Um die Impfkampagne voranzutreiben, gibt es Überlegungen, dass bald vielleicht auch Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte impfen dürfen berichtet soester-anzeiger.de.
SOEST/WERL – Die Mitarbeiterin einer Apotheke aus dem Kreis Soest, die lieber anonym bleiben möchte, sieht die Impfungen entgegen der Meinung des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe jedoch weiterhin bei den Ärzten:
„Ich glaube, die Ärzte kriegen das zusammen mit den mobilen Aktionen gut hin, wenn sie entsprechend aufgestellt sind. Impfen ist Ärzte-Sache.“
Zwar wisse sie dass die Impfungen eine immense Mehrarbeit bedeuten, doch die spüren die Apotheken ebenfalls – durch das Ausstellen von Impf-Zertifikaten. Die Nachfrage sei enorm und binde viele Ressourcen, berichtet die genannte Zeitung weiter.
Warum die Apothekerin anonym bleiben will, wenn sie sich hinter die Humanmediziner stellt, ist schon eigenartig. Will sie am Ende keine „Corona-Leugnerin“ sein oder hat sie angst um ihren Job?
Tierärztin Barbara Tichy aus Werl steht Impfungen offen gegenüber:
„Wir impfen ganz viele Spezies. Hunde, Katzen, Pferde, Kühe, Tauben – wir haben schon alle Tiere geimpft. Ich denke, die Tierärzteschaft ist der Aufgabe gewachsen, Menschen zu impfen. Vielleicht sogar noch besser als andere Berufsgruppen, in denen sonst eigentlich keine Spritzen verabreicht werden.“
Jedoch bräuchte es laut Tichy stets einen Humanmediziner in Anwesenheit, der in Notfällen reagieren könnte. Sehr beruhigend, kann man da nur sagen. Es erhebt sich nur die Frage, warum nicht der anwesende Humanmediziner gleich die Impfungen vornehmen könnte?


