Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Der Code, der von selbst läuft: Warum die USA die „Super Intelligence Force“ gründen

Die USA haben mit der „Super Intelligence Force“ (SIF) eine neue Taskforce geschaffen, die Washingtons Umgang mit künstlicher Intelligenz zentral koordinieren soll. Präsident Donald Trump erklärte, die USA müssten bei dieser Technologie weltweit führend bleiben und gleichzeitig die Interessen der Bevölkerung schützen. An der Spitze steht ausgerechnet der Director of National Intelligence Jay Clayton; beteiligt sind zudem Pentagon, Federal Trade Commission und Personalbehörde. Die Gruppe berichtet direkt an Trump und Stabschefin Susie Wiles.

Hinter der neuen Struktur steht mehr als gewöhnliche Technologiepolitik. Fortschrittliche KI wird in Washington zunehmend als Frage der nationalen Sicherheit und des strategischen Wettbewerbs behandelt. Clayton selbst warnte davor, die amerikanische Entwicklung zu bremsen, während insbesondere China weiter voranschreitet. Die SIF soll innerhalb von 120 Tagen Risiken und Chancen analysieren und Empfehlungen für die Rolle der Bundesregierung vorlegen.

Besonders interessant ist die Zusammensetzung: Neben dem Geheimdienstchef gehören FTC-Chef Andrew Ferguson, Pentagon-Technologiechef Emil Michael und Personalchef Scott Kupor zur Führung. Damit sitzen Geheimdienste, Militär, Regulierung und Regierungsapparat gemeinsam am Tisch.

Der Hintergrund ist die zunehmende Autonomie moderner KI-Agenten. Systeme können inzwischen Software analysieren, Schwachstellen entdecken und komplexe Aufgaben weitgehend selbstständig ausführen. Gerade im Cyberbereich schafft das enorme Möglichkeiten – sowohl zur Verteidigung als auch für Angriffe. Die Washington Post berichtet, dass US-Geheimdienste deshalb eine grössere Rolle bei der Bewertung fortgeschrittener Modelle fordern.

Genau hier liegt die geopolitische Dimension: Wer die leistungsfähigsten KI-Systeme kontrolliert, besitzt möglicherweise ein neues strategisches Machtinstrument. Automatisierte Systeme könnten Cyberoperationen beschleunigen, Schwachstellen in gegnerischen Netzen finden und Aufgaben übernehmen, für die heute ganze Teams benötigt werden.

Offiziell soll die SIF deshalb Risiken begrenzen und gleichzeitig Innovation ermöglichen. Ihr Auftrag umfasst ausdrücklich Pläne zum Umgang mit KI-gestützten Bedrohungen, ohne die Entwicklung durch Überregulierung auszubremsen.

Damit beginnt jedoch ein neues Wettrennen. Denn was Washington bei den eigenen Systemen als Voraussetzung für nationale Sicherheit betrachtet, kann bei vergleichbaren Fähigkeiten Chinas, Russlands oder anderer Staaten als Sicherheitsbedrohung bewertet werden.

Der Unterschied zum klassischen Wettrüsten ist entscheidend: Raketen, Panzer und Flugzeuge tun normalerweise das, wofür sie programmiert und eingesetzt werden. Hochautonome KI-Agenten können dagegen selbstständig nach Lösungen suchen, auf unerwartete Situationen reagieren und in digitaler Geschwindigkeit handeln.

Die Gründung der „Super Intelligence Force“ zeigt deshalb vor allem eines: KI ist in Washington endgültig von einer Technologiefrage zu einer Frage staatlicher Macht, nationaler Sicherheit und geopolitischer Vorherrschaft geworden.

Klimalüge und Klimadiktatur? Teil 10: Das Klima wird zum politischen Großprojekt

Uwe Froschauer

Was als wissenschaftliche Frage über den Einfluss von Treibhausgasen auf die Temperatur begann, ist zu einem der umfassendsten politischen Projekte der Gegenwart geworden. Energieversorgung, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Finanzmärkte und zunehmend auch individuelle Lebensentscheidungen werden heute unter klimapolitischen Gesichtspunkten betrachtet.

