Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Big Bad Tech: Wenn Zensur zum Unternehmen wird

Big Bad Tech: Wenn Zensur zum Unternehmen wird

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Global Warming Policy Forum

Geschichtsklitterung, Boshaftigkeit und eine Gefahr für freie Gesellschaften

Kulturell bedeutsame Informationen gehen verloren

Der wogende Wechsel der Unternehmensmeinungen schafft ein Minenfeld, durch das unabhängige Denker navigieren müssen, um nicht „gelöscht“ zu werden

Nonkonformistische Ansichten sind besonders unter Beschuss geraten

Die aufklärerische Tradition der rationalen Debatte und der wissenschaftlichen Forschung wird zunehmend an den Rand gedrängt

Befürworter der freien Meinungsäußerung haben traditionell gegen die Zensur der Regierung gekämpft. Aber Unternehmenszensur durch die globalen Big Tech Giganten ist jetzt die größere Bedrohung, wie eine heute von der Global Warming Policy Forum (GWPF) veröffentlichte Studie warnt.

[Hervorhebung im Original]

In Big Bad Tech: When censorship goes corporate zeigt die kanadische Journalistin Donna Laframboise, dass Facebook, Twitter und YouTube nicht nur den aktuellen politischen Diskurs verzerren. Sie löschen auch die Geschichte aus.

Aufzeichnungen darüber, was gewöhnliche Menschen zu bestimmten historischen Momenten gesagt und gedacht haben, sind unbezahlbar. Archive und Bibliotheken geben sich große Mühe, sie zu bewahren. Wenn YouTube Videos löscht, weil sie gegen seine sich ständig ändernden Richtlinien verstoßen, werden die historischen Aufzeichnungen wie Schweizer Käse – voller Löcher.

Wenn Facebook 350.000 Gruppen mundtot macht, in denen über aktuelle Ereignisse diskutiert wird, verlieren alle, auch Gelehrte, den Zugang zu großen Mengen kulturell bedeutsamer Informationen.

Laframboise, einst Vizepräsidentin der Canadian Civil Liberties Association, sagt, dass Tech-Riesen nicht einfach private Unternehmen sind:

„Indem sie öffentliche Foren veranstalten, an denen Tausende von Menschen teilnehmen, sind diese Unternehmen zu den Hütern wichtiger historischer Aufzeichnungen geworden. Sie haben eine moralische Verpflichtung, diese Aufzeichnungen zu bewahren. Stattdessen wischen sie sie vom Angesicht des Planeten.“

„Big Tech ist wie ein missbräuchlicher Ehepartner“, sagt Laframboise. „Er tauscht die Schlösser aus, verbrennt deine Sachen in einem Lagerfeuer und fragt, was du dagegen tun wirst.“

„Big Tech Zensur ist kein Zufall“, fügt Dr. Benny Peiser, Direktor der GWPF, hinzu. „Dieser Bericht zeigt, dass nonkonformes Denken über den Klimawandel und viele andere Themen systematisch erstickt wird. Die westlichen Gesellschaften laufen ernsthaft Gefahr, zur Zensurkultur des dunklen Zeitalters in Europa zurückzukehren, und verlieren schnell ihre hart erarbeiteten Freiheiten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Big Bad Tech: When censorship goes corporate (pdf)

Link: https://www.thegwpf.com/big-bad-tech-when-censorship-goes-corporate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Georg Soros, der „Pegasus“-Spionageskandal und Ungarn als Feindbild

Die auf unrichtigen Tatsachen beruhenden und rechtswidrigen Angriffe gegen Ungarn wegen des Anfang Juli beschlossenen Kinderschutzgesetzes werden in noch aggressiverer Form fortgesetzt.

Ein Gastkommentar von Rechtsanwältin Eva Maria Barki

Nachdem die 2017 in Paris gegründete Organisation Forbidden Stories vor einigen Tagen behauptete, es werden weltweit Journalisten, Politiker und Aktivisten für Menschenrechte mit dem israelischen Software-Programm „Pegasus“ ausspioniert und sich auf eine Liste von über 50.000 Mobiltelefonteilnehmern als Zielpersonen, die abgehört bzw. ausspioniert werden sollten bezog, wurde dies zum Anlass genommen, die ungarische Regierung zu beschuldigen, Journalisten und Oppositionelle abzuhören und zu überwachen. Die Beschuldigung wird vom medialen Mainstream, wie bisher üblich, ohne Überprüfung der Fakten auf ihre Richtigkeit und Glaubwürdigkeit übernommen und verbreitet.

Richtig ist lediglich, dass eine – im übrigens seit langem bekannte – Software der israelischen NSO GROUP TECHNOLOGIES existiert, die Staaten zur Durchführung von gesetzlich normierten und kontrollierten Maßnahmen zur Verbrechens- und Terrorismusbekämpfung überlassen werden. Ungarn wird ohne konkrete Begründung und ohne konkrete Nachweise beschuldigt, Pegasus nicht nur verwendet, sondern missbraucht und vier Journalisten, sowie vier Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens ausspioniert zu haben, wobei es sich nach Angaben der Opposition potenziell sogar um 300 Telefonnummern handeln soll.

