Österreichs „Medien-Konsumenten“ scheinen dem Staatssender ORF eine unmissverständliche Lektion erteilen zu wollen. Das bekannte österreichische „Gratis-Blatt“ Heute titelt hingegen, ganz linientreu, „ORF kämpft mit rätselhafter Flut an GIS-Abmeldungen“.
Nun rätselhaft ist dies wohl nur aus Sicht der Staatsraison, der Bürger scheint wohl nun die Quittung für die „regierungskonforme“ einseitige Berichterstattung der letzten Jahre zu präsentieren.
ORF Task-Force eingesetzt
Offenbar sind immer weniger Österreicher bereit für das Staatsprogramm immerhin rund 30 Euro pro Monat zu berappen und dabei noch „einseitig“ informiert zu werden.
Nun brennt beim ORF der sprichwörtliche Hut, es wurde eine Task-Force einberufen. In den letzten Monaten ist es nun auch im Staatssender transparent geworden, dass es zu einer Flut von GIS-Abmeldungen gekommen ist. Die staatlichen Mühlen mahlen, wie sollte es anders sein, auch beim Staatssender ein wenig langsamer.
Der, seit 1.1. des Jahres neu im Amt befindliche ORF-General Roland Weißmann (ÖVP) hat nun anscheinend nun auch mit den Folgen der missglückten Politik seiner Parteiführung zu kämpfen. Ganz nach dem Motto „mitgegangen mitgefangen“ hat er nun mit der Lösung dieses „Rätsels“ zu kämpfen.
Ebenfalls ganz parteikonform setzt er eben mal gleich eine Kommission, höchstwahrscheinlich in Form von Experten, also eine Task Force (klingt militanter nach dem Vorbild Nehammers) zur Lösung des Problems, ein.
ORF tappt bei Ursachen-Findung im Dunkeln
Für den ORF höchst bedauerlich, in der Vergangenheit allerdings höchst lukrativ, ist, dass die GIS Gebühren der Staats-TV-Konsumenten den Löwenanteil des Budgets ausmachen. Bis dato hatte man ja für jede Fragestellung stets Experten an der Hand, die dann sogleich im Hand umdrehen ihre Einschätzungen und Einordnungen zu allerlei Themen aus dem Hut gezaubert hatten.
Die wurden also dann auch fürstlich dafür entlohnt den, offenbar als völlig unbedarft eingeschätzten Zusehern, ihre meist staatskonforme Meinung als „ultima ratio“ zu präsentieren. Da könnte es jetzt richtig eng werden im hoffnungslos „overstafften“ ORF.
Der Standard berichtet, dass Weißmann deshalb gegenüber den Stiftungsräten die Gründung einer Task Force angekündigt hat. Rund 10.000 Österreicher zahlen nun nicht mehr in die Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen ein.
Im Jänner und Februar 2021 meldeten sich dem Standard zufolge noch 50 Prozent weniger Zuseher von der GIS ab. Der OFR hingegen tappt betreffend der Ursachen dafür im Dunkeln.
Laut ORF liegt die Schuld beim Streamen
Von Seiten des ORF wird bezweifelt, dass dieses „Phänomen“ mit der jüngsten Gebührenerhöhung zusammenhängen könnte. Denn, so meint man, in der Vergangenheit sei der Anteil der Abmeldungen zu diesem Anlass nur um rund zwölf Prozent gestiegen.
„Das birgt, wenn es so weitergeht, ein hohes Risiko für den ORF“, erklärt Stiftungsrat Heinz Lederer (SPÖ) gegenüber dem Standard.
Als Grund hätten angeblich die meisten der Abmeldenden angegeben, dass sie den ORF nur mehr per Streaming nutzen würden.
Genau daran stößt man sich nun seitens des ORF. Aktuell soll nun der Verfassungsgerichtshof im „Auftrag“ des Staatssenders klären, ob es gesetzeskonform ist, dass für das Streamen eben keine Rundfunkgebühr anfällt. Als hätte der VfGH nicht ohnedies mit der Corona-Misere der Regierung im Augenblick genug zu tun (Anm.d.Red.)
On Top argumentiert man auch mit einer Aktion des Versandriesen und Streaming-Dienstleisters Amazon, der allen Kunden, die eine GIS-Befreiung vorweisen können, 50 Prozent der Monatsgebühr von „Amazon Prime“, erlässt. Nach Angaben des ORF soll dies ebenfalls einen kleinen Anteil an den Abmeldungen haben.
Wir denken die Wahrheit hat manches Mal eine „hässliche Fratze“ und der ORF sollte sich ihr stellen, unkritischer Propaganda-Journalismus zahlt irgendwann den Preis dafür, im Übrigen stünde ein „Großreinemachen“ beim ORF schon lange an.
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