Ein PI-NEWS-Leser schickte uns eine Aufnahme, die er während seines Urlaubs in Schmallenberg (NRW) gemacht hatte. Sie zeigt das jetzt kampagnenmäßig erscheinende Schild „AfD – Zutritt verboten!“ neben einer Hauseinsegnung der heiligen drei Könige aus dem Jahre 2016. Die Bewohner sind offenbar bekennende Katholiken. AfD-Mitglieder würden sie nicht in ihr Haus lassen, sie würden nicht mit ihnen verkehren.
Etwas Ähnliches gab es schon einmal in Deutschland. In der Nazizeit lehnten ganze Orte den Besuch einer Bevölkerungsgruppe, der Juden, ab. Direkt neben ihrem christlichen Bekenntnis, das in einem Flurkreuz zum Ausdruck kam, verbaten sie sich den Besuch von Juden (siehe Bild unten).
Was ist gleich, was ist anders?
Ähnlich ist die Begründung für die Ablehnung: Die Juden wurden durch die Propaganda als Menschenfeinde stilisiert, der AfD wird heute ein menschenfeindliches Weltbild vorgeworfen, weil sie die Umsetzung geltenden Rechts (GG 16a, 2) fordert. Das Menschsein wird beiden Gruppen damit abgesprochen, sie werden auf die gleiche Stufe mit Ungeziefern gestellt. So etwas ist eine Legitimation, entsprechend mit ihnen umzugehen, eine Erlaubnis, seinen persönlichen Hass an ihnen austoben zu können.
Anders ist vielleicht, dass früher kaum jemand öffentlich gegen das Aufstellen des Schildes protestieren konnte, ohne nicht der Nazi-Polizei verdächtig zu werden. Aber, und das ist jetzt eine Vermutung, hat niemand solch ein Schild wie das in Schmallenberg an seine Tür gehängt. Es gab keinen Zwang, auf solche Weise aktiv seine Gesinnung zu zeigen. Dieser scheint heute gegeben zu sein.
Und noch ein Wort zu Jesus, Gottes Sohn. Er verkehrte mit allen, mit Kindern, Frauen, einfachen Leuten, Kranken, korrumpierbaren Zöllnern, Ehebrecherinnen, Schwerverbrechern, Mördern. Vielleicht würde er ein AfD-Mitglied fragen: „Was wirft man dir vor?“. Und das würde vielleicht antworten: „Ich gehorche den Gesetzen meines Landes, die mit Zweidrittelmehrheit im Bundestag verabschiedet wurden.“ Wie würde Jesus da reagieren?
„Juden sind hier nicht erwünscht“ – Direkt neben einem Flurkreuz verbaten sich ganze Ortschaften im Dritten Reich den Besuch von Juden.
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