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#3 Tipp: Wie man gute Studien von schlechten unterscheiden kann
Im ersten Teil dieser Serie beschäftigte sich Rosemary Frei mit der Frage, ob in einer Studie wichtige Informationen ausgelassen oder versteckt wurden. Im zweiten Teil setzte sich die Molekularbiologin mit Datenmaterial von Studien zur Gefährlichkeit der neuen «indischen SARS-Variante» beim Menschen auseinander. Im nun dritten und letzten Teil zeigt sie, ob eine Studie wirklich die Informationen enthält, auf die sie sich bezieht.
Als Beispiel verwende ich das Thema «Spike-Protein-Shedding». Ein theoretisches Szenario, in dem Zellen einer Person, die mit einem mRNA-Präparat geimpft wurde, eine beträchtliche Zahl von Kopien des Spike-Proteins anfertigen und diese Kopien in die Umwelt freisetzen. Grosse Mengen des Spike-Proteins könnten dann in den Körper eines Ungeimpften in der Nähe gelangen, so die Theorie.
Eine Gruppe, die Angst vor dem «Spike-Protein-Shedding» schürt, sind die amerikanischen Frontline-Doctors. Sie veröffentlichten am 26. April eine Kurzinformation für Politiker und Ärzte.
Der dritte Abschnitt dieses Papiers trägt den Titel «Können Ungeimpfte durch Kontakt mit Geimpften krank werden?». Der Abschnitt ist voll von Behauptungen über Schäden, die bei Menschen auftreten, nachdem sie eine mRNA-Injektion erhalten haben. Aber zum Quellenmaterial gibt es nur einen Link und dieser befindet sich im zweiten Satz:
Hier der ganze Abschnitt:
«Der Impfstoff produziert viele Billionen Partikel von Spike-Proteinen in den Empfängern. Geimpfte Patienten können einige dieser Partikel (Spike-Proteine) an enge Kontakte abgeben. Die Partikel haben die Fähigkeit, bei diesen Kontakten Entzündungen und Krankheiten auszulösen. Mit anderen Worten, Die Spike-Proteine sind genauso pathogen (krankmachend) wie das vollständige Virus. Am besorgniserregendsten ist, dass der Körper eines Menschen plötzlich mit 13 Billionen dieser Partikel überflutet wird und die Spike-Proteine fester binden als das vollständig intakte Virus. Aufgrund der Biomimikry (Ähnlichkeit) der Spikes scheint das Shedding bei einigen Personen eine Vielzahl von Autoimmunerkrankungen (bei denen der Körper sein eigenes Gewebe angreift) auszulösen. Weltweit wurden Fälle von Herzbeutelentzündung, Gürtelrose, Lungenentzündung, Blutgerinnseln in den Extremitäten und im Gehirn, Bellscher Lähmung, vaginalen Blutungen und Fehlgeburten bei Personen berichtet, die sich in der Nähe von geimpften Personen aufhalten. Darüber hinaus wissen wir, dass die Spike-Proteine die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, im Gegensatz zu herkömmlichen Impfstoffen.»
Beachten Sie, dass es nur ein Hauptquellenpapier gibt, das mit dem Wort «Partikel» verlinkt ist. Das Primärquellenmaterial ist eine Studie, die am 1. September 2020 in einer Zeitschrift namens SN Compr Clin Med (die Kurzform für Springer Nature Comprehensive Clinical Medicine ) veröffentlicht wurde und den Titel «Covid-19 und seine Übertragungswege» trägt.
In dieser Studie geht es um indirekte und direkte Übertragungswege von Covid-19. Aber es erwähnt Impfstoffe, Impfungen oder Injektionen von mRNA überhaupt nicht. Es kann daher die Behauptung der Frontline-Ärzte nicht bestätigen, dass geimpfte Menschen das Spike-Protein an andere abgeben würden.
Wenn wir schon dabei sein, schauen wir uns einmal an, ob es irgend ein Primärquellenmaterial gibt, das die Behauptung des «Spike-Protein-Shedding» unterstützt. Ein Dokument, das von vielen Leuten für diese Behauptung verwendet wird, ist das Studienprotokoll über den mRA-Impfstoff Comirnaty von Pfizer aus dem November 2020. Darin wird die Impfstoffstudie von Pfizer detailliert beschrieben.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht der erste Teil des Unterabschnittes «8.3.5.1. Exposition während der Schwangerschaft», auf den Seiten 67 und 68 des Dokuments:
- Bei einer weiblichen Teilnehmerin der Studie wird während der Behandlung oder nach Absetzen der Studienintervention eine Schwangerschaft festgestellt.
- Ein männlicher Teilnehmer, der eine Studienintervention erhält oder diese abgesetzt hat, exponiert eine Partnerin vor oder um den Zeitpunkt der Empfängnis.
- Es wird festgestellt, dass eine Frau schwanger ist, während sie der Studienintervention ausgesetzt ist oder war, und zwar aufgrund einer Umweltexposition (siehe unten):
- Ein weibliches Familienmitglied oder ein Gesundheitsdienstleister berichtet, dass sie schwanger ist, nachdem sie der Studienintervention durch Einatmen oder Hautkontakt ausgesetzt war.
- Ein männliches Familienmitglied oder ein medizinischer Betreuer, der der Studienintervention durch Einatmen oder Hautkontakt ausgesetzt war, exponiert dann seine Partnerin vor oder um den Zeitpunkt der Empfängnis.
Der Begriff «Studienintervention» bezieht sich auf den Impfstoff von Pfizer. Im Abschnitt heisst es, dass jemand «der Studienintervention während einer Umweltexposition ausgesetzt» werden kann und dass diese «Umweltexposition» durch «Inhalation oder Hautkontakt» erfolgt.
Leider machen viele prominente Leute diesen Fehler und zitieren das Pfizer-Dokument falsch, damit es mit ihrer Behauptung übereinstimmt. Zum Beispiel sagt Dr. Christiane Nortrhup in einem Video vom 21. Mai 2021:
«Wenn man sich das Pfizer-Dokument von Anfang an anschaut, steht auf Seite 67 tatsächlich, dass ‹ein Mann eine Frau sieben Wochen lang nicht schwängern sollte, und keine Frau im Zeitraum von sieben Wochen schwanger werden sollte›, und es heisst: wegen ‹Hautkontakt oder sexuellem Kontakt›. Man muss sich also fragen, was wussten oder wissen sie, was sie uns nicht sagen?»
Northrup muss sich auf Seite 67 des Pfizer-Protokolldokuments beziehen, denn soweit ich weiss, gibt es kein anderes Dokument über den Covid-Impfstoff von Pfizer, in dem Schwangerschaft und Exposition/Übertragung diskutiert werden. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Northrup das Protokolldokument falsch zitiert, ist dieses Interview vom 20. Mai 2021 mit ihr, das bei Minute 3:30 beginnt.
Den ersten Hinweis auf die Bedeutung dieses Abschnittes fand ich, indem ich mir einfach andere Teile des Pfizer-Dokuments anschaute. Zum Beispiel heisst es eine Seite später im letzten Absatz des Unterabschnitts «8.3.5.2, Exposition während des Stillens»:
«Eine Exposition während des Stillens entsteht nicht, wenn ein Pfizer-Medikament, das speziell für stillende Frauen zugelassen ist (z. B. Vitamine), in Übereinstimmung mit der autorisierten Anwendung verabreicht wird. Wenn der Säugling jedoch ein SAE (schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis) im Zusammenhang mit einem solchen Medikament erfährt, wird das SAE zusammen mit der Exposition während des Stillens gemeldet.»
Die Erwähnung einer «Exposition» in diesem Absatz scheint sich also auf «ein Pfizer-Medikament» zu beziehen … (z.B. Vitamine). Könnten also alle Abschnitte im Pfizer-Protokoll, die eine «Exposition» durch die «Studienintervention» nennen, sich in Wirklichkeit nicht auf eine Ausscheidung beziehen, sondern auf Menschen, die über die Luft oder einen anderen Mechanismus mit dem Medikament in Kontakt kommen?
Das scheint mir die wahrscheinlichste Erklärung zu sein. Ich habe online recherchiert, und in der Tat ist es die verschachtelte Sprache von Pfizer.
Schauen Sie sich als Beispiel den Abschnitt «8.10. Exposition während der Schwangerschaft» im Pfizer-Protokoll von 2015 für seine Studie zu Dacomitinib an (ein Medikament gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs). Er lautet:
«Für Prüfpräparate und für vermarktete Produkte liegt eine Exposition während der Schwangerschaft vor, wenn: Eine Frau schwanger wird oder festgestellt wird, dass sie schwanger ist, während sie das Prüfpräparat erhält oder ihm ausgesetzt war (z. B. aufgrund einer Behandlung oder Umweltexposition), oder die Frau wird schwanger oder es wird festgestellt, dass sie schwanger ist, nachdem sie das Prüfpräparat abgesetzt hat und/oder ihm ausgesetzt war. Ein Beispiel für eine Umweltexposition wäre ein Fall mit direktem Kontakt mit einem Pfizer-Produkt bei einer schwangeren Frau (z. B. eine Krankenschwester berichtet, dass sie schwanger ist und mit Chemotherapeutika in Kontakt gekommen ist). Ein männlicher Patient ist (z. B. aufgrund einer Behandlung oder Umweltexposition) vor oder um den Zeitpunkt der Empfängnis mit dem Prüfpräparat in Kontakt gekommen und/oder war während der Schwangerschaft seiner Partnerin exponiert.»
