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Putin entwirft in der Ukraine eine neue Weltordnung
«Russland ist in die Ukraine einmarschiert», schreit es uns aus den Schlagzeilen entgegen. Während die Mainstream-Journalisten das Themas nur aus anti-russischer und pro-westlicher Perspektive darstellen, werde ich aus der Sicht der Realpolitik schreiben.
In der Ukraine-Affäre geht es nicht nur darum, eines der Marionettenregime des Westens zu stürzen, das Unrecht der letzten acht Jahre zu rächen oder auch nur die schwer geprüfte russische Bevölkerung in der Ostukraine zu schützen. Die Ukraine-Affäre schafft eine neue Weltordnung.
Westliche Politik-Analysten beeilen sich, aufzuzeigen, dass Putin die bestehende geopolitische Ordnung – die Sicherheitsarchitektur Europas – umzustürzen versucht. In Wirklichkeit ist diese Architektur von den USA zerschlagen worden, die noch immer europäische Länder besetzt halten und Russlands vernünftige Sicherheitsforderungen nicht akzeptiert haben. Die NATO plant bereits Gegenmassnahmen, aber ich bezweifle, dass sie es wagen wird, eine direkte militärische Aktion gegen Russland zu unternehmen. Russland ist nicht Jugoslawien, der Irak oder Libyen.
In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ging es in den Worten von Präsident Woodrow Wilson darum, «die Welt für die Demokratie sicher zu machen». Im Namen der Demokratie schlugen amerikanische Soldaten zu, wo sie nur konnten, und später führte das Militärbündnis NATO im Namen westlicher Interessen zahlreiche Bombardements durch. Staatsgrenzen wurden willkürlich verschoben.
Sowohl Putin als auch der chinesische Präsident Xi Jinping haben es klar geäussert: Sie glauben, dass es Amerikas ultimatives Ziel ist, die russische und die chinesische Regierung zu stürzen. Lokale «Pro-Demokratie»-Bewegungen – oft vom Westen finanziert und ausgebildet – fungieren als trojanische Pferde für die angloamerikanischen Mächte. Wir müssen daher aufhören, nach den getürkten Regeln der Atlantiker zu spielen.
James M. Dorsey behauptet, dass Putin, Xi und eine Vielzahl anderer globaler Führer wie Narendra Modi in Indien, Recep Tayyip Erdoğan in der Türkei und Viktor Orbán in Ungarn eines gemeinsam haben: dass sie die Grenzen ihrer Nationen in «zivilisatorischen», nicht in völkerrechtlichen Begriffen definieren.
Darauf zielte auch Putin Anfang der Woche ab, als er die Gründe für die Anerkennung der beiden separatistischen Republiken in der Ukraine durch Russland bekannt gab. In Putins 90-minütiger Geschichtsstunde wurden die zivilisatorischen Grenzen dessen, was er als «russische Welt» – den «Grossraum» gemäss Schmitt – bezeichnete, im Hinblick auf die Präsenz ethnischer Russen in einer bestimmten Region definiert.
In diesem Zusammenhang steht auch Putins Behauptung, die Ukraine habe weder einen echten Staat noch eine Tradition. Mit der Farbrevolution des Westens stellt dieses ehemalige Gebiet der Sowjetunion auch eine ständige Bedrohung für das moderne Russland dar. Es muss daher in den Einflussbereich des Mutterlandes zurückgeführt werden.
Russlands Anerkennung der beiden abtrünnigen Republiken in Georgien 2008, die Annexion der Halbinsel Krim an Russland Jahr 2014, die Unterstützung für die separatistischen Rebellen in den ostukrainischen Regionen Donezk und Lugansk und die Präsenz russischer Truppen in Weissrussland untermauern Putins Plan.
Dorsey argumentiert, dass Putin seit 2014 auch über Kasachstan in der gleichen Weise gesprochen hat wie über die Ukraine. Wenige Wochen bevor russische Truppen Anfang des Jahres in die massiven Anti-Regierungsproteste in Kasachstan eingriffen, sagte Putin im kasachischen Fernsehen, dass «Kasachstan im vollen Sinne des Wortes ein russischsprachiges Land ist».
Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärte kürzlich, dass die Innen- und Aussenpolitik des Präsidenten nur «ein Ausgangspunkt» sei. Er deutete an, dass «es in der Welt eine Nachfrage nach besonderen, souveränen und entscheidenden Führern gibt». Damit meinte Peskow, dass Putin als ein solcher Führer und Architekt des Wandels in der Weltordnung angesehen werde.
Putins Meinung über die zentrale Bedeutung der Ukraine für die Sicherung der russischen Position auf der Weltbühne wurde von Russlands langjährigen Feinden geteilt. Zbigniew Brzezinski, polnischstämmiger nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, war mit der herrschenden Elite des Westens vertraut. Brzezinski erklärte in den 1990er Jahren, dass «ohne die Ukraine Russland aufhört, ein Imperium zu sein, aber sobald die Ukraine unterworfen ist, wird Russland automatisch wieder ein Imperium».
Russische Patrioten, Eurasisten und Kommunisten stören sich nicht an Putins Handlungen. Wer aber bislang von seiner Aussenpolitik enttäuscht war, der ist der Meinung, dass jetzt die schändlichen Kompromisse des «liberalen technokratischen Regimes» gegenüber dem Westen ausgeglichen werden.
Entgegen der Behauptungen ist Putin kein unberechenbarer manischer Tyrann. Im Gegenteil, er hat sich als brillanter Taktiker erwiesen. Der russische Führer weiss, dass seine Forderung nach einem Ende der NATO-Osterweiterung nicht ernst genommen wird, wenn der Kreml es nicht wagt, den Worten Taten folgen zu lassen.
Mit der Anerkennung der abtrünnigen Republiken in der Ukraine hat er gezeigt, dass ihm die Sanktionen der USA und der EU keine Sorgen bereiten. Russland hat Reserven in Höhe von rund 600 Milliarden US-Dollar aufgebaut und den Handel in US-Dollar auf die Hälfte reduziert. Daher kann Putin die Ukraine-Krise und die Reaktion darauf bislang als Erfolg verbuchen, auch wenn ein Teil der Welt die russische «Aggression» verurteilt, wie die Debatte im UN-Sicherheitsrat gezeigt hat.
Der strategische Partner China war mit seinen Ausfällen zur Ukraine-Situation vorsichtig. Das Land unterhält eigene Handelsbeziehungen zur Ukraine, chinesische Unternehmen sind bereits in dem Land tätig, und Kiew ist an dem Infrastrukturprojekt «Belt and Road» beteiligt. Offiziell behauptet China derzeit noch, dass die russische Militäroperation die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht beeinträchtigen wird. Indessen stellt sich die Frage, ob China die «widerspenstige Provinz» Taiwan wieder in das chinesische Festland eingliedern wird, während Russland in der Ukraine operiert.
Abgesehen davon, dass Putin eine eisige Botschaft an den Westen und die ehemaligen Sowjetrepubliken sendet, hat er die Schwächen des Westens zu einem Zeitpunkt offengelegt, an dem sich die liberale Demokratie in einer Krise befindet: Im Zeitalter des Coronavirus herrscht im Westen der biofaschistische Sicherheitsstaat, der seine Bürger unterdrückt. Diese Exzesse und Ungerechtigkeiten werden weiterhin ignoriert.
Putin mag der nordatlantischen Allianz und der westlichen Solidarität neuen Schwung verliehen haben, doch es sieht nicht danach aus, als wären die USA und Europa der Herausforderung des Kreml gewachsen. Russland spielt geschickt ein langfristiges geopolitisches Spiel, nicht gebremst von der Identitätspolitik, die die westlichen Gesellschaften polarisiert. Es ist unwahrscheinlich, dass die Sanktionen Putin davon abhalten werden, in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion seine neue Ordnung zu schaffen. Von der Ukraine und von Weissrussland aus kann er Vorposten und Pufferzonen im westlichen Glacis der russischen Welt errichten.
Putin könnte jedoch bis Ende des Jahres mit einer anderen USA konfrontiert sein, wenn nämlich Präsident Biden bei den Zwischenwahlen den Senat und/oder das Repräsentantenhaus verliert. In einigen Jahren könnte sich die Situation erneut ändern, wenn Donald Trump – der Putins Vorgehen in der Ukraine als «brillant» bezeichnete – ins Präsidentenamt zurückkehrt.
Ebenso könnte Putin in Europa auf einen empathischeren Führer treffen – wenn Macron von einem pro-russischen Kandidaten herausgefordert wird, der ihn nach den Wahlen im April als Präsident Frankreichs ablösen könnte.
«Das sind grosse Ambitionen, und sie sind vielleicht unerreichbar», hofft die amerikanische Putin-Kritikerin Anne Applebaum, die glaubt, dass der russische Führer versucht, die Demokratie in der Welt abzuschaffen. Auch die ehemalige Sowjetunion hatte grosse Ambitionen: Lenin, Stalin und ihre Nachfolger wollten eine internationale Revolution, damit der sowjetische Sozialismus über die ganze Welt herrsche. «Am Ende sind sie gescheitert», seufzt Applebaum.