In den Berichten wird nicht hinterfragt, wie und vor allem von wem der Organisation Forbidden Stories die Liste von über 50.000 Telefonanschlüssen zugespielt worden sein soll. Die israelische Firma NSO hält es für ausgeschlossen, dass eine solche Liste tatsächlich existiert. Die israelische Firma NSO bestreitet, dass die von Forbidden Stories und vom Internationalen Journalisten Team ermittelten Telefonnummern mit Pegasus in Verbindung zu bringen sind, tatsächlich könnten sie aus einer öffentlich zugänglichen sogenannten HLR– Datenbank stammen. NSO führt weiters aus, dass der Bericht von Forbidden Stories

„voller falscher Annahmen und unbegründeter Theorien ist, die ernsthafte Zweifel an der Zuverlässigkeit der Quellen aufkommen lassen“.

Die Informationen sind

„weit von der Wahrheit entfernt und haben keine faktische Grundlage.“

Den Berichten zufolge sollen zwei ungarische Journalisten vom „Portal Direkt36“ als Spionageopfer identifiziert worden sein, wobei die Pegasus Software vom technischen Labor vom Amnesty International festgestellt und vom Citizen Lab in Toronto bestätigt wurde.

Fragwürdige Vorgangsweise

Wie konnten von 50.000 Telefonnummern – wenn auch angeblich nur 300 in Ungarn – diese beiden Mobiltelefone gefunden und identifiziert werden? Das in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ veröffentlichte Interview mit dem angeblich überwachten Journalisten Szabolcs Panyi gibt eine klare Auskunft. Szabolcs Panyi ist Journalist bei „Direkt36“, einer Internet-Plattform, welche sich gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung, Wochenzeitung Zeit, NDR und WDR, zu einem Internationale Konsortium zum Zwecke der Untersuchung des Pegasus-Skandals zusammengeschlossen hat.

Szabolcs Panyi erklärt die Vorgangsweise im Interview wie folgt:

„Es begann damit, dass Frederik Obermaier von der Süddeutschen Zeitung meinen Boss nach meiner Telefonnummer gefragt hat.“

Szabolcs Panyi hat deshalb auf einen Telefonanruf gewartet, der aber nicht kam. „Stattdessen hat er meinen Boss nach anderen Telefonnummern von anderen Journalisten gefragt.“ In weiterer Folge hat Frederick Obermaier ein persönliches Gespräch angeregt, wobei er forderte, dass „zuerst eine sichere Kommunikationsleitung“ eingerichtet werden solle. Daraufhin vermutete Szabolcs Panyi, wie er im Interview ausführt, dass es sich um eine „Geschichte über Überwachung“ handeln muss.

Schließlich führt Szabolcs Panyi aus, er sei dann gebeten worden, bei Amnesty International eine forensische Analyse seines Mobiltelefons durchführen zu lassen. Nach Durchführung eines Back-Ups hat Amnesty ein Paar Teile des Back-Ups für eine Analyse genommen. Panyi weiter: „Sie haben herausgefunden, dass mein Handy für mehr als 7 Monate gehackt wurde.“

Dieses Interview bezeugt, dass die Telefonnummer von Szabolcs Panyi, keineswegs auf einer Liste von 50.000 Teilnehmern war. Wäre dies der Fall gewesen, hätte man aufgrund eines Anrufes feststellen können, wer Inhaber des Telefons ist. Tatsächlich wurde aber der umgekehrte Weg gewählt. Vom Chef der Plattform 36 wurden die Telefonnummern der Journalisten abgefragt, die dann – nach einem Geheimgespräch – als Opfer präsentiert wurden.

Von George Soros unterstützt

Es ist wohl kein Zufall, dass alle Organisationen, die in der Sache involviert sind, von der Gesellschaft Open Society von George Soros finanziert werden, was auf deren Webseite nachzulesen ist. Finanziert werden von George Soros nicht nur die ungarische Internet- Plattform Direkt36, deren Angehörige als Opfer des Abhörskandals präsentiert werden, sondern auch die in Paris ansässige Organisation „Forbidden Stories“, welche die Sache ins Rollen brachte, aber auch das Labor Citizen Lab in Toronto, welches die Richtigkeit der Untersuchung vom Amnesty International bestätigt hat.

Wenn man weiters bedenkt, dass von den angeblichen 50.000 Zielpersonen 10.000 in Frankreich sind, von denen niemand spricht, dem gegenüber jedoch in Ungarn 16 Fälle erwähnt werden, darunter die zwei Journalisten der von Soros finanzierten Internet- Plattform und 14 weitere Persönlichkeiten, die jedoch nur als „Vermutung“ aufscheinen, so ergeben sich erhebliche Zweifel.

Ein gezielter Angriff auf Ungarns Regierung

Es zeigt sich, dass es sich offenbar um einen sehr gut vorbereiteten und sehr gut organisierten gezielten Angriff auf die ungarische Regierung bzw. Ministerpräsident Viktor Orban handelt, dem sogar unterstellt wird, die Telefongespräche persönlich abgehört zu haben.

Das Ziel ist ganz klar eine Unterstützung der ungarischen Opposition und ein „Regime- Change“ bei den Wahlen im nächsten Jahr, sodass diese Attacke sicher nicht die letzte ist. Der Fantasie der Angreifer sind offenbar keine Grenzen gesetzt, wir müssen uns daher auf weitere Überraschungen vorbereiten.

Der Beitrag Georg Soros, der „Pegasus“-Spionageskandal und Ungarn als Feindbild erschien zuerst auf Info-DIREKT.

Zensurmuster bei Google: Alles nur Zufall oder bitterböse Absicht? (Teil 1/4)

Vor längerem schon ist mir bei Google aufgefallen, dass einzelne meiner Blogtitel in den Suchergebnissen fehlen. Das heißt, ich füge den Titel eines Blogbeitrags in die Suchmaske ein, bekomme aber kein konkretes Ergebnis zurück, das zum Titel passt oder zu meinem Blog führt. Nachdem es mir oft genug aufgefallen war bin ich der Sache nachgegangen und meine, bei Google anhand dieser Unregelmäßigkeiten verschiedene Zensurmuster ausmachen können. Diese betreffen nicht nur meinen Blog, sondern auch zahlreiche andere.

Googles seltsames Suchmaschinengebaren

Den Kern meiner Analyse bilden 100 aktuelle Artikel auf meinem Blog. Der älteste davon stammt vom 8. April diesen Jahres, war zum Zeitpunkt der Suche ungefähr also drei Monate alt, während der jüngste vom 11. Juli stammt. Für alle diese Beiträge habe ich bei Google eine Titelsuche durchgeführt und mir notiert, welcher Art das Ergebnis war.

Insgesamt sind mir fünf unterschiedliche Ergebnistypen aufgefallen:

  1. Die einfache Titelsuche führt direkt zum Erfolg. Der Link zum Blog erscheint in den Ergebnissen und das in der Regel schon auf der ersten Seite.
  2. Die einfache Titelsuche bringt zwar den Link nicht zum Vorschein, allerdings kommt der Link zur Kategorie des Beitrags und es wird ein Ausschnitt aus dem Text selbst angezeigt.
  3. Die einfache Titelsuche führt ins Leere, sobald der Titel aber in Anführungszeichen gesetzt wird, hat Google kein Problem damit, den Beitrag zu finden.
  4. Die Titelsuche mit Gänsefüßchen bringt zwar nicht den Link zum Vorschein, allerdings kommt ein allgemeiner Link in Richtung meines Blogs.
  5. Die Suche auch mit Gänsefüßchen führt ins Leere, wobei das Ergebnis entweder rein gar nichts mit Bezug zu meinem Blog anzeigt, oder es erscheinen ausschließlich Links zu Drittseiten, die meinen Beitrag geteilt haben.

Zur Sicherheit bin ich die Liste mit den Beiträgen fünf Mal an durchgegangen und zwar an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Folgende Verteilung kam dabei heraus:

Ergebnistyp 1. Durchlauf 2. Durchlauf 3. Durchlauf 4. Durchlauf 5. Durchlauf Ø = %
(1) Ergebnis mit Link 87 86 72 88 89 84
(2) Ergebnis mit Text 0 0 5 0 0 1
(3) Gänsefüßchen Link 11 11 7 9 9 9
(4) Gänsefüßchen Text 1 1 2 1 0 1
(5) Griff ins Leere 1 1 14 3 3 4

Wie zu erkennen ist, zeigt Google nicht nur Launen beim Erkennen der Titel, sondern scheint zu unterschiedlichen Tageszeiten auch andere Suchmuster zu verwenden. Es war bei den einzelnen Artikeln auch keineswegs immer der selbe Ergebnistyp, den die Googlesuche produzierte. Bei 34% aller Beiträge fanden sich beim Suchergebnis Variationen. Auch wenn die Mechanik der Suchmaschine heute zu einem Gutteil auf komplexen Lernalgorithmen beruht, hätte ich doch eine etwas höhere Konsistenz erwartet.

Die Gegenprobe habe ich jeweils mit Bing durchgeführt. Bei insgesamt vier Beiträgen von den 34, die bei der Googlesuche eine Variation aufwiesen, zeigte auch Bing nicht den einfachen Direktlink (Ergebnistyp1). Bei einem davon bin ich mir jedoch nicht sicher, ob der Link zu meinem Blog nicht doch vielleicht irgendwo versteckt in den Ergebnissen vorkommen könnte, da es um das Allerweltsthema Israel vs Hamas geht. Zwei weitere der vier drehen sich um Corona mit einmal einem Kommentar und einmal im Kontext zu China.

Der vierte Beitrag allerdings machte mich etwas stutzig, da er auch bei allen fünf Durchgängen durch Google nicht unmittelbar gefunden wurde. Inhaltlich geht es um einen Engländer, der sich für einen Koreaner hält und dahingehend umoperieren ließ. Trotz der Erweiterung auf den Kontext des Kulturkampfes hatte ich schon härtere Texte im Blog, bei denen Google allerdings keine Problem beim Finden hat. Möglicherweise liegt es daher am Begriff „Kindersex“, der in einer Zwischenüberschrift enthalten ist.

Die Interpretation wäre, dass Bing seine Ergebnisse bei Corona zensiert und eventuell auch bei sehr sensiblen Themen wie Pädosexualität. Netto liegt die Zahl der Variationen in den Suchergebnissen von Bing daher eher bei Null, denn bei vier. Bei Google jedoch lässt sich im Gegensatz dazu kaum eine rationale Erklärung finden, warum die Suche in so vielen Fällen in die Irre führte.

