Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Ukraine-Flüchtlinge: Sicherheitsbehörden verlieren den Überblick

Deutschland dürfte bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen. Sicherheitskreise befürchten zudem, den Überblick darüber zu verlieren, wer da überhaupt ins Land kommt, schreibt die „Welt“. Darüber hatte zuerst der Deutschland-Kurier berichtet.

In Sicherheitskreisen wird laut „Welt“ davor gewarnt, dass man den Überblick über die Einreisenden verliere. So sollen bereits erste Personen festgestellt worden sein, die aus Weißrussland über die Ukraine und Polen nach Deutschland eingereist seien. Ende vergangenen Jahres hatte das Regime in Minsk gezielt Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze gebracht.

Nur 20.000 Plätze vorhanden

Wie die „Welt“ unter Berufung auf eine Umfrage der Bundesregierung weiter schreibt, sind in den Bundesländern aktuell nur etwas mehr als 20.000 Unterbringungsplätze vorhanden. Bund und Länder bemühten sich deshalb darum, so schnell wie möglich weitere Unterbringungsmöglichkeiten bereitzustellen.

Unterdessen sollen allein in Berlin bereits 8.000 aus der Ukraine geflohene Menschen registriert worden sein. In der Hauptstadt kommen quasi im Stundentakt Züge aus Polen mit Hunderten Flüchtlingen an. Berlin hat andere Bundesländer „dringend“ um Unterstützung gebeten.

Sicherheitskreise halten es für möglich, dass die Zahl der Flüchtlinge insgesamt größer sein wird als Anfang der 90er-Jahre während des Balkan-Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Insgesamt sollen laut UN-Flüchtlingsagentur UNHCR bislang etwa eine Million Menschen aus der Ukraine geflüchtet sein, die meisten nach Polen. 

Afghanistan, Irak und Libyen: Wo waren die Sanktionen als USA und NATO Krieg führten?

Der Westen hat eine extreme Haltung gegenüber Russland eingenommen, wegen der russischen Invasion in der Ukraine. Diese Reaktion entlarvt ein hohes Maß an Heuchelei, wenn man bedenkt, dass die von den USA und der NATO geführten Kriege nie die strafende Reaktion erhalten haben, die sie verdient gehabt hätten.

von Robert Bridge

Die Reaktion auf Russlands Angriff auf die Ukraine, egal was man darüber denkt, hat die Doppelmoral des Westens bloßgelegt. Wenn die aktuellen Ereignisse in der Ukraine etwas bewiesen haben, dann, dass die Vereinigten Staaten und ihre transatlantischen Partner in der Lage sind, rücksichtslos den halben Planeten mit Füßen zu treten – wie in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, um nur einige Beispiele zu nennen – und das bei weitgehender Straffreiheit. Währenddessen werden Russland und Präsident Wladimir Putin für die russischen Aktionen in der Ukraine, in fast jeder Veröffentlichung der Mainstream-Medien, als die Wiedergeburt von Nazi-Deutschland dargestellt.

Lassen Sie uns zunächst etwas klarstellen. Heuchelei und Doppelmoral allein rechtfertigen keine Feindseligkeiten gegen ein anderes Land. Mit anderen Worten: Nur weil Länder der NATO seit 2001 ohne ernsthafte Folgen eine Spur mutwilliger Zerstörung um den Globus gezogen haben, gibt dies weder Russland noch irgendeinem anderen Land die moralische Erlaubnis, sich ähnlich zu verhalten. Es muss einen überzeugenden Grund für ein Land geben, die Anwendung von Gewalt zu genehmigen und sich damit einem “gerechtfertigten Krieg” zu verpflichten. Daher die Frage: Kann Russlands Handeln als “gerecht” oder zumindest nachvollziehbar betrachtet werden? Ich überlasse diese Antwort dem Urteil des Lesers, aber es wäre müßig, einige wichtige Details nicht zu berücksichtigen.

Nur für die Konsumenten von Fastfood-Nachrichten aus den Mainstream-Medien käme es überraschend zu erfahren, dass Moskau seit weit über einem Jahrzehnt vor einer NATO-Erweiterung nach Osten warnt. In seiner inzwischen berühmten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Jahr 2007 stellte Wladimir Putin den versammelten globalen Machthabern scharfsinnig die Frage:

“Warum ist es notwendig, während dieser NATO-Erweiterung militärische Infrastruktur an unseren Grenzen zu errichten? Kann jemand diese Frage beantworten?”

Später in der Rede sagte er, dass die Ausweitung militärischer Mittel bis an die russische Grenze “in keiner Weise mit den demokratischen Entscheidungen einzelner Staaten verbunden ist.” Die Bedenken des russischen Präsidenten wurden nicht nur mit dem vorhersehbaren Maß an Missachtung und ohrenbetäubendem Schweigen beantwortet; die NATO hat seit diesem Tag vier weiteren Ländern die Mitgliedschaft verliehen (Albanien, Kroatien, Montenegro und Nordmazedonien). Man stelle sich in einem Gedankenexperiment, das selbst ein Dummkopf nachvollziehen könnte, Washingtons Reaktion vor, wenn Moskau beispielsweise einen kontinuierlich expandierenden Militärblock in Südamerika aufbauen würde.

Der eigentliche Grund für Moskaus Beunruhigung kam jedoch, als die USA und die NATO damit begannen, die benachbarte Ukraine mit einem schillernden Arsenal hoch entwickelter Waffen zu fluten, während Forderungen nach einem Beitritt des Landes in die NATO erhoben wurden. Was um alles in der Welt könnte da wohl schiefgehen? In Moskaus Augen begann die Ukraine, zu einer existenziellen Bedrohung für Russland zu werden.

Im vergangenen Dezember übergab Moskau, das sich schnell dem Ende seiner Geduld näherte, Vertragsentwürfe an die USA und die NATO und forderte sie auf, jede weitere militärische Expansion nach Osten zu beenden, einschließlich eines NATO-Beitritts der Ukraine oder anderer Staaten. Sie enthielten die ausdrückliche Forderung, dass die NATO “keine militärischen Aktivitäten auf dem Territorium der Ukraine oder anderer Staaten Osteuropas, des Südkaukasus und Zentralasiens durchführen wird.” Aber wieder einmal begegneten die NATO und die EU Russlands Vorschläge mit Arroganz und Gleichgültigkeit.

Während man unterschiedlicher Meinung sein kann über die schockierenden Maßnahmen, die Moskau als nächstes ergriff, kann niemand sagen, dass er nicht gewarnt worden sei. Schließlich ist es nicht so, dass Russland am 24. Februar aufgewacht ist und plötzlich entschieden hat, dass das ein wunderbarer Tag ist, um eine Militäroperation auf dem Territorium der Ukraine zu beginnen. Man könnte somit argumentieren, dass Russland, in Sorge um seine eigene Sicherheit, eine Rechtfertigung für seine Aktion hatte. Leider ist dieselbe Argumentation für die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Schergen, im Hinblick auf ihr kriegerisches Verhalten im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte, möglicherweise schwieriger anzuführen.

Betrachten wir das berüchtigtste Beispiel, die Invasion des Irak im Jahr 2003. Dieser katastrophale Krieg, den die Journaille der westlichen Medien nachträglich als unglückliches “Geheimdienstversagen” schöngeredet hat, stellt einen der ungeheuerlichsten Akte nicht provozierter Aggression in der jüngsten Vergangenheit dar. Ohne zu tief in die düsteren Details einzutauchen, beschuldigten die Vereinigten Staaten, nachdem sie gerade die Anschläge vom 11. September erlitten hatten, Saddam Hussein im Irak, Massenvernichtungswaffen zu beherbergen. Doch anstatt eng mit den UN-Waffeninspektoren zusammenzuarbeiten, die im Irak vor Ort waren und versuchten, die Behauptungen zu überprüfen, starteten die USA am 19. März 2003 zusammen mit Großbritannien, Australien und Polen einen “Schock-und-Schreck”-Bombenangriff (englisch: Shock-and-Awe) gegen den Irak. Innerhalb kürzester Zeit fanden über eine Million unschuldige Iraker den Tod, Verwundung oder Vertreibung durch diese flagrante Verletzung des Völkerrechts.

Das Zentrum für öffentliche Integrität berichtete, dass die Bush-Regierung in ihren Bemühungen, die öffentliche Unterstützung für das bevorstehende Blutbad zu gewinnen, zwischen 2001 und 2003 über 900 falsche Behauptungen aufgestellt habe, über eine angebliche Bedrohung der USA und ihrer Verbündeten durch den Irak. Doch irgendwie wollten die westlichen Medien, die ohne Ausnahme zu den tollwütigsten Rufern nach militärischer Aggression geworden waren, keinen Fehler in der Kriegsargumentation finden – das heißt natürlich, bis nachdem die Militärstiefel und das Blut der Iraker bereits auf dem Boden waren.

In einer perfekteren Welt hätte man erwartet, dass die USA und ihre Verbündeten, nach diesem langwierigen achtjährigen “Fehler” gegen Unschuldige, einigen strengen Sanktionen unterworfen worden wäre. Tatsächlich gab es Sanktionen, nur nicht gegen die Vereinigten Staaten. Ironischerweise, wurden die einzigen Sanktionen, die aus diesem verrückten militärischen Abenteuer resultierten, gegen Frankreich verhängt, ein NATO-Mitglied, das gemeinsam mit Deutschland, die Einladung abgelehnt hatte, sich an diesem irakischen Blutbad zu beteiligen. Die globale Hypermacht USA ist eine solches Verhalten nicht gewohnt, insbesondere nicht von ihren angeblichen Freunden.

