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Studie: Bezirke mit Maskenpflicht weisen signifikant höhere Todesfallraten auf als Bezirke ohne Maskenpflicht
The Foegen effect A mechanism by which facemasks contribute to the COVID-19 case fatality rate
„Eine Parallelisierungsanalyse auf der Grundlage von Daten auf Bezirksebene zeigte, dass in Kansas Bezirke mit Maskenpflicht signifikant höhere Todesfallraten aufwiesen als Bezirke ohne Maskenpflicht, mit einem Risikoverhältnis von 1,85 (95% Konfidenzintervall [95% CI]: 1,51-2,10) für COVID-19-bedingte Todesfälle. Selbst wenn man die Zahl der „geschützten Personen“, d. h. die Zahl der nicht infizierten Personen in der Gruppe mit Maskenpflicht im Vergleich zur Gruppe ohne Maskenpflicht, berücksichtigt, bleibt das Risikoverhältnis mit 1,52 (95 % KI: 1,24-1,72) signifikant hoch. Bei der Analyse der überhöhten Sterblichkeitsrate in Kansas wird in dieser Studie festgestellt, dass mehr als 95 % dieses Effekts allein auf COVID-19 zurückzuführen sind. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Tragen von Masken eine noch unbekannte Gefahr für den Benutzer darstellen könnte, anstatt ihn zu schützen, was die Maskenpflicht zu einer fragwürdigen epidemiologischen Maßnahme macht.“
Regierung muss sofort handeln: FPÖ-OÖ fordert Entlastungspaket für Bürger
Die Preise für Energie und auch für Lebensmittel sind in den vergangenen Wochen geradezu explodiert. Dies geht soweit, dass sogar Strom-Anbieter mittlerweile ihre Kunden vor die Wahl stellen, entweder höhere Preise zu akzeptieren oder die bestehenden Verträge zu kündigen. Die Regierung schaut der Entwicklung bisher nur zu, ohne Einzuschreiten und die Bürger zu entlasten. Selbst die CO2-Steuer soll im Sommer kommen und verteuert nochmals die Spritkosten. So kann es nicht weitergehen, forderte die FPÖ und machte die Teuerungen zum Thema im oberösterreichischen Landtag.
Es sind nicht nur Privathaushalte, die von der Teuerungswelle betroffen sind, die derzeit durch das Land fegt. Auch Betriebe und selbst die öffentliche Hand spürt die rasant steigenden Kosten in allen Lebensbereichen. Die Freiheitliche Partei Oberösterreichs brachte einen Antrag für ein Entlastungspaket im Landtag ein.
Mehrwertsteuersenkungen und Preisdeckel
„Energie- und Lebenshaltungskosten dürfen nicht zur Armutsfalle werden. Dafür sind ehestmöglich zielgerichtete Entlastungsmaßnahmen zu treffen. Vor allem Privathaushalte sowie wirtschafts- und energieintensive Industriebetriebe sind mit massiven Mehrbelastungen konfrontiert“, fasste FP-Klubobmann Herwig Mahr die Situation zusammen. Einige Vorschläge sind allerdings nur durch die Bundesregierung umzusetzen. Dies wären ein vorübergehender Verzicht auf die Mehrwertsteuer für Energieleistungen, Preisobergrenzen bei Kraftstoffen und die Aussetzung der CO2-Bepreisung, die im Sommer kommen soll und weitere Verteuerungen kommt. Andere Möglichkeiten fallen in die Kompetenz der Bundesländer und werden derzeit mit dem Koalitionspartner ÖVP ebenfalls diskutiert. Darunter fällt etwa die Erhöhung des Heizkostenzuschusses, mit der man unbürokratisch und schnell die Bürger entlasten kann.
Bundesregierung lässt Bürger im Stich
Während man in Oberösterreich versucht Wege zu finden, damit für die Bevölkerung die Lebenserhaltungskosten erschwinglich und bezahlbar bleiben, versucht man in Wien das Thema offenbar auszusitzen. Gerade für die Grünen dürften die jetzigen Spritpreise ein Grund zur Freude sein. In Wien forderten sie schon im Oktober 2020, dass der Spritpreis steigen müsste, um die Klimavorgaben zu erfüllen. Von Preisen von bis zu 4 Euro war damals die Rede. Kein Wunder also, dass der grüne Vizekanzler Werner Kogler der Aussetzung der CO2-Steuer sofort eine Absage erteilte. Den fehlenden Willen der Bundesregierung kritisiert auch der freiheitliche Landtagsabgeordnete David Schießl scharf: “Auf Bundesebene ist kein Wille zur Entschärfung der Situation zu erkennen. Der Staat ist durch die Mineralöl- und Mehrwertsteuer der größte Nutznießer der weiterhin steigenden Preise.”
Ministerin Gewessler muss einschreiten und wirkungsvolle Maßnahmen setzen
Die grüne Bundesministerin Gewessler wies er darauf hin, dass sie endlich ihrer Verantwortung nachkommen müsse und Handlungen setzen, die der entwicklung entgegenwirken. Denn nur auf die Erhöhung von Fördermitteln zu setzen, damit ein Umstieg auf erneuerbare Energiequellen erfolgt, sei zu wenig. Viele Normalbürger könnten sich selbst mit Förderungen einen Umstieg nicht leisten und auch technisch sei die Errichtung in vielen Fällen überhaupt nicht möglich. Außerdem sind noch “viele Bürger auf Öl und Gas angewiesen. Die rasante Preisspirale muss aufgehalten werden, damit sich die Bevölkerung ein normales Leben leisten kann”, so Schießl.
Neutralität und Ukraine-Krieg
Ebenfalls Thema bei der Landtagssitzung war der Krieg in der Ukraine und die österreichische Neutralität. Auf Initiative der FPÖ wurde ein Dringlichkeitsantrag eingebracht, der die Neutralität schützen soll. “Österreichs Neutralität ist unantastbar! Wir fordern die Bundesregierung auf, ein klares Bekenntnis hierzu abzugeben“, so Mahr, für den die Neutralität ein Garant ist, dass Österreich bei Eskalationen nicht zwischen die Fronten gerät. Für die Äußerungen von Teilen der Bundesregierung, die die Neutralität leichtsinnig aufs Spiel setzen und Österreichs internationales Renomme verspielten, zeigt er kein Verständnis. Zur Erfüllung von humanitären Verpflochtungen und zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Ukraine sei man jederzeit bereit. Schließlich gehe es darum Frauen und Kindern zu helfen. Interessant sei jedoch, im Gegensatz zu 2015 kommen Frauen und Kinder und nicht junge wehrfähige Männer, stellte OÖ-FPÖ-Chef und Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner fest.
Amerikas Ressourcenfluch
strategic-culture.org: Wie bei Amerikas Krieg gegen Drogen, Krieg gegen das Verbrechen und Krieg gegen die Armut verdecken die Ressourcen nur das eigentliche Problem und präsentieren falsche Lösungen.
Etwa zwanzig Jahre nach dem Ende des Vietnamkriegs fand eine Sicherheitskonferenz zwischen führenden Militärs aus Amerika und Vietnam statt. Im Anschluss an die Konferenz wandte sich ein General der US-Luftwaffe an einen vietnamesischen General. Der Amerikaner war während des Konflikts Kapitän eines Kampfflugzeugs gewesen, der vietnamesische General war Oberst in der N.V.A. Der Amerikaner fragte (umschreibend): „Sie müssen mir sagen, wir wussten, dass Ihre Armee ständig den Mekong überquerte, wir flogen Einsätze flussaufwärts und flussabwärts und konnten Ihre Brücken nie finden.“ „Ich weiß“, sagte der Vietnamese, „wir haben sie drei Fuß unter Wasser gebaut.“
In diesem Moment verstand der Amerikaner, warum Amerika den Krieg verloren hatte. Sein „Weg nach Damaskus“-Moment war davon geprägt, wie die verschiedenen Kombattanten an Probleme herangingen. Wäre das ein amerikanisches Problem gewesen, wie eine Armee einen breiten, tiefen und schnell fließenden Fluss überquert, hätten sie das Problem anders gelöst. Sie hätten eine Hängebrücke gebaut und auf beiden Seiten Stützpunkte zum Schutz der Brücke errichtet. Sie hätten Bowlingbahnen und Burger Kings gehabt und Bob Hope eingeflogen, um die Truppen zu unterhalten. Und warum? Weil sie es konnten, denn wenn man Ressourcen hat, sind sie die Antwort auf jedes Problem. Die Vietnamesen hatten keine Mittel, also waren sie einfallsreich.
Und das war, wie der Amerikaner erkannte, der Grund, warum die Vietnamesen gewannen und Amerika verlor.
Der General mag seine Lektion gelernt haben, aber wenn er es jemandem erzählte, hörte ihm niemand zu. Viele der gleichen Fehler wurden in Afghanistan wiederholt, mit den gleichen Ergebnissen. Ressourcen sind nicht die Antwort auf jedes Problem. Wie bei Amerikas Krieg gegen Drogen, Krieg gegen das Verbrechen, Krieg gegen die Armut verschleiern Ressourcen nur das eigentliche Problem und bieten falsche, unwirksame Lösungen.
Krieg und die Androhung von Krieg sind Amerikas Lösung für alles. Für den Mann mit dem Hammer ist jedes Problem ein Nagel. Amerika verfügt in der Tat über eine gewaltige Kriegsmaschinerie. Doch wie alle Maschinen braucht sie Treibstoff, um zu funktionieren, und dieser Treibstoff ist der US Dollar. Seit dem Bretton-Woods-Abkommen am Ende des Zweiten Weltkriegs hat Amerika das Privileg, die Weltreservewährung zu besitzen. Dies ermöglichte es Amerika, allen Ländern außerhalb des Sowjetblocks zu diktieren, wie das globale Finanzsystem funktionieren sollte. Die so genannte „freie Welt“ war alles andere als frei, sie war durch ein System gefesselt, das effektiv die Kontrolle über ihre heimischen Wirtschaften ausübte.
1973 hob Richard Nixon den Dollar vom Goldstandard ab, sehr zum Leidwesen der übrigen Welt. Trotz der Proteste war kein Land in der Lage, viel dagegen zu unternehmen. Unter ihren Stellvertretern, dem IWF und der Weltbank, versklavte sie einen Großteil der Entwicklungsländer und verhinderte deren postkoloniale Entwicklung. Die Ressentiments gegenüber Amerika und die Bewaffnung seiner Dollar-Ressource sollten nicht unterschätzt werden.
Der Irak verfügte über Ressourcen, vor allem Öl, aber was für das Land ein Segen sein sollte, wurde zum Fluch. Saddam Hussein beschloss, aus dem Petrodollar-System auszusteigen und sein Öl in anderen Währungen zu verkaufen, und wir alle wissen, wie das ausging. Ähnlich erging es Ghadafi, als er beschloss, sein Öl in dem neu eingeführten goldgedeckten Dinar zu verkaufen, was ihm und dem libyschen Volk zum Verhängnis wurde. Beide Länder wurden vorsätzlich zerstört, und in Tripolis, der einst pulsierenden Hauptstadt des wohlhabendsten Landes Afrikas, gibt es jetzt offene Sklavenmärkte. Niemand sollte daran zweifeln, wie ernst Amerika das Thema des Dollars nimmt. Dies waren Lektionen, die die nationalen Führer überall gelernt haben. Wer sich fragt, warum Amerika 1000 ausländische Militärstützpunkte in mehr als 100 Ländern braucht, dem sei gesagt, dass dies der Grund ist, warum kein Land versucht, sich von der Dollarplantage zu entfernen.
Die Billionen Auslandsschulden Amerikas sollten nie zurückgezahlt werden, sondern nur auf unbestimmte Zeit verlängert werden. Man kann sagen, dass die meisten Länder verstehen, dass die Gelder, die sie gezwungen waren, in US-Staatsanleihen zu investieren, versunkene Kosten sind, die sie nicht zurückbekommen werden. Mit jeder Umdrehung der Druckerpresse verliert der Dollar weiter an Glaubwürdigkeit und der Vermögenswert ihrer Bestände nimmt weiter ab. Jedes Land sucht nach alternativen Möglichkeiten, Geschäfte zu machen, die nicht mit dem Dollar zu tun haben. China und Russland, China und der Iran und China mit vielen seiner asiatischen Nachbarn verwenden seit einigen Jahren gegenseitige Währungen. Dies bedeutet ein Handelsvolumen in Billionenhöhe, an dem der Dollar nicht mehr beteiligt ist. Wenn man dies einmal verstanden hat, kann es helfen, einen Kontext für die aktuellen Ereignisse zu schaffen.
