Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kampf gegen Corona-Windmühlen: Rufe nach deutschem Freedom Day

Einsatz aller Ehren wert, aber vergeb’ne Liebesmüh‘: KBV-Chef Andreas Gassen (Foto:Imago/Thiel)

Vereinzelt keimt noch Hoffnung: Immerhin wenige couragierte Einzelstimmen röcheln aus dem institutionellen Tal der Tränen tapfer ihren Widerstand gegen den verfestigten Corona-Wahnsinn hinauf, ohne Aussicht darauf, von entscheidenden Stellen je erhört zu werden: Wieder einmal ist es Kassenärztechef Andreas Gassen, der erneut die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen fordert – diesmal sogar mit konkretem Zieltermin zum 30. Oktober. Als praktisch einziger Funktionär spricht Gassen aus, was jenseits der Gruppensphäre geradezu ketzerisch anmutet: „Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat“. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung reklamiert eine klare Ansage der Politik. Diese müsse nun sagen: „In sechs Wochen ist auch bei uns Freedom Day. Am 30. Oktober werden alle Beschränkungen aufgehoben.

Gassen verknüpft diese kühne Forderung taktisch geschickt mit der Zuversicht, dass die viele Deutsche sich – diese klare Perspektive vor Augen – eher impfen lassen würden als durch zusätzlichen Zwang. Anscheinend meint er, die Politik nur so für diesen Vorschlag (dessen Umsetzung eigentlich eine überfällige Selbstverständlichkeit sein sollte) einnehmen zu können. Tatsächlich hat ein deutscher „Freedom Day„, als Stichtag einer Renormalisierung, überhaupt gar nichts mit der Impfung zu tun: Es hat jeder sein berüchtigtes „Angebot“ erhalten, wer sich „schützen“ wollte, hat dies getan (oder kann es jederzeit tun) – und wer dies für sich ablehnt, zumal als Kerngesunder, sollte dafür respektiert werden.

Warten auf Godot

Es ist in Wahrheit sogar höchste Zeit, dass ALLES aufgehoben wird: Maskenzwang (im Gegenteil müsste die Maske verboten werden, aufgrund der psychosozialen Schadfolgen dieses Knechtungssymbols). Abstandsregeln. Impf- oder Genesenennachweise. Und Testpflichten. Weg damit, sofort! Alles was es dann maximal braucht – und zwar generell für alle möglichen Krankheiten, nicht nur für dieses wahnhaft fokussierte Virus – wäre ein Ampelsystem für Klinikbelegungen – wobei deren „kritische Schwellenwerte“ dann nicht durch Taschenspielertricks von DIVI oder RKI moduliert werden dürften, sondern robusten Kriterien wie in all den Jahren vor Corona folgen müssten – und da interessierten selbst reale Belegungsspitzen in Grippewellen keinen Menschen.

Gassen beruft sich laut „dts“ bei seinem Vorstoß auf die Erfahrungen in Großbritannien, wo Premier Boris Johnson schon Mitte Juli die Pandemie-Eindämmung weitestgehend beendet hatte: „Dort ist das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Das muss Mut machen, zumal das deutsche Gesundheitssystem deutlich leistungsfähiger als das britische ist und deutlich mehr Schwerkranke, die wir hoffentlich auch nicht haben werden, behandeln könnte„, so der KBV-Chef. Wenn es nun nicht endlich zur verbindlichen Ausrufung und Umsetzung eines  „Freiheitstages“ komme, so Gassen, „werden wir uns endlos weiter durch diese Pandemie schleppen„, sagte er.  Die Dänen und Schweden haben dies ebenfalls kapiert – und dort ist, anders als von den Angstverhetzern à la Lauterbach behauptet  kein Gesundheitsnotstand abzusehen.  Gassen euphorisch: „Also, worauf warten wir?“ Die Antwort dürfte er selbst kennen: Wir warten auf die Rückkehr des gesunden Menschenverstands. In Deutschland ist dieses Warten noch vergeblicher als jenes auf Godot.

Bundestagswahl: Warum die Kartellparteien auf Kuschelkurs bleiben

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Der Wahlkampf biegt auf die Zielgerade ein und das Ergebnis steht noch lange nicht fest. Denn immer noch ist rund ein Drittel der Deutschen unentschlossen. Doch welche Rolle spielt es für die Bürger, ob nun Scholz oder Laschet ins Kanzleramt einzieht? Immerhin wirken die etablierten Parteien in vielen Punkten kaum unterscheidbar. Dieser Frage geht diese […]

Markus Krall: Mittelstand verschwindet, Hyperinflation droht

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Nicht erst seit Corona warnt Degussa-Chef Dr. Markus Krall vor einem Finanzcrash. Nun wurden aber zusätzlich Abermilliarden in die Märkte gepumpt, die zu einer weiteren Zuspitzung der Lage führen werden. Der Mittelstand werde verschwinden, die Hyperinflation frisst unsere Ersparnisse, ein Goldverbot ist eher unwahrscheinlich, dafür kommt jedoch der digitale Euro, der uns das letzte Stückchen […]

Woher kommt der Strom? Finger in der Energiew‘u‘nde

Woher kommt der Strom? Finger in der Energiew‘u‘nde

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von Rüdiger Stobbe

In der 35. Woche begann der meteorologische Herbst. Anlaß genug, mal zu schauen, wie sich die Energiewende im bisherigen Jahr 2021 entwickelt hat. Das Ergebnis gleicht einem „Finger in die Wunde“ legen. Plus Bohren!