Amerikanische Politiker, selbstbewusst in ihrer gottähnlichen Einzigartigkeit, forderten einen Boykott von französischem Wein und Mineralwasser aufgrund der “undankbaren” Opposition der französischen Regierung gegen einen Krieg im Irak. Andere Kriegshetzer verrieten ihren Mangel an Ernsthaftigkeit, indem sie darauf bestanden, dass die beliebten “Pommes Frites” stattdessen durch die Bezeichnung “Freedom Fries” ersetzt werden sollte. Der Mangel an französischem Bordeaux, zusammen mit der mühsamen Überarbeitung von Restaurantmenüs, scheinen also die einzigen wirklichen Unannehmlichkeiten gewesen zu sein, die den USA und der NATO widerfahren sind, nachdem sie wahllos Millionen von Menschenleben zerstörten.

Jetzt vergleiche man dieses Vorgehen mit Samthandschuhen gegenüber den USA und ihren Verbündeten mit der aktuellen Situation in Bezug auf die Ukraine, wo die Waage der Justiz eindeutig zu Ungunsten von Russland gekippt ist – trotz seiner nicht unangemessenen Warnungen, dass man sich durch NATO-Erweiterungen bedroht fühlt. Was auch immer man über den Konflikt denken mag, der jetzt zwischen Russland und der Ukraine tobt, es lässt sich nicht leugnen, dass die Heuchelei und Doppelmoral, die gegen Russland gerichtet werden, ebenso schockierend sind wie sie vorhersehbar waren.

Abgesehen von den strengen Sanktionen gegen russische Einzelpersonen und die russische Wirtschaft (die vielleicht am besten vom französischen Wirtschaftsminister zusammengefasst wurde, der sagte, sein Land sei entschlossen, “einen totalen Wirtschafts- und Finanzkrieg gegen Russland” zu führen) gab es zutiefst beunruhigende Bemühungen, Nachrichten und Informationen aus russischen Quellen, die der westlichen Öffentlichkeit die Möglichkeit geben könnten, Moskaus Beweggründe zu erkennen, abzuschalten und zu verbieten. Am Dienstag, dem 1. März, beschloss YouTube, die Kanäle von RT und Sputnik für alle europäischen Nutzer zu sperren, wodurch die westliche Welt einen weiteren Teil des globalen Narrativs an sich reißen konnte.

Angesichts der Art und Weise, wie Russland im “Reich der Lügen” verunglimpft wird, wie Wladimir Putin die Länder seiner politisch motivierten Verfolger nannte, mögen einige glauben, dass Russland die ununterbrochenen Drohungen verdient, die es jetzt erhält. Tatsächlich könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Diese globale Selbstdarstellung, die einer Art geistloser Kampagne im Signalisieren von Tugend gleicht, die jetzt in liberalen Hauptstädten so beliebt geworden sind – und eine ohnehin instabile Situation unnötig anheizt – geht davon aus, dass Russland völlig falsch liegt, Punkt.

Ein solch rücksichtsloser Ansatz, der keinen Raum für Debatten, keinen Raum für Diskussionen, keinen Raum dafür lässt, Russlands Seite in dieser äußerst komplexen Situation zu sehen, garantiert nur weitere Pattsituationen, wenn nicht sogar im weiteren Verlauf einen ausgewachsenen globalen Krieg. Sofern der Westen nicht aktiv den Ausbruch des Dritten Weltkriegs anstrebt, wäre es ratsam, die abscheuliche Heuchelei und Doppelmoral gegenüber Russland zu beenden und sich geduldig seine Meinungen und Versionen der Ereignisse anzuhören. Das ist nicht so schwierig, wie manche Leute glauben mögen.


In den westlichen Medien wird viel über den russischen Präsidenten Putin geschrieben. Aber Putin kommt praktisch nie selbst zu Wort und wenn doch, dann stark verkürzt. Man kann Putin mögen oder auch nicht, aber man sollte wissen, was Putin selbst zu den drängendsten Fragen unserer Zeit sagt, um die Entscheidung darüber treffen zu können. Machen Sie sich selbst ein ungefiltertes Bild von dem, wofür Präsident Vladimir Putin steht!

In seinem Bestseller „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“ lässt der Autor Thomas Röper, der seit 1998 überwiegend in Russland lebt und fließend Russisch spricht, den russischen Präsidenten Vladimir Putin mit ausführlichen Zitaten selbst zu Wort kommen. Ein wirklich sehr tiefgehendes Buch, welches hier direkt über den J. K. Fischer Verlag bestellbar ist.

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Ehefrau von Mückstein-Nachfolger Rauch beschimpfte Demobesucher als „Faschisten“

Ehefrau von Mückstein-Nachfolger Rauch beschimpfte Demobesucher als „Faschisten“

Während der ORF den grünen Johannes Rauch bereits als Nachfolger von Gesundheitsminister Mückstein feiert, sorgt seine Frau, die Vorarlberger SPÖ-Politikerin Gabriele Sprickler-Falschlunger im Netz bereits für massive Negativ-Schlagzeilen. Bei einer Freiheitskundgebung in Bregenz bezeichnet sie die Demonstranten mehrfach als „Faschisten“ und die Kundgebung als „Faschisten-Ansammlung“. 

Von Edith Brötzner

Auf dem Handyvideo eines Demobesuchers sind die Aussagen der SPÖ-Politikerin klar zu hören. Auch die mehrfachen Einwände von Kundgebungsteilnehmerinnen, dass man für die Freiheit auf die Straße gehe, ignoriert sie. Stattdessen zieht sie NS-Vergleiche und geht sogar soweit, ihren Großvater in diesem Zusammenhang zu erwähnen, der im KZ gewesen sei. Eine der Kundgebungsteilnehmerinnen fordert die Politikerin auf, das vorher gesagte zu wiederholen. Während Sprickler-Falschlunger mehrfach wiederholt „Ihr läuft mit den Faschisten mit“, schockiert besonders ihre Aussage „so eine Faschisten-Ansammlung“ zum Ende des Videos.

Der VOL.AT Reporter Joachim Mangard lobt die verbalen Entgleisungen von Sprickler-Falschlunger auch noch als „Haltung“ und „Courage“ auf Twitter. Dabei fühlt man sich an die vielen Verfahren nach dem Verbotsgesetz erinnert, mit dem die Justiz aktuell gegen Maßnahmengegner vorgeht. Diesen wird heutzutage wegen leichtfertigen Vergleichen recht schnell die Verharmlosung der NS-Zeit vorgeworfen. In Linz sitzt der Demo-Veranstalter Florian Ortner unter anderem wegen diesem Vorwurf bereits seit sechs Wochen in U-Haft.

Während viele schweigen oder tolerieren, zeigt SPÖ-Lady Gabriele Sprickler-Falschlunger Haltung. Heute in Bregenz. Chapeau vor so viel Courage #corona #Faschismus #demo #querdenker #bregenz #mut #weristdasvolk #schweigendemehrheit @Vorarlberg pic.twitter.com/gxCj0fG3NH

— Joachim Mangard (@Jogsensei) January 31, 2022

Unsere untenstehende Anfrage an Gabriele Sprickler-Falschlunger, die Ehefrau unseren voraussichtlich zukünftigen Gesundheitsminister Johannes Rauch, blieb bis dato unbeantwortet:

„Sehr geehrte Frau Sprickler-Falschlunger,
zur Wahrung der journalistischen Sorgfaltspflicht bitte ich Sie um Ihre Stellungnahme zu einem Video, welches seit 31.1.2022 in den sozialen Medien kursiert. Auf dem Video sind Sie zu sehen, wie Sie bei einer Freiheitskundgebung in Bregenz Demonstranten, die betonen für ihre Freiheit auf die Straße zu gehen, als „Faschisten“ und die Kundgebung als „Ansammlung von Faschisten“ bezeichnen. In diesem Zusammenhang erwähnen Sie in diesem Video auch Ihren Großvater, der im KZ war.

Der VOL.AT Reporter Joachim Mangard lobt Sie in einem Twitterbeitrag, in dem er dieses Video teilt, mit den Worten „Während viele schweigen oder tolerieren, zeigt SPÖ-Lady Gabriele Sprickler-Falschlunger Haltung. Heute in Bregenz. Chapeau vor so viel Courage. #corona #faschismus #demo #querdenker #bregenz #mut #weristdasvolk #schweigendermehrheit @vorarlberg“

Ich bitte Sie im Zuge meiner Berichterstattung um Beantwortung einiger wichtiger Fragen:
Was veranlasst Sie zu der Aussage, dass es sich bei der Kundgebung um eine „Ansammlung von Faschisten“ gehandelt hätte?
Waren auf der Kundgebung entsprechende Symbole zu sehen oder wurden dort entsprechende Aussagen getätigt, die Sie zu Ihrer Aussage bewegt haben?
Auf wen genau haben Sie Ihre Aussagen bezogen?
Vergleiche mit dem Nationalsozialismus werden in der Regel nach dem Verbotsgesetz als Verharmlosung rechtlich verfolgt. Gab es bis dato schon Ermittlungen oder Anfragen ihn Ihrem Fall?
Wie sehen Sie die Auswirkungen Ihrer Aussagen und des Videos, das Ihre Aussagen dementsprechend belegt, auf die voraussichtliche Tätigkeit Ihres Mannes als künftiger Gesundheitsminister?

