Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Woher kommt der Strom? Erste richtige Flautentage 2022

Woher kommt der Strom? Erste richtige Flautentage 2022

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Die zweite Analysewoche des Jahres 2022 beginnt mit drei Tagen, an denen die Windstromerzeugung sehr gering ist. Es ist noch keine richtig lange Dunkelflaute. Aber: Strom muss in erheblichem Umfang importiert werden (Abbildung). In diesem Zusammenhang ist die Frage relevant, wieviel Strom Deutschland überhaupt und insgesamt importieren könnte, wenn die eigene Erzeugung wegen diverser Ausstiege und Abschaltungen gering ist, und die regenerative Stromerzeugung einfach nicht will, wie sie soll. Wie eben an den ersten drei Tagen der zweiten Kalenderwoche. Kai Ruhsert, unabhängiger Spezialist in Sachen Elektromobilität und Buchautor, hat in der Angelegenheit recherchiert und diese Aussage des Übertragungsnetzbetreibers Amprion gefunden:

„Deutschland könnte ab dem Jahr 2022 in den betrachteten, kritischen Situationen unter den getroffenen Annahmen auf Importe aus dem Ausland angewiesen sein. Der hier aufgezeigte Importbedarf von maximal 7,2 GW liegt deutlich unterhalb der übertragbaren Kapazität von 18,5 GW.“

Quelle, Seite 27. Das ist eine optimistische, allgemein gehaltene Aussage und setzt voraus, dass die für die Stromlieferungen vorgesehenen Länder diesen Strom auch tatsächlich zur Verfügung stellen können. Besonders in den Zeiträumen, in denen wenig Wind weht, benötigen unsere Nachbarn den konventionell erzeugten Strom eben auch vor allem selbst. Die teilweise Mitversorgung des noch größten Industrielandes Europas dürfte in den Erzeugungsplänen unserer Nachbarn im notwendigen und immer größer werdenden Umfang kaum vorgesehen sein. Zumal Deutschland von einer Abstimmung mit seinen Nachbarn auf politischer Ebene in Sachen Stromversorgung wenig hält. Das zeigt schon die starrsinnige Haltung der Ampel in Bezug auf die höchst wahrscheinliche Einstufung von Kernkraftwerken als nachhaltige, von der EU als förderungswürdig angesehene Erzeuger von elektrischer Energie. Statt zu akzeptieren, dass die EU-Mehrheit Kernkraft und Strom aus Kernkraft wünscht, geht Deutschland seinen „Sonderweg“ praktisch allein weiter. Wobei das unser Land keinerlei Skrupel hat, mittels Kernkraft und auch Kohle erzeugten Strom zu importieren. Klar ist: Täte es das nicht, wären die Lichter bereits ´nachhaltig` ausgegangen.

Selbstverständlich muss aktuell auch in Deutschland die verbliebene konventionelle Erzeugung ran, um den Strombedarf des Landes sicher zu stellen (Abbildung 1). Weil über vier GW CO2-freier Kernkraftstrom aktuell vom Netz genommen wurde, steigt der CO2-Ausstoß an. Der Ausstieg wurde zwar schnell beschlossen. Entsprechende CO2-freie Alternativen wurden allerdings nicht bereitgestellt. Man spielt halt gerne Vabanque – auch mit der „Weltenrettung“ vor der (angeblichen) Verbrennung der Erde in wenigen Jahren – und wenn es schief gehen sollte, dann waren es immer andere. Andere, die dies und das und jenes versäumt haben. Dabei hat Deutschland bereits heute die höchsten Strompreise der Welt. Lieber Leser, keine Sorge: Weder verbrennt die Erde, noch sind sonstige außerhalb der deutschen Eigenverantwortung liegende Sorgen berechtigt. Deutschland schafft es diesmal allein das Land, seine Natur, die Gesellschaft, seine Wirtschaft weitgehend zu zerstören. Das ist meine Meinung.

An der Strombörse werden diese Preise aufgerufen (Abbildung 2). Es muss nicht weiter betont werden, dass Deutschland während der drei Flautentage zu Beginn der Woche über 300€/MWh auf den Tisch seiner Nachbarn legen muss, um den dringend benötigten Strom zu erwerben. Am Samstag, den 15.1.2022 kommt es um 18:00 Uhr zu einer weiteren Stromversorgungslücke, die Deutschland allerdings mit „nur“ 267€/MWh in der Spitze schließen kann.

