Ukrainekrise – eine westliche Chimäre
Von REDAKTION | Die Mainstream-Medien bringen seit Monaten wieder einmal regelmäßige Berichte über einen tatsächlichen oder vermeintlichen Truppenaufmarsch Russlands an der russisch-ukrainischen Grenze. Ja, die Ukraine sei bereits von russischen Truppen eingekreist und eine Invasion stünde unmittelbar bevor. Tatsächlich gibt es solche Berichte bereits seit 2014, also seit dem Maidan-Putsch.
Russland hätte an der Grenze 100.000 Soldaten mobilisiert, was bedrohlich erscheinen soll. Man muss an dieser Stelle einen Blick auf die Landkarte werfen: die Fläche der Ukraine beträgt über 600.000 km². Die Ukraine ist also fast doppelt so groß wie Deutschland und hat zu Russland eine 2.295 km lange Landgrenze. Insgesamt wohnen in der Ukraine 44 Millionen Menschen.
Was will Putin nun mit 100.000 Soldaten gegen die Ukraine ausrichten? Diese 100.000 Soldaten waren eigentlich schon immer in der Nähe der ukrainischen Grenze stationiert, wobei „Nähe“ in diesem Fall oft 100 Kilometer und mehr bedeutet. Ein Truppenaufmarsch für einen geplanten Angriff sieht anders aus.
Ein Angriff Russlands auf die Ukraine würde jeden Sinn entbehren:
- Mit 100.000 Soldaten kann man die Ukraine nicht erobern. Schon gar nicht in Hinblick auf den Russenhass der Ukrainer (siehe weiter unten). Zu gewinnen gäbe es nur ein wirtschaftlich völlig ruiniertes Land!
- Ein lokal begrenzter Grenzkrieg wäre nur teuer und vollkommen sinnlos. Schon aus diesen einfachen Tatsachen wird klar, dass es sich bei diesen Berichten wieder einmalnur um Propaganda handelt.
NATO Osterweiterung und Nordstream 2
Der Dauerkonflikt um die Ukraine hat eine einfache Ursache: Das Bestreben der NATO sich nach Osten auszuweiten. Entsprechend ist das Bestreben Russlands und Putins die Ukraine als eine Art Pufferstaat zu erhalten. Allerdings dürfte es bei der derzeitigen Polemik gegen Russland um etwas ganz Anderes gehen:
Wenn man wieder einmal Putin „Aggression“ gegen die Ukraine unterstellt, so geht es diesmal darum, das Nordstream 2 Projekt zu torpedieren! Dieses Projekt ist den kalten Kriegern vor allem in den USA seit Langem ein Dorn im Auge. Die Gasleitung durch die Ukraine würde durch die Nordstream 2 Leitung weitgehend obsolet und die Ukraine könnte diese Leitung nicht weiter als politischen Hebel benutzen. Auch würden die Transitkosten für das Gas, dass Russland nach Europa liefert, entfallen. Die Ukraine bezieht bisher etwa 35% des von ihr benötigten Gases aus Russland und besteht immer wieder auf nicht marktkonforme Sonderkonditionen. Durch die Nordstream 2 Leitung wird die Ukraine gezwungen Marktpreise für das benötigte Gas zu bezahlen, was die ukrainische Regierung innenpolitisch unter Druck bringen könnte, insbesondere in Hinblick auf die zu erwartenden Gaspreissteigerungen. Andererseits wären moderatere Gaspreise für die Ukraine ein
Anreiz für politisches Wohlverhalten gegenüber Russland, was die USA unter allen Umständen vermeiden will. Obendrein möchte die USA Deutschland und Europa ihr teures Fracking-Gas vor allem in Anbetracht der verrückten Energiewende in Deutschland, die den Gasverbrauch in Zukunft explodieren lassen wird, andienern.
Versuche des Westens Rußland zu destabilisieren
Ein weitergehendes Ziel der USA ist natürlich auch ein Regierungswechsel in Russland selbst. Man will wieder irgend einen Idioten wie seinerzeit Jelzin im Kreml sitzen haben.