Wir bedanken uns für Ihre umfangreiche Stellungnahme und verbleiben mit freundlichen Grüßen“

Eine Woche Krieg oder: Von Kindern, die in Brunnen fallen (I)

(Foto:Schneidereit/privat)

Zwei Jahre Corona erweisen sich retrospektiv als Lehrstück, Feuertaufe und Intelligenztest. Der Befund, bisher nicht der omnipräsenten medialen Verführung, bestehend aus wahnhaften Falschmeldungen, abstrusen Theorien, Horrorszenarien, vagen Vermutungen und plumpen Lügen anheim gefallen zu sein, geht als kleines Zwischendiplom in die Wertung des laufenden Examina-Marathons ein. Mithin waren genau diejenigen gut beraten, die sich den gesunden Menschenverstand, analytisches Denken und vor allem eine lebensnotwendige Distanz zu diesem grotesken Veitstanz erhielten. Der pandemische Spuk ist zwar noch nicht vorbei – wurde aber vor sieben Tagen urplötzlich und ungeahnt durch ein weit realeres und bedrohlicheres Szenario vom Sockel gestoßen. Knallharte Realität setzt sich gerade durch. Plötzlich ist Krieg – und Krieg erdet. Das klingt zynisch, ich weiß.

Schlagartig scheint der Corona-Gaul totgeritten. Der aktuelle Krieg bietet den, angesichts der nun auch in den Mainstreammedien immer weniger zaghaft kommunizierten, offenkundig gefälschten Zahlen, getürkten Statistiken, erlogenen Horror-Szenarien, von kalter Angst heimgesuchten Polit-Drahtziehern eine ideale Fluchtgasse. Während man demnächst, so meine Prognose, Deutschlands pathologischen Oberpaniker Lauterbach bauernopfernd als Corona-Alleinverantwortlichen medial kreuzigen, vierteilen oder teeren und federn wird, bleibt eine zukünftige Anklage und Verurteilung der tausenden für die Corona-Lügenverbrechen Verantwortlichen vermutlich ein frommer Wunschtraum. Einzig das Zwangsimpfungsgesetz wird bis Mitte März noch schnell im medialen Abseits durchgepeitscht, das lässt man sich nicht nehmen. Rettender, ablenkender und sowieso zeitlich perfekter hätte jedenfalls für diese Menschenrechtsverletzer, die uns alle mit ihren Repressalien geknechtet und uns Freiheit und Grundrechte entzogen haben, dieser Krieg nicht eintreten können. Welch bitter-ironische Koinzidenz. Innerlich höre ich gerade hysterisches Gelächter und knallende Champagnerkorken aus Berlin.

Seit vergangenen Donnerstag, jener neuen Geschichtsbuch-Marke also, hört meine mentale, innerliche Alarmklingel jedenfalls nicht mehr auf zu läuten. Konzentration, zwischen-den-Zeilen-Lesen und innere Distanz sind gefragt, um Fakten von Fake, Beweise von Beschiss und Wahrheit von Wahn zu trennen. Ich bin gegenwärtig, schon aufgrund der unsäglichen Berichterstattung, nicht in der Lage, zur Kriegsthematik eine radikale Position zu entwickeln oder gar eine Front zu eröffnen. Dies gebe ich gleich zu Beginn kund – und erspare damit dem wie auch immer getriggerten und echauffierten Leser die nachfolgende Lektüre. Die Radikalen dürfen also ab hier, mangels Futter, nonchalant wegklicken.

Professionell erzeugte Übelkeit

Das Problem ist: Nicht einmal die Wahrheit klingt heute mehr ehrlich. Genauer als je zuvor bei einem solch hochkomplexen Thema warte ich seit Tagen ab, beobachte, höre zu, sauge Informationen auf, relativiere. Zusätzlich werfe ich meine eigenen, mageren Erfahrungen zum Thema Russland, in Form einer Kindheit im kommunistischen, deutschen Osten, mehr als einem halben Dutzend Moskau-Aufenthalten in den Achtziger- und Neunzigerjahren, sowie rezenten, intensiven Gesprächen mit einem guten Freund mit mehr als zwanzig Jahren Russland-Expertise mit in die Waagschale. Was sich daraus ergibt, will ich im Folgenden versuchen, zu skizzieren.

Man hört und liest ja gerade die verrücktesten Dinge. Russland will umgehend die freien Medien, explizit Facebook, im eigenen Land teilweise einschränken, um “Falschinformationen” zu verhindern (ok, derlei Maßnahmen sind uns kritischen Facebook-Schreibern in deutschen, “demokratischen” Gefilden nur allzu vertraut); die komplette Abschaltung der Plattform ist wohl nur noch eine Frage von Tagen. Telegram wird sicher schon in Kürze das gleiche Schicksal ereilen. Apropos soziale Medien: Jemand schrieb treffend, dass Donald Trump wahrscheinlich noch heute auf Twitter wäre, hätte er nur die Ukraine überfallen. Klingt irgendwie schlüssig – denn Wladimir Putin besitzt schließlich weiterhin seinen Twitter-Account – mit stolzen 1,2 Millionen Followern.

Wie ist er denn, der Stand? Da, wie inzwischen eigentlich jedes Kind weiß, das erste Opfer des Krieges stets die Wahrheit ist, läuft erwartungsgemäß die Propagandamaschine auf beiden Seiten der Frontlinie auf Hochtouren. Nach Angaben der Ukrainer hat die russische Armee bereits mehrere Tausend Tote zu beklagen, während das russische Kriegsministerium noch bis vorgestern behauptete, es sei kein einziger Soldat gefallen. In den deutschen Öffentlich-Rechtlichen laufen derweil 4 und 7 Jahre alte, völlig artfremde Videos und Bilder von zerbombten, brennenden und zerstören Häusern, welche rotzfrech als “aktuelle” Kriegsdokumente präsentiert werden – was dann auch kleinlaut eingestanden werden muss. Die nackte Wahrheit ist nicht furchtbar genug – da muss schon aufgepeppt und nachempört werden. Es ist zum Brechen.

Zerebrales Potpourri

Wem die professionell erzeugte Übelkeit noch nicht reicht, der kann sein allgemeines Unwohlsein noch potenzieren, indem er sich dieser Tage in die Untiefen der Social Media begibt. Wenn man dachte, die Mega-Trigger Migrations-Chaos, Klima-Religion und zuletzt Corona-Kult (als DER Spaltpilz schlechthin) seien, was die altbekannte “divide et impera”-Taktik angeht, nicht mehr zu toppen, hat sich mächtig geschnitten. Nicht nur, dass sich überraschend viele der zertifizierten Facebook-Virologen quasi über Nacht zu Ukraine-Experten umgeschult haben. Es wird nun auch (liegt es an Pulverdampf und Krieg?) verbal noch weit schärfer geschossen als je zuvor. Das zerebrale Potpourri ist verblüffend: Von Bibelzitaten der Gläubigen, die wie eh und je betend auf Hilfe von “oben” warten (als ob “Götter” je Kriege verhindert hätten) bis hin zu den ganz Rauhbeinigen, die Russland umgehend mit Atomraketen “einebnen” wollen, liest man alles. Die “Entfreundungs”-Infektion ist allerdings der Gipfel – und weit virulenter als Corona. Kleine Auswahl gefällig? Hier etwas Dum-Dum-Munition für Dummies:

  • “Ist noch jemand in meiner Liste, der den russischen Angriff rechtfertigt?”
  • “Ich habe das noch nie getan, weder bei Migrationsthematik, noch bei Klima oder Corona, aber jetzt ist es soweit: Ich bitte höflich all jene, die Putins Angriffskrieg gutheißen, sich aus meiner Freundesliste zu entfernen!”
  • “Alle Putinversteher können hier verschwinden!”
  • “Wer nicht begreift, daß Putin nur einen Befreiungsschlag führt, möge sich aus meiner Freundesliste verabschieden!”
  • “Alle NATO-Trolle mögen von meiner Freundesliste verschwinden!”
  • “Wer die Faschisten in der Ukraine unterstützt und nicht erkennt, daß Putin der Befreier ist, darf hier gern verschwinden!”

Auf den Fan-Kommentar „Die fantastische Ansammlung von geistig vollkommen derangierten Putin-Arschkriechern ist überall” schreibt gar ein landesweit bekannter Rechtsanwalt auf seiner Facebook-Seite (der sich ansonsten vehement und erfolgreich gegen Sperrungen und Löschwahn auf den Sozialen Plattformen einsetzt und bisher eigentlich durch überdurchschnittliche Eloquenz sowie Intelligenz auffiel) dies: „Weil sie aus den Trollfabriken los gehetzt werden wie die Orks”.

Ändere Dein Profilbild! Zeige Flagge für die Ukraine! Sammelt Unterschriften! Liked Anti-Putin-Seiten! Stellt die Heizung aus! Gemeinsam gegen russisches Gas! Frieren gegen Putin!

Wow – so viel Haltung, so viel Mut allerorten – und so viele Helden!

Nun ist sie also nun doch gekommen, die offenbar ultimative, finale Spaltung, die sich niemand, der Corona miterlebt und -kommentiert hat, sich je derart potenziert hätte ausmalen können.