Auffällige Häufungen bei der Stichwortverteilung

Als zweiten Schritt nach dem Durchführen und Sortieren der Suchabfragen, habe ich die Ergebnistypen mit den zugehörigen Schlagworten verknüpft. Diese bestehen aus dem jeweiligen Themenkategorie des Artikels und dazu vergebe zusätzlich meist noch drei Stichworte zur Eingrenzung des Inhalts. Beides habe ich grob nach neun Themen sortiert und ihnen die Zahl der Ergebnisvariationen zugewiesen, wobei Ergebnistyp 1 den anderen vier gegenübergestellt werden soll.

Das Ergebnis findet sich in der folgenden Tabelle, wobei in der dritten Spalte die Relation zwischen erster und zweiter Spalte aufgeführt ist:

Schlagworte mit Variationen Schlagworte mit Direktlink Relation Variation zu Direktlink
Medienkritik 13 10 1,3
China 6 5 1,2
Klimawandel 10 9 1,11
Islamismus 6 6 1
gesamt 126 286 0,44
Ökonomie & Geopolitik 16 36 0,44
Kulturkampf 19 49 0,39
Staatskritisches 23 61 0,38
Eigennamen & Sonstiges 30 95 0,32
Corona 3 15 0,2

Hier lassen sich einige deutliche Auffälligkeiten ausmachen, die in Anbetracht von über 400 Schlagworten aus 96 Beiträgen mindestens in der Tendenz eine stabile Aussage erlauben. Generell geht aus den Häufigkeitsverteilungen der Tabelle die Aussage hervor, dass Google ganz offenbar seinen Suchalgorithmus manipuliert und bei bestimmten eine gezielte Ergebnispolitik betreibt.

Spezifisch sind all jene Themen zensuranfällig, deren Relation in der letzten Spalte in signifikanter Weise oberhalb von 0,44 liegt. Das wären: Der Islamismus, der Klimawandel, das kommunistische China und die Medienkritik. Effektiv bedeutet es, dass wer sich zu diesen Themen außerhalb des offiziellen Narrativs äußert, der muss damit rechnen, von Google bei den Suchergebnissen in der ein oder anderen Weise ausgebremst zu werden.

Diagnose: Totalitäre Machtfülle

Gegen meine Aufschlüsselung einwenden ließe sich, dass es zu einer verzerrten Einordnung der Schlagworte kam, da die Themen teilweise ineinander übergehen. Würden jedoch alle 27 Schlagworte jenseits der Erwartung unter „Eigennamen & Sonstiges“ den vier Themen mit gekippter Relation zugeordnet werden, dann läge die gemeinsame Relation der vier Themen mit 0,56 noch immer deutlich zu hoch. Eine Entzerrung hin zu einer natürlich erwartbaren Verteilung ist damit nicht möglich.

Hinzu kommt die politische Komponente in der Unternehmenskultur von Google. Diese ist links und sie folgt den typischen Themen und Neigungen, wie sie von der Klasse der globalisierten Linken vertreten wird. Jedes einzelne Thema, bei dem es in den Ergebnissen zu unerwarteten Abweichungen kam, spielt im linken Weltbild eine wichtige Rolle, um deren Deutungshoheit ein harter Kampf geführt wird.

Das gesonderte „Kuratieren“ von Suchergebnissen durch Google auch in Deutschland würde leider sehr gut in das größere Bild passen. Die obige Aufschlüsselung ist als deutliches Indiz dafür zu erachten, dass Google auch über unser digitales Verhalten eine totalitäre Macht ausübt. In den nächsten Teilen der Analyse werde ich nach weiteren Indizien für Zensurmuster suchen und versuchen, die Art und Weise einzugrenzen, wie genau der Algorithmus manipuliert wird.

Quelle Titelbild

Vera Lengsfeld: Katastrophenhilfe nur nach Gesinnungs-Tüv?

Vera Lengsfeld: Katastrophenhilfe nur nach Gesinnungs-Tüv?

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[..] Es wird mit jedem Tag schlimmer. Da stellt sich bei der Flutkatastrophe heraus, dass Deutschlands Katastrophenhilfe auf dem Stand eines Entwicklungslandes ist, dass Politik, Medien und Behörden versagt und die Menschen nicht rechtzeitig gewarnt und evakuiert haben. [..] Für mich die Spitze des Irrsinns ist aber, dass die Katastrophe jetzt für den „Kampf gegen […]

In Frankreich, Italien und Griechenland eskalieren die Proteste gegen die Einführung des Impf-Faschismus

In Frankreich, Italien und Griechenland eskalieren die Proteste gegen die Einführung des Impf-Faschismus

25.07.2021, 08:31 Uhr. >b’s weblog – https: – Allein in Paris gingen laut Innenministerium 11.000 Menschen unter anderem gegen den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt, und die geplante Impfpflicht für das Gesundheitspersonal auf die Straße. Die Demonstrantinnen und Demonstranten skandierten unter anderem „Freiheit, Freiheit“ und riefen zum Sturz…

Falls es noch nicht alle verstanden haben: der Covid-Pass ist der Sargnagel der Demokratie. Er ist der Holzpflock durchs demokratische Herz, damit die auch nicht wiederkehren kann.

