Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

Jetzt kostenlosen Gesprächstermin buchen

Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Brandenburgs Ministerpräsident diffamiert Corona-Spaziergänger

Brandenburgs Ministerpräsident diffamiert Corona-Spaziergänger

woidke.jpg

Von BIRGIT BESSIN | In der Sondersitzung des Landtags Brandenburg am Montag wurde eine „konkrete Gefahr der epidemischen Ausbreitung der Coronavirus-Krankheit“ festgestellt – einzig die AfD-Fraktion stimmte dagegen. Trotz der Unkenntnis über die Tatsache, wie viele der positiv Getesteten tatsächlich erkrankt sind, wie viele der Corona-Patienten auf der Intensiv- oder Normalstation vollständig oder teilweise geimpft […]

Fellners Österreich: Der schreckliche Angriff auf die Reporterin

Fellners Österreich: Der schreckliche Angriff auf die Reporterin

Die „berühmte“ Isabelle Daniel und Österreich-Außenreporterin Julia Rauch präsentierten mit erschütterten Minen einen „Übergriff“, der am vergangenen Samstag während der Megademo in Wien stattgefunden hätte. Das war dem Sender OE24.TV sogar eine „Sondersendung“ wert. Dass die beiden beim „Einspieler“ der „Attacke“ nicht selbst lachen mussten, wird als ungelöstes Rätsel in die Mediengeschichte eingehe.

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Speziell die „Antifa“ verbreitet nach Kundgebungen immer wieder die Mär von „Übergriffen auf die Presse“. Dabei bezeichnet man mit Kameras bewaffnete „Aktivisten“ als Pressevertreter, obwohl sie nur zum Belästigen und Denunzieren friedlicher Kundgebungsteilnehmer ausgerückt sind.

Etwas anders gelagert ist der Fall, den das Fellner-Medium Österreich hier seinen Sehern und Lesern verkaufen möchte (Sondersendung auf oe24.at). Von hinten näherten sich zwei Personen der Außenreporterin, die gerade mitten aus der Kundgebung gegen den Impfzwang berichtete. Der eine bot ihr offenbar ein Fläschchen Jägermeister an, der andere näherte sich relativ eng und küsste den Pelzkragen ihres Mantels. Nach wenigen Sekunden zogen die beiden sichtlich stark angeheiterten Männer ihres Weges. Die Reporterin dürfte von der Störung kaum etwas bemerkt haben, sie sprach weiter als wäre nichts geschehen. Grundsätzlich ist eine solche Annäherung an eine Frau, die dazu kein Einverständnis gegeben hat, zwar abzulehnen – von einem Angriff kann aber sicher nicht die Rede sein.  Sehen und schmunzeln Sie selbst:

Übergriffe auf die Presse!
Schnell teilen… ? pic.twitter.com/8jSjl2dlNg

— Doña Camilla?® (@Palmin74) December 14, 2021

Nachdem das Medium den „Pelzküsser“ sogar unverpixelt als „Fahndungsbild“ zeigt, dürfen wir daran erinnern, mit welcher Panik das Establishment sonst reagiert, wenn Medien oder Privatpersonen mit Fotos zur Fahndung nach echten Straftätern aufrufen. Dann muss man nämlich unbedingt die Persönlichkeitsrechte wahren, egal ob es sich um Messermörder oder Serienvergewaltiger handelt. Fellner, dem man hinsichtlich der Belästigung von Frauen auch die eine oder andere private Episode nachsagt, scheint sich hier für etwas gleicher als gleich zu halten. Ein gerichtliches Nachspiel ist für alle Beteiligten somit nicht auszuschließen.

Der Beitrag Fellners Österreich: Der schreckliche Angriff auf die Reporterin erschien zuerst auf Info-DIREKT.

COMPACT.Der Tag: Neuer Demo-Rekord im Osten

COMPACT.Der Tag: Neuer Demo-Rekord im Osten

demorekord.jpg

Der Tonfall gegen die Corona-Demonstrationen wird härter. So fordert Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius quasi ein Verbot des Messengerdienstes Telegram – also ein Vorgehen nach dem Vorbild Chinas. Die Proteste sind unterdessen weiter gewachsen. Die Einzelheiten erfahren Sie in COMPACT.Der Tag am 14. Dezember. Und damit herzlich willkommen zu den wichtigsten Nachrichten des Tages. Das sind […]

Teil 7 des zweistündigen Interviews mit Lukaschenko: Die Proteste in Minsk letztes Jahr

Teil 7 des zweistündigen Interviews mit Lukaschenko: Die Proteste in Minsk letztes Jahr

Bild_2021-12-06_215626.png

Das zweistündige Interview dass der russische Journalist und Chefs einer der staatlichen Medienholdings Russlands, Dmitri Kisselev, mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko geführt hat, ist so interessant, dass ich beschlossen habe, es komplett zu übersetzen. Lukaschenko erzählt dabei viel, was er bisher noch nie öffentlich gesagt hat und egal, ob man das alles für Propaganda […]

Der Beitrag Teil 7 des zweistündigen Interviews mit Lukaschenko: Die Proteste in Minsk letztes Jahr erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

„Die größte homogene Gruppe unter den Impfverweigerern hat Migrationshintergrund“

„Die größte homogene Gruppe unter den Impfverweigerern hat Migrationshintergrund“

Deutsche Unternehmen müssen die neue 3G-Regel umsetzen. Ein Arbeitgebervertreter hat die Nase voll und spricht Klartext, was in den Betrieben wirklich brennt: Hoher Krankstand und viele ungeimpfte Kollegen mit Migrationshintergrund. Ein Stich ins Wespennest der politischen Korrektheit.

