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RKI prognostiziert neue Horroszenarien für den Winter
Seit bald eineinhalb Jahren gelten inzwischen Massnahmen, die vorgeben die «Pandemie» zu bekämpfen. Doch Aussicht auf Besserung ist noch lange nicht in Sicht. Zumindest nicht in den Augen des Robert Koch-Instituts (RKI). Die deutsche Bundesbehörde, die dafür zuständig ist, Krankheiten zu erkennen und zu bekämpfen, geht davon aus, dass ab Oktober die Belegung der Intensivbetten und die Hospitalisierungen wieder zunehmen werden.
Bis im Oktober rechnet das RKI noch mit einem langsamen Anstieg, doch dann sei eine «Beschleunigung des Anstiegs» anzunehmen. Dies schreibt die Bundesbehörde in ihrem vor wenigen Tagen publizierten Papier «Vorbereitung auf den Herbst/Winter 2021/22». Der Peak folgt laut den Prognosen des RKI im Januar oder Februar 2022.
Drei Modelle
Interessant: Die Bundesbehörde hat drei Modelle entwickelt, wie sich die Auslastung der Intensivbetten abzeichnen könnte. Dabei geht das RKI von der Annahme aus: Je höher die Impfquote unter den Erwachsenen, desto tiefer die Auslastung. Bei einer Impfquote von 75 Prozent rechnet das RKI im Januar mit über 2000 Personen auf der Intensivstation, bei einer Impfquote von 95 Prozent mit einer Auslastung von weniger als 1000 Personen. Beim Nicht-Einhalten der Hygienemassnahmen geht das RKI von über 6000 Menschen aus, welche behandelt werden müssten.
In den Augen des RKI sei die «Impfkampagne» entscheidend für den weiteren Verlauf der «Pandemie». «Daher sollte in allen Bereichen und Bevölkerungsgruppen eine möglichst hohe Impfquote angestrebt werden», schreibt das RKI. Bereits jetzt plädiert die Bundesbehörde dafür, in Regionen mit «erhöhten Ausbruchsgeschehen» sogenannte «Schwerpunktimpfungen» durchzuführen. Impfkampagnen sollten entsprechend administrativ und logistisch vorbereitet werden. Insbesondere für ältere Menschen empfiehlt das RKI «Boosterimpfungen», weil gegenwärtig noch nicht bekannt sei, wie lange der «Impfschutz» anhalte.
Auf die Wichtigkeit der Auffrischungsimpfungen verweist das RKI auch im Zusammenhang mit der «Grundimmunität». Diese sei im Herbst/Winter 2021/2022 noch nicht erreicht, weil die erwartete Impfquote von circa 70-80% unter den Erwachsenen hierzu noch nicht ausreichen würde.
Weiterhin Angst-Kommunikation
Wenig überraschend: Die Bundesbehörde setzt weiterhin auf Angst. Im Report heisst es unter dem Stichwort Kommunikation: «Die Bevölkerung sollte frühzeitig darüber informiert werden, dass es im Winter wieder zu einer starken Belastung des Gesundheitswesens und möglicherweise einer regionalen/lokalen Überlastung (…) kommen kann.» Dazu muss man wissen: In Deutschland waren die Intensivstationen insgesamt seit Beginn «Pandemie» nie überlastet (Corona-Transition berichtete).
Weiter mahnt das RKI die Bürger bereits jetzt wieder: «Dass das Verhalten jedes Einzelnen Einfluss auf den Umfang und die Folgen der Infektionen im Herbst und Winter hat.» Vor diesem Hintergrund gibt es laut der Bundesbehörde noch immer nur einen gangbaren Weg: Weitere Massnahmen. «AHA+A+L (…) gelten weiter auch im Herbst und sollten intensiv kommunikativ begleitet werden.» Gemeint sind Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, Corona-Warn-App und Lüften. Und weiter das RKI: «Kontaktpersonen-Nachverfolgung, Isolation und Quarantäne» sind neben der Impfung wichtige Massnahmen.» Bei «steigenden Inzidenzen» sollen laut dem RKI zusätzliche «bevölkerungsbezogene» Massnahmen implementiert werden. Überzeugt ist die Behörde auch nach wie vor vom «grossen Nutzen» der Massnahmen.
Die Bundesbehörde plädiert dafür, dass die Menschen ab dem kommenden Herbst noch immer ihre Kontakte möglichst reduzieren. «Um nicht notwendige berufliche Kontakte zu reduzieren, sollten dort, wo es möglich ist, digitale Werkzeuge weiterhin genutzt bzw. ausgebaut werden, um einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten», heisst es weiter in dem Bericht. Für Veranstaltungen empfiehlt das RKI die «Beschränkung von Teilnehmerzahlen».
Auch schreibt das RKI:
«Aufgrund des fortgesetzten globalen Geschehens und der sehr heterogenen internationalen Situation in Bezug auf Impfquoten, empfohlene Schutzmaßnahmen, die Zirkulation besorgniserregender Varianten etc., haben Reisen und die Bedingungen, unter denen sie stattfinden, eine besondere Bedeutung für das Infektionsgeschehen auch in Deutschland. Auf die eintretenden Entwicklungen muss schnell und flexibel reagiert werden. Massnahmenpakete sollten geplant und vorgehalten werden.»
Düstere Prognosen macht die Bundesbehörde auch für die Alten- und Pflegeheime. Trotz der vielbeschworenen «Impfung», die laut der Bundesbehörde so zentral ist, um das Coronavirus in den Griff zu bekommen, schreibt das RKI zur möglichen Situation in den Heimen ab dem Herbst: «Ein denkbares Szenario ist, dass bei hochbetagten Menschen mit zunehmendem zeitlichem Abstand zur Impfung vermehrt Impfdurchbrüche auftreten können, so dass es in Pflegeheimen zu schweren COVID-19 Ausbrüchen kommen kann.» Vor diesem Hintergrund empfiehlt das RKI auch den «Einsatz zusätzlicher individueller Schutzmassnahmen.»
Anstieg wegen Impfdurchbrüchen
Impfdurchbrüche beziehungsweise eine Reduktion der «Impfeffektivität» ist gemäss dem RKI dann auch einer der Gründe, weshalb es im Herbst zu einem erneuten Anstieg an Infektionen kommen könnte. Als weitere Gründe listet die Bundesbehörde unter anderem auf: Eine mögliche Reduktion der Impfeffektivität durch neue Varianten; eine Ausbreitung neuer Varianten mit höherer Übertragbarkeit; erneute Infektionsimporte aus dem Ausland; Kontakterhöhung in Richtung des präpandemischen Niveaus sowie ein Anstieg der Untererfassung von SARS-CoV-2-Fällen wegen des Rückgangs von PCR-Testungen. Zudem warnt das RKI davor, dass parallel zu Corona auch ein Anstieg an Infektionen mit Influenza- sowie dem Humane Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) zu erwarten sei. Dies, weil die «Booster-Infektionen für Influenza und RSV» in den letzten beiden Grippesaisons ausgeblieben seien.
Keinen Anlass zur Freude bieten zudem die Prognosen, welche das RKI für die Schüler und Jugendlichen macht. Die Schulen können sich nach der Bundesbehörde bereits wieder auf kleinere Klassen und regelmässiges Testen einstellen. Den Schulen rät das RKI zudem, die «digitalen Möglichkeiten» auszubauen. Die Rede ist von zwei bis drei Tests pro Woche und «Schutzmassnahmen», die auch weiterhin zum Tragen kommen sollen – darunter auch der Mund-Nasen-Schutz. Zudem ergebe sich die Chance zur Einrichtung eines Schulfachs für Gesundheitserziehung, schreibt das RKI.
Kommentar Corona-Transition
Interessant ist, dass laut dem RKI Infektionen mit Influenzaviren in den letzten beiden Wintern ausgeblieben seien. Weil die Menschen zuletzt lediglich auf das Corona-Virus getestet wurden – ein Virus, dass auch Bestandteil des Influenzavirus ist –, bedeutet das noch nicht, dass sie sich möglicherweise nicht mit Influenzaviren infiziert hatten.