Das ist per se nicht unbedingt falsch. Wenn ein Problem tatsächlich groß ist, darf auch die politische Antwort groß sein. Es stellt sich jedoch die Frage: Wie wurde aus der Sorge um eine Erwärmung von wenigen Grad ein politisches Programm, das den Umbau ganzer Volkswirtschaften rechtfertigt? Wann wurde aus

Die deutsche Justiz wollte sein Buch stoppen-Tucker Carlson macht es weltbekannt

Der Fall C. J. Hopkins wird zum internationalen Streitfall über Meinungsfreiheit, politische Satire und die Grenzen staatlicher Strafverfolgung.

Rainer Rupp

Tucker Carlson hat es am 5. Oktober 2026 öffentlich gemacht: Sein Verlag bringt eine zweite Auflage des von der deutschen Justiz verbotenen Buches von C. J. Hopkins’ heraus. Der in Berlin seit 2004 wohnende US-Staatsbürger Hopkins hatte im Jahr 2022 eine Sammlung von Essays als Buch herausgegeben, die er in den Jahren 2020 und 2021 während der Corona-Maßnahmen verfasst hatte.

Eine ironische Prognose zur digitalen Identität der Schweiz

Es gibt Zufälle, über die man lachen müsste, wenn sie nicht so ernst wären.

Am 8. Oktober 2026 bestätigt der Bund, dass ein externer Softwarelieferant der Pensionskasse des Bundes Publica Opfer eines Cyberangriffs geworden ist. Der Angriff wurde Ende September festgestellt. Daten sind abgeflossen. Welche genau, und in welchem Umfang, wird noch abgeklärt. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Publica hat die Versicherten bereits informiert. Die Renten selbst gelten als sicher, die Auszahlungen laufen weiter. Der Betrieb der Kasse ist nicht lahmgelegt. Was fehlt, ist die Ruhe.

Beim Lieferanten handelt es sich um die PK Softech AG in Reinach im Baselbiet. Sie liefert Publica seit 2017 die Software zur Verwaltung der Versicherten und Rentenbeziehenden, nach einem

Saudi-Arabien unter Druck: Mohammed bin Salman bittet China um Hilfe – Pakistan und die Türkei verweigern einen Krieg gegen den Jemen

Die militärische Eskalation zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen entwickelt sich nach Einschätzung des Geopolitik-Analysten Pepe Escobar zu einer existenziellen Krise für das saudische Königshaus. In einem Gespräch vom 11. Oktober berichtet er von einem Hilfegesuch Riads an Peking, israelischen Geheimdienstoffizieren in der saudischen Hauptstadt und der Weigerung Pakistans und der Türkei, sich direkt am Krieg gegen Ansar Allah zu beteiligen. Besonders brisant: Ein hochrangiger israelischer Militärgeheimdienstoffizier soll persönlich an Beratungen in Riad teilgenommen haben.

Saudi-Arabien sucht offenbar verzweifelt nach einem Ausweg aus seinem Krieg gegen den Jemen. Nach Informationen des Journalisten und Geopolitik-Analysten Pepe Escobar hat sich die saudische Führung inzwischen direkt an China gewandt und um diplomatische Unterstützung gebeten. Escobar erklärte in einem am 11. Oktober geführten Gespräch, er habe diese Information kurz zuvor durch Kontakte in China bestätigt bekommen. Eine offizielle Bestätigung aus Peking liege allerdings nicht vor. Sollte China tatsächlich eingreifen und einen Waffenstillstand zwischen Riad und Ansar Allah vermitteln können, wäre dies nach seiner Einschätzung ein bedeutender diplomatischer Erfolg für Peking und zugleich ein weiterer Hinweis auf die Verschiebung der Machtverhältnisse in Westasien.