Dieser Text hat eine ziemlich starke Ähnlichkeit mit dem Abschnitt über die Exposition während der Schwangerschaft im Protokoll des Pfizer-Impfstoffes Comirnaty. Und es ist überhaupt nicht wahrscheinlich, dass ein Krebsmedikament irgend etwas ausscheidet.
Die einzige Schlussfolgerung, die ich ziehen kann, ist also die, dass das Pfizer-Impfprotokoll keinerlei Unterstützung für die Behauptung bietet, dass Menschen, die mRNA-Impfungen erhalten haben, das Spike-Protein ausscheiden und es an andere weitergeben könnten. Und die Tatsache, dass America’s Frontline Doctors versucht, seine Behauptung für das «Spike-Protein Schedding» mit einem Dokument zu untermauern, das nichts mit der Impfung zu tun hat, zeigt, dass es keinen Beweis dafür gibt.
Reine «Interpretationen» für einen «Beweis» deuten darauf hin, dass es in Wirklichkeit überhaupt keine Beweise dafür gibt.
Ich glaube, dass die Impfstoffe gefährlich sind und sich negativ auf die Gesundheit von Menschen auswirken; ich glaube auch, dass Menschen, die in engem Kontakt mit Impfstoffempfängern sind, negativ beeinflusst werden können. Es gibt viele plausible Berichte, zum Beispiel über veränderte Perioden bei Frauen, die sich in der Nähe von geimpften Menschen aufgehalten haben. Es ist also durchaus möglich, dass veränderte Perioden mit der Nähe zu geimpften Menschen zusammenhängen. Aber es gibt, soweit ich gesehen habe, keinen Beweis dafür, dass die Spike-Proteine, die von den mRNA-Impfungen produziert werden, diese veränderten Perioden verursachen.
Vielleicht gibt es etwas anderes in den Impfstoffen, das zu all den negativen Effekten bei Menschen führt, die sich in der Nähe von geimpften Personen befanden. Oder vielleicht ist es nicht etwas, das sich in den Impfstoffen befindet, sondern ein anderes Phänomen, welches mit der Impfung zusammenhängt. Im Moment sind es reine Spekulationen. Die Jagd nach Fehlinformationen führt uns nur in Sackgassen und verzögert oder verhindert sogar die Suche nach der Wahrheit.
Das Verbreiten von Informationen, die eine extrem fadenscheinige Grundlage haben, gibt unseren Gegnern zudem erhebliches Futter, um uns alle als Verbreiter von Lügen darzustellen. Das bringt viele Menschen dazu, nicht mehr auf das zu hören, was wir sagen.
Es bringt auch Leute auf unserer Seite dazu, die physische und emotionale Trennung von Covid-Gläubigen/Pro-Impfgegnern und uns zu unterstützen. Das ist genau das, was die Architekten des Covid-Putsches wollen. Zum Beispiel sagt Dr. Larry Palevsky bei Minute 41:00 in diesem Video vom 27. April 2021, dass Menschen, die diese Impfstoffe erhalten haben, «unter Quarantäne gestellt werden und ein Abzeichen am Arm tragen sollten, auf dem steht: ‹Ich bin geimpft worden›.» Damit sollen sie also wie die Juden im Zweiten Weltkrieg gekennzeichnet werden … damit wir wissen, dass wir sie auf der Strasse meiden … und uns ihnen nirgendwo in der Gesellschaft nähern sollten.
Das Fazit: Versuchen Sie, dem Sog zu widerstehen, einem Artikel oder einem Video zu glauben, nur weil es zu Ihrer Covid-skeptischen Ansicht passt und von jemandem stammt, dem Sie reflexartig vertrauen.
Sie können die drei Tipps nutzen, um objektiv zu bleiben und selbst herauszufinden, ob hinter den Behauptungen von «Experten» solide Beweise stehen.
Vertrauen Sie sich selbst – Sie können es.
Zur Person:
Nachdem Rosemary Frei einen Master of Science in Molekularbiologie an der medizinischen Fakultät der Universität Calgary erworben hatte, wurde sie freiberufliche Schriftstellerin. Sie arbeitet seit 22 Jahren als Autorin und Journalistin mit Schwerpunkt Medizin. Website: www.rosemaryfrei.ca
Pressekonferenz: Alain Berset rührt für die Gen-Präparate die Werbetrommel wie nie zuvor
Berset nannte für den Herbst und Winter ein breites Spektrum von möglichen Szenarien. Würden die Fallzahlen nicht wieder steigen, könnte der Bundesrat die Coronakrise als «beendet» erklären, sagte Gesundheitsminister Alain Berset an der gestrigen Pressekonferenz vom 30. Juni 2021.
Mögliche vierte Welle wegen «Delta»
Doch Berset warnte sogleich: «Wir gehen davon aus, dass die Fallzahlen im Herbst wieder steigen werden und es kann wegen der Delta-Variante zu einer vierten Welle kommen.» Trotz den jetzt guten «Zahlen» bleibe damit noch eine Unsicherheit, deshalb müssten wir uns auch auf negative Szenarien einstellen. Die «Delta-Variante» werde vermutlich auch bei uns dominant werden, so Berset. Ein erneuter Anstieg der «Fallzahlen» könnte das Gesundheitssystem derart belasten, dass Massnahmen wie die Maskenpflicht oder die Abstandsregeln weitergeführt, bzw. wieder eingeführt werden müssten, sagte der Magistrat.
Rückkehr zur Normalität durch bundesrätliche Planung
Infolge der Szenarien habe der Bundesrat nun erstmals die Möglichkeit, über mehrere Monate hinweg zu planen, und es müsse nicht immer alles innerhalb von sehr kurzer Zeit entschieden werden. Dies sei auch eine «Rückkehr zur Normalität», betonte Berset.
Auffrischimpfungen im Winter
Frühestens ab nächstem Winter soll es «Auffrischimpfungen» für gewisse Personengruppen oder gar für alle bereits Geimpften geben. Wegen neuer «Virusvarianten» könne es gar sein, dass der «Impfstoff» angepasst werden müsste. Das Impfen sei mit den neuen Varianten noch wichtiger geworden. «Früher oder später werden alle mit dem Virus in Kontakt kommen, sei es mit der Impfung oder durch eine Ansteckung», so Berset.
«Das positive Szenario ist nicht das wahrscheinlichste»
Auf die Frage eines Journalisten, ob es ein Szenario gebe, bei dem eine gewisse Impfquote das Problem mit den Varianten lösen könnte, sagte Berset: «Man kann mit allem arbeiten, aber wir müssen aufpassen und pragmatisch und realistisch sein. Das positive Szenario ist klar, wir haben jetzt eine gute Situation und eine gute Impfbereitschaft. Aber das positive Szenario ist nicht das wahrscheinlichste.» Man müsse sich auch auf das Szenario einstellen, dass sich zu wenige Menschen impfen lassen und die «Pandemie» in dieser nicht geimpften Gruppe weitergehe. Berset: «Wir haben in anderen Ländern mit einer hohen Impfquote gesehen, dass das Virus in der nicht geimpften Gruppe weiter durchgegangen ist».
«Die Impfung ist die beste Versicherung die man haben kann»
Zu den Impfungen sagte Berset: «Es bleibt unser Ziel, dass man die Impfquote weiterhin erhöht. Die Impfung ist wirklich die beste Versicherung die man haben kann. Für sich selbst als Person, aber auch für die Gesellschaft und generell für die nächsten Monate im Herbst.» Die Delta-Variante in Russland oder Portugal explodiere. Man müsse sehen, ob es das auch bei uns gebe. «Jetzt ist wirklich der richtige Moment, um sich impfen zu lassen, damit man das verhindern kann, was man in anderen Ländern sieht», mahnte Berset eindringlich.
mRNA-Injektionen seien hoch wirksam und «gut verträglich»
Die vier Millionen Dosen des Vektorimpfstoffes von AstraZeneca werden an das weltweite Impfprogramm Covax abgetreten, sagte Berset. Zu den Gründen dafür, wieso nicht alle 5,3 Millionen Impfdosen von AstraZeneca an Covax geliefert werden, sagte Berset: «In der Schweiz sind nur mRNA-Impfstoffe im Einsatz, die gut verträglich und hoch wirksam sind. Aber wir brauchen auch andere Impfstoffe für Menschen, die eine Unverträglichkeit gegen mRNA-Impfstoffe haben oder für solche, die keine mRNA-Impfstoffe wollen und dafür eine Impfung von AstraZeneca wünschen». Für den Vektorimpfstoff von AstraZeneca gibt es in der Schweiz noch keine Zulassung.