Fanpost für die falschen Vorbildautoren

Welches unfaßbares Bashing seit einer Woche unseren besten Autoren, explizit hier in den alternativen Medien von Teilen ihrer “aufgeklärten” Fangemeinde entgegenschlägt, macht schlichtweg sprach- und fassungslos. Jene Leser, die über Jahre tausende ihrer exzellenten Artikel inbrünstig lasen, teilten und verbreiteten und die Verfasser bis in den Heldenstatus erhöhten, schreiben nun Sätze wie “Ich habe den entsorgt!”, “Der wurde von mir dauerhaft entfernt!”; “Der hat Follower gesammelt, um jetzt seinen Putinhass zu verbreiten!”; “Der Reitschuster ist auch ein falscher Fuffziger!”; “Mit Geld wird jeder zum Wendehals”; “Hab gestern Reitschuster und Tichy deabonniert”; “Matissek hab ich heute auch entsorgt – das war jetzt überfällig”; “Hab Tichy und Reitschuster geblockt, denen hat man ins Gehirn gesch…”.

Ich hätte noch ein Dutzend dieser Blüten auf Lager, aber ich erspare es dem Leser. Verbal- und Geistesentgleisungen von angeblich wachen, aufgeklärten, toleranten Zeitgenossen – und viele davon in meiner Freundesliste. Absolut schockierend, unsagbar traurig, maximal lehrreich.

Muss ich wirklich kurz erinnern? Boris Reitschuster blickt auf eine 20-jährige Russland-Erfahrung zurück, war davon allein 16 Jahre lang Leiter der Moskauer „Focus”-Zentrale, wo er wegen seiner investigativen Arbeit, auch über Russlands Putin-Regime, Morddrohungen erhielt. Als Autor zweier viel beachteter Bücher über den russischen Präsidenten gilt er im In- und Ausland als eine der fundiertesten Instanzen in Sachen Putin. Wenn ich mich also über Russland informieren möchte, höre ich beispielsweise einem Herrn Reitschuster allein schon deshalb weitaus genauer zu, als irgend einem neu aufgeploppten Facebook-Russlandexperten mit dem Smiley-umsäumten Fünfzeiler über dem markigen Putin-Zitat.

Mit dem Ukraine-Konflikt spaltet sich nicht nur die Opposition sondern die gesamte Gesellschaft also nun ein weiteres Mal – und die Regisseure der New World Order sitzen live als Zuschauer im Designersessel, futtern Popcorn zum Champagner und klatschen sich auf die Schenkel vor Lachen, während hier, in diesem infantilen, globalen Sandkasten, inzwischen auch noch die letzten vermeintlich Vernünftigen komplett den Verstand verlieren. Welch eine triste Freak-Show…

Während sich auf Social Media immerhin nur entfreundet wird, sprengt da draußen derweil die Haltungsrealität jegliche Fantasie (oder sollte ich Schreckensvisionen sagen?). Hierzu auch ein paar Beispiele gefällig?

Die gute, alte Hexenjagd

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat am Dienstag allen Ernstes den russischen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev, wegen des „barbarischen Akts des russischen Machthabers Putin” entlassen. Laut den Worten Reiters hätte sich der Dirigent “eindeutig gegen den russischen Angriffskrieg positionieren müssen”. Auch die Star-Sopranistin Anna Netrebko verlor nun (man vermag es tatsächlich nicht zu glauben) bei der Bayerischen Staatsoper ihren Vertrag “wegen fehlender ausreichender Distanzierung zum Putin-Krieg”. Auch Musik ist offenbar Politik – okay, das war mir nicht klar.

Das International Olympische Komitee (IOC) will nun russische und weißrussische Sportler (bei „Bild“ heißen sie seit Montag übrigens nur noch abfällig “Russen-Sportler”) ausschließen. Ein politisch korrektes Wirtshaus in Deutschland will Menschen mit russischem Pass stante pede Zutritt und Bewirtung verwehren, andere ziehen bereits nach. Ein unglaublich mutiger Kieler Edeka-Markt verbietet Herrn Putin ab sofort den Einkauf in seiner Lebensmittelfiliale. Ein Berliner Taxifahrer wirft russische Fahrgäste aus seinem Auto. Ein Bäckerladen (neudeutsch “Back-Shop”) tauft seine “Russische Zupfschnitte” per schwülstig-gratismutigem Rundschreiben in eine korrekte “Zupfschnitte” um. Ein tapferer Gastronom schreibt auf Facebook, gesäumt von einem Dutzend Ukraine-Fähnchen: “Wir müssen in ganz Europa sofort ein Einreiseverbot für russische Staatsbürger verhängen und bestehende Visa stornieren. In den Restaurants und im Hotel Schlegel Gastronomie werden keine russischen Touristen mehr aufgenommen.” Darunter 53 Likes. Keine Dislikes.

Mit anderen Worten: Russe sein ist heute das neue “Ungeimpft”. Ja, wir sind gut im “Zeichen setzen”. Diese mit Abstand heldenhafteste Tugend unserer Zeit gilt bei uns offenbar einhellig als die todbringendste Allzweckwaffe gegen jegliches Böse.

Russe sein ist das neue Ungeimpft

Stellt Bahlsen nun die Produktion von Russischbrot-Keksen ein? Kippen wir ab morgen russischen Wodka und Kaviar in die Gullies, so wie die Amerikaner mit französischem Wein verfuhren, nach der Kampfbeteiligungsabsage Frankreichs während des Golfkrieges? Werden jetzt “Kalinka” und “Katjuscha” aus den Liederbüchern und Borschtsch nebst Pelmini aus den Kochbüchern getilgt? Werden nun Tolstois, Dostojewskis, Tschechows und Puschkins Werke öffentlich verbrannt? Erhalten der Donkosaken-Chor und „Pussy Riot” nun Einreiseverbot bei uns? Werden kommende Woche endlich die russischen Kosmonauten per Bodenanweisungsbefehl aus der ISS-Luftschleuse ins Weltall-Vakuum geschubst, weil sie sich nicht in einer ihrer wenigen Arbeitspausen gegenüber ihren amerikanischen und europäischen Astronautenkollegen klar gegen Putins Krieg positioniert haben? Auf der seriösen Astronomie-Info-Seite von “Sterne und Weltraum” lese ich gerade allen Ernstes: “Rein technisch könnte es möglich sein, den westlichen Teil der ISS abzukoppeln. Es wäre aber weder einfach noch gefahrlos. Auch würde es nicht reichen, bloß ein paar Bolzen zu lösen, um sich in der internationalen Raumfahrt wirklich zu trennen.” Ich kann, als leidenschaftlicher Raumfahrt-Begeisterter, schlichtweg nicht fassen, was ich da lese – oder ich will es nicht wahr haben. Bitte sagt mir, dass ich nur träume.

Der Medienkrieg läuft, wie erwartet, mittlerweile auf Hochtouren. Gefühls- und Haltungsjournalismus haben die Lufthoheit über das Ukraine-Problem noch weit vor den russischen Flugzeugen übernommen. Selensky ist der Held, Putin der Teufel. Selbst der senile Biden macht plötzlich wieder eine gute Figur. Wie schnell Vergessen und Verdrängung einsetzt, erleben wir gerade als ultimatives Lehrstück.

Ich merke, wie ich Distanz suche zu den Putin-Verharmlosern, die in allem Bösen auf dieser Welt immer nur Amerika sehen – und letztlich doch nur auf die andere Seite der Propaganda-Fratze hereinfallen, wie ihre vermeintlichen Antagonisten.

Distanz suche ich allerdings auch zu den lautstark trompetenden, gratismutigen Opfern der Staatspropaganda, jenem Herdenvolk, das sich bereitwillig vor den Karren unserer opportunistischen, wendehälsigen, rückgratlosen Politiker und Führer spannen lässt, während es deren vorgefertigte Fließband-Parolen blökt, deren gefälschten Bildern und Berichten glaubt und in den bequemen Mantel der korrekten Haltung schlüpft, den ihm die bezahlte Medienindustrie mit ihrem ebenso gefälschten Lächeln hinhält. Ich suche Distanz zur Lüge, wo immer es nur geht. Denn zu spärlich sind wahre Informationen. Viel zu groß daher ist mein Misstrauen.

Ein wenig Horizonterweiterung

Einem General a.D. der Bundeswehr hätte ich womöglich vor 20 Jahren aus irgend einer persönlichen Abneigung heraus keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Heute ertappe ich mich, wie ich auch hier genauer hinhöre:

“In Putins Ukraine-Ansprache war das erste Mal die Rede davon, daß Präsident Putin der Ukraine das Souveränitätsrecht abspricht. Er sagt also, sie haben im Grunde kein Lebensrecht. Das wäre so, als würden sie einem Nachbarn die Menschenrechte absprechen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann spricht Präsident Putin von Entnazifizierung und Entwaffnung. Er will also Tabula rasa machen. (…) Präsident Putin strengt doch sehr die Geschichte an, in dem er sagt, er muß jetzt einmarschieren. Üblicherweise sagt man, ich muß einmarschieren, weil ich angegriffen wurde. Aber er hat die Frechheit zu sagen, er müsse einmarschieren, um einen ‘Genozid’ zu vermeiden. Als würden dort pausenlos irgendwelche russischen Bürger umgebracht werden, wie damals in der Nazizeit. Er greift zu diesem Vokabular, um die Nationalisten hinter sich zu bringen. Also zu einer Fake-Story. Damit ist er nach unserer Redensart ein Kriegsverbrecher.” Soweit der General a.D. Hans-Lothar Domröse in einem aktuellen Interview.

