Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbstĂ€ndig und als Spezialist fĂŒr vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tĂ€tig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht fĂŒr Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr ĂŒber nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. HĂ€tte ich es frĂŒher gebaut, wĂ€re das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wĂ€re ich an einen Ort gebunden gewesen und hĂ€tte mich einschrĂ€nken mĂŒssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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SelbstverstĂ€ndlich lĂŒgt der Sender schon im ersten Satz. Aber darum geht’s nicht. Die ersten Laute des Gastes klingen merkwĂŒrdig. HĂ€dler wars.

Spaßeshalber dazu Folgendes von der Ostfront:


Spiegel 2015: Folter und Vergewaltigungen in der Ukraine

9.5.2022

KĂ€mpfer der ukrainischen Nazi-Bataillone foltern nicht nur Journalisten und vergewaltigen nicht nur MĂ€dchen, sondern auch Gefangene. Das berichtet der Spiegel im Jahre 2015 (29.7.2015). Der Propaganda-Spin eines solchen Berichts – die GrĂ€ueltaten lassen sich nicht mehr unter den Tisch kehren – ist ja die indirekt aufgestellte Behauptung, die ukrainische Regierung wĂŒrde gegen kriminelle AuswĂŒchse der Bataillone entschieden vorgehen. Heutzutage wĂ€re das undenkbar. Damals war es die absolute Ausnahme.

Ausgerechnet Benjamin Bidder im Spiegel:

„Elektroschocks, Vergewaltigungen, VerstĂŒmmelungen: In Kiew sitzen KĂ€mpfer von Freiwilligen-Bataillonen im GefĂ€ngnis. Sie sollen von Russland unterstĂŒtzte Separatisten misshandelt haben. (
) Die KĂ€mpfer hĂ€tten Gefangene ‚mit Hilfe eines Gegenstands gefoltert, der einem Stromgenerator Ă€hnelt. Die im Keller gefangen gehaltenen MĂ€nner wurden nackt ausgezogen, an eine Betonwand gestellt und mit Wasser ĂŒbergossen. Danach berĂŒhrte man sie mit stromfĂŒhrenden DrĂ€hten an verschiedenen Körperteilen, etwa an der SchlĂ€fe, dem Geschlechtsteil und den Hoden‘. In einer Aussage gibt ein ehemaliger Gefangener an, man habe ihn ‚unter Androhung des Todes gezwungen, einen anderen Gefangenen zu vergewaltigen‘.“

Die Sonntagszeitung aus der Schweiz titelte im Februar 2015 zur Thematik: „Schweizer Neonazis liefern Geld und MilitĂ€rkleider an die Front„. Ein Zitat aus dem Artikel:

„Im Osten der Ukraine wĂŒten Neonazis. Rechtsextreme KĂ€mpfer der ukrainischen Freiwilligen-Miliz plĂŒndern Wohnungen, foltern gefangene Separatisten und verschleppen Medienschaffende. Terror im Namen der Maidan-Revolution. Amnesty International wirft den regierungstreuen Banden gravierende Menschenrechts-Verletzungen vor – unterstĂŒtzt werden sie auch aus der Schweiz. Recherchen zeigen: Neonazis aus den Kantonen Genf, Waadt, Wallis und St. Gallen pflegen enge Kontakte zu den kĂ€mpfenden Extremisten und liefern Geld und Hilfsmaterial an die Front.“.

DiePresse.com aus Österreich schrieb im September 2014 in dem Beitrag „Die Kriegsverbrechen des Kiew-treuen Aidar-Bataillons“:

