Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Die Materialschlacht, …am Beispiel einer Enercon E-82 Windkraftanlage

Die Materialschlacht, …am Beispiel einer Enercon E-82 Windkraftanlage

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Nachhaltig soll sie sein, die Energiewende. Nur noch ein schwacher Veilchenduft in der Luft und eine naturbelassene Erde zu unseren Füßen, nur etwas angekratzt für sparsam verwendete Rohstoffe. Für die Lieblingstechnologien hauen wir den Spaten allerdings ganz tief rein.

Von Frank Hennig

Die neue Energiewelt wünscht man sich voll smarter Lösungen, die wenig Aufwand verursachen und wenige Ressourcen verbrauchen. Nachhaltigkeit wird verschieden definiert, drei Strategien nachhaltiger Entwicklung sind in der Diskussion: Suffizienz (Verringerung Aufwand), Effizienz (optimale Ausnutzung von Material und Energie) sowie Konsistenz (umweltverträgliches Material, Kreislaufwirtschaft, Müllvermeidung). Keiner dieser Ansätze kommt beim exzessiven Ausbau der Windkraft zum Tragen. Immer größere Anlagen verschlingen immer mehr Material und produzieren dennoch nicht verlässlich, nicht nachhaltig die Ware Strom.

Die Zahlen sind eindrucksvoll. Für eine Anlage des Typs Enercon E-82 mit 3,2 Megawatt Nennleistung und 130 Meter Nabenhöhe ist folgender Materialaufwand nötig:

Verbundmaterial (Rotorblätter) 29 t

Kupfer 12 t

Aluminium 1,3 t

Gusseisen 73 t

Stahl 283 t

Beton 1.750 t

Masse ca. 2.150 t

Der Jahresstromertrag beträgt bei unterstellten 2.000 Volllaststunden etwa 6,4 Gigawattstunden (GWh). Zwei MAN V10-Dieselmotoren mit je 18 Litern Hubraum, 500 Kilowatt Dauerleistung und 8.000 Betriebsstunden würden im gleichen Zeitraum etwa 8 GWh erbringen. Konstant und im Bedarfsfall regelbar, jedoch mit laufenden Emissionen verbunden. Ihre Gesamtmasse: 3 Tonnen.

Die besonders „ehrgeizigen“ Ausbauziele des Ministers für Wirtschaft und Klima Robert Habeck würden allein onshore einen Zubau bis 2030 von sieben bis zehn Windkraftanlagen pro Werktag erfordern und selbst dann wäre fraglich, ob die Forderungen aus dem Klimaschutzgesetz erreicht würden. Den Zahlen vom grünen Tisch stehen unbequeme Realitäten entgegen, so die der Beschaffbarkeit der großen Materialmengen und die der Montagegeschwindigkeiten. Die für die heute üblichen Windkraftanlagen erforderlichen 1.000- bis 1.300-Tonnen-Kräne stehen nicht so einfach auf den Höfen der Montagefirmen herum, sie sind ausgebucht und werden auch anderweitig in der Industrie gebraucht. Zudem können sie nur bei niedrigen Windgeschwindigkeiten die Turmsegmente, Rotorblätter und Gondeln heben, so dass ein durchgehender Montageablauf nicht gesichert ist.

Der Kern aus Eisen

Ein gewichtiges Teil jeder Anlage ist die Nabe, die die Rotorblätter aufnimmt und die Kraft an die Welle überträgt. Hier beispielhaft ein solches Bauteil für eine 2,5-MW-Anlage. Masse: 16,3 t1

Ebenfalls aus Stahlguss bestehen die Verbindungsstücke zwischen Nabe und Turm:

(Grundrahmen einer 2-MW-Anlage, 8,65 t)

Die Gießereikapazitäten in Deutschland sind ausgebucht. Die Firma Siempelkamp2, die größte Handformgießerei des Landes in Krefeld, gibt an, dass sie ihre Produktion um das Fünffache steigern müsste, um den Ausbau zu sichern. Auch Gießereien in Spanien und Italien, die solch große Teile herstellen können, seien ausgebucht. In Deutschland wurden seit 2007 erhebliche Kapazitäten reduziert. Dass die Produktion wieder ausgebaut wird, hält Dirk Howe, Geschäftsführer von Siempelkamp, für unwahrscheinlich:

„Explodierende Energiekosten, Umweltauflagen und Bürokratie lassen Investoren vor dem energieintensiven Gussgeschäft zurückschrecken.“

Auch das andere materielle Hinterland schwindet. Europaweit sinkt die Produktion von Aluminium und Zink, Hüttenkapazitäten wurden vor allem in Frankreich, Spanien, Rumänien und Deutschland aus Kostengründen stillgelegt. Dies ist auch ein Ergebnis deutscher Abschaltpolitik und europaweit verminderten Energieangebots.

Dazu kommt ein globaler Anstieg der Nachfrage nach Lithium, Kobalt, Nickel und Kupfer, den so genannten Schlüsselelementen der Energiewende. Prinzipiell sind in der Erdkruste ausreichend Bodenschätze vorhanden, aber die Erschließung neuer Förderstätten kann bis zu 20 Jahre dauern. 30 Rohstoffe gelten inzwischen „kritisch“ mit einem hohen Versorgungsrisiko, darunter das für die Windkraftgeneratoren wichtige Neodym.

Die Abhängigkeit von wenigen Lieferländern, besonders China, Russland, Chile, Indonesien und den Philippinen steigt. Die Chinesen sind mit einem Anteil von 44 Prozent der Hauptlieferant für diese kritischen Rohstoffe.

Kosten und Gewinn

Folgerichtig steigen die Preise. Der Windkraft-Multi Siemens-Gamesa fuhr allein im letzten Quartal 2021 309 Millionen Euro Verlust ein. Gerissene Lieferketten und damit geplatzte Termine trugen ebenso dazu bei wie stark gestiegene Rohstoff- und Materialpreise, während die Produktpreise vertraglich schon vereinbart waren.

Für den Neubau gelten weiterhin die Ausschreibungsverfahren nach dem EEG 2017. Bisher waren die Angebote für Fotovoltaik immer überzeichnet, während im Bereich der Windenergie das ausgeschriebene Volumen meist nicht erreicht wurde. Zudem musste der Wind-Zuschlagswert der Vergütung von anfangs 6,2 auf 7,5 Cent pro Kilowattstunde angehoben werden, um überhaupt Angebote zu erhalten.

Steigenden Kosten auf Herstellerseite stehen inzwischen stark gestiegene Strom-Börsenpreise von zeitweise über 300 Euro pro Megawattstunde (€/MWh) gegenüber. Selbst Orkan Nadia schaffte es am 29. und 30. Januar 2022 nicht, mit einer Windleistung von mehr als 45 Gigawatt den Strompreis ins Negative zu drücken, sondern nur auf 2,30 Euro pro Megawattstunde. Den erwarteten „Überschussstrom“, den man künftig für die Wasserstoff-Elektrolyse verwenden will, wird es nicht geben. Mehr oder weniger Ökostrom im Netz wird nur noch weniger oder mehr Mangel bedeuten. Die Stromproduktion aus Wind und Solar kann nicht den Entfall der Produktion aus Kern- und Kohlekraftwerken ersetzen. Für die Sektorenkopplung wird nichts übrigbleiben.

Verschiedene Faktoren machen das wirtschaftliche Umfeld für die Windmüller künftig sehr unübersichtlich:

– Stark steigende Herstellungs- und Montagekosten

– Standorte zunehmend in immer windschwächeren Gebieten

– Fachkräfte- und Materialmangel

– Steigende Wartungs- und Entsorgungskosten

– Zunehmender Widerstand aus der Bevölkerung

Demgegenüber sind weiter steigende Strompreise im Großhandel zu erwarten. Hier wirken bereits jetzt Windfall-Profits. Basierend auf der Regelung zur so genannten Management-Prämie können die Betreiber der Ökoenergieanlagen die Gewinne aus hohen Strompreisen voll abschöpfen, während sie nach unten durch die gesetzlich zugestandene Vergütung abgesichert sind. Anstelle wie in Großbritannien die Überschüsse auf das EEG-Umlagekonto für Zeiten niedriger Marktpreise umzubuchen, darf die grüne Bourgeoisie hier voll abschöpfen. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, Asozialpolitik in Reinform.

Der große Vorteil der Marktwirtschaft besteht in der Selbstregulierung von Nachfrage und Angebot. In Zeiten unkalkulierbar steigender Energiepreise wird jedoch niemand in den Ausbau von Produktionskapazitäten investieren, letztendlich begrenzt die Materialfrage den wunschgemäßen Ausbau der Ökostromerzeuger.

Die planwirtschaftlich angelegte Energiewende wird auch planwirtschaftliche Erscheinungen hervorbringen. Produzenten werden wie in realsozialistischen Zeiten immer öfter sagen: „Ham wa nich“.

1 – Wehner/Sonntag „Neue Dimensionen – Windenergie fordert die

Gießereibranche“ Konstruieren+Giessen 30 (2005)

2 – „Wirtschaftswoche“ v. 21.1.22, S. 6

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

Österreich: Im Rahmen des Impfzwangs vierte Impfung im Herbst angekündigt

Österreich: Im Rahmen des Impfzwangs vierte Impfung im Herbst angekündigt

Während der Öffentlichkeit „Lockerungen“ vorgegaukelt werden und man offenkundig Druck aus dem bereits kochenden Kessel nehmen möchte, gibt es bereits Äußerungen, welche auf den tatsächlichen Plan hinweisen. Die (zivile) Leiterin der regierungsberatenden Gesamtstaatlichen Krisenkoordination (GECKO) wird in allen Systemmedien mit einer „notwendigen“ vierten Impfung im Herbst zitiert. Um die Menschen dazu zwingen zu können, bleibt das Impfzwanggesetz aufrecht.

Ein Kommentar von Willi Huber

Wer jetzt dem sanften Gesäusel der ÖVP hinsichtlich „Lockerungen“ Glauben schenkt, dürfte in einigen Monaten ein sehr böses Erwachen erleben. So lange das Impfzwanggesetz existiert und von der Regierung als Instrument gegen die Bürger eingesetzt werden kann, kann man der Bevölkerung Impfungen nach Gutdünken des amtierenden Gesundheitsministers aufzwingen. Dabei ist egal, welche fachliche Qualifikation er hat und welchen fremden Herren er dient, denn das unsägliche Unrechtsgesetz, welches das Grund- und Menschenrecht auf Unversehrtheit des eigenen Körpers und das Recht, medizinische Versuche abzulehnen, untergräbt.

Der Plan liegt auf der Hand

Während also die Bevölkerung aufatmet, weil der offene Strafvollzug, in der sie sich befindet, nun wieder „Lockerungen“ erfährt, wird vehement an einer flächendeckenden vierten Spritzung gearbeitet. Die Menschen sind leider sehr vergesslich – doch es kann keiner sagen, dass der Plan geheim war und man von nichts etwas gewusst hat. Denn jedes, absolut jedes Systemmedium verbreitet seit gestern die Botschaft:

ORF: Reich: „Vierte Impfung wird notwendig sein“
Puls 24: Reich: Vierte Impfung ist „Schlüssel für den Herbst“
Die Presse: Katharina Reich: Vierter Stich als „Schlüssel“ für den Herbst
Kleine Zeitung: Gecko-Leiterin Katharina Reich: „Vierte Impfung wird notwendig sein“
Vienna.at: Gecko empfiehlt vierte Corona-Impfung noch vor Herbst

Spannend dabei ist, wie viele dieser Artikel hinter der so genannten Paywall versteckt wurden – man muss für die Wahrheit neben GIS, Presseförderung, Corona-Sonderförderung und Regierungsinseratenalso ein weiteres Mal zahlen.

