Kategorie: Nachrichten
Koalitionsvertrag: Noch mehr Geld für „Kampf gegen Rechts“

Von MANFRED ROUHS | Nicht Corona und schon gar nicht der Terrorismus des politischen Islam sind das Hauptproblem Deutschlands jetzt und in den kommenden Jahren. Nein, der „Rechtsextremismus ist derzeit die größte Bedrohung unserer Demokratie“. So steht es schwarz auf weiß im Koalitionsvertrag der Ampelparteien. Schon die schwarz-rote Regierungskoalition hatte die Vergabe von Steuermitteln in […]
Impfpflicht über alles!
Auf dem Weg zur Impfpflicht bedienen sich die Entscheidungsträger Verfahrensweisen wie Verachtung des Rechtsstaates, Entweder-oder-Angeboten und Kidnapperlogik. Alternative Wege anderer Länder werden dabei despektiert. Von Thomas Rießinger.
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2G-Regel: Millionenhaftung rollt auf Arbeitgeber zu
Wer haftet bei Covid-19-Ansteckungen, weil mögliche Lebensgefahren am Arbeitsplatz wissentlich und vorsätzlich ignoriert werden? Wenn sich gesunde und täglich (!) getestete Arbeitnehmer dennoch während der Arbeit anstecken? Der Grund: Gesunde werden derzeit genötigt, mit nicht getesteten und möglicherweise hochinfektiösen Menschen im gleichen Raum zusammenzuarbeiten, dabei den Schreibtisch und die Werkbank zu teilen. Ein Gastbeitrag von Meinrad Müller
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Woher kommt der Strom? Kaum regenerativer Strom für Deutschland
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von Rüdiger Stobbe
Ein Leser schrieb vergangene Woche: „Ich freue mich auf die Analyse der Tage 12. bis 17.11.21. Über Norddeutschland dichte Wolkendecke. Es wird kaum hell. Normal im November. Allerdings: kein bisschen Wind. Die Stromzukäufe aus den Nachbarstaaten müssen Rekordniveau haben.“ Der oben genannte Zeitraum verteilt sich auf zwei Analysewochen. Es gab in der 45. Analysewoche in der Tat wenig regenerativen Strom (Abbildung). Was allerdings zu hohen Importen, aber durchaus nicht zu Strom-Rekordimporten führte, sondern vor allem zu einem massiven Anstieg der fossilen Stromerzeugung. (Abbildung 1). Die konventionellen Erzeuger kalkulierten mit einer längeren Schwachwindphase. Solarstrom fällt im Herbst/Winter ohnehin nur sehr wenig an. Da lohnte es sich schon, etliche Kraftwerke mehr hochzufahren. So blieb der Importstrombedarf insgesamt überschaubar.
Eines übrigens sollte man wissen. Wenn fossile Kraftwerke abgeschaltet werden, so sind dies immer zunächst die modernen, neueren Anlagen. Bestes Beispiel ist Moorburg bei Hamburg. Wenn denn – wie in der aktuellen Analysewoche – viel konventioneller Strom benötigt wird, um die entstehenden Stromlücken nicht zu groß werden zu lassen und so unsere Stromlieferanten aus dem benachbarten Ausland nicht zu überfordern, dann gibt es eine Reserve, die in aller Regel nicht dem neuesten Standard entspricht. Installierte Leistung ist genug vorhanden.
Selbstverständlich exportiert Polen auch diese Woche seinen dann doch nicht wirklich sauberen Kohlestrom nach Deutschland. Es lohnt sich einfach. Kurz und knackig: Was Deutschland an „Kohle“ ´abschaltet`, füllt Polen wieder auf. Und lässt sich das mit 165,80€/MWh und insgesamt knapp 25 Mio.€ auch in der 45. Analysewoche richtig gut bezahlen. Der Kohle-Kumpel, nicht nur in der Lausitz, reibt sich die Augen. Er wird demnächst freigestellt. Das nenne ich Bestandteil einer Energiepolitik, die jeder Vernunft Hohn spricht und nur von Leuten erdacht werden kann, die faktisch in einem Wolkenkuckucksheim hausen. Leute, die vom richtigen Leben keine Ahnung haben. Einem Leben, in dem Menschen ihren Lebensunterhalt mit harter Arbeit verdienen müssen. Diese Menschen spielen allerdings keine maßgebliche Rolle bei Energiewendern und Klimaschützern. Hauptsache, das Klima im Jahr 2100 wird – angeblich – gerettet.
