Mautgebühren.“

Sie kritisiert die Berichterstattung der Medien:„Lassen Sie mich also klarstellen und die Dinge richtigstellen“, sagte Leavitt. „Die Iraner hatten ursprünglich einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, der grundsätzlich unseriös, inakzeptabel und völlig verworfen wurde. Er wurde von Präsident Trump und seinem Verhandlungsteam buchstäblich in den Papierkorb geworfen“, sagte Leavitt. „Viele Medienvertreter in diesem Raum haben fälschlicherweise berichtet, dieser Plan sei für die Vereinigten Staaten akzeptabel. Und das ist falsch.“ Sie betonte dann, dass die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen stattfinden werden.

Trump hebt unterschiedliche Versionen des 10-Punkte-Waffenstillstandsplans hervor

Sorgt mit dieser neuesten Entwicklung für noch mehr Unsicherheit und Verwirrung…

Das ist alarmierend und surreal und lässt nichts Gutes ahnen für den ohnehin schon sehr brüchigen Waffenstillstand, wie die New York Times berichtet:

Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte, der 10-Punkte-Friedensplan, den der Iran am Mittwoch veröffentlicht habe, weiche von dem Plan ab, den Trump als „praktikable Verhandlungsgrundlage“ bezeichnet habe. Der Vertreter lehnte es ab, näher auf die Unterschiede einzugehen, sagte jedoch, dass Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, voraussichtlich bei einer Pressekonferenz um 13 Uhr weitere Erläuterungen geben werde.

Es gibt Gerüchte, dass Kushner, Witkoff und möglicherweise Vance nach Pakistan reisen werden, um am Freitag ein geplantes Treffen mit der iranischen Seite abzuhalten.

Wichtige Energieanlagen in Kuwait trotz Waffenstillstand getroffen

Das kuwaitische Innenministerium verurteilt die jüngsten Angriffe des Iran und meldet „schwerwiegende Sachschäden“ an mehreren wichtigen Anlagen der Kuwait Petroleum Corporation. Auch Meerwasserentsalzungsanlagen seien getroffen worden.

„Das Ministerium teilte mit, dass an einigen der angegriffenen Standorte, darunter Ölanlagen, drei Kraftwerke und Wasserentsalzungsanlagen, Brände ausgebrochen seien“, berichtet Al Jazeera.

Öltransport durch die Straße von Hormus erneut gestoppt: FARS

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, dass Öltanker, die die Straße von Hormus passieren, nach Israels „Verstoß gegen den Waffenstillstand“ gestoppt wurden. Dies geschieht, während iranische Beamte wegen der Ereignisse im Libanon vor einer Wiederaufnahme der Raketenangriffe auf Israel warnen (siehe unten).

Derzeit herrscht Uneinigkeit und Verwirrung darüber, ob sich das von Pakistan vermittelte Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran auch auf den Libanon erstreckt. Pakistan sagt Ja, der Iran sagt Ja, während die USA und Israel Nein sagen. Teheran scheint bereit zu sein, seinen Einfluss geltend zu machen. Ölpreis steigt bei ersten Gerüchten über einen „Verstoß“…

Am Mittwoch bot sich in Berit ein Bild des Grauens:

Chaos in Beirut as Israel carries out a wave of airstrikes across the country hitting what it said were more than 100 targets in ten minutes. pic.twitter.com/t0If72xogY

— Will Christou (@will_christou) April 8, 2026

Übersetzung von „X“: Chaos in Beirut, als Israel eine Welle von Luftangriffen im ganzen Land durchführt und in zehn Minuten mehr als 100 Ziele trifft, die es als solche bezeichnete.

Israel führt massiven Überraschungsangriff auf den Libanon durch; Iran warnt vor möglicher Wiederaufnahme von Raketenangriffen auf Israel

Ein israelischer Überraschungsangriff auf Beirut, den Südlibanon und das östliche Bekaa-Tal hat zu enormen Zerstörungen und zahlreichen Opfern geführt. Präsident Trump erklärte, der Libanon-Konflikt sei nicht Teil des Waffenstillstandsabkommens mit dem Iran, womit er Aussagen aus Pakistan widersprach. Trump fügte jedoch hinzu, dass dies separat geregelt werde, und schien Israels Recht zu verteidigen, gegen die Hisbollah vorzugehen.

Iranische Beamte deuten an, dass sie bereit sein könnten, die Angriffe mit ballistischen Raketen auf Israel erneut aufzunehmen, als Reaktion auf die Angriffe auf den Libanon.

Unterdessen eine Erklärung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten: „Die offensichtlichen iranischen Angriffe seit Inkrafttreten des Waffenstillstands haben 17 ballistische Raketen und 35 Drohnen erreicht, und die Luftabwehr hat sie erfolgreich abgewehrt“, teilte das Verteidigungsministerium der VAE in einem Social-Media-Beitrag mit. Kuwait hat sich ähnlich geäußert.

US-amerikanische und iranische Delegationen vereinbaren Treffen in Islamabad am Freitag

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hat bekannt gegeben, dass amerikanische und iranische Delegationen eine Einladung zu einem Treffen in Islamabad am Freitag angenommen haben.

