Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

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Religionsfreiheit in Zeiten der Bundesnotbremse

Religionsfreiheit in Zeiten der Bundesnotbremse

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Trotz fallender Inzidenzen sowie umfassender Öffnungen zum Beispiel des Einzelhandels, der Frisöre und der Außengastronomie, in der Stadt Bonn ist es nicht möglich, seinem Recht nach Artikel 4 Absatz zwei, der freien Religionsausübung nachzukommen.

Von Alexander Wiechert

Wir, die „Initiative Gottesdienst in Corona Zeiten – Bonn“, ein Zusammenschluss von Christen und Theologen/innen aus diversen Gemeinden in Bonn und Umgebung, wollten einen Gottesdienst in der Öffentlichkeit feiern.

Bereits Ende April hatten wir uns diesbezüglich an die Stadt Bonn gewendet und einen ökumenischen Gottesdienst im Hofgarten in Bonn für ca. 100 – max. 150 Pers angemeldet. Gottesdienste sind nicht genehmigungspflichtig, müssen dennoch angezeigt werden. Unsere Anmeldungen (denn weitere folgten) wurden immer wieder mit unterschiedlichen und insbesondere fadenscheinigen Begründungen abgewiesen; u.a. mit Verweis auf eine aktuelle Inzidenz- bzw. Infektionslage in Bonn.

Es stellen sich mir zwei Fragen, ob die Religionsfreiheit und die garantierte Ausübung selbiger immer noch gelten. Und es scheint mir immer noch so, dass die Wirtschaft den Vorrang vor den Belangen unserer Kinder und allen anderen wichtigen kulturellen sowie religiösen Zusammenkünften hat.

Das Vorhaben

Artikel 4 Absatz 1 und 2

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Ursprünglich wollten wir mit viel Enthusiasmus den Gottesdienst am 02. Mai, ganz bewusst nach dem Feiertag des Tags der Arbeit durchführen. Nachdem wir die verschiedensten Behörden der Stadt Bonn bezüglich der Zuständigkeit kontaktiert hatten, Versammlungsbehörde, Amt für Gewerbeangelegenheiten, Amt für Sondernutzung und schließlich das Amt für Ordnungsangelegenheiten und Veranstaltungskoordination, erfolgte stets und wiederholt eine Absage seitens der Stadt Bonn und seiner Ordnungsbehörde. Aus dem Emailverkehr zitiere ich am Ende des Artikels.

Nachdem wir dazu von der Veranstaltungskoordination der Bundesstadt Bonn, mit Verweis auf die derzeitige Inzidenz- bzw. Infektionslage in Bonn eine Absage erhielten, mussten wir feststellen, dass trotz dieser akuten, gefährlichen Bedrohungssituation für die Gesundheit gleichzeitig am Wochenende sowohl am 1., als auch am2. Mai.2021 8 (in Worten: acht) andere, politisch motivierte, Demonstrationen und Kundgebungen mit bis zu vierhundert Teilnehmern offenkundig von gleicher Stelle genehmigt und tatsächlich auch durchgeführt wurden.

Es stellt sich mir hier die Frage, welche Kriterien bei Entscheidungen über Zustimmung oder Ablehnung von Veranstaltungen angelegt wurden. Die gelieferten Begründungen der Stadt Bonn, sofern sie überhaupt begründet wurden, sind derart intransparent, widersprüchlich und in sich völlig unschlüssig, dass man am guten Willen, wenn nicht sogar an der fachlichen Kompetenz der Bearbeiter berechtigt zweifeln darf. Es wurde der Eindruck erweckt, das hier mit zweierlei Maß gemessen wird, was Inhalt und Ausrichtung der Versammlung angeht. Es folgten hanebüchene Begründungen und auch immer wieder Verschleppungen der Antworten, so dass der Eindruck entstand, man wollte gezielt verhindern, dass wir als Gemeinschaft unser Recht nach Artikel Vier des Grundgesetzes, ausüben können.

Mal waren es banale Hinweise darauf, dass man als Behörde nicht zuständig sei, mal waren es Ratschläge, dass wir doch bitte ein weniger einsehbares oder weniger frequentiertes Gelände für den Gottesdienst verwenden sollten, verbunden mit dem Hinweis, dass wir als Veranstalter verantwortlichwären für mögliche Ansammlungen von Schaulustigen und derer eventueller Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

Am besten sollten wir gleich ganz darauf verzichten: Wir als Ordnungsbehörde raten von der Durchführung von Präsenzgottesdiensten zurzeit ab und empfehlen die Durchführung alternativer Formate, wie digitale Übertragungen von Gottesdiensten.” Ansonsten waren es die üblichen Auflagen, um die Hygieneanforderungen für die Veranstaltung zu erfüllen, durch welche wir uns aber auf Grund der Erfahrungen des letzten Jahres mit Veranstaltungen nicht einschüchtern ließen.

Schließlich erfolgte am 27.04.2021 die erste Absage der Stadt Bonn für den Gottesdienst mit dem Verweis, dass man auf Grund der enorm hohen Infektionszahlen keine öffentlichen Flächen für Zusammenkünfte zur Verfügung stellen könne.

Da wir uns zu diesem Zeitpunkt bereits entschlossen hatten, den Gottesdienst zu verschieben, fiel diese Absage nicht weiter ins Gewicht. Allerdings erschien es uns widersprüchlich, dass die Stadt uns einerseits den Gottesdienst mit oben genannter Begründung verweigert hatte, aber zur selben Zeit andere Veranstaltungen mit durchaus beachtlicher Teilnehmerzahl genehmigt hatte. Darüber hinaus folgten auf diese Posse weitere seltsam anmutende Begründungen.

Am 25.05. erfolgte eine weitere, diesmal unbegründete, Absage für den von uns gewählten Veranstaltungsort, dem Stadtgarten Bonn. Die Begründung erfolgte dann auf Nachfrage am 27.05.2021, durch das Amt für Umwelt und Stadtgrün, die ich im Wortlaut wiedergeben muss, da diese, nennen wir es “außergewöhnlich”, war.

„Die Park- und Grünanlagen der Stadt sind grundsätzlich erst einmal nicht für Veranstaltungen vorgesehen. Dass es viele Ausnahmen gibt, ist allen bekannt. Insbesondere aus Gründen des öffentlichen Interesses oder auch der Kulturförderung wird eine Nutzung genehmigt. Der Stadtgarten wurde erst voriges Jahr saniert und ist noch in Teilen im Ausbau. Hier gibt zusätzliche Schwierigkeiten, da noch Gewährleistungsansprüche vorhanden sind. Ich bitte noch einmal zu bedenken, dass die Park- und Gartenanlagen vorrangig und originär für die Öffentlichkeit vorgehalten und gepflegt werden. Die Ablehnung von Veranstaltungen ist daher eher die Regel als die Ausnahmen und bedarf an sich keiner Erklärung.“

Im Anschluss an diese Absage unternahmen wir einen weiteren Anlauf und meldeten eine Versammlung an, welche vor der Begründung, dass die Versammlungsbehörde nicht für Gottesdienste zuständig sei und der beschriebene Ablauf der beantragten Versammlung nicht den Merkmalen einer solchen entspräche, wieder an das Amt für Ordnungsangelegenheiten weitergeleitet wurde. Die darauffolgende, ablehnende Begründung sucht ihresgleichen:

„Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass gemäß des Bonner Innenstadtkonzeptes der Münsterplatz aufgrund seiner besonderen zentralen Lage lediglich den Veranstaltern zur Verfügung gestellt wird, die einen direkten Bonn Bezug aufweisen. Zudem muss bei Ihrer Veranstaltung ein weitgehendes öffentliches Interesse erkennbar sein. Beide Kriterien sind bei Ihrem Gottesdienst nicht erkennbar. Auch aufgrund seiner hohen Frequentierung durch zahlreiche Innenstadtbesucher eignet sich der Münsterplatz während der pandemischen Lage nicht für einen Gottesdienst auf freier Fläche, da die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Rückverfolgbarkeit kaum einzuhalten wären.“

Hier ist festzuhalten, dass wir von vornherein den Gottesdienst auf einer anderen Fläche, dem Hofgarten, durchführen wollten. Dieses Gelände ist wesentlich größer und wäre daher entsprechend leichter zu handhaben gewesen, was insoweit dem letzten Punkt aus der Begründung entgegensteht. Aber entscheidend ist hier Punkt eins der Begründung, nämlich dass unser Gottesdienst keinen Bezug zu Bonn habe und kein öffentliches Interesse erkennbar wäre. Hier frage ich mich tatsächlich als Bürger der Stadt Bonn, inwieweit ein Gottesdienst von Bonner Bürgern veranstaltet keinen Bezug zu Bonn haben sollte und inwieweit kein öffentliches Interesse begründet wäre.

So viel also zur Ausübung der Religionsfreiheit in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Manche einer mag argumentieren, dass ein Gottesdienst nicht das Wichtigste in diesen Zeiten wäre und man gut und gern darauf verzichten könnte, aber dem möchte ich vehement entgegenstellen, dass gerade in solchen unsicheren und beunruhigenden Zeiten, gemeinschaftliche Erlebnisse, wie zum Beispiel ein Gottesdienst nicht nur den Zusammenhalt stärken, sondern insbesondere auch enorm wichtig für unser persönliches Wohlempfinden und damit für unsere Gesundheit sind.