„Ein 31-jĂ€hriger GeschĂ€ftsmann will in Starobilsk bei Luhanks auf einer aufgelassenen Tankstelle eine Klopause einlegen, als plötzlich drei maskierte MĂ€nner aus einem Wagen springen. Sie ziehen ihm eine Waffe ĂŒber den Kopf, nehmen ihm umgerechnet knapp 1700 Euro ab. Immer wieder werfen sie ihm vor, ein Separatist zu sein. ‚Dreimal wurde ich verhört. Und dabei immer geschlagen – mit dem Gewehr, mit dem stumpfen Ende einer Axt in die Nieren‘, sagt der Mann. [
] Der Kommandant des Aidar-Batiallons gibt gegenĂŒber Amnesty International die brutalen Methoden teilweise zu: ‚Das ist nicht Europa. Es ist alles ein bisschen anders. Die Prozeduren wurden vereinfacht. Wenn ich will, kann ich einen Sack ĂŒber deinen Kopf ziehen und dich fĂŒr 30 Tage einsperren – wegen des Verdachts der Hilfe fĂŒr Separatisten.‘ Er gibt auch zu, dass VerdĂ€chtige geschlagen und dass ihnen die Augen verbunden wurden. Und dass sein Bataillon ein eigenes Gefangenenlager unterhĂ€lt.“

n-tv rĂ€umte bereits im Juli 2014 „Rechte Söldner in Ukraine. Kiews Problem in den eigenen Reihen“ samt schwedischem Sniper-Massenmörder ein:

„Die Anschuldigungen Moskaus, dass in der Ukraine Faschisten ihr Unwesen treiben und Russen bedrohen, sind nicht völlig unbegrĂŒndet. Im ‚Asow Bataillon‘ kĂ€mpfen sogar AuslĂ€nder dafĂŒr, den ‚weißen Mann‘ in dem Land zum Sieg zu fĂŒhren. (
) So berichtet die britische BBC ĂŒber einen schwedischen ScharfschĂŒtzen, der mit dem sogenannten Asow-Bataillon gegen die Separatisten kĂ€mpft. Mikael Skilt sei ein ehemaliger Angehöriger der Schwedischen Armee, auf dessen Kopf mittlerweile ein Preisgeld von 5000 Euro ausgesetzt sein soll. Skilt, der nach eigenen Angaben Kommandant einer AufklĂ€rungseinheit ist, bezeichnet sich selbst als Nationalist. Seine Ansichten gleichen jedoch eher denen eines typischen Neonazis.“

Bild: Screenshot aus dem Video „Reverend prays for victims of war in Ukraine’s Borodyanka“ der britischen Sun bei Youtube (6. April 2022). Rotes Viereck links zur Verdeutlichung hinzugefĂŒgt. Der Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU trĂ€gt einen Schriftzug „SS Galizien“ mit SS-Runen auf der Uniform. Das aus Ukrainern bestehende Waffen-SS-Bataillon „Galizien“ kĂ€mpfte im II. Weltkrieg fĂŒr Hitler und war am Holocaust beteiligt.


Die gefÀlschte Invasion

15.2.2020

Die Propaganda machte einen Krieg, der in Wirklichkeit nie stattgefunden hat, zur öffentlichen Wahrheit.

Russland ist nicht in die Ukraine einmarschiert. Deutsche Medien, Politiker und Aktivisten behaupten bis heute standhaft das Gegenteil, obwohl es nicht einmal Videos oder Fotos von einfallenden russischen Truppen oder wilden Kriegsszenen zwischen russischen und ukrainischen VerbÀnden gibt. 

Am 25. MĂ€rz 2015 wurde General Christophe Gomart, Chef des französischen MilitĂ€rgeheimdienstes DRM, im französischen Parlament befragt. Als Fallbeispiel fĂŒr die Notwendigkeit vermehrter französischer MilitĂ€raufklĂ€rung brachte Gomart den Ukraine-Konflikt, bei dem NATO und USA von einer russischen Invasion und Besetzung der Ostukraine sprachen, die nie stattgefunden hat. General Gomart sagte vor der französischen Nationalversammlung (1):

