Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Testwahn – Testbetrug

Testwahn – das Futter für die PLandemie

„Was uns über 80 Millionen PCR-Tests sagen können.

Die Testmaschinerie läuft auf Hochtouren und gibt den Politikern das Futter, das sie brauchen um den Unrechtsstaat weiter auszubauen. Ein Heer von Menschen profitiert von diesem Irrsinn — aber letztlich nur scheinbar. Denn den Schaden werden auch sie haben und sie müssen sich bereits jetzt der Frage stellen, wie sie zukünftig ihr Tun mit ihrem Gewissen in Einklang bringen wollen. (…)

Die Corona-Lügen aus Politik und Medien sind inzwischen Legion und diese Corona-Lügen sind recht leicht aufzudecken. Somit zum wiederholten Male an dieser Stelle, die Vermittlung für jedermann einsehbarer Fakten, deren Erhalt dem Leser die Gelegenheit geben, selbst zu prüfen und zu werten, als dass er sich diese vorformulierte Wertung von öffentlich-rechtlichen Medien ins Hirn prügeln lässt.

Widerstand gegen Impfpflicht: Schon 150 Lehrer aus Vorarlberg drohen mit Kündigung

Widerstand gegen Impfpflicht: Schon 150 Lehrer aus Vorarlberg drohen mit Kündigung

Nicht nur das Gesundheitspersonal geht auf die Barrikaden: In einem anonymen Schreiben an die Bildungsdirektion haben 150 Lehrpersonen aus Vorarlberg angekündigt, dass sie im Fall einer Impfpflicht kündigen werden. Der Lehrermangel ist jedoch schon jetzt auf einem dramatischen Stand: Ob das System den Verlust von so viel Personal stemmen können wird, darf bezweifelt werden.

Im Schreiben heißt es:

Wir möchten Sie darüber informieren, dass 150 Lehrpersonen und Schulleiter aus dem Pflichtschulbereich – und viele mehr, die sich bis jetzt noch nicht zu diesem Schritt entschlossen haben – mit 1. Februar 2022 ihren Dienst für das Land Vorarlberg kündigen werden bzw. sich kündigen lassen, wenn eine allgemeine Impfpflicht in Österreich in Kraft tritt.

Die Verfasser seien nicht dazu bereit, “unsere Energie und unsere Kräfte in den Dienst eines Landes zu stellen, das die Grundrechte seiner Bevölkerung mit Füßen tritt und ein Drittel davon gegen deren Willen zu einer experimentellen Impfung zwingen will”. Auch einem Impfzwang für Kinder und Jugendliche widersprechen die Verfasser entschieden. Sie fordern Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) auf, “sich mit aller Entschiedenheit für eine freie Impfentscheidung einzusetzen”, um eine Katastrophe für das Vorarlberger bzw. österreichische Schulsystem abzuwenden.

System könnte endgültig kollabieren

Pflichtschul-Personalvertreteer Willi Witzemann geht laut ORF davon aus, dass das Schreiben authentisch ist: Bei ihm hatten sich bereits einige Lehrer und auch Schulleiter gemeldet, die wegen der Impfpflicht aus dem Schuldienst aussteigen wollen. Er bezeichnet den Lehrermangel schon jetzt als dramatisch und stellt infrage, dass das Schulsystem den Verlust von so viel Lehrpersonal verkraften wird. Witzemann hofft entsprechend auf ein Einlenken der Regierung.

Die Freie Bürgerpartei bestätigt, dass zahlreiche Pädagogen sich schon jetzt entschieden gegen eine Impfpflicht stellen. Die Zahl der Lehrenden, die den Zwang zur experimentellen Impfung ablehnen, sei sogar noch größer. Bisher seien es 150, die sich bereits zur Kündigung entschieden haben, sollte die Impfpflicht eingeführt werden.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) in Vorarlberg, Andreas Hammer, derweil redet die Zahl kritischer Lehrer lieber klein: Er gehe von einer “kleinen Gruppe” aus, die hinter dem Schreiben stecke. “Die Drohung, aus dem Schuldienst auszusteigen, halte ich in diesem Zusammenhang für überzogen”, gab er an.

Hält die Regierung an ihrem Kurs fest, dürfte er noch überrascht werden.