Förderprogramm für Medikamente gegen Covid-19
Zur Förderung von neuen Arzneimitteln gegen Covid-19 soll es ein Förderprogramm geben. Verantwortlich dafür soll das Bundesamt für Gesundheit BAG sein, welches mit der Agentur für Innovationsförderung Innosuisse zusammenarbeitet. Mit diesem Programm sollen die Forschung, die Entwicklung und die Herstellung von Medikamenten gegen Covid-19 gefördert werden. So sollen auch Menschen Zugang zu Medikamenten erhalten, die sich nicht impfen lassen können. Das Programm sei bis Ende 2022 befristet.
«Besorgniserregende Varianten» verlängern die Pandemie
Die Entwicklung in der Schweiz sei von der globalen Situation abhängig. Je länger es für die weltweite Impfung brauche und je mehr Infektionen es gebe, umso grösser seien auch die Risiken bei uns. Und umso grösser sei die Wahrscheinlichkeit, dass sich die «besorgniserregenden Varianten» auch bei uns entwickeln. «Dies verlängert die Pandemie», sagte Berset.
Kommentar der Redaktion:
Das die mRNA-Präparate hoch wirksam und gut verträglich sind, ist irreführend und falsch. Bei der behaupteten Wirksamkeit von 95% handelt es sich um einen rechenakrobatischen Trick (wir berichteten). Dass die Gen-Injektionen alles andere als verträglich sind, zeigen die Meldungen von Impfnebenwirkungen in den Datenbanken der WHO und der EMA – denn diese explodieren (wir berichteten).
Ausserdem ist das Nutzen-Risiko-Profil der experimentellen Gen-Präparate katastrophal. Denn eine neue Studie zeigt, dass zur Verhinderung von drei Covid-19 Todesfällen, zwei Impftote in Kauf genommen werden (wir berichteten). Für die Behauptung, dass man sich besonders gegen die neue besorgniserregende «Delta-Variante» impfen soll, sprechen die Daten des britischen Gesundheitsministeriums. Denn diese zeigen, dass doppelt geimpfte Personen ein sechsfach höheres Risiko haben, an «Delta» zu sterben als ungeimpfte (wir berichteten). Berset sagte zu all dem nichts. Schlimmer noch: er rührte die Werbetrommel für die Gen-Präparate so heftig wie nie zuvor.
US-Verteidigungsministerium bestätigt einen Zusammenhang zwischen Herzentzündungen und Covid-«Impfstoffen»
Das US-Verteidigungsministerium hat einen Zusammenhang zwischen Herzentzündungen (Myokarditis) und Covid-Impfstoffen bestätigt. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Artikel des Medienportals Children’s Health Defense hervor, der sich auf eine Studie bezieht, die am 29. Juni in JAMA Cardiology veröffentlicht wurde.
Darin beschreiben Forscher 23 Fälle von Myokarditis bei gesunden Militärangehörigen. Die Erkrankung entwickelten die Soldaten innerhalb von vier Tagen nach Verabreichung der Covid-Impfstoffe von Pfizer/BioNTech oder Moderna.
Insgesamt 23 männliche Patienten (22, die derzeit im Militär dienen, und ein Rentner) mit einem mittleren Alter von 25 Jahren mussten zwischen Januar und April 2021 wegen akut auftretender Brustschmerzen nach mRNA-Injektionen untersucht worden.
Children’s Health Defense schrieb:
«Alle Militärangehörigen waren zuvor gesund und hatten ein hohes Mass an Fitness. Sie waren nach militärischen Massstäben körperlich fit und hatten keine bekannte Vorgeschichte von Herzerkrankungen, signifikanten kardialen Risikofaktoren oder Exposition gegenüber kardiotoxischen Substanzen»
Sieben Militärangehörige hatten den Covid-«Impfstoff» von Pfizer/BioNTech und 16 den Moderna-Impfstoff erhalten. Bei allen Patienten wurde die «endgültige Diagnose Myokarditis gestellt, ohne dass infektiöse, ischämische oder autoimmune Ätiologien identifiziert wurden». Die Diagnosen seien überprüft worden und hätten den Falldefinitionskriterien der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) für wahrscheinliche Myokarditis entsprochen.
«Alle Patienten zeigten akute Brustschmerzen und signifikant erhöhte kardiale Troponinwerte (10- bis 400-fach über den oberen Grenzen der jeweiligen Referenzbereiche) mit Symptombeginn innerhalb von 12 bis 96 Stunden nach der Covid-Impfung», berichtete das Medienportal.
Laut der Studie hätten die Ärzte nur acht oder weniger Fälle von Myokarditis unter den 436’000 männlichen Militärangehörigen erwartet, so Children’s Health Defense. Doch es seien über 20 Militärangehörige, die nach ihrer zweiten Dosis eine Entzündung aufwiesen, darunter 14 nach der Moderna-Spritze und sechs nach der Pfizer/BioNTech-Injektion. Drei Soldaten entwickelten bereits nach der ersten Impfung eine Myokarditis.
Bei 16 Patienten seien die kardialen Symptome innerhalb einer Woche nach ihrem Auftreten abgeklungen, aber sieben hätten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie weiterhin Schmerzen in der Brust.
Die tatsächliche Häufigkeit der Myokarditis sei derzeit nicht bekannt, hätten die Forscher erklärt, das Präsentationsmuster und der klinische Verlauf würden jedoch «einen Zusammenhang mit einer entzündlichen Reaktion auf die Impfung» nahelegen.
Deutschland: Intensivere Tendenzen in Richtung Sozialkredit-System als gedacht
Info-DIREKT berichtete schon mehrere Male über das Liebäugeln der Regierenden mit dem chinesischen System der totalen Überwachung und einem Punktesystem für Wohl- und Fehlverhalten. In China nennt sich das „Social Credit System“ – und laut der deutschen Bundesregierung wünschen sich dies auch viele Deutsche. Neben einer schriftlichen Empfehlung ist nun auch ein Video des Forschungsministeriums aufgetaucht. Und: Die zuständige Ministerin traf sich 2019 mit Macron und Xi Jinping.
Von Michael Mayrhofer
Erst am 28. Juni berichteten wir über die Quasi-Empfehlung des deutschen Forschungsministeriums hinsichtlich der Einführung eines Sozialkredit-Systems nach chinesischem Vorbild: Deutsches Forschungsministerium liebäugelt mit Chinas Social Credit-System. Nun werden mehr und mehr zusätzliche Informationen dazu bekannt. So ließ das Ministerium offensichtlich auch einen „Trailer“ als Film dazu produzieren.
“Hallo, falls noch nicht bekannt, hier ein VideoAusschnitt von der Seite
https://t.co/NJQLruMO6P
zum Thema des aktuell ins Gespräch gebrachten #SozialPunkteKontos in einem zukünftigen #Deutschland.
SIE sprechen es inzwischen offen aus.” pic.twitter.com/qWQx7WTntG— Libra0810
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(@Libra08101) June 30, 2021
So pikant wie brisant ist der Umstand, dass die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Jahr 2019 gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in China war, um dem dortigen Staatspräsidenten Xi Jinping ihre Aufwartung zu machen. Karliczek dazu (quelle bmbf.de):
Wir Europäer schätzen die Volksrepublik China als wichtigen Partner in den Bereichen Handel, Forschung und Innovation. Eine Intensivierung der Beziehungen ist im beiderseitigen Interesse. Mit der wachsenden Stärke und Bedeutung Chinas wachsen die Chancen, aber auch die Herausforderungen der Zusammenarbeit.
Ganz offensichtlich ließ sich Karliczek auch weit darüber hinaus inspirieren. So ist wie berichtet intensiv im Gespräch, das Social Credit System Chinas auch in Deutschland einzuführen. Dazu gehört totale Überwachung und ein Ende jeglicher Privatsphäre. Dies deckt sich auch mit den Plänen von Klaus Schwab (WEF) wo „zufällig“ auch Emmanuel Macron über die Young Global Leaders Mitglied ist.
System seit 1990 entwickelt
Eine sehr detaillierte Erklärung des chinesischen Systems findet sich hier bei nhglobalpartners.com (in englischer Sprache). Kurz erklärt, es handelt sich um ein allumfassendes System um die „Vertrauenswürdigkeit“ von Individuen, Firmen und Behörden in ganz China festzustellen. Die Folgen einer schlechten Bewertung werden schwerwiegend sein. Reisepläne, Anstellungen, Zugang zu Finanzierungen und die Möglichkeit Verträge abzuschließen werden vom „Social Credit Score“ abhängen. Das System befindet sich seit 30 Jahren in Entwicklung und ständiger Erweiterung.