Russland hat die vollständige Kontrolle über seine Zentralbank und eine minimale Auslandsverschuldung. Außerdem verfügt es über immense Goldreserven. Präsident Putin hat Russland in weiser Voraussicht praktisch „sanktionssicher“ gemacht. Sicher, der Westen kann ein paar Oligarchen in Übersee sanktionieren, aber wen kümmert das? Nicht das russische Volk. Der Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-Zahlungssystem wird kurzfristig zu Unannehmlichkeiten führen, aber es gibt Alternativen. Sowohl Russland als auch China haben ihre eigenen Interbank-Zahlungssysteme entwickelt und stellen sie nun anderen Ländern zur Verfügung, die den Dollar ganz umgehen wollen.
Der Einsatz des Dollars als Kriegswaffe hat für Amerika bis jetzt gut funktioniert. Aber wenn ein Land sich zu sehr auf seine Ressourcen verlässt, wird es zu einem „One Trick Pony“, siehe Saudi-Arabien. Was für eine Wirtschaft hätten die Saudis, wenn sie kein Öl mehr hätten? Sie hätten überhaupt keine mehr. Amerika, das seiner einzigartigen Ressource beraubt ist, wird sich in der gleichen Lage befinden.
Der Dollar kann jeden Tag zusammenbrechen, das weiß die Regierung schon lange. Eine von der Regierung herausgegebene digitale Währung soll ihn ersetzen. Das mag in Amerika funktionieren, aber nur wenige Länder werden sich in ein weiteres amerikanisch dominiertes Finanzsystem einbinden lassen wollen. Die Ressourcen gehen zur Neige, und die amerikanische Führung zeigt keinerlei Anzeichen von Einfallsreichtum.
Interessante Zeiten…
Holocaust-Verharmlosung: Familienväter nach Corona-Demos zu Freiheitsstrafen verurteilt
Weil sie zwei selbst gebastelte Judensterne mit der Aufschrift “ungeimpft” auf einer Corona-Demo getragen haben, wurden zwei Männer jetzt in Wien nach dem Verbotsgesetz verurteilt. Ihnen wurde die Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus vorgeworfen. Für beide hagelte es bedingte Freiheitsstrafen. Aber auch bei Juden selbst wird mit Anzeigen nicht gespart. Einmal mehr zeigt sich nun, wie das System tickt.
Nach ihrer Teilnahme an einer Corona-Demo im September sahen sich zwei Familienväter mit einer Anzeige nach dem Verbotsgesetz konfrontiert. Zwei aus Filz gebastelte Judensterne mit der Aufschrift “ungeimpft” waren die Auslöser für diese Anzeige. Die beiden Männer hätten auf darauf aufmerksam machen wollen, dass man sich als Ungeimpfter als Mensch zweiter Klasse fühle. Bei der Verurteilung hätten sie gar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen müssen. Nun wurden sie gestern beide zu 15 Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Für den Staatsanwalt war laut Medienberichten klar, dass das sichtbare Tragen des Filzsterns den Völkermord und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen an den Juden, verharmlose. Und der Richter hielt laut einem Medium fest, dass ein Ungeimpfter gegen die Diskriminierung im Job leicht etwas unternehmen könnte: Er könnte sich nämlich impfen lassen!
Ungeimpfte also selbst schuld an Diskriminierung
Solche Aussagen zeigen mehr als deutlich, wohin das Corona-Regime gehen soll. Menschen, die verächtlich gemacht und vom gesellschaftlichen Leben willkürlich ausgeschlossen werden, sind also selbst schuld, so die Rechtsansicht des Richters. Sie könnten an ihrer Situation etwas ändern, würden sie sich nur eine bedingt zugelassene Gen-Spritze verabreichen lassen. Dass diese Herangehensweise enorm gefährlich ist und der Spaltung der Gesellschaft sicher keinen Einhalt gebietet, interessiert wohl niemanden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt offenbar in heutigen Zeiten nicht mehr. Dass die Regierung durch die Einführung der G-Regeln völlig gesunde Menschen aus dem alltäglichen Leben ausgeschlossen hat, stand für den Richter offenbar nicht zur Debatte.
Auch Juden wegen Holocaust-Verharmlosung angezeigt
Das zeigte auch das unverhältnismäßige Einschreiten der Polizei gegen die Gründerin von “Juden für Aufklärung” im Dezember 2021 nach ihrer Demo-Rede in Villach. Emotional schilderte sie die Geschichte ihrer Familie und zeigte aus ihrer Sicht tragische Parallelen zur Gegenwart auf (Wochenblick berichtete). Das ist aber nicht der erste Fall, der den Kontrollzwang und die Unverhältnismäßigkeit auch gegen jüdische Bürger aufzeigt. Bereits vor mehr als einem Jahr berichtete Wochenblick über einen älteren Juden, der bei der Teilnahme an einer Corona-Demo als Zeichen seines Glaubens einen Davidstern trug. Er wurde nach dem Verbotsgesetz angezeigt und musste seinen Davidstern sogar bei den Polizisten abgeben. Warum sich an diesen Vorgehensweisen niemand stößt, ist wirklich mehr als fraglich. Wieso sollte ein Jude oder ein Bürger jüdischen Glaubens den Holocaust verharmlosen? Aber, wenn die Frau des neuen Gesundheitsministers Johannes Rauch in Bregenz die Teilnehmer einer Corona-Demo als Faschisten bezeichnet oder Vizekanzler Kogler die Demonstranten als Staatsverweigerer und Nazis beschimpft, ist die Welt wohl in Ordnung!
Islamisierung – da war doch was…
Deutschland unterm Halbmond – eine Frage der Zeit (Symbolbild:Imago)
Fast könnte man zwischen Ukrainekrieg, staatskriminellen Bestrebungen einer Impfpflicht und drohender Energiekrise vergessen, dass Deutschland ja noch ein paar sonstige gewichtige Probleme hat, die wahlweise vergessen oder verdrängt werden, sich aber zwischendurch aber immer wieder in Erinnerung rufen: Zum Beispiel die (gar nicht mehr so) schleichende Islamisierung und die Folgen einer afrikanisch-arabischen Problemmigration, die unser Land langsam, aber sicher arabischen Verhältnissen annähert. Und davon zeugen nicht nur die jüngsten antisemitischen Übergriffe in Berlin (siehe hier und hier), sondern auch die wachsenden muslimischen Parallelmilieus im Land.
Gestern verbot – überfällig, aber viel zu spät – das nordrhein-westfälische Innenministerium den muslimischen Verein „Nuralislam“ und führte sogleich eine Razzia in einer Moschee und Wohnungen von Vereinsfunktionären durch. Rund 150 Polizisten beschlagnahmten Mobiltelefone, Laptops, ein Fahrzeug, ein Speichermedium und rund 54.000 Euro „Vereinsvermögen”. NRW-Innenminister Herbert Reul sagte, die Funktionäre des Moscheevereins verbreiteten ihre staatsfeindliche radikal-salafistische Ideologie und stünden ideologisch der Terrororganisation „Islamischer Staat” (IS) nahe. Ihr menschenverachtendes und verfassungswidriges Gedankengut hätten sie an Mitglieder und Moscheebesucher, darunter auch Kinder, weitergegeben. In Predigten sei wiederholt gegen Andersgläubige gehetzt worden. Überdies sei der Verein ein Rekrutierungszentrum für das IS-nahe Abu-Walaa-Netzwerk gewesen, das die Ausreise von mindestens sieben jungen Männern in die Kampfgebiete des IS organisiert habe.
Symbolismen im Stammland der No-Go-Areas
Das fällt Reul und Konsorten wahrlich früh auf: Der als IS-Unterstützer zu acht Jahren Haft verurteilte Boban S. ging über Jahre hinweg in der Moschee des Vereins ein und aus; er stand in direktem Kontakt zum Breitscheidtplatz-Platz-Attentäter Anis Amri. Zudem kritisierten islamkritische Beobachter seit langen, dass europaweit bekannte Hetzer und Salafisten-Prediger wiederholt in der Moschee zu Gast waren. Auf die mehr als berechtigte eigentliche Frage, warum der Verein angesichts dieser Machenschaften erst jetzt verboten wurde, erklärte Reul zynisch: „Manchmal muss man Geduld haben. Bei Verbotsverfügungen, die später vor Gericht landen, muss man ganz sicher sein.” Soso. Könnte es nicht vielleicht eher daran liegen, dass der auf dem linken und muslimaffinen Auge weitgehend blinde Linksstaat seine ganzen Ressourcen dem Popanz „Kampf gegen Rechts“ widmet – und deshalb die eigentliche Hauptbedrohung Islamismus nur dann zur Kenntnis nimmt, wenn es sich wirklich überhaupt nicht mehr vermeiden lässt? Der Eindruck dringt sich jedenfalls auf – gerade im westdeutschen Stammland der No-Go-Areas NRW.
Immerhin räumte Reuls Ministerium ein, mit dem Verbot sei das Risiko terroristischer Anschläge „gesenkt” worden; die Gefahr durch den Islamismus sei „trotz Ukraine-Krieges und Rechtsterrorismus” unverändert hoch. Polizeisprecher Oliver Peiler erklärte: „Es handelt sich nach unseren Erkenntnissen um einen Verein, dessen Bestreben sich gegen die freiheitliche Grundordnung richtet, auch gegen die Völkerverständigung. Und deswegen war dieser Verein nach dem Grundgesetz Artikel 9 und nach dem Vereinsrecht zu verbieten.” Gut gebrüllt, Löwe. Reul selbst sprach von einem „Gewächshaus des Islamismus” – womit er allerdings nicht Deutschland oder sein Bundesland meinte, sondern die gestürmte Moschee. Diese habe Menschen islamistisches Gedankengut in den Kopf gesetzt und frisches Personal für den Krieg im Nahen Osten angeworben. ”Ein Rechtsstaat duldet nicht, dass sich hier Menschen vernetzten, aufhetzen oder radikalisieren.” Doch, genau das tut er. Gerade dieser Tage feiert er sich wieder dafür, im Windschatten der Ukraine-Flüchtlinge hunderttausende Menschen aus islamischen Staaten ohne Ansehen und Prüfung der Identität unbürokratisch ins Land zu lassen. Die Folgen dieser nächsten Welle dürfen dann in künftigen Razzien symbolisch bekämpft werden.
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Schluss mit Disziplinarstrafen für kritische Ärzte: MFG tritt zur Ärztekammerwahl an
Die MFG-Ärztegruppe wird zur Ärztekammerwahl in drei Bundesländern antreten. Sie werden sich nicht nur für ein Ende der Bevormundung durch die Ärztekammer beispielsweise in Impffragen einsetzen, sondern wollen endlich eine tatsächliche Interessensvertretung der Ärzte gewährleisten. Zu ihren Zielen gehören entsprechend auch bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte (vor allem für Jungmediziner) und das Ende der intransparent verwalteten Zwangs-Zusatzpension (dem Wohlfahrtsfonds) für Ärzte.
Im Folgenden lesen Sie eine Pressemitteilung der MFG (Hervorhebungen und Nachweise durch Report24):
Wohlfahrtsfonds soll freiwillige Versicherung werden
Es soll in Zukunft weniger Nachtdienste geben sowie eine Überführung des Wohlfahrtsfonds in eine freiwillige Versicherungsleistung (unter Wahrung der bereits einbezahlten Beiträge). Turnusärzte sollen besser bezahlt werden und weniger Kammerbeiträge zahlen müssen. Angestellten Ärzten soll das Basisgehalt erhöht und Nachtdienste reduziert werden. In der ÄK möchte die MFG-Ärztegruppe stärker gegen die Ursachen des Ärztemangel vorgehen, Bürokratie im Arztberuf abbauen und Ordinationsgründungen sowie Weitergaben erleichtern.
Szekeres‘ autoritärer Führungsstil spaltet Gesellschaft
Harte Kritik übt Fiala an ÄK-Präsident Szekeres. Dieser habe sich als Sprachrohr der Politik instrumentalisieren lassen und die Spaltung innerhalb der Ärzteschaft und Gesellschaft durch seinen aggressiven Stil in schädlicher Weise vorangetrieben. Etwa als er hinterrücks Berufsverbot für ungeimpfte Kollegen durchsetzen wollte. Oder als er existenzbedrohende Disziplinarmaßnahmen gegen kritische KollegInnen im Namen der Wissenschaft verhängte. Wobei Szekeres selbst eine äußerst fragwürdige PhD-Arbeit aus der Slowakei nachgewiesen wurde, die keineswegs internationalen wissenschaftlichen Kriterien entspricht.
Leichtfertiger Umgang mit Pensionen der Ärzte?
Auch ist Szekeres ein leichtfertiger Umgang mit den Geldern des Wohlfahrtsfonds (der ärztlichen Zwangs-Zusatzversicherung) anzulasten. So habe er den Kauf einer Luxusimmobilie am Wiener Graben um den Kaufpreis von EUR 327,5 Mio mitunterzeichnet. Dabei hatte die Immobilie einen Verkehrswert von bloßen EUR 189 MIO in den Büchern der ÖBV (Verkäufer), wie der Kurier berichtete – bei einer Gebäude-Rendite von nur 0,6% – deutlich unter der Inflation. Nachdem durch diesen Kauf nun rd. ein Drittel des Vermögens des Wiener Wohlfahrtsfonds gebunden ist, besteht nach Ansicht der MFG-Juristen auch ein erhebliches „Klumpenrisiko“. Sie prüfen auch strafrechtliche Schritte wegen des Verdachts der Untreue.
MFG-Ärzteliste nach Bundesländern:
Wien:
- Turnusärzte: Dr. Mina LAHLAL
- Sektion der zur selbständigen Berufsausübung berechtigten Ärztinnen / Ärzte innerhalb der Kurie der angestellten Ärztinnen / Ärzte: Dr. Christian-Antoine Ciochirca, Facharzt
- Sektion der Ärztinnen / Ärzte für Allgemeinmedizin und approbierten Ärztinnen / Ärzte innerhalb der Kurie der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte: Dr. Edgar Hagenbichler,
- Wahlkörper der Sektion der Fachärztinnen / Fachärzte innerhalb der Kurie der niedergelassenen Ärztinnen / Ärzte: 1. DDr. Christian Fiala
Wahltermin: 19. März 2022
Niederösterreich:
- HNO-Arzt Dr. Horst Schuller führt die Gruppe an, er ist seit 1991 Oberarzt in Krankenhaus Mistelbach und hat seit 1995 in eigener Praxis in Wolkersdorf. Er hat langjährige politische Erfahrung als Spitalsärztevertreter und Bezirksärztevertreter von Mistelbach.
- Für die Turnusärzt:innen kandiert Dr. Klara Cerna aus Mistelbach.
- Die Kurie der niedergelassenen Allgemeinmediziner:innen führt Dr. Gerda Carina Schindler aus Mistelbach an.
- Und die niedergelassenen Fachärzte Dr. Heinz Winkler, orthopädischer Chirurg aus Dross.
Wahltermin: 2. April 2022
Burgenland:
Hier kandidiert der Internist Dr. Rudolf Golubich aus Siegendorf. Er hat in seiner Ordination viele Patienten mit starken Impfschäden erlebt, ebenso mit psychischen Problemen als Folge der Covid Maßnahmen. Seit knapp 30 Jahren arbeitet er in seiner Praxis in Neusiedl.
Wahltermin: 30. März 2022
Schauspielerin Sabine Petzl: Das Kollektiv muss verstehen, welche Macht es hat und was es bewirken kann
Wir haben die Wiener Moderatorin und Schauspielerin Sabine Petzl am 27. Februar 2022 auf der „Europe for Freedom“-Kundgebung in Wien getroffen. Sie ist eine der wenigen Prominenten, die Gesicht zeigen und vermisst ihre Künstler-Kollegen im Widerstand. Im Interview erzählte sie uns, warum es ihr besonders auch als Mutter ein großes Anliegen ist, für die Freiheit aufzustehen und welche Macht das Kollektiv hat.
Ein Interview mit Edith Brötzner
Sabine Petzl zeigt Gesicht und weiß aus eigener Erfahrung, dass die Bühne des Widerstandes eine ziemlich unbequeme ist. Vor allem als Mutter will sie trotzdem nicht einfach wegsehen. Auch, wenn im Grunde längst alles gesagt ist, ist es ihr ein großes Bedürfnis, den Menschen Mut zuzusprechen. Während viele ihrer Kollegen schweigen, schätzt die Schauspielerin jeden, der aufsteht und Gesicht zeigt, doppelt dafür. Für sie ist es besonders wichtig im Vertrauen zu bleiben und eine Vision von einer neuen, besseren Welt, die wir jetzt für uns und unsere Kinder aufbauen müssen, zu haben. Dass der Einsatz für die Freiheit auch Konsequenzen hat, bekommt Sabine Petzl auch am eigenen Leib zu spüren. Sowohl die Nachfrage nach ihren Seminaren zum Thema Körpersprache, ihre Sprechunterricht-Aufträge als auch die Buchungen der üblichen Produktionsfirmen für Dreharbeiten ist gesunken.
Die Menschen stehen weltweit auf und formieren sich
Für die engagierte Schauspielerin ist das kein Grund, einen Rückzieher zu machen. Diese Höhen und Tiefen, die ihr Beruf generell mit sich bringt, sind nichts mehr, das sie erschreckt. Selbst, wenn sie sich noch einmal neu entscheiden müsste: Sie würde jederzeit wieder den Schritt an die Öffentlichkeit wagen. Damit sich tatsächlich etwas ändert und alles gut wird, müsste das Kollektiv endlich verstehen, welche Macht es hat und was es bewirken kann. Aktuell kann man gerade beobachten, wie die Menschen gerade weltweit aufstehen und sich formieren. Sabine Petzl ist sicher: Wenn das Kollektiv seine Macht erkennt, kommt alles von selbst in Ordnung.
Sabine Petzl lebt in Wien und ist Schauspielerin, Moderatorin und Sprecherin bei ORF, ARD, ZDF, RTL und SAT1. Sie ist nicht nur engagiert im Widerstand gegen die Impfpflicht und staatlichen Repressalien, sondern lebt obendrein ihre Leidenschaft als Therapiehundeführerin.
Gerald Markel: Mainstream-Medien sind größte Gefahr für Gesellschaft, Freiheit und Wohlstand
Unternehmer und Polit-Blogger Gerald Markel stellt bei seinen Auslandsaufenthalten immer wieder fest, dass Österreichs Entwicklung über die vergangenen zwei Jahre über die Landesgrenzen hinaus für Fassungslosigkeit sorgt. „Was ist bloß mit Österreich los?“, fragt man ihn. Seine Antwort ist deutlich: Österreich hat ein riesengroßes Medienproblem.
Mit freundlicher Genehmigung von Gerald Markel
Was ist bloß mit Österreich los?
Dobro Iutro aus Kroatien und bald Ciao Ragazze in Italien. Ich muss Euch ehrlich sagen, meine Entscheidung, beruflich auch in unsere Nachbarländer zu expandieren, entpuppt sich immer mehr als fruchtbringende Entscheidung. In vielerlei Hinsicht.
Die Notwendigkeit, alle zwei Wochen ein paar Tage im Ausland zu verbringen, erweitert ganz zwangsläufig den allgemeinen Horizont und zeigt mir andererseits unglaublich drastisch, wie schlimm die Realität in meiner Heimat Österreich geworden ist.
Und es geht nicht nur mir so – in den Gesprächen mit Menschen in Slowenien, der Slowakei, in Kroatien und Italien – überall kommt im Smalltalk von den Businesspartnern die Frage: „Was ist bloß mit Österreich los?“
Viele hier lieben unser Land. So gut wie alle waren oft bei uns zu Gast, unglaublich viele haben verwandtschaftliche oder berufliche Beziehungen zu Österreich und ausnahmslos alle Gespräche über unsere Heimat nehmen dieselbe Entwicklung. Sie fassen es nicht, was aus Österreich geworden ist.
Österreich wurde zum Schandfleck Europas
Fünf Lockdowns in Österreich, mehr als jedes andere Land in Europa. Der längste Lockdown für Gastronomie und Hotels in Europa. Die längsten Schulschließungen, die härtesten und dümmsten Maßnahmen in den Schulen, die katastrophalsten Kollateralschäden bei Kindern und Jugendlichen in Europa. Die umfassendsten Maskenpflichten (nur Italien war zeitweise noch schlimmer), das einzige Land Europas mit FFP2.
Kein Land Europas hat mehr Geld für sinnlose Massentests ausgeben, Österreich hat 2021 mehr Tests durchgeführt als ALLE Nachbarländer ZUSAMMEN. Ja, Ihr habt richtig gelesen – alleine Wien hat 2021 mehr Tests gemacht als GANZ Deutschland!
Kein Land Europas hat eine allgemeine Impfpflicht eingeführt, kein Land Europas hat flächendeckende Ausgrenzung der Ungeimpften gehabt und kein Land AUF DER GANZEN WELT außer Österreich hat einen Lockdown nur für Ungeimpfte gemacht!
Und TROTZDEM hat Österreich mehr Covid-Tote in der Statistik pro 100.000 Menschen als ALLE Nachbarländer!
Es ist eine Tatsache – die schlechteste, unfähigste und unmenschlichste Regierung aller Zeiten hat in den letzten zwei Jahren Österreich zum Schandfleck Europas gemacht. Es gibt kein Nachbarland, wo man mich nicht fragt, warum wir Österreicher uns das gefallen haben lassen, es gibt kein Gespräch, in dem ich nicht auf den österreichischen Irrsinn der Covid-Hysterie angesprochen werde. Und die am häufigsten gestellte Frage lautet: „Wie konnte das passieren?“
Die Mainstream-Medien sind die größte Gefahr
Darauf habe ich immer nur dieselbe Antwort: Weil unsere gesamte Medienlandschaft (mit Ausnahme der Mateschitzmedien) gekauft ist oder unsere Regierung aus ideologischen Gründen unterstützt.
Keine andere Koalition wäre nach dem Wahnsinn der letzten zwei Jahre noch im Amt. Keine andere Regierung hätte die unzähligen Debakel der in der Covid-Strategie überstanden.
Diese Regierung existiert nur wegen der Hilfe der Medien, sie hat nur mit Hilfe der Medien ihre Maßnahmen durchgebracht und sie hält sich nur mit Hilfe der Mainstream-Medien im Amt.
Die Rolle der Mainstream Medien in den letzten zwei Jahren, während der Epidemie und jetzt in der Ukrainekrise wird überhaupt nicht diskutiert. Die Tatsache, dass die Boulevardmedien mit Steuergeld eingekauft werden und die sogenannten Qualitätsmedien unter der indirekten Kontrolle des Soros-Systems stehen (Stichwort Project Syndicate) ist kein Thema im öffentlichen Diskurs. Die Tatsache, dass alle Lügen und Übertreibungen zu Covid, den Impfungen, der Wirksamkeit von Maßnahmen und Maskenpflicht so lange aufrecht geblieben sind, weil es die Mainstream Medien möglich gemacht haben, ist kein Thema. Die Tatsache, dass die Meinungsfreiheit nicht mehr existiert und Zensur Alltag geworden ist, ist kein Thema.
Ich schreibe es auf allen meinen Kanälen seit Jahren und es ist meine tiefe Überzeugung: Die Welt der Mainstream-Medien ist die größte Gefahr für unsere Gesellschaft, unsere Freiheit – und wie wir gerade sehen – auch für unseren Wohlstand.
Medienlandschaft muss neu strukturiert werden
Solange wir es zulassen, dass man uns tagtäglich mit Propaganda, Lügen und Manipulationen überschüttet, solange wir es straffrei hinnehmen, dass Meinung und Ideologie statt Informationen transportiert werden – solange ist es völlig egal, welche Politiker oder Parteien an der Spitze stehen.
Die Welt der Mainstream-Medien muss von Grund auf neu strukturiert werden, die Menschen müssen sicher stellen, dass sie ungehindert und ungefiltert jederzeit Zugang zu allen Informationen haben, die es ihnen dann ermöglichen, sich eine Meinung zu bilden und Entscheidungen zu treffen.
Die Antwort auf die Frage am Anfang zu meinen Freunden hier im Ausland lautet: Österreich hat ein riesengroßes Medienproblem. Deshalb ist es wie es ist.
Dovidenja und Ciao Tutti. Next Stop Milano!
Wir lesen uns
GM
Panikmache im Namen der Wissenschaft: So planlos sind die Experten
Seit dem Beginn der vermeintlichen Corona-Pandemie wird den Menschen mit allerlei schauderhaften und oft absurden Vorhersagen Angst gemacht. Die Mainstream-Medien greifen diese angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnisse nur allzu gerne auf und befeuern dadurch die Panikmache. Man erinnere sich etwa an den Ausspruch des damaligen österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz, der meinte, dass bald jeder jemanden kennen werde, der an Corona gestorben sei. Die Realität hat den Ex-Kanzler Lügen gestraft.