Wenn Wladimir Putin also behauptet, die Ukraine von heute sei eine Erfindung der Bolschewiken und Lenins und gehöre selbstverständlich seit jeher zu Russland (viele seiner hiesigen Freunde finden diese Aussage völlig in Ordnung), dann hieße dies im gleichen Duktus, zu Deutschland gehören – in den Grenzen von 1400 – Holland, Brabant, Burgund, Provence, Toskana, Mailand, Mähren, Luxemburg und Pommern! Oder gleich zurück ins Jahr 962, zur Kaiserkrönung des Deutschen Otto I. – und auf ins Heilige Römische Reich Deutscher Nation, was ganz Südfrankreich und weite Teile Italiens einschließt.

Wie aberwitzig ein derartiger Geschichtsrevisionismus anmutet, muss an dieser Stelle (hoffentlich) nicht erörtert werden. Unbestritten dagegen ist: Wenn man sich verargumentierend nur weit genug retrograd in der Historie bewegt, lässt sich letztendlich jegliche politische Handlung der Gegenwart und Zukunft punktgenau legitimieren.

Kulissen, Helden und Pannen

Heute ist es die Ukraine; aber wie steht’s in Zukunft mit dem Baltikum? Gerade die Letten, Esten und Litauer beschäftigt diese Frage – die für sie eher eine dringende Sorge ist – verständlicherweise momentan sehr. Es sind schließlich ehemalige Sowjetrepubliken und gehören damit, nach Putins Verständnis, ebenfalls zum Zarenreich/Sowjetunion. Wie die „Kronen-Zeitung” berichtet, droht Russland inzwischen sogar bereits Finnland bei NATO-Annäherung mit “schwerwiegenden militärischen und politischen Auswirkungen”. Dies erklärte das russische Außenministerium bereits am vergangenen Freitag. Wenn Finnland angesichts derlei unverhohlener Drohungen nun tatsächlich und erstrecht über eine NATO-Mitgliedschaft nachdenkt, dann ist dies, meiner Ansicht nach, durchaus nachvollziehbar. Fakt ist: Was territorial und strategisch dem Westen nützt, kann für Russland nur von Nachteil sein – so verhält es sich allerdings auch umgekehrt. Leider ein argumentatives Patt.

Es ist ein Medienkrieg, wie gesagt. Ich vertraue unserer Berichterstattung, wie bereits angemerkt, nicht die Bohne. Doch machen wir uns nichts vor: Explizit russische Kommunikation besteht seit jeher aus Verleugnung, Wahrheitsverdrehung, Geheimhaltung, plumper Lüge und gnadenloser Fälschung. Gewiss: Kein politisches System ist frei davon. Russland (aka: die ehemalige Sowjetunion) hat diese Unsitte jedoch bis zur traurigen Perfektion getrieben. Im Osten sozialisiert und, wie schon gesagt, mit dieser Propaganda aufgewachsen, weiß ich ein ganzes Stück weit, wovon ich hier rede. Der landläufig bekannte Begriff der “Potemkin’schen Dörfer”, also der Vorspiegelung falscher Tatsachen, Installation von Attrappen und Kulissen sowie das Vortäuschen von vermeintlichen Erfolgen mittels verschleiernder Terminologie und grotesker Verdrehung von Begriffen und Fakten, entspringt nicht von ungefähr russischem Wesen und Historie.

Dass der Westen hier “qualitativ” ordentlich aufholt, zeigt sich allerdings in seiner verzerrenden Ukraine-Präsentation. Dass der Putsch in der Ukraine einschließlich des Maidan-Chaos in 2014 maßgeblich von den USA finanziert wurde – geschenkt. Dass lupenreine Nazis als “Asow-Brigaden” in militärischen, ukrainischen Verbänden eingebunden sind, die nicht einmal einen Hehl aus ihrer kruden Weltanschauung machen – egal. Dass auch in der “friedlichen” Ukraine Kriegsverbrecher, Mörder, mafiöse Oligarchen zu Ämtern und Ehren gelangen – reden wir lieber nicht drüber. Dass Behörden, Beamte, ja die gesamte ukrainische Justiz seit Jahren im Sumpf der Korruption versinken – wen kümmert’s.

Gestählter Whataboutism

Wer diese pikanten Details nicht wahrhaben will, verschließt leider genauso die Augen vor der Realität wie die vielen Putin-Verharmloser, die mit gestähltem Whataboutism stets das gewohnte Dauermantra zücken: “Die USA sind da aber nicht einen Deut besser. Auch die versuchen nur, ihren Arsch zu retten!” Nein, sind sie nicht. Ja, versuchen sie. Das weiß ich auch. Aber darum geht’s gerade nicht.

In einem exakt ein Jahr alten Artikel der „Süddeutschen Zeitung” vom 25. Februar 2021 findet sich übrigens ein erhellender Text mit dem Titel: “Korrupt wie eh und je” zur Person Wolodymyr Selenskij, dem heutigen, gefeierten Sympathieträger und Helden der Ukraine. Darin heißt es: “Selenskij führt das postsowjetische Herrschaftssystem fort und akzeptiert Korruption und Rechtlosigkeit im Austausch dafür, dass er und sein Apparat weitgehend die Kontrolle behalten. (…) Jetzt will sich der Präsident auch das halbwegs unabhängige Anti-Korruptions-Büro Nabu unterstellen, weil es zu Recht gegen mehrere Mitarbeiter Selenskijs ermittelt. Würden in der Ukraine nicht Milliarden geklaut, bräuchte das Land keine Kreditmilliarden aus dem Westen.

Mensch, das ist doch schon ein Jahr her. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Hier steht er, der Erlöser Selenskij – der ruhmreiche Gegner von Kriegsverbrecher Putin! Wisst ihr, was all das ist? Freundlich gesagt: Infofutter für Teletubbies – und es beleidigt den Verstand jedes einigermaßen intelligenten Menschen. Sorry – aber bitte verarscht uns nicht!

Putin hat sich verzockt – und der Westen setzt auf Regime-Change

Was dagegen vermutlich stimmt: Putin hat sich mit seinen anachronistischen Zarenreich-Attitüden verzockt – oder ist in die Falle getappt, je nachdem, wie man das sieht. Der Westen nutzt das – und forciert nun mit aller Vehemenz und Intensität einen Regime-Change. Dieser Krieg, mit dem sich das größte Land der Erde irreversibel vom gesamten Rest der Welt isoliert hat, könnte diesmal womöglich tatsächlich das Ende der russischen Föderation bedeuten. Putins Animositäten hinsichtlich der westlichen Sphäre waren und sind, aus seiner Sicht, gewiss nachvollziehbar. Eine Rechtfertigung für den Einmarsch in die Ukraine, bei dem er nur verlieren kann, sind sie deshalb noch lange nicht. Geschehen ist es trotzdem.

Ich weiß nicht, ob ich die Lage hier zu pessimistisch sehe, aber womöglich sollte unser aller Sorge darin bestehen, dass ein in die Enge getriebener Herrscher und Despot, sich seines eigenen finalen und unabwendbaren Untergangs gewahr, bald schon irrationale und für die gesamte Welt verheerende Entscheidungen trifft. Er wäre nicht der erste Machthaber, der, im freien Fall befindlich, alles um sich herum ins Chaos reißt. Ich hoffe inständig, ich liege mit meinen Ängsten falsch.

Am Rande: Den Putin-Verteidigern möchte ich an dieser Stelle eine nicht allzu kleine Bombe ans Herz legen. Hierbei handelt es sich um einen vom russischen Propagandaministerium vorgefertigten Text, der durch eine Panne bei einem russischen Staatsmedium kurzzeitig verfrüht ins Netz gelangte. Hierin wird in unverhüllt propagandistischen Tönen ein Sieg Russlands über die Ukraine proklamiert. Er gibt zudem einen umfassenden Einblick in die ideologischen Motive des Kremls. Es hat nicht den Anschein, dass es sich hierbei um westliche Kriegspropaganda handelt – denn über den Internetdienst “Wayback Machine” ist der Artikel noch abrufbar (siehe hier).

 

Teil II dieses Artikels folgt morgen.


Auf Ansage schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Ansichten des jeweiligen Verfassers geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.

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Die Wahnvorstellungen des Westens über diesen Krieg: Putin ist NICHT verrückt und die russische Invasion scheitert NICHT

Wunschdenken hat die Oberhand im Kampf um die westliche Wahrnehmung des Krieges in der Ukraine. Die Sympathie für die zahlenmäßig und waffentechnisch unterlegenen Verteidiger Kiews hat dazu geführt, dass die russischen Rückschläge übertrieben, die russische Strategie missverstanden und sogar von Amateur-Psychoanalytikern unbegründete Behauptungen aufgestellt wurden, Putin habe den Verstand verloren.

Eine nüchternere Analyse zeigt, dass Russland zwar einen K.O.-Schlag anstrebte, aber immer gut durchdachte Pläne für Folgeangriffe hatte, falls sich seine ersten Schritte als unzureichend erwiesen.

Die Welt hat Putin schon früher unterschätzt, und diese Fehler haben zum Teil zu dieser Invasion in der Ukraine geführt.

Jetzt, da der Krieg begonnen hat, müssen wir hellhörig werden. Doch selbst die Fachleute im Pentagon lassen sich ihr Urteilsvermögen von Sympathie vernebeln. Nur zwei Tage nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erklärten Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, dass die Einnahme Kiews in den ersten Tagen des Krieges ein schwerer Rückschlag gewesen sei.

Die Briefings des Verteidigungsministeriums implizierten, dass die russische Offensive weit hinter dem Zeitplan zurücklag oder sogar gescheitert war, weil die Hauptstadt nicht gefallen war. Aber die US-Führung hätte nach dem katastrophalen Rückzug aus Afghanistan lernen müssen, ihre Hoffnungen zu zügeln.