Trotz Zubaus von Windkraft- und Photovoltaikanlagen sind die Zahlen erschütternd. Die Stromerzeugung mittels Windkraftanlagen an Land lag 2021 mit 57,97 TWh bisher auf dem Niveau des Jahres 2018 (56,82 TWh). 2019 wurden 65,38 TWh, 2020 71,73 TWh Windstrom onshore erzeugt.

Offshore war der Einbruch ähnlich. Wurden 2019 noch 15,32 TWh, 2020 sogar 17,43 TWh Strom auf See erzeugt, lag die Produktion 2021 bis zum 5.9.2021 bei 14,72 TWh.

Photovoltaikanlagen produzierten 2019 37,03 TWh, 2020 waren es 42,44 TWh. 2021 waren es bisher 37,86 TWh. Die Rückgänge belegen, dass die Energie, die die Natur den Regenerativstrom-Ernteanlagen liefert, vor allem eines ist. Sehr unzuverlässig. Nicht nur für die tägliche Stromerzeugung. Auch auf einen längeren Zeitraum kann die weithin vorherrschende Meinung, dass je mehr Wind- und PV-Anlagen zugebaut werden, desto mehr Strom damit erzeugt werden wird. Im bisherigen Jahr 2021 (Stichtag 5.9.2021) wurden jedenfalls gut 10% weniger Strom mittels regenerativer Energieträger insgesamt erzeugt als 2020 bis zum 4.9.2020 (Schaltjahr). Da wird die Energiewende wohl ohne den Wirt, ohne das Wetter gemacht. Auch ein noch so massiver Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen ist keine Garantie für die gewünschte Stromerzeugung.

Die 35. Woche (Abbildung) belegt das im Detail eindrucksvoll. Eine schöne Spätsommerwoche mit leicht säuselndem Wind und viel Sonne gab den Menschen das, was sie sich neben Gesundheit und Reichtum am meisten wünschen: schönes Wetter. Schönes Wetter bedeutet aber immer wenig Windstromerzeugung. Da können gerne noch mal 3, 4 oder 5x so viel installierte Leistung Windkraft zugebaut werden. Es reicht halt nicht. Dafür erzeugt man in windstarken Zeiten viel zu viel Strom, der, weil er nicht gespeichert werden kann, billig abgegeben oder gar – mit Bonus – verschenkt werden muss. Das ist und war bereits recht häufig der Fall. Ein verstärkter Ausbau Photovoltaik wird das Problem noch verschärfen. Mit PV konzentriert sich die Stromübererzeugung auf die Mittagsspitze. Das Problem der Netzstabilisierung ohne konventionelle Stromerzeugung ist praktisch nicht mal ansatzweise gelöst. Beim jetzigen Strombedarf müssen immer um die 20 GW konventionell erzeugt werden, damit das Stromnetz nicht zusammenbricht und die Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Eine digitale Systemdienstleistung „Netzstabilisierung“ ist nicht in Sicht. Darüber hinaus befürchte ich, dass eine Software, die hunderttausende Windkraftstromerzeuger und Millionen PV-Anlagen systemdienlich und netzstabilisierend steuert, kaum in Deutschland oder sonst wo entwickelt werden kann. Man schafft es nicht mal, die Deutsche Bahn mit fixem Fahrplan per Software verspätungsfrei zu händeln.

Das Preisniveau der 35. Woche war hoch. Deutschland zahlte für den notwendigen Stromimport immer Höchstpreise (Abbildung 1). Die Konventionellen (Abbildung 2) optimierten mit ihrer Produktion die Preise und verdienten ordentlich mit. Genau wie unsere europäischen Nachbarn, die zum Teil (Schweiz, Polen, Tschechien) wieder mal die Sektkorken knallen lassen konnten (Abbildung 3).

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 4 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, dem „Strom, der aus der Steckdose“ kommt, wie auf der Webseite der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 5 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 6 ab. Abbildung 7 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdoppelung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren.

Abbildung 8 weist auf einen Artikel hin, der sich mit der oben angesprochenen Digitalisierung des Stromnetzes zwecks Netzstabilisierung befasst.

Abbildung 9 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf

sind Bestandteil des Tools „Stromerzeugung und Bedarf„. Schauen Sie mal rein. Es ist sehr erhellend.

Tagesanalysen

Montag, 30.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,27 Prozent, davon Windstrom 22,10 Prozent, Solarstrom 9,63 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,55 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Zwei Strom-Versorgungslücken, die hochpreisig ausgeglichen wurden. Wenig Überproduktion, die für unsere Nachbarn günstig abgegeben wurden. So beginnt die 35. Woche. Die Konventionellen fahren eine stetige Produktion. Wo Geld zu verdienen ist, werfen sie verstärkt die Pumpspeicherstromerzeugung an. Der Handelstag. Praktisch alleiniger Gewinner: Die Schweiz. Wer sonst?

Dienstag, 31.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,03 Prozentdavon Windstrom 18,62 Prozent, Solarstrom 12,65 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,76 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Dienstag ähnelt dem Montag. Wieder zwei Stromlücke. Wieder hochpreisige Schließung derselben. Das Preisniveau ist allerdings höher. Nur der Exportpreis sinkt. Die konventionelle Stromerzeugung bleibt entspannt. Der Handelstag. Heute sieht man auf den ersten Blick und besonders schön, wie die Schweiz und einige andere unserer Nachbarn gute Geschäfte machten.

