Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Die Sorgen um das Lumpenpack: die Demokratie an sich

Wenn ich Biden zuhöre, wie er mit der Beharrlichkeit und Dringlichkeit eines Staubsaugervertreters über Demokratie, Demokratie, Demokratie schwadroniert und darüber, wie wir die amerikanische Demokratie vor den wimmelnden Bedrohungen für die Demokratie retten müssen, bin ich voller Staunen. Die Menschen davon zu überzeugen, dass sie in einer Demokratie leben, ist ein hartes Stück Arbeit, so als würde man Luft in einen undichten Schlauch pumpen. Amerika ist genauso wenig eine Demokratie wie eine Topfpflanze.

Funktionaler Analphabetismus in Amerika bei vierzehn Prozent:

Ministerium für Bildung

Funktionale Analphabeten sind nicht in der Lage, eine Bewerbung auszufüllen, ein Scheckbuch zu führen, eine einfache Geschichte in einer Zeitung zu lesen oder die sozialen Medien zu nutzen. Diejenigen, die nicht lesen können, tun es nicht, und eine weitere große Zahl, die kaum lesen kann, tut es auch nicht. Schätzungsweise machen sie ein Viertel der Bevölkerung aus. Aber sie gehen wählen.

Vorwürfe gegen Ärztepräsident Szekeres: Zweite Doktorarbeit nur zusammengeheftete Artikel

Vorwürfe gegen Ärztepräsident Szekeres: Zweite Doktorarbeit nur zusammengeheftete Artikel

Es ist der nächste Fall eines prominenten Österreichers, wo zumindest ein Teil der akademischen Laufbahn in ein äußerst schlechtes Licht gerät. Die Partei MFG hat die Dissertation (Dr. phil.) des äußerst umstrittenen Ärztekammerpräsidenten in der Slowakei ausgehoben – und ist schockiert. Es handelt sich um eine zusammengeheftete Artikelsammlung aus acht Jahren. Es gibt nicht einmal eine Seitennummerierung oder ein Inhaltsverzeichnis, geschweige denn eine wissenschaftliche Schlussfolgerung.

Da könnte man schon fast Zeitungspapier sammeln, in das Wurst eingewickelt wird, und als Doktorarbeit ausgeben. Der Plagiatsverdacht gegen Justizministerin Zadic wiegt bei weitem weniger schwer als die Vorwürfe gegen den SPÖ-nahen Thomas Szekeres, der als exzessiver Corona-Maßnahmen-Hardliner gilt. Es geht nicht darum, dass irgendwo abgeschrieben wurde – es geht darum, dass die so genannte Doktorarbeit, der Szekeres seinen Dr. phil. verdankt, überhaupt keine wissenschaftlichen Kriterien erfüllt.

Darin ist keine gesonderte Arbeitsleistung erkennbar, die sich als Forschung zum Erlangen eines Doktorgrades ausgeben lässt. Vielmehr lässt sich das Papier an Dreistigkeit und Schlampigkeit nicht mehr überbieten. Die alten Artikel von Thomas Szekeres, seiner Ehefrau und anderen Autoren wurden einfach zusammenkopiert und geheftet, ohne dass es eine übergreifende Erklärung dazu gibt, wie die Texte denn zusammenhängen und was sie eigentlich beweisen sollen. Hier wurde nicht einmal der Anschein erweckt, eine wissenschaftliche Arbeit geleistet zu haben, wie es zumindest bei den Plagiatoren pro Forma der Fall ist. Bis zur Klärung der Umstände und Inhalte gilt aus rechtlicher Sicht die Unschuldsvermutung.

In Folge die Presseaussendung der MFG Österreich zum Sachverhalt

Elf Arbeiten kopiert und zusammengeheftet. Nur vier von Szekeres als Erstautor, davon zwei Reviews. MFG-Ärzte veranlassen Überprüfung durch renommierte Universität.

Gerne verweist Ärztekammerpräsident Szekeres auf Experten und „die Wissenschaft“, wenn es um die Diskussion zur Impfpflicht oder zu Impfschäden geht. Viele kritische Arztkollegen wurden so mundtot gemacht oder haben gar ein Disziplinarverfahren aufgebürdet bekommen, da ihr wissenschaftlicher Zugang in Zweifel gestellt wurde. Aber wie wissenschaftlich integer ist die PhD-Dissertation („Doktor phil.“) des Kammerpräsidenten selbst eigentlich?

Ein „Familien phD“?

Fakt ist: Szekeres hat 2003 an der Uni Trnava in der Slowakei promoviert, während er an der MedUni beschäftigt war. Befremdlich ist, dass in der „Dissertation“ kein neues Thema bearbeitet wird, sondern es handelt sich um eine bloße Zusammenheftung von elf Publikationen, die zuvor schon zwischen 1994 und 2002 publiziert wurden. Nur bei vier Arbeiten ist Szekeres überhaupt Erstautor. Zwei davon sind „Reviews“ d.h. sie sind eine Zusammenfassung von Studien anderer Wissenschaftler und sind somit keine eigenständige Studie, wie für ein PhD gefordert. In vier Studien ist seine Ehefrau Erstautorin. Diese Literatursammlung wurde dann unter dem Titel „Enzyme targeted chemotherapy by inhibition of key enzymes of DNA synthesis“ schlampig kopiert und dann einfach zusammengeheftet. Ohne dass es zu diesem Thema eine eigenständige, übergreifende Abhandlung gäbe, wie es für eine Dissertation Standard ist.

Viele Mängel

Die wissenschaftliche Qualität dieser Arbeit ist fragwürdig. Hier eine Auflistung einiger gravierender Defizite:

  • keine Einleitung, kein Inhaltsverzeichnis und kein Literaturverzeichnis
  • keine übergeordnete wissenschaftliche These (ergo auch nicht bewiesen)
  • kein übergreifender Themenbereich mit präziser Forschungsfrage
  • Keine Angaben zu einem Betreuer oder einer betreuenden Abteilung
  • Keine Angaben zu einem Rigorosum und zur Veröffentlichung
  • Keine Durchnummerierung – die Arbeit beginnt mit der Seite 118 (!)
  • Es findet sich kein Datum außer der Jahreszahl 2003 – unklar ist wann wurden die Unterlagen eingereicht, wann geprüft, wann genehmigt, wann publiziert?
  • Keine einzige wissenschaftliche Arbeit in der „Dissertation“ beruht auf Forschung an der Universität Trnava oder wurde mit einem Kooperationspartner aus dieser Universität erstellt. Alle Arbeiten sind an der Universität bzw. MedUni Wien entstanden.

MFG-Ärztegruppe verlangt Aufklärung

Die MFG Ärzteliste rund um Univ. Prof. a.D. Andreas Sönnichsen und DDr. Christian Fiala hätte jetzt gerne vom Kammerpräsidenten gewusst:

  • Warum hat der Kammerpräsident im Jahr 2003 seine PhD-Arbeit ausgerechnet an der Universität Trnava erstellt und eingereicht und nicht an der MedUni-Wien, an der er damals beschäftigt war und an der auch die wissenschaftlichen Publikationen entstanden sind? An der MedUni-Wien bestand damals ebenfalls die Möglichkeit eines PhD Studiums.
  • Hat Szekeres überhaupt in der Slowakei studiert? Wenn ja: wie war das mit seinem Fulltime-Job an der MedUni Wien kompatibel?
  • Gab es eine kommissionelle Prüfung an der slowakischen Uni? Wenn ja: wer war beteiligt? Wer war der Doktorvater? Welche Expertise hatte dieser?
  • Und schließlich, wie vereinbar ist ein derartiges Unterlaufen wissenschaftlicher Standards eines Doktortitels, mit seiner Vorbildfunktion als Präsident der Ärztekammer?

Ein slowakischer Arzt hat sich über diese Arbeit empört und dann an die MFG gewandt. „Wir haben die „Arbeit“ geprüft und waren entsetzt über die offensichtlichen Unzulänglichkeiten“, so Christian Fiala von der MFG Ärzteliste. Eine PhD-Arbeit sei ein enormer wissenschaftlicher Aufwand – in Österreich wäre ein akademischer Titel für eine solche Arbeit wohl nicht möglich. „Der Kammerpräsident hat die Wissenschaft in der Corona Krise wie eine Monstranz vor sich hergetragen und alle Ärzte, die eine andere wissenschaftliche Meinung vertraten, mit Disziplinarverfahren verfolgt. Jetzt sehen wir eine PhD-Arbeit, die den Ruf der Ärzteschaft und der Ärztekammer ramponiert“, so Fiala. Andreas Sönnichsen bekräftigt: „Wir werden die Disziplinarkommission der Ärztekammer einschalten und Rektor Müller von der MedUni Wien – wo Szekeres unterrichtet – zum Handeln auffordern. Darüber hinaus werden wir ein Gutachten von einer renommierten Universität über diese Arbeit einholen.“

Die „Dissertation“ von Kammerpräsident Szekeres (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) ist im Archiv der Bibliothek der Uni Trnava unter „C-Sklad, 615/Sze 038071“ in gedruckter Version zu finden und kann nur nach Vorbestellung im Lesesaal der Bibliothek eingesehen werden. (http://ezp.truni.sk/opac/openURL?sid=B062938)

Die gesicherte Arbeit ist hier zum downloaden:
https://we.tl/t-kxOU6Sf0sh

Weltwoche Daily: Gutmenschen und Moralapostel

Weltwoche Daily: Gutmenschen und Moralapostel

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„Weltwoche Daily Deutschland“ – Roger Köppels täglicher Meinungs-Espresso gegen den Mainstream-Tsunami. Mo-Fr ab 6 Uhr 30 mit der Daily-Show von Roger Köppel und pointierten Kommentaren von Top-Journalisten. Die Themen in dieser Ausgabe: Zuversicht in finsteren Zeiten. Der heilsame Schock. Olaf Scholz und die militärische Schubumkehr. Hat sich der Kreml-Herr verkalkuliert? Gutmenschen und Moralapostel. Verschiebung der geopolitischen […]

Warum?

Warum?

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Warum? Diese Frage hört man überall. Im Westen veranstalten die Medien Propaganda nach dem Lehrbuch, während der Informationsgehalt der unzähligen Artikel über das Thema Ukraine derzeit noch geringer ist als sonst. Dafür sind die Artikel aber angefüllt mit wertenden Formulierungen und emotionalisierenden Geschichten, um die öffentliche Meinung weiter gegen Russland anzufeuern. Kaum ein Absatz in […]

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Wie Kiew lebende Soldaten für tot erklärt hat

Wie Kiew lebende Soldaten für tot erklärt hat

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Tatsächlich waren auf der Insel 82 Soldaten stationiert und sie sind alle wohlauf. Sie haben sich ergeben und befinden sich auf der Krim. Dort werden sie versorgt und Russland hat ihnen – wie auch allen anderen ukrainischen Soldaten, die die Waffen niedergelegt haben – die Rückkehr nach Hause erlaubt, sobald das gefahrlos möglich ist. Sie […]

Der Beitrag Wie Kiew lebende Soldaten für tot erklärt hat erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Eine Reportage über die Lage in Tschernobyl

Eine Reportage über die Lage in Tschernobyl

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Die Ankündigung von Selensky auf der Münchner Sicherheitskonferenz, die Ukraine atomar bewaffnen zu wollen, war sicher einer der Gründe für die russische Militäroperation. Die Ukraine hat alles, was sie für eine nukleare Bewaffnung braucht: Sie hat Uran, kann es zu waffenfähigem Plutonium verarbeiten und sie hat auch eigene Raketen, die Atombomben tragen können. Daher hat […]

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Das russische Fernsehen über die Sanktionen: „Der Westen will Russland zerstören“

Das russische Fernsehen über die Sanktionen: „Der Westen will Russland zerstören“

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In dieser emotional aufgeheizten Stimmung muss ich noch einmal darauf hinweisen: Ich übersetze Berichte der russischen Medien nicht, weil ich russische Propaganda betreiben möchte, sondern weil ich aufzeigen möchte, wie in Russland über dieses oder jenes Thema berichtet wird. Oft kommt es dabei vor, dass ich Berichte übersetze, bei denen ich ganz oder teilweise anderer […]

Der Beitrag Das russische Fernsehen über die Sanktionen: „Der Westen will Russland zerstören“ erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Das russische Fernsehen erklärt die Gründe für die russische Militäroperation in der Ukraine

In dieser emotional aufgeheizten Stimmung muss ich noch einmal darauf hinweisen: Ich übersetze Berichte der russischen Medien nicht, weil ich russische Propaganda betreiben möchte, sondern weil ich aufzeigen möchte, wie in Russland über dieses oder jenes Thema berichtet wird. Oft kommt es dabei vor, dass ich Berichte übersetze, bei denen ich ganz oder teilweise anderer […]

Der Beitrag Das russische Fernsehen erklärt die Gründe für die russische Militäroperation in der Ukraine erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Griechenland: Pressefreiheit in Gefahr

Zwei griechische Reporter haben über Korruptionsskandale recherchiert, in die zehn Politiker (darunter der ehemalige Premierminister Antonis Samaras, Yannis Stournaras, der derzeitige Chef der griechischen Zentralbank, und Evangelos Venizelos, ehemaliger Vize-Premierminister) verwickelt waren. Der Verdacht: Die Politiker sollen Bestechungsgelder vom Pharma-Riesen Novartis erhalten haben. Nun werden die beiden Reporter wegen «Pflichtverletzung», «Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung» und «Beteiligung an einer Verschwörung» angeklagt.

Ein Blick auf die Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Medien in Griechenland zeigt: um die Pressefreiheit steht es zunehmend schlecht.

Vor mehr als 2500 Jahren erreichte die Zivilisation der hellenischen Stadtstaaten ihren Höhepunkt: Ihre Philosophie, politische Organisation und Kunst bildeten die Grundlage der westlichen Zivilisation. Es folgten die Römer, die Türken, Monarchien und Republiken.

Das Jahr 1967, in dem sich die Obersten an die Macht putschten, war ein Schicksalsjahr. Seitdem sind mehr als 40 Jahre vergangen, aber das alte System wurde nicht vollständig hinweggefegt. Der Staatsapparat ist immer noch überdimensioniert, die Verwaltung ineffizient und öffentliche Gelder werden verschwendet. Der durch Vetternwirtschaft aufgeblähte öffentliche Dienst in Griechenland ist ein riesiges Problem: Ein Viertel aller Beschäftigten, also etwa eine Million Menschen, arbeitet für den Staat, während es in Deutschland nur jeder siebte ist.

Und dann ist da noch die Korruption – sie ist in Griechenland allgegenwärtig. Beim Arzt, im Krankenhaus, in den öffentlichen Ämtern, bei der Fahrprüfung. Korruption ist für die Gesellschaft als Ganzes problematisch: Wie kann sich eine Volkswirtschaft stabil entwickeln, wenn jeder einzelne Akteur immer vom Wohlwollen anderer abhängig und deren Willkür ausgeliefert ist? Die schlechte Bezahlung – der griechische Durchschnittslohn liegt bei 780 Euro – ist vielleicht einer der Gründe, warum sich so viele Menschen korrumpieren lassen. Ein weiterer Grund ist der Mangel an positiven Vorbildern: Warum sollte der Mann von der Strasse nicht das tun, was in der grossen griechischen Politik und Wirtschaft üblich ist?

In diesem Umfeld haben es unabhängige Medien und Journalisten schwer. «Die Pressefreiheit in Griechenland hat im Jahr 2020 Schaden genommen» – so lautet der erste Satz des nationalen Berichts «2021 Press Freedom Index» der Organisation Reporter ohne Grenzen. Im internationalen Vergleich belegt Griechenland unter 180 Staaten den 70. Platz und liegt damit in der EU nur noch vor Malta, Ungarn und Bulgarien.

Der «Media Pluralism Monitor 2021» des Centre for Media Pluralism and Media Freedom (CMPF) kommt zu dem Schluss, dass in Griechenland «die Medienvielfalt in allen untersuchten Bereichen Probleme bereitet». Der Bericht stellt fest, dass die Eigentumsverhältnisse der Medien in Griechenland weitgehend undurchsichtig und «private Medien nicht ausreichend vor politischer Einmischung geschützt sind».

2021 – ein schwarzes Jahr für die Pressefreiheit

2021 war ein dunkles Jahr für die Pressefreiheit in Griechenland. Anfang 2021 stellte die Regierung ihren neuen nationalen Plan für die Aufrechterhaltung der Ordnung bei öffentlichen Versammlungen (SNMO) vor. Dieser sieht vor, dass bei Demonstrationen ein «spezieller Bereich» für Medienschaffende eingerichtet wird.

Die Regierung der «Nea Dimokratia» begann nach ihrem Sieg bei den Wahlen 2019 mit der Zentralisierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Heute unterstehen der öffentliche Rundfunk (ERT) und die nationale Nachrichtenagentur – deren Meldungen auf fast allen griechischen Informations-Plattformen verbreitet werden – direkt dem Premierminister und dem Amt für Information und Kommunikation.

Im November 2021 verabschiedete das Parlament eine Änderung des Strafgesetzbuches, die die Verbreitung von «Fake News» unter Strafe stellt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisiert die vage Formulierung des Gesetzes, die einen grossen Interpretationsspielraum zulässt. Sie fordert, dass «die Regierung die Gesetzesänderung zurückzieht, da sie nicht mit der Meinungs- und Pressefreiheit vereinbar ist».

Es kommt noch schlimmer: Am 9. April 2021 wurde der bekannte investigative Journalist Giorgos Karaivaz am helllichten Tag vor seinem Haus in Athen erschossen. Für alle Beobachter in Griechenland besteht kein Zweifel daran, dass Karaivaz wegen seiner Arbeit ermordet wurde. Er hatte in den letzten Jahren zahlreiche Reportagen über Missstände bei der Polizei, Korruption und Machtmissbrauch sowie über den begründeten Verdacht der politischen Einflussnahme auf die Justizbehörden veröffentlicht. Zehn Monate nach dem Verbrechen gibt es keine Festnahmen, noch nicht einmal die Identifikation von Verdächtigen, und nur wenige Informationen über die Ermittlungen.

Die Liste geht weiter: Im Oktober 2021 wurden die Medienkooperative Alterthess in Thessaloniki und eine ihrer Journalistinnen, Stavroula Poulimeni, von Hellas Gold S.A., einem Goldbergbau-Unternehmen, verklagt.

Poulimenis Artikel mit dem Titel «Zwei leitende Angestellte von Hellas Gold S.A. wegen Wasserverschmutzung in Nord-Chalkidiki verurteilt» befasst sich mit einem Gerichtsverfahren, in dem das Unternehmen wegen zahlreicher Verstösse gegen das Umweltrecht, genauer gesagt wegen Wasser- und Umweltverschmutzung, für schuldig befunden wurde. Etwas mehr als ein Jahr nach Erscheinen des Artikels wurde eine Klage eingereicht, weil die Journalistin gegen das Gesetz verstossen haben soll, persönliche Informationen aus einem Strafprozess weiterzugeben. Wenn ihre Geldstrafe von 100’000 Euro nicht bezahlt wird, droht der Journalistin eine einjährige Haftstrafe.

Oder Mitte November 2021: Der griechische Journalist Dimitris Terzis veröffentlichte in der Zeitung EFSYN Beweise dafür, dass Journalisten, Beamte und Anwälte, die mit Flüchtlingen zu tun haben, vom griechischen Geheimdienst überwacht werden, und dass dies auch für bekannte Impfgegner gilt. Zu den überwachten Personen scheint auch Stavros Malichudis, Griechenland-Korrespondent von AFP, zu gehören.

Zu Beginn des Jahres wurden zwei weitere griechische Journalisten, Gianna Papdakou vom Athener Sender Alpha TV und Kostas Vaxevanis, Herausgeber der Zeitung Documento, vor Gericht gebracht.

Novartis-Gate

Die Vorwürfe wiegen schwer, der Skandal betrifft den Schweizer Pharma-Riesen Novartis. «Novartis-Gate» kam ins Rollen, nachdem zwei ehemalige Angestellte des Unternehmens vor der US-Börsenaufsicht ausgesagt hatten. Der Fall beschäftigt Griechenland seit mehreren Jahren.

Zwischen 2006 und 2015 soll der Konzern versucht haben, seine Position auf dem griechischen Markt mithilfe illegaler Zahlungen zu verbessern. Im Vordergrund stand zunächst die Bestechung von Ärzten, mit der die Verschreibung und der Verkauf von Novartis-Produkten gefördert werden sollte. Nun konzentriert sich die Untersuchung auch auf Politiker, die gegen Bezahlung Novartis-Medikamente bei der Zulassung und Preisfestsetzung begünstigt haben sollen. Zu den Beschuldigten gehören zwei ehemalige Premierminister und acht ehemalige Minister. Insgesamt sollen Beträge in Höhe von 50 Millionen Euro geflossen sein. Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich laut Justizministerium auf drei Milliarden Euro.

Es muss betont werden, dass dies in einem von der Wirtschaftskrise gebeutelten Land geschah, zu einem Zeitpunkt, in dem viele Griechen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hatten und die öffentlichen Gesundheitsausgaben drastisch gekürzt wurden.

Im Jahr 2016 wurde Novartis in den USA zu einer Geldstrafe von 390 Millionen US-Dollar (366 Millionen Euro) verurteilt. In Griechenland ist jedoch nichts passiert. Die Recherchen von Papadakou und anderen deuten jedoch darauf hin, dass wichtige politische Entscheidungsträger des Landes das Verfahren sabotieren, um hochrangige Beamte zu schützen. So zeigten die Journalisten auf, dass der zuständigen Staatsanwältin die Ermittlungen im Fall Novartis aus fadenscheinigen Gründen entzogen wurden. Die Justiz scheint sich nicht für diese Fragen zu interessieren – jedoch umso mehr für die Reporter, die sie stellen. So findet sich Gianna Papadakou nun vor Gericht wieder, der Verbreitung von «Fake News» beschuldigt.

Auch gegen Kostas Vaxevanis, selbst ein angesehener Ermittler, werden Untersuchungen im Zuge des Novartis-Gate geführt. Vaxevanis wird der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung beschuldigt, sowie der Verschwörung zwecks Amtsmissbrauch. Für diese Taten drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Bereits 2017 wurde der Journalist wegen «Verleumdung» vor Gericht gestellt. Damals hatte ihn die Frau des ehemaligen Chefs der griechischen Zentralbank verklagt, weil er in seinen Berichten angeblich falsche Informationen über ihren Mann verbreitet hatte. Und 2012 wurde Vaxevanis vorübergehend festgenommen, weil er Informationen zu Schweizer Bankkonten weitergegeben hatte.

Vaxevanis sagte: «Die Korruption in Griechenland ruht auf drei Säulen: einer völlig unkontrollierten Finanzelite, politischen Handlangern und den Medien.» Der Journalist zählt etwa zwanzig Personen zur Unternehmerelite, die sich ihren Einfluss auf die Politik durch Bestechungsgelder sichern würden. Diese Finanzelite sei im Besitz der grossen Fernsehsender und Zeitungen. Damit wäre es für einen multinationalen Konzern wie Novartis ein Kinderspiel, sich eine beherrschende Stellung auf dem griechischen Arzneimittelmarkt zu sichern.

Und die europäische Politik?

Über die meisten der oben erwähnten Vorfälle und Ereignisse wird in den griechischen Medien kaum berichtet, was die öffentliche Debatte sehr schwierig macht. In den Parlamentsdebatten werden Sachfragen kaum angesprochen oder durch das Geschrei der Spitzenpolitiker übertönt, das die Bürger nur noch mehr verwirrt. Griechische Journalistenverbände haben die Missstände im einen oder anderen Fall angeprangert, internationale Presseorganisationen haben die Regierung mehrfach um eine Stellungnahme gebeten – in der Regel ohne Ergebnis.

Doch am besorgniserregendsten ist wohl die weitgehende Ignoranz der EU-Institutionen diesbezüglich. Das verdeutlicht der Bericht 2021 im Kapitel über die rechtsstaatliche Lage in Griechenland: Darin wird dargelegt, dass «die physische Sicherheit von Journalisten weiterhin angegriffen und bedroht wird». Auch die Ermordung von Giorgos Karaivaz wird erwähnt. Insgesamt werden die Schilderungen der Tatsache, dass die Rechtsstaatlichkeit in Griechenland in Gefahr ist, aber nicht gerecht. Es stellt sich die Frage, welchen Wert ein solcher Bericht hat – und welche Konsequenzen er für einen EU-Mitgliedstaat hat, der explizit gegen europäische Grundwerte verstösst.

Könnte der «European Media Freedom Act» – das geplante Gesetz über die Pressefreiheit in Europa – die griechischen Medien ausreichend schützen? «Die Pressefreiheit ist nicht nur wichtig für die Demokratie, sie ist die Demokratie», sagte einst Walter Cronkite. Cronkite war der vielleicht bekannteste Journalist seiner Zeit, man nannte ihn «den Mann, dem Amerika vertraut». Sein Worte bringen es auf den Punkt: Man muss jeden Tag für die Medienvielfalt kämpfen, und dieser Kampf ist für jede funktionierende Demokratie von entscheidender Bedeutung.

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Dieser Text wurde uns von Bon pour la tête zur Verfügung gestellt, dem führenden alternativen Medium der französischsprachigen Schweiz. Von Journalisten für wache Menschen.

Buchtipp: «Wer schweigt, stimmt zu»

Für Ulrike Guérot, Professorin für Europapolitik, wirft die Pandemie eine zentrale Frage auf: Wie wollen wir eigentlich leben? Das Pandemiemanagement habe zu zermürbten Gesellschaften, verformten Demokratien, polarisierten Debatten, erschöpften Volkswirtschaften und eingeschränkten Freiheitsrechten geführt. Guérot geht in ihrem Essay «Wer schweigt, stimmt zu» diesen Fragen nach. Die Pandemiepolitik zeuge von einem transhumanistischen Zeitgeist, die Kontrolle als vermeintliche Lebensrettung tarne. Im Buch geht es nicht um Corona an sich, sondern darum, «was wir daraus gemacht haben»:

Wie konnte ein gesamtes System, eine ganze Gesellschaft so kopflos, ja, mit dem Nimbus der Vernunft im Handumdrehen so irrational werden?

Guérots Text, der laut ihrer Angabe von einem österreichischen Verlag abgelehnt worden war und nun bei Westend erscheint, ist in drei Teile gegliedert: Vorgeschichte («Was passiert ist»), Gegenwart («Wo wir stehen») und Zukunft («Was wir jetzt machen»). Der grösste Anteil bildet dabei «Wo wir stehen», wo Guérot eine Entmündigung der Bürger ausmacht und ein Rechtssystem, das zur Bedeutungslosigkeit verkomme.

Entweder gelinge es, einen inzwischen unhaltbaren, auf immer mehr Widersprüchen und einem kolossalen Datensalat aufbauenden Corona-Diskurs zu entlarven und dem politischen Schrauben an der Massnahmen-Spirale, vor allem aber der Verstetigung der Massnahmen ein Ende zu setzen, also ein demokratisches System wieder in seine Spur zu bringen. Oder das System werde notwendigerweise autoritär, weil ein Systemversagen kaschiert und de facto ein Lügengebäude stabilisiert werden müsse:

Impfpflicht, Impfregister und grüner Pass könnten dann die letzten Tropfen werden, die die jetzt schon durch Populismus und Nationalismus fragil gewordenen Demokratien in Europa in den undemokratischen Abgrund stürzen.

Pathologien der Kultur

Guérots Essay ist eine rhetorische Abrechnung mit den Perversionen der Coronapolitik und fasst viele Anekdoten aus den Ländern Europas zusammen. Der Text erhält durch persönliche Schilderungen der Autorin eine angenehme Vitalität, ohne die Sachlichkeit zu vernachlässigen. Letztlich ist es auch wichtig, danach zu fragen, was das Pandemiemanagement mit Gesellschaften macht und was die Ursachen für eine ausser Kontrolle geratene Politik sind. Jeder, der in den letzten zwei Jahren oft mit Kopfschütteln und Staunen beschäftigt war, wird sich wiedererkennen.

Guérot unterfüttert ihre persönlichen Eindrücke mit intellektuellen Referenzpunkten (z.B. der Soziologe Jacques Ellul, der in seinem Buch «Propaganda. Wie eine öffentliche Meinung entsteht und geformt wird» die Propaganda-Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und die psychologische Kriegsführung beschrieb) und liefert beiläufig auch eine Kulturdiagnose. Aufrüttelnd geschrieben und treffend analysiert. Zum Beispiel wenn es um die Frage geht, die sich unter anderem viele Kritiker stellen: Wie erreicht man die Menschen in einer angstdurchzogenen Masse mit Argumenten?

Es geht um systematische Verwirrung, die auch beim CIA als Methode hybrider Kriegsführung bekannt und mit Blick auf Corona perfekt gelungen ist. Es geht nach der Pawlow’schen Theorie um «Reflexkonditionierung» (zum Beispiel Virus gleich Angst); um Sigmund Freuds Theorie der Libido-Verdrängung (zum Beispiel der Kollateralschäden) sowie um Verliebtheit in die eigene Angst, die davor schützt, sich rational mit der Wirklichkeit oder den eigenen Problemen auseinanderzusetzen.

Genau das scheine immer noch das zentrale Problem zu sein: Wer Angst habe, lasse sich durch Zahlen oder Vernunft gerade nicht überzeugen, sondern die Angst müsse auf genau dem gleichen Wege genommen werden, wie sie gekommen ist, nämlich emotional: Man erkläre einem kleinen Kind, das von einem Krokodil unter dem Bett geträumt hat, nicht, dass das Krokodil kleiner sei als befürchtet, sondern man räume das Krokodil – also die Angst – weg.

Dass dies keiner tun könne ohne das politische Eingeständnis, dass vieles von dem, was getan wurde, übertrieben war, sei jetzt das politische Problem. Corona sei vor allem «ein Drama, bei dem man gemeinsam in die Hände spucken kann, anstatt, wie bei den anderen globalen Katastrophen – Klimawandel, Migration, Globalisierung – eher ohnmächtig zuzuschauen». Endlich habe die Politik ihre Relevanz wieder geltend machen können, indem sie «Masken oder Desinfektionsmittel» verteilen konnte. Der grosse Teil der Mehrheit der Befürworter von Massnahmen halte aus anderen Gründen als der tatsächlichen Angst vor dem Virus an ihnen fest:

Einmal, weil Gutes tun so sinnstiftend ist in der Société de Consommation (Jean Baudrillard), in der viele nicht einmal mehr eine emotional tragfähige Beziehung («social bond») haben; zum anderen, weil die konkrete Angst vor Corona davon ablenkt, sich mit den latenten Ängsten – Klimawandel, Globalisierung, Migration – befassen zu müssen. Durch Corona wurde also eine zuvor in der Gesellschaft vorhandene, diffuse (und grosse) Angst an ein konkretes Objekt gebunden und dadurch fassbar.

Guérot schreibt, wir hätten in zwei Jahren Corona alle von Ellul skizzierten Propagandastufen durchlaufen; ein Teil der Gesellschaft sei durch systematische Berieselung und permanente Wiederholung in einer kollektiven Psychose gelandet, verstärkt durch «schreckliche Bilder von Intensivstationen» und «rührselige Geschichten» von Long-Covid-Patienten. Dazu sei zu sinnstiftender Pflicht aufgerufen worden: Einkaufen für Nachbarn, sich impfen lassen:

Auf diese Art und Weise wurden das persönliche und das öffentliche Leben intrinsisch miteinander verwoben. Corona kannte kein Entkommen.

Transhumanismus und Utopie

Wenn aus den vergangenen zwei Jahren keine entsprechenden Lehren gezogen werden, um derartige Wiederholungen zu vermeiden, besteht die Gefahr, dass Entrechtung, Abschaffung von Demokratie und die Installierung von digitalen Kontroll- und Überwachungsmassnahmen weiter vorangetrieben werden. Dazu ist es nötig, die «blind spots» der westlichen Gesellschaften zu beleuchten – diejenigen Dinge, die verdrängt werden, weil die Einsichten in die eigene Fehlbarkeit schmerzhaft sind. Es hat etwas von Psychotherapie.

Wohin diese Reise führen könnte, beschreibt Guérot im letzten Teil des Textes («Was wir jetzt machen»), der einen interpretativen Ausblick in die Zukunft wagt. Es ist ein dystopischer Ansatz. Guérot schreibt von der Aufkündigung des politischen Systems der Demokratie zugunsten eines transhumanistischen Menschenbildes. Allerdings liegt darin auch eine Chance, sich der Frage zu stellen, wie man leben will, sodass der negativen Utopie eine positive entgegengestellt werden kann.

Im Schatten der Pandemie könnte sich ein Weg in einen technologiegetriebenen Transhumanismus ebnen, «den letzten grossen Traum eines sinnentleerten, dafür aber autoritären Kapitalismus», schreibt Guérot:

Die Impfpflicht ist möglicherweise nur der Einstieg in eine unverfrorene Ausweitung der kapitalistischen Landnahme durch einen «Gebrauch der Körper» (Giorgio Agamben), indem der Körper selbst zum verhandelten Objekt von Politik und Gesellschaft wird. Und damit zur Grundlage eines digital-biometrischen Komplexes, der den ausklingenden Zyklus des militärisch-industriellen Komplexes ablöst. Die zentrale Frage ist, ob eine Demokratie strukturell mit einer solchen Ent-Subjektivierung und zugleich Kommerzialisierung des Körpers vereinbar ist?

Mit Barcodes und grünen Pässen könne ein Netz der Überwachung gespannt werden. Alle Bewegungen und Aktivitäten können so nachverfolgt werden. Dies sind keine abstrakten Ideen, sondern ist an einigen Orten bereits gelebte Realität. So sei in Indien ein digital-biometrisches System namens Aadhaar etabliert, an dem über Fingerabdrücke zum Beispiel Zuweisungen von Reis hängen würden.

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Zur Autorin:

Ulrike Guérot ist Professorin für Europapolitik an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn und Co-Direktorin des Centre Ernst Robert Curtius (CERC). 2014 gründete sie das European Democracy Lab, e.V., eine Denkfabrik zum Neudenken von Europa. 2016 wurde ihr Buch «Warum Europa eine Republik werden muss. Eine politische Utopie» europaweit ein Bestseller.

Buch-Hinweis:

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Ulrike Guérot: Wer schweigt, stimmt zu. Über den Zustand unserer Zeit und darüber, wie wir leben wollen. Westend, 2022. 144 S., 16,00 €. ISBN 978-3-86489-359-9. Auch als e-Book erhältlich. Voraussichtliche Veröffentlichung: 7. März 2022.

Weitere Infos und Bestellung beim Verlag hier.

Betriebskrankenkasse ProVita deckt auf: Zahl der Impfnebenwirkungen ist viel zu niedrig

Am 21. Februar 2022 hat der Vorstand der BKK Pro Vita in Deutschland einen Brief verfasst, den er an das Paul-Ehrlich-Institut, die Bundesärztekammer, die kassenärztliche Bundesvereinigung sowie den GKV-Spitzenverband geschickt hat.

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In diesem Brief wird die Auswertung der Abrechnungsdaten der Ärzte zu Covid-19-Impf-Nebenwirkungen offengelegt. Dazu wurden die gemeldeten ICD-Codes der Deutschen Betrieblichen Krankenkassen für die Diagnosen T88.0 (Infektion nach Impfung/Sepsis nach Impfung), T88.1 (Sonstige Komplikationen nach Impfung, Hautausschlag nach Impfung), Y59.9 (Komplikationen durch Impfstoffe oder biologisch aktive Substanzen) und U12.9 (Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von Covid‐19‐Impfstoffen) durchforstet.

Die Betriebskrankenkassen in Deutschland vertreten 10’937’716 Versicherte. Es liegen laut diesem Brief die Abrechnungsdaten der Ärzte für das 1. Halbjahr 2021 und der Hälfte des 3. Quartals 2021 vor. In den ersten sieben bis acht Monaten des Jahres 2021 mussten 216’695 Personen, die bei den Betriebskrankenkassen versichert sind, wegen Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung ärztlich behandelt werden. Wenn man diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochrechnet, mussten sehr wahrscheinlich bis zu 3’000’000 Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen ärztlich behandelt werden.

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Bis zu 5% aller Geimpften wegen Nebenwirkungen ärztlich behandelt

Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands bedeuten diese Zahlen, dass ca. 4-5% aller Covid-19-Geimpften wegen Impfnebenwirkungen in ärztlicher Behandlung waren, und das obwohl noch nicht einmal die ganzen Daten der Jahres 2021 und 2022 vorliegen.

Andreas Schöfbeck weist explizit auf dieses «erhebliche Alarmsignal» hin und meint, dass «diese Zahlen unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden müssen». Er verlangt auch, dass die Impfnebenwirkungen auch bei den anderen Krankenkassen ausgewertet und veröffentlicht werden.

Und er stellt damit auch eine erhebliche Untererfassung der Impfnebenwirkungen fest, da Meldungen von Impfnebenwirkungen an das Paul-Ehrlich-Institut wegen des grossen Aufwandes und der fehlenden Bezahlung vielfach unterbleiben. Für das gesamte Jahr 2021 wurden dem Paul-Ehrlich-Institut für die gesamte Bevölkerung in Deutschland nur 244’576 Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen gemeldet, also nur ein Bruchteil der tatsächlichen Nebenwirkungen.

Gefahr für das Leben von Geimpften nicht ausgeschlossen

Laut dieses Briefes kann «Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden». Damit unterstreicht diese Datenauswertung schon bereits bekannte Daten zu massiven Nebenwirkungen von Covid-19-Impfungen:

1. Impfnebenwirkungen werden nur zu rund 6-10%, also nur zu einem ganz geringen Bruchteil, an die Behörden gemeldet und sind daher in den Medien völlig unterschätzt.

2. Die Zahlen der Impfnebenwirkungen nach Covid-19-Impfungen sind katastrophal. Es ist davon auszugehen, dass rund 5% aller Covid-19-Geimpften in Deutschland wegen der Impfungen ärztlich behandelt werden müssen. Es handelt sich hier also nicht um schwache Nebenwirkungen, die die Patienten zu Hause abwarten. Daher ist davon auszugehen, dass es sich bei diesen diagnostizierten Impfnebenwirkungen um mittelschwere und schwere Nebenwirkungen handelt: Es wäre daher dringend erforderlich, in weiterer Folge die Schwere der Nebenwirkungen zu erforschen. Und auch darum, in Erfahrung zu bringen, wie viele dieser drei Millionen Menschen in Krankenhäusern und Intensivstationen behandelt werden müssen und an den Impfnebenwirkungen sterben. Auch hier ist von einer massiven Untererfassung auszugehen.

3. Die deutschen Zahlen untermauern auch andere Daten aus anderen Ländern. So wurde ja bereits von mir darauf hingewiesen, dass es im Jahr 2021 bei den Soldaten der US Streitkräfte zu einem massiven Anstieg von Erkrankungen gekommen ist. (wir berichteten). Diese Zahlen decken sich gut mit den aktuellen deutschen Zahlen. Es ist daher davon auszugehen, dass weltweit rund 5% aller Geimpften an Impfnebenwirkungen leiden, die ärztlich behandelt werden müssen.

4. Dass nun ausgerechnet eine gesetzliche Krankenkasse die hohen Impfnebenwirkungen meldet, ist nicht weiter verwunderlich. Denn die Krankenkassen müssen die Behandlung dieser riesigen Zahl von Impfnebenwirkungen bezahlen. Mit anderen Worten: die Behandlung von so vielen Impfnebenwirkungen wird irgendwann sehr teuer und droht, die Gesundheitssysteme zum Kollabieren zu bringen.

5. Faktum ist, dass jedes andere Medikament und jede andere Impfung bei solch katastrophalen Nebenwirkungszahlen längst vom Markt genommen worden wäre. In meinen Augen ist es mit diesen Zahlen ethisch nicht mehr vertretbar, die Covid-19-Impfungen voranzutreiben, wo nun offiziell «Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden kann». Und eine Impfpflicht ist unter diesen Voraussetzungen sowieso nicht mehr vertretbar.

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Dr. med. univ. Hannes Strasser, MSc., ist Facharzt für Urologie und Notarzt. Er führt eine urologische Praxis in Hall in Tirol. Der Universitätsdozent hat zahlreiche Auslandsaufenthalte absolviert und Gastprofessuren bekleidet, unter anderem am Northwest Hospital in Seattle, am University of Virginia Health System in Charlottesville, am Johns Hopkins Hospital in Baltimore und am Beaumont Hospital in Royal Oak. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Preise erhalten und über 100 wissenschaftliche Publikationen und Buchbeiträge verfasst.

Laut einer Umfrage glauben 30 Prozent der Inder nicht an die Existenz von SARS-CoV-2

Drei von zehn Menschen in Indien glauben, dass SARS-CoV-2 «ein von einigen mächtigen Kräften geschaffener Mythos ist und das Virus nicht wirklich existiert». Dies berichtet Natural News mit Bezug auf eine Umfrage von YouGov, die in mehr als 20 Ländern durchgeführt wurde. Die Studie ergab ausserdem, dass 41 Prozent der indischen Teilnehmer der Meinung sind, dass «die Wahrheit über die schädlichen Auswirkungen von Impfstoffen absichtlich vor der Öffentlichkeit verborgen wird».

32 Prozent der Befragten gaben zudem an, zu glauben, dass das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) «von einer geheimen Gruppe oder Organisation absichtlich geschaffen und auf der ganzen Welt verbreitet wurde». Und die Hälfte der indischen Befragten gab an, dass es «unabhängig davon, wer offiziell in Regierungen und anderen Organisationen das Sagen hat, eine einzige Gruppe von Menschen gibt, die insgeheim die Ereignisse kontrollieren und die Welt gemeinsam regieren».

Dass SARS-CoV-2 ein Mythos ist, glauben auch 23 Prozent der Südafrikaner, 20 Prozent der Indonesier und 19 Prozent der Nigerianer. In Industrieländern wie Japan, Schweden, dem Vereinigten Königreich und Dänemark fielen die Ergebnisse geringer aus – zwischen drei und fünf Prozent der Befragten gaben an, dass sie SARS-CoV-2 für einen Mythos halten.

Gemäss Natural News ist es Indien gelungen, das offizielle Narrativ über Covid-19 mithilfe gängiger Medikamente wie Hydroxychloroquin (HCQ) und Ivermectin zu widerlegen. Im April 2021 aktualisierte das indische Ministerium für Gesundheit und Familienwohlfahrt seine Leitlinien für leichte und asymptomatische Covid-19-Patienten.

Es empfahl den Patienten, «Ivermectin (…) einmal täglich drei bis fünf Tage lang auf nüchternen Magen einzunehmen». Die Betreuer der unter Quarantäne stehenden Covid-19-Patienten wurden ebenfalls aufgefordert, «HCQ-Prophylaxe gemäss dem Protokoll und auf Anweisung des behandelnden Arztes zu nehmen». Die Einführung eines Ivermectin- und HCQ-Protokolls wirkte sich positiv auf Covid-19-Fälle aus, trotz niedriger Impfquoten.

Zum Beispiel berichtete The Gateway Pundit im Oktober 2021, dass im Bundesstaat Uttar Pradesh, in dem mehr als 241 Millionen Menschen leben, dank des Einsatzes von Ivermectin bei Covid-19 eine Heilungsrate von 98,7% erreicht wurde.

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