Der Pragmatiker Putin mag keine solchen Pläne führen. Aber eine in geopolitische Interessen aufgeteilte Welt, bestehend aus grossen Regionen oder «Blöcken», könnte in Zukunft Realität werden. Dies ist auch die Stossrichtung anderer Akteure. Ist die derzeitige russische Führung daran, einen «zivilisierten Staat» aufzubauen?
Es gibt viele Meinungen über die Militäraktion in der Ukraine, aber manchmal denke ich, dass das Ganze wie nach Drehbuch abläuft und die Mächte hinter den Kulissen sich bereits auf bestimmte Dinge geeinigt haben. Wir sind nahtlos von der Corona-Krise zu einem militärischen Konflikt übergegangen; anderes wird vielleicht aus Bequemlichkeit ausser acht gelassen.
Auf jeden Fall wird die Weltordnung neu gestaltet, zuerst durch die «Pandemie» und jetzt durch den «Krieg». Erleben wir wirklich eine geopolitische und wirtschaftliche Neuverteilung? Wie wird das Ergebnis aussehen? Was wird mit den Banken geschehen, wohin wird die Finanzkrise führen? Wird das verwestlichte Finnland versuchen, der NATO beizutreten? Wird der Vorschlag einer digitalen Identität in die Tat umgesetzt werden?
Putin brauchte mehr als zwei Jahrzehnte an der Macht, um damit anzufangen, die schlimmsten Erwartungen der westlichen Entscheidungsträger und Analysten zu erfüllen. Es bleibt abzuwarten, ob es sich dabei nur um ein politisches Psychodrama handelt. Oder ob wir noch erleben werden, wie der von den USA angeführte atlantische Block gedemütigt und verdrängt wird.
zum vollständigen Artikel (auf französisch)
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Markku Siira ist ein finnischer geopolitischer Analyst und Autor. Er ist Experte in internationalen Beziehungen mit Schwerpunkt USA, China und Russland. Sein Blog: markkusiira.com
Der Krieg hat bereits vor acht Jahren durch die NATO begonnen
EU-Kommissarin Ursula von der Leyen kündigte an, dass die EU die russische Nachrichtenagentur Sputnik und den Sender Russia Today verbieten werde. Nur so könne die russische Regierung «ihre Lügen nicht mehr verbreiten, um Putins Krieg mit ihrer giftigen Desinformation in Europa zu rechtfertigen», begründete sie das Vorgehen.
Damit richtet die EU offiziell das Orwellsche Wahrheitsministerium ein. Durch das Löschen der Erinnerung wird die Geschichte neu geschrieben. Jeder wird geächtet, der nicht die von der Voice of America, der offiziellen Agentur der US-Regierung, übermittelte Wahrheit wiederholt. Das US-Portal beschuldigt Russland, einen «schrecklichen und völlig unprovozierten Angriff gegen die Ukraine» vom Zaun gerissen zu haben.
Da ich mich selbst bereits geächtet habe, berichte ich hier (…) über die Geschichte der letzten dreissig Jahre, die aus dem Kollektivgedächtnis gelöscht worden ist. Nach der Auflösung des Warschauer Pakts und der Sowjetunion hatte die US-Regierung mit dem Zweiten Golfkrieg die erste bewaffnete Auseinandersetzung nach dem Ende des Kalten Kriegs ausgelöst. Sie verkündete damals der Welt, dass «es keinen Ersatz für die Führung der Vereinigten Staaten gibt, die das einzige Land mit weltweiter Stärke und Einflussnahme bleiben» müssten.
Drei Jahre später, im Jahr 1994, führte die NATO unter amerikanischem Kommando in Bosnien ihre erste direkte Kriegshandlung durch. 1999 griffen sie Jugoslawien an: 78 Tage lang flogen 1100 Flugzeuge, hauptsächlich von italienischen Stützpunkten aus, 38’000 Einsätze und warfen 23’000 Bomben und Raketen ab. Die Angriffe zerstörten Brücken und Industrieanlagen in Serbien und forderten ihre Opfer vor allem unter der Zivilbevölkerung.
Während der Krieg Jugoslawien zerstört hat, begann die NATO ihre Expansion in Richtung Osten, und zwar trotz des einstigen Versprechens an Russland, sich «keinen Zentimeter nach Osten auszudehnen». Die Expansion führte in zwanzig Jahren zu einer Erweiterung der NATO von 16 auf 30 Mitgliedsstaaten.
Hinzugekommen sind mehrere Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts, der einstigen UdSSR und des ehemaligen Jugoslawien. Zudem bereitete sich die NATO darauf vor, die Ukraine, Georgien und Bosnien-Herzegowina (…) offiziell ins Bündnis mit einzubeziehen.
Die US-Regierung und die NATO sind von einem Krieg in den nächsten gezogen und haben 2001 Afghanistan und 2003 den Irak angegriffen und überfallen. 2011 zerstörten sie den libyschen Staat (…) Allein im Irak wurden durch die beiden Kriege und das Embargo etwa zwei Millionen Menschen direkt getötet, darunter eine halbe Million Kinder. Im Februar 2014 führte die NATO (…) durch speziell ausgebildete und bewaffnete Neonazi-Formationen einen Staatsstreich gegen den rechtmässig gewählten Präsidenten der Ukraine durch.
Die Strategie des Staatsstreichs: Man wollte die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine angreifen. Damit sollte eine Reaktion Russlands provoziert und so ein tiefer Riss in Europa verursacht werden. Nachdem die prorussischen Bewohner der Krim sich für eine Annäherung an Russland ausgesprochen hatten, eskalierte der Krieg. Kiew bombardierte die russischsprachigen Bewohner des Donbass mit Phosphor.
Die EU unterstützte dabei die Regierung in Kiew. 21 der 27 Mitgliedsländer gehören der unter US-Kommando stehenden NATO an. In den vergangenen acht Jahren wurden die US-NATO-Streitkräfte und ihre nuklearen Waffenstützpunkte in Europa immer näher an Russland herangeführt, ungeachtet der Warnungen aus Moskau.
Um diese Situation zu entschärfen, reichte Putins Regierung am 15. Dezember 2021 den USA einen Vertragsentwurf ein. Die US-Regierung lehnte diesen Vorschlag jedoch nicht nur ab, sondern begann gleichzeitig mit der Aufstellung ukrainischer Streitkräfte unter dem Kommando der US-NATO im Donbass, um sich für einen Grossangriff auf Russland vorzubereiten.
Vor diesem Hintergrund ist Moskaus Vorgehen zu sehen. Die russische Regierung will damit der aggressiven US-NATO-Eskalation mit dem Militärangriff in der Ukraine Einhalt gebieten. Wenn nun gegen den Krieg demonstriert wird, steigt man lediglich auf die US-NATO-Kampagne auf, die Russland als gefährlichen Feind brandmarkt. Es ist eine Kampagne, die Europa für imperiale Machtpläne spaltet und uns in die Katastrophe treibt.
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Dieser Artikel ist zuerst in der italienischen Zeitung Il Manifesto erschienen.
Pfizer finanziert die «Faktenchecker» von Facebook mit
Sogenannte Faktenchecker von Facebook wittern überall Desinformationen; besonders im Zusammenhang mit den «Impfungen». Kritische Berichte zu den mRNA-Injektionen sehen sich regelmässig mit sogenannten Faktenchecks konfrontiert. Die Faktenprüfer sind dabei aber alles andere als unabhängig. Einzelne werden gar indirekt von Pfizer finanziert, wie The National Pulse unlängst informierte.
«Der Pharmariese Pfizer sponsert journalistische Schulungsprogramme, die von Facebook genutzt werden, um seine ‹Faktenprüfungs›-Partner zu schulen und Beiträge zu zensieren, die kritisch über Covid-19-Impfstoffe berichten», schreibt das Medienportal.
Bei der Bekämpfung von Falschinformationen arbeitet Facebook unter anderem mit dem International Center For Journalists (ICFJ) zusammen. Gemeinsam mit Meta, der Muttergesellschaft von Facebook, lancierten sie das «Journalism Project».
Besonders interessant: «Facebooks Fact-Checking-Partner ICFJ erhält jedoch auch finanzielle Unterstützung von Pfizer», schreibt The National Pulse. Das kürzlich angekündigte Arthur F. Burns Fellowship Programm 2022 des ICFJ listet Pfizer als einen der Sponsoren auf.
«Das Arthur F. Burns Fellowship ist ein Programm des ICFJ und bietet talentierten jungen Journalisten aus den USA, Deutschland und Kanada die Möglichkeit, im jeweils anderen Land zu leben und zu arbeiten», heisst es auf der Website des ICFJ. Viele heutige Auslandskorrespondenten grosser Medien wie zum Beispiel der Washington Post, Reuters, CNN, ARD, Deutsche Welle oder der Süddeutschen Zeitung hätten einst das Fellowship-Programm durchlaufen.
