Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Berlin: „Marsch für das Leben“

Bei Rot-Rot-Grün droht die Abtreibung bis zum Zeitpunkt der Geburt

Am Samstag, 18.9. fand in Berlin der »Marsch für das Leben« statt, einer Stadt, in der inzwischen jedes vierte Kind abgetrieben wird. Die »Christdemokraten« haben das Recht auf Leben komplett aus ihrem Wahlprogramm gestrichen, rot-rot-grün fordert das Recht auf Abtreibung bis zum Zeitpunkt der Geburt.

Von Richard Abelson

»Schwangerschaftsabbrüche müssen straffrei sein. Immer. Und ja, sie müssen auch im dritten Trimester noch möglich sein«, so die Grünen-Politikerin Laura Sophie Dornheim am 23. Februar auf Twitter. Das heißt das »Recht« bis zur 40. Schwangerschaftswoche und darüber hinaus voll ausgewachsene Babys töten zu dürfen.

Bei der Spätabtreibung sind die Föten zu groß für eine Absaugung oder chemische Abtreibung. Der lebende Fötus wird teils mit der Zange an den Beinen aus der Gebärmutter gezogen, der Schädel zerquetscht und das Gehirn mit einer Kanüle abgesaugt. Alternativ wird das Kind mit einer Spritze vergiftet und eine Totgeburt oder Kaiserschnitt vorgenommen. Teils müssen die Arme und Beine der Föten seziert werden. Die Prozedur dauert üblicherweise bis zu drei Tage.

Dr. Anthony Levatino unternahm 1200 Abtreibungen, ehe er zum Lebensrechts-Aktivisten wurde. Hier schildert er die grausame Prozedur der Spätabtreibung auf Englisch (ACHTUNG! Nicht für Kinder geeignet):

Die Justizministerin der ersten rot-grünen Bundesregierung, Herta Däubler-Gmelin (SPD), nannte Spätabtreibungen im März 1999 »grauenvoll«. Man müsse sie »unterbinden, schlichtweg unterbinden, wenn die Gesundheit der Mutter nicht gefährdet ist«. »Selbst hartgesottene Geister packt das Entsetzen«, schrieb Stephan Rehder über Spätabtreibungen in der Tagespost am 8. Mai 1999.

In Deutschland gilt (noch) die 12-Wochen-Fristenregelung, in Fällen von Vergewaltigung oder der »Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes« der Mutter auch die 22-Wochen-Frist oder länger.

Diese Fristenlösung wollen Linke, Grüne und SPD nun abschaffen. Wenn es nach der Linken geht, soll es ein »Recht auf selbstbestimmte Schwangerschaft« geben. »Das heißt nicht, dass Schwangerschaftsabbrüche und deren Nachsorge überhaupt nicht mehr gesetzlich geregelt werden sollen. Sie sollen aber als das geregelt werden, was sie sind: ein medizinischer Eingriff, der zur gesundheitlichen Versorgung gehört«, so Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.

Auch die Grünen fordern in ihrem Wahlprogramm eine »Entstigmatisierung und Entkriminalisierung von selbstbestimmten Abbrüchen sowie eine generelle Kostenübernahme« durch den Staat: »Alle Menschen, auch Mädchen und Frauen, sollen selbst über ihren Körper und ihr Leben entscheiden können.«

Die SPD schlägt in die gleiche Kerbe und stellt »in Hinblick auf die Paragraphen 218 ff. fest: Schwangerschaftskonflikte gehören nicht ins Strafrecht.«

Die Linke, die Linksjugend, die SPD, die Jusos, Bündnis90/Die Grünen LAG Frauen und Gender, die Heinrich Böll Stiftung und die Grüne Jugend unterstützen den Aufruf »Weg mit 218«, die die Tötung von Babys bis zur Entbindung legalisieren will.

Im Wahlprogramm von CSU/CDU ist zwar von einer vom »christlichen Menschenbild geleitete Politik« die Rede, Schwangerschaft, Abtreibung und Recht auf Leben werden jedoch gar nicht erwähnt.

Einzig die AfD fordert eine »Willkommenskultur für Kinder«. »Die Entscheidung über eine Abtreibung muss natürlich bei der Mutter bzw. bei den Eltern liegen, dennoch lehnen wir alle Bestrebungen ab, die Tötung Ungeborener zu einem Menschenrecht zu erklären,« heißt es im Wahlprogramm.