Wieder einmal tappen amerikanische und westliche Beamte in die Falle, Putin und seine Ziele nicht zu verstehen.

Angeblich glaubte Putin, dass die ukrainische Regierung zusammenbrechen würde, sobald russische Truppen die Grenze überschritten hätten und nach Kiew vorstießen. Putin hoffte sicherlich auf einen schnellen Sieg, aber er verließ sich eindeutig nicht auf seine Eröffnungssalve als einzigen Plan für den Erfolg. Vielmehr war das russische Militär darauf vorbereitet, das Land gewaltsam zu erobern, falls ein schneller Enthauptungsschlag nicht gelingen sollte.

Diese Art von Plan dürfte den Amerikanern, die sich an die Invasion des Irak im Jahr 2003 erinnern, vertraut sein.

In den ersten Stunden des Krieges startete die US-Luftwaffe ihre „Shock and Awe“-Kampagne mit dem Ziel, Saddam Hussein und andere wichtige Führer zu töten und die Regierung zu stürzen. Saddam überlebte, aber das US-Militär war darauf vorbereitet, einen Bodenangriff zu starten.

Ein Blick auf die russische Militäroffensive zeigt, dass es einen Plan für eine groß angelegte Invasion gab, den Russland jetzt umsetzt.

Konventionelle, mechanisierte Kriegsführung ist ein zeit- und ressourcenaufwändiges Unterfangen, und eine Operation dieses Ausmaßes wird nicht in wenigen Tagen zusammengeschustert.

Die russische Offensive findet an vier verschiedenen Fronten statt. An einer fünften Front, in der Ostukraine, die Putin letzte Woche für unabhängig erklärt hat, binden die russischen Streitkräfte ukrainische Truppen, die anderswo gebraucht werden. Der Großteil der russischen Streitkräfte rückt von Weißrussland aus nach Süden in Richtung Kiew vor.

Russische Vorstoßtruppen, einschließlich Luft-, Mobil- und Aufklärungstruppen, sind seit Beginn des Krieges mit ukrainischen Truppen außerhalb von Kiew im Einsatz. Eine massive Kolonne russischer Truppen, die auf eine Länge von über 40 Meilen geschätzt wird, befindet sich nur 20 Meilen nördlich von Kiew und sammelt sich wahrscheinlich, um die Hauptstadt einzukesseln.

Wenn die russischen Truppen Kiew einnehmen und nach Süden vorstoßen können, um sich mit den Kräften an der Krimfront zu verbinden und so die Ukraine in zwei Teile zu spalten, wäre dies ein schwerer Schlag für die Regierung Zelenski.

Wichtiger als eine Handvoll Rückschläge ist jedoch, dass die russischen Streitkräfte in weniger als einer Woche 70 Meilen in umkämpftes Gebiet vorgedrungen sind und sich am Rande der Hauptstadt befinden. Dies ist kein Zeichen für eine unorganisierte, schlecht zusammengestellte und gescheiterte Offensive.

Der Vorstoß von Weißrussland nach Süden in Richtung Kiew wird von einer weiteren russischen Kolonne unterstützt, die von Osten her in der Nähe von Kursk gestartet ist. Wenn sich diese Kolonne mit den russischen Truppen in der Nähe von Kiew verbinden kann, wird sie die ukrainischen Streitkräfte in den meisten Provinzen Tschernihiw und Sumy einkesseln, dem ukrainischen Militär dringend benötigte Soldaten und Kriegsmaterial entziehen und die Regierung von zwei nördlichen Provinzen abschneiden.

Weiter östlich haben die russischen Streitkräfte eine breit angelegte Offensive auf Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, gestartet, die jetzt belagert wird. Im Süden sind die russischen Streitkräfte, unterstützt durch amphibische Angriffe vom Schwarzen Meer und vom Asowschen Meer aus, von der Krim aus in die Ukraine eingedrungen.

An dieser Front haben sich die russischen Streitkräfte entlang zweier Hauptachsen verzweigt, einer nordwestlichen entlang des Flusses Pivdennyi Buh und einer nordöstlichen entlang der Küste und landeinwärts in Richtung der Region Donbas, die Russland kurz vor der Invasion annektiert hat.

Wenn sich russische Kolonnen von einer der beiden südlichen Fronten mit Truppen weiter nördlich verbinden können, würden sie viele ukrainische Truppen von Verstärkung abschneiden – eine der beiden Kolonnen ist bereits rund 160 Meilen vorgerückt.

Russische Generäle haben sich oft dafür entschieden, Städte und Ortschaften, die starken Widerstand leisten, zu umgehen und sie zu isolieren, um sich später mit ihnen auseinanderzusetzen.

Im Moment halten sich die Artillerie- und Raketenangriffe dort in Grenzen, vielleicht um den Bürgern eine Warnung vor dem, was kommen könnte, zu übermitteln. Putin scheint die Ukraine unversehrt einnehmen zu wollen, wird aber nicht zögern, die Intensität der Angriffe zu erhöhen, wenn es nötig ist.

Der systematische Charakter des russischen Angriffs steht im Widerspruch zu den Spekulationen, Putin habe die Kontrolle über seine Sinne verloren. Niemand weiß das mit Sicherheit, aber Putins Handlungen scheinen die eines kalten und berechnenden Gegners zu sein. Seine Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, als eine Form von Wahnsinn abzutun, ist eine Ausrede, um Putins wahrscheinliche Beweggründe und zukünftige Handlungen zu ignorieren.

Strategisch gesehen begann Putins Vormarsch auf die Ukraine vor weit über einem Jahrzehnt, als er in Georgien einmarschierte und es balkanisierte, indem er die Marionettenregime des Kremls in den Regionen Abchasien und Südossetien anerkannte. Im Jahr 2014 besetzte und annektierte Putin die strategische ukrainische Region Krim, die als Ausgangspunkt für die aktuelle Invasion diente.

Putin zahlte für beide Aktionen kaum einen Preis.

Die Vereinigten Staaten und Europa verhängten begrenzte Sanktionen, verhandelten aber weiterhin mit ihm über das iranische Atomabkommen und andere wichtige Themen. Heute hat Putin ausgerechnet, dass die gewaltsame Einnahme der Ukraine in seinem und Russlands Interesse liegt.

Er hat zweifellos damit gerechnet, dass der Westen diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen verhängen würde, mit denen die amerikanischen und europäischen Staats- und Regierungschefs bereits im Vorfeld gedroht hatten. Putin mag den ukrainischen Widerstand und die Intensität der westlichen Opposition falsch eingeschätzt haben, aber das heißt nicht, dass er verrückt ist oder die Möglichkeiten nicht bedacht und sich trotzdem für eine Invasion entschieden hat.

Es bleibt abzuwarten, ob Putins Plan gelingen oder scheitern wird, aber klar ist, dass es einen Plan für eine gewaltsame Invasion der Ukraine gab, und dieser Plan wurde vom ersten Tag an ausgeführt.

Die ukrainischen Truppen leisten einen tapferen Kampf unter schwierigen Bedingungen und mit großen Schwierigkeiten. Russland hat die meisten, wenn nicht alle Vorteile in der Hand. Es kann die Ukraine aus drei verschiedenen Richtungen angreifen und hat dies auch getan. Das russische Militär ist in Bezug auf die Zahl der Soldaten, die Luft- und Seestreitkräfte und die Panzerung deutlich im Vorteil. Es kann auf enorme Ressourcen zurückgreifen. Während die Ukraine die Unterstützung eines Großteils der internationalen Gemeinschaft genießt, die Waffen zur Verfügung stellt, kämpft die Ukraine allein.

Der Glaube, dass Russlands Angriff schlecht verläuft, mag den Westen beruhigen, widerspricht aber den Tatsachen.

Warum gibt es plötzlich so viele Herzinfarkte?

Das Health Advisory & Recovery Team (HART) macht auf die ungewöhnlich hohe Zahl von Herzinfarkten aufmerksam, die in England seit Ende Mai 2021 verzeichnet wurden. Seit dem Frühjahr 2021 ist die Zahl der 112-Notrufe wegen eines Herz- oder Atemstillstands dramatisch angestiegen.

Im März stieg die Zahl der erwarteten Anrufe um 50 pro Tag, etwa 30 Prozent mehr als zuvor. Warum ist die „normale“ oder „erwartete“ Zahl der Anrufe im Frühjahr 2021 plötzlich so stark angestiegen?

HART stellt fest, dass vor dem Höchststand im Jahr 2021 etwa 400 Anrufe pro Tag zu verzeichnen waren. Im Winter 2021-2022 waren es bis zu 500 pro Tag.

Die Zahl der Anrufe seit Mai 2021 ist um etwa 30 Prozent höher als erwartet. Insgesamt sind etwa 27 800 zusätzliche Anrufe eingegangen. Schätzungsweise 90 bis 97 Prozent dieser Menschen starben. Ende Mai 2021 stieg auch die Übersterblichkeit an. Erst im Juli begann die Coronaster-Sterblichkeit wieder zu steigen.

Welche Rolle spielen die Impfstoffe? Herzprobleme sind eine bekannte Nebenwirkung der Covid-Impfstoffe. Im Juli letzten Jahres gab die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bekannt, dass die Entzündung des Herzmuskels und des Herzbeutels als mögliche Nebenwirkung in die Packungsbeilage der Corona-Impfstoffe von Pfizer und Moderna aufgenommen wurde.