Mittwoch, 1.9.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,00 Prozentdavon Windstrom 9,13 Prozent, Solarstrom 17,36 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,51 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Über Tag kommt die Windstromerzeugung fast zu Erliegen. Die PV-Stromerzeugung ist für den Spätsommer auch nicht prickelnd. Die Stromlücken werden größer und bleiben teuer. Lediglich am frühen Morgen ist der Importstrom „günstig“. Natürlich immer nur im Verhältnis. Die konventionelle Stromerzeugung und der Handelstag.

Donnerstag, 2.9.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 38,88 Prozentdavon Windstrom 6,29 Prozent, Solarstrom 19,87 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,72 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Donnerstag bringt etwas mehr PV-Strom. Die Windstromerzeugung geht gegen Null. Die Importpreise bleiben hoch. Die Exportpreise niedrig. Die Konventionellen, der Handelstag. Polen verkauft fast den ganzen Tag seinen Kohlestrom nach Deutschland. Das Land verdient damit gut 2,5 Mio €. Gratulation.

Freitag, 3.9.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,59 Prozent, davon Windstrom 10,05 Prozent, Solarstrom 21,14 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,40 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute weht der Wind etwas stärker, die Sonne scheint kräftig. Der „Sonnenbuckel“ drückt den Exportpreis über Mittag unter 90€/MWh Strom. Die Importpreise sind wie bereits die ganze Woche hoch. Außer am frühen Morgen. Die Konventionellen, der Handelstag. Deutschland bezahlt nochmal 2,5 Mio € für polnischen Kohlestrom.

Samstag, 4.9.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 41,17 Prozent, davon Windstrom 6,22 Prozent, Solarstrom 20,72 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,22 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wochenende. Kaum Wind, Sonne ist in Ordnung. Der Bedarf ist niedrig. deshalb nur eine „kleine“ Stromlücken. Das Preisniveau sinkt.  Zum Abend rutscht Deutschland nur einmal – um 19:00 Uhr – in den negativen Bereich. Die konventionellen Stromerzeuger, der Handelstag. Schauen Sie mal, was Polen macht! Knapp zwei Mio € verdienen die polnischen Stromerzeuger durch geschickte Preisdifferenzgeschäfte.

Sonntag, 5.9.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,44 Prozent, davon Windstrom 10,69 Prozent, Solarstrom 22,58 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,18 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Sonntag. Der niedrigste Bedarf der Woche. Nur um 19:00 muß Strom hinzugekauft werden. Da allerdings fast zum Höchstpreis. Die konventionellen Stromerzeuger legen Richtung Abend stark zu. Der Handelstag. Wie sah die Woche im Ergebnis aus? Deutschland: Deutschland verkauft seinen Strom im Durchschnitt für knapp 105 €/MWh.  Schweiz: Das Land verdient über 3 Mio € durch geschickte Preisdifferenzgeschäfte. Polen: Das Land verdient gut 13 Mio € mit dem Verkauf von Kohlestrom. Tschechien (Kohle & Kernkraft): Gut 15 Mio € fließen in die Kasse Tschechins.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über fünf Jahren den Politikblog www.mediagnose.de

Berlin: Heute Tausende zum „Marsch für das Leben“ erwartet

Berlin: Heute Tausende zum „Marsch für das Leben“ erwartet

Bei Rot-Rot-Grün droht die Abtreibung bis zum Zeitpunkt der Geburt -Am Samstag, 18.9. findet in Berlin der »Marsch für das Leben« statt, einer Stadt, in der inzwischen jedes vierte Kind abgetrieben wird. Die »Christdemokraten« haben das Recht auf Leben komplett aus ihrem Wahlprogramm gestrichen, rot-rot-grün fordert das Recht auf Abtreibung bis zum Zeitpunkt der Geburt. Ein Gastbeitrag von Richard Abelson

Der Beitrag Berlin: Heute Tausende zum „Marsch für das Leben“ erwartet erschien zuerst auf Philosophia Perennis.

Die USA brauchen Russland, um den Kalten Krieg mit China zu gewinnen

Von Ted Galen Carpenter

 

Die Beziehungen der USA zu Russland und der Volksrepublik China werden immer schlechter. Es ist kein Zufall, dass diese beiden Länder in der jährlichen Bedrohungsanalyse der Geheimdienste für 2021 als große Bedrohung für die USA dargestellt werden.

Eine konfrontative Politik gegenüber zwei Großmächten gleichzeitig zeugt von großer außenpolitischer Unerfahrenheit und schafft eine potenziell gefährliche Situation. Henry Kissinger hat einmal gesagt, dass Washington stets versuchen sollte, mit Moskau und Peking bessere Beziehungen zu unterhalten als mit den anderen Ländern. Die jüngsten Regierungen haben gegen diese weise Warnung verstoßen, und die USA befinden sich nun in der Lage, einen kalten Krieg an zwei Fronten zu führen. Darüber hinaus sind beide Schauplätze des Kalten Krieges vor allem aufgrund der Ungeschicklichkeit der US-Außenpolitik ernsthaft in Gefahr, heiß zu werden. Die Regierung von Joe Biden hat noch Zeit, diesen ruchlosen Trend umzukehren, aber dazu bedarf es drastischer Änderungen in der Strategie Washingtons.