Über ein Gespräch mit dem iranischen Präsidenten sagte er: „Ich habe meine tiefe Wertschätzung für die Weisheit und Weitsicht der iranischen Führung zum Ausdruck gebracht, die Pakistans Vorschlag angenommen hat, später in dieser Woche Friedensgespräche in Islamabad auszurichten, die auf unsere gemeinsamen Bemühungen abzielen, die Ruhe in der Region wiederherzustellen. Präsident Pezeshkian bekräftigte zudem die Teilnahme des Iran an den bevorstehenden Verhandlungen, bedankte sich für Pakistans Bemühungen und übermittelte dem pakistanischen Volk seine besten Wünsche.“

IRGC-Parlamentsabgeordneter: „Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus muss eingestellt werden“

Reuters hat die Äußerungen des IRGC-Offiziers und Mitglieds des „Rates zur Feststellung des Staatsinteresses“ im iranischen Parlament, Mohsen Rezaee, aufgegriffen: „Als Reaktion auf die brutale Aggression gegen den Libanon muss der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus unverzüglich eingestellt und ein starker, entschlossener Schlag gegen die verantwortliche Instanz geführt werden.“

Dies spiegelt möglicherweise die Haltung einer Hardliner-Fraktion wider, da Teheran eindeutig über erheblichen Einfluss verfügt und de facto die Kontrolle über die Straße von Hormus ausübt. Es scheint jedoch noch nicht die offizielle Position der Regierung zu sein, zumal die ersten beiden Schiffe die Wasserstraße seit der Verkündung des Waffenstillstands passiert haben.

Wie wir am Mittwoch bereits berichteten, passierte die unter liberianischer Flagge fahrende „Daytona Beach“ mit Ziel Vereinigte Arabische Emirate kurz vor 8 Uhr britischer Zeit die Meerenge, während das griechische Schiff „NJ Earth“ etwa zwei Stunden später folgte, dessen Ziel unbekannt ist, wie die Tracking-Plattform Kpler zeigte.

Exportpipeline von Saudi Aramco zum Roten Meer getroffen

Eine gewaltige und nicht gerade „waffenstillstandsfreundliche“ Entwicklung in Saudi-Arabien, laut FT (gerade als Hegseth sprach): „Eine Pumpstation wurde um 13 Uhr Ortszeit getroffen, sagten die Informanten gegenüber der FT. Der Angriff wurde von einer Drohne durchgeführt und der Schaden wurde gerade begutachtet, teilte einer der Informanten der FT Saudi Aramco mit, dem Eigentümer und Betreiber der Pipeline.“ Die FT fährt fort: „Die Informanten sagten, eine Pumpstation – eine von mehreren entlang der 1.200 km langen Pipeline, die seit der fast vollständigen Sperrung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu einer wirtschaftlichen Lebensader für das Königreich geworden ist – sei am Mittwoch gegen 13 Uhr Ortszeit getroffen worden.“

Ein in der Golfregion ansässiger Vertreter und Analyst beklagt: „Für einen Waffenstillstand scheint das Feuer nicht aufzuhören. Die VAE und Kuwait werden angegriffen, und der Iran sagt, auch er werde angegriffen. Abgesehen vom Waffenstillstand selbst ist die größere Frage, dass der Plan immer noch unklar erscheint, was die nächsten Schritte angeht…“

Die Entwicklung ließ den Ölpreis leicht ansteigen…

Das Pentagon versucht, die Operation „Epic Fury“ zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen: „Überwältigender Sieg“

Hegseth bezeichnete den Waffenstillstand in seiner Pressekonferenz im Pentagon als „überwältigenden Sieg“ für die Vereinigten Staaten und erklärte, das Militär „sehe sich bereit“, sicherzustellen, dass der Iran die Vereinbarung einhält. Er sagte, die US-Streitkräfte würden weiterhin in der Region „herumhängen“, und fügte hinzu, dass der iranische Nuklearstaub überwacht werde, unter den Trümmern begraben liege und dass die USA das angereicherte Uran letztendlich entweder selbst abholen oder es sich übergeben lassen würden. „Der Iran hat um einen Waffenstillstand gebettelt“, erklärte Hegseth.

„Wir stehen im Hintergrund bereit, um sicherzustellen, dass der Iran jede vernünftige Bedingung einhält“, sagte Hegseth. Auch der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Caine, erklärte, dass alle US-Ziele im Iran erreicht worden seien.

Er lobte, dass die USA die militärisch-industrielle Basis des Iran zerstört hätten, wobei über 80 % der Raketenanlagen vernichtet worden seien und die iranische Marine auf dem „Grund des Arabischen Meeres“ liege. Es ist offensichtlich, dass das Pentagon nach sechs Wochen versucht, der Operation „Epic Fury“ einen krönenden Abschluss zu geben.

Während der Fragerunde gab es eine Frage – die von Hegseth weitgehend umgangen wurde –, die sich darauf konzentrierte, ob die USA einen „strategischen“ Sieg oder lediglich einen taktischen Sieg errungen haben. Das ist letztendlich die Frage.