Der Schriftwechsel

Anfrage an die Versammlungsbehörde vom 15.04.2021

Sehr geehrte Frau M,

ich habe eine Frage, und zwar ob wir einen Gottesdienst auch bei Ihnen anmelden müssen? Welches Formular benötigt es dafür? Danke

Sehr geehrter Herr W,

nein, Gottesdienste ohne Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung müssen bei uns nicht angemeldet werden. Wenn der Gottesdienst jedoch unter freiem Himmel im öffentlichen Raum stattfindet, könnte es sich dabei um eine Sondernutzung handeln, die bei der Stadt Bonn anzumelden wäre (die Mail-Adresse habe ich in CC gesetzt).

Anfrage an das Amt für Gewerbeangelegenheiten vom 15.04.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten am 02.05.2021 einen Gottesdienst auf der Wiese des Hofgartens durchführen. Was müssen wir hierfür tun? Danke

Sehr geehrter Herr W,

bezugnehmend auf Ihre Anfrage muss ich Ihnen mitteilen, dass es ich bei der Hofgarten-Wiese um eine Privatfläche der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität handelt. Für die Inanspruchnahme einer privaten Fläche kann die Stadtverwaltung keine Erlaubnis erteilen, da eine Sondernutzungserlaubnis ausschließlich für die gewidmete öffentliche Verkehrsfläche erteilt werden kann.

Anfrage an das Amt für Ordnungsangelegenheiten und Veranstaltungskoordination vom 20.04.2021 und Antwort vom 21.04.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Claudia S und ich bin Theologin. Ich möchte gerne mit einigen Bonnern und Bonnerinnen einen Gottesdienst am 2. Mai 2021 von 14:00-16:00 Uhr auf der Hofgartenwiese feiern. Wir, d. h. unser Vorbereitungsteam, rechnen mit ca. 50-100 Teilnehmer/innen. Ich habe dazu ein paar Fragen:

  • Wo bzw. bei wem müssen wir den Gottesdienst anmelden?
  • Welche Hygienemaßnahmen müssen von uns als Gottesdienstleitung beachtet werden?
  • Darf mit Einhaltung des Abstands gesungen werden?
  •  Muss im Freien eine Maske getragen werden?

 Ich bedanke mich schon einmal im Voraus für Ihre Hilfe und wünsche Ihnen einen schönen Tag und Gottes Segen!

Sehr geehrte Frau S,

 vielen Dank für Ihre E-Mail und dass Sie somit der Anzeigepflicht nach § 1 Absatz 3 Coronaschutzverordnung NRW nachgekommen sind. […] Von einem Gottesdienst auf einer stark frequentierten Fläche wie der Hofgarten rate ich Ihnen ab, da bei schönem Wetter mit viel Laufpublikum zu rechnen ist.  Personen könnten sich ohne Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln am Rande Ihrer Gottesdienstfläche unkontrolliert zusammenstellen, hierfür wären Sie ursächlich durch Ihre Veranstaltung verantwortlich. Ein weniger einsehbares oder frequentiertes Gelände für Ihren Gottesdienst wäre ratsam. […]

Wir als Ordnungsbehörde raten von der Durchführung von Präsenzgottesdiensten zurzeit ab und empfehlen die Durchführung alternativer Formate, wie digitale Übertragungen von Gottesdiensten, so genannte hybride Veranstaltungen. Diese kann man, soweit man nicht auf den Präsenzgottesdienst verzichten möchte auch ergänzend zu einem Präsenzgottesdienst anbieten, um Personen zu erreichen, die nicht vor Ort teilnehmen können und um die Personenanzahl der Teilnehmenden zu reduzieren.

  • Einhaltung des Mindestabstands,
  • Begrenzung der Anzahl der Teilnehmenden,
  • Anmeldeerfordernis für Teilnehmende, bei denen Besucherzahlen zu erwarten sind, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten,
  • Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95/N95-Masken) auch am Sitzplatz,
  • Erfassen der Kontaktdaten der Teilnehmenden,
  • Verzicht auf den Gemeindegesang,
  • Information der vor Ort zuständigen Behörden über Zusammenkünfte mit mehr als zehn Teilnehmenden spätestens zwei Werktage im Voraus

    […] 

Soweit Sie auch unter diesen Umständen Ihren Gottesdienst durchführen möchten, bitte ich um eingehende Prüfung und strikte Umsetzung der Vorgaben der Coronaschutzverordnung NRW, die ich Ihnen beigefügt habe.

Anfrage an das Amt für Ordnungsangelegenheiten und Veranstaltungskoordination vom 22.04.2021 und Antwort vom 27.04.2021

Sehr geehrte Frau M,

 

vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir, unser Team, hat sich noch einmal Gedanken bezüglich des Ortes gemacht. Dabei sind uns der Stadtpark (Alter Zoll) und die Poppelsdorfer Allee eingefallen. Diese beiden Orte sind öffentlich. Falls ich in diesem Punkt falsch liege, korrigieren Sie mich bitte. Des Weiteren habe ich noch zwei Fragen:

 1.) Können Sie mir eine offizielle Bescheinigung mit allen Auflagen zukommen lassen? Dann kann ich bei einer Kontrolle des Ordnungsamtes diese vorzeigen.

2.) Wie soll mit Menschen umgegangen werden, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen dürfen und ein Attest besitzen?

Sehr geehrte Frau S,

vielen Dank für Ihre Mail. Die Grünfläche Poppelsdorfer Allee ist auch Gelände der Universität Bonn, sie müssten sich für eine Genehmigung dorthin wenden. Wenn Sie dort Aufbauten planen, müsste ich noch das Amt für Stadtgrün um Einverständnis bitten, da dieses Amt für die Grünpflege zuständig ist und insofern ein Mitbestimmungsrecht besteht.

Der Stadtgarten Alter Zoll ist städtisches Gelände. Hierfür benötige ich von Ihnen einen ausgefüllten Fragebogen für Veranstaltungen und einen Plan, in den Sie bitte die Gottesdienstfläche und alle Aufbauten maßstabsgerecht einzeichnen. Außerdem benötige ich von Ihnen noch ein Hygienekonzept, aus dem hervorgeht, wie Sie sicherstellen, dass die bereits mitgeteilten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, bitte berücksichtigen Sie hierfür bitte die Abstands- und Hygieneregeln in der u.a. Mail.

Den Fragebogen für Veranstaltungen finden Sie im Internet unter:https://www.bonn.de/vv/produkte/Veranstaltungskoordination.php

Bitte geben Sie im Fragebogen noch die Kirchengemeinde oder religiöse Gemeinschaft an, in deren Namen Sie den Gottesdienst durchführen.

Ich benötige die Unterlagen möglichst heute noch, ich kann jedoch nicht versprechen, dass die Zeit bis zum 2.5. noch ausreicht, um alles zu prüfen und Ihnen die Genehmigung dann noch rechtzeitig zugestellt wird. Ich werde es jedoch versuchen.

Amt 33-11

Ordnungsangelegenheiten, Veranstaltungskoordination

Anfrage an das Amt für Ordnungsangelegenheiten und Veranstaltungskoordination vom 27.04.2021

Sehr geehrte Frau M,

vielen herzlichen Dank für Ihre E-Mail. Wir haben uns bezüglich des Termins beraten und diesen um eine Woche auf den 9. Mai verschoben, da wir selbst noch etwas Zeit für die Planung benötigen. Des Weiteren würden wir den Gottesdienst im Stadtgarten feiern. Ich schicke Ihnen den Fragebogen, den Plan für die Gottesdienstfläche sowie das Hygienekonzept bis Freitag zu, oder benötigen Sie es zu einem früheren Zeitpunkt?

Sehr geehrte Frau S,

ich habe gerade erfahren, dass aufgrund der enorm hohen Infektionszahlen keine öffentlichen Flächen mehr für Zusammenkünfte von Personen zur Verfügung gestellt wird. Das widerspricht der zurzeit geltenden Corona-Bremse, in der Kontakte extrem minimiert werden müssen. Sie können gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch mal auf mich zukommen, wenn die Infektionszahlen wieder rückgängig sind.

Amt 33-11

Ordnungsangelegenheiten, Veranstaltungskoordination

Anfrage an das Amt für Ordnungsangelegenheiten und Veranstaltungskoordination vom 25.05.2021

Wir hatten nun noch einmal den Fragebogen ausgefüllt und für den 03.06.2021 angefragt, ob wir den Gottesdienst im Stadtgarten Bonn durchführen dürfen.

Sehr geehrte Frau S,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese habe ich an das Amt für Stadtgrün weitergeleitet und nun die Rückmeldung erhalten, dass der Stadtgarten und der Alte Zoll leider für den Gottesdienst nicht zur Verfügung stehen. 

Amt 33-11

Ordnungsangelegenheiten, Veranstaltungskoordination

Sehr geehrte Damen und Herren,

 gestern habe ich einen Antrag bei Frau M für einen Gottesdienst am 3. Juni im Stadtgarten gemacht. Heute bekam ich von ihr eine Absage mit der Begründung, dass das Amt für Stadtgrün diesen nicht bewilligt. Wir, d.h. eine kleine Gruppe von Menschen aus Bonn und Umgebung, möchten gerne einen Gottesdienst feiern. Uns würde es sehr interessieren, warum Sie uns den Gottesdienst am 3. Juni im Stadtgarten untersagen? Welche Gründe gibt es hierfür?

Sehr geehrte Frau Dr. S,

 Sie haben eine Veranstaltung im Stadtgarten beantragt, welche vom Geschäftsbereich Stadtgrün abgelehnt wurde. Die Park- und Grünanlagen der Stadt sind grundsätzlich erst einmal nicht für Veranstaltungen vorgesehen.