Die politischen Entscheidungsträger müssen von Grund auf neu beginnen. Wenn sie entschlossen sind, einen kalten Krieg auch nur an einer einzigen Front zu führen (was an sich nicht unbedingt eine kluge Politik ist), müssen sie zwei wichtige Schritte unternehmen. Die erste besteht darin, die Beziehungen zu dem kleineren Gegner zu verbessern. Die andere besteht darin, so viele sekundäre und periphere Engagements wie möglich loszuwerden. Leider scheint die Regierung Biden nicht bereit zu sein, beides zu tun.

Einige Analysten sind der Ansicht, dass die Entscheidung des Präsidenten, den scheinbar endlosen Einsatz in Afghanistan zu beenden, darauf hindeutet, dass er das Feld räumen will, um sich auf die Herausforderungen gleichwertiger Konkurrenten – vor allem Russland und China – zu konzentrieren. Es deutet jedoch wenig darauf hin, dass die Entscheidung über Afghanistan Teil eines umfassenderen Plans ist. Die Regierung Biden scheint nicht geneigt zu sein, ähnliche Rückzüge aus dem Irak oder Syrien vorzunehmen. Das Tempo der US-Militäraktivitäten in diesen beiden Ländern ist nach wie vor hoch, und Washington scheint neue Energie darauf zu verwenden, Bashar al-Assad an den Rand zu drängen oder zu stürzen. Die Beziehungen zwischen den USA und der von Saudi-Arabien geführten Golfkoalition mögen sich zwar etwas abgekühlt haben, aber die Regierung Biden pflegt nach wie vor die traditionelle Klientelbeziehung zu Riad. Trotz offizieller Zusicherungen, dass Washington seine Unterstützung für den saudischen Krieg im Jemen zurückzieht, leisten die USA weiterhin nachrichtendienstliche und logistische Unterstützung.

Selbst der viel gepriesene Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan ist weniger umfangreich als von den Medien und offiziellen Sprechern behauptet. Offenbar wird eine beträchtliche Anzahl von Geheimdienstagenten im Land bleiben. Darüber hinaus hoffen die USA, ihre militärische und nachrichtendienstliche Präsenz in den zentralasiatischen Nachbarländern aufrechtzuerhalten, wenn nicht sogar zu verstärken.

In der näheren Umgebung versucht Washington weiterhin, die linksextremen Regime in Kuba, Nicaragua und Venezuela einzudämmen bzw. zu schwächen. Es mehren sich die Stimmen, die Washington zu einer humanitären Intervention auffordern, um das wachsende Chaos in Haiti einzudämmen und die chronische Inkompetenz der Verwaltung zu beseitigen. Wenn die Regierung nicht willens oder in der Lage ist, der Versuchung zu widerstehen, die Angelegenheiten solch kleiner und dysfunktionaler Länder zu umfassend zu regeln, wird das Feld der Außenpolitik viel zu unübersichtlich werden.

Die Regierung scheint noch weniger in der Lage zu sein, die entscheidende Entscheidung darüber zu treffen, wer zwischen Russland und China der Hauptgegner ist. Stattdessen bringt sie beide weiter gegeneinander auf. Dies birgt nicht nur die Gefahr einer sehr gefährlichen strategischen Überdehnung, sondern führt auch zu einer Annäherung zwischen Moskau und Peking. Die derzeitige US-Politik schafft also das Gegenteil von Kissingers Modell: eine Situation, in der Moskau und Peking engere Beziehungen zueinander entwickeln als zu den Vereinigten Staaten. Eine aus Sicht der amerikanischen Interessen völlig unbefriedigende Situation.

Die umfangreichen wirtschaftlichen Beziehungen – insbesondere der jährliche Waren- und Dienstleistungsverkehr in Höhe von 638,4 Mrd. USD (Zahlen für 2019, letzte Zahlen vor dem Covid) – zwischen den USA und der VR China können dazu beitragen, einen Abbruch der bilateralen Beziehungen zu verhindern. In den Beziehungen Washingtons zu Russland gibt es keinen vergleichbaren Puffer. Der bilaterale Handel belief sich im Jahr 2019 auf lediglich 34,9 Milliarden US-Dollar. Selbst im Falle Chinas scheinen die wirtschaftlichen Faktoren allein nicht auszureichen, um ein Abgleiten in einen kalten Krieg zu verhindern. Der erbitterte Handelsstreit, der während der Amtszeit von Donald Trump entstanden ist und unter Präsident Biden fortgesetzt wird, hat zur Verschlechterung der Beziehungen beigetragen.

Wirtschaftliche Erwägungen allein sind nicht ausschlaggebend für die Beziehungen zwischen Staaten, insbesondere wenn es sich um Großmächte handelt. Sicherheitskalküle, die Notwendigkeit, die öffentliche Meinung zu beschwichtigen, Fragen des nationalen Prestiges können (und haben in der Vergangenheit manchmal) die Oberhand über starke wirtschaftliche Faktoren gewonnen. Es sei daran erinnert, dass Frankreich und Deutschland 1914 die größten Handelspartner des jeweils anderen waren, aber diese Beziehung, so wichtig sie auch war, hat sie nicht daran gehindert, auf ein kontinentales Blutbad zuzusteuern. Man sollte nicht davon ausgehen, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und der VR China ausreichen, um einen kalten oder gar einen heißen Krieg zu verhindern.