„Die wirkliche Schwierigkeit mit der NATO besteht darin, dass der amerikanische Geheimdienst dort ĂŒberwiegt, wĂ€hrend der französische Geheimdienst mehr oder weniger berĂŒcksichtigt wird – daher ist es fĂŒr uns wichtig, genĂŒgend Kommandeure der NATO mit Informationen französischer Herkunft zu versorgen. Die NATO hatte angekĂŒndigt, dass die Russen in die Ukraine einmarschieren wĂŒrden, als nach Informationen der DRM nichts fĂŒr diese Hypothese spricht – wir hatten in der Tat festgestellt, dass die Russen keine Befehle oder logistischen Mittel eingesetzt hatten. Insbesondere FeldkrankenhĂ€user, die eine militĂ€rische Invasion ermöglichten, und Einheiten der zweiten Ebene hatten keine Bewegung ausgefĂŒhrt. In der Folge zeigte sich, dass wir Recht hatten, denn falls tatsĂ€chlich russische Soldaten in der Ukraine gesehen wurden, war dies eher ein Manöver, um Druck auf den ukrainischen PrĂ€sidenten Poroschenko auszuĂŒben, als eine versuchte Invasion.“

Bild 1: Auszug aus dem offiziellen Protokoll der Nationalversammlung mit den Aussagen Gomarts zur Ukraine.

Findet eine Invasion beziehungsweise ein Krieg statt, berichten Medien normalerweise auch mit einer Flut von Bildern darĂŒber. Doch im Falle des Ukraine-Konflikts gab es eben mangels Einmarsch keine Fotos oder Videos. In ihrer Not setzten die Medien zahlreiche Falschbilder und Symbolbilder ein (2). Im folgenden einige Beispiele dafĂŒr. Teilweise wurden die Bilder zwischenzeitlich von den Medien durch andere ersetzt.

Panzer-Falschbilder und Symbolbilder

Bild 2: Gleiches Panzerbild bei n-tv – links, 2009 – und WDR – rechts, 2014.

Der WDR veröffentlichte am 29. August 2014 einen Artikel „Russland auf dem Vormarsch?“ (3, 4). In diesem ist ein Bild mit Panzern und Soldaten zu sehen, welches mit „Russische Kampfpanzer fahren am 19.08.2014 noch unter Beobachtung von Medienvertretern in der Ukraine“ untertitelt ist. Das gleiche Bild, das in dem WDR-Artikel als Beleg fĂŒr diese „russische Invasion 2014“ genutzt wurde, war am 29. Juni 2009 in einem Artikel von n-tv ĂŒber den Kaukasus zu sehen und soll russische PanzerverbĂ€nde im Jahre 2008 zeigen (5, 6).

Bild 3: Trotz Entschuldigung verwendet der WDR das Falschbild in der Sendung „Aktuelle Stunde“ weiter

Einige Tage spĂ€ter, am 2. September 2014, setzte der WDR in der Sendung „Aktuelle Stunde“ wie zum Hohn erneut das gleiche Falschbild ein. Obwohl der WDR kurz nach der ersten Veröffentlichung des Falschbildes auf diesen „bedauerlichen Fehler“ aufmerksam gemacht wurde und sich in im hintersten Winkel von Twitter am 31. August 2014 dafĂŒr entschuldigt hatte (7).

Bild 4: Falschbild wird trotz Entschuldigung durch Falschbild ersetzt

In dem Artikel mit dem falschen Panzerbild hatte der WDR in der Zwischenzeit das Bild ausgetauscht und sich entschuldigt: „Wir haben bei der Erstellung dieser Seite fĂ€lschlicherweise ein Archivbild statt eines aktuellen Bildes verwendet“. Das Ersatzbild stammte allerdings ebenfalls nicht von der vermeintlichen russischen Invasion im August 2014 in der Ostukraine, sondern war ein Bild der Fotoagentur Citypress 24 vom 21.3.2014 und soll einen Soldaten auf der Krim zeigen (8, 9). Als „Korrektur“ wurde also wieder „versehentlich“ ein Archivbild aus einem anderen Zusammenhang verwendet. Mit der Korrektur-Meldung suggeriert der WDR noch zusĂ€tzlich, dass das Bild aktuell sei.

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Bild 5: Gleiches Panzerbild bei web.de fĂŒr russische Invasion 2014 und 2013 in einem Blog

„Ukraine-Krise: Russische Panzer dringen in die Ukraine ein“ und „Putins Panzer rollen ĂŒber Grenze“ meldete die Web.de-Nachrichtenseite am 7. November 2014 mit einem Bild der angeblich in die Ukraine einfallenden Russenpanzer (10). Das gleiche Bild wurde aber bereits mehr als ein Jahr zuvor – am 19. MĂ€rz 2013 – von einem Blog in dem Artikel „Was erwartet Russlands RĂŒstungsindustrie?“ verwendet (11).