Dass es viele Ausnahmen gibt, ist allen bekannt. Oft müssen daher Abwägungsprozesse vorgenommen werden. Insbesondere aus Gründen des öffentlichen Interesses oder auch der Kulturförderung wird eine Nutzung genehmigt. Der Stadtgarten wurde erst voriges Jahr saniert und ist noch in Teilen im Ausbau. Hier gibt zusätzliche Schwierigkeiten, da noch Gewährleistungsansprüche vorhanden sind. Ich bitte noch einmal zu bedenken, dass die Park- und Gartenanlagen vorrangig und originär für die Öffentlichkeit vorgehalten und gepflegt werden. Die Ablehnung von Veranstaltungen ist daher eher die Regel als die Ausnahmen und bedarf an sich keiner Erklärung.

Amt für Umwelt und Stadtgrün (67-Stadtgrün)

Anfrage an die Versammlungsbehörde vom 26.05.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich eine Versammlung für den 3. Juni 2021 anmelden. Weitere Infos finden Sie im Anhang.

Sehr geehrte Frau S,

Ihre Versammlungsanmeldung ist hier eingegangen. Bitte beachten Sie die beigefügten Datenschutzhinweise. Ich habe jedoch noch einige Fragen zu Ihrer Anmeldung:

Der Hofgarten steht im Eigentum der Uni Bonn. Haben Sie einen speziellen Bezug zur Uni, dem Hofgarten oder dem dortigen Kunstmuseum? Oder könnten Sie sich möglicherweise vorstellen, die Versammlung auf einem anderen innerstädtischen Platz durchzuführen?

Sehr geehrte Frau M,

entschuldigen Sie, dass ich Ihnen jetzt erst antworte. Wir haben uns in unserer Gruppe noch einmal beraten. Primär würden wir gerne auf die Hofgartenwiese gehen. Wenn dies jedoch nicht möglich sein sollte, würden wir auch auf den Münsterplatz gehen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Beigefügte Anmeldung ist bei uns eingegangen.

Bezüglich des Hofgartens (Eigentum der Uni Bonn) habe ich Frau S bereits kontaktiert, sie ist mit dem Münsterplatz als Alternative einverstanden. Im Gespräch hat sich jedoch auch herausgestellt, dass die geplante Veranstaltung ein Gottesdienst ist.

[…]

Ich habe Frau S darauf hingewiesen, dass das PP Bonn für Gottesdienste nicht zuständig ist und der geschilderte Ablauf nicht den Merkmalen einer Versammlung entspricht. Daher leite ich die Anmeldung zuständigkeitshalber weiter.

Sehr geehrte Frau S,

Ihre Versammlungsanmeldung für den 3.6.2021 wurde an die Stadt Bonn weitergeleitet, da es sich bei Ihrer geplanten Veranstaltung, die Sie auf dem Münsterplatz durchführen wollten, um einen Gottesdienst handelt.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass gemäß des Bonner Innenstadtkonzeptes der Münsterplatz aufgrund seiner besonderen zentralen Lage lediglich den Veranstaltern zur Verfügung gestellt wird, die einen direkten Bonn Bezug aufweisen. Zudem muss bei Ihrer Veranstaltung ein weitgehendes öffentliches Interesse erkennbar sein. Beide Kriterien sind bei Ihrem Gottesdienst nicht erkennbar. Auch aufgrund seiner hohen Frequentierung durch zahlreiche Innenstadtbesucher eignet sich der Münsterplatz während der pandemischen Lage nicht für einen Gottesdienst auf freier Fläche, da die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Rückverfolgbarkeit kaum einzuhalten wären.

 

 

? Live aus Karlsruhe von der Großdemo – Thema: „FINGER WEG VON UNSEREN KINDERN!“

Echtzeitdokumentation von der Querdenken-721 Großdemo in der Günther-Klotz-Anlage in Karlsruhe.

Eingekesselt: Polizei rettet Demonstranten vor „Antifa“!

Am Donnerstagnachmittag demonstrierten in Karlsruhe etwa 600 bis 1000 Demonstranten unter dem Motto „Finger weg von unseren Kindern!“ gegen die Corona-Maßnahmen. Etwa 50 bis 100 Anhänger der linksextremen Organisation „Antifa“ versuchten die friedliche Demo zu stören. Die Polizei kesselte die Linksextremen ein und nahm ihre Personalien auf.

 

Die digitale Brieftasche der EU: Der Aufstieg der Universal-ID

Der Masterplan hier ist „eine einzige anerkannte Identität“, die für alle Online-Zugänge verwendet werden soll. Globalisten fordern universelle ID-Systeme, um das persönliche und wirtschaftliche Verhalten zu verfolgen und zu kontrollieren. Dies ist das Gesicht der wissenschaftlichen Diktatur, aka Technokratie.

Die Europäische Union wird am Mittwoch Pläne für eine EU-weite digitale Brieftasche vorstellen, nachdem die Mitgliedsstaaten einen sicheren Weg für den Online-Zugang der Bürger zu öffentlichen und privaten Dienstleistungen gesucht haben.

Die App wird es den Bürgern in der gesamten EU ermöglichen, mit einer einzigen Online-ID sicher auf eine Reihe von privaten und öffentlichen Dienstleistungen zuzugreifen, so ein Bericht der Zeitung Financial Times vom Dienstag.

Die digitale Brieftasche wird Zahlungsdetails und Passwörter sicher speichern und es Bürgern aus allen 27 Ländern ermöglichen, sich mit einer einzigen anerkannten Identität auf lokalen Regierungswebsites anzumelden oder Rechnungen von Versorgungsunternehmen zu bezahlen, so die Zeitung unter Berufung auf Personen mit direkter Kenntnis der Pläne.

Auf die EU-weite App kann unter anderem per Fingerabdruck oder Retina-Scan zugegriffen werden, und sie wird auch als Tresor dienen, in dem die Nutzer offizielle Dokumente wie den Führerschein speichern können, berichtete die Zeitung.

EU-Beamte werden eine strukturelle Trennung durchsetzen, um zu verhindern, dass Unternehmen, die auf Nutzerdaten zugreifen, die Geldbörse für andere kommerzielle Aktivitäten wie die Vermarktung neuer Produkte nutzen.

Brüssel befindet sich in Gesprächen mit den Mitgliedsstaaten, um Richtlinien über technische Standards für die Einführung der digitalen Geldbörse zu erstellen, die laut der Zeitung in etwa einem Jahr voll einsatzfähig sein soll.

„Einfach, sicher und wird schützen“

Das bestehende System wurde in der gesamten Union nur spärlich angenommen. Nur 19 Mitgliedsstaaten führten digitale Ausweise für ihre Bürger ein, die nicht alle miteinander kompatibel waren.

Man hofft, dass das neue System, das eine einheitlichere Strategie in der gesamten Union darstellen wird, dank der zunehmenden digitalen Kompetenz und Digitalisierung während der COVID-19-Pandemie einen Schub in Sachen Akzeptanz erfahren wird.

Angesichts der geplanten EU-weiten Kompatibilität sind die Einsatzmöglichkeiten einer solchen Anwendung breit gefächert. So könnte man mit der digitalen Brieftasche zum Beispiel ein Auto mieten, die Miettarife bezahlen und seine Identität aus der Ferne über die App bestätigen. Ein elektronischer Schlüssel für das gemietete Auto könnte sofort ausgestellt werden, was bedeutet, dass man nicht in Warteschlangen an der Autovermietung am Flughafen warten muss.

Die geplante digitale Geldbörse der EU wird „einfach, sicher und sie wird die Menschen online schützen“, sagten Quellen, die dem Projekt nahe stehen, der Financial Times.

„Die Menschen werden auch die Macht haben, zu entscheiden, wie viele Informationen sie herausgeben, während Google und andere Sie nicht entscheiden lassen, was Sie weggeben,“ fügten sie hinzu.

Der Beitrag Die digitale Brieftasche der EU: Der Aufstieg der Universal-ID erschien zuerst auf uncut-news.ch.

Von Russell und Hilbert zu Wiener und Harari: Die verstörenden Ursprünge von Kybernetik und Transhumanismus

Von Russell und Hilbert zu Wiener und Harari: Die verstörenden Ursprünge von Kybernetik und Transhumanismus

Je mehr wir ermutigt werden, wie kalte Computer zu denken, desto mehr könnte die These aufrechterhalten werden, dass “Computer das menschliche Denken ersetzen müssen”.

Wie ich in meinem vorherigen Artikel über den “Clash of the Two Systems” dargelegt habe, kam es Ende des 19. Jahrhunderts zu einem großen Zusammenstoß zwischen zwei gegensätzlichen Paradigmen der politischen Ökonomie, der weitgehend aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurde.

Genau wie heute waren die beiden gegensätzlichen Systeme auf der einen Seite durch die Forderung nach zentralisierter Kontrolle der Welt durch eine unipolare Elite gekennzeichnet, die sich danach sehnte, wie moderne Götter des Olymps über dem Einfluss souveräner Nationalstaaten zu stehen, während das andere auf einem “multipolaren” Entwurf einer Gemeinschaft souveräner Nationalstaaten beruhte, die gemeinsam an einer groß angelegten Infrastruktur und technologischem Fortschritt arbeiten. Das eine basierte auf den malthusianischen Wirtschaftsstandards eines geschlossenen Systems, das sich an abnehmende Erträge anpasst, während das andere auf den Standards eines fortlaufenden wissenschaftlichen Fortschritts beruhte, der kreative Sprünge aus den Zwängen begrenzter Ressourcen erzeugt.