Die Bedeutung eines solchen Schrittes geht weit über den Jemen hinaus. China unterhält seit Jahrzehnten Beziehungen zum Jemen, die nach Escobars Darstellung bis in die maoistische Ära zurückreichen. Gleichzeitig ist Saudi-Arabien ein wichtiger Energielieferant für die chinesische Wirtschaft. Eine erfolgreiche Vermittlung könnte die Energiebeziehungen stabilisieren und Pekings Einfluss in der Region weiter stärken. Escobar verweist zudem auf die zunehmende Bedeutung des Yuan im Energiehandel und erwartet langfristig, dass China auf einer vollständigen Abwicklung seiner saudischen Energieimporte in chinesischer Währung bestehen könnte. Noch handelt es sich bei einer chinesischen Vermittlung jedoch um eine Möglichkeit, nicht um ein bestätigtes diplomatisches Abkommen.

Israelischer General in Riad: Neue Hinweise auf eine militärische Zusammenarbeit

Besonders schwerwiegend sind die Angaben eines weiteren Gesprächsteilnehmers, der unter der Bezeichnung „Mr. Z“ auftritt und sich auf hochrangige Kontakte zum pakistanischen Geheimdienst beruft. Nach dessen Darstellung befindet sich ein israelischer Generalmajor des Militärgeheimdienstes gemeinsam mit weiteren israelischen Geheimdienstmitarbeitern in Riad. Die Information soll von einem pakistanischen Offizier stammen, der sich selbst in der saudischen Hauptstadt aufhält und Einblick in entsprechende Beratungen hatte. Der Gesprächsteilnehmer erklärte, er habe die Angaben innerhalb weniger Stunden zweimal bestätigen lassen.

Demnach sollen israelische Geheimdienstvertreter nicht lediglich als Beobachter anwesend sein, sondern aktiv an saudischen Geheimdienstberatungen teilnehmen. Auch pakistanische Militärangehörige hätten diese Zusammenarbeit wahrgenommen. Escobar sieht darin eine Bestätigung, dass sich der Krieg gegen den Jemen zunehmend zu einer gemeinsamen Operation Saudi-Arabiens, Israels und der Vereinigten Staaten entwickelt. Er verweist auf die Beteiligung des amerikanischen Regionalkommandos CENTCOM sowie auf Informationen über mindestens 110 amerikanische Spezialisten, Militärberater und technische Fachkräfte, die bereits in die saudischen Operationen eingebunden sein sollen.

Diese Angaben beruhen auf den im Gespräch geschilderten Geheimdienstkontakten; öffentlich zugängliche Belege für die Anwesenheit des israelischen Generalmajors oder die genannte Zahl amerikanischer Spezialisten wurden dabei nicht vorgelegt. Sollten sie zutreffen, würde dies allerdings eine wesentlich engere operative Zusammenarbeit zwischen Riad und Israel belegen, als bislang offiziell eingeräumt wurde.

Escobar erinnert daran, dass Saudi-Arabien bereits 2015 eine internationale Koalition gegen Ansar Allah organisierte, an der auch die Vereinigten Arabischen Emirate beteiligt waren und die von Washington unterstützt wurde. Die gegenwärtige Zusammenarbeit mit amerikanischen und mutmaßlich israelischen Stellen betrachtet er als Neuauflage dieser Koalition unter veränderten militärischen Bedingungen. Trotz westlicher Unterstützung sei es Saudi-Arabien über Jahre nicht gelungen, Ansar Allah entscheidend zu besiegen. Eine erneute Bodeninvasion hält Escobar für praktisch ausgeschlossen, weil weder ausreichend Truppen noch der politische Wille für einen solchen Feldzug vorhanden seien.

Pakistan und die Türkei ziehen eine Grenze

Für Mohammed bin Salman kommt erschwerend hinzu, dass zwei wichtige muslimische Partner nach den Angaben der Gesprächsteilnehmer nicht bereit sind, einen direkten Krieg gegen Ansar Allah zu führen. Pakistan beschränke seine militärische Präsenz auf den Schutz der heiligen Städte Mekka und Medina. Pakistanische Truppen seien nicht an der südlichen saudischen Grenze stationiert und nähmen nicht an Kampfhandlungen gegen die jemenitischen Streitkräfte teil. Auch die erwähnten pakistanischen JF-17-Kampfflugzeuge befänden sich auf dem Luftwaffenstützpunkt König Abdulaziz, weit entfernt von der jemenitischen Grenze.

