Belarusissch-polnische Grenze (Foto:dts-Nachrichtenagentur)
Damit der Racheplan des belarussischen Machthabers gegen die (von ihm expressis verbis so bezeichneten) EU-„Bastarde” wegen deren halbherzigen Sanktionen gelingen kann, braucht es im Hauptzielstaat dieser „hybriden” Aggression, Deutschland, jene Sorte Komplizen, die auf die taktisch erzeugten Triggerbilder entsprechend reagieren und die „Zivilgesellschaft” in der gewünschten Weise mobilisieren. Nichts leichter als das – denn diese Komplizen sind, trotz aller katastrophalen Erfahrungen seit 2015, nicht etwa rarer geworden, sondern rücken derzeit in Gestalt der Grünen gerade sogar in Regierungsverantwortung auf. Daneben gibt es noch die üblichen Verdächtigen, die bereitwillig in jeden aufgespannten Stolperdraht tappen, um „Moral zu kotzen” und sich in die gewünschte Richtung zu bewegen.
Es braucht nur eine hinreichende Zahl zwar nicht realitätsgetreuer, aber dafür umso eindringlicher Zerr- und Vexierbilder von vor der Kamera drapierten Frauen und Kindern, ein wenig (zum Teil vom Band abgespultes) Babywimmern und einstudierte Hilfeschreie. Wird das limbische System der Pseudohumanisten und „Aktivisten” in Deutsch-Buntlandistan entsprechend gekitzelt, hat das Großhirn Pause. In Minsk nässen sie sich grinsend ein.
So fordert nun die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes „humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge im Grenzgebiet zwischen Polen und Weißrussland” gefordert. Herz-Jesu-Christsozialistin Gerda Hasselfeldt gibt den Druck Weißrusslands wie dort erwartet gerne an die Politik weiter: „Die Situation im unmittelbaren Grenzgebiet zwischen Polen und Belarus, im so genannten Niemandsland, ist dramatisch”. Alleine in diesem Gebiet würden 3.000 bis 4.000 Migranten vermutet. Genau wisse man es nicht, weil es keinen direkten Zugang gebe. „Genau da beginnt das Problem”, so Hasselfeldt laut „dts”. „Denn es widerspricht dem humanitären Grundsatz, demzufolge zu allen Menschen in Not Zugang gewährt werden muss. Diese Menschen müssen unabhängig von ihrem Rechtsstatus Zugang zu humanitärer Hilfe haben. Das ist hier nicht gewährleistet.” Die Menschen litten an Unterkühlung und seien erschöpft. Häufig zählten zu den Betroffenen auch „Mitglieder aus vulnerablen Gruppen wie Schwangere und minderjährige Kinder”. Gerade sie bräuchten dringend Hilfe.
Selektive Notlagen
Nun gibt es auf der Welt aktuell rund 4 Milliarden Menschen in akuter Not, etwa eine Million Mal mehr als derzeit im Niemandsland verharren. Die meisten davon sind um Größenordnungen schlimmer dran, sie haben kein Geld zur Zahlung von Schleppergeldern und zum Erwerb von Flugtickets, sie besitzen keine schicke Kleidung und auch keine Smartphones und sie kommen gar nicht in die Gelegenheit, sich, logistisch und „touristisch” begleiten zu lassen von einem Regime, das nichts mehr zu verlieren hat und sie als Teil einer perfiden Destabilisierungsstrategie an die EU-Außengrenze verbringt, wo sie es aufs Radar deutscher Gutmenschen schaffen. Die arabisch-vorderasiatisch-afrikanischen Belarus-„Flüchtlinge” versuchen auch gar nicht, ihrer wohlorchestrierten „Not” zu entkommen, sondern sind dazu nur zu eigenen Bedingungen bereit: Asylangebote in Polen lehnen sie kategorisch ab, denn sie wollen sich sich Versorgungsansprüche gezielt und nur in Deutschland zu ersitzen. Genauer: Sie versuchen diese militant zu erzwingen. Die (von unseren Framingmedien bevorzugt gezeigten schwangeren Mütter, Säuglinge und Kleinkinder sind es wohl kaum, die die polnischen Grenztruppen attackieren, die Baumstämme als Rammen verwenden und Zäune niederreißen.
All das hält Hasselfeldt nicht davon ab, mit den quasi identischen Worthülsen wie vor sechs Jahren die neuerliche Öffnung aller Schleusen zu verlangen – ungeachtet der Folgen eines solchen Schritts: „Die Krise an unserer Grenze zu Belarus ist die größte humanitäre Katastrophe in unserer unmittelbaren Umgebung, die ich je gesehen habe. Sie geht uns alle an.” Das DRK reiht sich mit seiner infantilen, blauäugigen und philanthropischen Stimmungsmache ein in die Aktivisten-Phallanx von Pro Asyl, linksextremen Fluchthelfer und Vor-Ort-„Hilfskräfte” vom Schlage der „Seenotretter”, die sich alle wieder rhythmisch ihre moralische Wampe massieren und ein verlogenes Spiel bereitwillig mitspielen. Weil in Deutschland niemand mehr die Konsequenzen rechtsstaatlicher Regelanwendung und „unschöne Bilder” aushalten mag, dürfte die Erpressungsbeihilfe dieser Fünften Kolonne auch diesmal gelingen – und erneut eine ferngesteuerte Masseneinwanderung induzieren. Mit Hochdruck und Leidenschaft basteln sie an der endgültigen Implosion des übernutzten deutschen Sozialstaates. Ist diese erfolgt, werden wir dann überhaupt keinem mehr helfen können – weil wir selbst Krisengebiet geworden sind.