Modellrechnungen: Computerspiele sind keine Wissenschaft
Doch worauf basierte seine falsche Vorhersage? Auf Modellrechnungen. Der Mathematiker Niki Popper erstellt derartige Prognosen für Österreich. Das Problem daran: Werden im Computermodell falsche Annahmen getroffen, dann stimmt natürlich auch das Ergebnis nicht. Die weltweit verhängten Lockdowns sind eine Folge solcher falschen Berechnungen seines britischen Kollegen Ferguson. Eine aktuelle Studie der Johns-Hopkins-Universität kommt zu dem Schluss, dass die Lockdowns kaum bis keine Auswirkung auf die Corona-Sterblichkeit hatten. Computerspiele sind eben keine Wissenschaft. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen dieser falschen Prognosen, die als seriöse Wissenschaft verkauft werden, sind allerdings erschütternd: alte Menschen wurden grausam isoliert, die Kinderpsychiatrien sind am Limit, weite Teile der mittelständischen Wirtschaft wurden zerstört. Und das alles nur aufgrund von falschen Vorhersagen, die die Politik nur zu gerne für die Begründung der Einschränkungen der Grund- und Menschenrechte heranzieht.
TV-Virologe empfiehlt Gen-Stich trotz Schlaganfalls beim letzten Stich
Die sogenannten „Experten“ haben sich in ihren Fehleinschätzungen gegenseitig übertroffen. Ein schockierendes Beispiel lieferte der Virologe Norbert Nowotny in einer ORF-Sendung. Nachdem eine Anruferin schilderte, dass sie und auch ihr Sohn nur wenige Tage nach der mRNA-Injektion von Pfizer einen Schlaganfall erlitten hatten, riet ihr der „Experte“ eiskalt dazu, sich ein weiteres Mal den experimentellen Stoff spritzen zu lassen! Der Moderator und Internist Siegfried Meryn behauptete dann auch noch, dass es bei diesem Impfstoff keinen Zusammenhang mit Schlaganfällen gebe. Doch bereits damals waren über 6.000 Schlaganfälle in der EU im Zusammenhang mit dem Pfizer-Impfstoff gemeldet worden! Das Mitglied des Nationalen Impfgremiums, Dr. Monika Redlberger-Fritz, behauptete im Dezember 2021, dass „Geimpfte“ weniger ansteckend seien. Einige Monate zuvor wurde in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet allerdings eine Studie veröffentlicht, in der es heißt: „Vollständig geimpfte Personen mit Durchbruchsinfektionen haben eine ähnliche Spitzenviruslast wie ungeimpfte Fälle und können die Infektion in häuslicher Umgebung wirksam übertragen, auch auf vollständig geimpfte Kontaktpersonen.“
Zahlen aus Israel belegen: “Impfungen” schützen nicht vor Omikron
Das widerlegt natürlich endgültig auch die Mär von der „Pandemie der Ungeimpften“, die Politiker, Journalisten aber eben auch Wissenschaftler mit großer Inbrunst verbreiteten. Der regierungsnahe Infektiologe Richard Greil forderte wegen der Omikron-Variante, sofort mit der dritten und vierten Dosis zu beginnen. Die Daten aus Israel würden zeigen, dass die dritte Impfung viel niedrigere Infektions- und Hospitalisierungsraten mit sich bringen würde. Doch diese Aussage lässt sich anhand der tatsächlichen Zahlen aus Israel nicht nachvollziehen. Israel schneidet im Vergleich deutlich schlechter ab als Österreich oder Deutschland.
Studie: Myokarditisrisiko steigt mit jeder Impfung
Die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, Daniela Karall, beteuerte, dass es viel mehr Fälle von Herzmuskelentzündungen nach Covid-19 als nach den Spritzen gebe. Eine aktuelle Studie stellte allerdings fest, dass das Risiko einer Herzmuskelentzündung mit jeder weiteren mRNA-Injektion steigt. In der Altersgruppe der 12- bis 15-jährigen Burschen ist das Risiko nach der zweiten Spritze um weit mehr als das Hundertfache erhöht.
Gecko-Leiterin Reich: Mit Impfung Immunsystem wappnen. Realität: Impf-AIDS
Und die Gecko-Leiterin Katharina Reich behauptete kürzlich, man würde mit dem nächsten Stich das Immunsystem „wappnen“. Doch wie Dr. Stephan Becker in der AUF1-Doku berichtete, scheinen die Vakzine eher eine Immunschwäche wie AIDS zu erzeugen – Impf-AIDS (Wochenblick berichtete). Er warnte vor einer Nebenwirkungspandemie und hält sogar einen „Genozid aus Versehen“ für möglich.
Inkompetenz oder bewusste Täuschung?
Liegen die Experten so oft falsch, weil sie schlecht informiert sind, oder aber haben die Falschinformationen System und sollen die Menschen hinters Licht und hin zur Nadel führen? In manchen Fällen scheint es einfach an der logischen Denkfähigkeit zu mangeln. Denn anders ist der Ausspruch der TV-Virologin Dorothee von Laer nicht zu erklären, die meinte “Je schlechter eine Impfung wirkt, desto mehr Menschen müssen geimpft sein.”
Äußerst wichtige Aussagen von Putin
Wie einige von Ihnen wissen, hat Putin ausführlich mit einer Gruppe von russischen Flugbegleitern gesprochen. Diese Aussage ist so wichtig, dass ich einen unserer Dolmetscher (danke E.!) gebeten habe, das Video zu untertiteln. Ich stelle auch die Abschrift unten ein. In diesem Gespräch erläutert Putin recht ausführlich, WAS Russland tut und WARUM es das tut.
Andrej
Putin erklärt die militärische Lage und warum die Ukraine ihre Zukunft verlieren könnte
Übersetzt und untertitelt von Eugenia
Frage: Meine Frage bezieht sich auf die aktuelle Situation in der Ukraine. Wir alle unterstützen Ihre Aktionen und die Sonderoperation, die dort im Gange ist. Natürlich ist die wichtigste Frage, die wir uns alle auf die eine oder andere Weise gestellt haben, die, warum diese Sonderoperation begonnen hat. Hätte sie nicht vermieden werden können? Rational gesehen verstehen und unterstützen wir Ihr Handeln, aber als Frauen können wir nicht anders, als uns Sorgen zu machen: um unsere Familie, unsere Verwandten, um diejenigen, die in der Ukraine sind. Wir wissen, dass die Zivilisten nicht betroffen sind. Aber sagen Sie uns trotzdem, beruhigen Sie uns: Was haben wir am Ende dieses Weges zu erwarten? Was wird das Endergebnis der Militäroperation in der Ukraine sein?
Putin: Ich werde mich kurz fassen, muss aber dennoch, wie man so schön sagt, „in der Mitte des Feldes“ beginnen. Ich habe dies zu Beginn der Operation gesagt und auch schon vor der Entscheidung, die zweifellos eine schwere Entscheidung ist, darüber gesprochen.
Worum geht es hier? Tatsache ist, dass es den verfassungsfeindlichen Putsch in der Ukraine gab, der leider von den westlichen Ländern stark unterstützt wurde – seien wir ehrlich. Sie verheimlichen nicht einmal die Tatsache, dass sie 5 Milliarden Dollar dafür ausgegeben haben, ganz zu schweigen von den Keksen, die auf dem Maidan verschenkt wurden, und so weiter. Und danach, anstatt die Situation wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, selbst wenn sie außer Kontrolle geraten wäre, selbst wenn es die Tat übereifriger Einheimischer gewesen wäre – es gibt so einen juristischen Begriff, d.h. eine Sache geplant, aber das Ergebnis war etwas anderes -, hätten sie die Situation wieder in die politischen Bahnen lenken können und müssen.
Außerdem kamen die Außenminister der drei Länder kurz vor dem Staatsstreich 2014 nach Kiew und unterzeichneten ein Abkommen mit der ukrainischen Regierung, die als Garant dieses Abkommens fungierte, um sicherzustellen, dass sich die Situation im politischen Bereich entwickeln würde. Aber nichts dergleichen geschah. Sie organisierten einen Staatsstreich und unterstützten die Täter. Was folgte, waren die bekannten Ereignisse auf der Krim und im Südosten der Ukraine, im Donbass, wo die Menschen sich weigerten, den Putsch zu unterstützen. Wie wir wissen, hat die Krim eine Entscheidung getroffen; die Menschen haben sich in einem Referendum für die Rückkehr in die Russische Föderation entschieden. Natürlich, ja, natürlich können wir diese Entscheidung nur unterstützen, zumal sie sich von den Nationalisten und Neonazis bedroht fühlten. Es gibt starke Anzeichen dafür, dass sie damit absolut Recht hatten.
Später, oder besser gesagt, parallel dazu, fanden die Ereignisse im Donbass statt. Wozu haben diese Ereignisse geführt? Die Menschen, die sich gegen die Ergebnisse des Putsches wehrten, wurden verfolgt. Schließlich leiteten die neuen Kiewer Behörden eine Militäroperation in diesem Gebiet ein. Sie führten zwei groß angelegte Strafaktionen durch, bei denen sie schwere Waffen und Kampfflugzeuge einsetzten. Sie griffen Donezk direkt an, zerstörten die Plätze der Stadt mit Flugzeugen und setzten Panzer und Artillerie ein. Beide Militäraktionen scheiterten. Die ukrainische Armee erlitt eine Niederlage. Danach wurden die so genannten Minsker Vereinbarungen, oder das Maßnahmenpaket, wie es offiziell heißt, geschlossen. Die Vereinbarungen boten einen Weg für eine friedliche Beilegung des Konflikts.
Wir haben alles getan, was wir konnten, um die Ereignisse in diese Richtung zu lenken, die territoriale Integrität der Ukraine wiederherzustellen und die Interessen der in diesen Gebieten lebenden Menschen zu schützen. Was haben diese Menschen gefordert? Nichts weiter als die grundlegenden Dinge: das Recht, ihre Muttersprache, d.h. Russisch, zu sprechen und ihre Traditionen und Kultur zu bewahren. Dies waren keineswegs außergewöhnliche Forderungen. Aber nein. Diese Gebiete wurden mit einer Wirtschaftsblockade belegt, vom Bankensystem abgeschnitten, die Lebensmittellieferungen wurden eingestellt, die Zahlungen von Renten und Sozialhilfe wurden ausgesetzt. Manchmal gab es ein paar Almosen, aber um diese Renten und Leistungen zu erhalten, musste man die Trennungslinie überschreiten.
Jetzt hören Sie zu. Ich werde jetzt etwas sagen, das vielleicht hart klingt, aber die Situation zwingt mich dazu. Sie wissen, dass in einigen Regionen gelegentlich Rudel streunender Hunde Menschen angreifen, sie verletzen oder sogar töten (das ist ein anderes Problem, und es ist Sache der örtlichen Behörden, sich damit zu befassen). Aber dann werden diese Tiere vergiftet oder erschossen. Aber die Menschen im Donbass sind keine streunenden Hunde. Etwa 13.000-14.000 Menschen sind in diesen Jahren getötet worden. Über 500 Kinder wurden getötet oder verletzt. Besonders unerträglich ist jedoch, dass der so genannte „zivilisierte“ Westen es all die Jahre vorgezogen hat, wegzuschauen. All diese Jahre – 8 Jahre! Acht Jahre!
Außerdem haben die Kiewer Behörden in letzter Zeit begonnen, offen und öffentlich zu sagen, dass sie die Minsker Vereinbarungen nicht einhalten werden. Sie sagen dies auf den Fernsehbildschirmen und im Internet. Sie sagen es überall in den Medien: Wir mögen sie nicht; wir werden sie nicht einhalten. Und die ganze Zeit über wird Russland beschuldigt, die Vereinbarungen nicht zu erfüllen. Das ist einfach Unsinn, das Theater des Absurden: Weiß wird schwarz genannt und schwarz wird weiß genannt. In letzter Zeit sind die Dinge noch schlimmer geworden. Eigentlich hat das Gerede schon vor langer Zeit begonnen, aber in letzter Zeit hat es sich verschärft. Immer öfter hören wir, dass die Ukraine in die NATO aufgenommen werden soll. Verstehen Sie, wozu das führen könnte? Oder zu was es noch führen kann?
Wenn die Ukraine Mitglied der NATO ist, dann müssen laut Nordatlantikvertrag alle anderen Mitglieder das Land im Falle eines militärischen Konflikts unterstützen. Niemand außer uns hat die Krim als russisches Territorium anerkannt. Die „yare“ führen militärische Operationen im Donbass durch, könnten aber auch auf die Krim vorrücken, und in diesem Fall müssten wir mit der gesamten NATO kämpfen. Was bedeutet das? Verstehen Sie die Konsequenzen? Ich denke, jeder versteht das.
