Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Mutiger Arzt appelliert an Mückstein: Denken Sie an den Hippokratischen Eid!

Mutiger Arzt appelliert an Mückstein: Denken Sie an den Hippokratischen Eid!

Dr. Lukas Trimmel, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation aus Wien, spricht offen aus, was viele Ärzte nur hinter vorgehaltener Hand zu sagen wagen. Mit seinem Offenen Brief an Gesundheitsminister Mückstein, der inzwischen viral durchs Netz gegangen ist, setzte er ein klares, mutiges Statement.

In seinem offenen Brief sprach er Mückstein als Kollegen an, in der Hoffnung, dass auch dieser sich an dein hippokratischen Eid erinnern möge. Inzwischen haben den mutigen Arzt Dr. Lukas Trimmel hunderte positive Nachrichten mit enormem Zuspruch erreicht, die uns hoffen lassen: Menschlichkeit und Hausverstand existieren noch.

Ein Interview mit Edith Brötzner

Report24: Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein Interview genommen haben, Herr Dr. Trimmel. Vielleicht möchten Sie sich kurz vorstellen?

Dr. Trimmel: Ich bin Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation und habe eine Wahlarzt-Praxis in Wien, wo ich vor allem Patienten mit Beschwerden am Bewegungsapparat behandle. Das mache ich jetzt seit fünfzehn Jahren. Vorher habe ich auch im Klinikum Ottakring, das früher Wilheminenspital geheißen hat, in der Abteilung für physikalische Medizin und Rehabilitation gearbeitet. Ich möchte gleich dazu sagen: Ich bin kein Epidemiologe, kein Virologe und kein sonstiger Experte für Atemwegsinfektionen oder virale Erkrankungen. Aber ich habe ein Medizinstudium abgeschlossen und habe auch für viele angeschlossene Medizinberufe eine Zeit lang Infektiologie und Hygiene unterrichtet. Mit diesem Thema habe ich mich immer sehr ausführlich beschäftigt, auch wenn es nicht mein beruflicher Schwerpunkt ist.

Report24: Sie haben ja einen Brief an den Herrn Dr. Mückstein geschrieben. Ist er ein Epidemiologe?

Dr. Trimmel: Soweit ich weiß, ist der Kollege Dr. Mückstein praktischer Arzt und hat auch eine Zeit lang das Primärversorgungszentrum in Wien, im sechsten Bezirk, geleitet.

Report24: Zumindest haben wir jetzt einen Gesundheitsminister, der wirklich selber Arzt ist. Vorher hatten wir ja einen Volksschullehrer. Eine klare Steigerung. Vielleicht noch eine Frage vorab: Geht die Impfung wirklich nicht ins Blut?

Dr. Trimmel: (lacht) Ich glaube, diese Frage muss man nicht beantworten. Da muss man nicht einmal einen Mediziner oder einen Experten fragen. Das kann sich jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand selber beantworten. Ich möchte das jetzt aber vielleicht nicht auf dem aufhängen. Man kann sich ja auch mal versprechen oder vielleicht in einer hitzigen Diskussion eine Blockade im Kopf haben. An dem möchte ich es jetzt nicht aufhängen. Den Brief an ihn habe ich weniger an ihn als Gesundheitsminister geschrieben, sondern eigentlich an ihn als Kollegen. Als ärztlichen Kollegen, der sich eigentlich dem hippokratischen Eid verpflichtet fühlen und nach dem Nürnberger Kodex agieren sollte. Das  ist mir wichtig. Deshalb spreche ich ihn in meinem Brief auch immer wieder als Kollege an.

Es braucht individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken

Report24: Gibt es den Nürnberger Kodex aktuell noch? Momentan sieht es aus, als wäre es möglich, die Menschen zu allem möglichen zu zwingen. Zur ersten, zweiten und dritten Injektion von einem Mittel, das eigentlich noch gar nicht erforscht ist.

Dr. Trimmel: Ja. Man hätte das vor eineinhalb Jahren nicht für möglich gehalten, dass bestimmte Grundsätze der Medizin und natürlich auch rechtliche Grundsätze, innerhalb kurzer Zeit, nicht mehr gelten oder über Bord geworfen werden. Das ist schon eine sehr, sehr beunruhigende Situation. Nicht umsonst gibt es diesen Nürnberger Kodex und nicht umsonst haben wir jahrzehntelang ein bestimmtes medizinisches Vorgehen eingehalten, weil sich das als sinnvoll gezeigt hat. Dass man das jetzt alles über Bord schmeißt, ist sehr bedenklich aus meiner Sicht. Es spitzt sich jetzt alles auf diese Impfungen zu. Wenn Sie mich fragen, was die Impfung betrifft, sehe ich das ganz eindeutig. Wenn man das  medizinisch nüchtern betrachtet, dann haben wir hier einen neuen Impfstoff, der eine Art von Technologie verwendet, die bisher noch nie für eine Impfung zugelassen war. Die Phase der Erforschung ist so kurz wie noch  niemals in der Menschheitsgeschichte. Und wenn Leute sagen, dass es keine Spätfolgen gibt, dann frage ich mich, ob sie in die Zukunft schauen können. Denn dann müsste man diese Zeit ja erst einmal abwarten. Das heißt, wir haben hier einen experimentellen Impfstoff. Das ist die eine Geschichte.

Auf der anderen Seite haben wir eine Erkrankung, die für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen unterschiedlich gefährlich ist. Das heißt, dass ich, so wie ich das immer in der medizinischen Geschichte gemacht habe, individuell abwägen müsste, wer überhaupt von dieser Erkrankung betroffen ist. Bei wem die Möglichkeit oder das Risiko besteht, einen schwereren Krankheitsverlauf zu haben. Und dann müsste ich mir auf der anderen Seite anschauen: Wie riskant ist dieser Impfstoff oder diese neue Therapie? Wie sind da die Nebenwirkungen verteilt? Welche Form von Nebenwirkungen sind zu erwarten? Und dann muss ich für jeden Patienten ein individuelles Nutzen/Risikoprofil erstellen, um zu einer Empfehlung zu gelangen. Aber ich kann auf keinen Fall alle Patienten und alle Menschen über einen Kamm scheren. Das haben wir in der Medizin noch nie gemacht. Das ist eine Katastrophe. Das ist so, als würde ich meiner achtzigjährigen Nachbarin einen Rollator empfehlen, dass sie nicht auf der Straße stürzt. Dann ist das vielleicht für die achtzigjährige Nachbarin gut. Aber deshalb würde ich meinen Kindern keinen Rollator empfehlen, wenn sie auf der Straße spazieren gehen. Eine vollkommen perverse Situation, dass man keine individuellen Nutzen/Risikoabschätzungen macht. Und durch die Impfpflicht würde diese individuelle Nutzen/ Risikoabschätzung wegfallen. Das ist das Erste.

