Die Weihnachtsbotschaft leuchte allen Gläubigen und Ungläubigen! (Foto:Imago)
Am 20. Dezember jährte sich zum fünften Mal das Attentat eines „Mannes“ auf Menschen, die den Berliner Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt besuchten – und dies praktisch unter den Augen der Geheimdienste, die ihn lange beobachtet hatten. Es war kein x-beliebiger „Einmann“, sondern wieder einer aus einem ganz bestimmten Kulturkreis. Und es war auch kein beliebiger Markt, sondern ein christlicher Traditionsmarkt. Und auch dieser war kein nicht beliebig gewählt, sondern der im Herzen (?) von Deutschlands Haupt-stadt – in Berlin. Darüber hinaus war diesmal es auch kein Einzelmord mit einem Messer oder Schwert, sondern mit einem LKW. Das entspricht allerdings so gar nicht dem Koran, denn darin kommen LKW so wenig wie Passagierflugzeuge vor. Wirklich nicht.
Doch niemand sollte den Jüngern Muhammads einen Steinzeitislam vorwerfen! Man geht in solchen Kreisen durchaus mit der Zeit. Was den einen ihre Flugzeuge sind, die sie in Hochhäuser steuern, war Anis Amri sein LKW – den er ebenfalls gekapert hatte. Andere schnallen sich Sprengstoffgürtel um und jagen damit Menschen in die Luft. An dieser Stelle ist anzumerken, dass diesbezüglich die „Programmierung“ im Oberstübchen offenbar nicht ganz stimmig ist. Denn solche Anschläge werden auch gegen Menschen ausgeübt, die wie sie selbst auf Muhammad stehen.
Aber auch ohne solche islamischen Exzesse erkennen immer mehr Muslimas und Muslime des 21. Jahrhunderts , dass ihre Herkunftskultur und vor allem Religion ihrem eigenen Leben und dem gesellschaftlichen Umfeld nicht gerecht wird, und dass die islamischen Staaten, die auf Scharia und Habiten als Rechtsquellen setzen, in ihrer real existierenden Form keine Zukunft haben. Viele sind auf der Suche nach Antworten und Alternativen. Und sie werden oft auch fündig. Entweder im eigenen Umfeld, in dem sie sich heimlich Christen anvertrauen und von diesen aufgenommen werden. Oder durch internationale Hilfsorganisationen, die weitaus öfter Muslimen in ihrer spirituellen und weltanschaulichen Krise helfen müssen als Christen, die sich im islamischen Umfeld allerdings selten zu erkennen geben dürfen. Und wenn es im eigenen Land keine Hilfe und Perspektive gibt, begegnen sie auf der Flucht möglicherweise ebenfalls flüchtenden Christen, auch wenn es derer nur noch wenige gibt.
Jesus als leuchtendes Markenzeichen
Als bekannteste Organisation dieser Art ist „Open Doors„, die „im Dienst der verfolgten Christen weltweit” aktiv ist. Deren Januar-Magazin trägt den interessanten Titel „Erweckung im Nahen Osten”. Es geht im Heft um die „Hinwendung von Jesiden, Drusen und Muslimen zu – Jesus”. Jesus ist das „Markenzeichen“ von Open Doors; also kein „Gott“, den eh alle für sich in Anspruch nehmen (und den angeblich größten und alleinigen Gott von allen glauben die Muslime zu besitzen). Die Missionare und Heerscharen an Helferinnen in allen Erdteilen haben erkannt, dass Jesus Christus die Antwort auf die Ratlosigkeit der Muslime sein kann. Kein anonymer Gott also, sondern dessen Sohn und Sprachrohr auf Erden. Und dieser Jesus hinterließ durchaus frohe Botschaften, die in den Evangelien überliefert sind – zur Geburt dieses Erlösers. Vor allem: Friede den Menschen auf Erden – und zwar allen!
Die Arbeit dieser Hilfsorganisationen Arbeit ist so erfolgreich und wertvoll, dass sie mittlerweile durchaus jener von Bombenentschärfern gleichkommt. Open Doors berichtete bereits von Islamisten, die in Syrien Schlimmes erlebt hatten und selbst dran beteiligt waren. Vor vier Jahren wurde berichtet, dass ein Moslem in Mossul vom Islamischen Staat gekreuzigte Christen sah, die selbst am Kreuz hängend noch mit letzter Kraft sangen und Jesus priesen. Die Details dieser denkwürdigen Geschichte veröffentlichte Open Doors in Heft Nr. 4 / 2017: Ein junger Mann hatte sich dem IS angeschlossen, Christen wurden damals vertrieben oder grausam ermordet. Auch dieser junge Moslem beteiligte sich an deren Vertreibung. Einige Tage nach dem Zwangsexodus der Christen aus dem nordirakischen Terroritorium sah er bei einem Marsch durch die Stadt Männer seines Alters an vier Kreuzen hängen, bewacht von zwei IS-Kämpfern. Zehn Meter von den Kreuzen entfernt schaute er zu den blutigen Männern hoch und hörte, wie einer dieser Männer Gott bat, den IS-Kämpfern zu vergeben. Die andern sangen mit ermattender Stimme, „Zeedo el-Maseeh tasbeeh” – „Lobet Jesus Christus immer mehr”.
Traumatisiert verließ er anschließend den IS und schaffte es zu fliehen. Sein Weg führte ihn nach Istanbul, wo er von einer Gruppe Menschen erneut das Lied der vier Gekreuzigten hörte – und sich daraufhin spontan den Christen anschloss. Konvertiert kehrte er nach Mossul zurück – wie viele Glaubensgenossen andere ebenfalls -, zurück in eine ehemalige Hochburg des Christentums. Denn in der Türkei gibt es Christen fast nur noch in der Umgebung von Istanbul, zumeist hinter Klostermauern, oder in einigen versprengten, ständig bedrohten Gemeinden.
Ausweg für desillusionierte Mohammedaner
Auch das Institut St. Justinus scheint recht erfolgreich zu sein, wie mir ein Bekannter von dort berichtet. Dieses „Werk der Erstverkündigung und der Neuevangelisierung” in Österreich ist auch in der Türkei rührig aktiv. Sein aktueller „SOS-Aufruf“ Nr. 24 gilt der dramatischen Situation der Christen im Vorderen Orient, insbesonders dabei dem schweren Los der zahlreichen Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran und zuletzt Afghanistan, die sich im Apostolischen Vikariat Anatolien aufhalten. Dort laufen aktuell zwölf Projekte, darunter vier rein humanitäre und acht mit ebenfalls missionarischem Charakter. Und auch dort finden immer wieder desillusionierte, irritierte Jünger Muhammads zum Christentum. Übrigens: Auch in Deutschland wenden sich durchaus manche Muslime dem Christentum zu und lassen sich gar taufen. Oft allerdings schenken ihnen die Behörden keinen Glauben und denken an eine aufenthaltsrechtliche Finte (teilweise übrigens auch, weil die deutschen Beamten mittlerweile selbst an nichts mehr glauben), und schicken sie sogar wieder in die islamischen Hochburgen zurück, von denen sie sich zu lösen versuchen.
Ebenfalls zu nennen wäre auch die HATUNE-Foundation: Hatune Dogan ist eine neue Art Mutter Teresa – nur, dass sich ihr Wirkungskreis nicht wie der jener auf Kalkutta beschränkt, sondern Projekte in 18 Ländern unterhält und betreut. Mehr als 5.000 Ehrenamtliche leisten vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe, unabhängig auch von religiösen Institutionen, aber mit einem unverkennbar christlichen Selbstanspruch.
Aus dem Baby-Hospital der Caritas in Bethlehem wäre mir nicht bekannt, dass die überwiegend aus Deutschland stammenden Spenden und damit realisierten Hilfen für überwiegend palästinensische Familien mehr bewirken könnten als eine kostenlose Krankenhausversorgung auf höchstem Niveau. Das muss es aber auch nicht; es ist schon viel erreicht, wenn die Väter der Kinder, denen von Christen geholfen wurde, sich keiner militanten Palästinenserorganisation mehr anschließen. Oder weiterhin Juden – bekämpfen, aber nicht nur in Nahost, sondern auch hier in Deutschland.
Möge also das kürzlich aus Bethlehem geholte und wie in jedem Jahr in alle Welt verbreitete Friedenslicht auch fehlgeleitete Herzen vieler zweifelnder Muslime und Muslima erleuchten! Amen.
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