»Die Grenzen des Machbaren haben sich da in den letzten Jahrzehnten stark verschoben«, warnt der Kölner Kardinal Woelki im Grußwort zum Marsch für das Leben. »Die Grenzen des Machbaren und die Grenzen des Ethischen sind aber nicht immer deckungsgleich. Am Ende darf der Wunsch nach Leben eben nicht dem Tod dienen.«

»Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes!« schreiben die Bundessprecher der Christen in der AfD   Joachim Kuhs und Ulrich Oehme in ihrem Grußwort zum Marsch für das Leben: »Gemeinsam verteidigen wir die Würde und die Heiligkeit menschlichen Lebens. Wenn wir ein ungeborenes Kind sehen, seine Hände, Füße, sein Gesicht, erahnen wir Gottes Größe und Erhabenheit. Wenn wir ein neugeborenes Kind in unseren Händen halten, können wir die Liebe Gottes ansatzweise erahnen. Wenn wir Kinder aufwachsen sehen, werden wir wieder ein Stück weit wie Kinder und dürfen uns an den kleinen Dingen des Lebens freuen.«

Der Film »Unplanned« erzählt die wahre Geschichte von Abby Johnson, die acht Jahre Leiterin einer Abtreibungsklinik war und dann aber zur überzeugten Abtreibungsgegnerin wurde. Als Studentin engagierte sich Abby ehrenamtlich bei Planned Parenthood, wurde sogar »Mitarbeiterin des Jahres«. Doch ihr Leben änderte sich, als Abby zum ersten Mal bei einer Abtreibung assistieren musste.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei PHILOSOPHIA PERNENNIS, unserem Partner in der EIROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION,


Texas widersetzt sich Bidens Migrationspolitik

Texas schließt die Grenzübergänge. Der republikanische Gouverneur Greg Abbott erklärte dazu: „Wir müssen verhindern, dass Migranten unseren Staat überrennen”.

 

Bekanntlich hat Joe Biden die „Remain in Mexico“ – Policy seines Vorgängers Donald Trump ausgesetzt. Gleicherweise gibt es nun anscheinend keine Obergrenze für Einwanderer mehr. Die Folge dieser absurden, unkontrollierten Politik sind monatliche Rekordaufgriffszahlen. Nur im August wurden 208.887 illegale Einwanderer aufgegriffen. 2021 sind, dank Biden, 1.1 Millionen Zuwanderer in die USA gekommen.

Texas hat nun genug und schließt sechs Grenzübergänge. Wie Abbott mitteilte, wurde die texanische Nationalgarde angewiesen, die überlastete US-Grenzschutzbehörden bei der Schließung zu unterstützen. Die Zahl der Migranten hat sich seit Mittwoch von 4.000 auf 8.000 verdoppelt. Doch trotz Kritik auch aus den eigenen Reihen verlangte die Biden Regierung die Grenzübergänge offen zu lassen.

“Die schiere Nachlässigkeit der Biden-Regierung, ihren Job zu machen und die Grenze zu sichern, ist entsetzlich. Ich habe das Ministerium für öffentliche Sicherheit und die texanische Nationalgarde angewiesen, Personal und Fahrzeuge aufzustocken, um sechs Grenzübergänge entlang der südlichen Grenze zu sperren und die Karawanen daran zu hindern, unseren Staat zu überrennen. Im Gegensatz zu Präsident Biden setzt sich der Staat Texas weiterhin für die Sicherung unserer Grenze und den Schutz der Amerikaner ein.”, sagte Abbott dazu.

Für Einwanderer ist die Einreise in die USA wieder ein Kinderspiel. Biden aktivierte nämlich wieder die sogenannte “Catch and Release”-Politik (Fangen und Entlassen – in die USA) aus der Obama-Ära. Das bedeutet, dass die Zuwanderer entweder Asyl beantragen oder sich der Grenzpatrouille stellen, um verhaftet und dann in die USA entlassen zu werden.