Heute möchte ich weiter den Wurzeln jener giftigen Ideen nachspüren, die das heutige unipolare Paradigma charakterisieren, das sich hinter einem von Milliardären autorisierten “Great Reset” der Weltzivilisation verbirgt. In diesem Reset wird uns von Leuten wie Klaus Schwab erzählt, dass eine “vierte industrielle Revolution” nicht nur eine weitreichende Automatisierung und künstliche Intelligenz auf allen Ebenen der Gesellschaft einleiten wird, sondern auch eine Verschmelzung von Mensch und Maschine. Figuren wie Elon Musk und Ray Kurzweil von Google behaupten, diese Verschmelzung sei notwendig, um in der nächsten Phase unserer Evolution “relevant zu bleiben”. Davos-Mann Yuval Harari meinte, dass die Hebel der Evolution nun von der Zufälligkeit der Natur in die Hände der neuen Götter gelegt werden, die Google, Facebook und das WEF leiten.

Dieser Borg-artige deterministische Glaube an die Mensch-Maschine-Synthese, der das Denken aller modernen Transhumanisten durchdringt, ist sowohl kultisch, gruselig als auch schlichtweg falsch. Ohne eine angemessene Bewertung der historischen Wurzeln dieser Ideen, die die globale Zivilisation in einen dystopischen Kollaps zu entgleisen drohen, ist es jedoch unmöglich, irgendetwas Grundlegendes über die letzten 120 Jahre menschlicher Erfahrung zu verstehen, geschweige denn zu erkennen, wo die fatalen Fehler innerhalb des Great Reset/Transhumanist Operating System liegen.

Im ersten Teil unserer Serie haben wir die eugenischen Wurzeln des Transhumanismus näher beleuchtet und uns dabei auf Julian Huxleys Gründung der UNESCO konzentriert, wo der Auftrag, “das Undenkbare denkbar zu machen”, die Wiederherstellung einer neuen Eugenik während des Kalten Krieges leitete.

Im zweiten Teil untersuchten wir den Aufstieg einer neuen Reihe von britischen Think Tanks des 19. Jahrhunderts, die die natürliche Entwicklung eines neuen Systems der Win-Win-Kooperation während des Endes des 19. Dieser neue große Entwurf wurde von Thomas Huxleys X-Club innoviert, um das britische Empire als einzige unipolare Macht auf der Erde wiederherzustellen. Huxleys Entwurf versuchte nicht nur, alle Zweige der Wissenschaften unter einem deskriptiven Modell zu vereinen, das jeder tatsächlichen kreativen Entdeckung entbehrte, sondern versuchte auch, diese neue Kontrolle über die Definition des “wissenschaftlichen Naturgesetzes” zu nutzen, um eine aggressive neue Auferlegung der imperialen politischen Ökonomie auf die Welt zu rechtfertigen.

Der Tanz von Mathematik und Physik: Who Leads and Who Follows?

In den ersten Monaten des neuen Jahrhunderts fand ein bedeutendes Ereignis statt, das weit in die Anwendung von Huxleys Mission ging. Die Future of Mathematics Conference im August 1900 war eine weltweite Veranstaltung, an der über 160 der größten Mathematiker teilnahmen, die sich mit den neuesten Problemen der Wissenschaft und der Beziehung zwischen Physik und Mathematik auseinandersetzen wollten. Offensichtlich tanzten diese beiden Gebiete miteinander, aber die Frage blieb: welches würde führen und welches würde folgen?

In Anbetracht der Tatsache, dass die Weltbevölkerung zu dieser Zeit noch weit unter zwei Milliarden Menschen zählte, war die Dichte der wissenschaftlichen Entdeckungen in allen Bereichen so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Von neuen Entdeckungen in der Biologie, der Embryologie, der Atomphysik, dem Elektromagnetismus, der Aerodynamik und der Chemie wurde die Antwort auf die Frage Mathe vs. Physik immer offensichtlicher. Tatsache war, dass das Wachstum des menschlichen Wissens die Grenzen der von den Wissenschaftlern verwendeten mathematischen Sprache schnell überschritt. Mit der Zeit würden neue mathematische Systeme entwickelt werden, um die neuen kreativen Entdeckungen zu beschreiben, die gemacht wurden, aber niemand konnte leugnen, dass das kreative Denken in diesem Tanz führend war. Was ebenfalls nicht zu leugnen war, war der dramatische Nutzen, den die neuen Ideen hatten, um die Bedingungen unzähliger Leben durch Sprünge im wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu verbessern.

Hilbert und Russell prägen ein neues Paradigma

Zwei besonders wichtige Figuren, die während der Pariser Konferenz von 1900 eine führende Rolle bei der Sabotage der Wissenschaft spielten und deren Ideen untrennbar mit der späteren Entwicklung von Eugenik, Kybernetik und Transhumanismus verbunden sind, waren der Cambridge-Apostel Lord Bertrand Russell und der Göttinger Mathematiker David Hilbert.

Das Duo strebte nichts weniger an als die Reduktion des gesamten Universums auf eine Reihe endlicher, in sich konsistenter mathematischer Sätze und Axiome.

Während der Konferenz von 1900 verkündete Hilbert seine 23 Probleme für die Mathematik, die von den Mathematikern des 20. Jahrhunderts gelöst werden müssten. Während viele dieser Probleme wirklich wichtig waren, drehten sich die für den Zweck dieses Artikels destruktivsten um die Notwendigkeit, „zu beweisen, dass alle Axiome der Arithmetik konsistent sind“ [Problem 2] und „jene physikalischen Wissenschaften zu axiomatisieren, in denen die Mathematik eine wichtige Rolle spielt“ [Problem 6].

Es dauerte 13 Jahre, bis Russell dieses Ziel in Form seiner Principia Mathematica (die er gemeinsam mit seinem ehemaligen Lehrer und Cambridge-Kollegen Alfred North Whitehead verfasste) erreichte.

Der Name „Principia Mathematica“ wurde ausdrücklich als Hommage an Newtons 200 Jahre zuvor veröffentlichte „Principia Mathematica“ gewählt. Zum Zeitpunkt des Starts des Russell-Hilbert-Projekts im Jahr 1900 bröckelten sowohl Euklids als auch Newtons flache Interpretationen der physikalischen Raumzeit schnell mit dem Aufkommen neuer Entdeckungen von Riemann, Curie, Weber, Planck und Einstein, die alle zeigten, dass die Form der physikalischen Raumzeit einen lebendigen, kreativen Charakter hatte. Mit jeder schöpferischen Entdeckung wurde eine wechselseitige Verflechtung zwischen dem „subjektiven“ inneren Raum der menschlichen Erkenntnis und dem „objektiven“ äußeren Raum des entdeckbaren Universums immer fester etabliert.

Als Beispiel für diese wunderbare Einsicht und die Leidenschaft, das Unbekannte zu suchen, die unter großen Wissenschaftlern während dieser fruchtbaren revolutionären Periode üblich war, erklärte Einstein: „Ich will wissen, wie Gott diese Welt geschaffen hat. Ich bin nicht an diesem oder jenem Phänomen interessiert, an dem Spektrum dieses oder jenes Elements. Ich will seine Gedanken kennen; der Rest sind Details“.

Max Planck reflektierte diese Ansicht auf seine Weise: „Die Wissenschaft erhöht den moralischen Wert des Lebens, weil sie die Wahrheitsliebe und die Ehrfurcht fördert – die Wahrheitsliebe, die sich in dem ständigen Bestreben zeigt, zu einer genaueren Kenntnis der uns umgebenden Welt des Geistes und der Materie zu gelangen, und die Ehrfurcht, weil jeder Fortschritt in der Erkenntnis uns mit dem Geheimnis unseres eigenen Seins konfrontiert.“

Russells entropische Mathematik des geschlossenen Systems war ein direktes Spiegelbild seiner misanthropischen Sichtweise einer zur Entropie verdammten Menschheit, was sich explizit in seiner Aussage von 1903 zeigt:

„Dass der Mensch das Produkt von Ursachen ist, die keine Vorahnung von dem Ende hatten, das sie erreichten; dass sein Ursprung, sein Wachstum, seine Hoffnungen und Ängste, seine Lieben und seine Überzeugungen nur das Ergebnis zufälliger Zusammenstellungen von Atomen sind; dass kein Feuer, kein Heldentum, keine Intensität von Gedanken und Gefühlen das individuelle Leben über das Grab hinaus bewahren kann; dass all die Arbeit der Zeitalter, all die Hingabe, all die Inspiration, all der Mittagsglanz des menschlichen Genies dazu bestimmt sind, im gewaltigen Tod des Sonnensystems unterzugehen, und dass der ganze Tempel der menschlichen Errungenschaften unweigerlich unter den Trümmern eines in Trümmern liegenden Universums begraben werden muss – all diese Dinge sind, wenn auch nicht ganz unbestritten, so doch so sicher, dass keine Philosophie, die sie ablehnt, hoffen kann, zu bestehen … Nur innerhalb des Gerüsts dieser Wahrheiten, nur auf dem festen Fundament der unnachgiebigen Verzweiflung, kann die Behausung der Seele von nun an sicher gebaut werden. „

Wenn man darüber nachdenkt, welche der oben dargestellten metaphysischen Ansichten den größeren Wahrheitsanspruch hat, lohnt es sich, die Frage zu stellen: Wer hat tatsächlich nachweisbare Entdeckungen über die Schöpfung gemacht und wer hat lediglich Modelle im Elfenbeinturm formuliert, die jegliches tatsächliche Element der Entdeckung vermissen lassen?

