Dr. Siguna Mueller vom Zentrum für Forschung in medizinischer Pharmakologie an der Universität von Insubrien, Italien, hat eine Studie von Feldstein et al. kritisch bewertet, die die Wirksamkeit von mRNA-COVID-19-Impfstoffen bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren untersuchte. Die Studie, die in Zusammenarbeit mit den Centers for Disease Control (CDC) durchgeführt wurde, analysierte die Auswirkungen des Impfstoffs auf SARS-CoV-2-Infektionen und symptomatische COVID-19-Erkrankungen bei geimpften und ungeimpften Kindern im Rahmen einer prospektiven Kohortenstudie von September 2022 bis April 2023.
Muellers Analyse hinterfragt Feldsteins Schlussfolgerungen, insbesondere die Behauptung, dass Impfstoffe schwere Krankheiten reduzieren und eine hybride Immunität (Impfstoff plus vorherige Infektion) einen besseren Schutz bietet.
Kritische Punkte:
Obwohl Feldsteins Daten zeigen, dass die natürliche Immunität robust und dauerhaft ist und das Infektionsrisiko signifikant reduziert, betont Mueller, dass die Impfung häufig nur einen minimalen oder sogar negativen Schutz bietet, vornehmlich bei Empfängern des Pfizer-BioNTech-Impfstoffs. Sie kritisiert zudem, dass die Studie auf ungeeigneten Ausgangsdaten basiert und keinen direkten Vergleich zwischen wesentlichen Gruppen, wie geimpften und natürlich immunen Kindern, durchführt.
Methodische Einschränkungen:
Mueller weist auf mehrere methodische Schwächen hin, darunter kurze Nachbeobachtungszeiten für bivalente Auffrischungsimpfungen sowie die unzureichende Erforschung der Dauerhaftigkeit der hybriden Immunität. Offene Fragen bleiben, etwa zur Rolle der natürlichen Immunität im Vergleich zur Impfung bei hybriden Immunisierungsergebnissen und zu möglichen Unstimmigkeiten in der Impfstoffherstellung.
Relevanz für die Impfpolitik:
Diese Kritik hat weitreichende Implikationen für die Impfstoffpolitik und unterstreicht die Notwendigkeit transparenter, umfassender Daten, um Strategien im Bereich der öffentlichen Gesundheit fundierter zu gestalten. Mueller kommt zu dem Schluss, dass die natürliche Immunität möglicherweise eine bedeutendere Rolle für den Schutz spielt als bisher angenommen. Dies macht weitere Forschung erforderlich, um Impfkonzepte für Kleinkinder zu verfeinern.
Einschränkungen der Analyse:
TrialSite erinnert daran, dass die Beweiskraft dieser Arbeit begrenzt ist, solange sie nicht von „Experten“ begutachtet wurde.