Gibt es außerdem wirklich einen Waffenstillstand vor Ort? Aber dies ist erst der erste Tag:

For a ceasefire, the fire does not seem to be ceasing. The UAE and Kuwait are under attack, and Iran says it is under attack too. Beyond the ceasefire itself, the bigger question is that the plan still looks unclear when it comes to what follows, assuming the ceasefire actually…

— Nawaf Al-Thani نواف بن مبارك آل ثاني (@NawafAlThani) April 8, 2026

Übersetzung von „X“: Für einen Waffenstillstand scheint das Feuer nicht aufzuhören. Die VAE und Kuwait stehen unter Angriff, und der Iran sagt, er stehe ebenfalls unter Angriff. Jenseits des Waffenstillstands selbst stellt sich die größere Frage, dass der Plan immer noch unklar erscheint, was das Folgende angeht – vorausgesetzt, der Waffenstillstand hält tatsächlich.

Doch auch der Iran sieht dies als Sieg an

Die Vereinigten Staaten und der Iran haben eine zweiwöchige Aussetzung aller Angriffe angekündigt, und Teheran soll zugestimmt haben, Schiffen die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewähren. Alles begann damit, dass Präsident Trump den in letzter Minute von Pakistans Premierminister angebotenen Friedensvorschlag aufgriff, der eine zweiwöchige Verlängerung der US-Frist forderte, bevor massive Zerstörungsbombardements beginnen sollten, und im Gegenzug würde der Iran zustimmen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Der Iran hat im Grunde genommen den Sieg erklärt und erklärt, dass die bevorstehenden Gespräche am Freitag in Islamabad, Pakistan, kein Ende des Krieges garantieren. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Entscheidung der USA zwar verbal unterstützt, aber erklärt, dass der Libanon von dem zweiwöchigen Waffenstillstand ausgeschlossen sei.

Der Iran warnt vor einer entschlossenen Reaktion auf jegliche „Fehlkalkulationen“ der USA. Die IRGC erklärte in einer Stellungnahme: „Wir bleiben zwar offen für Gespräche, vertrauen aber keinen Versprechungen unserer Gegner. Unsere Streitkräfte sind bereit, gestützt auf jahrzehntelange Erfahrung in Konfrontationen mit amerikanischen und zionistischen Kräften, entschlossen auf jegliche Fehlkalkulationen des Feindes zu reagieren.“

Neuestes von Trump auf Truth Social:

Die Ölpreise fielen rapide, nachdem Trump die Waffenruhe angekündigt hatte; Brent-Rohöl wurde knapp unter 95 Dollar pro Barrel gehandelt. Das Kabinett von Katar begrüßte den von Pakistan vermittelten Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran und erklärte, dieser unterstreiche „die Notwendigkeit, alle feindseligen Handlungen und Praktiken, die die regionale Stabilität, die Achtung der staatlichen Souveränität sowie die Gewährleistung der Sicherheit der Seewege, der Freiheit der Schifffahrt und des internationalen Handels untergraben, unverzüglich einzustellen“.

Der Iran fordert unterdessen hohe Gebühren für Schiffe, die während des Waffenstillstands die Straße von Hormus passieren, und erklärt, dass er die endgültige Entscheidungsgewalt darüber habe, welche Schiffe passieren dürfen. Im Grunde genommen hängt also die Stabilität der globalen Energieflüsse davon ab, dem Iran entgegenzukommen, UND er wird gemäß dem vorliegenden Abkommen wahrscheinlich eine Lockerung der Sanktionen erhalten.

Die iranischen Staatsmedien haben Jubelszenen auf den Straßen gezeigt:

🇮🇷🇺🇸 Breaking | Iranian television:

Trump agreed to Iran’s conditions to end the war.

Iran has officially won. pic.twitter.com/qjnt9lnTOO

— Global Insight Journal (@GlobalIJournal) April 7, 2026

Übersetzung von „X“: Eilmeldung | Iranisches Fernsehen: Trump hat den Bedingungen Irans zugestimmt, um den Krieg zu beenden. Iran hat offiziell gesiegt.

Waffenstillstand international begrüßt

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte auf X, er habe ein „herzliches, substanzielles“ Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian geführt. „Ich habe meine tiefe Wertschätzung für die Weisheit und Klugheit der iranischen Führung zum Ausdruck gebracht, die Pakistans Angebot angenommen hat, Ende dieser Woche Friedensgespräche in Islamabad auszurichten, um gemeinsam auf die Wiederherstellung des Friedens in der Region hinzuarbeiten“, sagte er.

„Präsident Pezeshkian bekräftigte die Teilnahme des Iran an den bevorstehenden Verhandlungen und würdigte Pakistans Bemühungen, während er dem pakistanischen Volk seine besten Wünsche übermittelte“, fügte er hinzu.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun begrüßte den Waffenstillstand, während Israel hingegen behauptete, der Libanon stehe außerhalb des Abkommens, und seine Angriffe auf das Land fortsetzte.