The National Pulse weiter: «Die finanziellen Beziehungen zu Pfizer reichen mindestens bis ins Jahr 2008 zurück, als das Zentrum gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen einen ‹Trainingsworkshop zur journalistischen Berichterstattung über Gesundheitsthemen› in ganz Lateinamerika durchführte.»
Ziel des Workshops sei es gewesen, das Bewusstsein für Berichterstattung über Gesundheitsthemen zu schärfen. Auch sei daran erinnert worden, «wie die Medien zu führenden Akteuren werden können, wenn die Öffentlichkeit über Gesundheitsthemen informiert werden soll».
Facebook und das ICFJ finanzierten während der «Pandemie» zudem Nachrichtenagenturen in Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten, die sich auf die Covid-19-Berichterstattung konzentriert hatten.
Zur Erinnerung: Nicht nur zu Faktencheckern von Facebook weist Pfizer finanzielle Verbindungen auf. Auch mit der Nachrichtenagentur Reuters ist Pfizer verbandelt (Corona-Transition berichtete).
«Die Machthaber in Kiew wollen nicht kapitulieren, doch der Krieg ist verloren»
Wie so oft in Konflikten sind es die Zivilisten, die den höchsten Preis zahlen – so auch in der Ukraine. Das italienische Nachrichtenportal Byoblu sprach am 27. Februar 2022 exklusiv mit zwei ukrainischen Staatsbürgern, Yulia und Oleg, die sich derzeit in der Ukraine aufhalten. Sie erzählen, was sie dort erleben.
Wo sind Sie im Moment?
Yulia: In Charkow (Anm. d. Red: Charkiw auf Ukrainisch, die zweitgrösste Stadt der Ukraine, im Nordosten des Landes gelegen).
Oleg: In Donezk.
Wie ist die Lage in eurer Stadt?
Yulia: Charkow ist von den Streitkräften der Russischen Föderation umzingelt, es gibt Kämpfe um die Stadt.
Oleg: Wir haben in der Stadt seit einer Woche kein heisses Wasser mehr. Die Stadt scheint tot zu sein, niemand ist auf der Strasse. Manchmal sieht man nur Frauen. Die Schiessereien haben in allen Ecken der Stadt zugenommen. Es scheint, dass die ukrainischen Truppen so viel Schaden wie möglich anrichten wollen. In vielen Gebieten von Donezk gibt es keinen Strom.
Die russische Armee hat also das Stadtzentrum noch nicht erreicht?
Yulia: Nein, noch nicht.
Oleg: Es gibt keine russische Armee in Donezk. Sie scheint sich von der Grenze zu Russland direkt an die vorderste Front der Offensive bewegt zu haben, ohne in das Stadtzentrum einzudringen.
Welche ukrainischen Städte sind von den Militäroperationen der russischen Armee betroffen?
Yulia: Charkow, Kiew, Sumy, Melitopol, Saporischschja, Iwano-Frankiwsk. Ich denke jedoch, dass es auch andere Städte gibt, wie man auf den Karten sehen kann, die im Internet kursieren.
Oleg: Die russische Armee ist von Norden und Süden her in die Ukraine eingedrungen und hat sich dem Zentrum genähert.
Haben Sie gesehen, dass Zivilisten getötet wurden?
Yulia: Nein, doch die Raketen treffen zivile Gebäude.
Oleg: Die russische Armee beschiesst keine Zivilisten und Wohnhäuser, es scheint sich um eine sorgfältig vorbereitete Operation zu handeln. Wenn Russland gewollt hätte, hätte es alles zerstört und die ukrainische Armee mit seiner Luftwaffe und Artillerie vernichtet.
Wie reagiert die ukrainische Armee auf russische Angriffe in Ihrer Stadt?
Yulia: In der Nähe von Charkow wird gekämpft; wir sehen ständig Brände.
Oleg: Die Kämpfe finden nur zwischen den Truppen der gegnerischen Armeen statt. Das Problem ist, dass die ukrainische Regierung 20’000 Waffen aller Art in die Hände des Volkes gegeben hat, was eine Katastrophe, eine echte Gefahr, darstellen könnte.
Wie denken Sie über diesen Konflikt?
Yulia: Wladimir Putin behauptete, er sei gekommen, um uns vor den Neonazis zu retten, die die Macht an sich gerissen hatten. Diese Macht hatten sie vor acht Jahren an sich gerissen, doch dazwischen hat es legitime Wahlen gegeben. Wir haben einen Präsidenten gewählt, der versprochen hatte, den Krieg im Donbass zu beenden. Sicherlich hat Zelensky viele Fehler gemacht, wir sind mit seiner Leistung nicht zufrieden. Doch das sind unsere internen Probleme. Ein anderes Land sollte sich da nicht einmischen. Deshalb verstehen wir auch nicht genau, «vor wem» wir gerettet werden.
Oleg: Hier in Donezk leben wir seit acht Jahren in einer prekären Situation. Deshalb waren viele froh, als Putin die Republiken Donezk und Luhansk anerkannt hatte. Wir haben wirklich Mitleid mit den Ukrainern und wissen, wie sie sich fühlen. Unser einziger Wunsch ist, dass die Nationalisten in der Regierung gefasst werden und aufhören, uns zu bombardieren.
Viele Einwohner von Donezk können die Politiker in Kiew nicht ausstehen, weil einige von ihnen (Julia Timoschenko, Oleksandr Turtschinow, Dmytro Jarosch, Andrij Parubij, Oleksy Gontscharenko) immer öffentlich gesagt haben, dass wir es verdienen, bombardiert zu werden. Auch haben sie uns schlecht behandelt.
Normal denkende Menschen wollen Frieden und dass die Gewalt aufhört. Die Machthaber in Kiew hingegen wollen nicht kapitulieren. Aber der Krieg ist verloren. Dieser Konflikt wird viele Opfer und Verluste mit sich bringen, denn die Machthaber in der Ukraine haben keinen Respekt vor dem Volk und vor der Gerechtigkeit.
US-Behörden warnen vor giftigen Chemikalien in Covid-Selbsttests
Das Cincinnati Drug and Poison Information Center meldete einen Anstieg von Menschen, die versehentlich einer möglicherweise giftigen Substanz in Covid-19-Selbsttests ausgesetzt wurden, berichtet The Epoch Times. Das National Poison Control Center der USA habe daraufhin eine Warnung vor Natriumazid herausgegeben.
«Es ist wichtig zu wissen, dass die Extraktionsflasche in vielen Antigen-Schnelltests die Chemikalie Natriumazid als Konservierungsmittel enthält. Die Antigen-Schnelltests von BinaxNow, BD Veritor, Flowflex und Celltrion DiaTrust Covid-19 enthalten alle diese Chemikalie», sagte ein Sprecher des Zentrums.
Natriumazid ist ein farb- und geruchloses Pulver, in das die Wattestäbchen der Tests eingetaucht werden. Die Chemikalie ist in Herbiziden, Schädlingsbekämpfungsmitteln und Airbags für Autos enthalten, wie The Epoch Times erläutert.
«Kleine Dosen von Natriumazid können den Blutdruck senken, grössere Dosen hingegen schwerwiegendere gesundheitliche Auswirkungen haben», heisst es in einer Empfehlung von Health Canada. «ProClin [ein Biozid, Anm. d. Red.] ist ebenfalls in vielen Tests enthalten. Es enthält Chemikalien, die Haut- und Augenreizungen sowie allergische Reaktionen hervorrufen können.»
Einige Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten berichten, dass sie eine Flut von Anrufen von Menschen erhalten haben, die dieser Chemikalie ausgesetzt waren. Alle Altersgruppen seien betroffen – auch kleine Kinder. Dr. Kelly Johnson-Arbor vom National Capital Poison Center in Washington rät, den Hautkontakt zu vermeiden.
«Wenn jemand die Lösung trinkt, ist es sehr wichtig, sofort den Giftnotruf zu verständigen. Die Lösungen haben unterschiedliche Inhaltsstoffe. Einige sind ungiftig, andere haben gefährlichere Inhaltsstoffe», fügte sie hinzu.
Dr. Jeffrey Jahre vom St. Luke’s University Health Network wies auch darauf hin, dass die Tests ordnungsgemäss entsorgt werden sollten.
Beim Verschlucken der Chemikalie empfehlen US-Behörden, sich oder andere nicht zum Erbrechen zu bringen. Bei Kontakt mit den Augen sollten diese 15 bis 20 Minuten lang mit warmem Wasser und bei Hautkontakt die Haut gut mit Leitungswasser abgespült werden.