Die in den letzten Jahren zunehmenden Spannungen rund um Taiwan und die Territorialstreitigkeiten im Süd- und Ostchinesischen Meer deuten darauf hin, dass der strategische Druck auf ein unangenehmes Ergebnis hinweist. Die Luft- und Marinepräsenz Washingtons in den beiden Meeren sowie in der äußerst kritischen Straße von Taiwan nimmt rapide zu; Peking reagiert zunehmend verärgert. Die Regierung Biden drängt Japan, eine stärkere Rolle bei der impliziten Politik der Eindämmung der chinesischen Macht zu spielen. Er betonte auch die anhaltenden Bemühungen der USA, Japans Eigentum und Kontrolle über die Senkaku-Inseln (Diaoyu) zu schützen, die Peking ebenfalls beansprucht.

Die Verschlechterung der Beziehungen Washingtons zu Russland ist sogar noch ausgeprägter. Allein im Juni und Juli verabschiedeten die Vereinigten Staaten eine Reihe neuer Maßnahmen, die heftige russische Proteste hervorriefen. Washington hat mit Ungarn ein Abkommen über die Nutzung von zwei Luftwaffenstützpunkten durch die US-Streitkräfte unterzeichnet. Dieser Schritt ist nur der jüngste Ausdruck der raschen Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz in Osteuropa, die in direktem Widerspruch zu den Zusicherungen steht, die frühere Präsidentschaftsregierungen Moskau gegeben hatten. Am 12. Juli begannen die USA und 11 NATO-Verbündete eine Reihe von Kriegsspielen im Schwarzen Meer, die auf die Kriegsspiele im selben Gewässer folgten, an denen 32 Nationen vierzehn Tage lang beteiligt waren. Solche Militärmanöver sind für Russland von Natur aus bedrohlich, da sie in unmittelbarer Nähe zu seinem wichtigen Marinestützpunkt in Sewastopol stattfinden. Weiter nördlich führten die US-Streitkräfte gemeinsame „Militärübungen“ mit Einheiten aus der Ukraine, Polen und Litauen durch.

Kriegsspiele sind nicht die einzigen jüngsten Manifestationen der US-Kriegslust gegenüber Russland. Mitte April wies die Regierung Biden russische Diplomaten aus und verhängte neue Sanktionen gegen Moskau wegen angeblicher Einmischung in die US-Wahlen 2020 und angeblicher Untätigkeit bei Cyberangriffen von russischem Boden aus. Präsident Biden verschärfte die ohnehin schon frostigen bilateralen Beziehungen, als er den russischen Präsidenten Wladimir Putin als „seelenlosen Mörder“ bezeichnete.

Es gibt zahlreiche Anzeichen für eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen Russland und der VR China als Reaktion auf den Druck der USA auf beide Länder. Einige Analysten spekulieren sogar über das Entstehen einer De-facto-Allianz. Eine solche Schlussfolgerung mag verfrüht sein, aber es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die bilateralen Beziehungen enger werden und sich die Zusammenarbeit über die diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Fronten erstreckt.

Der Anstieg der russisch-chinesischen Zusammenarbeit ist weitgehend eine Folge der US-Politik gegenüber den beiden Ländern, insbesondere gegenüber Russland. Die kriegerische Haltung Washingtons gegenüber Moskau hinterließ bei der russischen Führung den Eindruck, dass sie keine andere Wahl hatte, als die Beziehungen zu Peking zu intensivieren, um ein Gegengewicht zu schaffen. In Anbetracht der ausgedehnten Grenze zwischen Russland und China und der impliziten Konkurrenz zwischen den beiden Ländern um die Vorherrschaft in Zentralasien sollten Moskau und Peking normalerweise mehr Angst voreinander haben als vor den USA. Es bedurfte eines außergewöhnlich ungeschickten und abrupten Verhaltens Washingtons, um diesen Vorteil zu verlieren.

Einige könnten argumentieren, dass der klügste Kurs für die Regierung Biden darin bestünde, das zunehmend schwierige und unerfüllbare Ziel der Aufrechterhaltung der globalen Vorherrschaft der USA aufzugeben und gleichzeitig zu versuchen, die Beziehungen zu Russland und China zu verbessern. Zumindest muss Washington eine Entscheidung treffen: Es muss versuchen, entweder mit Russland oder mit China Frieden zu schließen, um sich auf eine wirksame Konfrontationspolitik gegenüber der jeweils anderen Macht zu konzentrieren. Eine rationale Einschätzung würde China als den fähigsten und entschlossensten Herausforderer ausmachen. Washington sollte sich daher bemühen, die Beziehungen zu Russland, der geringeren Bedrohung, zu verbessern. Mit einer Wirtschaftsleistung von 1400 Milliarden Dollar liegt Russland an elfter Stelle in der Welt, hinter Südkorea und knapp vor Brasilien. Umgekehrt ist China mit 15.200 Milliarden Dollar die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Diese Zahlen zeigen, dass Russland ein zweitrangiger wirtschaftlicher Akteur ist und China ein gleichwertiger starker Konkurrent ist, der den Abstand zu den Vereinigten Staaten rasch aufholt. Darüber hinaus setzt Peking seine finanziellen Ressourcen eifrig ein, um seinen Einfluss in der Welt zu vergrößern. Russland kann nicht einmal auf eine solche Fähigkeit hoffen.