Diese absichtlich destruktive Politik der Biden Regierung ist symptomatisch für den momentanen Zeitgeist in der westlichen Welt. Jeder, der sich gegen diese Unvernunft wehrt, wird sofort denunziert. Biden hatte Abbott schon wegen der texanischen Corona-Politik als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Jetzt kommt wahrscheinlich, wie üblich, die Rassismus-Keule.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei ZUR ZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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Bitcoin zur Altersvorsorge im Weltraum schürfen

Bei der Sinnlosigkeit von Bitcoin verhält es sich nicht anders, als bei Gold. Warren Buffet meinte einmal über seine Abneigung gegenüber dem Edelmetall, dass er dessen Sinn zur Vermögensmehrung nicht verstehen würde, da es nur dazu ausgegraben wird, um es nachfolgend erneut einzugraben, wobei es hinterher wegen der Bewachung sogar noch permanent Geld kostet. In der selben Weise lässt sich Bitcoin als sinnlos bezeichnen, da es dessen Berechnung sehr viel Strom benötigt, jedoch am Ende nichts anderes als eine beliebige Zahl steht, deren Vorhaltung ebenso Geld kostet und bei der Übertragung weitere Kosten verursacht. Dennoch sehe ich im Zusammenhang mit der allgemeinen Teilhabe am technologischen Fortschritt eine potenzielle Funktion für Bitcoin, die uns allen von Vorteil sein könnte und darüber hinaus auch Bitcoin eine Aufgabe zuweist, die es unabdingbar machen wird.

Bitcoin, so sinnlos wie Gold

Was mich bei Bitcoin immer störte, war dessen intrinsische Sinnlosigkeit. Unter Aufbringung exorbitanter Strommengen wird auf Großrechenanlagen sinnlos ins Leere gerechnet, um neue Bitcoins zu „schürfen“. Neben Strom werden dabei auch zahllose Prozessoren so lange gequält, bis sie noch lange vor Ende ihrer Funktion durch neue ersetzt werden, die noch schneller in der Lage sind, die Rechenaufgaben zu erledigen. Bitcoin und die allermeisten anderen blockchainbasierten Projekte sind reine Müllschleudern, die einen künstlichen Wert erzeugen, der einzig und alleine auf der Maximierung von Verbrauch basiert.

Besser ließe sich die Gedankenlosigkeit unserer heutigen hochtechnisierten Wegwerfgesellschaft wohl kaum in einem digitalen Prozess ausdrücken, während die Welt weiterhin unter dem Mangel an allem möglichen leidet und laut eingeweihter Experten am Rande des Kollaps stehen soll. Wie viel besser wäre es doch, wenn die Rechenprozesse doch wenigstens funktional wären und beispielsweise Wetterprozesse oder geologische Daten auf Muster durchsucht würden. Ich bin mir sicher, dass es möglich wäre, aber dennoch wird bevorzugt dem „digitalen Gold“ nachgeeifert, als wäre am Klondike soeben der erste Goldnugget im Flussbett entdeckt worden.

Sinn im Unsinn

Wie so oft findet sich aber auch in der Sinnlosigkeit von Bitcoin einiger Sinn, wenn man sich danach zu suchen getraut. So befeuerte es beispielsweise die F&E Aktivitäten im Bereich der Prozessorentwicklung, was einer Industrie zur Veredelung verhalf, die davor noch in festen Bahnen verlief. Mit mehr und besseren Prozessoren für die Berechnung von Bitcoin fallen auch mehr und bessere Prozessoren für die Grafikbearbeitung und für Forschungsaktivitäten aller Arten ab. Jenseits davon beflügelte das Aufkommen des blockchainbasierten Denkens eine neue Generation Computernerds, die sich endlich vom Rausch nach der Erfindung des nächsten Facebook lösen konnte und heute Finanzprodukte entwickelt, die der Dezentralität und damit letztlich der Freiheit mehr dienen werden als jeder Chat unter Mark Zuckerbergs aufmerksamen Augen.

Die kürzliche Kontroverse um den Stromverbrauch von Bitcoin könnte bald schon auch zu ungeahnten Innovationen bei der Elektrizitätsherstellung führen. Innovative Ingenieure arbeiten an zahlreichen neuartigen Konzepten für Fusionsreaktoren und immer neue Batteriesysteme sollen die Produktion der Elektrizität da ermöglichen, wo es die meiste Sonne hat oder am stärksten windet. Ein fester Teil der Refinanzierung vieler dieser Innovationen ist der Winkelzug über das Schürfen von Bitcoin, das dank der eigenen Technologie günstiger als bei der Konkurrenz sein soll. Ebenso werden viele Orte (neu) entdeckt und mit Leben erfüllt, deren einziges Argument in kostenlosem Strom besteht, wie etwa die sibirische Region Irkutsk unter Beweis stellt. Auch wenn es sich bei Bitcoin um eine irrationale Blase handeln mag, die laut Nasim Taleb irgendwann wieder vom Markt verschwinden wird, so hat sie zuvor so sehr die Phantasie vieler Entwickler angeregt, dass es sie wert war.