Es ist durchaus denkbar, dass die verrückte Energiewende und insbesondere die Elektromobilität darauf abzielt, den öl- und gasproduzierenden Ländern das Wasser abzugraben und so die entsprechenden Regierungen zu destabilisieren. Mit diesem Trick wurde schon seinerzeit die Sowjetunion zu Fall gebracht. Die USA vereinbarten damals mit Saudi Arabien, dass dieses Land den Ölmarkt überschwemmte, was den Preis des Erdöl nach unten drückte und so die Sowjetunion in den Bankrott trieb.
Aus diesem Grund hat sich jetzt der Chinesische Staatschef Xi Jinping hinter Putin gestellt und ein Ende der NATO-Osterweiterung gefordert. Offensichtlich ist ihm klar, dass sich anderenfalls die NATO irgendwann bis an die chinesische Grenze ausdehnen würde.
Wichtige historische Ereignisse in der Ukraine:
Der Maidan-Putsch – 2013 fand der von der Obama-Administration unter tätiger Mitwirkung von Victoria Nuland (Mrs. Fuck the EU) orchestrierte Sturz des gewählten Präsidenten Viktor Janukowitsch statt. Nuland gab zu, dass Amerika den Regime-Change in der Ukraine mit 5 Milliarden Dollar subventioniert hatte.
Auslöser für den Putsch war, dass der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch die geplante Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union aus Sorge, dass dieses Abkommen die Beziehungen zum größten Handelspartner der Ukraine, nämlich Russland, beeinträchtigen könnte, aufschieben wollte. Aus Protest gegen diese Entscheidung strömten viele Demonstranten auf den größten Platz der Hauptstadt Kiew, den Maidan, weil sie auf ein besseres
Leben wie in Westeuropa gehofft hatten (eine Hoffnung, die sich bis heute nicht erfüllt hatte), nachdem ihr Lebensstandard durch die Politik der Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 dramatisch abgestürzt war. Diese Proteste entwickelten sich schnell zu gewalttätigen Zusammenstößen und führten schließlich zum Sturz von Präsident Janukowitsch am 22. Februar 2014.
Die Demonstranten wurden, wie sich im Nachhinein herausstellte, von Scharfschützen beschossen, die von den Aufständischen selbst angeheuert wurden. Es gab mindestens 70 Tote. Unter dem Druck der Ereignisse trat Janukowitsch zurück.
Holodomor / Genozid an der ukrainischen Bevölkerung – Zusätzlich ist das Verhältnis zwischen Russen und Ukrainer seit der Stalin-Ära schwer belastet: Stalin betrieb Anfang der dreißiger Jahre gegenüber der Ukraine eine Vernichtungspolitik: Laut Historikern war die ukrainische Bauernschaft am Anfang der 1930er Jahre das Hauptzentrum des Widerstands gegen die bolschewistische Politik von Zwangskollektivierung und forcierter Industrialisierung. In der Ukraine fanden über viertausend Massenproteste mit ca. 1,2 Millionen Beteiligten statt. Aus den Kolchosen waren 41.200 Bauernhöfe ausgetreten. Ungefähr 500 Dorfräte weigerten sich, unrealistische Pläne für Getreideerfassung zu akzeptieren.
Stalin hatte Angst, die Ukraine als eine Ressource zu verlieren, ohne die der Aufbau eines mächtigen industriellen Imperiums, das die Welt zu erobern vermöchte, nur ein Traum geblieben wäre. Um die Ukraine nicht zu verlieren, erarbeitete das sowjetische Regime einen Plan für Vernichtung eines Teils der Ukrainischen Nation, der unter dem Plan für Getreideabgabe an den Staat verhüllt war. Es ging um eine gänzliche Einziehung aller Getreidevorräte, dann um eine Beschlagnahme von anderen Lebensmittel und Vermögen als Strafe für die Nichterfüllung des Abgabeplans. Das requirierte Getreide wurde am Weltmarkt verschleudert, um Rüstungsimporte zu finanzieren (vor allem aus der USA).
Insgesamt kamen bei diesem Völkermord bis zu 7 Millionen Ukrainer ums Leben. Als Folge davon betrachteten die Ukrainer 1941 die einrückende Wehrmacht als Befreier und Hunderttausende Ukrainer schlossen sich der deutschen Wehrmacht an. Unter den ukrainischen Nationalisten gibt es noch heute viele Verehrer des Faschisten Stepan Bandera. Soweit der historische Hintergrund der gegenwärtigen Situation.
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