Lügenpresse gegen Ungarn (ARTE-TV, ORF u. Co)
Von unserem Ungarn-Korrespondenten Elmar Forster
„Lügenpresse haut ab und schämt euch !“ (Bild)
Mittlerweile hat „die Mehrheit der Deutschen das Gefühl, von den Medien belogen zu werden.“ (U. Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“) – Während der Flüchtlingskrise-2015 hatte „die Presse großteils die Perspektive der politischen Elite übernommen“ (nzz) – Die Silvester-Vergewaltigungen-2015/16 Hunderter Frauen durch nordafrikanische Männer-Gangs wurden tagelang verschwiegen – „aus Angst vor der Wahrheit“ (Zeit).
Deutsche Journalisten bekommen diesen Hass offen zu spüren, wenn sie sich aus ihren Presse-Bunkern zu „Recherche“-Zwecken unter Menschenansammlungen wagen
Die selbstgerechten Journalisten als „Sturmgeschütze der Demokratie“ (Spiegel) diffamieren Kritik an ihnen nun als Umsturzpläne: „Drohungen von Corona-Leugnern: ORF unter Polizeischutz“ (oe24) – In Wirklichkeit aber sind jene zu Feinden der Freiheit geworden. Für sie gilt nun paradoxerweise ein Ausspruch der deutschen Terroristin Ulrike Meinhof…
-Das Lügenbild aus Ungarn (Bicske)

„Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen. Wir können sie aber dazu bringen, immer dreister zu lügen.“
Während der Flüchtlingskrise 2015 wurden gezielt Fake-News verbreitet: Etwa das Lügenbild von Bicske (KleineZeitung). Der US-Sender fox-news hat dieses decouvriert. (Hier meine Analyse: „Fake-News und Flüchtlingskrise…“ )
Für die Lügenpresse „unangenehme“ Bilder werden zensuriert: Etwa Flüchtlinge, die (durch ungarische Polizisten) ausgeteilte Lebensmittel wegschmeißen. (Link zum Video)
Refjugees schmeißen Lebensmittel weg
Oder kriminelle Grenzstürmer, die Kinder als Barrikadenbrecher einsetzen.
ARTE-TV- und ORF-Hetze
Eine ORF-Produktion mit dem absurden Titel „Orbans demokratische Diktatur“ (4.4.2018). (Hier meine Analyse)
Sowie die Arte-Verhetzung-Sendung „Hallo Diktator“ (Hier eine Analyse der ungarisch-deutschen Journalistin Rab Iren in der Budapester Zeitung sowie von Dr. Csaba Láng, Präsident der Deutsch-Ungarischen Juristen-Vereinigung). Alle für Arte aufmarschierten Kritiker sind linke Oppositionelle: Der Sozialist und ORF-Lendvai ist ein Orbanhasser (Hier meine Analyse auf AUT). Der Budapester OB Karácsony gehört der sozialistisch-linksliberalen Opposition an. Der sozialistische luxemburgische Außenminister Asselborn ist ein Orban-Hetzer, der Orbans demokratischen Wahlsieg einmal als „Wertetumor“ bezeichnete – conservo) Dasselbe gilt für Daniel Freund (Grüne), Martin Schulz (SPD), Martin Selmayr (Kabinettchef von Juncker), Viviane Reding (Vizepräsidentin der EU-Kommission unter Juncker).
Wollen Sie eine Protestkampagne gegen ARTE unterstützen?
( Arte – Startseite | Facebook – Profil / Twitter – e‑mail: telespectateurs@arte.tv )
„Ich protestiere gegen die ARTE-Anti-Ungarn-Manipulation „Hello Dikator!“ Hier einige Gegendarstellungen:
Dr. Csaba Láng: ungarnreal.de/hallo-diktator-ein-leserbrief-an-die-f-a‑z/
Rab Iren: ungarnreal.de/hallo-herr-diktator/
FAZ: www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/dokumentation-ueber-viktor-orban-hallo-diktator-17176376.html“
„Wenn du einmal begonnen hast, zu lügen: Bleibe dabei!“ (Goebbels)
– Denn schon im April war eine (von der linken ungarischen Soros-Opposition) angezettelte Corona-„Diktatur“-Diffamierungs-Kampagne in sich zusammengebrochen: Als gescheiterter Versuch der Linkspresse, eine Diktatur herbeizuschreiben (PP) (Hier eine Entgegnung der Vorwürfe durch die österr.-ungar- Rechtsanwältin Dr. Barki)
Dabei wendet die ungarische Soros-Opposition das linkssubversive Destabilisierungsprogramm von Samuel Alinsky´s „Regeln für Radikale“ an. (Hier meine Analyse, AUT) Mit ähnlichen Methoden hat auch die niederländische Grüne EU-Parlamentarierin Sargentini eine Art postmodernes Inquisitions-Gericht im Strassburger EU-Parlament inszeniert. (Hier meine Analyse, AUT)
Der „totale“ Endkampf-Presse-„Krieg“ (Goebbels)
Ostrassistische linke Journaille- und Polit-„Eliten“ entfachten eine krypto-faschistische Pogromstimmung vor allem gegen Ungarn. Der psychologische Grund dahinter: Abwehrmechanismen, weil Orbán recht behalten hat:
„Wir wissen von de Gaulle, dass die Hoffnungslosigkeit Hass gebiert. Jedem der Sätze der oppositionellen Parteien entströmt Hass. Es wird keinen Mangel an Niederträchtigkeit geben.“ (Orban: „Rede zur Lage der ungarischen Nation“, 18.2.2018)
1.) In der Flüchtlings-Krise:
„Der Westen fällt, während Europa nicht einmal bemerkt, dass es besetzt wird… In Westeuropa sind die alten europäischen Nationen zu Einwanderungsländern geworden.“ (ebda)
2.) Im Beharren auf den Nationalstaat:
„Wir wollen starke Nationalstaaten… Wir haben die Migranteninvasion an den Südgrenzen Ungarns aufgehalten, … wir werden den Niedergang Europas aufhalten.“ (Orbán: „Rede zum Nationalfeiertag“ 15.3.2019 – DieWelt)
3.) In der Kritik am internationalen Finanzsystem, am Globalismus:
„Der IWF ist eine Krähe, die keiner anderen ein Auge aushackt.“ (Orbán, 2013 – DerTagesspiegel)
„Wenn in Ungarn … die Interessen der Großmächte, der großen Firmen verletzt (werden), dann greift das EU-Parlament als erster Ungarn an.“ (Orban 7.12.2017) – „Die Herren der globalistischen Politik … verkündeten: Wenn nicht die Liberalen die Wahlen gewinnen, dann gibt es dort keine Demokratie mehr. Sie verkünden, dass das Volk eine Gefahr für die Demokratie darstellt.“ (Orban : „Rede zur Lage der Nation“)
4.) In der Kritik am undemokratischen, nihilistischen Zustand der West-EU-Eliten:
«Die Nihilisten (Juncker, Verhofstadt, Schulz) sind in der Gesellschaft in der Minderheit, aber die europäische Elite haben sie schon lange okkupiert.“ (Orbán, NZZ 2016)
„Aus Brüssel wurden nur Kolonien verwaltet, aber wir waren weder Kolonie noch waren wir Kolonisatoren. Wir haben niemandem die Heimat weggenommen, aber wir werden unsere auch nicht verschenken.“ (Orban-Rede, 23.10.2018)
5.) In der Ablehnung des Multikulturalismus und in Bezug auf das christliche Europa:
„Ich stelle nicht das Recht der anderen in Frage, sich ihres Multikulturalismus zu erfreuen. Aber Ungarn folgt West- und Mitteleuropa da nicht. Unsere Verfassung beschreibt das Christentum als eine Kraft, die die Nation stärkt.“ (Orban-Interview Süddeutsche, 2019)
6.) In der Ablehnung der Political-Correctness, als orwell’sche Meinungsdiktatur.
„Wer das Denksystem der politischen Korrektheit in Frage stellt, kann ihnen zufolge kein Demokrat sein. Aber so wird die Gedanken- und Meinungsfreiheit verletzt. Ich dagegen, als Illiberaler, verteidige die Freiheit des Wortes.“ (Orban-Interview, s.o.)