Ziele
Aktuell werden folgende Bewertungsziele verfolgt:
- Finanzielle Vertrauenswürdigkeit (zhengxin 徵信)
- Rechtliche Greifbarkeit (gongsi gongxin 司法公信)
- Kommerzielle Vertrauenswürdigkeit (shangwu chengxin 商务诚信)
- Zwischenmenschliche Vertrauenswürdigkeit (shehui chengxin 社会诚信)
- Integrität der Regierung (zhengwu chengxin政务诚信)
Mechanismen
Um diese Ziele zu erreichen, die (siehe Punkt 5) nicht nur die Bürger sondern auch die Verwaltung betreffen, werden folgende Mechanismen eingesetzt:
- Datensammlung und Teilen von Daten
- Schwarze und Rote Listen
- Strafen, Sanktionen und Belohnungen
Dabei wird erwartet, dass die Maßnahmen sowohl von den Regierungen als auch Firmen ein- und umgesetzt werden. Bei Firmen geht das System aktuell so weit, dass man mit schlechten Bewertungen bestraft werden kann, wenn man mit Firmen Geschäfte macht, welche sich Fehlverhalten zuschulden kommen lassen. Die Ausgrenzung unerwünschter Firmen ist somit umfassend – dasselbe wird in allen anderen Bereichen zu erwarten sein.
Sanktionen
An Sanktionen wurde bislang eingeführt:
- Reisebeschränkungen oder -verbote
- Verbote bestimmte Universitäten oder Schulen zu besuchen, wenn der Score der Eltern nicht passt
- Anstellungsmöglichkeiten basieren auf den Blacklists
- Firmen mit schlechteren Ratings haben mit zusätzlichen Prüfungen und Behördenschikanen zu rechnen
- Personen die sich Fehlverhalten zuschulden kommen lassen können auf öffentlichen Aushängen benannt und gedemütigt werden
Fehlverhalten
In den meisten Städten wurde das Sozialkredit-System bereits testweise eingeführt. Zahlreiche Aktivitäten führen zu einem Punkteabzug, beispielsweise
- Seine Eltern nicht besuchen
- Bei Rot über die Straße gehen
- Seinen Hund nicht anzuleinen
- Rauchen in Nichtraucherzonen
- In Online-Spielen betrügen
All diese Strategien und Herangehensweisen mögen ihren Ursprung und Hintergründe in der chinesischen Geschichte und Mentalität haben. Was all dies aber in Europa oder Deutschland zu suchen hat, wird wohl etwas schwieriger zu erklären sein. Doch „laut Umfragen“ wünscht sich schon heute mindestens jeder sechste Deutsche ein solches System.
Der Beitrag Deutschland: Intensivere Tendenzen in Richtung Sozialkredit-System als gedacht erschien zuerst auf Info-DIREKT.
Studie: Unzumutbar hohe CO2-Konzentration unter Kindermasken
Die Verpflichtung zum Tragen von Masken gehört seit über einem Jahr zum Alltag. Trotz schwacher Datenlage lässt die Bundesregierung nun FFP2-Masken für Kinder normieren. Eine neue Studie offenbart jedoch inakzeptabel hohe Kohlendioxidwerte. Von Christian Euler
Der Beitrag Studie: Unzumutbar hohe CO2-Konzentration unter Kindermasken erschien zuerst auf reitschuster.de.
„Linke Bloger“ und warum ihre Fixierung auf „rechte Blogger“ gut ist
Mit den Ungereimtheiten in ihrem Wahlkampfbuch wurde vor ein paar Tagen die nächste Dekonstruktionsrunde für Annalena Baerbock eingeleitet. Die Leitmedien berichten offenbar nur sehr dosiert darüber, wobei erste als konservativ geltende Angebote wie der Focus beim Thema allmählich leicht mit den Füßen zu scharren beginnen. Am besten informiert wird man über das Thema aber in den alternativen Medien und hier vor allem im Blog von Hadmut Danisch, der sich in einem aktuellen Beitrag zum Themenbereich an den Verleumdungsversuchen durch die Presse abarbeitet.
Unübersehbare Bedeutungslosigkeit
Bevor ich zu meinem eigentlichen Punkt komme, möchte ich zunächst kurz Hadmut Danisch beglückwünschen. Nach über einem Jahrzehnt des sich die Finger Wundschreibens konnte er in der (ver)öffentlich(t)en Wahrnehmung endlich ein neues Niveau erreichen. Von seiner schieren Inexistenz trotz Millionen Klicks auf seinen Blog stieg er in rascher Folge zunächst zum „Berliner Blogger“ auf, um von einigen Leitmedien nun endlich auch beim Namen genannt zu werden. Freiwillig machen sie das nicht, so viel ist klar. Seine Bedeutungslosigkeit ist offenbar nicht länger aufrechtzuerhalten und sei es nur, um die Fußtruppen des Systems besser in seine Richtung schicken zu können.
In Anbetracht der weiteren inhaltlichen Umstände seines Blogs ist es dennoch eine ziemliche Leistung. Nicht mehr lange und die gängigen Suchmaschinen werden manuell eingreifen müssen, damit nicht zu viele Suchanfragen in Richtung „Dänisches Bettenlager“ auf Danischs Blog enden. Für jeden Mitbürger, der noch etwas auf unsere Zukunft gibt, ist sein Erfolg eine großartige Nachricht. Es bedeutet, dass eine weitere geschliffene Gegenstimme zum bleiernen Konsens nicht mehr überhört werden kann. Daher an dieser Stelle auch der Aufruf, nicht nur Mannikos Blog für die unermüdliche Aufklärungsarbeit mit einer Spende zu belohnen, sondern auch Hadmut Danisch ein paar Groschen zukommen zu lassen (siehe das rechte Menü auf der Startseite seines Blogs).
Hektische Begradigungen an der Danischfront
Wenn Dissidenten, die wie Danisch als Einzelkämpfer unterwegs sind, nicht mehr völlig ignoriert werden können, ist das nicht weniger als eine bedeutende Frontbegradigung für das Establishment. Für autoritäre Systeme waren immer schon Einzelkämpfer die größte Bedrohung, sobald sie einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen konnten, wie es bei ihm mittlerweile der Fall ist. Ein historisches Beispiel wäre das enfant terrible Janusz Korwin-Mikke, der das kommunistische Polen der 80er Jahre mindestens so sehr herausfordern konnte, wie die gesamte Solidarnoz zusammen.
Das Problem mit derartigen Einzelkämpfern besteht darin, dass sie nicht infiltriert werden können und sie sich auch nicht vereinnahmen lassen. An nicht-tödlichen Waffen gegen sie bleiben nur noch der Rufmord, das Füttern mit Desinformation, oder wie im Fall von Vera Lengsfeld die familiäre Ganztagsbetreuung durch die Stasi. Doch das sind nur Lockstoffe, wie es auch Prostituierte sind. Die Zielperson muss es annehmen und sich darin verfangen, während sich das Publikum von außen heute dank Internet selbst vergewissern kann, ob das Gesagte Substanz hat und ein Rufmord gerechtfertigt ist oder nicht.
Mit dieser Frontbegradigung in der Causa Danisch ist bei auch nicht mehr gänzlich auszuschließen, dass er irgendwann sogar in eine GEZ-finanzierte Talkrunde eingeladen werden könne. Dort wäre Danisch zwar die Rolle des Prügelknaben sicher, um dem „Pöbel“, wie sich Sigmar Gabriel ausdrücken würde, die Lust an der Lektüre seines Blogs zu nehmen. Diese Folge wäre durchaus möglich, was auch für die ihm zugedachten Attribute gilt. Schlimmstenfalls aber könnte das Gegenteil eintreten und es könnten noch viel mehr Menschen im Land auf ihn und seine Ansichten aufmerksam werden. So wie es ist, präsentiert sich uns bei ihm ein Hochrisikospiel durch das Establishment – und das ist nie ein gutes Zeichen für das System, da es so ziemlich die letzte Möglichkeit ist, mit der seine Wirkung eingedämmt werden kann.
Selbstbezeichnung vs Fremdbezeichnung
In Danischs Beitrag über einen RND-Artikel über ihn und den „Plagiatsjäger“ Stefan Weber, dem die kopierten Stellen in Baerbocks Buch aufgefallen sind, geht es um den im Artikel enthaltenen Diffamierungsversuch mit Hilfe des allzu bekannten Attributs „rechts“ oder gerne auch „neurechts“. Über die dahinter stehende diffamierende Absicht braucht man sich nicht zu streiten, sie ist offensichtlich und seit etwa einem Jahrzehnt ein fester Bestandteil des journalistischen Werkzeugkastens. (Interessant dazu Google Tends; die Trendumkehr der links/rechts Attribute ereignete sich in der Periode zwischen 2007 und 2010.)
Immer öfters kommt es dazu, dass öffentliche Personen aufgrund einer „falschen Meinung“ diese Zuschreibung erhalten. Dieser kürzliche Kommentar bei t-online legte beispielsweise sogar fest, dass Boris „Reitschuster ein rechter Blogger ist, der sich selbst als Journalist bezeichnet“. Boris Reitschuster, von dem zuvor aufgrund seiner Russlandberichterstattung kaum Grund zur Sorge ausging, setzte sich erst mit dem Coronathema auf die begriffliche Abschussliste seiner ehemaligen Kollegen. Danisch wie Reitschuster regen sich völlig zurecht darüber auf, wobei sich an dem Zitat über Reitschuster klar die Verlogenheit des Framings ablesen lässt: „Journalist“,so der Kommentator sei eine Selbstbezeichnung durch Reitschuster, „rechts“ dagegen wird durch den Kommentator von außen auf ihn draufgepappt, ohne dies weiter mit einer Kennzeichnung zu versehen.