Das Zweite ist: Ich kann keine Impfpflicht für eine Impfung machen, die keine sterile Immunität erzeugt. Das heißt nichts anderes, als dass ich als Geimpfter trotzdem zur Weiterverbreitung dieser Erkrankung beitragen kann. Damit fällt das Argument des Fremdschutzes eigentlich weg. Ich schütze kaum jemanden dadurch, dass ich geimpft bin, weil ich ganz normaler Virusüberträger sein kann. Also sollte mich auch niemand zwingen können. Obwohl ich kaum andere dadurch schützen kann, wird mir unter dem Vorwand der Solidarität diese Zwangsimpfung aufgedrückt. Jeder, der noch seinen gesunden Menschenverstand hat, muss zugeben, dass das ein unsinniges Argument ist. Das nächste, was diese Nebenwirkungen usw. betrifft, sind zwei Probleme, die ich da sehe. Das eine Problem findet man bereits in den Zulassungsstudien. Die wenigsten Kollegen, glaube ich, haben sich das durchgelesen. Ich habe mir die Mühe, wie ein paar andere Kollegen auch, mit denen ich in Kontakt bin, gemacht.

Gesamtsterblichkeit in der Gruppe der Geimpften höher als in Placebo-Gruppe

In der Zulassungsstudie gibt es bereits Hinweise darauf, dass die Gruppe der Geimpften zwar eine niedrigere Wahrscheinlichkeit haben an Covid zu versterben, aber eine höhere Wahrscheinlichkeit insgesamt haben zu versterben. Das heißt, die Mortalität (die Gesamtsterblichkeit) war in der Impf-Gruppe höher als in der Placebo-Gruppe. Da müssen ja aus meiner Sicht schon einmal die Alarmglocken schrillen. Da muss ich mir schon überlegen: Moment, jetzt habe ich zwar zwei Corona-Todesfälle in der Placebo-Gruppe und einen Corona-Todesfall in der Impf-Gruppe – das ist natürlich statistisch auch in Wirklichkeit überhaupt nicht  aussagekräftig – habe aber auf der anderen Seite insgesamt mehr Todesfälle in der Impf-Gruppe. Das heißt, dass ich mir überlegen muss, was da passiert. Ich könnte zwar vielleicht den einen oder anderen Covidtoten vermeiden. Aber auf der anderen Seite produziere ich vielleicht mehr Tote mit anderen Todesursachen. Da muss man halt diesen Zusammenhängen einmal nachgehen und schauen, ob es da einen Zusammenhang mit der Impfung gibt. Es gibt genug Experten weltweit, die sich eingehend mit Immunologie, Infektiologie, mit  Impfungen beschäftigen, die schon vor Monaten davor gewarnt haben, dass das eintreten könnte. Also das ist das erste Problem.

Das zweite Problem, das ich sehe, ist, dass viele Kollegen und insgesamt auch noch viele Menschen die Gefahr dieser Erkrankung überschätzen, weil permanent über die Fernsehschirme flimmert, wie gefährlich das ist. Und in dieser Angst kann man nicht mehr rational und klar denken. Wenn jetzt die Impfung als Allheilmittel versprochen wird, dann klammern sich diese Menschen, die so Angst haben, an diese Impfung. Weil ihnen eingeredet wird, dass das die Lösung für all unsere Probleme ist. Wenn ich mich so an diese Impfung klammere, dann fällt mir ja gar nicht auf, dass diese Impfung vielleicht auch negative Effekte haben kann, weil ich die gar nicht sehen will. Ich will das gar nicht wissen und ich will das gar nicht sehen. Und ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen: Ich habe einige Patienten bei mir in der Praxis – und ich arbeite wie gesagt am Bewegungsapparat, die mir von Impf-Nebenwirkungen erzählen, berichten und sie mir zeigen. Da gibt es rheumatische Schübe. Da gibt es komische neurologische Symptome wie Parästhesien oder Hypästhesien an den Extremitäten. Es gibt Hautausschläge. Junge Frauen berichten von Regelbeschwerden über Monate hinweg nach der Impfung. Junge Sportler berichten von kardialen Beschwerden. All diese Patienten haben das auch schon ihren zuständigen Ärzten berichtet, ihren Hausärzten oder den Internisten. Und die haben das abgeblockt und sagen, dass das nichts mit der Impfung zu tun haben kann. Dass das unmöglich sei, weil sie es nicht sehen wollen.

Impfnebenwirkungen werden nur selten gemeldet

Deshalb werden diese Nebenwirkungen auch nicht eingemeldet in die Nebenwirkungs-Datenbank. Das halte ich für ein großes Problem, weil die Ärzte das eigentlich dort eintragen müssten. Die Patienten können das auch selber eintragen. Die Ärzte machen das nicht, weil sie es kategorisch ausschließen, dass das mit der Impfung zu tun haben kann. Obwohl ganz oft ein klarer zeitlicher Zusammenhang besteht und auch keine andere Erklärung dafür gefunden wird. Die Patienten wissen oft gar nicht, dass sie das selber eintragen können. Also ich glaube, dass bei der Erfassung der Nebenwirkungen eine totale Untererfassung herrscht. Es wird geschätzt, dass es nur ungefähr sechs Prozent aller Nebenwirkungen überhaupt in diese Nebenwirkungs-Datenbank schafft. Und wenn man sich die Daten von der WHO anschaut, sieht man ja – wenn man das mit anderen Impfungen vergleicht über die letzten 30 Jahre – dass eine unglaubliche Anzahl an Nebenwirkungen schon gemeldet ist. Das ist aber wie gesagt nur ein Bruchteil von dem, was wahrscheinlich tatsächlich hier aufgetreten ist. Das heißt in dieser Massenangst will man das gar nicht mehr sehen. Das ist sozusagen der letzte Strohhalm, an den sich alle klammern. Das ist auch ein Problem mit dieser Impfpflicht. Man muss sich dann auch die Frage stellen: Wo führt das dann hin? Wenn die Behörden oder die Regierung eine Impfpflicht mit einer Impfung einführen darf, wo keine individuelle Nutzen/Risikoabschätzung erfolgt ist und der Impfstoff noch nicht ordentlich zugelassen ist, wo Fragen unbeantwortet sind zu Gefährlichkeit des Impfstoffes: Was ist dann der nächste Schritt? Enden wir dann in so einer Art Gesundheitsdiktatur, in der der Staat uns vorschreibt, welche medizinischen Behandlungen und Eingriffe wir machen müssen, weil sie angeblich der Allgemeinheit dienen? Also ich halte das für eine sehr, sehr gefährliche Entwicklung.

