Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbstĂ€ndig und als Spezialist fĂŒr vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tĂ€tig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht fĂŒr Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr ĂŒber nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. HĂ€tte ich es frĂŒher gebaut, wĂ€re das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wĂ€re ich an einen Ort gebunden gewesen und hĂ€tte mich einschrĂ€nken mĂŒssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Russische Analyse: Durch die Epidemie in das „grĂŒne Paradies“

Russische Analyse: Durch die Epidemie in das „grĂŒne Paradies“

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Bei dem russischen Think Tank Russtrat ist eine sehr interessante Analyse erschienen, die sich ausgesprochen gut mit dem deckt, was ich bei den Recherchen zu meinem neuen Buch „Inside Corona“ herausgefunden habe. Ich bin zwar nicht mit allen Schlussfolgerungen des Autors der Analyse einverstanden, aber er hat die HintergrĂŒnde der Pandemie und die dahinter stehenden [
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Der Beitrag Russische Analyse: Durch die Epidemie in das „grĂŒne Paradies“ erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Corona-Vernichtungswaffen des Immunsystems: Antikörper und T-GedÀchtniszellen

Corona-Vernichtungswaffen des Immunsystems: Antikörper und T-GedÀchtniszellen

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7,5 Mikrometer – das ist nicht viel grĂ¶ĂŸer als Feinstaub: So winzig sind die wichtigsten Waffen unseres Immunsystems, jene T-Lymphozyten oder kurz T-Zellen. Die sorgen dafĂŒr, dass wir gesund bleiben, indem sie uns vor noch kleineren Angreifern schĂŒtzen, etwa Viren.

von Holger Douglas

Skelett, Muskeln, Gliedmaßen, Organe – das sind die Bestandteile unseres Körpers, die wir sehen, mit denen wir uns bewegen und ohne die wir keine Nahrung aufnehmen könnten. Doch das sind noch lĂ€ngst nicht alle wichtigen Teile unseres Körpers. Mindestens ebenso wichtig sind diese viel kleineren Partikel, die wir nicht sehen können. Die sind so klein, dass man sie mit dem normalen Lichtmikroskop nicht mehr unterscheiden kann; das geht erst mit dem erheblich stĂ€rker vergrĂ¶ĂŸernden Elektronenmikroskop.

Denen wird im Augenblick gern der Krieg erklĂ€rt wie den Coronaviren. Es tobt tatsĂ€chlich auch im Mikrokosmos unseres Körpers stĂ€ndig ein Kampf zwischen Viren, den viel grĂ¶ĂŸeren Bakterien und unserem Abwehrsystem. Die Eindringlinge bedrohen einerseits, doch sie sorgen auf der anderen Seite auch dafĂŒr, dass sich Leben weiter entwickeln kann. Die Virologin Karin Mölling sorgt fĂŒr eine erweiterte Sichtweise: »In diesem Ökosystem herrscht kein permanenter Krieg, kein WettrĂŒsten, sondern eine Balance, eine Koevolution, die zu Anpassungen gefĂŒhrt hat.« Viren sind auch, wie Mölling immer wieder betont, der Motor des Lebens. Eine Virusinfektion sei fĂŒr das Erbgut ein großer Innovationsschub und treibe VerĂ€nderungen voran.

Galten sie bisher als Krankmacher und gefĂ€hrliche Killer, wird mittlerweile ihre wichtige Rolle in der Evolution immer deutlicher. „Seit etwa einem Jahrzehnt Ă€ndert sich unser Bild von den Mikroben. Es gibt neue methodische AnsĂ€tze und Nachweisverfahren, experimentelle Techniken, die zeigen, dass Viren und Mikroorganismen keineswegs nur Krankheitskeime sind,“ schreibt Karin Mölling in ihrem sehr lesenswerten Buch „Supermacht des Lebens“. Daher lohnt gerade in Zeiten von Corona, in denen bisher geltende Kenntnisse anscheinend auf den Kopf gestellt werden, ein Blick auf die wichtigen Waffen unseres Immunsystems und was bisher geholfen hat.

Sind Viren eingedrungen, treten zunĂ€chst sogenannte Antikörper auf den Plan. Das sind Proteine, relativ große MolekĂŒle, die sich an die Eindringlinge anheften und sie so neutralisieren. Allerdings sinkt die Zahl dieser Antikörper zumal nach einer leichten Erkrankung bald ab. Dann kommt die Stunde der T-Zellen. Jene unscheinbaren Zellen bilden mit 70 Prozent die Mehrheit unter den ungefĂ€hr einer Billion Lymphozyten, die in unserem Organismus stĂ€ndig Krankheitserreger aufspĂŒren wollen.

Covid-Erreger SARS-Cov-2 beispielsweise sehen in einer Aufnahme mit einem Rasterelektronenmikroskop wie kleine kugelförmige Zellen aus, auf deren OberflÀche winzige FÀhnchen montiert sind. Das sind jene Rezeptoren, mit denen jede T-Zelle einen eingedrungenen Erreger genau erkennen und identifizieren kann. Neben den Antikörpern sind sie die wichtigste SÀule des Immunsystems und geraten auch jetzt wÀhrend der Corona-Pandemie vermehrt ins Blickfeld.

GeburtsstĂ€tte dieser Zellen ist das Knochenmark. Im Blutstrom reisen sie in den Thymus und das lymphatische System. Im Thymus, in jenem kleinen Organ zwischen den Lungen oberhalb des Herzens, werden die T-Zellen ausgebildet und prĂ€gen das Immunsystem. Entscheidende Schritte bei der AusprĂ€gung des Immunsystems geschehen ĂŒbrigens in jungen Jahren, deswegen sind jene Kinder im Vorteil, die frĂŒh in »Schlamm und Dreck« spielen durften.

Die T-Zellen durchlaufen eine rigide Auslese: Sie lernen, nur körperfremde Antigene zu erkennen. Fehlentwickelte Zellen, die gewissermaßen aus Versehen auf körpereigene Zellen reagieren, werden gnadenlos ausgesiebt und noch in der ThymusdrĂŒse zur Apoptose Â»ĂŒberredet«, zum programmierten Zelltod. Denn genauso entscheidend ist, dass nicht körpereigene Zellen angegriffen werden. Manchmal passiert das dennoch – zum Beispiel bei Autoimmunkrankheiten.

Sehr ausgefeilt also geht das Immunsystem vor; kein Wunder, hĂ€ngt doch von ihm das Leben ab. Es ist die stĂ€rkste Waffe, die unserem Organismus zur VerfĂŒgung steht. Sie ist entscheidend fĂŒr das Überleben bei allen Organismen, von Pflanzen angefangen ĂŒber Tiere bis hin zum Menschen. Das Immunsystem ist lediglich unterschiedlich ausgeprĂ€gt, so verfĂŒgen Pflanzen ĂŒber keine T-Zellen oder Antikörper.

WĂ€hrend Sie diesen Text lesen, prasseln ununterbrochen alle möglichen Erreger auf Sie ein. Je nach Aufenthaltsort mal mehr, wenn Sie dicht gedrĂ€ngt in einer U-Bahn oder Bus stehen, oder weniger bei einem Spaziergang durch einen Wald. T-Zellen sind wesentlich dafĂŒr verantwortlich, eingedrungene Bakterien oder Viren zu entdecken und zu bekĂ€mpfen. Dabei stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, dass nicht infiziertes, also gesundes Gewebe nicht angegriffen werden darf.

Noch immer ist das komplizierte Wechselspiel nicht vollstĂ€ndig verstanden, Wissenschaftler entdecken immer neue WinkelzĂŒge und Tricks. Kein Wunder, das System ist unvorstellbar alt. Die ersten AnfĂ€nge eines Immunsystems liegen bereits 500 bis 600 Millionen Jahre zurĂŒck. VerblĂŒffend ebenfalls, dass der Thymus als zentrales Organ des Immunsystems bereits vor 500 Millionen Jahren entstand. In ihrer vollen Ausdifferenzierung allerdings entstanden T-Zellen erst spĂ€ter in Wirbeltieren.

Anfangs waren es einfache Eiweiße, die nur fremde Erreger beschĂ€digen konnten. Im Laufe der Jahrmillionen entwickelte es sich immer weiter und reifte zu jenem raffinierten, aber auch komplizierten System heran, das uns erstaunlich gut und zuverlĂ€ssig vor fremden Erregern schĂŒtzt. Vor etwa 300 Millionen Jahren entwickelten sich Abwehrzellen, die fremde Strukturen sehr spezifisch erkennen und bekĂ€mpfen können.