25.07.2021, 10:00 Uhr. >b’s weblog – https: – Er bedeutet in seiner vollen Ausbaustufe:Lebensmittel nur noch für Impflinge medizinische Versorgung nur noch für Impflinge Kindergarten und Schule nur noch für Impflinge Sozialleistungen nur noch für Impflinge kulturelle Teilhabe nur noch für ImpflingeDas ganze wird NICHT vom Staat kontrolliert. Es ist NICHT der Staat, der hier irgendwelche Macht…

Tränengas zur Auflösung von Demonstration in Paris eingesetzt

Tränengas zur Auflösung von Demonstration in Paris eingesetzt

Auf dem ganzen Kontinent gab es am Samstag Demonstrationen gegen die neuen Einschränkungen wegen des Coronavirus und gegen Impfpässe. Die größte Demonstration fand in Paris statt:

 

Die Demonstranten wurden von der Polizei mit Tränengas auseinandergetrieben, nachdem sie Polizeifahrzeuge umgeworfen hatten,

wie Reuters berichtete. Nach Angaben der Nachrichtenagentur versammelten sich die Demonstranten in mehreren Teilen der französischen Hauptstadt, viele von ihnen trugen Transparente mit dem Slogan „Beendet die Diktatur!“. Auf dem Trocadéro-Platz demonstrieren sie auf einen Aufruf des ehemaligen Vizepräsidenten des Front National Florian Filippo hin. Eine weitere Demonstration begann auf dem Bastille-Platz und dann ging der Marsch auf die Straßen der Hauptstadt. Ein weiterer Protestmarsch begann vor dem Invalidenhaus. Neben Paris fanden auch in Marseille und Toulouse Anti-Restriktions-Demonstrationen statt, am Rande der Pläne der Regierung, den Besitz eines Covid-Passes für Restaurants, Bars und kulturelle Veranstaltungen zur Pflicht zu machen. Letztere können nur an Personen ausgegeben werden, die geimpft wurden, sich infiziert haben oder negativ auf das Virus getestet wurden. Einige der Demonstranten protestierten auch gegen eine Ankündigung von Präsident Emmanuel Macron vor etwa zwei Wochen, wonach

Gesundheits- und Sozialarbeiter bis zum 15. September geimpft werden müssen.

Das umstrittene Gesundheitsgesetz soll Ende der Woche vom Senat verabschiedet werden, seine Maßnahmen sind aber bereits in Form eines Dekrets verkündet worden. Es war das zweite Wochenende mit Protesten in Frankreich gegen die angeblichen Einschränkungen der Freiheiten: Der Sender Euronews etwa beziffert die Zahl der Demonstranten in Paris am Samstag auf Zehntausende. Im Internet kursieren auch Videos von Teilnehmern der Demonstration.

Paris is packed to the rafters as the nation stands against Macron’s tyrannical covid passports. ??????????? pic.twitter.com/uJuYczb07u

— Lee (@VictoryDay_Hope) July 24, 2021

Ebenfalls am Samstag marschierten Tausende von Menschen im Zentrum Londons, um gegen die Einschränkungen zu protestieren. Hier wurde berichtet, dass die Demonstration ohne Gräueltaten stattgefunden hat. Die Kritiker protestierten gegen die Ankündigung von Boris Johnson in dieser Woche, ähnlich wie in Frankreich, ab September nur noch in Tanzlokalen und bei öffentlichen Veranstaltungen zu tanzen, wenn man geimpft ist, sich angesteckt hat oder negativ getestet wurde. Nach den derzeit vorliegenden Zahlen haben in Großbritannien nur fünfunddreißig Prozent der jungen Leute zwischen 18 und 30 Jahren ihre erste Dosis des Impfstoffs erhalten. Die Ankündigung wurde vom konservativen Premierminister genau an dem Tag gemacht, an dem die Nachtclubs nach sechzehnmonatiger Schließung wieder geöffnet werden durften, erinnert sich die BBC.

Auch in Italien gab es Proteste gegen das so genannte Green-Card-System, das ab dem 6. August den Besitz des Dokuments u.a. für den Zutritt zu Restaurants, Bars, Fitnessstudios, Museen und Sportveranstaltungen zur Pflicht machen wird.

Für Außenbereiche und Terrassen wird keine Bescheinigung mehr benötigt.

In Turin hatte sich bereits am Donnerstagabend eine Menschenmenge von rund 3.000 Personen versammelt, um gegen die Verschärfung zu protestieren. Am Samstag wurden mehr als fünftausend neue Fälle im Land registriert – die höchste Zahl seit Mai. Premierminister Mario Draghi und seine Regierung haben außerdem beschlossen, die italienischen Regionen ab dem 6. August in gelbe, orangefarbene und rote Zonen einzuteilen, basierend auf unterschiedlichen epidemiologischen Daten. Die Farben werden von unterschiedlich starken Einschränkungen begleitet, um die schnelle Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Quelle: Magyar Nemzet


Assange-Update – Der seltsame Medien-Blackout um die jüngsten Assange-Enthüllungen

Der seltsame Medien-Blackout um die jüngsten Assange-Enthüllungen

25.07.2021, 07:09 Uhr. >b’s weblog – https: – Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Artikels ist es drei Tage her, dass die isländische Zeitung „Stundin“ mit der Story herauskam, dass ein wichtiger Zeuge im Verfahren der US-Regierung gegen Julian Assange Anschuldigungen gegen den WikiLeaks-Gründer erhoben hat [1]. Und doch sitzt Assange aus irgendeinem Grund immer noch im Gefängnis. Den…

Keine Einstellung der US Assange-Verfolgung, trotz Eingeständnis von Lügen eines Hauptzeugen

24.07.2021, 18:29 Uhr. >b’s weblog – https: – (Quelle: Homepage zur Sendung)…

Hinweise des Tages

20.07.2021, 10:02 Uhr. NachDenkSeiten – Die kritische Website – https: – Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR/JB) Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: Der Fall…

Nils Melzer im Interview: «Der Fall Assange hat meine Uno-Karriere beendet»

18.07.2021, 05:26 Uhr. >b’s weblog – https: – Er bekämpft im Namen der Uno Folter, legt sich im Fall Brian mit der Zürcher Justiz an, und im Fall Julian Assange mit den Mächtigen dieser Welt. Was treibt Nils Melzer an? Unsere Autorin hat ihn begleitet – und traf auf einen zutiefst spirituellen Menschen.Den Bericht gibt’s hier….