Diese Zurückhaltung wird im Gespräch ausdrücklich mit der innenpolitischen Situation Pakistans begründet. Der Gesprächsteilnehmer verweist auf die große schiitische Bevölkerung des Landes, die er auf rund 40 Millionen Menschen beziffert und als überwiegend solidarisch mit dem Jemen beschreibt. Eine direkte militärische Beteiligung gegen Ansar Allah könnte nach seiner Einschätzung erhebliche innenpolitische Folgen auslösen. Auch Armeechef Asim Munir und Innenminister Mohsin Naqvi seien nach Informationen seiner Kontakte nicht an einer solchen Eskalation interessiert. Die genannten Positionen sind allerdings Einschätzungen und indirekt übermittelte Aussagen, keine im Gespräch dokumentierten offiziellen Erklärungen der beiden Politiker.

Eine vergleichbare Haltung beschreibt Escobar für die Türkei. Nach Gesprächen mit türkischen Kontakten, darunter Akademiker und politische Beobachter, sieht er in der türkischen Gesellschaft wenig Unterstützung für eine direkte Beteiligung am saudischen Krieg. Sein Gesprächspartner behauptet darüber hinaus, Ankara habe eine solche Beteiligung ausdrücklich abgelehnt. Für Riad bedeutet dies nach Darstellung der beiden, dass sich die saudische Führung trotz ihrer Verteidigungsbeziehungen nicht auf einen militärischen Einsatz dieser Partner gegen den Jemen verlassen könne.

Der Krieg erreicht das saudische Machtzentrum

Während Riad nach Unterstützung sucht, verschärft sich die militärische Lage. Escobar verweist auf einen ballistischen Raketenangriff auf den internationalen Flughafen König Khalid in Riad, bei dem zwischen den Terminals 2 und 3 eine Rakete eingeschlagen und nach seinen Angaben auch ein amerikanischer Staatsbürger getötet worden sein soll. Er warnt, dass Washington diesen Vorfall als Anlass für direkte Angriffe auf Ansar Allah nutzen könnte. Eine unabhängige Bestätigung der von ihm genannten Opferzahl enthält das Gespräch nicht.

Escobar interpretiert die jemenitischen Angriffe als Teil einer Strategie, die Ansar Allah mit der Formel „Blockade gegen Blockade“ und „Flughafen gegen Flughafen“ begründet. Nachdem saudische Angriffe auch den Flughafen von Sanaa getroffen hätten, betrachte die jemenitische Führung saudische Flughäfen und militärische Einrichtungen als mögliche Vergeltungsziele. Nach Escobars Darstellung hat die Bewegung ihre militärischen Fähigkeiten erheblich ausgebaut und verfolgt eine langfristig vorbereitete Strategie, die weit über einzelne Raketenangriffe hinausgeht.

Besonders wichtig ist dabei die Kontrolle über die Westküste des Jemen und die strategische Meerenge Bab al-Mandab. Escobar beschreibt die jüngsten Geländegewinne von Ansar Allah als erste Phase eines umfassenden militärischen Plans. Darauf sollen die Einnahme von Taiz und Marib sowie langfristig möglicherweise Vorstöße in die südlichen Grenzregionen Saudi-Arabiens folgen. Er verweist dabei auf historische jemenitische Gebietsansprüche auf drei südliche saudische Provinzen. Die Vorstellung, diese Gebiete zurückzugewinnen, stellt er als mögliche spätere Phase der jemenitischen Strategie dar, nicht als bereits begonnenen Feldzug.