Unsere nachbarlichen Energielieferanten (- und Abnehmer: Abbildung 3)haben sehr unterschiedliche Zusammenstellungen (Strom-Mix) der Stromerzeugung. Sie können diese hier aufrufen. Erkennen Sie, dass auch Dänemark Strom nach Deutschland liefert, der nur zum geringsten Teil mittels Windkraft hergestellt wurde. Lediglich Strom allein aus Norwegen darf tatsächlich als „grün“ angesehen werden. Nur zu 3% gewinnt Norwegen Strom aus Erdgas. 97% sind Wind- und Wasserkraftstrom. Dass Norwegen als sogenannte „Batterie Deutschlands“ sich seinen Strom gut bezahlen läßt, verwundert nicht. 224€/MWh musste Deutschland zahlen. Als Deutschland zu viel Strom günstig abgeben musste, war auch Norwegen dabei. Es zahlte für den Strom jetzt 99€/MWh. Insgesamt und unter dem Strich waren knapp 39 Mio. €, die Deutschland an Norwegen in der zweiten KW gezahlt hat. Aber immerhin, es war grüner Strom, der eingekauft wurde. Anders sieht es mit dem Strom aus Polen aus, den Deutschland regelmäßig importiert. Der ist kohlrabenschwarz. Über 90% des Stroms werden in Polen fossil erzeugt. Knapp 87 GWh exportierte Polen nach Deutschland und verdiente gut 16 Mio €.

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 4. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 5 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 6Abbildung 7 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdopplung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren. Bitte unbedingt anschauen. Vor allem die Verdopplung.

Abbildung 8 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Unter Abbildung 9 ist ein Vorgang dokumentiert, der Unverfrorenheit und Leichtfertigkeit eines Weltkonzerns – hier Volkswagen (VW) – in Sachen Greenwashing aufzeigt. Es werden in einer Pressemitteilung Absichten in Sachen Stromerzeugung mit Angaben unterfüttert, die sachlich unkorrekt, weil maßlos über- (Strommenge) und untertrieben (Kosten) sind. Ich habe mit einem Anruf und einer E-Mail an den zuständigen Mitarbeiter freundlich auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Die E-Mail und die Antwort einer Mitarbeiterin finden Sie unter Abbildung 9. Die Antwort ist ein Dokument jeglicher Ahnungslosigkeit und/oder Verdummungstaktik. Auf meine Bitte, den Sachverhalt erneut zu recherchieren und zu korrigieren – ebenfalls unter Abbildung 9 abgelegt – erhielt ich keine Antwort. Deshalb hier und heute die Veröffentlichung des Vorgangs.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Strom-Import/Export: Die Charts

  • Produktion als Anteil der installierten Leistung

  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf

  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum

sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf„, „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und ExportanalyseCharts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Ein sehr erhellender Artikel zur Konsequenz der Abschaltungen der drei Kernkraft- und vier Braunkohleblöcke zum Beginn des Jahres 2022.

Unter den Tagesanalysen finden Sie Peter Hagers Jahresrückschau 2021 zur Elektromobilität

Tagesanalysen

Montag, 10.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 21,28 Prozent, davon Windstrom 6,42 Prozent, PV-Strom 2,22 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,64 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wenig Windstrom, kaum PV-Strom, aber eine gewaltige Stromversorgungslücke. So fängt die zweite Analysewoche an. Die Konventionellen fahren die Stromerzeugung nicht weiter hoch. Zu offensichtlich würde der CO2-Zuwachs. So wird dieser hinter Stromimporten versteckt. Stromimporte, von denen Klimaminister Habeck wohl nicht weiß, welcher Strom-Mix mit wie viel CO2-Ausstoß sich dahinter verbirgt. Die Strompreise liegen heute zum Teil über 300€/MWh. Das nenne ich ´knackig`. Warum? Vor einem Jahr waren es 63€/MWh.

Dienstag, 11.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 26,62 Prozentdavon Windstrom 12,3 Prozent, PV-Strom 2,83 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,49 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wind- und PV-Stromerzeugung bleiben weiter schwach. Die konventionellen Stromerzeuger befleißigen sich nicht, die Produktion zu steigern. So wird über den ganzen Tag Strom importiert. Zu wiederum hohen Preisen. Der Handelstag.

Mittwoch, 12.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 27,64 Prozent, davon Windstrom 13,69 Prozent, PV-Strom 2,72 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,22 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der dritte und vorläufig letzte Flautentag. Zum späten Nachmittag zieht die Windstromerzeugung an. Der konventionell erzeugte Strom reicht bis dahin nicht aus. Erst dann passt er sich der nun steigenden regenerativen Erzeugung an. Die Produktion nimmt ab. Die Strompreise sind weiterhin hoch. Erst zur Nacht fallen die Preise: Deutschland verkauft Strom. Der Handelstag.

Donnerstag, 13.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,91 Prozent, davon Windstrom 32,94 Prozent, PV-Strom 2,37 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,60 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die regenerative Erzeugung liegt heute im Durchschnitt bei gut 40%. Es entsteht keine Lücke. Deutschland exportiert heute netto mehr Strom als es importiert. Die Konventionellen führen gut nach, so das zufrieden stellende Preise erzielt werden. Für die Kraftwerksbetreiber. Nicht für den Stromkunden. Der Handelstag.

Freitag, 14.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 42,22 Prozent, davon Windstrom 29,06 Prozent, PV-Strom 3,15 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,01 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wieder fast ein kompletter Stromexport-Tag. lediglich zum Vorabend schaffen es die Konventionellen – oder wollen sie nur nicht? – eine kleine Lücke, eine Mini-Lücke zu schließen. Prompt springt der Preis in die Höhe. Der Handelstag.

Samstag, 15.1.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 23,47 Prozent, davon Windstrom 7,83 Prozent, PV-Strom 2,58 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,06 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der vierte Flautentag dieser Analysewoche. Allerdings ist der Strombedarf wegen des Samstags gering. So reicht der konventionell erzeugte Strom bis auf zwei Lücken fast aus. Die Preise, der Handelstag.

Sonntag, 16.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,51 Prozent, davon Windstrom 37,49 Prozent, PV-Strom 1,85 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,16 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Von Sonntag bis Montag zieht die Windstromerzeugung stark an. Mit erheblichen Folgen für den Exportpreis. Obwohl die Konventionellen ihre Erzeugung massiv reduzieren, bleibt zu viel Strom im Markt. Von 2:00 bis 4:00 Uhr am 17.1.2022 werden nur knapp über 10€/MWh für den exportierten Strom erzielt. Der Handelstag. Ist Strom billig zu haben, lädt die „Batterie Deutschlands“, Norwegen, selbstverständlich auch auf. Zu eben erwähnten Minipreisen.

PKW-Neuzulassungen 2021: Hohe Subventionen treiben Elektromobilität

Nach dem deutlichen Rückgang der PKW-Neuzulassungen im Jahr 2020 setzte sich der Abwärtstrend auch in 2021 fort:

2021: 2.622.132 (- 11,2 % gegenüber 2020 und – 27,3 % ggü. 2019)

2020: 2.917.678 (- 19,1 % ggü. 2019)

2019: 3.607.258

Damit steckt der deutsche PKW-Neuwagenmarkt in einer veritablen Krise. Die Ursachen sind vielschichtig: Corona, Chipmangel und der Wechsel bei den Antriebsarten. Das betrifft vor allem auch den Produktionsstandort Deutschland.

Laut CAR-Institut wurden im Jahr 2021 nicht mehr so wenig PKWs in Deutschland produziert wie seit der Ölkrise in 1974.

Die Antriebsarten für PKW im Einzelnen:

Benzin: 972.588 (- 28,6 % ggü. 2020), Anteil: 37,1% (2020: 46,7 %)

Diesel: 524.446 (- 36,0 % ggü. 2020), Anteil: 20,0 % (2020: 28,1 %)

Hybrid: 429.139 (+ 31,1 % ggü. 2020), Anteil: 16,4 % (2020: 11,2 %)

Plug-In-Hybrid: 325.449 (+ 62,3 % ggü. 2020), Anteil: 12,4 % (2020: 6,9 %)

Elektro (BEV): 355.961 (+ 83,3 % ggü. 2020), Anteil: 13,6 % (Anteil: 6,7 %)

Für die PKW-Neuzulassungen gingen die CO2-Emissionen um 15,1 % zurück, was im PKW-Durchschnitt 118,7 g/km entspricht (in 2020: 139,8 g/km).



E-Mobilität wächst dank kräftiger Subventionen

Die hohen Zuschüsse der Bundesregierung (erhöhte Kaufprämie, 10-jährige Kfz-Steuerbefreiung, geringerer geldwerter Vorteil bei Dienstwagen, Bezuschussung von privaten Ladestationen) und Hersteller (Kaufprämie) zeigen bei der E-Mobilität immer mehr Wirkung.

Was das Ganze vor allem attraktiv macht, bringt ein Beitrag bei efahrer.com auf den Punkt: „Elektroauto-Förderung 2021/2022: Wo Sie noch absahnen können“,

Die seit Mitte 2020 erhöhten Subventionen schlagen sich auch in den Bestandszahlen nieder:

Plug-in-Hybrid-PKW

2021: 605.310 (+ 116,3 % ggü. 2020)

2020: 279.861 (+ 173,9 % ggü. 2019)

2019: 102.175

Elektro-PKW (BEV)

2021: 665.044 (mit 64 Modellen / + 115,6 % ggü. 2020)

2020: 309.083 (mit 52 Modellen / + 126,2 % ggü. 2019)

2019: 136.617 (mit 32 Modellen)

Ende 2021 sind die rein elektrischen PKW in Deutschland immer noch deutlich von einer Million entfernt. Da die Plug-in-Hybrid-PKW mit zu den Elektro-Autos gezählt werden wird die Statistik entsprechend „geschönt“. Denn diese sind in erster Linie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als Hauptantrieb (überwiegend Benziner) und werden als Firmenwagen auch überwiegend so genutzt.