Aktionstag und Bastelset: Das rote X als Zeichen des Widerstands

Aktionstag und Bastelset: Das rote X als Zeichen des Widerstands

Der heutige 1. Dezember wurde in Österreich als erster landesweiter Tag des Widerstandes gegen die irrationalen Pläne der Regierung ausgerufen, die Menschen zu einer experimentellen Gen-Impfung zu zwingen, die theoretisch gegen Virenvarianten wirken, welche schon lange nicht mehr im Umlauf sind. Die einzigen Profiteure dieser Maßnahmen sind Ugur und die Pharmaindustrie. Das kleinste Zeichen, das man gegen den Wahnsinn setzen kann, ist das rote X – dafür aber gut sichtbar.

Natürlich funktioniert die Sache auch mit Filzstiften, Lackstiften, Ölmalkreiden – das Rote X auf der FFP2-Gesichtsmaske. Nicht jeder Österreicher hat die Möglichkeit, ohne Jobverlust an den Kundgebungen vor den Landtagen teilzunehmen. Als Symbol des Warnstreiks hat sich das rote X etabliert, das manche im Widerstand schon seit über einem Jahr tragen. Wenn man schon die sachlich überhaupt nicht angemessene FFP2-Maske tragen muss, um Verkehrsmittel benutzen zu dürfen oder Geschäfte zu betreten, kann man ein für sein Umfeld weithin sichtbares Zeichen setzen.

Heute, 13:00 versammeln sich in jedem Bundesland Menschen vor den Landesregierungen, um gegen den gesetzgeberischen Corona-Wahnsinn zu protestieren. Neben dem Zeichen des roten X soll auch der jüngst geleakte Gesetzesentwurf zur allgemeinen Impfpflicht zerrissen werden: https://report24.news/leak-so-stellt-sich-die-regierung-die-impfpflicht-vor/

Das am besten sichtbare Zeichen auf den FFP2-Masken, das auch sehr lange hält, ist rotes Isolierband. Wir wünschen besinnliches vorweihnachtliches Bastelvergnügen! Und wer sagt, dass dieses Zeichen sich nur in Österreich etablieren sollte? Es funktioniert in Deutschland, der Schweiz und allen anderen Ländern, die von einer Impfpflicht bedroht sind, sicherlich genau so gut.

Beschränkte Meinungsfreiheit? Aber doch nicht bei uns!

Dunja Hayali, Meisterin der Gratis-Zivilcourage (Foto:Imago)

Wir haben es richtig gut in Deutschland, denn hier kommt man als kritischer Journalist nicht ins Gefängnis. Dafür müssen wir wirklich dankbar sein. In China geht es nicht so tolerant zu wie bei uns – dort ist es etwa verboten, sich negativ über den Lockdown zu äußern. Wahrscheinlich sieht die chinesische Regierung auch negative Berichterstattung über ihre Impfkampagne nicht gern. Wie schön, dass es bei uns so viel liberaler zugeht. Deshalb müssen wir uns auch für die Pressefreiheit in fernen Ländern engagieren, um diesen als leuchtendes Beispiel zu dienen. Das macht Dunja Hayali hier ganz vorbildlich:

(Screenshot:Twitter)

Es ist natürlich löblich, sich für die Belange einer Kollegin in Bedrängnis einzusetzen – vier Jahre Haft für kritische Videos sind eine staatliche Bankrotterklärung an die Freiheit. Aber die Botschaft dahinter lautet auch: „Seht her, bei uns können Journalisten frei arbeiten, hier geschieht niemandem etwas!” Es wäre auch ein Wunder: Denn in Deutschland hat sich ein Großteil der Journalisten längst freiwillig auf „regierungsnahe“ Berichterstattung eingestellt. Xi Jinping würde – befasste er sich mit der deutschen Presse – vor Neid erblassen, welche Lobeshymnen hierzulande ohne jeden staatlichen Zwang für Angela Merkel verfasst werden.

Ob das auch damit zusammenhängt, dass sie sich doch noch nicht so ganz aus der Politik zurückzieht, sondern künftig mit Hilfe eines großzügig bemessenen Mitarbeiterstabs noch ein bisschen aus dem Hintergrund mitmischt? Einzig Jens Spahn ist derzeit – einmal wieder – unter Beschuss, weil er uns nicht schon früher wieder eingesperrt hat. Ach, die ordnende Hand der Kanzlerin – was hätte sie hier ausrichten können!