Nach seinen Angaben basiert diese Planung auf einer zunehmend leistungsfähigen jemenitischen Geheimdienststruktur. Ein Kontakt aus dem Jemen habe ihm erklärt, die Entscheidung zur Seeblockade gegen Saudi-Arabien sei getroffen worden, nachdem jemenitische Nachrichtendienste Hinweise auf eine bevorstehende umfassende amerikanische Offensive gegen die gesamte sogenannte Achse des Widerstands erhalten hätten. Diese Informationen seien anschließend mit Iran abgeglichen worden. Auch die Auswahl bestimmter militärischer Ziele, darunter eines Flugzeugs auf einem saudischen Flughafen, führt Escobar auf entsprechende Erkenntnisse zurück.

Machtkampf innerhalb des saudischen Königshauses?

Die Krise könnte nach den im Gespräch vorgetragenen Informationen inzwischen auch das saudische Herrschaftssystem selbst erfassen. „Mr. Z“ berichtet von zunehmenden Spannungen zwischen Kronprinz Mohammed bin Salman und Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman. Zwischen beiden soll es wegen der Kriegsführung zu offenen Auseinandersetzungen gekommen sein. Innerhalb des saudischen Machtapparates und unter einflussreichen Stämmen sollen sich bereits unterschiedliche Lager herausbilden.

Der Gesprächsteilnehmer beschreibt eine Gruppe um den Verteidigungsminister und eine weitere um den Kronprinzen. Mohammed bin Salman versuche demnach, den militärischen Ausgang des Krieges stärker zu beeinflussen, ohne die erhofften Ergebnisse erzielen zu können. Auch diese Darstellung stützt sich ausschließlich auf die im Gespräch genannten Kontakte und lässt sich anhand des Transkripts nicht unabhängig überprüfen.

Escobar misst der möglichen Destabilisierung des saudischen Königshauses eine weitreichende geopolitische Bedeutung bei. Für ihn ist das Haus Saud ein zentraler Pfeiler der amerikanischen Machtstellung in Westasien. Ein Zusammenbruch der Monarchie würde seiner Einschätzung nach nicht nur Saudi-Arabien verändern, sondern die gesamte regionale Sicherheitsarchitektur der Vereinigten Staaten erschüttern. Er bezeichnet den Konflikt zwischen Riad und Sanaa deshalb als einen Krieg, der für beide Seiten zunehmend existenzielle Bedeutung annimmt.

Iran bereitet sich auf eine weitere Eskalation vor

Parallel zur Entwicklung im Jemen rechnen die Gesprächsteilnehmer mit einer erneuten militärischen Eskalation gegen Iran. Escobar erklärte, er habe am Wochenende mit iranischen Diplomaten gesprochen. Innerhalb des diplomatischen Apparates herrsche nach seiner Darstellung die Überzeugung, dass ein weiterer Krieg bevorstehe. Einige seiner Kontakte erwarteten eine Eskalation noch vor den amerikanischen Zwischenwahlen, andere unmittelbar danach.

Iran sei auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet und habe bereits Ziele für mögliche Präventivangriffe festgelegt, sollte sich ein bevorstehender amerikanisch-israelischer Angriff abzeichnen. Sein Gesprächspartner ergänzt, iranische Kontakte hätten von neuen Waffensystemen gesprochen, deren Fähigkeiten Gegner überraschen könnten. Dabei seien Geschwindigkeiten von Mach 10 und Mehrfachsprengköpfe angedeutet worden. Genauere Angaben zu den Systemen hätten die Gesprächspartner jedoch verweigert.

In Teheran werde nach diesen Berichten davon ausgegangen, dass Israel versuchen könnte, Washington zu einer erneuten militärischen Offensive zu bewegen. Iran rechne damit, im Fall einer israelischen Beteiligung auch israelische Ziele anzugreifen. Die Aussagen spiegeln die Einschätzungen der von Escobar und seinem Gesprächspartner zitierten Kontakte wider; sie belegen weder einen bereits beschlossenen amerikanischen Angriff noch die tatsächliche Einsatzbereitschaft der angedeuteten neuen Waffensysteme.

