Kategorie: Nachrichten
SHOCK: Tausende schreiben auf Twitter, dass sie die Impfung „bereuen“ – „Nebenwirkungen schlimmer als COVID
Inmitten der Berichterstattung über eine Reihe von Studien, die einen direkten Kausalzusammenhang zwischen einem Anstieg der Todesfälle in Ländern mit einer höheren Impfquote feststellen, bedauern nun scheinbar unzählige Amerikaner, dass sie sich jemals mit dem COVID-Impfstoff geimpft haben.
Tausende von Menschen haben sich in den sozialen Medien zu Wort gemeldet und ihr Bedauern über die COVID-Impfung zum Ausdruck gebracht. Die Impfstoffe haben die Abriegelungen nicht verhindert, sie haben nicht verhindert, dass Menschen sich krank fühlen, und sie haben die Reisebeschränkungen nicht verhindert.
Die Impfstoffe haben jedoch viele Menschen reich gemacht, während sie bei Hunderttausenden von Opfern zu unheilbaren, impfstoffbedingten Krankheiten geführt haben.
Im Folgenden finden Sie eine kurze Liste von Personen, die aufgrund der von den Regierungen der Welt erzwungenen COVID-Impfung ihr „Impfbedauern“ zum Ausdruck gebracht haben.
Die komplette Liste in der Quelle.
Chemiker zu Impfstoff: „Woher kommt der Grauton?“
Vier Chemie-Professoren haben eine Fragenliste an BionTech-Gründer Sahin geschickt. Sie sind besorgt über mögliche Qualitätsmängel des Impfstoffs.
Vier renommierte Wissenschaftler wenden sich mit einem Brief an BionTech-Gründer Ugur Sahin: Jörg Matysik, Professor für Analytische Chemie an der Universität Leipzig; Gerald Dyker, Professor für Organische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum; Andreas Schnepf, Professor für Anorganische Chemie an der Universität Tübingen; Martin Winkler, Professor Materials and Process Engineering an der Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften. Die Professoren formulieren ihren Brief, der der Berliner Zeitung vorliegt, bewusst wohlwollend. Sie stehen der mRNA-Technologie grundsätzlich interessiert gegenüber. Sie schreiben: „Wir finden die Möglichkeit mRNA so zu stabilisieren, dass sie für Impfungen eingesetzt werden kann, sehr spannend. Wir verstehen, dass diese biotechnologische Innovation in der medizinischen Praxis sehr bedeutende neue Möglichkeiten eröffnen kann.“
Es liege ihnen „sowohl an einer allgemeinen öffentlichen Gesundheit als auch an einer erfolgreichen chemischen und pharmazeutischen Industrie“, so die Professoren. Jörg Matysik erklärt im Gespräch mit der Berliner Zeitung: „BionTech verwendet mit der mRNA-Technologe eine sehr vielversprechende, aber auch eine sehr komplexe
WEF Gründer Klaus Schwab schlägt Risikobewertung von „Gehirnscans“ vor, um Reisen zuzulassen
Der Vordenker des „Great Reset“, Klaus Schwab, schlägt eine Reihe drakonischer Maßnahmen zur Kontrolle der Bevölkerung im Rahmen der „4. industriellen Revolution“ vor, darunter Gehirn-Scans zur Risikobewertung beim Einreisen und implantierbare Chips zum Lesen der Gedanken der Menschen.
Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Schwab, hat wiederholt betont, dass die Technokraten die Coronavirus-Pandemie nutzen müssen, um den „Großen Reset“ durchzuführen, ein Gedanke, den der kanadische Premierminister Justin Trudeau kürzlich in einer UN-Videokonferenz wiederholte.
Beim „Great Reset“ geht es jedoch nicht nur um die Umstrukturierung des Wirtschaftssystems, die Umsetzung eines „Green New Deal“, die Automatisierung von Arbeitsplätzen, die Senkung des Energieverbrauchs und des Lebensstandards, sondern auch um einen politischen Aspekt der Agenda.
Diese Agenda wird in Schwabs drei Büchern ausdrücklich beschrieben: Die vierte industrielle Revolution, Shaping the Future of the Fourth Industrial Revolution: A Guide to Building a Better World und Covid-19: The Great Reset.

Schwab stellt fest, dass der Einsatz dieser Technologie zur Massenüberwachung und Verfolgung der Bevölkerung „gesunden, offenen Gesellschaften zuwiderläuft“, stellt sie aber dennoch in einem positiven Licht dar.
„In dem Maße, wie sich die Möglichkeiten in diesem Bereich verbessern, wird die Versuchung für Strafverfolgungsbehörden und Gerichte zunehmen, Techniken einzusetzen, um die Wahrscheinlichkeit krimineller Handlungen zu bestimmen, die Schuld einzuschätzen oder sogar möglicherweise Erinnerungen direkt aus den Gehirnen der Menschen abzurufen“, schreibt er und schlägt Programme zur Verbrechensvorbeugung im Stil von Minority Report vor.
Der Globalist geht auch über die Forderung nach Impfzertifikaten für Reisen hinaus und schlägt vor, dass „sogar das Überschreiten einer nationalen Grenze eines Tages einen detaillierten Gehirnscan beinhalten könnte, um das Sicherheitsrisiko einer Person zu bewerten“.
Er macht auch deutlich, dass implantierbare Mikrochips der Eckpfeiler einer transhumanistischen Agenda sein werden, die den Menschen mit der Maschine verschmelzen wird.
„Die heutigen externen Geräte – von tragbaren Computern bis hin zu Virtual-Reality-Headsets – werden mit ziemlicher Sicherheit in unsere Körper und Gehirne implantiert werden können“, schreibt er.
„Aktive implantierbare Mikrochips, die die Hautbarriere unseres Körpers durchbrechen“, werden die Art und Weise verändern, wie wir mit der Welt in Kontakt treten“ und uns zwingen, zu hinterfragen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein“, so Schwab.
Eine solche Technologie könnte auch den Ausdruck „potenziell unausgesprochener Gedanken oder Stimmungen durch das Lesen von Gehirnwellen und anderen Signalen“ erleichtern, so Schwab.
Schwab schlägt vor, dass die Bevölkerung dazu ermutigt werden könnte, gehirnlesende Chips als Teil eines Geschäftsmodells anzunehmen, bei dem jemand „den Zugang zu seinen Gedanken gegen die zeitsparende Möglichkeit eintauscht, einen Social-Media-Post allein durch Gedanken zu tippen“.
Eine umfangreiche und erschreckende Zusammenfassung all dessen, was Schwab und andere globalistische Technokraten vorantreiben, findet sich in diesem ausgezeichneten Artikel, der von Winter Oak veröffentlicht wurde.
Éric Zemmour ante portas!
Französischer Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour (Foto:Imago)
Auch wenn „Corona“ weiterhin unsere Aufmerksamkeit absorbiert, lohnt sich im Hinblick auf potentiell wegweisende politische Ereignisse im Jahre 2022 ein Blick nach Frankreich, wo im April ein neuer Präsident und wenig später eine neue Nationalversammlung gewählt wird. Proteststimmungen haben in unserem Nachbarland längst eine ganz andere Dynamik gewonnen als in Deutschland. Nachdem das klassische französische Parteiensystem bereits im letzten Wahljahr 2017 weitgehend zerfallen ist, steht Präsident Macron gleichsam als letzter Vertreter einer global-kapitalistischen Alternativlosigkeit im Sinne Angela Merkels einer ganzen Reihe von Konkurent(inn)en gegenüber, die man aus deutscher Sicht als „radikal“ bezeichnen würde. Eine Niederlage Macrons würde deshalb das gesamte europäische Spielfeld neu ordnen und hätte somit auch nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf Deutschland. Aus „rechter” Sicht ist dabei besonders der Fernsehjournalist und Buchautor Éric Zemmour eine wichtige Figur, die in Deutschland Hoffnungen und Befürchtungen zugleich weckt. Umfragen sehen den Quereinsteiger im Verfolgerfeld von Macron, mit durchaus realistischen Hoffnungen auf eine Stichwahl gegen den Amtsinhaber. Das sollte Grund genug sein, sich aus einer deutschen nationalkonservativen Haltung heraus einmal näher mit dem Phänomen Zemmour zu befassen.