Räääächts vs rechts
Das seltsame an dieser Praxis mit dem „rechten“ Attribut ist, dass sich keiner der mir bekannten Blogger oder YouTuber des alternativen Spektrums selbst als „rechts“ bezeichnen würde. Es mag sein, dass ich nicht weit genug rechts unterwegs bin, es spielt meines Wissens aber tatsächlich nur in sarkastischer Weise als „rääächts“ eine Rolle. Als Selbstbezeichnung lässt es sich eigentlich nur indirekt als zwangsläufige Konsequenz aus der Feststellung, man sei vieles nur „nicht links“, ableiten.
Gängige Attribute, die mir von Publizisten aus dem alternativen Spektrum bekannt, bewegen sich vielmehr alle irgendwo im Bereich patriotisch, liberal/libertär, konservativ, und individualistisch. Das aber findet sich weder bei Reitschuster, noch bei Danisch oder einem anderen als Attribut durch Vertreter des Mainstreams. Selbst Don Alphonso, Jan Fleischauer oder Roger Köppel aus der Schweiz, bei denen es sich seit vielen Jahren schon um feste Adressen in der medialen Öffentlichkeit handelt, wird nur selten die Freundlichkeit einer Übernehme ihrer eigenen politischen Verortung entgegengebracht. Auch sie werden gewohnheitsmäßig auf „rechts“ reduziert, da sie eine „rechtsoffene“ Gesinnung pflegen, was sich an ihren „rechten Argumenten“ ablesen lassen soll. So die bekannten Argumentationsketten bei allem, was nicht stramm links steht.
Selbstbezeichnende linke Blogger vs rechte Blogger
Fest steht, dass die gesamte begriffliche Diskurshoheit „links“ dominiert wird. Man erkennt es vor allem daran, wie sich auch hier eine Bedeutungsverschiebung zwischen eigentlich kongruenten links/rechts Attributen etablieren konnte. Das Vertreten linker Positionen ist dabei sogar so positiv besetzt, dass die Selbstbezeichnung als „linker Blogger“ ein gängiges Mittel ist, um sich politisch gegenüber seinem Publikum vorzustellen.
Gleich zwei Beispiele präsentiert die Suchmaschine als ersten und zweiten Treffer dazu. Ein Fritz Ullmann schreibt über sich bei Twitter, er sei „Stadtverordneter… und linker Blogger“. Wenig phantasiereich wählte er für sich bei Twitter auch das Pseudonym „ein_Linker“. Im Gegenzug ist „ein_Rechter“ bei Twitter noch immer zu haben. Zweites Beispiel wäre Roberto De Lapuente, der in einem Kommentar beim Neuen Deutschland bekannt gab: „Als linker Blogger pflege ich natürlich eher linke Filterblasen in den Netzwerken.“ Wenigstens weiß er wo es bei ihm hängt. Diese Selbsterkenntnis muss man De Laupente zugute halten.
Die allermeisten Journalistenund Blogger, die sich irgendwo und gerne als „links“ verorten, verfügen leider nicht über eine derartige Innenkenntnis. Zu oft wird verzichtet auf ein „linksliberal“, auch wenn es vielleicht hilfreich wäre. Hin und wieder trifft man „sozialistische“ oder selten noch „sozialdemokratische“ Vertreter. Die meisten aber verzichten auf eine derartige Differenzierung, wie es heute in der anderen Hälfte des klassischen links-rechts-Spektrums der Fall ist. Das eigene Kollektiv zählt offenbar mehr und so ist es nur logisch, sich selbst pauschal als dem „linken“ Lager zugehörig zu fühlen.
In Ableitung daraus ist es dann natürlich logisch, auf der anderen „rechten“ Seite in der selben Weise ein kohärentes Kollektiv zu sehen, das trotz aller Widersprüche zusammenhält wie Pech und Schwefel. Insofern ist es nicht wirklich verwunderlich, wie bei vielen der Beißreflex anspringt, wenn es um „rechtes Gedankengut“ oder etwas in diese Richtung geht. Denn wenn sich „Rechte“ alle in einem Topf liegen, dann gilt auch der weitere Definitionsraum für sie alle und in diesem geht es nicht zimperlich zu: Ausländerhass, Auschwitzphantasien und Pauschalsteuersätze und dergleichen sind kein Pappenstiel. Im Angesicht einer derartigen Bedrohung in Qualität und Quantität bleiben die wenigsten ruhig.
Zur Absicht gesellt sich ideologisierte Verbohrtheit
Die Behauptung, wonach das Attribut „rechts“ gezielt in vollem Bewusstsein aufgrund seiner abwertenden Bedeutung eingesetzt wird, um wahlweise Hadmut Danisch, Boris Reitschuster oder allgemein jeden Dissens gegen die eigene Meinung abzubügeln, ist damit nur teilweise korrekt. Dies wird mit Sicherheit getan und eines der sprachlichen Machtinstrumente, die unser Denken beherrschen.
Doch zu diesem Kalkül kommt ein zweiter Faktor hinzu, den ich als „ideologische Verbohrtheit“ bezeichnen würde, wenngleich die einfache Dummheit wohl auch ausreichen könnte. Das Problem heutiger Linker besteht darin, dass die Überzeugung in ihre Ideologie eine Durchdringung eine intellektuelle Leistung erfordert, zu der in der aufs Nachäffen gepolten schreibenden Zunft heute kaum noch einer in der Lage scheint. Das ist nicht zwingend schlecht, da es immer schon besser war, wenn die äußere Partei nicht zu viel denkt und sich auf den inbrünstigen Aktivismus beschränkt.
Es bedeutet aber auch, dass die eigenen Gefühle über den Verstand triumphieren. Gemeinsam mit weiteren psychosozialen Komponenten wie Gruppendenken, Fehlannahmen, persönlicher Überforderung und in einigen Fällen sicherlich auch niedere Beweggründe führen sie zu einer Schlichtheit im Denken, in dem etwa die Korrelation nur zu gerne zum zwingenden Korrelat geformt wird. Das hilft bei der Projektion, doch es schreckt auch jeden ab, der noch selbst denken kann.
Linkes Denken, rechts gespiegelt
Ein schönes Beispiel zu dieser Mischung aus Absicht, Verbohrtheit und Dummheit fand ich beim Volksverpetzer. In den ersten beiden Absätzen geht das Traktat gleich siebenfach mit dem Genderstern (gerne auch Genderpfurz) hausieren, was die Lektüre nicht gerade einfacher macht. Es zeigt aber vor allem, die Macht ist stark bei der Postille, die wohl fest darauf baut, dass wohl kaum jemand alles bis zu Ende liest.
Inhaltlich wartet der Beitrag des Volksverpetzers mit der Behauptung auf, wonach es „so viel einfacher wäre, ein rechter Blogger zu sein“. Das mag durchaus so sein, wenn wir uns einmal für einen Moment auf die Dichotomie einlassen. Linke Blogger suchen erfahrungsgemäß eher selten nach kausalen Wahrheiten, sondern beschäftigen sich zumeist nur mit gefühlten Gewissheiten. Eventuell ist das schwerer, als man es sich außerhalb der Blase vorstellt.
Die im Kontext mangelnder Kausalitätsbeziehung durch linke Aktivisten entscheidende Stelle findet sich hier:
„Und dabei macht sie [eine selbsternannte Twitterpolizistin] ein paar wichtige Beobachtungen, denn die rechten Shitstorms, die nachweislich von Rechtsextremen stammen (siehe unsere Recherche), kommen von teils anonymen Accounts, greifen sich vermeintlich kleine, schlecht vernetzte Accounts heraus, schüchtern sie ein, beleidigen, bedrohen sie rassistisch, misogyn, lookistisch.“
Wer sich zu „unserer Recherche“ durchklickt, der wird genau dann enttäuscht sein, wer getreu „rechter“ Selektionsannahmen einen kausalen Zusammenhang zu dem erwartet hat, was angekündigt wurde. Anstelle einer Auflistung irgendwelcher Sockenpuppen inklusive dem Beweis, wie sie im Schwarm von irgendwelchen „rechten Aktivisten“ betrieben werden, geht es in der Hauptsache um Don Alphonso – dem noch vor Hadmut Danisch wohl bekanntesten aller Blogger im Land.
Nicht er wird analysiert, sondern jene Vielzahl an zumeist anonymen Twitterkonten, die seine Inhalte kommentieren und weiterverbreiten. In etwa die Hälfte aller Konten, die mit Don Alphonso interagieren, sollen selbiges bei Twitter auch mit Inhalten von Martin und Brittany Sellner machen, als dem austro-amerikanischen Traumpaar katholisch erzkonservativ-nationalistischer Träumereien (oder so ähnlich).
Daraus folgt für den Volksverpetzer nicht etwa, dass Don Alphonso über eine große Reichweite bei kleinen Nutzern ohne nennenswerte eigene Öffentlichkeit verfügt, sprich, beim gemeinen Twittervolk gut ankommt. Vielmehr schließen sie daraus, dass Don Alphonso in etwa zur Hälfte die selbe Gesinnung bedient, wie auch die Sellners, deren „rechtsextreme Gesinnung“ außer Frage stehen soll. Will heißen: Der Volksverpetzer will nachgewiesen haben, dass Don Alphonso (mindestens) zur Hälfte rechtsextrem ist.