Für Escobar hängen die Entwicklungen im Jemen und in Iran inzwischen unmittelbar zusammen. Der Krieg gegen Ansar Allah könne zum Ausgangspunkt einer sehr viel größeren regionalen Konfrontation werden. Gleichzeitig sieht er im Jemen einen Faktor, der von westlichen Regierungen lange unterschätzt worden sei: die politische Organisation, die militärische Widerstandsfähigkeit und die Bereitschaft der Bewegung, einen langwierigen Krieg fortzusetzen.

Seine Schlussfolgerung ist weitreichend: Saudi-Arabien steht nach seiner Einschätzung nicht nur vor einem militärischen Rückschlag, sondern möglicherweise vor einer Krise seines gesamten regionalen Machtanspruchs. Dass Riad nun ausgerechnet China um Hilfe bitten soll, während Pakistan und die Türkei eine direkte Kriegsbeteiligung ablehnen und israelische Geheimdienstvertreter angeblich in der saudischen Hauptstadt beraten, verdeutlicht die Dimension der von ihm beschriebenen Lage.

Ob Peking tatsächlich vermitteln wird, ob sich die behaupteten inneren Machtkämpfe in Riad bestätigen und ob Washington erneut direkt in den Krieg eingreift, bleibt offen. Sicher ist zunächst nur, dass Escobar und sein Gesprächspartner vor einer gefährlichen Zuspitzung warnen, deren Folgen nach ihrer Einschätzung weit über die Grenzen des Jemen hinausreichen könnten.

Nahost-Eskalation schürt Sorgen um Ölversorgung und weitere Updates

Nahost-Eskalation schürt Sorgen um Ölversorgung und weitere Updates

Von Tyler Durden

Zusammenfassung

  • Mehrere weitere Tanker wurden in der Straße von Hormus angegriffen
  • Die IRGC behauptet, die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben
  • Die Houthis haben einen weiteren Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad verübt
  • Die IEA fordert weitere Dieselabgaben angesichts der angespannten Lage auf dem Weltmarkt
  • Präsident Trump erklärte, Russland und die Ukraine hätten sich auf einen „Energie-Waffenstillstand“ geeinigt, der sofort in Kraft trete.

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Die Ölpreise stiegen heute Abend bei Eröffnung des Terminhandels nach einer erneuten Eskalation der Angriffe durch den Iran und seine Stellvertreter im Nahen Osten.

Der WTI-Preis bewegt sich wieder in Richtung der Höchststände vom Freitag.

Nahost-Eskalation schürt Sorgen um Ölversorgung und weitere Updates

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass Präsident Trump behauptet, Russland und die Ukraine hätten sich auf einen „Energie-Waffenstillstand“ geeinigt, der zwar die Dieselpreise weltweit stabilisieren könnte, jedoch nichts gegen die exponentiell steigenden Tankerraten und die angespannte Lage auf den physischen Ölmärkten ausrichten kann.

Die Märkte für Staatsanleihen sind am Montag geschlossen, wodurch das einzige vermögensklassenübergreifende Signal ausfällt, das normalerweise die Risikostimmung stabilisiert – das bedeutet, dass es kein (Kassamarkt-)Urteil darüber geben wird, welche Auswirkungen das Wochenende mit erneuter und wieder eskalierender Gewalt hatte.

„In ruhigeren Zeiten können geopolitische Schlagzeilen oft überproportionale Auswirkungen haben“, schrieb Nick Twidale, Chefmarktanalyst bei AT Global Markets in Sydney, in einer Mitteilung an seine Kunden. Doch angesichts der US-Inflationsdaten, mehrerer Äußerungen von Zentralbankvertretern und des Beginns einer weiteren US-Gewinnsaison in dieser Woche „gibt es für die Märkte reichlich zu verdauen“, schrieb er.

Dramatische Videos zeigen mehrere brennende Tanker in der Straße von Hormus an diesem Wochenende

Am Sonntag wurde ein weiterer Tanker in der Straße von Hormus getroffen, womit sich die Gesamtzahl auf mindestens zwei oder möglicherweise sogar drei Tanker beläuft, die in den letzten 24 Stunden Schaden erlitten haben, hauptsächlich durch Seeminen.

Am Wochenende tauchte in den sozialen Medien eine Flut von Videos auf, die zeigen, wie Tanker auf Minen auflaufen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Angriffe iranischer Streitkräfte auf internationale Schiffe auf Kriegshöchststände ansteigen…

Iran’s IRGC Navy said a second supertanker struck a naval mine in the Strait of Hormuz, causing an explosion and engine-room fire. https://t.co/vatM26oaod

— Clash Report (@clashreport) October 11, 2026

Übersetzung von „X“: Die Marine der IRGC Irans teilte mit, dass ein zweiter Supertanker in der Straße von Hormus auf eine Seemine gestoßen sei, was eine Explosion und ein Feuer im Maschinenraum verursachte.

Zuvor hatte der Islamische Revolutionsgarde-Korps (IRGC) des Iran am späten Samstag in einer Erklärung bekannt gegeben, dass ein Supertanker mit Rohöl an Bord eine Explosion erlitten habe, nachdem er mit einer Seemine kollidiert war, während er „versuchte, über eine nicht genehmigte Route die Straße von Hormus zu verlassen“ – wie auch von Bloomberg berichtet.

In einem der Fälle scheint es sich jedoch um einen US-Angriff auf ein „nicht genehmigtes“ Schiff aus einem iranischen Hafen gehandelt zu haben, da das US-Militärkommando „Central Command“ in der Nacht zum Sonntag mitteilte, dass ein unter panamaischer Flagge fahrendes Frachtschiff, das aus einem iranischen Hafen kam, im Golf von Oman getroffen worden sei.

IRGC footage of ‚violating supertanker BURNING in massive fire‘ after hitting ’naval MINE‘

Tanker carrying crude oil attempted to ‚exit Strait of Hormuz through unauthorized route‘

‚Horrific fire is fate of any violating tanker that wants to ignore security and laws of Strait‘ https://t.co/Oqfzb8QMf1

— RTVisual (@RT_Visual_on_X) October 10, 2026

Übersetzung von „X“: Aufnahmen der RGC zeigen einen „regelwidrig fahrenden Supertanker, der nach dem Auflaufen auf eine Seemine in einem gewaltigen Feuer brennt“.

Ein Öltanker mit Rohöl an Bord habe versucht, die Straße von Hormus über eine „nicht genehmigte Route“ zu verlassen.

„Ein solch verheerendes Feuer ist das Schicksal jedes Tankers, der gegen die Vorschriften verstößt und die Sicherheitsbestimmungen sowie die Gesetze der Straße von Hormus ignorieren will.“

Der Angriff soll auf den Maschinenraum des Schiffes abgezielt haben, nachdem dieses Warnungen ignoriert hatte; das Pentagon gab an, Maßnahmen zum Schutz der Besatzungsmitglieder ergriffen zu haben. Und darüber hinaus:

Am Sonntag wurde ein Tanker, der die Straße von Hormus verließ, von einem „unbekannten“ Geschoss getroffen und beschädigt, teilte die maritime Organisation UKMTO mit. Der Vorfall ereignete sich um 12:00 Uhr GMT (14:00 Uhr Prager Zeit).

CNBC stellte angesichts dieser neuen Welle von Zwischenfällen mit Tankern fest: „Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sind laut IMO mindestens 24 Seeleute bei Angriffen auf 100 Handelsschiffe in der Straße von Hormuz, im Persischen Golf und im Golf von Oman ums Leben gekommen.“

Standbild aus den Aufnahmen nach der Rettung von Besatzungsmitgliedern eines von einem Angriff getroffenen Tankers

Kurz vor diesem Wochenende, am Freitag: „Die ‚Gem Nr. 2‘ wurde am Freitag vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von einem Geschoss getroffen, was zu einem Brand an Bord führte. Das Schiff war im März von Ras Tanura in Saudi-Arabien ausgelaufen und befand sich seit Kriegsbeginn im Persischen Golf“, so Marisks.