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Bild 6: Gleiches Panzerbild beim ZDF und in einem koreanischen Blog 2009 mit Bildern bezĂŒglich Georgien

Den ZDF-Artikel „Suche nach Frieden fĂŒr die Ukraine. Liveblog: Kiew meldet 50 russische Panzer“ vom 12. Februar 2015 zu einer angeblich gerade stattfindenden Invasion schmĂŒckte ein Panzerbild, welches auch in einem koreanischen Blogbeitrag aus dem Jahre 2009 zu finden war, in dem ĂŒber Georgien geschrieben wurde, was sich wiederum ĂŒber ein OnlineĂŒbersetzungstool leicht herausfinden lĂ€sst (12-14). Das koreanische Blogbild konnte ĂŒber eine einfache Bild-Inverssuche gefunden werden.

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Bild 7: Foto aus Russland 2014 in einem polnischen Medium und gleiches Foto 2015 im Spiegel, „Ostukraine“

Spiegel Online behauptete am 23.04.2015, dass russische Truppen in der Ukraine stĂŒnden und zeigt dazu ein Bild eines MilitĂ€rfahrzeuges mit einem Luftabwehrsystem, welches gerade in die Ostukraine entsandt worden sein soll (15): „Die US-Regierung wirft Russland einen Bruch des Minsker Abkommens vor: Allen Beteuerungen zum Trotz soll Moskau zusĂ€tzliche Armee-Einheiten in die Ostukraine entsandt haben.“. Das gleiche Bild wurde unter anderem schon am 14. August 2014 von Polskie Radio verwendet und zeigt ein russisches MilitĂ€rfahrzeug in der russischen Region Rostow (16). Der Spiegel suggeriert zudem durch seine Wortwahl, dass im Minsker Abkommen festgestellt worden wĂ€re, dass Russland mit Truppen in der Ukraine stehen wĂŒrde. Das steht aber nicht in dem Abkommen und Russland hĂ€tte das auch nie unterschrieben.

Bild 8: Invasionsmeldung der ZEIT mit einem Foto – hier gekĂŒrzt – russischer Soldaten in der Region Rostow, nicht Ostukraine

Den Zeit-Online-Artikel „Russische Panzer ĂŒberqueren offenbar ukrainische Grenze“ ziert ein Panzerbild mit der Beschreibung „Russische Soldaten im August 2014 in der Region Rostow“ (17). Wer nicht weiß, dass Rostow in Russland liegt, wird angesichts des Artikels annehmen, dass es sich um ein Bild aus der Ukraine handelt. Wer weiß, dass Rostow in Russland liegt und den Zeit-Artikel liest und ihm bezĂŒglich der Invasion glaubt, wird wohl annehmen, es handele sich um Fotos der russischen PanzerverbĂ€nde vor dem Einmarsch.

Bild 9: Business Insider, Rebellen am 28.10. – Frankfurter Rundschau, „Russland schickt Panzerkolonne“ am 7.11.

Die Frankfurter Rundschau berichtet am 7. November 2014 ĂŒber einen angeblich gerade stattfindenden russischen Einmarsch in der Ostukraine mit 32 Panzern (18). Illustriert wird dies mit einem „Beweisbild“ eines angeblichen russischen Panzerkonvois. Wenige Tage zuvor wurde dieses AFP-Bild noch auf anderern Websites benutzt, beispielsweise auf der Site „Business Insider“ (19). In dem Artikel vom 29. Oktober 2014 heißt es, das Bild zeige „prorussische Separatisten“ auf einem Panzer – am 28. Oktober.