Die Top 10 nach Herstellern und deren Marktanteile in 2021:



Plug-in Hybrid-PKW: 325.449

Mercedes (mit 10 Modellen): 19,6%

BMW (mit 9 Modellen): 12,4%

VW (mit 6 Modellen): 11,1%

Audi (mit 8 Modellen): 11,1%

Seat (mit 3 Modellen): 7,3%

Volvo (mit 5 Modellen): 6,2%

Ford (mit 3 Modellen): 5,7%

Skoda (mit 2 Modellen): 4,0%

Kia (mit 4 Modellen): 3,6%

Mitsubishi (mit 2 Modellen): 3,3%

Elektro-PKW (BEV): 355.961

VW (mit 6 Modellen): 20,3%

Tesla (mit 4 Modellen): 11,2%

Renault (mit 2 Modellen): 9,2%

Hyundai (mit 3 Modellen): 7,5%

Smart (mit 2 Modellen): 6,7%

Opel (mit 5 Modellen): 5,1%

BMW (mit 4 Modellen): 4,6%

Skoda (mit 2 Modellen): 4,5%

Audi (mit 4 Modellen): 4,2%

Peugeot (mit 4 Modellen): 3,6%

Von den Top 5 konnte lediglich Tesla seine Marktanteile ausbauen (2020: 8,6%). VW (2020: 23,8%), Renault (2020: 16,2%), Hyundai (2020: 8,2%) sowie Smart (2020: 8,3%) verloren teilweise deutlich Marktanteile.

Die beliebtesten zehn E-Modelle im Jahr 2021 waren:

Tesla Model 3: 35.262 (Mittelklasse)

VW up: 30.797 (Minis)

VW ID3: 26.693 (Kompaktklasse)

Renault ZOE: 24.736 (Kleinwagen)

Smart ForTwo: 17.409 (Minis)

Skoda Enyaq: 13.026 (SUV)

VW ID4: 12.734 (SUV)

Fiat 500: 12.516 (Minis)

BMW i3: 12.178 (Kleinwagen)

Opel Corsa: 10.858 (Kleinwagen)

Rund 43 % der reinen E-PKW werden vom KBA in den Klassen Minis und Kleinwagen geführt. Diese PKW sind typische Zweitwagen.

Damit dürfte ein häufiges Szenario sein: Das Erstfahrzeug ist Verbrenner, das Zweitfahrzeug ist ein E-Auto. Das Laden wird dann überwiegend zu Hause erfolgen.

Mit dem Zuwachs an E-PKW (BEV) erhöht sich auch der Stromverbrauch in Deutschland. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 kWh auf 100 km und einer jährlichen Fahrleistung von 11.387 km bedeutet dies beim aktuellen Bestand einen Mehrverbrauch von rund 1,5 TWh/Jahr.

Die von der Bundesregierung bis 2030 geplanten 15 Millionen E-Autos bedeuten bereits einen Mehrverbrauch von über 34 TWh pro Jahr. Das sind mehr als die Ende Dezember abgeschalteten KKW Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen C im Jahr 2021 an Strom erzeugten (31,8 TWh).

Quelle

Berset stellt Lockerungen in Aussicht

Die «Fallzahlen» steigen und steigen. Omikron breitet sich noch immer rasant aus. Und doch ist die Situation heute eine ganz andere als noch vor einem Jahr oder auch nur vor wenigen Monaten. Dies räumt auch Alain Berset ein. Inzwischen seien fast in allen Altersklassen um die 90 Prozent oder sogar noch mehr «immun» – also geimpft oder genesen, sagte der Gesundheitsminister an einer Medienkonferenz im Aargau.

Und das Gesundheitswesen werde von dieser Welle weniger belastet. «Es ist das erste Mal, dass ich so etwas sage: Die Perspektiven sind gut», erklärte Berset am Freitagnachmittag an einer Medienkonferenz mit dem Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati. Der Zeitpunkt für Lockerungen sei gekommen. So sollen gemäss 20 minuten in naher Zukunft die Quarantäne- und die Homeoffice-Pflicht fallen.

Als weitere mögliche Lockerungen nennt er laut Blick beschränkungsfreie private Treffen und das mögliche Ende für das Covid-Zertifikat im Inland. Für Reisen hingegen werde das Zertifikat wohl noch länger ein wichtiges Instrument bleiben.

Volk wird über Impfpflicht abstimmen

Die Prüfung der Listen hat ergeben, dass von insgesamt 126’089 eingereichten Unterschriften 125’015 gültig sind. Dies teilte die Bundeskanzlei am Freitag mit. Damit wurde die Hürde von 100’000 Unterschriften für das Zustandekommen einer eidgenössischen Volksinitiative «locker geknackt», wie Blick schreibt.

Die Volksinitiative «Für Freiheit und körperliche Unversehrtheit» fordert eine Änderung der Bundesverfassung, wonach im Zusammenhang mit einer Impfung Eingriffe in die körperliche oder geistige Unversehrtheit einer Person deren Zustimmung bedürfen. So fasst es das Portal swissinfo.ch zusammen. «Die betroffene Person darf aufgrund der Verweigerung der Zustimmung weder bestraft werden noch dürfen ihr soziale oder berufliche Nachteile erwachsen», heisst es im Initiativtext.

Lanciert hat die «Stopp Impfpflicht»-Initiative die Freiheitliche Bewegung Schweiz (FBS) mit Sitz in Ostermundigen BE. Mitglied dieser Organisation sind etwa die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann und Impfkritiker Daniel Trappitsch. Trappitsch bekämpfte in der Vergangenheit etwa das Tierseuchen- und das Epidemiengesetz und sass im Komitee der «No Billag»-Initiative.