6.) Mit seinem wert-konservativen Weltbild:
„Ich glaube an die einfachen Dinge. An die Arbeit, an die Familie und an die Heimat… Wir verteidigen unsere ungarische und christliche Kultur, bewahren die Unabhängigkeit und die Freiheit Ungarns.” (Orbán: „Rede zur Lage der ungarischen Nation“, 18.2.2018)
7.) In der Bekämpfung der Corona-Pandemie:
Seit der Grenzschließung im September 2009 waren in Ungarn NIE die Friseure, NIE der Handel und NIE die Schulstufen (1–8) geschlossen. Die Bevölkerung vertraut der Regierung. (UngarnHeute) – Für ihre gescheiterte Impfstoff-Politik wird die EU nun scharf kritisiert: „In Wahrheit ist es so, dass wir in Deutschland keine Perspektive haben, dass alle die Hoffnung verlieren, weil Sie es versemmelt haben.“ (Bild, budapost) Und nun stehen diese EU-Eliten Schlange um den russischen Sputnik-Impfstoff (fr, UngarnHeute), den Orban sich schon lange vorher reserviert hat. (nzz)
„Der Totalitarismus begeht nicht Massaker,
sondern er greift das Konzept der objektiven Wahrheit an.“
(Orwell, „1984“)
Political Correctness beherrscht den öffentlich-politischen Diskurs, zensuriert das Private und schreckt auch vor KGB-Desavouierungs-Methoden nicht zurück. Indem sie Angst verbreitet: „Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ (Kafka: „Der Prozess“ )
Als multi-pluralistischer „Toleranz“-Totalitarismus zerstört und missbraucht PC das Instrument der Sprache, um so die objektive Wirklichkeit (im Orwell’schen Sinne eines „Neu-Sprechs” und „Neu-Denks”) zu pervertieren: „Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.“ (George Orwell)
PC liquidiert heimtückisch die Aufklärung, indem er vorlügt, diese im Alleinvertretungsanspruch zu beherrschen. Knapp 250 Jahre nach Kant stehen wir wieder am Anfang der Aufklärung: „Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum (die) Menschen … unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.“ (Kant)
Die zu Totalitaristen verkommenen Alt-Linken fürchten um ihre politische Vorherrschaft. Das angestrebte Ziel: „Wenn alle die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“ (Orwell)
Unter Requirierung von Faschismus-Ängsten soll jeder kritisch-demokratische Diskurs erstickt, soll eine Krypto-Diktatur installiert werden.
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ (Martin Niemöller, evangelischer Theologe und ehemaliger KZ-Häftling)
Es geht um die Aufklärung seit Kant: „Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ (Kant) Geschichte darf sich aber auch unter umgekehrten Vorzeichen niemals wiederholen. „Wehret den Anfängen!“
Das Soros-Syndikat und der Versuch einer Destabilisierung Ungarns
Alle vorgeschobenen Vorwürfe reduzieren sich auf ein Orwell’sches Framing: Abbau von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. – Sind diese aber etwa Teil einer „Mega-Manipulation“ im Rahmen sogenannter „Regime-Changes“, in Form einer asymmetrischen Kriegsführung gegen unbotmäßige, weil souveräne Nationalstaaten? (Hier meine Analyse auf PP)
Trotzdem aber bricht diese Desinformations-Kampagne in sich zusammen, weil sie auf mindestens sechs Denkfehlern beruht, etwa dem „Action-Bias“: Eine verstörende, weil neuartige Situation (Zweidrittel-Orban-Wahlsieg) verführt zur Schnellreaktion: „Orbán hat die Institutionen des Staates mit einem kalten Putsch gleichgeschaltet.“ (Standard August 2011) (Hier meine Analyse auf AUT)
Auch DerSpiegel überzieht immer wieder sein ewiges „Wehret-den-Anfängen“-Warngeheul geradezu ins Groteske. Als die ewige Schuldprojektion auf den deutschen Faschismus: „Orbán spricht vom tausendjährigen ungarischen Kampf, von ‚neuer nationaler Größe‘ und von ‚Wahrheit, die nur durch Stärke etwas wert“ ist. – (Hier meine Analyse „100 Jahre Trianon – Das zerbrochene Schweigen“).
Klassische Beispiele von ORF-Desinformation
2017
Fake-News und Flüchtlingskrise: Wie die Lügenpresse gegen Ungarn mobil machte. – Und scheiterte.
2018
Lendvai: „Orban der gefährlichste Politiker Europas“ (16.2.2018)
Verschweigen einer PRO-Orban-Demonstration von 500.000 (30.3.2018)
„Ungarn-Orbans demokratische Diktatur“ (5.4.2018)
„Was und warum verschweigt der ORF?“ (21.4.2018)
Mikro-Demo: „Zehntausende gegen Orban“ (10.5.2018)
Massendemonstration gegen sozialistische Regierung in Rumänien: „Sozialistisch“ fehlt (11.8.18)„Nationalfeiertag in Ungarn mit christlichem Bezug verschwiegen“ (21.8.2018)
„Tausende Demonstranten gegen Orban“ (23.10.2018)
2019
Eine marginalisierte Soros-Opposition als „Massenproteste gegen Orban“ (6.1.2019)
„Mit Hass gegen Orban, mit Eifer für Macron“ (13.1.2019)
„Migranten-Karawane auf Balkanroute verschwiegen“ (4.4.2019)
Regionalwahlen in Ungarn: „Schwerer Schlag für Orban“ (13.10.2019)
2020
Orban-Pressekonferenz: Eine mutwillige Verzerrung (9.1.2020)
Fake-news zu „Diktatur in Ungarn“ (26.3.2020)
„Corona-Notstand in Ungarn“: Entgegnung von Dr. Barki (3.4.2020)
Verschweigen einer Ent-Haftung (14.5.2020)
Corona-Demo in Polen „Bürger-Rechtler“- in Deutschland: „Rechts-Extreme“ (16.5.2020)
Corona-Protest in Brüssel verschwiegen (17.5.2020)
Corona-Zahlen-Manipulation (23.1.2021)
Bayerische Staatsoper wirft russische Künstler raus
n-tv: Staatsoper trennt sich von Anna Netrebko
01.03.2022, 20:52 Uhr. Corona Transition – https: – – Corona Cockpit…
Ein Land, das einen Comedian zum Gesundheitsminister hat, braucht keine russischen KünstlerInnen
01.03.2022, 19:53 Uhr. Corona Doks – https: – »Staatsoper trennt sich von Anna Netrebko …“Aufgrund des schrecklichen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und einer fehlenden ausreichenden Distanzierung von Valery Gergijew und Anna Netrebko wird die Bayerische Staatsoper die bestehenden Engagements annullieren“, heißt es in einem Tweet Dornys vom 1. März. Für die Staatsoper seien „der…
BRD pro Ukraine: Des Wahnsinns fette Beute

Von KEWIL | Die BRD, auch als Schland bekannt, dreht im Ukraine-Konflikt hohl. Man ist es ja schon gewohnt, dass unsere Führer alle ihre Entscheidungen gegen Deutschland und die Deutschen fällen, und es ist ihre größte Freude, irgendwelchen ausländischen Staaten tief in den Allerwertesten zu kriechen. Aber was jetzt nach gerade mal fünf Tagen militärischer […]
Alarmstufe „Rot“ für Privatvermögen – Staat baut Schulden über Inflation ab!
In den Zeitungen überschlagen sich die Experten mit Prognosen über die Inflations- und Zinsentwicklung. Und der Bürger fragt sich, wie sich dies alles möglicherweise auf ihn selbst auswirken kann. Die Meldungen hinterlassen jedenfalls ein gewisses unangenehmes Gefühl beim einzelnen. Wir wollen uns mit diesem Beitrag Hintergründe vor Augen führen, die Teil der Ursache für diese Entwicklungen sind und wie sich der einzelne vorbereiten und schützen kann.
Ein Beitrag von diegeldretter.at
Der Ergebnishaushalt des Staates Österreichs
Sehen wir uns zunächst einmal die finanzielle Situation unseres Staates an. Auf der Website des Finanzministeriums können wir entnehmen, dass die Staatseinnahmen des Jahres 2021 72,8 Mrd. € betragen und die Staatsausgaben 105,9 Mrd. €. Das bedeutet also, dass der Staat um 33,1 Mrd. € mehr ausgegeben hat, als er eingenommen hat. Mit anderen Worten: die Ausgaben des Staates Österreich übersteigen um 45 % die Einnahmen! Wenn eine solche Konstellation bei einem Bürger auftreten würde, wäre dies ein Fall für einen Privatkonkurs! Aber es kommt noch schlimmer!
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Die Staatsschulden Österreichs
Auf der Website des Finanzministeriums können wir auch den Schuldenstand der Republik Österreich zum Jahresende 2021 entnehmen. Er betrug 335 Mrd. €.
Vergleichsweise betrugen die Staatsschulden im Jahr 1970 nur 3,4 Mrd. €, was damals 12,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprach und die Staatsschulden im Jahr 2021 (siehe nachfolgende Tabelle) belaufen sich auf 82,8 % des BIP!
Wenn wir die „Maastricht-Kriterien“ der EU ansehen, dann werden wir sehr leicht feststellen, dass diese bei Weitem nicht erfüllt sind: Der Schuldenstand liegt mit seinen 82,8 % des BIP deutlich über den vereinbarten 60 % und das jährliche Haushaltsdefizit liegt mit 6 % Neuverschuldung deutlich über den vereinbarten 3 %. Bei nüchterner Betrachtung dieser Zahlen Österreichs heißt das „Warnstufe rot“!
Der Staatshaushalt Österreichs
In obiger Graphik sehen wir, dass der Staat keine Ersparnisse gebildet hat, weil er ja regelmäßig mehr ausgegeben hat, als er eingenommen hat. Soll heißen, er produzierte Jahr für Jahr ein Defizit. Und somit wurden ständig neue Schulden aufgebaut, die zu einem Schuldenfaktor von 4,6 führen. Der Schuldenfaktor gibt an, um wie viel höher die Schulden als die Einnahmen sind, also 335 Mrd. € zu 72,8 Mrd. €. Der Sparfaktor – Ersparnisse zu Einnahmen – liegt andererseits bei 0.
