Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Die Corona-Politik kollidiert mit der Unschuldsvermutung

Von Peter Haisenko 

Die Unschuldsvermutung ist ein wesentliches Element jeder freiheitlich demokratischen Gesellschaft. Wenn nicht das elementare überhaupt. Sie ist im Grundgesetz fixiert, aber mit der Corona-Politik existiert sie praktisch nicht mehr.

Es gibt Bereiche, wo die Unschuldsvermutung demonstrativ auf absurde Spitzen getrieben wird. Das dient wohl dem Zweck zu zeigen, dass sie ernst genommen wird. Selbst wenn ein Mörder bei seiner Tat von vielen Augenzeugen beobachtet worden ist, mit der blutigen Tatwaffe in der Hand festgenommen wurde, müssen die Medien von einem “mutmaßlichen Täter” berichten. Ja, das ist nach Recht und Gesetz korrekt, denn erst wenn ein Gericht die Schuld festgestellt hat, darf er als Täter tituliert werden. Mit der Corona-Politik aber ist die Unschuldsvermutung von Anfang an in ihr Gegenteil verwandelt worden.

Wendet man die Unschuldsvermutung konsequent auch auf den Gesundheitsbereich an, muss jeder solange als gesund, als nicht-infektiös, angesehen werden, bis ihm das Gegenteil nachgewiesen wird. Vergleicht man das mit

U.S.-Vorherrschaft unter jedem anderen Namen

Das Weltgleichgewicht hat sich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ verändert, schreibt Alastair Crooke.

In seiner Rede auf dem Aspen Security Forum vor zwei Wochen räumte General Milley ein, dass „Amerikas Jahrhundert“ vorbei ist – eine längst überfällige Erkenntnis, wie die meisten meinen. Doch ob verspätet oder nicht, seine Äußerung schien dennoch einen wichtigen strategischen Wandel zu signalisieren: „Wir treten in eine tripolare Welt ein, in der die USA, Russland und China alle Großmächte sind. [Allein durch die Einführung von drei gegenüber zwei Großmächten wird die Komplexität erhöht“, sagte Milley.

Kürzlich sagte Jake Sullivan, Bidens Sicherheitsberater, in einem CNN-Interview, dass es ein Fehler gewesen sei, China verändern zu wollen: „Amerika versucht nicht, China ‚einzudämmen‘: Es geht nicht um einen neuen Kalten Krieg“. Sullivans Äußerungen kommen eine Woche, nachdem Präsident Biden gesagt hatte, die USA strebten trotz der zunehmenden Spannungen keinen „physischen Konflikt“ mit China an – „das ist Wettbewerb“, sagte Biden.

Dies schien in der Tat ein wichtiges Signal zu sein. Aber ist es das auch? Die Verwendung des Wortes „Wettbewerb“ ist terminologisch ein wenig merkwürdig und muss ein wenig ausgepackt werden.

CNN-Interviewer Fareed Zakaria fragte Sullivan: Was haben Sie denn nach all Ihren „harten Worten“ mit China aushandeln können, was wurde ausgehandelt? Man könnte sich eine Antwort vorstellen, in der Biden darlegt, wie er diese konkurrierenden Interessen in einer komplexen tri-polaren Welt am besten zu handhaben gedenkt. Nun, das war nicht Sullivans Antwort. „Falsche Metrik“, sagte er rundheraus: Fragen Sie nicht nach bilateralen Abkommen – fragen Sie danach, was wir sonst noch gesichert haben.

Der richtige Weg, darüber nachzudenken, so Sullivan, ist: „Haben wir die Bedingungen für einen effektiven Wettbewerb geschaffen, in dem die USA in der Lage sind, ihre Werte zu verteidigen und ihre Interessen voranzutreiben, nicht nur im indopazifischen Raum, sondern in der ganzen Welt. Was unsere Verbündeten auf der ganzen Welt betrifft, so haben sich die USA und Europa in Handels- und Technologiefragen zusammengeschlossen, um sicherzustellen, dass China ‚unsere Märkte nicht missbrauchen‘ kann; und an der indopazifischen Front haben wir Fortschritte gemacht, damit wir China für sein Handeln zur Rechenschaft ziehen können.“

„Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass zwei Großmächte auf absehbare Zeit in einem internationalen System agieren können – und wir wollen, dass die Bedingungen dieses Systems für die amerikanischen Interessen und Werte günstig sind: Es geht vielmehr um eine günstige Disposition, in der die USA und ihre Verbündeten die internationalen Spielregeln für die Themen gestalten können, die für die Menschen in unserem Land [Amerika] und für die Menschen überall von grundlegender Bedeutung sind“, fügte er hinzu.

Das Ziel der Regierung Biden sei es nicht, einen politischen Wandel in China anzustreben, so Sullivan, sondern die internationale Ordnung so zu gestalten, dass die Interessen Chinas und anderer gleichgesinnter Demokratien gefördert werden: „Wir wollen, dass die Bedingungen dieser Koexistenz im internationalen System für die amerikanischen Interessen und Werte günstig sind. Wir wollen, dass die Spielregeln eine offene, faire und freie indo-pazifische Region widerspiegeln, ein offenes, faires und freies internationales Wirtschaftssystem, in dem die Grundwerte und Normen, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert sind, in den internationalen Institutionen respektiert werden“, sagte er. „Dies wird ein Wettbewerb sein, wenn wir weitermachen“.

Sullivan schlägt ganz klar eine auf Regeln basierende Weltordnung vor – „internationale Spielregeln“ -, die um ein zentrales strategisches Interesse (das Amerikas) herum entwickelt würde, ohne Rücksicht auf die Folgen, die sich für andere ergeben könnten. Dieses „offene, faire, freie internationale System“ ist einfach ein Code für das westliche finanzialisierte neoliberale System, das global werden soll. Josh Rogin schrieb diese Woche so viel: „Der amerikanisch geführte Internationalismus bleibt trotz seiner Fehler und Fehltritte die letzte und beste Hoffnung für die Menschheit.“

Und nur um das klarzustellen: Wenn wir von einem offenen, freien Wirtschaftssystem zugunsten der amerikanischen Interessen hören, dann sind es nicht die „Interessen der 99 %“, die in diesem System verankert werden, sondern die der 1 %-Finanzklasse, die das Recht einfordern, ihr Geld und ihre Kredite jederzeit und überall ohne Einschränkungen zu bewegen.

Sullivans Verweis auf die Menschenrechte spiegelt die „Kunst“ der EU wider, in der die Doktrin des Vorrangs des europäischen Rechts als bequemes Mittel zur Ausweitung der zentralen Autorität der Union gedient hat, ohne die Verträge neu zu schreiben – oder in diesem analogen Fall zur Ausweitung der Autorität der USA, ohne bilaterale Abkommen mit China (oder Russland) oder irgendjemand anderem schließen zu müssen. Sullivan war in diesem Punkt sehr deutlich: Ausgehandelte Abkommen mit China seien der falsche „Maßstab“, um Amerikas politischen Erfolg zu beurteilen.

Zunächst hat sich in Europa niemand groß aufgeregt, als der Europäische Gerichtshof entdeckte, dass sich in den EU-Verträgen ein allgemeiner Vorrang der EU-Werte und des EU-Rechts verbarg (auch wenn dies mit bloßem Auge nicht zu erkennen war). Die verhaltene Reaktion war jedoch der Tatsache geschuldet, dass der Zuständigkeitsbereich der EU zu diesem Zeitpunkt noch recht eng war.

Später wurde die sanfte, schrittweise Übertragung nationaler Souveränität auf ein zentrales strategisches Interesse (Brüssel) zum wichtigsten Motor für das, was als „Integration durch Recht“ bezeichnet wurde. Im Laufe der Zeit bot eine eingehende Lektüre der Verträge (zu den Euro-Verträgen siehe Sullivans „Verankerung“ der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) immer neue Gründe dafür, demokratische, nationale Gemeinwesen einer supranationalen Auslegung eines „höheren Interesses“ zu unterwerfen.

Auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird Sullivan wahrscheinlich neue Gründe und Möglichkeiten bieten, den Text als Waffe einzusetzen, um Verbündete und „Gegner“ gleichermaßen der Disziplin des zentralen strategischen Interesses (auch bekannt als Washington) zu unterwerfen.

Was also einen bedeutenden Wandel im Denken der USA zu signalisieren schien, entpuppt sich – nach einigem Auspacken – als nichts dergleichen. Der Wettbewerb der Großmächte, so stellt sich heraus, ist nichts anderes als die globalistische, auf die USA ausgerichtete, auf Regeln basierende Weltordnung. Die USA sehen davon ab, die KPCh zu „transformieren“ (d.h. farblich zu revolutionieren), weil sie es nicht können; dieses Instrument gilt immer noch für kleinere Fische (z.B. Nicaragua).

Einerseits haben wir die Folgen dieses zentralisierten „Regel“-Ansatzes gesehen – ob er nun von Brüssel oder Washington aus praktiziert wird: Es kommt zu einer Art einschläfernder Erstarrung. Alle Energie wird darauf verwendet, das knarrende System (ob nun das der EU oder die amerikanischen „Spielregeln“) aufrechtzuerhalten, anstatt echte Lösungen zu finden. Spaltungen tun sich auf, die politisch nicht eingedämmt werden können; Ressentiments brodeln vor sich hin; Krisen werden gemanagt, nicht gelöst; es wird auf Zeit gespielt; Reformen erfolgen schrittweise und dann plötzlich einseitig; und am Ende herrscht Stillstand. In Europa nennt man das Merkelismus (nach der deutschen Bundeskanzlerin).