Es handelt sich dabei um eine reine statistische Scheinkorrelation, die zur maximal vernichtenden Aussage führt. In gefälliger Weise wird die „Analyse“ dann durch jene Kausalitäten gefüllt, die in der eigenen Blase Usus zu sein scheint und einfach übertragen wird. Im Äquivalent wäre dieser Grad an Dekonstruktion wohl nur noch vergleichbar mit der höchsten Potenz in der Homöopathie.
Dies gilt dann als hieb- und stichfester Beweis dafür, was für ein böser, rechter Unmensch Don Alphonso doch ist: Anonymes Trollen, Shitstorms verursachen, Klarnamen veröffentlichen, Abweichler ausschließen, Naive angeln, Morddrohungen absetzen etc. Das ganze Programm. Don Alphonso als Dompteur im Stile eines Josef Göbbels und mit den Mitteln eines Julius Streicher. Von der behaupteten Anonymität ganz zu Beginn dagegen ist keine Spur zu finden, der „Täter“ ist allseits bekannt. Es ist ein reiner Fiebertraum gefühlter Wahrheiten.
Ein Hufeisen wie ein Boomerang
Geradezu ironisch wird im ersten Artikel des Volksverpetzers kurz auf Gramscis Hufeisen eingegangen, wonach je nach Umständen immer der selbe Typus Mensch gesellschaftlich ganz oben oder ganz unten endet. Sie merken es nicht einmal mehr in ihrer linken Allesblase, wie sich unmittelbar selbst dessen bezichtigen, was sie anderen unentwegt vorwerfen. Schön auch dieser Satz, in dem es über das feindlich gesinnte politische Lager heißt:
„Aber in einer Welt, in der die eigene In-Group per Definition die moralisch bessere ist, und alle Opponenten davon per Definition immer falsch liegen, weil sie schlechtere Menschen sind…“
Bei diesem Satz handelt es sich um die exakte Umkehrung des alten Spruchs, wonach „Rechte meinen, Linke lägen falsch, während Linke denken, Rechte seien böse Menschen“. Wir erleben im linken Lager die umfassende Spiegelung und Projektion all der kleinen und großen Abgründe, derer man sich selbst schuldig macht, daran lässt dieses Beispiel kaum einen Zweifel, so deutlich zeichnet sich die inhaltliche Spiegelung ab.
Insofern ist es auch kein Wunder, dass so sehr über die eigene vertrackte Lage lamentiert wird. Es muss schwer sein, eine derartige Dissonanz zu ertragen, die vermutlich nur noch mit maximalen Parolen und einem ordentlichen Schuss Dummheit aufrecht erhalten werden kann.
Die Gewissheit linker Selbstdekonstruktion
Das Ende dieses Spiels ist klar, es wurde oft genug durchexerziert. Sie werden genau so lange weitermachen, bis ihnen das Geld anderer Leute ausgegangen ist (Thatcher). Oder es wird so lange weitergehen, bis der an die Wand gemalte Teufel wirklich kommt (Hitler). Oder so lange, bis dem letzten die Brille aus dem Gesicht geschlagen wurde (Pol Pot), oder so lange, bis der letzte verhungert (Mao) oder im Gulag verreckt ist (Stalin).
Vielleicht haben wir mehr Glück dieses Mal und es kommt davor noch eine Abzweigung, die wir nehmen können. Zu einer Introspektive und einer besseren Analyse der Gegenwart wird man jedoch weder den Volksverpetzer, noch deren Gesinnungsgenossen in Medien und Politik bringen können. Dafür stecken sie zu tief drin in ihrem geistigen Sumpf. Irgendwann aber werden sie die Dummen alle abgegrast haben und es wird auch der Punkt kommen, an dem sich der letzte mit Hirn als „vieles, nur nicht links“ bezeichnet haben wird.
Die Chancen stehen daher gut, dass der Weg, den die alternativen Medien aktuell gehen, der goldrichtige ist. Man ignoriert den Rufmord, so lange er nicht in den Bereich strafrechtlicher Relevanz gerät, und arbeitet weiter an der eigenen Bedeutung über das Ausgraben relevanter Informationen über das gesellschaftliche Zusammenleben. Wie man sieht, können die Suchmaschinen und Sozialen Medien noch so sehr zensieren, wenn etwas wirklich Substanz hat, greift bei den Konsumenten der Sinn für Qualität und Relevanz und eine Meldung begibt sich gegen jeden Widerstand auf ihre große Runde.
Jeder Diffamierungsversuch über die gängigen Attribute bewirken dabei das genaue Gegenteil dessen, was sie bezwecken sollen. Sobald etwas stichhaltig ist und dies wiederholt passiert, wird irgendwann mehr der Bezeichnete damit assoziiert, sondern der Bezeichner selbst. Mit jeder weiteren Runde, in der dies geschieht, verliert der Bezeichner etwas mehr von seiner Macht, während der Bezeichnete mit jeder guten Information eine Aufwertung erfährt. Ebenso dreht sich der Kreisel mit den Attributen immer schneller, das zeigt der Volksverpetzer sehr deutlich.
Jeder Griff zur denunziatorischen Keule verringert die eigene Legitimation und mit jedem Mal muss härter zugeschlagen werden. Irgendwann ist da aber nur noch Brei, siehe die Genderpfürze, die in voller Verzweiflung gleich im Dutzend die Korrektheit des Inhalts bezeugen sollen. Was wir derzeit erleben ist das Anrollen der eigentlichen „Qualitätsauslese“, die auf mehreren Wahrnehmungsebenen die gnadenlos den Spreu vom Weizen trennt.
Was tun?
Die Marschroute und meine Empfehlung an Hadmut Danisch und alle anderen unter den kleinen und großen „kontroversen“ Publizisten muss diesen Prozess nicht aktiv fördern, sondern ihn lediglich passiv am Laufen halten. Das direkte Eingehen auf derartige Zuschreibungen ist sogar kontraproduktiv und unnötig. Abfällige Zuschreibungen verärgern und verletzen zwar, doch es lohnt sich nicht, darauf einzugehen. Langfristig fallen diese ohnehin wesentlich stärker auf den Autor zurück als auf den Bezeichneten. Tatsächlich könnte eine Auseinandersetzung damit nur dazu führen, dass man sich selbst ablenkt und einen die vielen Trolle in die Sackgasse locken.
Ebenso ist es wichtig, sich nur dann mit linken (oder aktuell grünen) Trollen auf ihren eigenen Plattformen zu streiten, wenn sie bereits zu Beginn in Verteidigungshaltung sind. Im aktuellen Fall wäre das die explizite Nennung von Hadmut Danisch zu einem Thema, was für sich gesehen schon das Eingeständnis einer Niederlage darstellt. Erst dann, wenn das gegeben ist, kann wirksam weiter die Deutungshoheit angegriffen werden. Denn nur dann wird das Establishment mit jedem weiteren Fall ein Stück weit mehr Glaubwürdigkeit abgeben müssen.
Andere Versuche dagegen, etwa indem man sich zufällig vor der Kamera Gehör verschafft wie kürzlich der Mann nach dem Anschlag in Würzburg, oder auch bei Anrufen bei Domian oder dem Presseclub, wirken mit jedem neuen Mal weniger gut. Bei allen Zwischenfällen lernen die Anstalten hinzu und werden besser in der Neutralisierung der Wirkung. Selbiges gilt größtenteils auch für Demonstrationen. Zu oft hat sich gezeigt, dass selbst große Veranstaltungen von kleinen Gruppen unterwandert werden können und das meist mit einer verheerenden Wirkung für die legitimen Forderungen der Veranstalter.
Letztlich muss einfach nur so weitergemacht werden, wie bisher: Viele Einzelkämpfer decken dezentral und nur lose organisiert Ungereimtheiten auf und bauen sich dadurch einen Ruf auf, den die gemachte Öffentlichkeit nicht mehr ignorieren und auch nicht mehr erfolgreich diffamieren kann. Die vielen Unzulänglichkeiten, mit denen das gegenwärtige Establishment aufwartet, wird uns noch zahlreiche Gelegenheiten liefern, mit denen wir in unabdingbarer Weise in die Öffentlichkeit hineinwirken können. Mit jedem Mal schwindet deren Macht ein bisschen weiter, während der Einfluss dissidentischer Meinungen gleichzeitig Stück um Stück steigt.
Überholen ohne Einzuholen
Die Strategie lautet „Überholen ohne Einzuholen“, da die mediale, technologische und politische Macht nicht streitig gemacht werden kann. Dafür ist diese zu tief eingebettet und ihre Mittel sind zu umfangreich für ein Gleichziehen mit diesen. Es bedeutet, dass „wir sie nicht dazu bringen können, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie dazu bringen, immer dreister zu lügen“, wie sich mit Ulrike Meinhof eine weitere Kommunistin treffend kommentieren ließe.