Zu den Symptomen können Kurzatmigkeit, ein starker und möglicherweise unregelmäßiger Herzschlag und Schmerzen in der Brust gehören.

Hat Biden unwissentlich den dritten Weltkrieg auf den Finanzmärkten ausgelöst?

Wir haben ein sehr ernstes Problem. Ich weiß genau, woher die Ratschläge an Biden und die führenden Politiker der Welt kommen, alle Vermögenswerte von Putins „Freunden“ zu beschlagnahmen, um Druck auf ihn auszuüben – ihre Jachten, Bankkonten, Häuser – alles. Es ist Bill Browder, der Safra’s Partner bei Hermitage Capital Management war, weil Putin sein gesamtes Vermögen beschlagnahmt hat, um Jelzin zu erpressen, den Putin infrage stellen – nicht töten – wollte. Browder fordert die Staats- und Regierungschefs der Welt jetzt auf, alle russischen Vermögenswerte zu konfiszieren, die seiner Meinung nach Oligarchen gehören.

Lassen Sie mich das ganz klar sagen. Dies ist eine völlige Abkehr vom Völkerrecht und das Fehlen eines ordentlichen Gerichtsverfahrens, das weltweit der Eckpfeiler des Rechts ist. Ein ordentliches Gerichtsverfahren basiert auf der Bibel, wo die Geschichte von Kain und Able erzählt wird. Gott weiß, was geschah, als Kain seinen Bruder tötete. Dennoch gewährt er ihm das Recht, angehört zu werden und seine Sicht der Dinge darzulegen. Das ist nicht nur das, was wir in dieser ukrainischen Angelegenheit verweigert haben, sondern jetzt wird der Westen einfach das gesamte Vermögen der Russen im Westen beschlagnahmen, die nicht in der Regierung sind und denen jedes Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren verweigert wird.

Was sind die Folgen solcher Handlungen?

Wir sehen hier nicht nur den Beginn des Dritten Weltkriegs auf den Finanzmärkten mit russischen Cyberangriffen auf US-Banken, sondern auch eine ernsthafte Warnung an chinesische Investoren, dass auch sie in einem Streit mit China ihr gesamtes Vermögen beschlagnahmen lassen können. Erinnern Sie sich noch daran, wie Menschen japanischer Abstammung während des Zweiten Weltkriegs inhaftiert wurden und ihnen jegliches rechtsstaatliches Verfahren verweigert wurde, das allein auf ihrer Nationalität beruhte? Es dauerte vier Jahrzehnte, bis man zugab, dass dies gegen die Grundlagen der Menschenrechte verstieß.

Dies ist der GEFÄHRLICHSTE Ratschlag der Geschichte. Er kann die Weltwirtschaft, wie wir sie kennen, völlig zerstören. Ausländische Investitionen in Russland werden beschlagnahmt werden, und die Wahrscheinlichkeit, dass diese nach China abwandern, ist extrem hoch. Damit wird eine Grenze überschritten. Man greift nicht nach den Vermögenswerten von Privatpersonen mit der Begründung, sie hielten persönliche Gelder für Putin. Es geht jetzt um das Erbe Putins, und er wird NICHT plötzlich aufhören, weil sein persönliches Vermögen beschlagnahmt wird. Wenn überhaupt, dann kommt dies einem regelrechten Krieg gleich. Dies wird niemals zu einer vernünftigen Lösung führen. Dies ist die persönliche Rache Browders für die Beschlagnahmung von Hermitage Capital Management und für den Versuch der Übernahme Russlands durch die Banker im Jahr 2000.

Dies wird erhebliche Auswirkungen auf alle Märkte haben, und Sie sollten sich die Arrays genau ansehen. Irgendetwas stimmte nicht, und die Arrays haben dies aufgegriffen. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Gold Ende Februar zwei wichtige monatliche Aufwärtsbewegungen nicht vollzog, obwohl es während des Monats über diesen Marken gehandelt wurde.

Putin ist NICHT verrückt und die russische Invasion ist NICHT gescheitert.

dailymail.co.uk: Putin ist NICHT verrückt und die russische Invasion ist NICHT gescheitert. Die Illusionen des Westens über diesen Krieg – und sein Unvermögen, den Feind zu verstehen – werden ihn daran hindern, die Ukraine zu retten, schreibt der Militäranalyst BILL ROGGIO

Bill Roggio ist Senior Fellow bei der Foundation for Defense of Democracies (Stiftung zur Verteidigung der Demokratien) und Herausgeber des Long war Journal der FDD. Von 1991 bis 1997 diente Roggio als Fernmelder und Infanterist in der US-Armee und der Nationalgarde von New Jersey.

Im Kampf um die westliche Wahrnehmung des Krieges in der Ukraine hat das Wunschdenken die Oberhand.

Die Sympathie für die zahlen- und waffenmäßig unterlegenen Verteidiger Kiews hat dazu geführt, dass die russischen Rückschläge übertrieben, die russische Strategie missverstanden und sogar von Amateur-Psychoanalytikern unbegründete Behauptungen aufgestellt wurden, Putin habe den Verstand verloren.

Eine nüchterne Analyse zeigt, dass Russland zwar einen K.O.-Schlag anstrebte, aber stets gut durchdachte Pläne für Folgeangriffe hatte, falls sich seine ersten Schritte als unzureichend erwiesen.

Die Welt hat Putin schon früher unterschätzt, und diese Fehler haben zum Teil zu dieser Tragödie in der Ukraine geführt.

Jetzt, wo der Krieg im Gange ist, müssen wir klarsichtig sein.

Doch selbst die Fachleute im Pentagon lassen sich ihr Urteilsvermögen von Sympathie vernebeln.

Nur zwei Tage nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine erklärten Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, dass die Einnahme Kiews in den ersten Tagen des Krieges einen schweren Rückschlag darstelle.

Das Verteidigungsministerium deutete an, dass die russische Offensive weit hinter dem Zeitplan zurücklag oder sogar gescheitert war, weil die Hauptstadt nicht gefallen war.

Doch die US-Führung hätte nach ihrem katastrophalen Rückzug aus Afghanistan lernen müssen, ihre Hoffnungen zu zügeln.

Wieder einmal tappen amerikanische und westliche Beamte in die Falle, den Feind und seine Ziele nicht zu verstehen.

Angeblich hat Putin geglaubt, dass die ukrainische Regierung zusammenbrechen würde, sobald die russischen Truppen die Grenze überschritten und nach Kiew vorgedrungen sind, und dass die Operation gescheitert ist, weil die ukrainische Regierung noch im Amt ist.

Putin hoffte sicherlich auf einen schnellen Sieg, aber er verließ sich eindeutig nicht auf seine Eröffnungssalve als einzigen Plan für den Erfolg.

Vielmehr war das russische Militär darauf vorbereitet, das Land gewaltsam einzunehmen, falls ein schneller Enthauptungsschlag scheitern sollte.

Diese Art von Plan dürfte den Amerikanern, die sich an die Invasion des Irak im Jahr 2003 erinnern, vertraut sein.

In den ersten Stunden des Krieges startete die US-Luftwaffe ihre „Shock and Awe“-Kampagne mit dem Ziel, Saddam Hussein und andere wichtige Führer zu töten und die Regierung zu stürzen. Saddam überlebte, aber das US-Militär war darauf vorbereitet, einen Bodenangriff zu starten.

Ein Blick auf die russische Militäroffensive zeigt, dass es einen Plan für eine groß angelegte Invasion gab, den Russland jetzt umsetzt.

Konventionelle, mechanisierte Kriegsführung ist ein zeit- und ressourcenaufwändiges Unterfangen, und eine Operation dieses Ausmaßes lässt sich nicht in wenigen Tagen zusammenschustern.

Die russische Offensive findet an vier verschiedenen Fronten statt. An einer fünften Front, in der Ostukraine, die Putin letzte Woche für unabhängig erklärt hat, binden die russischen Streitkräfte ukrainische Truppen, die anderswo gebraucht werden.

Der Großteil der russischen Streitkräfte rückt von Weißrussland aus nach Süden in Richtung Kiew vor.

Russische Vorstoßtruppen, einschließlich Luft-, Mobil- und Aufklärungstruppen, sind seit Beginn des Krieges mit ukrainischen Truppen außerhalb von Kiew im Einsatz.

Eine massive Kolonne russischer Truppen, die auf eine Länge von über 40 Meilen (ca. 64 km) geschätzt wird, befindet sich nur 20 Meilen (ca. 32 km) nördlich von Kiew und sammelt sich wahrscheinlich, um die Hauptstadt einzukesseln.

Wenn die russischen Streitkräfte Kiew einnehmen und nach Süden vorstoßen können, um sich mit den Kräften an der Krimfront zu verbinden und so die Ukraine in zwei Teile zu spalten, wäre dies ein schwerer Schlag für die Regierung Zelenski.

Wichtiger als eine Handvoll Rückschläge ist jedoch, dass die russischen Streitkräfte in weniger als einer Woche 70 Meilen (ca. 113 km) in umkämpftes Gebiet vorgedrungen sind und sich am Rande der Hauptstadt befinden.

Dies ist kein Zeichen für eine unorganisierte, schlecht zusammengestellte und gescheiterte Offensive.

Der Vorstoß von Weißrussland nach Süden in Richtung Kiew wird von einer weiteren russischen Kolonne unterstützt, die von Osten her in der Nähe von Kursk gestartet ist.