Ein Teil des Erfolgsrezepts in Russells Denken beruhte auf seiner Besessenheit vom mathematischen Gleichgewicht in allen Dingen. Übertragen auf die Gesellschaft war es kein Wunder, dass Russell ein überzeugter Malthusianer und lebenslanger Förderer von Eugenik und Bevölkerungskontrolle war. Eine seiner vielen Darstellungen dieser abscheulichen Ansicht wurde in seinem 1923 Prospects of Industrial Civilization gemacht, wo der Sozialingenieur erklärte:

„Der Sozialismus, insbesondere der internationale Sozialismus, ist als stabiles System nur möglich, wenn die Bevölkerung stationär oder fast stationär ist. Ein langsamer Anstieg mag durch Verbesserungen in den landwirtschaftlichen Methoden bewältigt werden, aber ein schneller Anstieg muss am Ende die gesamte Bevölkerung in die Armut treiben … die weiße Bevölkerung der Welt wird bald aufhören zu wachsen. Die asiatischen Rassen werden länger brauchen, und die Neger noch länger, bevor ihre Geburtenrate ausreichend sinkt, um ihre Zahl ohne Hilfe von Krieg und Pestilenz stabil zu machen… Bis das geschieht, können die vom Sozialismus angestrebten Vorteile nur teilweise verwirklicht werden, und die weniger produktiven Rassen werden sich gegen die produktiveren mit Methoden verteidigen müssen, die abscheulich sind, selbst wenn sie notwendig sind.“

Russells spätere Schriften in The Scientific Outlook (1930) weiten seine Ansichten über eine stationäre globale Gesellschaft auf die Bildungsreform aus, wo er die Notwendigkeit definiert, nicht nur eine, sondern zwei getrennte Arten der Bildung zu haben: eine für die elitäre Meisterklasse, die zu Herrschern werden wird, und eine für die minderwertige Sklavenklasse. Russell umreißt die beiden Kasten in den folgenden kaltblütigen Begriffen:

„Die wissenschaftlichen Herrscher werden eine Art von Erziehung für gewöhnliche Männer und Frauen bereitstellen, und eine andere für diejenigen, die Inhaber der wissenschaftlichen Macht werden sollen. Von gewöhnlichen Männern und Frauen wird erwartet, dass sie fügsam, fleißig, pünktlich, gedankenlos und zufrieden sind. Von diesen Eigenschaften wird wahrscheinlich die Zufriedenheit als die wichtigste angesehen werden. Um sie zu erzeugen, werden alle Forscher der Psychoanalyse, des Behaviorismus und der Biochemie ins Spiel gebracht…. Alle Jungen und Mädchen werden von klein auf lernen, das zu tun, was man „kooperativ“ nennt, d.h. genau das zu tun, was alle tun. Initiative wird bei diesen Kindern entmutigt werden, und Ungehorsam, ohne bestraft zu werden, wird wissenschaftlich aus ihnen heraus trainiert werden.“

Für die herrschende Klasse: „Abgesehen von der einen Sache der Loyalität gegenüber dem Weltstaat und ihrer eigenen Ordnung“, erklärte Russell, „werden die Mitglieder der herrschenden Klasse ermutigt werden, abenteuerlustig und voller Initiative zu sein. Man wird erkennen, dass es ihre Aufgabe ist, die wissenschaftliche Technik zu verbessern und die Arbeiter durch immer neue Vergnügungen bei Laune zu halten.“

Alle späteren Schriften Russells, in denen er präventive Atombombenangriffe auf Russland, eine von einer wissenschaftlichen Diktatur geführte Weltregierung und den Glauben der Kinder an „Schnee ist schwarz“ propagiert, müssen vor dem Hintergrund seiner rassistischen philosophischen Weltanschauung gelesen werden.

Norbert Wiener und der Aufstieg der Kybernetik

Im Jahr 1913, als Russells dritter und letzter Band der Principia Mathematica gerade gedruckt wurde, kam ein junger Mathematik-Schützling mit einem Stipendium aus den USA nach Cambridge. Dieser Teenager hieß Norbert Wiener, und er fand sich bald in einer kleinen Gruppe von Jungen wieder, die von Bertrand Russell und David Hilbert eng betreut wurden. Unter Russell wurde Wiener in Logik und Philosophie unterrichtet, während Hilbert ihm Differentialgleichungen beibrachte. Im Gespräch mit Russell sagte Wiener: „Als ich nach England kam, um bei Bertrand Russell zu studieren, erfuhr ich, dass ich fast jedes Thema von wahrer philosophischer Bedeutung verpasst hatte“. Er nannte Hilbert „das eine wirklich universelle Genie der Mathematik“.

Sein ganzes Leben lang war Wiener von der Besessenheit besessen, Russells logisches geschlossenes System auf praktische Weise auszudrücken.

Trotz der Tatsache, dass ein junges Leibnizianisches Genie namens Kurt Gödel mit seiner brillanten Demonstration von 1931, dass kein logisches System aufgrund der selbstreflexiven Natur aller existierenden Systeme jemals wirklich mit sich selbst konsistent sein kann, Russells Principia-Programm einen großen Strich durch die Rechnung machte, trieb Russell das Projekt mit voller Kraft voran und Wiener war Russells führender Apostel.

Zu den anderen Russelliten, die Theorien zum maschinellen Lernen entwickelten, gehörten Namen wie Alan Turing, Oskar Morgenstern, Claude Shannon und John von Neumann. Obwohl jeder Mathematiker seine eigene besondere Innovation zu bieten hatte, waren sie alle durch den unerschütterlichen Glauben geeint, dass der menschliche Geist eine Mischung aus bestialischen Impulsen ist, die von der Maschinenlogik eines geschlossenen Systems geleitet werden, und nichts weiter. In einem Computer ist das Ganze nur die Summe der Teile, und so muss es auch in allen Informationssystemen sein, einschließlich menschlicher Gehirne, Ökosysteme und des Universums als Ganzes. „Metaphysische“ Prinzipien wie Seele, Zweck, Gott, Gerechtigkeit und freier Wille hatten keinen Platz in den Köpfen dieser menschlichen Rechenmaschinen.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs führten Wieners Arbeiten über Rückkopplungsschleifen in der Luftfahrt und im Radar dazu, dass der Mathematiker eine neue Sprache für die Steuerung komplexer menschlicher Systeme entwickelte, von der er bald entdeckte, dass sie in der Wirtschaft, beim Militär und in ganzen Nationen Anwendung fand. Der Begriff, den er diesem neuen Werkzeug der Steuerung gab, war „Kybernetik“. Weiner beschrieb seine Erfindung mit den Worten:

„Kybernetik, die ich von dem griechischen Wort Kubernetes oder Steuermann abgeleitet habe, demselben griechischen Wort, von dem wir schließlich unser Wort Gouverneur ableiten“.

Indem er sich auf binäre Computermaschinen mit geschlossenem System als sein Modell für den menschlichen Geist stützte, forderte Weiner, dass metaphysische Konzepte keine Existenz jenseits der rein physikalischen Eigenschaften der messbaren elektrochemischen Eigenschaften des Gehirns haben sollten. Bei der Beschreibung dieses Computer-Geist-Analogons erklärte Weiner: „Es wurde uns klar, dass die ultraschnelle Rechenmaschine, die von aufeinanderfolgenden Schaltvorrichtungen abhängt, ein fast ideales Modell der Probleme darstellen muss, die im Nervensystem auftreten“ und dass „das Problem der Interpretation der Natur und der Arten des Gedächtnisses im Tier seine Parallele in dem Problem der Konstruktion künstlicher Gedächtnisse für die Maschine hat.“

Kybernetik für Global Governance

Indem er die Unvermeidlichkeit von Systemen globaler Informationskontrolle (und damit totaler politischer Kontrolle durch eine gottähnliche Regierungsklasse) sowie künstlicher Intelligenz vorhersagte, schrieb Weiner: „Wo das Wort eines Menschen hingeht und wo seine Wahrnehmungsfähigkeit hingeht, bis zu diesem Punkt wird seine Kontrolle und in gewissem Sinne seine physische Existenz ausgedehnt. Die ganze Welt zu sehen und ihr Befehle zu erteilen, ist fast dasselbe, wie überall zu sein.“

Der Schlüssel zum Verständnis der Anziehungskraft der Kybernetik auf eine wissenschaftliche Diktatur, die nach totaler Allwissenheit und Allmacht strebt, ist der folgende: Im Rahmen eines großen Bootes braucht nur der Steuermann eine Vorstellung vom Ganzen zu haben. Alle anderen brauchen nur ihre lokale, kompartimentierte Rolle zu verstehen.

Mit der Anwendung der Kybernetik auf die Organisation von Wirtschaftssystemen (wie sie von Sir Alexander King von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorangetrieben und in den 1960er und 1970er Jahren in den Regierungen des Transatlantiks angewandt wurde), entstanden riesige komplexe Bürokratien mit nur kleinen Knotenpunkten von „Steuermännern“, die in den neu entstehenden tiefen Staatskomplex eingebettet waren und Zugang zu einer Vision des Ganzen hatten. Dies war das perfekte Betriebssystem für eine supranationale Technokratie, um die Hebel der Neuen Weltordnung zu kontrollieren.

Einer der enthusiastischsten Praktiker dieses neuen Systems während dieser Periode der Transformation war Pierre Elliot Trudeau (der neu auferlegte Premierminister von Kanada), der zwischen 1968-1972 unter der Kontrolle des Privy Council Office eine gewaltige kybernetische Revolution der kanadischen Regierung gestaltete. Während einer Konferenz über Kybernetik in der Regierung im November 1969 sagte Trudeau: „Wir sind uns bewusst, dass die vielen Techniken der Kybernetik, indem sie die Kontrollfunktion und die Manipulation von Informationen umwandeln, unsere ganze Gesellschaft umgestalten werden. Mit diesem Wissen sind wir hellwach, aufmerksam und handlungsfähig; wir sind nicht länger blinde, träge Mächte des Schicksals.“

Trudeau arbeitete eng mit Sir Alexander King bei der Gründung einer neuen Organisation zusammen, die von 1968 bis heute einen tiefgreifenden Einfluss auf die Weltordnungspolitik hatte: den Club of Rome. Trudeau war ein eifriger Unterstützer dieser neuen Organisation, die in den frühen 1970er Jahren zu einem Zentrum des neo-malthusianischen Revivalismus wurde. Trudeau war sogar Vorsitzender des kanadischen Club of Rome und stellte Geld zur Verfügung, um die MIT-Studie des Club of Rome „Grenzen des Wachstums“ zu finanzieren, die zu einer Bibel für die moderne Umweltorganisation wurde.