Äusserst fragwürdig sind auch die Annahmen des RKI, die besagen, dass eine hohe Auslastung in den Spitälern nur durch eine sehr hohe Impfquote verhindert werden könne. Inzwischen ist bekannt, dass die meisten Menschen ohnehin bereits eine Immunität gegen das Coronavirus aufgebaut haben (Corona-Transition berichtete, siehe hier und hier). Auch sprechen die gegenwärtigen Daten aus mehreren Ländern eine andere Sprache. Gerade diejenigen Länder mit sehr hohen Impfquoten wie Israel und England hatten zuletzt besonders stark zu kämpfen mit neuen Infektionen (Corona-Transition berichtete, siehe hier und hier und hier). Sowohl in England als auch in Israel traf es Geimpfte sogar häufiger als Ungeimpfte.
Massnahmen bringen keinen Schutz
Ähnliches gilt auch für die Massnahmen, an denen das RKI nach wie vor festhält und die insbesondere die Kinder und Jugendlichen besonders hart treffen: Auch diese dienen nicht dem Schutz der Gesundheit. Ganz im Gegenteil. Gerade deshalb, weil gesunde Menschen in den vergangenen rund eineinhalb Jahren ihre Kontakte auf ein Minimum beschränkten und dadurch weniger in Kontakt kamen mit Viren und Bakterien, ist ihr Immunsystem nicht mehr trainiert und entsprechend anfälliger auf Viren. Das zeigt sich gegenwärtig anhand des aussergewöhnlichen Anstiegs an RSV-Fällen bei Kindern (Corona-Transition berichtete).
Äusserst fragwürdig ist zudem die Empfehlung für Boosterimpfungen. Sogar die US-Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ratet von den Auffrischungsimpfungen ab (Corona-Transition berichtete).
Besonders erschreckend sind die Szenarien des RKI gerade auch vor dem Hintergrund der immensen ökonomischen, psychischen und sozialen Schäden, welche die bisherigen Massnahmen bereits angerichtet haben. Alleine im letzen Jahr hat die Zahl der Hungernden aufgrund der Massnahmen gegen die «Pandemie» um 135 Millionen Menschen zugenommen (Corona-Transition berichtete).
CDC entzieht dem RT-PCR-Test auf Ende Jahr die Zulassung
Mit einer überraschenden Meldung vom 21. Juli erklären die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), dass sie die Zulassung für RT-PCR-Tests zur «Diagnose» von SARS-CoV-2 nach dem 31. Dezember 2021 zurückziehen werden. Die Vorankündigung ist als «Laboralarm» gekennzeichnet und richtet sich an klinische Laboratorien und Testzentren in den Vereinigten Staaten. Diese hätten nun genügend Zeit, um von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassene Alternativen auszuwählen.
Welche Testverfahren in Zukunft angewendet werden ist noch unklar. Die CDC empfiehlt eine sogenannte «Multiplex-Methode (mPCR)», die den Nachweis und die Differenzierung von SARS-CoV-2 und Influenzaviren erleichtern soll. Doch auch dabei würde es sich wieder nur um ein PCR-Testverfahren handeln, einfach mit zwei verschiedenen Primermischungen (Ein Primer ist eine kurze, einzelsträngige DNA-Sequenz, die bei der Polymerase-Kettenreraktion (PCR) verwendet wird). Labore und Testzentren sollen ihre ausgewählte Methode validieren und verifizieren, bevor sie mit klinischen Tests beginnen, mahnt die CDC.
Michael Northcott, Ethik-Professor an der University of Edinburgh (Schottland) schreibt dazu auf Twitter:
«Die US-amerikanische CDC hat am 21. Juli bestätigt, dass der PCR-Test nicht zwischen SARS & Influenza unterscheiden kann und zieht den Einsatz von PCR-Tests in den USA ab 31. Dezember 2021 zurück. Drosten’s bedeutungsloser Test hat mehr wirtschaftlichen Schaden & Leid verursacht als jedes andere medizinische Gerät in der Geschichte.»
Die RT-PCR-Diagnostik wurde erstmals im Februar 2020 zum «Nachweis» von SARS-CoV-2 eingeführt. Das generieren von «Fällen» mit dem PCR-Test sei von Anfang ein weltweiter Betrug gewesen, schreibt das Online-Wissenschaftsmagazin Natural News. Der PCR-Test kann tatsächlich keine quantitativen Ergebnisse liefern, um eine spezifische Viruslast anzuzeigen. Er ist nicht geeicht und kann nicht unterscheiden, ob ein krankmachendes Virus da ist oder bloss inaktive Bruchstücke davon. Auch mit der von der CDC empfohlenen «mPCR-Methode» würde sich an dieser Tatsache nichts ändern.
Einsatz von mRNA-Präparaten könnte zu Massensterben führen
Das Virus SARS-CoV-2 habe sich viel schneller verbreitet als jedes andere Coronavirus in der Geschichte, schreibt der Evolutionsbiologe und preisgekrönte Wissenschaftsjournalist Dr. JV Chamary in der Onlineausgabe des Wirtschaftsmagazins Forbes. Die Spike-Proteine könnten dafür verantwortlich sein, da sie einen Proteinabschnitt enthielten, der die Funktion eines Prions hat.
Bei Prionenkrankheiten ändert ein normales Protein, das als zelluläres Prion-Protein bezeichnet wird, seine Form (Fehlfaltung) und wird anormal. So wird ein verhängnisvoller biochemischer Prozess ausgelöst, der zur Ablagerung des umgefalteten Proteins im Gehirn führt und in der Folge zur infektiösen Degeneration des Hirngewebes. Bei fortschreitender Erkrankung nimmt das befallene Gehirn eine schwammartig durchlöcherte Struktur mit fadenförmigen, proteinhaltigen Ablagerungen an. Creutzfeldt-Jakob ist eine solche Prionenkrankheit. Nach aktuellen Erkenntnissen besteht eine Wahrscheinlichkeit von 99%, dass diese Variante (heute als nvCJD bekannt, nv = new variant = neue Variante) durch den Verzehr von BSE-verseuchtem Rindfleisch hervorgerufen wird.

MRI-Scan einer sporadischen CJD. Quelle: Wikipedia
Über den Rinderwahnsinn schreibt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV:
«Die BSE (auch Rinderwahnsinn genannt) hat eine lange Inkubationszeit und endet stets tödlich. Es gibt weder Schutzimpfungen noch Behandlungsmöglichkeiten. Im Verlauf der Krankheit häufen sich in bestimmten Gehirnarealen abnormal verdrehte Prionen an. Sie führen zu einer fortschreitenden Zerstörung der Nervenzellen. Das Nervengewebe nimmt ein schwammartiges (=spongiformes) Aussehen an. Prionen sind Eiweissstoffe, welche in ihrer normalen Gestalt natürlicherweise in jedem Gehirn vorkommen. Durchschnittlich vier bis sechs Jahre nach Ansteckung eines Rindes bricht die BSE aus.»
Prionen seien mit Vampiren vergleichbar, die ihr Aussehen schnell zwischen Mensch und Vampir verändern könnten, schreibt Chamary. Denn eine prionen-ähnliche Domäne (PrD) könne einem Protein die Fähigkeit verleihen, von einer Form (Konformation) in eine andere zu mutieren. «Eines der charakteristischen Merkmale von PrD ist ihre Fähigkeit, sehr schnell zwischen mehreren Konformationen zu wechseln», wird der Biologe Dr. George Tetz von Forbes zitiert.