Betroffene Patienten können Impfschäden selber melden

Report24: Wo könnten sich denn Betroffene mit Impfschäden eintragen, wenn es die Ärzte nicht machen?

Dr. Trimmel: Ich würde die Patienten ermutigen, das auch selber in die Nebenwirkungsdatenbanken einzutragen. Das kann man als Patient machen. Patienten können Ihre Schäden auf www.basg.gv.at/ueber-uns/covid-19-impfungen und www.acu-austria.at/meldung-von-impf-nebenwirkungen selber melden.

Report24: Glauben Sie, dass eine Impfpflicht rechtlich durchsetzbar wäre oder dass die Ankündigung nur ein Druckmittel ist, weil die Haftung beim Patienten liegt, wenn der vor einer Impfpflicht freiwillig zum Stich geht?

Dr. Trimmel: Das kann ich Ihnen nicht beantworten, weil ich kein Jurist bin. Ich weiß nur, dass mich viele Juristen kontaktiert haben oder mir auf meinen offenen Brief persönlich geantwortet haben, die genauso entsetzt sind wie ich. Die haben auch gesagt, dass sie sich vor eineinhalb Jahren nicht vorstellen hätten können, was da juristisch plötzlich alles gemacht wird. Für die ist die juristische Welt auch auf den Kopf gestellt. Die Frage ist: Wieso ist das so? Das ist vielleicht auch wieder ein Phänomen dieser Massenangst, dieser übersteigerten Angst, dass man sagt: Es ist vollkommen egal und es ist alles so schrecklich, dass wir alles machen können und sämtliche Regeln über Bord werfen. Sowohl in der Medizin als auch in der Juristerei. Aber wie gesagt, ich bin kein Jurist. Dass die Regierung das nur macht, weil sie hoffen, dass sich dann mehr impfen lassen, ist Spekulation. Daran will ich mich nicht beteiligen. Aber ich glaube, dass das auf jeden Fall gestoppt werden muss. Wir müssen massiv dagegen ankämpfen. Wir sehen ja in anderen Ländern mit ganz hohen Durchimpfungsraten, dass das auch nichts ändert. Ich glaube, wir müssen da alle wieder einen Schritt zurückgehen, versuchen, diese ganze Situation ein bisschen nüchterner von außen zu betrachten, uns selber beobachten und fragen: Was machen wir hier eigentlich? Was geht denn hier ab? Es sehen ja alle nur noch durch den Tunnelblick. Ich habe mit praktischen Ärzten aus meiner Umgebung gesprochen. Sie meinten, wenn es das Fernsehen nicht gäbe und wenn sie nicht die ganze Zeit von Patienten nach Tests, Quarantäne und administrativen Dingen befragt werden würden, dann würden sie kaum einmal merken, dass es eine Pandemie gibt. Die praktischen Ärzte, die 20 bis 30 Jahre Erfahrung haben sagen, dass die Krankheit an sich eine viel untergeordnetere Rolle spielt als das, was rundherum alles passiert.

Sind wir schon beim Social Credit System der Chinesen?

Report24: Wo war denn der Punkt, an dem Sie gemerkt haben, dass etwas schiefläuft und überhaupt nicht mehr passt?

Dr. Trimmel: Ich hatte von Anfang an, als diese ersten Meldungen gekommen sind, irgendwie ein komisches Gefühl. Wie diese ersten Meldungen aus China gekommen sind, dass die Chinesen innerhalb von einer Woche – daran kann sich jeder erinnern – dieses Spital gebaut haben. Das wurde dann innerhalb von vier Wochen wieder abgebaut. Da dachte ich mir: Komisch, also wenn jetzt so eine Gesundheitskrise ausgebrochen ist, wieso wird dann nach vier Wochen dieses Spital wieder abgebaut? Dann habe ich mir die ersten Zahlen aus China angesehen, wo sie von 4000 bis 4500 Leuten gesprochen haben, die an dieser neuartigen Erkrankung verstorben sind. Jetzt weiß man aber, dass China 1,4 Milliarden Einwohner hat. Da hab ich mich gefragt, was denn das für ein Verhältnis ist und wieso es diese Meldung überhaupt in die Weltpresse schafft. In der Relation ist das ja eigentlich gar nichts. Da kam mir das zum ersten Mal komisch vor und ich habe begonnen, mich damit zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Ich möchte ganz klar sagen: Ich bin überhaupt kein Corona-Leugner oder irgendein Impfskeptiker. Natürlich gibt es Coronaviren und natürlich gibt es Leute, die schwer erkranken können, an Covid-19. Das ist überhaupt kein Thema. Ich bin ja auch in Kontakt mit meinen Kollegen in den Spitälern. Das ist ja unbestritten. Und Impfskeptiker bin ich schon gar nicht. Mein Impfpass ist voll. Die Impfungen haben die Medizin deutlich weitergebracht und den Impfungen haben wir viel zu verdanken. Aber hier geht einfach absolut die Verhältnismäßigkeit verloren und der rationale Blick und wir machen die ärgsten Dinge, ohne das in eine Relation zu setzen. Wir geben unsere Freiheiten auf. Steuern wir direkt auf eine Gesundheits-Diktatur zu? Sind wir schon fast beim Social Kreditsystem der Chinesen? Da wird schon vorgeschlagen, dass die Ungeimpften mehr Steuern zahlen müssen und was weiß ich alles. Das ist vollkommen krank, was hier passiert.

Report24: Wir bekommen immer öfter Meldungen, dass den Menschen die in Quarantäne sind, sehr wenig geholfen wird und diese mit ihrer Angst alleine gelassen werden. Die kommen quasi erst kurz vor dem Sterben mit der Rettung in die Krankenhäuser. Viele warten auch sehr lange, weil sie sich nicht in die Krankenhäuser trauen, weil sie sich fürchten, dass man sie ungeimpft nicht behandelt. Was glauben Sie ist der Grund, dass man sehr wenig Wert auf die Vorsorge und das Immunsystem legt?