Alles verläuft nach Drehbuch der Herrschenden

Dazu muss man verstehen, dass Aktionen einer Größenordnung wie der Corona-Pandemie nach Drehbuch ablaufen. Nichts geschieht zufällig. Wenn die Leiterin der GECKO-Kommission mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit tritt, dann geschieht das nur, weil ihr das so angeordnet wurde. Genau so, wie die ÖVP-Landeshauptleute aktuell nicht ihre eigene Meinung öffentlich aussprechen. Einer nach dem anderen folgt dem vorgegebenen Drehbuch, das mit großer Wahrscheinlichkeit von Niederösterreich vorgegeben wurde.

Was will GECKO-Reich?

Katharina Reich, die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit im Bund und zivile Leiterin der GECKO-Kommission erklärte den teuflischen Plan frei heraus:

Es geht bei der Impfpflicht nicht so sehr um das Jetzt und das Heute und das Morgen, sondern eher um den mittel- und längerfristigen Ausblick. Wir brauchen die Impfpflicht, um es kontinuierlich möglich zu machen, am Ball zu bleiben und das Thema sicher aufzusetzen.

Und:

Die vierte Impfung wird unser Schlüssel sein, um in die nächste kühlere Saison zu starten, daher dieses sich Rüsten für die kalte Jahreszeit und das Wappnen unseres Immunsystems – dafür wird es ganz wichtig sein, den Sommer gut zu nützen, damit wir Ende September fertig sind mit dem Impfen.

Quelle: ORF

Es ist gänzlich egal, was man nun an „Lockerungen“ und „Öffnungen“ verspricht. Jeder Bürger in diesem Land wird auch in Zukunft davon bedroht sein, sich vier (!) Spritzen eines veralteten Impfstoffes verabreichen lassen zu müssen. Die einzige wissenschaftlich haltbare Wirkung der experimentellen mRNA-Impfungen scheinen schreckliche Nebenwirkungen in nie zuvor dagewesenen Ausmaß zu sein. Die Pandemiekurve verläuft hingegen in Ländern mit und ohne Maßnahmen gleich – egal ob es nun um Impfungen, Lockdowns oder Maskenpflicht geht. Dass es bei dem, was wir aktuell erleben müssen, um die Gesundheit der Menschen geht und man diese vor einer schrecklichen Seuche bewahrt, hat schon lange jegliche Glaubwürdigkeit verloren.

Es gibt nur eine demokratische Lösung

Es gibt für die Freiheitsbewegung nur eine Lösung, um aus dieser Situation herauszukommen. Jede Partei, welche sich am Impfzwang beteiligt hat, muss abgewählt werden. Wer sich mit der FPÖ unter Herbert Kickl nicht anfreunden kann, soll eben der deutlich weiter links angesiedelten MFG eine Stimme geben, wann immer es möglich ist. Wer in Zeiten wie diesen ernsthaft erwägt, seine Menschenrechte weiter von Parteien mit den Füßen treten zu lassen, welche die Bundesverfassung bei jeder Gelegenheit brechen und missachten, dem ist nicht mehr zu helfen. Ein Lösung für Österreich kann und muss von jenen ausgehen, die Augenmaß bewiesen haben und den Menschen auch in Zeiten der Not Eigenverantwortung zugestehen.

Jean-Marie Le Pen: „Die große Umvolkung findet vor unseren Augen statt, auch wenn diese Vorstellung bei vielen den Eindruck von Extremismus erweckt

Ende 2021 interviewte die konservative ungarische Wochenzeitung Demokrata den Gründer des Front National, Jean-Marie Le Pen. Das Interview wurde Ende Januar 2022 in ungarischer Sprache veröffentlicht.

Ein halbes Jahrhundert lang war er die dominierende Figur des französischen nationalen Lagers, doch sein politischer Einfluss reichte weit über die Grenzen seines Landes hinaus. Bereits vor vierzig Jahren prangerte er die Gefahren an, die von der Masseneinwanderung ausgehen – auch wenn es stimmt, dass ihm damals noch kaum jemand zuhörte. Wie sieht er das heutige Europa? Was denkt er über Ungarn? Glaubt er, dass Nationen eine Überlebenschance haben? Demokrata besuchte den 93-jährigen Gründer des Front National, Jean-Marie Le Pen, in seiner Pariser Wohnung.

Demokrata: Es gibt eine Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und den Ungarn: Für Ihre Karriere wie auch für ihr nationales Schicksal war 1956 das Jahr einer entscheidenden Wende.

Jean-Marie Le Pen: Das ist richtig. Gerade im Jahr des ungarischen Aufstands wurde ich zum ersten Mal in die Versammlung gewählt. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Niederschlagung des Aufstands und die Nachrichten, die uns über den kommunistischen Terror erreichten, die nicht nur mich in meinen antisowjetischen Überzeugungen bestätigten, sondern auch dem gesamten Westen ein wenig die Augen öffneten.

Demokrata: Wie sahen Sie während der Jahre des Kalten Krieges die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Ostblock?

Jean-Marie Le Pen: Da ich keine Machtpositionen innehatte, verfolgte ich die Ereignisse nicht als Protagonist, sondern eher als Beobachter. Damals betrachteten wir die Möglichkeit, dass die Rote Armee Westeuropa überschwemmen würde, als reale Gefahr. Dies war auch der Grund für die Legitimität des Militärbündnisses mit den Amerikanern. Daher achteten wir besonders auf alle Anzeichen, die auf die Gewaltbereitschaft der sowjetischen Diktatur hindeuteten. Aber heute scheint das alles schon so weit weg zu sein…

Demokrata: Es stimmt, dass seither viel Wasser unter den Brücken geflossen ist. Vor allem seit dem Zusammenbruch der UdSSR …

Jean-Marie Le Pen: Für uns war der Zusammenbruch der Sowjetunion wie der Einsturz eines Gebäudes. Man kann sich ungefähr vorstellen, wie ein Holzhaus zusammenbricht oder abbrennt, aber sich vorzustellen, wie ein Betonkoloss von selbst ins Nichts zurückkehrt, ist schon schwieriger. Was wir unter Gorbatschow erlebt haben, war ein echter historischer Selbstmord. Damals war man erleichtert, weil die Bedrohung durch die Besatzung endlich verschwunden war. Heute hingegen erleben wir selbst die Implosion, die sowohl politisch als auch moralisch und religiös ist. Der Zusammenbruch des Gerüsts unserer Zivilisation ist nun unvermeidlich, da es schwieriger ist, gegen einen inneren Verfall zu kämpfen als gegen den Angriff eines äußeren Feindes. Damals steigerte die Angst vor der Sowjetunion unsere Wachsamkeit; seit ihrem Verschwinden hingegen ruhen wir uns auf unseren Lorbeeren aus, versinken in Bequemlichkeit, und der Niedergang hat begonnen.

Demokrata: Was ist die Ursache für diese Implosion?

Jean-Marie Le Pen: Ich glaube, dass die Wurzeln des Problems in der Aushöhlung des religiösen Gefühls liegen. Früher war es die Religion, die die moralischen Werte und die Lebensregeln diktierte, selbst für diejenigen, die nicht praktizierten oder persönlich nicht einmal gläubig waren. So kam es, dass die Schwächung der Religion zum Niedergang von allem anderen führte, von allem, was geistig, psychologisch oder mental von ihr abhängig war. Es ist wie ein Leuchtturm, der mitten in der Nacht ausfällt.

Demokrata: Besteht Ihrer Meinung nach Hoffnung, dass sich dieser Trend umkehrt?

Jean-Marie Le Pen: Hoffnung ist eine Kardinaltugend. Die Hoffnung blinkt am Ende des Tunnels, selbst für diejenigen, denen es an Glauben mangelt oder die überhaupt keinen Glauben haben. Wir alle leben in der Hoffnung auf die Ankunft einer Art Erlösung, sei sie irdischer oder himmlischer Natur. Doch die Zeit läuft unwiderruflich ab. Ich glaube, dass die öffentliche Meinung immer noch nicht bereit ist, bestimmte Tatsachen und die unvermeidlichen Konsequenzen daraus zu sehen. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Erdbevölkerung innerhalb von fünfzig Jahren von zwei Milliarden auf fast acht Milliarden angestiegen ist – im Zuge eines Wachstums, das immer noch anhält. Dies wird dramatische Folgen haben, die bis zur Explosion unserer Welt reichen können. Die Mittel zur Bevölkerungsregulierung, die die Natur bereitstellte – wie die großen Krankheiten, die Pest oder die Cholera sind dank der Impfstoffe nun verschwunden, aber die Bevölkerungsexplosion wird nicht von einer vergleichbaren Ausweitung der verfügbaren Ressourcen begleitet. Der sich vergrößernde Abgrund zwischen den Bedürfnissen und den verfügbaren Ressourcen führt zu Konflikten und globalen Migrationsphänomenen. Ich begrüße die Klarheit von Ländern wie Ungarn und Polen, die diese Prozesse verstanden haben und sich darauf vorbereiten, sich zu verteidigen. Wenn Westeuropa ihrem Beispiel folgen würde, hätte es vielleicht eine Chance, dem heranziehenden Sturm zu entkommen. Da dies jedoch nicht der Fall ist, wird er uns mit sich reißen.

Demokrata: Sie gehörten zu den ersten, die auf die Gefahren der Einwanderung aufmerksam machten, die Westeuropa traf. Ihre Vorhersage von vor 40 Jahren scheint sich heute zu bewahrheiten…

Jean-Marie Le Pen: Seitdem muss ich mir oft vorwerfen lassen, dass ich dieses Problem immer wieder auf den Tisch bringe, egal worüber wir diskutieren. Ähnliche Vorwürfe werden heute Éric Zemmour gemacht, der sich um die Präsidentschaftskandidatur bemüht: Auch ihm wird nachgesagt, dass er von der Einwanderungsfrage besessen sei. Aber was kann ich dagegen tun, solange dieses Phänomen tatsächlich einen zentralen Platz einnimmt? Die Folgen des Wachstums der Weltbevölkerung lassen sich leicht berechnen. Wenn die Größe des Kuchens unverändert bleibt, während die Zahl der Gäste von 12 auf 48 und schließlich auf 96 steigt, wird der Kuchen letztendlich nicht mehr für alle reichen, nicht nur um satt zu werden, sondern sogar um zu überleben. In dem Raum, der sich von Wladiwostok bis Gibraltar erstreckt und den ich als „borealen Kontinent“ bezeichnet habe, ist das Bevölkerungswachstum mehr oder weniger normal. Es besteht also kein Zweifel daran, dass dieses Gebiet für einen Teil der Menschen, die in den unter Überbevölkerung leidenden Regionen leben, das Ziel ihrer Wahl sein wird. Was uns betrifft, so haben wir nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, uns dagegen zu wehren, selbst wenn dies den christlichen Grundsätzen der Offenheit und Brüderlichkeit widerspricht. Europa wird auf eine harte Probe gestellt werden. Ein Freund von mir ist Schuldirektor in der Provence. In seiner Stadt gibt es insgesamt sechs Schulen, und der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund liegt bereits bei 90 %. Ich habe den Eindruck, dass die Grand Remplacement vor unseren Augen stattfindet, auch wenn diese Vorstellung bei vielen den Eindruck von Extremismus erweckt. Sie werden uns durch die Macht der Zahl unterwerfen.