George Tetz und Victor Tetz zeigten in einer im renommierten Fachmagazin Nature im Jahr 2018 veröffentlichten und bahnbrechenden Arbeit «Prion-Like Domains in Eukaryotic Viruses», dass sich prionen-ähnliche Domänen (PrD) auch in Viren befinden, die Tiere, Menschen und Pflanzen infizieren. Er durchsuchte über zwei Millionen öffentlich zugängliche virale Proteinsequenzen und fand 2679 Prionen-ähnliche Domänen, darunter auch in Coronaviren. Dazu schreibt er: «Manche Viren sind möglicherweise an der fehlerhaften Faltung von Prionen im Menschen beteiligt, da beobachtet wurde, dass das erstmalige Erscheinen von Prionen durch das Vorhandensein eines anderen Proteins gefördert wird, welches Prionen enthält. Zudem wurde gezeigt, dass das menschliche Herpesvirus mit der Entwicklung von Alzheimer assoziiert ist und mehrere epidemiologische Studien zeigten das Vorhandensein von HSV1 Antigenen im Liquor (Hirnwasser, Anm. d. Red.).»
Bindungsstärke zwischen SARS-CoV-2- und neurodegenerativen Proteinen
Als SARS-CoV-2 ausbrach, ging Tetz der Frage nach, ob sich auch im Spikeprotein dieses Virus eine PrD befindet, und er fand tatsächlich eine. Interessant: SARS-CoV-2 war das einzige Betacoronavirus mit dieser Eigenschaft. Dr. George Tetz sagte gegenüber Forbes: «Keine anderen, selbst eng verwandten Betacoronaviren, haben solche Prionen-änliche Domänen in ihren Spike-Proteinen.»
Tetz untersuchte, ob sich möglicherweise im ACE2 Rezeptor, der Andockstelle für menschliche Zellen, auch eine PrD befindet, und fand auch dort eine. Sein Kommentar: «Wir waren wirklich schockiert.» Seines Erachtens ist die 10-20 mal höhere Bindungsfähigkeit von SARS-CoV-2 auf die Umfaltung der beiden Proteine zurückzuführen.
Danish Idrees und Vijay Kumar gingen in ihrer neu bei Science Direct veröffentlichten Studie «SARS-CoV-2 spike protein interactions with amyloidogenic proteins: Potential clues to neurodegeneration» derselben Frage nach, und berechneten die Bindungsstärke zwischen dem SARS-CoV-2 Spike-Protein und den oben erwähnten neurodegenerativen Proteinen. Die Krankheiten werden auch als Amyloidosen bezeichnet, weil die Proteinaggregate früher als «stärkeähnlich» angesehen wurden und sich einfach mit dem Farbstoff Kongorot färben liessen.
Die Bindungsstärken waren allesamt hoch: S1-alpha synuclein: 2.3 x 10-10 M; S1-Prion: 3.9 X 10-10 M, S1-Abeta: 8.5 x 10-10 M; S1-RRM 9.7 x 10-10 M and S1-tau: 3.5 x 10-9 M. Hier gilt, je kleiner die Zahl, desto stärker die Bindung. Die Forscher kommen daher zum Schluss: «Unsere Resultate zeigen stabile Bindungen des S1-Proteins an diese zur Aggregation neigenden Proteine, was die Aggregation im Hirn induzieren und die Neurodegeneration beschleunigen könnte».
S1-Proteine werden mit dem Gen-Präparat erzeugt
An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob es eine gute Idee ist, das S1-Protein, das eine Prionen-ähnliche Domäne enthält, via mRNA-«Impfstoff» im menschlichen Körper zu erzeugen. Wie inzwischen bekannt ist, verbleiben nur etwa 25% der injizierten Menge des Impfstoffs im Schultermuskel. Der Rest verteilt sich frei im Körper und gelangt auch ins Hirn (Corona-Transition berichtete) – ebenso die S1-Proteine.
Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass der Rinderwahnsinn durch die Verfütterung von kontaminierten, jedoch abgekochten Schlachtabfällen verursacht wurde und die new-variant Creutzfeld-Jakob-Krankheit durch den Genuss eines gegrillten Steaks ausgelöst werden konnte, erscheint es höchst riskant, ein Protein mit einer Prionen-ähnlichen Domäne sozusagen hinter die Abwehrlinien des menschlichen Immunsystems und der Blut-Hirn-Schranke zu befördern.
Angesichts der sehr langen Inkubationszeit der Prionenerkrankungen und der überhasteten Entwicklung der Gen-Präparate wird man allfällige Probleme erst erkennen können, wenn es für mehrere Milliarden Menschen bereits zu spät ist.
Die Stimmung war gemütlich und einladend
Im Mai nahmen mein Mann und ich an einem Vernetzungstreffen in der Umgebung Winterthur teil. Organisiert war es durch Corona-Transition. Eine unglaublich fantasievolle Location irgendwo ausserhalb der Stadt Winterthur. Wir kannten keinen einzigen Menschen, fühlten uns aber am «Zürcher Oberland»-Tisch schnell wohl.
«Gemeinsam» ist das Passwort
Nach kurzer Zeit waren wir in Gespräche versunken. Die Aufgabe, was wir eigentlich gerne im Zürcher Oberland aufbauen wollten, war schnell definiert. Gemeinsam wieder leben. Leben? Plaudern, lachen, diskutieren, sich um sich und andere Menschen kümmern, einander helfen, sich organisieren. Gemeinsam ist das «Passwort» für vieles. Wir Menschen sind keine Einzelgänger. Wir sind eine Gemeinschaft. In der Gemeinschaft schaffen wir Dinge, die wir allein manchmal kaum auf die Reihe bringen.
Ich konnte noch nie mit Lügen leben, wuchs aber so auf. Man lebte mit kleinen Lügen, um keine Schwierigkeiten zu bekommen, sich nicht auseinandersetzen zu müssen, nicht verletzt zu werden und andere nicht zu verletzen. Ich fand das anstrengend. In meiner Primarschulzeit schrieb mir eine tibetische Schulkollegin einen Spruch in mein Poesiealbum:
Eine Lüge ist wie ein Schneeball: je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
Martin Luther (1483 – 1546), deutscher Theologe und Reformator.
Nun freue ich mich auf diese Gemeinschaft im Zürcher Oberland, die sich gegenseitig wertschätzt, respektiert, ehrlich miteinander ist, um gemeinsam konstruktiv Ziele zu erarbeiten und zu erreichen.
Vor Kurzem lernte ich Iwana kennen, die sich sofort bereit erklärte, tatkräftig mitzumachen. Sie wird die Administration der Lokalgruppe übernehmen und ist auch schon daran, ein erstes Treffen Anfang September zu organisieren, was mich ausserordentlich freut.
Hast Du Lust, mit uns die Samen anzulegen? Wir freuen uns, von Dir zu hören!
Kontaktinfos
Graswurzle Zürich Oberland
Iwana
zuerichoberland@graswurzle.ch
Neu zu Graswurzle dazugestossen
Prisca Würgler fragte mich noch nicht lange her, ob ich Lust hätte, sie im redaktionellen Bereich zu unterstützen. Da ich schon über ein Jahr Toggenburg24, ein Online-Portal, als Redaktorin betreue, konnte ich mir das gut vorstellen.
Ich bin Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und einem erwachsenen Sohn. Bis zum Schuleintritt bin ich mehrheitlich in den Niederlanden aufgewachsen, deshalb ist meine zweite Muttersprache niederländisch. 1986 schloss ich die neusprachliche Matura ab, studierte aber nicht. Bis zur Geburt meiner ersten Tochter arbeitete ich als Chefsekretärin, danach gründete ich mit meinem Ex-Mann eine Schreinerei und betreute diese administrativ. Daneben bildete ich mich als Stillberaterin aus und führte drei Jahre eine Stillgruppe. Da die Einnahmen am Anfang bescheiden blieben, liess ich mich bei McDonald’s zur Restaurantleiterin ausbilden und führte zuletzt einen «Instore» mit 70 Teilzeitmitarbeitern. 2016 erschien meine romanhafte Biographie unter meinem Pseudonym. In der Freizeit betreibe ich regelmässig Sport, entspanne mich bei Yin-Yoga und Meditation, lese, schreibe, diskutiere und trinke gerne Kaffee in einem lauschigen Garten einer Kleinstadt. Als Redaktorin habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.