Bild 10: 20minutes mit „prorussischen“ Ostukrainern am 28.10., gleiches Foto bei WELT am 7.11. als „russische Panzerkolonne“

Ebenfalls am 7. November 2014 berichtete die WELT von einer angeblichen russischen Invasion mit 32 Panzern: „Panzer und Haubitzen – Moskau rĂŒckt in Ukraine ein“ (20). Illustriert wird dies mit einem „Beweisbild“ eines angeblichen russischen Panzerkonvois auf dem vier Panzer zu sehen sind. Wenige Tage zuvor wurde dieses AFP-Bild noch auf anderen Websites benutzt, beispielsweise auf der Site 20minutes.fr (21). Dort heißt es, das Bild zeige Panzer mit „prorussische Separatisten“. Abgebildet in dem Artikel ist die gleiche Szenerie wie in dem zuvor genannten Artikel der Frandfurter Rundschau, der FR-Panzer ist der letzte Panzer dieser Panzergruppe aus vier Panzern, die den Verkehr aufhalten. Man vergleiche dazu den weißen Lastwagen dahinter auf beiden Bildern.

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Bild 11: Das bereits oben erwÀhnte russische Luftabwehrsystem in Rostow, Russland, als Invasionssymbolbild in der HAZ

Ein sehr schönes Beispiel fĂŒr die Symbolbild-Taktik bietet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Das bereits erwĂ€hnte, vom SPIEGEL am 23. April 2015 als Beleg fĂŒr die „Entsendung weiterer russischer Truppen“ genutzte Bild eines russischen Luftabwehrsystems in Russland wurde am 15. August 2014 von der HAZ eingesetzt, um in dem Artikel „Russische MilitĂ€rfahrzeuge in Ukraine gesichtet“ Russland eines Einfallens in die Ukraine zu bezichtigen (22): „23 gepanzerten Mannschaftstransportwagen gemeinsam mit Tanklastwagen und anderen Versorgungsfahrzeugen sind aus Russland ĂŒber die Grenze gefahren.“. Rechts unten daneben steht ganz klein „Symbolbild“. Aber das macht den Artikel auch nicht wahrer und die Wirkung solcher Bilder nicht viel geringer. Vielen dĂŒrfte das Wort „Symbolbild“ beim schnellen Lesen ohnehin nicht auffallen.

Die Fake Invasion lebt

Obwohl es keine russische Invasion gegeben hat und die Leser, Hörer und Zuschauer die Medien immer wieder darauf aufmerksam machten, halten Presse und Propaganda eisern an dieser LĂŒge fest. Bei jeder sich bietenden  Gelegenheit wird diese Falschbehauptung wiederholt. Bei unzĂ€hligen Themen, die eigentlich gar nichts direkt mit dem Ukraine-Konflikt zu tun haben, wird dem Publikum die Message von der Russeninvasion beilĂ€ufig – und daher umso wirksamer – untergejubelt.

Ein besonders bizarres Beispiel hierfĂŒr ist die Berichterstattung ĂŒber den Panama-Papers-Steueroasenskandal. In die AffĂ€re war auch ein ukrainischer MilliardĂ€r verwickelt und mindestens sieben, teilweise hochrangige Journalisten schafften es zwischen dem 4. und 8. April 2016, ĂŒber diese VerknĂŒpfung die Geschichte von der angeblichen russischen Invasion in der Ukraine 2014 zu erzĂ€hlen. Und das wohlgemerkt im Rahmen eines Skandals um Steuerflucht und GeldwĂ€sche in dem mittelamerikanischen Land Panama.

Konrad Schuller (FAZ) – „Ukraine und Panama Papers. Vertreibung aus dem Steuerparadies„ (23):

“Das Empörende an der Sache sei, dass der PrĂ€sident und Oberbefehlshaber der StreitkrĂ€fte ausgerechnet im August 2014, auf dem Höhepunkt der russischen MilitĂ€rintervention, eine Firma in einem Steuerparadies gegrĂŒndet habe”

Paul Ronzheimer (BILD) – “Skandal um Geld-Trickserei | StĂŒrzt Poroschenko ĂŒber das Panama-Konto?“ (24):

“Und dann geschah Ilovaisk – in dem Ort nahe Donezk wurden Hunderte ukrainische Soldaten von russischen Soldaten eingekesselt und getötet. Bis heute ist es die grĂ¶ĂŸte Niederlage der Ukrainer im Krieg.”