Um den „Sessel-Kriegsfalken“ Michael Weiss zu zitieren: Vor einem Monat forderte Trump die „bedingungslose Kapitulation“ des Iran. Nun behaupten die USA, dies sei ein gangbarer Ausgangspunkt für Verhandlungen

Papst Leo XIV. lobte das Abkommen als „Zeichen echter Hoffnung“ und erklärte während seiner wöchentlichen Audienz im Vatikan: „Ich begrüße mit Zufriedenheit und als Zeichen echter Hoffnung die Ankündigung eines sofortigen zweiwöchigen Waffenstillstands. Nur durch die Rückkehr zu den Verhandlungen können wir das Ende des Krieges erreichen.“

Die Internationale Atomenergie-Organisation begrüßte den Waffenstillstand und signalisierte ihre Bereitschaft, eine diplomatische Lösung zu unterstützen. Generaldirektor Rafael Grossi erklärte: „IAEO-Generaldirektor Grossi begrüßt … eine Rückkehr zur Diplomatie, die darauf abzielt, eine Einigung über zentrale Fragen, einschließlich des iranischen Atomprogramms, auszuhandeln.“ Er fügte hinzu: „Die IAEO ist bereit, diese Bemühungen durch ihre unverzichtbare Rolle bei der Sicherheitsüberwachung und Verifizierung zu unterstützen.“

Angriffe gehen weiter? Lage in der Straße von Hormus

Die Angriffe auf Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait hielten jedoch am Mittwoch, wenige Stunden nach der Ankündigung des Waffenstillstands, an. Außerdem gab es bislang heute keine nennenswerten Veränderungen im Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, wie aus Satellitendaten von Bloomberg hervorgeht.

Ein globaler Verband der Schifffahrtsindustrie, der 130 Unternehmen und rund 1.500 Schiffe vertritt, erklärte, dass die Lage im Golf weiterhin instabil sei. CEO Knut Arild Hareide sagte: „Wir nehmen die Signale für einen Waffenstillstand zur Kenntnis, aber die Situation in der Straße von Hormus bleibt ungelöst und unvorhersehbar.“

Airstrikes have reportedly targeted the Lavan oil refinery in Iran today. The ceasefire is seemingly in effect in name only. pic.twitter.com/PdH9CrjS6T

— OSINTdefender (@sentdefender) April 8, 2026

Übersetzung von „X“: Laut Berichten wurden heute Luftangriffe auf die Lavan-Ölraffinerie im Iran durchgeführt. Der Waffenstillstand scheint nur dem Namen nach in Kraft zu sein.

„Es ist noch nicht klar, unter welchen Bedingungen eine sichere Durchfahrt gewährleistet werden kann. Die Reeder prüfen derzeit die Lage und werden die Durchfahrten erst wieder aufnehmen, wenn echte Sicherheit für eine sichere Durchfahrt gegeben ist“, fügte Hareide hinzu.

Wird das so bleiben?

Ceasefire day 1:

Israel took multiple waves of Iranian missile fire after the ceasefire was announced.

Kuwait reports that more than two dozens drones were launched by Iran since 8am.

UAE is currently under an Iranian missile attack.

Iran, via state media, reports strikes…

— Trey Yingst (@TreyYingst) April 8, 2026

Übersetzung von „X“: Waffenstillstand Tag 1: Israel erlitt mehrere Wellen iranischer Raketenbeschuss, nachdem der Waffenstillstand angekündigt worden war. Kuwait berichtet, dass mehr als zwei Dutzend Drohnen von Iran seit 8 Uhr morgens gestartet wurden. Die VAE stehen derzeit unter einem iranischen Raketenangriff. Iran meldet über staatliche Medien Angriffe auf die Lavan-Insel und die dortige Öl-Infrastruktur.

Zuvor hatte die dänische Reederei Maersk erklärt, dass die Ankündigung eines Waffenstillstands keine ausreichende Sicherheit biete, um den normalen Betrieb in der Region wieder aufzunehmen.