The past is already gone, the future is not yet here. There’s only one moment for you to live, and that is the present moment.
Buddah
Zukünftig werde ich Graswurzle mit schönen und positiven (Corona-) Geschichten füllen. Dazu brauche ich Euch, die Verantwortlichen der Lokalgruppen. Berichtet mir kurz von Eurem Event mit einem Foto oder auch von einem kommenden Lokalgruppentreffen, das Ihr plant. Ziel ist es, möglichst viele zu ermuntern, an diesen Treffen teilzunehmen. Positive Geschichten werden gerne gelesen, da sie Freude, Mut und Zuversicht geben.
Die Geschichten müssen gar nicht lang sein. Je kürzer sie sind, desto besser werden sie gelesen. Bilder sind wichtig, da das Auge sich zuerst auf das Bild richtet und dann auf den Text. Vielleicht habt Ihr schon Gruppenfotos oder auch Fotos von Euren Events, die schon stattgefunden haben. Nach der Korrektur werden sie auf der Website graswurzle.ch unter der Rubrik Lokalgruppen (jeweils unter Eurer Lokalgruppe) veröffentlicht.
Ich freue mich auf Eure Geschichten, Berichte und geplante Treffen.
Herzliche Grüsse
Patricia Rutz
patricia.rutz@graswurzle.ch
Wettlauf der Corona-Irren: Die Politik geilt sich an der gezielten Diskriminierung Ungeimpfter auf

Das große Damoklesschwert der Ungewissheit, welche Schikane die Deutschen in der nächsten als soundsovielte Corona-„Welle“ verklickerten Grippesaison erwarten dürfen, senkt sich bedrohlich über unsere Häupter, und alles deutet darauf hin, dass es anstelle des generellen Lockdowns diesmal die hemmungslose Entrechtung, soziale Ächtung und Diskriminierung der Umgeimpften sein wird. In einem perversen Wettbewerb überbieten sich immer mehr Spitzenpolitiker darin, die Ungleichbehandlung (und damit Erpressung) derjenigen zu fordern, die von ihrer angeblichen „Impffreiheit“ Gebrauch machen.
Den Startschuss hatte Kanzleramtsminister Helge Braun gegeben, der sogar diejenigen, die ohne Impfung ihre Nichtansteckung nachweisen können – entweder durch Genesenenausweis oder aktuellen Negativtest -, vom Alltag und sozialer Teilhabe ausschließen will: Keine Barbesuche, keine Restaurantbesuche, keine Kinobesuche, kein Urlaub mehr, von allfälliger öffentlicher Anprangerung und Stigmatisierung ganz schweigen. Prompt sprang ihm CSU-Södolf in Bayern bei, der ebenfalls empfindliche Beschränkungen für Ungeimpfte verlangt, so wie sein saarländischer Ministerpräsidentenkollege Tobias Hans (CDU). Und selbst der Grüne Winfried Kretzschmann, der im Frühjahr nonchalant den Unternehmen damit drohte, „mal einen richtigen Lockdown“ zu „machen“, findet den Gedanken sexy, dass in Deutschland eine Alltagsapartheid Einzug hält, die sich noch vor zwei Jahren niemand in den kühnsten Träumen auszumalen gewagt hätte.
Gegenstimmen – etwa die von Wolfgang Kubicki (FDP), dass die Pläne von gezielter Diskriminierung Nichtgeimpfter eine „staatliche Zuteilung von Grundrechten nach Wohlverhalten“ gleichkommen, werden geflissentlich, auch medial, zu lästigen Außenseiterstimmen gemacht, von denen, denen aus unsozialem Freiheitsstreben angeblich nichts am Volkswohl läge. Und nun kriechen auch schon wieder reihenweise dienstbare Systemjuristen und Verfassungsrechtler aus ihren Löchern und geben den Regierenden in Bund und Ländern die erwartete Carte Blanche, den Persilschein der angeblichen Vereinbarkeit der Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften mit Recht und Gesetz.
Und mehr noch: Sie behaupten gar, eine solche Ungleichbehandlung könnte sogar geboten sein. Diese Art von Rechtsexperten hat ihren Nutzen (ebenso wie die mit Luxusdinners im Kanzleramt bei Laune gehaltenen, „unabhängigen“ Verfassungsrichter): Zu allen Zeiten, unter allen Fahnen stützen die Erwartungen der Herrschenden und erklären alles für „Rechtens“, was gerade öffentliche Räson ist: ob Nürnberger Gesetze, Staatsterrorismus, Enteignungen und Kollektivierungen oder heute eben – ganz im Sinne des Linksstaats – eine Impfung, die möglicherweise langfristig um ein Vielfaches mehr schadet als nützt. Die Katastrophe nimmt immer erst im Rückblick ihren Lauf, wer sie in der Gegenwart beschwört, braucht ein schnelles Pferd.
Immer schon in der Geschichte Vorboten des Unheils: willfährige Juristen
Der „Testballon“ der in die Diskussion gebrachten Entrechtungen, der – wie die „Welt“ zu bedenken gibt – kaum ohne Wissen und Einverständnis der Kanzlerin, von Braun steigen gelassen wurde, wird nicht über Grund eingeholt und sofort zum Absturz gebracht, sondern steigt mit beeindruckender Geschwindigkeit und erfährt Auftrieb von allen Seiten. Die Deutschen sind wieder mal im Wahn, und nichts hält sie mehr auf. Die so töricht und entsetzlich falsche Grundprämisse, dass Corona eine tödliche Pandemie sei, tödlicher als alles, was zuvor je da war, führt von einem Automatismus zum nächsten.
Ein Staat, der einen rein biologischen Lebensschutz über alles stellt, findet gute Begründungen für jede Einschränkung – und kann auch in deren Name Grundrechte beschneiden: Er könnte aus mindestens ebenso guten oder weitaus stichhaltigeren Gründen wie die, mit denen die Diskriminierung Ungeimpfter legitimiert wird, das Autofahren verbieten, um tausende Verkehrstote zu verhindern. Er könnte Bürger ganz zuhause einsperren oder ans Bett fesseln lassen, weil sie in dem Moment, da sie aufstehen oder das Haus verlassen, verunfallen könnten. Er kann vorschreiben, was gegessen und getrunken werden darf und wann, um Krankheitsrisiken einzudämmen. Er kann Bürger rundum überwachen, um von ihnen ausgehende Gefahren für Dritte zu verhindern. Und er kann Senioren und kleine Kinder isolieren und ihrem Schicksal überlassen, er kann Menschen zwangstherapieren und operieren oder sie chippen. Alles im Namen der „Solidarität“, um asoziales, „volks-“ bzw. gemeinschädliches Verhalten zu unterbinden. Jede Barbarei hat sich so legitimiert, jedes totalitäre Regime hat jede seiner Freiheitsentzugsmaßnahmen stichhaltig mit solchen Notwendigkeiten begründet.
Die Frage ist letztlich, was dann noch das Leben in Freiheit wert ist. Ein Staat, der uns wie Vieh kontrolliert, einpfercht, impft und verhaltenskonditioniert, „sorgt“ zwar für uns und schützt unser Leben. Doch er zerstört alles, was ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Dasein prägt: Freizügigkeit, Freiheiten (die immer mit Risiken für andere verbunden sein werden) – und vor allem den sozialen Frieden. Der gesellschaftliche Riss, den Merkel und ihr feister Schreibtischtäter Braun mit Unterstützung der probaten „Coronazi“-Front in gewohnt völligem Widerspruch zu ihren eigenen vorherigen Versprechungen vertiefen, wird dieses Land in ein Unheil stürzen, für das es seit 76 Jahren kein Beispiel gibt. (DM)
Wie Annelena Baerbock die Welt retten möchte – oder zumindest das Weltklima
Ich wollte heute von der Kanzlerkandidatin wissen, wie das kleine Deutschland das Klima in der großen weiten Welt retten will – und ich wollte auch prüfen, wie sattelfest sie bei den Grund-Daten ist. Das Ergebnis war faszinierend – sehen Sie es sich an!