Alexander King und das Computermodell, das 1972 in den „Grenzen des Wachstums“ berühmt wurde und ein neues Schisma zwischen dem Wunsch der Menschheit, sich zu entwickeln, und dem vermeintlichen Wunsch der Natur, im mathematischen Gleichgewicht zu ruhen, aufzwang

Im Gegensatz zu Russell, der alle Fälle von Anti-Entropie leugnete, ließ Wiener die Existenz isolierter Inseln begrenzter Anti-Entropie im Fall der Biologie und menschlicher Systeme zu, die dazu neigten, auf eine Weise zu operieren, die die Entropie (auch bekannt als: die Tendenz von Systemen, in ein Gleichgewicht zu kollabieren) sinken sah. Doch genau wie Russell glaubte Wiener, dass die Kybernetik und die Informationstheorie ganz von der Entropie geprägt seien, indem er sagte:

„Der Begriff der Informationsmenge fügt sich ganz natürlich an einen klassischen Begriff der statistischen Mechanik an: den der Entropie.“ (aka: der zweite Hauptsatz der Thermodynamik)

In Wieners Vorstellung vom Universum als einem zerfallenden, endlichen Ort, der vom Tod geprägt ist, der die begrenzten Zustände des antientropischen Lebens, die rein zufällig in zufälligen Teilen von „Raum“ und „Zeit“ auftreten, unweigerlich zerstören würde, sagte er 1954:

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass das ganze Universum um uns herum den Hitzetod sterben wird, in dem die Welt auf ein einziges riesiges Temperaturgleichgewicht reduziert werden wird, in dem nichts wirklich Neues mehr geschieht. Es wird nichts mehr übrig sein als eine triste Gleichförmigkeit.“

Die Macy-Konferenzen zur Kybernetik

Von 1943 bis 1953 wurden Wieners Kybernetik und sein informationstheoretisches Korollarium zum Sammelpunkt für eine neue wissenschaftliche Priesterschaft, die führende Denker aller Wissenszweige in demselben Bemühen versammeln sollte, das zuvor unter dem Steuermann des 19. Jahrhunderts Thomas Huxley und seinem Royal Society X Club unternommen worden war.

Diese Konferenzen wurden von der Josiah Macy Foundation finanziert, die 1930 von General Marlborough Churchill (einem Cousin von Winston Churchill) mit dem primären Ziel gegründet worden war, Gelder für die Eugenik-Forschung sowohl in den USA als auch in Deutschland zusammen mit ihrer Schwesterorganisation, der Rockefeller Foundation, zu leiten. Die spätere Organisation finanzierte den führenden Nazi-Eugeniker Ernst Rudin von 1928 an über die gesamten 1930er Jahre, während sie die Forschung der britischen und amerikanischen Eugenik-Gesellschaften förderte.

Wie Anton Chaitkin in seinem Buch British Psychiatry from Eugenics to Assassination (Britische Psychiatrie von der Eugenik bis zur Ermordung) darlegt, hatte der Gründer und Kontrolleur der Macy Foundation, General Marlborough, von 1919 bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1929 die Schwarze Kammer des militärischen Geheimdienstes geleitet. Die Schwarze Kammer arbeitete eng mit dem britischen Geheimdienst zusammen und diente als Vorläufer der späteren National Security Agency (NSA).

Um die Ausbreitung des Amerikanischen Systems der Politischen Ökonomie und eines internationalen New Deal, der vom antiimperialen Präsidenten Franklin D. Roosevelt in Gang gesetzt worden war, zu verhindern, trafen sich ab 1945 halbjährlich die Macy Conferences on Cybernetics, an denen mit Tavistock verbundene Psychiater, Biologen, Neurologen, Computeringenieure, Soziologen, Ökonomen, Mathematiker und sogar Theologen teilnahmen. Wiener beschrieb diese Konferenzen, die den Verlauf der nächsten 75 Jahre prägten, mit den Worten: „Für die menschliche Organisation suchten wir die Hilfe der Anthropologen Doktoren [Gregory] Bateson und Margaret Mead, während Dr. [Oskar] Morgenstern vom Institute of Advanced Study unser Berater auf dem bedeutenden Gebiet der sozialen Organisation war, das zur ökonomischen Theorie gehört…Dr. [Kurt] Lewin vertrat die neueren Arbeiten über die Meinung der Meinungsstichprobe und die Praxis der Meinungsbildung“.

Social Engineering treibt die Nachkriegsordnung an

Für diejenigen, die es vielleicht nicht wissen: Dr. Bateson war einer der führenden Kontrolleure des MK-Ultra-Programms der CIA, das von 1952 bis 1973 als milliardenschwere verdeckte Operation lief, die dazu diente, die Auswirkungen der Depatternisierung sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen durch eine Mischung aus Elektroschocktherapie, Folter und Drogen zu untersuchen. Oskar Morgenstern war der Erfinder der „Spieltheorie“, die sowohl bei der militärischen Planung des Vietnamkrieges als auch bei Wirtschaftssystemen für die nächsten 70 Jahre eine dominierende Rolle spielte. Dr. Kurt Lewin war ein führender Psychiater der Londoner Tavistock-Klinik und Mitglied der Frankfurter Schule, die in der Zeit des Kalten Krieges ein konzertiertes Programm zur Beseitigung der Krankheit des nationalen Patriotismus, des Glaubens an die Wahrheit und der Familienliebe organisierte.

Ein prominentes Konferenzmitglied und Planer dieser Operation hieß Sir Julian Huxley – ein führender Eugeniker und imperialer Großstratege, der eng mit dem Führer der Fabian Society, Bertrand Russell, zusammenarbeitete. Huxley teilte Russells und Wieners gläubigen Glauben an die universelle Entropie und sagte 1953:

„Nirgendwo in seinem riesigen Bestand gibt es irgendeine Spur eines Zwecks oder auch nur einer voraussichtlichen Bedeutung. Es wird von hinten durch blinde physikalische Kräfte angetrieben, ein gigantischer Jazztanz von Teilchen und Strahlungen, in dem die einzige übergreifende Tendenz, die wir bisher feststellen konnten, die ist, die im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik zusammengefasst ist – die Tendenz zum Niedergang.“

Als er begann, sein Konzept des „Transhumanismus“ zu formulieren, und während er die Macy-Kybernetik-Konferenzen organisierte, fand Julian die Zeit, 1946 die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) zu gründen und ihr Gründungsmanifest zu verfassen. Seine entropische Sichtweise von Biologie und Physik kam in seinen knochenbrecherischen politischen Ansichten deutlich zum Ausdruck, in denen er schreibt:

„Die Moral für die UNESCO ist klar. Die ihr gestellte Aufgabe, Frieden und Sicherheit zu fördern, kann niemals vollständig durch die ihr zugewiesenen Mittel – Bildung, Wissenschaft und Kultur – realisiert werden. Sie muss irgendeine Form von weltpolitischer Einheit ins Auge fassen, sei es durch eine einzige Weltregierung oder auf andere Weise, als einziges sicheres Mittel zur Vermeidung von Kriegen … in ihrem Bildungsprogramm kann sie die ultimative Notwendigkeit einer weltpolitischen Einheit betonen und alle Völker mit den Auswirkungen der Übertragung der vollen Souveränität von einzelnen Nationen auf eine Weltorganisation vertraut machen.“

In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation – die ihrerseits von einem Tavistock-Psychiater namens G. Brock Chrisholm gegründet und vollständig von der Macy-Stiftung finanziert wurde – organisierte Huxley die Gründung der World Federation of Mental Health (WFMH), die von Montagu Norman von der Bank of England beaufsichtigt und vom Leiter der Londoner Tavistock-Klinik, Generalmajor John Rawlings Rees, geleitet wurde – den Montagu direkt ernannte.

Chaitkin weist darauf hin, dass zu den ersten Projekten, die die WFMH und die Macy Foundation gemeinsam organisierten, die „Konferenzen über Probleme der Gesundheit und der menschlichen Beziehungen in Deutschland“ in den Jahren 1949-1950 gehörten, die dafür sorgten, dass die These der Autoritären Persönlichkeit der Frankfurter Schule in die Köpfe aller deutschen Kinder gebohrt wurde. Das Ziel war es, das deutsche Volk davon zu überzeugen, dass die ganze Schuld an Hitlers Aufstieg zur Macht nicht in der Suche nach internationalen Verschwörungen oder Manipulationen der City of London/Wall Street zu suchen war… sondern vielmehr in der „autoritären psychologisch-genetischen“ Disposition des deutschen Volkes selbst. Dieses Programm wurde von Tavistock-Direktor Kurt Lewin überwacht, der zu dieser Zeit eine führende Figur der Frankfurter Schule und Innovator einer neuen Gehirnwäsche-Technik namens „Sensitivity Training“ wurde, die sich stark auf die Verwendung von Schuldkomplexen und Gruppendruck stützte, um den Willen einer Zielgruppe entweder in einem Klassenzimmer oder am Arbeitsplatz zu brechen und alle originellen Denker in Zustände des Gruppendenkens zu absorbieren. Lewins Arbeit mit der WFMH und Tavistock wurde auch zur Grundlage für die heutigen Doktrinen der Kritischen Theorie, die den gesamten Bereich der westlichen Zivilisation zu untergraben drohen.

