Am 15. Juli 2025 wird deutlich: Donald Trump, einst angetreten, um Amerikas „endlose Kriege“ zu beenden, führt die geopolitische Konfrontationspolitik seiner Vorgänger konsequent weiter. Ein neues Waffenprogramm für die Ukraine, abgewickelt über Europa, markiert nicht das Ende des Krieges – sondern seine Auslagerung. Parallel dazu bereitet sich das US-Militär auf einen möglichen Krieg gegen China vor.
Trump verlängert den Ukraine-Krieg – auf europäischem Boden
Trump hat ein System etabliert, bei dem Waffen nicht mehr direkt, sondern über Europa an die Ukraine geliefert werden. Damit vermeidet Washington die direkte Verantwortung und zwingt seine „Verbündeten“ zum Mitziehen. Brian Berletic, ehemaliger US-Marine und geopolitischer Analyst, sieht darin keine Überraschung: Schon vor der Wahl 2024 zeichnete sich in Strategiepapieren aus Trumps Umfeld ab, dass der Ukraine-Krieg nicht beendet, sondern lediglich „eingefroren“ werden sollte – im Stil des Syrien-Konflikts.
Ziel: Russland binden, Ressourcen aufzehren, strategische Handlungsräume einschränken. Gleichzeitig soll Europa aufrüsten, um die USA zu entlasten – damit Washington sich auf die nächste Front konzentrieren kann: China.
Der neue Feind: China
In Asien zeigen sich die Kriegspläne offen. Groß angelegte Militärmanöver wie „COPE Thunder“ simulieren US-Angriffe in der Pazifikregion. Taiwan erhält moderne US-Raketen, Marineeinheiten werden strategisch verteilt. All dies wurde unter Biden vorbereitet – Trump setzt es nun um. Die militärische Reorganisation des US Marine Corps ist gezielt auf einen möglichen Pazifikkrieg mit China ausgerichtet.
Berletic warnt: Die Truppen stehen nicht an der US-Küste – sondern direkt vor Chinas Haustür. Würde China dasselbe tun, wäre ein Krieg unausweichlich.
Illusionen von Veränderung – das gleiche System bleibt
Trumps Wahlversprechen – Frieden, Rückzug, Anti-Establishment – erweisen sich laut Berletic als Täuschung. Es sei dieselbe Agenda unter neuem Etikett: „America First“ ersetzt „Global War on Terror“, doch das imperialistische Ziel bleibt. Auch unter Trump eskaliert die Konfrontation mit Russland, Iran und China. Die Unterstützung für Israels Krieg in Gaza läuft weiter. Alles wie unter Biden – nur mit anderer Verpackung.
Propaganda als Waffe
Neben militärischer Gewalt ist laut Berletic die Informationskontrolle eine der gefährlichsten Stärken der USA. Ob in Thailand, der Ukraine oder Lateinamerika: Washington nutzt Medien, NGOs und Bildungseinrichtungen, um Einfluss zu nehmen – oft erfolgreicher als mit Raketen. Der Kampf um Narrative ersetzt Bombenteppiche.
Berletic fordert, dass Länder wie Russland, China und Mitglieder der BRICS-Staaten ihren „Informationsraum“ endlich wie ihr Territorium verteidigen. Ohne Kontrolle über die eigenen Medien droht ihnen digitale Kolonisierung – wie beim Maidan 2014.
Fazit: Die Welt steuert auf einen globalen Mehrfrontenkrieg zu
Was als „Strategiewechsel“ verkauft wird, ist laut Berletic in Wahrheit Kontinuität der Agenda. Die USA greifen nicht gleichzeitig an allen Fronten an – sie planen in Phasen. Erst Russland, dann Iran, dann China. Das Ziel: Die multipolare Welt in Stellvertreterkriegen zu zermürben, bevor sie vollständig entsteht.
Trump, der Hoffnungsträger vieler Anti-Globalisten, reiht sich nahtlos in dieses System ein. Wer dachte, mit ihm komme Frieden, sieht sich nun mit der Realität konfrontiert: Das System wechselt Gesichter, aber nicht Kurs.
Schlusswort Berletics:
„Amerika ist der Aggressor. Und solange der multipolare Block seine Informationshoheit nicht stärkt, wird Washingtons Hybridkrieg weiter Raum greifen – auch ohne einen einzigen Schuss.“