Moritz Gatmann (Übermedien) – „Offshore-EnthĂŒllungen. Panama, Putin, Poroschenko: Das Fleisch und die Soße„ (25):

„Der Großteil des Poroschenko-Gerichts ist eine Soße namens ‚Ilowajsk‘. So heißt ein Ort in der Ostukraine, an dem die Ukrainer im August 2014 gegen Separatisten und russische Spezialeinheiten eine entscheidende Schlacht verloren.“.

Benjamin Bidder (Spiegel) – “Panama Papers: Warum Poroschenko diesmal zu Unrecht am Pranger steht“ (26):

“Um die drohende Niederlage der selbsternannten ‘Volksrepubliken’ zu verhindern, erhöhte dann Moskau den Einsatz: Mitte August griffen VerbĂ€nde der russischen Armee in die KĂ€mpfe ein. Als die Mail nach Panama abgeschickt wurde, deutete aber noch nichts auf diese Entwicklung hin.”

T-Online – „Offshore-Firma gegrĂŒndet. Poroschenko wegen ‚Panama Papers‘ unter Druck„ (27):

„Mails an die Kanzlei Mossack Fonseca, die im Zentrum der ‚Panama Papers‘ steht, datieren bereits auf ĂŒber eine Woche vor dem Höhepunkt der Auseinandersetzung mit Russland.“

Florian Willershausens (Wirtschaftswoche) – “Panama Papers und die Ukraine. Zu Unrecht am Pranger“ (28):

“Just im August, als ukrainische Truppen in der Schlacht im Osten der Ukraine schwere Niederlagen gegen russische Spezialeinheiten und die pro-russischen Separatisten erlitten, wurde im Steuerhafen der britischen Jungferninseln die Briefkastenfirma Prime Asset Partners eröffnet”.

Christian Weisflog (NZZ) – „Die Offshore-Firmen des PrĂ€sidenten„ (29):

„Bei der Eroberung von Ilowajsk wurden Kiews Truppen von russischen Einheiten eingekesselt. Knapp 500 ukrainische Soldaten wurden getötet, fast ebenso viele verletzt.“

Interessant ist im Vergleich dazu auch ein Auszug aus Bundesaußenminister Steinmeiers Rede vor der UNO-Vollversammlung vom 27. 09. 2014, also wenige Wochen nach dem kleinen Waffengang zwischen Rebellen und hauptsĂ€chlich KĂ€mpfern der rechtsextremen ukrainischen „Freiwilligenbataillone“ in Ilowajsk, der angesichts der Niederlage der Kiew-treuen Nazieinheiten zu einer gewaltigen Schlacht gegen eine russische Invasionsarmee aufgeblasen wurde (30, 31):

“Vor wenigen Wochen standen wir vor einer unmittelbaren militĂ€rischen Konfrontation zwischen russischen und ukrainischen StreitkrĂ€ften. Diplomatie hat das Äußerste verhindert.“

Steinmeier erweckt hier zwar fĂ€lschlicherweise – vergleiche die Aussagen des französischen Generals Gomart – den Eindruck einer damals drohenden russischen Invasion, gibt aber immerhin zu, dass eine Invasion beziehungsweise Kampfhandlungen zwischen ukrainischen und russischen StreitkrĂ€ften nie stattfanden. Ilowajsk wird von ihm nicht einmal erwĂ€hnt. Die OSZE bestĂ€tigte Anfang September 2014, dass es keine Belege fĂŒr russisches MilitĂ€r in der Ukraine gibt (32).

Ob russische Truppen in der Ostukraine grundsĂ€tzlich völkerrechtlich illegal wĂ€ren, ist ohnehin noch einmal eine ganz andere Frage, die hier nicht umfassend behandelt werden soll. Wer gerade eine Regierung gestĂŒrzt hat, hat völkerrechtlich nichts zu melden und sollte besser nicht die völkerrechtliche Frage aufwerfen, ob es den Teilen der Bevölkerung, die gegen den Putsch protestieren, erlaubt ist, sich militĂ€rische Hilfe aus einem Nachbarland zu holen, denn die Antwort wĂŒrde vielleicht nicht in seinem Sinne sein. Die Frage ist allerdings hier irrelevant, da ja keine russischen Truppen gefunden wurden.