Elon Musk & Buchhaltung

Letztlich könnte Bitcoin sogar einen regelrechten Rausch in Richtung Weltraum lostreten. Elon Musk, der unter Verweis auf den Stromverbrauchs von Bitcoin die Digitalwährung wieder aus der Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten für seine PKWs herausstreichen ließ, hat zwar noch nichts in diese Richtung verlauten lassen, aber es wäre ihm zuzutrauen, falls er sein Geschäft um diese Facette erweitern könnte.

Zentral ist bei diesem Gedankengang der Wert von 1.360 Watt pro Quadratmeter, die an Leistung der Sonne auf der Erde ankommen. Dies bei optimalen Bedingungen und selbstverständlich nur tagsüber. Im Weltraum dagegen, mit einer Umlaufbahn so weit weg von der Erde, steht diese Leistung dauerhaft zur Verfügung. Nicht ohne Grund gab es in der Vergangenheit immer wieder einmal Gedankenspiele mit Sonnenkollektoren im Weltraum, die ihre Energie auf die Erde senden. Aus diesen wurde am Ende nichts, da die Stromübertragung per Infrarotstrahlung zu ineffizient ist und ein Stromkabel viel zu schwer wäre.

Überlegt man sich nun aber, dass nicht nur die Produktion, sondern auch der Verbrauch im Weltraum stattfänden, dann rückt die Vorstellung von Weltraumsolarzellen in die nähe konkreter Gedankenspiele für ein profitables Geschäft. Was es dazu bräuchte, sind Hochleistungssolarzellen, eine Batterie und Großrechner, die sich in eine oder mehrere Raketen packen lassen. Das ist alles möglich und wird in der ein oder anderen Weise heute schon getan. Die Frage von Bitcoin Minen im Weltraum sind letztlich keine Frage des ob, sondern eher, wann der erste ein solches Projekt in Angriff nimmt.

Elon Musks Rolle in diesem Gedankenspiel besteht darin, dass er quasi alles dafür nötige bereits produziert, einen bekannten Enthusiasmus für Blockchainwährungen pflegt und sich unter anderem das Ziel gesetzt hat, die Kosten für den Transport von Material in den Weltraum von heute noch über 10.000 Euro mindestens um den Faktor zehn zu verringern. Er wäre prädestiniert dafür und er könnte mit der festen Erwartung an den Start gehen, dass sich die notwendigen Investitionen über den Verkauf der Bitcoin sehr bald amortisiert hätten. In der Vergangenheit bin ich immer davon ausgegangen, dass es Buchhaltungen sein werden, die eines Tages als erste genuine Geschäftstätigkeit in den Weltraum verlagert würden, weil das Finanzamt dort nicht hinkommt. Eventuell werden aber wird es die Bitcoinproduktion sein, da sie dort ebenso vom staatlichen Zugriff sicher wäre und billiger sein könnte als quasi überall auf der Erde.

Algorithmisch sich zwingend selbsthaltende Meme

Noch immer ist Bitcoin eine sinnlose Veranstaltung, die über ihren Algorithmus zwar über einen intrinsischen Wert verfügt, jedoch bestenfalls extrinsisch über die Phantasie seiner Enthusiasten eine Funktion verliehen bekommt. So lange diese extrinsische Überzeugung bestehen bleibt, werden Nutzer weiterhin bereit sein, für Bitcoin die globale (oder extraterrestrische) Stromrechnung nach oben zu treiben. Sobald jedoch der Glaube daran verloren geht oder etwas besseres auf den Markt kommt, wird Bitcoin wieder einen Wert von Null annehmen, wie Taleb und viele andere meinen.

