Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

«Bussgelder für Bürger zweiter Klasse»

Von liberté, égalité und fraternité ist in Frankreichs Strassen zurzeit wenig zu spüren. Seit zwei Jahren von Macrons Covid-Reglements geknebelt, sind die Franzosen zermürbt.

Sieben Freiheitskonvois haben sich am Freitag auf Paris zubewegt. Präsident Emmanuel Macron gab daraufhin die Anweisung, die «Bürger zweiter Klasse» einzuschüchtern, zu unterdrücken und zu bestrafen.

Damit meinte er jene Franzosen, die sich dem «Impfstoff»-Narrativ der Regierung widersetzen. Er forderte in einem Interview mit der regionalen Tageszeitung Ouest-France die Bevölkerung dazu auf, «ein hohes Mass an kollektivem guten Willen» zu zeigen.

In voller Montur empfingen am Samstag über 7’000 Polizisten die Demonstranten. Sie verhingen Bussgelder, verhafteten und verprügelten einige der Demonstranten und setzten Tränengas und Schlagstöcke ein.

Wie das Medienportal Lifesitenews berichtet, sagte Macron, dass die Menschen der Covid-Beschränkungen «überdrüssig» seien: «Man spürt, dass die psychische Belastung sehr gross ist, sowohl bei den jungen als auch bei den nicht mehr ganz so jungen Menschen. Diese Müdigkeit drückt sich auch in Wut aus. Ich kann mit das anhören und respektieren», sagte er und fügte hinzu:

«Die Forderungen aller Seiten sind immer legitim. Wir haben das Demonstrationsrecht, den demokratischen Pluralismus, die parlamentarischen Debatten … in dieser Zeit immer gewahrt. Aber wir brauchen Einigkeit und viel kollektiven guten Willen.»

Nach Informationen von Lifesitenews hatten sich, ähnlich wie in Kanada, Tausende von Lastwagen, Wohnmobilen und Autos dem «Europäischen Freiheitskonvoi» angeschlossen. Der Pariser Präfekt Didier Lallemant hat angekündigt, alle motorisierten Demonstrationen in Paris und im Grossraum Paris von Freitag bis Montag zu verbieten.

Allen Franzosen, die sich an den Kundgebungen beteiligen, drohte Lallemant mit Sanktionen:

«Die polizeilichen Vorkehrungen sind bereit, die Massnahmen werden hart sein.»

Lallemant sagte auch, dass in der Umgebung von Paris spezielle Beschlagnahmungspunkte eingerichtet worden seien und Fahrzeuge bereit stünden, um Autos, die gegen die Vorschriften verstossen, zu entfernen.

Bereits am Freitagabend fuhren gepanzerte Polizeifahrzeuge durch die Pariser Avenuen und einige Hauptverkehrsstraßen waren gesperrt. Lifesitenews berichtet, dass die Bilder an die Demonstrationen der Gilets Jaunes (Gelbwesten) vor drei Jahren erinnert hätten. Damals löste die französische Polizei die Proteste ebenfalls gewaltsam auf.

Am Wochenende errichtete die Polizei in der französischen Hauptstadt zudem Zäune und Barrikaden. Ferner blockierte sie eine grosse Anzahl der 40 «Portes» (Tore), durch die Fahrzeuge in die Hauptstadt einfahren können. Traktoren sollten an verschiedenen Punkten dafür sorgen, Ausschreitungen im Keime zu ersticken.

In den sozialen Medien kursierten am Samstagmorgen Videos von polizeilichen Übergriffen. Sie zeigen, wie die Polizei friedliche Bürger mit einem Bussgeld von 135 Euro belegt, weil sie französische Flaggen tragen. Mitglieder der «BRAV»- Brigade de répression de l’action violente motorisée oder motorisierte (Brigade zur Unterdrückung von Gewalt) – waren überall in Paris im Einsatz. Ein Video zeigt, wie Polizeikräfte einem Demonstranten eine französische Flagge entreissen und sie auf den Boden werfen.

Weiterlesen (auf Englisch).

«Impfung» schadet den Jugendlichen mehr als sie nützt

Die Nebenwirkungen führen in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen zu mehr Spitalaufenthalten, als durch die Impfung vermieden werden. Dies deckte Karsten Montag unlängst auf Multipolar auf. Der Journalist verglich die Anzahl der im Jahr 2021 im Krankenhaus behandelten Fälle von Nebenwirkungen der Covid-19-Impfungen mit den aktuell hospitalisierten Covid-19-Fällen in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen.

Dabei fand Montag heraus, dass «die Impfungen bei Jugendlichen derzeit annähernd gleich viele Krankenhausfälle auslösen, wie Covid-19-Fälle durch die Impfungen vermieden werden». Noch schlechter sieht es bei den Intensivstationen aus: «Mit Blick auf die Anzahl der intensivmedizinischen Behandlungen richten die Impfungen sogar mehr Schaden an, als sie Nutzen bringen.»

Anhand der RKI-Daten stellte Montag fest: Insgesamt mussten rund 23’000 Jugendliche geimpft respektive 18’000 geboostert werden, um 1 Krankenhausfall in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen zu vermeiden. Dadurch seien durch die «Impfungen» in der 2. bis zur 5. Kalenderwoche gesamthaft «lediglich 122 hospitalisierte Covid-19-Fälle unter Jugendlichen vermieden» worden.