Demokrata: Sie haben den Namen Éric Zemmour erwähnt. Was halten Sie von diesem Mann, der bislang als Publizist bekannt war und vor kurzem als Radikaler in die Politik gegangen ist? Unterstützen Sie ihn?

Jean-Marie Le Pen: Zemmour ist einer der Kandidaten des nationalen Lagers. Im Laufe des Wahlkampfs stellen sich die Kandidaten vor und treten dann im ersten Wahlgang gegeneinander an, damit schließlich nach dem zweiten Wahlgang nur noch einer von ihnen im Rennen bleibt. Was mich betrifft, beschränke ich mich darauf zu sagen, dass ich im zweiten Wahlgang, egal was passiert, für den Kandidaten des nationalen Lagers stimmen werde. Wenn das Eric Zemmour sein sollte, werde ich für ihn stimmen; wenn es Marine Le Pen ist, werde ich natürlich für sie stimmen – ungeachtet der Art unserer bisherigen Beziehungen.

Demokrata: Aber für den ersten Wahlgang planen Sie nicht, dazu aufzurufen, für einen der beiden Kandidaten zu stimmen?

Jean-Marie Le Pen: Nein, ich möchte nicht wählen müssen [Ende Januar 2022 sprach sich Jean-Marie Le Pen schließlich für Marine Le Pen aus, Anm. d. Ü.]. Hinter Marine steht die Partei, die ich gegründet habe und aus der ich ausgeschlossen wurde. Ich sehe Zemmour – mit all seinen Schwächen – als die einzige authentische Persönlichkeit im Wettbewerb. Was auch immer geschieht, Zemmour wird unsere Anerkennung verdient haben, weil er mit der Faust auf den Tisch geschlagen und es gewagt hat, einige Wahrheiten auszusprechen, die man selbst in den sogenannten nationalen Kreisen aufgrund von Diskretion, Angst und Bequemlichkeit kaum mehr als geflüstert hört. Andererseits ist es sehr wichtig, auch die Programme der Kandidaten zur Kenntnis zu nehmen. Zemmour verspricht einige Dinge, die im Widerspruch zu allem stehen, was der Status eines Präsidenten mit sich bringt. Aber letztlich ist es ein Kampf, den das Aufeinandertreffen der beiden Massen von Anhängern zu gegebener Zeit entscheiden wird.

Demokrata: Im Gegensatz zu Zemmour hat Marine Le Pen eine alte Partei hinter sich, die auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken kann, aber noch nie an der Macht war.

Jean-Marie Le Pen: Der Front National – oder, wie sie ihn heute nennen: der Rassemblement National – ist heute geschwächt. Wie im Fall der anderen alten Parteien und alten, zerfallenden Strukturen in Europa ist die Ursache auch hier im Verlust der geistigen Werte zu suchen. Doch so geschwächt die Partei auch ist, bietet sie Marine dennoch eine gewisse Unterstützung, da sie nicht so gut wie ihre Mainstream-Rivalen in den Medien und ähnlichen Strukturen verankert ist.

Demokrata: Éric Zemmour hingegen spielt den Alleingang.

Jean-Marie Le Pen: Ja, er ist allein ins Rennen gegangen, mit allen Nachteilen und Schwierigkeiten, die das mit sich bringt. Denn eine Partei, selbst wenn sie schwach ist, sichert ihrem Kandidaten eine beträchtliche Unterstützung und ein wertvolles Hinterland. Zemmour hingegen ist den Schwankungen der Umfragen und den Meinungsänderungen der Wähler ausgeliefert. Seine Chancen hängen von der Presse, den Kommentatoren und von Erklärungen ab, die mal loyal, mal verräterisch sind.

Demokrata: Wenn einer der Kandidaten aus dem nationalen Lager die Wahlen gewinnen sollte, welche Chancen hätte er, effektiv regieren zu können?

Jean-Marie Le Pen: Es würde mich wundern, wenn uns in der Politik die Opportunisten ausgehen würden: Um den Sieger herum werden die spontanen Hilfsangebote ihre Ellenbogen ausfahren. Eine echte Herausforderung für einen möglichen Präsidenten aus dem nationalen Lager wäre es jedoch, seine Autorität zu festigen, die derzeit geschwächten Regierungsstrukturen zu reformieren und Persönlichkeiten zu entlassen, die für ihre Aufgaben ungeeignet sind. Und all das würde nicht nur von uns abhängen.

Demokrata: Lassen Sie uns ein wenig über Ungarn sprechen, das Sie zuletzt vor etwa 20 Jahren auf Einladung von István Csurka besucht haben. Wie sehen Sie unser Land?

Jean-Marie Le Pen: Ich hatte gute Beziehungen zu István Csurka, wir respektierten uns gegenseitig als europäische Patrioten, auch wenn wir nicht in allem übereinstimmten. Ich bin ihm zu großem Dank verpflichtet, weil er es mir ermöglicht hat, die ungarische Realität persönlich zu erleben und das Land zu entdecken. Durch Bücher wäre mir das nicht gelungen. Seitdem hat sich viel verändert. Ich empfinde Sympathie und Mitgefühl für die ungarische Regierung aufgrund der ständigen Angriffe, denen sie ausgesetzt ist. Ich habe den Eindruck, dass Ungarn ein neues Modell geschaffen hat und zum Vorboten des Kampfes für die Verteidigung der westlichen Zivilisation geworden ist. In dieser Hinsicht unterstütze ich das Land von ganzem Herzen. Unter anderem hängt es von Ihrer Hartnäckigkeit ab, ob es Ihnen gelingt, die noch schlummernden Kräfte Westeuropas oder sogar Nordeuropas zu wecken. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir uns um eine Annäherung an die Russen bemühen müssen, die zwar historisch gesehen eine Bedrohung darstellten, deren Teilnahme am gemeinsamen Kampf aber trotz ihrer Schwächen heute unverzichtbar geworden ist. Russland ist nach wie vor das größte Land der Welt, während seine Bevölkerung insgesamt nur 140 Millionen beträgt und jedes Jahr eine Million Menschen verliert. Sind sie weiterhin in der Lage, ihr Territorium zu verteidigen? Es könnte sein, dass der Westen und Russland im selben Boot sitzen. Es steht außer Frage, dass sie aus militärischer Sicht mit ihrem Arsenal weiterhin in der Lage wären, sich zu verteidigen. Uns hingegen fehlen die geistigen Fähigkeiten, die notwendig sind, um gegen unbewaffnete Massen von Frauen, Kindern und Männern zu bestehen. Und genau das ist es, was unseren Untergang in unserer DNA verankert. Heute verwandelt unser gemeinsamer Feind die europäischen Völker in Freunde. Wie die Kinder einer anderen europäischen Nation sagen: Gott mit uns.

Demokrata: Als Sie 2003 Budapest besuchten, warnten Sie die Ungarn vor der Europäischen Union. Sie sagten ihnen, sie sollten sich nicht zu viele Illusionen machen und sich vor einer Struktur hüten, die mit großer Wahrscheinlichkeit in die Fußstapfen der Sowjetunion treten würde, da sie außerordentlich bürokratisch sei und versuche, die Nationen ihrer Souveränität zu berauben. Was denken Sie heute, zwanzig Jahre später, über all das?

Jean-Marie Le Pen: Ich habe den Eindruck, dass meine Vorhersagen leider Realität geworden sind – zumindest zum Teil. Aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben: Schließlich beginnt das Leben immer morgen.

Demokrata: Was halten Sie von der Bildung einer neuen Fraktion der Nationalen im Europäischen Parlament, die die ungarische Fidesz, die polnische PiS und die französische Rassemblement National vereinen würde?

Jean-Marie Le Pen: Die Idee ist gut; auch ich hatte seinerzeit versucht, etwas Ähnliches zu gründen. Leider scheiterte mein Versuch an der innenpolitischen Situation einiger der Parteien und an nationalen Ressentiments und Streitigkeiten, die sie seit Ewigkeiten mit sich herumschleppten. Ich glaube, dass wir immer in der Lage bleiben sollten, die größte Gefahr zu erkennen und weise zu entscheiden, gegen wen wir kämpfen sollten. Ich befürchte jedoch sehr, dass sich die menschliche Natur kaum ändern wird, sodass wir uns nur auf Gott verlassen können.

Demokrata: Sind Sie insgesamt optimistisch, was die Zukunft Frankreichs und der Europäischen Union angeht?

Jean-Marie Le Pen: Wenn wir nicht sofort alle Lecks stopfen – d.h. das Asylrecht, die Familienzusammenführung, das Bodenrecht und die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen; mit anderen Worten: wenn wir nicht zu Formen des nationalen Schutzes zurückkehren – werden wir untergehen. Das ist alles. Der Kampf findet in den Köpfen statt, und ich befürchte, dass wir bereits besiegt sind.

Demokrata: Viele haben gehofft, dass Ihre Enkelin Marion Maréchal dem französischen nationalen Lager neues Leben einhauchen könnte. Welche politische Zukunft sehen Sie für sie?

Jean-Marie Le Pen: Wenn die Politik weiterhin in den bisher bekannten Formen gespielt würde, wäre Marion für mich ein solides Versprechen für die Zukunft. Ich sage das nicht, weil sie meine Enkelin ist, sondern weil sie klare Vorstellungen hat, über die Erfahrung eines Abgeordnetenmandats verfügt und die ihr übertragenen Aufgaben stets hervorragend erfüllt hat. Das Problem ist nur: Bis sie an der Reihe ist, könnte die Masse der Menschen, die zu verhungern drohen, mit der Welt, wie wir sie kennen, reinen Tisch gemacht haben.

Demokrata: Sie sind nicht sehr optimistisch.

Jean-Marie Le Pen: Glauben Sie, dass es gut ist, einen Krebskranken über den Stand seiner Krankheit zu informieren?

Demokrata: Ich denke, ja.

Jean-Marie Le Pen: Und wenn man ihm das sagt, riskiert man nicht, ihn zu schwächen? Ich für meinen Teil bin dafür, in jedem Fall die Wahrheit zu sagen: Ich sage, was ich sehe. Das ist die Rolle, die mir in der französischen Politik zugefallen ist: die des Wächters, der vom Mast aus Ausschau hält, von wo aus er weiter sehen kann als seine Kameraden, die auf der Brücke geblieben sind, oder sogar weiter als der Kapitän. Die Pflicht des Wächters ist es, zu sagen, was er sieht, und nicht, was er gerne sehen würde. Gute und verantwortungsvolle Politik ist es, mit dem Schlimmsten zu rechnen und sich darauf vorzubereiten.