In dem Maße, in dem Individuen für sich selbst denken und innerlich von Faktoren der 1) kreativen Vernunft und 2) des Gewissens geleitet werden, verhalten sich die Gruppendenk-Systeme nicht mehr nach der Art von statistisch vorhersehbaren Regeln der Entropie und des Gleichgewichts, die kontrollsüchtige Oligarchen und Technokraten fordern. Indem man diesen Faktor der „Unvorhersehbarkeit“ mit dem Argument auslöschte, dass alle Führer, die sich zur Wahrheit bekennen, einfach „autoritäre Persönlichkeiten“ und „neue Hitler-Typen“ sind, wurde die Tugend des Mobs über die Tugend des individuellen Genies und der Initiative erhoben, die die Welt bis heute plagt. (1)

Die Kybernetik-Konferenzen entwickelten sich in den 1960er bis 1970er Jahren und wurden zunehmend in internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation, die NATO und die OECD integriert. Mit dieser Integration wurden die neuen Technokraten immer einflussreicher bei der Festlegung der Standards des neuen Weltbetriebssystems. In der Zwischenzeit wurden die nationalen Regierungen zunehmend von nationalistischen moralischen Führern wie John F. Kennedy, Charles DeGaulle, Enrico Mattei und John Diefenbaker gesäubert, was dazu führte, dass die Systemanalyse und Kybernetik in den regierenden Rahmen des neuen internationalen tiefen Staates integriert wurde.

Während Julian Huxley 1957 den Begriff „Transhumanismus“ prägte, wuchs der Kult der Künstlichen Intelligenz, der vom Glauben an die unvermeidliche Verschmelzung von Mensch und Maschine geleitet wurde, zunehmend mit solch bedeutenden Ereignissen wie der Mensch-Computer-Symbiose-These von J.C.R. Licklider von 1960 und der Anwendung dieser Systeme in Programmen des Verteidigungsministeriums wie Wargames-Kommandosystemen, SAGE (Semi Automatic Ground Environment) und Netzwerken zur Verteidigung von unbemannten Düsenflugzeugen. Die Augmented Cognition Computer-Soldaten-Dyaden der DARPA waren ein weiterer Ausdruck dieser perversen Idee, wobei Hunderte von Millionen Dollar für die Schaffung von verbesserten Cyborg-Soldaten ausgegeben wurden.

Im Laufe der Jahre fanden sich die Anhänger dieses neuen Kults bald als Steuermänner im neuen globalen Schiff der Erde wieder, was eine neue globale Eliteklasse von Technokraten und Oligarchen hervorbrachte, die nur ihrer Kaste und Ideologie gegenüber loyal sind und danach streben, ihren Geist immer mehr nach dem Modell der Ideen-Computer-Maschinen zu formen, die zwar zur Logik, aber nicht zur Liebe oder Kreativität fähig sind. Je mehr diese kultischen Technokraten wie Yuval Harari, Ray Kurzweil, Bill Gates oder Klaus Schwab wie kalte Computer denken konnten und die Masse der Erde dazu brachten, das Gleiche zu tun, desto mehr konnte die These aufrechterhalten werden, dass „Computer offensichtlich das menschliche Denken ersetzen müssen“.

Der Beitrag Von Russell und Hilbert zu Wiener und Harari: Die verstörenden Ursprünge von Kybernetik und Transhumanismus erschien zuerst auf uncut-news.ch.

„Das Kind ein erotisches Spielzeug“ – Kinderpornografische Ausstellung in linkem Museum

„Das Kind ein erotisches Spielzeug“ – Kinderpornografische Ausstellung in linkem Museum

Kinderpornografie als „Kunst“: Linzer FPÖ verweigert Zustimmung für Subvention für städtische Museen

Was Linke unter dem Deckmantel der Kunst aufführen, zeigt sich derzeit im Linzer Museum Lentos. Dort läuft die Ausstellung „Wilde Kindheit“, die sich unter anderem dem Thema „Das Kind ein erotisches Spielzeug“ widmet. Zu sehen sind auch nackte Kinder, was vor allem für Pädophile interessant sein dürfte. Seitens Lentos heißt es zu dieser fragwürdigen Ausstellung: „170 KünstlerInnen illustrieren, wie übermütig, neugierig, verträumt oder rebellisch Kinder sind, und zeigen, dass sie Freiraum benötigen fürs Träumen und Langeweile, die Grundvoraussetzungen für Kreativität.“

Klare Worte findet der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein:

„Für die FPÖ steht fest: Ekelerregende Perversionen, die mit mutmaßlicher Kinderpornografie spielen, haben in einem städtischen Museum unter dem Deckmantel der Kunst nichts verloren. […] die Ausstellung ‚Das Kind ein erotisches Spielzeug‘ wirke auf viele Eltern ekelerregend und verstörend und werde von ihnen sogar als „kinderpornographisch‘ bezeichnet“.

FPÖ verweigert Millionensubvention

Außerdem haben die Freiheitlichen wegen dieser Ausstellung im Lentos, das vor allem Randgruppen bedient, die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Die FPÖ-Fraktion hat im Gemeinderat einer Subvention der Linzer Museen in Höhe von drei Millionen Euro die Zustimmung verweigert. Dazu erklärt Vizebürgermeister Hein:

„Mit diesem Steuergeld fällt den Verantwortlichen scheinbar kein besseres Programm ein. Es darf sich aber dann auch keiner wundern, wenn nur Randgruppenprogramme angeboten werden und zahlende Kunden ausbleiben. Wir Freiheitlichen schauen hier nicht mehr zu. Solange nur Randgruppen bedient werden, wird die FPÖ keiner Subvention für die Museen Linz zustimmen.“

[Autor: B.T. Bilder: FPÖ Linz]

Dieser Beitrag erschien zuerst bei ZUR ZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


Corona-Regime: „Sekten“-Behörde und Innenministerium wollen mehr Zensur

Corona-Regime: „Sekten“-Behörde und Innenministerium wollen mehr Zensur

Seit über einem Jahr müssen die Bürger die absurden Corona-Zwangsmaßnahmen über sich ergehen lassen, obwohl diese überwiegend sinnlos sind und in keinem Verhältnis zum realen Ausmaß der sogenannten „Pandemie“ stehen. Doch die Gegenaufklärung durch Mut-Ärzte und kritische Medien wie dem Wochenblick haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen die Regierungspropaganda nicht mehr glauben und über die globalistische Agenda im Hintergrund bestens informiert sind.

Ein Gastkommentar von Berthold Krafft

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Die Mainstream-Medien diffamieren insbesondere die maßnahmenkritischen Demonstranten schon seit langem als „Schwurbler“, „Aluhut-Träger“ oder „Verschwörungsmystiker“, um dadurch einer kritischen Auseinandersetzung mit den autoritär vorgegeben Dogmen der Corona-Inszenierung ausweichen zu können.

Oppositionelle sollen zensiert werden

Diese Strategie wird jetzt offenbar auch von der schwarz-grünen Regierung verfolgt. In einer Pressekonferenz am 31. Mai hetzte man ungehemmt gegen alle Kritiker und Oppositionellen. Der stets grantig auftretende Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), der vor allem für seine verfassungswidrigen Verbote von unliebsamen Kundgebungen bekannt ist (Wochenblick berichtete), jammerte über die „kruden Theorien und gefährlichen Ideologien“ der Maßnahmenkritiker, die angeblich „demokratiefeindlich“ seien.

Regierung verfolgt Andersdenkende

Antidemokratisch ist viel mehr die Repression gegen Andersdenkende, für die das Innenministerium, das eigentlich ganz andere Aufgaben hat, jetzt noch mehr missbraucht werden soll. Man möchte verstärkt gegen „Fake-News, deep fakes, Hass im Netz und Hate Crime“ vorgehen. Damit ist der Ausbau der Internetzensur und eine Intensivierung der strafrechtlichen Verfolgung von Andersdenkenden durch rechtsstaatswidrige Gummiparagraphen gemeint.

Sekten-Hetze gegen kritische Bürger

Auch eine Behörde namens „Bundesstelle für Sektenfragen“ wurde in Nehammers Hetzkampagne eingebunden. In einer Desinformationsbroschüre werden auf 78 Seiten alle möglichen Debattenpunkte der letzten Zeit zusammengerührt und aus Sicht der Regierung kommentiert. Dabei werden Menschen mit abweichenden Meinungen pauschal als psychisch auffällige „Sektierer“ und „Gläubige“ beschimpft. Anscheinend soll die „Bundesstelle für Sektenfragen“ jetzt ähnlich wie der sogenannte „Verfassungsschutz“, der alljährlich einen ultralinken „Verfassungsschutzbericht“ herausgibt, indem Patrioten schlecht gemacht werden, als Repressionsorgan gegen den Corona-Widerstand aufgebaut werden. Auf welcher Gesetzesgrundlage und mit welcher demokratischen Legitimierung dies geschieht, wird jedoch nicht erklärt.

Misstrauen gegenüber Mainstream wächst

Man beschwert sich auch darüber, dass zahlreiche Bürger der Obrigkeit und den staatsnahen Medien keinen Glauben mehr schenken: „Durchgehend besteht eine skeptische Haltung gegenüber klassischen Medien wie Print, Radio oder Fernsehen, die sehr häufig bis zur totalen Ablehnung reichen kann. Besondere Ablehnung gilt staatlich geförderten Medien wie dem ORF, aber auch allen Informationsplattformen von Regierung (sic!) und staatlichen Einrichtungen.“ Tja, wenn man weiter so systematisch die Wahrheit verbiegt und gegen Andersdenkende hetzt, wird sich das wohl auch nicht mehr so schnell ändern.