Gleichzeitig konnte Montag anhand der Abrechnungsdaten der Krankenhäuser die Anzahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Nebenwirkungen nach der «Impfung» ermitteln. Dazu schreibt Montag:

«Im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2021 wurden 506 Fälle von Jugendlichen mit einer derartigen Diagnose im Krankenhaus behandelt. Die zugehörigen Hauptdiagnosen mit jeweils mindestens 100 Fällen lauten:

• Myokarditis (Herzmuskelentzündung)

• Brustschmerzen und präkordiale Schmerzen (Schmerzen in der Herzgegend)

Anhand des Diagnose-Codes Y59.9 für ‹Komplikationen durch Impfstoffe oder biologisch aktive Substanzen› lassen sich im selben Zeitraum mindestens weitere 61 Fälle mit gleichen Hauptdiagnosen finden, die sich in den Vorjahren in dieser Altersgruppe nicht anhand der vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) zur Verfügung gestellten Daten nachweisen lassen.»

Montag verweist darauf, dass 53 der 506 Fälle auf der Intensivstation behandelt wurden. 2021 seien in der zweiten Jahreshälfte jeden Monat im Durchschnitt mindestens 95 Jugendliche mit den typischen Impfnebenwirkungen einer Covid-19-Impfung im Krankenhaus behandelt worden, davon mindestens 9 auf der Intensivstation.

Vor diesem Hintergrund gelangt der Journalist zu dem Schluss: «Das Verhältnis von hospitalisierten Fällen mit Impfnebenwirkungen zu hospitalisierten symptomatischen Covid-19-Fällen, die mit der Impfung vermieden wurden, liegt damit für die Altersgruppe der 12- bis 17-jährigen bei ungefähr 1 zu 1, bei intensivmedizinisch behandelten Fällen bei 9 zu 0.» Montag fordert deshalb, dass «aufgrund des negativen Schaden-Nutzen-Verhältnisses» die mRNA-Injektionen für Jugendliche sofort gestoppt werden.

Etwas besser, jedoch alles andere als überzeugend, zeigt sich die Ausgangslage bei den Erwachsenen. Montag weiter: «Auch in den Altersgruppen der 18- bis 59-jährigen und der über 60-jährigen werden schlechte Ergebnisse erzielt. Bei den 18- bis 59-jährigen liegt das Verhältnis hinsichtlich Hospitalisierungen bei 1 Nebenwirkungsfall zu 4 Covid-Fällen und hinsichtlich intensivmedizinischer Behandlung bei 1 Nebenwirkungsfall zu 3 Covid-Fällen.» Bei den über 60-Jährigen liege dieses Verhältnis bei 1 zu 14 beziehungsweise 1 zu 19.

Montag plädiert dafür, dass zumindest auch in der Altersgruppe der 18- bis 59-jährigen ein Stopp in Erwägung gezogen werden soll. Er verweist dabei auf den ethischen Grundsatz, der seit 2000 Jahren für medizinische Behandlungen gelte: «Primum non nocere – erstens nicht schaden».

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Fragwürdige Kredite für Umweltsünder

Brasilianische Landwirte, die Amazonasgebiet abgeholzt haben, sollen staatlich subventionierte Kredite erhalten haben. Das hat eine Untersuchung der NGO Repórter Brasil ergeben. Mit den Geldern sollen sie Traktoren und anderes Equipment für ihre Betriebe angeschafft haben.

Die brasilianische Entwicklungsbank BNDES hat die Darlehen im Rahmen eines Programms zur Förderung von Landwirtschaft und Viehzucht vergeben. Die John Deere Bank leitet das Programm. Darüber können Landwirte Geräte des gleichnamigen Herstellers erwerben.

Wie das Medienportal Global Research berichtete, gewährten die BNDES und John Deere Darlehen in Höhe von 28,6 Millionen Reais (5,4 Millionen Dollar) an fünf Landwirte, gegen die von der brasilianischen Umweltschutzbehörde IBAMA ein Embargo wegen Abholzung verhängt worden war. Üblicherweise verwehrt die Zentralbank solchen Betrieben im Amazonasgebiet den Zugang zu Krediten.

Ein Schlupfloch erlaubt es ihren Besitzern jedoch, Kredite für andere Betriebe zu erhalten. Dies öffnet den Weg für Mauscheleien der sogenannten Landwirte, die erklären, dass sie die Ausrüstung an einem legalen Ort verwenden. Tatsächlich setzen sie diese auf Flächen ein, die die Umweltschutzbehörde IBAMA gesperrt hat.

Die Recherchen von Repórter Brasil haben weiter ergeben, dass sich die Landwirte oft nicht einmal die Mühe machen, diesen Trick anzuwenden. In einigen Fällen erhalten die Landwirte die Kredite in Gebieten, in denen der Antragsteller nur ein einziges Grundstück besitzt, das zufällig mit einem Embargo belegt ist.