Lukaschenko: „Corona ist ein kontrollierbares Phänomen geworden und die Impfungen sind Big Business“

Lukaschenko: „Corona ist ein kontrollierbares Phänomen geworden und die Impfungen sind Big Business“

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Der weißrussische Präsident Lukaschenko hat im weißrussischen Parlament eine Rede an die Nation gehalten und sich dabei auch wieder zu Covid-19 geäußert. Erst vor wenigen Tagen habe ich berichtet, dass Lukaschenko gesagt hat, die Menschen sollten sich wegen Covid-19 „keine Sorgen machen“ und die „Organisatoren der Pandemie“ sollten die Pandemie endlich beenden. In diese Richtung […]

Der Beitrag Lukaschenko: „Corona ist ein kontrollierbares Phänomen geworden und die Impfungen sind Big Business“ erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Log4j: «Internet-Apokalypse», die niemanden interessiert

Ein historisches Ereignis von bisher unbekanntem Ausmass, das die Spezialisten noch viele Monate lang beschäftigen wird. Eine Woche lang war diese Information Gegenstand einiger Artikel in den grossen Zeitungen. Seitdem herrscht Funkstille.

Ausserhalb der Entwicklerkreise ist Log4j niemandem bekannt. Das geht so weit, dass selbst ein Teil derjenigen, die dieses Stück Computercode verwenden, sich der entdeckten Lücke nicht bewusst sind. Und das ist das Problem: Das Risiko besteht darin, dass man sich nicht betroffen fühlt und keine Updates zur Behebung der Sicherheitslücke vornimmt.

Diese Programmbibliothek ist in PCs, Smartphones, Spielkonsolen und internetfähigen Objekten im Allgemeinen integriert. Sie ist eines der meistgenutzten Programme der Welt mit bis zu einer Milliarde Downloads pro Jahr. Aufgrund ihrer Schwere hat die Log4j-Lücke einen eigenen Namen erhalten. Sie heisst «Log4Shell».

Vor 25 Jahren schrieb Ceki Gülcü, der heute in Vevey lebt und eine eigene Software-Beratungsfirma besitzt, seine Masterarbeit in Kryptografie im IBM-Forschungslabor in Rüschlikon. Nach seinem Studium blieb er in einem IBM-Team angestellt, das sich mit Daten-Sicherheit befasste. Er verwendete die Programmiersprache Java und entwickelte mit zwei weiteren Personen, Michael Steiner und Dr. Asokan, ein Protokollierungsprogramm (auf Englisch ein «Log»).

Dieses schreibt auf, was passiert, wenn man eine Software benutzt. Die Software Log4j Version 1 wurde erstellt. Ceki Gülcü erklärt die Funktionalität von Log4j am Beispiel der Blackbox in einem Flugzeug, welche die Gespräche der Piloten, die Geschwindigkeit, die Höhe und alle technischen Aspekte, die man zur Überwachung und Kontrolle des Fluges programmiert, aufzeichnet.

Die Software von Log4j ist Open-Source. Eine Software also, die der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Solche Software hat den Ruf, im Allgemeinen sicher zu sein, gerade wegen ihrer Transparenz. Es wird davon ausgegangen, dass viele Augen dafür sorgen, dass mögliche Probleme erkannt und gelöst werden.

Im Jahr 2000 wurde das Programm offiziell an die Open-Source-Stiftung Apache übergeben. Diese gemeinnützige Stiftung besteht aus freiwilligen Entwicklern und Mitwirkenden. 2006 verliess Ceki Gülcü das Projekt und entwickelte seine eigene Software wie SLF4J oder LogBack, welche heute bekannt und beliebt sind.

Die Apache Foundation startete 2012 eine komplette Überarbeitung unter dem Namen Log4j Version 2. Eine besondere Funktion wurde eingeführt: Log4j 2 analysiert und interpretiert fremde Programme, bevor deren Inhalt weiterverwendet wird.

Und genau hier wurde die Schwachstelle vor über einem Monat entdeckt: Ein Angreifer kann eine speziell gestaltete Datei übermitteln, die von Log4j fälschlicherweise akzeptiert wird. Somit können beliebige Codes aus externen Quellen ausgeführt werden. Eine andere Möglichkeit ist, den angegriffenen Computer einfach einzufrieren und dann ein Lösegeld zu verlangen.

Die Entdeckung der Schwachstelle ist spannend und liest sich wie ein Thriller. Es war Chen Zhaojun, Mitglied des Alibaba Cloud Security-Teams, der die Lücke entdeckte. Er informierte die Apache Foundation und machte die Schwachstelle gemeinsam mit ihnen am 9. Dezember 2021 öffentlich, sodass den Entwicklern genügend Zeit blieb, das Problem zu beheben. Nach einem Leak auf einer chinesischen Blogging-Plattform kurz vor der Veröffentlichung kam es zu Diskussionen über die Details der Schwachstelle. Hacker warteten nicht ab: Die ersten Angriffe wurden bereits in den ersten Tagen nach der Entdeckung beobachtet.