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Wenn eine weitere Verschwörungstheorie wahr wird: WHO-Mitarbeiter bestätigt Forschung an tödlichen Viren im Labor

In einem Video, das kurz vor Beginn der Corona-Pandemie aufgenommen wurde, diskutiert ein WHO-Forscher die Experimente mit Coronaviren an menschlichen Zellen und humanisierten Mäusen des Wuhan Institute of Virology.

Das Video wurden am 9. Dezember 2019 aufgenommen, drei Wochen vor dem Ausbruch des Virus. Der Virologe Vincent Racaniello spricht im Video mit dem britischen Zoologen und Präsidenten der EcoHealth Alliance Peter Daszak. Seit 2014 hat Daszaks Organisation Millionen von Dollar von den US National Institutes of Health NIH erhalten. Das Geld floss an das Wuhan Institute of Virology zur Erforschung von Coronaviren.

Zwischen 2014 und 2019 koordinierte Daszak die Forschung mit Shi Zhengli, besser bekannt als die „Fledermaus-Dame“. EcoHealth Alliance erhielt 3,7 Millionen Dollar von den NIH, und 10 Prozent davon gingen an das Wuhan Institute of Virology, schrieb NPR. Gain of Function-Forschung wurde auch im Jahr 2019 vom Institut durchgeführt.

In dem Interview sagte der WHO-Forscher, dass einige Coronaviren im Labor in menschliche Zellen eindringen können und andere bei humanisierten Mäusen Sars verursachen können. Er warnte, dass solche Coronaviren nicht mit Antikörpern behandelt werden können und man nicht mit einem Impfstoff dagegen impfen kann.

Ironischerweise sagte er, sein Team suche nach einem Spillover, also der Übertragung eines Virus von Tieren auf Menschen, das die nächste Pandemie auslösen könnte.

Aus den Aussagen von Daszak geht hervor, dass das Wuhan Institute of Virology im Labor mit Coronaviren experimentiert hat. „Man kann sie im Labor ganz einfach manipulieren“, sagte er.

Daszak war auch Teil des WHO-Teams, das Anfang des Jahres nach Peking reiste, um den Ursprung des Coronavirus zu erforschen. Das WHO-Team, zu dem auch Marion Koopmans gehörte, sagte nach der Untersuchung, es sei „extrem unwahrscheinlich“, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor stamme.

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Beliebte Flohhalsbänder werden mit Tausenden von Todesfällen bei Haustieren in Verbindung gebracht und schädigt auch Menschen

Seresto, ein beliebtes Floh- und Zeckenhalsband für Haustiere, wurde mit fast 1700 Todesfällen bei Haustieren in Verbindung gebracht, so ein neuer Bericht des Midwest Center for Investigative Reporting.

Das Halsband wurde auch mit Zehntausenden von verletzten Tieren und Hunderten von geschädigten Menschen in Verbindung gebracht. Es wurde in etwa 75’000 Berichten über Vorfälle bei der Environmental Protection Agency (EPA) genannt.

Berichte über die Seresto-Halsbänder begannen im Jahr 2012, kurz nachdem die Halsbänder zum Verkauf zugelassen wurden. Bei den meisten Vorfällen hatten die Tiere allergische Reaktionen an der Stelle, an der das Halsband ihr Fell oder ihre Haut berührte. Einige Tiere hatten Krampfanfälle. In schweren Fällen verloren die Besitzer ihre Haustiere nur wenige Wochen, nachdem sie ihnen das Halsband angelegt hatten.

Bei den über 900 Vorfällen, die Menschen betrafen, waren Hautausschläge die am häufigsten berichtete Auswirkung der Exposition gegenüber dem Halsband. In einem besonders schweren Fall wurde ein 12-jähriger Junge mit Krampfanfällen und Erbrechen ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er neben seinem Hund geschlafen hatte. Der Hund hatte ein Seresto-Halsband getragen.

Meistverkauftes Flohhalsband mit Krampfanfällen und Todesfällen in Verbindung gebracht

Seresto, entwickelt vom deutschen Pharmaunternehmen Bayer AG, gibt über einen Zeitraum von acht Monaten Pestizide an das Tier ab. Als pestizidhaltiges Produkt wird Seresto von der EPA reguliert.

Die EPA hat jedoch noch keine offizielle Warnung über die offensichtlichen Risiken der Halsbänder herausgegeben. „Die EPA scheint bei diesem Problem ein Auge zuzudrücken“, sagte Karen McCormack, eine ehemalige Pestizidforscherin und politische Analystin bei der EPA. Sie sagte, dass die Halsbänder die meisten Vorfälle von allen Pestizidprodukten für Haustiere aufweisen, die sie gesehen hat.

„Ich denke, dies ist ein bedeutendes Problem, das eher früher als später angegangen werden muss“, fügte sie hinzu.

Die EPA lehnte es ab, zu sagen, wie Seresto im Vergleich zu anderen pestizidhaltigen Haustierprodukten abschneidet. Ein Sprecher der Behörde teilte jedoch dem Midwest Center for Investigative Reporting in einer E-Mail mit, dass die beiden Pestizide in Seresto auf der Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse für eine fortgesetzte Registrierung geeignet sind“.

Der Sprecher fügte hinzu, dass einige Haustiere, wie Menschen, einfach empfindlicher als andere auf das Halsband reagieren könnten. Daher könnten einige Haustiere unerwünschte Reaktionen auf das Halsband zeigen.

Seresto bleibt das meistverkaufte Flohhalsband für Haustiere auf Amazon. Viele Kunden haben sich bereits über das Produkt beschwert, wobei einige von erheblichen Problemen wie Hautausschlägen oder neurologischen Problemen bei ihren Haustieren berichteten. Trotz der zahlreichen Beschwerden hat Amazon Seresto jedoch nicht von seiner Plattform entfernt.

Darüber hinaus befürchten einige Experten, dass es sich bei den Tausenden von Berichten über Vorfälle nur um eine zu tiefe Zahl handelt. Nathan Donley, ein auf Pestizidpolitik spezialisierter Wissenschaftler bei der Non-Profit-Organisation Center for Biological Diversity, sagte, dass die Zahl der bisher gemeldeten Vorfälle für Seresto „nur die Spitze des Eisbergs“ sei.

„Die meiste Zeit Menschen werden keine Verbindung herstellen oder sie werden sich nicht eine Stunde Zeit nehmen die Hotline anzurufen um in der Warteschleife verbringen“, erklärte Donley. Daher könnte das Halsband mit Zehntausenden weiteren Fällen von Anfällen bei Haustieren, dem Tod von Haustieren und Nebenwirkungen beim Menschen in Verbindung gebracht werden.

Die Pestizide von Seresto sind allein giftig, zusammen noch giftiger

Das Halsband setzt zwei Pestizide frei: Imidacloprid und Flumethrin. Imidacloprid gehört zu einer Gruppe von Insektiziden, die entwickelt wurden, um Nikotin zu imitieren, die sogenannten Neonicotinoide oder Neonics. Neonics sind berüchtigt dafür, nützliche Insekten wie Bienen, aber auch einige Vögel und sogar Säugetiere wie Rehe zu töten.

In der Zwischenzeit ist Flumethrin ein aktiver Wirkstoff in einem einzigen Produkt, nämlich Seresto. Wissenschaftler wissen wenig über Flumethrin, und die wenigen Studien, die zu diesem Pestizid verfügbar sind, wurden von der Bayer AG durchgeführt. (Zum Thema: Bayer schließt einen 2-Milliarden-Dollar-Deal über künftige Roundup-Krebsansprüche ab.)

Laut einer dieser Studien wirken Imidacloprid und Flumethrin synergistisch, d.h. sie sind weitaus giftiger, wenn sie zusammen verwendet werden. Dies könnte erklären, warum die Halsbänder unerwünschte Reaktionen bei Haustieren verursachen.

Donley sagte, er sei sich nicht sicher, warum die beiden Chemikalien in Kombination wahrscheinlich Schaden anrichten. Es ist jedoch klar, dass mit dem Halsband etwas nicht in Ordnung ist. „Aus welchem Grund auch immer, diese Kombination ist einfach sehr unangenehm.“

Donley wies auch darauf hin, dass die inaktiven Bestandteile des Halsbandes mit einem oder beiden Pestiziden reagieren und unerwünschte Reaktionen verursachen könnten.

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Ärzteblatt und Drosten erschaffen asymptomatische Verbreitung – Junk Journalismus folgt auf Junk Science

So, jetzt haben auch wir den Beitrag von Terry C. Jones und … Christian Drosten gelesen, der gerade in Science erschienen ist und zeigen soll, dass “Prä-symptomatische, asymptomatische oder nur mild symptomatische (PAMS) Personen … vermutlich die wichtigsten Verbreiter von SARS-CoV-2 in der Gesellschaft sind”, wie es im Ärzteblatt heißt. Zudem soll der Beitrag von […]
Tante Betty und ihre neue Identität: die „Schallwende“

Tante Betty und ihre neue Identität: die „Schallwende“

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von Hans Hofmann-Reinecke

Es kann vorkommen, dass sich eine Persönlichkeit langsam, aber kontinuierlich verändert, bis eines Tages eine Umkehr nicht mehr möglich ist. Solch eine Entwicklung kann viel Leid für die Betroffe-nen und die Angehörigen mit sich bringen. Aber auch einer ganzen Nation kann an solch einen „Tipping Point“, deutsch Kipp-Punkt, geraten; vielleicht ja schon im September dieses Jahres.