Repórter Brasil hat auf der Grundlage der Datenplattform Forests and Finance eine Karte der fraglichen Grundstücke erstellt. Darauf sind auch die Darlehen verzeichnet, die an Erzeuger vergeben wurden, die für Umweltverstösse keinen Cent Bussgelder gezahlt haben. Insgesamt vereinen 11 Landwirte Umweltstrafen in Höhe von 31,4 Millionen Reais (6 Millionen US-Dollar) auf sich. Sie alle haben im Rahmen des Kreditprogramms Maschinen von John Deere gekauft. Mit dem Gesamtbetrag der von der BNDES vergebenen Kredite – 39,7 Millionen Reais (7,6 Millionen Dollar) – hätten sie diese Bussgelder bezahlen können.

«Das sind Steuergelder für Agrarunternehmen, die Wälder abholzen,» sagte Philip Fearnside, Wissenschaftler am Nationalen Institut für Amazonasforschung (INPA) und Mitglied des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Vereinten Nationen für Klimawandel (IPCC), bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 2007.

«Zusätzlich zu den sehr günstigen Zinssätzen können den Erzeugern ihre Schulden bei Schädlingsbefall, Dürre oder anderen Problemen, die ihre Ernte beeinträchtigen, erlassen werden», so Fearnside. «Es ist ein Risiko, das eigentlich die Sojabauern tragen sollten, aber am Ende zahlt dafür die Staatskasse.»

Bei den in diesem Artikel untersuchten Krediten handelt es sich um «automatisch indirekte» Kredite. Dabei stellt das BNDES das Geld bereit, den Vertrag schliessen die Landwirte jedoch mit einem anderen Finanzinstitut. Auf diese Weise kann die staatseigene Bank ihre Risiken und Ausfälle verringern.

Auf Anfrage von Repórter Brasil erklärte die BNDES, sie verlange von den Kreditnehmern, dass sie vor Vertragsabschluss Erklärungen unterzeichnen. Darin müssen sie bestätigen, dass keine Umweltverstösse vorliegen. Die Partnerbank prüft, ob sie die Anforderungen einhalten. In diesem Fall ist das die John Deere Bank, ein in Luxemburg ansässiges Unternehmen, das sich zu 100 Prozent im Besitz von John Deere befindet. Auf ihrer Website räumt die BNDES jedoch ihre Verantwortung für die Genehmigung der Darlehen ein: «Schritt 4: Die BNDES bewertet den Antrag, prüft, ob er den Vorschriften entspricht, und bewilligt gegebenenfalls das Darlehen».

John Deere sagte gegenüber der NGO, dass das Unternehmen die Regeln für die Kreditvergabe «strikt einhält», «mit einer sorgfältigen Bewertung des Gebiets, das von einem bestimmten Produkt profitieren wird.»

Weiterlesen (auf englisch).

Schweiz: Die verfassungsmässige Grundordnung gilt es wiederherzustellen

Die «demokratisch-föderalistische Grundordnung» der Schweiz ist beeinträchtigt. Zu diesem Fazit kommen mehrere Vertreter aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. In einem gemeinsamen Appell unter dem Motto «Bleiben wir in guter Verfassung» fordern sie, dass diese wiederhergestellt wird. Unterzeichnet haben den Appell insgesamt 26 Personen.

Darunter sind der Philosoph Michael Esfeld, der Ökonom Konstantin Beck, die Thurgauer Kantonsrätin Barbara Müller sowie auch die Berner Stadträtin Simone Machado. Veröffentlicht wurde der Aufruf auf der Internetseite des «Forum Ouverture», das der Gemeindeparlamentarier Philippe Schultheiss ins Leben gerufen hat.

«Mit zunehmender Dauer dieses Ausnahmezustands droht dabei bei der Bevölkerung eine Gewöhnung an Verhältnisse einzutreten, welche von verfassungsrechtlich fragwürdigem staatlichen Handeln und von der Missachtung zentraler demokratischer Grundwerte geprägt sind», heisst es in dem Appell, den der Oltner Simon Häusermann verfasst hat.

Die Unterzeichner vereint die Überzeugung, dass es nicht Aufgabe des Staats sei, «moralische Verpflichtungen zu schaffen». Im Gegenteil: Der Staat sei verpflichtet, sich «in weltanschaulichen und religiösen Angelegenheiten neutral zu verhalten». Dies habe bereits 2015 das Bundesgericht in einem Urteil festgestellt.

Die Unterzeichner des Appells kritisieren des weiteren, dass die Regierung seit bald zwei Jahren ihr Handeln «vorwiegend oder ausschlissselich» unter dem Vorwand rechtfertige, die öffentliche Gesundheit zu schützen. Dies wiederum sei nicht zu vereinbaren mit den «Grundprinzipien der schweizerischen Bundeverfassung». Individuelle Grundrechte seien als «Abwehrrechte gegenüber staatlicher Übermacht» bedingungslos anzuerkennen.

«Angesichts der zahlreichen öffentlichen und privaten Interessen, welche der Staat bei der Aufgabenerfüllung zu berücksichtigen hat, kann deshalb demokratisch legitimiertes Handeln nie ‹alternativlos› sein.» In den Augen der Unterzeichner waren die Corona-Massnahmen bis zuletzt nicht verhältnissmässig.

Dazu schreiben sie weiter:

«Statt sich vom verfassungsrechtlichen Prinzip der Verhältnismässigkeit leiten zu lassen, orientieren sich der Bundesrat und die weiteren politisch Verantwortlichen bis heute primär am gesetzgeberischen Grundsatz des vorsorglichen Handelns.»