Weitere geopolitische Schlagzeilen

via Newsquawk…

  • US-Präsident Donald Trump kündigte eine zweiwöchige Aussetzung der Bombardements im Iran an, unter der Bedingung, dass der Iran die Straße von Hormus wieder öffnet. Er bezeichnete dies als beidseitigen Waffenstillstand und erklärte, die militärischen Ziele der USA seien erreicht worden, während ein langfristiges Friedensabkommen kurz vor dem Abschluss stehe.
  • Trump sagte, die USA hätten vom Iran einen 10-Punkte-Vorschlag erhalten, der als tragfähige Verhandlungsgrundlage diene, wobei die meisten wichtigen Streitpunkte bereits geklärt seien und die zweiwöchige Frist dazu diene, das Abkommen abzuschließen.
  • Trump schrieb: „Ein großer Tag für den Weltfrieden! Der Iran will, dass es geschieht, sie haben genug! Genauso wie alle anderen auch! Die Vereinigten Staaten von Amerika werden bei der Bewältigung des Verkehrsaufkommens in der Straße von Hormus helfen. Es wird viele positive Maßnahmen geben! Es wird viel Geld verdient werden. Der Iran kann mit dem Wiederaufbauprozess beginnen… dies könnte das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein!!!“
  • Trump erklärte gegenüber AFP, das Iran-Abkommen sei abgeschlossen und stelle einen umfassenden Sieg der USA dar. Er erklärte, man werde sich um das iranische Uran „perfekt kümmern“ und dass China eine Rolle dabei gespielt habe, den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen.
  • Der iranische Sender SNN berichtete unter Berufung auf Explosionen auf den Inseln Siri und Lavan von möglichen Verstößen gegen den Waffenstillstand, während der Nationale Sicherheitsrat des Iran warnte, dass er innerhalb weniger Stunden Tel Aviv angreifen werde, sollten die Angriffe im Südlibanon anhalten.
  • Der Iran bestätigte, dass die Verhandlungen mit den USA ab dem 10. April in Islamabad stattfinden werden, mit dem Ziel, die militärischen Erfolge innerhalb von 15 Tagen politisch zu formalisieren, wobei die Gespräche im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden können.
  • Iranische Beamte erklärten, die Gespräche mit den USA bedeuteten nicht das Ende des Krieges, bestätigten jedoch die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus für zwei Wochen und dass die Operationen eingestellt werden, wenn die Angriffe auf den Iran aufhören.
  • Die pakistanische Führung lud US-amerikanische und iranische Delegationen nach Islamabad ein; Berichten zufolge werden US-Gesandte und Vizepräsident JD Vance erwartet.
  • Ein US-Beamter sagte, der Waffenstillstand werde heute Abend beginnen, wobei Verzögerungen bei der Weiterleitung der Befehle an die Feldverbände der IRGC zu erwarten seien.
  • Es wird erwartet, dass der Iran und Oman im Rahmen der Waffenstillstandsvereinbarung Transitgebühren in der Straße von Hormus erheben werden.
  • Das israelische Medium Ynet berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, dass der Waffenstillstand auch den Libanon einschließen werde.
  • Laut Axios wies der Oberste Führer des Iran die Unterhändler an, eine Waffenruhe anzustreben.
  • Der iranische UN-Botschafter erklärte, der Iran lehne „jeden vorübergehenden Waffenstillstand kategorisch ab“ und sagte, jede Lösung müsse ein endgültiges Ende der Aggression gewährleisten und dauerhaften Frieden schaffen.
  • Die USA werden die Entfernung von Nuklearmaterial aus dem Iran fordern, so israelische Beamte, die von Al Hadath über Haaretz zitiert wurden.
  • Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte, der Waffenstillstand trete in Kraft, sobald die Straße von Hormus wieder geöffnet sei.
  • Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses sagte, Israel sei in den zweiwöchigen Waffenstillstand einbezogen und habe zugestimmt, die Bombardierungen während der Verhandlungen auszusetzen.
  • Omans Verkehrsminister erklärte, gemäß den bestehenden Vereinbarungen dürften in der Straße von Hormus keine Transitgebühren erhoben werden.
  • Der Islamische Widerstand im Irak kündigte eine zweiwöchige Aussetzung seiner Operationen an.
  • Die Hisbollah bereitet sich darauf vor, ihre offizielle Position zum Waffenstillstand bekanntzugeben und auf Behauptungen zu reagieren, der Libanon sei davon ausgeschlossen.
  • Eine neue Welle iranischer Raketen wurde in Richtung Israel abgefeuert.
  • Ein israelischer Militärvertreter erklärte, Israel führe weiterhin Angriffe im Iran durch.
  • Von der iranischen Insel Sirri wurden Explosionen gemeldet, deren Ursache unbekannt ist.
  • Auch von der Lavan-Ölraffinerie im Iran wurden Explosionen gemeldet, deren Ursache unbekannt ist.
  • Bahrain gab wenige Stunden nach der Bekanntgabe des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran eine Raketenwarnung heraus.
  • Berichten zufolge gab es eine Explosion in Kermanshah im Nordwesten des Iran.
  • Die IDF bestätigte die Erkennung von Raketen, die vom Iran aus in Richtung Israel abgefeuert wurden.
  • Der Oberste Sicherheitsrat des Iran erklärte, die Streitkräfte seien weiterhin bereit, auf jede Eskalation sofort und mit voller Kraft zu reagieren.
  • Daten zum Seeverkehr zeigten, dass der Verkehr durch die Straße von Hormus weiterhin gering und begrenzt ist.

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Seyed M. Marandi: Israel bricht Waffenstillstand, Iran antwortet mit Raketenangriffen und Mögliche Szenarien

In einem aktuellen Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Glenn analysiert der iranische Professor Seyed Mohammad Marandi die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten. Marandi, Dozent an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des iranischen Atomverhandlungsteams, beschreibt den Bruch des Waffenstillstands durch Israel, die iranische Vergeltung und die komplexen Hintergründe der Verhandlungen mit den USA.

Der aktuelle Konflikt und der Bruch des Waffenstillstands

Laut Marandi hat Israel den gerade erst vereinbarten Waffenstillstand massiv verletzt. Während der Aufzeichnung des Interviews am 8. April feuerten iranische Raketen Richtung Israel, als direkte Antwort auf anhaltende israelische Angriffe auf Libanon. Israel bombardiere libanesische Städte und Zivilisten mit Teppichbombardements, was zu Hunderten Toten, darunter viele Frauen und Kinder, geführt habe. Dies geschehe trotz des Waffenstillstandsabkommens.

Marandi betont, dass der pakistanische Ministerpräsident klar getwittert habe, Libanon sei Teil des Waffenstillstands. Dennoch behaupte US-Präsident Trump, es handele sich um eine „separate Scharmützel“. Diese Widersprüche zeigten die Schwäche Trumps und die Absicht Netanjahus, den Friedensprozess gezielt zu sabotieren. Die Angriffe dienten dazu, den Waffenstillstand zu unterlaufen und eigene politische Ziele zu verfolgen, indem sie die israelische Bevölkerung weiter radikalisieren.