Jetzt sprechen sie (die Ukraine) davon, den nuklearen Status zu erlangen, d.h. Atomwaffen zu entwickeln. Wir können solche Dinge unmöglich ignorieren, zumal wir wissen, wie sich der so genannte Westen gegenüber Russland verhält. Erstens verfügt die Ukraine noch über einige nukleare Kompetenzen aus der Sowjetzeit. Was die Anreicherung und das Nuklearmaterial betrifft, so wäre sie in der Lage, diese Arbeiten zu organisieren. Sie verfügt über Raketenfähigkeiten: Es genügt, Yuzhmush zu erwähnen. Dieses Unternehmen hat früher für die Sowjetunion interkontinentale ballistische Raketen gebaut. Sie könnten diese Fähigkeit zurückgewinnen und es tun. Und diejenigen von der anderen Seite des Ozeans würden ihnen dabei sogar helfen. Und danach würden sie sagen: „Nun, wir erkennen den nuklearen Status nicht an; sie haben alles selbst gemacht“. Und dann würden sie diese Komplexe unter Kontrolle bringen, und von diesem Moment an, von dieser Sekunde an, würde das Schicksal Russlands ein völlig anderes sein. Denn in diesem Fall bräuchten unsere strategischen Gegner nicht einmal Interkontinentalraketen. Sie würden uns hier am nuklearen Schießstand halten, das ist alles. Wie könnten wir so etwas außer Acht lassen? Das sind absolut reale Bedrohungen, keine weit hergeholte, dumme Fantasie.
Unsere Jungs, die jetzt kämpfen und ihr Leben riskieren, sie kämpfen und geben ihr Leben für unsere Zukunft, für die Zukunft unserer Kinder. Das ist etwas ganz Selbstverständliches. Und die Menschen, die das nicht begreifen wollen, insbesondere die heutige Führung (der Ukraine), müssen begreifen, dass sie die Zukunft des ukrainischen Staates selbst aufs Spiel setzen, wenn sie so weitermachen wie bisher – ich habe bereits darüber gesprochen. Wenn dies geschieht, ist das allein ihre Schuld.
Was ist jetzt los? Ich habe unsere Ziele bei dieser Operation bereits erwähnt. Das erste Ziel ist natürlich der Schutz der Menschen im Donbass. Und wie? Indem wir die Ukraine entmilitarisieren und entnazifizieren und ihren neutralen Status herstellen. Und warum? Weil der neutrale Status bedeutet, dass die Ukraine nicht der NATO beitreten wird. In der Verfassung steht geschrieben, dass das Land der NATO beitreten wird. Verstehen Sie – sie haben das in die Verfassung aufgenommen!
Entnazifizierung – was bedeutet das? Ich habe mit meinen westlichen Kollegen über dieses Thema gesprochen. Sie sagen:“ Wo ist das Problem? Ihr habt doch auch die radikalen Nationalisten“. Ja, die haben wir. Aber wir haben sie nicht in der Regierung, aber alle sind sich einig, dass sie (die Ukrainer) sie haben. Vielleicht haben wir einige Idioten, die mit Hakenkreuzen herumlaufen, aber unterstützen wir das auf Regierungsebene? Ziehen Tausende von Menschen mit Fackeln und Hakenkreuzen durch die Straßen unserer Hauptstadt oder anderer Städte in Russland, wie es in den 1930er Jahren in Nazideutschland geschah? Passiert so etwas in Russland? Aber es geschieht in der Ukraine, und es wird unterstützt. Unterstützen wir diejenigen, die während des Krieges Russen, Juden oder Polen getötet haben? Bejubeln wir sie als Helden? Aber in der Ukraine tun sie es.
Die aktuellen Ereignisse sind auch sehr wichtig. Sehen Sie, in Sumy und Charkow wurden ausländische Bürger als Geiseln genommen – über 6.000 junge Menschen, Studenten. Sie wurden gemeinsam in einen Bahnhof getrieben und dort 3 Tage lang festgehalten. Hören Sie, sie werden dort schon den dritten Tag festgehalten. Wir haben allen davon erzählt und die derzeitigen ukrainischen Behörden informiert. Sie sagten: „Ja, ja, natürlich, wir werden uns sofort darum kümmern“. Wir haben die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten europäischen Länder informiert, ich habe persönlich mit ihnen gesprochen. „Ja, ja, wir werden sofort Druck auf die Ukraine ausüben“. Wir haben den UN-Generalsekretär informiert: „Ja, ja, wir werden das Problem sofort lösen“. Niemand unternimmt etwas.
Menschen, die als Bürger der Ukraine gelten, werden noch schlechter behandelt. Sie werden einfach als menschliche Schutzschilde benutzt. Genau jetzt, in diesem Moment, geschieht dies in Mariupol. Die Regierung in Kiew hat unser Militär aufgefordert: „Stellt humanitäre Korridore bereit, damit die Menschen gehen können“. Natürlich haben unsere Leute sofort reagiert, sogar die militärischen Aktivitäten unterbrochen und das Geschehen beobachtet. Aber niemandem wurde erlaubt zu gehen. Verstehen Sie, niemandem wurde erlaubt zu gehen. Sie lassen niemanden gehen, sondern benutzen die Menschen als menschliches Schutzschild. Wer sind sie? Die Neonazis, natürlich.
Wir beobachten bereits die Anwesenheit von Militanten aus dem Nahen Osten und einigen europäischen Ländern. Wir wissen über sie Bescheid; wir können sie im Radio hören. Sie benutzen so genannte Dschihad-Mobile, d. h. mit Sprengstoff gefüllte Autos, die sie auf die russischen Truppen zufahren. Aber sie erreichen nichts, und sie werden am Ende scheitern. Wer sind sie dann, wenn nicht Neonazis? Mit solchen Aktionen zerstören sie ihr eigenes Land und ihre eigene Staatlichkeit.
Deshalb ist eine unserer Hauptforderungen die Entmilitarisierung. Mit anderen Worten: Wir helfen den Menschen im Donbass, indem wir uns für den neutralen Status der Ukraine und die Entmilitarisierung des Landes einsetzen. Wir müssen mit Sicherheit wissen, welche Waffen dort vorhanden sind, wo sie stationiert sind und wer sie kontrolliert. Eine Reihe von Optionen liegt auf dem Tisch. Wir erörtern sie jetzt, auch mit den Vertretern der Kiewer Regierung bei unseren Gesprächen in Belarus. Wir sind Präsident Lukaschenko dankbar, dass er die Treffen organisiert und uns bei diesen Verhandlungen hilft. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch, damit sie von den Gruppen der Verhandlungsführer aus Kiew geprüft werden können. Wir hoffen, dass Kiew positiv auf unsere Vorschläge reagieren wird. Das ist so ziemlich alles, was ich sagen wollte.
Bitte, lassen Sie uns fortfahren.
Frage: Schvidko, Yulia, die zweite Pilotin der Fluggesellschaft Aeroflot. Wladimir Wladimirowitsch, guten Tag. Meine Frage bezieht sich auf die aktuelle Situation. Es kursieren viele Gerüchte über die mögliche Einführung des Marschallgesetzes, die Einberufung von Freiwilligen und Reservisten, und dass die Wehrpflichtigen in die Ukraine geschickt werden sollen. Könnten Sie klarstellen, ob das Marschallgesetz ausgerufen wird und ob die eingezogenen Soldaten in der Ukraine eingesetzt werden?
Vieles von dem, was wir jetzt sehen und was geschieht, ist zweifellos eine Technik zum Kampf gegen Russland. Im Übrigen kommen die heute verhängten Sanktionen einer Kriegserklärung gleich. Aber zum Glück sind wir noch nicht so weit. Ich glaube, dass unsere so genannten „Partner“ immer noch ein gewisses Verständnis dafür haben, was ein Krieg bedeuten würde und welche Gefahr er für alle darstellt. Und das trotz unverantwortlicher Äußerungen, wie der der britischen Außenministerin, als sie verkündete, die NATO könne sich in den Konflikt einmischen. Zu diesem Zeitpunkt mussten wir sofort die Entscheidung treffen, unsere strategischen Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Briten haben daraufhin erklärt, dass sie nichts dergleichen gemeint haben. Aber niemand hat die Ministerin in die Schranken gewiesen, und niemand hat ihre Aussage dementiert. Niemand sagte uns etwas über diese Äußerung, als ob es ihre persönliche Meinung wäre, wir sollten nicht aufpassen oder so etwas in der Art. Nichts. Was sollen wir darüber denken? Deshalb haben wir so reagiert, wie wir es getan haben.
Nun zu Ihrer Frage. Das Marschallgesetz wird auf Anordnung des Präsidenten mit Unterstützung des Föderationsrates im Falle einer äußeren Aggression eingeführt, und zwar in den Regionen, in denen militärische Aktivitäten stattfinden. Wir sind jetzt nicht in einer solchen Situation, und ich hoffe, es wird auch nicht dazu kommen. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, dass es neben dem Marschallgesetz auch einen Sonderstatus gibt. Dieser Status wird ebenfalls vom Föderationsrat im Falle einer erheblichen internen Bedrohung ausgerufen. Die dritte Regelung ist der Ausnahmezustand, der in der Regel für bestimmte Regionen ausgerufen wird, aber auch für das gesamte Staatsgebiet gelten kann. Diese Regelung gilt für technologische und Naturkatastrophen. Auch dies ist Gott sei Dank nicht der Fall. Wir haben nicht vor, eines dieser Regime auf dem Territorium der Russischen Föderation auszurufen. Dafür gibt es heute keine Notwendigkeit.
Wir sehen, dass versucht wird, Unruhe in unserer Gesellschaft zu stiften, was wiederum eine Bestätigung meiner Worte ist, dass wir es nicht nur mit den Radikalen, sondern mit den Neonazis zu tun haben. Hier äußern die Menschen ihre Meinung darüber, was ihnen an unserer Aktion in der Ukraine gefällt oder missfällt. Aber dort, in der Ukraine, werden Menschen, die ähnliche Meinungen äußern wie der so genannte „liberale“ Teil unserer Gesellschaft, auf der Straße verhaftet und erschossen – wir haben dafür eine Bestätigung. Unsere Sonderdienste sammeln derzeit diese Informationen und wir werden sie bald vorlegen. Unsere liberalen Intellektuellen protestieren, während in der Ukraine Menschen, die etwas zugunsten Russlands sagen, ohne Gerichtsverfahren hingerichtet werden.
Ich wiederhole, dass im Falle einer Aggression von außen das Marschallrecht ausgerufen wird, was hoffentlich trotz unverantwortlicher Äußerungen einiger Beamter nicht geschehen wird. Wir hören, dass über dem ukrainischen Hoheitsgebiet eine Flugverbotszone eingerichtet werden soll. Das ist auf dem Territorium der Ukraine selbst nicht möglich; das kann nur von den Territorien der Nachbarländer aus organisiert werden. Wir werden jedoch jede Bewegung in diese Richtung als aktive Teilnahme am militärischen Konflikt durch ein Land betrachten, dessen Territorium genutzt wird, um unsere Soldaten in Gefahr zu bringen. In einem zweiten Schritt werden wir sie als eine Partei des militärischen Konflikts betrachten. Ich hoffe, dass dies auch verstanden wird und es nicht dazu kommen wird.
An dieser Operation nehmen nur Berufssoldaten teil, Offiziere und Vertragsbedienstete. Kein einziger eingezogener Soldat nimmt daran teil, und wir haben nicht vor, sie in die Ukraine zu schicken, und wir werden es auch nicht tun. Ich wiederhole, nur Männer, die eine freiwillige, verantwortungsvolle Entscheidung in ihrem Leben getroffen haben – ihr Land zu verteidigen – sind in der Ukraine, und sie erfüllen ihre Pflicht mit Ehre. Warum das so ist, warum wir das Recht haben, diese Worte zu sagen, habe ich Ihnen gerade erklärt. Dies gilt auch für die Reservisten, die sich in der regelmäßigen militärischen Ausbildung befinden – wir haben nicht vor, sie in der Ukraine einzusetzen. Sie werden regelmäßig zur militärischen Ausbildung einberufen – das geschieht jetzt und wird auch in Zukunft geschehen -, aber wir werden diese Leute nicht zum aktiven Militärdienst einberufen, und sie werden nicht an diesem Konflikt teilnehmen. Wir haben genügend Ressourcen, um unsere Ziele zu erreichen, indem wir nur unsere Berufsarmee einsetzen.