Demokrata: Es ist wie im Mythos: Die Rolle der Kassandra ist ziemlich undankbar…

Jean-Marie Le Pen: Es ist in der Tat eine undankbare Rolle, manchmal sogar eine schmerzhafte. Aber ich, ich habe die moralische Pflicht, das zu tun, was ich tun kann: zu sagen, was ich sehe oder was ich voraussehe. Natürlich kann ich mich irren – ich hoffe sogar, dass ich mich irren werde. Aber die Wahrheit muss gesagt werden, auch wenn sie die Gefühle anderer verletzt. Vor fünf Jahren brannte es in meinem Haus. Ich schrie sofort Feuer; als die Feuerwehr eintraf, befand ich mich im ersten Stock des Hauses und aus den Fenstern schlugen meterhohe Flammen. Die Feuerwehr griff das Feuer frontal an. Meine Kleidung, meine Anzüge verbrannten alle, aber wir konnten meine Fallschirmspringermütze und meine Orden retten. Das Feuer hatte alles weggefegt, aber in der Asche blieben Spuren zurück. Vielleicht war das ein Zeichen, um mir zu verdeutlichen, dass mein Leben nur ein mikroskopisch kleiner Punkt in der Geschichte der Menschheit war.

Demokrata: Und doch haben Sie Ihr ganzes Leben lang gekämpft.

Jean-Marie Le Pen: Ich habe immer Verteidigungs- und Rückzugskämpfe geführt: in Indochina, in Nordafrika und zu Hause. Ich habe mich oft zurückgezogen, aber ich habe nie kapituliert und immer die Hoffnung bewahrt, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Ich habe meine Pflicht getan, denn es ist unsere Pflicht, die Unseren zu schützen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst: Das ist das wichtigste aller Gebote.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei BREIZH-INFO, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie…

„Seriöse“ Daten haben mit der Realität der Impfregimes nichts zu tun (Symbolbild:Imago)

…besser nicht nach, was die Covid-19-Impfung betrifft (um die Titelzeile oben zu ergänzen). Denn: Arzt oder Apotheker werden Ihnen in aller Regel nicht groß weiterhelfen, werden in streitiger Unterhaltung vielleicht allenfalls etwas davon murmeln, dass man da halt andere Zahlen habe und deshalb für die Impfung plädiere, zumal weil man ja zu den so genannten „vulnerablen” Gruppe gehöre, d.h. zu den Alten, Hypertoniker, Adipösen und Diabetikern zähle („AHA-D-Gruppe“). Man will schließlich die Arzt-/Apothekertreue so lange wie möglich erhalten.

Zahlen, auf die sich die Impfbefürworter gerne berufen, soll angeblich das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bieten. In der Eigenbeschreibung wird betont, dass „eine offene Kommunikation auch möglicher Risiken eine Voraussetzung für eine hohe Impfakzeptanz in der Bevölkerung” sei. Der Nutzen der Covid-19-Impfung für die Gesundheit Einzelner und der Bevölkerung, ihr Effekt im Kampf gegen die Pandemie hänge daher „wesentlich vom Vertrauen in die Impfung ab”. Daher informiere das Paul-Ehrlich-Institut über alle in Deutschland gemeldeten Verdachtsfälle von schwerwiegenden Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegen Covid-19 kontinuierlich in Sicherheitsberichten. Der letzte wurde am 23. Dezember 2021 veröffentlicht und umfasst den Berichtszeitraum vom 27. Dezember 2020 bis zum 30. Dezember 2021.

Dünne Datenlage

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass die Datenlage, auf der das PEI operiert, relativ dünn ist. Nach mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen werden allenfalls zwischen 5 und 10 Prozent aller verdächtigen Impfkomplikationen und -nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung – anonymisiert über das Online-Meldeportal des PEI oder auf der Basis eines dort anzufordernden und auszudruckenden Meldeformulars an die UAW-Datenbank (UAW: „unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen”) des PEI – gemeldet (EudraVigilance). Das Meldeverfahren beansprucht somit einige Zeit und bürokratischen Aufwand für den meldenden Arzt, etwa 15 bis 30 Minuten – ist aber nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) nicht abrechnungsfähig. Wen wundert da das hohe Dunkelfeld? In österreichischen Ärztechats wird gant offen darüber gesprochen, dass man lieber keine Meldung erstattet, als sich wöchentlich mindestens zwei Stunden zusätzlicher unbezahlter Arbeit zu machen.

Zum zweiten ist darauf hinzuweisen, dass bereits die Definition, was als „schwerwiegende Reaktion” gilt, erheblichen Manövrierraum bietet; das PEI verlangt dafür, dass „die Personen im Krankenhaus behandelt wurden”, oder das Vorhandensein von „Reaktionen, die als medizinisch bedeutsam eingeordnet” werden können. Eine Meldepflicht für Ärzte wird nicht postuliert, das Thema „verstorben in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung” wird gänzlich ausgespart (schließlich werden ja auch nur in den seltensten Fällen Autopsien angeordnet oder auf Wunsch der Hinterbliebenen durchgeführt). Jede Meldung bezieht sich zwar auf eine Person, kann allerdings mehr als eine Nebenwirkung umfassen und sollte nicht für sich alleine herangezogen werden, um Entscheidungen zu treffen. Langzeitvergleiche zu den Vorjahren stehen naturgemäß nicht zur Verfügung, Vergleiche mit anderen Impfstoffen sind nur mühsam zu konstruieren. Fazit all dessen: Transparenz sieht anders aus!

Sprachliche Absicherung und Haftungsausschluss

Durchgängig, vor allem in seiner sogenannten „key information”, verwendet das PEI größte sprachliche Sorgfalt darauf, immer wieder zu betonen, dass die Verdachtsfälle nicht notwendigerweise mit dem Arzneimittel/dem Impfstoff in Zusammenhang stehen oder von diesem verursacht wurden, dass sie nicht so verstanden werden dürfen, als hätten die Arzneimittel/die Impfstoffe die beobachtete Wirkung verursacht, oder dass gar die Arzneimittel/Impfstoffe nicht sicher in der Anwendung seien. Konsequent folgt der sprachlichen Absicherung auch noch ein expliziter separater „Haftungsausschluss” in den Nutzungsbedingungen. Die Sicherheitsberichte haben also viel mit der mangelnden Aussagekraft einer Polizeilichen Kriminalstatistik gemein (dort beispielsweise im Bereich des Taschendiebstahls, der ohnehin kaum angezeigt oder gar aufgeklärt wird, weil es sich ja auch um einen reinen Verlust oder die Verlegung des fehlenden Gegenstandes handeln könnte).

Hingegen hat eine Betrachtung der Fälle unerwünschter Nebenwirkungen des Instituts für das Entgeltesystems in Krankenhäuser (InEK) meine volle Aufmerksamkeit erregt: Dieses Institut hat den gesetzlichen Auftrag, die Entgelte für verschiedene Krankenhausleistungen ordentlich nach international seit Jahren von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen ICD-Codes („International Classification of Diseases and Realted Health Problems”) zu erfassen. Nach § 17b Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) wurde ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes Vergütungssystem eingeführt; Grundlage hierfür bildet das G-DRG-System (German-Diagnosis Related Groups-System), wodurch jeder stationäre Behandlungsfall mittels einer entsprechenden DRG-Fallpauschale vergütet wird. Die Analyse mehrerer Codes, die sich auf die Behandlung von Covid-Patienten beziehen, wirft hier nun mehr Fragen als Antworten auf ( T88.0: Infektion nach Impfung [Immunisierung] / Sepsis nach Impfung [Immunisierung]; T88.1: Sonstige Komplikationen nach Impfung [Immunisierung], Hautausschlag nach Impfung; Y59.9: Komplikationen durch Impfstoffe oder biologisch aktive Substanzen Unerwünschte; U12.9: Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet).  Man könnte sich auch fragen, wo denn hier die Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Wirtschaftskriminalität bleiben, die sonst ja gerne bei jedem unbotmäßigen Richter oder Hausarzt Gewehr bei Fuß stehen und Durchsuchungsbeschlüsse beantragen.

21-facher Anstieg – enorm und unerklärlich

Im Vergleich zu den Zeiträumen der Vorjahre 2019 (903 Fälle) bzw. 2020 (879 Fälle) sind die Fallzahlen in 2021 exorbitant auf 18.625 emporgeschnellt. Das ist ein 21-facher Anstieg, der auch nicht mehr mit der einer angeblichen Koinzidenz durch „gestiegene Anzahl von Impfungen” begründet werden kann – zumal rund 13.000 Fälle in Krankenhäusern ausschließlich bestätigte Impfschäden und keine „Verdachtsfälle” abgerechnet wurden. Noch deutlicher wird es bei der Betrachtung der Entgelte für die Behandlung von Intensivpatienten: In 2019 wurden die Entgelte für 1.753.222 Intensivpatienten entrichtet; alleine 2020 waren es schon 1.925.180 Impfpatienten. Dieses „Mehr“ von rund 150.000 Patienten ist unerklärlich, zumal davon nur in 27.359 Fällen Corona-Patienten betroffen waren.

Wurden Patienten in die Intensivstationen verlegt, um die Betten auszulasten, um höhere Abrechnungen zu ermöglichen oder staatliche Zuschüsse zu sichern – oder gab es andere unerforschte Gründe? Früher griffen beherzte Staatsanwälte zu einem Rotdeckel, um solche Berichte als Blatt 1 eines Betrugsverdachtes einzuheften und die Ermittlungen damit einzuleiten. Heute müssten wenigstens die politisch Verantwortlichen reagieren, und um Aufklärung bemüht sein.

Noch deutlicher wird die Veröffentlichung von Dr. Robert Malone, einer der wichtigsten Pioniere der mRNA-Technologie. Sein Artikel ist überschrieben mit der Frage: „Was, wenn das größte Experiment an Menschen in der Geschichte ein Fehlschlag ist?” und beschäftigt sich unter anderem mit der Presseerklärung von Scott Davison von der US-Lebensversicherungsgesellschaft OneAmerica, in der dieser über einen immensen Anstieg (plus 40 Prozent) von Todesfällen im Alter von 18 bis 64 Jahren im dritten und vierten Quartal 2021 im Vergleich zur prä-pandemischen Zeit berichtet hatte. OneAmerica ist durchaus keine unbedeutende, kleine Versicherung: Sie betreibt dieses Geschäft seit 1877, hat heute rund 2.400 Mitarbeiter und verwaltet ein 100-Milliarden-Vermögen an Einzel- und Gruppenversicherungen.