Der Beitrag Wie Annelena Baerbock die Welt retten möchte – oder zumindest das Weltklima erschien zuerst auf reitschuster.de.
USA: Über 400 Tote durch Schusswaffen in nur einer Woche

Die Meldung fand ich in der russischen Nachrichtenagentur TASS, die – wie üblich – brav ihre Quelle verlinkt hat. Die Originalmeldung ist vom US-Fernsehsender ABC und ich habe den dazugehörigen Artikel übersetzt. Er zeigt die Verhältnisse in dem Land auf, das uns von Medien und Politik als großes Vorbild präsentiert wird. Aber möchten wir wirklich […]
Der Beitrag USA: Über 400 Tote durch Schusswaffen in nur einer Woche erschien zuerst auf Anti-Spiegel.
(K)eine indirekte Impfpflicht? Wie die Regierung mit gespaltener Zunge spricht
Die Regierung will ins Wasser und sich nicht nass machen: Heute versprach Merkels Sprecherin, es werde keine indirekte Impfpflicht geben – gleichzeitig hält sie sich aber alle Türen dafür offen und distanziert sich auch nicht von Kanzleramtschef Braun.
Der Beitrag (K)eine indirekte Impfpflicht? Wie die Regierung mit gespaltener Zunge spricht erschien zuerst auf reitschuster.de.
Tabu-Thema: Migranten Abschieben fürs Klima – Können wir so CO2 reduzieren?
Klima, Klima, Klima: Es gibt kaum ein Thema, das in der veröffentlichten Diskussion so gepusht wird wie das Thema Klima. Während sogar das Für und Wider vom Halten von Haustieren und dessen Auswirkungen auf das Klima diskutiert wird, gibt es seltsamerweise Klimathemen, die völlig tabuisiert werden. Eines davon: Welche klimaschädlichen Auswirkungen hat der Zuzug von Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen. Und wäre es nicht vielleicht klimafreundlicher, Wirtschaftsflüchtlinge in ihre Herkunftsländer abzuschieben?
- Neue Religion: Reduktion von CO2 Staatsziel auch bei Ausländern?
- 1/40 mehr Bevölkerung heißt mindestens 1/40 mehr an CO2-Verbrauch
- Umrechnung auf den einzelnen Bürger üblich, Umrechnung auf Wirtschaftsflüchtling offenbar nicht
- Rückführung in Heimatländer auch gut fürs Klima!
Ein Kommentar von Achim Baumann
Die Länder konkurrieren darum, einen möglichst geringen CO2-Fußabdruck in der Welt zu hinterlassen. Während Deutschland und Österreich Vorreiter von CO2-Einsparungen sind, hält sich der Rest der Welt nicht besonders daran. Ob sich also die angebliche Erderwärmung aufhalten lassen wird, darf bezweifelt werden, denn Österreich und Deutschland sind gerade einmal für etwas mehr als zwei Prozent der weltweiten CO2-Produktion verantwortlich. Dennoch werden immer mehr Forderungen aufgestellt, CO2 einzusparen. Jedes noch so erdenkliche Thema wird von den Öko-Extremisten in den etablierten Parteien und ihren Helfershelfern in den Medien diskutiert. Da belasten nicht nur die Haustiere, auch Autos, Flugzeuge, fleischliches Essen oder sogar Wildschweine das Klima.
Und was ist mit Wirtschaftsflüchtlingen?
Aber was ist mit Wirtschaftsflüchtlingen? Belasten diese etwa nicht die CO2-Bilanz eines Staates? Warum gibt es dazu kaum medial oder wissenschaftlich geführte Diskussionen? Denn der CO2-Reduktion soll doch alles untergeordnet werden, wenn man den Politikern der etablierten Parteien folgen würde – warum also nicht auch das Thema Ausländerzuzug?
Mehr Infrastruktur benötigt
Es ist eine Binsenweisheit, dass eine höhere Bevölkerungszahl zu mehr CO2-Verbrauch führt. Beim Beispiel Deutschland sind das seit dem Jahr 2015 rund zwei Millionen von Angela Merkel eingeladene Gäste mehr, die die CO2-Bilanz belasten. Das ist 1/40 Zuwachs der Bevölkerung und mindestens 1/40 mehr verbrauchtes CO2. Es werden beispielsweise in den Groß-, aber auch in den Kleinstädten, immer mehr Flächen versiegelt, zubetoniert und geteert. Immerhin benötigt man ja dauerhaften Wohnraum für zwei Millionen „Neubürger“, die zum Bleiben eingeladen wurden. Ein Ergebnis: Immer mehr versiegelte Flächen dienen dann als „Wasserrutschen“, die bewirken, dass es zunehmend Hochwasserschäden gibt, und Regen nicht problemlos ins Grundwasser gelangen kann, wodurch wiederum für Land- und Forstwirtschaft Dürreschäden entstehen – schlecht fürs Klima!
Linke Luftschlösser wanken
Einwanderungsunkritische Zeitgenossen werden einwerfen, dass die Millionen Merkelgäste ja bereits vorher irgendwo wohnten und auch dort für einen CO2-Verbrauch verantwortlich waren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit! Denn die Wirtschaftsflüchtlinge werden in unseren hochentwickelten Ländern wesentlich kostenintensiver versorgt als in ihren Heimatländern in Afrika und im Orient, verbunden mit einem weitaus höheren CO2-Verbrauch. Ist es also legitim zu sagen, dass der CO2-Verbrauch in ihren Heimatländern erheblich geringer wäre? Ja! Und außerdem würde die auf Länder heruntergebrochene CO2-Bilanz für Deutschland und Österreich besser aussehen, mindestens um 1/40 abnehmen. Und wie wir wissen, es geht um jedes Zehntel. Also: Rückführung von Wirtschaftsflüchtlingen – auch dem Klima zuliebe!
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Deutschlands größtes Alternativmedium kommt aus der Schweiz und weitere mediale Bizarrheiten
Im neuesten Podcast von Achgut sagte der Moderator Burkhard Müller-Ullrich an einer Stelle etwas, dessen Bedeutung für die aktuelle politische Situation kaum zu überschätzen ist. Die Mächtigen Europas, und damit meinte er Regierungen, Ministerien und Behörden aller Ebenen, seien alle bestens miteinander vernetzt. Auf der anderen Seite dagegen gäbe es kaum eine gesamteuropäische Medien- und Debattenkultur, quasi alle kritischen Debatten über das Gebaren der Mächtigen schafft über eine EU-Binnengrenze. Diese Asymmetrie gibt den Regierungen eine ungeahnte Gestaltungsmacht, die sie umfassend für sich zu nutzen wissen. In meinen Augen trifft er damit voll ins Schwarze, exakt das ist ist eines der größten unserer chronischen Probleme und es lässt sich anhand verschiedener statistischer Größen klar ablesen.
Anhören, er spricht ein wichtiges Problem an. pic.twitter.com/vWjdBoYBau
— Manniko (@MannikoD) July 26, 2021
Das Massenproblem alternativer Medienmärkte
Trotz Schmähungen, finanzieller Engpässe und gesetzlicher Zwänge konnten sich mit dem Aufkommen des Internets kleine mediale Biotope etablieren, die sich abseits der leitmedialen Leitplanken in außerparlamentarischer Opposition üben und das mitunter in einer hohen Qualität. Das Ausbleiben eines durchschlagenden Erfolgs kann meines Erachten aber nur teilweise mit den entgegengebrachten Repressalien erklärt werden.
Größer noch als das Obrigkeitsproblem ist das Problem der Masse. Für einen großen Durchbruch gegen die etablierten Angebote mangelt es schlichtweg an genügend deutschsprachigen Lesern, was insbesondere im Vergleich zum englischsprachigen Medienmarkt deutlich wird. Geht man von einem vergleichbaren Prozentsatz von Medienkonsumenten aus, die sich auf der Suche nach alternativen Angeboten befinden, dann wird vor allem deren absolute Anzahl zur entscheidenden Kennzahl für die Dynamik des Gesamtmarktes.