Unabhängig davon, ob Bitcoin bleiben wird, ist dessen Wert als Mem kaum mehr aus der Welt zu bringen. Der mathematisch-logische Mechanismus von Blockchains allgemein und auch im speziellen das Prinzip von Bitcoin wird aufgrund seiner grundlegenden Funktionsweise wohl kaum aus der Welt verschwinden, so lange sie mit Hilfe vernetzter Prozessoren betrieben wird. Das Entdecken neuer intrinsischer algorithmischer Werte könnte sich gut und gerne zu einem Hobby für Nerds oder Autisten entwickeln, in dessen Rahmen immer neue Algorithmen mit zwingend logischer Selbsterhaltung gesucht und sicherlich auch gefunden werden.

Bitcoin als Abbild der technologischen Produktivität

Mit dieser Perspektive auf unsere digitale Zukunft, in der die Rechenmacht in der Welt und außen herum zur Schaffung neuer und immer mächtigerer Meme verwendet wird, öffnet sich in meinen Augen ein Fenster, das es möglich machen wird, die Menschheit am unaufhaltsamen Produktivitätsfortschritt teilhaben zu lassen. Der Grund dafür liegt darin, dass Bitcoin und mit diesem andere Blockchains absehbar in allen Dimensionen immer günstiger werden wird (Strom/Umwelt, Übertragung, Sicherheit).

Die Ausnahme bildet die reine Rechenmacht der Prozessoren, so dass Bitcoin bald unverfälscht den Stand der maximalen technischen Produktivität abbilden wird. Zum heute schon algorithmisch feststellbaren intrinsischen Wert von Bitcoin kommt damit ein neuer Aspekt, der sich in einer sich rapide digitalisierenden Welt zu einem Faktor entwickeln könnte, den bislang nur Öl oder in Ableitung daraus der US-Dollar hatte. Denn wenn die Rechenmacht von Prozessoren mehr als alles andere für den wirtschaftlichen Erfolg entscheidend ist – und daran zweifelt niemand mehr – während Bitcoin in unverfälschter Weise die aktuelle Leistungsfähigkeit der prozessorgetriebenen Wirtschaftsweise abbilden kann, dann wird Bitcoin zum Numeraire werden, an dem jede ökonomische Leistung gemessen werden wird.

Bitcoin als Fortschrittsrente

Volkswirtschaftlich betrachtet würde es einigen Sinn ergeben, sämtliche Steuern abzuschaffen, um im Gegenzug eine Produktionssteuer auf Computerchips zu erheben. Mit beispielsweise einem Euro pro KHz würde nicht nur ausreichend viel Geld in die öffentlichen Kassen gespült werden, sondern es würde andererseits auch erheblich mehr Effizienz in die Entwicklung von Software und die übrige Architektur von Computersystemen kommen, während die Herstellung von Chips aufgrund ihrer Bedeutung dennoch nicht leiden würde.

Doch oobwohl die Fabriken für Computerchips und auch das Volumen ihrer Produktion gut abzählbar wären, was das Erheben einer solchen Steuer sehr leicht machen würde, wird diese aus offensichtlichen Gründen nie Realität werden können. Mit Verweis auf die potenzielle Verlagerung der Herstellung und Verwendung von Chips in den Weltraum wäre sie ohnehin sinnlos, falls sich entgegen jeder Erwartung alle Regierungen der Welt auf eine gemeinsame Steuer einigen könnten.

Mit der Rechenleistung als dem alles entscheidenden Wohlstandsfaktor der Zukunft würde eine derartige Prozessorsteuer bedeuten, dass auch all jene noch von der künftigen Wohlstandschaffung profitieren würden, die nicht dazu in der Lage sind, die digitalisierte Welt zu verwalten oder gar zu gestalten. Dank Bitcoin in seiner zukünftigen Dimension als Numeraire des technischen Fortschritts könnte es der Allgemeinheit dennoch ermöglicht werden, dem technologiebedingten Cantillon-Dauerschicksal zu entgehen. Wie dies im genauen erfolgt, wäre eine Frage von politischem Interesse. Eine Möglichkeit wäre, das die Regierung über den Steuertopf jedem Bürger monatlich (und nach Alter gestaffelt) eine gewisse Anzahl Bitcoin zukommen lässt. Eine andere wäre die indirekte Förderung des Bitcoinsparens als weitere Säule in der privaten Altersvorsorge.