Und fast genauso wichtig: Das Wunderwerk kann sich heute auch Feinde merken. Es kann ein sogenanntes immunologisches GedĂ€chtnis heranbilden und so besser auf eine neue Invasion bekannter Erreger vorbereitet sein und effektiver reagieren. Bei einem erneuten Kontakt mit einem Virus werden sogenannte »GedĂ€chtnis-T-Zellen« aktiviert, um Abwehrprozesse des Immunsystems anzustoßen. Das hofft man auch bei der jetzigen Coronavirus-Welle.

Eine erste Abwehrfront liefert eine unspezifische Immunabwehr, die auf alle eingedrungenen Erreger reagiert. Das geht sehr schnell, innerhalb von ein paar Minuten. Deutlich langsamer reagiert das adaptive Immunsystem mit unseren T-Zellen an der Spitze, das sehr gezielt auf feindliche Erreger losgehen kann. Es benötigt allerdings dafĂŒr etwas mehr Zeit als das angeborene unspezifische Immunsystem. Zeit, in der Viren sich wiederum gegen die Armee des Immunsystems wehren und sich rasch vermehren können.

Tarnen und TĂ€uschen sind hĂ€ufig genug SpezialitĂ€ten der Viren – auch des Coronavirus. Das hat eine Reihe von bemerkenswerten biochemischen Tricks auf Lager, um gegen anstĂŒrmende T-Zellen und Antikörper vorzugehen. Jene berĂŒhmten Stacheln auf der OberflĂ€che, die Spikes, halten die T-Zellen des Körpers gewissermaßen wie ein Schutzschild vom Leibe. Sie bestehen nĂ€mlich aus Ketten von ZuckermolekĂŒlen, die auch im menschlichen Organismus weitverbreitet sind. Die werden dann nicht von T-Zellen und Antikörpern angegriffen.

Ein ziemlich fieser Trick des Coronavirus, dieselben Bausteine zu benutzen, wie sie auch im Organismus vorhanden sind. Das kann weiterhin auch die Produktion von Botenstoffen wie Interferonen in der Zelle stören, weil es die Rezeptoren verwirrt, die Muster eingedrungener Erreger erkennen sollen. Die gut eingespielten Alarmketten des Immunsystems werden so erheblich behindert.

Auch nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 verbleiben spezifische T-Zellen und Antikörper im Organismus und haben die Merkmale dieses Erregers gespeichert. Doch noch ist unklar, ob das Immunsystem weitere Infektionen verhindern kann, vor allem wenn sich Antikörper als zu schwach erweisen. Deren Zahl nimmt spÀter nach einer Infektion hÀufig ab, doch T-GedÀchtniszellen fanden Forscher bei fast allen auch leicht Erkrankten. Sie helfen vermutlich bei nachfolgenden Infektionen.

Corona-Vernichtungswaffen des Immunsystems: Antikörper und T-GedÀchtniszellen 2

Nun weiß man: Auch das Immunsystem muss trainiert werden. Es wird durch das zentrale Nervensystem angeregt. Dabei spielt das Cortisol, das viele Stoffwechselreaktionen beeinflusst, eine sehr wichtige Rolle. Ein kurzzeitiger Stress kann positiv auf das Immunsystem wirken. Chronischer Stress allerdings hemmt es. Äußerst kritisch wird es, gerĂ€t das Immunsystem unter dauerhaften Stress. So ist bekannt, dass der Aufenthalt im Freien, der Spaziergang im Sonnenlicht oder die Wanderung durch den Wald das Beste sind, was man seinem Immunsystem antun kann. Vitamin D scheint eine wichtige Rolle bei der Aktivierung des Immunsystems zu spielen. Vor allem in der ersten Phase der Aktivierung der T-Zellen ist das Vitamin entscheidend. Wenn die T-Zelle nicht ausreichend Vitamin D im Blut findet, wird sie auch nicht mobilisiert.

Wichtigste Quelle fĂŒr Vitamin D: das Sonnenlicht. Lockdowns und Einsperrungen bewirken genau das Gegenteil. Zudem ist gut belegt, dass lang anhaltender Stress schwere SchĂ€den im Immunsystem verursachen kann. Eine Politik, die darauf ausgerichtet ist, gezielt und systematisch Panik zu erzeugen, sorgt zielsicher dafĂŒr, dass das Immunsystem genau in jenen Bereichen behindert und geschwĂ€cht wird, in denen es darauf ankommt, es zu stĂ€rken. Auch so kann man auf biochemische Weise die Resilienz einer Gesellschaft zerstören. Mit einer lang anhaltenden, kĂŒnstlich geschĂŒrten Panik haben Immunsystem und T-Zellen in ihrer Jahrmillionen alten Geschichte nĂ€mlich nicht gelernt umzugehen.


Der Milliardenmarkt der Krankheitsbranche wĂ€chst und wĂ€chst – und damit auch die von ihr verursachten Verheerungen. Nach Krebs und Herzinfarkten stehen auf Platz drei der Exitus-Liste die von Ärzten und durch Medikamente verursachten TodesfĂ€lle. Bestsellerautor Sven Böttcher rĂ€umt in seinem Buch „Rette sich, wer kann. Das Krankensystem meiden und gesund bleiben“ grĂŒndlich auf mit unseren falschen PrĂ€missen, korrigiert tödliche Wahrnehmungsfehler und zieht die Konsequenzen: Gesundheit und ein langes Leben sind jederzeit möglich. ist

“Sven Böttcher hat als aktiver und informierter Patient in den Jahren seiner Krankheit mehr von der Medizin verstanden als die Mehrzahl der Ärzte in einem Berufsleben.” (Dr. med. Gerd Reuther, Autor des Bestsellers “Der betrogene Patient”). Das Buch ist hier direkt ĂŒber den J. K. Fischer Verlag bestellbar.

Hier geht es zu diesem Buch

Fernab der Zivilisation und vollstÀndig geimpft: Corona-Ausbruch unter Forschern auf Polarstation

EindrĂŒcklicher kann die Unwirksamkeit der Corona-Impfung kaum bewiesen werden, als dieser Tage auf der „Princess Elizabeth Polar Research Station“ in der Antarktis. Dort erkrankten mindestens 16 von 25 anwesenden und völlig von der Außenwelt isoliert lebende Forscher am Coronavirus – trotz vollstĂ€ndigem „Impfschutz“ und negativer Testung auf das Virus.

Infiziert trotz Impfung

Mehr als die HÀlfte der Belegschaft der Antarktisstation, die von Belgien betrieben wird, hat sich bereits mit dem Coronavirus infiziert. Dabei gilt auf der Station eine Impf- sowie Testpflicht. Alle Forscher wiesen einen vollstÀndigen Impfschutz und auch einen negativen Coronatest auf.

Vermutet wird nun, dass „NeuankĂ€mmlinge“ sieben Tage nach ihrer Ankunft fĂŒr den Ausbruch verantwortlich waren. Beonders skurril: die ohnehin komplett isoliert lebenden Forscher mĂŒssen sich nun weiter isolieren, da die Erkrankten seperat von den Kontaktpersonen in QuarantĂ€ne mĂŒssen.

Dass Geimpfte mittlerweile anfĂ€lliger fĂŒr Coronaerkrankungen sind, als Impffreie, kann auch das RKI nicht mehr verschweigen, besonders was die neue „Omikron-Variante“ betrifft – wir berichteten.

Ein Feuerwerk des Protests: Zornige Silvesternacht

Jetzt erst recht: Feuerwerk: Böllern in Berlin (Foto:Imago)

Einem weiterverbreiteten MissverstĂ€ndnis zufolge bestand auch 2021 in Deutschland kein Feuerwerksverbot, sondern „nur“ ein striktes Verkaufsverbot fĂŒr Böller. Sofern vorhanden oder anderweitig beschafft, durften Kracher und Raketen selbstredend auf PrivatgrundstĂŒcken weiterhin abgefeuert werden – und genau davon machten die BĂŒrger mehr Gebrauch, als die Politik sich vorgestellt hatte. Denn selbstverstĂ€ndlich hatte der regulierungswĂŒtige Corona-Staatsapparat geglaubt, in Verbindung mit dem gleichzeitig geltenden Versammlungsverbot im Ergebnis genau dies erreichen zu können – ein faktisches Feuerwerksverbot samt Grabesstimme zum Jahreswechsel.

