Macht kaputt, was euch kaputtmacht! (Symbolbild:Pixabay)
„Mama, die Terroristen von der ‚letzten Generation‘ haben gerade den Frankfurter Flughafen in die Luft gesprengt!” – „Aber Dörte-Amina, wie oft muss ich dir noch sagen, dass diese Menschen ‚Aktivisten‘ sind? Damit wollten sie nur gegen den Klimawandel protestieren!” An solche oder ähnliche Argumentationslinien haben wir uns mittlerweile gewöhnt; wer schon ein paar Jahre älter ist, wird sich vielleicht noch an die Rechtfertigung der ersten RAF-Anschläge durch deren Sympathisanten erinnern: Da wurde aus der Bombe im Kaufhaus mal rasch einmal eine humanitäre Aktion gemacht: Das war doch engagierter Protest gegen den Krieg in Vietnam! Die Deutschen sollen ruhig mal am eigenen Leib erfahren, wie es dort zugeht! Ausgerechnet die selbsternannten Hüter der „Aufarbeitung der deutschen Geschichte” hatten komplett den Zweiten Weltkrieg ausgeblendet (der damals noch gar nicht so lange her war) – wenn es ihnen nicht gar in Wahrheit darum ging, diese Wunde vorsätzlich wieder aufzureißen,
Damals wie heute spielten viele linke (mehr oder minder) Intellektuelle bei diesem Schönreden von Gewalttaten mit – wie einst etwa Heinrich Böll, der sich beklagte, er sei dadurch Opfer von Hetzjagden geworden. Vieles davon hat sich mittlerweile als gesellschaftlicher Konsens verfestigt; die Methoden der Relativierung, aber auch die Art zu reagieren, wenn es dafür Gegenwind gibt. Gerade wieder ist es Nancy Faeser, die sich als Opfer einer „rechten“ Kampagne sieht, weil ihr allzu trautes Kuscheln mit der Antifa öffentlich wurde. Dabei steht man nicht etwa selbstbewusst zu dem, was man geschrieben oder getan hat, sondern dreht dem politischen Gegner gleich mit enormen Getöse den Hahn der Kritik zu.
Man könnte das als billige Masche abtun – aber es ist eben doch noch ein Unterschied, ob so ein Stil in der AStA-Teestube gelebt wird oder von einer Ministerin, die ihn zum offiziellen Standard erhebt und so zur Grundlage ihrer Politik macht. Und so werden wohl auch die „Fridays-for-Future”-”Aktivisten” auf nicht sonderlich viel Widerstand treffen, wenn sie künftig zunehmend gewaltbereiter vorgehen. Im Gegenteil: Im Bundestag können sie auf so manchen Sympathisanten hoffen, der sich heimlich wünscht, mit ihnen gemeinsam ein bisschen Infrastruktur kaputt zu machen.
Hanau-Gedenken kommt gerade recht
Was ist eigentlich so schwierig daran, eine gesellschaftliche Übereinkunft zu schaffen, nach der Gewalt generell nichts in politischen Auseinandersetzungen zu suchen hat? Angesichts der allgemeinen Gleichgültigkeit gegenüber linken Zerstörungsorgien und auch Gewalt durch „traumatisierte” Migranten nimmt sich die Trauer um die Opfer von Hanau, die derzeit wieder die Medien bestimmt, reichlich heuchlerisch aus. Das Entsetzen der Angehörigen ist echt und berechtigt, ebenso wie ihr Wunsch nach lüchenloser Aufklärung der Vorgeschichte; aber haben offizielle Stellen überhaupt ein Interesse daran? Warum etwa wird das zehnte Opfer – die (deutsche) Mutter des Täters – kaum erwähnt?
Natürlich kommt der neuen Innenministerin solch ein Attentat bei ihrem Feldzug gegen die Opposition ganz recht; aber Hanau will hier nicht so wirklich ins Bild passen und die zuständigen Behörden haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert: Der an einer eindeutigen Psychose erkrankte Täter hatte in seinen wirren Briefen zwischen den Zeilen geradezu geschrienen „Bitte kümmert euch um mich!” – aber nichts war passiert. Entgegen landläufiger Meinung folgen auch Psychosen einer gewissen Logik: Was wäre eigentlich, wenn der Täter, um maximale Aufmerksamkeit zu generieren, einfach zu der Tatform gegriffen hat, von der er sich das meisten mediale Interesse erhoffen konnte? Das macht die Tat zwar keinen Deut besser – würde aber die Mechanismen, nach denen die Beurteilung von Gewalt mittlerweile funktioniert, nur noch offensichtlicher machen. Der Mythos von den „Linken, die nur Sachen kaputt machen” und den „mordenden Rechten” bliebe gewahrt.
Der Konsens darüber, dass grundsätzlich jeder, der in unserem Land lebt, ein Recht darauf habe, dass der Staat sein Leben und seinen Besitz schützt, ist längst aufgekündigt. Inzwischen haben offenbar auch die FFF-„Aktivisten” ihre Lizenz zur Selbstjustiz erhalten, während umgekehrt selbst friedfertigste Spaziergänger mit dem Etikett „Hanau” versehen werden – auch wenn sie noch nie im Leben jemandem ein Haar gekrümmt haben. Man will es sich eben nicht verderben mit der Gefolgschaft, die man sich in den letzten Jahren herangezogen hat. Während man über „Menschenverachtung” und „Spaltung der Gesellschaft” predigt, wird beides bereits fleißig umgesetzt – natürlich im Namen des Guten und der allgemeinen Rettung des Planeten. Damit lässt sich mittlerweile jeglicher Totalitarismus an den Mann – oder die Frau – bringen. Gut ist, dass dies wenigstens von immer mehr Bürgern erkannt wird.
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