Im Bereich der global erreichbarer digitaler Medien sind damit vor allem all jene Menschen interessant, die sowohl die Publikationssprache fließend beherrschen, als auch zahlungskräftig sind, so dass sie entweder für ein Angebot zahlen können, oder für die Werbewirtschaft von Interesse sind. Der englische Medienmarkt mit mindestens einer Milliarde Menschen als potenziellen Kunden verfügt dadurch über einen erheblichen strukturellen Vorteil gegenüber quasi allen anderen Sprachmärkten, wobei der deutsche Markt mit ungefähr 150 Millionen potenziellen Kunden noch zu den größten gehört.
Dennoch geht diese Relation mit der unmittelbaren Konsequenz einher, dass ein Angebot auf Englisch in etwa sieben Mal so viele Konsumenten erreichen kann als ein vergleichbares auf Deutsch. Es verwundert nicht, dass die größten Nachrichtenseiten der Welt größtenteils aus den USA oder England kommen und die allermeisten der anderen auf Englisch publizieren. Noch einmal stärker ist diese Dominanz bei den kleinen alternativen Medien, denen die institutionelle Unterstützung versagt wird.
Je kleiner, desto dürftiger
Dabei hat Deutschland sogar noch Glück, wenn man unsere Situation mit den kleinen skandinavischen Ländern vergleicht. Schwedens Sprachraum beispielsweise bietet nicht viel mehr Platz als für ein einziges professionelles Angebot, der von Fria Tider besetzt wird, das monatlich auf knapp 7 Millionen Zugriffe kommt. Für schwedische Verhältnisse ist das ziemlich imposant.
Lediglich auf den großen Sprachmärkten Europas ist es strukturell möglich, dass sich ein ansprechendes alternatives Medienspektrum herausbilden kann. Neben Deutschland lassen sich noch Französisch und Spanisch hinzuzählen als Länder mit der notwendigen Anzahl an Sprechern, wobei die große Masse bei den letztgenannten vor allem jenseits der eigenen Landesgrenzen lebt und das in den wenigsten Fällen in wohlhabenden Ländern. Das Problem der fehlenden Masse wird bereits bei Italienisch relevant, dessen Markt nur knapp oberhalb der Grenze zum alternativmedialen Break-Even existieren kann und das, obwohl der Sprachraum noch den Vorteil Rumäniens als italienische Dialektsprache genießt.
Aufgrund der spezifischen Umstände ist es selbst für das mit 200 Millionen Brasilianern aufgeblähte Portugiesisch quasi unmöglich, eine eigene alternative Medienkultur zu entwickeln, da sich ein Großteil seiner Sprecher kein Abo leisten kann. Ablesen lassen sich die Kalamitäten von Portugiesisch ebenfalls bei Similarweb, wo ich für diesen Beitrag zahlreiche nichtlinke englische Nachrichtenseiten durchgegangen bin und dort in sehr vielen Fällen bei den Zugriffen nach Land auf den Plätzen 3-5 entweder Deutschland fand – oder eben Brasilien.
Es will etwas heißen für den eigenen Sprachmarkt, wenn so viele Sprecher auf das englische Angebot zurückgreifen, dass zahlreiche Länder mit weit größerer Bevölkerung und Verbindungen zur Sprache und Mentalität aud den Plätzen gelassen werden.
Erfolge durch alternative Meinungsmacher
Kleinere Sprachmärkte haben in diesem Geschäft kaum eine Chance. Selbst dann, wenn sie wie etwa Tschechien über einige wortgewaltige Meinungsmacher verfügen, laufen deren Debattenversuche zwangsläufig ins Leere. Obwohl Osteuropa beispielsweise die halbe Europäische Union ausmacht, findet die Region medial quasi nicht statt. Wie Müller-Ulrich bemerkte, gilt dies jedoch nicht für deren jeweilige Politikerkaste, sie darf mitreden und sich wie Donald Tusk oder Dalia Grybuskaite an deren Träumereien ergötzen. Ebenso wird jeder leitmedial bis auf die letzte Faser zerrissen, der sich wie Viktor Orban verweigert, ohne gleichzeitig aber auch nur einen Deut über jene Ansichten weiterzugeben, die ihn gegen den Status Quo opponieren lassen.
Das Spiel ist so abgekartet, dass nicht einmal jemand wie Januz Korwin-Mikke als jahrzehntealter Veteran im Debattenkampf gegen den alten und neuen Sozialismus in der Lage ist, mehr als nur schemenhaft bis jenseits der polnischen Grenzen zu wirken. Eine solche Rolle kann im heutigen EU-Land nur dann jemand ausfüllen, der die notwendigen sprachlichen und damit nationalen Voraussetzungen mitbringt. Beispiele dafür wären Nigel Farage, oder vielleicht noch Hendryk Border oder Roger Köppel, deren Sprachmärkte einen ausreichenden Resonanzraum bieten.
Doch selbst bei diesen dreien zeigt sich eine Abstufung ihres Erfolgs in der Form, als dass Farage mit dem Brexit als bis dazo einziger dissidentischer Meinungsmacher in Europa einen politischen Erfolg verbuchen konnte. Broder dagegen wirkt so, als würde er beständig mit einer Wand reden (was er womöglich nur deswegen noch darf, weil er Jude ist), während Roger Köppel in Vollzeit damit beschäftigt ist, das Hereinkriechen der in Deutschland gängigen leitmedialen Leitplanken in die schweizerische Debatte abzuwehren.
Alternative „deutsche“ Medienangebote und die alternative „europäische“ Debatte
Die Medienlandschaft der kleinen Schweiz mit ihren 5 Millionen Deutschssprachlern gilt schon länger als das neue „Westfernsehen“. Die schriftliche Bestätigung dessen erhielt ich, als ich die obige Aussage von Müller-Ullrich bei Similarweb anhand der Zugriffsstatistiken für Webseiten nach dem Ursprungsland auf Substanz testen wollte und dabei auch einige schweizerische Medienangebote durchgegangen bin.
Similarweb eignet sich deswegen gut dafür, weil es die fünf wichtigsten Ursprungsländer von Nutzern einer Internetseite anzeigt, die in der Regel mehr als 95% aller Zugriffe ausmachen. Daran, so meine ursprüngliche Idee, ließe sich ablesen, inwieweit alternative deutsche Medienangebote (ADMs) aus dem Ausland wahrgenommen werden und welche alternativen Medien – darunter auch ausländische – für deutsche Medienkonsumenten die wichtigsten sind. Alle herausgesuchten Zahlen finden sich hier. In der Tabelle unten habe ich mich auf das nötigste beschränkt.
| Rang | Zielseite | Mio Zugriffe aus Deutschland | Mio Zugriffe aus EU ohne D-A-CH | Wichtigste EU-Ursprungsländer |
| 1 | NZZ | 6,85 | 0,07 | Italien |
| 2 | Reitschuster | 4,48 | 0,11 | Frankreich, Schweden |
| 3 | Tichy | 4,29 | 0,01 | Niederlande |
| 4 | Achgut | 4,15 | 0,04 | Frankreich, Dänemark |
| 5 | Epoch Times | 3,91 | 0,02 | Tschechien |
| 6 | Daily Mail | 3,32 | 0* | *USA, UK, CAN, AUS |
| 7 | Pi-News | 3,08 | 0,07 | Luxemburg, Polen |
| 8 | RT | 2,95 | 0* | *Thailand, (sic!) Fiji |
| 9 | Krone.at | 2,92 | 0,44 | Ungarn |
| 10 | Jouwatch | 2,65 | 0,12 | Luxemburg, Spanien |
| 11 | Junge Freiheit | 1,96 | 0,03 | Slowakei, Schweden |
| 12 | Danisch | 1,94 | 0,09 | Niederlande |
| 13 | The Sun | 1,63 | 0* | *USA, UK, CAN, AUS |
| 14 | Cicero | 1,38 | 0,03 | Luxemburg |
| 15 | ZeroHedge | 0,71 | 0,55 | Frankreich |
| 16 | NY Post | 0,5 | 0* | *USA, UK, CAN, AUS |
| insgesamt | 46,71 | 10,37 | Frankreich, Dänemark, Schweden, Italien, Luxemburg, Spanien, Polen, Niederlande, Slowakei, Tschechien, Ungarn |
Die Tabelle bietet einige geradezu bizarre Aussagen:
- die NZZ als das mit Abstand größte ADM ist in der Schweiz ansässig und versteht sich als schweizerisch.