Der Schuss ging buchstĂ€blich nach hinten los. Denn was in Deutschland gestern in den Himmel gejagt wurde, war deutlich mehr als in den Jahren zuvor (Silvester 2020, mitten im damaligen Lockdown,  fĂ€llt als Vergleich aus). TatsĂ€chlich verschossen die Deutschen letzte Nacht nĂ€mlich augenscheinlich alles, was ihnen in die Finger kam – RestbestĂ€nde, illegal erworbene oder im Ausland gekaufte Pyrotechnik. Es war ein Feuerwerk des Zorns und der Reaktion, ein lĂ€rmender Akt des Protests und Widerstandes gegen eine grĂ¶ĂŸenwahnsinnig gewordene Bevormundungs-Kamarilla in Berlin und den Landesregierungen. Jede Rakete, jeder Funkenregen, der den Himmel erhellte, war ein bunter emporgerankter Mittelfinger. Deutschlands Politiker haben wieder einmal das Gegenteil dessen bewirkt, was ihnen vorschwebte. Perplex wunderte sich da nicht nur Ex-Minister Peter Altmaier in einigen sonderbaren (vermutlich im angeschickerten Zustand verfassten) Tweets ĂŒber die regelrechte Böllerorgie, die ihn an eine kommunistische Armee-Invasion in Berlin erinnerte.

Maßnahmenpaket zur Wirtschaftsvernichtung

Überhaupt hat das Böller-Verkaufsverbot im Prinzip wieder nur dasselbe erreicht wie auch alle anderen im Kontext der „Pandemie“ ergriffenen Maßnahmen mit ihren angerichteten BegleitschĂ€den: Die Zerstörung einer weiteren heimischen Wirtschaftsbranchen und zahlloser mittelstĂ€ndischer Betriebe, und natĂŒrlich die SchwĂ€chung des stationĂ€ren Handels. Den so wie die Lockdowns ein riesiges Maßnahmenpaket zur Vernichtung von Gastronomie und Einzelhandel darstellte, war er auch ein Umverteilungsprogramm, das Amazon & Co. noch reicher machte. Beim Böllerverkaufsverbot zeigten sich die FrĂŒchte dieses destruktiven Treibens im nunmehr endgĂŒltigen Untergang der pyrotechnischen Branche. Bravo!

Derweil boomte im Netz der Böllerverkauf natĂŒrlich wunter munter weiter – und im kleinen Grenzverkehr wurden eben die nahelegeren GeschĂ€fte und SupermĂ€rkte der NachbarlĂ€nder (oder der dortige Schwarzmarkt) leergekauft. Dass dadurch erstrecht deutsche Umwelt- und Sicherheitsstandards zuverlĂ€ssig verletzt wurden und sich die Menschen einer erheblich höheren Gefahr aussetzten als durch zertifizierte, einheimische Feuerwerksprodukte, geht dirigistischen Verbotssozialisten nicht in die Birne. Von Polen in den Hinterhof und von dort mit abgerissenen HĂ€nden in die Notfallambulanz: so ließe sich das Prinzip dieser politischen Fehlsteuerung zusammenfassen, die keine Menschenleben rettet, sondern erst recht gefĂ€hrdet.

Ein ZĂŒndfunke Hoffnung

Deshalb braucht sich keiner, der das Böllerverkaufsverbot befĂŒrwortet hat – ob Politiker oder Journalist – kĂŒnstlich ĂŒber die Verletzten und Todesopfer von letzter Nacht aufzuregen. Viele davon wĂ€ren vermeidbar gewesen, hĂ€tten man die Leute qualitativ hochwertige Produkte im Inland kaufen lassen. Es ist wie fast immer: Pfuscht der Staat willkĂŒrlich in den Markt hinein, so richtet er am Ende nur Schaden an.

Eines aber gibt Hoffnung: Die wesentliche Botschaft der vergangenen Nacht war tatsĂ€chlich die, dass die Deutschen allmĂ€hlich geeignete Ventile entdecken, ĂŒber die sie ihren Frust artikulieren und den Zumutungen ihrer „Kerkermeister“ entgegenwirken. Impf- und BoosterzurĂŒckhaltung, rĂŒcklĂ€ufige Zuschauer- und Abonnentenzahlen bei regierungsloyalen Linksmedien, SpaziergĂ€nge und nun auch demonstrative „VerbotsdurchbrĂŒche“ wie in der Silvesternacht könnten der Anfang einer Revolution des gesunden Menschenverstands in diesem Land sein. Noch sind die Polenböller nicht verloren.

Kostenexplosion zu Jahresbeginn: Deutsche Krankenkassen warnen vor „Beitrags-Tsunami“

Kostenexplosion zu Jahresbeginn: Deutsche Krankenkassen warnen vor „Beitrags-Tsunami“

Etwa 73 Millionen Menschen in Deutschland sind gesetzlich bei einer Krankenkasse versichert. Wie nun zu Jahresbeginn bekannt wurde, muss bereits jetzt mehr als jeder Vierte mit einer massiven Beitragssteigerung rechnen. FĂŒr den Arbeitnehmer bedeutet dies: Weniger Netto vom Brutto. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: FĂŒr 2023 rechnet man mit einem „Beitrags-Tsunami“ von ungeahntem Ausmaß. Lediglich 7 Prozent der Versicherten setzen sich dem mit einer einfachen Maßnahme zur Wehr.

Von Max Bergmann

Gesetzlich versichert ist, abgesehen von wenigen Ausnahmen, wer im klassischen AngestelltenverhĂ€ltnis arbeitet oder Lohnersatzleistungen bezieht. Bereits Mitte Dezember wurde bekannt, die FinanzierungslĂŒcke der deutschen gesetzlichen Krankenkassen liegt im Jahr 2022 bei mindestens zusĂ€tzlichen 7 Milliarden Euro. Der allgemeine Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung liegt grundsĂ€tzlich bei 14,6 Prozent des Brutto-Lohns, doch seit Jahren dĂŒrfen die Kassen in eigenem Ermessen ZusatzbeitrĂ€ge von ihren Versicherten erheben. Dieser liegt im Durchschnitt bei etwa 1,3 Prozent. Um exorbitante Steigerungen des Zusatzbeitrags zu verhindern muss die gesamte FinanzierungslĂŒcke durch den Bund geschlossen werden, erklĂ€rte der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung.  

Zuschuss der Regierung zu Gesundheitsfonds schwillt auf Rekordhöhe an

Derartige ZuschĂŒsse der Bundesregierung fließen, genauso wie die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geleisteten BeitrĂ€ge, in den sogenannten Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds werden die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland finanziert und entschĂ€digt. WĂ€hrend bisher meist 14,5 Milliarden Euro aus Bundesmitteln in den Gesundheitsfonds flossen, sind weitere 7 Milliarden Euro Zuschuss fĂŒr 2022 bereits seit LĂ€ngerem beschlossene Sache gewesen. Die nun bekannt gewordene FinanzierungslĂŒcke ĂŒber nochmals weitere 7 Milliarden Euro lĂ€sst den Bundeszuschuss zur Gesundheitsvorsorge um 14 Milliarden Euro auf sagenhafte 28,5 Milliarden Euro anschwellen. Steuert die Regierung hier nicht gegen bedeutet das vor allem eines: Weiter steigende ZusatzbeitrĂ€ge und weniger Netto-Gehalt fĂŒr Arbeitnehmer, die ohnehin bereits unter der anhaltenden Demokratie-Krise und der steigenden Inflation leiden. 

Weniger Netto vom Brutto bereits ab Januar 2022 fĂŒr viele bittere RealitĂ€t

Der frĂŒhere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklĂ€rte noch im Dezember:

„Wir haben in den letzten drei Jahren viel investiert: in bessere Pflege, in schnellere Digitalisierung, in flĂ€chendeckende Versorgung – und vor allem auch in die PandemiebewĂ€ltigung. Das zahlt sich fĂŒr die Patientinnen und Patienten aus. Aber das kostet, zumal nach einer Wirtschaftskrise.“

Ebenfalls im Dezember mahnte außerdem der Verwaltungsratsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Volker Hansen:

„Wir erwarten, dass die Bundesregierung rasch fĂŒr einen entsprechenden Bundeszuschuss sorgt – und damit die Gefahr von flĂ€chendeckend steigenden ZusatzbeitrĂ€gen im nĂ€chsten Jahr (2022, Anm. d. Red.) abwendet.“

Doch weniger Netto vom Brutto ist fĂŒr mehr als jeden Vierten gesetzlich Versicherten nun bereits bittere RealitĂ€t, die von Jens Spahn angepriesenen Investitionen und Verbesserungen fĂŒr kaum jemanden sichtbar. Im Gegenteil, Personal und Intensivbetten werden eher abgebaut als neu geschaffen, KrankenhĂ€user geschlossen statt die Versorgung verbessert. Trotz absoluter RekordzuschĂŒsse des Bundes steigen die ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr Arbeitnehmer weiter und weiter.

19 Kassen erhöhen Zusatzbeitrag zu Jahresbeginn – eine Kasse mit 17,1 Prozent Beitrag

Zum Jahresbeginn 2022 haben 19 von 97 gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in Deutschland den Zusatzbeitrag erhöht. Mit dabei sind neun der insgesamt elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK). Allein bei diesen neun AOK sind etwa 21 Millionen Menschen versichert, deren BeitrĂ€ge nun zu Beginn des Jahres erhöht wurden. Die nach aktuellem Stand teuerste aller gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ist im Jahr 2022 die BKK24 mit einem Beitragssatz von 17,1 Prozent, die gĂŒnstigste die BMW BKK mit 14,9 Prozent (jeweils allgemeiner Beitrag plus kassenindividueller Zusatzbeitrag). Ohne die RekordzuschĂŒsse der Bundesregierung in Höhe von 14 Milliarden Euro wĂ€ren die BeitrĂ€ge schon 2022 im Durchschnitt nicht nur um 0,1 Prozentpunkte, sondern um einen ganzen Prozentpunkt gestiegen, sagte Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, in der WELT AM SONNTAG. Der wahre Beitrags-Tsunami trifft uns offenbar nur mit Verzögerung: Zu Beginn des Jahres 2023.

Auch private Zusatzversicherungen betroffen: Preissteigerung begrĂŒndet mit Pandemie

Die sogenannte Pandemie dient regelmĂ€ĂŸig zur BegrĂŒndung von Preissteigerungen insbesondere im Bereich der Versicherungen. Schon Anfang 2021 erklĂ€rten zahlreiche große Versicherer, ihre BeitrĂ€ge zu erhöhen. Das betraf damals vor allem private Zusatzversicherungen wie Pflegeversicherungen, Pflegetagegeld, Krankentagegeld ab dem 43. Tag der ArbeitsunfĂ€higkeit, Versicherungen mit einer Einmalzahlung bei Auftreten einer schweren Krankheit oder Krankenhauszusatzversicherungen. Zur BegrĂŒndung nannte man steigende Kosten der Versicherer im Hinblick auf die sogenannte Corona-Pandemie. Die BeitrĂ€ge zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöhten schon zu Januar 2021 ĂŒbrigens 31 gesetzliche Versicherer. Viele Versicherte trifft es nun erneut.

Nur 7 Prozent: Kaum ein Versicherter zieht Wechsel der Krankenkasse in Betracht 

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer haben in Deutschland das Recht auf freie Wahl der Krankenkasse. Der Wechsel der Kasse ist in der Regel unkompliziert. In den meisten FĂ€llen gilt eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten, ist man bereits lĂ€nger versichert, kann die KĂŒndigung mit einer Frist von zwei vollen Monaten zum Monatsende ausgesprochen werden. Wurde der Zusatzbeitrag erstmalig eingefĂŒhrt oder erhöht, besteht meist ein SonderkĂŒndigungsrecht. Die FormalitĂ€ten rund um den Wechsel ĂŒbernimmt in der Regel die neu ausgewĂ€hlte Krankenkasse, bei der man Mitglied werden möchte. FĂŒr den Versicherten entsteht in aller Regel wenig bis kaum Aufwand, Vergleichsportale im Internet bieten Überblick ĂŒber das Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis. Gerade auch wegen der weiteren Kostenexplosion der ArbeitnehmerbeitrĂ€ge sollte jeder gesetzlich Versicherte zeitnah die Leistungen und BeitrĂ€ge seiner Kasse prĂŒfen, mit anderen vergleichen, und einen Wechsel zumindest in Betracht ziehen. Bereits zu Jahresbeginn 2021 stiegen die BeitrĂ€ge nĂ€mlich teils empfindlich, dennoch wechselten lediglich etwa 7 Prozent der gesetzlich Versicherten die Kasse. Ein Kassenwechsel kann leicht hunderte Euro im Jahr Ersparnis bedeuten.

Selbstbetrug: Elf deutsche LebenslĂŒgen

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Es ist nicht nur ein Problem schwieriger Zeitgenossen: Selbstbild und Fremdbild fallen auch im gesellschaftlichen Rahmen auseinander. Und mancher RealitĂ€tsverlust ist so dramatisch, dass er zum NĂ€hrboden fĂŒr gravierende Fehlentwicklungen wird.

Von Laszlo Trankovits

Es gibt auch Wahrheiten, die zur LĂŒge werden. Noch vor Kurzem beteuerten Deutschlands Politiker – von Ex-Kanzlerin Angela Merkel bis zu Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder –, es werde wegen Covid-19 keine Impfpflicht geben. Vermutlich waren diese Aussagen ganz ehrlich gemeint, nun ist aber doch alles anders, und jedermann sieht es. Aber es gibt auch LĂŒgen, die Jahre und Jahrzehnte Bestand haben und immer weiter genĂ€hrt werden, Narrative, wie man heute sagt, aber gefĂ€hrlich falsche.

Ein Mensch kann sein ganzes Leben lang damit leben, aber wehe diese LebenslĂŒgen entweichen der Blase von Illusion und Schein und prallen auf eine Wirklichkeit, die alles infrage stellt. Denn LebenslĂŒgen sind der NĂ€hrboden fĂŒr Krisen und Katastrophen. Auch heute prĂ€gen falsche und absurde Narrative das politische und gesellschaftliche Leben. Sie alle haben mehr oder minder gravierende Folgen – aber alle sind negativ.

Deutsche Klimapolitik hat Auswirkungen auf das globale Klima

Kanzlerin Angela Merkel bringt es auf den Punkt: Deutschland stellt ein Prozent der Weltbevölkerung und ist fĂŒr zwei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich (genau genommen nur fĂŒr 1,8 Prozent). WĂŒrden die Deutschen mit ihren Fabriken, Autos und Haustieren von einem Tag auf den andern Zuflucht auf einem anderen Planeten finden, gĂ€be es nur noch 98 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes. Unseligerweise planen Chinesen und andere Staaten bis 2040 noch so viele Kohlekraftwerke, dass selbst dieser deutsche Effekt gĂ€nzlich verpuffen wĂŒrde.

Sogar wenn sich alle anderen 26 EU-Nationen dem deutschen Exodus anschließen wĂŒrden, hĂ€tte das nur einen sehr begrenzten Effekt: Die EU ist fĂŒr 18 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Die Behauptung der GrĂŒnen im Wahlkampf 2021, Deutschland entscheide nun auch darĂŒber, ob die Pariser Klimaziele eingehalten werden könnten, ist blanker Unsinn. Wenn man nicht von LĂŒge sprechen möchte.

Andere LĂ€nder nehmen sich Deutschland zum Vorbild

Gelingt Deutschland als hoch industrialisiertem Land rasch und ohne großen Schaden der Abschied von fossilen EnergietrĂ€gern, werden andere Staaten diesem Beispiel folgen. So argumentieren fast alle Parteien in Deutschland. Schon auf anderen Feldern wollte Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen – aber kaum jemand folgte. 2011 verkĂŒndete Kanzlerin Merkel nach der Tsunami-Katastrophe in Japan, die zur Katastrophe des Kernkraftwerks Fukushima fĂŒhrte, das Ende der Atomkraft in Deutschland. 2022 soll nun das letzte AKW abgeschaltet werden. In Europa nutzen derweil weiterhin 17 Staaten Kernkraftwerke, in acht Staaten werden gerade insgesamt 14 neue Atommeiler errichtet.

Ähnliches gilt fĂŒr die FlĂŒchtlings- und Migrationspolitik: Kein einziges EU-Land ist dem deutschen Beispiel weitgehend offener Grenzen seit 2015 gefolgt – bis heute gibt es den viel beschworenen EU-VerteilungsschlĂŒssel fĂŒr FlĂŒchtlinge nicht. Viele EU-LĂ€nder errichten an den Grenzen Befestigungsanlagen mit Stacheldraht und Mauern.

Die Deutschen sind beliebt

Immer wieder sollen Umfragen belegen, wie beliebt die Deutschen sind. Wer genau hinschaut, entdeckt die meist dĂŒnne Faktenlage dieser schmei­chelhaften Berichte. Sicher werden die relativ reichen, ordentlichen Deut­schen vielerorts als Touristen und Kun­den geschĂ€tzt; in Wirtschaftskreisen gilt der Respekt deutscher Wertarbeit und ZuverlĂ€ssigkeit. In der arabischen Welt schwĂ€rmt man noch immer er­staunlich oft von der StĂ€rke Deutsch­lands, gerne dann auch von Hitler.