Militärisch mag Russland der gefährlichste Feind sein, aber Moskaus Schlagkraft ist fast ausschließlich auf sein umfangreiches Atomwaffenarsenal zurückzuführen. Was die konventionelle Bewaffnung betrifft, so sind Chinas Streitkräfte (insbesondere die Marine) mindestens so stark wie die russischen Streitkräfte, da Peking in den letzten zwei Jahrzehnten hoch entwickelte Systeme finanziert und entwickelt hat. Darüber hinaus haben John Mueller und andere kluge Experten festgestellt, dass Atomwaffen zwar zur Abschreckung nützlich sein können, aber nicht besonders effektiv sind, um andere Länder einzuschüchtern. Und zumindest, wenn die Führer des Landes nationalen Selbstmord begehen wollen, sind diese Waffen für die Kriegsführung völlig nutzlos.

Wenn die Regierung Biden entschlossen ist, die USA gegen einen potenziellen Rivalen auszuspielen, um dessen Stärke einzudämmen, dann ist China bei weitem der glaubwürdigste Anwärter auf die Position Amerikas als derzeitiger globaler Hegemon. Dies bedeutet, dass die USA so bald wie möglich eine Annäherung an Moskau anstreben sollten. Der Versuch, einen kalten Krieg an zwei Fronten zu führen, ist die denkbar schlechteste Option. Leider scheint dies tatsächlich die Strategie Washingtons zu sein. Bestenfalls wird dieser Ansatz eine bereits alarmierende strategische Überdehnung verstärken, die das Land nicht nur wirtschaftlich erschöpft. Wahrscheinlich wird es auch zu einer endgültigen diplomatischen und militärischen Konfrontation kommen, bei der ein russisch-chinesisches Bündnis die Vereinigten Staaten und ihr ausgefranstes Netz von Verbündeten und widerstrebenden Kunden überholen wird.

Ein Kurswechsel ist dringend erforderlich, und er muss mit einer weit weniger kriegerischen Politik gegenüber Russland beginnen.

Ted Galen Carpenter

Senior Fellow für Außenpolitik und Verteidigungsstudien am Cato Institute in Washington, USA. Doktortitel in amerikanischer Diplomatiegeschichte (Universität von Texas). Er ist Autor von zwölf Büchern und hat Artikel in großen amerikanischen Zeitungen veröffentlicht.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei CENTRO MACHIAVELLI, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION„ als autorisierte Übersetzung aus „THE AMERICAN CONSERVATIVE“ (Original).


Das «Rütteln vor dem Bundeshaus»

Über die Berner Demo mit rund 5000 Kundgebenden vom letzten Donnerstag, 16. September, titelt der Blick: «Nun sieht man, wozu das führt, wenn Maurer Trump spielt». Ein angebliches Zitat von Grünen-Präsident Balthasar Glättli. Und: «Linke Politiker sehen eine Mitschuld von Ueli Maurer. Er provozierte an einer SVP-Veranstaltung mit einem «Trychler-Hemd». Dass man mit einem Hemd als Ausdruck einer Ur-Schweizerischen Tradition provozieren kann, war in der Schweiz bisher unbekannt.

Der Titel in der Berner Zeitung (BZ): «Nause zu Demo: ‹Möglichen Sturm aufs Bundeshaus verhindert›. Tatsächlich haben einzelne Männer am Gitter vor dem Bundeshaus herumgerüttelt.

Doch von einem «Sturm auf das Bundeshaus» kann keine Rede sein – auch nicht von einem möglichen. Denn die von verschiedenen Quellen stammenden Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild. Reto Nause, der Berner Sicherheitsdirektor, verkündete noch während der Demo am späten Abend auf Twitter:

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Über das Gerangel der resoluten Gitter-Entferner schreibt die BZ: «Zweimal während des Umzugs stellte sich eine Gruppe von mutmasslichen Mitgliedern von Berns links-alternativer Szene dem Umzug in die Quere. Es kam zu Gerangeln. Mit gelben Westen ausgestattete Demonstrationsteilnehmer entfernten am Rand des Bundesplatzes resolut die quer über die Strasse gestellten Absperrgitter.»

Schaut man im Video hingegen genauer hin, waren es nicht die Demonstrationsteilnehmer, welche die quer über die Strasse aufgestellten Gitter «resolut» entfernten, sondern es waren angetrunkene Gegendemonstranten der links-alternativen Antifa-Szene, die Journalisten und Sicherheitsleute tätlich angegriffen haben – auch mit Bierflaschen. Davon berichteten weder die BZ, noch der Blick.

Nicolas A. Rimoldi, Co-Präsident von «Mass-Voll!», war direkt beim Gitterzaun vor dem Bundeshaus an der Demo dabei. Gegenüber der Corona-Transition-Redaktion sagt er:

«Die Darstellung von einem Sturm auf das Bundeshaus ist völlig überzogen und hat mit der Realität überhaupt nichts zu tun. Vielmehr warf die Berner Polizei von der nördlichen Seite her Tränengasgranaten in die friedlich demonstrierende Menge. An den Gittern gerüttelt haben keine Kundgebenden von der Bürgerrechtsbewegung. Das waren Leute von der Antifa.»

(Siehe Video Minute 1:23:10 bis 1:36:20).

Zudem hätten die Provokateure von der links-alternativen Szene die Kundgebung zweimal gestört und die Absperrgitter auf der Seite Amtshausgasse entfernt.

Nicolas A. Rimoldi:

«Mehrere Journalisten wurden durch die Leute von der Antifa tätlich angegriffen. Chrigi Rüegg wurde dabei erheblich verletzt. Die Polizei war da nicht vor Ort und hat die Kundgebung nicht geschützt. Man könnte der Polizei unterstellen, dass sie dies auch so gewollt hat.»

(Siehe Video, Minute 00:05 bis 02:40)

Rimoldis Appell:

«Es ist ganz wichtig, dass wir friedlich bleiben und einen kühlen Kopf bewahren. Wir müssen zwar bei Kundgebungen immer ein Auge auf Provokateure haben, aber wir dürfen uns auf keinen Fall von ihnen provozieren lassen. Wer Gewalt anwenden möche, hat an den Kundgebungen nichts verloren.»

Pandemie löste eine «Lawine» an psychischen Problemen bei Kindern und Jugendlichen aus

Seit dem Ausbruch der Pandemie haben Kinderspitäler im ganzen Land einen «kometenhaften» Anstieg der Zahl der Kinder erlebt, die psychische Hilfe benötigen. Erschwerend kommt hinzu: Spitäler, die bereits vor der Pandemie Schwierigkeiten hatten, die Nachfrage nach psychosozialen Diensten zu befriedigen, müssen nun aufgrund von Covid-19 mit noch weniger Ressourcen auskommen.

Die psychische Gesundheit junger Menschen verschlechterte sich während der Pandemie drastisch. Der Washington Post zufolge wurden von Juni 2020 bis zum späten Frühjahr 2021 durchschnittlich fünf Kinder pro Woche wegen einer Überdosis Paracetamol, Opiaten, Antidepressiva und Ritalin in das Spital der medizinischen Fakultät der East Carolina University in Greenville, North Carolina, eingeliefert. Normalerweise behandelt das Spital nur fünf Kinder pro Monat.

Im Mai rief das Children’s Hospital in Colorado den «Notstand» aus, da sich die Zahl der Kinder, die wegen Angstzuständen behandelt wurden, verdoppelt und die Zahl der Depressionen gar verdreifacht hatte. Auch die Zahl der Drogenmissbrauchsfälle und Essstörungen hat im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie zugenommen.

«Wir haben wirklich noch nie so einen rasanten Anstieg von psychischen Problemen bei Kindern erlebt», sagte Jenna Glover, Leiterin der Psychologieausbildung am Children’s Hospital Colorado. «Das habe ich in meiner gesamten Laufbahn noch nie erlebt.»

In anderen Krankenhäusern war der Anstieg noch grösser. Im Januar verzeichnete das Wolfson Children’s Hospital in Jacksonville, Florida, einen 300-prozentigen Anstieg bei der Zahl der verhaltensbedingten Notfallaufnahmen seit April 2020. Von Januar bis April 2021 stieg die Zahl der Besuche in Notaufnahmen für verhaltensbedingte Erkrankungen um 72% gegenüber dem gleichen Zeitraum vor zwei Jahren, so das Spital.

Die US-Seuchenschutzbehörde (Centers for Disease Control and Prevention, CDC) stellte fest, dass die Besuche in der Notaufnahme wegen vermuteter Selbstmordversuche im Februar und März 2021 bei Mädchen im Vergleich zu 2019 um mehr als 50% und bei Jungen um mehr als 4% höher waren.

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Ursula Stenzel: Merkel – die Bilanz

Von URSULA STENZEL | Zehn Tage vor der deutschen Bundestagswahl steht nur eines fest: Nix ist fix. Seit Wochen schreiben die deutschen Medien den Spitzenkandidaten der Unionsparteien, Armin Laschet, nieder und die Meinungsumfragen prognostizieren ihm einen Absturz, während sie Olaf Scholz von der SPD im Aufwind sehen und der angeschlagenen Annalena Baerbock immer noch ein respektables Ergebnis voraussagen, auch wenn sie im Rennen um die Kanzlerschaft eigentlich keine Rolle mehr spielt, eigentlich nie wirklich eine Rolle gespielt hat und aus einem Triell in der Schlussrunde nun doch ein Duell wird. Aber Grün ist in und Frau ist in. Das hält sie am medialen Leben.

Schwierges Erbe

Zugegeben der Start von Armin Laschet war holprig und sein medial genüsslich zelebriertes und hochstilisiertes Lachen bei der Hochwasserkatastrophe hat ihm nicht genützt. Aber wollen die Deutschen wirklich eine GROKO, eine große Koalition unter umgekehrten Vorzeichen, wollen sie wirklich einen Linksruck womöglich in einer Dreierkoaliton SPD, Linke und Grüne? Ich wage dies zu bezweifeln. Aber lassen wir die Unwägbarkeiten dieser Wahl einmal beiseite. Fest steht, dass Angela Merkel nach 16 Jahren Kanzlerschaft der CDU/CSU ein schwieriges Erbe hinterlassen hat. In ihre Kanzlerschaft fielen die Finanzkrise, die Migrationskrise und zum Schluss die Corona-Krise.

Deutschlands starke Position heruntergespielt

Die Finanzkrise hat sie, vor allem solange Wolfgang Schäuble ihr Finanzminister war, so halbwegs bestanden. Sie bestand nämlich damals noch auf der Beibehaltung der Maastricht-Kriterien, also der Einbremsung der Gesamt- und der Neuverschuldung. Dass sie damals vor allem in den griechischen Medien als „hässliche Deutsche“ mit Hitlerbärtchen auf die Titelseiten kam, machte ihr schwer zu schaffen. Wie man überhaupt beobachten kann, dass sie die Rolle der dominanten Deutschen, die den anderen EU Mitgliedern schon rein aufgund ihrer Größe und wirtschaftlichen Potenz wegen den Willen aufzwingen kann, tunlichst vermied. So verzichtete sie darauf, einen Deutschen zum Chef der EZB, der europäischen Zentralbank zu machen. Nach einem Italiener wurde es eine Französin, sie schaute so billig wie möglich in Fragen der Verteidigungsausgaben wegzukommen, dass sie ausgerechnet Annegret Kramp-Karenbauer zur Verteidigungsministerin machte und stattdessen Ursula von der Leyen mit dem Posten einer Kommissionsprädentin absicherte, fällt in dieses Kapitel.