Dr. Trimmel: Wie gesagt, über die Gründe möchte ich nicht spekulieren und ich bin auch kein Verschwörungstheoretiker. Ich sage nur, dass es immer gut ist, der Spur des Geldes zu folgen. Wenn man der Spur des Geldes folgt, dann kann man vielleicht Antworten darauf finden. Wer von dem Ganzen profitiert und maximales Interesse daran hat, dass diese Zustände, die wir jetzt haben, möglichst lange aufrechterhalten oder vielleicht sogar in Zukunft überhaupt etabliert werden. Aber wie gesagt, das ist nicht mein Gebiet. Das, was ich zur Betreuung in der Quarantäne sagen kann, ist auch ein medizinischer Grundsatz, den wir vollkommen über Bord geworfen haben. Nämlich der, dass wir uns um kranke Menschen kümmern. Kein Mensch kümmert sich um diese kranken Menschen. Das ist verabscheuungswürdig. Die werden zu Hause isoliert und mit ihrer Krankheit und ihren Beschwerden einfach alleine liegen gelassen. Sie liegen mit Fieber zu Hause und fühlen sich nicht gut. Und dann schauen sie Zeit im Bild und sehen Bilder von der Intensivstation. Sie bekommen es mit der Angst zu tun und wissen nicht, was sie tun sollen. Angst, wissen wir, macht krank und ist nicht förderlich für das Immunsystem. Und kein Mensch kümmert sich um sie. Wie gesagt, deshalb auch an den Kollegen Mückstein: Hippokratischer Eid. Wir wollen doch unsere Patienten versorgen, uns um kranke Menschen kümmern und ihnen nicht schaden. Darauf haben wir uns verständigt. Wir wollen keinem Menschen schaden. Aber wenn ich sie in ihrem Unglück mit Angst alleine lasse, schade ich ihnen. Es gibt mittlerweile über 1200 Studien zur ambulanten Frühbehandlung von Covid-19. Und es gibt so viele Möglichkeiten, wie man diese Patienten versorgen kann, mit einfachen Medikamenten und einfachen Dingen. Diese Studien zeigen übereinstimmend, dass dadurch das Risiko einer Krankenhauseinweisung deutlich gesenkt wird. Das heißt, wenn wir alle diese Patienten zu Hause betreuen würden, hätten wir viel weniger Probleme in den Krankenhäusern, weil ja viel weniger dorthin müssten. Das wäre aus meiner Sicht ein vernünftiges medizinisches Vorgehen. Warum das nicht passiert? Um Gottes Willen, ich will nicht spekulieren! Aber es ist auf jeden Fall mit der ärztlichen Moral aus meiner Sicht nicht vereinbar. Ich kenne persönlich Kollegen, die hunderte Covidpatienten zu Hause betreuen und die ganz tolle Erfolge damit haben. Unlängst hat mir ein befreundeter Kollege, der mittlerweile 1200 Covidpatienten zu Hause betreut hat, erzählt, dass nur einer von diesen 1200 auch ins Krankenhaus musste. Da haben wir eine Riesenchance. Allein, wenn wir ihnen nur die Angst nehmen, sie aufklären und informieren, was zu tun ist. Aber das findet alles nicht statt.

Unfassbar: Laut Krisenstab “überlebt Familie nur, wenn sie geimpft ist”

Report24: Gibt es eigentlich inzwischen schon eine Antwort vom Herrn Doktor Mückstein auf Ihren Brief?

Dr. Trimmel: Es gibt vom Herrn Dr. Mückstein persönlich keine Antwort. Aber mein Brief hat es irgendwie in den Krisenstab geschafft und der hat mir geantwortet. Ich muss sagen, dass ich nach dieser Antwort eigentlich fast sprachlos bin. Diese Antwort zeigt mir, dass die Leute, die dort im Krisenstab sitzen, überhaupt nicht mehr für einen sachlichen Diskurs zugänglich sind. Ich kann Ihnen diese Antwort sinngemäß wiedergeben. Man erklärte mir, dass man solche Briefe normalerweise nur von Coronaleugnern bekomme. Sie wären erstaunt darüber, dass ich ein promovierter Arzt bin. Dann kam eine Abhandlung, dass die Impfungen super, sicher und hochwirksam sind und dass wir nur mit den Impfungen aus dieser Situation herauskommen und dass gefälligst alle hier mitmachen sollen. Der letzte Satz war dann: „dass die Impfung eine Chance für mich und meine Familie sei, diese Pandemie zu überleben.“ Originalzitat. Da bleibt mir nur noch der Mund offen. Der Krisenstab sagt mir quasi, dass meine Familie nur überleben wird, wenn sie geimpft ist. Das zeigt ja schon, dass hier irgendwie jegliche Vernunft vollkommen außer Kraft gesetzt wurde. Ich habe dann noch einmal zurückgeschrieben, weil mich das so geärgert hat und habe gesagt: „Liebe Leute vom Krisenstab, ich habe alle meine Argumente und Aussagen in meinem Brief mit einer Quelle oder einer Literaturangaben hinterlegt.“ – Ich hatte ja 52 Quellenangaben, medizinische Quellen, Statistiken, Studien, usw. in meinem Brief hinten angehängt, um meine Aussagen sachlich fundiert zu begründen. Das habe ich dem Krisenstab geschrieben und gesagt: –„Und in Ihrer Antwort haben Sie Ihre Aussagen überhaupt nicht begründet und mit keiner einzigen Quelle, keiner einzigen Statistik und keiner einzigen Studie hinterlegt. Und auf diesem Niveau kann man nicht sachlich miteinander diskutieren. Das habe ich ihnen zurückgeschrieben. Weil das immer so ist. Man muss sich das einmal anschauen, wenn Politiker und Experten auftreten. Die erzählen Sachen, ohne dafür Konkrete Beweise zu liefern. Außerdem ändern sie ihre Standpunkte regelmäßig. Es gibt ja bis heute kaum eine vernünftige und transparente Datenerfassung von unabhängigen Stellen. Irgendwie muss es den Menschen doch langsam auffallen, dass das Halbwahrheiten sind und dass diese sich außerdem permanent ändern. Da wird vor drei Wochen irgendetwas gesagt, das wird dann wieder geändert und heute ist es wieder ganz etwas anderes. Das ist unglaublich. Irgendwann fällt das den Menschen auf, möchte man meinen.

Report24: Was ist denn Ihre persönliche Überlebensstrategie in Covidzeiten, vielleicht auch mental gesehen? Was sind Ihre Inseln, wo Sie sich stärken?

Dr. Trimmel: Gute Frage. Familiäre Bande natürlich. Meine Familie ist immer  ein ganz starker Rückzugsort. Manche Freunde und manche Kollegen. Es ist ja sehr traurig mittlerweile, dass man sich auch im Freundeskreis und in der Kollegenschaft bestimmte Leute aussuchen muss, um sich in eine halbwegs neutrale Zone zurückziehen zu können. Das heißt, Familie und Freunde geben viel Kraft. Ich mache viel Sport, das ist ein guter Ausgleich, und am meisten Kraft und Energie gibt mir der Glaube an das Gute. Der Glaube, dass das alles gut wird. Dass das nur ein Albtraum ist, aus dem wir irgendwann aufwachen und dass das nachher besser ist. Jede Krise oder auch Kriege haben immer irgendwie nachher was Positives hervorgebracht. Und ich hoffe und glaube daran, dass das diesmal auch so sein wird. Ich muss etwas tun. Denn wenn ich nichts tue, muss ich mir hinterher den Vorwurf machen, mich nicht engagiert zu haben. Ich glaube, in der Geschichte war das immer wieder mal der Fall, dass es dann oft zu spät war.

Wir müssen den Wahnsinn jetzt stoppen!

Report24: Wie viele Kollegen, schätzen Sie, denken jetzt schon in die gleiche Richtung, sehen auch eher kritisch, was da passiert oder äußern sich bereits dazu?

Dr. Trimmel: Ich glaube, dass sich viel mehr Kollegen kritische Gedanken machen, als sich dazu zu äußern. Mittlerweile ist ja leider eine Situation entstanden, dass man, wenn man öffentlich seine Meinung sagt – und sei sie auch noch so fundiert und begründet – sofort von den Mainstreammedien diskreditiert, schlecht gemacht und verunglimpft wird. Ich weiß auch von Kollegen, die von ihren Arbeitgebern gekündigt wurden, weil sie sich zum Beispiel öffentlich gegen eine Kinderimpfung ausgesprochen haben, obwohl sie mit Daten belegen können, warum das nicht gut ist. Es ist ja mittlerweile schon fast gefährlich und existenzbedrohend, wenn man sich äußert. Trotzdem bin ich überzeugt, dass im Hintergrund viele Kollegen so denken wie ich. Wie viele das sind, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich ganz, ganz viele Zuschriften auf meinen Brief hin bekommen habe. Hunderte. Darunter viele von Kollegen. Ich weiß von Netzwerken von Kollegen, die sich zusammentun, weil sie sagen „Wir müssen etwas unternehmen. Wir müssen diesen Wahnsinn stoppen.“ Es werden täglich mehr und ich hoffe, dass es ausreicht, dass das alles noch gestoppt werden kann vor Februar.

Report24: Die Impfpflicht ist ja jetzt schon offen ausgesprochen. Da gibt es ja schon eine Gesetzesvorlage für die Gesundheitsberufe, wobei es da ja bereits sehr brodelt und die sich das nicht mehr alle gefallen lassen wollen. Wie groß, glauben Sie, ist der Hebel, wenn auch nur ein kleiner mutiger Anteil sagt „Wir machen nicht mehr mit und lassen uns ganz bestimmt nicht impfen“?

Dr. Trimmel: Der Hebel kann groß sein, weil ich glaube, dass ein großer Teil der schweigenden Mehrheit das auch alles kritisch sieht. Das habe ich ja jetzt bei meinem Brief gesehen. Ich habe als Einzelperson diesen Brief geschrieben und unglaublich viel Zuspruch und Feedback bekommen. Daraus haben sich schon wieder Netzwerke gebildet, die sich im Zweifelsfall vielleicht auch für die Sache engagieren würden. Ich glaube, dass jeder einzelne was bewegen kann in seinem Umfeld, in der Vernetzung mit Gleichgesinnten. Ich glaube, dass wir uns das nicht gefallen lassen dürfen, was da passiert. Noch einmal: Es geht ja nicht nur um diese Impfpflicht, sondern um all das, was da passiert mit uns.

Es braucht jetzt einen sachlichen, unaufgeregten Diskurs

Report24: Was müsste sich ändern, damit die Richtung wieder stimmt?

Dr. Trimmel: Es braucht jetzt Vernunft. Man müsste sich ruhig zusammensetzen an einen Tisch. Es müsste ein vernünftiger Diskurs stattfinden, ohne Emotionen. Andere Leute müssten zu Wort kommen dürfen, die andere Einwände und andere Argumente haben. Es muss einfach wieder Vernunft einkehren und ein sachlicher, unaufgeregter Diskurs stattfinden. Das ist glaub ich ganz wichtig. Das findet derzeit überhaupt nicht statt.

Report24: Gibt es von Ihrer Seite noch einen Appell an Ihre Kollegen, die noch vor sich hin schweigen?

Dr. Trimmel: Prinzipiell steht es mir nicht zu, anderen Kolleginnen und Kollegen Ratschläge zu erteilen. Aber ich würde gerne sagen: Bitte macht die Augen auf und schmeißt eure jahrzehntelange Erfahrung und euer medizinisches Wissen nicht einfach über Bord! Vielleicht noch ein Satz: Bitte schaut, woher ihr eure Informationen bekommt. Sind das wirklich unabhängige Quellen? Sind das Studien, die von der Medizin-Industrie finanziert werden oder nicht? Sind das unabhängige Studien? Schaut euch an, wer die Leute sind, die in den Impf-Kommissionen sitzen? Haben diese irgendwelche Interessenskonflikte? Wer sind denn die Leute, die in der FDA sitzen? Wer sind die Leute, die in der EMA etwas zu sagen haben? Sind das wirklich Leute, denen man medizinisch vertrauen kann oder sollten wir nicht vielleicht doch auf unser medizinisches Eigenwissen vertrauen und auf unsere Erfahrungen, die wir über die Jahre und Jahrzehnte in der Medizin gesammelt haben? Das wäre mein Appell.

Alles wird gut. Ganz bestimmt. Ehrlich!

Messerscharf für die Freiheit: Olaf Scholz (Foto:Imago)

Wäre das Leben in Deutschland ein Western, sollte nun langsam die Kavallerie am Horizont auftauchen. In einer riesigen, von den Hufen Dutzender Pferde aufgewirbelten Staubwolke und unter den Klängen eines fröhlichen Signalhorns. Dann wüssten wir: Jetzt wird alles gut! Zwar stehen wir unter massivem Pfeilbeschuss, das Dach hat schon Feuer gefangen, die Hühner sind vor Schreck ohnmächtig geworden – aber Hilfe naht! Aber Deutschland ist kein Kino, wir werden mit der aussichtslosen Situation allein zurechtkommen müssen – von der viele Bürger noch nicht einmal bemerken, dass sie da ist. Ein klassisches Dilemma: Was tun, wenn die Mehrheit keine Freiheit will?

Keine Angst, liebe stille Mitleser, das wird kein Aufruf zur Revolution, die Mistgabel bleibt im Stall. Und Spaltung und Aggressionen gibt es derzeit so viele, dass wir gewiss keine weitere Aufstachelung brauchen. Nun müssen aber die wütenden Gedanken in passende Worte gegossen werden, was ungefähr die gleiche Funktion erfüllt wie das Überdruckventil an einem Schnellkochtopf. Denn was passiert, wenn der Zorn sich aufstaut, erleben wir gerade vielfach in den sozialen Medien: Die Menschen werden tatsächlich radikaler. Teilweise steigert es sich bis zum pseudoreligiösen Wahn: Die Impfung wird Gott oder Teufel. Wenn ein solches Niveau einmal erreicht ist, wird eine Annäherung der Parteien immer unwahrscheinlicher, denn jede Kritik an der Position des anderen wird als Blasphemie empfunden.

Kritik als Blasphemie

Im Schulchan Aruch, einem jüdischem Lehrbuch für das Verhalten im Alltag, steht ziemlich deutlich, dass niemand sich für so fromm halten solle, um im Krankheitsfall auf einen Arzt zu verzichten, denn das gilt als hochmütig. Eigentlich eine vernünftige Ansicht, allerdings halte ich es für ebenso leichtsinnig, deshalb jede Medizin ohne Nachfrage zu akzeptieren oder gar das Medikament selbst als göttliches Zeichen anzusehen – diese Position ist mir in den letzten Tagen tatsächlich begegnet. Die überwiegende Mehrheit der Ärzte arbeitet gewissenhaft, aber auch Mediziner können betriebsblind sein, wie alle anderen Wissenschaftler auch. Wenn ich ihrer Impfbegeisterung im Falle des Corona-Virus nicht abgewinnen kann, möchte ich nicht auf dem gesellschaftlichen Scheiterhaufen landen.

Umgekehrt las ich aber auch ziemlich verächtliche Äußerungen über jene, die sich jetzt impfen lassen.

Auch hier wäre etwas mehr Differenzierung angebracht: Macht es jemand, weil er sich tatsächlich sorgt? Oder wird er gar vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt? Nicht jeder ist gut situiert genug, um seinen Job hinwerfen zu können – das ist schließlich das Perfide am Impfzwang durch die Hintertür. Andere haben eventuell Angst vor Corona, weil sie zu einer Risikogruppe gehören, da kann man nur anraten, Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Zu Nervensägen und medizinischen Hilfssheriffs werden diese Menschen meist nicht – nur, wenn sie es werden, muss man Grenzen ziehen können.

Es geht einzig und allein um den Zwang, der den Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen will und das mit einer bisher nie dagewesenen Angstkampagne.

Denn wir sind in dieser Beziehung eindeutig vom Regen in die Traufe gekommen. Die Forderung „Merkel muss weg!“ ist per Wählerwunsch erfüllt, ein großer Zapfenstreich läutete ihren Abgang ein. Aber der als unscheinbar wahrgenommene Olaf Scholz, der im Grunde nur eine Chance hatte, weil der Frust über die Skandale der CDU zu groß wurde, trägt die autoritäre Fackel weiter und legt, noch bevor er offiziell zum Kanzler gewählt ist, verbal noch eine Schippe drauf. „Es gibt keine roten Linien mehr, bei all dem, was zu tun ist!„.

Eine Kriegserklärung

Man sollte vorsichtig mit Vergleichen sein, aber mir spukt bei diesem Satz eine gewisse schnarrende Stimme im Kopf herum. Denn diese Worte klingen – wenn auch noch recht diffus formuliert – nach einer Kriegserklärung. Vordergründig gegen das garstige Virus, aber auch unheilvoll auf die dunkle Zukunft der Demokratie weisend. Uns Nichtlinken wird gern einmal vorgeworfen, die Grenzen des Sagbaren Stück für Stück zu verschieben, aber Herr Scholz springt im Galopp gleich über mehrere solcher roten Linien. Eine davon wird wohl die Einführung der Impfpflicht sein – denn was schert ihn sein Geschwätz von gestern. Flankiert von Christian Lindner von der FDP stimmt er uns schon einmal darauf ein. Im Wahlkampf wurde das Thema sorgsam ausgeklammert – aber mittlerweile ist die Öffentlichkeit durch mediales Dauerfeuer darauf vorbereitet, auch die härtesten Maßnahmen zu akzeptieren. Auch wer nicht von deren Sinn überzeugt ist, betrachtet mittlerweile jeden, der nicht mitzieht, als lästigen Störer und Spielverderber. Was sollen lästige philosophische Diskussionen über Freiheit, wenn ich deshalb nicht auf den Weihnachtsmarkt darf?

Man darf nicht vergessen, dass solche Fragen für viele Menschen tatsächlich wichtiger sind als das „Gerede“ über Bürgerrechte. Selbst in Pjöngjang steht mittlerweile ein Vergnügungspark, in den artige Genossen ab und an zur Belohnung eingelassen werden. Aber nicht nur die Sehnsucht nach etwas Spaß lässt die Menschen umfallen – es sind die Tücken des Corona-Alltags, die sich in ihrer Gesamtheit zu einem riesigen Problem zusammenballen. Auf das Kino kann man – wenn auch nicht freudig – verzichten, auf das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht, wenn man kein Auto besitzt. Und auch neue Schuhe braucht man hin und wieder, nicht nur zum Vergnügen. Es ist also nicht der Verlust von Luxus, der davor zurückschrecken lässt, zum Rebellen zu werden, der Preis ist höher. Sollte tatsächlich eine Impfpflicht eingeführt werden, müsste man schon ein sehr autarkes Leben in den Wäldern führen, um dem allgegenwärtigen Druck zu entgehen.

Ist es wirklich ein geheimnisvoller Plan, der die Ampelkoalition zu solchen Maßnahmen ermutigt? Oder einfach ein ganz persönlicher Höhenrausch? Egal, was dahintersteckt: Man nutzt die Situation der Bürger schamlos aus. Wir haben uns in den letzten Wochen an ein bisschen mehr Freiheit gewöhnt, aber jetzt wird sie uns vor der Nase weggezogen.

Corona-Impfung 43-mal tödlicher als Grippeimpfung?

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Die Meldungen zu den Impfnebenwirkungen steigen. Ein RKI-Report offenbart erhöhte Werte bei der Einlieferung von Herz- und Nervenkranken. Die Übersterblichkeit steigt immer schneller. Die Anträge auf Impf-Schadensersatz liegen etwa fünfmal höher als in den Vorjahren. Und das Paul-Ehrlich-Institut hält sich nicht an EU-Vorschriften und unterschlägt Meldungen. Ein Überblick von Mario Martin.

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Aufgeflogen: Söder verbreitete manipulierte Zahlen zur Inzidenz unter Ungeimpften

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1469 zu 110, so groß sei der Unterschied der Inzidenz zwischen Ungeimpften und Geimpften, erklärte jüngst der bayerische Machthaber Markus Söder (CSU) auf Twitter. Doch Recherchen der WELT unter dem Titel „Pandemie der Unwissenden“ beweisen: Söder sprach offenbar nicht die Wahrheit. Die zitierte Zählweise des Ministerpräsidenten ist gravierend verfälscht und entbehrt jeglicher wissenschaftlichen und statistischen Grundlage. Erneut wird deutlich: Das Narrativ der “Pandemie der Ungeimpften” ist nicht haltbar.

Von Max Bergmann

Über das soziale Netzwerk Twitter meldete sich Ministerpräsident Markus Söder am 18. November zu Wort. Den Mikroblogging-Dienst nutzt er regelmäßig, um seine Follower mit der Verbreitung von propagandistisch anmutenden Schreckensmeldungen in Angst zu versetzen. „Leider nehmen die Corona-Infektionen gerade bei Ungeimpften dramatisch zu. Es gibt einen direkten Zusammenhang von niedrigen Impfquoten und hohen Infektionsraten. Lassen Sie sich daher bitte impfen. Nur Impfen hilft.“ Er untermalte seine Behauptung mit einer Grafik, nach der die Sieben-Tage-Inzidenz der Ungeimpften bei 1469 läge und die der Geimpften bei gerade mal 110. Ein dramatischer Unterschied, sollte man meinen. Doch Recherchen des WELT-Reporters Tim Röhn beweisen: Die Zählweise ist in höchstem Maße falsch und unwissenschaftlich.

Impfstatus „unbekannt“ für Söder mit „ungeimpft“ gleichbedeutend

Wie nun bekannt wurde, kennt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) offenbar in sehr vielen Fällen den Impfstatus von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen überhaupt gar nicht. Diese Daten scheinen regelmäßig nicht übermittelt zu werden. Statt nun aber sachlich und korrekt diese Zahlen als „unbekannter Impfstatus“ auszuweisen, wurden diese Fälle kurzerhand als „Ungeimpfte“ eingruppiert – selbstverständlich, ohne über diesen Missstand aufzuklären. Söder verlor hierüber kein Wort, stellte stattdessen abermals ungeimpfte Mitmenschen an den Pranger, bar jeglicher wissenschaftlicher Fakten- und Datenlage. Gleichzeitig erhöhte er den Druck auf Ungeimpfte weiter und forderte erneut eine allgemeine Impfpflicht – sogar für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Gravierende Schieflage: Inzidenz der Ungeimpften in höchstem Maße verfälscht

Diese fehlerhafte Zählweise scheint ganz offenbar zum einen kein Einzelfall zu sein, zum anderen ist sie gravierender als man vielleicht denken mag. Einem Behördensprecher nach wurden beispielsweise für die Woche vor dem 24. November insgesamt 81.782 Fälle positiver Tests gemeldet. Davon hatten 9641 Personen den sogenannten vollständigen Impfschutz, 14.652 waren den Daten nach ungeimpft und bei ganzen 57.489 Personen war der Impfstatus schlichtweg “unbekannt”. Diese 57.489 positiven Testergebnisse mit unbekanntem Impfstatus wurden dann aber laut LGL der Gruppe der Ungeimpften zugerechnet – mit erheblichen Folgen für die Berechnung und die Höhe des Inzidenzwertes für Ungeimpfte. In Bayern sind derzeit 67,1 Prozent der Bevölkerung (Stand: 3.12.2021) vollständig geimpft. Schon allein der Statistik wegen ist davon auszugehen, dass ein erheblicher Anteil der 57.489 Positivtests ohne übermittelten Impfstatus ebenfalls von Geimpften stammte. Gegenüber der WELT bestätigte außerdem ein Sprecher des Hamburger Senats, auch in der norddeutschen Hansestadt wende man das identische System zur Berechnung des Inzidenzwerts für Ungeimpfte an. Nicht unwahrscheinlich ist, dass diese Praxis flächendeckend Anwendung findet und der Inzidenzwert für Ungeimpfte in vollem Bewusstsein in die Höhe manipuliert wird.

Opposition im Landtag stinksauer: FPD fordert „rückhaltlose Aufklärung“

Während die Regierungsparteien CSU und Freie Wähler sich gekonnt bedeckt halten, hagelt es Kritik aus der bayerischen Opposition. Martin Hagen, FDP-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, forderte in der WELT eine “rückhaltlose Aufklärung”. Er kritisierte scharf und eindeutig: “Der Verdacht, dass staatliche Behörden der Öffentlichkeit mit verzerrten Statistiken bewusst ein falsches Bild vermitteln, wiegt schwer.” Gerichtet an den Ministerpräsidenten Markus Söder äußerte der Liberale außerdem einen schrecklichen Verdacht: “Wusste Söder, dass die Zahlen, mit denen er seine Politik begründet, manipuliert sind?” Sollte sich dies bewahrheiten wäre dies ein neuer Höhepunkt in der Eskalation und dem Streit um eine mögliche allgemeine Impfpflicht gegen SARS-CoV2. 

„In alte Muster verfallen“ – Inzidenzwert ungeeignet zur Beurteilung der pandemischen Lage

Zahlreiche Experten betonen, die steife Verkrampfung auf den Sieben-Tage-Inzidenzwert der gemeldeten Positivtests sei zur Beurteilung der pandemischen Lage nicht geeignet. So bildet der Wert weder die Lage auf Intensivstationen ab, noch gibt er an, ob und wie viele Menschen tatsächlich auch erkrankt sind. Dennoch hält die Politik weiter an diesem nicht geeigneten Verfahren fest, Zwangsmaßnahmen zu beschließen oder diese zu verlängern. In Bayern waren Bars und Clubs beispielsweise nach fast 1,5 Jahren Zwangspause kaum 8 Wochen unter 2G-Bedingungen geöffnet, bis diese nun wieder schließen mussten. Ab einem Inzidenzwert von 350 ist Schicht im Schacht für sogenannte Tanzlustbarkeiten. Philipp Schleef, Betreiber mehrerer Clubs in Bayern, erklärte gegenüber der WELT: „Ein technisch hochgerüsteter Laden wie eine Diskothek kann nicht ohne Weiteres von heute auf morgen eröffnet werden.” Ein ständiges Auf und Zu sei für seine Branche „tödlich“. Der Regierung wirft er vor, in alte Muster zu verfallen – schließlich sei lange davon geredet worden, die Bewertung der pandemischen Lage von der Inzidenz zu entkoppeln.

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Sperrt uns ein, bitte: Bis Weihnachten sind wir alle im Lockdown!

Dein Lockdown komme, für Ungeimpfte wie Geimpfte, und erlöse uns von dem Virus (Symbolbild:Imago)

Welch ein Wahnsinn: Eine Mehrheit der Deutschen hält, so die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen  einen bundesweiten Lockdown noch im Dezember für notwendig. Wohlgemerkt: Nicht 2G, nicht 2G plus, auch nicht als „Lockdown für Ungeimpfte“ – sondern ein Lockdown für alle. 53 Prozent der Befragten befürworten Kontaktbeschränkungen für alle sowie ein weitgehendes Herunterfahren des öffentlichen Lebens; nur 38 Prozent lehnten solche noch strikteren Maßnahmen als die bisher schon geltenden ab.

Noch verräterischer ist ein weiteres Ergebnis der Befragung: Eine noch größere Mehrheit der Deutschen ist „skeptisch”, was die Aussichten auf eine „Normalisierung der Lage” angeht: 58 Prozent der Bevölkerung glauben, das Land werde auch im kommenden Jahr „die Corona-Pandemie nicht in den Griff bekommen„. Nur 28 Prozent gehen davon aus, dass dies doch gelingen werde. Man muss es sich vor Augen halten: Gerade noch ein gutes Drittel der Deutschen als Verfechter der Freiheit, während sich der Rest nicht nur mit dem Gedanken des permanenten Ausnahmezustands abgefunden hat, sondern dessen Verschärfung geradezu herbeisehnt. Ganz so, wie sie inzwischen auch den Impfzwang befürwortet. Die Einheits-/Mehrheitsmeinung der „seriösen“, „faktenbasierten“ Medien mit der Erzählung der einhellig tickenden Wissenschaft – nachdem alle anderen Meinungen ins Reich der Schwurbler und Wirrköpfe wegdiskreditiert wurden – wirkt Wunder.

Demoskopische Abgründe

Solche demoskopischen Abgründe sind dann das unmittelbare Resultat einer anhaltenden Katastrophenberichterstattung und medialen Gehirnwäsche, die den Deutschen jeden Blick dafür vernebelt hat, dass es auch ganz anders ginge: In Großbritannien, wo weiterhin weitreichende Freiheiten gelten trotz ähnlich hoher oder höherer Inzidenzen, da die Politik dort das Versprechen des „Freedom Day”, anders als hierzulande, eingelöst hat und dazu steht. Oder in Dänemark. Oder in Schweden, wo praktisch alles beim Alten ist. Oder in Florida und Texas. Oder in einem Großteil der Dritten Welt, wo das versprochene Massensterben nie eintrat. Die Meinungsmanipulation hat Methode; so folgen Reise- und Kontaktbeschränkungen wie auch die Auswahl der Nachbarländer, die derzeit gerade wieder  zu „Hochrisikogebieten“ erklärt werden, zumindest teilweise dem Bestreben, den Deutschen den Blick auf die Verhältnisse im nahen Ausland zu verunmöglichen. Dem einen oder anderen könnten sonst etwa beim Besuch voller polnischer Innenstädte und  belebter Weihnachtsmärkte Zweifel kommen, ob der deutsche (und auch österreichische) Sondernweg vielleicht doch ganz anderen politischen Zwecken dient.

In Abwandlung des Goebbels-Zitats „Je größer die Lüge, desto mehr Menschen sind bereit, ihr zu folgen” gilt auch die universale Erkenntnis: Je mehr Angst man den Menschen macht, umso mehr werden sie nach ihrer eigenen Einkerkerung rufen. Ganze Arbeit hat eine – in Deutschland seit 1945 beispiellose – Panikpropaganda geleistet. Ihren Strategen ist es binnen nicht einmal zwei Jahren gelungen, durch die staatsneurotische behördliche Erfassung eines immer schon dagewesenen winterlichen Erkältungsgeschehens und daraus abgeleiteter „Wellen“, die mit höchstem Nachrichtenwert verbreitet werden, den Eindruck einer existenziellen Krise zu vermitteln. Der beispiellose Alarmmissbrauch, der in der Umdeutung des zuvor recht eindeutig definierten Pandemie-Begriffs lag, hat volle Wirkung gezeigt: Statt einer für jedermann im Nahbereich erlebbaren Gesundheitskrise mit hohen Opferzahlen und riesigen Krankenständen kommt der Schrecken dieser „Pandemie“ eher virtuell daher und manifestiert sich in einer maximal erhöhten Wachsamkeit und Aufmerksamkeitssteigerung für Phänomene, die vor Corona in Kauf genommen und folglich von den meisten ignoriert wurden. Nicht eingetretene, sondern immer nur prophezeite, jeweils angeblich kurz bevorstehende Notsituationen, immer nur einschüchternde Prognosen, nicht aber aber die eingetretene Apokalypse sind für diese „Pandemie“ kennzeichnend, und stets sollen die „Maßnahmen“ – vom Lockdown bis zur Impfung – das Schlimmste gerade noch so verhindert haben.

Kein Blick für Alternativen im Ausland

Auf diese Weise wurden ganze Gesellschaften wunschgemäß konditioniert und rufen nun schon ganz von alleine bei bestimmten Triggermeldungen über steigende Inzidenzen bei Neuinfektionen oder Hospitalisierung – ohne innezuhalten, sich zu kneifen, nach rechts oder links zuschauen und enmal zu hinterfragen: Was, zur Hölle, ist gerade eigentlich anders als früher, als um diese Jahreszeit geschnieft und gerotzt und sich angesteckt wurde, was das Zeug hält, ohne dass sich deswegen je ein angemaßter staatlicher „Gesundheitsschutz“ in unser aller Leben eingemischte hätte? Als die Kliniken in vielen Grippejahren ebenfalls schon massiv überlastet waren, als allerdings die Rufe von Intensivmedizinern und Pflegern (die damals nicht minder dramatisch ausfielen wie heute) keinerlei Nachrichtenwert hatten und Politiker nicht die Bohne interessierten? Wir konnten wir trotzdem überleben?

Die Weichen sind gestellt, die Schalter umgelegt, die Reprogrammierung ist fast abgeschlossen. Die Deutschen werden nie mehr zu der Gelassenheit zurückfinden, Lebensrisiken zu tolerieren. Ihre Leichtfertigkeit, unter hohem Blutzoll nach zwei Diktaturen errungenen Verfassungsrechte und Grundfreiheiten wegzuwerfen, ist so grenzenlos wie ihre Bereitschaft, wegen nicht eliminierbarer Restrisiken plötzlich damit aufzuhören, unbeschwert zu leben oder die Verhältnismäßigkeit staatlichen Handelns zu hinterfragen. Jede Form von Tyrannei und Faschismus resultierte ursächlich aus einer Schieflage zwischen Sicherheit und Freiheit zuungunsten letzterer; und ob das Sicherheitsbedürfnis getrieben wird von der inszenierten Angst vor finsteren Mächten, vor äußeren Feinden, vor einem Umsturz, vor Erdüberhitzung oder einem Virus, ist dabei völlig sekundär. Das Ergebnis ist immer das gleiche. Und ein Erwachen setzt leider erst ein, wenn der Karren wieder einmal vollends im Mist steckt.