Der Beitrag „Die größte homogene Gruppe unter den Impfverweigerern hat Migrationshintergrund“ erschien zuerst auf reitschuster.de.

Wenn andere Abhilfe nicht möglich ist: Ist Gewalt die Rettung des Grundgesetzes?

Wenn andere Abhilfe nicht möglich ist: Ist Gewalt die Rettung des Grundgesetzes?

wqefgrt43r25.jpg

Was kann der Bürger tun, wenn sich die Obrigkeit nach der alten Anarcho-Devise „legal, illegal, scheißegal“ verhält? Wer das Grundgesetz studiert, findet einen wichtigen Hinweis im Artikel 20, Absatz 4. Dort heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

von Jochen Mitschka

Mit dem offensichtlichen Beschluss, die Impfpflicht wegen Corona einzuführen, was vor einem Jahr noch als “Verschwörungstheorie” galt, haben die Herrschenden in diesem Land eine rote Linie überschritten, die nun die Frage aufwirft, ob nur noch Gewalt und Widerstand wie in Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes vorgesehen, den Geist und Text des Grundgesetzes in seiner ursprünglich beabsichtigten Wirkung retten kann. Ich will dieser Frage nachgehen.

Das Grundgesetz kennt eine Vorschrift, die man in nur wenigen anderen Verfassungen findet: Das Recht auf Widerstand, wenn der Staat das Grundgesetz sinnentleert hat, wenn der Staat den Geist und die ursprünglich beabsichtigten Wirkungen des Gesetzes nicht mehr beachtet.

Wer aufmerksam war, konnte schon 2010 ahnen, dass die Demokratie nur noch Fassade war, als Angela Merkel vom Primat der Politik sprach und damit sinngemäß meinte, dass die politischen Parteien die Politik bestimmen und Medien die Aufgabe haben, die Menschen davon zu überzeugen. Und als dann die Rede davon war, dass die parlamentarische Mitbestimmung [Anmerkung: Also nicht die des Wählers] “so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist”, hätte jeder aus seinem Traum eines demokratischen Deutschlands aufwachen müssen.

Nun hat das Bundesverfassungsgericht, das die letzte Bastion zur Verteidigung des Geistes des Grundgesetztes darstellen sollte, durch seine Ablehnung praktisch aller Bedenken gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung und indem es einer möglichen Impfpflicht (natürlich erst nach den Wahlen) den Weg frei machte, bewiesen, dass das Gericht lediglich ein Teil des Parteienkonsens ist. Es hat bewiesen, dass in Deutschland keine Gewaltenteilung mehr existiert. Auch das war zu erwarten gewesen, da alle Richter des Verfassungsgerichts durch Parteien an die Macht gebracht worden waren, zuletzt wurden sogar Politiker aus den eigenen Reihen ernannt.

Mit dem gerade erfolgten Urteil aus Karlsruhe kann der stille Putsch der politischen Kaste als abgeschlossen angesehen werden. Alles fing mit den Notstandsgesetzen 1968 an. Denn warum benötigt eine Regierung Notstandsgesetze, wenn ein wirklicher Notstand entsteht und außergewöhnliche Maßnahmen verlangt? So wie Helmut Schmidt seine Kompetenzen bei der Flutkatastrophe in Norddeutschland überschritt, aber nie dafür zur Rechenschaft gezogen wurde, da die Not vorhanden und seine Maßnahmen rettend waren. Aber die ersten Notstandsgesetze waren noch harmlos und nur der Anfang. Die gesamte Geschichte der Erosion des Grundgesetzes zu beschreiben, würde den Rahmen hier sprengen.

Rechtliche Beurteilung

Art. 20 Abs. 4 GG erlaubt es jedem Deutschen, gegen Bedrohungen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vorzugehen und die Verfassung auch gewaltsam zu verteidigen. Und es ist daher kein Wunder, dass sich die Politiker vehement dagegen wehren, dass dieser Artikel zu den Artikeln 1-19 vor den Bundestag gestellt wird. Allerdings ist dies ausdrücklich nur als letztes Mittel vorgesehen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Grundrechte-Kanzlei Abamatus hält auf ihrer Internetseite fest:

“Das sogenannte Widerstandsrecht findet sich in Artikel 20 Abs. 4 GG: Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.”

Diese Ordnung ist die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die in den vorherigen drei Absätzen (Art. 20 Abs. 1 bis 3 GG) umschrieben ist:

“(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.”

Damit kann also jeder Deutsche grundlegende Staatsprinzipien verteidigen.” Der Artikel geht allerdings davon aus, dass es einen klar erkennbaren “Umsturz”, einen “Staatsstreich” geben könnte, gegen den das Recht wirksam sei. Vorsichtshalber nicht erfasst wird in dem Artikel die schleichende Entkernung des Grundgesetzes durch die repräsentative Demokratie bzw. seine Vertreter, die ihren bisherigen Höhepunkt sicher in der Forderung und demnächst vielleicht auch Durchsetzung der allgemeinen Impfpflicht findet.

Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob ein Widerstand dagegen aus juristischer Sicht legitim ist, denn die Interpretation liegt in den Händen derer, die das Grundgesetz ausgehöhlt haben. Warum sollten sie es für legitim erklären, dagegen Widerstand zu leisten? Jede Diskussion darüber mit Vertretern des Bundesverfassungsgerichtes oder Politikern ist daher sinnlos.

Für mich war diese Einsicht bereits vor vielen Jahren deutlich geworden. Damals gab es noch den §80 StGB, der das Verbot des Grundgesetzes, einen Angriffskrieg vorzubereiten unter Strafe stellte. Da Deutschland damals an einem Angriffskrieg gegen den Irak teilnahm gab es Strafanzeigen, welche der Generalbundesanwalt abschmetterte mit der Bemerkung, dass das Grundgesetz nur von der Vorbereitung, nicht aber der aktuellen Beteiligung an einem Angriffskrieg sprach. Eine lächerliche und abscheuliche Verdrehung des Sinns des Gesetzes. Denn mit dem Hinweis auf Vorbereitung wollte man eben nicht NUR die Vorbereitung, sondern SCHON die Vorbereitung verbieten, selbst wenn keine Ausführung erfolgte.

Jeder klar denkende Mensch konnte das nachvollziehen, so auch ein Verwaltungsgericht, nur nicht der Generalbundesanwalt, der seine Weisungen ja vom Justizminister erhält. Spätestens nun sollte man erkennen, dass es keine Gewaltenteilung in Deutschland gibt, und die Justiz verlängerter Arm der sich an der Regierung abwechselnden politischen Parteien ist. Und für mich war damals auch klar, dass das Grundgesetz in seinem ursprünglichen Sinn nicht mehr galt.

Es ist also unerheblich für die juristische Beurteilung, ob Widerstand und Gewalt angemessen ist, was dieser oder jene kluge Jurist mit komplizierten Worten versucht zu erklären, weil die juristische Realität von denen erschaffen wird, welche die Situation erzeugen, welche den Geist des Grundgesetzes pervertierten und das Grundgesetz nur noch als Werkzeug im Kampf gegen politische Gegner einsetzen.

Praktische Beurteilung

Bis zur letzten Wahl hatte man der Hoffnung folgen können, dass eine Rückkehr zum Geist und Text des Grundgesetzes vielleicht doch noch möglich sein könnte. Mussten doch die Bilder von Verhaftungen, weil Menschen das Grundgesetz hochhielten, dem Letzten gezeigt haben, wie es darum stand. Aber diese Wahlen haben stattdessen bewiesen, dass die Macht von Edward Bernays Nachfolgern größer ist als die Macht von ein paar Demonstranten, die das Grundgesetz hochhalten. Und diese Wahl hat auch gezeigt, dass die Mehrheit sich immer noch wie der Frosch auf der langsam heißer werdenden Herdplatte an die Hitze gewöhnt ohne aufzuspringen.

Ja man könnte sagen, dass sich die Mehrheit sogar problemlos mit der neuen Ordnung arrangiert und gerne den Beschränkungen von Demokratie und Freiheit zustimmt und versucht daraus Profit zu schlagen. Ein Widerstand, wie er im Grundgesetz vorgesehen ist, geht aber davon aus, dass die Mehrheit nicht einverstanden ist.

Und hier kommen wir auf die wichtigste praktische Beurteilung: Solange die Mehrheit der Bevölkerung den Putsch, der das Grundgesetz außer Kraft setzt sogar unterstützt, solange macht ein gewaltsamer Widerstand keinen Sinn. Denn dieser Widerstand und die Einführung einer selbstbestimmten Demokratie kann nur erfolgreich und nachhaltig sein, wenn durch ihn die ursprüngliche demokratische Ordnung im Sinne des Grundgesetzes wieder eingeführt wird. D.h., wenn der Föderalismus wieder vollkommen intakt gesetzt wird, wenn die öffentlich-rechtlichen Medien nicht mehr unter der Kontrolle der Parteien sind, wenn die Justiz vollkommen unabhängig von der Macht der Parteien sich selbst organisiert und auch finanziell unabhängig von Zuwendungen aus der Politik ist. Ohne eine Unterstützung durch die Mehrheit der Bevölkerung in freien und demokratischen Wahlen wird das aber nicht möglich sein.

Es ist also eine Zwickmühle. Ohne die Beendigung der Indoktrination ist keine Restauration der freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Geiste des Grundgesetzes möglich, aber Gewalt, um die Indoktrination zu beseitigen verbietet sich, weil diese selbstbestimmte Demokratie und der Geist und Text des Grundgesetzes von der Mehrheit abgelehnt wird und daher die Restauration demokratisch unmöglich ist.

Die Mehrheit will wieder die “starke Regierung”, die durchgreift. Was der neue Kanzler verstanden hat, indem er in einem Interview sagte, dass es für die Regierung keine roten Linien mehr gebe. Ein weiterer Beweis für den Putsch.

Kann Freiheit und Demokratie erzwungen werden?

Die Frage beinhaltet eigentlich einen Widerspruch in sich. Eine Demokratie ist nie gegen die Mehrheit durchsetzbar. Und der Minderheitenschutz kann nicht im Umkehrschluss dazu verwandt werden, den Willen der Mehrheit in sein Gegenteil zu verändern. Wie aber, wenn man sagt, dass die Mehrheit nur deshalb nicht für eine Restauration der “alten Ordnung” ist, weil ihr die Informationen fehlen, um eine für sie logische und richtige Entscheidung zu fällen? Was, wenn man davon ausgeht, dass die “Mehrheit”, wäre ihr bekannt, was die Propaganda sehr erfolgreich vernebelt, schnell ihre Meinung ändern würde? Dürfte man in diesem Fall Gewalt anwenden?

Hier kommen wir in die Diskussion der alten “Revolutionäre” der “Rote Armee Fraktion” (RAF) zurück. Und auf die vieler anderer revolutionärer Bewegungen, die aber fast alle schließlich damit endeten, als “Terroristen” verfolgt zu werden. Nur dann, wenn die Revolution eine Mehrheit vertritt, wie im Fall der ANC in Südafrika im Kampf gegen die Apartheid, war sie auch erfolgreich. (Oder wenn Sie von Außen finanziert und unterstützt wurde, wie in der Ukraine 2014.)

Ist Deutschland Sonderfall?

Deutschland war meiner Meinung nach eine Polyarchie, die während der Corona-Krise in eine mediokrate Oligarchie, also eine durch Medien erzeugte und beschützte Oligarchie gewandelt wurde, die in weiten Bereichen von der jeweiligen Regierung der USA „geleitet“ wird. Warum „Polyarchie“? Es haben in allen deutschen Regierungen der Nachkriegszeit die gleichen Einflussgruppen die Politik bestimmt. Allerdings hat sich die Macht durch Ausbildung einer ähnlich denkenden Elite in allen Bereichen der Gesellschaft verschoben. Und zwar zu Gunsten von Banken und Großunternehmen.

Die Transatlantiker, also die Befürworter einer bedingungslosen Unterwerfung unter die Interessen der USA, erklären das mit den Worten: „Was gut ist für die USA, ist automatisch auch gut für Deutschland“. Inzwischen heißt es, dass alles gut ist, was für die großen Konzerne gut sei … von wegen den vielen Arbeitsplätzen natürlich. Wenn man das nur oft genug wiederholt und die Aussagenden entsprechende Podien erhalten und Ämter bekleiden, wird das auch Mehrheitsmeinung.

Insofern kann man Deutschland nicht isoliert betrachten. Was in den USA unmöglich ist, wird auch in Deutschland nicht möglich sein. Nach der Änderung des Grundgesetzes, das u.a. den Einsatz der Bundeswehr im Inneren ermöglicht, nach der Aufhebung der Wehrpflicht, die aus Bürger in Uniform, welche einen Krieg verhindern sollten, heute Söldner machte, die für Politiker in der ganzen Welt Kriege führen, stehen den Mächtigen Deutschlands also auch noch ca. 42.000 US-Soldaten zur Verfügung. Und durch nur eingemottete, nicht aufgelöste, Standorte, kann das schnell auf das Doppelte aufgestockt werden. Denn einem Umsturz des Systems werden die Freunde jenseits des Atlantik mit Sicherheit nicht einfach zuschauen.

Die Freiheitskämpfer Thailands von 2010 kämpften mit brennenden Reifenstapeln, Steinschleudern und Mini-Molotow-Cocktails gegen gepanzerte Mannschaftstransportwagen, Maschinengewehre und auch deutsche Sturmgewehre, um ihre demokratische Verfassung von 1997 und neue Wahlen zu erkämpfen. Auslöser war die Entmachtung der gewählten Regierung durch einen Justizputsch. Der Einzug der Demonstranten in die Hauptstadt hatte einem Triumphzug geglichen und war von den unfair Behandelten der Gesellschaft gefeiert worden. Aber am Schluss hatte das Militär 100 Menschen erschossen und tausende lebenslang gezeichnet.

Die Falle

Was in Thailand und in anderen Ländern einer Generation von jungen Menschen durch diese Vorgänge, durch Angriffskriege und Verfolgung von Whistleblowern erklärt wurde:

“Je mehr Waffen du hast, je brutaler du vorgehst, desto eher kannst du deine Meinung durchsetzen.”

Als die internationale Staatengemeinschaft erlaubte, dass Konflikte mit Waffengewalt ausgetragen werden, dass ihre eigenen Verbündeten wie die USA ungestraft foltern oder sogar wie im Fall von Libyen und Syrien, einen blutigen Bürgerkrieg unterstützen, wurde in einer ganzen Generation der Glauben erzeugt, dass Krieg, notfalls Folter und Mord (z.B. durch Drohnen), die Lösung aller Probleme sei. Man muss eben nur stark genug sein, um zu gewinnen. Dazu haben auch die militarisierenden Reden des deutschen Bundespräsidenten beigetragen. Wir erziehen die Welt zu einer zunehmenden Nutzung von Gewalt.

Dabei ist das eine Falle, die von einem übermächtigen Feind gestellt wird, der nur darauf wartet, Gewalt mit noch mehr Gewalt zerschlagen zu können. So wie in Bahrain, wie in Palästina, oder wie in Thailand. Gerade in Deutschland wissen wir aus der Geschichte, dass zu viele Menschen sich mit dem Status Quo arrangieren und daher gegen jede Veränderung sind. Wenn sie dann noch dazu wie Beamte und andere Berufsgruppen, maßgeblich aus Steuergeldern alimentiert werden, welche durch den Staat verteilt werden, ist das Versagen einer gewaltsamen Lösung sicher gestellt.

Im Gegenteil wird jede Form von Gewalt, die gegen diese Herrschaft erfolgt, nicht nur mit noch viel mehr Gewalt beantwortet werden, sondern gleichzeitig wird diese Gewalt genutzt werden, um aus allen Kritikern der Regierung “Terroristen” zu machen. Wer das nicht verstehen will, ist durch Hass und Wut zu verblendet. Aber genau diesen Hass, diese Wut, wollen die führenden Kräfte des Landes erzeugen, um dann mit dem Finger auf die Taten, die daraus entstehen, zu verweisen und zu erklären, dass jeder Widerstand “Terrorismus” sei.

Und was bedeutet das für Deutschland

Der Finanzexperte Ernst Wolff warnt seit fast zwei Jahren davor, dass das Chaos gewollt ist, damit auf den Trümmern der bürgerlichen Gesellschaft eine neofeudalistische, ultrakapitalistische Ordnung, eine erschreckende zukünftige digitale Überwachungsgesellschaft errichtet werden kann. Wer also nun glaubt, mit Gewalt Freiheit und Demokratie wieder herstellen zu können, läuft in die Falle und erreicht das Gegenteil.

In Deutschland gibt es keinen “Tyrannen” im herkömmlichen Sinn. Wenn durch den stillen Putsch, der durch das Verfassungsgericht abgeschlossen wurde, aus der Polyarchie eine Oligarchie wurde, die noch dazu von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wird, ist Gewalt gegen diese Ordnung sinnlos. Allenfalls Gewalt gegen sich selbst, wie von Gandhi, der keineswegs gewaltlos war, erscheint als eine Möglichkeit.

Das ist eine schwache Stelle des Systems. Denn die Herrschenden behaupten, sie wären die Guten und alles wäre nur zum Besten der Allgemeinheit. Wenn aber ein Teil dieser Allgemeinheit so verzweifelt ist, dass sie Gewalt gegen sich selbst anwendet, und zwar in einer Form, die nicht vertuscht werden kann, trifft sie den Rest des Gewissens, das Menschen haben. Aber es ist ein Irrglaube, dass dies etwas nutzen könnte.

Es gibt es eine lange Liste von politisch bedingten, teilweise sehr schmerzhaften Suiziden in Deutschland, die man in Wikipedia finden kann, ohne dass diese irgendeinen Einfluss auf die Politik genommen hätten. D.h., Einzeltäter oder kleine Gruppen werden keinen Einfluss haben. Und anders als zur Zeit Gandhis sind die Menschen heute noch viel stärker abgestumpft und haben sich mit einem emotionalen Schutzschirm umgeben, den solche Taten kaum durchdringen. Gandhis Pazifismus, der im Prinzip eine Politik der Provozierung von Gewalt gegen sich selbst war, verlangt danach, dass die Täter einen Rest von Ethik und Moral haben. Was man heute leider zunehmend in Frage stellen muss.

Der einzige Weg

Deshalb kann es derzeit nur ein Mittel geben: Der Widerstand muss sich vernetzen, muss ideologische Unterschiede beiseitelassen, und sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner fokussieren, und zurück finden zu den schwer kontrollierbaren Informationsverbreitungen über Flugblätter, Liegenlassen von Zeitungen und Büchern, neben den leicht zu kontrollierenden digitalen Medien. Und es kann nur ein Ziel geben: Eine Chronik der Ereignisse erstellen für zukünftige Generationen, abwarten und Verbindungen aufbauen, bis das bestehende System von alleine unter seinem Gewicht zusammenbricht.

Wir müssen versuchen, die Indoktrination der Kinder in den Schulen durch eigene Erklärungen, Beispiele, spannende Geschichten, auszugleichen. Die letzten Zeitzeugen des Krieges verschwinden langsam und mit ihnen die Aussagen zu der Zeit. Und nun beginnt langsam das Gleiche mit den Menschen, welche Kinder dieser Generation waren. Nehmt auf, was sie erzählen, so lange es noch geht und konserviert es, gebt es an eure Kinder weiter. Unterstützt jene, die jetzt drohen, in die Depression zu verfallen, erinnert alle daran, dass jedes System ein Verfallsdatum hat. Das galt für das Kaiserreich wie das tausendjährige Reich, eben auch für den demokratischen Frühling in Deutschland nach dem Krieg und nun eben die mediokrate Oligarchie.

Die steht jetzt am Anfang und es wird lange dauern, sie zu beseitigen und die selbstbestimmte freiheitliche Demokratie zu errichten. Aber da dies tief in den Menschen als verschütteter Wunsch schlummert, ist es nur eine Frage der Zeit, auch wenn dies Jahre oder Generationen dauern kann. Die Aufklärung brauchte 300 Jahre und Katastrophen, bis sie sich durchsetzte. Hoffen wir, dass im 21. Jahrhundert, einem Zeitalter in dem alles schneller und größer ist, auch die Entwicklung schneller voranschreitet. Wer jetzt aufgibt, fehlt als kleines Rädchen im Widerstand, verlängert das Leben dieses autoritären Systems, versündigt sich an künftigen Generationen.

Leider ist das Corona-Regime erst der Anfang einer dunklen Periode, in der Krieg, Enteignung, Unterdrückung und maximale Kontrolle des Gehorsams drohen. Die Mehrheit nimmt das anders war, so wie die Mehrheit die Kriegsvorbereitungen Hitlers als Aufschwung, Hoffnung, wahrgenommen hatte. Und da wären wir beim nächsten großen Thema, einem bevorstehenden Krieg, für das Corona nur das Vorspiel, die Einführung war.

Aber das auszuführen würde nun den Rahmen sprengen. Lesen Sie dazu, was Thomas Röper im Antispiegel über die Eskalationsspirale der NATO schrieb. Und nein, das bedeutet noch nicht, dass morgen Krieg herrscht. Es bedeutet, dass wieder die gleichen Mittel angewandt werden, wie bei Corona vor einem Jahr, als die Impfpflicht als “Verschwörungstheorie” bezeichnet wurde, denn wieder werden Warnungen vor einem Krieg als “Verschwörungstheorie” bezeichnet. Wie damals eben die Impfpflicht.

Das Fazit

Die Renaissance der Aufklärung wird kommen, wenn es nur einen einzigen Funken des Widerstandes gibt, der überlebt. Denn er wird die Flamme der Menschenrechte entzünden, weil die Glut in jedem unterdrückten Menschen schlummert. Sie mag verschüttet sein, sie mag weitgehend erloschen sein, aber irgendwann wird die Flamme zu einer Feuerwalze werden und alle Versuche der Unterdrückung überwinden. Das heißt nicht, dass sich dann sofort die selbstbestimmte Demokratie durchsetzen wird, aber wenn die Flamme wieder brennt, wird sie wie Phosphor kaum zu löschen sein.

Ich habe Anfang der 2000er Jahre in Thailand erlebt, wie diese Flamme ausbrach und 2006 erst mit einem Militärputsch, dann einem Justizputsch und 2014 wieder mit einem weiteren Militärputsch versucht wurde unter Kontrolle zu halten. Zwar herrscht nun die nackte Diktatur in Thailand, aber die Flamme ist nicht mehr auslöschbar. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie die Diktatur überwinden wird. Das wird dann zwar immer noch nicht das Idealbild einer freien und selbstbestimmten Gesellschaft sein, aber es wird ein Schritt in diese Richtung sein.

Wir müssen die Glut am Leben erhalten, das ist unsere Aufgabe. Die Glut des Glaubens an Menschenrechte, an Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, an ein selbstbestimmtes Leben. Und wir müssen für zukünftige Generationen dokumentieren was wir taten, damit die Geschichtsschreibung nicht alleine durch die Herrschenden bestimmt wird und es den zukünftigen Generationen schwerer macht, die Wahrheiten zu erkennen.


Im aktuell erschienenen Buch „Abhängig beschäftigt – Wie Deutschlands führende Politiker im Interesse der wirklich Mächtigen handeln“ hat sich Thomas Röper sehr intensiv mit weiteren Themen rund um die komplexen Zusammenhänge der gesteuertern Politik im Westen und deren brisanten Verstrickungen mit einer ganzen Reihe von Organisationen beschäftigt und dabei einiges zu Tage gefördert.

Das Buch ist aktuell erschienen und aufgrund der Zensurgefahr ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar (nicht auf Amazon erhältlich).

Hier geht es zu diesem Buch

Mein neues Buch „Inside Corona“ über die Netzwerke hinter der Pandemie ist endlich vorbestellbar

Mein neues Buch „Inside Corona“ über die Netzwerke hinter der Pandemie ist endlich vorbestellbar

inside-corona.jpg

Seit ich Anfang Oktober berichtet habe, dass ich an einem neuen Buch arbeite, das die Netzwerke hinter der Pandemie aufdeckt, bekomme ich täglich Mails mit der Frage, wann und wo das Buch vorbestellbar ist. Nun ist es endlich so weit, den Link finden Sie am Ende dieses Artikels. Über das Buch habe ich Ende September […]

Der Beitrag Mein neues Buch „Inside Corona“ über die Netzwerke hinter der Pandemie ist endlich vorbestellbar erschien zuerst auf Anti-Spiegel.

Vita non fascista

(Symbolbild:Imago)

Michel Foucault, einer der wenigen Ahrimaniker, die Luzifers Charme nur allzu gerne erliegen und dabei noch scharf und halsbrecherisch zu denken vermögen, nannte einmal das Buch Anti-Oedipus seiner Freunde Gilles Deleuze und Felix Guattari „eine Einführung in das nicht-faschistische Leben”. So stand es in seiner Vorrede zur 1977 erschienenen amerikanischen Ausgabe des Buches, also beinahe zehn Jahre nach dem Studentenjahr 1968. Die Schlagkraft und die Tragweite dieser Charakteristik sind einmalig. Berücksichtigt man, dass der Faschismus zur fraglichen Zeit zum Rang des absolut Bösen erhoben wurde, so konnte der Antifaschismus unmöglich etwas anderes bedeuten als das absolut Gute – nach derselben Logik eines volkstümlichen Manichäismus, nach der die USA eben deswegen als Reich des Guten haben gelten müssen, weil als Reich des Bösen die UdSSR gegolten hat.

Die Einführung in das nicht-faschistische Leben nimmt sich wie eine orthodidaktische Anleitung aus, die das Leben von jeglicher unitären und totalitären Paranoia zu befreien trachtet. Der zufolge Gedanken, Triebe, Träume, Handlungen nicht hierarchisch zentriert, sondern eigenmächtig und disjunktiv auftauchen und dem Prinzip der Eingliederung dasjenige des Wildwuchses vorziehen: statt des Einen das Viele, statt des Einförmigen das Verschiedene, statt des Sesshaften das Nomadische usw.. Foucault: „Wie kann man sich davor bewahren, ein Faschist zu sein, auch wenn man sich für einen revolutionären Militanten hält? Wie können wir unser Sprechen und unser Tun, unsere Herzen und unsere Lüste vom Faschismus befreien?

Analogon der Muskellähmung

Es wirkt abartig genug, wenn ausgerechnet ein praktizierender Erotomane und gelegentlicher Opium-Eater wie Foucault die Befreiung vom Faschismus mit asketischen Praktiken des Christentums gleichsetzt und an die Erfahrungen alter Moralisten appelliert: „Die christlichen Moralisten suchten nach den Spuren von Fleisch, die sich in den Seelenfalten verbargen. Deleuze und Guattari lauern ihrerseits den intimsten Spuren des Faschismus im Körper auf.” Er merkt dabei gar nicht, dass ihm ein ärgerlicher Lapsus unterlaufen ist. So wahr es ist, dass die Asketen gegen das Fleisch gekämpft haben, so wahr ist es auch, dass sie daraus nur in sehr seltenen Fällen als Sieger hervorgingen. In der Regel erlagen sie selbst dem Zauber des Fleisches, und wer, wenn nicht der Autor der mehrbändigen „Geschichte der Sexualität” (Foucault), hätte dies besser als jeder andere wissen müssen?

Der abgefeimte Trick des nicht-faschistischen Lebens bestand darin, dass es immer noch faschistisch, allzu faschistisch war, und wenn man das nicht sieht, so deswegen nur, weil man an einem reflektorisch gewordenen Nominalismus leidet, als dessen körperliches Analogon etwa die Muskellähmung gelten kann. Man nimmt die Dinge wahr, nicht wie sie sind, sondern wie sie heißen. Dinge heißen aber, wie sie genannt werden. De facto nur umbenannt, sprich: umgedreht, umgekehrt, verkehrt. Ganz wie bei Shakespeares Hexen: Schön ist hässlich, hässlich schön. Statt Lüge sagt man Wahrheit. Statt Faschismus – Antifaschismus. Dann ist es auch so: Lüge ist Wahrheit, Faschismus – Antifaschismus. In Wirklichkeit aber: Antifaschismus als verkappter Faschismus.

Was beide (Faschismus wie Antifaschismus) eint und einigt, sind Vernichtungslust und Verwüstungswut. Die Unterschiede fallen zwar deutlich, keinesfalls aber irgendwie entscheidend aus. Denn es tut nichts zur Sache, ob Untaten durch disziplinierte und hygienisch gepflegte oder schludrige und herausfordernd dreckige Täter begangen werden. Man geht diesen Äußerlichkeiten nur allzu leicht auf den Leim, wenn man den fundamentalen Gegensatz von Faschismus und Antifaschismus darin erblickt, dass der eine autoritär, der andere hingegen antiautoritär ist. Hinter dem Antiautoritarismus der Achtundsechziger verbarg sich nur der Austausch der einen Autoritäten gegen die anderen. Statt Goethe, Schiller, Schubert betete man nunmehr etwa Trotzki, Ho Chi Minh und die Beatles an – alles unter dem Banner des Slogans „Weg mit den Autoritäten!”.

Schauerliches Curriculum Vitae

Diese platte und banale Technik erwies sich jedoch als ungemein effizient: Die jungen Revoluzzer kultivierten lupenreinen Faschismus unter dem Deckmantel des Antifaschismus, ferner eine verbohrte, fast hysterische Intoleranz gegen alles, was nicht ihren eigenen Überzeugungen entsprach, unter dem grellen Aushängeschild der Toleranz, vor allem aber eine losgelassene Meute aller unter der Gürtellinie zusammengepferchten Instinkte und Triebe (im Jargon der Psychoanalytiker „polymorphe Perversion”) als Zeugnis und Zertifikat der Freiheit – einer Freiheit allerdings, wie sie sich kein pubertierender Teenager hätte besser wünschen können: Grunzen, grenzenlose Promiskuität und (geistige wie physische) Notdurft-Verrichtung coram publico.

Es war dies ein Untergang des Abendlandes, wie ihn sich der geniale und altfränkische Spengler nicht einmal im bösen Traum hätte einfallen lassen können. Spenglers Abendland ging in den Klangkaskaden des rasenden Furtwänglerschen Orchesters unter: mit Würde und Noblesse, wie es seiner tausendjährigen Lebensgeschichte auch ziemte. Es wäre stil- und geschmackswidrig, dieses Abendland mit dem der Frankfurter Adorno-Marcuse-Clique auch nur annähernd zu vergleichen. Sie haben so wenig gemeinsam wie ein schneeweißes Hemd mit einem verschmutzten Lumpen.

Ein schauerliches Curriculum Vitae, das mit Mucius Scaevola begonnen hat, jenem tollkühnen römischen Jüngling, der vor den Augen des Etruskerkönigs Porsenna, dessen Heer Rom belagerte, seine rechte Hand in das Feuer streckte und völlig verbrennen ließ, um dem überraschten König zu zeigen, dass seine Ehre mehr wert sei als sein Körper; und das nun mit einem behaarten Mutanten (Rainer Langhans), genauer mit seinem auf 1.968 Euro taxierten und in einem Kunstmuseum ausgestellten Schamhaar endet. Meinte der Dichter Thomas Stearns Eliot 1925, dass die Welt nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern endet, so endet sie nach 1968 nur noch mit einem Rülpser.

 


Der vorstehende Text ist dem Buch „Verschüttete Welt“ (Kapitel: „Das Wiegenfest der Debilen”) des armenischen Schriftstellers und Philosophen Prof. Dr. Karen A. Swassjan entnommen , 2021 erschienen in der Schweizer Edition Nadelöhr (443 S. brosch., / CHF 34.-/EUR 30.-, ISBN 978-3-952080-4-6), erhältlich im Buchhandel oder hier.

 

Zum Autor:

Karen A. Swassjan, Jahrgang 1948, studierte Philosophie sowie englische und französische Philologie an der Universität Erewan (Armenien). Er war Professor für Philosophie, Kulturgeschichte und Ästhetik an der Universität Erewan bis 1992 und wirkte als Übersetzer ins Russische und Herausgeber von Werken Rainer Maria Rilkes, Friedrich Nietzsches und Oswald Spenglers. Außerdem ist er Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zu philosophischen, literari­schen, kulturgeschichtlichen und anthroposophischen Themen in rus­sischer und deutscher Sprache, darunter: „Unterwegs nach Damaskus. Zur geistigen Situation zwischen Ost und West”, „Nietzsche – Versuch einer Gottwerdung”; ”Der Untergang eines Abendländers: Oswald Spengler und sein Requiem auf Europa” sowie ”Rudolf Steiner. Ein Kommender”. Karen Swassjan ist Forschungspreisträger der Bonner Alexander von Humboldt-Stiftung und gewann 2009 den ersten Preis in einem philosophischen Essay-Wettbewerb der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er veröffentlicht auch regelmäßig im Schweizer Agora-Magazin. Swassjan lebt seit 1993 als freier Schriftsteller und Vor­tragender in Basel.

Die Kriegsminister von China, Russland, USA und Großdeutschland

Die Kriegsminister von China, Russland, USA und Großdeutschland

militaer.jpg

Die Verteidigungsminister von China, Russland, den USA und der Bunten Republik Deutschland (Foto Netzfund). Vor allem Russland und China haben die nächsten Jahre von der neuen deutschen Regierung militärisch nichts Gutes mehr zu erwarten. Unsere neue Regierung zeigt Härte, will mehr Kalten Krieg wagen und hält an der „atomaren Teilhabe“ fest. Entschuldigung, liebe Leser, ein […]

Sensationell! Vor Gericht räumt Facebook ein, dass „Fakten-Checks“ nichts Anderes sind als Meinung

Sensationell! Vor Gericht räumt Facebook ein, dass „Fakten-Checks“ nichts Anderes sind als Meinung

Anthony Watts

Facebook hat vor Gericht zugegeben, dass solche Faktenchecks überhaupt nicht den Tatsachen entsprechen, sondern lediglich Meinungen darstellen.

Wie wir bereits berichtet haben, verklagte der Journalist John Stossel Facebook, nachdem die „Faktenchecker“ von Facebook Informationen zum Klimawandel, die Stossel gepostet hatte, als „falsch und irreführend“ bezeichnet hatten. Mittendrin befindet sich die ruchlose Website „Climate Feedback, auf der ein Haufen Klimafanatiker „Faktenchecks“ für Artikel, Videos und Nachrichten verfasst, mit denen sie nicht einverstanden sind.

Facebook hat soeben die „Faktencheck“-Behauptung vor Gericht in trockene Tücher gewickelt.

In seiner Antwort auf Stossels Verleumdungsklage antwortet Facebook auf Seite 2, Zeile 8 des Gerichtsdokuments (Download unten), dass Facebook nicht wegen Verleumdung verklagt werden kann (was eine falsche und schädliche Behauptung ist), weil seine „Faktenchecks“ reine Meinungsäußerungen und keine Tatsachenbehauptungen sind.

Meinungen sind nicht Gegenstand von Verleumdungsklagen, während falsche Tatsachenbehauptungen Gegenstand von Verleumdungsklagen sein können. Das Zitat in der Beschwerde von Facebook lautet,

„Die Kennzeichnungen selbst sind weder falsch noch diffamierend; sie stellen vielmehr eine geschützte Meinung dar.“

Facebook gibt also vor Gericht in einer Klage zu, dass seine „Fakten-Checks“ eigentlich gar keine „Fakten-Checks“ sind, sondern lediglich „Meinungsbehauptungen“.

Dies scheint mir ein Desaster für die Öffentlichkeitsarbeit und möglicherweise ein drohendes juristisches Desaster für Facebook, PolitiFact, Climate Feedback und andere linksgerichtete Organisationen zu sein, die einseitige „Fakten-Checks“ durchführen.

Solche „Fakten-Checks“ erweisen sich nun als ein Programm zur Unterdrückung der freien Meinungsäußerung und der offenen wissenschaftlichen Diskussion, indem sie liberalen Medienaktivismus als etwas vermeintlich Faktisches, Edles, Neutrales, Vertrauenswürdiges und auf der Wissenschaft Basierendes tarnen.

Es ist nichts von alledem.

Hier steht die Klageschrift (PDF)

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/12/09/bombshell-in-court-filing-facebook-admits-fact-checks-are-nothing-more-than-opinion/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE