Horst D. Deckert

Meine Kunden kommen fast alle aus Deutschland, obwohl ich mich schon vor 48 Jahren auf eine lange Abenteuerreise begeben habe.

So hat alles angefangen:

Am 1.8.1966 begann ich meine Ausbildung, 1969 mein berufsbegleitendes Studium im Öffentlichen Recht und Steuerrecht.

Seit dem 1.8.1971 bin ich selbständig und als Spezialist für vermeintlich unlösbare Probleme von Unternehmern tätig.

Im Oktober 1977 bin ich nach Griechenland umgezogen und habe von dort aus mit einer Reiseschreibmaschine und einem Bakelit-Telefon gearbeitet. Alle paar Monate fuhr oder flog ich zu meinen Mandanten nach Deutschland. Griechenland interessierte sich damals nicht für Steuern.

Bis 2008 habe ich mit Unterbrechungen die meiste Zeit in Griechenland verbracht. Von 1995 bis 2000 hatte ich meinen steuerlichen Wohnsitz in Belgien und seit 2001 in Paraguay.

Von 2000 bis 2011 hatte ich einen weiteren steuerfreien Wohnsitz auf Mallorca. Seit 2011 lebe ich das ganze Jahr über nur noch in Paraguay.

Mein eigenes Haus habe ich erst mit 62 Jahren gebaut, als ich es bar bezahlen konnte. Hätte ich es früher gebaut, wäre das nur mit einer Bankfinanzierung möglich gewesen. Dann wäre ich an einen Ort gebunden gewesen und hätte mich einschränken müssen. Das wollte ich nicht.

Mein Leben lang habe ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Seit 2014 war ich nicht mehr in Europa. Viele meiner Kunden kommen nach Paraguay, um sich von mir unter vier Augen beraten zu lassen, etwa 200 Investoren und Unternehmer pro Jahr.

Mit den meisten Kunden funktioniert das aber auch wunderbar online oder per Telefon.

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Kategorie: Nachrichten

Kategorie: Nachrichten

Hat die syrische Schwimmerin Y. Mardini tatsächlich 18 „Flüchtlinge“ vor dem Tod gerettet?

Hat die syrische Schwimmerin Y. Mardini tatsächlich 18 „Flüchtlinge“ vor dem Tod gerettet?

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Hier mein Faktencheck zu der wundersamen Geschichte. Was bezwecken Medien mit solch haarsträubenden Storys?

Von Albrecht Künstle

Als die syrische Schwimmerin Yusra Mardini 2016 einen Bambi-Preis verliehen bekam, weil sie angeblich schwimmend 18 Bootsinsassen nach Lesbos schleppte, ging ich der Sache nach und verfasste einen Artikel, der auch bei Auslandskorrespondenten in Griechenland Beachtung fand. Denn die Medien zimmerten aus einer Bootsüberfahrt eine Story, dass sich die Balken bogen. Diese Legende wird von den Medien weiter gepflegt, die Badische Zeitung lieferte dazu am 8. Juli eine dpa-Seite mit dem Titel Freigeschwommen. Und nun soll die Legende auch noch verfilmt werden. Heute am 11. Juli wird die Hochleistungssportlerin übrigens von Teneriffa nach Doha geflogen, wo sie sich auf die Olympiade in Tokio vorbereitet. Sie war schon 2016 in Rio de Janeiro dabei. Dort startete sie noch für das Team Refugee Olympic Athletes.

Yusra Mardini ist eine sympathische syrische Hochleistungssportlerin (Nationalstaffel). Sie erhielt dort eine gute Bildung und Ausbildung zur Schwimmerin, die schon damals bei Schwimmwettbewerben ganz vorne mitmischte. Um das zu können, bedarf es eines ganzjährigen Trainings auch im Hallenbad. Die junge Frau war privilegiert und brachte es unter dem Regime Assad zu etwas. Sie trug das Kopftuch nur im Wasser – in Form einer Badehaube. Unter die Haube des Islamischen Staates wollte sie jedoch nicht geraten. So entschied sie sich, Syrien den Rücken zu kehren und machte sich wie zigtausende andere auf den Weg durch die Türkei zur griechischen Insel Lesbos. Dazwischen liegen aber neun Kilometer Wasser. Das ist zwar ihr Element, aber man will ja ein paar Sachen mitnehmen. Und ihre Schwester war auch dabei, also stiegen sie zusammen mit 17 weiteren Reisenden in ein Schlauchboot nach Lesbos. Der kleine Außenborder wollte unterwegs allerdings nicht mehr das tun, was er eigentlich tun sollte. Und damit begann die Medien-Legende: Die beiden Schwestern sollen ins Wasser gesprungen sein und das Schlauchboot auf die Insel Lesbos gezogen haben.

Das Ergebnis meines Faktenchecks: Weder ein noch zwei Schwimmer können ein voll besetztes Schlauchboot hinter sich herziehen oder vor sich herschieben. Um „Land zu gewinnen“ bräuchte es Flossen, Windstille und ein leeres Boot. In meiner Rettungstaucherausbildung brachte ich es beim Belastungs-EKG auf 250 Watt, also ein Drittel PS. Unterstellen wir den beiden Frauen eine höhere Dauerleistung als ich in meinen besten Jahren, hätten sie mit insgesamt einem PS Leistung das mit Passagieren besetzte eineinhalb Tonnen schwere Schlauchboot ziehen sollen, das ca. 10 cm tief 15 Quadratmeter Wasser verdrängen muss. Für die Windverhältnisse auf dem Mittelmeer sollte man nicht mit weniger als mit 8 PS motorisiert sein. Ich hatte mit meinem 5-Mann-Boot einen 10er Außenborder dran. Für die Windangriffsfläche eines Bootes mit 19 Personen ist unter 20 PS nichts zu machen, weil die Windangriffsfläche des Bootskörpers mit den Oberkörpern der Insassen wie ein Segel wirkt. Was also ist die Erklärung für die wundersame Story der Medien?

An nur wenigen Stellen des Mittelmeeres und der Ägäis weht der Wind so beständig wie dort. Und zwar von Nord nach Süd, also von der nördlichen Westküste der Türkei auf die Insel Lesbos. Der meist stramme Nordwind pendelt lediglich um 30 Grad, selten mehr. Wer es nicht glauben mag, schaue auf den für den dortigen Küstenabschnitt zwischen der Türkei und Lesbos eingestellten Windguru – der morgendliche Check für Wassersportler des Mittelmeeres. Wirft man an jenem Zipfel der Türkei eine Luftmatratze ins Wasser, treibt sie unweigerlich nach Lesbos. Dasselbe geschieht mit Booten, auch wenn sie keinen Motor haben oder dieser versagt. Diesen seit tausenden Jahren bestehenden Windverhältnissen haben die antiken Städte Ephesus und Troja ihre Blütezeit zu verdanken, weil die Schiffe nur zu bestimmten Jahreszeiten eine Fahrt gegen den Wind durch die Dardanellen ins Schwarze Meer wagen konnten, und deshalb über Monate hinweg in den südlicheren Hafenstädten der Westtürkei festmachen mussten.

Das Boot zog also die beiden Damen, nicht umgekehrt. Wahrscheinlich sprangen sie erst am Ufer von Lesbos über Bord und hielten es, damit es nicht leck scheuert. Die Boote werden meist mehrfach für Überfahrten genutzt. Vielleicht sah diese Szene ein Journalist und machte diese Seenotrettung daraus. Aber Journalisten brauchen heutzutage für ihre Geschichten ja keinen realen Hintergrund mehr. Nicht erst seit Relotius wissen wir, dass man „für eine gute Sache“ auch einfach etwas erfinden kann. Oder aber man stellt die Fakten auf den Kopf wie 2018 in Chemnitz. Aus dem Versuch, Merkels flüchtige Messerhelden zu entwaffnen, machte man eine Hetzjagd auf Ausländer. Und der Brand eines türkischen Restaurants, ebenfalls 2018 in Chemnitz, wurde Rechtsradikalen angelastet, obwohl der Wirt selbst der Brandstifter war, wie jetzt erst herauskam.

Was ist der Grund der Irreführung der Medien? Im Fall der sportlich erfolgreichen Yusra Mardini soll wohl die Botschaft der Journalisten heißen: Kommt nach Deutschland, hier könnt ihr es zu mehr bringen als in euerer Heimat. Oder soll wirkliche Not von Migranten einfach nur kommerziell ausgeschlachtet werden? Oder soll dem obersten EKD-Retter Bedford-Strohm eine Legitimation für seine derzeitige Migrationsoffensive verschafft werden? Oder ist es bloße Unfähigkeit oder Unwille des heutigen Journalismus, einer Sache auf den Grund zu gehen? Oder …

Aber auch auf Wikipedia ist kein Verlass. Über Yusra Mardini wird berichtet, ihr Boot sei von Izmir aus gestartet. Von dieser riesigen Hafenstadt zur Insel Lesbos sind es aber 90 km. Und das gegen den heftigen Nordwind. Mit einem überbesetzten Schlauchboot unmöglich. Wer von Izmir auf eine griechische Insel übersetzen will, fährt mit dem Bus 75 km auf der Autobahn nach Cesme und setzt dort mit dem Boot zur nur 7 km entfernten Insel Chios über. Was aber schwieriger ist, weil man dort gegen starken Seitenwind kreuzen muss. Also ich finde, Wikipedia ist auch nicht mehr das, was es einmal war.

Wie dem auch sei, die meisten „Qualitätsjournalisten“ sind ihr Geld nicht mehr wert. So jedenfalls sehen wir es als GEZ-Gebührenzahler und Zeitungs-/Zeitschriftenabonnenten. Warum verdingen sich diese Märchenerzähler nicht direkt bei denen, deren Geschäft sie betreiben?

Zu guter Letzt wünsche ich dieser Olympionikin viel Erfolg. Und dass sie sich künftig nicht zu oft vor falsche Karren spannen lässt.

Berlin: Die Lastenstrampler

Berlin: Die Lastenstrampler

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Berlin soll innerhalb des S-Bahn-Rings autofrei werden. Seit Monaten sammeln Unterstützer von „Berlin autofrei“ Stimmen für einen entsprechenden Volksentscheid. Zwischenzeitlich führte ein Automobilclub eine Umfrage zum Thema durch. 77 Prozent der Befragten würden gegen ein Autoverbot in der Innenstadt votieren. Nun soll es dem innerstädtischen Lieferverkehr an den Kragen gehen. Es ist geplant, motorisierte Lieferwagen durch Lastenfahrräder zu ersetzen. Warum eigentlich nicht Eselskarren?

von Max Erdinger

Die größten Dreckschleudern sind Kreuzfahrtschiffe, behauptet der Volksmund. Ob das wahr ist oder nicht, sei einmal dahingestellt. Auf jeden Fall wäre die Luft über den Weltmeeren und letztlich auch das Wasser sauberer, wenn man den Galeerensklaven wieder einführen würde. Formel 1-Rennen müssten auch nicht unbedingt mit lauten Spritsäufern veranstaltet werden. Warum nicht Tretautos? Wozu überhaupt noch Motoren, wenn es doch Arme, Beine, Ruder, Tretkurbeln und Pedale gibt? – So ungefähr muß der Denkvorgang ausgesehen haben, an dessen Ende dann der Entschluß stand, den motorisierten Lieferverkehr aus der Berliner Innenstadt zu verbannen und anstatt des dieseligen Lieferwagens sogenannte Lastenfahrräder zu verwenden. Die „taz“ weiß Näheres.

Das unübersehbare Problem

Das Problem ist nicht zu übersehen, denn es steht mitten im Weg: Lieferwagen, die eine Straße blockieren. Gerne mehrere davon gleichzeitig, in beiden Richtungen, sodass sie Au­to­fah­re­r:in­nen zum Halten und Fahrradfahrende zu mitunter lebensgefährlichen Ausweichmanövern zwingen.„, heißt es im Fachblatt für linkes Rückschreitendes aller Art. Außerdem: „Dass das Aufkommen der Lieferfahrzeuge nicht nur gefühlte Realität ist, zeigen die Zahlen: Über 4 Milliarden verschickte Sendungen zählt der Bundesverband Paket und Expresslogistik für das vergangene Jahr. Das sind über 10 Prozent mehr noch im Vorjahr.“ – Das offenbart zwar, daß man bei der „taz“ weiß, wie vergleichsweise unbedeutend die „gefühlte Realität“ der knallhart „ungefühlten Realität“ gegenüber ist, dafür weiß aber der Leser nicht, ob die 4 Milliarden Pakete, die der Bundesverband Paket und Expresslogistik gezählt hat, allesamt in der Berliner City ausgeliefert wurden, oder ob sich die Zahl auf das gesamte Bundesgebiet bezieht. Wer die Berliner Innenstadt vom vermaledeiten Lieferwagen befreien will, schreibt es besser nicht dazu, weil „4 Milliarden“ dann am eindrucksvollsten klingt, wenn der Leser den Bezug auch so zu „Berliner Innenstadt“ herstellt. Um die Berliner Innenstadt geht es schließlich.

Die Pein der Doppelpunktigen in der allgemeinen Lebensgefahr

Die dortigen Autofahrer haben auch Doppelpunkte im Gesicht, was im Stand hinter einem Lieferwagen ein bißchen doof aussieht, weil einem die Fußgänger so lange ins Gesicht starren können, wie man eben hinter dem Lieferwagen steht. „Sie haben da etwas im Gesicht!“, würden nicht wenige der überaus hilfsbereiten Fußgänger sagen, auf ein Tempotaschentuch spucken und es den Doppelpunktigen freundlich zum geöffneten Seitenfenster in die blecherne Wartekiste hineinreichen. Aber das ist nicht das einzige Kuriosum in Deutschlands Hauptstadt. Überall sonst im Land vollziehen Radfahrer ein Ausweichmanöver. Nur in der Hauptstadt sind Ausweichmanöver lebensgefährlich – und damit von den heiligen Stramplern keiner selbst daran schuld ist, wenn sein Ausweichmanöver lebensgefährlich wird, muß er auch noch zum lebensgefährlichen Ausweichmanöver gezwungen worden sein. Das klingt gleich viel besser. „Sah sich veranlaßt, den geparkten Lieferwagen gut gelaunt in einem eleganten Bogen zu umkurven“, klingt halt nicht so furchtbar nach Unterdrückung des freien Willens wie: „wurde zu einem lebensgefährlichen Ausweichmanöver gezwungen“.

Matschige Birnen

Die Idee mit den Lastenrädern bleibt dennoch merkwürdig, wenn man unterstellt, daß der Plan von der autofreien Innenstadt in Berlin noch immer Realität werden soll. Weil: Wenn die Innenstadt tatsächlich autofrei geworden sein sollte und sich nur noch Müllautos, Krankenwagen, Feuerwehr, Polizei und eben Lieferautos dort aufhalten dürften, müssten die Doppelpunktigen gar nicht mehr hinter Lieferautos stehenbleiben, weil sie ohnehin nicht mehr mit dem Auto durch die Innenstadt fahren dürften. Die lebensgefährlichen Ausweichmanöver der fremdgesteuerten Radfahrer würden deutlich ungezwungener ausfallen. Schlußfolgerung: Die Fans der Idee vom Lastenfahrrad rechnen entweder selbst nicht damit, daß die Berliner Innenstadt autofrei werden wird, oder sie sind ausgesprochene Schmalspurdenker für den Fall, daß sie eben doch damit rechnen sollten. Das wäre auch eine interessante Studie wert: Macht das Großstadtleben die Birne matschig? Ist Berlin eine Weltmetropole oder eine riesige rot-grüne Suhle?

Das alles sind keine Fragen, zu deren Beantwortung man bei der „taz“ in die Zerebralpedale getreten hätte. Der informationsgenerierte Scharfsinn regiert in der dortigen Redaktion auch so. „Für das Jahr 2025 erwartet der Verband ein Volumen von 5,7 Milliarden verschickten Sendungen. Das heißt: Noch mehr Lieferwaren, die die Straßen verstopfen, noch mehr Unfälle und Beinaheunfälle. Oder?“ – Yeah. „Beinaheunfälle“ sind die schrecklichsten, weil sie fast zum lebensgefährlichen Zwangsunfall zwischen den Standmobilen der Doppelpunktigen geworden wären. Gegen gefühlte Beinaheschwangerschaften könnte man sich selbst bei der „taz“ noch selber helfen. Dem gefühlten Zwang zum gräßlichen Beinaheunfall hat man aber auch dort nichts entgegenzusetzen. Außer eben ein Lastenfahrrad, so albern das auch aussieht. „Straßen verstopfen“ wäre übrigens angesichts von 5,7 Milliarden verschickten Sendungen deutlich zwangsalarmistischer gegangen: „Asphalt-Thrombose“! Wahrscheinlich hat man das Wort nur deshalb vermieden, weil es Assoziationen zu „Hirnvenenthrombose“ wecken würde, was wiederum vermieden werden sollte, weil man bei der „taz“ sehr dafür ist, die Doppelpunktigen zu impfen und das dazu benötigte Langzeit-Gift per Lastenfahrrad heranzuschaffen. Das „Oder?“ am Ende des Absatzes begründet aber den Verdacht, daß man bei „taz“ ein Rezept gegen die erzwungene Lebensgefahr durch Ausweichen und die Asphalt-Thrombose hat.

Kilometer zu Meilen

Tatsächlich: Es gibt laut „taz“ Konzepte, „die sogenannte letzte Meile“ bis zu den „Kund:innen“ – die ebenfalls Doppelpunkte in ihren Großstadtgesichtern haben – „etwas verträglicher für Umwelt, An­woh­ne­r:in­nen und Ver­kehrs­teil­neh­me­r:in­nen zu gestalten.„. Außerdem gibt es Tim Holthaus, der an der Bergischen Universität Wuppertal zum Thema forscht. Holthaus kennt veränderungsbedürftige Kernpunkte. Kernpunkte sind keinesfalls mit Doppelpunkten zu verwechseln. Das aber nur nebenbei. Der erste Kernpunkt sieht aus wie ein Transportfahrzeug, sagt Holthaus. Der forsche Forschende von der Bergischen Hochschule in Wuppertal: „Ein Lastenrad ist für die letzte Meile das Mittel der Wahl“ ( … ) Weniger Emissionen, weniger Platzverbrauch. Zweitens: der Konkurrenzkampf. „Wir müssen dahin kommen, Verkehre zu bündeln.“ Selbst wenn die Auslieferung per Lastenrad erfolgt, sollten nicht Räder von mehreren Anbietern dieselbe Straße bedienen müssen. Und drittens: „Auch die Städte sind in der Pflicht.“ Zum Beispiel Ladezonen für Lastenräder einrichten. – Meine Forderung seit Jahren: Schwerter zu Pflugscharen und Kilometer zu Meilen!

Sherlock Holmes

Mein englischer Freund Sherlock Holmes, der mir gerade bei der Lektüre der „taz“ über die Schulter schaut, sagt aber, daß man sich gar nicht auf die „letzte Meile“ beschränken müsste, wenn man den Lieferanten statt Lastenrädern Siebenmeilen-Stiefel und große Lastenrucksäcke verpassen würde. Und mit der Pflicht, in welcher die Städte sich zwanghaft befinden, sagt er, sei es so: Wer pflichtbewußt Ladezonen für Lastenfahrräder einrichten kann, der könnte auch welche für motorisierte Lieferwagen einrichten. Da ein motorisierter Lieferwagen 5,7 Milliarden Pakete durch die Berliner Innenstadt transportieren könnte, das Lastenfahrrad aber nur 1,3 Milliarden, müssten Ladezonen, die für motorisierte Lieferwagen eingerichtet worden sind, auch nicht so häufig angefahren werden wie Ladezonen, die exclusiv für Strampel-Laster eingerichtet worden wären. Der einzige Vorteil, den man vom Laststrampler hätte, sagt Sherlock Holmes, wäre der, daß nach einigen Jahren des intensiven Laststrampelns in Berlin berechtigte Hoffnung besteht, die Tour de France würde für alle Zeiten von Berliner DHL-Stramplern gewonnen werden, was wiederum sehr praktisch wäre, weil die sowieso schon ein gelbes Trikot anhätten. Dr. Watson pflichtet ihm übrigens bei.

Ausdiskutiert

Übereinstimmend sind Sherlock Holmes, Dr. Watson und ich also zu der Erkenntnis gelangt, daß Lastenfahrräder in einer Stadt, in der außer Feuerwehr, Polizei, Müllkutschern und Sanitätern ohnehin niemand mehr ein Auto benutzen darf, eine Diskriminierung der Laststrampler darstellen würden. Das Ganze gehe auch noch mit Lohnkosten für die Frachtpedaleros einher, die letztlich auf die paketsempfangenden Doppelpunktigen zurückfallen würden, was gar nicht sein müsste, weil sich die Esel vor dem Eselslastkarren mit ein wenig Heu und frischem Wasser begnügen würden, was wiederum die Transportkosten erheblich senken würde. Sinnvoll wären Lastenräder in einer ansonsten autofreien Innenstadt eigentlich nur zu Trainingszwecken für den alljährlichen Gewinn der Tour de France durch gelbe Berliner. Da winke durchaus der Bruch des bisherigen deutschen Rekords, welcher in einer unrühmlich endenden Siegesserie von vier Siegen in vier aufeinanderfolgenden Jahren bestehe, was aber auch schon wieder verdammt lang her sei.

Kältereport Nr. 18

Kältereport Nr. 18

Einführung des Übersetzers: Und wieder gibt es Berichte über viele Kalt-Ereignisse, naturgemäß hauptsächlich von der Südhemisphäre. Dort scheint auf der gesamten Hemisphäre ein außerordentlich kalter Winter im Gange zu sein. Die Berichte in diesem Report kommen aus Südamerika ebenso wie aus Südafrika und Australien. Aber auch die USA warten in der Osthälfte mit sehr (extrem?) niedrigen Temperaturen auf.

Rekord-Kälte in Massachusetts

4. Juli: Nur wenige Tage, nachdem Boston 38°C Hitze verzeichnet hatte, gab es gleich danach einen Rekord-Tiefstwert, und zwar mit einer Höchsttemperatur von nur 15°C. Damit wurde die bisherige niedrigste Maximum-Temperatur aus dem Jahr 1914 von 16°C noch unterboten (damals befanden wir uns im Hundertjährigen Minimum/Solar-Minimum von Zyklus 14).

Am gleichen Tag, dem 3. Juli 1914, verzeichnete Worcester ebenfalls einen Kälte-Rekord mit einer Höchsttemperatur von nur 16°C, aber dieser Richtwert wurde am Samstag durch eine Tageshöchsttemperatur von nur 14°C gebrochen.

Die Messpunkte Hartford und Providence verpassten knapp ihre niedrigsten Temperaturen aller Zeiten für den 3. Juli – beide Städte registrierten am Samstag 17°C, wobei die Rekorde bei 16°C bzw. 15°C lagen – beide ebenfalls aus dem Jahr 1914.

„Es muss ein wirklich kalter Tag am 3. Juli 1914 in ganz Neuengland gewesen sein“, sagte NWS-Meteorologe Torry Gaucher.

[Hinweis: Sämtliche im Original in Grad Fahrenheit angegebenen Temperaturwerte wurden hier gleich in Grad Celsius umgerechnet.]

Link: https://electroverse.net/record-cold-sweeps-massachusetts-plus-the-first-x-flare-in-4-years/

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Australien bereitet sich auf einen weiteren antarktischen Kaltluftausbruch vor

5.Juli: Ein Ausbruch antarktischer Luft erfasst über das Landesinnere von NSW [New South Wales] und lässt die Temperatur in den negativen Bereich fallen.

Für die kommenden Tage werden in Orange Tiefstwerte von -4°C vorhergesagt, und für Mudgee werden ähnliche rekordverdächtige Tiefstwerte erwartet.



Verbreiteter Schnee wird die Kälte begleiten, besonders im Landesinneren von NSW.

Kälte unter dem Gefrierpunkt wird die Gebirgszüge treffen, wobei es in einigen Orten unter -7°C kalt werden dürfte, warnte das BOM.

Link: https://electroverse.net/australia-braces-for-another-polar-blast-as-new-zealand-suffers-11-2c-11-8f/

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Sommer-Schnee ist für Teile Kanadas vorhergesagt, ebenso wie mögliche Rekord-Tiefstwerte für die USA

5. Juli: Diese Woche könnten weite Teile Kanadas vier Jahreszeiten in sieben Tagen erleben. MétéoMédia prognostiziert Temperaturen von 35°C in einigen Gebieten von Quebec, mit SCHNEE in anderen Gebieten.

„Zu Beginn der Woche werden die Temperaturen über dem südlichen Quebec 35°C erreichen – oder sogar 40°C. Dies wird jedoch nur von kurzer Dauer sein, da am Dienstag ein Wettersystem über die Provinz ziehen wird“, heißt es in den ersten Zeilen der MétéoMédia-Prognose.

Außerdem wird substantieller Schneefall für Mitte Juli in British Columbia vorhergesagt:

Gesamt-Schneefall nach GFS vom 16. bis zum 21. Juli [tropicaltidbits.com].

Wo sind in den Mainstream-Medien Berichte über den Sommer-Schnee in Kanada?

Wo ist deren Unparteilichkeit?

[Original-Kommentar von Autor Cap Allon: „not a serious question — I know exactly where it is — it’s up their %$*&!]

Rekord-Kälte droht in Teilen der USA

Und während sich die realitätsverfälschenden MSM auf die „Hitzekuppel“ des Westens konzentrieren, haben stark negative Temperaturanomalien weite Teile der zentralen Vereinigten Staaten seit Wochen verschlungen – Kälte, die prognostiziert wird, um im Laufe des Monats Juli zu bestehen.

Betrachtet man den neuesten GFS-Lauf (siehe unten), so wird am Dienstag, den 6. Juli, eine neue Masse kalter arktischer Luft von Kanada herabströmen – eine, die eine seltene Sommerkälte bis in den Süden von Zentral-/Südmexiko erzwingen wird.

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) für Dienstag, den 6. Juli [tropicaltidbits.com].

Es wird erwartet, dass die Abweichung von der Norm bis zu 16-20 °C unter dem saisonalen Durchschnitt liegt.

Link: https://electroverse.net/summer-snow-for-canada-as-record-cold-looms-for-us/

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Concord, New Hampshire: Jahrhundertealter Niedrig-Temperaturrekord soeben gebrochen

6. Juli: Die letzten Tage haben in Concord, der Hauptstadt von New Hampshire, laut Daten des National Weather Service (NWS) die niedrigste Maximaltemperatur seit mehr als einem Jahrhundert beschert. Am Sonnabend wurde eine Höchsttemperatur von nur 15°C gemessen – ein Wert, der die bisherige niedrigste Höchsttemperatur von 16°C aus dem Jahr 1914 übertraf.



Der NWS-Meteorologe Michael Clair aus Gray, Maine, bestätigt den Kälterekord von Concord.

Clair stellt fest, dass die historische Kälte unmikttelbar der Hitzewelle folgte, während der die Temperatur in Concord nur zwei Tage zuvor fast einen neuen Hitze-Rekord mit 35,5°C erreicht hätte.

Link: https://electroverse.net/concord-nh-just-busted-a-century-old-low-temperature-record/

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[Einschub des Übersetzers: Die kühle Witterung in Teilen der USA ist nach wie vor im Gange. Ganz aktuell sieht die Abweichung der Temperatur im 850 hPa-Niveau so aus:

Temperaturabweichung im 850-hPa-Niveau am 12. Juli 2021 um 00 UTC. Quelle

In den MSM dürfte davon nichts zu lesen sein. Dafür werden sich diese sicher über die neue Hitzewelle im Westen der USA auslassen, wie ganz aktuell der alarmistische Blog von wetteronline.de hier.

Ende Einschub]

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Eine intensive, frühe Kälteperiode hat Ostafrikas Ernten „verwüstet

Schwere Schäden in der Landwirtschaft durch eine intensive, früh-saisonale Kälteperiode in Ostafrika

6. Juli: Landwirte in ganz Ostafrika zählen ihre Verluste, da eine ungewöhnliche Kälte weiterhin die Region heimsucht.

Nach Angaben des Kenya Meteorological Department begann die Kälte des Winters in diesem Jahr früher als üblich, nämlich im Mai, und nicht wie erwartet im Juli.

Die Kälte hat die Anbauregionen in ganz Ostafrika heimgesucht, berichtet xinhuanet.com, wobei die Temperatur in einigen Regionen erstaunlich nahe an den Gefrierpunkt gesunken ist.

In Nairobi, der Hauptstadt Kenias, lag die durchschnittliche Tiefsttemperatur in der Nacht bei 10°C und die Tageshöchsttemperaturen bei durchschnittlich 18°C – diese Werte liegen laut den Daten des Ministeriums etwa 8°C bzw. 6°C unter den saisonalen Durchschnittswerten.

Link: https://electroverse.net/early-season-chill-has-been-ravaging-east-africas-crops/

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Dröhnendes Schweigen in den MSM, als die Rekord-Hitze in Sibirien einer Rekord-Kälte Platz machte

Rekord-Kaltlufteinbruch in Sibiren

7.Juli: Die MSM werden aus den oben genannten Gründen bald über Sibirien schweigen – die Hitzewelle klingt ab, und über der riesigen russischen Provinz droht nun Rekordkälte.

Schaut man sich den neuesten GFS-Lauf an (siehe unten), so ist eine starke Verschiebung zu erwarten, da ein heftiger Knick des Jetstreams die extreme polare Kälte ungewöhnlich weit nach Süden zieht.

Die Kälte hat sich bereits im hohen Norden festgesetzt, aber bis zum Ende der Woche wird die anomale Kälte auch viele östliche Gebiete erfasst haben.

Und noch weiter vorausschauend und bis in die nächste Woche hinein werden die Temperaturabweichungen in Zentralasien um etwa 20 °C unter das saisonale Mittel sinken:

GFS-Temperaturanomalie in 2 m für den 14. Juli (rosa markiert eine Abweichung von 16° bis 22°C). Quelle

Diese Abweichungen von der Norm werden für rekordverdächtig niedrige Temperaturen bis in den Süden der Mongolei sorgen.

Darüber hinaus wird stellenweise seltener starker Sommerschnee vorhergesagt, der sich bis in den Westen Chinas erstrecken:

GFS-Gesamt-Schneefall (cm) vom 7. bis zum 14. Juli. Quelle

Link: https://electroverse.net/the-msm-falls-silent-as-siberia-shifts-from-record-heat-to-record-cold/

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Sommerschnee und Frost in Teilen Kanadas – große Kälte weiterhin in Südamerika

8. Juli: Eine Rekord-Kältewelle hat weite Teile Kanadas heimgesucht.

Der Einbruch aus der Arktis hat die Temperaturen in den nördlichen Teilen des Landes unter null Grad sinken lassen – in Cape Dyer, Naunavut [Nordwest-Territorien] zum Beispiel bis auf -5,4°C.

Auch Sommerschnee wird gemeldet, vor allem an der Nordküste von Labrador.

Erwähnenswert ist auch der Temperaturstuirz in Armstrong, Ontario und Gillam, Manitoba, wo die Temperatur innerhalb von nur 3 Tagen von über 35°C in den leichten Frostbereich sank – ein weiteres Beispiel bzgl. des Grand Solar Minimum und im Zuge desselben die Schwingungen zwischen den Extremen.

[Unter dem gleichen Link findet man auch die Meldung über die unverändert andauernde Kälte in Argentinien und Bolivien in Südamerika. Dazu weiter unten mehr]

Link: https://electroverse.net/summer-snow-and-sub-zero-lows-sweep-canada-as-south-america-freeze/

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Seltener Juli-Frost in Minnesota – Ernteschäden bei Mais in Südamerika durch „ungewöhnliche Kälte“ – neue antarktische Kaltluftvorstöße nach Australien und Neuseeland

Seltener Juli-Frost und Rekord-Kälte in Minnesota

9.Juli: Während kühle Perioden im Sommer im Norden nicht so ungewöhnlich sind, ist Frost im Juli wirklich ungewöhnlich, sogar in den nördlichen Gebieten von Minnesota.

Eine arktische Luftmasse ließ die Temperatur im Nordwesten von Minnesota etwas unter den Gefrierpunkt sinken, meldet mprnews.org.

In der Stadt Hibbing hatte es sich bis 1,1°C abgekühlt – ein neuer Rekord-Tiefstwert.

Sogar noch kälter war es in der Ortschaft Brimson mit einer Temperatur von –1,1°C – ebenfalls ein neuer Tiefstwert für den 8. Juli

Schwere Einbußen bei der Maisernte in Südamerika infolge „ungewöhnlicher Kälte“

Die brasilianische Ernteagentur Conab hat gerade ihre Prognose für die Maisproduktion in der Anbausaison 2020-2021 gesenkt.

Die Winterernte 2021 wurde durch die jüngste Kälte- und Trockenperiode stark beeinträchtigt. Erschwerend kam hinzu, dass wegen verschiedener Vorstöße aus der Antarktis zuvor erst sehr spät mit der Aussaat begonnen werden konnte.

Die Kälte war weit verbreitet und beeinträchtigte die Ernten in ganz Südamerika, einschließlich Argentinien, Uruguay, Paraguay und Bolivien sowie Brasilien.

Weitere Kaltluftvorstöße aus der Antarktis nach Australien und Neuseeland

Beginnend mit Australien werden die Bewohner in Perth und im Südwesten Westaustraliens aufgefordert, sich auf die aktuelle Kaltfront einzustellen, die nach dem Wochenende noch intensiver zu werden droht.

Link: https://electroverse.net/record-cold-hits-us-s-america-corn-suffers-polar-blasts-strike-australia-and-nz/

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Und noch einmal Australien und Minnesota:

Rekord-Tiefstwerte in Sydney – weiterer seltener Sommer-Frost in Teilen Michigans

10. Juli: Sydney, Australien, hat gerade den kältesten Julitag seit einem Jahrzehnt hinter sich, hatte doch die Temperatur am Freitag Nachmittag nur einen Höchstwert von 12,1°C erreicht.

Dieser Freitags-Höchstwert ist Sydneys kältestes Juli-Maximum seit 2011 (Sonnenminimum des Zyklus 24).

Seltener Sommerfrost in weiteren Gebieten von Minnesota:

Die Temperatur sank gestern Morgen in Baraga Plains, Doe Lake und Stonington auf –0.6°C, „Und das in der zweiten Juli-Woche!“, hob ein Beitrag bei woodtv.com hervor.

Mit trockener Luft (niedriger Taupunkt) und einer polaren Brise schaffte es die Temperatur sogar in den relativ kurzen Nächten des Hochsommers auf Celsius-Minusgrade.

Link: https://electroverse.net/record-lows-in-sydney-as-up-suffers-summer-freeze-2-flares-2-blackouts/

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wird fortgesetzt …

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

SPÖ-Krise: Wiener Manager-Stadtrat soll Rendi-Nachfolger werden

SPÖ-Krise: Wiener Manager-Stadtrat soll Rendi-Nachfolger werden

Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis für Pamela Rendi-Wagner zur SPÖ-Parteichefin (nur 75%) kocht die Krise der Sozialdemokraten so richtig hoch. Seit mehr als zehn Jahren brodelt der Richtungsstreit in der SPÖ. Nun wird dieser auch öffentlich ausgetragen. Die Anfeindungen, die sich Rendi-Wagner und Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) öffentlich an den Kopf werfen, erschüttern. Sie zeugen vom Streit zwischen dem städtischen, bürgerlichen Flügel und den übrigen migrationskritischen, bodenständigen Arbeitern bei den Roten. Doch ein Nachfolger für Rendi-Wagner scheint schon gefunden: Wieder kommt er aus Wien, wieder ist es ein Bürgerlicher.

Von Bernadette Conrads

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  • SPÖ-Krise und Flügelkämpfe spitzen sich immer mehr zu
  • Seit Vranitzky leidet SPÖ unter „Nadelstreifsozialismus“
  • Doskozil hat jedoch keine Chance: Wiener Clique bestimmt über SPÖ-Kurs
  • Finanzstadtrat Peter Hanke gilt als besonders bürgerlicher Kandidat
  • SPÖ wird vermutlich weiter in Profillosigkeit verharren

Lange galt es unter den „Sozis“ als Beleidigung „bourgeois“ (bürgerlich) zu sein. Doch spätestens seit dem Einzug von Vranitzkys „Nadelstreifsozialismus“ vermeinen die Granden der historischen Arbeiterpartei sich ungeniert zu ihrem Oberschichtslebensstil auf Golfplätzen oder zum Luxusurlaub an der Cote d’Azur bekennen zu können, ohne unmittelbar von ihrer Basis „abgewatscht“ zu werden. Wie Karl Marx feststellte: „Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“ – Die vermeintliche Abgehobenheit bleibt nicht ohne Auswirkungen für die SPÖ, die im Niedergang begriffen scheint.

Rendi-Wagner gegen die Gründungsidee ihrer Partei

Den Vogel schoss Pamela Rendi-Wagner wohl ab, als sie im Dezember 2018 offen dem Marxismus, also dem Gründungsgedanken ihrer Partei, eine Absage erteilte. Dieser sei zu wenig leistungsfreundlich, so Rendi-Wagner. Damit mag sie schon Recht haben, doch viele Freunde machte sie sich damit wohl nicht. So sprach die sozialistische Organisation „der Funke“ bereits im Februar 2019 aus, was auch anderen bereits klar war: „Rendi-Wagner und GenossInnen haben gar nicht den Anspruch im Klassenkampf zu siegen und den Klassenwiderspruch aufzuheben.“ Zuvor wurde Rendi-Wagner noch mit überwältigender Mehrheit im November erstmalig zur Bundesparteivorsitzenden gewählt.

Rendi-Wagner und Doskozil: Streit um Migration eskaliert

Doch während die Feindseligkeit zur eigenen Ideologie bei den Funktionären oft als abgehoben kritisiert wird, leidet die SPÖ auch aus anderen Gründen unter Wählerschwund. Nur noch schlappe 21% konnte Rendi-Wagners SPÖ bei der Nationalratswahl 2019 erreichen. Die Migrationsfrage, die die frühere Kernwählerschaft der SPÖ, die Arbeiter und Angestellten wie keine andere soziale Schicht bewegt, spaltet die Partei in sich und treibt die einfachen Leute zum politischen Gegner, der FPÖ. Kein Wunder also, dass es vor allem die Zuwanderungsfrage ist, die den offen ausgetragenen Streit zwischen Doskozil und Rendi-Wagner nun trägt. Absurderweise markiert nun Rendi-Wagner angesichts des grausamen Vergewaltigungsmordes an Leonie (13) die Migrationskritikerin, die sie zuvor nie war. Sie kritisierte den wohl migrationskritischsten Roten Doskozil in einem Puls24-Interview als „unehrlich“ und „sehr inkonsequent“.

Doskozil, der seine letzte Landtagswahl 2020 immerhin mit absoluter Mehrheit schlug, wies dieses Verhalten seiner Parteichefin entschieden zurück. „Das ist Kindergartenniveau, wenn ich ein persönliches Telefonat im Gedächtnisprotokoll nacherzähle. Auf so ein Niveau begebe ich mich nicht. Wie meine Linie in Migrationsfragen ist, ist jedem klar in Österreich„, erklärte er.

So will Rendi-Wagner „Genossen“ einen Maulkorb verpassen

Rendi-Wagner denkt dennoch, sie könne das Parteidrama, das sich immer mehr zuspitzt, einfach durchtauchen. Sie versucht jede Diskussion zu zerschlagen und verpasst ihren „Genossen“ neuerlich einen Maulkorb mit dem selben Argument, wie auch nach ihrem Versagen am Parteitag: „Das Letzte, was wir brauchen, ist Streit oder Selbstbeschäftigung.“

Viele Gruppierungen regten in den vergangenen Jahren eine solche Selbstbeschäftigung, einen Reinigungsprozess (unter unterschiedlichsten Vorzeichen) der SPÖ an. Doch an den starren Strukturen, die vor allem in Wien bestimmt werden, prallten die Idealisten stets ab. Sie wurden von Parteitagen ausgeschlossen, fühlen sich mundtot gemacht, wie Insider berichten. Und auch jetzt arbeite die Wiener Führungs-Clique, daran, alles dabei zu belassen, wie es ist. So soll die von vielen kritisierte Profillosigkeit, die sich in der quasi nicht vorhandenen Oppositionsarbeit der SPÖ gerade während der Corona-Krise manifestiert, der Partei erhalten bleiben. Ausgetauscht werden soll lediglich das Gesicht. Und dieses gilt SPÖ-Insidern zufolge bereits als gefunden. Der bodenständige Burgenländer Doskozil soll es trotz seines offensichtlichen Erfolgs bei der roten Wählerschaft jedoch nicht sein.

Manager mit Stecktuch soll Rendi-Nachfolge antreten

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Peter Hanke – Wikimedia, Franz Johann Morgenbesser, CC BY-SA 2.0

Neues Gesicht, selber „Klassenstandpunkt“: Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke, zuvor Manager der Wien-Holding, soll dafür sorgen, dass unter neuem Antlitz in der SPÖ dennoch alles beim Alten bleibt. Für großes ideologisches Engagement ist der studierte Betriebswirtschafter nicht bekannt, sehr wohl aber für seine perfekte Kleidung, Stecktuch inklusive! Hanke gilt als begeisterter Yacht-Fan, doch dass er die SPÖ in ruhige Fahrwasser lenkt, trauen ihm nur die wenigsten zu. Diejenigen die das dennoch tun, sollen die SPÖ jedoch nach wie vor fest im Griff haben.

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Anwältin: Ohne umfassende Aufklärung haftet Arzt bei Impf-Schaden

Anwältin: Ohne umfassende Aufklärung haftet Arzt bei Impf-Schaden

Seit der bedingten Zulassung der experimentellen Corona-Impfung von BioNTech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren wird immer wieder die Ansicht vertreten, dass Kinder ab 14 Jahren selbst und ohne Zustimmung der Eltern darüber entscheiden können, ob sie sich impfen lassen oder nicht. Anders als Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein unlängst behauptete, gibt es für die Kinder-Impfung ab 12 keine WHO-Empfehlung. Eine Rechtsanwältin der Anwälte für Grundrechte erklärt unter welchen Umständen Kinder ab 14 diese Entscheidung treffen können.

  • Kinder-Impfung ab 12 mit bedingter Zulassung
  • Anwältin meint, dass die Folgen der Impfung nicht abschätzbar sind. Zustimmung der Eltern wäre aus ihrer Sicht erforderlich.
  • Erst durch Aufklärung über Risiken und Spätfolgen wird die Einwilligung zur Impfung rechtlich „wirksam“
  • Empfehlung an Ärzte die Zustimmung der Eltern einzuholen
  • Beteiligte Erwachsene haften im Fall von Impf-Schäden

Anfang Juni wurde von der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) die Kinder-Impfung mit dem Serum von BioNTech/Pfizer für Kinder ab 12 bedingt zugelassen, wie Wochenblick berichtete. Die ständige Impfkommission (STIKO) hat sich daraufhin gegen eine generelle Impfung ab 12 ausgesprochen und empfiehlt diese nur im Fall von Vorerkrankungen bzw. einem „anzunehmenden erhöhten Risiko“. Anders als vorige Woche von Gesundheitsminister Mückstein behauptet wurde, empfiehlt sie auch die WHO nicht. Die Anwältin Mag. Andrea Steindl ist Mitglied der Rechtsanwälte für Grundrechte und hat sich eingehend mit dem Thema befasst.

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Risiken nicht abschätzbar

Die Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 basierten auf einer völlig neuen Technologie und seien nur bedingt zugelassen. Die Studien zur Sicherheit seien noch nicht abgeschlossen. Die Risiken der Impfungen, vor allem mögliche Langzeitfolgen, wie vor allem mögliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit seien noch nicht bekannt. Dass viele Ärzte abgesehen von anderen schweren Nebenwirkungen auch auf eine mögliche Gefährdung der Fruchtbarkeit hinweisen, hat Wochenblick bereits berichtet. Die Anwältin ist der Auffassung, dass die Zustimmung der Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters erforderlich wäre. Die Voraussetzung für eine Einwilligung sei die Aufklärung über die möglichen Risiken und Folgen.

„Wirksame Einwilligung“ erforderlich

Grundsätzlich könne ein entscheidungsfähiges Kind über medizinische Behandlungen selbst entscheiden. Diese Entscheidungsfähigkeit wird im Alter von 14 Jahren angenommen. Bei den herkömmlichen, jahrelang erprobten und vollzugelassenen Impfungen, bei denen die Risiken bekannt seien und auch wie wahrscheinlich sie eintreten, habe man bisher die Ansicht vertreten, dass die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nicht erforderlich ist. Eine medizinische Behandlung erfordere aber eine „wirksame Einwilligung“, da sonst eine „eigenmächtige Heilbehandlung“ vorliegen würde. Sollte ein Impf-Schaden auftreten, hätte dies auch für den Impf-Arzt „haftungsrechtliche Folgen“. Damit die Einwilligungserklärung „wirksam“ wird müsse vorab eine umfangreiche Aufklärung stattfinden. Sämtliche Risiken und möglichen Folge- und Nebenwirkungen müssten genau erklärt werden und auch mögliche Alternativen angeboten werden. Komme ein Arzt dieser Aufklärungsverpflichtung nicht nach, so könne er „schadenersatzrechtlich zur Haftung herangezogen werden“.

Empfehlung an Ärzte die Einwilligung der Eltern einzuholen

Jeder Arzt wäre daher gut beraten, die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters einzuholen und entsprechend aufzuklären. Sie weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die EMA die Impfung nur bedingt zugelassen hat. Eine generelle Empfehlung auszusprechen wäre nicht die Aufgabe der EMA, was oft falsch dargestellt würde. Es gebe für Eltern allerdings kaum Möglichkeiten die Impfung zu verhindern. Die Anwältin empfiehlt den Eltern daher die Kinder zur Impfung zu begleiten. Man solle erklären, dass die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich ist und nicht erteilt wird. Der Arzt solle dann schriftlich bestätigen, dass das Risiko-Nutzen-Verhältnis auf das konkrete Kind bezogen, positiv ist, meint Mag. Steindl.

Haftung im Fall von Impf-Schäden

Dass dieses Risiko-Nutzen-Verhältnis bei Kindern keinesfalls positiv ist, darauf haben u.a. Ärzte der Initiative für evidenzbasierte Corona-Inforation (ICI) hingewiesen, wie Wochenblick berichtete. Aus diesem Grund stellte auch die Bozener Rechtsanwältin Dr. Renate Holzeisen in einem Videobeitrag im neuen Format von WB-Chefredakteurin Elsa Mittmannsgruber „AUFrecht“ kürzlich fest, dass aus ihrer Sicht Eltern keine Zustimmung zur Impfung ihrer Kinder geben dürften, da kein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestehe und gab zu bedenken, dass alle Erwachsenen, die sich an der Kinder-Impfung beteiligen würden, auch rechtlich belangt werden könnten, falls ein Kind dadurch zu Schaden komme.

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Deutschland startet „Weltraumkommando“ zum Schutz der Infrastruktur

Das deutsche Militär hat am Dienstag ein „Weltraumkommando“ ins Leben gerufen, das die Aufgabe hat, Satelliten zu überwachen, nach gefährlichem Weltraumschrott Ausschau zu halten und die Aktivitäten anderer Länder zu analysieren.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte das neue Kommando bei einem Besuch des Stützpunktes in Uedem in Westdeutschland vor.

Das Militär reagiere damit „auf die zunehmende Bedeutung des Weltraums für die Funktionsfähigkeit unseres Staates, den Wohlstand unserer Bevölkerung und die steigende Abhängigkeit der Streitkräfte von weltraumgestützten Daten, Diensten und Produkten“, so Kramp-Karrenbauers Ministerium in einer Erklärung.

Ziel ist es, bestehende Fähigkeiten an einem Ort zu bündeln, an dem bereits das Zentrum für Luftoperationen des Militärs angesiedelt ist, und neue hinzuzufügen.

Kramp-Karrenbauer sagte, dass der Begriff „Weltraumkommando“ weit hergeholte Assoziationen mit den Romanen von Jules Verne oder dem Raumschiff Enterprise hervorrufen könnte, aber die Realität sei „weit davon entfernt, so sensationell zu sein“, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.

Das deutsche Militär, die Bundeswehr, hat selbst sechs Satelliten im Orbit. Der Minister sagte, Weltraumeinsätze seien für Deutschland „immer defensive Einsätze“ – zum Beispiel um sicherzustellen, dass die Infrastruktur nicht gefährdet wird.

Die Vereinigten Staaten haben bereits ein Weltraumkommando, dessen Aufgabe es ist, Operationen wie die satellitengestützte Navigation und Truppenkommunikation zu ermöglichen und vor Raketenstarts zu warnen.

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Unheimlich: alle drei Präsidenten starben, nachdem sie die Verteilung von COVID-Impfstoffen in ihren Ländern blockiert hatten

Die Präsidenten von drei verschiedenen Ländern sind gestorben, nachdem sie sich geweigert haben, den experimentellen Corona-Impfstoff zu verteilen.

Die drei Länder haben den „Impfstoff“ danach eingeführt.

Haiti

Der Präsident von Haiti, Jovenel Moïse, wurde letzte Woche auf die Liste gesetzt. Er wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in seinem Haus in Port-au-Prince von einer Gruppe von Söldnern ermordet. Der 53-jährige Moïse war seit 2017 an der Macht. Haiti lehnte im Mai ein Angebot zur Lieferung von AstraZeneca-Impfstoffen ab, weil es zahlreiche Fälle von Nebenwirkungen gab.

Damit war Haiti das einzige Land der westlichen Hemisphäre, das den Impfstoff ablehnte. Wenige Tage nach dem Mord an Moïse kündigte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, an, dass die Vereinigten Staaten Impfstoffe nach Haiti schicken würden.

Burundi

Der Präsident von Burundi Pierre Nkurunziza starb im Juni an einem Herzstillstand. Burundis Gesundheitsminister sagte im Februar, dass „mehr als 95 Prozent der Patienten sich erholen“ und dass „die Impfstoffe nicht benötigt werden“.

Tansania

Im März starb der tansanische Präsident John Magufuli an einem „Herzleiden“. Magufuli zog den Zorn des medizinischen Establishments auf sich, weil er „gefährliche“ Corona-Impfstoffe nicht in sein Land ließ. Wenige Monate nach seinem Tod bestellte Tansania bei der WHO Impfstoffe im Wert von 470 Millionen Dollar.

Sind die Vorfälle zufällig oder wurden diese Würdenträger entfernt, weil sie den Prozess gestört haben?

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Die USA bestätigen, dass ihr Kriegsschiff in das Südchinesische Meer eingedrungen ist, um Pekings Ansprüche auf die Gewässer der Region „anzufechten“

Die US-Pazifikflotte bestätigte am Montag auf ihrer offiziellen Website, dass ihr Kriegsschiff USS Benfold im Rahmen einer Operation zur Bekräftigung der Schifffahrtsfreiheit in der Zone in der Nähe der Paracelsus-Inseln im Südchinesischen Meer segelte.

„Am 12. Juli hat die USS Benfold (DDG 65) die Rechte und Freiheiten der Schifffahrt in der Nähe der Paracelsus-Inseln völkerrechtlich durchgesetzt“, heißt es in der Erklärung des Militärs. „Radikale und illegale maritime Ansprüche im Südchinesischen Meer stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Freiheit der Meere dar“, fügte der Text hinzu.

Die Flotte behauptet, dass die Operation des Zerstörers die im Völkerrecht anerkannten Rechte, Freiheiten und rechtmäßigen Nutzungen des Meeres verteidigte, indem sie die von China, Taiwan und Vietnam auferlegten illegalen Beschränkungen anfechtete und Pekings Ansprüche auf die Gewässer des Gebiets „anfechtete“. 

Stunden zuvor an diesem Montag berichteten die chinesischen Streitkräfte, dass sie ein US-Kriegsschiff „verjagt“ haben, das in die Gewässer eindrang, die der asiatische Riese in der Nähe desselben Archipels beanspruchte.

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