Die Journalisten des staatlichen Medienbetriebs profitieren natürlich davon, wenn sie die Freiheitssimulation unterstützen. Dies wird mit Präsenz und üppigen Gehältern belohnt. Doch: Wenn allzusehr betont wird, wie frei wir sind, ist es an der Zeit misstrauisch zu werden. Denn Zensur und Einschränkungen beginnen nicht erst, wenn kritische Journalisten ins Gefängnis wandern.

Anspruch aufs Wahrheitsmonopol

Das gilt auch für den Bürger außerhalb des Medienbetriebs: Es müssen nicht erst Panzer anrollen wie einst auf dem „Platz des himmlischen Friedens“, um ihre Versammlungsfreiheit einzuschränken. Es reicht schon aus, wenn die Regeln für die Genehmigung einer Demonstration undurchschaubar und willkürlich wirken. Wir erleben es seit Monaten: Die angebliche Infektionsgefahr steht und fällt mit dem Thema der Versammlung. Corona fällt nur „rechte“ Demonstranten an.

Unsere Medien beanspruchen längst das Wahrheitsmonopol für sich. Aber selbst wenn sie es tatsächlich besäßen: Das tangiert das Recht auf Meinungsfreiheit nicht. Eine Meinung ist eine Meinung und kein Forschungsbericht, es steht niemandem zu, mich davon abzuschotten. So lange kein Gesetz es verbietet, darf ich schreiben, dass Schweine fliegen können. Das kann man dumm finden und widerlegen, aber wer will entscheiden, ob ich deshalb nicht befugt bin, es zu behaupten? Ich wüsste nicht, dass unsere Klima-Kids ihre Aussagen bis ins letzte wissenschaftlich belegen können, dennoch bekommen sie ihre Bühne.

In Deutschland tarnt sich Zensur als Fürsorge und Wahrheitspflege. Da wird gewarnt und diffamiert, ausgeladen und ausgeschlossen – Wissenschaftler und Ärzte etwa, die abweichende Ansichten vertreten, bleiben bei Diskussionen außen vor, als seien sie Mitglieder einer gefährlichen Sekte. Vor allem der politische Nachwuchs kennt zudem kein Pardon mit Abweichlern. Sie müssen zum Schweigen gebracht werden, da ist man nicht pingelig. Diskussionsfaulheit wird zu korrekter Haltung umdefiniert.

Haltung als rosarote Brille

Selbstverständlich ist es immer leichter, vor anderen Türen zu kehren. Wer in einer deutschen Hochhaussiedlung lebt, dem geht es besser als dem Bewohner einer Favela. Auch haben wir mehr Freiheiten als die Menschen in Nordkorea. Aber was nutzt das demjenigen, der in der Situation steckt? Das triste Umfeld wird davon nicht schöner, und der Journalist, der wegen eines kritischen Artikels seinen Job verloren hat, wird garantiert nicht denken „zum Glück komme ich nicht ins Arbeitslager“, sondern erst einmal wütend sein, weil er für das sorgfältige Ausüben seines Jobs plötzlich bestraft wird.

Im Gegenteil: Diese Haltung wird zur rosaroten Brille, durch welche die Missstände im eigenen Land verharmlost werden. Wenn nicht gerade ein Putsch oder eine Revolution eine Gesellschaft radikal und plötzlich verändern, dann dauert es immer eine Weile, bevor sich totalitäre Strukturen etablieren – gerade darin liegt die große Gefahr. „Das stecken wir auch noch weg“, denken die Bürger, „man darf den Teufel nicht an die Wand malen!“ Bis es in absehbarer Zeit keine Möglichkeit zur Rückkehr mehr gibt. Was langsam voranschreitet, löst nicht so schnell den inneren Alarm aus. Hinzu kommt, dass viele Deutsche – durch die Corona-Angstmacherei eingeschüchtert – sogar empfänglich für autoritäre Entscheidungen geworden sind, weil sie sich davon schnelle Lösungen erhoffen.