US-„Nuclear Truth Bomb“

Die meisten der Todesfälle sind zwar nicht explizit als Covid-Fälle gekennzeichnet, dürften aber dennoch zu einem großen Teil darauf zurückzuführen sein. Wenn eine solche Versicherung wörtlich verkündet: „Wir erleben im Moment die höchsten Sterberaten, die wir in der Geschichte des Unternehmens je gesehen hatten”, dann ist das mehr als ein böses Omen, dem man alleine schon deswegen nachgehen müsste, weil die Sterbefälle hier schwerpunktmäßig aus der arbeitenden Population kommen. Das gilt aber nicht nur für OneAmerica; ähnliche Zahlen berichten auch andere US-Versicherungen – nicht nur für Sterbegeldzahlungen, sondern auch in Bezug auf Krankheits- und Invaliditätsansprüche. Hier kommt also gerade ein Entschädigungstsunami auf uns zu, mit immensen Begleitfolgen. Umso unverständlicher ist, dass die Erkenntnis von Dr. Malone in Deutschland politisch nicht ernst genommen wird und gänzlich unbeachtet bleibt, dass nämlich „…die Impfstoffe entweder unwirksam oder lebensgefährlich sind”. Die Perpetuierung dieses globalen Experiments ist die Fortsetzung einer menschlichen Tragödie und eines profunden politischen Versagens.

Ein weiteres starkes Signal kommt vom US-Militär: Drei Militärärzte legten in einer fünfstündigen Regierungsanhörung Daten aus der medizinischen Abrechnungsdatenbank des US-Militärs Defense Medical Epidemiology Database (DMED) vor, die schockierten. Auch hier ergab sich in 2021 ein unerklärlicher, extremer Anstieg bei fast allen ICD-Codes für häufige Impfstoffverletzungen (C-Deutsch: „seltene Nebenwirkungen”). Neurologische Probleme stiegen demnach von durchschnittlich 82.000 Fälle auf 863.000 Fälle (ein Anstieg um über 1.000 Prozent); Krebsdiagnosen stiegen von durchschnittlich 38.700 Fälle in den ersten 11 Monaten von 2021 auf 114.645 Fälle an, entsprechend einer 300-prozentigen Zunahme. Myokardinfarkte nahmen um 269 Prozent zu, Bell’sche Lähmungen um 291 Prozent, Lungenembolien um 467 Prozent, angeborene Fehlbildungen bei Kindern des Militärpersonals um 156 Prozent, Unfruchtbarkeit um 471 Prozent, und auch die Fehlgeburten stiegen sprunghaft um 300 Prozent an.

Wie viele Daten braucht es noch zur Umkehr?

Wie vieler Alarmzeichen aus den USA bedarf es eigentlich noch? Kann man hier noch ernsthaft von „fehlerhaften Daten” sprechen, weil angeblich die Vergleichsdaten für den 5-Jahres-Zeitraum vor den Zahlenexplosionen fehlerhaft waren („underreported”), wie ein US-Faktenchecker (etwa in „The Blaze” oder „Politifact” vom 31.1.2022) glauben machen will? Stimmen dann auch die Zahlen der genannten Versicherungsgesellschaft nicht? Berichtet denn auch die US-Datenbank VAERS falsch? Sind denn auch die europäischen Zahlen der EMA oder die deutschen Vergleichszahlen von InEK unzutreffend? Stimmen denn z.B. auch die jüngsten Erkenntnisse aus Israel (dem Impf-Musterschüler der Welt) unsere Politiker nicht nachdenklich, dass dort die Todesfälle nach der Impfung geradezu explodieren – weshalb dort in Konsequenz alle Coronamaßnahmen zurückgenommen wurden? Und sollen stattdessen tatsächlich nur die – marginalisierten und zudem kosmetisch bearbeiteten – Meldefälle des PEI, die letztlich „unvermeidbar” für ein Meldeverfahren waren, die Realität abbilden (die laut dem Portal „Ourworldindata“ viel niedriger als die tatsächlichen Zahlen sind)?

Haben wir nicht genügend Beweise für die betrügerischen Manipulationen der offiziellen Datenlage? Warum werden weder die Hintergründe noch die Erkenntnisse aus dem Ausland bei uns vom Medienmainstream publiziert? Wie brauchen keine neue Werbekampagne – weder weiterhin für die alten mRNA-Impfstoffe, noch für den neuen „Heilsbringer” Nuvaxovid (NVX-CoV2373) von Novavax (seit dem 20.12.2021 in der EU zugelassen, angeblich ab März für den Einsatz vorrangig für den Gesundheitsbereich verfügbar) – sondern eine kritische und offene Berichterstattung. Schon die Bilanz der bisherigen, millionenschweren Impfkampagne war desaströs . Angesichts der weltweiten Entwicklung sollten die für die neue Kampagne „Impfen hilft” alleine im 1. Quartal 2022 geplanten 60 Millionen Euro besser für die Sanierung von Klassenräume, für die Durchführung von Obduktionen, eventuell auch für die Vergütung von ärztlichen Meldungen über Nebenwirkungen an das PEI  verwendet werden – statt beispielsweise einzelnen Ärzten für einen einzelnen dreistündigen Impf-Marathon (off-label use,also nichtbestimmungsgemäße Verwendung noch nicht zugelassener Arzneimittel inklusive sorgfältiger Aufklärung, allerdings entgegen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission!) an 200 Kindern unter fünf Jahren (U5) rund 60.000 Euro zu überweisen. Wie krank, bitte, ist das denn?!?

Dringend Änderungen überfällig

Fazit: Statt der Durchsetzung einer (längst obsoleten) Impfpflicht mittels Amtshilfe durch die Bundeswehr (!) tut eine unbedingte Pflicht Not, Autopsien bei allen Fällen – auch zeitlich zusammenhängender letaler Impffolgen – durchführen zu lassen; außerdem braucht es die die Einführung gesetzlicher Meldepflichten für Ärzte mit einer ordentlichen Vergütung der Meldevorgänge nach der Gebührenordnung der Ärzte – und vor allem ein radikaler Paradigmenwechsel in der Corona-Strategie der Bundesregierung, einschließlich einer grundlegenden Reform unseres Gesundheitssystems.

Noch ein Ratschlag für alle, denen in Kürze wegen der Impfpflicht Ungemach droht: Das Gesundheitsamt schriftlich um einen Impf-Beratungstermin bitten; dieser müsste dann schriftlich zugestellt werden – wobei es schon jetzt lange Wartefristen gibt. Dieses Schreiben dient dann zunächst als „Entlastungspapier”. Sodann den Beratungstermin wahrnehmen und dabei vom Amtsarzt verlangen, alle bestehenden Zweifel schriftlich auszuräumen. So lange, wie dieses Verfahren (auf dessen Durchführung ein Rechtsanspruch besteht!) dauert, dürfte eingedenk des Arbeitstempos der deutschen Bürokratie –  vor allem angesichts der hoffnungslosen Überforderung der Gesundheitsämter – eigentlich keine Entlassung ausgesprochen werden.

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COMPACT.Der Tag: BVerfG – Impfpflicht aus Staatsräson

COMPACT.Der Tag: BVerfG – Impfpflicht aus Staatsräson

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Der Streit um die Impfpflicht im Gesundheitswesen entwickelt sich offenbar immer mehr zu einer Frage des Prinzips. Am Freitag lehnte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) einen Eilantrag gegen das Vorhaben ab. Mit einer Begründung, die eher an Staatsräson und weniger an eine rechtliche Abwägung erinnerte. Vorher hatte der Landtag in Sachsen das Thema diskutiert und selbst die […]

Paul-Ehrlich-Institut: 244.576 Covid-Impfnebenwirkungen und 2.255 Todesfälle

Paul-Ehrlich-Institut: 244.576 Covid-Impfnebenwirkungen und 2.255 Todesfälle

Labormäuse spekulieren über den Sinn von Coronaimpfungen(David Berger) Nach der EMA hat nun auch des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) seinen aktuellen Sicherheitsbericht zu den bislang verabreichten Covid-19-“Impfungen” vorgelegt – und der hat es in sich: Im Vergleich mit anderen klassischen Impfstoffen schneiden diese mit einem katastrophalen Nebenwirkungsbericht ab.

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«Tierversuche gehören zum Standard unserer Wohlfahrtsgesellschaft»

Ob Katze, Hund, Hamster oder Meerschweinchen: Sie sind unsere Haustiere. Wir lieben sie. Katzenvideos verzeichneten im Jahr 2014 weltweit 26 Milliarden Klicks und waren damit die absoluten Spitzenreiter unter den Videos. In einer Studie der US-amerikanischen Indiana University wurde nachgewiesen, dass Katzenvideos eine sehr entspannende und wohltuende Wirkung auf unsere Psyche haben. Für unsere geliebten Vierbeiner tun wir alles: Allein in der Schweiz werden laut Bundesamt für Statistik pro Jahr rund 1,5 Milliarden Franken für die Haustiere ausgegeben.

Diesen Trends diametral entgegengesetzt sind Tierversuche, unter denen auch «unsere Haustiere» zu leiden haben. Am Sonntag, 13. Februar stimmt das Schweizer Stimmvolk über das Tierversuchsverbot ab. Offizielle Umfragen zeigen, dass das Verbot wohl deutlich abgelehnt wird. Politisch findet es keinen Rückhalt: «Nicht ein einziger Nationalrat konnte sich für das Anliegen erwärmen (0:195), beim Ständerat gab es zwei Enthaltungen, das Resultat war aber ebenfalls mehr als deutlich (0:42)», berichtete Die Ostschweiz unlängst.

Auch in der Corona-Forschung wurden zahlreiche Tierversuche durchgeführt. Einerseits, um die Krankheit an sich zu erforschen, andererseits für die Tests der Impfstoffe – an denselben süssen Katzen, Hunden und vor allem Nagern, die wir zu Hause halten, lieben und schätzen. Auch Affen wurden in grosser Zahl dafür eingesetzt. Über tausend Tiere mussten laut K-Tipp unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik im Jahr 2020 allein für die Schweizer Corona-Forschung herhalten:

«2020 setzten Schweizer Forscher 1328 Tiere in 13 Projekten ‹für die Erforschung des neuen Coronavirus› ein.»

Weiter heisst es im K-Tipp: «Neben Mäusen, Hamstern, Kaninchen und Frettchen wurden auch 59 Katzen, 38 Hunde und 63 Pferde verwendet.» 1096 Tiere hätten am Ende eingeschläfert werden müssen. Bereits im Mai 2020 habe das amerikanische Wissenschaftsmagazin Science berichtet, dass chinesische Forscher junge Kätzchen mit Covid infiziert hätten, um sie wenig später einzuschläfern und ihre Körper zu untersuchen: «Befund: entzündete Lungen, Luftröhren und Nasenmuscheln.» Nicht nur junge Katzen, sondern auch Welpen seien dafür eingesetzt worden.

Erklärtes Ziel dieser Forschung: «geeignete Versuchstiere für die Entwicklung von Corona-Medikamenten und -Impfstoffen zu finden». Auf Anfrage des K-Tipp wollte das Bundesamt für Veterinärwesen keine Auskunft darüber geben, welche Pharmaunternehmen in der Schweiz Corona-Forschung an Tieren betreiben. Die Pharmariesen selbst hüllten sich gegenüber dem K-Tipp ebenso in Schweigen. Man verwies auf «Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse».

Wie «wichtig» Tierversuche letzten Endes generell und vor allem für die Corona-Forschung sind, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Befürworter und Gegner führen verschiedene Argumente ins Feld, um ihre jeweilige Position zu stützen. In der Corona-Forschung zweifelt der deutsche Verein Ärzte gegen Tierversuche besonders an der Sinnhaftigkeit der Versuche:

«In einer Situation, in der schnelle und gültige Ergebnisse dringend erforderlich sind, benötigt es tierversuchsfreie Forschung mit menschlichen Zellen, die zuverlässig und für Menschen relevant ist.»

Und wo bleiben eigentlich in dieser Debatte all die Tierschutzorganisationen, die sich sonst vehement für das Tierwohl einsetzen? Während der Pandemie war es verdächtig still um die Tierschützer. Keine einzige Schweizer Organisation führte eine Kampagne gegen die Corona-Forschung an Tieren.

Corona-Transition hat darum fünf Schweizer Tierschutzorganisationen mit Fragen zur Thematik konfrontiert. Vier der fünf angefragten Organisationen können – oder wollen – keine Auskunft geben. Peta Schweiz sieht «derzeit keine Möglichkeit, diese Anfrage zu beantworten». Tier im Fokus «äussert sich nicht zu dieser Initiative», wie Präsident Tobias Sennhauser schreibt. ProTier bezieht gemäss Geschäftsführer Patrick Schneider auch nicht Stellung zu unseren Fragen. Der Schweizer Tierschutz «verzichtet» auf die Beantwortung unserer Fragen und verweist auf seine allgemeine Stellungnahme zu Tierversuchen.

Einzig die in Zürich ansässige Organisation Tier im Recht (TIR) ist auf unsere Fragen eingegangen und hat sie ausführlich beantwortet. Zum Tierversuchsverbot, das am Sonntag zur Abstimmung kommt, bezieht TIR keine «klare Pro- oder Contra-Position», weil die «Initiative unglücklich ausgestaltet» sei, wie Vanessa Gerritsen der TIR-Geschäftsleitung auf Anfrage mitteilt.

Die Organisation vertritt grundsätzlich eine kritische Haltung gegenüber Tierversuchen. «Auf politischer Ebene setzen wir uns im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses für Verbesserungen ein, insbesondere in Richtung eines Ausstiegsplans für Tierversuche», schreibt Gerritsen. TIR versuche, Lösungsansätze auf Behördenebene einzubringen, und setze sich für mehr Transparenz ein, «um es der Bevölkerung zu ermöglichen, bei Tierversuchen ein Wörtchen mitzureden».

Beim Tierleid in der Corona-Pandemie verweist Vanessa Gerritsen bereits auf die Ursprünge der Pandemie: «Ein Zusammenhang mit dem Handel von Wildtieren liegt nahe, wenngleich er nicht als zweifelsfrei erwiesen gilt.» Die gängige Theorie lautet, dass das Virus auf einem Wildtiermarkt im chinesischen Wuhan ausgebrochen sei. Für Gerritsen ist deshalb klar:

«Der respektlose Umgang mit Tieren, wie er beispielsweise im Rahmen der Massentierhaltung und des Handels mit Wildtieren stattfindet, kann nicht folgenlos bleiben, da die Gesundheit von Mensch und Tier eng miteinander verknüpft sind.»

Weil das Problem nicht am Ursprung angegangen werde und medizinische Lösungen unter Verwendung von Versuchstieren angestrebt würden, entstehe erneut erhebliches Tierleid, hält Vanessa Gerritsen fest: «Dies halten wir für falsch.» Ebenso falsch sei es jedoch auch, nur die Tierversuche in der Corona-Forschung zu kritisieren: «Sämtliche Impfstoffe und Medikamente stehen mit einem hohen Mass an Tierleid in Verbindung.» Unser gesamtes System müsse sich ändern, betont die Tierschützerin: «TIR kritisiert Tierversuche als Teil des Systems und als Selbstverständlichkeit menschlicher Ansprüche, konsequent und in jedem Bereich.»

Explizit zur Corona-Impfung äussert sich TIR nicht: «Wir erachten die Impfung als einen höchstpersönlichen Entscheid – ebenso wie andere Impfungen oder die Ernährung. Wir setzen uns auf jeder Ebene für einen tierleidfreien Konsum ein, ob beim Essen, beim Haarewaschen, beim Putzen oder bei Fragen, die die eigene Gesundheit betreffen.» Verbote seien nicht unbedingt zielführend, meint Gerritsen: «Vielmehr verfolgen wir realistische Ziele, die den Tieren weiterhelfen, auch wenn wir stets unsere Utopie einer tierleidfreien Welt im Blick behalten.»

Gerade die Forschung an Corona-Impfstoffen habe auch etwas Gutes zu Tage gefördert, nämlich den Einsatz von Alternativmethoden zu Tierversuchen: «Zahlreiche Verfahren konnten unter Beweis stellen, dass ihre Aussagekraft den üblichen Tests an lebenden Tieren oder unter Verwendung von Tierzellen ebenbürtig oder sogar überlegen sind.»

Schlussendlich müsse unsere Gesellschaft vor allem ihre «Anspruchshaltung» überdenken:

«Alle diese Tierversuche existieren nicht der Covid-19-Impfstoffe wegen. Vielmehr gehören sie zum Standard unseres Forschungssystems und unserer Wohlfahrtsgesellschaft. Covid-19 hat lediglich eine einzelne Blüte hiervon hervorgebracht.»

«Ich weiss, was es heisst, wenn ein autoritärer Staat die totale Kontrolle über die Medien hat»

Ursprünglich wollte die Jugendorganisation «Bildung für Alle» am 5. Februar in St. Gallen gegen das Mediengesetz demonstrieren, über das in der Schweiz am Wochenende abgestimmt wird. Doch die Kundgebung fand nicht statt. «Heute können wir mit Sicherheit sagen, dass die geplante Demo (…) eine Falle ist», schrieb «Bildung für Alle» am 3. Februar. Corona-Transition sprach mit Petar Janosevic von «Bildung für Alle» über die gegenwärtige politische Situation, das Mediengesetz und weiteres.

Corona-Transition: Eigentlich wollten Sie am 5. Februar gegen das Mediengesetz in St. Gallen demonstrieren. Doch dazu kam es nicht. Wie kommt das?

Petar Janosevic: Rund zwei Wochen vor der geplanten Demo hatte ich den Behörden den Antrag für eine Kundgebung mit 5000 Menschen eingereicht, wie es in der Stadt St. Gallen auch verlangt wird. Die Stadtpolizei sagte uns schmunzelnd in einem persönlichen Gespräch jedoch, dass ich mich als Veranstalter auf maximal 500 Teilnehmer einstellen solle. Eine Aussage, die mich stutzig machte. Erst am 1. Februar 2022 erhielt ich dann die Bewilligung, aber nur für 200-300 Personen.

Man legte Ihnen Steine in den Weg?

Ja, Anfang letzter Woche teilte mir der verantwortliche Stadtpolizist zudem noch mit, dass zu einer Gegendemo aufgerufen wurde, und bot mir zwei Optionen an: Entweder verschiebe ich den Demonstrationstag oder ich müsse mich damit abfinden, dass die Route am Samstag aus Sicherheitsgründen höchstwahrscheinlich umgeleitet würde. Ich erhielt zuletzt auch Infos, dass man uns an diesem Tag ans Messer liefern wollte. Deshalb entschied ich mich dafür, den Antrag wieder zurückzuziehen.

Um welche Infos handelte es sich?

Mehrere Quellen teilten mir mit, dass die Gegendemonstranten bewaffnet und gewaltbereit seien. Aus diesem Grund entschied ich mich am 3. Februar dazu, die Bewilligung zurückzuziehen. Meine Bedenken hinsichtlich der potenziellen Gewaltbereitschaft der Gegendemonstranten teilte ich auch der Stadtpolizei St. Gallen mit. Daraufhin meinten sie nur, sie fänden es schade, eine Demonstration deshalb platzen zu lassen, anstatt mir zu versichern, dass sie uns vor den Gegendemonstranten schützen werden. Zu letzterem ist die Polizei verpflichtet.

Wie bewerten Sie das Vorgehen der Sicherheitsbehörden?

Das mag verrückt klingen, aber ich denke, dass es innerhalb der Behörden und Medienverlage Personen gab, die sich erhofft hatten, dass es zu Gewaltaktionen kommen würde. Auch deshalb, weil so bei möglichen Ausschreitungen wiederum genau die Bilder erzeugt worden wären, mit denen man uns und somit auch die Gegner des Mediengesetzes in ein schlechtes Licht hätte stellen können. Das erklärt in meinen Augen auch, weshalb die Sicherheitsbehörden nur wenige Polizisten aufbieten wollten, um uns zu schützen und mir zuvor lediglich eine Bewilligung für maximal 300 Personen erteilt worden war.

Schlechte Presse gab es so oder so. 20 Minuten sprach von rund 80 Massnahmengegnern, die am Samstag in St. Gallen ohne Bewilligung demonstrierten und «renitentes» Verhalten an den Tag gelegt hätten.

Ja, das war nicht anders zu erwarten. Für die kommende Abstimmung wird es aber kaum Schaden angerichtet haben. Wir von «Bildung für Alle» waren am Samstag nicht in St. Gallen.

Die Rede ist von einer Antirassismus-Demo, die am Samstag in St. Gallen stattfand. Wie kommt das: Die Gegendemo hätte, logisch gedacht, doch eigentlich eine Protestaktion für das Mediengesetz sein müssen?

Ja, da haben Sie recht. Meinem Kenntnisstand nach haben die Behörden die sogenannte Antirassismus-Demo sehr kurzfristig bewilligt – anders als bei unserer geplanten Demo. Warum mir nicht gesagt wurde, um welche Demo es sich wirklich handelt, finde ich bedenklich. In meinen Augen wurde dies so gehandhabt, um unsere Kundgebung zu behindern.

Wird hier also nicht mit gleichlangen Ellen gemessen?

Definitiv nicht. Ich vermute, dass die lokale SP bei der Organisation der Antirassismus-Demo ihre Finger im Spiel hatte. Dass diese so schnell bewilligt wurde, ist kein Wunder. Das Ganze ist kein St. Galler Phänomen. Auch in anderen Städten wurden Antirassismus- oder Klima-Demos von den Behörden immer wohlwollend unterstützt, während man bei unseren massnahmenkritischen Kundgebungen alle Hebel in Bewegung setzte, um es den Organisatoren möglichst schwer zu machen.

Kommen wir zum eigentlichen Anliegen. Ursprünglich wollten Sie gegen das Mediengesetz mobilisieren, über das wir in der Schweiz am 13. Februar abstimmen. Weshalb sind Sie gegen das Gesetz?

Meine Eltern sind aus Serbien in die Schweiz gekommen, um der Familie und der nächsten Generation hier eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ich weiss, was es heisst, wenn ein autoritärer Staat die totale Kontrolle über die Medien hat und die Bürger nach Strich und Faden belügt.

Kann man die gegenwärtige Schweiz mit dem Serbien der 90er-Jahre vergleichen?

Natürlich war die politische Ausgangslage in Serbien deutlich schlechter. Trotzdem: Was wir jetzt im Zuge der «Pandemie» sehen, ist, dass der Staat massiv Einfluss auf die Berichterstattung nimmt. Das zeigen gerade auch die veröffentlichten Dokumente über Ringier-CEO Marc Walder. Es kann nicht sein, dass grosse Medienkonzerne sich während Krisenzeiten einfach hinter die Regierung stellen. Das ist gefährlich.

Was aber ist schon schlimm daran, wenn der Staat die Subventionen für die Medien künftig auf rund 178 Millionen Franken erhöht?

Die Gefahr sehe ich darin, dass mit dem neuen Gesetz die grossen Verlage noch mehr profitieren, als sie es jetzt schon ohnehin tun. Rund 70 Prozent der Subventionen würden mit dem Mediengesetz in die Taschen der grossen Medienkonzerne fliessen. Diese haben in den vergangenen Jahren aber schon riesige Gewinne erzielt. Die Behauptung, dass mit dem Gesetz die kleinen Verlage profitieren und damit die Medienvielfalt gestärkt würde, stimmt so nicht. Der frühere FDP-Nationalrat und Triebkraft des Nein-Komitees, Peter Weigelt, sagte kürzlich: «Wenn wir das Lädelisterben bekämpfen wollen, geben wir das Geld auch nicht Migros und Coop.» Weigelt hat recht, denn dasselbe spiegelt sich in den Medienhäuser wieder.

Noch ganz eine andere Frage: Was macht eigentlich Ihre Organisation «Bildung für Alle»?

Wir setzen uns, wie es der Name schon verrät, dafür ein, dass nicht nur «Zertifizierte» Zugang zu Bildungseinrichtungen erhalten, sondern wirklich alle. Das werden wir künftig auch wieder erreichen, davon bin ich überzeugt. Die Organisation wurde Ende September 2021 gegründet – kurz nachdem die Zertifikatspflicht eingeführt worden ist. Seither sind wir sehr aktiv im Kampf gegen die Corona-Massnahmen und haben wiederholt Demos organisiert. Auch versuchen wir anhand von Studien aufzuzeigen, dass Massnahmen wie das Zertifikat für das Infektionsgeschehen sinnlos sind. Bildung bedeutet barrierefreier Zugang zu Informationen, was uns besonders am Herzen liegt. Wir beobachten einen Trend der medialen Manipulation, der grosse Schäden angerichtet hat. Alle sollen die Wahrheit kennen, und dieses Ziel verfolgen wir seit Gründung unserer Organisation

Die Massnahmen werden nun gelockert. Und das Zertifikat soll – zumindest teilweise – wieder verschwinden. Wie geht es nun weiter?

Unser Engagement wird auch dann nicht enden, wenn die Regierung die «Pandemie» für beendet erklärt. Ich denke dabei an die Agenda 2030. Es sind auf globaler Ebene Entwicklungen im Gang, die es zwingend aufzuhalten gilt. Wir bewegen uns mehr und mehr in eine Richtung, die mir persönlich nicht gefällt. Zudem erachten wir es als wichtig, den Menschen einen anderen Blick auf die aktuelle Handhabung der Pandemie zu ermöglichen.

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Zur Person:

Petar Janosevic studierte an der ETH in Zürich Informatik. Weil die Hochschule Massnahmen wie das Zertifikat bis zuletzt mittrug und die Studenten damit geradezu zur Impfung drängte, brach Janosevic letzten November sein Studium ab.

Informationen zur Organisation «Bildung für Alle» finden Sie auf der Internetseite, auf Instagram sowie auch auf Telegram

Auch in Slowenien mischt das Verfassungsgericht auf Seiten der Linken mit

SLOWENIEN| Das Verfassungsgericht unter dem Vorsitz des Präsidenten des Verfassungsgerichts, Matteo Accetto, beschloss, dem Antrag der Gewerkschaften stattzugeben und die Erhöhung der Gehälter der Ärzte auszusetzen, bis das Verfassungsgericht die Vereinbarkeit von Artikel 48 des KKP10 mit der Verfassung der Republik Slowenien abschließend geprüft hat. Neben Marko Šorli stimmte auch Klemen Jaklič gegen die Aussetzung und gab eine abweichende Stellungnahme ab, in der er seine ablehnende Haltung begründete. Seiner Ansicht nach sollte das Verfassungsgericht nicht in den Bereich der Bewertung unterschiedlicher politischer Visionen einbezogen werden, und die Entscheidung verstoße gegen die Grundsätze eines demokratischen Staates. Premierminister Janez Janša reagierte ebenfalls auf die Entscheidung und schrieb, das Verfassungsgericht habe verhindert, dass junge Ärzte befördert und besser bezahlt werden.

Nachdem die Vorsitzenden von fünf Gewerkschaftsdachverbänden (Lidija Jerkič, Branimir Štrukelj, Jakob Počivavšek, Evelin Vesenjak und Peter Majcen) beim Verfassungsgericht einen Antrag auf Überprüfung der Verfassungsmäßigkeit eines Artikels des Interventionsgesetzes gestellt hatten, mit dem die maximale Gehaltsstufe, die Ärzte und Zahnärzte im Gehaltssystem des öffentlichen Sektors erreichen können, erhöht wird. Offenbar ist man der Ansicht ist, dass die Aussetzung einer vorübergehenden Gehaltserhöhung für Ärzte weniger schadet als eine qualitativ bessere Versorgung der Bevölkerung durch bessere Ärzte.

Das Verfassungsgericht wird zum Richter über politische Visionen

Neben Richter Marko Šorli stimmte auch Richter Klemen Jaklič gegen die Entscheidung, die einjährige Erhöhung der Ärztegehälter vorübergehend auszusetzen, da er die Einmischung der Justiz in die Sozial- und Gesundheitspolitik für unvereinbar mit der demokratischen Verfassungsordnung hält und es empörend findet, dass Richter mit ihren eigenen Vorstellungen von Sozial- und Gesundheitspolitik auf Kosten der Gewährleistung des Rechts der Menschen auf Schutz ihres Lebens und ihrer Gesundheit in die politische Arena treten. „Solange die Mindestschwelle der sozialen und gesundheitlichen Rechte nicht überschritten wird, darf die Verfassungsgerichtsbarkeit nicht in das Feld der Beurteilung unterschiedlicher politischer Visionen eintreten.“ Jaklič erläuterte in seiner abweichenden Meinung, dass genau dies heute geschehen sei, als die Mehrheit des Verfassungsgerichts beschlossen habe, die Entscheidung der Regierung und des Gesetzgebers, die Gehälter der Ärzte zu erhöhen, auszusetzen.

Die Folgen des Verlusts von Menschenleben sind zweifelsohne schlimmer als alle anderen

Jaklič ist der Ansicht, dass es keinen vernünftigen Zusammenhang zwischen der Anhebung der Gehälter von Ärzten (die auch die bestmöglichen Mitarbeiter für den öffentlichen Gesundheitssektor gewinnen und deren Abwanderung in den gut bezahlten Privatsektor verhindern soll) und der Erhöhung des Niveaus der Gesundheit und der sozialen Sicherheit gibt. Er fügt hinzu: „Wo immer ich in der entwickelten Welt gewesen bin, habe ich immer genau diese Erklärung für die deutlich höheren Gehälter von Ärzten dort (im slowenischen Kontext) im Vergleich zu vielen anderen Berufen gehört.“ Jaklič ist außerdem der Ansicht, dass es in dieser Zeit der Gesundheitskrise und der Unterversorgung des Gesundheitssystems am wichtigsten ist, die besten Fachkräfte und damit die höchste Qualität der Versorgung zu gewährleisten, und dass die Vorenthaltung der befristeten Erhöhung der Ärztegehälter indirekt eine schwerwiegendere irreversible Folge bedeutet, als es die anderen angeblich schädlichen Folgen, die für den Fall der Nichtvorenthaltung der Verordnung angeführt werden, gewesen wären, wenn sie nicht vorenthalten worden wäre.

Das Verfassungsgericht politisiert erneut

Premierminister Janez Janša reagierte ebenfalls auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts und schrieb in den sozialen Medien: „Das #PKP10 hat es zumindest vorübergehend ermöglicht, die fähigsten Fachärzte über die 57. Dadurch können auch die ebenfalls unterbezahlten @YoungDoctors aufsteigen. Aber @ConstitutionalSodisce politisiert schon wieder.“

Das Verfassungsgericht greift außerhalb der Grenzen der demokratischen Prinzipien ein

In seiner abweichenden Meinung argumentiert Klemen Jaklič auch, dass er davon überzeugt ist, dass der Verlust von Leben und Gesundheit (eine nachteilige Folge im Falle der Verweigerung einer Verordnung, die sich später als verfassungsgemäß erweist) nicht mit den angeblichen nachteiligen vermögensrechtlichen Folgen verglichen werden kann, wenn sich die Verordnung als verfassungswidrig erweist. Außerdem würde das Volk im Falle eines Nichtverbleibs in einem Referendum darüber entscheiden, was seiner Meinung nach verfassungswidrig ist und in dieser Situation nicht notwendig sein sollte. Angesichts der Begründungen des Verfassungsgerichts, bei denen es sich größtenteils um hypothetische Szenarien handelt, die keine potenziellen Schäden für Gesundheit und Leben vorsehen, und angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit, die für die Aussetzung gestimmt hat, ihre Entscheidung nicht begründet, ist Jaklič der Ansicht, dass es sich hierbei um eine Einmischung des Verfassungsgerichts in die politische Arena der Sozial- und Gesundheitspolitik handelt, die darauf hindeutet, dass unterschiedliche politische Visionen beurteilt werden, und somit um einen Verstoß gegen den Grundsatz eines demokratischen Staates.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.
Woher kommt der Strom? Energiewende zum Scheitern verurteilt

Woher kommt der Strom? Energiewende zum Scheitern verurteilt

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Weswegen ist die Energiewende, wie sie in Deutschland geplant wurde und umgesetzt wird, zum Scheitern verurteilt? Die vierte Analysewoche (Abbildung) bietet exemplarisch Antworten auf diese Frage. 

Flautentage zu Beginn, viel Windstrom zum Wochenende

Die Woche begann mit zwei Flautentagen. Auch nach einer angenommenen Verdreifachung der tatsächlichen Stromerzeugung mittels Windkraft und Photovoltaik (PV) wären am Montag noch 0,69 TWh (Tag 23), am Dienstag noch 0,75 TWh (Tag 24) elektrische Energie in Form von Strom notwendig gewesen, um den Bedarf Deutschlands zu decken (Abbildung 1). Das sind für zwei Tage 1,44 TWh, die aktuell und auch in den nächsten Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht per Speicherstrom zur Verfügung gestellt werden könnten. Auch ein Stromimport in dieser Größenordnung ist reines Wunschdenken. Unsere Nachbarn benötigen ihren Strom selbst. Außerdem ist es – wie aktuell von Deutschland üblich – inkonsequent, mittels Kernkraft und Kohle erzeugten Strom zu importieren. Würde so erzeugter Strom von Deutschland als Importstrom abgelehnt, wären hier schon lange die Lichter aus. Regenerativ erzeugter Strom unserer Nachbarn würde niemals ausreichen, um Deutschland zusätzlich zu versorgen. Es mag sein, dass irgendwo immer der Wind weht. Die Sonne scheint – über den Wolken – ohnehin dauerhaft. Die Frage ist, ob die Windkraft- und PV-Anlagen genügend Wind- und Solarenergie zwecks Stromproduktion zur Deckung des Strombedarfs Deutschlands, Europas geliefert bekommen. Das ist doch mehr als zweifelhaft, wenn schon in ganz Deutschland Flaute herrscht. Deshalb entpuppt sich der Spruch „Irgendwo weht der Wind, scheint die Sonne immer“ als ´Dummspruch` von Leuten, die keine Ahnung haben. Das sind auf der bundesrepublikanisch-politischen Verantwortungsebene leider die meisten Personen: Ahnungslos und unfähig hinzuzulernen. Dafür sind sie ideologisch verbohrt und ganz fest im Glauben, dass ohne die Energiewende in Deutschland die Welt innerhalb weniger Jahre untergehen würde. Weil keine Länder dem Vorbild Deutschlands nacheifern könnten. Wenn es das deutsche Energiewendevorbild nicht gäbe. Ich möchte meine Ausführungen zur Ahnungslosigkeit und Lernunfähigkeit der angeblich Kenntnisreichen noch ergänzen. Unsere politischen und gesellschaftlichen Eliten sind absolut naiv und weltfremd in ihrer ideologischen Energiewendeblase gefangen. Ein realer Albtraum. Der Rest der Welt lacht.

Preisfindung in einer Marktwirtschaft

Ein weiterer Aspekt ist die Preisfindung für Strom. Gebetsmühlenartig wiederholen unsere Freunde der Energiewende, dass mittels Windkraft- und PV-Anlagen erzeugter Strom doch so günstig sei. Das mag für die Stromgestehungskosten vielleicht gelten. Bleibt allerdings die Frage, warum seit über 20 Jahren die Förderung des regenerativ erzeugten Stroms in Form von Garantiepreisen notwendig ist. Warum werden so viele Anlagen, die aus dieser Förderung herausfallen, abgebaut?

Hier bietet ein Blick auf die vierte Analysewoche gute Erkenntnismöglichkeiten (Abbildung 2). An den beiden Flautentagen reichen regenerativ und konventionell (Abbildung 3) erzeugter Strom nicht aus, um den Bedarf zu decken. Der Import von Strom wird in erheblichem Umfang notwendig. Der Strompreis steigt in der Spitze auf 400€/MWh. Egal wie niedrig die Gestehungskosten sind. Selbstverständlich könnten die Konventionellen noch Kraftwerke hochfahren. Doch warum? Sie nehmen lieber den hohen Ertrag mit, den die schwache regenerative Erzeugung verursacht.

Ab Mittwoch geht es in die andere Richtung. Die regenerative Stromerzeugung steigt an. Zum Wochenende erreicht sie ihre Höchstproduktion. Das führt in Verbindung mit dem geringen Bedarf zum sukzessiven Preisverfall (Abbildung 4). Am 30.1.2022, 0:00 Uhr bis 15:00 Uhr liegt der Strom-Exportpreis zwischen 2,03€/MWh und 14,04€/MWh. Erst zum Vorabend ab 17:00 Uhr, als der Bedarf steigt, ziehen die Preise wieder an. Welche Länder am Stromhandel der vierten Analysewoche teilnehme, dieser Chart ist ebenfalls unter Abbildung 4 abgelegt. Der zeitweise sehr geringe Strompreis hat nun nichts mit den günstigen Gestehungskosten der Regenerativen zu tun, sondern liegt am marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage. Während die konventionellen Stromerzeuger ihre Produktion der Nachfrage anpassen können, ist regenerativ erzeugter Strom immer mit Einspeisevorrang zu vermarkten. Unabhängig davon, welche Auswirkungen diese Vermarktung auf den Preis hat. Und, weil die konventionelle Produktion zwecks Netzstabilisierung immer minimal aufrechterhalten werden muss, ist zu viel Strom im Markt. Dieser Sachverhalt führt zum Preisverfall. Nicht die geringen Gestehungskosten der regenerativen Stromerzeugung. Wobei ´gering` zunächst mal nur behauptet ist. Allein der noch zu bauende Gas-Backup-Kraftwerkspark, den Deutschland vorhalten muss, um das Land bei Flaute zu versorgen, kostet Unmengen Geld, Material und Fachkräfte. Ein ausreichendes und günstiges Versorgen des Landes ausschließlich mit regenerativ erzeugtem Strom, ist, wie oben gezeigt, nicht mehr als ein Traum. Wenn dann noch der geringe Nutzungsgrad bezogen auf die installierte Leistung der regenerativen Kraftwerke eingerechnet wird, verschärft sich die Kostenfrage. Schon jetzt hat Deutschland die höchsten Strompreise absolut. Ein Ende der Strompreis-Fahnenstange ist bei geplanten Investitionsvolumina der Ampel von 50 Mrd. € und mehr pro Jahr nicht abzusehen. Ich behaupte, dass in Verbindung mit anstehenden EU & Euro-Kosten, den Kosten für Corona, den Kosten für die Versorgung zugewanderter Menschen, ich behaupte, dass die Bundesrepublik Deutschland in zwei bis fünf Jahren ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Es sei denn, es gäbe einen massiven Wandel. Den allerdings sehe ich nicht. Die Deutschen tendieren leider dazu, das Glas immer bis zur bitteren Neige auszuleeren. 

Schauen Sie sich die kompletten Werte der vierten Analysewoche an und vergleichen Sie diese mit den Jahren ab 2016. 

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 5. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 6 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 7Abbildung 8 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Die Arroganz der Macht – hier: Der Volkswagenkonzern

Unter Abbildung 9 ist ein Vorgang dokumentiert, der Unverfrorenheit und Leichtfertigkeit eines Weltkonzerns – hier Volkswagen (VW) – in Sachen Greenwashing aufzeigt. Es werden in einer Pressemitteilung Absichten in Sachen Stromerzeugung mit Angaben unterfüttert, die sachlich unkorrekt, weil maßlos über- (Strommenge) und untertrieben (Kosten) sind. Ich habe mit einem Anruf und einer E-Mail an den zuständigen Mitarbeiter freundlich auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Die E-Mail und die Antwort einer Mitarbeiterin finden Sie unter Abbildung 9. Die Antwort ist ein Dokument jeglicher Ahnungslosigkeit und/oder Verdummungstaktik. Auf meine Bitte, den Sachverhalt erneut zu recherchieren und zu korrigieren – ebenfalls unter Abbildung 9 abgelegt –, erhielt ich diese endgültige, „ausgeschriebene“  Antwort. 

Guten Tag Rüdiger Stobbe, vielen Dank für Ihre an den Vorstand der Volkswagen AG gerichtete E-Mail. Wir bedanken uns für Ihre konstruktiven Hinweise im Zusammenhang mit unserer Pressemitteilung „Komfortabel, vernetzt und nachhaltig: neue Lösungen für das Laden der elektrischen Volkswagen Modelle“ vom 15.12.2021 und bedauern es sehr, dass Sie mit der bisherigen Bearbeitung Ihres Anliegens durch die Kollegen unserer Konzernkommunikation nicht zufrieden sind.  Gern haben wir uns zur individuellen Abstimmung über die Sachlage direkt mit unserem zuständigen Fachbereich in Verbindung gesetzt.Im Ergebnis müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich für uns keine bislang unberücksichtigten Aspekte ergeben haben und verweisen daher auf die vorangegangene umfangreiche  Korrespondenz mit unserer Pressesprecherin Katrin Hohmann. Darüber hinaus gestatten Sie uns bitte den Hinweis, dass wir die Angelegenheit als ausgeschrieben betrachten und daher etwaige zukünftige Nachrichten von Ihnen – sofern sich keine neuen Faktoren ergeben – kommentarlos zur Kenntnis nehmen werden. Viele Grüße und bleiben Sie gesund“ Quelle

Die Antwort ist m. E. doch recht dümmlich und belegt, dass auch Großkonzerne glauben 1 + 1 = 11. Der Vorgang mit dem Beleg für diese Behauptung liegt unter Abbildung 9 ab.  

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Strom-Import/Export: Die Charts
  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum

sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf„, „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und ExportanalyseCharts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Ist ein Land mit hohen Stromexporten auch für Flautenzeiten gewappnet?

Mit der Frage, ob Deutschland als Stromexporteur genügend Strom auch für die Zeit schwacher regenerativer Stromerzeugung zur Verfügung steht, befasst sich dieser Artikel ausführlich. 

Tagesanalysen

Montag, 24.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 23,72 Prozent, davon Windstrom 9,87 Prozent, PV-Strom 2,88 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,98 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Montag der vierten Analysewoche bringt kaum Wind- und PV-Strom. Eine fast zwei Tage andauernde Strom-Versorgungslücke tut sich auf. Die Konventionellen schließen die Lücke nicht.  Deshalb explodiert der Strompreis von dem sie auch profitieren.  Der Handelstag.

Klicken Sie auf den ´Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016` oben im jeweiligen Faktenabsatz und schauen Sie sich die Gewinner der nach Deutschland exportierenden Länder und vieles mehr an.  

Dienstag, 25.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 22,81 Prozentdavon Windstrom 9,75 Prozent, PV-Strom 2,03 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,04 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Dienstag gleicht dem Montag verblüffend. Die Konventionellen fahren kein weiteres Kraftwerk hoch. Sie wissen bereits, dass ab Mittwoch der Wind verstärkt wehen wird. Wieder ist die Lücke da, wieder explodiert der Preis. Der Handelstag.

Mittwoch, 26.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,10 Prozent, davon Windstrom 29,13 Prozent, PV-Strom 1,39 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,58 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung steigt, die Konventionellen führen gut nach, die Preise sinken in der Tendenz, sind aber noch auf hohem Niveau. Der Handelstag.

Donnerstag, 27.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,40 Prozent, davon Windstrom 49,65 Prozent, PV-Strom 2,04 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,71 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die regenerative Erzeugung ist heute so stark, dass die 150€/MWh-Marke nicht überschritten wird. Die Konventionellen führen wieder gut nach. Der Handelstag.

Freitag, 28.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,29 Prozent, davon Windstrom 43,33 Prozent, PV-Strom 3,47 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,48 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Freitag bringt eine leichte Winddelle auf hohem Niveau. Eine Stromlücke zu Vorabend kann gerade so von den Konventionellen vermieden werden.  Der Tageshöchstpreis von 260€/MWh um 17:00 Uhr kann ´mitkassiert` werden. Der Handelstag.

Samstag, 29.1.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 73,45 Prozent, davon Windstrom 62,63 Prozent, PV-Strom 1,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,51 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Samstag: Wenig Bedarf, viel regenerativ erzeugter Strom: Die Preise fallen, erholen sich im Zick-Zack wieder etwas und erreichen um 18:00 Uhr zum Vorabend schlappe 123€/MWh. Tageshöchstpreis.  Die Konventionellen drosseln, soweit sie können (Netzstabilität, die Stromerzeugung.  Der Handelstag.

Sonntag, 30.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,44 Prozent, davon Windstrom 56,53 Prozent, PV-Strom 3,90 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,01 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute erreicht die regenerative Stromerzeugung fast den Bedarf. Zumindest bis zum Sonnenuntergang. Die Konventionellen drosseln unter 20 GW. Das ist möglich, weil der Bedarf so gering ist. Die Preise liegen für etliche Stunden unter20€/MWh. Der Handelstag.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über fünf Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.