Gibt es eine Vorstellung davon, wie viel Schaden diese Lücke verursacht hat? Es ist bekannt, dass Giganten wie die NASA, Twitter, Oracle und Apple Programme verwenden, in denen die Log4j-Sicherheitslücke vorhanden ist. So könnte beispielsweise iCloud, der Online-Speicherdienst von Apple, über diese Schwachstelle gehackt worden sein. Theoretisch ist auch der kleine Hubschrauber, den die NASA zum Mars geschickt hat, anfällig, da einige der Programme, die für die Kommunikation mit ihm von der Erde aus verwendet werden, auf Log4j basieren. Kleine und mittlere Unternehmen, Behörden und sogar Privatpersonen mit privaten Servern zu Hause sind ebenfalls betroffen, und es wird einige Zeit dauern, bis das Ausmass der Lücke bekannt ist.

Ausserdem ist klar, dass das belgische Verteidigungsministerium das erste bekannte Opfer eines Log4Shell-Angriffs war. Es wurden spektakuläre Vorsichtsmassnahmen ergriffen, wie z. B. in Kanada mit der präventiven Abschaltung von Regierungsservern oder in Deutschland mit dem Riesenunternehmen Bosch, das auch vernetzte Objekte herstellt und zugab, betroffen zu sein, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

Und dann gibt es noch die unbekannten Schäden. Denn diese Schwachstelle wurde vielleicht schon lange vorher von Hackern entdeckt und ausgenützt, ohne dass es jemand bemerkt hat. Zur Erinnerung: Die Version 2 wurde 2012 veröffentlicht. Es ist also nicht unmöglich, dass Kriminelle schon früher Schadprogramme in Computersysteme eingeschleust und benützt haben. Für einige Akteure ist es attraktiver, Zugang zu vertraulichen Informationen zu erhalten, als dafür bezahlt zu werden. Es wird befürchtet, dass die erste Welle von Angriffen nur ein erstes Erdbeben war, bevor ein Tsunami aus grösseren Angriffen kommt.

Im letzten Monat wurden verschiedene grosse Unternehmen in der Schweiz gehackt. Die bekanntesten sind das Verlagshaus Slatkine, die DBS Group und die Emil Frey Group. Aber auch andere, kleinere Unternehmen sind von einer bisher unbekannten Flut von Cyberangriffen betroffen. Ob diese Hackerangriffe tatsächlich auf die Log4Shell-Lücke zurückzuführen sind, ist nicht klar.

Es gibt noch ein weiteres Problem: Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen hat keine Versicherung gegen Cyberrisiken. Einige, weil sie sich nicht betroffen fühlen, aber das sind immer weniger. Andere, weil sie glauben, technisch geschützt zu sein. Wieder andere denken schlichtweg nicht daran.

Die Log4Shell-Affäre klingt daher wie ein krachendes Alarmsignal. Sie zeigt uns die Zerbrechlichkeit des Internet-Ökosystems, das auf riesigen Strukturen aufgebaut ist. Diese werden immer komplizierter, nicht nur durch die Ausrüstung, sondern auch durch die Dienste und damit die Software. Heute wissen wir ganz klar, dass kein Computersystem zu 100 Prozent sicher ist.

Eine digitale und demokratische Zukunft muss aufgebaut werden

Diese «Computerapokalypse» wirft die Frage auf, welche Bedeutung wir der Digitalisierung beimessen müssen. Als Unternehmen oder Regierung müssen wir einen Notfallplan haben. Technische Massnahmen allein reichen nicht aus. Unternehmen und Regierungen müssten sich darauf vorbereiten, im Falle eines Computerausfalls weiterarbeiten zu können. Darüber hinaus sollte man seine Krisenkommunikation vorbereiten.

Auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, können einem Identitätsdiebstahl oder einem Hackerangriff mit anschliessender Erpressung ausgesetzt sein. Jede Person ist für die Sicherheit ihres eigenen Computersystems verantwortlich. Daher sollten Sie Ihre Hausaufgaben machen, sich weiterbilden und sich zumindest oberflächlich informieren.

Stellen Sie sicher, dass Sie die Grundlagen des Datenschutzes zu Hause kennen: Alle sensiblen Daten sollten in einem vom Internet getrennten Bereich aufbewahrt werden. Ändern Sie das Passwort regelmässig, ebenso wie das Passwort für Ihr WLAN. Installieren Sie ein Passwort auf Ihrer Festplatte.

Das Wichtigste ist und bleibt der gesunde Menschenverstand. Tatsache ist, dass weder die Gesellschaft noch die Regierungen heute auf eine beschleunigte Digitalisierung vorbereitet sind. Die Thematik betrifft alle Bereiche. Bevor die Regierung sich auf die elektronische Stimmabgabe und den automatisierten Austausch von medizinischen Daten stürzt, bevor sie eine genaue Zukunftsprojektion erstellt, sollten wir als Gesellschaft gemeinsam darüber diskutieren, welche Zukunft wir wollen. Gemeinsam über Recht, Sicherheit und Datenschutz, Infrastruktur, Open Source, Überwachung, die Souveränität über unsere Daten, Demokratie, Kultur, Urheberrecht diskutieren. Und auch die Zensur muss natürlich in die Diskussionen einbezogen werden. Eine Bürgerbeteiligung ist wünschenswert, ja sogar sehr notwendig.