Fall Assange

16.07.2021, 23:12 Uhr. >b’s weblog – https: – Fall Assange…

Der vergessene Held | Von Nicolas Riedl (Podcast)

09.07.2021, 14:51 Uhr. KenFM.de – https: – Zum 50. Geburtstag von Julian Assange fanden weltweit Mahnwachen statt — doch unter den sonst so „woken“ Studenten scheint er […] Der Beitrag Der vergessene Held | Von Nicolas Riedl (Podcast) erschien zuerst auf KenFM.de….

Der vergessene Held | Von Nicolas Riedl

09.07.2021, 14:51 Uhr. KenFM.de – https: – Zum 50. Geburtstag von Julian Assange fanden weltweit Mahnwachen statt — doch unter den sonst so „woken“ Studenten scheint er […] Der Beitrag Der vergessene Held | Von Nicolas Riedl erschien zuerst auf KenFM.de….

BLACKOUT CULTURE | Das 3 Jahrtausend #64

09.07.2021, 12:04 Uhr. Der Nachrichtenspiegel – feedproxy.google.com NachrichtenspiegelOnline – Die neue Blackout-Kultur – dass in den großen Medien bestimmte Themen nicht vorkommen, ist nichts Neues, aber der totale Blackout über entscheidende weltpolitische Themen hat eine neue Qualität. Außerdem: Neue wissenschaftliche Erkenntisse lassen Corona in neuem Licht erscheinen – aber die deutsche Bundesregierung macht weiter wie gehabt. Und…

Julian Assange „feiert“ 50. Geburtstag im Gefängnis, während die US-Anklage weiter zu bröckeln scheint

01.07.2021, 11:20 Uhr. NachDenkSeiten – Die kritische Website – https: – Am kommenden Samstag, den 3. Juli, wird der Wikileaks-Gründer Julian Assange 50 Jahre alt. Er, der zurzeit Untersuchungshäftling ist, dessen Auslieferung in die USA vor einem halben Jahr abgelehnt wurde, erlebt nun zum 11. Mal seiner Freiheit beraubt einen Geburtstag. Für Samstag sind rund um den Globus Solidaritätskundgebungen mit…

Julian Assange wird 50 Jahre alt

30.06.2021, 14:40 Uhr. KenFM.de – https: – Ohne Urteil lebenslänglich für Journalismus. Von Uli Gellermann. Kinder lernen es in der Schule, Medienkonsumenten, wenn sie Medien konsumieren: Der […] Der Beitrag Julian Assange wird 50 Jahre alt erschien zuerst auf KenFM.de….

Nachdenkseiten: Julian Assange und der Zusammenbruch der Herrschaft des Rechts

23.06.2021, 10:35 Uhr. Corona Transition – https: – – Corona Cockpit…

Julian Assange und der Zusammenbruch der Herrschaft des Rechts

23.06.2021, 09:10 Uhr. NachDenkSeiten – Die kritische Website – https: – Im Folgenden dokumentieren wir eine Rede, die Chris Hedges am 10. Juni in New York City auf einer Demonstration zur Unterstützung von Julian Assange hielt. Auch John und Gabriel Shipton, Julians Vater und Bruder, sprachen dort. Sie sind derzeit auf Amerika-Tour, auf der sie um Unterstützung für ihr Anliegen werben: #Homerun4Julian#. Julian…

Assange ist immer noch eingesperrt

21.06.2021, 23:14 Uhr. >b’s weblog – https: – Julian Assange remains in a maximum security jail, despite never being sentenced for anything but a long ago served spell for bail-jumping, and despite the US Government’s request for extradition having been refused.Julian Assange bleibt in einem Hochsicherheitsgefängnis, obwohl er nie für irgendetwas verurteilt wurde, außer für eine längst verbüßte…

Chris Hedges: Julian Assange und der Zusammenbruch des Rechtsstaates

12.06.2021, 13:29 Uhr. >b’s weblog – https: – Chris Hedges gave this talk at a rally Thursday night in New York City in support of Julian Assange. John and Gabriel Shipton, Julian’s father and brother, also spoke at the event, which was held at The People’s Forum.Chris Hedges hielt diese Rede bei einer Kundgebung Donnerstag Nacht in New York City zur Unterstützung von Julian Assange. John…

#freeassange

07.06.2021, 23:34 Uhr. >b’s weblog – https: – #freeassange…

Liegt die Hoffnung für eine Lösung der Assange-Tragödie in der Schweiz? Hinweis auf eine Veranstaltung