Grundlage dieser Analyse ist die Lektüre drei jüngerer Bücher Zemmours, die mir aufgrund meiner Kenntnisse der französischen Sprache zugänglich sind: Le suicide français (wörtlich: „Der französische Selbstmord”, besser „Frankreich schafft sich ab”), La France n’a pas dit son dernier mot („Noch hat Frankreich nicht sein letztes Wort gesprochen”) und Destin français („Französisches Schicksal”). Die ersten beiden Bücher schildern Zemmours Sicht auf einen Verfallsprozess Frankreichs, der seiner Meinung nach mit den Pariser Studentenunruhen des Mai 1968 begann und seitdem immer weiter fortgeschritten ist. Diese Rückblicke dienen zur Motivation von Zemmours Präsidentschaftskandidatur, mit welcher er diesen Verfallsprozessen ein Ende setzen will. Destin français ist eine brillant geschriebene Erzählung der französischen Geschichte vom ersten Frankenkönig Chlodwig im 5. Jahrhundert bis zum Algerienkrieg (1954-62) und Charles de Gaulle als erstem Präsidenten der Fünften Republik (1958-69). Dabei gelingt es Zemmour, selbst von scheinbar noch so abseitigen Episoden der Vergangenheit überraschende gedankliche Bögen in die französische Gegenwart zu schlagen.
Unvermeidbarkeit eines Bürgerkrieges
Éric Zemmour wurde lange Zeit von der politischen Rechten außerhalb Frankreichs kaum zur Kenntnis gewonnen, obwohl er für Insider schon lange als ein heißer Kandidat für eine erste rechte Machtübernahme in Westeuropa oder auch für einen europäischen Donald Trump gilt. Dies änderte sich erst in den letzten Monaten, als gerade in offizieller Lesart als „rechtsextrem” geltende Gruppen im deutschsprachigen Raum plötzlich entdeckten, dass sich Zemmour offen zum Begriff des „Großen Austausches” (Renaud Camus) bekennt und gleichfalls offen von der Unvermeidbarkeit eines „Bürgerkrieges” zwischen dem bodenständigen Frankreich und dem Islam spricht. Der Name seiner neuen Partei – Reconquête („Wiedereroberung“) – knüpft an die spanische reconquista des späten Mittelalters an, also die damalige Vertreibung der Moslems von der iberischen Halbinsel, und kann somit im Sinne der Forderung nach einer „Remigration“ heutiger muslimischer Zuwanderer in Europa betrachtet werden. Zemmour bedient auch anti-moderne Reflexe, wenn er immer wieder den Historiker René Girard (1923-2015) mit der Aussage zitiert: „Wir treten in eine Zeit ein, in der uns Karl Martell und die Kreuzzüge näher stehen werden als die Französische Revolution und die Industrialisierung.” Dennoch würde man aus meiner Sicht dem vielschichtigen Phänomen Zemmour nicht gerecht werden, wenn man ihn einfach in die Schublade der „Identitären“ einsortiert, genauso wie auch seine Bewertung als „rechtsradikal“ durch die deutschen Mainstream-Medien die politische Haltung Zemmours nicht wirklich erfasst.
Die innere Widersprüchlichkeit solcher Einordnungen beginnt schon damit, dass Zemmour Jude algerischer Abstammung ist, was ihm einen „völkischen“ Nationalismus offensichtlich unmöglich macht. Seine Herkunft würde ihn viel eher zum Exponenten einer links-liberalen Minderheitenpolitik qualifizieren als zu einem „Rechten”. Die historische Ironie liegt darin, dass sich im Jahre 2022 ein nicht-weißer Migrantensohn durchaus glaubhaft als Vertreter der wahren französischen Nation präsentieren kann, die durch den politisch dominierenden Liberalismus der letzten 50 Jahre einen „französischen Selbstmord“ begangen hat und nun – kurz vor dem Exitus stehend – nur noch von dem sephardischen Juden Zemmour gerettet werden kann. Beides geht zusammen, weil das von Zemmour beschworene traditionelle Frankreich ein starkes Selbstverständnis als politische Willensnation besaß und so – anders als heute – Einwanderer erfolgreich nicht nur integrieren, sondern auch assimilieren konnte. Zemmour verweist in seinen Büchern immer wieder auf seine Schulzeit in der banlieue von Paris, die ihn in den 1960er Jahren zum überzeugten Franzosen formte und auch auf seine Herkunftsfamilie, für die es damals selbstverständlich war, sich in der Öffentlichkeit nicht demonstrativ als Jude oder Algerier zu zeigen, sondern die Sitten der neuen Heimat Frankreich zu übernehmen.
Wunsch nach Rekonstruktion
Nathan Pinkoski hat sich unlängst im Magazin „Cato“ mit der politischen Haltung Éric Zemmours auseinandergesetzt und ist dabei zu dem Schluss gekommen, dass man ihn eher als Linksnationalisten denn als „Rechten” einordnen sollte. Dafür spricht, dass in Zemmours Büchern immer wieder eine eigenartige Sympathie für die kommunistische Partei der Ära de Gaulle anklingt. Die PCF (Parti communiste français) vertrat damals nämlich, während sie auf dem Feld der Wirtschaft klassisch marxistisch agierte, gleichzeitig ein äußerst konservatives Gesellschaftsbild, betreffend etwa das Verhältnis der Geschlechter, und insbesondere eine restriktive Einwanderungspolitik. Nicht nur in Bezug auf de Gaulle und die PCF ist das gesamte politische Denken Zemmours bestimmt von einem Wunsch nach der Rekonstruktion der Trente glorieuse, der „herrlichen 30 Jahre“ von 1945 bis 1975, als Frankreich einen gewaltigen wirtschaftlichen und technologischen Aufschwung nahm, der auf einem korporatistischen Wirtschaftssystem mit einem generösen Sozialstaat und einem hohen Maß an staatlicher Lenkung basierte.
Die ideelle Grundlage einer solchen Politik geht in Frankreich weniger auf irgendwelche Formen des „Sozialismus“ zurück, sondern auf Jean Baptiste Colbert (1618-1683), den Finanzminister des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV, sodass Zemmour seinen eigenen wirtschaftspolitischen Ansatz als „colbertistisch“ beschreibt. Dieses Programm eines „Zurück in die Zukunft” des vorgeblich Goldenen Zeitalters in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg enthält natürlich starke Anklänge an Donald Trump, ein Vergleich, mit dem Zemmour selbst in seinen Büchern immer wieder kokettiert. Wie Trump ist auch Zemmour vor allem durch das Fernsehen bekannt geworden, und wie Trump sieht auch er sich in der Rolle eines populistischen „Anti-Politikers”, der als quasi-natürlicher Repräsentant des Volkes gegen das „Establishment” zu Felde zieht. Der Hauptunterschied zwischen Trump und Zemmour besteht aber darin, dass Zemmour ein sehr viel tieferes Verständnis der politischen Prozesse und der Geschichte mitbringt, als es Donald Trump jemals besaß.
Innere Spaltung Frankreichs
Zemmours militanten Anti-Islamismus, der ihm auch schon mehrere Verurteilungen wegen „Haßreden” eingebracht hat, muss man vor dem Hintergrund der Tatsache verstehen, dass die Masseneinwanderung aus den ehemaligen Kolonien in Frankreich nicht nur Parallelgesellschaften hervorgebracht hat, deren Ausmaß weit über das deutsche hinausreicht, sondern sogar einen „islamischen Separatismus”, welcher die Nation spaltet. Der Ausdruck „islamischer Separatismus” wurde übrigens von Emmanuel Macron in einer Rede verwendet, die er im Januar 2020 in Mulhouse (Mühlhausen im Elsass) hielt, und die einen bemerkenswerten Rechts-Schwenk des Präsidenten markierte, dessen Auswirkungen allerdings in der folgenden Corona-Krise untergingen. Man kann diese innere Spaltung Frankreichs sehr anschaulich erleben, wenn man vom Pariser Gare du Nord aus eine 15-minütige Metro-Fahrt in den Bezirk Saint Denis unternimmt und beim Aussteigen das Gefühl hat, von Europa nach Afrika gereist zu sein. Diese als unwirklich erscheinende Kontrast wird noch vergrößert, wenn man einige Minuten später mitten im neu-französischen „Afrika” eines der größten Nationalheiligtümer Frankreichs betritt, nämlich die Basilika von Saint Denis mit den Grabstätten fast aller französischen Könige von Chlodwig bis Karl X..
Gebiete wie der Bezirk Saint Denis sind schon lange vom französischen Staat aufgegeben worden und befinden sich quasi in einem eigenen Rechtszustand. Solche „separatistischen“ Zonen existieren nicht nur im Umland von Paris, sondern in fast allen größeren französischen Städten. Der innere Friede ist dort nur noch ein brüchiger Waffenstillstand, dessen Aufrechterhaltung ein beständiges Wegsehen des Staats von diesen Zuständen unbedingt erfordert, weil sonst die banlieue mit unberechenbaren Folgen explodieren würde. Dieser Zustand des latenten Bürgerkrieges wurde auch im Oktober 2020 offenbar, als ein islamistischer Fanatiker den Lehrer Samuel Paty in Paris auf offener Straße köpfte, weil letzterer es gewagt hatte, seiner Klasse Mohammed-Karikaturen zu zeigen. Dies war leider keineswegs der schlimmste islamistische Terrorakt im Frankreich der letzten Jahre, aber die Reaktion auf ihn offenbarte eine neue Qualität der gesellschaftlichen Spaltung. An mehr als 800 Schulen verweigerten oder störten muslimische Schüler das Gedenken an Samuel Paty und machten damit deutlich, dass sie sich in ihrem eigenen Verständnis längst in einem Krieg befinden, in dem man über die Toten der Gegenseite nicht trauert.