Der politische Sprecher der Marine des Korps der Islamischen Revolutionsgarden bestätigte die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus und kündigte Sanktionen gegen regelwidrige Schiffe an.

Flughafen von Riad erneut getroffen – einen Tag nach einem Angriff der Houthis, bei dem 12 Menschen, darunter ein US-Amerikaner, ums Leben kamen

Die Houthis haben einen weiteren Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad verübt – dieser ereignete sich am Sonntagabend und forderte weitere Verletzte, nachdem am Vortag ein Raketenangriff der Houthis auf den Verkehrsknotenpunkt 12 Tote und über 300 Verletzte gefordert hatte. Regionalen Berichten zufolge bekämpften Rettungskräfte nach dem neuen Angriff einen Brand:

Am Sonntag brach am King-Khalid-Internationalflughafen in Riad ein Feuer aus, nachdem ein nicht identifiziertes Projektil das Passagierterminal 4 des Flughafens getroffen hatte. Die Behörden sind vor Ort im Einsatz, wie die Koalition zur Wiederherstellung der Legitimität im Jemen berichtete.

Später am Sonntag teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Königreichs mit, dass der Angriff Verletzte gefordert habe und dass derzeit eine Schadensbegutachtung sowie Sicherheitsüberprüfungen der Flughafeneinrichtungen im Gange seien.

Der militärische Sprecher der Houthis, Brigadegeneral Yahya Saree, erklärte, diese Angriffe seien eine Reaktion auf die „brutale saudische Aggression gegen unser Land und unser Volk“.

🚨 Saudi civil aviation authority says Dammam airport in the kingdom’s oil-rich Eastern Province was attacked Sunday evening

— Ahmed Al Omran (@ahmed) October 11, 2026

Übersetzung von „X“: Die saudi-arabische Zivilluftfahrtbehörde teilt mit, dass der Flughafen Dammam in der ölreichen Ostprovinz des Königreichs am Sonntagabend angegriffen wurde.

Laut CBS News „bleibt der Flughafen am Sonntag geschlossen, und Saudi-Arabien hat angesichts der jüngsten Drohung der Houthis den Schulunterricht in Riad auf Online-Unterricht umgestellt.“ Offenbar handelt es sich bei den Verletzten um Flughafenmitarbeiter und nicht um Reisende, da der Flughafen geschlossen bleibt und Flüge gestrichen oder umgeleitet wurden. Außerdem am Sonntag:

IEA drängt auf weitere Dieselabgaben angesichts angespannter globaler Märkte

Die Internationale Energieagentur (IEA) forderte ihre Mitglieder auf, die zugesagten Dieselabgaben zu beschleunigen und weitere Lieferungen in Betracht zu ziehen, da sich die Lage auf den globalen Märkten verschärft.

IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol forderte Regierungen, die die im Rahmen der gemeinsamen Maßnahme vom März zugesagten Ölvorräte noch nicht vollständig freigegeben haben, in einer Erklärung im Vorfeld der Sitzung des Verwaltungsrats der Agentur am 15. Oktober auf, diese Freigaben nach Möglichkeit zu beschleunigen, wobei Diesel Vorrang eingeräumt werden solle.

„Die aktuellen Marktbedingungen erfordern sofortige Aufmerksamkeit und lassen sich am besten durch eine fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen den IEA-Mitgliedern bewältigen“, sagte Birol.

Gemeinsames Handeln sei notwendig, um die Energiesicherheit und die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten, erklärte er unter Verweis auf die erneuten Angriffe auf zivile und energetische Infrastruktur im ölreichen Saudi-Arabien.

Birol forderte zudem alle Mitglieder – einschließlich derjenigen, die ihre zugesagten Freigaben bereits abgeschlossen haben – dazu auf, zu prüfen, ob weitere Diesel-Freigaben erforderlich sind, und deren Umfang und Zeitplan festzulegen.

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