Nach dem ereignislosen G20-Gipfel in Rom und der COP26 in Glasgow sieht es so aus, als würden wir die Merkelisierung auch in der Welt erleben. Das Gefühl, das bleibt, ist das eines Mechanismus (eigentlich zwei, wenn wir die EU mit einbeziehen), der überzeugende surrende und schleifende Geräusche von sich drehenden Schwungrädern macht und die Erwartung weckt, dass irgendein Ergebnis am Ende herausspringt, aber wenig oder gar nichts passiert – abgesehen von einem immer größer werdenden Demokratiedefizit, da Entscheidungen, die früher im Bereich der Parlamente lagen, auf eine supranationale Technokratie übertragen werden.

So schlimm dies auch ist (angesichts der Wirtschaftskrisen, mit denen wir konfrontiert sind), die größere „Sünde“ (wie sie Sullivan formuliert) ist seine Forderung nach globalen „Regeln“, deren Gerüst einfach „die Interessen und Werte der USA und ihrer Verbündeten und Partner“ sind. Sullivan sagt, dass die USA nicht mehr versuchen, Chinas System zu verändern (das ist gut), sondern darauf bestehen, dass China innerhalb einer „Ordnung“ agiert, die auf den Interessen und Werten der USA aufbaut – tout court. Und wie Sullivan andeutete, sollen die diplomatischen Bemühungen der USA darauf gerichtet sein, die Chinesen zur Einhaltung dieses Systems zu zwingen. Nirgendwo werden die Kosten für die Verbündeten erwähnt, die auf ihre Beziehungen zu China oder Russland verzichten müssten, um Biden zu gefallen.

Die größere „Sünde“ ist ganz einfach, dass die Zeit für solche hochmütigen Ambitionen vorbei ist. Das Weltgleichgewicht hat sich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ verändert. Sowohl China als auch Russland – die beiden anderen Komponenten von General Milleys dreigeteilter Welt – haben es deutlich genug gesagt: Sie lehnen Belehrungen durch den Westen ab.

Europa führt den Ansturm auf die medizinische Apartheid an

Während sich die Medien auf ein klassisches Ablenkungsmanöver einließen – sie lachten über Berichte, wonach der ehemalige Gesundheitsminister Matt Hancock ein Buch darüber schreiben wird, wie er den Covid-Krieg gewonnen hat -, ignorierten sie praktisch die vielleicht beunruhigendsten Pandemie-Nachrichten, die bisher aus Westeuropa kamen.

In den Niederlanden wurde eine dreiwöchige Teilsperre verhängt, in Österreich wurde die Sperre für Ungeimpfte „offiziell verkündet“, und die deutschen Gesundheitsbehörden riefen nach strengeren Beschränkungen.

Die Segregation aus so genannten medizinischen Gründen fasst in Europa immer festeren Boden – zweifellos angespornt durch ihre zunehmend erfolgreiche Einführung in Australien und Neuseeland, selbst angesichts massiver, leidenschaftlicher Proteste.

Dies ist die Hypernormalisierung der medizinischen Apartheid, und eines Tages werden die geistlosen Massen, die es zulassen, dass dieser Prozess das moralische Fundament ihrer Gesellschaften unwidersprochen aushöhlt, aufwachen und feststellen, dass sie und nicht ihre Regierungen es waren, die einen allumfassenden, strafenden Regierungsstil entwickelt haben, dessen dystopischen Eingriffen sich letztendlich nicht einmal die Vierfachbetroffenen entziehen können.

Auf heimischem Boden sollte das vermeintliche Durchsickern des Plans der britischen Gesundheitsbehörde (UKHSA), die Ausbreitung von SARS-CoV-2 im kommenden Frühjahr „um jeden Preis“ zu stoppen, indem sie ihre Ausstiegsstrategie namens „Operation Rampdown“ anwendet, angesichts des Wahnsinns, der sich derzeit jenseits des Ärmelkanals abspielt, eine höchst beunruhigende und nicht gerade optimistische Nachricht sein.

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass wir diesen ganzen Quatsch über die versprochene Freiheit schon oft gehört haben und dennoch immer noch bis zur Hüfte im Sumpf der Covid-19-Interventionen stecken, ist nach dem, was wir bisher aus dem 160-seitigen Dossier wissen, der Abbau der Ausbreitungskontrollmaßnahmen so schwach, dass es fast schon bezeichnend ist: Die eigentliche Frage ist nur, womit werden diese Kontrollen ersetzt?

Die letzten 20 Monate haben gezeigt, dass der Staat, wenn er mit der einen Hand gibt, mit der anderen Hand dem Empfänger – uns, dem Volk – weitere Fesseln anlegt, und die Operation Rampdown klingt schon jetzt nicht mehr nach dem gelben Ziegelsteinweg zur Freiheit, sondern nach dem Wegbereiter für die medizinische Apartheid.

Die zehntägige Selbstisolierung soll angeblich ganz abgeschafft werden, allerdings höchstwahrscheinlich nur für Geimpfte mit aktueller Auffrischung. Die kostenlosen Covid-Tests sollen abgeschafft werden: ein Schritt, der darauf abzielt, den Ungeimpften eine finanzielle Belastung im Stile Macrons aufzuerlegen, da private Testfirmen mit Verbindungen zur Regierung sich von den Preisbeschränkungen befreien, die nie durchgesetzt wurden, und das nationale „Test and Trace“-System soll angeblich abgeschafft werden, wobei die investierten Milliarden nur dazu dienen sollen, das ursprüngliche Ziel der Software zu enthüllen: universelle Gesundheitspässe.

Wenn Johnson von den „Gewitterwolken, die sich über Europa zusammenbrauen“ spricht, sehe ich nicht den Covid-Rauch des DHSC auf uns zukommen, sondern ich sehe stattdessen Möglichkeiten für „Stromkreisunterbrecher“-Sperren für die Ungeimpften, die durch die Unfähigkeit der Mehrheit der Menschen, die ohrenbetäubenden Alarmsignale zu hören, die derzeit von verschiedenen benachbarten EU-Regierungen ausgelöst werden, unterstützt werden.

Die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs liegt derzeit wie ein Säugling auf dem Rücken und starrt gebannt auf ein sich drehendes Kinderbettchen, an dem Matt Hancock, das Hundekoronavirus und ein internationaler Hattrick von Harry Kane baumeln, während Papa Johnson damit beschäftigt ist, die Rauchmelder im Haus zu deaktivieren und alle Fenster zu öffnen, um nicht Covid-19, sondern den weitaus schädlicheren Rauch der Apartheid hereinzulassen.

Matt Hancock, ich schlage nicht den Arbeitstitel ‚How I Won the Covid War‘ vor, sondern ‚How I Started the Covid War Engineered Never To Be Won‘, zusammen mit dem Zitat von Ihnen vom 16. März 2020:

Wir sollten den NHS nur in Anspruch nehmen, wenn es wirklich notwendig ist.

Sie sagen, der Krieg sei gewonnen, Herr Hancock, und doch können wir den NHS immer noch nicht nutzen. Schreiben Sie doch ein Buch darüber, dann sind Sie endlich auf derselben Seite wie die sechs Millionen armen Schlucker, die auf eine Behandlung warten.

Präsident von Kroatien zerlegt Lockdown für Ungeimpfte: „Das ist Faschismus!“

Präsident von Kroatien zerlegt Lockdown für Ungeimpfte: „Das ist Faschismus!“

Was von einem großen Teil der Österreicher stillschweigend oder sogar wohlwollend hingenommen wird, stößt im Ausland auf massiven Gegenwind. So äußerte sich der kroatische Präsident Zoran Milanović nach einer Audienz beim Papst am Montag in einem Interview gegenüber der Presse mit klaren, harten Worten zum „Lockdown für Ungeimpfte” in Österreich:

Das ist Faschismus! Wo sind sie jetzt und warum schweigen die Brüsseler Bürokraten darüber? Ich habe ein Problem in letzter Zeit, weil sämtliche Argumente fehlen. Auch ich habe das Ganze monatelang unterstützt. Jetzt sehe ich keinen Sinn mehr darin. Es ist keine Frage des Wissens. Das hat mit Wissen mittlerweile nichts mehr zu tun.

Es kann nicht das Ziel sein, eine Impfung zu vermarkten, auch wenn sie sicher von brillanten Forschern erzeugt wurde. Das allein kann nicht die Lösung sein. Die Menschen müssen ein Recht haben, sich selber zu entscheiden. Wo bleiben die Menschenrechte? Wo bleibt das Gericht für Menschenrechte? Woher nehmen sie sich das Recht, den Ungeimpften zu verbieten, das Haus zu verlassen, wie es zurzeit in Österreich passiert?

Ich bin geimpft. Der Papst meinte, es sei eine gute Tat sich selbst gegenüber. Denk an dich selbst! Meine Pflicht ist, mich selber zu schützen und das habe ich getan. Wer Gutes will, soll sich selber schützen. Wer nicht möchte, der will sich eben nicht schützen. Das ist sein gutes Recht! Ich werde euch nicht mehr fragen, ob ihr geimpft seid. Meine Pflicht ist getan.“

Die Menschen müssen ein Recht haben, sich selber zu entscheiden

Auch aus Deutschland erreichen uns bereits zahlreiche bestürzte Beileidsbekundungen zum Maßnahmen- und Impfwahn der Bundesregierung. An Zeiten, in denen ein breiter Teil der Bevölkerung massiv benachteiligt und diskriminiert wurde, erinnert man sich in Österreich – einem Land, das eigentlich für Integrität und Individualität steht – nur sehr ungern. Die Politik täte gut daran, endlich die Notbremse ziehen, ihr Volk wieder wahrzunehmen und einen vernünftigen, menschlichen und verbindenden Kurs einzuschlagen. Denn eines ist sicher: Die Rote Linie ist längst überschritten.

21-Jähriger hielt Druck nicht stand: “Die Impfung, die mir jede Kraft geraubt hat“

21-Jähriger hielt Druck nicht stand: “Die Impfung, die mir jede Kraft geraubt hat“

Es sollte ein Befreiungsschlag sein, die Spritze für die Freiheit nach monatelanger Leidensphase durch sozialen und politischen Druck: Doch der 21-jährige Adrian S. aus einer Kleinstadt bei Berlin, der viele Freunde verlor, weil er ungeimpft war, leidet nach der Behandlung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson sehr viel mehr als je zuvor. Unser Redakteur Max Bergmann hat sich in Bernau bei Berlin mit Adrian getroffen. 

Von Max Bergmann

Für Adrian S. (Name von der Redaktion geändert) war vergangene Woche ein Punkt erreicht, an dem er sich dem Zwang ergeben musste, wie er mir im Gespräch erklärt. Im Telefongespräch vorab sagte Adrian, wir müssten uns „etwas weiter außerhalb treffen“. Zu groß die Angst, in seiner Heimatstadt erkannt zu werden, zu groß auch die Angst, jemand könnte ihn anhand seines richtigen Namens identifizieren. Ja, er wirkt, der soziale Druck. Adrian schrieb mir zuerst eine E-Mail, ihm fiel auf, dass ich viel aus und über Berlin berichte – seine Heimatregion. Und so treffe ich Adrian am Montag in einer mit der S-Bahn erreichbaren Kleinstadt bei Berlin, etwa 30km von seinem eigentlichen Wohnort entfernt, auch eine Kleinstadt im Landkreis Barnim. Wir begrüßen uns ganz selbstverständlich mit einem Handschlag, so wie das mal üblich war – aber man merkt, Adrian wirkt kraftlos.

Die saisonale Grippe-Impfung war für Adrian immer selbstverständlich

Adrian arbeitet jeden Tag mit vielen Menschen, wie er mir gleich zu Beginn des Gesprächs erklärt. Die Grippe-Impfung habe er sich deshalb auch immer geben lassen, sagt er. „Warum auch nicht, kennt man ja seit Jahrzehnten, Nebenwirkungen hatte ich da auch nie. Was man hat, hat man, dachte ich mir. Nehm ich halt mit“, sagt er. Er wirkt fast traurig als er das sagt, kraftlos und gebrochen. Auf meine Frage nach seinem Beruf erklärt er mir, er sehe jeden Tag hunderte, manchmal tausende Menschen und kommt mit ihnen in Kontakt. Er nennt den Namen seines Arbeitgebers: ein großer Name, den in der Umgebung jeder kennt. Er bittet mich, ihn nicht zu erwähnen. 

Impfdruck auf junge Menschen steigt – trotz nicht vorhandener Gefährdung durch Virus

Der junge Mann ist 21 Jahre alt, 22 wird er „zwischen den Jahren“, erzählt er mir. In seiner Altersgruppe der 20- bis 29-jährigen Männer starben den Zahlen des Robert-Koch-Instituts nach mit Stand 16. November 2021 genau 68 Männer – und der Vollständigkeit halber 37 Frauen. Man könnte also annehmen, Adrian sei nicht gerade groß gefährdet, an SARS-CoV2 zu sterben. Warum er sich den Impfstoff nicht ebenso wie den Grippe-Impfstoff schon viel früher geben hat lassen, will ich wissen – die Argumentation wäre ja dieselbe, „Was man hat, hat man“. Wir sitzen im Goethe-Park, nur wenige Fußminuten des Bernauer Bahnhofs entfernt. Es ist kalt, stark bewölkt, leicht regnerisch. Aber in ein warmes, trockenes Café setzen dürfen wir uns nicht: Wir gelten beide als ungeimpft, und Adrians Freiheitsspritze ist ohnehin noch nicht wirksam genug. Auf dem Weg zum Park versorgten wir uns mit zwei großen Latte Macchiato to go. 

„Schwurbler“ werden aus dem Freundeskreis aussortiert

„Ich hatte sogar einen Termin ausgemacht, als einer der ersten. Die hatten damals über die Krankenkassen Diagnosen ausgewertet und die Leute angeschrieben, ich bin zwar nicht in dem Sinne vorerkrankt, aber eine Verdachtsdiagnose des Hausarztes, die sich nie bestätigt hatte, reichte für die Berechtigung zur Impfung aus.“ Adrian kramt in seinem Rucksack, während er das erzählt. Er zeigt mir die Einladung, sie trägt ein Datum im 1. Quartals des Jahres. Aber er hatte es – bis jetzt – nicht getan. Warum, frage ich ihn. Ich hatte eine kurze, trotzige Antwort erwartet, aber Adrian verliert sich im Redefluss. 

Impfung und OP-Maske als Statussymbol in sozialen Medien

„Auf meinen Termin sollte ich damals fast 6 Wochen warten. Eigentlich nicht lang, andere mussten länger warten. Aber diese 6 Wochen haben gereicht um die Entwicklung in meinem Umfeld zu beobachten. Plötzlich fragten sich gegenseitig alle, ob sie denn schon geimpft sind, oder wenigstens einen Termin haben. Einer zeigte mir damals stolz sein Profil auf einer Dating-Plattform. Er hat „Impfung 1/2“ im Text geschrieben. Ganz oben, dass es auch niemand übersieht. Auf dem Profilfoto hatte er eine OP-Maske an, ich hab das nicht weiter kommentiert. Ein paar wenige Freunde sagten, sie hätten wohl nicht vor, sich impfen zu lassen. Die Mehrheit unter uns war schockiert. Anfangs versuchten sie einfach nur zu überreden, aber daraus wurde schnell Druck. Sie haben sich dann doch alle impfen lassen. Schwurbler sind das, die sich nicht impfen lassen, und Impfgegner, haben die immer gesagt. Lustig, das Wort Schwurbler nutzte vor Corona niemand. Heute ist alles und jeder Schwurbler, der noch ein bisschen nachdenkt“, Adrian lächelt während er das sagt, in seinen Augen erkannte man trotzdem tiefe Trauer und Resignation.

Wegen Impfstatus ausgrenzt: Wenn Freunde zu Feinden werden

War das Verhalten seines Umfelds ausschlaggebend für seine „Impfverweigerung“, frage ich ihn, und ich benutze dieses Wort ganz bewusst. Ich bin gespannt auf seine Reaktion. „Ich verweigere nichts. Habe ich nie getan“, sagt er. Man merkt in seiner Stimme, dass ihn das Wort trifft. „Ich habe einfach für mich selbst entschieden. Wer garantiert mir denn, dass diese künstlich erzeugten Spike-Proteine in meinem Körper keinen Schaden anrichten? Wo sind die Langzeitstudien, die die Unbedenklichkeit belegen? In den Medien lese ich immer nur Sachen wie …“, Adrian überlegt kurz. „Hochwirksam. Nebenwirkungsfrei. Äußerst seltene Nebenwirkung“. Er fragte sich recht früh, ob das objektive Berichterstattung ist oder einfach nur die Mitarbeit der Medien, möglichst viele Menschen zum Impfen zu drängen.

„Ja, das Umfeld war am Ende ausschlaggebend, mich nicht impfen zu lassen. Ich soll plötzlich weniger wert oder gar gefährlich sein, weil ich einen gar nicht ausreichend geprüften Impfstoff nicht erhalten will, nur weil die Mehrheit es tut und ich aber noch abwarten will? Und mich dann dazu von Freunden drängen lassen? Nein, dazu war ich zu stolz. Das wollte ich nicht! Ich habe mich viele Monate selbst zurückgezogen und Kontakte vermieden. Mit solchen Menschen wollte ich nichts zu tun haben“, und er meinte damit die Freunde, die ihn oder andere wegen des Impfstatus ausgrenzten.

Ausgewogener Medienkonsum statt einseitiger Berichterstattung

Adrian wirkt gut informiert, wenn er spricht, und er spricht klar und deutlich. Er weiß offenbar, wovon er spricht. Ich möchte wissen, wo er sich informiert. „Ich halte nichts von einseitiger Berichterstattung. Viele Medien beleuchten nur die eine Seite. Ich möchte hier jetzt auch niemanden an den Pranger stellen, und niemanden besonders hervorheben. Aber für mich war relativ schnell klar, ich brauche eine Mischung in meinem Medienkonsum. Anfang des Jahres habe ich angefangen, mich mit freien Medien zu beschäftigen. Ich lese mehrere davon regelmäßig und habe mir angewöhnt, das mit den Berichten in den öffentlich-rechtlichen Medien zu vergleichen. Die Unterschiede fallen auf. Es wirkt fast ein bisschen so als würden die etablierten Medien vieles einfach weglassen“. Das Wort „etabliert“ erregt meine Aufmerksamkeit. In so manchem politischen Spektrum wird von „etablierten Parteien“ gesprochen, in Abgrenzung zur eigenen Partei. Ich frage Adrian, ob er sich politisch engagiert. „Nein. Sicher nicht. Für mich sind das am Ende alles Verbrecher. Ich sehe mich von keiner Partei in Deutschland vertreten“, sagt er mit überzeugter Stimme. 

Impfung aus politischen Gründen – Medizinische Gründe spielen keine Rolle mehr

Ich frage Adrian, warum er sich nun anders entschieden hat, warum er sich nun doch impfen hat lassen. Und, wie es ihm damit geht – physisch und psychisch. Adrian schluchzt. Er braucht einen Moment, sich zu sammeln. Dabei holt er seinen gelben Impfpass hervor, er hatte ihn in seiner Hosentasche. Er gibt ihn mir wortlos, sieht dabei auf den Boden. Es fällt auf, er fühlt sich damit unwohl. Ob ich reinschauen darf, frage ich. Er nickt nur. Adrians Impfpass ist gut gefüllt, ein „Impfverweigerer“ ist er ganz offensichtlich nicht. Auch zahlreiche Grippe-Impfungen sind eingetragen, und nun: „COVID-19 Vaccine Janssen“ am 8. November. Mein erster Gedanke: Warum Johnson & Johnson? Das frage ich Adrian. „Aus politischen Gründen, ganz klar. Montag letzte Woche wurde ja bekannt, Ungeimpfte dürfen an sich gar nichts mehr. Auf Arbeit müsste ich jeden Tag einen neuen negativen Test machen, das ist doch die totale Schikane. In Berlin gilt fast überall 2G, hier in Brandenburg kommt das ja auch. Der ausschlaggebende Grund war einfach, ich wollte mein Leben vereinfachen. Als Ungeimpfter hätte ich spätestens jetzt überhaupt gar nicht mehr normal leben können, hätte tagein tagaus nur Umstände gehabt. Es ging einfach nicht mehr. Johnson & Johnson muss man nur einmal bekommen, nach 14 Tagen bin ich frei. Bei allem anderen hätte es noch Ewigkeiten gedauert“, sagt er. Für einen Moment lang bleibe ich stumm. Auch ich muss das erstmal verdauen. 

Formulare wirken wie eine Abtretungserklärung bei Impfschäden

Am Telefon erzählte Adrian von unglaublichen Aussagen und Vorfällen im Zusammenhang mit seiner Impfung. Ich hake nach, was er damit meinte. „Als das am Montag durch die Medien ging habe ich in einer Kurzschlussreaktion beschlossen, das jetzt zu machen. Entweder verrecke ich an Einsamkeit oder am Impfstoff, in dem Moment war es mir dann egal. In Berlin gibt es Impfpraxen, die das ohne Termin machen. Man wählt vorher online aus, welchen Impfstoff man erhalten möchte, bekommt einen QR-Code per E-Mail und geht dann hin. Eine solche Impfpraxis ist im Südwesten, in einem großen Einkaufszentrum. Ich bin da also hingefahren, habe mich angestellt. Dabei die zahlreichen Formulare gelesen und unterschrieben. Ich habe mich dabei fast so gefühlt als würde ich jegliche Ansprüche bei Impfschäden abtreten, ich musste noch niemals so viel Zeug bei einer Impfung unterschreiben. Eigentlich musste ich nie irgendwas unterschreiben“, Adrian rollt mit seinen Augen.

Keinerlei Aufklärung, keinerlei Sorgfalt im Umgang mit frisch Geimpften

„Ich musste etwa eine Stunde warten, kam dann dran. Und habe ein ausführliches Aufklärungsgespräch erwartet. Ich habe mich ja nur aus politischen Gründen für Johnson entschieden, der wird ja laut STIKO für mein Alter überhaupt nicht empfohlen. Aber, das war nicht so. Die haben meine Unterlagen geprüft. Die Impfung wurde eingetragen und gestempelt, bevor die Spritze überhaupt gesetzt war. Kurz habe ich ja überlegt, abzubrechen. Der Stempel war ja nun schon drin. Dann der „Pieks“, wie alle immer sagen. Und das wars. Kein Gespräch, keine Aufklärung über Alternativen, nichts. Ich musste dann sogar noch fragen, wo ich hingehen soll, niemand sagte was, die haben einfach den nächsten aufgerufen. Man soll sich ja wohl erstmal unter Aufsicht hinsetzen, aber ich wusste nicht, wo. Ich bin also gegangen. Niemand hat mich aufgehalten.“

Kurz nach der Impfung: Zusammenbruch in der U-Bahn und Gedächtnislücken

Sicherlich ist die Schilderung in dieser Praxis nicht auf alle Impfpraxen übertragbar, aber dennoch bin ich schockiert. Keine Aufklärung, niemand kümmerte sich um die frisch geimpften Menschen, ich weiß erst einmal nicht, was ich sagen soll und lasse Adrian weitererzählen. „Ich wollte dann nach Hause. Und habe ja einen weiteren Weg bis nach Brandenburg raus, habe vor der Tür noch eine Zigarette geraucht und bin dann in die U-Bahn. Was dann passiert ist, ja, ich erinnere mich nicht. Es war etwa 30 Minuten nach der Impfung. Wie ich in die U-Bahn kam, keine Ahnung, ich erinnere mich einfach nicht. Ich bin wohl einfach eingestiegen, muss ja so sein. Das nächste, an das ich mich erinnere: Meine Brille und mein Handy liegen auf dem Boden. Es war alles schwarz um mich herum. Ich erinnere mich an eine Art lauten Gong in meinem Kopf. Vielleicht der Schlag auf den Boden? Ich weiß es nicht. Kurz nach diesem Gong kam dann alles sehr verschwommen, Brille und Handy am Boden konnte ich erkennen. Die eigentlich lauten Geräusche der U-Bahn habe ich gar nicht wahrgenommen. Es war voll, viele Fahrgäste die miteinander sprechen, aber für mich war es einfach komplett still. Es fühlte sich ein bisschen an als würde mein Körper gerade wieder hochfahren, nachdem er komplett abgestürzt ist. Mir war schwindelig, ich wusste nicht, wo ich bin. Andere Fahrgäste haben mir hoch geholfen, ich habe erstmal was getrunken. So langsam kamen dann auch die Geräusche um mich herum dann wieder zurück. Am nächsten Bahnhof bin ich ausgestiegen, erstmal frische Luft, dachte ich mir.“ 

Apothekerin beschwichtigt: Leerer Magen sei vermutlich schuld an Zusammenbruch

Adrian erzählt mir, er wusste in dem Moment auch nicht, was er tun sollte. Notarzt rufen? Er war mit der Situation einfach überfordert, verständlich, wenn man gerade faktisch per Zwang geimpft wurde und eigentlich nur nach Hause will. „Ich habe eine Apotheke gesehen, und dachte mir, ich frage da mal nach. Völlig durchgeschwitzt kam ich da rein und habe erzählt, was passiert ist. Die Reaktion der Apothekerin war dann für mich der nächste Schock an diesem Tag. Sie erklärte mir, ich habe einfach zu wenig gegessen, da kann das schon mal passieren, dass man das Bewusstsein verliert. Ich hatte ihr ausdrücklich erklärt, dass ich gerade geimpft wurde. Und ich hatte übrigens wie immer gut gefrühstückt an dem Tag. Ich war so sprachlos.“ Und auch mich machen Adrians Erzählungen gerade sprachlos. Ich lasse ihn erzählen, ich weiß ohnehin nicht, was ich sagen soll.

Trotz massiver Nebenwirkungen: Auch Hausarzt sieht keinen Handlungsbedarf

„Ich hatte keinerlei Kraft mehr. Mit den Öffentlichen noch nach Hause? Das kam nicht in Frage. Ich habe mir ein Taxi gerufen. Schweineteuer war das, aber ging gefühlt nicht anders. Krank gemeldet habe ich mich auch sofort, ich war absolut nicht arbeitsfähig“. Ob er jetzt zwischenzeitlich wieder arbeitet, wollte ich wissen. „Nein. Es geht zwar etwas besser, aber ich bin völlig kraftlos, als ob die Spritze mir jegliche Lebenskraft genommen hätte.“ Ich denke mir, vermutlich waren das nicht die einzigen Nebenwirkungen, die auftraten. Man merkt, Adrian nimmt das Gespräch mit. Und trotzdem frage ich ihn, wie er sich in den Tagen nach der Impfung fühlte.

„Am ersten Tag ganz schrecklich. Ich lebe alleine. Familie weit weg, ich hatte mich eh sehr zurückgezogen. Ich hatte schreckliche Angst. Angst, ich könnte nochmal wegklappen, und niemand würde es bemerken. Auf Arbeit fehle ich ja entschuldigt, niemand würde wissen, dass ich vielleicht in meiner Wohnung liege und Hilfe brauche. Ich habe einer Nachbarin meinen Schlüssel gegeben und sie gebeten, ab und an nach mir zu schauen. Ich habe gefroren und gezittert am ganzen Körper, und das obwohl ich warm angezogen und zuhause dann zwei dicke Decken über mir hatte. Mein Kopf fühlte sich an als ob jemand mit einem Hammer drauf einschlägt. Ins Bad laufen, auf Toilette gehen? Fast unmöglich, mir war so schwindelig, ich wollte es nicht riskieren. Mein Hausarzt war telefonisch erreichbar, die Sprechstundenhilfe sagte aber nur: Hinlegen, viel trinken, und beobachten. Man könne da nicht mehr tun. Tolle Hilfe, wirklich.“ Adrian wirkte zornig, als er das sagte. Er hätte das alles nicht erleben müssen, wenn er nicht durch Gesellschaft und Politik dazu gedrängt worden wäre. „Ich war gesund, kerngesund. Und bin durch diese Impfung krank geworden, das kann man sich nicht ausdenken. Und ich bin sicher nicht der Einzige.“

„Niemand hat meine Ängste ernst genommen“

In den Tagen nach der Impfung entwickelten sich weitere Symptome, erklärt er mir. So haben am 3. Tag seine Beine angefangen, regelmäßig einzuschlafen, das linke mehr als das rechte Bein. „Ich konnte fast nicht mehr laufen, hatte vor allem im linken Bein ein extremes Stechen und Ziehen, bis zu den Füßen runter war alles wie eingeschlafen“, schildert er. Der erneute Anruf beim Hausarzt half ihm aber auch nicht. Das sei normal, und nicht bedenklich. „Ich konnte es nicht glauben, aber, niemand hat meine Ängste ernst genommen, niemand wollte mir helfen.“ Nachdem sich diese Beschwerden zwar über das Wochenende hinweg besserten, aber immer noch nicht verschwunden waren, war Adrian am Montag vor unserem Gespräch beim Hausarzt. Wegen dem Krankenschein für die Arbeit, wie er erklärt. „Ich bin weiterhin nicht arbeitsfähig“. Aber auch, um die D-Dimere im Blut bestimmen zu lassen. 

Hausarzt diagnostiziert psychosomatische Beschwerden – kein Zusammenhang mit der Impfung

Die teils extremen Kopfschmerzen aber auch das Stechen und Ziehen in den Beinen könnten ja auch auf die Entwicklung einer Thrombose hindeuten. „Eine „sehr, sehr seltene Nebenwirkung“, wie die Medien gerne betonen. Ist das wirklich so selten, wie die immer behaupten?“ Adrian versucht zu lächeln, als er das fragt. Es gelingt ihm nicht. Der Hausarzt rollte mit den Augen, als Adrian erklärte, er habe das aus politischen Gründen gemacht, erzählt er. D-Dimere bestimmen wollte er auch nur auf ausdrücklichen Wunsch Adrians. Ob das nicht alles nur psychosomatische Beschwerden sind, soll der Hausarzt ihn gefragt haben. 

Die Gesellschaft wird immer böswilliger, Adrian fühlt sich kraftlos und alleingelassen

Die Ergebnisse der Blutuntersuchung sollen binnen 24 Stunden vorliegen, er verspricht, mich auf dem Laufenden zu halten. Wie er sich jetzt insgesamt fühlt frage ich ihn. „Kraftlos. Gebrochen. Ich habe das nicht getan, um zur Mehrheit zu gehören. Ich habe es getan, weil diese ganzen Regeln mich belasten. Jeden Tag aufs Neue denke ich mir, ich kann nicht mehr, es wird immer schlimmer, ich halte das nicht mehr aus. Ich habe mir erhofft, mir damit Ruhe zu spritzen. Dass ich mir nicht mehr so viele Gedanken machen muss, was die alles beschließen.“ Ob er sich „eingeknickt“ fühlt frage ich Adrian. „Ein bisschen. Ich hätte standhaft bleiben können. Aber aus einem Impuls heraus dachte ich, es ist doch eh egal, ich mach es einfach. Vielleicht wird es dann ja besser.“ Es wirkt nicht so, als ob es besser wurde. Dennoch frage ich Adrian, ob er Hoffnung hat, dass sich seine Situation nun bessert. „Hoffnung? Nein, die ist lange weg. Schau dich um, es wird doch alles nur schlimmer. Ob geimpft oder ungeimpft, die Menschen sind doch alle böswillig. Hoffnung habe ich keine mehr.“ 

Auch eine Woche danach: Beschwerden halten an

Zum Abschluss unseres Gesprächs frage ich Adrian, welche Symptome er jetzt in diesem Moment spürt. „Angst. Die ist das schlimmste gerade. Angst vor dem, was noch kommt. Mein linkes Bein schläft immer noch regelmäßig ein. Die Kopfschmerzen treten auch eine Woche nach der Impfung noch sporadisch auf, auch wenn es besser wurde. Und ich habe keine Kraft. Gar keine Kraft. Jeder Schritt, den ich laufe, ist für mich im Moment eine Herausforderung.“

Es ist fast eine Frage, die ich mich nicht zu stellen traue, aber ich wage es. Ob er diesen Schritt anderen jungen Menschen empfehlen würde, frage ich. „Nein. Auf gar keinen Fall. Die letzten Tage waren für mich die absolute Hölle, was noch kommt weiß ich nicht. Ja, ein Versuch war es wert. Ändern kann ich es auch nicht mehr. Aber niemals würde ich das jemandem empfehlen. Niemals!“ Adrian begleitet mich zurück zum S-Bahnhof. Er muss dann einen Bus nehmen, am Busbahnhof. Der Abschied ist deutlich weniger förmlich als die Begrüßung. Wir drücken uns. Und ich merke: das hat er gebraucht. 

In Polen Wasserwerfer gegen Grenzangreifer, in Deutschland gegen das eigene Volk

In Polen Wasserwerfer gegen Grenzangreifer, in Deutschland gegen das eigene Volk

(David Berger) Den Migranten im Grenzgebiet zwischen Weißrussland und Polen ist derzeit jedes Mittel recht, um die Grenzanlagen zu Polen bzw. zur EU zu durchbrechen. Mit perfiden Propaganda-Aktionen versucht man dabei Polen, das Wasserwerfer zum Schutz der eigenen Bevölkerung und der Europas einsetzt, zu diskreditieren.

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Corona-Cluster nach 2G-Veranstaltungen: Impfversagen wird immer deutlicher

Corona-Cluster nach 2G-Veranstaltungen: Impfversagen wird immer deutlicher

Die Pandemie der Geimpften: Zu einem Chor-Konzert hatten aufgrund der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zutritt. Trotzdem haben sich bei dieser Veranstaltung in Hessen mindestens 24 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Und auch der Bundesliga-Club Eintracht Frankfurt hat gerade mit Corona-Infektionen nach einem 2G-Presseball zu kämpfen. Die Beispiele zeigen, wie unsinnig das Gerede von einer Pandemie der Ungeimpften ist.

  • Corona-Cluster nach 2G-Konzert: mindestens 35 Infizierte
  • Corona-Ausbruch nach Presseball bei Eintracht Frankfurt: 10 Infizierte
  • RKI: Impfung bietet keinen Schutz vor Infektion oder Weitergabe

Die Meldungen über Corona-Ausbrüche nach Veranstaltungen, die nach den 2G-Regeln abgehalten wurden, häufen sich. Die Vorfälle belegen einmal mehr, dass die Impfungen nicht vor ein Infektion schützen und auch nicht davor, andere anzustecken.

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35 Infizierte nach 2G-Konzert

Im Main-Kinzig-Kreis in Hessen sollen sich im Zuge eines Chorkonzertes am 30. Oktober in der Freigerichthalle nahe Hanau zumindest 35 Personen mit dem Corona-Virus infiziert haben, berichten Medien. Ein Großteil davon sind Sänger der Chöre. Da das Konzert nach den 2G-Regeln abgehalten wurde, waren sämtliche Teilnehmer der Chöre wie auch das Publikum entweder geimpft oder genesen. Wie viele Personen sich tatsächlich angesteckt haben ist unklar, da Kontaktdaten nicht erhoben wurden.

Cluster in Bundesligaverein nach Presseball

Ähnlich gelagert ist der Fall beim Bundeligisten Eintracht Frankfurt. Nach einem Sportpresseball des Klubs von ÖFB-Star Martin Hinteregger am 6. November, der ebenfalls nach den 2G-Regeln abgehalten wurde, sollen sich insgesamt 10 Personen aus der Marketingabteilung und der Geschäftsführung infiziert haben. Mannschaft und Betreuerstab waren nicht am Ball. Es soll daher keinen persönlichen Kontakt gegeben haben. Positive Tests von Spielern oder Betreuern liegen nicht vor.

Der „Game Changer“, der nichts ändert

Es ist ganz offensichtlich, dass die Impfungen künftige Corona-Ausbrüche nicht verhindern können. Das macht deutlich, dass es der Schallenberg-Regierung mit dem Lockdown für Ungeimpfte nur um eines geht: das Schikanieren der Stichvermeider. Denn selbst das RKI weist auf seiner Website darauf hin, dass es trotz Impfung möglich ist, sich mit Corona zu infizieren, zu erkranken und andere anzustecken (Wochenblick berichtete):

„Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden.“

Das RKI weist darauf hin, dass auch Geimpfte im Fall einer Ansteckung „infektiöse Viren“ ausscheiden können. „Zudem lässt der Impfschutz über die Zeit nach und die Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung PCR-positiv zu werden, nimmt zu. Das Risiko, das Virus möglicherweise auch unbemerkt an andere Menschen zu übertragen, muss durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen zusätzlich reduziert werden“, wird resümiert. Was genau hat der angebliche „Game Changer“ also verändert? Denn auch mit Impfung ist man ansteckend und muss sich an Hygienemaßnahmen halten.

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Wirbel um Toten am Klinikum Karlsruhe: Ungeimpfter angeblich nicht behandelt

Wirbel um Toten am Klinikum Karlsruhe: Ungeimpfter angeblich nicht behandelt

Verstarb ein ungeimpfter Notfallpatient, weil ihm die Behandlung aufgrund seines Impfstatus verweigert wurde? Ein Video, das in den letzten Tagen viral durch diverse Soziale Medien ging, scheint dies zu suggerieren. Das Krankenhaus dementiert die Vorwürfe vehement. Eine Untersuchung sei derzeit im Gang.

Ein Kommentar von Daniel Matissek

Angesichts der nicht enden wollenden Reihe an verstörenden Meldungen über immer hemmungslosere Diskriminierungen und Anfeindungen Ungeimpfter, die zuweilen an eine regelrechte Pogromstimmung erinnern, weiß man bald nicht mehr, welchen Schilderungen und Berichten man noch glauben soll. So wie bei einem Fall aus dem badischen Karlsruhe, wo am Wochenende gegen das dortige Städtische Klinikum ungeheuerliche Vorwürfe laut wurden.

Ein ungeimpfter Notfallpatient soll dort unzureichend behandelt worden und schließlich drei Tage später, am vergangenen Freitag, verstorben sein. Ein auf Telegram kursierendes Video zeigt einen Mann in der Klinik, der offenbar mit einem fixiertem Bein auf einer Matratze direkt auf dem Fußboden liegt. Das Zimmer wirkt wie eine Abstellkammer, nicht wie ein Krankenzimmer. Es fehlen an den Wänden die üblichen Anschlüsse, beispielsweise für Sauerstoff, auch Steckdosen für Krankenbetten sind nicht zu sehen. Auch eine Notrufglocke scheint zu fehlen. All das kann keinesfalls irgendeinem zulässigen Protokoll zur Behandlung von Patienten in einem deutschen Krankenhaus entsprechen.

Patient im Klinikum Karlsruhe mutmaßlich nicht behandelt weil Ungeimpft alleine auf dem Boden ist leider Verstorbenen pic.twitter.com/SoEKoiMol5

— Teutone280 (@teutone280) November 14, 2021

Würden Ärzte den hippokratischen Eid mit Füßen treten?

Die Bilder sorgen für Entsetzen und Entrüstung im Netz. Vorwürfe von „unterlassener Hilfeleistung“ bis hin zu „Mord durch Unterlassung“ machten schnell die Runde. Kann so etwas wirklich wahr sein? Sind in einem High-Care-Klinikum im hochentwickelten Sozialstaat Deutschland, mit einem der angeblich (noch) besten Gesundheitssysteme der Welt, solche Zustände wirklich denkbar? Würden Ärzte in Deutschland den hippokratischen Eid derart mit Füßen treten? Was die letzte Frage anlangt, muss man sie – nach den Erfahrungen der letzten 12 Monate – leider uneingeschränkt mit „Ja“ beantworten.

Dass Ärzten ihren Patienten die Behandlung verweigern oder den Zutritt zu ihren Praxen verwehren, wenn sie nicht geimpft sind, impliziert bereits die Bereitschaft, im Namen der „Volkshygiene“ zum Äußersten zu gehen. Angesichts der Psychose durch die Fixierung auf dieses Virus und dem Erlöserglauben an die Impfung wäre ein solcher Skandal durchaus vorstellbar.

Absurde Gerüchte könnten auch vorsätzlich gestreut werden

Sind die Fronten derart verhärtet, ist auch die Kompromisslosigkeit der Gegenseite im tobenden Info- und Meinungskrieg mittlerweile so ausgeprägt, dass sowohl die vorschnelle, hochemotionale Verkürzung eines komplexeren Sachverhalts denkbar wäre. Möglich ist auch die vorsätzliche Inumlaufbringung eines solchen Gerüchts, um dem Impfregime und seinen medizinischen Erfüllungsgehilfen maximal zu schaden.

Das betroffene Städtische Klinikum Karlsruhe dementiert den Vorfall vehement. Über Facebook teilte es mit, „dass der Impfstatus von Patient*innen für die konkrete Therapie- und Behandlungsentscheidung im Einzelfall grundsätzlich keinerlei Relevanz hat.“ Mehrere deutsche Medien übernahmen die Darstellung des Klinikums.

Statistische Irreführung bei Geimpften und Ungeimpften Krankenhauspatienten

Das Krankenhaus gab an derzeit seien rund 63 Prozent aller aktuellen behandelten COVID-Patienten nicht oder unvollständig geimpft „beziehungsweise verfügten über einen unklaren Impfstatus“. Bei den Intensivpatienten seien sogar „90 Prozent nicht oder unvollständig geimpft beziehungsweise verfügten über einen unklaren Impfstatus“. Damit soll wohl ausgesagt werden: Gäbe es eine interne Praxis oder gar Handlungsanleitung, Ungeimpfte nicht mehr zu behandeln, dann müsste diese weit mehr Patienten betreffen, als diesen einen Fall. Das Klinikum wolle „bis zur weiteren Klärung des Sachverhalts“ keine Stellung nehmen.

Zumindest was die Zahl der Umgeimpften anlangt, wendet die Karlsruher Klinik hier denselben statistischen Irreführungstrick an, der deutschlandweit immer offensichtlicher wird: Über 65 Prozent der Patienten hätten einen angeblich „unklaren Impfstatus“. Was dies bedeutet, ist inzwischen klar: Es handelt sich hier um Geimpfte, bei denen der (digital oder per Pass ja feststellbare) Impfstatus nicht weiter nachgefragt wird – während die explizit Ungeimpften natürlich begierig gezählt werden, um der staatlich erwünschten Stimmungsmache neuen Auftrieb zu geben.

Wohl schon 70 Prozent Geimpfte in den Krankenhäusern

Tatsächlich erlaubt die simple Umdeklarierung eines Großteils geimpfter Patienten zu Personen mit „unklarem Impfstatus“, dass die tatsächlich so gezählten „Geimpften“ zu einer verschwindenden Minderheit kleingerechnet werden. Dies erweckt dann beim manipulierten Angstbürger im Umkehrschluss den Eindruck, eine Mehrzahl der Hospitalisierten sei „ungeimpft“. In Wahrheit, so schätzen unabhängige Beobachter, liegt der Anteil Geimpfter in den Kliniken wohl schon bei 70 Prozent und damit auf demselben Niveau wie in der Gesamtbevölkerung – was die These, die Impfung schütze vor schweren Verläufen, einmal mehr in Zweifel zieht.

Terroristen besorgt: Ungeimpfte nehmen ihnen den schlechten Ruf weg!

„Gefährder-Horror“ mit Ungeimpften (Symbolbild:Imago)

Gäbe es einen Interessenverband der Selbstmord- und Bombenattentäter, so sollte er sich inzwischen in heller Aufregung befinden. Die Kontrolle über das Reich des Schreckens ist ihm hoffnungslos entglitten, das Monopol der Angst zerschmettert – und das wegen vollkommen harmlos und normal wirkenden Bürgern, welchen man niemals zugetraut hätte, zu einer solchen Gefahr für die öffentliche Sicherheit werden zu können. Da hat man endlich den Mut gefasst, sich der Religion zu Ehren mit einem Sprengstoffgürtel umhüllt auf den Marktplatz von Oer-Erkenschwick zu stellen, schöpft noch einmal Atem, um den Ruhm des Hochallmächtigen zu preisen, da schallt es plötzlich aus dem Mund einer älteren Dame: „Da vorn steht Hans-Dieter! Der ist noch nicht geimpft, der Schurke!„.

Und schon hat Hans-Dieter unserem Dschihadisten die Show gestohlen, auch ganz ohne Dynamit oder C4. Unverrichteter Dinge trottet er zurück ins Hauptquartier, wo die Kameraden schon darauf warten, ein Bekennervideo auf YouTube hochzuladen, aber ach! – damit wird es heute nichts: „Tut mir leid, Jungs, aber der Zeitpunkt war ungünstig. Es waren Ungeimpfte anwesend, da wäre mein Opfer gar nicht bemerkt worden. Ich versuche es morgen noch einmal in Bayern, da soll die Impfquote höher sein!“ – „Mach dir keine Vorwürfe, Hassan. Diese Ungeimpften sind überall – dagegen sind wir machtlos. Diese Almans haben einfach mehr Angst vor denen als vor uns. Die nehmen uns doch gar nicht mehr ernst. Möge Allah ihnen in seiner Weisheit tausend neue Mutationen senden!

Maximaler Effekt

Natürlich vermag ich nicht zu sagen, ob die Mitglieder dieses imaginären Interessenverbandes mittlerweile in Depressionen verfallen sind oder planen, sich in Zukunft zu ihrem Sprengstoffgürtel ein Schild „Ungeimpfter Selbstmordattentäter“ umzuhängen, zur Erzielung des maximalen Effekts. Aber wenn die Corona-Kriegsrhetorik noch weiter eskaliert, dann wird ihnen bald nichts anderes übrig bleiben. Wären die Morde von Würzburg mehr beachtet worden, wenn die Schlagzeile „Der Täter war ungeimpft!“ gelautet hätte? Dann wäre es wenigstens möglich gewesen, auch daraus einen Zusammenhang zu generieren.

Es ist makaber, so zu denken, das weiß ich auch. Aber wenn ich mir die gnadenlose Verurteilung der Ungeimpften in der Öffentlichkeit anschaue, drängen sich mir derlei Gedanken einfach auf. Montgomery vom Weltärzteverband und sein Wort von der „Tyrannei„, und jetzt auch noch die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die von „terrorisieren“ spricht. Da hat wohl jemand vergessen, wofür das „F“ im eigenen Parteinamen steht. Das sehen glücklicherweise auch einige Mitglieder der FDP so, die gerade mit den Füßen abstimmen: Selbst viele freiwillig Geimpfte in den eigenen Reihen zeigen ihr die rote Karte und sprechen offen von Parteiaustritt. Das war wohl zuviel verbale Eskalation.

Und wieder einmal stellt sich hier die Frage: Wie kann sich unsere Wahrnehmung der Lage so eklatant von der Frau Strack-Zimmermanns oder Herrn Montgomerys unterscheiden? Ja, es gibt auch in den Reihen der Impfskeptiker – ich sage bewusst nicht „Impfgegner“ – einige Dogmatiker, die Geimpften empört die Freundschaft kündigen. Aber die Regel ist das nicht. Die meisten von uns wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden und eigene Entscheidungen treffen, so wie es ihnen von der Politik auch verbindlich zugesichert worden war. In der Argumentation der Pro-Impfungsaktivisten klaffen bekanntlich einige Logiklöcher, die man auch als medizinischer Laie ohne weiteres erkennen kann. Wie wäre es mit befriedigenden Antworten anstatt wüster Verunglimpfung?

Im Trüben stochern

Zudem: Die Ungeimpften sind längst zum Teil der Hinhaltepolitik geworden. Was machte man nur ohne sie? Leider neigen die meisten Menschen dazu, nach unten zu treten, wenn sie ungeduldig und frustriert sind. Das kann Verantwortlichen nur recht sein, die mit ihren Maßnahmen im Trüben stochern, ohne dass sich etwas bessert. Nicht die Einsparungen im Gesundheitswesen sollen an der Überlastung der Intensivstationen schuld sein – sondern die Ungeimpften. Problem billig und effizient gelöst – zumindest für den Augenblick. Die Bürger, das weiß man aus Erfahrung, schimpfen vielleicht ein wenig auf diejenigen, die sie für mächtiger als sich selbst halten; doch sie wählen sie trotzdem wieder, auch wenn sie Unglaubliches verzapft haben. Die konnte man auch an den Wahlergebnissen im Ahrtal gesehen.

Bleibt nur noch die Frage: Machen die Montgomerys und Strack-Zimmermanns nur uns etwas vor, oder sind sie schon so betriebsblind, dass sie selbst glauben, was sie erzählen, um sich unbewusst vor der Suche nach echten Lösungen zu drücken? Echter Terror wird verharmlost, die freie Entscheidung des Bürgers dämonisiert. Es ist jeweils der Weg des geringsten Widerstands. Und das ist nun wirklich nicht mehr lustig.

Presseerklärung der Gesellschaft der Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V. zum Schreiben der KV-BW vom 11.11.2021

Presseerklärung zum Schreiben der KV-BW vom 11.11.2021 zum Thema: „Dürfen Vertragsärzte und Psychotherapeuten die Patientenbehandlung vom Vorliegen der 3G-Regel abhängig machen?“

Bankrotterklärung der ärztlichen Ethik: Rundbrief der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg.

Dieser zynische und gesellschaftsspaltende Text aus der Feder der beiden Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung BadenWürttemberg darf auch im restlichen Bundesgebiet nicht unbemerkt und unkommentiert blieben! Was hier der Vorstand der KV-BW zu Papier gebracht hat, ist an Menschenverachtung kaum mehr zu überbieten. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat dem Ansehen der deutschen Ärzteschaft schweren und kaum wiedergutzumachenden Schaden zugefügt. Die Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“ (MWGFD) sieht in dem Verhalten der beiden Vorstandsmitglieder der KV Baden-Württemberg eine Verhöhnung aller ärztlichen Ethik mit deutlichen Parallelen zu den widerwärtigen Menschenjagden zwischen 1933 und 1945.


Website der MWGFD: https://www.mwgfd.de/

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Widerstand gegen Funktionäre lohnt sich: Aufruf zur Behandlungsverweigerung gelöscht
16.11.2021, 12:59 Uhr. Blauer Bote Magazin – Wissenschaft statt Propaganda – blauerbote.com – KVBW macht Rückzieher und löscht Aufruf zur Behandlungsverweigerung für nicht geimpfte Menschen Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hatte Kassenärzte und Psychotherapeuten aufgerufen, mit einem Trick nicht geimpften Menschen die Behandlung zu verweigern. Mein Bericht darüber hat offenbar Wellen geschlagen und Stress verursacht…

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16.11.2021, 12:40 Uhr. >b’s weblog – https: – Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hatte Kassenärzte und Psychotherapeuten aufgerufen, mit einem Trick nicht geimpften Menschen die Behandlung zu verweigern. Mein Bericht darüber hat offenbar Wellen geschlagen und Stress verursacht. Das Schreiben, das zuvor an alle Vertragsärzte im Land geschickt worden war, wurde stillschweigend…

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Die Kassenärztliche Vereinigung schreibt einen Brief an seine Kassenärzte – 2G/3G wird ausdrücklich gewünscht
15.11.2021, 08:19 Uhr. corona-blog.net – https: – Das Bundesgesundheitsministerium stellte vor ein paar Tagen klar: „Ärzte dürfen die Behandlung ihrer Patienten nicht mit einer 3G-Regel beschränken. Eine ganze Gruppe wie beispielsweise Umgeimpfte dürfen nicht ausgeschlossen werden. Also Kassenärzte, die sich auf ihr Hausrecht oder irgendetwas anderes berufen, können sofort berufs- und strafrechtlich…

“Impfa, Impfa, Täterä”? – der Büttenbrief der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württembergs ist blutiger Ernst
14.11.2021, 23:42 Uhr. barth-engelbart.de – barth-engelbart.de – Aufruf der Kassenärztlichen Vereinigung in Baden Württemberg vom 11.11.2021 an alle Kassenärztinnen und Psychotherapeutinnen in diesem Bundesland – vorgetragen von der Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner. Der Vorstand der KV-BaWü verpflichtet in einem Brief an alle Mitglieder, die Behandlung in ihren Praxen nach der 3G-Regel durchzuführen…

Kassenärztliche Vereinigung ruft dazu auf, nicht geimpften Menschen mit einem Trick die Behandlung zu verweigern
14.11.2021, 15:38 Uhr. Geld und mehr – https: – 14. 11. 2021 | Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat an alle Kassenärzte und -psychotherapeuten im Land geschrieben, um diesen einen Tipp zu geben, wie sie nicht geimpften Patienten trotz entgegenstehender Rechtslage die Behandlung verweigern oder von einem vorherigen Corona-Test abhängig machen können. Der KVBW, einer…

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Bill Gates zahlte Medien 319 Millionen Dollar – Der Spiegel erhielt 5,4 Millionen

Bill Gates zahlte Medien 319 Millionen Dollar – Der Spiegel erhielt 5,4 Millionen

Dokumente zeigen, dass Bill Gates 319 Millionen Dollar an Medienunternehmen gegeben hat

„Während die Medienimperien anderer Milliardäre relativ gut bekannt sind, ist das Ausmaß, in dem das Geld von Gates die moderne Medienlandschaft prägt, nicht bekannt. Nach Durchsicht von über 30.000 Einzelspenden kann MintPress aufdecken, dass die Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF) Spenden im Wert von über 300 Millionen Dollar zur Finanzierung von Medienprojekten geleistet hat.

Zu den Empfängern dieser Gelder gehören viele der wichtigsten amerikanischen Nachrichtensender, darunter CNN, NBC, NPR, PBS und The Atlantic. Gates sponsert auch eine Vielzahl einflussreicher ausländischer Organisationen, darunter die BBC, The Guardian, The Financial Times und The Daily Telegraph im Vereinigten Königreich, prominente europäische Zeitungen wie Le Monde (Frankreich), Der Spiegel (Deutschland) und El País (Spanien) sowie große globale Fernsehsender wie Al-Jazeera.“

Dazu auch:

Das Geschäftsmodell von Philanthropen

Der Spiegel und die Millionen von Bill Gates

„Dass Leute wie Bill Gates ihr Vermögen zur Rettung der Welt und für edle Projekte ausgeben, ist nicht wahr, denn während Bill Gates sein Vermögen angeblich mit vollen Händen ausgibt, um die Welt durch Impfungen und was weiß ich noch alles zu retten, wird Bill Gates trotzdem immer reicher. Der Trick, den alle „Philanthropen“ nutzen, ist relativ einfach zu verstehen: Die Bill and Melinda Gates Foundation hat ihr Vermögen in Aktien der Firmen angelegt, die an den Projekten, die Bill Gates fördert, Geld verdienen. Ein Beispiel: Am 4. September 2019, also gerade mal vier Monate bevor der erste Covid-19-Fall bekannt wurde, hat die Stiftung von Bill Gates eine erste Kapitalbeteiligung an BionTech verkündet. Bill Gates investierte 55 Millionen Dollar in BionTech-Aktien und das Investment sollte auf 100 Millionen Dollar ausgebaut werden.

Wie es der Zufall wollte, ist BionTech unmittelbar danach, am 10. Oktober 2019, in den USA an die Börse gegangen, der Aktienkurs von BionTech lag beim Börsengang bei unter 14 Dollar. Im Zuge der Corona-Pandemie ist BionTech dann eine Kooperation mit Pfizer eingegangen, um gemeinsam den Covid-19-Impfstoff auf mRNA-Basis zu entwickeln. Wieder ein Zufall: Auch an Pfizer ist die Bill and Melinda Gates Foundation beteiligt. Der Börsenkurs von BionTech ist im Zuge der Pandemie regelrecht explodiert und lag zwischenzeitlich bei fast 400 Dollar.

Wenn wir annehmen, dass Bill Gates sich an BionTech „nur“ mit 55 Millionen beteiligt hat, und sich der Aktienkurs zwischenzeitlich fast verdreißigfacht hat, dann war das 55-Millionen-Investment von Bill Gates zwischenzeitlich weit über eine Milliarde Dollar wert. Da das aber nur eine erste Kapitalbeteiligung war und Bill Gates sein Investment erhöhen wollte, dürfte er weit mehr Aktien von BionTech gekauft und weit mehr Geld verdient haben. Bill Gates hat offensichtlich einen guten Riecher für Investments.“

Bill Gates lässt sich übrigens von seiner eigenen Stiftung (siehe deren Website) ständig als Philanthrop bezeichnen. Hierzu eine einfache Frage an den Leser: Wenn Du (tatsächlich) ein Philanthrop wärst und Dein Geld für die Weltrettung ausgeben würdest, würdest Du Dich selbst ständig als Philantroph bezeichnen beziehungsweise von Deinen Angestellten und Stiftungen als Philantroph bezeichnen lassen? Wohl kaum.

Frankfurter Rundschau: WHO am Tropf der Gates-Foundation

Ein Artikel der FR von 2017 zu Bill und Melinda Gates, Zitat:

„Die WHO hängt selbst am Geldtropf der Gates-Foundation. Sie stellt 14 Prozent des Budgets und steht kurz davor, ins Beratungsgremium aufgenommen zu werden. „Durch zweckgebundene Spenden prägt die Gates-Stiftung die globale Entwicklungsagenda an demokratischen Prozessen vorbei. Dadurch werden große Teile der Bevölkerung von politischer Teilhabe ausgeschlossen“, kritisiert der entwicklungspolitische Sprecher der Grünen, Uwe Kekeritz. 70 Prozent des WHO-Budgets sind zweckgebunden. Wenn die WHO über immer weniger Geld frei verfügen kann, fehlt es nicht nur für den Aufbau eines gerechten globalen Gesundheitssystems, sondern auch für schnelle Hilfe. Das war beim Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika der Fall.

In den vergangenen 20 Jahren haben die 194 Mitgliedstaaten der WHO wegen klammer Kassen ihre Beiträge immer weiter gesenkt. Das ist auch dem Umstand zu verdanken, dass Reiche zu wenig Steuern zahlen. Das gigantische Vermögen von Bill Gates ist nicht zuletzt dadurch zustande gekommen, dass Microsoft seit Jahren Steuervermeidung betreibt. Darüber hinaus hat das Unternehmen 109 Milliarden Dollar in Steueroasen gebunkert. Noch heute profitiert Gates davon: Er hält mehr als 300 Millionen Aktien an Microsoft. Je weniger Steuern Regierungen einnehmen, desto mehr sind sie auf private Geldgeber wie die Gates-Foundation angewiesen.“

Die Machteliten, die toten Afrikaner und die Absicherung der Herren durch beleidigte Wohlstandskinder

Verbotene Demo in Berlin: Meine nicht gehaltene Rede | Von Ernst Wolff

„Noch schlimmer als bei uns waren die Folgen in den Entwicklungs- und Schwellenländern: Allein 2020 ist der Lebensstandard von mehr als eineinhalb Milliarden Menschen gesenkt und sind mehr als 130 Millionen Menschen zum Hungern verurteilt worden.

Am entgegengesetzten Ende der Gesellschaft dagegen sah es anders aus:

Noch nie haben Regierungen mit Hilfe der Zentralbanken ‚Rettungsgelder‘ in solcher Höhe und solchem Umfang wie 2020 vergeben. Der Löwenanteil dieser Gelder ist auf direktem Weg in die Finanzmärkte geflossen und hat dort eine Rallye befeuert, die zur größten Vermögensumverteilung von unten nach oben geführt hat, die die Welt jemals erlebt hat.

Was steckt dahinter? Wie war es möglich, unter dem Vorwand eines vermeintlichen gesundheitlichen Schutzes der Bevölkerung weltweit einen solch riesigen Wohlstands-Transfer vorzunehmen?

Die Antwort lautet: Wir sind 2020 am Ende eines historischen Prozesses und damit an einem Wendepunkt in der menschlichen Geschichte angekommen, und es ist nicht die Politik, die über den zukünftigen Kurs der Welt entscheidet, sondern eine andere – unendlich viel mächtigere – Kraft, nämlich der DIGITAL-FINANZIELLE KOMPLEX.

Dieser Komplex hat sich in den zurückliegenden 40 Jahren wie ein Krebsgeschwür über die gesamte Welt ausgebreitet und sämtliche Bereiche unseres Lebens durchdrungen. Zu seinen wichtigsten Vertretern zählen die großen IT-Konzerne und die führenden Vermögensberatungen.

Der Börsenwert der fünf größten Digitalkonzerne Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft und Facebook liegt zurzeit bei sagenhaften 8,8 Billionen Dollar, allein die beiden größten Vermögensverwalter der Welt, BlackRock und Vanguard, verwalten zusammen mehr als 16 Billionen Dollar.

Dieser Konzentrationsprozess von Geld und Macht in immer weniger Händen ist einmalig. Noch nie in der gesamten Geschichte der Menschheit haben so wenige Menschen und so wenige Unternehmen so viel Geld besessen wie heute. Noch nie haben sie so viel Macht ausgeübt und noch nie haben sie diese Macht so hemmungslos eingesetzt wie in den vergangenen 16 Monaten.“

Sie sichern sich ab: Ganz normaler Holocaust-Missbrauch zur Durchsetzung von Herrschaftsinteressen. Wer nicht „staatstreu“ und „kapitalismustreu“ ist, sei ein Antisemit. Dass das nicht „links“ ist, dürfte jedem klar sein. Ein Interview mit der in „antideutschen Kreisen“ („Antideutsche“ ist die selbst gewählte Eigenbezeichnung der mit dauernden Antisemitismus-Vorwürfen arbeitenden Pro-Machteliten-Fanatiker) wohlgelittenen pseudolinken Band „Antilopengang“ bei Neues Deutschland vom 10.11.2014, mehr als vier Jahre nach den Gewaltorgien bei Stuttgart 21:

„Danger Dan: Also Blockupy fand‘ ich schon besonders dumm. Diese Idee es gäbe irgendwie 99% von Unterdrückten, die von einem Prozent Reicher unterdrückt werden – ein besseres Beispiel für verkürzte Kapitalismuskritik gibt’s eigentlich gar nicht. Da würde auch die NPD unterschreiben und mitmachen.

Koljah: Das ist ja auch schon fast Antisemitismus. Da ist ja schon der Aufruf zum Pogrom impliziert.

Danger Dan: Das das überhaupt noch geht, dass Linke sich auf so einen Unsinn einigen können, hat mich krass verwundert. Da bin ich dann doch sehr froh über Rechtsstaatlichkeit, über Polizisten, die diese Leute dann im Zaum halten. Und ich würde auch tatsächlich, wenn diese Leute sich erheben und das umsetzen wollen, was da zwischen den Zeilen angekündigt wird, dieses reiche eine Prozent – wer auch immer das sein soll – wenn die die jetzt lynchen würden, würde ich auch auf der Seite der Polizei gegen sie kämpfen. Mit Waffengewalt.

Koljah: Ich muss sagen: mich hat’s überhaupt nicht verwundert. Sondern das steht in der Tradition einer Linken, die in Deutschland spätestens seit 68 antisemitisch durchsetzt ist. Das passt dazu. Diese ganzen Proteste, die so tun als könne man nur »das Finanzkapital« kritisieren, die ein Bild von »guter Kapitalismus gegen schlechter Kapitalismus« zeichnen, bieten genau den Anknüpfungspunkt für Antisemitismus. […]

Danger Dan: Da wo solche abstrakten Probleme auf irgendwelche Minderheiten oder am Ende noch die Juden projiziert werden, bin ich aus dem Spiel raus und hab keine Lust darauf. Ich bin dann sehr skeptisch und bei mir gehen die Alarmglocken an. Und im Fall von Antisemitismus sind Juden die, die als Juden angegriffen werden. Das hat nichts mit Religion zu tun.

Panik Panzer: Um noch ein mal kurz etwas unpolitisches zu sagen: Stuttgart 21 ist ein sehr notwendiges Projekt. Wir hatten mal einen Auftritt in Baden-Württemberg, waren an diesem schrecklichen Kopfbahnhof, der so scheiße aufgebaut ist, dass wir halt knallhart unseren Anschlusszug verpasst haben und zu spät zum Soundcheck gekommen sind. Da wurde mir klar, dass ein moderner Bahnhof dieser Stadt gut tun würde. Da muss ich mal eine Lanze brechen für Stuttgart.

Danger Dan: Das Problem ist das gleiche. Da haben sich die Leute aufgeregt und gesagt: Die Reichen machen da irgendwelche Prestigeprojekte und die Armen kriegen nichts ab. Es ging nicht um irgendwelche Käfer in irgendwelchen Bäumen. Der ganze Links-Deutsche Mob konnte sich darauf einigen. So furchtbar lächerlich dieser Protest.“ […]

Danger Dan: Das hat was von HoGeSa in bürgerlich.“

Das ist natürlich preisverdächtig: Die ARD zeichnete das Trio mit dem New Music Award 2015 (NMA) aus, der auch einen Geldpreis für Musikequipment beinhaltet:

„Die Jury um den Berliner Musiker Bosse überreichte der Gang einen Scheck über 10.000 Euro. […] Die Jury lobte nach der Show alle Acts und begründete ihre Entscheidung: ‚Die Antilopen Gang hat nicht nur Style, sondern auch Haltung. Sie haben eine mitreißende Show mit politischen Reflexionen zu fetten Beats hingelegt.’“schreibt PULS vom Bayrischen Rundfunk dazu.