- Das von Boris Reitschuster betriebene zweitgrößte ADM ist weniger als ein Jahr alt und verdankt seinen Erfolg einem einzigen unerwartet entstandenen und zeitlich begrenzten Thema.
- Acht der 16 größten ADMs sind entweder gar nicht oder nur nebenbei Deutsch: NZZ, Epoch Times, Daily Mail, RT, Krone, The Sun, ZeroHedge und die NY Post.
- Zählt man Achgut zur „Israellobby“, dann ist die Mehrheit der größten ADMs nicht genuin deutsch.
- Vier der 16 größten ADMs erscheinen auf Englisch.
- Weniger als 0,01% aller EU-Ausländer teilen die alternative Medienerfahrung mit Deutschen.
- Der Anteil an EU-Ausländern, die regelmäßig ADMs verfolgen liegt im Nanobereich.
- Das bedeutendstedeutsch-französische Debattenraum abseits des Mainstreams ist der auf Englisch erscheindende US-Blog ZeroHedge.
Diese Werte sollten einem zu denken geben. Similarweb ist sicherlich nicht perfekt und auch wenn ich es persönlich kaum wahrnehme, so weiß ich, das bei Twitter und zunehmend bei Telegram immer wieder sehr schnell die Sprachbarrieren überwunden werden. Das gilt allerdings meist nur für skandalöse Videoaufnahmen, wenn wieder einmal ein Migrant sich besonders bereichernd verhält, oder eine Demonstration Ausmaße annimmt, dass sich Revolutionsstimmung breit macht.
Ein Raum für die Wahrnehmung der Alltagsgeschehen in den anderen EU-Ländern, gar eine vertiefte Debatte über den gemeinsamen Kultur- und Wirtschaftsraum, das Netzwerken zum Erreichen gemeinsamer Ziele oder überhaupt nur ein Forum zum Ansprechen von Problemen jenseits von Eliteinteressen, gibt es dagegen nicht. Es ist bezeichnend, dass zu den wichtigsten Ursprungsländern für ADMs innerhalb der EU ausgerechnet das landkreisgroße und zu einem Gutteil ebenso deutschsprachige Luxemburg gelistet wird.
Warum diese nationalen Scheuklappen?
Eine Karte mit der EU des alternativen Spektrums wäre ziemlich klein und sie bestünde quasi nur aus Inseln. Italien bleibt weitgehend abwesend, Polen ist quasi inexistent und auch die Niederlande als großer Nachbar mit deutscher Sprachnähe tröpfelt nur in homöopathischen Dosen in die hiesige Debatte hinein. Woran das nur liegt?
Die Antwort scheint einfach, die Zensur ist es, das Unterdrücken der Viralität für als falsch deklarierte Inhalte. Die eklatante Fehlstelle im alternativen Debattenbewusstsein jedoch ausschließlich mit den gegebenen Repressalien zu erklären – oder vielleicht auch auf Sprachbarrieren zu verweisen (es gibt inzwischen erstklassige Lösungen dafür) – halte ich für falsch. Es wäre leichtfertig und würde die eigentlichen Fragen verhindern, die es in diesem Zusammenhang zu stellen gilt.
In den letzten zwei Jahrzehnten konnten sich gegen jede Propaganda seitens der Elite überall auf dem Kontinent politische Kräfte etablieren und in das EU-Parlarment einziehen, die ein Eigeninteresse daran hätten, dass die Debatte über die Unzulänglichkeiten in Brüssel ein weiteres Forum erhalten als nur die Wählerschaft im eigenen Land. Doch die Briten haben sich bis zu ihrem Abschied genauso auf die Aufklärung ihrer eignen Bürger beschränkt, wie Italiener, Polen, wir Deutsche und alle anderen als Inertialsystem ausschließlich den eigenen Sprachmarkt als Plattform sehen. Wenn, dann geht es gleich um den halben Planeten, wenn man einmal ausbricht, und was sich genauso an der obigen Auflistung ablesen lässt, wie auch an den Verlinkungen in diesem Blog.
Aus diesen nationalen Scheuklappen und der Unfähigkeit, bis zum Nachbar zusehen, folgt fast schon zwangsläufig, dass man am Ende unter dem Gelächter des Publikums in der Manege politischer Interessen herumgeführt wird. Die Ausnahmen von dieser Regel tatsächlich so selten, dass es sich anfühlt, als hätte Wladimir Putin alleine mehr Kolumnen in deutschen Zeitungen verfasst als die gesamte eurokritische Opposition zusammen. So erbärmlich ist die Situation.
Die Frage ist: Warum hat noch niemand ein potentes Angebot aufgebaut, um diese Lücke im alternativen Spektrum zu füllen? Warum gibt es keine zuverlässige Stelle, wo ich verfolgen kann, worüber gerade in Italien oder auch im Baltikum abseits des Mainstreams debattiert wird? Wieso findet das trotz 12 Jahren Eurokrise und 6 Jahren Migrationskrise noch immer nicht statt? Es gäbe einige im Geschäft der politischen Meinungsbildung, die sich im Angesicht ihrer Möglichkeiten an die eigene Nase fassen müssten.
Wir brauchen potente Debattenräume
In Anbetracht von 20% liberalen und konservativen Abgeordneten im EU Parlament ist kaum zu glauben, dass sich so wenige – eigentlich quasi niemand – in die alternative Debatte jenseits der eigenen Landesgrenze einschaltet und die wichtigsten Berührungspunkte weiterhin im Abseits englischsprachiger Alternativmedien existieren. Gefüllt wird das Bewusstsein dort mit sehr vielem, nur nicht mit einem Bewusstsein darüber, warum man als Deutscher, Franzose oder Holländer auf der Suche nach „alternativen Wahrheiten“ überhaupt dort gelandet ist. Das sollte man nie vergessen, auch wenn ZeroHedge und wie sie alle heißen, einem wenigstens ein bisschen darüber berichten, was man sonst nirgends erfährt.
Mit dem Wissen um diese Leerstelle, wo eigentlich ein Bewusstsein sein sollte, ist es letztlich in keinster Weise überraschend, dass quasi alle Ideen aus der linksgrünen Ecke, darunter auch die verrücktesten, ihren Weg in die Realität der EU finden, während gleichzeitig rein gar nichts davon verhindert wird. Mehr noch sorgt diese selbstverschuldete Asymmetrie dazu, dass ein liberal-konservatives Kernfundament nach dem anderen geschliffen wird, bis bald nichts mehr da ist.
Burkhard Müller-Ulrich hat recht. Uns fehlen sämtliche Institutionen, die es uns ermöglichen, in einer Weise in die größere Debatte eintreten zu können, um am Ende auch zu entscheidungsrelevanten Ansichten zu gelangen. Denn nur darum geht es am Ende: Wer mitbestimmen will, der muss informierte und pointierte Verhandlungsergebnisse vorlegen können. Denn nur diese sind mehrheitsfähig und sie werden genau dann mehrheitsfähig, wenn man sie zunächst debattiert und so schleift, dass sie möglichst vielen gefallen. Die Voraussetzung dafür wiederum ist, dass man überhaupt erst einmal herausfindet, worin die eigentliche Debatte besteht. Für all das braucht es Gelegenheiten zum regelmäßigen Austausch ohne obrigkeitsstaatliche Betreuung.