Vor diesem Hintergrund rufen die Unterzeichner des Appells die Bürger und insbesondere die politischen Mandatsträger dazu auf:

  • «1. die ethische Instanz des eigenen Gewissens, die Normen der schweizerischen Rechtsordnung sowie den in der Bundesverfassung wirkenden Geist einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zur Richtschnur ihres persönlichen Handelns zu machen;
  • 2. darauf hinzuwirken, dass die verfassungsmässige Grundordnung wiederhergestellt wird;
  • 3. auch in ausserordentlichen Situationen die im Appell genannten Grundsätze jederzeit zu beachten.»

Eine Welt im Ausnahmezustand

In der neuesten Ausgabe des «Corbett Report» Podcasts schneidet der Journalist James Corbett verschiedene Themen an. Er geht auch der Frage nach, inwiefern sich «Biosicherheit» und Ausnahmezustand auf unser Leben auswirken.

Djokovic: Lieber nie wieder ein Grand-Slam-Turnier spielen als sich gegen Covid impfen lassen

Der Weltranglistenerste im Tennis Novac Djokovic wurde im vergangenen Monat aus Australien ausgewiesen, nachdem die Regierung sein Visum im Streit um seinen Impfstatus annulliert hatte (wir berichteten). Um einige Missverständnisse auszuräumen, sagte Djokovic nun jedoch der BBC, dass er nicht ausgewiesen wurde, weil er nicht geimpft war oder gegen irgendwelche Regeln verstossen habe, sondern weil:

«… der Einwanderungsminister seinen Ermessensspielraum genutzt hat, um mein Visum zu annullieren, weil er der Meinung war, dass ich im Land oder in der Stadt eine Anti-Impf-Stimmung auslösen könnte, was ich absolut nicht teile.»

Im Exklusivinterview mit der BBC, auf das The Daily Sceptic hinweist, sagte der 20-fache Grand-Slam-Sieger auch, er würde lieber auf zukünftige Tennisturniere verzichten, als gezwungen zu werden, sich gegen Covid «impfen» zu lassen. Er sei nicht gegen Impfungen, sondern unterstütze das Recht des Einzelnen, selbst zu entscheiden.

Auf die Frage, ob er wegen seiner Haltung zu dem «Impfstoff» auf die Teilnahme an Wettkämpfen wie Wimbledon und den French Open verzichten würde, antwortete Djokovic:

«Ja, das ist der Preis, den ich zu zahlen bereit bin.»

Djokovic erklärte der BBC, dass er nie gegen Impfungen war. Er sei als Kind geimpft worden, doch er fügte an:

«Ich habe immer die Freiheit unterstützt, selbst zu entscheiden, was man in seinen Körper tut.»

Der Tennisstar hoffe, dass sich die Impfvorschriften bei bestimmten Turnieren ändern und dass er «noch viele Jahre spielen kann». Aber er bestätigte seine Bereitschaft, auf die Chance zu verzichten, statistisch gesehen der beste männliche Tennisspieler aller Zeiten zu werden. Auf die Frage, warum, antwortete er:

«Weil die Prinzipien der Entscheidungsfindung über meinen Körper wichtiger sind als jeder Titel oder alles andere. Ich versuche, so gut wie möglich mit meinem Körper in Einklang zu sein.»

Djokovic erläuterte, er habe sich schon immer intensiv mit Wohlbefinden, Gesundheit und Ernährung beschäftigt und seine Entscheidung sei teilweise durch die positiven Auswirkungen beeinflusst worden, die Faktoren wie die Umstellung seiner Ernährung und seines Schlafverhaltens auf seine Fähigkeiten als Sportler gehabt hätten.

Der Serbe halte sich jedoch die Option einer zukünftigen Impfung offen, weil alle gemeinsam versuchen würden, die bestmögliche Lösung für das Ende der «Pandemie» zu finden. Er sei nie gegen die «Impfung» gewesen und verstehe die weltweit unternommenen Anstrengungen, «um dieses Virus in den Griff zu bekommen und es hoffentlich bald zu besiegen».

O heilige Einfalt: Mosebach und die katholische Kirche

Fragwürdige Erklärungsansätze für priesterlichen Kindesmissbrauch (Symbolbild:Imago)

Der deutsche Schriftsteller und überzeugte Katholik Martin Mosebach hat sich vergangenen Donnerstag im Feuilleton der „Neuen Zürcher Zeitung”  zum Missbrauchsskandal in der römisch-katholischen Kirche geäußert, dessen Ursachen sich aus seiner Sicht „klar benennen” lassen: Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil habe sich die Kirche von altbewährten Traditionen verabschiedet, die stets die Ordnung und Disziplin des priesterlichen Alltags gewährleistet hätten. Diese „Verschluderung”, die zeitlich auch noch mit der dezidiert anti-autoritären und die sexuelle Freizügigkeit feiernden 68er-Bewegung zusammenfiel, sei für das Phänomen des Kindesmissbrauchs in der nachkonziliären Kirche verantwortlich zu machen: „Soutane und Priesterkragen verschwanden – der Priester wurde in der Öffentlichkeit unsichtbar. Die Verpflichtung, täglich die heilige Messe zu zelebrieren, entfiel – nur wer mit der katholischen Tradition vertraut ist, vermag zu ermessen, welch disziplinierenden Halt diese tägliche Übung, verbunden mit der Pflicht zu häufiger Beichte, zu gewähren imstande ist. (…) Es soll nicht behauptet werden, dass ein in der klassischen Tradition stehender Priester nicht Straftäter eines Sexualdelikts werden kann – solche hat es zu allen Zeiten auch unter strenger Observanz gegeben –, sehr wohl aber, dass es einem in die traditionelle Disziplin eingebundenen Priester leichter fällt, seiner Versuchungen Herr zu werden.