04.06.2021, 08:38 Uhr. NachDenkSeiten – Die kritische Website – https: – Am heutigen Freitag soll an der Genfer Seepromenade im Bains des Pâquis eine Pressekonferenz mit dem Titel „Genfer Appell für die Freilassung Assanges“ stattfinden. Organisator ist der Schweizer Presseclub. Die Liste der Anwesenden liest sich wie ein Kapitel aus dem Almanach der Menschenrechtsaktivisten unserer Zeit. Das Treffen findet in…

Nils Melzer – Int. Symposium der Parlamentarier zum Fall Assange

27.05.2021, 10:24 Uhr. >b’s weblog – https: – Nils Melzer – Int. Symposium der Parlamentarier zum Fall Assange…

Ehrlich dumm gelaufen*

Ehrlich dumm gelaufen*

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Klaus J. Groth (Red. PAZ)*

Wie Glaubwürdigkeit in kleinen Portionen abhanden kommt, und warum schöne Bilder ihre Tücken haben. Die Toten waren noch nicht gezählt, die Wassermassen nicht abgeflossen, die horrenden Schäden nicht annährend beziffert, da ergoss sich bereits die nächste Flutwelle über das erschütterte Land. Die Bußprediger des Kohlendioxids waren schneller als das Technische Hilfswerk. Sie beklagten bereits die Ursachen der Katastrophe, als die Betroffenen noch fassungslos vor der schlammigen Verwüstung standen.

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In Zeiten, in denen noch mehrheitlich an das Wirken einer höheren Instanz geglaubt wurde, galt eine verheerende Katastrophe als Geißel Gottes. Sie wurde abgelöst durch die Geißel des Klimawandels. Wer daran zweifelt, ist Leugner und Ketzer. Und was mit Ketzern zu geschehen hat: siehe Geißel Gottes.

Nur leider bedachten die Bußprediger in ihrem Übereifer nicht, dass Menschen, die vor den Trümmern ihres Lebens stehen, das legendäre Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 vollkommen gleichgültig ist. Diese Menschen denken im harmlosesten Fall an ihr verdrecktes Sofa, an zwei ertrunkene Hühner oder im bittersten Fall an einen verschwundenen Mitmenschen. An Selbstbeschränkung und Umweltabgaben denken sie nicht. Einige der oberen Bußprediger haben das schnell begriffen und ihr lärmendes Fußvolk zurückgepfiffen: Bußpredigt bitte für später aufsparen. Sie kommt so sicher wie Kohlendioxid aus dem Auspuff.

Selbst Annalena Baerbock musste sich bescheiden. Zwar brach sie ihren Urlaub staatstragend ab – Verantwortungsträger machen das so –, aber ihre Gummistiefel kommen vorerst nicht zum Einsatz. Schade, hätte so schöne Bilder gegeben. Das weiß man spätestens seit 2002, als der Wahlkämpfer Gerhard Schröder die Gummistiefel anzog und medienwirksam durch das Hochwasser der Elbe stiefelte. Sein Konkurrent Edmund Stoiber gab ein paar Ratschläge, blieb aber fern der Fluten. Schröder gewann die schon verloren geglaubte Wahl zum Bundeskanzler. Ganz nebenbei: Das verheerende Hochwasser der Elbe musste noch vollkommen ohne Klimawandel auskommen.

Das Jahrhunderthochwasser der Elbe 1962 übrigens auch. Damals erwarb sich der Polizeisenator Helmut Schmidt den Ruf als zupackender Macher, der ihn schließlich Bundeskanzler werden ließ. All dies weiß Annalena Baerbock auch, umso mehr dürfte sie den Verzicht auf die Gummistiefel bedauern.

Baerbocks Herzensfreund Robert Habeck versucht es erst gar nicht mit Gummistiefeln. Der ging in der Woche auf Wahlkampftour nach Nordfriesland. Die schönen Bilder dort mit Sandstrand, Salzwiesen und Leuchtturm in der Ferne sind einfach hammermäßig. Sich dessen bewusst, posierte Habeck auch auf dem Deich vor Husum. Den Blick kühn in die Ferne gerichtet wie weiland der Deichgraf, ganz in der Pose „Trutz Blanker Hans“, so steht er dort, wo gewöhnlich Schafe grasen.

Nur leider, leider vergaß Deichgraf Habeck die Schuhe zu wechseln, bevor er kurz aus dem Wagen stieg und die Deichkrone für das Fotoshooting erklomm. Da steht er in blank polierten, braunen Herrenhalbschuhen Typ „Budapester“. Gewöhnliche Preisklasse: 250 Euro, gerne auch etwas mehr. Der klassische Schuh zur Wanderung auf dem Deich zwischen Schafscheiße ist das nicht.

In nämliche trat Kanzlerkandidat Armin Laschet vollfett. Und da steckt er nun mittendrin. Gemeinsam mit Bundespräsident Walter Steinmeier besuchte er den zu großen Teilen zerstörten Ort Erftstadt. Vor den Mikrophonen zeigte sich der Bundespräsident erschüttert, wenige Meter hinter ihm schüttelte sich Laschet vor Lachen, das breite, herzliche Lachen einer rheinischen Frohnatur. Es dauerte nur 20 Sekunden, aber diese Sekunden werden den Kanzlerkandidaten über Wochen verfolgen. Davon befreit ihn auch nicht seine rasche Entschuldigung.