Immer weiter

Bild 12: taz am 12.11. mit Krieg Russland – Ukraine und der Focus am 7.11. mit Panzerinvasion (33, 34)

Unsere Propaganda besteht darauf, dass es sich bei dieser „russischen Invasion“ in der Ukraine um die RealitĂ€t handelt (33, 34). Und das ohne jeglichen Beweis und sogar entgegen der Aussage des höchstrangigsten MilitĂ€rgeheimdienstlers eines wichtigen NATO-Staates vor dem Parlament. Immer wieder und wieder wird die LĂŒge wiederholt. Je öfter, desto besser. Je arroganter, desto besser.

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Bild 13: Golineh Atai maßregelt per Twitter einen Kollegen, der die InvasionslĂŒge nicht in seinen Text einfließen ließ

Wer nicht hart genug argumentiert, kann sich da auch schon mal eine „Korrektur“ einfangen. ARD-QualitĂ€tsjournalistin Golineh Atai maßregelte im Juni 2016 ihren Journalistenkollegen Hubert Seipel, weil dieser vergessen hatte, in einem Beitrag ĂŒber Ilowaisk von russischen Truppen zu sprechen: „4 Journalisten waren direkte Augenzeugen in Ilowaisk. Sie können Hubert Seipel Informationen liefern. Wenn er will.“. Und weiter: „Statt Passivkonstruktion ‚war eingekesselt worden‘ empfehlen Augenzeugen den Aktiv: RegulĂ€re russische Soldaten, viele gefangen genommen.“. Atai bringt hier vor lauter Ärger ĂŒber die vergessenen „russischen Truppen“ ihre eigene Argumentation durcheinander und schreibt, die eingekesselten Ukrainer wĂ€ren russische Soldaten gewesen, „viele gefangengenommen“.

Video: Die Anstalt vom 23. 09. 2014 nimmt Falschbilder und Falschmeldungen zum Ukraine-Konflikt aufs Korn

Vor wenigen Jahren hĂ€tte man wohl die Vorstellung fĂŒr verrĂŒckt gehalten, dass es möglich wĂ€re, den Menschen einen nie passierten Krieg zwischen den beiden grĂ¶ĂŸten FlĂ€chenstaaten Europas samt Invasion vorzugaukeln. Gerade in Zeiten von Foto- und Videosmartphones und Internet sollte das nicht möglich sein, denn irgendjemand mĂŒsste diesen Krieg ja gesehen und gefilmt und fotografiert haben und falls das nicht so ist, dann ist der angebliche Krieg eben ein Hirngespinst.

Heutzutage möchte die Propaganda den Menschen dazu zwingen, seinen eigenen Augen und seinem eigenen Verstand nicht mehr zu trauen – und sich in seiner Verzweiflung vollkommen den Anweisungen der Propagandisten zu ergeben. Mittlerweile finden jedes Jahr „defensive“ MilitĂ€rmanöver statt, bei denen NATO-Bataillone bis kurz vor die russische Grenze vordringen. Dass dabei auch mal wie 2015 die Horror-Biowaffe Anthrax – Milzbrand – mit der Post verschickt wird und sogar Medien wie Spiegel, BILD oder Focus darĂŒber berichten mĂŒssen, um dem Ganzen dann den Wind aus den Segeln zu nehmen, scheint viele genauso wenig zu interessieren wie die Gefahr eines dritten Weltkrieges samt atomarer Auslöschung der Menschheit (35-38). Von Empathie fĂŒr die Opfer der ÜberfĂ€lle auf fremde LĂ€nder mit Hilfe von humanitĂ€r gefĂ€rbter Propaganda ganz zu schweigen. Und wenn eure Kinder dann an der Ostfront verreckt sind, macht sie auch kein „Abber, abber, abber“ und kein „Wir haben doch von nichts gewusst“ wieder lebendig.