Ohne gemeinsamen Debattenraum ist das alles jedoch von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Daher können unsere Eliten dank ihrer Vernetzung heute schalten und walten, wie ihnen beliebt.
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Wegen Corona-Elend: Aufstände in Tunesien – Regierungschef entlassen
Tunesiens Präsident hat Sonntagnacht den Regierungschef entlassen und die Arbeit des Parlamentes für die nächsten 30 Tage ausgesetzt. Das Corona-Elend und die daraus folgende immer größer werdende Armut lassen den Volkszorn kochen. Demonstranten zogen vor das von Sicherheitskräften umstellte Parlament und forderten Zugang. Der Präsident sieht sein Handeln durch die Verfassung gedeckt. Oppositionelle sprechen von einem Putsch. Droht bald für Europa eine neue Flüchtlingswelle?
- Präsident Kais Saied feuert Regierungschef Hichem Mechichi und friert Parlament für 30 Tage ein
- Er will Regierungsgeschäfte mit neuem Premierminister gemeinsam führen
- Unstimmigkeiten mit islamistischer Ennahda-Partei seit Jänner
- 30-Tage-Programm als Übergangslösung
- TV-Sender Al Jazeera gestürmt
Gewalttätige Proteste am Nationalfeiertag
Aus den vom Westen beförderten Unruhen des „arabischen Frühlings“ ging Tunesien als Demokratie hervor. Kritiker sprechen von einem Regime-Change durch Soros-nahe Organisationen. Der 25 Jahre lang herrschende Zine al-Abidine Ben Ali wurde im Zuge der Revolution gestürzt. Bei seinem Amtsantritt im Jahr 2019 versprach der parteilose, derzeit amtierende Präsident Kais Saied, dass er das korrupte System im Land reformieren wolle. Enorm viele Arbeitslose, eine weit auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich sowie der Umgang mit der Corona-Krise haben die Unzufriedenheit der Bevölkerung ansteigen lassen. Auch vermeintlich korrupte Machenschaften einiger Anhänger der islamistischen Ennahda ließen den Volkszorn hochkochen. Der Unmut entlud sich nun in von Ausschreitungen begleiteten Protesten am 25. Juli, dem Nationalfeiertag, wie Medien berichten.
Regierungsgeschäft mit neuem Premierminister führen
Er werde die Regierungsgeschäfte gemeinsam mit einem neuen Ministerpräsidenten übernehmen, kündigte der Verfassungsjurist Saied nach Beratungen mit Militärvertretern an. Nach der Revolution 2011 war er Mitglied des Expertengremiums für die Erarbeitung der neuen Verfassung. Seit seinem Amtsantritt am 23. Oktober 2019 gilt er vielen seiner Wähler – 72,7% der Stimmen entfielen damals auf ihn – als Verkörperung von Redlichkeit und Korruptionsbekämpfung. „Wir sind stolz auf Sie“, heißt es im nachstehenden Tweet.
We are proud of you
#Tunisia #قيس_سعيد#تونس pic.twitter.com/hzeAYbJnhs
— Dekra.gt
(@dekra_gt) July 26, 2021
Bei den Protesten in Tunis forderten nun tausende Demonstranten lautstark die Auflösung des Parlamentes und wieder eine neue Verfassung. Dem Parlamentspräsidenten Rached Ghannouchi und Chef der islamistischen Ennahda wurde der Zutritt zum Parlament verwehrt. Er rief seine Anhänger dazu auf, vor das Parlament zu ziehen, wo es zu Zusammenstößen mit den Anhängern Saieds kam. In der Nacht zum Montag feierten Saieds Unterstützer dann in den Straßen der Hauptstadt Tunis mit Feuerwerk, wehenden Fahnen und zur Nationalhymne. In den Morgenstunden soll sich dann auch Präsident Saied zu den Feiernden gesellt haben.
Unstimmigkeiten mit Ennahda-Partei
Im heurigen Jänner strebte der Regierungschef Hichem Mechichi (parteilos) eine Umbildung der Regierung an. Die neuen Ministerkandidaten wurden vom Parlament bestätigt, doch Kais Saied verweigerte die Vereidigung der neuen Minister, da einige unter Korruptionsverdacht standen. Anfang April weigerte er sich dann auch einen Gesetzesentwurf zur Errichtung eines Verfassungsgerichtes zu unterzeichnen. Es gibt daher weiterhin kein ebensolches in Tunesien.
Programm für 30 Tage der Macht
Der Parlamentspräsident Rached al-Gannouchi – er steht ebenfalls unter Korruptionsverdacht und ist Anführer der Ennahda-Partei, die der Muslimbruderschaft nahestehen soll – warf Präsident Saied einen „Staatsstreich“ vor. Dieser wiederum beruft sich auf den Paragraphen 80 der Verfassung. Dieser erlaube ihm, die Macht bis zu 30 Tage in seinen Händen zu konzentrieren. Er kündigte daher für die nächsten 30 Tage an:
- das Parlament zu suspendieren und die Anonymität der Abgeordneten aufzuheben
- eine neue Regierung zu bilden, die ihm direkt untergeordnet ist
- die Staatsgeschäfte durch Verordnungen zu führen und
- den Vorsitz der Staatsanwaltschaft zu übernehmen
In einem Statement des tunesischen Präsidenten stellte dieser klar, dass er das Militär einsetzen werde, so es zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen sollte:
„Entweder man ist auf der Seite der Menschen oder man ist auf der Gegenseite gegen sie. Und es gibt andere Maßnahmen, die ergriffen werden, während sich die Situation entwickelt. Wir wollen kein Blutvergießen. Ich warne diejenigen, die sich heute Abend vorbereiten & in einigen Vierteln Geld verteilen, um Feuer zu legen & zu plündern, dass das Gesetz über allen steht und auf sie angewandt werden wird.“
“I warn those who are preparing themselves tonight & distributing money in some neighborhoods for setting fire & looting that the law is above everyone and will be applied to them.” (2/2) #تونس #قيس_سعيد #Tunisia
— Mohamed Hashem (@mhashem_) July 25, 2021
TV-Sender Al Jazeera gestürmt
Am heutigen Montag stürmte die Polizei das Büro des TV-Senders Al Jazeera in Tunis und forderte die Angestellten auf, das Gebäude zu verlassen. Telefone und andere Geräte sollen beschlagnahmt worden sein. Kritiker sehen in dem Sender, der von der Regierung in Katar gesponsert wird, auch ein Sprachrohr der islamistischen Muslimbruderschaft. Der nachstehende Tweet spricht dies offen an: „Gute Arbeit Tunesien für die Vertreibung der Muslimbruderschaft.“ Schlecht für Europa: Die erneute Destabilisierung Tunesiens könnte nun wieder zu Flüchtlingswellen aus der Region führen.
Great job Tunisia for evicting Muslim Brotherhood
— Amaya Jafari (@JafariAmaya) July 26, 2021
Auch personelle Verbindungen zu Organisationen aus dem Dunstkreis von George Soros wurden dem Sender schon vor Jahren nachgesagt. Ob es auch in Tunesien zu ähnlichen Schritten gegen den selbsternannten „Philanthropen“ wie in Myanmar kommen wird, bleibt abzuwarten. Dort hat das Militärregime die Bankkonten seiner „Open Society Foundation“ beschlagnahmt (Wochenblick berichtete).
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Kopf ab im bayerischen Wald

Von MANFRED ROUHS | Der 21-jährige Afrikaner Mersad T. hat in einem Obdachlosenheim in Regen im Bayerischen Wald einen 52-jährigen Mitbewohner erstochen und ihm danach mit seinem Messer den Kopf abgetrennt. Die Tat geschah in der Nacht auf den 19. Juli 2021, aber die grausamen Einzelheiten dazu wurden erst mit einigen Tagen Verspätung öffentlich bekannt. […]