Ja, ausgerechnet kommunistische Parolen und Taktiken sind es, die das System zum Fall bringen werden, so viel zu Ironie der Geschichte. Neben der Gewaltfreiheit und der freiheitlichen Gesinnung dahinter erkenne ich als einzigen großen Unterschied im Vorgehen eigentlich nur noch, dass der Marsch durch die Institutionen nicht körperlich über Funktionen vonstatten gehen muss, sondern das Eindringen in das Bewusstsein in der Institutionen für deren Ende völlig ausreichen wird. Sobald sich deren Agieren um nichts mehr anderes dreht, als um das Neutralisieren von Dissens, dann werden sie sich aus Angst vor der nächsten Blamage bald schon entweder zu einer inneren Reform zu bewegen, oder aber sie werden sich aus Angst von innen heraus erst völlig delegitimieren und am Ende selbst zerstören.
Schließlich widerlegt sich damit auch die Ausgangsannahme des heutigen Kulturmarxismus. Denn es ist keineswegs die reine Macht, die im Zentrum aller menschlicher Handlungen steht, so dass der Kampf dagegen alles rechtfertigt. Vielmehr ist Macht stets funktional und jede Macht geht genau dann verloren, wenn sie ihre Funktion verliert. Kein noch so großer Gewehrkolben kann etwas dagegen unternehmen – und noch viel weniger kann dies ein kleines, hässliches Attribut. Sobald die alte Macht ihre Funktion verloren hat, wird früher oder später eine neue Funktion eine neue Macht bestimmen. Daran führt rein gar nichts vorbei.
Die Meinungsfreiheit wird nie wieder verlieren
Daher möchte ich auch mit Roger Köppel schließen, der kürzlich deutschen Kommentatoren widersprach und meinte, dass in Deutschland mehr Meinungsfreiheit herrschen würde denn je. In seiner Begründung verwies er auf die vielen Stimmen, die sich heute im Unterschied zu den 90er Jahren Gehör verschaffen können. Wo es einst ein halbes Dutzend fein vorselektierter Stimmen gab, gibt es heute dank Internet das Hundertfache davon. Halbseidenes Rufmordgetrolle hin oder her, es handelt sich dabei um eine Innovation, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Diese Vielstimmigkeit sorgt dafür, dass unbegründeten Angriffen gegen die Person fundamental ein Riegel vorgeschoben wird, während sich trotz aller Zersetzungsversuche in einem zähen Ringen dennoch die Qualität und mit ihr Stück für Stück die Wahrheit durchsetzen kann.
Wer weiß, wie vielen Reitschusters, Danischs und Don Alphonsos vor dem Internetzeitalter der Mund verboten wurde, weil sie auf etwas inorpportunes hingewiesen haben, das zwar korrekt war, aber nicht der Meinung der Herrschenden entsprach: Eurowährung, Maastrichter Verträge, türkische Integrationsprobleme, Technologiediebstahl, linke Bildungsexperimente etc. Es gab einige Namen und Karrieren, die schneller wieder in der Versenkung verschwanden, bevor sie mit dem Attribut „rechts“ versehen werden konnten. Das wird nie wieder geschehen können und das ist eine ausgezeichnete Nachricht.
Wir sollten hoffen, dass noch viele, viele weitere Deppen mit Redaktionszugang ihre Finger nicht vom Griff zum „rechten“ Gespenst lassen können.
Quelle Titelbild
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25.06.2021, 13:38 Uhr. Corona Transition – https: – – Corona Cockpit / Pandemiemanagement, Virologie, Masken, Kinder, Jugend, PCR-Test, Deutschland, Wissenschaft…
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Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 44 oder 17.3 | Von Jochen Mitschka (Podcast)
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Corona-Untersuchungsausschuss: Prof. Dr. med. Luc Montagnier
07.06.2021, 21:33 Uhr. Blauer Bote Magazin – Wissenschaft statt Propaganda – blauerbote.com – Hier das Video: Stiftung Corona Untersuchungsausschuss – Ad-hoc 12 – Im Gespräch mit Prof. Dr. med. Luc Montagnier 07.06.2021, 16:07 Uhr. Der Nachrichtenspiegel – feedproxy.google.com NachrichtenspiegelOnline – Stiftung Corona Untersuchungsausschuss – Ad-hoc 12 – Im Gespräch mit Prof. Dr. med. Luc Montagnier… Mehr zu Professor…
Epidemiologe John Ioannidis sprach bei ServusTV Klartext zu Corona
Der Epidemiologe John Ioannidis war bei ServusTV zu Gast und rechnete mit den Corona-Maßnahmen ab. Er sah einen „Teufelskreis aus Panik und Angst“ und eine massive Einschüchterung von Wissenschaftern. Die Maßnahmen der Politik seien völlig überzogen und auch falsch gewesen.
- Die Gefährlichkeit des Virus wurde stark überschätzt.
- Statt die Risikogruppen wirksam zu schützen, sei die nicht gefährdete Mehrheit mit Maßnahmen drangsaliert worden.
- Politik und Medien hätten kritische Wissenschafter ignoriert und mundtot gemacht.
- Eine Impfpflicht sollte nicht eingeführt und auch kein Druck auf die Bevölkerung ausgeübt werden.
- Die Impfung habe laut Ioannidis derzeit einen „psychotherapeutischen Effekt“.
John Ioannidis, der in New York geboren wurde, aber in Athen aufwuchs, ist Professor für Medizin, Epidemiologie, Bevölkerungsgesundheit und Statistik an der Stanford University. Er war ein mathematisches Wunderkind und gewann dafür schon im jungen Alter Preise. Seine wissenschaftliche Karriere verlief im Eiltempo. Ioannidis gilt als einer der einflussreichsten und meistzitierten Wissenschaftler der Welt. Am Mittwoch war der prominente Forscher bei ServusTV zu Gast, wo er mit Michael Fleischhacker über aktuelle Fragen diskutierte.
Panikmacher ignorierten wissenschaftliche Studie
Mit dem Beginn der Corona-Krise kam dann jedoch der große Bruch mit vielen Kollegen. Ioannidis warnte schon früh vor Panikmache, die nicht auf Fakten beruht. In der von ihm geleiteten, kontrovers diskutierten, sogenannten Stanford-Studie, wurde das Konzept von harten Lockdowns zerrissen, da diese keinen Nutzen hätten aber dafür zahlreiche Kollateralschäden verursachen würden. Es sei viel sinnvoller, stattdessen nur die Risikogruppen zu schützen. Zudem würde die Gefährlichkeit des Virus stark überschätzt. Seit der Veröffentlichung dieser Studie wird Ioannidis von angepassten Kollegen, aber vor allem auch von Mainstream-Medien und von Politikern angefeindet.
„Wir sind mit diese Pandemie anders umgegangen, als mit jeder anderen pandemischen Welle in den letzten Jahrzehnten“, meint Ioannidis, denn „die hunderten Millionen Influenza-Infektionen wurden bislang nie gezählt; bei Corona haben wir aber jeden einzelnen Fall dokumentiert.“ Daraus sei ein „Teufelskreis aus Panik und Angst“ entstanden. Es waren aber vor allem „alte und geschwächte“ Personen betroffen. Für die „überwiegende Mehrheit“ der Gesellschaft sei das Virus hingegen gar nicht gefährlich. Die meisten Toten gab es in Pflegeheimen, die aber nicht geschützt wurden. Stattdessen zielten die Maßnahmen auf die nicht gefährdete Allgemeinheit.
Morddrohungen gegen kritische Forscher
Ioannidis wurde wegen seiner kritischen Haltung zum Ziel von Hetzkampagnen und Verleumdungen und bekam sogar Morddrohungen. Auch seine Familie geriet ins Visier solcher Attacken. So verbreiteten Unbekannte eine falsche Todesmeldung über seine Mutter. Diese Form der Einschüchterung von Wissenschaftlern sei mittlerweile keine Seltenheit mehr. Es sei auch falsch, dass die Wissenschaftler, die sich gegen Lockdowns aussprachen, in der Minderheit waren. Vielmehr waren sie eine deutliche Mehrheit. Medial wurde dies jedoch ins Gegenteil verdreht.
„Es ist sehr bedauerlich, dass die Politik sich in diese Pandemie so stark eingemengt hat. Wissenschaftliche Meinungen sind klassifiziert worden, je nach politischer Farbe. Das war schrecklich“, klagte der Professor.