Dem Staat gelang es also in den letzten 70 guten Jahren nicht, irgendeinen Betrag auf die Seite zu legen und damit die Schulden zu reduzieren. Wie soll denn der Staat auch seine Schulden tilgen, wenn seine Einnahmen regelmäßig geringer ausfallen, als seine Ausgaben? Und gemäß der obigen Rechnung müsste er 4,6 Jahre alle seine Einnahmen dafür aufwenden, um die Schulden zu tilgen. Gleichzeitig müssen aber die staatlichen Funktionen, wie Polizei, Verwaltung, Gesundheitswesen, etc., weiter aufrecht erhalten werden. Und deren Finanzierung benötigt weiterhin Geld. Da läuft etwas schief! Ein Staatsbürger, der ein solches Verhalten zeigt, wäre als Pleitier zu bezeichnen.
Wer leiht dem Staat so viel Geld?
Es stellt sich die Frage: Wer leiht dem Staat so viel Geld? Die Finanzierung des Staates erfolgt über Staats- bzw. Bankanleihen – also über Kredite an den Staat. Wer kauft denn diese Anleihen in großem Stil? Es sind dies Banken, Versicherungen und Fonds. Und wer gibt diesen Instituten das entsprechende Geld? Wir die Bürger, die Sparer, sind es! Diese institutionellen Anleger veranlagen unsere Kundengelder und kaufen dafür Staats- und Bankanleihen. Sprich wir, die Bürger, geben dem Staat Geld, damit er seine Schulden finanzieren kann!
Wie zahlt der Staat seine Schulden zurück? Er nimmt einfach neue Kredite auf und tilgt damit die alten Kredite! So einfach geht das für den Staat! Eines muss uns jetzt bewusst werden: die Staatsschulden sind unsere Sparguthaben! Wissen Sie jetzt, warum der Titel unseres Beitrags lautet: „Warnstufe „Rot“ für Privatvermögen!“ – die Staatsschulden sind die Sparguthaben der Bürger. Und die Staatsschulden sind mittlerweile exorbitant und schwindelerregend hoch!
Wie lösen Staaten die Staatsschuldenkrise?
Welche Lösung wählen Staaten zur Schuldenreduktion, wenn ihnen ihre Schuldenlast über den Kopf wächst? Sie wählen aus den beiden Varianten Schuldenschnitt oder Inflation diejenige, die den Bürgern nicht sofort auffällt und zunächst weniger schmerzvoll erscheint. Und das ist das Mittel der Inflation. Die Fachpresse ist voll mit Artikeln und Warnungen über die Folgen der Staatsverschuldung und die Gefahren der Inflation. Inflation bedeutet langfristig, dass die Kaufkraft dramatisch sinkt und dass für die selbe Menge an Geld zukünftig deutlich weniger erworben werden kann. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 5 % pro Jahr sinkt die Kaufkraft Ihrer Ersparnisse in 10 Jahren um 40 %! D.h., aus 10.000 € heute werden kaufkraftmäßig in 10 Jahren 6.000 €!
Andererseits bedeutet das für den Staat, dass er kaufkraftmäßig nur 60 % seiner ausgeborgten Schulden zurückzahlen muss. Inflation ist somit für den Staat ein ausgezeichnetes Geschäft! Und es wundert dann nicht mehr, wenn die Inflationsbekämpfung kein vordergründiges Thema für die Politik darstellt. Dass ein Schuldenschnitt für die Ersparnisse von uns Bürgern eine Katastrophe darstellen würde, braucht wohl nicht extra erwähnt werden. Somit müssen wir festhalten: Sowohl ein Schuldenschnitt als auch erhöhte Inflation sind gute Lösungen für den Staat, allerdings eine Katastrophe für die Bürger! Es wird das Geld der Bürger bei Banken, Versicherungen und Fonds vernichtet!
Was bleibt zu tun?
Was sollte also jeder einzelne rechtzeitig veranlassen? Wie sieht eine Lösung aus? In Zeiten ausufernder Inflation zählen physische Sachwerte zur Grundausstattung eines Portfolios. Zusätzlich ist ein entsprechendes Ausmaß einer kleinteiligen, harten Währungsreserve (ein Währungsersatz) zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollten nur Sparprodukte mit eingebautem Inflationsschutz gewählt werden. Die besondere Herausforderung liegt aber darin, solche Produkte zu wählen, die ein besonderes Wertsteigerungspotenzial in Krisenzeiten auszeichnet. D.h., sie müssen über eine erhöhte Nachfrage bei einem geringen Angebot verfügen. Und schlussendlich geht es darum, über Anlageformen zu verfügen, die ein hoher immaterieller Anteil auszeichnet und dadurch nicht dem Zugriff des Staates unterliegen. Sehen Sie dazu auch unseren Beitrag und Video „Es ist 5 Minuten vor 12! Jetzt nicht handeln heißt Ersparnisse gefährden!“.
Kontaktieren Sie die Geldretter zur Erstellung Ihres strategischen Portfolios, das auch in Krisenzeiten Sicherheit bietet! Die Geldretter sind ausgebildete Experten auf dem Gebiet des Rücklagen- und Vermögensschutzes, sie verfügen über langjährige Erfahrung und stehen Ihnen für Beratung und bei der Beschaffung von passenden Anlageprodukten gerne zur Verfügung.
Dieser Beitrag ist auf diegeldretter.at erschienen.
Gagaland: Die öffentliche Debatte um den Krieg in der Ukraine
Karneval in Gagaland (Foto:Imago)
Es gibt eine sehr verhängnisvolle deutsche Eigenart: Man kehrt gern mit dem eigenen Besen vor anderer Leute Tür. Wenn man die Bilder sieht von der riesigen Pro-Ukraine-Demonstration in Berlin, dieses ganze blau-gelbe Flaggenmeer, und wenn man merkt, wie groß die Überzeugung ist, auf der richtigen Seite zu stehen, um sich als nächstes zu fragen, woher diese Überzeugung eigentlich rührt, und wenn man dabei unterstellt, daß die große Mehrheit der Flaggenschwenker vermutlich nicht viel weiß über die Vorgeschichte dieses Konflikts in der Ukraine, dann kommt man schnell drauf, daß diese riesige blau-gelbe Demonstration auf nichts anderem fußt als auf der Überzeugung, daß man zu den Guten gehört und es zeigen will, indem man einen Angriffskrieg verurteilt. Man stellt im Grunde genommen nur seinen eigenen Friedenswillen zur Schau.
Wer könnte etwas dagegen haben? Daß man das sehr selektiv tut, – noch nicht einmal das dürfte den meisten Demonstranten bewußt sein. Wer gegen Angriffskriege protestieren will, der hätte das in der Vergangenheit oft genug tun können. Aber in den Massen, in denen das allerweil zu beobachten ist, hat man vorher noch nie jemanden gegen die Angriffskriege der NATO demonstrieren sehen. Allein das ist schon ein sicheres Indiz für eine alarmierende Verblödung der Massen in einer Selbstgerechtigkeit, bei der es mehr um das kollektive Wir-Gefühl im allgemeinen Gutsein geht, als um ein fundiertes Urteil. Eine riesige Selbstbeweihräucherung. Man lebt im Hier und Jetzt – und im Augenblick ist die Welt schlecht.
Der Schuldige
Was die Sache zu einer so sicheren Angelegenheit macht, ist, daß man einen Übeltäter benennen kann, nämlich Wladimir Putin. Rein formal ist das zwar nicht falsch, aber es ist dermaßen unzulänglich, daß man zugeben muß, diese Unzulänglichkeit korrespondiert umgekehrt proportional perfekt mit einem ganz anderen Phänomen, nämlich der fest etablierten Gewißheit der Massen, daß sich Sachkenntnis, Verstand und Allgemeinwissen gleichwertig durch Moral und Haltung ersetzen ließen. Das ist die eigentliche deutsche Tragödie, weswegen sich auch am Demonstrationsbild nicht viel ändern würde, wenn man die blau-gelben Flaggen auf den Bildern per Fotoshop durch solche mit Hakenkreuzen ersetzen würde. So viel ignorante Selbstgewißheit, wie dieser Tage in Berlin zu sehen gewesen ist, gab es zuletzt wahrscheinlich beim Reichsparteitag 1938 in Nürnberg zu bestaunen. Das ist der ganze Fortschritt seither: Anstatt sich besinnungslos für einen Führer zu begeistern, berauscht man sich heute an sich selber.