Frustration in der eigenen Wählerschaft

Die Personalie von der Leyen war allerdings nicht nur ein Abschieben, sie war auch der Garant dafür, dass ihr während ihrer Kanzlerschaft die Politik in der EU nicht entglitt. Merkel war, wenn man so will, eine Balancekünstlerin. Markenzeichen: Unaufgeregtheit. Sie vermied starke Ansagen, sie vermied es in Bundesländerrechte einzugreifen. Das tat sie nur einmal, als in Thüringen die AfD fast in eine Koalitionsregierung mit der CDU kam, da mischte sie sich ein und erzwang Neuwahlen. Dabei war sie es, die den wertkonservativen Kern der CDU aushöhlte und die CDU nach links verschob. Dies schwächte den Koalitionspartner SPD, ließ aber viel Raum für Frustration in der eigenen Wählerschaft und machte erst Platz für eine Partei rechts von der Mitte, die AfD. Dass rechts von ihr kein Platz sein sollte, dieser Leitspruch von dem einstigen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, lag ihr fern.

Vorwurf: Witschaftsfeindliches Verhalten

Mit Donald Trump konnte sie nicht viel anfangen, der war ihr zu populistisch und zu USA zentriert, aber auch unter Biden hielt sie an North-Stream 2 fest, der Erdgaspipeline unter der Ostsee für russisches Erdgas, zum Missfallen der USA ebenso wie zur Sorge der Ukraine. Dass sie, die als Kind in einem Pastorenhaushalt in der ehemaligen DDR aufwuchs und besser Russisch als Englisch spricht, sorgte auch während ihrer Amtszeit für Misstrauen. Mit der von ihr betriebenen Energiewende hat sie ebenfalls Kritik heraufbeschworen. Denn sie machte sie erstens Anlass bezogen, nach dem Atomunfall von Fukushima, und zweitens gleichzeitig: sowohl den Kohle, als auch den Atomausstieg. Der Chef der deutschen Industriellenvereinigung warf ihr deshalb auch wirtschaftsfeindliches Verhalten vor.

Viele offene Fragen

Ihre umstrittenste Politik war aber die Migrationspolitik. Mit ihrem zufälligen oder sogar bewussten Ausspruch „Wir schaffen das“ hat sie die Migrationswelle erst richtig ausgelöst, mit all ihren Folgen für den sozialen Zusammenhalt und den damit verbundenen kulturellen Sprengstoff. Nach allem, was man von Armin Laschet gehört hat, könnte er für eine Neuauflage der Merkelschen Politik stehen, vielleicht wollen die deutschen Wähler trotz aller Negativprognosen für Laschet genau das. Der Rest wird zur AfD flüchten oder erst gar nicht wählen. Viele offene Fragen also und keine günstige Ausgangslage für den Nachfolger Angela Merkels.

Zur Autorin:

Ursula Stenzel war von 1972 bis 1995 ORF Auslandsredakteurin, vielen Zuschauern der Zeit im Bild als Moderatorin bekannt, von 1996 bis 2005 Abgeordnete zum Europaparlament und Leiterin der ÖVP Delegation, von 2005 bis 2015 Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks in Wien, von 2015 bis 2020 Stadträtin für die FPÖ im Wiener Rathaus. Da sie nun unabhängig und parteiungebunden schreiben will, ist sie aus der Freiheitlichen Partei ausgetreten, der sie aber nach wie vor nahe steht. Stenzel schreibt regelmäßig auf ihren Blog ursula-stenzel.at.

Skandal in Australien: Schwer erkrankte Covid-Patienten, die zur Impfung aufriefen, waren Schauspieler

Die Regierungen weltweit ziehen alle Register, um die Menschen zur experimentellen «Impfung» zu treiben. Ein besonders unmoralisches Vorgehen wurde in Australien in Szene gesetzt. Das spanische Medienportal El Diestro berichtete am 15. September darüber.

So wurden mindestens drei Videos veröffentlicht, in denen Krankenhauspatienten über ihre dramatischen Erfahrungen mit der Covid-19-Erkrankung berichteten und gleichzeitig dazu aufriefen, sich unbedingt impfen zu lassen. Doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese «Leidensgeschichten» ein Fake waren, und die vermeintlichen Covid-Erkrankten Schauspieler.

Dieser skandalöse Betrug wurde schon am 6. September vom Kanal Media Watch aufgedeckt, einem australischen Fernsehprogramm zur Medienanalyse. Dieses informierte, dass die Aufnahmen im Concord-Krankenhaus in Sidney von Dr. Lucy Morgan gemacht und über die sozialen Medien und von grossen Fernsehsendern wie ABC News, Ten News First und Seven News verbreitet wurden.

Als einige Bürger mit Nachforschungen begannen und sogar in den Telefonzentralen des Krankenhauses anriefen, sich als Angehörige der vermeintlich Schwerkranken ausgaben und darum baten, mit ihnen sprechen zu können, stellte sich erstaunlicherweise heraus, dass keine Patienten mit diesen Namen eingeliefert worden sind.

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