Horst D. Deckert

NDR-Mitarbeiter beklagen offene Zensur

Von ELMAR FORSTER

 

„Gekaufte Journalisten“

Bereist 2014 enthüllte der (mittlerweile verstobene) FAZ-Journalist Udo Ulfkotte in seinem Spiegel-Bestseller „Gekaufte Journalisten“ darüber…: Das uns Journalisten im Interesse der Mächtigen manipulieren – etwa, dass der verlängerte Arm der NATO-Pressestelle Kriege medial vorbereitet hätte.

NDR-Mitarbeiter: „Berichterstattung wird verhindert

Niemand anderer als nun die Kieler Mitarbeiter selbst sind es, welche schwer Vorwürfe gegen die Betriebsführung erheben: Ein freie Berichterstattung wäre teilweise nicht mehr möglich – wie es noch recht diplomatisch heißt.

Das (wie die BILD zum Springer-Verlag gehörende) „Business Insider“-Magazin beruft sich diesbezüglich auf vertrauliche Untersuchungsberichte. In den letzten zwei Jahren sollen sich insgesamt neun Kieler NDR-Mitarbeiter aus dem Rundfunkhaus an den Redaktionsausschuss des Senders gewandt haben – eine interne Anlaufstelle für Beschwerden.

„Klima der Angst“

Die Vorwürfe sind, obwohl sie eigentlich niemanden mehr verwundern dürften, schwerwiegender Natur: Die „Berichterstattung werde teilweise verhindert und kritische Informationen heruntergespielt“. So würden kritische „Autoren abgezogen und Beiträge massiv verändert.“ Alles wäre zudem unterlegt von einem „Klima der Angst“.

Beklagt wird außerdem ein „politischer Filter“ – ausgeübt durch Führungskräfte, welche eigentlich wie „Pressesprecher der Ministerien“ funktionieren, indem sie kritischen Themen ihre Relevanz absprächen. – Allein schon die burschikose interne Anrede etwa des Ministerpräsidenten Daniel Günther als „Daniel“ wirft ein treffendes Bild auf die Freunderlwirtschaft innerhalb des Rundfunksenders – wie „Business Insider“ bemerkte. Kritische Berichterstattung gegen den Ministerpräsidenten würde oft behindert.

NDR-Führung „weist zurück“

Die reine Schutzbehauptung lautet: „Die Berichterstattung ist unvoreingenommen und unabhängig.“

Die NDR-Führung hofft nun – als Reaktion auf eine Presseanfrage von „Business Insider“ – mittels eines „zwanglosen Austausches“ am kommenden Freitag die unangenehme Angelegenheit zu kalmieren. Allerdings hätten die ARD-Intendanten kein Vertrauen mehr in die RBB-Führung.

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