So richtig klüger scheint im vergangenen Jahrhundert niemand geworden zu sein. Es gibt halt andere Inhalte; die Unfähigkeit zur Selbstreflexion ist nach wie vor dieselbe. Wie damals sind nicht Konsistenz oder Inkonsistenz eines Argments ausschlaggebend, sondern das Rechthaben. Und das auch wieder nur zur Stärkung des Selbstbildes, das dann wiederum auf seine Akzeptanz durch die Merheit hin überprüft wird – und allein anhand dieses Pseudo-Kriteriums dann vielleicht korrigiert werden würde durch eine x-beliebige andere Einlassung.
Das ist deswegen ein großes Problem, weil das – ebenfalls wie 1938 – zugleich der Persilschein für die Regierung ist, über die Massen zu verfügen, anstatt sich in deren Dienst zu stellen. Es ist auch insofern erschütternd, als daß man ehrlicherweise zugeben muß, daß es kein einheitliches Volksinteresse mehr gibt, das eine Regierung vertreten könnte. Das deutsche Volk, – was soll das inzwischen sein? Es muß einem nicht gefallen, aber zugeben muß man trotzdem, daß es ein homogenes deutsches Volk – was man darunter versteht – allenfalls noch in der Provinz zu finden gibt. Alles in allem ist das aber „Bevölkerung”, nicht „Volk”; letzteres aber nur als kleine Randbemerkung. Obwohl: Diese Bevölkerung ist in gewisser Weise schon auch Volk: Haltungsvolk. Befiehl uns eine Haltung, wir folgen ihr! Daß es einen Unterschied gibt zwischen „Wir sind alle nur Menschen” und dem Satz „Wir sind alle nur ‚die Menschen‘” fällt schon gar niemandem mehr auf.
Die kollektive Suhle
So kommt es dann in dieser widerwärtigen, kollektiven Haltungssuhle, in welcher sich das deutsche Meinerlein & Finderlein vermeintlich recht demokratisch, ganz sich aber sehr wohlig suhlt, zu Phänomenen, die ihrerseits wieder an die Zeit von vor 84 Jahren erinnern. Ein Internationalsozialist als Münchner Oberbürgermeister fordert den russischen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Sergei Gergiev, dazu auf, zu wählen zwischen einer Distanzierung von „Putins Krieg“ oder seiner Entlassung als Dirigent; der Inhaber eines Edeka-Marktes in Kiel erteilt Putin Hausverbot in seinem Lebensmittelladen; ein Hotel im Badischen will keine russischen Gäste mehr im Haus haben; in anderen westlichen Ländern werden die russischstämmigen Kinder von Lehrern vor der ganzen Klasse gezwungen, sich „korrekt” über Putin zu äußern; der Mitarbeiter einer russischen Botschaft wird nach dem Verlassen des Gebäudes krankenhausreif geprügelt… Doch, doch: Die Faschisten haben wieder die Oberhand, und die Massen fressen ihnen aus dieser Oberhand wie damals. Die Hemden dieser Faschisten sind nicht mehr nur schwarz oder braun, sondern rot und grün, bunt und vielfältig. Einer ihrer obersten Ideologen ist wieder ein Deutscher und residiert in der Schweiz, von wo aus er seine Krakenfinger über den gesamten Globus streckt. Und meinereiner träumt nur noch von einem friedlichen Häuschen ganz weit draußen in den Wäldern Sibiriens. Was das deutsche Volk respektive die Bevölkerung betrifft, muß er wohl alle Hoffnung fahren lassen.
Deswegen wird aber die Ursachenforschung nicht uninteressant. Allerorten wird eine Spaltung beklagt – und, so wahr mir Gott helfe, diese „Gesellschaft“ ist spaltbares Material. Völlig daneben liegt, wer glaubt, daß das an den Themen läge, um die es jeweils geht. Diese gespaltene Gesellschaft erinnert ja auch schon längst nicht mehr an die Abbruchkante eines Gletschers oder an die eines Eisbergs, sondern eher an eine zersplitterte Windschutzscheibe. Die Risse ziehen sich kreuz und quer durch das ganze Land. Es waren schon beispielsweise Geimpfte von den Ungeimpften abzuspalten, Frauen von Männern, Linke von Rechten, Raucher von Nichtrauchern, Autofahrer von Schnarchnasen – und dieser Tage eben die selbstgefälligen Pazifisten mit ihrer billigen Haltung von den „Putinverstehern“. Und zwar ungeachtet der Tatsache, daß die ukrainische Regierungs- und Kleptokratenclique ein von den USA gekauftes und entzündetes Furunkel am Arsch der „die Menschen“ in der Ukraine ist.
Was niemand weiß, macht auch keinen heiß. Haltung rules, Bescheidwissen erläßlich. Man will noch nicht einmal wahrhaben, daß „die Menschen“ in Deutschland einem verwahrlosten Typen wie „Brandon”, der selbst in großer Sicherheit – und intrigant bis dorthinaus – zwischen dem Atlantik und dem Pazifik hockt, notfalls genauso am Allerwertesten vorbeigehen, wie das gegenwärtig schon bei den „die Menschen“ in der Ukraine der Fall ist. Alle reden von der Ukraine, kaum jemand von den Ukrainern, und von denen im Süden und Südosten der Ukraine schon gar nicht. Der „souveräne Staat“ ist Thema, das Völkerrecht auch, – nicht aber das Volk hinter einer solchen pseudosouveränen Staatsfassade. Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus: Die Ursachen für die Spaltbarkeit des höchst spaltbaren Materials. Da gibt es ein paar und ich werde nicht müde, sie immer und immer wieder zu benennen.
Linke Soziologen
Es ist wahrscheinlich nicht verkehrt zu behaupten, in der vormaligen freien Welt sei das eigenständige Denken unter den Vorbehalt gestellt worden, daß es im Rahmen kulturmarxistischer Dogmen stattfindet. Das wichtigste dieser Dogmen ist die absolute Gültigkeit des ersten Axioms der Sozialpsychologie, demzufolge sich jeder seine eigene Realität konstruiert. Realität wiederum ist ein Synonym für Wahrheit. Es konstruiert sich also jeder seine eigene Wahrheit. Das ist zwar nicht falsch, aber dieses Dogma gilt inzwischen schon so lange, daß es sich quasi verselbständigt hat. Diese Verselbständigung ist darin zu sehen, daß offenbar vergessen wurde, wie unerheblich es ist, was sich ein Individuum als Wahrheit selbst konstruiert, weil es nämlich trotzdem noch die eine Realität für alle gibt als Kriterium für tausend verschiedene Sachverhalte, die entlang dieser einen Realität entweder wahr sind oder eben nicht. Das immer weniger berücksichtigt zu haben, zeitigte extrem negative Folgen.
Inzwischen wurde das erste Axiom nämlich erweitert, die altbekannte Salamtikatik. Heute gilt schon, daß es gar keine objektive Wahrheit gebe, die herauszufinden sich lohnen könnte. Alles ist nur Konstruktion, sogar das eigene Geschlecht. Rassen sind ein Konstrukt. In der je eigenkonstruierten Realität sollen sie gar nicht mehr vorkommen. Im Grunde darf man sich gar nicht mehr die eigene Realität konstruieren, sondern man soll sie sich inzwischen konstruieren lassen. Und zwar von genau denjenigen, die einerseits zwar behaupten, es gebe keine objektive Wahrheit, und die einen andererseits für dermaßen blöde halten, daß sie glauben, es könne niemandem auffallen, wie schwachsinnig die Behauptung ist, das sei die objektive Wahrheit über die Inexistenz der objektiven Wahrheit.
Nicht beleidigungsfähig
Dieses dann wiederum kombiniert mit der Kontrollsucht linker Soziologen über den allgemeinen Sprachgebrauch (erlaubte und nicht erlaubte Wörter) führte inzwischen dazu, daß man linke Soziologen keinesfalls mehr beispielsweise als „völlig verkommene Arschlöcher” bezeichnen darf, ohne sich eine Klage einzufangen. Die Herrschaften sind gern beleidigt, aber auch nur dann, wenn sie glauben, daß sich Beleidigtsein auszahlt für sie. Entlang der einen objektiven Wahrheit, der Realität also, ist es wohl eher so, daß ihnen alles fehlt, was man überhaupt beleidigen könnte. Sie sind nicht beleidigungsfähig. Wer einen Lügner, einen Betrüger, einen Dieb oder einen Roßtäuscher als das bezeichnet, was er ist, der kann ihn unmöglich beleidigt haben. Vielmehr hätte er ihn nach allen Kriterien der objektiven Realität zutreffend benannt als das, was er jeweils ist. Mitnichten diente die Installation des ersten Axioms der Sozialpsychologie mitsamt seiner totalitär durchgesetzten, dogmatischen Gültigkeit als „die Wahrheit“ der Befreiung von irgendwem, sondern es diente der Sicherung eines Herrschaftsanspruchs. In der Folge kam es zu einer Verschmelzung von Person und Meinung. „Ich bin, was ich meine„, sozusagen. Dadurch wurde jeder, der etwas anderes meint, zum Angreifer auf die eigene Person.
Die vielbeklagte „Spaltung der Gesellschaft“ hängt also ausdrücklich nicht an den jeweiligen Themen, um die es geht, sondern an der epidemisch gewordenen Unfähigkeit, zwischen Argument und Person zu unterscheiden. Es ist nur noch interessant geworden, wer etwas sagt, nicht, was jemand sagt. Das bemerke ich auch in meinem sich ständig verändernden Freundeskreis in den sozialen Medien. Mir ist egal, wer etwas sagt, solange ich nachvollziehen kann, daß wahrscheinlich stimmt, was er sagt. Da meine Freunde allesamt eher aus dem libertär-freiheitlich-konservativen Umfeld stammen, finden es viele „unpackbar“, wenn ich bspw. konzediere, daß Sahra Wagenknecht etwas Zutreffendes gesagt hat. Meinem Selbstbild zufolge bin ich eigentlich ein „Linkenfresser“, fast schon ein McCarthy, keinesfalls Sozialist. Aber ich gebe gerne zu, daß ich zu meiner eigenen Überraschung gestern einen Beitrag zum Ukraine-Konflikt „geliked“ habe, der von der „Roten Fahne“ gepostet worden war. Die hatten einfach recht. Ich konnte es selber kaum fassen.
Der Singer’sche Präferenzutilitarismus
Ein weiteres Dogma, das sich schleichend eingebürgert hat, ist eine Vorstellung, die perfekt zum ersten Axiom der Sozialpsychologie paßt. Dem entspricht die Behauptung des australischen Philosophen Peter Singer – angeblich einer der Lieblinge unserer Altkanzlerin -, alles menschliche Denken diene der Rechtfertigung seines Willens. Hier sehe ich auch den Urgrund für alle Verheerungen, die der „Meinmädchenkohl“ während seiner Regentschaft angerichtet hat. Die dauerte schließlich 16 Jahre – und das ist verdammt viel Zeit, um alles verkehrt zu machen.
Merkels Dogma war bekanntlich, man müsse „die Dinge vom Ende her denken”. Und das ist, mit Verlaub, vollkommen schwachsinnig. Es bedeutet nämlich, in der Gegenwart einen Wunschzustand zu beschreiben, der in der Zukunft objektive Realität geworden sein soll. Genau das bringt aber das Chaos in alles, und zwar deswegen, weil man sich die Realität, die zwischen der Gegenwart und irgendeinem festgesetzten Zeitpunkt in der Zukunft liegt, so hinbiegen muß, daß sie dem vorformulierten Wunschziel dient. Die Realität jedes Gegenwartszeitpunktes, der zwischen jetzt und viel später liegt, muß sich einer vordefinierten Wahrheit fügen. Das kann nicht hinhauen, weil sich sämtliche Variablen ständig ändern. Niemand hat alle Variablen im Auge und niemand kann die Vielfalt aller Variablen zutreffend vorausberechnen. Vielmehr müsste man sein Tagwerk – durchaus mit Blick auf ein Ziel – betreiben, also einen Schritt nach vorne gehen, um dann eine neue Analyse zu machen und zu sehen, wie es unter der Berücksichtigung der festzustellenden Realität des Augenblicks weitergehen kann, und vor allem, ob es sich noch lohnt, das Ziel so weiterzuverfolgen oder ob man es modifizieren muß.
Sich heute aber darauf festzulegen, was in 20 Jahren Realität sein soll, bedeutet, das Risiko einzugehen, für die nächsten 20 Jahre bis dorthin an der Realität der Zwischenzeit vorbeizuleben. Womit wir beim alles überspannenden Problem wären, das die „Volksvertreter”, von denen wir regiert werde, verursacht haben, und weswegen sie auch in einer Sackgasse feststecken: Sie sind Ideologen, vom Wahn Besessene, die aber verantwortlich sein sollen für ihr Tun. Wenn die Sache mit der Menschgemachtheit des Weltklimawandels nicht stimmt, wenn die Sache mit der Pandemie nicht stimmt, wenn die Sache mit der Inexistenz von unterschiedslosen „die Menschen“ nicht stimmt, und wenn das alles – weil es nicht stimmt – revidiert werden müsste: Könnten sie es denn noch revidieren, ohne selber mit Mann und Maus unterzugehen? – Nope, könnten sie nicht. Was also dann? Frisch und fröhlich voran auf dem Holzweg!
Das Recht, in Ruhe gelassen zu werden
Der Holzweg ist aber der sicherste Weg in den Untergang. Dabei gäbe es entlang der einen Realität – womit wir wechselwirkungsweise wieder beim 1. Axiom der Sozialpsychologen wären – durchaus mehr Wege als nur den einen Holzweg. Was ist das alles also? – Saudumm ist es. Ideologen sind wahrscheinlich die Dümmsten unter der Sonne und sehr wahrscheinlich gilt das deswegen auch alles in allem für die weit überschätzten „Linksintellektuellen“. Wären die zu identifizieren in Parteien und Redaktionen? – Jederzeit. Was müsste also passieren? – Antwort erläßlich. Wer mitgedacht hat, weiß es auch so. Nicht schön. Gar nicht schön.
Die Idee eines Staates, in welchem es Volksvertreter gibt, die sich um die Wahrnehmung der Interessen derjenigen kümmern, die selbst keine Zeit dafür haben, weil sie ihrem Tagwerk nachgehen müssen, um ihr eigenes Leben auch selbst zu gestalten, ist an sich keine schlechte Idee. Pervertiert wird sie allerdings dann, wenn diesen braven Leuten tagtäglich vordefiniert wird, wie sie ihr eigenes Leben zu gestalten hätten. Unfrieden ist die Folge. Heftiges Debattieren setzt ein. Und da sich nun bald jeder angewöhnt hat, sich mit seiner eigenkonstruierten Realität und infolgedessen der je eigenen Meinung in eins zu setzen, wird jede Debatte zum verbalen Bürgerkrieg.
Das ist dann die vielbeklagte „Spaltung der Gesellschaft”, von der ausgerechnet derjenige, der als erster die Konsequenzen daraus zu ziehen hätte, der Bundeskanzler nämlich, behauptet, es gebe sie gar nicht. Präferenzutilitarismus in Reinkultur also, die totale Realitätsverleugnung. Das Denken dient der Rechtfertigung des eigenen Willens. Und Olaf Scholz will etwas, so, wie auch Angela Merkel schon immer nur etwas wollte, ohne genau zu wissen, wie man es entlang der einen Realität auch erreichen könnte.
Östrogenaldominanz
Etwas anderes, das gern behauptet wird, ist, daß wir von einer patriarchalen Gesellschaft zu einer durchfeminisierten und entklöteten Gesellschaft geworden seien. Ich bin sicher, daß das stimmt. Dietrich Schwanitz hat einmal behauptet, Frauen seien die Triebfeder der kulturellen Entwicklung Europas gewesen, weil a) – der Sexualtrieb der bestimmende Trieb überhaupt sei und weil b) Frauen als Gewährende oder Verweigernde Männer perfekt auf die Befriedigung „materieller” (Mater, Materie, Materialismus) Bedürfnisse konditionieren könnten, was dann wiederum zu enormen Erfindungen und Entwicklungen geführt habe, die Männer erbracht hätten, um „rangelassen” zu werden. An dieser Theorie scheint mir etwas dran zu sein. Allerdings hatte sich da auch eine gewisse Balance etabliert, die von heutigen Feministen als „männliche Privilegien“ denunziert wird.
Heute sind wir an dem Punkt, an dem man sich fragen muß, ob wir wegen der Überbetonung weiblicher Bedürfnisse nicht längst an dem Punkt sind, an dem der Fischer im Märchen vom Fischer und seiner Frau gewesen ist, nachdem er ihr sämtliche Wünsche vom Buttje hat erfüllen lassen. Mir kommt es schon so vor, als ob wir alle miteinander wieder in einer armseligen Hütte am Strand säßen, weil uns das Schloß, das wir zuletzt noch hatten, noch immer nicht gut genug gewesen ist. Dabei dürfen wir das Wort „Frau“ durchaus durch den Begriff „linker Soziologe“ ersetzen. Ich bin fest davon überzeugt: Diese Typen bringen einfach kein Glück, egal, ob sie braunlinks oder rotlinks daherkommen. Man sollte ganz unbedingt ohne sie versuchen, wieder an ein ruhiges und erfülltes Leben zu kommen. Dann hätte man auch keine solchen saublöden Debatten mehr wie die um die Ukraine und „Putins Krieg”. Alleine das wäre den Versuch schon wert.
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Unglaublich aber wahr: Die Presse in Russland ist (spätestens jetzt) freier als im Westen
Der Westen behauptet, für die Pressefreiheit zu stehen. Das konnte man spätestens ab Beginn der Pandemie trefflich bestreiten, jetzt wird jedoch vollkommen offensichtlich, dass die Presse im Westen nicht frei ist. Aber nicht nur das: Das Überraschendste ist, dass die Pressefreiheit in Russland größer ist als im Westen, denn während der Westen derzeit ganz offen […]
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