Ich möchte mich zu der Militäroperation selbst äußern. Ich weiß, dass viele Gerüchte und Geschichten im Umlauf sind. Ich habe nicht viel Zeit, um mich darüber zu informieren, aber ich wurde darüber informiert, dass viel darüber gesprochen wird, was passiert und wie die Operation abläuft. Alle Analysten wissen, was vor sich geht, daher werde ich hier keine Geheimnisse verraten. Wir hätten auf viele verschiedene Arten handeln können. Wir hätten den Donbass-Republiken direkt an der Trennungslinie, d.h. an der Front, helfen können, indem wir unsere russische Armee zu ihrer Unterstützung einsetzen. Aber in diesem Fall hätte die ukrainische Seite in Anbetracht der bedingungslosen Unterstützung der radikalen Nationalisten durch den Westen ständige Unterstützung in Form von Waffen, Material, Munition und so weiter erhalten.
Aus diesem Grund haben unser Generalstab und das Verteidigungsministerium eine andere Strategie beschlossen. Als erstes wurde die militärische Infrastruktur beseitigt. Nicht ganz, aber weitgehend. Die Waffendepots, die Munitionsdepots, die Luftfahrt, die Luftabwehrsysteme. Die Zerstörung der Luftabwehrsysteme erfordert eine gewisse Zeit. Sie sind Zivilisten, aber Sie arbeiten in der Luftfahrt. Sie verstehen, dass diese Systeme identifiziert und dann zerstört werden müssen; diese Arbeit ist inzwischen weitgehend erledigt. Das ist es, was die Forderung nach einer Flugverbotszone mit sich bringt. Ein Versuch, dies umzusetzen, würde aber zu enormen und katastrophalen Folgen nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt führen. Ich glaube, dass die Menschen auf der anderen Seite das sehr wohl verstehen. Deshalb haben wir diesen Weg gewählt, zu Recht, wie sich herausgestellt hat. Unser Militär arbeitet verantwortungsvoll und tut alles, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Leider nehmen diese Neonazi-Banditen keine Rücksicht auf die Menschen. Sie erschießen sogar ihre eigenen Soldaten, die nicht weiterkämpfen wollen – dafür haben wir Beweise. Ja, diese Nationalisten, Neonazis erschießen ihre eigenen Soldaten. Die Nationalisten sind praktisch in jeder ukrainischen Militäreinheit eingebettet, mehrere Dutzend von ihnen in jeder, und sie handeln auf so grausame Weise.
Ich wiederhole noch einmal: Wir werden keine Wehrpflichtigen oder Reservisten in die Ukraine entsenden, um an dieser Militäroperation teilzunehmen. Ich bin überzeugt, dass unsere Armee alle unsere Ziele erreichen wird. Daran zweifle ich nicht eine Sekunde lang. Das zeigt der Verlauf der Operation, der sich streng an den Plan, an den Zeitplan hält; alles geschieht so, wie es vom Generalstab geplant war. Was die Freiwilligen angeht, die jungen Leute, die zu den Rekrutierungsstellen kommen – wir sind ihnen dankbar für ihre patriotischen Gefühle, für ihren Wunsch, ihr Land und seine Armee in dieser Zeit zu unterstützen. Allein die Tatsache, dass sie kommen, ist wichtig. Ihre Hilfe wird jedoch im Moment nicht benötigt. Und ich bin überzeugt, dass sie auch nicht benötigt wird. Jetzt wende ich mich der Kamera zu. Sie werden mich sehen und hören, was ich sage – danke.
Der Lehrling der Folterknechte – Oberste Gerichtshof bestätigt US-Folterungen
Von Andrew P. Napolitano: Er ist ein ehemaliger Richter des Superior Court of New Jersey und der leitende Rechtsanalyst des Fox News Channel. Richter Napolitano hat neun Bücher über die Verfassung der Vereinigten Staaten geschrieben. Das jüngste ist Selbstmordpakt: Die radikale Ausweitung der präsidialen Befugnisse und die tödliche Bedrohung der amerikanischen Freiheit. Um mehr über Richter Napolitano zu erfahren und Beiträge von anderen Autoren und Cartoonisten des Creators Syndicate zu lesen, besuchen Sie creators.com.
Letzte Woche wies der Oberste Gerichtshof die Klage eines Häftlings des US-Marinestützpunkts Guantanamo Bay auf Kuba gegen das Justizministerium ab, weil die Regierung behauptete, die in der Klage verlangten Informationen seien ein Staatsgeheimnis, dessen Offenlegung die nationale Sicherheit beeinträchtigen würde.
Der Kläger in diesem Fall hat bereits öffentlich in Gitmo über seine Folterung durch polnische Geheimdienstagenten in Polen auf Ersuchen ihrer amerikanischen Kollegen ausgesagt, und er wollte von den US-Beamten bestätigt bekommen, dass die Folterungen tatsächlich stattgefunden haben.
Die amerikanischen Psychologen, die die Folterungen ausgearbeitet und geleitet haben, haben ein Buch darüber geschrieben und öffentlich darüber gesprochen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat festgestellt, dass die Folterungen so stattgefunden haben, wie sie der Häftling in Gitmo beschrieben hat. Und die polnische Staatsanwaltschaft hat die polnischen Geheimdienstmitarbeiter wegen Verletzung der Menschenrechte dieses Häftlings angeklagt.
Dennoch will die Regierung die Folterungen von vor fast 20 Jahren geheim halten. Letzte Woche hat der Oberste Gerichtshof dem zugestimmt.
Hier ist die Vorgeschichte.
Im Jahr 2002 wurde Abu Zubaydah in Pakistan gefangen genommen und der CIA übergeben, die ihn nach Polen brachte, wo er unter Aufsicht von CIA-Agenten und zwei amerikanischen Psychologen brutal gefoltert wurde, bis er 2006 nach Gitmo verlegt wurde.
Die Bush-Regierung behauptete, Zubaydah sei ein hochrangiges Mitglied von al-Qaida, das über Informationen verfüge, die für den Kampf gegen den Terrorismus erforderlich seien. Nachdem die Folter keine verwertbaren Informationen erbracht hatte, teilte die CIA dem Justizministerium und dem Geheimdienstausschuss des Senats mit, dass Zubaydah kein Mitglied von al-Qaida sei und dass sie keine Beweise für ein Fehlverhalten von ihm habe. Zubaydah befindet sich seit 20 Jahren in Gefangenschaft, ohne dass ihm ein Verbrechen zur Last gelegt wird.
Seine Anwälte reichten beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Strafanzeige gegen die CIA und die polnischen Geheimdienstagenten ein, die ihn gefoltert hatten.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Folter tatsächlich stattgefunden hat, und verwies die Angelegenheit an die polnische Staatsanwaltschaft, damit diese ein Strafverfahren gegen die polnischen Angeklagten einleitet. Während dieses Strafverfahrens baten die polnischen Staatsanwälte das Justizministerium um die Namen derjenigen, die Zubaydah gefoltert hatten, und um eine Dokumentation der Folterungen.
Als das Justizministerium dieses Ersuchen ablehnte, verklagte Zubaydah das Justizministerium und forderte ein Gericht auf, das Justizministerium zu verpflichten, dem Ersuchen nachzukommen.
In der mündlichen Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof im vergangenen Jahr räumte der Anwalt der Regierung ein, dass die Namen der Folterer und die Art ihrer grausamen Taten bereits bekannt sind – aus dem Buch, das die Psychologen darüber geschrieben haben, und aus der Aussage des Gefangenen -, dass die Regierung aber nichts davon bestätigen will, weil es sich um Staatsgeheimnisse handelt.
Wenn diese so genannten Staatsgeheimnisse nun öffentlich bekannt sind, warum weigert sich die Regierung dann, sie zu bestätigen? Um sich vor Peinlichkeiten zu schützen.
Die Regierung hat eine lange und schmutzige Geschichte, wenn es darum geht, sich vor Peinlichkeiten zu schützen.
Am 6. Oktober 1948 verließ ein Flugzeug der US-Regierung den Luftwaffenstützpunkt Robins in Warner Robins, Georgia, zu einem Hin- und Rückflug nach Orlando, Florida, als es abstürzte und seine Besatzung ums Leben kam. Als die Hinterbliebenen die Regierung verklagten, um herauszufinden, wer das Flugzeug hergestellt hatte und warum es abgestürzt war, verweigerte das FBI jegliche Auskunft mit der Begründung, dass es sich bei den gesuchten Informationen um Staatsgeheimnisse handele.
Als der Oberste Gerichtshof 1953 dieses neuartige Argument bestätigte, änderte er effektiv die Beweisregeln, indem er der Bundesregierung erlaubte, Beweise zurückzuhalten – ohne einem Richter offenzulegen, um welche Geheimnisse es sich handelt -, nur weil sie diese Staatsgeheimnisse geltend machte.
Seit 1953 hat sich die Regierung Dutzende Male erfolgreich auf das Staatsgeheimnis berufen und behauptet, die Offenlegung der so genannten Geheimnisse würde die nationale Sicherheit beeinträchtigen.
Im Jahr 2001, nachdem die Verjährungsfrist für alle Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Absturz von 1948 längst abgelaufen war und Reporter Anträge auf Informationsfreiheit für die angeblichen Staatsgeheimnisse gestellt hatten, wies ein Richter die Regierung an, diese offenzulegen.
Es gab keine.
Die gesamte Staatsgeheimnisdoktrin basierte auf der Vertuschung von Peinlichkeiten und Fehlverhalten der Regierung und dem Schutz des Flugzeugherstellers vor Rechtsstreitigkeiten, nicht auf dem Schutz legitimer Geheimnisse.
Nun zurück zum Fall Zubaydah. Als der Fall im vergangenen Jahr vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt wurde, wusste jeder, der an der mündlichen Verhandlung teilnahm, dass die Staatsgeheimnisdoktrin auf wesentlichen Falschdarstellungen beruhte, die das FBI gegenüber mindestens einem Dutzend Bundesrichtern und Richtern gemacht hatte, und dennoch tat die Regierung so, als sei sie legitim und zwingend.
Die Regierung argumentierte, dass sie in Kriegszeiten mehr Befugnisse habe, ihr Verhalten geheim zu halten – selbst 20 Jahre später, selbst nach Kriegsende, selbst wenn die Geheimnisse bereits bekannt sind.
Der Oberste Gerichtshof stimmte dem zu. Er bestätigte die Doktrin der Staatsgeheimnisse und wies Zubaydahs Klage ab. Damit versuchte das Gericht, die Geschichte umzuschreiben, indem es eine durch Täuschung geschaffene Doktrin legitimierte und so tat, als seien Dinge, die bereits öffentlich bekannt sind, irgendwie immer noch geheim.
Wenn man dann noch die Tatsache hinzufügt, dass jede Art von Folter kriminell und verfassungswidrig ist, hat man ein Gericht, das zum Lehrling von Bürokraten und Folterknechten des tiefen Staates wird, die glauben, dass das FBI in Angelegenheiten der sogenannten nationalen Sicherheit nichts falsch machen kann.
Richter Neil Gorsuch schrieb eine scharfe Gegenstimme, in der er der Mehrheit vorwarf, dass die Doktrin der Staatsgeheimnisse gültig sei und geltend gemacht werden könne, ohne dass die Geheimnisse zuvor einem Bundesrichter im Geheimen gezeigt würden. Er kritisierte auch die Mehrheit, indem er fragte: Welchem denkbaren Zweck der nationalen Sicherheit dient es, etwas zu verbergen, das bereits offenkundig ist?
Die Folter-Rechtsprechung des Gerichts ist abscheulich, verfassungswidrig und gespenstisch.
Sie ist widerlich, weil sie aus Richtern mit Scheuklappen besteht, die so urteilen, als ob das von der Regierung verursachte Blut und der Schmerz von Unschuldigen keine Rolle spielen würden. Sie ist verfassungswidrig, weil sie den textlichen Schutz der natürlichen Rechte durch den neunten Verfassungszusatz ablehnt, der den menschlichen Körper vor unerwünschten Eingriffen der Regierung schützt. Es ist ein Schreckgespenst, weil der Oberste Gerichtshof, der Folterer schützt, die Regierung dazu bringen wird, noch mehr zu foltern.
Das ist es, was aus den Wächtern der Verfassung geworden ist.
Interview mit einer ukrainischen Geflüchteten – Hört mit der Hetze gegen Russen auf!