Der Übergang geht uns alle etwas an: Wir müssen dringend digitale Verantwortung übernehmen.

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Dieser Text wurde uns von Bon pour la tête zur Verfügung gestellt, dem führenden alternativen Medium der französischsprachigen Schweiz. Von Journalisten für wache Menschen.

Ex-FDA-Chef fordert Aufhebung der Massnahmen

Der ehemalige Direktor der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und aktuelles Vorstandsmitglied bei Pfizer Scott Gottlieb fordert ein Ende der spaltenden Corona-Massnahmen.

Angesichts der sinkenden Fallzahlen sollten Impf- und Maskenzwang abgeschafft werden. So berichtet es das österreichische Portal Report24 unter Berufung auf den US-Sender CNBC.

Gottlieb ist der Ansicht, dass sich die USA ein Beispiel an Grossbritannien nehmen sollte, wo die Aufhebung aller Massnahmen verkündet wurde. Insbesondere das Maskentragen in Schulen oder eine drohende Impfpflicht führten zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft.

Ich denke, wenn sich die Bedingungen verbessern, müssen wir bereit sein, einige dieser Massnahmen mit der gleichen Geschwindigkeit zu lockern, mit der wir sie eingeführt haben, so Gottlieb in einem Interview mit CNBC.

Für die Akzeptanz von Einschränkungen in der Bevölkerung sei es notwendig, dass die Massnahmen der aktuellen Pandemiesituation angepasst würden. Genau dies würden viele Regierungen in ihrem «Beschränkungswahn» nicht umsetzen, kritisierte Gottlieb.

Plattform für Gleichgesinnte

Lehrer, die laut in der Klasse vorlesen, welche Kinder nicht geimpft sind, Turngruppgen nur für Geimpfte, Eltern, die ihren geimpften Kindern verbieten, mit ihren ungeimpften Freunden zu spielen – dieser Entwicklung möchten Eleonore Fischer und der Rechtsanwalt Wilfried Schmitz mit ihrer Website Healing the World with a Human Touch entgegenwirken.

«Bei vielen Menschen ist die bisherige Lebensstruktur zusammengebrochen, nichts ist mehr so wie vorher», meint Fischer. Viele soziale Kontakte bestünden für kritische Menschen nicht mehr. Familien und Freundeskreise sind gespalten. Die Idee ist gemeinsam mit Wilfried Schmitz entstanden. Schmitz führt eine Anwaltskanzlei im deutschen Selfkant. Ihn hat Fischer durch ihre Arbeit in der Elterninitiative kennengelernt.

Im Oktober 2020 haben die beiden die Plattform ins Leben gerufen. Darauf sind unter anderem die Rubriken, «Arbeit», «Kultur» und «Helfen» zu finden. Eleonore Fischer ist Mutter von fünf Kindern und engagiert sich seit Jahren bei der Elterninitiative. Den Service bieten die beiden zusammen mit einer Gruppe von Freiwilligen kostenlos an. Die Website finanziert sich durch Spenden. Im Gespräch mit Corona Transition bietet sie einen Blick hinter die Kulissen.

Corona Transition: Wie ist die Idee enstanden, eine solche Website ins Leben zu rufen?

Eleonore Fischer: Die Idee ist durch eine Elterninitiative entstanden, die wir im Mai 2020 gegründet haben. Diese dient Eltern dazu, sich zu vernetzen. Viele Eltern hatten juristische Fragen. Deshalb habe ich 2020 den Rechtsanwalt Wilfried Schmitz kontaktiert. Daraufhin kam die Frage auf, wie man Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenbringen kann. Viele Personen haben in der Corona-Krise durch die Massnahmen ihre Kontakte verloren. Wir sind weiterhin offen für neue Rubriken, je nachdem welche Bedürfnisse die Nutzer haben. Uns war wichtig, dass die Nutzer der Website geschützt sind, indem wir weder Adressen noch Telefonnummern veröffentlichen.

Wonach suchen die Menschen in erster Linie?

Zurzeit ist das Bedürfnis gross, sich wieder eine lebenswerte Struktur aufzubauen, mit menschlichen Kontakten, um gemeinsame Interessen zu pflegen, etwa gemeinsam zu wandern, Theater zu spielen oder zu musizieren. Einige Eltern suchen Spielkameraden für ihre Kinder. Inzwischen suchen viele Menschen ein neues Arbeitsumfeld, in dem sie nicht diskriminiert werden. Im November hat eine Gruppe von Ungeimpften etwa alternative Sankt Martinsumzüge organisiert. Inzwischen denken einige Eltern darüber nach, alternative Schulen wie jene der Freilerner aufzubauen.

Wie ist denn die Resonanz auf die Website?

Unsere Website wurde sehr gut angenommen. Wir haben viele Klicks und es werden sehr viele Inserate eingestellt. Auch die Rubrik, in der man Partner suchen kann, ist sehr erfolgreich. Alle Angebote rund um das Heilen samt alternativer Heilmethoden sind sehr gefragt.

Haben Sie gemerkt, dass Freundeskreise und Familien auseinanderbrechen?

Ich habe beobachtet, dass viele Familien und Freundeskreise gespalten sind. Besonders an Weihnachten haben sehr viele Menschen darüber berichtet, dass sie wieder ausgeladen wurden. An Weihnachten und Silvester haben sich über unsere Website Menschen gefunden, um gemeinsam zu feiern. Die Spaltung ist sehr tief, oft auch zwischen Eltern und Kindern. Ich habe von einem Fall erfahren, bei dem die Frau erst viel später durch einen Zufall mitbekommen hat, dass sich der Mann doch hat impfen lassen.

Wie wirkt sich die Spaltung auf die Kinder aus?

Viele Eltern müssen sehr viel Energie aufbringen, um ihre Kinder aufzufangen. Die Kinder drohen, unter diesem Druck zusammenzubrechen. Einige der Töchter und Söhne geben ihm nach und lassen sich dann doch impfen. Oftmals zerbrechen langjährige Freundschaften, weil die Eltern verbieten, dass ihre Kinder mit ihren ungeimpften Freunden spielen. Betroffen ist auch die Aktivität der Vereine, die ungeimpfte Kinder ausschliessen. Die Website soll dazu anregen, neue Gruppierungen zu bilden, um gemeinsam Sport zu treiben, zu musizieren oder Theater zu spielen. Für ungeimpfte Kinder gibt es auch aussergewöhnliche Aktivitäten, wie Bogenschiessen. Durch die 2G-Regel verlagern sich diese Aktivitäten in private Räume.

Beobachten Sie, dass Familien sich dazu entschliessen, Deutschland zu verlassen?

Ja, es gibt Inserate, in denen Personen anbieten, Lebensgemeinschaften mit Gleichgesinnten aufzubauen. Einige suchen Mitstreiter in Deutschland, andere in Ländern wie Italien, Ungarn oder Rumänien.

Noch nie wurde in Deutschland so viel getestet

Wie führt man künstlich eine «Omikron-Welle» herbei? Indem man innerhalb von zwei Wochen die Zahl der durchgeführten PCR-Tests massiv erhöht und soviele Menschen wie nie zuvor testet. In der zweiten Kalenderwoche 2022 testeten die Behörden über zwei Millionen Menschen in Deutschland. Zum Vergleich: In den Kalenderwochen 51 respektive 52 2021 betrug die Anzahl Tests noch rund 1,2 Millionen respektive 960’000 Tests.

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Interessant ist: Trotz der künstlich erzeugten hohen Anzahl positiver Testergebnisse war die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten seit Ende Dezember auf dem niedrigsten Niveau seit März 2021. Das zeigt, dass von Omikron nur eine geringe Gefährdung ausgeht. Dies ist auch anhand der Anzahl Covid-19-Patienten und der Sterbefallzahlen ersichtlich – die entsprechenden Zahlen haben seit der 48. Kalenderwoche stark abgenommen.

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Ein Blick auf die Intensivbetten zeigt: Seit dem 4. August 2020 (Bildung der freien Notfallreserve) bis heute wurden 9775 bzw. 24,3 Prozent aller Intensivbetten stillgelegt! Trotzdem gibt es am 20. Januar 2022 noch 11’286 freie Intensivbetten. Das sind rund 37 Prozent aller verfügbaren Intensivbetten. Derzeit sind von den 19’137 Intensivpatienten 2447 mit Covid-19-Patienten belegt. Das sind circa 12,8 Prozent aller Intensivpatienten.

Die «Omikron-Welle» überlastet die Intensivstationen also nicht. Das verdeutlichen die Zahlen der Covid-19-Patienten und der freien intensivbetten. Hätte man während der «Pandemie» nicht noch 9775 Betten stillgelegt, gäbe es derzeit sogar 21’061 freie Intensivbetten. Der behauptete Personalmangel auf den Intensivstationen wurde durch die gesetzliche Änderung des Pflegeschlüssels verursacht. Die «Stilllegung» sehr vieler Intensivbetten seit Oktober 2020 erfolgte vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen, weil die Krankenhäuser hierdurch hohe staatliche Ausgleichszahlungen erhalten konnten.

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Eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) für die BILD-Zeitung zeigte kürzlich: Die Zahl der Intensivpfleger sank von Januar 2020 bis Juni 2021 um nur 0,1 Prozent auf 106’494 Beschäftigte – sie blieb also stabil. Die Zahl der höher qualifizierten Intensivpfleger stieg sogar um 3,3 Prozent auf 24 999 Beschäftigte. Die Zahl der anderen Pflegefachkräfte erhöhte sich um 3,4 Prozent auf 831 714.

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Zum Schutz seiner Person erscheint dieser Text unter Pseudonym. Der richtige Name von Sören Nyländer ist der Redaktion namentlich bekannt. Von Beruf ist Nyländer Volkswirt und seit vielen Jahren im deutschen Gesundheitswesen beschäftigt.