Hintergrund der Verhandlungen und der iranische Plan

Das Interview beleuchtet die Vorgeschichte der Waffenruhe. Die USA hatten zunächst eine „bedingungslose Kapitulation“ Irans gefordert – ähnlich wie beim vorherigen 12-Tage-Krieg. Diese Position habe sich zu einem 15-Punkte-Plan entwickelt, den Iran ablehnte. Stattdessen erarbeitete der iranische Oberste Nationale Sicherheitsrat unter Einbeziehung des Obersten Führers Ali Chamenei einen eigenen 10-Punkte-Plan. Dieser wurde über Pakistan an die USA übermittelt und von Trump schließlich als Verhandlungsgrundlage akzeptiert.

Marandi beschreibt diesen Schritt als symbolisch bedeutsam: Ein arrogantes Imperium wie die USA habe sich gezwungen gesehen, die Rechte einer souveränen Nation anzuerkennen. Dennoch sei Skepsis angebracht. Die USA seien ein extrem arrogantes Reich, und Trump sei der arroganteste unter den „Kaisern“. Verhandlungen mit ihm seien unberechenbar, da er seine Positionen ständig ändere.

Militärische Lage und iranische Stärke

Iran bereite sich trotz der Waffenruhe auf das Schlimmste vor. Marandi, der selbst in den 1980er-Jahren als Freiwilliger im Iran-Irak-Krieg gekämpft hat, verweist auf die langjährige Vorbereitung Irans: Über 25 Jahre habe das Land Raketen und Drohnen entwickelt und gelagert – weit mehr, als die Gegenseite ahne. In den vergangenen 40 Tagen habe Iran kontinuierlich Ziele in Israel, US-Stützpunkte und beteiligte Akteure angegriffen, ohne dass seine Fähigkeiten nachgelassen hätten.

Die USA stünden vor großen Problemen: Ihre Truppen seien hastig in die Region verlegt worden, Basen seien zerstört, und die extremen klimatischen Bedingungen (Hitze, Feuchtigkeit, Sandstürme) im Persischen Golf würden Ausrüstung und Logistik massiv belasten. Reparaturkosten in früheren Kriegen hätten Hunderte Milliarden Dollar betragen. Hinzu kämen innenpolitischer Druck in den USA und internationale Kritik. Die Schließung der Straße von Hormus durch Iran verstärke diesen Druck zusätzlich.

Die Rolle Israels, der USA und westlicher Medien

Marandi kritisiert scharf die Doppelmoral des Westens. Während Israel libanesische Zivilgebiete nach der „Dahiya-Doktrin“ (systematische Zerstörung ganzer Viertel) bombardiere – vergleichbar mit dem „Mähen des Rasens“ in Gaza –, schweige die westliche Presse oder rechtfertige die Angriffe als Treffer auf „Hisbollah-Stützpunkte“. Weder Washington Post, New York Times, Guardian noch liberale oder konservative Kommentatoren äußerten Empörung über Trumps Drohungen, Iran „in die Steinzeit zurückzubomben“ oder die iranische Zivilisation auszulöschen.

Der Westen werde von einer „Epstein-Klasse“ beherrscht – einer oligarchischen Elite ohne moralischen Kompass. Iraner und Muslime würden als „Amalek“ (biblische Feinde) und Untermenschen betrachtet. Diese Haltung untergrabe die eigene humanitäre und demokratische Legitimation des Westens.

Die Straße von Hormus und wirtschaftliche Konsequenzen

Ein zentraler Punkt der Verhandlungen ist die Kontrolle der Straße von Hormus. Iran hat diese strategische Wasserstraße vorübergehend geschlossen und fordert nun Mitverwaltungs- oder Gebührenregelungen, möglicherweise gemeinsam mit Oman. Dies sei keine ursprüngliche iranische Absicht gewesen, sondern eine direkte Folge des US-Angriffs. Durch die Kontrolle werde Iran deutlich mächtiger, während die USA geschwächt wirkten.

Die Schließung behindere den Öl-, LNG- und Düngemitteltransport massiv und drohe eine globale Rezession auszulösen. Länder wie Indien spürten bereits die wirtschaftlichen Folgen. Marandi sieht darin einen Machtverlust der USA: Staaten des Globalen Südens könnten nun selbstbewusster auftreten.

Zukunftsperspektiven: Verhandlungen oder neuer Krieg?

Marandi ist pessimistisch, dass in den geplanten zwei Wochen ein umfassendes Abkommen erzielt wird. Möglicherweise würden leichtere Punkte geklärt und die Frist verlängert. Die grundlegenden 10 Punkte Irans – darunter Anreicherung, Raketenprogramm und regionale Beziehungen – seien für ein arrogantes Imperium schwer zu akzeptieren.

Mögliche Szenarien:

Fortsetzung israelischer Angriffe auf Libanon und iranische Vergeltung.

Beteiligung von Golfstaaten (z. B. UAE), die jedoch militärisch chancenlos seien. Ihre kritische Infrastruktur liege exponiert an der Küste und wäre bei einem Konflikt sofort bedroht.

Ein Übergang zu einem reinen Iran-Israel-Krieg, bei dem die USA indirekt (Betankung, Aufklärung) beteiligt blieben.

Die Golfdiktaturen hätten durch ihre Unterstützung der USA ihre Position verspielt. Iran werde freundliche Staaten (China, Russland) bei der Passage durch Hormus bevorzugen und Gegner benachteiligen.

