Horst D. Deckert

Verschleierungen des Establishments

Cap Allon

Befürworter der globalen Erwärmung wie der Meteorologe Scott Duncan behaupten, dass extremen Schwankungen der Temperatur mit dem Anstieg des atmosphärischen CO₂ zusammenhängen, aber sie bieten keinen direkten Beleg dafür – jedenfalls keinen, der Sinn ergibt.

Dieser spöttische, augenzwinkernde Kommentar zu Duncans Beitrag hat mich zum Schmunzeln gebracht:

Die „polare Verstärkung“ ist die Theorie, die am häufigsten herangezogen wird, wenn es darum geht, diese lästigen Kälteausbrüche zu erklären, aber sie ist selbst in AGW-Kreisen weit davon entfernt, allgemein anerkannt zu sein.

Die Theorie besagt, dass „die Polarregionen der Erde sich schneller erwärmen als der Rest der Welt, so dass sich der Temperaturkontrast, der die Jetstreams antreibt, verringert hat (was zu schwächeren Strömen führt)“.

Damit dies funktioniert, müssen sich jedoch BEIDE Pole erwärmen, was einfach nicht der Fall ist.

Die Temperaturen in der Arktis drohen zu sinken, und das Eis hat sich in letzter Zeit erstaunlich gut gehalten. In der Antarktis hingegen kühlt sich der Kontinent ab, und das schon seit Jahrzehnten, doch die südlichen Jets schwächen sich gleichzeitig ab, was die Theorie der polaren Verstärkung widerlegt, was wiederum bedeutet, dass etwas anderes die Jets steuern muss. Meine Behauptung: Es ist die Sonnenaktivität.

Die Antarktis ist seit Jahrzehnten der Fluch der „Narrativs von der globalen Erwärmung“.

Offizielle Daten zeigen, dass sich die Ostantarktis, die zwei Drittel des Kontinents bedeckt, in den letzten 40 Jahren um 2,8 °C abgekühlt hat, während die Westantarktis um 1,6 °C abkühlte. Außerdem hat sich diese Abkühlung in den letzten Jahren noch verstärkt.

Nach dem kältesten Winter (April-September) 2021 jemals seit Beginn von Aufzeichnungen verzeichnet die Antarktis seither überdurchschnittlich kalte Monate.

Die folgende Grafik zeigt die mittleren monatlichen Anomalien von Oktober 2023 bis März 2024 für zwei wichtige Klimastationen, nämlich den Südpol und Vostok. Alle Monate waren an beiden Stationen im Vergleich zu den Referenzzeiträumen 1991-2020 bzw. 1958-2023 kälter als der Durchschnitt:

Zunächst einmal: Wie kann sich ein so großer Teil des Planeten abkühlen, während die CO₂-Emissionen steigen? Die AGW-Partei hat kaum Lust, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Tatsächlich ist den meisten Anhängern der Partei nicht einmal bewusst, dass sich das Südende der Welt abkühlt.

Und eine noch kompliziertere Frage: Wie lässt sich die Theorie der „polaren Verstärkung“ aufrechterhalten, wenn sich die Antarktis abkühlt, die Jetstreams der südlichen Hemisphäre sich aber genauso unberechenbar verhalten wie ihre Vettern im Norden?

Könnte es nicht sein, dass Kohlendioxid gar nicht das Klima unseres Planeten bestimmt? Dass ein anderer, größerer, gasförmigerer Antrieb im Spiel ist? Welchen anderen Schluss könnte man ziehen, dass die Antarktis irgendwie immun gegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung ist? Nun, lustigerweise ist es genau das, was das Establishment jetzt versucht, durchzuziehen.

Eine kürzlich in Nature veröffentlichte Studie von zwei bestechlichen Klimawissenschaftlern, Singh und Polvani, bezeichnet die ausbleibende Erwärmung der Antarktis in den letzten sieben Jahrzehnten als „Rätsel“. Die nachstehende Grafik aus der Studie zeigt die durchschnittlichen Temperaturen der Antarktis im Zeitraum 1984-2014 im Vergleich zum Basiszeitraum 1950-1980:

Die Forscher stellen fest, dass sich der antarktische Eisschild (der 90 % des Süßwassers auf der Erdoberfläche beherbergt) in den letzten sieben Jahrzehnten „moderat ausgedehnt“ hat und dass die Erwärmung in weiten Teilen des Eisschildes „fast nicht vorhanden“ war (d. h. der Großteil des Eisschildes hat sich abgekühlt, wie aus der obigen Grafik ersichtlich ist).

