Alexander Van der Bellen war ab den 1970er-Jahren Freimaurer. 10 Jahre spĂ€ter sei er eigenen Angaben zufolge ausgeschieden. Obwohl die Freimaurerei dezidiert nicht politisch sein will, gehören viele österreichische Politiker Logen an. Doch ihre Ziele, ihr Wirken und ihre Mitglieder liegen im Verborgenen. Wochenblick sprach mit einem Freimaurer und versuchte zu ergrĂŒnden, welchen Einfluss der internationale Geheimbund auf Ăsterreichs Politik hat.Â
Freimaurer: Esoteriker mit grenzenloser Macht
Ăber 20 Jahre lang versuchte Konstantin* dem groĂen Geheimnis der Freimaurerei nĂ€herzukommen und vollzog die Arbeit an seinem rauhen Stein. Um diese eigene Persönlichkeitsbildung und den inneren Ausgleich gehe es, wie er betont. Es sei verboten, das Logenwesen fĂŒr berufliche Vorteile zu nĂŒtzen, also âGeschĂ€ftemaurereiâ zu betreiben. In Deutschland gehörte er einer blauen Loge nach schwedischem Ritus an. Als der KĂŒnstler 2016 nach Ăsterreich kam, versuchte er Anschluss in einer hiesigen Loge zu finden.
Hier herrscht die humanitĂ€re Freimaurerei vor und er habe davon gehört, dass man auch auf die Charta der Menschenrechte schwören mĂŒsse. Doch was ihn besonders verwunderte, war der Umstand, dass das Duell um die PrĂ€sidentschaft â damals zwischen dem grĂŒnen Van der Bellen und dem freiheitlichen Norbert Hofer â ein wesentliches Thema in der Loge war. Am schwarzen Brett seien Medien-Artikel zur Wahl ausgehangen, die die FPĂ und Hofer in ein schlechtes Licht rĂŒcken sollten. Dass Van der Bellen âihrâ Kandidat sei, das sei eindeutig kommuniziert worden.
Burschenschaften im Kampf fĂŒr die Demokratie
Es gibt viele Vereine unterschiedlichster Ausrichtungen, denen Ăsterreichs Politiker angehören. Doch wĂ€hrend beispielsweise das WEF im Mainstream kaum eine ErwĂ€hnung findet, gerĂ€t sie immer wieder in den Fokus: Die Burschenschaft. Grund: Heute sind es fast ausschlieĂlich freiheitliche Politiker, die in ihrer Studentenzeit einer schlagenden Verbindung beitraten. Das war nicht immer so: Selbst Alexander Van der Bellen versuchte in seiner Studentenzeit in Innsbruck an der Burschenschaft Brixia anzudocken.
Erst nachdem die Aufnahme scheiterte, habe er sich der Freimaurerei zugewendet. Auch der spĂ€tere Wiener SPĂ-BĂŒrgermeister Michael HĂ€upl verbrachte seine Jugend in der Kremser Burschenschaft Rugia. Doch heute finden sich Burschenschafter in Ăsterreichs Politik fast nur noch unter den Freiheitlichen. Das ist wenig verwunderlich, denn ihr Motto lautet: âEhre, Freiheit, Vaterlandâ. Es sind Werte, die bei anderen Parteien aus der Mode gekommen sind. Keine Vereins-Zugehörigkeit eines PrĂ€sidentschafts-Kandidaten wird jedoch im Mainstream so oft angesprochen, wie jene von Walter Rosenkranz: Die Burschenschaft.
Zwei Kandidaten aus Ritter-Orden
Zum BundesprĂ€sidenten-Wahlkampf will man natĂŒrlich genau wissen, wer die Kandidaten sind, die zur Auswahl stehen. Und um zu wissen, wofĂŒr sie stehen, lohnt ein Blick in die Umfelder, in denen sie sich bewegen. Mit gleich zwei Kandidaten des âSt. Georgs-Ordensâ verdient auch dieser eine genauere Betrachtung. Denn sowohl Tassilo Wallentin als auch Gerald Grosz sind dort Mitglieder.Â
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In der österreichischen Medienlandschaft gibt es bis auf den âWochenblickâ fast keinen wirklichen Widerstand. In den vergangenen Wochen und Monaten erreichten zahlreiche Leserbriefe die âWochenblickâ-Redaktion und zeigen, dass der âWochenblickâ mit seiner Berichterstattung einen krisensicheren Kurs fĂ€hrt. Dennoch ĂŒbt die Regierung einerseits mit ihren MaĂnahmen groĂen wirtschaftlichen Druck aus â und ĂŒberschĂŒttet andererseits ihr ergebene Medien mit Geld, um die demokratische Meinungsbildung zu ihren Gunsten zu verzerren.
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