In den europĂ€ischen NachbarlĂ€n­dern erkennt man, wenn nicht gerade als Tourist unterwegs, schnell, wie viel Misstrauen es allerdings noch gibt. Ganz zu schweigen von Polen, Ungarn, Tschechien oder Österreich, wo sehr schnell die „deutsche Arroganz“ ein Thema ist.

Zudem fassen sich ĂŒberall in Euro­pa sehr viele Menschen angesichts der deutschen „Willkommenskultur“ an den Kopf. In englischen oder amerika­nischen Talkshows und Comedyserien gelten als „typisch deutsch“ glĂŒck­licherweise nicht mehr AggressivitĂ€t und Rassenwahn, aber dafĂŒr Humor­losigkeit und oft eine gewisse Ver­klemmtheit. Deutsche werden als steif und unbeholfen charakterisiert.

Frauen sind benachteiligt

Niemals zuvor waren die Frauen eman­zipierter als heute – nicht selten sind sie heute eher privilegiert. Die Biolo­gie von Mann und Frau determiniert Unterschiede wie KörperstĂ€rke, GebĂ€r­fĂ€higkeit oder Lebenserwartung. Aber strukturelle Benachteiligungen sind so gut wie verschwunden. Wo Traditionen oder Lebensentscheidungen alte Rollenbilder reprodu­zieren, ist kaum der gesellschaftliche oder gesetzliche Rahmen verantwort­lich.

Frauen stehen alle Berufe, Ämter und Rollen offen. Dank Quoten und professioneller Frauenlobbyisten wie Frauenbeauftragten und „Genderwis­senschaftlern“ wird ĂŒberall versucht, vom Leistungsprinzip abzuweichen und geschlechtliche IdentitĂ€tskriterien anzuwenden. Die angeblichen Unter­schiede bei der Bezahlung von Frau und Mann halten keiner wissenschaftlichen ÜberprĂŒfung stand.

Die KĂ€mpfe der großartigen Frauen­bewegung haben in ĂŒber 100 Jahren die UnterdrĂŒckung der Frau weitgehend beseitigt. Heute allerdings bedrohen ideologiegetriebene Feministinnen den Zusammenhalt in der Gesellschaft und das Leistungsprinzip in allen ge­sellschaftlichen Bereichen. Die GrĂŒnen haben bei der Wahl 2021 ziemlich sicher einen historischen Wahlsieg verdad­delt, weil sie nicht auf die Kompetenzen des Kandidaten, sondern vor allem auf sein Geschlecht fixiert waren.

Die Meinungs- und Pressefreiheit ist real und garantiert

Die Furcht der Menschen in Deutsch­land, ihre Meinung zu sagen, wĂ€chst. Umfragen und Studien belegen, dass in den vergangenen Jahren die Menschen zunehmend vorsichtig geworden sind, ihre Meinung offen zu sagen. Das gilt fĂŒr den Alltag der Menschen ebenso wie in Wissenschaft und Kultur. WĂ€h­rend die Angriffe auf die Freiheit durch vermeintlich rechtsradikale Hassreden ein sehr beliebtes Thema in Medien und Politik sind, wird die sehr viel wirkungsvolle­re Bedrohung durch linke Ideologien meist verharmlost.

Eine moderne IdentitĂ€tspolitik, eine neue Auffassung von Wissenschaft durch gendergetriebene, postimperiale und postkoloniale AnsĂ€tze haben nach einer Phase heftiger Kampagnen fĂŒr Political Correctness und Genderspra­che im öffentlichen Raum lĂ€ngst in eine neue Phase gefĂŒhrt: Wir erleben eine BlĂŒte der Cancel Culture. Missliebige Sichtweisen und Themen, unbequeme Wissenschaftler, KĂŒnstler und Autoren werden diskreditiert, diffamiert, ver­schwiegen, verdrĂ€ngt. Die Meinungsfreiheit wird damit massiv infrage gestellt. Dabei spielen hoch subventionierte Politikinstitute und „Fakten­checker“ mit enormen Finanzmitteln eine unrĂŒhmliche Rolle.

Im Namen einer angeblichen Objekti­vitĂ€t oder gar „der Wissenschaft“ sowie eines Kampfes gegen Hass und „gegen rechts“ wird auf vielen Ebenen massiv, einseitig und oft genug zensierend und diskriminierend in den gesellschaft­lichen Diskurs eingegriffen. Unter­stĂŒtzt werden diese staatlich und privat (George Soros, Bill Gates) finanzierten, angeblichen HĂŒter von Demokratie und Wahrheit dabei von vielen Medien, die von ĂŒberwiegend linken Journalisten geprĂ€gt sind, insbesondere in den öf­fentlich­-rechtlichen Sendern.

Die deutsche Integrationspolitik hat versagt

In Parteien, Gewerkschaften, VerbĂ€n­den und Kirchen kreist die MĂ€r vom Versagen der deutschen Integrations­politik – zur ErklĂ€rung von Ghetto­bildung und Parallelgesellschaften, KriminalitĂ€t, Extremismus, UnterdrĂŒÂ­ckung der Frauen und hoher Arbeits­losigkeit fĂŒr viele Einwanderer oder Deutsche mit Migrationshintergrund. Dabei hat sich Deutschland – neben Schweden vielleicht – zum Weltmeis­ter bei der bedingungslosen Hilfe fĂŒr Fremde, FlĂŒchtlinge und Einwande­rer gemausert. Nur das erklĂ€rt, dass scheinbar die halbe Welt von einem Le­ben in Deutschland trĂ€umt.

Seit den 70er­Jahren gibt es Integra­tionsprogramme, damals vor allem fĂŒr Millionen TĂŒrken, die als „Gastarbei­ter“ kamen, zunehmend aber mit ihren Familien im Land blieben. Mit den Jah­ren kamen Millionen anderer Migran­ten und FlĂŒchtlinge hinzu, allein seit 2015 etwa zwei Millionen Menschen, die hier Asyl beantragten. Maßnahmen zur Integration zielen meist auf Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten so­ wie aus Afrika, fĂŒr andere Einwanderer war das nur begrenzt nötig.

Heftig wird ĂŒber die wirklichen Kos­ten (im Sozial­-, Gesundheits-­ und Bil­dungsbereich sowie in der Arbeitswelt) dieser gewaltigen Kraftanstrengung gestritten. Unbestritten aber ist, dass es hier um gigantische Summen geht. Allein als Folge der FlĂŒchtlingskrise seit 2015 wurden nach Regierungsan­gaben jeweils etwa 22 Milliarden Euro in den Folgejahren ausgegeben. Nicht Deutschland hat bei der Integration versagt – objektiv scheint die Integrati­on vieler Menschen aus der islamischen Welt oder aus Afrika unrealistisch. Wie die RealitĂ€t in LĂ€ndern wie Großbritan­nien, Frankreich oder Schweden de­monstriert.

Deutschland ist ein sehr reiches Land

Zweifellos gehört Deutschland seit Jahrhunderten zum reichen Teil der Welt. Die Bundesregierung verweist bei ihrem großzĂŒgigen Auftreten in der EU und international zu Recht auf die Be­deutung eines globalen Engagements fĂŒr das Exportland Deutschland. Aller­dings lohnt sich ein nĂ€herer Blick: FĂŒr die Deutschen sieht es nĂ€mlich nicht mehr ganz so rosig aus. Zwar zeugen vielerorts restaurierte AltstĂ€dte, Pres­tigebauten, Parkanlagen, Schwimm­bĂ€der, Stadien, Opern oder Theater vom enormen öffentlichen Reichtum. Deutschlands BĂŒrger zahlen aber auch mit die höchsten Steuern, Abgaben und Energiepreise weltweit.

Arbeitnehmer mĂŒssen in der Regel bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Viele Staaten in Europa mit heute deutlich niedrigerem Rentenalter streben auch kĂŒnftig einen Renteneintritt mit höchs­tens 65 Jahren an – darunter Frank­reich, Österreich, Spanien oder Schwe­den. Das Rentenniveau ist in vielen LĂ€ndern wie Österreich und Frankreich deutlich höher als in Deutschland.

Der „Medianwert“ (der Zentralwert) des geldwerten Vermögens fĂŒr die Deut­schen lag 2018 laut dem Credit Suis­se Research Institute bei 47.000 US­-Dollar. NiederlĂ€nder besitzen dem­nach 94.000 Dollar, DĂ€nen 87.000 Dol­lar, Belgier 168.000 Dollar, Franzosen 120.000 Dollar, Italiener 125.000 Dollar und Schweizer 229.000 Dollar. Eine we­sentliche Ursache ist, dass in Deutsch­land nicht einmal jeder Zweite Wohneigentum besitzt, in anderen LĂ€ndern sind es bis zu 90 Prozent der BĂŒrger.

Migration hat kaum eine Auswirkung auf den Wohlstand

Der SPD­-Politiker Heiko Maas wagte angesichts der Milliarden Euro teuren Kosten fĂŒr FlĂŒchtlinge und Migranten die absurde These, dem BundesbĂŒrger werde ja „nichts weggenommen“. An­geblich könnten Einwanderer langfris­tig sogar den dramatischen Mangel an FachkrĂ€ften und Einzahlern in die Ren­tenkassen beseitigen helfen.

Die Fakten sprechen eine andere Sprache, auch wenn sie oft sorgsam verborgen oder verschwiegen werden. Der Steuerzahler in Deutschland muss riesige BetrĂ€ge fĂŒr die FlĂŒchtlingspoli­tik Berlins finanzieren. Die Integration eines großen Teils der Migranten in den Arbeitsmarkt ist bisher gescheitert – das belastet dauerhaft die Sozialkassen. Der Kinderreichtum besonders pro­blematischer Familien in diesem Mi­lieu verheißt wenig Gutes. Gesund­heits­- und Bildungssystem werden vermutlich dauerhaft enorm zusĂ€tz­lich belastet – spĂŒrbar in fast jedem Krankenhaus oder in KindergĂ€rten und Schulen. Von den Herausforderungen fĂŒr Polizei und GefĂ€ngnisse gar nicht zu sprechen.

Der ohnehin schon ex­trem angespannte Wohnungsmarkt vor allem in GroßstĂ€dten muss nun auch mit Millionen NeubĂŒrgern fertig wer­den. Manche InnenstĂ€dte haben vor allem dank Einwanderern völlig ihren Charakter verĂ€ndert. Die Migration der jĂŒngsten Vergangenheit hat sehr wohl indirekt Wohlstand und Sicherheit in Deutschland geschmĂ€lert.

Rassismus und Diskriminierungen belasten Deutschland

Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten gibt es, ebenso wie KriminalitĂ€t und Gewalt, in jeder Gesellschaft. Entscheidend sind zwei Aspekte: das Ausmaß und systemische Ursachen. Im schlimmsten Fall – in einem Apartheidstaat oder im Faschismus – sind sowohl der Alltag als auch das politische System geprĂ€gt von menschenverachtenden Regeln.

Deutschland muss heute im weltweiten Vergleich als eine der auslĂ€nderfreundlichsten, tolerantesten Gesellschaften ĂŒberhaupt angesehen werden. Deutlich wird das beispielsweise bei den Rechten der Nichtdeutschen, die im Land eine soziale FĂŒrsorge erhalten wie kaum anderswo in der Welt, die bei Kommunalwahlen vielerorts sogar wĂ€hlen dĂŒrfen. Die neue Regierung will das ohnehin weitgehende Ausmaß der Toleranz fĂŒr Minderheiten – die beispielsweise in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer absurden Überbetonung der Interessen sogenannter „nicht binĂ€r“ definierter Geschlechterzugehörigkeit gefĂŒhrt hat – noch ausbauen.

FĂŒr Rassismus in Deutschland sind in erster Linie muslimische Migrantenkreise verantwortlich, die sowohl Juden als auch Homosexuelle hassen. Viele Organisationen, Institute und Beauftragte wachen hier ĂŒber die Rechte von Minderheiten aller Art; jeder rassistische Vorfall wird umgehend angeprangert. Systemischer Rassismus, systemische Benachteiligung von Minderheiten existieren nicht: Der hiesigen Justiz wird eher zu große Nachsicht mit (gewalttĂ€tigen) Kriminellen aus anderen Kulturkreisen vorgeworfen. In Deutschland dominiert – sehr ehrenwert – nach wie vor die Angst, „nichts aus der Geschichte gelernt zu haben“.

Wissenschafts- und Industriestandort Deutschland bleibt fĂŒhrend

WĂ€re der Einfluss der GrĂŒnen stĂ€rker, gĂ€be es in Deutschland keinen Covid-Impfstoff. Denn dieser basiert auf der seit Langem – nicht nur von den GrĂŒnen – verteufelten Gentechnik. Auch auf einem anderen Feld befindet sich die deutsche Wissenschaft in einer fast hoffnungslosen Defensive: WĂ€hrend weltweit Dutzende von neuen, modernen Kernkraftwerken gebaut werden, die teilweise ein in Deutschland neu entwickeltes, hochmodernes Verfahren einsetzen, hat die Kernkraft hierzulande keine Zukunft mehr. Gentechnik und Kernkraft sind nur zwei Felder, auf denen es Wissenschaft und Industrie in Deutschland zunehmend schwer haben. Zwar ist Deutschland noch vielfach fĂŒhrend – die deutsche Wirtschaft spricht von mehr als 1400 WeltmarktfĂŒhrern im Land, Nobelpreise in Physik und Chemie 2021 signalisieren die SpitzenqualitĂ€t deutscher Forschung, auch bei der Zahl der Patente und technischer Veröffentlichungen gehört Deutschland international zur Spitze. Dennoch gibt es alarmierende Entwicklungen.

Unter den 50 weltweit angesehensten UniversitĂ€ten befinden sich nur noch drei in Deutschland. An der deutschen Innovationskraft gibt es berechtigte Zweifel: Allein im Umfeld der amerikanischen Stanford University wurden in den vergangenen Jahren mehr Start-ups mit Bewertungen von ĂŒber einer Milliarde US-Dollar gegrĂŒndet als in ganz Deutschland.

Die PISA-Studien zeigen, dass das deutsche Bildungssystem bestenfalls Mittelmaß hat, der Zustand und die Ausstattung deutscher Schulen gelten als miserabel. UniversitĂ€ten und Wirtschaft beklagen das geringe Bildungsniveau von SchulabgĂ€ngern. Der FachkrĂ€ftemangel bedroht massiv gesunde Firmen. Die Infrastruktur – nicht nur bei der Digitalisierung – gilt schon lange nicht mehr als beispielhaft.

Heimat und Nation sind altmodische Vorstellungen

In vielen LĂ€ndern gibt es noch immer Begeisterung fĂŒr ein einiges Europa, auch fĂŒr die EU. Allerdings wird kaum ein Italiener, Pole, Franzose, DĂ€ne oder Lette auf die Idee kommen, nicht mehr Angehöriger seiner Nation sein zu wollen. Nationalstolz wird in kaum einem Land als rechtsradikal wahrgenommen.

Viele Linke und GrĂŒne meinen das deutsche Dilemma mit der eigenen Geschichte dadurch zu ĂŒberwinden, dass sie den Begriff der Nation fĂŒr ĂŒberholt erklĂ€ren. Besonders drastisch formulierte das GrĂŒnen-Chef Robert Habeck: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ Kaum ein Spitzenpolitiker in einem anderen europĂ€ischen Land könnte sich solch einen Selbsthass leisten. In Deutschland wird so ein Politiker Vizekanzler.

«Wort zum Sonntag» oder: Rausschmiss verboten

Jedes Jahr erhÀlt sein Leitwort aus der Bibel. Drei Jahre im voraus wird es ausgelost. Das diesjÀhrige könnte kaum passender sein. Es ist ein Jesuswort aus dem Johannes-Evangelium:

«Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.» Johannes 6,37

Wie ist das dann so mit 3G, 2G und dem wechselnden Plus-Minus? Mit Zertifikat und Besucherzahlen und dem angstvoll-modischen «Komm-mir-nicht-zu-nahe»? Wie ist das mit denen, die gerne oder ohne textilem SchalldĂ€mpfer ihrem Gott singen wollen? Eine Bekannte von mir wollte sich in einer offenstehenden Kirche nur kurz zum Beten niederlassen. Das war nicht möglich. Kaum war sie gesessen, kam der Sigrist auf sie zu und wies sie auf die «Maskenpflicht» hin. Attest hin oder her – sie wurde rausgeworfen aus dem Gotteshaus.

Solche Vorkommnisse gibt es inzwischen zuhauf, und ich befĂŒrchte, auch die Jahreslosung wird nichts daran Ă€ndern, dass sie weiter um sich greifen. Der vermeintlich gute Zweck heiligt so manches Mittel und entheiligt so viele Begegnungen.

Jesus also sagt, er werde keinen abweisen, und das «Personal» kennt GrĂŒnde, den Menschen das freie Gebet, den ungefilterten Gesang und die lebendige Gemeinschaft zu verwehren? Der Widerspruch zum Bibelwort wird noch grösser, wenn man dieses wörtlich ĂŒbersetzt. Denn es heisst dort eigentlich: «Wer zu mir kommt, den werde ich auf keinen Fall rausschmeissen.»

Kirchengezeter hin oder her: Das Wort selber steht da und gilt. ER selber steht da und spricht, und was er sagt, heisst nicht weniger, als daß es keinerlei Vorbedingungen gibt: weder fĂŒr den einzelnen noch fĂŒr die Gemeinschaft. Keine Frage ist zu «dumm», kein Zweifel zu grundsĂ€tzlich, keine Enge so ausweglos, dass man mit IHM zusammen da nicht weiterkĂ€me und durchkĂ€me. Ihm das gleichsam vorhalten, vorbehaltlos, das bringt ein Fundament ins Leben.

Jede neue Gemeinschaft darf und wird sich auf dieser Erfahrung grĂŒnden. Ein Rausschmiss andernorts wird so zum Ein-Tritt in eben diese göttliche Freiheit, und es wird diese glĂ€ubige SouverĂ€nitĂ€t sein, aus der heraus wir die Dinge des Jahres 2022 bestehen und ĂŒberwinden!

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Lothar Mack war als Gemeindepfarrer und bei verschiedenen Hilfswerken und Redaktionen tĂ€tig. Sein kritischer Blick auf Kirche und Zeitgeschehen hat ihn in die SelbstĂ€ndigkeit gefĂŒhrt. Er sammelt und ermutigt Gleichgesinnte ĂŒber Artikel und Begegnungen und ruft auch an Kundgebungen zu eigenstĂ€ndigem glĂ€ubigem Denken auf.

Telegram-Kanal: @StimmeundWort

Website: www.stimme-und-wort.ch

KĂ€ltereport Nr. 35

KĂ€ltereport Nr. 35

Vorbemerkung: Dies ist der letzte KÀltereport des soeben zu Ende gegangenen Jahres. Diesmal liegt der Schwerpunkt wieder auf dem westlichen Nordamerika und Kanada. Aber auch in anderen Gebieten der NordhemisphÀre hat die KÀlte wieder nicht zu knapp zugeschlagen.

Die „KĂ€ltereports“ wird es auch in diesem Jahr 2022 geben, aber mit einer anderen ZĂ€hlweise, die wieder bei 1 anfĂ€ngt.

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Meldungen vom 28. Dezember 2021:

Rekord-KĂ€lte und -Schnee im Westen der USA

Ein intensiver Ausbruch arktischer Luft bis tief in den amerikanischen Kontinent hinein hat dem pazifischen Nordwesten rekordverdĂ€chtige Tiefstwerte und den Bergen von Kalifornien und Nevada beispiellose SchneefĂ€lle beschert – die eisige Luft und die Schneeverwehungen sorgen weiterhin fĂŒr Straßensperrungen, FlugverspĂ€tungen und Schließungen von Behörden in mehreren Bundesstaaten.




Der Weihnachtsschnee wehte vom Golf von Alaska in den pazifischen Nordwesten und brachte in der Gegend von Seattle 15,2 cm Schnee.

In der NĂ€he von Port Angeles, auf der anderen Seite des Puget Sound auf der Olympic Peninsula, war ĂŒber 30 cm Schnee gefallen.




Zu den vielen Tiefsttemperaturrekorden der letzten Tage gehörten der 26. Dezember in NW-Seattle mit -5,6 °C, der nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes den bisherigen Rekord der Stadt aus dem Jahr 1924 brach, und der nahegelegene Bellingham mit -12,8 °C, der den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1971 um ganze drei Grad unterbot.




Laut Ben Linstid, Meteorologe beim NWS in Juneau, wurden auch in Ketchikan, Alaska, ĂŒber das Weihnachtswochenende Rekordtiefstwerte gemessen: „-17,8°C war der neue Rekord an beiden Tagen 
 die alten Rekorde waren –14,4°C im Jahr 1964 am Samstag und –15°C am Sonntag – und zwar bereits im Jahre 1917!“ sagte Linstid gegenĂŒber krbd.org und fĂŒgte hinzu, dass noch kĂ€ltere Temperaturen im neuen Jahr erwartet werden.




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Kanada: Erstmals seit 1998 wieder –50°C im Dezember

Nach Angaben von Environment Canada wurde fĂŒr ganz Alberta, den grĂ¶ĂŸten Teil von British Columbia und Saskatchewan sowie fĂŒr Teile von Manitoba und Ontario eine Warnung vor extrem kaltem Wetter herausgegeben.

Der Windchill* liegt in Edmonton und Calgary zwischen -40°C und -55°C, so die Behörde. Viele Skigebiete in und um Edmonton und Calgary sowie in den Rocky Mountains wurden wegen der extremen KÀlte geschlossen.

[*Die Berechnungs-Grundlage des „Windchill-Faktors“ {„gefĂŒhlte“ Temperatur} konnte ich nicht ausfindig machen. Vielleicht hat ein Kommentator einen Link.]




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Historischer Schneefall in Westjapan


Die SchneefĂ€lle an der KĂŒste des Japanischen Meeres hielten auch am Montag an. Viele Fahrzeuge blieben liegen, der Flug- und Bahnverkehr wurde unterbrochen und in vielen StĂ€dten im Westen Japans wurden RekordschneefĂ€lle registriert.

In Hikone in der PrĂ€fektur Shiga fielen innerhalb von 24 Stunden bis zum frĂŒhen Montag 68 cm, in Asago in der PrĂ€fektur Hyogo 71 cm – beides sind die höchsten jemals gemessenen Schneemengen in den Aufzeichnungen der Japanischen Meteorologischen Agentur (JMA), die bis ins Jahr 1893 zurĂŒckreichen.





und SĂŒdkorea

Extreme KÀlte und heftige SchneefÀlle haben auch weite Teile Koreas heimgesucht, wo die Temperaturen in einigen Regionen, insbesondere in Cheorwon in der Gangwon-Provinz, auf bis zu -25,4 °C gefallen sind.

Die Temperatur begann am Samstag zu sinken, und am Sonntag wurde in der Stadt Seoul mit -16°C die niedrigste Dezembertemperatur seit 41 Jahren gemessen (seit dem 29. Dezember 1980 mit -16,2°C).




Link: https://electroverse.net/record-cold-and-snow-grip-western-u-s-and-canada-historic-snow-in-japan-korea/

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Meldungen vom 29. Dezember 2021:

Kalifornien: schneereichster Dezember jemals (5 m)

Die Schneedecke in der Sierra macht 30 Prozent des SĂŒĂŸwassers im gesamten Bundesstaat Kalifornien aus, und die Schneedecke ist derzeit so hoch wie nie zuvor im Monat Dezember.

„Wir haben in den letzten Wochen unglaubliche Mengen an Schnee bekommen“, sagte die CNN-Meteorologin Jennifer Gray.

Am 27. Dezember lag die Schneedecke landesweit bei 153 % des bisherigen Durchschnitts und bei 50 % dessen, was bis zum 1. April (dem Ende der Schneesaison) erwartet wird.

„Wir haben tatsĂ€chlich Rekorde aufgestellt“, sagte Gray. „Dies war der schneereichste Dezember aller Zeiten.“




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Der Winter in Kalifornien wird auch wieder bei wetteronline.de thematisiert:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/ef3a6d12-f090-4fa8-b53e-c199ed40d4ac

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Duluth hat zum ersten Mal ĂŒberhaupt den Schnee-Notstand ausgerufen

Die historische KĂ€lte und der Schnee im Westen breiten sich nun nach Osten aus, auch in den mittelwestlichen Bundesstaat Minnesota, wo die Schneemenge laut NWS am Montagmorgen in St. Mathias, sĂŒdlich von Brainerd, 18 Zoll erreicht hatte.

Die SchneefĂ€lle hielten am Montag und Dienstag an, und am Dienstagnachmittag rief die Hafenstadt Duluth nach einem weiteren Blizzard am Nordufer des Oberen Sees [Lake Superior] zum ersten Mal ĂŒberhaupt den Schneenotstand aus.




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Westkanada: Weiterhin RekordkÀlte

Ein weiterer Schlag fĂŒr die AGW-WĂ€rmebefĂŒrworter: In den kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta herrscht diese Woche weiterhin extreme KĂ€lte, wobei viele Rekordtiefstwerte registriert wurden.

FĂŒr die gesamte Provinz Alberta gilt nach wie vor eine Warnung vor extremer KĂ€lte, da laut Environment Canada bis weit in die nĂ€chste Woche hinein ein „anhaltender Frost“ herrschen wird. Die Temperaturen werden voraussichtlich weit unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen, und die Werte fĂŒr den Windchill erreichen weiterhin -55°C.




Link: https://electroverse.net/californias-snowiest-dec-duluth-declares-first-snow-emergency-record-cold-in-canada/

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Meldungen vom 30. Dezember 2021:

Hulunbuir, China: KĂ€ltester Tag in seiner Geschichte (–47°C)

Historische KĂ€lte und Schnee haben in den letzten Wochen Ostasien heimgesucht, darunter auch die LĂ€nder China, Japan und SĂŒdkorea – mehr zu letzteren weiter unten.

Nach der Vielzahl chinesischer Orte, die in dieser Woche neue Tiefsttemperatur-Rekorde aufgestellt haben (u. a. Tuli River mit -42°C, Fuyuan mit -42,3°C, Wuying mit -43,3°C und Jiayan’s -44,4°C hat die Stadt Hulunbuir sie alle mit ihrem Tiefstwert von -46,9°C ĂŒbertroffen – es wird angenommen, dass dies die niedrigste jemals aufgezeichnete Temperatur in der Stadt ist.




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Seoul: Niedrigste registrierte Temperatur seit 1980

Ähnlich wie China wurde auch SĂŒdkorea in den letzten Tagen von historischen SchneefĂ€llen und Rekordfrostwerten heimgesucht, da die kumulative Wirkung der geringen SonnenaktivitĂ€t die AbkĂŒhlung der unteren ErdatmosphĂ€re – der TroposphĂ€re – beschleunigt.

Die tiefsten Temperaturen SĂŒdkoreas wurden erwartungsgemĂ€ĂŸ in den nördlichen Teilen des Landes gemessen – Cheorwon in der Provinz Gangwon verzeichnete in dieser Woche mit -25,4 °C die niedrigste Temperatur des Landes.

Den Vogel schoss jedoch Seoul ab – trotz des gut dokumentierten „Urban Heat Island“-Effekts, der Metropolen und bebaute Gebiete auf die warme Seite verlagert, schaffte es die Hauptstadt des Landes in dieser Woche, einen legendĂ€ren Tiefstwert von -16°C zu verzeichnen – die niedrigste Dezembertemperatur seit 41 Jahren, seit 1980.




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Schwere SchneestĂŒrme in Russland


Im Osten, in der Republik Baschkortostan, auch Baschkirien genannt, einer russischen Republik zwischen Wolga und Ural, ist ein „wahnsinniger Schneesturm“ niedergegangen, der ein Verkehrschaos verursacht hat.





und Nepal

Starke SchneefĂ€lle und Minusgrade haben sich bis in das sĂŒdasiatische Binnenland Nepal in Richtung SĂŒdosten ausgebreitet.

In einem Bericht aus Phungling in Taplejung heißt es, dass die starken SchneefĂ€lle (mehr als ein Meter) der letzten Tage, insbesondere in Höhenlagen von 3.400 Metern, zu Störungen des „normalen Lebens“ und einem starken RĂŒckgang der Temperatur gefĂŒhrt haben.




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TĂŒrkei: Über 4 m Schnee in manchen Gebieten

Die TĂŒrkei wurde in diesem Monat von starken SchneefĂ€llen und extremem Frost heimgesucht. Rekorde sind gebrochen worden, und die Menschen sind in der anomalen KĂ€lte gestorben.

Vor allem in der OsttĂŒrkei und in Höhenlagen ĂŒber 1.500 Metern haben historische SchneefĂ€lle eine Reihe von Orten buchstĂ€blich unter sich begraben, vor allem in der Provinz Muß, wo anhaltend starke SchneefĂ€lle zu Ansammlungen von mehr als 4 Metern gefĂŒhrt haben, wie lokale Medien berichten.




Auch die KĂ€lte dort war bemerkenswert.

Die Tiefsttemperaturen in den TĂ€lern haben sich -40°C angenĂ€hert, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass die Aufzeichnungen fĂŒr diese Regionen selten unter -30°C fallen.

Göle zum Beispiel, das treffend als „Sibirien der TĂŒrkei“ bezeichnet wird, ist derzeit ein Eisschrank: „Wir sind eingefroren, sogar das Wasser in unseren HĂ€usern ist gefroren“, sagte Aleaddin Kılıç, der feststellte, dass die Temperatur ĂŒber Nacht regelmĂ€ĂŸig auf -30 °C fiel, Brunnen einfroren und BĂ€ume mit dickem Raureif ĂŒberzogen wurden.




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Vancouver, Kanada: Seit 1969 nicht mehr so kalt

Nach dem ersten kanadischen Dezember mit Temperaturen unter -50 °C seit 1998 hat die polare KÀlte angehalten und sich weiter ausgebreitet.

Die Einwohner von Vancouver können normalerweise mit relativ milden Winterbedingungen rechnen, zumindest im Vergleich zur typischen kanadischen KĂ€lte – aber nicht in diesem Monat: Laut The Weather Network erreichte Vancouver, B.C., am 27. Dezember einen Tiefstwert von -15,3 °C, was als „radikale Abweichung von den jahreszeitlichen Normen“ und als niedrigste Temperatur, die Vancouver in den letzten 52 Jahren seit 1969 erlebt hat, bezeichnet wurde:




Link: https://electroverse.net/china-coldest-day-ever-seoulfreezes-blizzards-batter-russia-nepal-13-ft-in-turkey-vancouver-cold/

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Meldungen vom 31. Dezember 2021:

Rekord-KĂ€lte und -Schnee in Alaska

„Alaska ‚Icemageddon‚-Warnung“, heißt es bei der BBC, und man weiß, dass es verdammt kalt sein muss


Der BBC-Artikel beginnt mit einem WĂ€rmerekord (die auf der Insel Kodiak am Sonntag gemessenen 19,4°C (AGW-Hypothese noch in Takt), aber wie bereits erwĂ€hnt, kann AGW in keiner Weise die historische KĂ€lte erklĂ€ren, die einen viel grĂ¶ĂŸeren Teil des Staates erfasst.

In der im SĂŒdosten gelegenen Stadt Ketchikan zum Beispiel fielen die Temperaturen am 25. und 26. Dezember auf -18°C – die kĂ€lteste Weihnachtszeit der Stadt im letzten Jahrhundert, wobei die alten Rekorde bei -14,4°C im Jahr 1967 und -15°C im Jahr 1917 lagen.




Der Schnee war ebenso extrem wie die KĂ€lte.

Das Gebiet um Fairbanks wurde von dem heftigsten Wintersturm seit 1937 heimgesucht. Am Sonntag fiel so viel Schnee, dass das Dach des einzigen Lebensmittelladens in der Stadt Delta Junction, 153 km sĂŒdöstlich von Fairbanks, einstĂŒrzte. Eine Beobachtungsstation im Denali-Nationalpark hat in diesem Monat 1,9 Meter Schnee und damit den schneereichsten Dezember aller Zeiten registriert.




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Saskatchewan: 16 KĂ€lte-Rekorde gebrochen

Ich habe in den letzten Tagen ĂŒber Britisch-Kolumbien und Alberta berichtet, aber die historische KĂ€lte ist keineswegs auf den Osten Kanadas beschrĂ€nkt – im Osten von Kanada gab es in den letzten Tagen Rekordschnee, und in Saskatchewan herrschte RekordkĂ€lte.

Saskatchewan hat auch im zu Ende gehenden Jahr 2021 mit eisigen Temperaturen zu kĂ€mpfen, die in der ganzen Provinz zu einer Reihe von Rekorden gefĂŒhrt haben, berichtet thestarphoenix.com.




Allein am Dienstag wurden in sechzehn Gemeinden in Saskatchewan Rekordtemperaturen gemessen. DarĂŒber hinaus waren viele der gebrochenen Rekorde wirklich historisch, einschließlich des Tiefstwertes von -38,6°C in der Stadt Regina, der den Allzeit-Rekord von -37,2°C aus dem Jahr 1884(!) brach; Swift Current’s -39,1°C, das den Rekord von 1917 mit -36,1°C unterbot; und Leader’s -42,6°C, das den vorherigen Rekord von -37.2°C aus dem Jahr 1924 brach.




Link: https://electroverse.net/wavy-jet-stream-big-temp-contrast-record-cold-hits-alaska-saskatchewan-lows/

wird fortgesetzt 
 (mit 1. KĂ€ltereport 2022)

Zusammengestellt und ĂŒbersetzt von Christian Freuer fĂŒr das EIKE