In Anbetracht dieser wenig ermutigenden Realität ist es umso aufschlussreicher, wenn BBC und CNN den Großteil ihrer Berichterstattung auf das kleine Gebiet der antarktischen Halbinsel beschränkte Erwärmung konzentrieren, eine Erwärmung, die 1) durch natürliche Prozesse erklärt werden kann (z. B. durch einen Anstieg der vulkanischen Aktivität in der Region) und 2) durch eine Abkühlung ÜBERALL SONST mehr als ausgeglichen wird.

Kohlendioxid ist nicht der Buhmann, und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Mehrheit der Wissenschaftler dies weiß. Die historischen und Paläo-Klimadaten sind unmissverständlich. Das Problem ist die Finanzierung, und auch das Dogma. Es werden keine Zuschüsse für Forschungen gewährt, die nicht auf der Prämisse beruhen, dass ein sich veränderndes Klima auf den menschlichen Wohlstand zurückzuführen ist (d. h. die Verbrennung billiger und zuverlässiger fossiler Brennstoffe), und die Forscher wissen besser, dass sie sich nicht trauen, öffentlich zu sagen, was sie wirklich denken, da dies berufliche Konsequenzen hat, wie Verleumdung, Entzug von Forschungsgeldern und Entlassungen.

Das haben wir während des COVID-Debakels gesehen, bei dem selbst einfache Themen wie Herdenimmunität, alternative Heilmethoden und die Wirksamkeit von Impfstoffen aus dem öffentlichen Diskurs verbannt wurden. Ehrliche Wissenschaftler wurden mundtot gemacht und zensiert, sie wurden effektiv aus dem Blickfeld verbannt, durften nicht mehr in den Fernsehnachrichten auftreten und nicht mehr in den sozialen Medien interagieren – eine Taktik, die auch heute noch angewandt wird.

Um auf die vom Establishment finanzierte Erklärung von Singh und Polvani zurückzukommen, die beiden behaupten, dass der antarktische Kontinent aufgrund der Tiefe seines Eises immun gegen die globale Erwärmung ist. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, stützten sich die beiden auf zwei Klimamodelle, die angeblich zeigen, dass die „hoch gelegene Oberfläche des Eisschildes“ die Empfindlichkeit des Klimas gegenüber CO₂ verringert und dass umgekehrt „ein abgeflachter antarktischer Eisschild eine deutlich stärkere Oberflächenerwärmung erfahren würde als der heutige antarktische Eisschild“.

Wie wir wissen, sind Computermodelle nur so gut wie die Menschen, die sie entwickeln. Dazu kommt, dass in der Studie zugegeben wird, dass die beiden von Singh und Polvani verwendeten Modelle in einigen grundlegenden Fragen nicht übereinstimmen. So sagt eines der Modelle einen geringeren Rückgang des Meereises in einer abgeflachten Antarktis bei einer Verdopplung des CO₂ voraus, während das andere einen stärkeren Rückgang prognostiziert. Lächerlich.

Das Establishment erkennt zumindest die Tatsache an, dass die Antarktis nicht gerade mitspielt, wenn es um die katastrophale globale Erwärmung geht. Aber die NASA, eine der wichtigsten Propagandabehörden, tut dies ab, wohl wissend, dass die mitschuldigen Medien und die rückgratlose wissenschaftliche Gemeinschaft dies nicht anprangern werden: Die Antarktis mag sich abkühlen, aber für den Rest der Welt „funktioniert der Treibhauseffekt immer noch wie erwartet“.

Ich würde von diesen verblendeten Schlangen keinen Gebrauchtwagen kaufen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europe-breaks-historic-low-temperature?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für dass EIKE

 

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