Die Strompreise schwanken zwischen 55 und 300€/MWh. Wobei die 300€/MWh Deutschland an seine Nachbarn zahlt. Zwei von vier Vorabendlücken erfordern Stromimporte zu diesen Preisen. Die beiden anderen Lücken sind mit 252€/MWh und 213€/MWh etwas weniger preisintensiv (Abbildung 2). Wer wieviel Strom wann und zu welchem Preis im- und/oder exportiert verrät Abbildung 3.
Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 4 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose“ kommt, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 5 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.
Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 6 ab. Abbildung 7 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdopplung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren. Bitte unbedingt anschauen. Vor allem die Verdopplung. Abbildung 8 weist auf einen Artikel hin, der sich mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm der Grünen befasst, welches durchgesetzt werden soll, wenn die Partei Regierungsmitglied wird. Abbildung 9 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.
Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:
- Strom-Import/Export: Die Charts
- Produktion als Anteil der installierten Leistung
- Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
- Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum
sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf„, „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und Exportanalyse: Charts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.
Abbildung 10 bringt einen Artikel der Schweizer Weltwoche, der sich mit dem Strombedarf der Schweiz befasst. Wir danken der Weltwoche und empfehlen sie ausdrücklich.
Beachten Sie bitte unbedingt die Zulassungszahlen E-Mobilität für Oktober 2021 unter den Tagesanalysen, die wie immer Peter Hager zusammengestellt hat.
Tagesanalysen
Montag, 8.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 35,92 Prozent, davon Windstrom 21,6 Prozent, PV-Strom 4,66 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,66 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Die Windstromerzeugung nimmt über Tag ab. Es kommt zu einer ausgeprägten Strom-Vorabendlücke, die in der Spitze mit 300€/MWh geschlossen werden muss. Deutschland nimmt unter dem Strich dennoch gut 12 Mio. € für exportierten Strom ein. Die Konventionellen drehen schon richtig auf. Zum Lückenschluss reicht es dann doch – gewollt! – nicht. Man nimmt lieber die hohen Preise mit. Man hat das Verhältnis Erzeugung/Preis optimiert. Der Handelstag
Dienstag, 9.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 38,14 Prozent, davon Windstrom 21,14 Prozent, PV-Strom 7,78 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,22 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Die Windstromerzeugung nimmt wieder zu. Deutschland exportiert unter dem Strich den ganzen Tag überschüssigen Strom. Konventionellen Strom. Das Preisniveau sinkt. Deutschland nimmt dennoch unter dem Strich dennoch knapp 20 Mio. € für exportierten Strom ein. Der Handelstag.
Mittwoch, 10.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 27,92 Prozent, davon Windstrom 12,45 Prozent, PV-Strom 5,70 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,82 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Ab 16:00 Uhr liegt die regenerative Stromerzeugung mittels Windkraft und Solar praktisch darnieder. Erst zum 12.11.2021 kommt ein kleiner Windbuckel (von 6:00 bis 12:00 Uhr), der die Flaute unterbricht. Danach wieder Flaute. Bis zum 16.11.2021. Der Zeitraum, den unser Leser ganz oben meint. Heute, am 10.11.2021 beginnt also eine lange regenerative Strom-Mindererzeugung. Dementsprechend bullern die Konventionellen. In der Spitze erzeugen sie 60 GW fossil-atomaren Strom. Heute legt Deutschland drauf. 1,74 Mio € kostet der Stromimport unter dem Strich. Den deutschen Stromkunden. Der Handelstag.
Donnerstag, 11.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 21,91 Prozent, davon Windstrom 5,94 Prozent, PV-Strom 5,52 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,45 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Der Albtraum unserer Energiewender, Klimaschützer und Weltenretter, die regenerative Stromerzeugung (Wind, PV) ist den ganzen Tag fast gar nicht vorhanden. Dementsprechend groß sind die Strom-Versorgungslücken, die per Importstrom geschlossen werden müssen und entsprechend kosten. Obwohl die Konventionellen viel fossil-atomaren Strom erzeugen. Heute legt Deutschland wieder drauf. Knapp 6,5 Mio € kostet der Stromimport unter dem Strich. Den deutschen Stromkunden. Der Handelstag.
Freitag, 12.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 30,00 Prozent, davon Windstrom 17,39 Prozent, PV-Strom 2,91 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,69 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Der Freitag wartet mit einer Morgen-Stromversorgungslücke auf, die – wie fast immer – hochpreisig geschlossen werden muss. Die Konventionellen retten – wie immer, so auch gestern – die Versorgung Deutschlands mit Strom: Wirklich! Auch eine Verfünffachung des Wind- und PV-Stroms würde nicht reichen. Nach dem Vorabend fällt der Strompreis rapide. Der Handelstag. Auch bei Agora jetzt mit Belgien & Norwegen.
Samstag, 13.11.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 27,31 Prozent, davon Windstrom 14,18 Prozent, PV-Strom 2,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,53 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Die Wind- und PV-Stromerzeugung bricht über Tag nahezu komplett ein. Selbstverständlich tut sich eine Vorabend-Stromversorgungslücke auf. Mit entsprechenden Importstromkosten. Die Konventionellen erzeugen bezogen auf die Windstromerzeugung am Morgen zu viel Strom, der entsprechend „günstig“ abgegeben werden muss. Der Handelstag.
Sonntag, 14.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 26,2 Prozent, davon Windstrom 12,36 Prozent, PV-Strom 2,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,53 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Wenig Bedarf plus ausreichende konventionelle Stromerzeugung stellen die Versorgung Deutschlands mit Strom über den ganzen Tag sicher. Trotz praktisch ausfallender regenerativer Erzeugung. Na gut, nicht komplett. Aber in Dimensionen, die sich Energiewender am liebsten nicht vorstellen wollen. Weil das Energiewendekonzept, welches im Prinzip und vor allen aus dem Abschalten der Stromerzeuger, die heute die Versorgung sicherstellen, besteht. Wie es geht weiter mit der geringen Erzeugung. Dazu mehr in der kommenden Woche. Das Preisbild. Der Handelstag.
PKW-Neuzulassungen Oktober 2021
Absatzrückgang trifft auch E-Mobilität
Der Oktober war nach dem Januar der bisher zweitschwächste Monat für PKW-Neuzulassungen in 2021: Mit 178.683 PKW waren es -34,9% weniger als im Vorjahresmonat und rund 10% weniger als im September 2021.
Neben dem Chipmangel dürfte der Rückgang auch eine gewisse Kaufzurückhaltung beinhalten (was entscheidet die neue Bundesregierung bezüglich Förderung der E-Mobilität, CO2-Steuer sowie Zulassungsverbot für Verbrenner-PKW).
Auch bei den alternativen Antrieben wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel:
- Hybrid (incl. Plug-in): 51.327 (ggü. 10/2020: -18,4% / Zulassungsanteil: 28,7%)
- Plug-in-Hybrid: 23.734 (ggü. 10/2020: -4,5% / Zulassungsanteil: 13,3%)
- Elektro (BEV): 30.560 (ggü. 10/2020: +32,0% / Zulassungsanteil: 17,1%)Bei den BEV-PKWs bedeutet dies einen Rückgang von fast 10% gegenüber dem September (33.655).
Top 5 nach Herstellern:
Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 361.601 (01-10/2021)
Audi (mit 10 Modellen): 19,1%
BMW (mit 12 Modellen): 16,3%
Toyota (mit 9 Modellen): 10,6%
Hyundai (mit 7 Modellen): 8,1%
Ford (mit 8 Modellen): 6,9%
Hybrid-PKW (mit Plug-in): 264.798 (01-10/2021)
Mercedes (mit 10 Modellen): 19,1%
BMW (mit 9 Modellen): 12,7%
VW (mit 5 Modellen): 12,0%
Audi (mit 8 Modellen): 11,5%
Seat (mit 3 Modellen): 8,2%
Elektro-PKW: 267.255 (01-10/2021)
VW (mit 6 Modellen): 22,0%
Tesla (mit 4 Modellen): 10,3%
Hyundai (mit 3 Modellen): 7,9%
Renault (mit 2 Modellen): 7,8%
Smart (mit 2 Modellen): 7,2%
Die beliebtesten zehn E-Modelle in 10/2021 (Gesamt: 30.560):
Renault ZOE: 2.209 (Kleinwagen)
Smart ForTwo: 2.195 (Minis)
VW ID3: 2.145 (Kompaktklasse)
Skoda Enyaq: 1.790 (SUV)
BMW i3: 1.417 (Kleinwagen)
Tesla Model 3: 1.359 (Mittelklasse)
Fiat 500: 1.258 (Minis)
VW up: 1.087 (Minis)
Hyundai Ioniq5: 1.052 (SUV)
VW ID4: 1.022 (SUV)
Im Oktober gab es viel Bewegung in den Top Ten. Der Renault Zoe schaffte wieder einmal den ersten Platz und verdrängte das Model 3 von Tesla. Der Smart ForTwo schaffte es auf Platz zwei und verdrängte den VW ID3 auf den dritten Rang. Der BMW i3 kam nach längerer Zeit wieder unter die zehn meistzugelassenen BEV-Modelle.
Oktober 2020: Energiekostenvergleich für PKW
Seit Oktober ist der Kostenvergleich unterschiedlicher Energiearten an vielen Tankstellen (ab sechs „Mehrproduktzapfsäulen“) Pflicht. Die gestaffelten Preise pro 100 km nach Kleinwagen/Kompaktklasse und Mittel-/Oberklasse für Super (E5 und E10), Diesel, Strom, Erdgas, Autogas und Wasserstoff müssen entweder an den Zapfsäulen oder im Verkaufsraum angebracht sein.
Als Grundlage wird der Durchschnittsverbrauch der drei häufigsten Modelle der Klassen nach WLTP-Standard verwendet.
Bei den Elektro-Fahrzeugen wurde der Haushaltstrompreis herangezogen (Begründung: diese werden überwiegend zu Hause geladen). Unberücksichtigt blieben die deutlich höheren Preise an den Schnellladestationen sowie die Ladeverluste.
So kosten 100 km mit einem Elektro-PKW in der Klasse Kleinwagen/Kompaktklasse 4,74 Euro gegenüber 8,92 Euro mit Super (E5).
In der Klasse Mittel-/Oberklasse kosten 100 km mit einem Elektro-PKW 4,84 Euro gegenüber 7,46 Euro mit Diesel und 11,00 Euro mit Super (E10).
Vergleicht man die Angaben mit den meistverkauften Elektro-Modellen in den beiden Klassen ergibt sich unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises von 31,94 Euro Cent (BDEW, 06/2021):
Beim Renault Zoe (Kleinwagen/Kompaktklasse) mit einem Verbrauch von 17,7 kWh/100 km (WLTP) kosten 100 km 5,65 Euro.
Beim Tesla Model 3 (Mittel-/Oberklasse) mit einem Verbrauch von 14,3 kWh/100 km (WLTP) kosten 100 km 4,57 Euro.
Auch bei den Elektro-PKW geben die WLTP-Angaben nur bedingt die Realität wieder. Laut dem neuesten ADAC-Test liegt der Renault Zoe bei 19 kWh/100 km (incl. Ladeverluste) und der Tesla Model 3 bei 20 kWh/100 km (incl. Ladeverluste).
Bei Annahme eines durchschnittlichen Haushaltsstrompreises von 31,94 Euro Cent (BDEW, 06/2021) ergeben sich folgende Werte:
Renault Zoe: 6,07 Euro/100 km
Tesla Model 3: 6,39 Euro/100 km
Laut Bundeswirtschaftsministerium ist die Zielsetzung des Energiekostenvergleichs:
„Die Kosten des vielfältigen Kraftstoff- bzw. Energieträgermarktes sollen so den Verbraucherinnen und Verbrauchern vergleichbar aufbereitet werden und für alternative Antriebe und Energieträger für PKW sensibilisieren. Eine Vergleichbarkeit aufgrund der unterschiedlichen Einheiten (Liter / Kilogramm / Kilowattstunden / Kubikmeter) war bisher schwierig.“
Peter Hagers Meinung: Die E-Mobilität wird wieder schöngerechnet und die umfassenden Subventionen der Bundesregierung hierfür „werbewirksam“ flankiert.
Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.
Rüdiger Stobbe betreibt seit über 5 Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.
«Ich halte es für wichtig, dass wieder Brücken gebaut werden»
Viele Menschen fühlen zunehmend, wie sich die Gesellschaft immer mehr spaltet. Eine Entwicklung, die vielen Sorgen bereitet. Dagegen gilt es aktiv zu werden, findet der Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser. «Lasst uns wieder Brücken bauen. Alle gehören zur Menschheitsfamilie. Sowohl Ungeimpfte, als auch Geimpfte», lautet die Botschaft Gansers, die Pendler seit Montag in den Bahnhöfen Basel, Bern und Zürich auf grossformatigen Plakaten lesen können.
Herr Ganser, wie kam es zu dieser Aktion?
Ich sehe, dass sich auch in der Schweiz zwei Gruppen bilden: Die Geimpften und die Ungeimpften. Viele gehen locker damit um. Aber es kommt mitunter auch zu Spannungen. Daher halte ich es für wichtig, dass wieder Brücken gebaut werden, damit die Spaltung nicht noch tiefer wird. Sowohl Ungeimpfte wie auch Geimpfte gehören zur Menschheitsfamilie. Jede und jeder soll selber entscheiden, ob er oder sie sich impfen lassen will, ohne Druck, ohne Abwertung. Das ist das Ziel dieser Kampagne.
Wie beurteilen Sie die Rolle der Politik und Medien im Hinblick auf die Spaltung der Gesellschaft?
Die Leitmedien und die Politiker haben in den letzten Monaten sehr zu dieser Spaltung beigetragen, leider. In einer selbst für den öffentlichen Rundfunk extrem polarisierenden Hassrede trommelte am 19. November 2021 auf ARD eine streng und vorwurfsvoll dreinblickende Sarah Frühauf gegen Ungeimpfte und forderte für Deutschland die Impfpflicht. Sie sagte: «Herzlichen Dank – an alle Ungeimpften! Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown – vielerorts wieder ohne Weihnachtsmärkte, vielleicht wieder ohne die Weihnachtsfeiertage im Familienkreis … Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mit schuld zu sein.» Das wirkt sehr spaltend und ist abwertend gegenüber den Ungeimpften. Die ARD sollte nicht so spalten, sondern lieber über die neusten Forschungsresultate berichten. Dr. Subramanian, Professor für Bevölkerungsgesundheit an der renommierten Harvard University in den USA, hat 68 Länder untersucht und sagt: Die Zunahme der Covid-Fälle erfolgen unabhängig von der Impfquote. Island und Portugal zum Beispiel haben eine Impfquote von über 75% und trotzdem mehr Covid-Fälle als Vietnam und Südafrika mit einer Impfquote von 10%.
Wie können sich die einzelnen Menschen davor schützen, dass sie in der schwierigen Zeit nicht permanent negativen und belastenden Gefühlen ausgeliefert sind?
Die Gedanken, die uns durch den Kopf gehen, lösen unsere Gefühle aus. Weil wir alle verschiedene Gedanken haben, abhängig davon, was wir lesen, sehen und hören, sind auch unsere Gefühle ganz unterschiedlich. Achtsamkeit lehrt uns den Blick nach innen zu richten. Es ist wertvoll, die eigenen Gedanken und Gefühle zu beobachten und zu erkennen, dass sie sich immer wieder verändern. Wir sind das Bewusstsein, in dem Gedanken und Gefühle aufsteigen und wieder vergehen. Es gibt keinen Grund, sich mit den flüchtigen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Es reicht, diese zu beobachten. So bleibt man offen für andere Gedanken und tolerant. Wichtig ist auch, viel in der Natur zu spazieren und Menschen zu treffen, mit denen man sich friedlich und ehrlich austauschen kann. Manchmal hilft auch mediales Fasten, also Digital Detox, weil die Medien unsere Gedanken sehr aufwühlen können, und damit auch unsere Gefühle.

Die Plakate hängen am Bahnhof Basel, Bern und Zürich. Foto: z.V.g.
Sie haben viel über Krieg und verdeckte Operationen geschrieben. Sehen Sie in der gegenwärtigen Corona-Politik der Regierungen Ähnlichkeiten zu Kriegssituationen?
Ich habe in meinen Büchern dargelegt, dass Kriege der Bevölkerung immer über Lügen verkauft werden. Der illegale Angriff der USA auf den Irak 2003 zum Beispiel wurde so verkauft, dass die Politiker und die Zeitungen und Fernsehsender behauptet haben, der Irak habe Massenvernichtungswaffen. Diese Gedanken erzeugen bei den Menschen Gefühle wie Angst oder Hass. Damit wird dann Krieg geführt. Nach dem Krieg kam aus: Der Irak hatte gar keine Massenvernichtungswaffen! Der Irakkrieg forderte mehr als 1 Million Tote. Auch der Angriff der USA auf Vietnam 1964 begann mit einer Lüge. Damals gab es dann drei Millionen Tote. Ich kann also belegen: Kriegspropaganda erzeugt sehr viel Leid. Es ist daher wichtig, dass wir wacher werden, gerade in bewegten Zeiten wie diesen.
Was kann uns die Geschichte zum Thema Spaltung lehren?
In Europa hatten wir die Spaltung in Katholiken und Protestanten. Die haben sich getötet. Und jede Gruppe war überzeugt, im Besitz der Wahrheit zu sein. Man nennt das in der historischen Forschung Dogmatismus oder Fundamentalismus. Dabei ist der Mensch zu hundert Prozent mit seinen Gedanken identifiziert und unfähig, die andere Position zu sehen. Im Vietnamkrieg haben die USA die Vietnamesen als Termiten abgewertet; im Dritten Reich haben die Nationalsozialisten die Juden als Tiere diffamiert. Zuerst kommt immer die Spaltung der Menschheitsfamilie in verschiedene Gruppen. Danach kommt die Abwertung. Und wenn es schlecht läuft kommt danach das Töten. Die Geschichte lehrt uns also: Nicht spalten, nicht abwerten, denn das ist sehr gefährlich!
Was raten Sie den Menschen im Alltag, um der Spaltung entgegenzuwirken?
Niemand hat zu allen Fragen zu 100 Prozent Recht. Das ist nicht möglich. Das Leben und das Universum sind komplex. Wir sehen immer nur einen Teil, und bilden uns auf dieser Basis eine Meinung. Das ist auch ok. Weil ja niemand alles sehen und alles verstehen kann. Aber wir sollten uns daran erinnern, dass es eine Meinung ist, vielleicht eine gut begründete Meinung, aber weiterhin eine Meinung. Andere Menschen sehen andere Dinge. Und da hilft dann in der Diskussion der Satz: «Du hast teilweise recht» enorm. Weil dann fühlt sich der andere Mensch wahrgenommen und wertgeschätzt. Das ist sehr wichtig in der friedlichen Kommunikation.
Können Sie der momentanen Situation auch Positives abgewinnen?
Zum Beispiel kann jetzt jeder seinen Medienkonsum optimieren und herausfinden, wer was schreibt und wie das auf einen wirkt. Ich glaube, viele bauen jetzt gerade ihre Medienkompetenz aus. Zudem vernetzen sich die Menschen und suchen neue Wege. Es kann und muss ja viel Neues entstehen, weil viel Altes nicht mehr funktioniert. Es ist ehrlich gesagt ein Privileg, als Historiker in revolutionären Zeiten zu leben. Und das sind ganz sicher revolutionäre Zeiten. Es ist auch anstrengend. Aber sehr spannend.
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Auf die Reaktionen angesprochen, die seine Kampagne bisher ausgelöst hat, zeigt sich Ganser sichtlich zufrieden. Er habe in den vergangenen Tagen viel positive Resonanz erhalten. Eine Frau schrieb ihm: «Als ich gestern aus dem Zug stieg, stand ich direkt vor dem Plakat und traute meinen Augen nicht. Welch eine Wohltat in diesen Zeiten. Danke dafür! Immerhin habe ich dank Corona zu Ihnen und Ihren Vorträgen gefunden, die mich schon die ganze Zeit über sehr gestärkt haben – insbesondere Ihr Vortrag zum Thema Angst in Wien.»
Das Interview führte Dr. phil Mirjam Rigamonti für Corona-Transition. Rigamonti ist Psychotherapeutin FSP, Kunstschaffende und Friedensaktivistin aus Rapperswil. https://www.zeit-wende.net/
Englisches Internat in der Kritik: Kinder mit Maskenbefreiung sollen gelbe Abzeichen tragen
Ein englisches Internat ist in die Kritik geraten, weil es von seinen Schülern das Tragen eines «gelben Abzeichens» verlangt, wenn sie von der Verwendung einer Gesichtsmaske befreit sind. Darüber informiert das Medienportal The Daily Sceptic.
Demnach hat die Farringtons School in Kent, die eine jährliche Schulgebühr von 34’050 Pfund verlangt, nach dem Anstieg der «Covid-Fallzahlen» das Tragen von Gesichtsmasken in Klassenzimmern und Fluren zur Pflicht gemacht. In einem Brief an die Eltern erklärte der Schulleiter David Jackson daraufhin, dass Schüler, die vom Tragen einer Maske befreit sind, «ein gelbes Abzeichen tragen sollten».
Dieser Schritt wurde von Familienverbänden kritisiert, die ihn angesichts der «historischen Konnotationen» für «zutiefst unangemessen» halten. Denn im von den Nazis besetzten Europa seien Juden gezwungen worden, einen gelben Stern zu tragen, um sie leicht erkennen, ausgrenzen und diskriminieren zu können.
Molly Kingsley, Mitbegründerin der Elternkampagnen-Gruppe UsForThem, sagte:
«Von Kindern zu verlangen, irgendeine Form von Ausnahmeabzeichen zu tragen, ist in Schulen bereits üblich geworden. Diese Forderung, ein gelbes Abzeichen zu tragen, ist unfassbar, und ist kein Einzelfall (…) Es sollte nicht nötig sein, zu erklären, warum es zutiefst unangemessen ist, dies von einem Kind zu verlangen. Das hat historische Konnotationen, die für viele Menschen sehr belastend sind.»
Sie fügte hinzu, dass gerade Kinder, die aus medizinischen Gründen keine Gesichtsmasken tragen dürften, besonders schutzbedürftig sein könnten. Die Aufforderung, ein gelbes Abzeichen zu tragen, würde sie nur noch mehr stigmatisieren.
Pfizer reicht Klage gegen eine Mitarbeiterin ein, weil sie «Geschäftsgeheimnisse» gestohlen haben soll
Der Pharma-Riese Pfizer ist besorgt. So hat das Unternehmen am vergangenen Dienstag beim U.S. District Court for the Southern District of California Klage gegen eine Mitarbeiterin eingereicht, die «Geschäftsgeheimnisse» unterschlagen haben soll. Darüber berichtet der Informationsdienstleister Bloomberg.
In der Klageschrift heisst es, dass Chun Xiao (Sherry) Li «mehr als 12’000 Dateien» auf ein Google Drive-Konto hochgeladen hat. Wie Pfizer wissen lässt, beziehen sich diese Dokumente «auf eine breite Palette von Themen». Dazu gehören «Analysen von Impfstoffstudien, operative Ziele und Entwicklungspläne für neue Medikamente». Auch zahlreiche Dokumente mit vertraulichen Informationen zum Covid-19-Impfstoff kamen abhanden.
Pfizer beantragte deshalb beim Bundesgericht eine «einstweilige Verfügung», um Li daran zu hindern, diese «vertraulichen Informationen zu verwenden, offenzulegen, weiterzugeben oder zu verändern». Ausserdem fordert das Unternehmen eine gerichtliche Anordnung, die den Zugang zu Lis persönlichen Google Drive-Konten und ihren Computergeräten ermöglicht.
«Pfizer nimmt den Schutz von sensiblen und vertraulichen Informationen sehr ernst. Der Schutz dieser Informationen ist entscheidend für die wissenschaftliche Innovation, die uns letztendlich in die Lage versetzt, den Patienten einen medizinischen Fortschritt zu verschaffen», erklärte ein Sprecher des Unternehmens.
Geschäftsgeheimnisse seien «ein heikles Thema» in der Debatte um den Verzicht auf Covid-bezogene Schutzrechte, wird in der Klage betont. Die Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen könne ausländischen Herstellern helfen, Nachahmerversionen von Impfstoffen zu produzieren, die von Pfizer entwickelt wurden. Pfizer sieht dadurch den «Schutz des geistigen Eigentums an Covid-19-Behandlungen und Impfstoffen» gefährdet.
Der mutmassliche Datenklau bei Pfizer konnte durchgeführt werden, obwohl das Unternehmen seine Angestellten streng kontrolliert. Laut Bloomberg wurde bereits 2019 der USB-Zugang deaktiviert, um unbefugte Dateiübertragungen zu verhindern. Im Oktober 2021 implementierte das Unternehmen zudem eine Technologie, die Mitarbeiter überwacht und Alarm schlägt, wenn Dateien auf Cloud-basierte Plattformen wie Google Drive hochgeladen werden.
So habe man feststellen können, dass Li im Oktober «innerhalb eines Zeitfensters von drei Tagen 12’000 Dateien von ihrem Pfizer-Laptop auf ein Online-Konto bei Google Drive» übertragen habe, so Pfizer in der Klageschrift.
Eine digitale Überprüfung von Lis Pfizer-E-Mails soll obendrein ergeben haben, dass sie ein Vorstellungsgespräch geführt und ein Stellenangebot vom biopharmazeutischen Unternehmen Xencor Inc. erhalten hat.
Nach Angaben von Pfizer hat Li, als sie mit diesen Vorwürfen konfrontiert wurde, zugegeben, die Dateien übertragen zu haben, aber behauptet, dies nur getan zu haben, um «ihre Dateien für den persönlichen Gebrauch offline zu organisieren». Sie bestritt, diese kopiert oder an andere Stellen geschickt zu haben.
Pfizer wirft Li ausserdem vor, alle auf ihrem Google Drive-Konto gespeicherten Dateien gelöscht zu haben. Auch das soll sie in einem Gespräch eingestanden haben, woraufhin Pfizer die Herausgabe ihrer externen Festplatte und ihres persönlichen Laptops verlangte.
Nach einer «forensischen Untersuchung» des Geräts geht Pfizer nun davon aus, dass Li einen falschen Laptop zur Überprüfung abgegeben und «eine beträchtliche Anzahl von Dokumenten» von ihrer Festplatte gelöscht hat.
Wie Bloomberg informiert, arbeitete Li bereits seit 2006 für die Global Product Development Group von Pfizer in China, bevor sie 2016 in die Gegend von San Diego umsiedelte. Bei ihrer Einstellung unterzeichnete sie eine «Vertraulichkeitsvereinbarung».
Die Referenznummer der eingereichten Klage lautet gemäss Bloomberg: «Pfizer Inc. v. Li, S.D. Cal., Nr. 3:21-cv-01980». Die Klage wurde am 23. November 2021 eingereicht.
„Ziehen wir in Erwägung, dass der andere eventuell auch Recht haben könnte“
Während unser Bundespräsident Öl ins Feuer der gesellschaftlichen Spaltung gießt, zeigt ein “Linken”-Politiker aus Thüringen staatsmännisches Format – mit einem Appell, der eigentlich längst aus Schloss Bellevue hätte kommen müssen.
Der Beitrag „Ziehen wir in Erwägung, dass der andere eventuell auch Recht haben könnte“ erschien zuerst auf reitschuster.de.