Regionale Allianzen und langfristige Folgen

Irans Stärke beruhe auf Partnerschaften mit Irak, Jemen und Hisbollah, die autonom agierten. Diese Allianzen hätten den Krieg erschwert. Langfristig könnten Grenzen sich verändern, sollte die Konfrontationspolitik der Golfstaaten andauern.

Marandi schließt mit einer historischen Reflexion: Der Konflikt hätte vermieden werden können, wenn die USA auf Stimmen wie die von Flynt und Hillary Leverett (Autoren von „Going to Tehran“) gehört hätten. Stattdessen habe der zionistische Einfluss Frieden verhindert. Iran habe nach dem 11. September sogar Kooperation angeboten, sei aber enttäuscht worden.

Fazit

Das Interview zeigt ein selbstbewusstes Iran, das militärisch, strategisch und symbolisch gestärkt aus dem Konflikt hervorgeht. Gleichzeitig unterstreicht es die Instabilität durch israelische Provokationen und US-Unberechenbarkeit. Ob der Waffenstillstand hält, hängt maßgeblich davon ab, ob die USA Israel zügeln können – etwas, woran Marandi stark zweifelt. Die kommenden Tage und Wochen werden entscheiden, ob Verhandlungen Fortschritte bringen oder der Konflikt eskaliert. Die Schließung der Straße von Hormus und die iranischen Raketenangriffe sind klare Signale: Iran ist bereit, seine Souveränität und die Rechte der Region mit allen Mitteln zu verteidigen.

Deutschlands heimlicher Systemumbau: Bürger sollen in die digitale ID gedrängt werden

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens gilt als überfälliger Fortschritt. Weniger Bürokratie, bessere Versorgung, effizientere Abläufe – so lautet das Versprechen. Doch was derzeit in Deutschland unter dem Stichwort ePA, Gesundheits-ID und EUDI Wallet vorangetrieben wird, ist weit mehr als ein technisches Upgrade. Es ist der Aufbau einer Infrastruktur, die Identität, Gesundheit und Zugang zu staatlichen Leistungen in bislang beispielloser Weise miteinander verknüpft.

Und genau darin liegt das Problem.

Vom Patienten zur Datenschnittstelle

Die elektronische Patientenakte wird nicht nur ausgeweitet – sie wird zur Pflichtlösung durch die Hintertür. Der Wechsel zum Opt-out-System bedeutet: Jeder ist automatisch dabei, es sei denn, er widerspricht aktiv. Das ist kein Detail, sondern ein fundamentaler Paradigmenwechsel.

Gleichzeitig wird die Gesundheitsversorgung an eine digitale Identität gekoppelt. Wer künftig medizinische Leistungen nutzen will, wird sich digital ausweisen müssen – perspektivisch über die europäische EUDI Wallet. Was als Komfort verkauft wird, etabliert in Wahrheit eine neue Zugangsvoraussetzung: Ohne digitale Identität kein reibungsloser Zugang zum Gesundheitssystem.

Biometrie als Generalschlüssel

Besonders brisant ist die Rolle biometrischer Daten. Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder andere Verfahren sollen die Authentifizierung „sicherer“ machen. Doch Sicherheit hat hier einen Preis: Biometrie ist nicht austauschbar. Ein kompromittiertes Passwort kann man ändern – ein Gesicht nicht.

Damit wird der menschliche Körper selbst zum Schlüssel eines Systems, das immer mehr Lebensbereiche umfasst. Ein Missbrauch ist nicht nur möglich, sondern potenziell irreversibel.

Die stille Verschiebung der Macht

Offiziell wird betont, dass Nutzer die Kontrolle über ihre Daten behalten sollen. Doch die Architektur spricht eine andere Sprache. Wenn Identität, Gesundheitsdaten und Zugriffsrechte technisch miteinander verschränkt werden, entsteht ein System, in dem Kontrolle zunehmend strukturell statt individuell ausgeübt wird.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Ist das System praktisch?
Sondern: Wer definiert die Regeln – und wer kann sich ihnen entziehen?

Denn wer nicht teilnimmt, wird faktisch ausgeschlossen. Digitalisierung wird so vom Angebot zur Voraussetzung.

Gesundheitsdaten als Rohstoff

Hinzu kommt die strategische Dimension: Gesundheitsdaten gelten als Schlüsselressource für Forschung, KI und wirtschaftliche Innovation. Die Zentralisierung dieser Daten ist politisch gewollt – und ökonomisch attraktiv.

Doch je wertvoller Daten sind, desto größer ist der Druck, sie zu nutzen, zu teilen und auszuwerten. Die Grenze zwischen medizinischem Nutzen und systematischer Datennutzung wird dabei zunehmend unscharf.

Ein System, das größer ist als Gesundheit

Was derzeit im Gesundheitsbereich aufgebaut wird, ist kein isoliertes Projekt. Es ist Teil einer umfassenderen digitalen Identitätsstrategie auf EU-Ebene. Die EUDI Wallet soll künftig nicht nur für Gesundheitsdienste genutzt werden, sondern auch für Behördenkontakte, Finanzdienstleistungen und private Anwendungen.

Damit entsteht Schritt für Schritt ein universelles Identitätssystem – mit der Gesundheitsakte als einem seiner sensibelsten Bausteine.

Fazit: Fortschritt ohne Debatte

Die Art und Weise, wie die Umsezung stattfindet, wirft grundlegende Fragen auf, die politisch kaum offen diskutiert werden.

Es geht nicht nur um Effizienz.
Es geht um Macht, Kontrolle und die Bedingungen gesellschaftlicher Teilhabe im digitalen Zeitalter.

Ein System, das so tief in das Leben der Menschen eingreift, braucht mehr als technische Machbarkeit und politische Zielvorgaben. Es braucht eine breite, ehrliche Debatte darüber, wo die Grenzen liegen sollen.

Denn wenn Identität, Gesundheit und Zugang untrennbar miteinander verbunden werden, steht am Ende mehr auf dem Spiel als nur ein digitaler Fortschritt.

Quellen:

Nect brings biometric identification to German healthcare system

Healthcare digitization push in Germany looks to digital ID via EUDI Wallet

US-Bundesstaat Missouri bringt Gesetz zur Begrenzung internationaler Einflüsse auf den Weg

Der Senat des US-Bundesstaates Missouri hat ein Gesetz verabschiedet, das den Einfluss internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Vereinten Nationen (UN) und des World Economic Forum (WEF) innerhalb des Bundesstaates einschränken soll. Der Gesetzentwurf mit der Bezeichnung Senate Bill 977 (SB 977) wurde am 2. April einstimmig mit 31 Stimmen angenommen und wird nun im Repräsentantenhaus von Missouri weiter beraten.

Eingebracht wurde der Entwurf von Senator Nick Schroer. Ziel ist es, die Souveränität des Bundesstaates zu stärken und die Vorrangstellung der US-Verfassung gegenüber internationalen Regelwerken zu betonen. In dem Gesetzestext wird festgehalten, dass internationale Organisationen keine rechtliche Autorität innerhalb des Bundesstaates besitzen.

Konkret sieht das Vorhaben vor, dass staatliche Behörden und Kommunen keine Vorschriften, Steuern oder Maßnahmen umsetzen dürfen, die direkt auf Richtlinien oder Empfehlungen solcher Organisationen beruhen. Damit soll verhindert werden, dass internationale Standards ohne eigene gesetzgeberische Grundlage in Missouri Anwendung finden.

Ein zentraler Bestandteil des Entwurfs ist die sogenannte „No Foreign Laws Act“-Klausel. Diese definiert ausländisches Recht weitreichend und schließt auch rechtliche Rahmenwerke internationaler Organisationen ein. Deren Anwendung wäre unzulässig, sofern sie im Widerspruch zu grundlegenden Rechten wie Meinungsfreiheit, Eigentumsschutz oder dem Recht auf ein faires Verfahren steht.

Darüber hinaus enthält der Gesetzentwurf Vorgaben für die Rechtsprechung: Gerichte könnten ausländische Urteile oder Schiedssprüche ablehnen, wenn diese auf Rechtsordnungen beruhen, die fundamentale Rechte verletzen. Auch vertragliche Vereinbarungen, die die Anwendung ausländischen Rechts oder die Zuständigkeit ausländischer Instanzen vorsehen, könnten unter bestimmten Umständen für unwirksam erklärt werden. Dies würde auch Bereiche des Zivilrechts wie Familien- oder Erbrecht betreffen.

Mit der Zustimmung im Senat reiht sich das Vorhaben in eine breitere Entwicklung in einigen US-Bundesstaaten ein, die verstärkt auf regionale Selbstbestimmung setzen und den Einfluss internationaler Institutionen klar begrenzen wollen.

Chris Hedges: Diplomatie am Ende: Warum der Waffenstillstand zerbrechen wird

Warum der Waffenstillstand zum Scheitern verurteilt ist

Es ist leider höchst unwahrscheinlich, dass das von Pakistan vermittelte Waffenstillstandsabkommen Bestand haben wird. Dafür gibt es zwei zentrale Gründe.

Erstens lehnt Israel ein Ende der Bombardierung der iranischen Infrastruktur entschieden ab. Diese Bombenkampagne ist Teil der israelischen Strategie, Iran in einen gescheiterten Staat zu verwandeln. Israel verfügt über die Fähigkeit, das Abkommen zu sabotieren – und tut dies bereits, indem es seine Angriffe auf den Libanon nicht einstellt.

Zweitens sind selbst die minimalen Forderungen Irans für die USA und Israel nicht akzeptabel. Diese Forderungen lassen sich nur durch erhöhten Druck durchsetzen – Druck, den Iran ausüben kann, indem es weiterhin Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus blockiert und zentrale Infrastruktur in der Region ins Visier nimmt.

Iran fordert ein dauerhaftes und formalisiertes Ende der Feindseligkeiten, die Kontrolle über die Straße von Hormus, ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon, den Abzug der US-Militärbasen aus der Region, Reparationen für Kriegsschäden, das Recht auf nukleare Anreicherung sowie die Aufhebung sämtlicher Sanktionen gegen Iran.

Ich sehe nicht, dass Iran bei diesen Forderungen nachgeben wird – insbesondere, da es die Möglichkeit hat, die USA durch eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus zum Einlenken zu zwingen. Das bedeutet: mehr Krieg und eine massive Belastung der Weltwirtschaft.

Dies ist ein Krieg, den Iran gewinnen kann. Und die iranische Führung weiß das.

https://t.co/Q4Y0CNnWLS

— Chris Hedges (@ChrisLynnHedges) April 8, 2026

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