Den kirchlichen Kindesmissbrauch auf den Klerikalismus zurückzuführen, wie dies viele Kirchenmänner tun, also auf eine mit der Abwertung des Laien einhergehende Selbsterhöhung der Priester, bezeichnet Mosebach als „geradezu grotesk” und ergänzt: „Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein innerkirchlicher nachkonziliärer Antiklerikalismus, der die sakramentale Sonderposition des Priestertums verneint, welcher den Priestern wichtige Hilfestellungen weggeschlagen hat, ihren Gelübden treu zu bleiben.” Das ist wohlfeile Sophisterei, denn vollkommen unberührt von des Romanautors Einwand bleibt das Punctum puncti der Klerikalismus-Argumentation: Das unumstößliche Faktum, dass zwischen Priestern auf der einen Seite und Seminaristen, Laien auf der anderen Seite, auch wenn erstere ohne vorkonziliäre „respektheischende” Soutanen und Kragen daherkommen, ein spezifisches Status- und Machtgefälle besteht – eine hierarchische Konstellation, die der Ausübung von Gewalt, sei sie nun sexueller, körperlicher oder seelischer Art, eher förderlich als abträglich ist.

Sexuelle und psychische Faktoren

Sehr viel näher an der Praxis und der Realität als der zur Haute volée der bundesrepublikanischen Intelligenzija zählende Mosebach sind die vielen Stimmen innerhalb der Kirche und Priesterausbildung, die neben dem bereits erwähnten Klerikalismus sexuelle und psychische Faktoren als Erklärungen für die Missbrauchswelle anführen. Die „Tagespost“ schreibt: „Auch der langjährige Regens des St. Georgener Priesterseminars, Pater Stephan Kessler SJ, stellte der bisherigen Priesterausbildung in Deutschland ein vernichtendes Urteil aus, und macht drei Kernprobleme aus: fehlende sexuelle Reife der Kandidaten, Tabuisierung der Homosexualität und die ‚Überhöhung‘ des Priesteramts. (…) Es ist die Rede davon, dass die Seminaristen sich einer intransparenten Machtfülle des Regens ausgesetzt sehen, fehlenden Ausbildungscurricula oder Besuchen des Regens auf den Zimmern.” Zudem betonte Pater Kessler, dass die Priesterausbildung „mit ihren geschlossenen Systemen einen ’narzisstischen‘ und ’soziopathischen‘ Typen anspräche (…)”.

Dessen ungeachtet dürfte Mosebachs sancta simplicitas – Repristination des „soutanischen” und sakramentalen Glanzes der Priester, und schon werden diese ihre Versuchungen wieder leichter in den Griff bekommen – aber auch schon an der Tatsache scheitern, dass „das Verbrechen eine Erfindung der Institution” ist (so Wolfgang Sofsky in seinem „Traktat über die Gewalt”) und – wie uns die Geschichte eindrücklich lehrt – nicht zuletzt auch eine Invention der Kirche.

Kritisch begegnet Mosebach auch der Forderung, dass die Kirche von Grund auf erneuert werden müsse – „was angesichts der Tatsache, dass es sich bei den Delinquenten der letzten sechzig Jahre um nicht mehr als drei Prozent der in diesem Zeitraum wirkenden Priester handelt, etwas überzogen anmutet”, so der Büchner-Preisträger. Während Mosebach also Marginalität insinuiert, spricht so mancher mit der Aufarbeitung befasste Psychiater in Bezug auf die bislang ermittelten Zahlen von der berühmten „Spitze eines Eisbergs”.

Prozentuale Missbrauchsbagatellisierung

Dass insbesondere bei sexuellem Missbrauch von einer (sehr) hohen Dunkelziffer und von Vertuschungen ausgegangen wird, dass nachweislich Akten vernichtet oder manipuliert wurden, dass wir es nicht mit einem auf Deutschland beschränkten, sondern mit einem weltweiten Skandal zu tun haben, und dass Frauen in die Untersuchungen nicht einbezogen wurden, obwohl bekanntlich auch Frauen sexuelle Gelüste hegen und zu Gewalttaten fähig sind (siehe hier, hier oder hier  und, aus historischer Perspektive, hier) – all dies wird von Mosebach ebenso wenig erwähnt wie der folgende Umstand: „Erst seit den 90er Jahren werden Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche mit Kommissionen und Forschungsprojekten aufgeklärt – mal mehr, mal weniger systematisch, mal mehr, mal weniger transparent.”