Wenn ein ukrainischer Flüchtling im Interview erklärt, dass sie es nicht versteht, dass Russen in Deutschland angegriffen und ausgegrenzt werden, dann hat man einen Eindruck, wie weit es mit unserer Gesellschaft im Wertewesten wirklich gekommen ist. Da ist Menschlichkeit verloren gegangen. Menschlichkeit kann man von einer Russin, ihrem deutschen Mann und einer ukrainischen Mutter lernen, die gemeinsam mit ihrem Kind aufgrund der Kriegssituation in Schweinfurt aufgenommen wurde.
Ein Gastartikel von Andrea Drescher, zuerst erschienen auf Nachdenkseiten.de
Am Donnerstag den 3.3. rief ich meine russische Freundin Lena an, die ich seit der Druschba-Friedensfahrt Berlin-Moskau 2016 kennen und schätzen gelernt habe. Ich wollte wissen, wie es sich als Russin jetzt in Bayern lebt, wie es ihr geht und wie sie mit der ganzen beschissenen Situation klarkommt. Ich erreichte sie nicht, hoffte aber auf ihren Rückruf. Erst am Samstag – zwei Tage später – erreichte mich eine Telegram-Message – und ich erfuhr, warum keine Reaktion von ihr gekommen war. Mein Anruf war bei ihr im Stress der letzten Tage völlig untergegangen. Sie und ihre Familie hatten seit Donnerstag eine Ukrainerin mit ihrem Sohn aufgenommen. Was sie mir erzählte, berührte mich sehr. Dass eine Russin, die die Hintergründe der Ukraine-Krise genau kennt und auch eine klare Position bezieht, solch einen Schritt geht, gehen kann, hatte ich nicht erwartet. Wir vereinbarten ein Interview mit ihr, ihrem Gast und ihrem Mann über Zoom, bei dem Lena auch als Übersetzerin agierte. Ein Gespräch, das in dieser tiefgrauen Zeit Hoffnung macht. Mir zumindest.
Könnt Ihr Euch bitte kurz vorstellen?
Mascha: Ich heiße Mascha, also Maria, und komme aus Lwiw, also Lemberg. Ich bin 33 Jahre alt und bin zusammen mit meinem 12-jährigen Sohn und meinem Hund aus der Ukraine nach Deutschland geflohen.
Lena: Mein Name ist Lena. Ich bin in der Sowjetunion geboren, dem heutigen Russland, lebe seit 1994 in Deutschland und habe eine russische und eine deutsche Staatsangehörigkeit.
Stefan: Ich bin der Stefan, bin in der DDR groß geworden und mit 13 Jahren hier nach Bayern gekommen – noch vor der Maueröffnung. Jetzt arbeite ich hier in Schweinfurt bei einer großen Firma.
Lena: Stefan und ich sind verheiratet und haben einen 14-jährigen Sohn. Er ist hier geboren, geht auf das Gymnasium, spricht kein Russisch und hat nur die deutsche Staatsangehörigkeit. Außerdem haben wir zwei Hunde, zwei Mops-Mischlinge, und eine Katze.
Und jetzt wohnen auch Mascha und ihr Sohn bei Euch?
Lena: Ja, wir haben sie bei uns aufgenommen.
Wie kommuniziert Ihr? Spricht Mascha Russisch?
Lena: Ja, Mascha spricht perfekt Russisch.
Bist Du Ukrainerin oder Russin?
Mascha: Ich bin Ukrainerin.
„Krieg ist ein dreckiges Spiel“
Ein kurzes Statement vorab bitte: Was denkt Ihr über den Krieg in der Ukraine?
Mascha: Es ist alles schlimm, was gerade passiert. Ich hoffe, dass die Gerechtigkeit siegen wird, dass es wieder friedlich wird in der Ukraine und dass Kinder nicht mehr leiden müssen. Das ist alles so schrecklich.
Lena: Ich kann mich Mascha nur anschließen, Krieg darf nicht sein, definitiv nicht, nirgendwo auf der Welt. Das gilt für den Krieg jetzt, aber auch die ganzen Kriege davor. Es darf nicht sein, es dürfen keine unschuldigen Menschen leiden, nur weil die Politiker irgendwie, irgendwas durchsetzen wollen, ihre Macht ausspielen wollen. Wenn unschuldige Menschen leiden, ist das immer falsch.
Stefan: Krieg ist ein dreckiges Spiel und der Westen hat seinen großen Beitrag dazu geleistet. Ich habe ein großes Problem damit, dass der tiefe Staat jederzeit die Möglichkeit hat, hier die totale Auslöschung zu inszenieren. Dieser Krieg ist brandgefährlich für alle. Wir stehen vor wirklich dunklen Zeiten und ich weiß nicht, wie wir da wieder rauskommen wollen.
Durch Menschen wie Euch vielleicht?
Lena: Wenn doch alle nur so irgendwie ein bisschen Empathie zeigen würden, alle…
Stefan: Wenn man sich die Medien anguckt, sieht es nicht gut aus.
Lena: Wir wären gar nicht in dieser Situation jetzt, wenn der Hass nicht die Oberhand gewinnen würde über die Menschen.
„Ich wusste, es wird jetzt knallen“
Wo und wann habt Ihr Mascha kennengelernt?
Lena: Ich habe eine Cousine in der Ukraine, die wir aber nicht finden können. Ehrlich gesagt, sofort als Putin die Unabhängigkeit vom Donbass anerkannt hat am 22. Februar, habe ich mir schon Sorgen gemacht. Ich wusste, es wird jetzt knallen und mir war klar, wir müssen helfen. Sie sollte zu uns kommen. Höchstwahrscheinlich war sie aber schon geflohen und kann sich deswegen nicht melden.
Bei der Suche nach meiner Cousine habe ich Mascha über Telegram am 27. Februar kennengelernt. Erst haben wir uns geschrieben und dann habe ich sie auch angerufen.
Ich wollte irgendetwas tun. Ich habe bei unserem Gespräch gemerkt, dass Mascha total durch den Wind ist, schockiert wie wir alle. Da war es für mich entschieden: Wenn Mascha flieht, hat sie hier bei uns eine Unterkunft. Ich hatte das für mich schon nach dem Telefonat beschlossen und habe Stefan mehr oder minder vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich bin ihm wirklich dankbar, dass er uns dabei sofort unterstützt hat.
Und wie ist Deine Sicht dazu, Stefan?
Stefan: Sie hat mich im Prinzip bereits damit überfahren, dass sie ihre Cousine aufnehmen wird. Da war ja noch kein Krieg. Ich habe zunächst abgewiegelt und gesagt, nun warte doch erst mal. Sie will doch bestimmt nicht weg, sie ist in der West-Ukraine. Putin hat jetzt nur die Republiken anerkannt, da muss jetzt nicht unbedingt was passieren.
Lena: Aber da war ja schon Krieg.
Stefan: Nicht in der West-Ukraine, in der Ost-Ukraine war Krieg. Als Lena entschieden hatte, ihre Cousine zu uns zu holen, war Russland noch nicht einmarschiert. Und dann kam sie mit Mascha. Aber Fakt ist, Lena hat recht behalten mit ihrem Gefühl, dass der Krieg sich auf den Westen ausweitet. Ich war am Anfang etwas skeptisch, aber ich habe dann natürlich zugestimmt und wir haben es gemeinsam organisiert.
„Ich bin gegangen, weil ich Angst um mein Kind hatte“
Wie war die Situation in Lemberg, Mascha?
Mascha: Die Situation war sehr angespannt, sie ist sehr angespannt. Die Menschen passen auf, sind in Alarmbereitschaft, da jederzeit ein Angriff stattfinden kann.
Bis jetzt war noch nichts passiert?
Mascha: Nein, es gab noch keinen Angriff, aber Freunde und Bekannte, zu denen ich Kontakt habe, sagen, es wird auf jeden Fall was geben. Ich habe noch eine Schwester mit ihren Kindern in Lemberg und habe sehr große Angst um sie. Sie kommt nicht weg, ihr Sohn ist 20 Jahre alt, also im wehrpflichtfähigen Alter, und wurde einberufen. Es gibt dort auch sehr viele Plünderer.
Darum bist Du gegangen?
Mascha: Ich bin gegangen, weil ich Angst um mein Kind hatte. In der Nacht gab es Bombenalarme und ich hatte immer Angst, dass eine Bombe runterkommt. Es ist einfach beängstigend, das kann man nicht mit Worten beschreiben. Ich sage es so, wie es ist.
Und wie kamt Ihr auf die Idee, jemanden Fremdes aufzunehmen?
Lena: Für mich war das von vornherein klar. Das ist so, wenn Menschen in Not sind, müssen wir helfen, das geht gar nicht anders. Ich kenne das Anker-Zentrum seit der Flüchtlingskrise 2015. Ich war zwar nie drin, wir wurden nicht reingelassen, aber wir haben dort vor dem Tor geholfen. Ich weiß, was für Zustände dort herrschen. Das kann man wirklich keinem Menschen zumuten, ganz ehrlich. Es war für mich klar, wir müssen jemanden aufnehmen, egal wie beengend es sein wird. Wenn man wenigstens einem Menschen das Leid erspart, dann ist schon ein bisschen geholfen.
Stefan: Und ich bin da ganz meiner Frau unterlegen. Sie ist ein sehr empathischer Mensch, ich eher der rationale Typ. Aber in dieser Zeit siegt die Empathie über die Rationalität. Rational betrachtet, ist alles einfach nur noch krank, was hier läuft. Ja, mein Gott, die Wohnung ist jetzt nicht die größte, aber ein Zimmer kann man freimachen und es geht schon irgendwie. Und jetzt im Nachhinein muss ich sagen, nachdem ich gestern mehr von Mascha erfahren habe, es war kein Fehler, es war definitiv kein Fehler.
Flucht mit dem Zug
Wie war der Weg nach Deutschland? Wie habt Ihr das organisiert?
Mascha: Ich wollte mit dem Intercity kommen und hatte schon ein Ticket gekauft. Aber der Intercity-Zug kam nicht und das Geld bekam ich auch nicht zurück. Freunde von mir, die am Bahnhof arbeiten, haben mir geholfen, einen kostenlosen Zug zu bekommen. Das ist sonst nahezu unmöglich. Man muss Stunden warten, um überhaupt auf einen dieser Züge zu kommen, die sind völlig überfüllt. Mit dem Zug haben wir dann die Grenze überquert nach Przemysl in Polen. Das war sehr anstrengend.
Warum?
Mascha: Der Zug stand erst mal ganz einfach ohne ersichtlichen Grund acht Stunden am Gleis rum. Es war sehr eng, der Zug war überfüllt. Wir mussten stehen, auch die kleinen Kinder mussten stehen. Es war überhaupt kein Platz, die Luft war sehr stickig. Einen großen Dank an alle Helfer, die uns dort mit Essen, Tee und Kaffee versorgt haben. Insgesamt haben wir 15 Stunden stehend im Zug verbracht.
Wie weit ist Przemysl von Lemberg entfernt?
Mascha: So genau weiß ich es nicht, schätzungsweise 60-80 km. (Lt. Google Maps knapp 100)
Mascha: Wir waren eingesperrt wie in einem Käfig. Mein kleiner Hund ist nach der Fahrt auch krank geworden. Morgen muss er zum Tierarzt, wir glauben, dass er sich unterkühlt hat. Die ganze Fahrt über musste mein Sohn auf dem Koffer schlafen. Im Zug haben sich aber alle Leute gegenseitig unterstützt und geholfen, sonst hätte man da verrückt werden können.
Viel Unterstützung an der polnischen Grenze
Wie war der Grenzübertritt?
Mascha: Der Grenzübertritt verlief sehr, sehr schnell. Die Menschen in Polen waren sehr freundlich, wir wurden wirklich wärmstens empfangen. Zuerst wurden alle Mütter mit Kindern bis zwei Jahren rausgeholt und versorgt. Dann konnten alle raus und wurden mit Essen und Getränken verpflegt. Ich bin den Polen an der Grenze für die viele Unterstützung, die wir bekommen haben, sehr dankbar.
Gab es bei der Ausreise aus der Ukraine irgendwelche Probleme?
Mascha: An der ukrainischen Grenze gab es insofern Probleme, dass man einfach Koffer mit Sachen aus dem Zug rausgeschmissen hat, aber wir persönlich waren nicht davon betroffen.
Wie ging es in Polen weiter?
Mascha: Ich habe den freiwilligen Helfern gesagt, dass ich nach Deutschland möchte, und sie haben mir ein kostenloses Ticket für den Zug von Przemysl nach Stettin besorgt. Flüchtlinge aus der Ukraine mussten für das Ticket nicht bezahlen. So gegen 10 Uhr sind wir abgefahren und gegen 22:40 in Stettin angekommen.
Das war eine normale Zugfahrt?
Lena: Ich habe die Fahrt per App verfolgt, es war normal, aber wirklich ein Bummelzug. An jeder Haltestelle haben sie angehalten, deshalb hat es sehr lange gedauert.
Keine Kontrollen an polnisch-deutscher Grenze
Wie ging es dann ab Stettin weiter?
Lena: Wir haben die ganze Nacht durchtelefoniert. Im Fernsehen hieß es, man würde mehrere Tage brauchen, um die Grenze zu überqueren, aber irgendwann morgens gegen 3.30 Uhr sagte mir Mascha, sie wären jetzt in Polen. Ich hatte an diesem Tag eine Prüfung, also habe ich meinen Bruder angerufen, ob er mit unserem Auto nach Stettin fahren und sie abholen würde. Er hat sich sofort bereit erklärt, ist hochgefahren, während ich in der Prüfung war, und hat sie geholt.
Wie weit ist es von Euch nach Stettin?
Stefan: 600-700 km einfache Strecke.
Und Mascha ist problemlos über die polnisch-deutsche Grenze gekommen?
Mascha: Ohne Probleme. Es gab keinerlei Kontrollen.
Stefan: Das ist ja noch Schengen.
Mascha: Ich habe mich selbst gewundert. Ich war mir sicher, dass es Kontrollen geben würde, aber da war nichts.
Dein Bruder hat sie dann zu Euch nach Schweinfurt gebracht?
Lena: Nicht direkt. Er fuhr mit ihnen bis nach Hof zu meiner Mama. Dort haben sie übernachtet und erst am nächsten Tag, nachdem sich alle gut ausgeschlafen und etwas erholt hatten, ging es weiter zu uns. Seit Donnerstag (3.3.2022) sind die drei jetzt bei uns.
Hast Du Deine Prüfung an dem Tag noch machen können, nachdem Du die Nacht durchtelefoniert hattest?
Lena: Ich bin hingefahren, aber ich glaube nicht, dass ich die Prüfung bestanden habe. Ich war so durcheinander, ich fürchte, ich habe sogar meinen Namen falsch geschrieben. Aber das macht nichts, das ist ja nur eine Kleinigkeit, die kann ich wiederholen.
Angst und Ungewissheit
Wie fühlt es sich jetzt für Dich an, in Deutschland zu sein?
Mascha: Moralisch und psychisch ist es schwierig. Ich bin immer noch in einem Schockzustand, habe nicht erwartet, dass ich mich plötzlich hier befinde. Aber Deutschland gefällt mir sehr und ich fühle mich deshalb gut, weil ich Menschen in meiner Nähe habe, die mich unterstützen, ich spüre die Unterstützung. Ich bedanke mich bei Lena und Stefan.
Ist es gut, keine Angst mehr haben zu müssen?
Mascha: Ich habe auch hier noch Angst und schlafe schlecht. Meine Schwester und ihre Familie sind ja noch in der Ukraine.
Stefan: Sie hat wahrscheinlich noch Angst, weil im Moment noch alles ungewiss ist. Diese Angst kann man ihr jetzt auch noch nicht nehmen.
Wie lebt es sich in einer Dreizimmer-Wohnung zu fünft, drei Hunden und einer Katze?
Mascha: Super.
Lena: Es ist in Ordnung. Ich meine, man weiß ja, dass es nicht ewig dauert. Wir versuchen jetzt auch schon, eine Wohnung zu finden, irgendwo in der Nähe, dass sie trotzdem noch unsere Unterstützung hat.
Stefan: Es klappt erstaunlich gut. Mascha ist sehr tierlieb, ihr Sohn ist sehr tierlieb. Er ist als erstes mit den Hunden aufgetaut und den Hunden gefällt es auch. Unser Mops – Herr Professor – hat es sich heute Nacht schon bei ihm gemütlich gemacht und wollte partout nicht mehr weg. Also es ist ganz gut, ich komme damit klar, es gefällt mir sogar.
Möglichst schnell Arbeit finden
Und wie geht es jetzt weiter?
Mascha: Zuerst brauche ich natürlich die Registrierung hier als Flüchtling. Das ist der erste Schritt. Ich möchte, dass mein Sohn bald zur Schule geht und dann will ich so schnell wie möglich eine Arbeit finden.
Was macht Du beruflich?
Mascha: Ich war in der Ukraine in einer großen Firma Top-Manager im Verkauf und habe in der Funktion eng mit Russland zusammengearbeitet. Meine Freunde und ich haben jetzt unsere Jobs verloren und warten immer noch auf unseren Lohn. Es ist mir klar, dass ich nicht ewig von anderen Menschen abhängig sein kann, deshalb ist es so wichtig, mich zu registrieren. Zusätzlich habe ich noch meinen Abschluss als Friseurin und Stylistin. Das war mein Hobby, mit dem ich mein Geld aufgebessert habe.
Stefan: Maria hatte als alleinerziehende Mama zwei Jobs in der Ukraine, um sich zu finanzieren.
Wie geht es aus Eurer Sicht weiter, Lena?
Lena: Als erstes werden wir sie morgen im Anker-Zentrum anmelden, aber wir lassen sie dort nicht. Sie bleibt weiter bei uns. Dann bekommt sie Geld, denn als ukrainischer Flüchtling hat sie Anspruch auf Sozialhilfe. Sie wird dann wohl auch krankenversichert sein und eine Arbeitserlaubnis erhalten nach dem, was ich gelesen habe. Aber wir erfahren morgen, welche Schritte wir noch zu gehen haben. Jetzt versuchen wir überall, eine Wohnung zu finden. Ich habe schon ganz viele Vermieter angeschrieben, auch privat. Morgen werden wir uns bei verschiedenen Baugenossenschaften registrieren. Vielleicht weiß ja jemand, der das hier liest, etwas von einer Wohnung im Raum Schweinfurt bis Würzburg. Wir würden uns freuen, wenn sich jemand meldet. Mascha möchte zwar ganz schnell arbeiten, aber ich bin der Meinung, sie braucht erst mal einen Sprachkurs. Darum müssen wir uns kümmern und ihr Sohn benötigt definitiv feste Strukturen. Er ist traumatisiert und kommt mit der Situation nicht klar.
Stefan: Er will zurück zu seinen Freunden. Das ist auch nicht verwunderlich. Sie haben noch nicht den richtigen Krieg mit Bomben oder Toten miterlebt. Sie haben nur die Randauswirkungen mitbekommen. Er sagt, es ist ihm egal, ob Bomben fallen, er will nach Hause. “Ich will zu meinen Freunden, ich will in meine Schule.”
Was erwartest Du, Mascha? Glaubst Du, dass Du bald zurück kannst?
Mascha: Ich glaube nicht. Das, was jetzt in der Ukraine passiert, selbst wenn der Krieg jetzt aufhört: Es gibt keine Zukunft für uns, für die Kinder allgemein, es ist alles zusammengebrochen.
Erst Diffamierung von Ungeimpften, jetzt von Russen
Warum weigert Ihr Euch, Feinde zu sein?
Mascha: Wir weigern uns, Feinde zu sein, weil wir Menschen sind. Ukrainer, Russen, Deutsche, wir sind alle Menschen. Mein Vater ist Russe, meine Mutter ist Ukrainerin, ich ging in eine russische Schule, mein Sohn geht in eine ukrainische Schule, er hat aber Russisch gelernt. Wenn ich sehe, wie hier in Deutschland gegen Russen gehetzt wird, kann ich nur sagen: Leute, haltet inne! Ihr seid doch keine Tiere! Ich kann nur sagen: Lasst doch bitte die Russen in Ruhe, die können doch nichts dafür. Ich wohne jetzt bei einer russischen Familie, sie haben mir ein Dach über dem Kopf gegeben, sie unterstützen mich. Wir sollten zusammenhalten und uns gegenseitig helfen.
Lena: Ich weigere mich grundsätzlich, gegen irgendjemanden oder gegen irgendetwas Hass aufzubauen. Vorurteile sind grundsätzlich schlecht. Wir müssen Vorurteile abbauen, es geht nicht anders. Es gibt überall gute Menschen, es gibt überall weniger positive Menschen. Wir sind einfach nur Menschen, wir dürfen uns nicht bekriegen. Der Hass muss abnehmen. Der Hass in dieser Gesellschaft nimmt aber gerade beängstigende Ausmaße an. Angefangen hat es mit der Diffamierung von Querdenkern, mit den Ungeimpften, jetzt geht es gegen die Russen, aber was kommt als nächstes? Es macht mir wirklich Angst.
Stefan: Ich beziehe meine Feindbilder nicht aus den Medien. Ich habe definitiv Feindbilder, aber die suche ich mir dann schon selbst, nachdem ich mir Informationen von allen Seiten zusammengetragen habe. Die einfachen Leute leiden sowieso immer am meisten, das ist ja nun eine allgemeine Weisheit.
Dann kann ich Euch einfach nur danken, solch ein Vorbild zu sein.
Lena: Was heißt Vorbild? Es ist eigentlich das Schlimmste, dass wir jetzt ein “Vorbild” sind. Wir sollten kein Vorbild sein, wir sollten eigentlich der Standard sein, das sollte normal sein.
Das ist es leider nicht und darum führen wir dieses Gespräch. Danke.
Hört auf mit der Hetze gegen Russen
Mascha: Ich möchte gerne noch eine Botschaft an die deutsche Bevölkerung loswerden. Wir sehen ja hier gemeinsam YouTube und Facebook an und ich habe mitbekommen, was hier mit russischsprachigen Menschen gemacht wird. Ich sehe, dass russische Geschäfte mit Farbe beworfen werden, dass Autos beschädigt werden. Ich möchte der deutschen Bevölkerung sagen, sie sollen aufhören damit, weil die Russen hier können nichts dafür. Was können denn die Menschen für die Politik? Was können sie für das, was passiert? Wenn Ihr Probleme damit habt, wendet Euch doch gegen Putin, wendet Euch an Putin, aber doch nicht gegen Menschen, die nichts dafür können! Ich habe Freunde in Moskau, in Russland und ich habe auch Kontakt zu ihnen und sie weinen. Sie machen sich große, große Sorgen.
Ich appelliere an die Lehrer in Deutschland, sie sollen die Russisch sprechenden Kinder in Ruhe lassen. Ich liebe Russland, man sollte die Politik nicht mit der Herkunft vermischen. Die Lehrer sollen den Kindern beibringen, dass man nett miteinander umgehen soll, dass Hass nichts bringt. So wie man es uns früher in der Schule beigebracht hat: Lasst uns mit allen Ländern und allen Menschen friedlich leben. Ich hoffe, wir werden gehört.
Danke Dir – ich versuche, dass unser Gespräch möglichst viele Menschen erreicht.
Nachtrag: Die Menschlichkeit ist weder in Deutschland noch in Österreich ganz verloren gegangen. Meine Freundin, die dafür sorgt, dass meine Texte nicht vor Fehlern strotzen und die eine ähnliche Position zur Ukraine-Krise wie Lena und ich vertritt, schrieb mir nach Lektorat dieses Textes: Wir haben bei uns auch Platz! Zwei kleine Gästezimmer für eine Einzelperson und ein Doppelzimmer mit Bad und Küche für 2-3 Personen. In Graz. Vorübergehend, d.h. so lange, bis wir eine Wohnung gefunden haben. Am Bauernhof haben wir wenig Platz und er ist vor allem eben am Land. Russisch habe ich gelernt, aber ich habe seit Jahren keine Übung mehr. Wenn man langsam mit mir spricht und kurze Sätze bildet, komme ich bestimmt schnell wieder hinein. Wichtig ist uns nur, dass die Menschen, die kommen, nicht aggressiv sind, sondern nette Menschen so wie wir. Und dass sie Tiere mögen. Menschen mit Tieren am liebsten. Ein Freund von mir aus Kärnten hat zwei Wohneinheiten am Wörthersee. Familiärer Anschluss ist gegeben. Dort leben er, seine Frau und sein kleiner Sohn, der ein begeisterter Musiker ist. Sie haben einen Koi-Teich und es ist ein kleines Paradies dort. Vielleicht für eine Musiker-Familie mit kleinen Kindern? Und ich weiß, dass dieses Angebot sowohl für Ukrainer als auch für Russen gilt. Erhalten wir uns die Menschlichkeit – und die immerwährende Neutralität Österreichs.
Die Meinung von Gastautoren muss nicht der Blattlinie oder Meinung der Redaktion von Report24 entsprechen.