Sinnlosigkeit ist Stärke

Wie es kommen wird, kann kaum beurteilt werden. Die Politik funktioniert nach ihren eigenen Gesetzen und eines davon besagt, dass sie sich in unregelmäßigen Abständen selbst obsolet macht. Vielleicht werden wir als Bürger ohne Staat selbst irgendwann zur Schlussfolgerung gelangen, dass Bitcoin als Numeraire memetisch unschlagbar überlegen ist und wir besser daran teilhaben, als uns dauerhaft von der unablässig wachsenden Rechenleistung von der Welt ausschließen zu lassen.

Die etwas gegenintuitive Schlussfolgerungen aus dieser Betrachtung lautet, dass sich Bitcoin zukünftig nicht trotz seiner Sinnlosigkeit als überlegen stark erweisen wird, sondern genau deswegen. Würde Bitcoin über eine intrinsische Produktivität verfügen, dann würde diese Funktion stets die Abbildung des technischen Fortschritts behindern, da sie in diesem Fall wichtiger wäre als die Berechnungskomplexität selbst.

Ebenso unterläuft Bitcoin mit seiner scheinbaren Sinnlosigkeit das Argument seiner Kritiker, wonach es irgendwann mit dem Aufkommen besserer Messzahlen obsolet werden könnte. Einmal liegt das daran, dass jede neue Blockchain Bitcoin zum Vorbild hätte und daher im Hinblick auf seine Sinnlosigkeit effizienter sein müsste. Zweitens hat Bitcoin einen großen zeitlichen Vorsprung gegenüber jedem Konkurrenten, was deswegen wichtig ist, weil sich jede Messzahl zunächst einmal einpendeln muss. Bei Bitcoin wird dies genau dann der Fall sein, wenn der letzte Coin berechnet ist und die Lösung des nachfolgenden nahezu unmöglich wird. Diesen Zustand würde jeder Nachfolger erst nach vielen Jahren erreichen, was in einer schnelllebigen Welt mit der Aussicht auf exponentielle technologische Wachstumsfunktionen zu einem Ausschlusskriterium für künftige Konkurrenten wird.

Die Kreiszahl Pi, Fortschritt und das Preisniveau von Bitcoin

Konkurrenten, die beispielsweise auf „natürlichen“ Berechnungen basieren könnten, wie etwa die Berechnung der Kreiszahl Pi, wären nicht nur abhängig von der vorhandenen Rechenleistung, sondern auch von der zur Anwendung kommenden Mathematik. Ihre Funktion wäre so lange stärker, bis sie final ausgerechnet sind. Sie würden daher nur in einem Übergangszustand existieren, um nachfolgend gar nicht mehr zu existieren. Da derartige algorithmische Meme durchaus einen Nutzen haben können, ist nicht ausgeschlossen, dass sie aufkommen werden. Zum Ersatz für Bitcoin werden sie jedoch nie werden.

Ebenso wenig lässt sich ausschließen, dass neue Computertechnologien auch bei Bitcoin nach dem Erreichen der Leistungsbarriere zu neuen Lösungen führen könnte. In Anbetracht der Logik um Bitcoin herum jedoch würde dies keineswegs das Ende der Blockchain bedeuten, sondern lediglich eine weitere Übergangsphase einleiten, wie wir sie heute erleben. Bitcoins Schwäche ist tatsächlich seine Stärke, seine Ineffizienz die Basis dafür, dass es immer wieder zurück zu seinem natürlichen Preisniveau pendeln kann.

Sollte nicht irgendwann ein erheblich effizienteres Mem mit algorithmisch zwingender intrinsischer Stringenz gefunden werden, das in der Lage ist, das technische Produktivitätsniveau einer dezentralen und vernetzten Volkswirtschaft zuverlässiger darzustellen, als es bei Bitcoin absehbar der Fall sein wird, dann könnte uns die Blockchain aller Blockchains entgegen aller Unkenrufe noch lange erhalten bleiben. Winken könnte uns ein Wohlstand, den sich nicht einmal die libertären Freunde des Goldstandard vorzustellen trauen.

Zehntausende demonstrieren in Winterthur gegen Corona-Diktatur

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Die Schweiz steht auf: Zehntausende friedliche Menschen haben am Samstag in Winterthur rund um die historische Altstadt gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Mit dabei waren auch wieder die „Freiheitstrychler“, die mit ihren Kuhglocken für eine beeindruckende Geräuschkulisse sorgten. Die Demonstranten skandierten immer wieder: „Liberté, liberté!“ Auf Transparenten standen Botschaften wie „Wir brauchen keine Impfungen, wir haben […]

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