Als Replik auf Mosebachs (prozentuale) Bagatellisierung des klerikalen Kindesmissbrauchs ist – im Hinblick auf eine Qualifizierung und Quantifizierung des Ungeistes in der römisch-katholischen Kirche – auch an Folgendes zu erinnern: Abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie etwa Carlo Maria Viganò, ist die von Martin Mosebach so sehr geschätzte römisch-katholische Kirche dem Bösen und seinen emsigen Bestrebungen, eine Diktatur zu errichten, die Menschheit zu reduzieren und zu versklaven, nicht entschieden entgegengetreten, sondern stattdessen agiert sie – wieder einmal – als Mitläufer und Unterstützer. Was die Erklärungen und Hintergründe hierfür sein könnten, dazu ist von dem vielfach vom Establishment ausgezeichneten Autor und von anderen (kirchennahen) Intellektuellen keine Wortmeldung zu vernehmen. Hierzu nur folgende knappe Hinweise: In der Bibel sind die Erlösung und das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen exklusiv-elitärer Art. Gott liebt und erlöst nur die, die an ihn glauben, die „Kinder Gottes”, alle anderen Menschen stammen vom Teufel ab und werden als „Kinder des Teufels” nicht von ihm geliebt (siehe 1. Johannesbrief 3,1–10); auch der Jesus des Johannesevangeliums betet ausdrücklich nur für jene Menschen, die Gott „gehören” (Johannesevangelium 17, 9–19); und Papst Bonifaz VIII. verkündete als unfehlbare Lehre, dass nur die gerettet und zum ewigen Heil gelangen könnten, die sich dem Bischof von Rom unterordnen.

Das definitive Ende der römisch-katholischen Kirche

Auch die tiefen Sympathien großer Teile der Amtskirche für den ökosozialistischen Zeitgeist und die Ziele der Transhumanisten-Kirche möchten der zensuraffine Blasphemie-Bekämpfer Mosebach und die intellektuelle Mitmach- bzw. Schweigeherde nicht so gerne thematisieren. Sollte im gegenwärtig ausgetragenen globalen Kampf nicht das Böse, sondern das Gute gewinnen, sollte das „Great Awakening” den „Great Reset” hinwegfegen, dann würde dies mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das definitive Ende der römisch-katholischen Kirche bedeuten, was sehr zu begrüßen wäre, denn… aber halt! Das Schlusswort in Sachen katholische Kirche wollen wir doch lieber einem großen Schriftsteller, der zudem einer der scharfsichtigsten Entlarver von Lebens- und Menschheitslügen ist, überlassen – Thomas Bernhard. Dieser schrieb in seinem Roman „Auslöschung. Ein Zerfall„:

Wir sind katholisch erzogen worden, hat geheißen, wir sind von Grund auf zerstört worden (…). Der Katholizismus ist der große Zerstörer der Kinderseelen, der große Angsteinjager, der große Charaktervernichter des Kindes. Millionen und schließlich Milliarden verdanken der katholischen Kirche, dass sie von Grund auf zerstört und ruiniert worden sind für die Welt. Dass aus ihrer Natur eine Unnatur gemacht worden ist. Die katholische Kirche hat den zerstörten Menschen auf dem Gewissen, den chaotisierten, den letzten Endes durch und durch unglücklichen, das ist die Wahrheit, nicht das Gegenteil. Denn die katholische Kirche duldet nur den katholischen Menschen, keinen andern, das ist ihre Absicht und ihr fortwährendes Ziel. Die katholische Kirche macht aus Menschen Katholiken, stumpfsinnige Kreaturen, die das selbständige Denken vergessen und für die katholische Religion verraten haben. Das ist die Wahrheit (…) Wenn wir auch in Betracht ziehen, dass die katholischen Bräuche uns als Kind immer entzückt haben, sie für uns am Anfang nichts anderes als ein Märchen gewesen sind (…) unser schönstes, zweifellos, für die Erwachsenen ihr einziges Schauspiel, ihr größtes, lebenslängliches, so haben dieses Märchen und dieses Schauspiel doch alles Natürliche in den Menschen ruiniert, sie mit der Zeit zugrunde gerichtet.

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Ukraine: Selenski mit dem Finger am Abzug

Ukraine: Selenski mit dem Finger am Abzug

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Von PROF. EBERHARD HAMER | In der Ukraine-Krise wird getäuscht und gelogen, dass sich die Balken biegen. Immerhin hat der amerikanische Präsident schon ein festes Datum (15.02.) als Kriegsbeginn bezeichnet. Warum weiß er dies? Nicht von Putin. Also sollte der Krieg von einem Satelliten der USA begonnen werden. Seit Machtbeginn verspricht der ukrainische Präsident Wolodimir […]

Kriegstreiber stoppen: Ukraine als neutralen Pufferstaat begreifen

Man wird das Gefühl nicht los, dass die hiesigen Vertreter des politisch-medialen Komplexes eine Eskalation des Konflikts in der Ukraine geradezu herbeisehnen. Im Talkformat ,,Blick auf Brüssel‘‘ sprach EU-Abgeordneter Maximilian Krah (AfD) mit Tomasz Froelich über das Pulverfass Ukraine und die Gefahr eines Krieges. (Video am Ende des Beitrags)

Moskau hält Washington den Spiegel vor

Krah verglich dabei die Situation in der Ukraine mit der Kubakrise 1962, als die Sowjetunion Mittelstreckenraketen auf Kuba stationierte, woraufhin die USA, gemäß der Monroe-Doktrin, mit einem Atomkrieg drohten. Froelich wies auf einen Gedanken des renommierten amerikanischen Politikwissenschaftlers John Mearsheimer hin, wonach die USA nicht mit Freude darauf reagieren würden, wenn umgekehrt beispielsweise China Truppen an der kanadisch-amerikanischen Grenze verlegen würde. Keine Großmacht möchte eine andere als Nachbarn haben – ein Grundsatz, den es zu akzeptieren gilt, meint Krah. Moskau würde nun in der Ukraine-Krise Washington nur den Spiegel vorhalten.