Wenn sich diese Kolonne mit den russischen Truppen in der Nähe von Kiew verbinden kann, wird sie die ukrainischen Streitkräfte in den meisten Provinzen Tschernihiw und Sumy einkesseln, dem ukrainischen Militär dringend benötigte Soldaten und Kriegsmaterial entziehen und die Regierung von zwei nördlichen Provinzen abschneiden.

Weiter östlich haben die russischen Streitkräfte eine breit angelegte Offensive gestartet, die auf Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, abzielt, die jetzt belagert wird.

Im Süden sind die russischen Streitkräfte, unterstützt durch amphibische Angriffe vom Asowschen Meer aus, von der Krim aus in die Ukraine eingedrungen.

An dieser Front haben sich die russischen Streitkräfte entlang zweier Hauptachsen verzweigt, eine nordwestlich entlang des Flusses Pivdennyi Buh und eine andere nordöstlich entlang der Küste und im Landesinneren in Richtung der Region Donbas, die Russland kurz vor der Invasion für unabhängig erklärt hat.

Wenn sich russische Kolonnen von einer der beiden südlichen Fronten mit weiter nördlich gelegenen Kräften verbinden können, würden sie viele ukrainische Truppen von Verstärkung abschneiden – eine der beiden Kolonnen ist bereits rund 160 Meilen (ca. 257 km) vorgerückt.

Russische Generäle haben sich oft dafür entschieden, Städte und Ortschaften, die starken Widerstand leisten, zu umgehen und sie zu isolieren, um sich später um sie zu kümmern.

Berichten zufolge haben die russischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung, insbesondere in Charkiw, ausgeweitet.

Im Moment sind die Artillerie- und Raketenangriffe dort begrenzt, vielleicht um den Bürgern eine Warnung vor dem, was kommen könnte, zu übermitteln.

Putin scheint die Ukraine unversehrt übernehmen zu wollen, wird aber nicht zögern, die Brutalität zu erhöhen, wenn es nötig ist.

Der systematische Charakter des russischen Angriffs steht im Widerspruch zu den Spekulationen, Putin habe die Kontrolle über seine Sinne verloren.

Niemand weiß das mit Sicherheit, aber Putins Handlungen scheinen die eines kalten und berechnenden Gegners zu sein.

Seine Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, als eine Form von Wahnsinn abzutun, ist eine Ausrede, um Putins wahrscheinliche Beweggründe und zukünftige Handlungen zu ignorieren.

Strategisch gesehen begann Putins Vormarsch auf die Ukraine vor weit über einem Jahrzehnt, als er in Georgien einmarschierte und es durch die Anerkennung der Kreml-Marionettenregime in den Regionen Abchasien und Südossetien balkanisierte.

Im Jahr 2014 besetzte und annektierte Putin die strategische ukrainische Region Krim, die als Ausgangspunkt für die aktuelle Invasion diente.

Putin zahlte für beide Aktionen kaum einen Preis.

Die Vereinigten Staaten und Europa verhängten begrenzte Sanktionen, verhandelten aber weiterhin mit ihm über das iranische Atomabkommen und andere wichtige Themen.

Heute hat Putin ausgerechnet, dass die gewaltsame Einnahme der Ukraine in seinem und Russlands Interesse liegt.

Er hat zweifellos damit gerechnet, dass der Westen diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen verhängen würde, mit denen die amerikanischen und europäischen Staats- und Regierungschefs bereits im Vorfeld gedroht hatten.

Putin mag den ukrainischen Widerstand und die Intensität der westlichen Opposition falsch eingeschätzt haben, aber das bedeutet nicht, dass er verrückt ist oder die Möglichkeiten nicht bedacht und sich trotzdem für eine Invasion entschieden hat.

Es bleibt abzuwarten, ob Putins Plan gelingen oder scheitern wird, aber klar ist, dass es einen Plan für eine gewaltsame Invasion der Ukraine gab, und dieser Plan wurde vom ersten Tag an umgesetzt.

Die ukrainischen Truppen leisten einen tapferen Kampf unter schwierigen Bedingungen und mit großen Schwierigkeiten. Russland hat die meisten, wenn nicht alle Vorteile in der Hand.

Es kann die Ukraine aus drei verschiedenen Richtungen angreifen und hat dies auch getan. Das russische Militär ist in Bezug auf die Zahl der Soldaten, die Luft- und Seestreitkräfte und die Panzerung deutlich im Vorteil.

Es kann auf enorme Ressourcen zurückgreifen. Während die Ukraine die Unterstützung eines Großteils der internationalen Gemeinschaft genießt, die Waffen zur Verfügung stellt, kämpft die Ukraine allein.

Der Glaube, dass der russische Angriff schlecht verläuft, mag uns ein gutes Gefühl geben, widerspricht aber den Tatsachen.

Wir können der Ukraine nicht helfen, wenn wir nicht ehrlich sind, was ihre Lage anbelangt.

Wie Dr. Reiner Haseloff (CDU) ein Licht aufgeht

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„Haltet den Dieb!“, rufen die Politiker von gestern, darauf hoffend, dass die geschröpften Bürger auch an Amnesie leiden. Jetzt merkt sogar ein Wendehals wie Haseloff, dass die Energiewender ein totes Pferd geritten haben.

von Manfred Haferburg

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden“, soll der CDU-Politiker Konrad Adenauer mal gesagt haben. Doch lange nach Adenauer ist das mit dem weiser werden bei der CDU so eine Sache. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) sagte am 10. Juli 2020 in einer Videobotschaft an die Bürger von Sachsen Anhalt:

„…Wir müssen daher die Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze schaffen und die regenerativen Energien so ausbauen, dass sie verlässlich Strom für unsere Unternehmen und Haushalte liefern… Ende vergangener Woche haben wir in Bundestag und Bundesrat das Kohleausstiegsgesetz und das Strukturstärkungsgesetz für die Kohleregionen verabschiedet. Das ist ein klares Signal, dass der Strukturwandel nun starten kann… Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass uns auch die Umgestaltung der Kohleregionen gelingen wird.“

Da war Angela Merkel noch seine Chefin, die ihn mit Hilfe ihrer CDU-Paladine ganz offenbar daran hinderten, weiser zu werden. Wer riskierte schon, bei der Göttlichen in Ungnade zu fallen. Nun wurde Merkel kürzlich sogar das Portemonnaie geklaut, sie ist im wahren Leben angekommen. Die Gefahr scheint gebannt. Da hört sich Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff am 27.02.2922 im Welt Interview schon viel weiser geworden an:

Sachsen-Anhalt ist beim Ausbau erneuerbarer Energien wirklich ambitioniert unterwegs. Aber in dieser Lage nun deutsche Kohlekraftwerke schnell abschalten zu wollen, halte ich für unverantwortlich. Wer Kohlekraftwerke vom Netz nimmt, muss sie mit Gaskraftwerken mit russischem Gas ersetzen. Darauf in dieser Kriegslage zu vertrauen, halte ich politisch für unverantwortlich… Umso wichtiger ist es, dass wir die modernsten Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden jetzt nicht auch noch vorzeitig vom Netz nehmen.“ 

Zukäufe von Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen

Herr Dr. Haseloff sollte eigentlich als Ministerpräsident wissen, dass es schon 2020 unverantwortlich war, „modernste Kern- und Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden“ abzuschalten, bevor irgendein Ersatz dafür in Sicht ist. Und die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen gab es schon 2020 genauso wie heute. Auch die größten deutschen Gasspeicher gehörten 2020 schon Gasprom.

Herr Dr. Haselhoff leidet offensichtlich an kognitiver Amnesie. AM 20.11 2021 sagte er nämlich der Mitteldeutschen Zeitung:

Wenn wir das Geld erwirtschaftet haben, mit dem wir Atomstrom einkaufen, warum denn nicht? Das ist doch vollkommen legitim. Wir müssen aufhören mit dem Schwarz-Weiß-Denken, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen.“

Heute sagt er: „Faktisch könnte die bizarre Situation entstehen, dass die Ampel-Regierung sich in einer möglichen Energiekrise mit Zukäufen von Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen durchwurschtelt…“

Haseloff kommt zu weiteren bahnbrechenden Erkenntnissen:

„Die deutschen AKWs kann man ja auch nicht mal eben weiterbetreiben. Umso wichtiger ist es, dass wir die modernsten Kohlekraftwerke mit hohen Wirkungsgraden jetzt nicht auch noch vorzeitig vom Netz nehmen. Um sie dann mit Kraftwerken zu ersetzen, die russisches Gas benötigen… Es braucht jetzt ein klares, Handlungsschema der Bundesregierung in der Sache.“

Auch das war 2020 und 2021 schon so. Unter Führung der großen Koalition wurden in dieser kurzen Zeitspanne drei Kernkraftwerke und ein Dutzend Kohlekraftwerke geschlossen. Da wollten die Schwarzen grüner als die Grünen sein und vernichteten Milliarden von Werten ohne Rücksicht auf Verluste. Es waren ja die Bürger, welche die Zeche zahlten.

Haltet den Dieb!“, rufen die Politiker von gestern, darauf hoffend, dass die geschröpften  Bürger auch an Amnesie leiden. Jetzt merkt sogar ein Wendehals wie Haseloff, dass die Energiewender ein totes Pferd geritten haben. Aber absteigen? Da muss er erst noch ein bisschen weiser werden und seinen neuen Parteichef fragen.

Lesen Sie zum gleichen Thema Manfred Haferburg im August 2021: Deutschland – umgeben von Idioten

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier