Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

Jetzt kostenlosen Gesprächstermin buchen

Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Dez. 2019: Bill Gates förderte Projekt zur Mikro-Tätowierung geimpfter Kinder

Dez. 2019: Bill Gates förderte Projekt zur Mikro-Tätowierung geimpfter Kinder

In den Hof- und Systemmedien wird Bill Gates gerne als selbstloser Philantroph präsentiert. Der Mann, der über keinerlei medizinische Bildung verfügt, macht sich seit Jahren weltweit mit dubiosen Impf- und Gentechnik-Projekten wichtig. Die Anziehungskraft seiner Milliarden führt dazu, dass ihm jeder in den Allerwertesten kriecht anstelle die Justiz zu befassen. Brisant: Bereits im Dezember 2019 wollte er Mikro-Markierungen an Kindern anbringen lassen, um deren Impfstatus festzuhalten.

Ein Kommentar von Willi Huber

Bevor die “Faktenchecker” zu rotieren beginnen, wie bei Report24 üblich, gleich zu Beginn die Offenlegung unserer Quellen. Über das Forschungsprojekt wurde am 18. Dezember 2019 im renommierten “Scientific American” berichtet. Dort wird stolz berichtet: “Unsichtbare Tinte könnte verraten, ob Kinder geimpft wurden – Die Technologie bettet Impfprotokolle in die Haut von Kindern ein”. Was für Bill Gates ein Feuchttraum sein dürfte, ist für den Großteil der Menschheit eine Horrorvorstellung. Natürlich zielt das Projekt primär auf “Entwicklungsländer” ab, wo angeblich die Begleitpapiere von Impfungen häufig verlorengingen.

Das Projekt wurde im Massachusetts Institute of Technology (MIT) erdacht und von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert. Bill Gates selbst soll das Projekt persönlich erbeten haben. Sehr spannend ist dabei der Zeitpunkt der Veröffentlichung: Der Dezember 2019 und damit der Vorabend der angeblichen Corona-Pandemie. Die Idee: Mit Mikronadeln wird nicht nur die Impfung verabreicht, gleichzeitig werden Tätowierungen an den Geimpften angebracht. Diese erlauben es, den jeweiligen Impfstatus abzulesen – durch Menschen oder Maschinen. Dabei kommt eine Tinte zum Einsatz, die nur unter UV-Licht sichtbar wird. Praktischerweise gibt es auch gleich eine Handy-App, welche das Auslesen erledigen kann. Tierversuche ergaben (Video siehe hier), dass die Markierungen fünf Jahre lang lesbar bleiben. Die Studie dazu: Biocompatible near-infrared quantum dots delivered to the skin by microneedle patches record vaccination – auch hier bei ncbi.nlm.nih.gov mit zahlreichen Fotos.

Als die Menschen noch gegen Pocken geimpft wurden, die inzwischen weltweit ausgerottet wurden, bekamen sie durch die Impfung eine sichtbare Narbe am Arm, die es leicht machte, zu erkennen, wer geimpft wurde und wer nicht. Aber natürlich wollten wir den Leuten keine Narbe hinterlassen.

Ana Jaklenec, MIT Forscherin

Mikronadeln mit denen “Quantenpunkte” in der Haut angebracht werden können. K.J. McHugh et al. Science Translational Medicine (2019)

Impfstoffe verhindern Krankheiten und retten Leben; Der Mangel an standardisierten Impfprotokollen macht es jedoch schwierig, die Durchimpfungsrate weltweit zu verfolgen. McHughet al. entwickelten auflösbare Mikronadeln, die Muster von im nahen Infrarot emittierenden Mikropartikeln auf die Haut bringen. Partikelmuster sind für das Auge unsichtbar, können aber mit modifizierten Smartphones abgebildet werden. Durch die gemeinsame Verabreichung eines Impfstoffs könnte das Partikelmuster in der Haut als Impfpass vor Ort dienen. Muster wurden 9 Monate nach der intradermalen Verabreichung von Mikropartikeln in Ratten nachgewiesen, und die gemeinsame Abgabe von inaktiviertem Poliovirus führte zu einer schützenden Antikörperproduktion. Durch halbautomatisches maschinelles Lernen konnten diskrete Mikronadelmuster in Schweinehaut und pigmentierter menschlicher Haut identifiziert werden. Diese Ergebnisse demonstrieren den Nachweis des Konzepts für die Führung von Impfunterlagen zur intradermalen Impfung vor Ort.

Zusammenfassung, Biocompatible near-infrared quantum dots delivered to the skin by microneedle patches record vaccination, 18. Dezember 2019

Die Beschreibung lässt darauf schließen, dass die Technik hauptsächlich dazu entwickelt wurde, um durch Maschinen bzw. künstliche Intelligenz ausgelesen und interpretiert zu werden. Dies wird durch die Formulierung “halbautomatisches maschinelles Lernen” verdeutlicht.

Die “Quantenpunkte” leuchten im UV-Licht. Hier gezeigt im Tierversuch. K.J. McHugh et al. Science Translational Medicine (2019)

Die Mikro-Tätowierungen werden “Quantenpunkte” genannt (quantum dots), was allerdings nichts mit Quantenmechanik zu tun hat. Der Begriff wurde wohl gewählt, weil es sich um sehr kleine Punkte handelt. Die verwendete Mikronadeln, welche Impfung als auch Tätowierung mit Vorliebe in kleine Kinder stechen, sind in “Pflastern” kombiniert, welche auch von medizinisch ungeschultem Personal angewendet werden können. Das gibt weiteren Grund zur Sorge, denn bei Impfungen aller Art sollten immer ausgebildete Mediziner anwesend sein, um im Falle gefährlicher Nebenwirkungen wie einem anaphylaktischen Schock reagieren zu können.

Der für die “Quantenpunkte” verwendete Farbstoff besteht aus “winzigen halbleitenden Kristallen, die Licht reflektieren”. Sie wurden dazu entwickelt, um während verschiedener Forschungsabläufe Zellen zu markieren. Der “Farbstoff” wird als “sicher für den Menschen” bezeichnet.

In Scientific American wird immerhin darauf eingegangen, dass eine solche Methodik den bisherigen Kriterien für Datenschutz zuwiderläuft. Wenn eine simple Handy-App den Impfstatus von Menschen abfragen kann, dann könnte das in Zukunft jeder – von Ticketautomaten bis hin zu Einlasskontrollen zu Firmen. Die Tätowierungen sollen nicht nur Aufschluss über die Impfung sondern auch über das Impfdatum geben. Letztendlich sollen, so die beteiligten Forscher, auch Sensoren in den Körper gespritzt werden, die Gesundheitsaspekte wie den Insulinspiegel messen. Betrachtet man den Stand der Technik, sind solche Hirngespinste derzeit noch ein Wunschtraum – zumindest wenn man von Mikrotechnik ausgeht.

Ein nicht an der Tattoo-Studie beteiligter Forscher, der die Firma “Khushi Baby” leitet, verkauft ein Produkt, das dem Stand des derzeit machbaren entspricht. Mütter erhalten ein “Amulett” das mittels RFID-Technologie auslesbar ist. Es enthält die Schwangerschaftsgeschichte, das Wachstumsdiagramm und die Impfgeschichte des Kindes und Vorschläge, welche Impfungen und andere Behandlungen erforderlich sein könnten. All diese Ideen und Technologien können prinzipiell gut gemeint sein und Menschen helfen – doch das Potenzial für Missbrauch im Rahmen einer Hygienediktatur ist weitaus größer.

Lesen Sie zu den “Großtaten” des Bill Gates auch:

Richard Rowe, Kongresskandidat aus Florida und Impfbefürworter, starb sieben Wochen nach seiner zweiten Dosis von Pfizer

Mr. Richard Ricky Rowe 41, ist eine Person, die stark gegen die Bewegung der Impfgegner war und die Impfungen stark unterstützte.

Er war von Beruf Lastwagenfahrer. Er kandidierte jedoch für einen Sitz im Repräsentantenhaus von Florida und für das US-Repräsentantenhaus im Jahr 2020. Allerdings verlor er bei den Vorwahlen im letzten Rennen. Außerdem war er ein Demokrat, der betonte, er sei ein Progressiver und kein Liberaler.

Seine erste Impfdosis erhielt er am 12. August. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wann er seine zweite Dosis bekommen hat. Aber eines ist sicher: Er war ein treuer Befürworter der Impfungen. Er folgte den CDC-Empfehlungen und ließ sich um den 5. September herum impfen.

Nach dem 12. August sind seine Beiträge noch bösartiger und bizarrer geworden. Er warb dafür, Kinder mit der homosexuellen Kultur zu indoktrinieren und teilte einen seltsamen Wortsalat über pansexuell und bisexuell.

Im Oktober griff er noch die Nichtgeimpften an.

Später am selben Tag erklärte er, dass ungeimpfte Menschen sich damit abfinden müssen, als Tagelöhner wie illegale Einwanderer bei Home Depot zu arbeiten, weil sie niemand einstellen will.

Mr. Rowes letzter Post auf facebook war am 27. Oktober, und er teilte etwas über Senator Joe Manchin, D-West Virginia. Am 29. Oktober, ging er morgens mit seinem Hund spazieren. Mr. Rowe „hatte einen unbekannten medizinischen Vorfall und wurde von den Nachbarn gefunden“. Er wurde am Morgen für tot erklärt.

Tacheles: Die Hassrede gegen die Hassrede

Arschtritt für die „Hassrede“ (Symbolbild:Imago)

Im Jahr 2009 wurde das Amt eines Präsidenten des Europäischen Rates geschaffen, nicht zu verwechseln mit dem EU-Kommissionspräsidenten. Erster Ratspräsident war Herman van Rompuy. Nigel Farage, damals Vorsitzender der britischen Unabhängkeitspartei (UKIP) konfrontierte den frisch gewählten, ersten Ratspräsidenten der EU mit folgendem Anwurf: „Uns war erzählt worden, wir würden eine gigantische weltpolitische Persönlichkeit als Präsidenten bekommen, einen Mann als politischen Führer von 500 Millionen Leuten, einen Mann, der uns auf der Weltbühne repräsentieren würde, einen Mann, dessen Stellung so wichtig ist, daß er mehr bezahlt bekommt, als Präsident Obama. Nun, ich befürchte, was wir bekommen haben, das sind Sie. Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ehrlich, Sie haben das Charisma eines feuchten Lappens und das Auftreten eines niedrigen Bankangestellten, und die Frage, die ich stellen möchte, ist die: Wer sind Sie? Ich hatte nie von Ihnen gehört. Niemand in Europa hat jemals von Ihnen gehört. Im Namen der Mehrheit der Briten kann ich sagen, daß wir Sie nicht kennen, daß wir Sie nicht wollen, und je früher Sie Ihren Job wieder los sind, desto besser. Ich habe keine Zweifel, daß es Ihre Absicht ist, den stillen Attentäter auf die europäische Demokratie und die europäischen Nationalstaaten zu spielen.

„Feuchter Lappen“ also, dieser van Rompuy. Niedriger Bankangestellter, Attentäter – im Jahr 2021 keine Frage mehr: Farage hatte damals eine „Hassrede“ abgeliefert. Herman van Rompuy war für Nigel Farage Identifikationsfigur für alles, was er in europapolitischen Zusammenhängen hasste. Der erste EU-Ratspräsident war sozusagen ein Anschlag auf Farages Wertgefüge. Die Aufregung um seine Wortwahl beim Angriff auf van Rompuy war retrospektiv eine Läßlichkeit angesichts dessen, daß Farage in der Sache rechtbehalten sollte. Sechs Jahre später, 2016, votierten die Briten dafür, die EU zu verlassen (Brexit), und seit dem 1. Februar 2020 sind sie auch draußen, nachdem in den vier Jahren zuvor nichts unversucht gelassen worden war, um das Votum aus dem Jahr 2016 rückgängig zu machen. Es waren diese vier Jahre zwischen 2016 und 2020, die den Briten Anlaß für jede Menge Hassreden geliefert hätten. Das wären Hassreden gegen alle diejenigen Offiziellen gewesen, die einerseits offen zur Schau stellten, daß sie keinen Pfifferling auf das Votum der Briten zu geben gedachten – und sinnigerweise zugleich auch diejenigen, die am lautesten nach Gesetzen gegen Hassrede gerufen hätten.

Inzwischen ein Muster

Heute läßt sich sagen, daß es ein Muster gibt beim Umgang mit der vermaledeiten Hassrede. Zuverlässig sind es immer diejenigen, die sich den meisten Hass zuziehen, die zugleich auch die entschlossensten Kämpfer gegen die Hassrede geben. Ein Schelm, wer unterstellt, es ginge diesen Figuren gar nicht um Würde und Anstand, sondern darum, nicht mit dem von ihnen selbst generierten Hass konfrontiert zu werden. So alt wie die Regel aus Kindheitszeiten, derzufolge man die Kleineren nicht hauen darf, ist die Erfahrung, daß es genau diese Regel ist, die dann von den Kleineren ausgenutzt wird, um unsanktioniert frech zu werden. Völlig undenkbar ist heutzutage, daß jemand, der sich einen Opferstatus sichern konnte, zugleich ein kleines, hinterlistiges und berechnendes „Arschloch“ sein könnte. Schuld ist immer, wer hasst, nie der, der Hass sät. Und das ist leider völlig realitätsfern. Schwer kontraproduktiv ist es außerdem, weil es die klare Benennung von Sachverhalten erschwert.

Man stelle sich den Sprecher der grünen Bundestagsfraktion für Forschung und Wissenschaft, Kai Gehring, vor. Der Mann twitterte vor einigen Monaten, es müsse weniger moralisiert, sondern mehr argumentiert werden, lieferte eine Lobhudelei auf Redefreiheit und Meinungsfreiheit ab – und verblüffte erst jüngst mit der Aufforderung an Anne Will, sie solle in sich gehen, um zu überlegen, ob sie mit der Einladung der Impfskeptikerin Sahra Wagenknecht in ihre Sendung nicht mitverantwortlich sei für eine zu niedrige Impfquote.

Allein mein Wortschatz – und einen Wortschatz gibt es nicht wegen nichts – kennt bestimmt dreißig oder mehr Begriffe, die einen wie Gehring sehr treffend charakterisieren würden. Aber die schönsten davon dürfen nicht zum Vortrag gebracht werden, weil sie „Hassrede“ wären. Natürlich wären sie Hassrede. Warum auch nicht? Wer zuerst mit hoch erhobenem Zeigefinger in der Gegend umhermoralisiert, um als nächstes gegen seine eigenen „Standards“ zu verstossen, ist wohl genau das, was man heutzutage allenfalls als einen „Zeitgenossen mit einem sozialethisch fragwürdigen Charakter“ titulieren dürfte, obwohl es auch deutlich kürzer ginge. Davon hat niemand etwas, außer der Zeitgenosse mit dem sozialethisch fragwürdigen Charakter. Weswegen er vermutlich so weitermachen wird. Und Kai Gehring ist beileibe nicht der einzige, bei dem die Gefahr besteht, daß er unbehelligt weitermarodiert, weil ihm niemand mehr „ein Brett vor den Kopf knallen“ darf.

Künstlicher Schutz

Es ist dieser künstliche Schutz vor der Hassrede der anderen, der es einem Markus Söder erlaubt, darauf zu bestehen, alle anderen hätten es als eine ernstzunehmende Meinungsäußerung seinerseits hinzunehmen, wenn er behauptet, bei einer Ampelkoalition bestehe die Gefahr, daß sich „die Gesellschaft spalten wird“. Ausgerechnet Söder, einer der Hardliner beim Verfechten völlig bekloppter Corona-„Schutzmaßnahmen“, genau der Söder also, der vom bayerischen Verwaltungsgerichtshof bescheinigt bekommen hat, daß es „seine Maßnahmen“ gewesen waren, die verfassungswidrig gewesen sind, was natürlich zur Spaltung zwischen Verfassungsfreunden und Verfassungsignoranten geführt hatte, darf „gleichberechtigt“ und unbehelligt vom Volkszorn seine angebliche Meinung zum Spaltungspotential ganz anderer Leute in Form eines „honorigen Einwandes“ ausformulieren und darauf pochen, daß jede unflätige Reaktion auf eine derartig zynische Einlassung zu unterbleiben habe.

Kann außer mir noch jemand sehen, welche desaströsen Folgen es haben muß, daß man solchen Zeitgenossen mit ihrem sozialethisch fragwürdigen Charakter nicht mehr frank und frei ins Gesicht sagen darf, wofür man sie wirklich hält – und weshalb?

Es ist schlicht und einfach eine Lüge, zu behaupten, es gebe keine guten Gründe dafür, seinen Hass auszuformulieren. Davon, daß man es unterläßt, geht er nämlich nicht weg, sondern er verstärkt sich eher noch. Es ist schlicht und einfach nicht wahr, daß ein Zeitgenosse mit sozialethisch fragwürdigem Charakter beleidigt werden kann. Wenn einwandfrei zu belegen ist, daß es sich unter Berücksichtigung von Logik und Wahrheit um einen solchen Zeitgenossen handelt, dann kann er mit den richtigen Titulierungen treffsicher demaskiert werden. Es wäre sehr gut, wenn das utilitaristische Mimöschentum der in Frage kommenden „Opfer“ hinter der treffsicheren Rede zurückzustehen hätte. Den Buchstaben „A“ einmal ausgelassen, kennt das Alphabet vom Brunzkartler über den Quadratsdeppen bis zum Zausel hundert präzisere Bezeichnungen für den unpräzise so bezeichneten „Zeitgenossen mit einem sozialethisch fragwürdigen Charakter“. Es steht der Verdacht heutzutage wie ein Elefant im Raum, daß sich allzu viele gern hinter einem aufgesetzten Beleidigtsein verstecken, um nicht in den Spiegel schauen zu müssen, der ihnen von anderen vorgehalten wird.

Zweckdienliches Beleidigtsein

In Leipzig fand am Wochenende eine vieltausendköpfige Demonstration gegen die sächsische Coronapolitik statt. Zu sehen war in den Nachrichten u.a. eine größere Gruppe, in welcher die Konterfeis einer Anzahl von Politikern auf Plakaten hochgehalten wurden, die alle diese Politiker in gestreifter Häftlingskleidung zeigten, jeder mit einem Schild „Schuldig“ über der Brust. Da zuckte sogar meinereiner unwillkürlich zusammen und dachte, das sei wohl ein wenig heftig. Der Tenor der Nachrichtenpräsentation bestätigte diesen ersten Reflex auch. Die Rede war von auswärtigen Polizeieinheiten, die angeblich schlimme Ausschreitungen verhindert hätten.

Erst beim genaueren Nachdenken überlegte ich, wie das in einer Demokratie eigentlich laufen müsste. Ich stellte mir das so vor: Reporter von ARD und ZDF fragen genau diese Demonstranten, weshalb sie die gezeigten Politiker für schuldig halten und was genau sie ihnen zum Vorwurf machen. Bei den Demonstranten handelte es sich immerhin um Teile des offiziellen Souveräns. Gut möglich ist, daß einige dieser Demonstranten unflätige Beschimpfungen von sich gegeben hätten. Das hätte meines Erachtens aber hingenommen werden können, wenn ehrliches Interesse daran vorhanden gewesen wäre, zu erfahren, was diese Leute zu ihren Anschuldigungen gebracht hat.

Selbstverständlich sind Demonstranten nicht dazu befugt, jemanden „schuldig“ zu sprechen. Jemanden für schuldig halten dürfen sie aber jederzeit. Ob er es tatsächlich ist, entscheiden hierzulande die Gerichte, wenn Anklage erhoben worden ist. Vor solchen Anklagen sind Politiker in aller Regel durch ihre parlamentarische Immunität geschützt. Das kann aber kein Grund sein, sie nicht dennoch für schuldig halten zu dürfen. Jedenfalls schienen Interviews mit etlichen dieser Demonstranten unterblieben zu sein. Die theoretischen Begründungen dafür, daß sie unterblieben sind, kann ich mir lebhaft ausmalen. Von einem „unterirdischen Niveau“, auf welches man sich nicht habe begeben wollen, bis zu „Radikalen keine Stimme geben“ sind alle möglichen Begründungen denkbar.

Angesichts der Frage, um die es tatsächlich gegangen zu sein hätte, darf man solche Begründungen wohl als „abgehobenes und selbstgerechtes Schnöseltum“ bezeichnen. Dem Vorwurf gnadenloser Selbstgerechtigkeit würden sich freilich auch die entsprechenden Demonstranten stellen müssen. Vielleicht hätten sie ihn ja wenigstens tendenziell entkräften können. Vielleicht könnten ja auch die beschuldigten Politiker erklären, weshalb sie eben nicht „schuldig“ sind. Alles wäre klüger gewesen, als die „radikalen Demonstranten“ auf ihre „Radikalität“ zu reduzieren. Heute sind sie nämlich „noch radikaler“, ihr Hass ist abermals gewachsen.

Demokratische Radikale mit uferlosem Hass

Es ist dumm und alles andere als dienlich beim Bemühen um „Hassreduzierung“, sich allein auf diejenigen zu kaprizieren, die ihren Hass äußern. Klar sieht eine haßerfüllte Fratze immer häßlich aus. Sinnvoller wäre es, diejenigen aufs Korn zu nehmen, die den Hass säen. Und wie es „der Teufel will“, sind das nicht zufällig meistens dieselben, die anderen die Äußerung ihres Hasses verbieten wollen. Niemand hasst gern. Zu hassen ist kein Freizeitspaß von Leuten, die eben aus sich heraus böse sein wollen. Niemand will böse sein. Es gibt keine von oben zu verordnende Friedfertigkeit, die etwas anderes wäre, als erzwungene Realitätsverleugnung. Wenn stimmt, daß an der Wahrheit letztlich kein Weg vorbeiführt, dann können das allenfalls solche Leute unberücksichtigt lassen, die der Ansicht sind, es gebe keine allgemeine, objektive Realität, weil sich ohnehin jedermann seine eigene konstruiere. Realität ist schließlich nichts anderes als ein Synonym für Wahrheit. Daß je individuell konstruierte „Wahrheiten“ irgendeine Relevanz hätten – außer für denjenigen, der sie sich konstruiert -, ist nichts weiter als eine wohlfeile Illusion, die sich perfekt hinter dem Begriff „Meinungsfreiheit“ versteckt. Tatsächlich ist das, was allgemein unter „Meinungsfreiheit“ verstanden wird, nichts anderes, als die perfekte Isolation des Einzelnen im Gefängnis seiner wie auch immer begründeten Präferenzen. Ein Wille ist aber etwas anderes als eine Meinung.

Es ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daß es beim „Kampf gegen die Hassrede“ recht eigentlich darum geht, die Tatsache zu verschleiern, daß es Leute gibt, die Hass säen und dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollen. Sollte es sich dabei um Politiker und „Medienschaffend:inne“ handeln, dann hätten die außer ihrer Macht keine weitere „Legitimation“, das so zu handhaben. Macht wiederum hat mit Realität nur insofern zu tun, als daß die Macht real ist, mit der Zustände geschaffen werden, die wiederum mit der Realität überhaupt nichts zu tun haben müssen.

Klug wäre es für Politiker und Medienmenschen, den existierenden Hass zur Kenntnis zu nehmen, um sich selbstreflexiv zu fragen, was man dazu beigetragen haben könnte, daß er entstanden ist. Das gelänge umso besser, je offensichtlicher das wahre Ausmaß an Hass zu sehen wäre, anstatt zu versuchen, ihn unter den Teppich zu kehren. Dort wird er nämlich nicht kleiner, sondern bloß unsichtbar. Nicht umsonst lachen „wir alle gemeinsam“ über jeden, der die „Vogel-Strauß-Taktik“ anwendet und sprichwörtlich „den Kopf in den Sand steckt“ in seinem Glauben, was er nicht wahrnehmen könne, sei dadurch schon inexistent.

Was klug wäre: Vorschlag zur Güte

Der „Kampf gegen die Hassrede“ ist in Wahrheit nichts anderes, als der Versuch, durch immer weiteres Auffüllen eines Pulverfasses genau dieses Faß am Explodieren zu hindern. Reichlich dämlich, ehrliche Absichten unterstellt. Klug wäre es, das anders zu regeln. Rustikaler ausgedrückt: Es nützt nichts, einen Zeitgenossen mit einem „sozialethisch fragwürdigen Charakter“ nicht als das zu bezeichnen, was er ist, wenn man beweisen kann, daß er es ist. Gerade der deutsche Wortschatz kennt eine Unmenge an treffenden Bezeichnungen. Das aufgesetzte Mimosentum mit seinem vermeintlichen Recht auf Beleidigtsein ist unter friedenssichernden Gesichtspunkten äußerst kontraproduktiv. Jemandem, der keine Ehre hat, kann man auch keine abschneiden. Unterstellte Ehre ist eben nur unterstellt. Und worin die tatsächliche Ehrenhaftigkeit eines Kai Gehring, eines Karl Lauterbach, eines Jens Spahn, eines Markus Söder, einer Angela Merkel, eines Michael Kretschmer und einer Unzahl anderer Protagonisten des gegenwärtigen Desasters zu erkennen sein soll, ist mir bislang verborgen geblieben. Vielleicht liegt das ja an mir selbst. Nach bestem Wissen und Gewissen muß ich aber behaupten, daß ich das nicht für wahrscheinlich halte. Für sehr wahrscheinlich halte ich, daß von erzwungenen Umgangsformen gerade diejenigen am meisten profitieren, die es am wenigstens verdient hätten.

Dem löblichen Fortschritt und dem gerade heute so stark propagierten Recht des Einzelnen auf seine „Authentizität“ wegen („voll authentisch, der Typ!„) schlage ich deshalb vor, bei den kommenden Demonstrationen in Leipzig von diesem etwas ausdrucksarmen, kollektiven „schuldig“ auf den Protestplakaten wegzukommen, um sich stattdessen am großen Reichtum des ganzen deutschen Wortschatzes zu bedienen. Was es eben zur Friedenssicherung alles vorzuschlagen gibt.

Nigel Farage ist ein sehr friedlicher Zeitgenosse. Wäre es anders, hätte ihn schließlich Donald Trump gar nicht erst ins Herz geschlossen. Der Friede des Herrn sei mit uns allen. Außer vielleicht mit denen, die einen „sozialethisch fragwürdigen Charakter“ haben. Möchte mir vielleicht einer von ihnen einen sozialethisch fragwürdigen Vorwurf machen? – Nur zu!

Schmarotznehmer – Mehr Geld für Gut-Ideologie-Aktivisten MUSS bezahlt werden. Die Amadeu-Antonio-Stiftung fordert

Einer der wichtigsten Beiträge, die in den letzten Jahren auf ScienceFiles erschienen sind, ist der mit “Klassenkampf 2.0 – Symbolische Erwerbstätigkeit für die prekäre Mittelschicht” überschriebene Beitrag, den Dr. habil. Heike Diefenbach am 19. Mai 2019 auf ScienceFiles veröffentlicht hat. Um in der Sprache zu bleiben, die linke Neo-Kommunisten verstehen, es geht in diesem Beitrag […]

Covid-Gesetz – Zertifikatspflicht und Juristen auf dem Prüfstand

Im Vorfeld der zweiten Covid-Referendumsabstimmung vom 28.11.2021 lohnt es sich, nicht nur über die Zertifikatspflicht, sondern auch die Haltung vieler Juristen nachzudenken. Wie viel Präventionismus hält rechtlich vor der Verfassung stand?

Rund um das Covid-19-Gesetz beziehungsweise die Gesetzesänderung für die zweite Referendumsabstimmung von Ende November kursieren (auf beiden Seiten) diverse Fehlinformationen. So hoffen einige Gegner, mit einem Nein am 28.11.2021 würden alle Corona-Massnahmen per sofort aufgehoben. Dies kann bereits deswegen nicht stimmen, da viele Restriktionen gar nicht Bestandteil des Covid-Gesetzes sind, sondern auf Verordnungen beruhen, die sich ihrerseits auf das EpG stützen. Zudem sieht Art. 165 Abs. 2 BV vor, dass ein dringliches Bundesgesetz auch bei einer Ablehnung durch das Volk erst ein Jahr nach dessen Annahme durch das Bundesparlament ausser Kraft tritt, was vorliegend am 19.03.2022 der Fall wäre. 

In Hongkong wird bereits über eine 4. Dosis der „Impfung“ diskutiert und man schließt jährliche Covid-Impfungen nicht mehr aus

….und lässt du dich dann nicht impfen wird dein „Gesundheitspass oder Zertifikat“ einfach seine Gültigkeit verlieren?!

bangkokpost: „Impfexperten der Regierung“ von Hongkong haben erklärt, dass sie die Möglichkeit einer vierten Covid-19-Impfung für die Einwohner nicht ausschließen, da die Stadt nächste Woche die dritte Impfung im Rahmen ihres Auffrischungsprogramms verabreichen wird.

Diese Idee wurde von David Hui Shu-cheong, einem Pandemieberater der Regierung, geäußert, nachdem die Regierung von Macau letzte Woche eine offizielle Empfehlung herausgegeben hatte, wonach die dritte Dosis mindestens 28 Tage nach der zweiten Impfung verabreicht werden sollte, während die vierte Impfung sechs Monate nach der dritten Impfung erfolgen sollte.

Die Behörden der Kasinostadt wiesen auch darauf hin, dass die zusätzlichen Impfungen für immungeschwächte Personen ab 12 Jahren vorgesehen sind.

Hongkong wird ab nächsten Donnerstag Auffrischungsimpfungen für ältere Menschen und Personen aus Risikogruppen anbieten. Diejenigen, die den in China hergestellten Sinovac-Impfstoff erhalten haben, können auch eine dritte Impfung erhalten, selbst wenn sie nicht zur Risikogruppe gehören, obwohl solche Fälle vom Personal vor Ort nach Ermessen behandelt werden.

Am Samstag sagte Hui, dass die Menge der Antikörper bei einer mit Sinovac geimpften Person sechs bis acht Monate nach der zweiten Impfung auf ein niedriges Niveau sinken könnte. Dieser Wert könne jedoch von etwa 30 % auf 97 % erhöht werden, wenn sie sich für die in Deutschland hergestellte BioNTech-Impfung als dritte Dosis entscheiden, verglichen mit 58 % bei einer weiteren Sinovac-Impfung, so der Experte.

„Wenn die dritte Dosis Sinovac ist, kann es sein, dass man sechs oder acht Monate später eine vierte Spritze braucht, weil die Antikörperspiegel sinken“, sagte Hui in einer Radiosendung. „Wenn Sie sich dagegen für BioNTech als dritte Dosis entscheiden, schießen die Antikörperspiegel viel höher und halten länger an, auch wenn sie abnehmen.“

In einer anderen Sendung sagte Wallace Lau Chak-sing, der Vorsitzende des Beratungsgremiums für Covid-19-Impfstoffe, dass es zwar nicht viele Daten gebe, die die Notwendigkeit einer vierten oder fünften Dosis untermauern würden, dass es aber möglich sei, dass die Einwohner künftig jährlich geimpft werden müssten, wenn die Antikörperspiegel nachließen.

Hui widersprach auch den Äußerungen der Stadtpräsidentin Carrie Lam, die sich für eine Sinovac-Auffrischungsimpfung aussprechen würde, weil „ein höherer Antikörperspiegel nicht bedeutet, dass ein Impfstoff besser ist, sondern dass es reicht, wenn man genug hat“.

„Das ist nur ihre Meinung“, sagte er. „Wir wissen nicht, welche Menge an Antikörpern einen ausreichenden Schutz bietet, aber das Risiko einer schweren Infektion ist geringer, wenn die Menge höher ist, insbesondere für medizinisches Personal und Menschen mit einem schwachen Immunsystem“.

Bis Freitag um 20 Uhr, dem ersten Tag, an dem Buchungen möglich waren, hatten sich rund 24 500 Personen online für die dritte Impfdosis angemeldet. Hui bezeichnete diese Zahl als „nicht gering“ und fügte hinzu, er gehe davon aus, dass sich noch mehr Menschen anmelden würden.

Auf die Frage, ob die dritte Impfung auch vorrangig an Personen vergeben werden sollte, die bereits früher geimpft worden waren, sagte Hui, dass stattdessen diejenigen mit einem schwächeren Immunsystem angesprochen werden sollten.

„Wir brauchen eine geordnete Einführung des Impfprogramms. Wenn Sie eine gesunde Person sind, die die BioNTech-Impfung erhalten hat, haben Sie nach sechs bis zehn Monaten genügend Antikörper, Sie brauchen sich nicht zu beeilen“, sagte er.

„Für diejenigen, die den Sinovac-Impfstoff erhalten haben, kann es sein, dass sie die Auffrischungsimpfung früher erhalten müssen, aber letztendlich müssen wir Prioritäten setzen“.

Bezüglich der Wiedereröffnung der Grenze zum chinesischen Festland sagte Hui, dass die Nationale Gesundheitskommission Vertreter in die Stadt schicken könnte, um die Covid-19-Präventivmaßnahmen zu untersuchen, bevor sie mit der Maßnahme fortfährt.

Die feindliche Übernahme des Bundesverfassungsgerichts

Die institutionelle Verquickung von Politik und Bundesverfassungsgericht durch das Richter-Wahlverfahren hatte bisher schon zu einer zunehmenden Politisierung des Gerichts geführt. Doch seit der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Harbarth zum Vizepräsidenten und kurz darauf zum Präsidenten gemacht wurde, entwickelt sich das oberste deutsche Gericht immer unverhohlener zum Erfüllungsgehilfen der Politik. Die Gewaltenteilung, ein Grundprinzip rechtsstaatlicher Demokratie, ist weitgehend zu Gunsten der Herrschaft einer Parteien-Oligarchie aufgehoben, so dass im anwachsenden staatlichen Totalitarismus das Volk als eigentlicher Souverän seine grundgesetzlich verbürgten freiheitlichen Grundrechte von den Gerichten kaum noch verteidigt findet.

Der Fall Stephan Harbarth

Stephan Harbarth hat von 2000 an als Rechtsanwalt in internationalen Wirtschaftskanzleien nur Konzerninteressen und daneben ab 2009 als CDU-Abgeordneter des Bundestages Partei-Interessen vertreten, die mitunter konkurrierten und mit den Aufgaben eines Volksvertreters nicht

Repression ersetzt die Debatte: Klimakongreß stößt massig CO2 aus, aber grüne Aktivisten jagen Kritiker

Repression ersetzt die Debatte: Klimakongreß stößt massig CO2 aus, aber grüne Aktivisten jagen Kritiker

800px-Venedig_BW_1.jpg

von Vera Lengsfeld

Glasgow hat gezeigt, wie verlogen die führenden Repräsentanten des Klimaschutzes sind. Bis zu 400 Privatjets waren im Einsatz, um die Einpeitscher der Großen Transformation, das heißt der Abschaffung unseres Lebensstandards, zur Weltklimakonferenz zu befördern. Wie viele der zahllosen Teilnehmer mit Linienfliegern angereist sind und wie viele Luxuslimousinen für den Transport der Klimaschützer in der Stadt bereit gestellt werden mussten, dafür liegen mir keine Informationen vor.

Ein Vergleich mit der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 ist vielleicht erhellend. Mehr als 15.000 Klimaretter aus aller Welt waren in die Dänische Hauptstadt gereist, hauptsächlich im Flugzeug, darunter 140 Privatjets, die zum Teil auf die Flughäfen anderer Städte ausgeflogen werden mussten, weil der Airport in Kopenhagen nicht genug Platz bot. Über 1200 Limousinen beförderten die Möchtegern-Weltbewahrer durch die Stadt, mehr als es in ganz Dänemark gab. Die fehlenden Luxuskarossen mussten aus Schweden und Deutschland angefahren werden. In nur sieben Tagen produzierten die Konferenzteilnehmer geschätzte 41.000t Kohlendioxid, mehr als 30 Länder an einem Tag ausstoßen. Schon das machte die Veranstaltung zur Farce.

Wie man sieht, hat sich die Zahl der Privatjets inzwischen beträchtlich erhöht. Wenn die anderen Daten noch erfasst werden, hört man wenigstens nichts davon. Ich wüsste gern, wie viel zusätzliches CO2 von den Konferenzteilnehmern diesmal erzeugt wurde.

Ein paar Tage nachdem in Glasgow Noch-Kanzlerin Merkel die grundstürzende Veränderung unserer Lebensweise als Notwendigkeit verkündet hat und dafür 14 Minuten Beifall bekommen haben soll, wurde bekannt, dass die von ihr eingesetzte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen im Juni einen Privatjet benutzt hat, um die kurze Strecke von weniger als 50 km zwischen Wien und Bratislava zurückzulegen. Die Frau, die das Gesicht des so genannten „Green Deal“ der EU ist, denkt nicht daran, sich auch nur ansatzweise an die Regeln zu halten, die sie für die EU-Bürger implementieren will. Übrigens haben im Juni die begleitenden Journalisten offenbar keinerlei Anstoß an von der Leyens skandalösem Verhalten genommen. Die Sache kocht erst jetzt hoch, nachdem eine englische Zeitung darüber berichtete.

Klimaschutz ist zum Dogma geworden, das nicht mehr hinterfragt werden soll. Es trommelt nicht nur der Jet-Set für diese Ideologie, sondern viele kleine Gesinnungswächter wollen dafür sorgen, dass es keinen Widerspruch dazu gibt. Besonders natürlich die Grünen in allen Schattierungen. Statt sich lautstark dafür einzusetzen, dass die so genannte „Fortschrittskoalition“, die uns demnächst regieren will, die einfachste und billigste Klimaschutzmaßnahme, ein Tempolimit auf der Autobahn beschließt, greifen sie lieber diejenigen an, die als „Klimaleugner“ etikettiert werden. Das fällt um so leichter, als die grünen Porschefahrer somit auch künftig mit 200 Sachen für den Klimaschutz unterwegs sein können.

Ein besonderer Dorn im Auge der grünen Gesinnungswächter sind Initiativen, die sich kritisch mit der Theorie des menschengemachten Klimawandels auseinandersetzen. Für Thüringer Grüne ist besonders das in Jena beheimatete „Europäischen Institutes für Klima und Energie“ (EIKE) ein Dorn im Auge. Besagtes Institut möchte seine nächste „Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz“ in Gera abhalten. Deshalb haben sich nun diverse grüne Gruppen, angeführt von den Grünen Gera, mit einem Offenen Brief an alle in Frage kommenden Hotels gewandt, um sie durch öffentlichen Druck zu bewegen, die Konferenz nicht bei sich stattfinden zu lassen.

Waren in den vergangenen Jahren Hotels unter Druck gesetzt worden, die EIKE bei sich beherbergen wollten, ist man in diesem Jahr ein Schritt weiter. Der Offene Brief beginnt mit:

„Wir, die unterzeichnenden Gruppen, schreiben Ihnen, da die Möglichkeit besteht, dass Ihr Hotel als Veranstaltungsort der jährlichen Konferenz des sogenannten „Europäischen Institutes für Klima und Energie“, kurz EIKE, genutzt werden soll. Sollte dies der Fall sein, möchten wir Sie über die Hintergründe von EIKE informieren – auch in Hinblick auf Ihre eigene Außenwirkung und mögliche Rufschädigung, die mit einer Zusammenarbeit mit EIKE einhergehen würde.

Es wird also nicht nur denunziert, sondern ganz unverhüllt mit Rufmord gedroht. Die „Begründung“ dafür schlägt jedem Demokratieverständnis ins Gesicht. Die Eltern der unterzeichnenden Gruppenmitglieder sind 1989 vermutlich für eine Demokratisierung der DDR, für Freiheiten, wie die Meinungsfreiheit eingetreten. Jetzt wird von den grünen Aktivisten die Meinungsfreiheit umstandslos einkassiert.

„Die von EIKE verbreiteten Darstellungen in Aufsätzen und Vorträgen sind nicht Teil des anerkannten Forschungsdiskurses“, heißt es da.

In einer offenen Gesellschaft gibt es so etwas wie einen „anerkannten Forschungsdiskurs“ nicht. Laut Grundgesetz ist die Forschung frei. Haben die Unterzeichner nie einen Blick in die Verfassung geworfen? Haben sie in den zahlreichen Demokratieförderprogrammen, die angeboten werden, oder in ihrer Schule nicht gelernt, dass es in der Demokratie eine offene Debatte mit unterschiedlichen Meinungen gibt? Die Unterzeichner sind Feinde einer solchen Debatte. Sie beharren auf dem Dogma:

„In der mehrheitlich anerkannten Wissenschaftsgemeinschaft ist auf der Basis jahrzehntelanger Forschung durch hunderte Forschungsgruppen weltweit eindrücklich bestätigt worden, dass die Klimaveränderungen eindeutig menschengemacht und krisenhaft sind.“

Dieses Argument, dass die Mehrheit immer unbedingt im Recht ist, wurde in der Geschichte vielfach widerlegt. Man denke an Galileo Galilei und das heliozentrische Weltbild oder an die Theorie der Kontinentaldrift von Alfred Wegener, die anfangs Einzelmeinungen gegen den Mehrheitskonsens und dennoch richtig waren.

Wenn die Unterzeichner meinen, dass Einzelmeinungen schädlich sind und bekämpft werden müssen, begeben sie sich auf das Niveau der katholischen Inquisition, die Galileo verdammt hat.

An Schluss wird die Drohung vom Anfang wiederholt, indem darauf hingewiesen wird, dass Hotels, die früher unter Druck gesetzt wurden, ihre Zusammenarbeit mit EIKE aufgegeben haben.

Wenn es nach diesen Grünen geht, wird Repression die Debatte ersetzen. Jeder, dem eine offene Gesellschaft am Herzen liegt, sollte sich den grünen Druck widersetzen.

Zuerst erschienen bei Vera Lengsfeld

Aktueller Fall: Quarks -Podcast: „Science Cops“: Der Fall EIKE: So dreist tricksen Klimawandel-Verharmloser

“Tyrannei der Ungeimpften”: Weltärztebund-Vorsitzender Montgomery entgleist bei Anne Will

“Tyrannei der Ungeimpften”: Weltärztebund-Vorsitzender Montgomery entgleist bei Anne Will

Finanziert durch Zwangsabgaben aller deutschen Haushalte diskutierten am Sonntagabend im ARD-Talk bei Anne Will die Politiker Markus Söder (CSU) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) sowie die Vorsitzende des sogenannten Deutschen Ethikrates, Alena Buyx. Mit dem Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, und der Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, ergänzten zudem zwei sogenannte Experten die Runde. 

Ein Kommentar von Max Bergmann

Als ob es keine anderen Themen mehr gäbe war am Sonntagabend bei Anne Will im ARD einmal wieder die Pandemie und die damit einhergehenden Zwangsmaßnahmen beherrschendes Thema. Maßnahmen, die die Bevölkerung angesichts der schwersten Demokratie-Krise seit dem 2. Weltkrieg gefügig machen sollen. Selbstverständlich sprach man das so aber nicht an, man spricht dem Narrativ nach weiterhin von einer „Gesundheitskrise“. „Wir könnten mit all dem durch sein, hätten wir alle geimpft“, behauptete Söder. Belegen konnte er das nicht. Studien und Zahlen aus anderen Ländern beweisen: Eine höhere Impfquote beendet die Zirkulation des Virus ganz eindeutig nicht. Selbst das RKI löschte mittlerweile die Behauptung von seiner Website, dass Geimpfte an der Weiterverbreitung des Virus kaum beteiligt wären. Es bleibt unklar, was der bayerische Machthaber mit dieser Aussage also meinte. Auch stellte er die Behauptung auf, die ersten Krankenhäuser stießen bereits an ihre Belastungsgrenze. Belege bleibt er schuldig, zumal die primäre Frage ist: Wie kann das sein? Bei einer Impfquote von 0 Prozent war die Überlastung des Gesundheitssystems – trotz regelmäßiger Warnung davor – niemals in Sicht. Sollte das bei den heutigem Impfzahlen dann nicht erst recht ausgeschlossen sein, wenn, oder besser falls die Impfung schützt? Auch dies bleibt unbeantwortet.

„Tyrannei der Ungeimpften, die über zwei Drittel der Geimpften bestimmen“

Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, fand besonders einprägsame, totalitäre Worte: „Momentan erleben wir ja wirklich eine Tyrannei der Ungeimpften, die über zwei Drittel der Geimpften bestimmen“, schimpfte er. „Tyrannei?“, Moderatorin Anne Will wollte das genauer wissen. „Ja, ich benutze bewusst den Begriff der Tyrannei, denn in Ländern wie Portugal, in denen 97 Prozent geimpft sind, gibt es all diese einschränkenden Maßnahmen nicht mehr, weil man sie nicht mehr braucht“, so Montgomery. „In Portugal ist die Sache durch, das hätten wir uns auch gewünscht“, ergänzte Buyx, die Vorsitzende des Ethikrats. Leider bleibt auch sie Belege für ihre Behauptungen schuldig. Die Wirkung einer hohen Impfquote sei außerdem derzeit in Bremen zu erkennen, ergänzte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Dank höchster Impfquote in Deutschland gebe es dort keine Überlastung der Krankenhäuser, behauptet sie vor einem Millionenpublikum. Göring-Eckardt führte leider keine Belege für eine aktuell vorherrschende Überlastung der Krankenhäuser in Regionen mit niedriger Impfquote an – schade. 

Bevölkerung wird auf weitere Lockdowns und Ausgangssperren vorbereitet

Ähnlich wie im vergangenen Jahr erleben wir auch jetzt wieder die politische Vorbereitung der Bevölkerung auf weitere Ausgangssperren, Lockdowns und Geschäftsschließungen. Das Wort Lockdown wurde auch gegen Ende des Jahres 2020 wieder vermehrt benutzt, als es darauf zu ging. Meist anfangs im Kontext, man müsse weitere Lockdowns unbedingt verhindern, Lockdowns abwenden oder man müsse Maßnahmen ergreifen, da andernfalls der Lockdown nicht abwendbar sei. Diese Taktik spürt man auch nun erneut, die Begrifflichkeiten „Lockdown“ und „Lockdown verhindern“ finden in den vergangenen Wochen wieder vermehrte Verwendung, vergleichbar mit 2020. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um die langsame, behutsame Heranführung der Bevölkerung an weitere einschneidende Zwangsmaßnahmen handelt – analog zum vergangenen Jahr. 

Mehrheit der Deutschen für allgemeine Impfpflicht – weitere Lockdowns geplant

Auch das Thema Impfpflicht stand bei Anne Will erneut auf dem Plan. Was die Diskutierenden offenbar nicht wissen: Längst haben wir eine Impfpflicht. Die flächendeckend implementierten 2G-Regeln kommen einer Impfpflicht schon lange gleich. Söder sagte, ein erneuter Lockdown für alle wäre „verfassungsrechtlich kritisch und gerade gegenüber den Geimpften nicht haltbar“. Kommt also der Lockdown nur für Ungeimpfte? Kommt die 2G-Regel dem Lockdown für Ungeimpfte nicht ohnehin bereits sehr nahe oder gleich? 57 Prozent der Befragten im ARD-DeutschlandTrend gaben an, eine allgemeine Impfpflicht zu befürworten. Die Politik dürfe Maßnahmen wie eine Impfpflicht demnach nicht kategorisch ausschließen, erklärte Frank Ulrich Montgomery. „Wir haben eine moralische Verpflichtung, weil uns die Patienten anvertraut werden.“ Außerdem sagte er: „Womit man aber aufhören muss, ist dass sich jemand hinstellt und sagt, mit mir wird es nie eine Impfpflicht geben, mit mir wird es nie einen Lockdown geben“, und beendet seine Rede mit dem Hinweis, diese „Nie-Aussagen“ seien schlichtweg falsch. 

Wir erleben eine Tyrannei der Geimpften

Damit erklärte er vor einem Millionenpublikum: Ja, es wird eine Impfpflicht geben (die gibt es bereits). Und Ja, es wird weitere Lockdowns geben. Offenbar schon bald. Außerdem kommen wir nicht an einer wichtigen Richtigstellung vorbei. Selbstverständlich erleben wir keine „Tyrannei der Ungeimpften“. Wir erleben eine seit nun vielen Monaten andauernde Tyrannei der (mittlerweile) geimpften Mehrheit in diesem Land, welche die ungeimpfte Minderheit nicht nur unterdrückt, sondern aktiv diskriminiert, ausgrenzt und sozial ächtet. Wir sprechen also ganz eindeutig von der schon fast faschistoiden Tyrannei der Geimpften gegenüber Ungeimpften. Schade, dass Moderatorin Anne Will ihrem journalistischem Auftrag hier nicht nachkam, das zu korrigieren.