Sind deutsche Journalisten tatsächlich schon so betriebsblind geworden? Oder beruhigt es das Gewissen, dass es „anderswo noch schlimmer ist“? Nur so lässt sich erklären, dass der Solidaritätserklärung nicht eine Warnung folgt, auch hierzulande auf Alarmsignale zu achten. Es ist wohl auch in Deutschland sicherer geworden, sich zu manchem nicht deutlich zu äußern.

Psychologin Pracher-Hilander: Halten wir uns vor Augen, dass wir Helden sind!

Psychologin Pracher-Hilander: Halten wir uns vor Augen, dass wir Helden sind!

Im Vorfeld des großen WARN-STREIKS gegen die IMPF-DIKTATUR war die renommierte Sozialpsychologin Katy Pracher-Hilander bereits zum dritten Mal zu Gast bei „AUFRecht“, dem AUF1-Format von Wochenblick-Chefredakteurin Elsa Mittmannsgruber. Dabei nahm sie auch dazu Stellung, wieso derartige Aktionen ein wichtiger Baustein sein können, um wieder mehr Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen. Außerdem erklärte sie, wie man die Spaltung der Gesellschaft überwinden und jene, die sich bislang nicht trauten, Farben zu bekennen, abholen kann. 

  • Streik und MEGA-Demo zeigen, wie viel Macht das Volk hat
  • Leuten klarmachen: Verteidigung der Demokratie als gemeinsamer Nenner
  • Politik operierte mit Helden-Narrativ: Doch wir können gegensteuern
  • Mit positiver Energie kann man auch jene abholen, die bislang schwiegen
  • Regierung vernaderte Kritiker: Menschen im persönlichen Raum wiedergewinnen
  • Nur so kann Entmenschlichung und Spaltung überwunden werden
  • Beim einenden Protest: Den knappen Zeitrahmen immer im Augen behalten
  • Es wurde negative Psychologie verwendet – man kann diese Dynamik umkehren

Streik als sinnvolles Mittel gegen die Geiselhaft

Ein solcher Streik sei zwar vielleicht nicht der „Game-Changer“ im Widerstand gegen den politisch absichtlich herbeigeführten Kontrollverlust der letzten zwei Jahre. Aber es ist ein wichtiges psychologisches Tool. Denn es vermitteln den Bürgern: „Ich habe noch als Mensch die Möglichkeit, etwas zu machen. Ich habe die Möglichkeit, irgendwie aktiv zu werden“. Denn, was am Ende zähle sei, dass man sich psychologisch aus dieser Geiselhaft befreie. Es sei somit ein gutes Mittel, in die Aktivität zu gehen.

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Ähnlich positiv sah Pracher-Hilander die MEGA-Demo in Wien vor zehn Tagen, an der sie als freiheitsliebende Bürgerin ebenfalls teilnahm. Sie verfüge über polizeiinterne Infos, wonach es sogar 300.000-350.000 Menschen waren, die ihren Protest gegen die Corona-Diktatur auf die Straße trugen. Die großartige Stimmung wirkte als „Motivationsturbo“. Von daher hätten viele den Antrieb gespürt, sich lebendig zu fühlen. Die positive Energie habe die ganze Stadt eingenommen – ein wichtiger psychologischer Faktor.



Massenprotest zeigt, „welche Macht vom Volk ausgeht“

Damit diese Motivation am Leben bleibt, müssten solche Proteste in engen Abständen zueinander stattfinden: „Es wäre gut, diesen Antrieb und Auftrieb zu nutzen und auf dieser Welle zu bleiben.“ Sie glaubt auch, dass dieser positive Kurs auch bei den politisch Verantwortlichen Eindruck hinterließ. Denn: „Der träge Österreicher ist normalerweise kaum zu motivieren, irgendwas zu machen, solange noch Schnitzel und Bier auf dem Tisch sind. Und obwohl sie das noch irgendwie auf dem Tisch haben, sind sie auf die Straße gekommen. Das hat sicher einen großen Aha-Effekt auch hinter den Mauern der Regierungsgebäude hervorgebracht.“