Verweise

(1) http://www.assemblee-nationale.fr/14/cr-cdef/14-15/c1415049.asp
(2) http://blauerbote.com/2014/11/07/symbolbilder-archivbilder-falschbilder/
(3) http://www.wdr5.de/sendungen/tagesgespraech/neunundzwanzigsteraugust102.html
(4) http://propagandaschau.wordpress.com/2014/08/30/propaganda-und-kriegshetze-mit-5-jahre-altem-russischen-manoverfoto/
(5) http://www.n-tv.de/politik/dossier/Russland-beginnt-Manoever-article388326.html
(6) http://blauerbote.com/2014/08/31/ukraine-die-panzerluge-erneut-billiger-propagandatrick/
(7) http://blauerbote.com/wp-content/uploads/2014/09/nichtsgut.png
(8) http://blauerbote.com/2014/09/01/wdr-ersetzt-falschbild-durch-falschkontextbild/
(9) http://blauerbote.com/2014/09/02/bizarr-wdr-ersetzt-nach-protesten-falschung-durch-neue-falschung/
(10) http://web.de/magazine/politik/ukraine-krise-russische-panzer-dringen-ukraine-30195652
(11) https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/03/19/was-erwartet-russlands-rustungsindustrie/
(12) http://blog.daum.net/007nis/15854067
(13) http://cfile213.uf.daum.net/image/2044B40C4A0127F8380FAF
(14) https://translate.google.de/translate?sl=ko&tl=de&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fblog.daum.net%2F007nis%2F15854067&edit-text=
(15) http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-soll-zusaetzliche-soldaten-in-die-ostukraine-geschickt-haben-a-1030088.html
(16) http://www.polskieradio.pl/5/3/Artykul/1202767,Rosyjskie-pojazdy-wojskowe-wjezdzaja-na-Ukraine
(17) https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/ukraine-russische-panzer-kolonne
(18) http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-konflikt-russland-schickt-panzer-in-ostukraine,26429068,28978018.html
(19) http://www.businessinsider.com/afp-ukraine-tensions-spike-as-russia-backs-rebel-vote-2014-10
(20) http://www.welt.de/politik/ausland/article134116750/Panzer-und-Haubitzen-Moskau-rueckt-in-Ukraine-ein.html
(21) http://www.20minutes.fr/monde/1470190-20141029-moscou-defie-kiev-soutien-elections-separatistes-ukraine
(22) http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Russische-Militaerfahrzeuge-offenbar-in-der-Ukraine-gesichtet
(23) http://www.faz.net/aktuell/politik/ukraine-und-panama-papers-vertreibung-aus-dem-steuerparadies-14160290.html
(24) http://www.bild.de/politik/ausland/petro-poroschenko/panama-papers-enthuellung-45215046.bild.html
(25) http://uebermedien.de/3937/das-fleisch-und-die-sosse/
(26) http://www.spiegel.de/politik/ausland/panama-papers-vorwuerfe-gegen-petro-poroschenko-a-1085815.html
(27) http://www.t-online.de/wirtschaft/id_77478256/poroschenko-wegen-panama-papers-unter-druck.html
(28) http://www.wiwo.de/politik/europa/panama-papers-und-die-ukraine-zu-unrecht-am-pranger/13416218.html
(29) http://www.nzz.ch/international/panama-papers/die-ukraine-und-die-panama-papiere-die-offshore-firmen-des-praesidenten-ld.11438
(30) http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2014/140927_69_Generalversammlung_VN.html
(31) http://blauerbote.com/2019/11/07/bataillon-asow-aidar-donbass-und-co/
(32) http://www.heise.de/tp/news/OSZE-stellt-kein-russisches-Militaer-in-der-Ukraine-fest-2307224.html
(33) https://taz.de/Krieg-zwischen-Russland-und-Ukraine/!5028857/
(34) https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-panzerkolonne-dringt-von-russland-in-die-ostukraine-ein_id_4257364.html
(35) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26566
(36) http://www.barth-engelbart.de/?p=219592
(37) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/us-armee-setzte-anthrax-bei-uebungen-in-deutschland-ein-a-1043247.html
(38) http://blauerbote.com/2017/05/21/us-wissenschaftler-usa-plant-atomschlag-gegen-russland/

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