Die Politik will den Forschern Vorschriften machen
Die massive Einmischung von politischen Lobbys in die Wissenschaft sei mittlerweile sehr belastend: „Wenn die Wissenschaft bei einem neuen Phänomen, einem neuen Virus, über das wir nicht viel wissen, zu forschen beginnt, ist es sehr wahrscheinlich, dass unsere erste Einschätzung falsch sein wird. Wir müssen dann immer wieder nachjustieren und nach der Wahrheit suchen. Wenn dahinter aber starke Interessen und politische Anliegen stehen, dann stört das den wissenschaftlichen Prozess und man gerät in eine ganz andere Denkweise und dann ist das Eingeständnis, dass man falsch lag, keine leichte Aufgabe mehr.“
In Bezug auf die Verteidigung gewisser wissenschaftlicher Ansichten sprach Ioannidis von „religiösem Eifer“. Es sei „sehr bedauerlich, dass auf die Wissenschaft von Seiten der Medien und der sozialen Medien so ein großer Druck ausgeübt wurde.“ Zu viele Leute wären mit der Einstellung, dass sie die absolute Wahrheit wüssten, aufgetreten. Dieser „Aktivismus hat die Wissenschaft während der Pandemie unterdrückt.“ Manchmal erreichten diese Aktivisten ein extremes, für die Wissenschaft überaus schädliches Maß „an Selbstgerechtigkeit, Aggressivität und Aufdringlichkeit.“
Die Maßnahmen waren absolut überzogen
Auch die Schulschließungen betrachtet Ioannidis als großen Fehler. Besonders die Kinder, die nicht aus wohlhabenden Familien stammen, seien in der Zeit der Pandemie in ihrer Entwicklung um 60 Prozent zurückgefallen, während die Reichen recht gut durch den Lockdown gekommen seien. Im Allgemeinen hätten die Maßnahmen vor allem die Armen getroffen.
Die Sterblichkeitsrate lag bei nur 0,05 Prozent. Hingen hätten bereits fast 50 Prozent der Bevölkerung unter den psychischen Folgen der Maßnahmen zu leiden. Dies stünde in keinem Verhältnis mehr. Zahlreiche Schädigungen gab es zudem durch die Verschiebung von wichtigen Operationen. Die medizinischen Folgen der Maßnahmen würden auf jeden Fall die Belastungen durch das Virus selbst um ein Vielfaches übertreffen.
Es sollte keine Impfpflicht geben
Bezüglich der Impf-Agenda mahnte Ioannidis zur Ausarbeitung einer umfassenden Strategie, die sich nicht auf das Impfen allein konzentrieren würde. „Ich glaube nicht, dass Impfungen so wie Zaubertricks sind, also dass wir impfen, und dann geht das alles weg“, meinte der Wissenschaftler, denn „natürlich gibt es Probleme mit diesen nicht komplett zugelassenen Impfstoffen“. Diese seien sehr schnell entwickelt worden und hätten bloß eine „Notfallzulassung“. Es seien zudem schon einige Nebenwirkungen aufgetreten.
Aus diesen Gründen ist Ioannidis auch gegen eine Impfpflicht. Man sollte es zudem vermeiden, auf Personen, die sich nicht impfen wollen, Druck auszuüben. Impfgegner sollten nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Er sei nicht prinzipiell gegen Impfungen, doch die Impfung habe derzeit auch einen „psychotherapeutischen Effekt“.
Es wird Zeit für eine Rückkehr zur Vernunft
Für den Herbst gibt Ioannidis daher eine ganz klare Empfehlung ab: Drakonische Maßnahmen wie Lockdowns seien auf jeden Fall zu vermeiden, denn es sei spätestens jetzt völlig klar, dass sie in keiner Weise geboten wären.
Abschließend mahnte der sympathische Wissenschaftler zu Besonnenheit: „Es ist eben nur ein neues Virus. Es ist nicht das Ende der Welt. Wir sollen es auch nicht zum Ende der Welt machen. Das ist nämlich das Risiko, wenn wir so weiter machen.“
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Ursula von der Leyen kann das CO2 sehen*
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Die EU will ausländische Klimasünder mit einem speziellen Zoll bestrafen.
Die Meister des Mauerbaus sind in Europa gefragte Fachleute. Errichten von Schutzwällen und Zutrittskontrollen – das sind zentrale Strategien der Europäischen Union zur Entwicklung des EU-Binnenmarktes. Neue Zölle kommen jetzt aufs Tapet, Klimazölle. Brüssel will an den EU-Aussengrenzen die Zollschranken höher machen für CO2-Sünder.
Welch ein Kontrast: Als US-Präsident Donald Trump vor Jahren auf EU-Autos, asiatischen Waschmaschinen und Metallen höhere Einfuhrzölle erhob, kritisierten die meisten das als zerstörerische Methode der plumpen Handelsbehinderung und als Schädigung der Konsumenten. Jetzt nimmt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für ihre Klimapolitik das gleiche Instrument zur Hand und sagt, das sei sehr modern und mit seiner ausgeklügelten Raffinesse stehe es im Dienst des Klimaschutzes, also einer guten Sache.
«European Green Deal» lautet der Titel, unter dem von der Leyen 2019 eine aufwendige Subventionierungs- und Energiewende lancierte, die in der EU die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 auf netto null drücken soll. Europa soll der erste Kontinent sein, der Klimaneutralität erreicht. Steuern, Abgaben, Verbote, Verbrauchsgrenzen und Vorschriften zur Wahl von Technologien sind die Instrumente, mit denen die EU das durchsetzen will.
Das bedeutet Kostenbelastungen und Einschränkungen der Spielräume für die Unternehmen. Was ist nun, wenn der Rest der Welt die Brüsseler Ambitionen nicht teilt und die Wirtschaft nicht derart abwürgen will? Wenn Firmen ausserhalb der EU nicht so stark unter der Klima-Knute stehen? Ganz einfach: Dann belastet man sie halt künstlich, dann dürfen diese Länder nicht mehr einfach so wie gewohnt mit der EU handeln. Deren Importe nach Europa sollen dann mit einem Ausgleichszoll belastet werden, um den unfairen Vorteil der CO2-Sünde auszugleichen.
«Carbon border adjustment mechanism» heisst das neue Schlagwort, auf Deutsch Grenzausgleichssystem. Pointiert gesagt: Wenn von der Leyen das Gefühl hat, gewisse Importgüter sähen zu sehr nach CO2-Sünde aus, wird als Strafe eine Ausgleichszahlung fällig. Woran erinnert das? Ausgleichsmassnahmen nannte man auch die Strafen, die im Rahmenabkommen Schweiz – EU gegriffen hätten für den Fall, dass die Schweiz den Brüsseler Befehlen nicht gehorcht hätte.
Moment, das tönt doch zu negativ. Der EU-Binnenmarkt ist doch der Inbegriff, der Prototyp des grossen freien Marktes mit gleichen Bedingungen für alle, geradezu typisch für die Entfesselung des Wettbewerbs und der Vitalisierung Europas. Genau das war doch die gewaltige Leistung des EU-Präsidenten Jacques Delors Ende der 1980er Jahre!
Es ist nicht so, das wahre Wesen des EU-Binnenmarktes ist das Modell Festung Europa. Aussen die Abwehrmauer, innen der gemeinsame Markt, der bis in alle Details durchreguliert und harmonisiert ist, vereinheitlicht nach französischer Manier, ein planiertes Feld unter zentraler Kontrolle. Das begann 1968 mit der Europäischen Zollunion, als für den Handel zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten die Zölle aufgehoben wurden. An den Binnengrenzen der Mitgliedstaaten also keine Zölle, dafür den Aussengrenzen entlang eine einheitliche Zollmauer. Wer von aussen auf den Markt will, zahlt, die Zolleinnahmen teilen sich die Mitgliedsländer. Zölle wurden mit der Welthandelsliberalisierung weniger wichtig. Die Zutrittskontrolle verlagerte sich auf die EU-Normen für Produkte, Arbeitsprozesse, Sozialvorschriften, Umweltschutz, die Anbieter aus Drittländern erfüllen müssen, um den Binnenmarkt betreten zu dürfen.
Klimazölle aufgrund des Grenzausgleichssystems sind jetzt eigentlich die perfekte Kombination von Alt und Neu: von komplexen Binnenmarkt-Normen mit Strafzoll, wenn der Eintretende «zu wenig grün» aussieht.
Von der Leyen findet, dass die EU mit «Green Deal» und Carbon-Ausgleichssystem den Rest der Welt ebenfalls in Richtung «Vergrünung» bewegen werde. Eine andere Entwicklung ist aber wahrscheinlicher: Die Klimazölle machen Importe für die EU-Konsumenten teurer, das schädigt ihre Kaufkraft. Und Firmen in aller Welt freuen sich darüber, dass die EU ihre eigenen Unternehmen durch Regulierung bremst.
Die Schweizer müssen aufpassen, dass sie sich nicht hineinziehen lassen. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats hat kürzlich eine Motion eingereicht, die den Bundesrat beauftragt, Schritte in Richtung einer Beteiligung der Schweiz am Grenzausgleichssystem der EU einzuleiten und zu schauen, wie man sich auch bei der Erarbeitung beteiligen könnte. Die Gefahr ist gross, dass sich die Schweiz da aus lauter Klima-Getue plötzlich im Gewirr der EU-Binnenmarktregeln verstrickt.
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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :
Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der WELTWOCHE Zürich : | Die Weltwoche, Nr. 24 (2021)| 17. Juni 2021, S.48 ; EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor Beat Gygi für die Gestattung der ungekürzten Übernahme des Beitrages, wie schon bei früheren Beiträgen : http://www.weltwoche.ch/ ; Hervorhebungen und Markierungen v.d. EIKE-Redaktion.
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