Ukraine muss Rücksicht nehmen auf seinen Nachbarn

Deshalb gilt es, eine Aufnahme der Ukraine in die NATO zu verhindern, ist Krah überzeugt. Das Argument, wonach die Ukraine ein souveräner Staat sei, der sich seine militärischen Bündnispartner selbst aussuchen könnte, lässt er nicht gelten: Nationalstaaten müssten Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen. Dass nun gerade jene Kräfte einen ukrainischen Nationalismus befeuern, die sonst immer meinen, die Zeit der Nationalstaaten sei vorbei, sei heuchlerisch.

Deutschland darf sich nicht in Konflikt hineinziehen lassen

Für Krah steht fest: Es gilt den Frieden zu schützen und die Option auf gute partnerschaftliche Beziehungen mit Russland zu wahren. Man dürfe sich nicht in einen Konflikt hineinziehen lassen, nur weil nationale Interessen Polens, geostrategische und ökonomische Interessen der USA, und ideologische Interessen der europäischen Linken, denen Russland als wertekonservatives Bollwerk ein Dorn im Auge ist, das so verlangen.

Westliche Doppelmoral

Dem Werteuniversalismus des Westens, der Russland ständig attestiert, rechtsstaatlichen Standards nicht zu genügen, kann Krah nichts abgewinnen: Außenpolitik hat interessen- und nicht wertegeleitet zu sein. Außerdem unterstützen jene, die Russland Defizite bei der Rechtsstaatlichkeit vorwerfen, ein durch und durch korruptes und kleptokratisches Oligarchenregime in Kiew, das Oppositionelle wie etwa Viktor Medvedchuk oder den ehemaligen Präsidenten Petro Poroschenko verfolgt. Das sei ,,westliche Doppelmoral‘‘.

Korruptem Regime in Kiew den Geldhahn abdrehen!

Den Schlüssel zur Beendigung des Konflikts sieht Krah in einem Stopp der Finanzierung des Regimes in Kiew, das monatlich über drei Milliarden Euro erhalten würde. Es sei im Interesse dieser korrupten Kräfte, den Konflikt mit Russland zu befeuern, da dadurch Hilfsgelder fließen würden, von denen ein beträchtlicher Teil privatisiert werde. Würde man diese Transfers stoppen, wäre der Anreiz zu friedensbildenden Maßnahmen größer, da Krieg viel Geld kostet.

Sicherheitsgarantien der NATO an Russland könnten zwar die Lage entspannen, wären aber ein Gesichtsverlust für US-Präsident Biden und entsprechend unwahrscheinlich. Ziel müsse dennoch eine neutrale Ukraine als Pufferstaat sein. Interessanterweise sind an einer Deeskalation des Ukraine-Konflikts im EU-Parlament nur Vertreter der patriotischen und rechtskonservativen Parteien interessiert, stellt Krah fest. Mit einem Blick auf den Kartellparteienblock resümiert Krah: ,

,Ich bin von Kriegstreibern umgeben!‘‘

Spannende Einblicke

Das Gespräch mit Maximilian Krah und Tomasz Froelich können Sie jetzt hier sehen:

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Kapital-Fehler: Impfpflicht-Gesetz reißt ÖVP in tiefe Krise

Kapital-Fehler: Impfpflicht-Gesetz reißt ÖVP in tiefe Krise

Aus Angst vor einer Kapitulation vor Kickl und dem Corona-Widerstand verpasste die ÖVP den rechtzeitigen Absprung vom lagerübergreifend verhassten Impfpflicht-Gesetz. Dabei wäre die milde Omikron-Variante die Exit-Strategie aus der Politik des völligen Versagens schlechthin gewesen. Ein Kapital-Fehler. Jetzt steckt die ÖVP in einer tiefen Krise. Vor allem in ihrem historischen Kernbundesland Niederösterreich laufen ihr Wähler sowie Funktionäre in Scharen davon. Wochenblick sprach mit Niederösterreichs FPÖ-Chef Udo Landbauer über den Niedergang der einst so mächtigen “Volkspartei”.

Erst kürzlich musste die ÖVP-NÖ eine herbe Wahlschlappe in Wolfgang Sobotkas Heimatort Waidhofen an der Ybbs hinnehmen. Umfragen sagen bereits den Verlust der absoluten Mehrheit für ÖVP-Landeschefin Mikl-Leitner voraus. Langjährige Regionalpolitiker treten reihenweise aus der Partei aus, weil sie das Zwangs-Stich-Gesetz nicht mittragen können oder wollen. Es brodelt gehörig an der Partei-Basis: Bauernbund-Funktionäre der ÖVP Niederösterreich haben angekündigt, aus Protest gegen das Gesetz aus der Partei auszutreten. Der nö. FPÖ-Landesparteiobmann, Udo Landbauer, meinte dazu: „Ich kann nur sagen: Respekt vor jedem, der Haltung zeigt und die ÖVP aufgrund ihrer menschenunwürdigen Politik verlässt. Ich kann jeden verstehen, der mit dieser Art der Politik nichts mehr zu tun haben möchte”.

Wahldebakel in Sobotkas Heimatort: Minus 20 Prozent für ÖVP

Wie Wochenblick berichtete, kam erst kürzlich offene Kritik am infamen Gesetz aus den Bundesländern. Doch wie es scheint, rumort es vor allem in der ÖVP-Basis. Und ganz speziell im von der mächtigen Johanna Mikl-Leitner regierten Niederösterreich zeichnet sich der Zerfall der schwarzen Übermacht ab. Erst kürzlich mussten sie die schmerzliche Wahlniederlage in Waidhofen/Ybbs, Wolfgang Sobotkas Heimatort, hinnehmen. Ein Verlust von rund 20% der Stimmen, während die MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) gleich beim ersten Antreten mit 17% auftrumpfen konnte (Wochenblick berichtete).

Reihenweise ÖVP-Austritte: “nur die Spitze des Eisbergs”

In der Gemeinde Aspangberg-St. Peter haben gleich 38 Mitglieder des ÖVP-Bauernbundes ihren Austritt angekündigt, berichtet ein Medium. In einem Brief an die Bauernbund-Spitze erklärten sie vor allem ihre klare Ablehnung des Stichzwang-Gesetzes. Der FPÖ Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, Udo Landbauer, sieht tiefe Gräben, die sich in der schwarzen Landespartei auftun: „In der ÖVP NÖ rumort es gewaltig. Immer mehr Funktionäre stellen sich offen gegen den Kurs von Nehammer und Mikl-Leitner und treten aus der ÖVP aus!“ Nur die wenigsten Austritte würden an die Öffentlichkeit dringen. Es sei „nur die Spitze des Eisberges”. Landbauer erklärt weiter, dass „die Front jener niederösterreichischen ÖVP-Politiker, die sich offen gegen den Kurs von Parteichef Nehammer und LH Mikl-Leitner stellen, aus der Partei austreten und ihre Ämter zur Verfügung stellen, täglich größer“ werde.

Rückschlag auch in der Heimat des Innenministers

Einer der prominentesten Austritte der letzten Tage war der Unternehmer (20 Mitarbeiter), ÖVP-Politiker und Gemeinderat Engelbert Steinkogler aus Texingtal. Er hat seine Mitgliedschaft sowohl beim Wirtschaftsbund als auch in der ÖVP zurückgelegt. Es ist ausgerechnet die Heimat von ÖVP-Innenminister Gerhard Karner. Seit 2015 war er Bürgermeister der nö. Gemeinde im Bezirk Melk war. „Der ÖVP Niederösterreich passiert so etwas nicht einfach. Der Mikl-Leitner Kurs bröckelt und viele können mit den verfassungswidrigen Grundrechtseingriffen nichts anfangen”, analysiert Landbauer.

ÖVP-Vizebürgermeisterin in NÖ zurückgetreten

Nun wurde auch der Fall der ÖVP-Vizebürgermeisterin Katharina Geppel aus Kirnberg an der Mank, ebenfalls im Bezirk Melk, bekannt, die aus Entsetzen über das Impfpflicht-Gesetz die ÖVP verlässt. „Die Entwicklung der Gesellschaft geht in die falsche Richtung“, attestierte sie. Sie möchte ihre Kinder „nicht in eine gespaltene Welt entlassen“, stellte die selbst genbehandelte diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin klar. Wie immer mehr andere Beamte hat auch sie ihre Mitgliedschaft beim schwarzen ÖAAB gekündigt.

Und noch mehr ÖVP-Austritte…

Auch das Vertrauen der ÖVP-Vizebürgermeisterin der Gemeinde Redlham im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich, Gertrud Schöffin, in Politik und Medien ist zutiefst erschüttert. Der Corona-Wahnsinn habe alles „ver-rückt“! “Man muss erst erkranken, um dann als genesen, das heißt gesund, zu gelten”, weist sie auf die absurden Zustände hin. Sie zieht die Konsequenzen und will sämtliche Ehrenämter zurücklegen: “Das wars für mich”!

Nach den Parteiaustritten von Christina StafflerSabine Deckenbach und Christoph Kölbl stellte sich kürzlich auch Adi Hinterhölzl, der seit 2009 Bürgermeister in Eidenberg im oberösterreichischen Bezirk Urfahr-Umgebung ist, gegen die Impfpflicht. Er ist zwar nicht ausgetreten, sagte seiner Partei allerdings in einer E-Mail voraus: „Es wird der Tag des Aufwachens vom Impfwahnsinn in Österreich kommen, da bin ich mir ganz sicher.“ Er scheint recht zu behalten – die ÖVP ist im Zerfall begriffen.