Catherine Austin Fitts, ehemalige stellvertretende US-Ministerin für Wohnungsbau, Investmentbankerin und Gründerin des Solari Report, macht im Interview eine provokante Aussage: Sie glaubt, Donald Trump sei von den Machteliten gezielt eingesetzt worden, um in Rekordzeit das digitale Kontrollnetz der USA zu etablieren.
„Wenn ich Trump für diese Aufgabe ausgesucht hätte, bekäme er von mir eine Eins plus plus plus – er hat großartige Arbeit geleistet. Niemand sonst hätte so schnell so viel erreichen können“, so Fitts.
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Mission erfüllt – Trump nicht mehr unentbehrlich
Fitts deutet an, dass Trump seinen Nutzen für die Strippenzieher womöglich erfüllt habe. Sie schließt nicht aus, dass er entmachtet werden könnte – und nennt den Epstein-Skandal als geeignetes Instrument, um ihn zu Fall zu bringen. „Wenn sie ihn mit Epstein loswerden wollen, können sie das. Es würde funktionieren.“
Epstein, Wahlkampf und die QAnon-Falle
Für Fitts ist unverständlich, warum Trump oder sein Umfeld den Epstein-Fall im Wahlkampf thematisiert haben, obwohl dies später gegen ihn verwendet werden könnte. Sie verweist auf Personen wie Kash Patel und Dan Bongino, die das Thema offensiv spielten, sowie auf den massiven Einfluss der QAnon-Bewegung.
Laut Fitts hat QAnon den Narrativ aufgebaut, Trump sei im Geheimen damit beschäftigt, ein Netzwerk pädokrimineller Eliten – vor allem in der Demokratischen Partei – zu zerschlagen, wobei Epstein im Zentrum stehe. Für sie ist QAnon „eine Sekte“ und „ein Märchen für Erwachsene“. Viele Menschen seien dieser Erzählung verfallen.
Nun jedoch widerspreche Trump dieser Ideologie, indem er Epstein als „Schwindel“ bezeichnet – ein Bruch, der laut Fitts „ein richtig großes Problem“ auslöst und die Loyalität der QAnon-Anhänger gefährden könnte.
Der perfekte Hebel für einen Machtwechsel
Fitts spekuliert, dass das Epstein-Narrativ strategisch so aufgebaut wurde, dass es Trump am Ende politisch vernichtet. In diesem Szenario könnte die Macht nahtlos an Figuren wie J.D. Vance übergehen – einen Politiker mit engen Verbindungen zu Palantir und Peter Thiel.
Ihre Schlussfolgerung: Sollte das Machtestablishment Trump fallen lassen wollen, könnten sie die Epstein-Karte jederzeit ziehen – und ihn „bis Ende des Jahres“ aus dem Weg räumen.
Kritische Einordnung:
Fitts’ Analyse ist eine Mischung aus insiderhaften Einschätzungen, strategischer Spekulation und scharfer Systemkritik. Sie zeichnet Trump weniger als Außenseiter gegen das Establishment, sondern als Werkzeug desselben – mit Epstein als Damoklesschwert über seiner politischen Zukunft.