Da bekommt die Versicherung, das Schicksal der von der Flut betroffenen Menschen liege ihm am Herzen, einen ranzigen Beigeschmack. Oder braucht jetzt auch die CDU einen neuen Kanzlerkandidaten? Es ist schon erstaunlich, in welch unterschiedliche Formen parteiübergreifend die eigene Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wird.

Der Hanseat, der Hanseatus hamburgensis insbesondere, gibt sich gerne bodenständig und weltoffen, der Tradition verpflichtet, sinnvollen Änderungen gegenüber aufgeschlossen. Sinnvollen? Dann dürfte er jetzt ein Problem haben mit dem jüngsten Beschluss seines Hamburger Verkehrsverbundes, kurz HVV. Für den gibt es künftig keine „Schwarzfahrer“ mehr. Nicht, dass jetzt alle Nutzer von Bus, U- oder S-Bahn lammfromm ihr Ticket kaufen. Die „Schwarzen Schafe“ sterben nicht aus, die Hammelherde wird sogar größer – nach allem was man weiß.

Da aber bald das „Schwarze Schaf“ ebenso verschwindet wie der „Schwarzfahrer“, löst sich das Problem von alleine. Da dürfen sich die Schwarzfahnder wieder einen erfolgreich erbeuteten Skalp an den Gürtel hängen.

Doch Vorsicht: „Skalp“ ist ein vollkommen verbotenes Wort, das kürzlich sogar aus den Bildergeschichten von Donald Duck vom Verlagszensor getilgt wurde. Da gab es eine Szene, bei der Donald und seine Neffen durch einen Wald schleichen. „Wir sind auf dem Kriegspfad“, sagt Donald, „passt auf euren Skalp auf.“ In der bereinigten Neufassung wurde daraus: „… passt auf eure Füße auf.“

So ähnlich ist das wohl beim HVV.  Dort ist ab sofort „Schwarzfahren“ das „Fahren ohne gültiges Ticket“. Ja, mein Gott, was denn sonst? Könnte es sein, dass die Damen und Herren Kontrolleure untereinander ohne jegliches sprachliche Feingefühl sagten, sie hätten wieder einmal einen Schwarzfahrer bei einer Schwarzfahrt erwischt? Skandal, Skandal! Beförderungserschleichung wäre doch das Mindestmaß an korrekter Bezeichnung gewesen. Nun also hängt der Skalp „Schwarzfahrer“ (Entschuldigung, eine unverbesserliche Wortwahl) neben dem Mohrenkopf, der nun Othello heißt, der Mohrenstraße in Berlin, die nun „Anton-Wilhelm-Amo-Straße“ heißt (jede Wette, dass kein Mensch feinsinnig den Namen dieses schwarzen Philosophen im Alltag nutzt?), neben diversen Mohren-Apotheken. Sie alle sind von einer sinnleeren Diskussion überzogen, die nun auch das kleinste Dort erreicht hat.

Kennen Sie Negernbötel? Nein? Macht nichts, wer dort nicht lebt, der muss es nicht kennen. Negernbötel liegt bei Schackendorf, das muss man auch nicht kennen. Schackendorf liegt bei Bad Segeberg. Das könnte man kennen, weil es dort, Corona-Zeit ausgenommen, jährlich die Karl-May-Festspiele gibt, bei denen leider auch so mancher Skalp erbeutet wird. Kleine Textänderung für Old Shatterhand: „… passt auf eure Füße auf!“

Aber erst einmal ist Negernbötel fällig. Die Grüne Jugend erkannte messerscharf den rassistischen Kern des Ortsnamens. Klar, der muss weg. Noch wehrt sich die Gemeindevertretung. Sie versucht es sogar mit Sprachforschung, erklärt, „Negern“ bedeute „Näher“ und „böteln“ Siedlung. Alles faule Ausflüchte. Inzwischen wurde die Polizei eingeschaltet. Und was sagt der Hamburger Hanseat, dem der „Schwarzfahrer“ abhandenkam?: Hummel, Hummel, Mors, Mors!

 

Aufgeschnappt (Zusatz/Ergänzung von Erik Lommatzsch, Red. PAZ*) :

Der Klimatologe Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung verkündete 2019: „Wir verlieren die Kontrolle über das Klimasystem.“ Die Auffassung, dass wir das „Klimasystem“ unter „Kontrolle“ haben, dürfte vielen neu gewesen sein. Einige sehen es jedoch ebenso, etwa der Grünen-Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz. Zu den gegenwärtigen Unwetterkatastrophen mit über 150 Toten im Westen Deutschlands äußerte er via Twitter: „# CDU: Kein Tempolimit! / # FDP: Der Markt und synthetische Kraftstoffe regeln das/SPD: Can’t touch this: Kohle + Nordstream2 / Die # Linke: Was’n jetzt mit Sahara? / # Grüne: Klimaschutz Prio Stufe 1“. Gemeint war offensichtlich: Die Grünen hätten das Ganze mit ihrer Politik verhindern können, andere Parteien hingegen sind ignorant und quasi mitschuldig. Erst die Intervention der größten deutschen Boulevardzeitung veranlasste den Politiker zur Löschung seines Textes, für den die Bezeichnung Geschmacklosigkeit noch sehr zurückhaltend wäre.  E.L.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung;  23. Juli 2021, S.24 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie den Autoren Klaus J. Groth und Erik Lommatzsch für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln :   https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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