Zwar befeure dies den Eifer der Regierung, ihre Pläne rascher durchzupeitschen, aber trotzdem sei es ein positives Zeichen: „Denn man sieht, welche Macht vom Volk ausgeht.“ Der Widerstand werde immer zahlreicher und bringe nun auch jene hinter dem Ofen hervor, die bislang keine klare Stellung bezogen. Es gelte  zugleich, den Gedankenspielraum, den die Regierung vorgibt, umzudefinieren. Man laufe  Gefahr, die Demokratie, wie wir sie kennen, zu verlieren. Es müsse bewusst sein, dass der 1. Februar eine Zäsur ist: „Dann haben wir so viel zugelassen, dass es kein Zurück gibt.“

Verteidigung der Demokratie als gemeinsamer Nenner

Es müsse allen 9 Millionen Österreichern bewusst werden, dass es nun gelte, den Erhalt der Demokratie in den Vordergrund zu stellen. Das hätte die heilende Wirkung, dass man einen gemeinsamen Nenner findet. Denn die Regierung habe sehr erfolgreich die Spaltung der Gesellschaft betrieben. Jeder möge in sich gehen: „Es geht um viel, viel mehr als die Bekämpfung eines Virus.“

Daraus ergäbe sich dann wohl auch eine Gesprächsbasis mit Andersdenkenden, gerade auch beim Corona-Thema. Bei der Aufklärung stoße man oft auf Mauern, weil die Leute keinen gemeinsamen Nenner mehr sehen. Nun habe man aber ein übergeordnetes Thema – den Erhalt der Demokratie. Über Feinheiten beim Thema Pandemiebekämpfung könne man sich danach wieder an einen Tisch setzen, meint Pracher-Hilander.

Screenshot: AUF1

Psychologische Mittel der Eliten keine Einbahnstraße

Wenn man hingegen immer nur das Framing bedient, was die Politik vorgibt, spiele man bei deren Spiel mit und der Propaganda in die Hand. Man müsse bei der eigenen Sprachwahl sensibel sein – und wie die Mächtigen auch viel über Zahlen  kommunizieren und das Zuhören aktivieren, freilich mit dem richtigen Hintergrund. Zwar sei es mittlerweile schwierig geworden, mit Argumenten durchzukommen – und doch biete sich eine große Chance. Denn: „Der beste Verhaltensprädiktor ist die Intention eines Menschen“.

Das meint: die Meinung der Bürger über ihr eigenes zukünftiges Verhalten und ihre Einstellung dazu. Sozialer Druck habe darauf Einfluss. Je mehr Menschen auf eine bestimmte Art handeln, weil es ein äußerer Druck und keine Überzeugung ist, desto eher kann man sie abholen. Auch die Politik habe von Beginn an damit gespielt, indem sie das Helden-Narrativ anbrachte. Durch dieses „Vor-Lob“ lenkte sie dann das Verhalten. Das geht auch umgekehrt. Man kann Menschen ebenfalls mit positiven Botschaften abholen. Denn viele seien mit ihrem Mittragen der Situation unglücklich. 

Jene, die sich (noch) nicht trauen, positiv abholen

Das hat einen psychologischen Effekt: „Wenn du mir als Bürger sagst, ich danke dir, hab ich eine Riesen-Hemmschwelle, dir beim nächsten Zusammentreffen etwas anzutun, von dem ich weiß, dass es eigentlich nicht okay ist.“ Durch das Abholen in diese „Bringschuld“ mittels Danks würden zudem jene, die offensichtlich nicht gemeint sind, herausstechen „wie bunte Hunde“. Jene welche die Situation nicht aus Überzeugung, sondern wegen einer ihnen vorgegebenen Norm mittragen, könne man so noch abholen.

Das könnte als Motivator dienen, dass jene, die bislang nur hinter vorgehaltener Hand zugeben, was läuft, sprechen. Zwar machen sich viele – oft aus Angst vor Jobverlust oder Mobbing – durch Schweigen zum Mittäter. Aber, wenn die Motivation auf der richtigen Seite liegt, ist es möglich, auszubrechen. Diese wüssten oft nicht, dass es eine ehrlich besorgte Gruppe gibt, die sie aufnehmen kann. Diese müsste wiederum einerseits die Dinge klar beim Namen nennen – und andererseits die Hand ausstrecken. 

Screenshot: AUF1

Kritiker ausgegrenzt, um ihre Einwände auszugrenzen

Gleichzeitig gibt es eine große Gruppe von Menschen, die sich die Dinge schönreden – und für nichts empfänglich sind. Hier sieht Pracher-Hilander erneut eine geschickte Taktik der Politik. Denn sie wisse: Der zentrale Punkt einer Information ist ihr Sender. Deshalb wurden Kritiker früh als „Verschwörungstheoretiker“ abgestempelt. Mit dieser negativen Vorinformation würden deren Erkenntnisse schnell abgewertet: „Mit diesem Pferdefuß hat man uns relativ schnell mundtot gemacht, damit dem wenig Glauben geschenkt wird.“

Denn je mächtiger ein Sender auch im hierarchischen Sinne ist, desto eher wird diesem auch vertraut. Wenn Kritiker das Feindbild sind, prallt deren Kritik an vielen ab. Aber auch hier zeigt sich: Je häufiger man mit jemandem zusammentrifft, desto wahrscheinlicher ist es, dass man diesen nicht mehr ablehnt. Man soll also derartige Kontakte nicht abbrechen, sondern hartnäckig bleiben und seine Menschlichkeit darstellen. Denn erst durch Entmenschlichung gelingt Spaltung. Diesen Zirkel gilt es zu unterbrechen.

„Halten wir uns vor Augen, dass wir Helden sind“

Dies gilt gerade, wenn es das Niveau der Boshaftigkeit betrifft: „Es bleibt einem die Spucke weg, wie weit wir sind.“ Aber man kann sich selbst ganz einfach vor diesem Framing schützen: „Halten wir uns vor Augen, dass wir Helden sind.“ Etwa, indem man gerade unterwegs ist, etwas zu retten – etwa die Republik oder die Verfassung; also das, was uns die Großeltern als wertvolles Erbe übergaben. So gewinnt man auch den Gedanken, dass die eigene Arbeit wichtig ist – was wiederum Kraft bringt, um gegen so viel Feindseligkeit anzukämpfen.

Auf dieser Basis kann man auch andere abholen: Wir haben jetzt die Chance, Geschichte zu schreiben. Denn in diesen Wochen blicke ganz Europa auf Österreich – und alle 9 Mio. hätten die Gelegenheit, sich quasi als Helden wiederzufinden. Wenn wir gemeinsam unsere Verantwortung begreifen, davon ist Pracher-Hilander überzeugt, vereint für die Bewahrung der Demokratie einzutreten, dann hilft das auch, die Kontrolle über das eigene Leben wiederzugewinnen. Aktionen wie Warnstreiks und Demos würden diesen Aufbruch befeuern. Dabei ist es klar: Die Zeit drängt – und auch hier setzt die Psychologie an.

Screenshot: AUF1

Den knappen Zeitrahmen stets im Auge behalten

Denn je weiter entfernt etwas scheint, desto eher wird sich die Einstellung dazu in der Zwischenzeit noch ändern. Steht etwas unmittelbar vor der Tür, bleibt man hingegen eher bei derselben Ansicht. Ist den Menschen also klar, dass es nur mehr wenige Wochen gibt, um ein Zeichen gegen den Horror zu setzen. Die Eskalationsschraube der Regierung gibt einen klaren Zeitrahmen vor – und den muss man für sich nützen. Diesen greifbaren Zeitrahmen – es sind nur noch wenige Wochen – muss man ständig in den Fokus rufen: Es ist nur noch eine Frage von Wochen, die Zeit zum Aufstehen ist jetzt, so der Tenor der Sozialpsychologin.

Die letzten zwei Jahren wurden von angewandter Psychologie „wie aus dem Lehrbuch“ diktiert – nur eben im negativen Sinne. Sie im positiven Sinne zu verwenden, sei nicht im Sinne der Politik. Aber als Widerstand dagegen sei das natürlich möglich: „Das Positive ansprechen im Menschen, das Menschliche. Viel über Lob, die Menschen in die Bringschuld bringen.“ Und die Menschen motivieren, den gemeinsamen Nenner zu finden: „Das kann Fesseln aufbrechen“. Gefährlich sei unterdessen, bei den aktuellen „Taschenspielertricks“ wie den Drohgebärden der Regierung etwa zur Impfpflicht, wieder schwach zu werden. An einen Bluff derselben glaubt sie dennoch nicht – denn alle Tabus seien gefallen.

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