Napoleonisches Europabild
Éric Zemmour bricht also den französischen Bürgerkrieg nicht vom Zaune, aber er ist bereit, ihn anzunehmen. Die Frage ist, ob der französische Staat überhaupt noch die Stärke für eine solche Kraftprobe besitzt. Der Journalist Laurent Obertone hat in seinem auf realistischen Konfliktszenarien basierenden Roman Guerilla das düstere Bild eines vollständigen Zusammenbruchs der öffentlichen Ordnung Frankreichs innerhalb von drei Tagen gezeichnet, beginnend mit einer unglücklichen Polizeiaktion in der Pariser banlieue. Falls solche Ereignisse tatsächlich eintreten sollten, bliebe auch Deutschland von ihren Auswirkungen nicht verschont. Vor allem könnte eine harte Haltung eines Präsidenten Zemmour gegenüber Einwanderern letztere in großer Zahl nicht nach Algerien, sondern nach Deutschland treiben. Wir hätten dann ein großes Problem mit Gruppen, die sich schon in Frankreich nie integrieren konnten und wollten, obwohl sie durch ihre französische Staatsangehörigkeit und Muttersprache dort sehr viel bessere Chancen dazu hätten als bei uns.
Damit sind wir schon bei dem aus meiner Sicht wichtigsten Punkt angelangt: Den Auswirkungen einer Präsidentschaft Zemmours auf Deutschland. Dabei ist auf den vermutlich größten Schwachpunkt von Zemmours politischem Programm hinzuweisen, nämlich das weitgehende Fehlen einer positiven Vorstellung von Europa. Zemmour sieht die europäischen Nationalstaaten trotz ihrer heutigen Verflechtung durch die EU ausschließlich unter dem Gesichtspunkt eines ewigen Machtgegensatzes wie zu Zeiten Richelieus (1585-1642) und Talleyrands (1754-1838). Europa betreffend zieht sich Zemmour auf Formeln wie „Frankreich ist Europa” und „Köln ist wie Straßburg” zurück und entwirft so ein geradezu napoleonisches Europabild, in dem die französische Kultur und Zivilisation angeblich weit über die Landesgrenzen hinaus dominierend wirken und große Teile Westdeutschlands irgendwie als Teil eines „Großfrankreichs“ angesehen werden müssten. Das ist selbst für einen bekennenden Frankophilen wie mich ein schwer verdauliches Deutschlandbild.
Hinter diesem Ultranationalismus steht eine doppelte Kränkung des französischen Selbstbewusstseins: Das staatswirtschaftliche Modell der Trente glorieuse wurde ab den 1970er Jahren durch die zunehmende Dominanz des anglo-amerikanischen Finanzkapitalismus obsolet. Darauf folgte 1992 der Maastrichter Vertrag, welcher Frankreich keineswegs nur in den Augen Zemmours fast vollständig Deutschland unterwarf. Die beißende Kritik am „Maastricht-Europa” teilen auch der Linken-Politiker Jean-Luc Mélenchon und der ebenfalls linke „Volksphilosoph” Michel Onfray, der in seinem kürzlich auch auf Deutsch erschienen Buch „Theorie der Diktatur” das Maastricht-Europa mit dem Nationalsozialismus und dem Stalinismus in eine Reihe stellt. Selbst wenn das eine typisch französische Übertreibung ist, sollte diese Kritik übrigens auch von der politischen Rechten in Deutschland ernst genommen werden. Die durchaus berechtigte Ablehnung der gegenwärtigen EU kann sich nicht darauf beschränken, dass wir Deutschen angeblich für die anderen Europäer zahlen müssen.
Gemeinsames Europa jenseits der EU genuin konservatives Ziel
Tatsächlich hat sich in der Amtszeit Angela Merkels durch die zunehmende institutionelle Verschmelzung von Bundesrepublik und EU ein „Deutsches Europa” entwickelt. In diesem Gebilde ist einerseits die Herrschaft über Deutschland jeglicher demokratischer Kontrolle entzogen, weil sie sich nach „Brüssel“ verflüchtigt hat. Andererseits beherrscht in diesem System Deutschland durch seine Wirtschaftsmacht den gesamten Kontinent und zwingt Staaten wie Frankreich und Italien den Euro als eine zu „harte“ Fremdwährung auf, die nicht zur gewachsenen Wirtschaftskultur dieser Länder passt. Die EU-Problematik ist also wechselseitig, und wer den Ist-Zustand mit Recht kritisiert, sollte sich auch Gedanken darüber machen, wie man diese destruktiven Verflechtungen mit möglichst geringem Schaden auflösen kann.
Das führt mich zu einer generellen Kritik an der deutschen wie europäischen Rechten. In ihrem berechtigten Streben nach einer Rückkehr zur nationalen Souveränität wird allzu häufig vergessen, dass eine Gemeinsamkeit innerhalb des wirklichen Europa, also jenseits der heutigen EU, eigentlich ein genuin konservatives Ziel sein müsste. Das ergibt sich schon aus der historischen Tatsache, dass die nationalen Identitäten der europäischen Völker gleichzeitig Bestandteil einer gesamteuropäischen Kultur und Zivilisation sind. Die Einheit Europas besteht in der Vielfalt seiner Völker. Dass die heutige EU die europäische Vielfalt schmählich entwertet und bedroht, darf nicht dazu führen, dass die Souveränisten die Einheit Europas zu einem Feindbild erklären. Darüber hinaus ist eine enge Kooperation souveräner europäischer Staaten in der Weltpolitik des 21. Jahrhunderts geradezu eine Notwendigkeit, weil die einzelnen europäischen Nationen, bei aller ihrer bleibenden Bedeutung, einfach nicht auf Augenhöhe mit Mächten wie der VR China, Russland, den USA und Indien spielen können und sich durch eine Isolation selbst zu Vasallen dieser Giganten erniedrigen würden.
Ein Wahlsieg Éric Zemmours und seiner Partei Reconquête im Frühjahr 2022 würde also der europäischen Rechten zwar einen gehörigen Schub geben, sie aber zugleich vor ungeahnte Probleme stellen. Lassen wir also die Franzosen zunächst selbst über ihre Zukunft entscheiden, und hoffen wir auf neue, interessante Begegnungen mit unseren nahen, aber trotzdem oft allzu fremden Nachbarn nach einem Ende der Corona-Krise.
Dialektik: Freie Unfreiheit, unethische Ethik, geplante Ansteckung und vieles mehr: Wahl zum Denkbehinderten der Woche [KW4]
Formen des magischen Glaubens haben uns letzte Woche bei der Wahl zum Denkbehinderten der Woche beschäftigt. Karl Nehammer hängt magischem Glauben an. Er glaubt, wenn man eine Impfspritze mit Comirnaty füllt und ins Fenster hängt, dann verschont das Virus Haus und Bewohner. Und wenn dem nicht so ist, dann ist Anke Richter-Scheer zur Stelle und […]
Sind wir alle Staatsfeinde?

Von MONIKA LEISER | #IchbinStaatsfeind. Dieser Hashtag wurde zum Twitter-Trend, nachdem Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, unter den Corona-Demonstranten neue Staatsfeinde ausgemacht hatte. Diese würden die Corona-Proteste nur „als Aufhänger“ benützen (Siehe FAZ vom 15.1.22 „Corona ist nur der Aufhänger“), um ihre eigene Agenda durchzusetzen. Weswegen der VS im Frühjahr 2021 im Zusammenhang […]
Widerstand in der Kirche: “Corona ist zur Religion geworden”
In der Coronazeit scheinen alle Instanzen zu versagen, scheinen alle ihre originäre Aufgabe vergessen zu haben. Ärzte ignorieren mehrheitlich den hippokratischen Eid, viele Polizisten jagen keine Verbrecher, sondern Kinder in “illegalen Schulen”, unzählige Lehrer belastet es wohl nicht, traumatisierten Schülern sinnlose Regeln aufzuzwingen. Von Politikern, die das Volk in seiner Gänze zu vertreten hätten, darf man erst gar nicht anfangen. Dass es Ausnahmen gibt, zeigen Vereine wie die Anwälte für Aufklärung, Ärzte für Aufklärung, Polizisten für Aufklärung oder Lehrer für Aufklärung, die nach und nach mehr Zulauf bekommen. In allen gesellschaftlichen Gruppen scheint sich der Widerstand zu regen. Auch in der Kirche?
Von Andrea Drescher
In seinem Artikel “Der erwachende Faschismus” schrieb Boris Wu bei Rubikon über die neue Zeitrechnung, die neue Bedeutung der Begriffe BC, AC. Heute stehen BC für Before Corona und AC für After Corona. Eine Änderung der Begrifflichkeit, mit der die wenigsten Kirchenführer wohl Probleme haben, wenn man sich die strikte Durchsetzung von 3G- und 2G-Regeln bzw. die Impfung von Menschen an heiligen Orten wie beispielsweise dem Stephansdom in Wien anschaut.
Aber auch in der Kirche wagen sich zunehmend mehr Würdenträger in die Öffentlichkeit. Einer der ersten, der lautstark seinen Protest deutlich gemacht hat, ist der römisch-katholische Pfarrer im Ruhestand Mag. Herbert Stichaller aus Kärnten, der seine Stimme nicht mehr von der Kanzel, dafür aber auf Bühnen der maßnahmenkritischen Bewegung erhebt.
Wann wurde Ihnen bewusst, dass mit dem, was von der Kanzel der Politik verkündet wurde, etwas so nicht stimmen kann?
Das war sehr bald. Ich war von Mitte Februar bis Anfang März 2020 auf Kur in Badgastein, als in den Medien nach anfänglichem Abwiegeln plötzlich die große Panik ausbrach. Ich wollte zu dem Zeitpunkt aber bewusst nicht so viele Informationen von außen an mich heranlassen, mich nur auf mich selbst konzentrieren. Das Haus war voll, niemand von den 200 Kurgästen wurde krank. Wir hielten zwar Abstand, man gab sich auch nicht mehr die Hand, aber es blieb alles ruhig. Am Ende der Kur war es dann schon so, dass viele verunsichert waren. Man hörte, dass das Haus wahrscheinlich geschlossen würde, die Kuren nur verkürzt stattfinden könnten. Die Aussagen wurden immer widersprüchlicher und ich merkte, dass ich mich nur noch auf mein eigenes Gefühl verlassen kann.
Dann ist mir aufgefallen, dass die Zusendungen von den verschiedenen Vereinen plötzlich sehr gleichartig wurden. Alle propagierten die gleichen Botschaften. In meinem Kärntner Bergwanderführer-Verein, wo ich als ausgebildeter und geprüfter Bergwanderführer Mitglied bin, wurde plötzlich von den neuen Erste-Hilfe-Regeln gesprochen. Man teilte uns mit, dass wir nicht mehr die Mund-zu-Mund-Beatmung machen sollen. Das verstand ich nicht. Ich bin doch als Retter dazu da, Leben zu schützen. Diese Anweisung ging mir völlig gegen den Strich. Es waren viele Erfahrungen, die dazu geführt haben, dass ich der offiziellen Linie nicht mehr folgen konnte.
Es war ein Prozess, Sie haben sich erst selbst mal orientiert?
Auf jeden Fall. Am Anfang waren natürlich die Vorsicht und der Respekt denen gegenüber da, die vielleicht mehr wissen als ich. Aber irgendwann hat die Logik der Argumentation überhaupt nicht mehr gepasst. Ich habe eine philosophische Ausbildung hinter mir, Logik und Vernunft spielen für mich eine große Rolle. Und weder die Aussagen der Medien noch die der Politiker entsprachen den Gesetzen der Vernunft und der Logik.
Kirche und Staat im Gleichschritt
Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Kirche in diesem Prozess verhalten?
Während ich noch auf Kur war, durfte man sich vor Ort frei bewegen. In den Pfarrkirchen von Badgastein und dem benachbarten Badhofgastein standen aber bald Plakate, dass man dem Sitznachbarn zum Friedensgruß nicht die Hand geben und am Platz bleiben solle. Auch die Salzburger diözesane Kirchenzeitung übernahm sofort das Regierungsnarrativ. Das habe ich zunächst zur Kenntnis genommen, aber es kam mir schon sehr merkwürdig vor, dass die Kirche, ohne einen eigenen Nachdenk- oder Diskussionsprozess einzuleiten, “auf Linie” war. Sämtliche Anordnungen wurden mit den Entscheidungen des Bischofs – also von oberster Stelle – begründet.
Dann mussten die Weihwasserbecken wegen angeblicher Ansteckungsgefahr entleert werden, was mir in zweifacher Hinsicht sehr zweifelhaft erschien. Erstens wurde nie eine Ansteckung auf diesem Wege festgestellt und zweitens handelt es sich dabei um eine wichtige Symbolik für uns Christen. Jeder weiß doch, dass man mit dem Finger, den man in ein Weihwasserbecken taucht, weder Mund noch Zunge berührt, sondern sich ein Kreuz auf die Stirn macht. Anstelle des Weihwasserbeckens wurden Desinfektionsflaschen bereitgestellt. Besonders verstörend war für mich, dass diese in manchen Pfarren ausgerechnet in das Weihwasserbecken gestellt wurden. Desinfektionsmittel als Ersatz für das geweihte Wasser.
Bild: Mag. Herbert Stichaller
So wurde mir immer deutlicher, dass hier etwas stattfindet, was wenig bis gar nichts mit Medizin, sondern mit einer Beeinflussung, mit einer Bewusstheitsveränderung der Bevölkerung zu tun hat. Kirche und Staat zogen das im Gleichschritt durch, verhielten sich wie Synchronschwimmer. Wie weit das wirklich gehen würde, sah man erst später. Aber es war schnell erkennbar, dass etwas faul ist. Viele Menschen haben mir gleichlautend gesagt: “Wir wissen nicht, was los ist, aber irgendwas stimmt da nicht.”
Gerade als es auf Weihnachten und Ostern zuging, wurden die Gefahren hochgeschrieben. Man sollte sich nicht treffen, keine Reisen machen, zu Hause bleiben. Die Feiertage sind offensichtlich Hindernisse für den Staat, irgendeine Agenda durchzusetzen. Aber die Kirche war so treu und folgsam, dass sie zu Ostern sogar die Gottesdienste ausgesetzt hat.
Sie sind ja ein Verschwörungstheoretiker, hier irgendwelche Zusammenhänge zu sehen.
Man hat neue Formulierungen gefunden, die das alles verharmlosen. Man sagt nicht „verboten“ oder „abgesetzt“, sondern „ausgesetzt“. Das deutet an, es wird schon irgendwie weitergehen. Der Gottesdienst – die Unterstützung für die Gläubigen – war jetzt Hindernis und Bedrohung. Die Gläubigen wurden sogar von der Sonntagspflicht entbunden. Wer nicht mehr zum Gottesdienst ging, war offiziell dispensiert. Den Priestern wurde gesagt, sie sollen keine Beichte mehr anhören, weil man da den Menschen zu nahe kommen kann.
Kirche hat Nähe zum Menschen zunehmend verloren
Wie war die Reaktion der Priester?
Diese Anweisung hat einige Priester in innere Konflikte gebracht, weil sie gesagt haben: „Es ist doch meine Aufgabe, den Menschen nahe zu sein“. Manche haben ihre Kirche sofort geschlossen und vielleicht diesen zusätzlichen Urlaub genossen. Andere haben Wege gefunden, um trotzdem eine Versammlung der Gläubigen zu ermöglichen. Aber das war ja sehr strikt reglementiert. So sollte der Pfarrer genau zählen, wie viele sich gleichzeitig in der Kirche befanden. Kam einer hinzu, musste ein anderer die Kirche verlassen. Einige haben sich streng daran gehalten, was mich doch gewundert hat.
Warum?
Nachdem wir bei der Ausbildung zum Pfarrer ein Studium nicht nur in Philosophie, sondern auch in Psychologie absolvieren durften, war mir klar, dass hier etwas mit der Psyche des Menschen gemacht wird. Offensichtlich haben viele Pfarrer das aber nicht begriffen. Das Wissen aus dem Studium scheint verloren gegangen zu sein.
Ich habe das Gefühl, dass sich gerade unter Akademikern eher Anhänger der Maßnahmen befinden. Der normale Hausverstand scheint abgeschaltet.
Ja, das ist auch mein Eindruck. Mancher Akademiker scheint mit der Einstellung zu leben, dass er sich nach Erreichen des akademischen Grades nicht mehr anstrengen muss. Auch die Kirche erscheint saturiert, von der bequemen Lebensweise gesättigt. Man beschäftigt sich mit Dingen, die nicht wirklich lebenswichtig sind. Ein Großteil der kirchlichen Mitarbeiter verbringt ihre Zeit bei Sitzungen oder Tagungen. Das ist eine Art Beschäftigungstherapie. Diese Menschen haben im Lockdown auch nicht wirklich Not verspürt. Sie haben nur das, was sie sonst auch gemacht haben, weiter gemacht. Man trifft sich online und schreibt Protokolle. Es ist schon länger sichtbar, dass die Kirche nicht mehr so nahe am Menschen ist. Und gerade jetzt, wo die Nöte, Sorgen und Ängste der Menschen offensichtlich werden, unterstützt sie die Propaganda der Regierung.
“Man darf nichts hinterfragen”
Die Kirche ist also gut ins politische System integriert?
In Österreich haben wir die Kirche nie als besonders politisch empfunden. Die Privilegien der Kirche wurden nie in Frage gestellt. Jetzt erkennen wir, dass diese sogenannte Freiheit uns in eine Sackgasse geführt hat, aus der wir nicht herauskommen. Die Bischöfe haben nicht erkannt, wohin die Reise geht. Sie sagen, es ist unsere Bürgerpflicht, der Regierung zu folgen. Sie sagen, die Kirche hat die Aufgabe, dem Staat zu dienen. Aber wenn sich dieser Staat verändert, müssen Fragen gestellt werden. Man darf momentan nichts hinterfragen. Ich mache mir Gedanken, warum es keinen Diskussionsprozess darüber gibt, was Bürgerpflicht und was Pflicht der Christen ist. Gehorchen bestimmt nicht.
Ist es nicht die Pflicht des Christen, der Obrigkeit zu gehorchen?
Nein. Kein Christ muss einer weltlichen Macht automatisch gehorchen. Es ist aber in Österreich so, dass bei einer Bischofsernennung in letzter Instanz die Regierung zu befragen ist. So kommt wohl kaum ein Bischof in sein Amt, von dem man Opposition erwartet. Das erklärt möglicherweise die derzeitige einhellige Position der Bischöfe.
Als die Maßnahmen herauskamen und man innerhalb von Tagen und Wochen vom “Konsens aller anerkannten Religionsgemeinschaften” gesprochen hat, habe ich mich gefragt, wie es möglich war, in dieser Zeit alle staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften an einen Tisch zu bekommen. Die Frage, wie es zu diesem Schulterschluss kommen konnte, ohne dass eine Diskussion unter den Gläubigen in den einzelnen Konfessionen stattgefunden hat, wurde nie beantwortet.
Ich vermute, dass die finanzielle Unterstützung der Religionsgemeinschaften seitens des Staates dabei eine Rolle spielt. Die Kirchen bekamen nämlich aus dem NPO-Fond (Non Profit Organisation) „Entschädigungen“ bzw. einen „Ausgleich für entgangene Einnahmen“ abhängig von der Größe ihrer Gemeinschaft. Die katholische Kirche hat also verhältnismäßig mehr als andere Institutionen erhalten. Das Geld wurde periodisch überwiesen und über die Diözesen in die einzelnen Pfarreien weiterleitet. Spätestens damit war die Kirche in der Hand des Staates, da sie Geld genommen hat und es zurückzahlen müsste, wenn sie aus den Maßnahmen aussteigen würde.
Ist die Kirche denn ein Betrieb?
Die Kirche wird wie ein Betrieb behandelt, der alles zurückzahlen muss, wenn Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Viele haben wohl nicht gewusst, dass sie mit der Annahme des Geldes die Buchhaltung offen zu legen haben. Damit wurde wieder eine Freiheit aufgegeben. Da frage ich mich: Was ist die Kirche? Ein Betrieb mit Einnahmen und Ausgaben oder eine Gemeinschaft von Menschen, die sich im Glauben versammeln?
Ich denke dabei auch an große Firmen oder an Medienkonzerne, die so viel Geld bekommen haben, dass sie ihre Kunden bzw. Abonnenten gar nicht brauchen, weil sie vom Staat viel für Werbung bekommen. Ich sehe die Gefahr, dass es bei der Kirche eine ähnliche Entwicklung nimmt, dass man nicht mehr sieht, worauf es ankommt.
Es gab Gott sei Dank aber auch Pfarrer, die das Geld nicht angenommen und sogar offen gesagt haben: „Ich will das Geld nicht. Das ist Judasgeld.“ Sie wurden immer wieder kontaktiert und aufgefordert, es doch zu nehmen, aber einige sind konsequent geblieben.
Der Widerstand wächst
Wissen Sie, wie viele offizielle Vertreter der katholischen Kirche, insbesondere Priester, sich im Widerstand engagieren?
Diese Frage stellen wir uns oft. Wir wissen es nicht. Es dürften aber nicht allzu viele sein. In Kärnten schätze ich höchstens 10 Priester. Von vier Kollegenweiß ich es. Es beginnt jetzt die Vernetzung. Je schärfer die Maßnahmen sind, die von der Kirche umgesetzt werden, desto mehr trennt sich die Spreu vom Weizen. Da machen einige nicht mehr mit und verlassen die Anonymität.
Eine Gruppe wie die „Christen im Widerstand“, die ich aus Berlin kenne, gibt es in Österreich noch nicht?
Eine derartige Gruppe ist im Entstehen. Mehrere Priester sind schon aktiv, aber die Vernetzung geht über die Diözesen. Es gibt den Brief, der von Prominenten und Künstlern veröffentlicht wurde, an dem sich auch fünf Geistliche, wenn auch nicht namentlich, beteiligt haben. Es werden aber immer mehr, auch aus der konkreten Drucksituation heraus.
Wie meinen Sie das?
Ein aktuelles Beispiel: Ein Kaplan, der einem Pfarrer zugeordnet ist, darf in der Pfarrei nicht mehr zur Dienstbesprechung kommen, weil er nicht 2G erfüllt. Der Pfarrer hat das entweder willkürlich eingeführt oder bekam es von oben verordnet. Die Messe darf er noch mit Test feiern, aber die ganze Situation hat ihn jetzt so weit gebracht, dass er sich anderen mitgeteilt hat. So entsteht die Vernetzung aufgrund von Druck. Die Menschen entscheiden: „Passe ich mich an oder wann ist für mich Schluss?“. In der Kirche, in der der Kaplan die Messe feiert, müssen alle im Gottesdienst eine FFP2-Maske tragen und werden auch ständig auf deren korrekte Nutzung hingewiesen. Ich kenne einige, die in andere Kirchen gehen bzw. gehen müssen, weil diese Vorgabe dort nicht herrscht. Es gibt einen Umdenk- oder genauer einen Nachdenkprozess unter den Gläubigen. Von einer großen Vernetzung sind wir aber noch entfernt. Die Menschen suchen sich ihren persönlichen Platz und teilen dort ihre Erfahrungen mit anderen. Es ist wichtig, über die Ängste und über das, was man erlebt, auch zu sprechen.
Bild: Mag. Herbert Stichaller
Es ist sehr, sehr bedenklich, wenn die Kirche nicht mehr den Schutzraum bietet, in den man mit diesen Ängsten und Schwierigkeiten gehen kann. Es ist tragisch, dass man Angst haben muss, aus der eigenen Kirche ausgeschlossen zu werden.
Man darf auch keine Vergleiche zu früheren Zeiten herstellen. Es ist in der politischen Diskussion ein Tabu, dass man diese Situation mit einer Diktatur oder mit einer anderen Epoche aus der Geschichte vergleicht.
Der Druck ist groß
Ich persönlich lasse mir diesen Vergleich von niemandem nehmen, nachdem meine Familie ja im KZ war. Aber als Nachgeborene der Opfer tue ich mich leicht. Für Sie ist der Druck diesbezüglich größer.
Ja. Der Druck ist groß. Für viele von uns ist es etwas Neues, realisieren zu müssen, dass Unterdrückung oder Unrecht nicht nur die Geschichte, sondern auch die Gegenwart betrifft. Viele suchen noch einen Weg, die Situation zu bewältigen, und sagen sich: „Naja, wenn es nur dies ist, wenn es nur jenes ist, da mache ich noch mit.“. Sie übersehen aber, dass sie sich das nur erlauben können, weil sie beispielsweise in Pension sind oder andere Vorteile genießen. Viele stehen aber in einem Dilemma. Studenten, die ihr Studium nicht abschließen können, junge Menschen, die ihren Führerschein nicht machen können, erleben die aktuelle Krise ganz anders. Es ist wichtig, dass wir uns in die Situation des anderen hineindenken. Wir dürfen nicht sagen: “Das geht mich nichts an. Ich bin nicht betroffen.” Es betrifft alle, denn jeder trägt zum Staat und zur Gesellschaft seinen Teil bei. Auch wenn ich persönlich kein Problem damit habe, in 2G-Geschäften nicht einzukaufen, wollen wir doch alle belebte Städte, in denen Leute auch eine Arbeit haben. Es ist absehbar, dass unser soziales System verfällt. Wer jetzt noch gemütlich zu Hause sitzt, weil ihn das alles nicht betrifft, könnte sehr böse aufwachen. Dann aber ist es vielleicht zu spät. Man muss gegen diese Diktatur jetzt handeln, jetzt Gesicht zeigen!
Wann haben Sie sich entschlossen, Gesicht zu zeigen und auf die Bühne zu gehen?
Zum ersten Mal stand ich am 11. September 2021 auf einer Bühne.
Ein sehr geschichtsträchtiges Datum.
Ja, das Ereignis vor 20 Jahren war mir bewusst. Ich durfte auf einer Kundgebung im Resselpark in Wien vor tausenden Leuten sprechen.
Wie entstand der Kontakt?
Die Veranstalter kannten mich als Schreiber von kritischen Kommentaren und fragten an, ob ich bereit wäre, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Ich gebe seit zwei Jahren eine Zeitung heraus. Der Fokus lag zunächst auf der Satire. Je klarer und schärfer ich aber geworden bin, indem ich einige reale Texte und Zitate publizierte, desto mehr Widerstand gab es. Manche Leser waren wohl überfordert, andere wollten sich auch nicht eingestehen, dass sie sich geirrt haben. So bekam ich zu hören: „Das ist jetzt aber zu viel. Das brauchen Sie mir nicht mehr zuschicken.“. Immer dann, wenn ich mich nicht nur über die Unsinnigkeit der Maßnahmen geäußert habe, sondern auch auf einen größeren Zusammenhang zwischen den Mächten im Hintergrund hingewiesen und Begriff wie “Pharmaindustrie” und “Finanzwesen” verwendet habe, wurde ich in eine Ecke gestellt. Damit war ich aber auch in der kritischen Bewegung sichtbar.
Blockwarte in der Kirche
Gab es auch Druck seitens der offiziellen Stellen?
Nicht bei mir. Ein Kollege bekam für harmlose Aussagen in seinem Pfarrblatt, die auch nur als Fragen formuliert wurden, eine schriftliche Aufforderung, diese nicht nur zukünftig zu unterlassen, sondern die gesamte Online-Ausgabe der Zeitung zu löschen. Kürzlich bekam er wieder eine Aufforderung, weil diese immer noch auf seiner Homepage zu finden war. Seitens der Zentrale wurden dann zwei Nummern seines Pfarrblatts einfach gelöscht.
So mancher Pfarrer hat inzwischen auch Angst vor der eigenen Gemeinde, da es Gläubige gibt, die in die Kirche gehen und schauen, ob der Pfarrer die Vorschriften auch einhält. Tut er das nicht, rufen sie bei einer Zeitung oder der Diözese an und beschweren sich und tun so, als ob der Pfarrer die Leute in Gefahr bringen würde.
Es gibt also auch in der Kirche die Blockwarte?
Ja, die gibt es. Sie kommen meist aus dem eigenen Bereich. Welche politische Position die kirchliche Behörde und auch die Bischöfe beziehen, erkennt man an einem konkreten Beispiel: Ein Pfarrer hat über das Volksbegehren gegen die Impfpflicht informiert. Dazu hat er ein Informationsblatt in seinen Schaukasten gesetzt. Einfach als Hinweis, dass es die Möglichkeit gibt. Nicht mehr. Er bekam von oberster Stelle die Weisung, diesen Aushang zu entfernen. So weit ist die Einflussnahme bereits, dass sich die kirchliche Behörde darum kümmert, was in einem Schaukasten ausgelegt oder einem Pfarrblatt mit regionaler Verbreitung geschrieben wird.
Befürchten Sie oder Ihre Kollegen wirtschaftlich sanktioniert zu werden?
Ich halte es für möglich. Die Besoldung in der Kirche geschieht aber unabhängig vom Staat. Ich persönlich mache mir keine Sorgen, weiß aber, dass ausländische Priester, die oft nur begrenzte Verträge haben, eine größere Angst haben, dass ihnen das passiert. Im Fall des ungeimpften Kaplans, der nicht mehr an Dienstbesprechungen teilnehmen kann, handelt es sich um einen Priester aus Polen. Da ist es ein Leichtes zu sagen: „Wir können Dich nicht weiter beschäftigen. Du kannst ja nicht mehr mit uns zusammenarbeiten.“
“Corona ist zur Religion geworden”
Abschließend noch eine Frage: Was sagen Sie zu den Impfungen im Stephansdom?
Ich bin da ganz offen und eindeutig, denn ich habe sofort in derselben Woche dem Kardinal geschrieben. Es ist ein Sakrileg. Das ist ein Missbrauch eines heiligen Ortes und an meiner Haltung hat sich bis heute nichts geändert.
Die Impfungen im Stephansdom finden ja nicht in einem Vorbau oder einem Nebenraum, sondern in unmittelbarer Nähe zum Allerheiligsten statt. Die Symbolik sagt ja überdeutlich, dass das Göttliche durch das Weltliche ersetzt wird. Die Begriffe Errettung und Erlösung wurden mehr oder weniger durch die Politik in Beschlag genommen und die Kirche schaut zu, wie man ihr die wichtigsten Begriffe raubt. Hinzu kommt die Herabsetzung der Ungeimpften durch Äußerungen des Dompfarrers, denen nie offiziell widersprochen wurde. Corona ist immer mehr zur Religion geworden, in der freiwillig auf Rechte und auf Freiheiten verzichtet wird. Was aktuell geschieht, kann man rational nicht mehr nachvollziehen.
Wir müssen wieder zurück zu einer Kirche finden, die für die Menschen da ist, die Schutzraum bietet, in dem die Menschen zusammenstehen können. Davon träumen viele, aber bis es soweit kommt, müssen wir noch auf Schlimmeres gefasst sein. Man kann sich in dieser Situation nur selber schützen, indem man die eigene Berufung und den eigenen Weg konsequent lebt.
Danke für Ihre klare Haltung!
Dramatische Verrottung | Rubikon
„Die Tragikomödie der journalistischen Selbstauslöschung begann mit Rudolf Scharpings Hufeisenlüge 1999 und dem dröhnenden Schweigen…
The post Dramatische Verrottung | Rubikon first appeared on Axel B.C. Krauss.
Russland und der Westen: Den Nebel der Hysterie durchdringen
Von Pepe Escobar: Er ist ein brasilianischer Journalist, der eine Kolumne, The Roving Eye, für Asia Times Online schreibt und ein Kommentator auf Russlands RT und Irans Press TV ist. Er schreibt regelmäßig für den russischen Nachrichtensender Sputnik News und verfasste zuvor viele Meinungsbeiträge für Al Jazeera.
Der fatale Fehler, den Brüssel 2014 beging, bestand darin, Kiew vor die unmögliche Wahl zwischen Europa und Russland zu stellen.
Der kollektive Westen wird von einem Gespenst heimgesucht: der totalen Zombifizierung, die durch eine flächendeckende, rund um die Uhr laufende Psycho-Operation die Unvermeidlichkeit einer „russischen Aggression“ einprägt.
Lasst uns den Nebel der Hysterie durchdringen, indem wir den ukrainischen Verteidigungsminister Reznikov fragen, was vor sich geht:
„Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die russischen Streitkräfte bis heute keine Angriffsgruppe aufgestellt haben, die eine gewaltsame Invasion in der Ukraine durchführen könnte.“
Nun, Reznikov ist offensichtlich nicht bewusst, dass das Weiße Haus, das Zugang zu wohl privilegierten Informationen hat, davon überzeugt ist, dass Russland „jede Minute“ einmarschieren wird.
Das Pentagon legt noch einen drauf: „Es ist ganz klar, dass die Russen im Moment nicht die Absicht haben, zu deeskalieren“. Daher sei es notwendig, so Sprecher John Kirby, eine multinationale NATO-Eingreiftruppe (NRF) von 40.000 Mann bereitzustellen: „Wenn sie aktiviert wird … um eine Aggression abzuwehren, wenn nötig“.
Die „Aggression“ ist also eine Selbstverständlichkeit. Das Weiße Haus „verfeinert“ militärische Pläne – 18 bei der letzten Zählung – für alle möglichen Arten von „Aggression“. Was die schriftliche Antwort auf die russischen Vorschläge zu Sicherheitsgarantien angeht, so ist das viel zu kompliziert.
Es gibt kein „genaues Datum“, wann die Antwort nach Moskau geschickt wird. Und die sprichwörtlichen „Beamten“ haben ihre russischen Amtskollegen angefleht, es nicht zu veröffentlichen. Schließlich ist ein Brief nicht sexy. Doch „Aggression“ verkauft sich gut. Vor allem, wenn es „jede Minute“ passieren kann.
„Analysten“ schreien, dass Putin nun „fast sicher“ sei, „in den nächsten zehn Tagen“ einen „begrenzten Schlag“ auszuführen, der mit einem Angriff auf Kiew einhergeht: Damit wird das Szenario eines „fast unvermeidlichen Krieges“ entworfen.
Wladimir Dschabarow, erster stellvertretender Vorsitzender des russischen Ratskomitees für internationale Angelegenheiten, zieht es vor, der Realität näher zu kommen: Die USA bereiten eine Provokation vor, um Kiew zu „rücksichtslosen Aktionen“ gegen Russland im Donbass zu drängen. Das passt zu den Berichten von Fußsoldaten der Luhansker Volksrepublik, dass „von britischen Ausbildern vorbereitete subversive Gruppen“ in der Gegend von Lisitschansk eingetroffen sind.
Persönlichkeiten wie Ursula von der Leyen von der Europäischen Kommission, Jens Stoltenberg von der NATO und „führende Politiker“ aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen kündigten nach einem Videogespräch an, dass „ein beispielloses Paket von Sanktionen“ für den Fall eines „Einmarsches“ Russlands fast fertig sei.
Sie bezeichneten dies als „internationale Einigkeit im Angesicht der wachsenden Feindseligkeit gegenüber Russland“. Übersetzung: NATOstan bittet Russland um eine sofortige Invasion.
Von den 27 EU-Staaten sind 21 NATO-Mitglieder. Die USA haben das Sagen über sie alle. Wenn die EU also verkündet, dass „jede weitere militärische Aggression gegen die Ukraine sehr ernste Konsequenzen für Russland haben würde“, dann ist das die Anweisung der USA an die NATO, der EU zu sagen: „Was wir sagen, gilt“. Und im Rahmen dieser Strategie des Spannungsfeldes bedeutet „was wir sagen“ die Anwendung von rohem, imperialem Teilen und Herrschen, um Europa völlig unterjocht zu halten.
Die fatalen Fehler des Westens
Man sollte nie vergessen, dass der Maidan 2014 eine Operation war, die von Obama/Biden überwacht wurde. Dennoch gibt es noch viele unerledigte Aufgaben – wenn es darum geht, Russland in die Schranken zu weisen. Deshalb muss die russophobe Kriegspartei in Washington nun alle Register ziehen und der NATO befehlen, Kiew zu einem heißen Krieg anzufeuern – und damit Russland in eine Falle zu locken. Zelensky The Comedian hat sogar zu Protokoll gegeben, dass er „in die Offensive gehen“ will.
Es ist also an der Zeit, die falschen Flaggen zu veröffentlichen.
Der unverzichtbare Alastair Crooke hat dargelegt, wie „‚Einkreisung‘ und ‚Eindämmung‘ tatsächlich Bidens Standard-Außenpolitik geworden sind“. Eigentlich nicht „Biden“ – sondern die amorphe Kombination hinter der Hörer/Teleprompter-gesteuerten Marionette, die ich seit über einem Jahr als Crash Test Dummy bezeichne.
Crooke fügt hinzu: „Der Versuch, diese Meta-Doktrin zu zementieren, wird derzeit über Russland (als erster Schritt) in die Tat umgesetzt. Die wesentliche Beteiligung Europas ist das ‚Parteistück‘ zu Russlands physischer Eindämmung und Einkreisung“.
„Einkreisung“ und „Eindämmung“ sind seit Jahrzehnten unter verschiedenen Vorzeichen die Grundpfeiler des Exzeptionalismus. Die Vorstellung der Kriegspartei, dass es möglich ist, beides an einer Dreifront – gegen Russland, China und den Iran – durchzusetzen, ist so infantil, dass sich jede Analyse erübrigt. Das ist ein Grund zum Trinken und Lachen.
Was die zusätzlichen Sanktionen für die imaginäre „russische Aggression“ angeht, so mussten ein paar wohlwollende Seelen Little Tony Blinken und andere Teilnehmer der „Biden“-Kombo daran erinnern, dass die Europäer viel stärker betroffen wären als die Russen; ganz zu schweigen davon, dass diese Sanktionen die kollektive Wirtschaftskrise des Westens noch weiter anheizen würden.
Eine kurze Rekapitulation ist wichtig, um zu verstehen, wie wir in den derzeitigen Hysterie-Sumpf geraten sind.
Der kollektive Westen hat die Chance vertan, eine konstruktive Partnerschaft mit Russland aufzubauen, ähnlich wie er es nach 1945 mit Deutschland getan hat.
Der kollektive Westen hat es auch vergeigt, als er Russland auf die Rolle eines unbedeutenden, fügsamen Wesens reduzierte und ihm vorschrieb, dass es nur eine Einflusssphäre auf dem Planeten gibt: NATOstan, natürlich.
Und das Imperium hat es vermasselt, als es Russland ins Visier nahm, selbst nachdem es angeblich gegen die UdSSR „gewonnen“ hatte.
In den 1990er und 2000er Jahren wurde das postsowjetische Russland nicht eingeladen, sich am Aufbau des „gemeinsamen europäischen Hauses“ – mit all seinen eklatanten Mängeln – zu beteiligen, sondern war gezwungen, von außen zuzusehen, wie dieses „Haus“ ausgebaut und eingerichtet wurde.
Entgegen allen Versprechungen, die Gorbatschow von verschiedenen westlichen Führern gemacht wurden, wurden die traditionelle russische Einflusssphäre – und sogar das ehemalige Gebiet der UdSSR – zu Streitobjekten bei der Plünderung des „sowjetischen Erbes“: lediglich ein Raum, der von den Militärstrukturen der NATO kolonisiert werden sollte.
Entgegen der Hoffnung Gorbatschows – der naiv davon überzeugt war, dass der Westen die „Dividenden des Friedens“ mit ihm teilen würde – wurde der russischen Wirtschaft ein knallhartes anglo-amerikanisches neoliberales Modell aufgezwungen. Zu den katastrophalen Folgen dieses Übergangs kam das Gefühl der nationalen Frustration einer Gesellschaft hinzu, die gedemütigt und wie eine besiegte Nation im Kalten Krieg oder im Dritten Weltkrieg behandelt wurde.
Das war der fatale Irrtum von Ausnahmestaat: zu glauben, dass mit dem Verschwinden der UdSSR auch Russland als historische, wirtschaftliche und strategische Realität aus den internationalen Beziehungen verschwinden würde.
Der neue Pakt aus Stahl
Und deshalb flippen die War Inc., die Kriegspartei, der Tiefe Staat, wie auch immer man sie nennen will, jetzt aus – und das in großem Stil.
Sie haben Putin abgewiesen, als er 2007 in München ein neues Paradigma formulierte – oder als er 2012 in den Kreml zurückkehrte.
Putin machte sehr deutlich, dass die legitimen strategischen Interessen Russlands wieder respektiert werden müssten. Und dass Russland im Begriff sei, sein faktisches „Vetorecht“ bei der Gestaltung der Weltpolitik wiederzuerlangen. Nun, die Putin-Doktrin wurde bereits seit der Georgien-Affäre im Jahr 2008 umgesetzt.
Die Ukraine ist ein Flickenteppich aus Teilen, die bis vor kurzem zu verschiedenen Imperien – dem österreichisch-ungarischen und dem russischen – sowie zu mehreren Nationen wie Russland, Polen und Rumänien gehörten. Sie vereint den Katholizismus und die Orthodoxie und hat Millionen ethnischer Russen und russischsprachiger Menschen mit tiefen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland.
Die Ukraine war also de facto ein neues Jugoslawien.
Der fatale Fehler, den Brüssel 2014 beging, bestand darin, Kiew und die ukrainische Bevölkerung insgesamt vor eine unmögliche Wahl zwischen Europa und Russland zu stellen.
Das unvermeidliche Ergebnis musste der Maidan sein, der vollständig von amerikanischen Geheimdiensten manipuliert wurde, während die Russen deutlich sahen, wie die EU von der Position des ehrlichen Maklers in die niedere Rolle des amerikanischen Chihuahuas wechselte.
Die russophoben US-Falken werden niemals auf das Spektakel verzichten, dass ihr historischer Gegner in einen langsam brennenden Bruderkrieg im postsowjetischen Raum verwickelt ist. Genauso wenig werden sie jemals auf die Teilung und Herrschaft verzichten, die über ein verwirrtes Europa verhängt wird. Und ebenso wenig werden sie jemals einem geopolitischen Akteur „Einflusssphären“ zugestehen.
Ohne ihren toxischen Einfluss hätte das Jahr 2014 ganz anders verlaufen können.
Um Putin davon abzuhalten, die Krim wieder ihrem rechtmäßigen Platz – Russland – zuzuweisen, hätte es zweierlei bedurft: eine anständige Verwaltung der Ukraine nach 1992 und die Möglichkeit, die Ukraine nicht in das westliche Lager zu zwingen, sondern sie zu einer Brücke zu machen, nach dem Vorbild Finnlands oder Österreichs.
Nach dem Maidan kamen die Minsker Vereinbarungen einer praktikablen Lösung so nahe wie möglich: Beenden wir den Konflikt im Donbass; entwaffnen wir die Protagonisten; und stellen wir die Kontrolle über die Grenzen der Ukraine wieder her, während wir der Ostukraine echte Autonomie gewähren.
Für all dies hätte die Ukraine einen neutralen Status und eine doppelte Sicherheitsgarantie durch Russland und die NATO benötigt. Und um das Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU mit den engen Verbindungen zwischen der Ostukraine und der russischen Wirtschaft in Einklang zu bringen.
All das hätte vielleicht eine europäische Vision von vernünftigen zukünftigen Beziehungen zu Russland konfiguriert.
Doch der russophobe Deep State würde das niemals zulassen. Das Gleiche gilt für das Weiße Haus. Barack Obama, dieser zynische Opportunist, war zu sehr von den fragwürdigen polnischen Verhältnissen in Chicago eingenommen und nicht frei von der Besessenheit des Exzeptionalismus mit dem tiefen Antagonismus, um eine konstruktive Beziehung zu Russland aufbauen zu können.
Und dann ist da noch der entscheidende Punkt, der von einer hochrangigen US-Geheimdienstquelle enthüllt wurde.
Im Jahr 2013 wurde dem verstorbenen Zbigniew „Grand Chessboard“ Brzezinski ein geheimer Bericht über fortschrittliche russische Raketen vorgelegt. Er flippte aus. Und reagierte, indem er den Maidan 2014 konzipierte – um Russland damals in einen Guerillakrieg zu ziehen, wie er es in den 1980er Jahren mit Afghanistan getan hatte.
Und hier sind wir nun: Es geht um ein unerledigtes Geschäft.
Ein letztes Wort zu den Schleudern und Pfeilen des unverschämten Glücks. Im 13. Jahrhundert errichtete das Mongolenreich seine Oberherrschaft über die Kiewer Rus, d. h. über die christlich-orthodoxen Fürstentümer, die heute der nördlichen Ukraine, Weißrussland und einem Teil des heutigen Russlands entsprechen.
Das tatarische Joch über Russland – von 1240 bis 1552, als Iwan der Schreckliche Kasan eroberte – hat sich tief in das russische Geschichtsbewusstsein und in die Debatte über die nationale Identität eingeprägt.
Die Mongolen eroberten getrennt voneinander weite Teile Chinas, Russlands und des Irans. Welch eine Ironie, dass Jahrhunderte nach der Pax Mongolica der neue Pakt aus Stahl zwischen diesen drei eurasischen Hauptakteuren nun ein unüberwindbares geopolitisches Hindernis darstellt, das alle ausgeklügelten Pläne einer Gruppe transatlantischer historischer Emporkömmlinge zunichte macht.
Wuppertal: Mahnwache der BPE gegen DITIB-Stadtquartier

Von ULRIKE BRAUKMANN, BPE | Am kommenden Samstag, den 29. Januar, wird die Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld von 11 bis 15 Uhr eine Mahnwache abhalten. Das Motto ist, den Politischen Islam zu stoppen und den Bau des DITIB-Stadtquartiers mit Großmoschee zu unterbinden. Hierzu werden aussagekräftige Plakate zu sehen sein. Bereits am […]
Ex-FDA-Chef und Pfizer-Vorstand fordert Ende “spaltender” Maßnahmen wie Impfzwang
Dr. Scott Gottlieb, ehemaliger Direktor der Food and Drug Administration (FDA) und aktuelles Vorstandsmitglied bei Pfizer, fordert ein Ende der spaltenden Corona-Maßnahmen: Impf- und Maskenzwang sollten in Anbetracht sinkender Zahlen abgeschafft werden.
Gottlieb verglich die aktuelle Situation in den USA mit der in Großbritannien, wo Premierminister Boris Johnson aufgrund der Omikron-Variante mit ihren milden Krankheitsverläufen alle Beschränkungen aufgehoben hat. Gottlieb vertritt die Ansicht, dass Amerika diesem Beispiel folgen sollte, und verwies auf Masken in Schulen und Impfpflichten als besonders „spaltende“ Beschränkungen, die am stärksten umstritten seien und fallen sollten. Gegenüber CNBCs “Squawk Box” sagte er:
Ich denke, wenn sich die Bedingungen verbessern, müssen wir bereit sein, einige dieser Maßnahmen mit der gleichen Geschwindigkeit zu lockern, mit der wir sie eingeführt haben.
Er merkte auch an, dass es für die Akzeptanz von Einschränkungen in der Bevölkerung notwendig sei, dass Maßnahmen sich der Pandemiesituation anpassen – etwas, das viele Regierungen in ihrem Beschränkungswahn vermissen lassen.
“As conditions improve we have to be willing to relax some of these measures with the same speed that we put them in place,” says @ScottGottliebMD on policies like mask mandates. pic.twitter.com/C1ZAYDtMS9
— Squawk Box (@SquawkCNBC) January 24, 2022
Sowohl in den USA als auch im Vereinigten Königreich sind die Fallzahlen zuletzt deutlich gesunken. Allerdings hängt nicht jedes Land sich an diesen wenig aussagekräftigen Daten auf: Dänemark verzeichnet hohe Zahlen von Testpositiven – wird aber dennoch alle Maßnahmen zum 1. Februar beenden.
Report: Klima-Status 2021
In den letzten Jahrzehnten wurden von Presse und Politikern eine Reihe von Kennzahlen als Beweis für eine Verschlechterung des Klimas angeführt. Dazu gehören Meereis, Polartemperaturen, Waldbrandflächen, Hitzewellen, Dürren, der Anstieg des Meeresspiegels, die Gesundheit der Korallenriffe und das Schicksal von Inselstaaten und Stränden. Das vergangene Jahr war jedoch kein gutes Jahr für ihre Darstellung.
Nach Angaben des National Snow and Ice Data Center in Boulder, Colorado, erreichte die Meereisausdehnung in der Arktis am Ende des Jahres den höchsten Stand seit 2003:
Vergleich der Ausdehnung des arktischen Meereises mit derjenigen im Jahre 1991:
Über die letzten 15 Jahre gab es keinen Trend bzgl. der arktischen Meereis-Ausdehnung:
In der Antarktis wurde der kälteste Januar seit über 40 Jahren verzeichnet:
Später im Jahr folgten in der Antarktis die sechs kältesten Monate jemals und der zweitkälteste Winter:
Dutzende Schiffe blieben auf dem Nördlichen Seeweg im Eis stecken:
Die Waldbrandfläche in den USA liegt weit unter dem Durchschnitt und ist seit den 1930er Jahren um 80 % zurückgegangen. Dieses Diagramm verwendet Daten des National Interagency Fire Center, die am 29. Januar 2021 erfasst wurden – kurz bevor die Biden-Administration sie löschte und alle Daten vor 1983 versteckte:
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Nach den Daten des United States Historical Climatology Network der NOAA erreichte der Prozentsatz der USA, der irgendwann im Laufe des Jahres 35°C erreicht, im Jahr 1931 seinen Höhepunkt und ist seit 90 Jahren rückläufig. Das letzte Jahr lag weit unter dem Durchschnitt:
Der prozentuale Anteil heißer Nachmittage in den USA lag unter dem Mittelwert und ist seit 90 Jahren rückläufig:
In den USA wird es nasser, und Dürren haben an Stärke und Häufigkeit abgenommen:
Der Meeresspiegelanstieg beschleunigt sich nicht und liegt unter allen NOAA-Szenarien. Das nachstehende Diagramm für Lower Manhattan ist ziemlich typisch für alle US-Stationen:
Die offiziellen Daten der australischen Regierung zeigen, dass das Great Barrier Reef die größte Korallenbedeckung seit mindestens 1985 aufweist:
In Australien endete das Jahr, ohne dass dort irgendwo eine Dürre im Gange war:
[Die Landflächen von] Inselnationen vergrößerten sich und nicht wie prophezeit umgekehrt:
Auch die Strände sind größer geworden – das Gegenteil von dem, was in der Presse prophezeit wird:
Als Reaktion auf das überwältigende Scheitern ihrer Vorhersagen in den letzten Jahrzehnten hat die Presse die Strategie übernommen, Bilder von Bränden als Beweis für den „Klimawandel“ zu veröffentlichen:
Aber 1937 brach in den Vereinigten Staaten alle drei Minuten ein Waldbrand aus, und seitdem ist die Brandfläche stark zurückgegangen:
Die Presse fördert beängstigende Prognosen, um die Klima-Agenda voranzutreiben, und wenn die Prognosen nicht eintreffen, gibt es keine Nachbereitung, kein mea culpa oder keinen Rückzug. Sie gehen einfach zu anderen Methoden über, um Angst zu verbreiten. Das vergangene Jahr war für sie wissenschaftlich gesehen eine Katastrophe – aber den Umfragen zufolge waren sie mit ihrer Propaganda sehr erfolgreich.
Autor: Tony Heller, geologist, electrical engineer: Another great contributor to understanding carbon dioxide from fossil fuels.
Link: https://www.cfact.org/2022/01/25/2021-state-of-the-climate-report/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE






















